GVV Geuder Verwaltungs-GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Olcayto Gülec seit 10.10.2024 | Vorstandsmitglied |
Markus König seit 28.8.2023 | Vorstandsmitglied |
David Geuder seit 3.3.2023 | Vorstandsmitglied |
Martin Feindel seit 1.3.2006 | Prokura |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Geuder AktiengesellschaftHeidelbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht auf den 31. Dezember 2023I. Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses Entwicklung der Branche und Gesamtwirtschaft In der Medizintechnik stellt die Ophthalmologie und damit die Herstellung von ophthalmochirurgischen Geräten und Instrumenten sowie den zugehörigen Biomaterialien, biokompatiblen Flüssigkeiten, Gasen und Linsen eine der stark wachsenden Segmente dar. Marktforschungsinstitute prognostizieren Produkt übergreifende globale Wachstumsraten des Produktportfolios der GEUDER AG von 7,8% (CAGR 2021-2027) Quelle: 2022 Ophthalmic Landscape Market Report; Global Ophthalmic Revenue by Product Category). Dabei sind die größten Einflussfaktoren der wachsende Anteil einer älteren Bevölkerung und dem häufigeren Auftreten von chronischen Erkrankungen wie Diabetes. Gleichzeitig erhalten immer größere Anteile der Bevölkerung in Schwellenländern den Zugang zu medizinischen Leistungen. Quelle: Global Ophthalmic Surgical Instruments Market - Industry Trends and Forecast to 2028 Weitere Wachstumsregionen, zu denen die GEUDER AG Zugang hat, sind
Der Vorteil der GEUDER AG liegt dabei in ihrer weltweiten Bekanntheit und dem Ruf, qualitativ hochwertige Produkte und einen sehr guten Service zu bieten, außerhalb Deutschlands durch ein etabliertes Netzwerk von Händlern. Ein weiterer Vorteil liegt in der langen Unternehmenstätigkeit der GEUDER AG begründet, die Stabilität und Sicherheit für Händler und Anwender bedeutet. Umsatz- und Auftragsentwicklung Die Umsätze lagen im Jahr 2023 um 17,2% über dem Vorjahr. Dieses Umsatzwachstum ist überwiegend auf die Erholung der Märkte nach den Corona-Jahren zurückzuführen. Des Weiteren wurden die Verkaufspreise ab 02/2023 im Inland um durchschnittlich 12,2% und im Export um durchschnittlich 11,6% erhöht. Der Auftragseingang im Jahr 2023 lag mit 9,5% über dem Vorjahr. Geschäftsergebnis Im Geschäftsjahr 2023 erhöhte sich unser Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 17,2%. Der Jahresüberschuss beläuft sich auf 1.405.164,43 EUR. Unser geplantes Ergebnis wurde deutlich übertroffen. Dies entspricht einem EBIT von 1.850.062,95 EUR (Vorjahr: 663.228,50 EUR) und einem EBITDA von 2.445.278,60 EUR (Vorjahr: 1.262.823,90 EUR). Produktion Die GEUDER AG produziert die Produkte der Produktgruppen Instrumente und Geräte/Gerätezubehör weitgehend selbst am Standort in Heidelberg. Die Verlagerung von Baugruppen für Gerätesysteme und von Halbfabrikaten für die Instrumentenfertigung wurde selektiv gestartet, um interne Kapazitäten auf das Wachstum zu fokussieren. Die Produkte der Produktgruppe Flüssigkeiten werden von der Fluoron GmbH mit Sitz in Ulm hergestellt. Beschaffung Bei der GEUDER AG wurde vor Jahren ein strategischer Einkauf eingeführt, der die Einkaufsaktivitäten der unterschiedlichen Geschäftsbereiche bündelt und langfristige Vereinbarungen mit Lieferanten für Material und Vorprodukte mit hohen technischen und regulativen Interdependenzen zu den Endprodukten abschließt. Im Bereich des Einkaufs von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen ist bei der GEUDER AG ein kontinuierlicher Optimierungsprozess in Bezug auf Einkaufspreise und Rahmenbedingungen etabliert, der zum Ziel hat, die Materialkosten, und damit die Materialquote, kontinuierlich zu optimieren. Die Preisanstiege aus den aktuellen und zurückliegenden globalen Krisen konnten bei einigen Lieferanten verlangsamt bzw. kompensiert werden. Investitionen Wir haben im abgelaufenen Geschäftsjahr Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von 281.667,36 EUR getätigt. Diesen Investitionen in das Sachanlagevermögen stehen Abschreibungen in Höhe von 307.863,36 EUR gegenüber. Weiterhin hat die GEUDER AG im Geschäftsjahr 2023 in die Entwicklung neuer Produkte 919.722,07 EUR investiert. Den Investitionen in die Entwicklung neuer Produkte stehen Abschreibungen in Höhe von 205.142,72 EUR gegenüber. Für entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden 126.685,57 EUR aktiviert; diesen Investitionen stehen Abschreibungen in Höhe von 82.209,57 EUR gegenüber. Finanzierung Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten im Geschäftsjahr planmäßig um 1.011 TEUR zurückgeführt werden. Das Leasingvolumen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 46,5% erhöht. Der Schwerpunkt der Leasinginanspruchnahme lag bei der Büro- und Geschäftsausstattung sowie bei den Fahrzeugen. Personal- und Sozialbereich Die Anzahl der Mitarbeiter hat sich im Jahresdurchschnitt 2023 im Vergleich zum Jahresdurchschnitt 2022 nur unwesentlich geändert. Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 108 gewerbliche Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen und 86 Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen im kaufmännischen Bereich beschäftigt. Wie schon in den Vorjahren legte die GEUDER AG auch im Jahr 2023 großen Wert auf die Ausbildung von Nachwuchskräften um den Bedarf an Fachkräften - speziell im Bereich Herstellung von Instrumenten - langfristig zu sichern. Zum Jahresende 2023 befanden sich 6 Auszubildende und 2 Werkstudenten in der Ausbildung. Umweltschutz Die Produktion der GEUDER AG ist unter Umweltgesichtspunkten als unkritisch einzustufen, da keine umweltgefährdenden Emissionen auftreten. Spezielle Umweltrisiken bestehen daher nicht. Durch den hohen Anteil an wiederaufbereitbaren Instrumenten trägt die GEUDER AG einen erheblichen Anteil an Ressourcenschonung und Abfallvermeidung in der Ophthalmologie bei. Damit leisten wir einen sinnvollen Beitrag in Bezug auf die politischen und wirtschaftlichen Forderungen nach einem nachhaltigen Umgang mit Ressourcen in der Medizintechnik. Risikomanagement Die GEUDER AG ist im Rahmen ihres Geschäftes naturgemäß einer Vielzahl von Risiken (wie z.B. Veränderungen in der Kundennachfrage, Preiserhöhungen bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe) ausgesetzt, die untrennbar mit unternehmerischem Handeln verbunden sind. Das Risikomanagement des Unternehmens wird von einem finanzwirtschaftlichen Berichtswesen unterstützt, das die Gesellschaft jederzeit in die Lage versetzt, zeitnah und gezielt auf negative Entwicklungen reagieren und konkrete Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Finanzwirtschaftlichen Risiken wird durch ein konsequentes Liquiditäts- und Debitorenmanagement begegnet. Umfangreiche Exportgeschäfte werden nach Beurteilung des Einzelrisikos mittels Dokumentenakkreditiven abgewickelt. Regulatorische Anforderungen führen zu steigenden Kosten und schwer planbaren Wartezeiten bis zur Kommerzialisierung von Neuprodukten. Zudem führt die Unsicherheit der Auslegung der MDR (Verordnung (EU) 2017/745) bei Herstellern und den zertifikatsausstellenden Benannten Stellen zu möglichen Zertifikatsaussetzungen. Die Verlängerung der Übergangsfristen von MDD zu MDR bieten dabei nur eine marginale Entlastung, da zwei regulatorische Systeme aufrechterhalten werden müssen, bis alle Produkte in die neue Verordnung überführt sind. Des Weiteren erhöhen sich nationale regulatorische Anforderungen. Saudi-Arabien wie auch Indien haben Verordnungen etabliert, die zum Teil auch nicht-europäische Normen fordern. Daraus resultieren erhebliche Mehraufwände, um den Marktzugang zu sichern. Die regulatorische Neuausrichtung der GEUDER AG hat zu einer hohen Sicherheit in Bezug die damit verbundenen Anforderungen geführt. Durch die europäische Gesetzgebung und regulatorischen Forderungen fallen kleinere Unternehmen aus der Zulieferkette der GEUDER AG, da diese die Anforderungen nicht erfüllen können oder die Geschäftstätigkeit verlagern oder aufgeben. Durch Änderungen in der Zulieferkette und Anpassung der hauseigenen Kapazitäten wurden die Ausfälle kompensiert. Dem Fachkräftemangel begegnen wir mit der verstärkten Ausbildung von gewerblichen Mitarbeitenden, mit dem Outsourcing von Teilen der Montage- und Fertigungsprozesse und mit Vertragsangeboten für erfahrene Mitarbeitende, die den Ruhestand gehen. Sonstige wichtige Ereignisse und Entwicklungen im Geschäftsjahr Im Geschäftsjahr 2023 sind keine sonstigen wichtigen Ereignisse und Entwicklungen eingetreten. II. Darstellung der Lage Vermögenslage Die GEUDER AG verfügt zum 31.12.2023 über ein Eigenkapital in Höhe von 14.639.553,42 EUR. Dabei ist die Vermögensstruktur zum 31.12.2023 durch einen Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme von 31,85% gekennzeichnet. 43,81% der Bilanzsumme entfallen auf die Vorräte. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben zum Ende des Geschäftsjahres einen Anteil von 15,37%. Die flüssigen Mittel umfassen 8,91% der Bilanzsumme. Das Anlagevermögen ist zu 100% durch Eigenkapital gedeckt. Unsere Kapitalstruktur zum 31.12.2023 ist durch einen Anteil vom Eigenkapital an der Bilanzsumme von 52,66% gekennzeichnet. 47,34% der Bilanzsumme entfallen auf Fremdkapital (davon langfristig 45,25% und kurzfristig 54,75%). Finanzlage Die Liquiditätslage unseres Unternehmens war im Berichtsjahr gut. Die flüssigen Mittel haben sich zwischen dem 31.12.2022 und dem 31.12.2023 um 5,92% verringert. Zum Jahresende verfügt die Gesellschaft über nicht ausgenutzte Bank- und Finanzierungslinien in Höhe von 1,7 Mio. Euro. Ertragslage Das Betriebsergebnis erhöhte sich im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr 2022 von 659 TEUR um 1.183 TEUR auf 1.842 TEUR. Das Finanzergebnis hat sich im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr 2022 von -161 TEUR um -99 TEUR auf -260 TEUR verringert. Gesamtaussage Der Geschäftsverlauf im Jahr 2023 kann als gut bezeichnet werden. III. Voraussichtliche Entwicklung mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Voraussichtliche Entwicklung Für das Jahr 2024 prognostizieren wir eine Belebung der Nachfrage, die zu einem Umsatzanstieg von etwa 9% gegenüber dem Vorjahr führen wird. Die durchschnittliche kalkulierte Wachstumsrate liegt bei 7,8% (Quelle: Market Scope - 2022 Ophthalmic Landscape Report). Diese positive Entwicklung erwarten wir trotz der anhaltenden globalen Auswirkungen des Ukraine-Krieges und den anhaltenden Preissteigerungen auf der Einkaufsseite. Die Weltwirtschaft zeigt sich jedoch widerstandsfähig und für 2024 wird ein globales Wachstum von rund 3,2 % erwartet. Die OECD sieht ein stetiges Wachstum voraus, und der IWF hat seine Wachstumsprognose auf 3,1% angehoben. Trotz der durch den Ukraine-Krieg verursachten Produktionsausfälle von rund 1,6 Billionen US-Dollar im Jahr 2022, gibt es Anzeichen für eine Erholung. Allerdings dürfen wir nicht außer Acht lassen, dass Experten vor anhaltenden Engpässen in der Warenversorgung warnen. Diese könnten durch Herausforderungen wie den Klimawandel und geopolitische Spannungen weiter verschärft werden. In Anbetracht dieser Prognosen und der aktuellen Lage ist es entscheidend, dass wir unsere strategische Planung anpassen, um flexibel auf Marktveränderungen reagieren zu können und unsere Unternehmensziele für das Jahr 2024 zu erreichen. Der Vorstand ist zuversichtlich, dass wir aufgrund dieser Anpassungen ein deutlich positives Ergebnis erzielen werden. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Angesichts der aktuellen globalen Herausforderungen, wie dem Ukraine-Krieg und dessen Einfluss auf die Lieferketten sowie der allgemeinen Preisentwicklung, stehen wir vor Risiken, die unsere Geschäftsentwicklung beeinflussen könnten. Trotz dieser Unsicherheiten erwarten wir, dass die positive Umsatzentwicklung sowohl im Inland als auch im Exportbereich fortgesetzt wird. Zusätzlich zu den genannten Risiken hängen unsere Geschäftsaktivitäten von politischen Entwicklungen ab, da unsere Hauptkunden größtenteils durch öffentliche Mittel finanziert werden. Politische Schwankungen können finanzielle Auswirkungen haben, die sich auf die Investitionsbereitschaft und -volumina auswirken. Wir bemühen uns, externe Risiken so früh wie möglich zu identifizieren und unser Geschäftshandeln entsprechend anzupassen, beispielsweise durch die Absicherung von Exportgeschäften mittels Akkreditive. Ein weiteres operatives Risiko stellt der zunehmende Aufwand für nationale und internationale Produktzulassungsprozesse dar. Diese kostenintensiven Verfahren variieren von Land zu Land, was eine effiziente Bearbeitung erschwert. Wir begegnen diesen Herausforderungen durch eine kontinuierliche Optimierung unserer internen Prozesse. Eine zusätzliche Herausforderung stellt die kontinuierliche Anpassung unseres Qualitätsmanagementsystems (QM-Systems) an die stetig wachsenden gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen dar, was einen überproportionalen Anstieg an personellen und finanziellen Ressourcen nach sich zieht. Trotz der konsequenten Bereinigung unseres Produktportfolios und der damit verbundenen Reduzierung der zu pflegenden QM- Produktakten, erwarten wir aus aktueller Sicht keine Kosteneinsparungen. Im Inland beobachten wir eine zunehmende Einkaufsmacht der Krankenhaus- Einkaufsgemeinschaften, die weitreichende Preiszugeständnisse fordern. Wir begegnen dieser Entwicklung mit gezielten Vertriebsstrategien, wie zum Beispiel kundenspezifischen Beratungsleistungen für die Ausstattung von Augen-Operationssälen. Auf der Beschaffungsseite stehen wir weiterhin vor einem deutlichen Preisanstieg unserer Vorlieferanten und verlängerten Lieferzeiten. Die globale Verknappung von Vorprodukten, insbesondere im Elektronik- und Metallbereich, stellt ein zusätzliches Risiko dar. Um die Verfügbarkeit kritischer Komponenten zu gewährleisten, erhöhen wir unsere Lagerbestände und schließen langfristige Lieferverträge ab, um die Produktverfügbarkeit zu optimieren. Dem generationenbedingten Fachkräftemangel begegnen wir, in dem wir die innerbetriebliche Ausbildung im handwerklichen und kaufmännischen Bereich stetig forcieren. Gesamtaussage Im zurückliegenden Geschäftsjahr hat unser Unternehmen eine gute Entwicklung vollzogen. Trotz herausfordernder Marktbedingungen, einem Generationswechsel und weiteren großen regulatorischen Herausforderungen konnten wir unsere Marktposition stärken und den Umsatz deutlich steigern. Durch gezielte strategische Vorgehensweisen haben wir unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter ausgebaut. Die erfolgreiche Erschließung neuer Märkte und die Optimierung interner Prozesse haben auch zu einer Ergebnisverbesserung beigetragen. Aufgrund des Ergebnisses des Jahres 2023, der eingeleiteten strategischen Maßnahmen und dem dynamischen Marktumfeld, sehen wir eine optimistische Entwicklung des Unternehmens in den kommenden Jahren. Um das Wachstumspotential zu finanzieren und die Herausforderungen weiteren Wachstums zu meistern, muss die GEUDER AG Finanzierungskapital akquirieren. IV. Sonstige Angaben Forschung und Entwicklung Die Schwerpunkte der Entwicklungsabteilungen lagen im Jahr 2023 in der Fertigstellung laufender Projekte sowie in der Entwicklung Gerätesysteme und Gerätezubehör. Der Schwerpunkt der Entwicklungstätigkeit im Jahr 2024 liegt auf der Fertigstellung der Geräteserie VIVOS sowie ausgewählter Instrumente. Zweigniederlassungen Es bestehen keine Zweigniederlassungen.
Heidelberg, den 21. Mai 2024 David Geuder, Mitglied des Vorstands Markus König, Mitglied des Vorstands Julius Müller-Albinus, Mitglied des Vorstands Zur Offenlegung bestimmte Bilanz auf den 31. Dezember 2023der GEUDER AG, HeidelbergAKTIVA
PASSIVA
Zur Offenlegung bestimmte Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023der GEUDER AG, Heidelberg
ZUR OFFENLEUNG BESTIMMTER ANHANG ZUM 31. DEZEMBER 2023DER GEUDER AG HEIDELBERGA. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM UNTERNEHMEN Die GEUDER AG hat ihren Sitz in Heidelberg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter HR B 336531 eingetragen. B. ALLGEMEINE ANGABEN ZU INHALT UND GLIEDERUNG DES JAHRES- ABSCHLUSSES Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242 ff. HGB) unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des Aktiengesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Im Interesse einer größeren Klarheit und Übersichtlichkeit haben wir die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, insgesamt im Anhang aufgeführt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB. C. WESENTLICHE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Bei der Bewertung der einzelnen Positionen wurden die folgenden Grundsätze angewendet: 1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungsdauer wurde jeweils unter Zugrundelegung des voraussichtlichen Werteverzehrs geschätzt. Das Aktivierungswahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gem. §248 Abs.2 HGB wird in Anspruch genommen. Sie werden gem. §255 Abs.2a HGB mit den bei deren Entwicklung anfallenden Herstellungskosten bewertet. Diese entsprechen den Vollkosten (§255 Abs.2 HGB). Die Eigenschaft als aktivierungsfähiger Vermögensgegenstand konkretisieren wir für unsere Entwicklungsprojekte anhand jeweils individuell bestimmter Ziele im Rahmen einer detaillierten Gesamtplanung. Die Erreichung der Zielvorgaben wird durch unser Projektcontrolling laufend überwacht. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden linear nach deren jeweiligen Produktlebenszyklus abgeschrieben. Im Geschäftsjahr wurden sie mit insgesamt 205.142,72 EUR abgeschrieben. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden über eine Nutzungsdauer von 3 bzw. 5 Jahren linear abgeschrieben. Sachanlagen wurden mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich der planmäßigen linearen Abschreibung bilanziert. (§§ 253, 255 Abs. 1 HGB). Außerplanmäßige Abschreibungen (§ 253 Abs. 3 Satz 5 HGB) waren nicht erforderlich. Bei den Sachanlagen kam die lineare Abschreibungsmethode entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer zur Anwendung. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis 800,00 EUR werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben und ein Abgang unterstellt. 2. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten (Nominalwerten) angesetzt. 3. Vorräte Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet oder mit dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. 4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert abzüglich Wertberichtigungen bewertet. Von den mit dem Nennbetrag angesetzten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Einzelwertberichtigungen für erkennbare Risiken und eine pauschale Wertberichtigung für das allgemeine Kreditrisiko mit 1 % auf die Netto-Forderungen abgesetzt. 5. Die flüssigen Mittel wurden zum Nennwert angesetzt. 6. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind entsprechend der periodengerechten Abgrenzung der Aufwendungen ermittelt. 7. Rückstellungen Die Pensionsrückstellungen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet. Dabei wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Der Berechnung der Pensionsrückstellung liegt eine betragsmäßig feste Zusage auf den Zeitpunkt des Ausscheidens und ein durchschnittlicher Marktzinssatz von 1,82% der vergangenen 10 Jahre zugrunde. Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre (1,82%) ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre (1,74%) ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 2.047,00 EUR. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt. Die Rückstellungen wurden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. 8. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, wurden zu dem maßgeblichen Wechselkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. 9. Die passiven latenten Steuern wurden auf der Grundlage des Bilanzansatzes der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände und dem Unterschiedsbetrag zwischen dem handelsrechtlichen Wertansatz und dem steuerrechtlichen Wertansatz der Pensionsrückstellungen (nach Verrechnung mit den aktiven latenten Steuern auf den Verlustvortrag) gebildet. Hierbei wurde ein Steuersatz von 30 v. H. für Ertragsteuern zugrunde gelegt. D. ERLÄUTERUNGEN ZUM JAHRESABSCHLUSS I. Erläuterungen der Bilanz 1. Anlagevermögen Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr sind nachfolgend dargestellt: Anlagevermögen für das Geschäftsjahr 2023
Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten des Geschäftsjahres beträgt 1.429 TEUR. Davon entfallen Entwicklungskosten auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Höhe von 920 TEUR. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenständen Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 3.237 TEUR (Vorjahr: 2.476 TEUR) haben alle eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 507 TEUR (Vorjahr: 607 TEUR) haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr. 3. Eigenkapital Das Eigenkapital hat sich wie folgt entwickelt:
Das Gezeichnete Kapital beträgt 2.040.000,00 EUR. Es setzt sich wie folgt zusammen:
4. Rückstellungen Die Rückstellungen in Höhe von 2.188 TEUR berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. 5. Verbindlichkeiten
Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren in Höhe von T-EUR 0 (Vorjahr: T-EUR 0). Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, stellen zugleich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen dar. II. Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung 1. Personalaufwand Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 100 TEUR (Vorjahr: 66 TEUR) enthalten. 2. Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge in Höhe von 12 TEUR (Vorjahr: 9 TEUR) enthalten Zinsen aus verbundenen Unternehmen in Höhe von 4 TEUR (Vorjahr: 3 TEUR). 3. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von 272 TEUR (Vorjahr: 170 TEUR) enthalten Aufwand aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von 7 TEUR (Vorjahr: 7 TEUR). 4. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ist ein Steueraufwand für die latente Steuerabgrenzung in Höhe von 176 TEUR (Vorjahr: Steuerertrag für die latente Steuerabgrenzung in Höhe von 42 TEUR) enthalten. Im Geschäftsjahr liegen 1 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) Aufwendungen an Ertragsteuern vor. In der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von 4 TEUR (Vorjahr: 15 TEUR) enthalten. E. SONSTIGE PFLICHTANGABEN 1. Vorstand Im Geschäftsjahr 2023 waren als Vorstände bestellt:
2. Aufsichtsrat Zu Mitgliedern des Aufsichtsrates waren im Geschäftsjahr bestellt:
3. Arbeitnehmerzahl Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 108 gewerbliche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie 86 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im kaufmännischen Bereich beschäftigt. 4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aufgrund zum Bilanzstichtag bestehender Miet- und Leasingverträge sind für die jeweils verbleibenden Restlaufzeiten der Verträge die folgenden Zahlungen zu leisten.
5. Gesamtbezüge des Vorstandes (einschl. früherer Mitglieder) Auf die Angabe der Gesamtbezüge (§ 285 Nr. 9 lit. a) und b) HGB) wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 6. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates Die den Mitgliedern des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge beliefen sich auf 83 TEUR. 7. Geschäfte mit nahestehen Personen Geschäfte mit nahestehenden Personen stellen sich wie folgt dar:
8. Anteile an anderen Unternehmen Die Angaben zu den Anteilen an anderen Unternehmen sind nachfolgend dargestellt:
9. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres liegen nicht vor. 10. Ergebnisverwendung Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn in Höhe von 12.356.211,42 EUR (Vorjahr: 10.951.046,99 EUR) auf neue Rechnung vorzutragen. 11. Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs. 8 HGB und § 253 Abs. 6 HGB Zum Ende des Geschäftsjahres bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von 5.006.990,46 EUR (Vorjahr: 4.566.262,23 EUR), die in Höhe von 5.004.943,46 EUR auf die Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und in Höhe von 2.047,00 EUR auf den Ertrag aus dem geänderten Zinssatz zur Abzinsung von Pensionsrückstellungen entfallen. 12. Latente Steuern
Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgte mit Ausnahme der steuerlichen Verlustvorträge mit einem Steuersatz von 30%. Die Verlustvorträge wurden mit einem Steuersatz von 15% bewertet. Die sich nach § 274 HGB per Saldo aus aktiven und passiven latenten Steuern rechnerisch ergebende Steuermehrbelastung wurde im Berichtsjahr entsprechend unter gesonderter Position passiviert. Überleitungsrechnung latente Steuern nach § 285 Nr. 30 HGB:
Heidelberg, den 21. Mai 2024 David Geuder, Mitglied des Vorstands Markus König, Mitglied des Vorstands Julius Müller-Albinus, Mitglied des Vorstands In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: "Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die GEUDER AG, Heidelberg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der GEUDER AG, Heidelberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GEUDER AG, Heidelberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Heidelberg, den 29. Mai 2024 FALK
GmbH & Co KG
Dominik Schwab, Wirtschaftsprüfer Stephan Hilbig, Wirtschaftsprüfer" Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023an die Hauptversammlung gemäß § 171 AktGDer Aufsichtsrat hat sich im Laufe des vergangenen Geschäftsjahrs regelmäßig, zeitnah und ausführlich vom Vorstand durch mündliche und schriftliche Berichte über den Geschäftsgang, die Finanzlage und besondere Geschäftsvorfälle der Geuder Aktiengesellschaft unterrichten lassen. Hierzu gehörten periodische Berichte über die Umsatz- und Ergebnisentwicklung, die Liquiditätslage, die Finanz-, Investitions- und Personalplanung, die Unternehmensstrategie, die Rentabilität der Gesellschaft, die allgemeine Geschäftsentwicklung sowie die Geschäftslage für wesentliche Kunden der Gesellschaft. Der Aufsichtsrat ließ sich dabei auch über Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung von früheren Planungen berichten. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats ließen sich monatlich die aktuellen Geschäftszahlen vorlegen. Der Aufsichtsrat hat im abgelaufenen Geschäftsjahr am 21.03.2023, am 20.06.2023, am 17.10.2023 und am 19.12.2023 Sitzungen abgehalten. In Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung war der Aufsichtsrat frühzeitig eingebunden. Alle Maßnahmen, die aufgrund gesetzlicher oder satzungsgemäßer Bestimmungen oder aufgrund der Geschäftsordnung bei der Gesellschaft die Zustimmung des Aufsichtsrats erfordern, wurden dem Aufsichtsrat zur Beschlussfassung vorgelegt und die entsprechenden Maßnahmen ausführlich erörtert. Gegenstand der Beratungen waren in der Berichtszeit insbesondere der Geschäftsverlauf und die Entwicklung der Ertragslage, der Liquidität, des Auftragsbestands und der Kapazität, das Risikomanagement, die Veränderungen bei rückstellungspflichtigen Vorgängen, die Entwicklung der Märkte und die Auswirkungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, die Personalentwicklung, die Konsolidierung und Fortentwicklung einzelner Geschäftsbereiche, die Veränderungen im Bereich der Entwicklung sowie die weitere Unternehmensstrategie. Der Aufsichtsrat hat die genannten und weitere Maßnahmen intensiv mit dem Vorstand beraten und die dafür erforderlichen Entscheidungen getroffen sowie die Geschäftsführung des Vorstands im Geschäftsjahr 2023 aufgrund der laufenden Berichterstattung sowie der gemeinsamen Sitzungen überwacht. Der Aufsichtsratsvorsitzende sowie einzelne Mitglieder des Aufsichtsrats standen auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand. Der Jahresabschluss 2023 und der Lagebericht der Geuder AG ist unter Einbeziehung der Buchführung von der FALK GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Heidelberg, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Prüfungsbericht wurde den Aufsichtsratsmitgliedern zugesandt. Der Aufsichtsrat hat sich intensiv mit dem Abschluss befasst. Der Abschlussprüfer stand für Rückfragen zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat seinerseits den Jahresabschluss und den Lagebericht des Vorstands geprüft. Dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses durch den Abschlussprüfer tritt der Aufsichtsrat aufgrund seiner eigenen Prüfung bei. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen zu erheben. Er billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Vorstand hat vorgeschlagen, den Bilanzgewinn von EUR 12.356.211,42 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns schließt sich der Aufsichtsrat an. Ein Konzernabschluss und ein Konzernlagebericht waren, nach den Feststellungen im Lagebericht des Vorstands, nicht zu erstellen. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern für ihren Einsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr sowie den Aktionären für das dem Unternehmen entgegengebrachte Vertrauen.
Heidelberg, den 18.06.2024 Dr. Mathias Hothum, Vorsitzender des Aufsichtsrats Feststellung des Jahresabschlussesder GEUDER AG, HeidelbergDer Jahresabschluss auf den 31. Dezember 2023 wurde vom Aufsichtsrat am 18. Juni 2024 festgestellt. Der Vorstand hat vorgeschlagen, den Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von EUR 12.356.211,42 wird auf neue Rechnung vorgetragen. |
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