Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 761384
Eingetragen
27.6.2017
Branche
Großhandel mit Fahrrädern, E-Bikes, deren Teilen und ZubehörEinzelhandel mit Fahrrädern, E-Bikes, deren Teilen und ZubehörHerstellung von Fahrrädern sowie von Behindertenfahrzeugen
Gegenstand
Verkauf und Handel von Fahrrädern, Fahrradanhängern, Kinderwagen und Kinderfahrzeuge, Kindertragen und Zubehör.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Steffen Faulhaber
seit 27.6.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

78665 Frittlingen
50.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BIKEBOX GmbH

Rottweil

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1.1 Leistungs- und Produktportfolio

BIKEBOX GmbH ist ein Spezialist für hochwertige E-Bikes, Fahrräder, Fahrradanhänger, Kinderfahrzeuge und Fahrradzubehör. Mit großem stationärem Ladengeschäft und Onlineshop bietet BIKEBOX ein vielseitiges Sortiment von Top Marken mit professionellem Kundenservice, Beratung und Werkstatt vor Ort.

Neben dem Vertrieb über den eigenen Onlineshop trägt auch der Verkauf der Sortimente über sog. Vertriebsplattformen (= Marktplätze) von Universalversandhändlern wie Amazon, Ebay und real.de zum Umsatz der Gesellschaft bei.

Weitere Umsätze werden über Fahrrad-Leasinganbieter wie bspw. Jobrad erzielt, wobei auch hier die Fahrräder an Endkunden ausgeliefert werden.

1.2 Unternehmensstruktur

Die Geschäftsführung wird vom geschäftsführenden Gesellschafter, Steffen Faulhaber, wahrgenommen.

Bei der BIKEBOX sind zum 31. Dezember 2020 80 Mitarbeiter (31. Dezember 2019: 53 Mitarbeiter) beschäftigt.

2. Gesamtwirtschaft und Branche

2.1 Gesamtwirtschaftliche Situation

Nach den Informationen des Statistischen Bundesamts ist im Jahr 2020 das deutsche Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorjahr um real 5% gesunken. Die deutsche Wirtschaft ist somit nach einer zehnjährigen Wachstumsphase im Corona-Krisenjahr 2020 in eine tiefe Rezession geraten, ähnlich wie zuletzt während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009. Der konjunkturelle Einbruch fiel aber im Jahr 2020 den vorläufigen Berechnungen zufolge insgesamt weniger stark aus als 2009 mit -5,7%. In 2019 war die Wirtschaft noch real um 0,6% gewachsen.

Die Corona-Krise hinterließ im Jahr 2020 deutliche Spuren in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Die Produktion wurde sowohl in den Dienstleistungsbereichen als auch im Produzierenden Gewerbe teilweise massiv eingeschränkt. So ging im Produzierenden Gewerbe ohne Bau, das gut ein Viertel der Gesamtwirtschaft ausmacht, die preisbereinigte Wirtschaftsleistung gegenüber 2019 um 9,7% zurück, im verarbeitenden Gewerbe sogar um 10,4%. Die Industrie war vor allem in der ersten Jahreshälfte von den Folgen der staatlich verhängten Corona-Maßnahmen betroffen, unter anderem durch die zeitweise gestörten innereuropäischen und globalen Lieferketten.

Die Bruttoinvestitionen erlebten dabei einen Einbruch um 3,5% gegenüber Vorjahr, den deutlichsten seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009.

Für das Jahr 2021 wurden die Einschätzungen verschiedener Experten zwischen November und März mehrfach nach unten korrigiert. Während das Wirtschaftsministerium in seiner Jahresprojektion von 3,0% Wachstum des preisbereinigten BIP ausgeht, erwartet der Rat der "Wirtschaftsweisen" 3,1%, die Europäische Kommission 3,2%. Damit liegen die Erwartungen unterhalb der Erwartung für den gesamten Euro-Wirtschaftsraum, für den seitens der EU-Kommission von einem Wachstum i. H. v. 3,7% ausgegangen wird. Als größtes Risiko für die Erholung der Konjunktur wird dabei eine mögliche weitere Infektionswelle angesehen, da eine solche zu erneuten Betriebsschließungen in der Industrie führen würde.

2.2 Branchensituation

Die SARS-COV-2-Pandemie bestimmte im Jahr 2020 das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben in Deutschland und beeinflusste alle Branchen signifikant.

Auch die Herausforderungen für Hersteller und Fahrradhandel waren gewaltig vor dem Hintergrund von Shutdowns, gestörten Lieferketten, Ladenschließungen, Hygieneauflagen und beispielloser Nachfrage.

Die Branche verzeichnet, wie auch in den vergangenen Jahren ein dynamisches Wachstum. Fahrräder und E-Bikes erfreuten sich in Deutschland großer Beliebtheit.

Der Fahrradboom und die daraus resultierende Nachfrage nach Zweiräder, mit und ohne elektrischen Antrieb, war in 2020 ungebrochen wovon die gesamte Branche profitierte.

Der Zweirad-Industrie Verband (ZIV) veröffentlichte folgende Wirtschaftsdaten der deutschen Fahrradindustrie für das Jahr 2020:

Der Absatz (in Stück) an Fahrrädern und E-Bikes lag 2020 mit 5,04 Mio. Einheiten um +16,9% über Vorjahr

Der anteilige E-Bikes Absatz von 1,95 Mio. Stück am Gesamtabsatz betrug 38,7%

Im Jahre 2020 wurden 43,4% mehr E-Bikes verkauft als im Jahre 2019

Der Umsatz (in Euro) mit Fahrrädern und E-Bikes erreichte im Jahre 2020 den Wert von 6,44 Mrd. Euro, einem Plus von 60,9% zum Jahr 2019

Zusammen mit dem Komponenten- und Zubehörbereich ergibt sich über alle Vertriebswege ein Umsatz-Volumen von annähernd 10 Mrd. Euro

Der durchschnittliche Verkaufspreis pro Fahrrad (inkl. E-Bikes) lag in 2020 bei 1.279, - Euro und wird von dem hohen E-Bike-Anteil dominiert

Der gesamte Fahrradbestand (inkl. E-Bikes) in Deutschland ist nach Einschätzung des ZIV in 2020 auf 79,1 Mio. Stück angewachsen; darin enthalten sind ca. 7,1 Mio. E-Bikes.

Das hohe Qualitäts- und Sicherheitsbewusstsein der Kunden sorgt dafür, dass Fahrräder und E-Bikes in immer höherer Güte und Ausstattung gekauft werden.

3. Geschäftsverlauf und Lage

3.1 Ertragslage

Die Ertragslage der BIKEBOX im Berichtsjahr kann als sehr gut bezeichnet werden. Der Jahresüberschuss erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr signifikant um 1.509 TEUR von 515 TEUR auf 2.024 TEUR. Das Rohergebnis (Gesamtleistung + sonstige betriebliche Erträge ./. Materialaufwand) lag mit 8.377 TEUR um 4.203 TEUR ebenfalls deutlich über dem Vorjahresniveau (4.174 TEUR).

Die Aufwendungen haben sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt:

Veränderung
Geschäftsjahr
in TEUR
2020 2019 absolut relativ
Personalaufwand 2.176 1.516 660 43,6%
Abschreibungen 156 133 24 18,0%
Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.158 1.752 1.406 80,3%
Sonstige Steuern 4 4 0 -2,0%

Das Finanzergebnis hat sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt:

Veränderung
Geschäftsjahr
in TEUR
2020 2019 absolut relativ
Finanzerträge 0 0 0 0,00%
Finanzaufwendungen 41 49 -8 -16,42%
Finanzergebnis -41 -49 -8 -16,42%

Das EBT (earnings before taxes) erhöhte sich im laufenden Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr um 2.121 TEUR auf 2.842 TEUR.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag haben sich um 609 TEUR auf 815 TEUR erhöht.

3.2 Finanzlage

Unsere wichtigsten Ziele hinsichtlich des Finanzmanagements sind die Sicherung von Liquidität, finanzieller Flexibilität und Stabilität. Eine zusätzliche Kreditlinie in Höhe von 450 TEUR sowie großzügige Zahlungsziele der Lieferanten verhilft uns eine zufriedenstellende Liquidität zu erreichen.

Abgekürzte Kapitalflussrechnung nach der indirekten Methode: TEUR
Finanzmittelbestand zum 01.01.2020 -243
+/- Mittelzu- / -abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 1.435
+/- Mittelzu- / -abfluss aus Investitionstätigkeit -188
+/- Mittelzu- / -abfluss aus Finanzierungstätigkeit -144
Finanzmittelbestand zum 31.12.2020 860

3.3 Vermögenslage

Die Vermögenslage der BIKEBOX ist nach wie vor stabil. Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr von 6.617 TEUR auf 11.286 TEUR im laufenden Geschäftsjahr erhöht. Die Sachanlagen stellen mit 21,0% der Bilanzsumme (im Vorjahr 35,5%) eine wesentliche Bilanzposition dar.

Die Vorräte erhöhten sich um 3.581 TEUR auf 7.584 TEUR. Im Verhältnis zur Bilanzsumme betragen die Vorräte 67,2% (im Vorjahr 60,5%). Sie bilden damit die größte Bilanzposition.

Die flüssigen Mittel erhöhte sich um 844 TEUR auf 860 TEUR und betragen somit 7,6% der Bilanzsumme.

Die Eigenkapitalquote der BIKEBOX ist mit 32,5% solide und verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 7,7 Prozentpunkte.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute aus der Finanzierung der Betriebsimmobilien verminderten sich planmäßig um 144 TEUR auf 1.950 TEUR (Vorjahr 2.094). Die Bilanzposition Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute mit 17,3% der Bilanzsumme (Vorjahr 35,6%) stellen eine wesentliche Verbindlichkeitsposition dar. Im Vorjahr war in dieser Bilanzposition noch ein Kontokorrentkredit von 259 TEUR enthalten.

Die größte Verbindlichkeitsposition im Geschäftsjahr sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit 3.615 TEUR und 32,0% der Bilanzsumme (Vorjahr 1.447 TEUR und 21,9% der Bilanzsumme).

3.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

Umsatzerlöse

Wareneinkauf

Betriebsergebnis (EBIT)

Für unsere interne Unternehmenssteuerung orientieren wir uns an unserer jährlichen Planung, analysieren die Abweichungen und leiten daraus die entsprechenden Maßnahmen ab.

3.5 Gesamtaussage

Die Ertragslage der BIKEBOX kann im Berichtsjahr als sehr gut bezeichnet werden. Die Bilanzstruktur ist mit einer Eigenkapitalquote von 32,5% solide. Die Finanzlage der BIKEBOX war mit dem positiven operativen Cashflow sowie den zur Verfügung stehenden Kreditlinien jederzeit ausreichend, um den nötigen finanziellen Spielraum zu haben.

4. Risikobericht

Als großes Risiko für das geplante Umsatzwachstum bleibt die "Corona (Covid-19)-Krise". Abhängig von den Auswirkungen auf die Kauflaune der Konsumenten und die Verfügbarkeit der Ware, kann es zu signifikanten Umsatzeinbußen kommen.

4.1 Risikoüberwachung

Das System der BIKEBOX zur Erkennung und Überwachung von Risiken erlaubt dank eines umfangreichen Controllings zu jeder Zeit eine vollumfängliche Bewertung der Ertragslage sowie etwaiger negativer Effekte.

Durch die angestrebte Wachstumsstrategie kommt es zu einem höheren Lagerbestand um die kurzfristige Verfügbarkeit an Ware für den Kunden zu gewährleisten. Hersteller bieten den Händlern in der aktuellen Situation kein Pufferlager (on demand), sodass die Lagerhaltung fast ausschließlich auf den Händler übertragen wird. Dem Risiko der Überalterung der Ware wird durch eine systematische Bestandsanalyse und -steuerung (u.a. Reichweitenanalyse und Altersstruktur-Analyse) entgegengewirkt. Zudem fokussiert sich das Unternehmen auf funktionale Produkte mit im Vergleich zu Fashion und Mode deutlich längeren Produktlebenszyklen.

4.2 Kundenabhängigkeit

BIKEBOX beliefert hauptsächlich Privatkunden. Aus diesem Grunde besteht keine größere Abhängigkeit von einem Kunden, einer Kundengruppe oder einer Branche. Aufgrund BIKEBOXs breiter Kundenbasis besteht kein Klumpenrisiko. Negative Entwicklungen der globalen und regionalen wirtschaftlichen Bedingungen in unseren Märkten, einschließlich der COVID-19 Pandemie, sofern diese anhält, könnten sich negativ auf Verbraucherausgaben auswirken.

4.3 Beschaffungsrisiken

BIKEBOX verfügt über einen gewachsenen, teilweise sehr langfristig angelegten Lieferantenstamm. Um Risiken in der Beschaffung zu reduzieren, wird vermehrt Wert auf die Umsetzung einer "Mehr-Lieferanten Strategie" gelegt und der Streuung auf ein breites Produktportfolio. Mit dem Sortiment des Unternehmens wächst die Anzahl der Lieferanten stetig. Zwar gibt es einige bedeutende Lieferanten, diesen ist jedoch keine erfolgskritische Lieferantenmacht zuzurechnen.

4.4 Ertragsrisiken

Aufgrund der Preistransparenz im Internet und durch den zunehmenden Preiswettbewerb im Onlinehandel existiert weiterhin die Gefahr sinkender Renditen oder bei Beibehaltung der bisherigen Handelsspannen eine Abflachung des Umsatzwachstums.

4.5 Finanzielle Risiken

Dank der soliden Eigenkapitalquote und der Ertragskraft des Unternehmens werden keine finanziellen Risiken erwarten. Durch die Nutzung großer nationaler und internationaler Payment-Dienstleister wird der Großteil der Bestellungen von den Kunden per Vorkasse bezahlt.

Derivative Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt.

4.6 Sonstige Risiken

Auch hinsichtlich einer möglichen vierten Corona-Welle im Herbst 2021 ist die BIKEBOX gut aufgestellt und kann auf das bewährte Konzept des Mehrschichtbetriebs in den Bereichen Lager, Versand, Werkstatt und Kundenservice zurückgreifen. Die telefonische und schriftliche Erreichbarkeit der Mitarbeiter des Kundenservice zu den gewohnten Öffnungszeiten ist auch im Home-Office gewährleistet. Auch der spezielle Service im Ladengeschäft mit "click und collect" bzw. "click und meet" ermöglicht die Erreichbarkeit vor Ort. Insoweit ist die Sicherheit und Arbeitsfähigkeit aller Abteilungen während der Corona-Pandemie gewährleistet.

5. Chancenbericht

Wesentliche Chancen bestehen weiterhin in einer besseren Marktdurchdringung in denen von uns stark besetzten Produktbereichen (hochwertige E-Bikes, Anhängern und Zubehör). Darüber hinaus gilt es Marktrends zu erkennen und das Sortiment dahingehend zu erweitern.

Wir sind überzeugt eine gute Online Fahrrad-Plattform mit einer guten Position im stark wachsenden Online-Fahrradmarkt zu sein.

Wir bieten eine komfortable E-Commerce Lösung im Fahrradmarkt für einen wachsenden, sehr loyalen und kaufkräftigen Kundenstamm.

Um die Kundenzufriedenheit zu steigern investieren wir weiterhin in die Optimierung des ERP-Systems, den Online-Shop, Kundenservice und die Logistik.

Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Erfahrung, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

6. Prognosebericht

6.1 Konjunktur- und Branchenentwicklung

Grundsätzlich rechnen wir im laufenden Geschäftsjahr 2021 sowie im darauffolgenden Jahr mit einem weiter steigenden Markt für Fahrräder und Fahrradzubehör.

Nach Angaben vom Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. sind im I. und II. Quartal 2021 die Umsätze im E-Commerce und Versandhandel im Bereich Hobby und Freizeit (u.a. Fahrräder und andere Sportartikel) im zweistelligen Bereich gewachsen.

Auch der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) schaut positiv in die Zukunft und prognostiziert ein starkes Wachstum im zweistelligen Bereich (14%-20%)

Größter Risikofaktor könnten aufkommende Engpässe bei Elektro-Komponenten, sowie Rahmenmaterial sein, sodass Hersteller nicht die georderten Mengen an die Händler liefern können.

6.2 Umsatzentwicklung

Ausgehend von der positiven Entwicklung im ersten Quartal 2021 rechnen wir für das Geschäftsjahr 2021 mit einem Umsatzzuwachs von 25% gegenüber dem Vorjahr 2020. Auch für 2022 rechnen wir mit einem zweistelligen Umsatzzuwachs, allerdings auf niedrigerem Niveau als in 2021.

6.3 Ertragsentwicklung

Wir erwarten im Geschäftsjahr 2021 eine weiterhin gute Ertragslage auf ähnlich gutem Niveau wie 2020. Für 2022 sehen wir derzeit ebenfalls keine Anzeichen für einen wesentlichen Ertragseinbruch.

6.4 Finanzlage

Basierend auf einem guten operativen Cash-Flow, der vorhandenen Kreditlinien und der Zahlungskonditionen mit unseren Hauptlieferanten gehen wir von einer weiterhin soliden Finanzlage aus.

6.5 Gesamtprognose

Die BIKEBOX sieht sich mit dem bestehenden Chancen- und Risikoprofil gut für die Zukunft gewappnet, und geht davon aus nachhaltig wirtschaftlich erfolgreich zu sein.

Bilanz

Aktiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Anlagevermögen 2.380.967,00 2.349.761,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 5.729,00 1.654,00
II. Sachanlagen 2.375.238,00 2.348.107,00
B. Umlaufvermögen 8.884.332,84 4.266.479,45
I. Vorräte 7.584.483,00 4.003.965,74
1. Vor Absetzung von erhaltenen Anzahlungen 7.584.483,00 4.003.965,74
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 439.561,18 246.053,35
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 860.288,66 16.460,36
C. Rechnungsabgrenzungsposten 20.935,83 800,00
Aktiva 11.286.235,67 6.617.040,45

Passiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Eigenkapital 3.668.728,16 1.641.446,18
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. nicht eingeforderte ausstehende Einlagen 12.500,00 12.500,00
III. eingefordertes Kapital 37.500,00 37.500,00
IV. Kapitalrücklage 475.646,78 475.646,78
V. Gewinnvortrag 1.128.299,40 613.508,56
VI. Jahresüberschuss 2.027.281,98 514.790,84
B. Rückstellungen 899.752,00 189.639,00
C. Verbindlichkeiten 6.717.755,51 4.785.955,27
Passiva 11.286.235,67 6.617.040,45

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1. Rohergebnis 8.377.326,78 4.173.543,96
2. Personalaufwand 2.176.275,73 1.515.800,78
a) Löhne und Gehälter 1.807.595,78 1.239.252,13
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 368.679,95 276.548,65
davon für Altersversorgung 17.760,96 18.020,56
3. Abschreibungen 156.353,08 132.528,40
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 156.353,08 132.528,40
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.158.030,08 1.751.696,44
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 2.479,65 558,42
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 12,50 36,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 40.691,82 48.577,50
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 814.961,84 206.365,25
8. Ergebnis nach Steuern 2.031.026,73 518.611,59
9. sonstige Steuern 3.744,75 3.820,75
Jahresüberschuss 2.027.281,98 514.790,84

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Firma BIKEBOX GmbH hat ihren Sitz in Rottweil. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 761384 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der BIKEBOX GmbH - im Folgenden kurz "Gesellschaft" genannt - zum 31. Dezember 2020 wurde unter Anwendung der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz erfolgte nach § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer wurde mit 3 Jahren angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Nutzungsdauer wurde zwischen 1 und 33 Jahren angesetzt.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 150,00 EUR wurden im Jahr des Zugangs sofort als Betriebsausgabe abgezogen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwischen 250,01 EUR und 800,00 EUR lagen (geringwertige Wirtschaftsgüter) wurden im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit sowie aus anderen Gründen ergeben, wurden durch angemessene Abschläge berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die flüssigen Mittel wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten Beträge vom Vorjahr sowie das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt und der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

IV. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Anlagenspiegel Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2020
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.843,00 5.711,72 0,00 10.554,72
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 4.843,00 5.711,72 0,00 10.554,72
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.143.291,55 7.619,86 0,00 2.150.911,41
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 504.084,64 174.228,50 13.643,97 664.669,17
Summe Sachanlagen 2.647.376,19 181.848,36 13.643,97 2.815.580,58
2.652.219,19 187.560,08 13.643,97 2.826.135,30
kumulierte Abschreibung 01.01.2020
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr, Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.189,00 1.636,72 0,00 4.825,72
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 3.189,00 1.636,72 0,00 4.825,72
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 106.026,55 62.438,86 0,00 168.465,41
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 193.242,64 92.277,50 13.642,97 271.877,17
Summe Sachanlagen 299.269,19 154.716,36 13.642,97 440.342,58
302.458,19 156.353,08 13.642,97 445.168,30
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.729,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 5.729,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.982.446,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 392.792,00
Summe Sachanlagen 2.375.238,00
2.380.967,00

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Angabe nach § 268 Abs. 4 Satz 1 HGB Geschäftsjahr (Vorjahr)
Gesamtbetrag [Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände] 439.561,18 EUR (246.053,35 EUR)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 6.889,21 EUR (0,00 EUR)

3. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:

Personalverpflichtungen - 117 TEUR
Retouren - 23 TEUR
Abschluss- und Prüfungskosten - 18 TEUR

4. Verbindlichkeiten

Angaben nach § 268 Abs. 5 Satz 1 und § 285 Nr. 1 HGB Geschäftsjahr (Vorjahr)
Gesamtbetrag 6.717.755,51 EUR (4.785.955,27 EUR)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 4.413.441,75 EUR (2.295.263,42 EUR)
- davon mit einer Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren 561.323,96 EUR (635.857,12 EUR)
- davon mit einer Restlaufzeit über 5 Jahren 1.742.989,80 EUR (1.854.834,73 EUR)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 1.950.243,76 EUR (Vorjahr 2.353.253,36) sind durch Grundschulden und Sicherungsübereignung des Warenlagers gesichert.

Bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 3.615.136,53 EUR (Vorjahr 1.446.828,63 EUR) bestehen im üblichen Umfang kraft Gesetz entstehende beziehungsweise branchenübliche Sicherheiten (Sicherungsvorbehalte).

Verbindlichkeiten aus Steuern betragen 408.474,73 EUR (Vorjahr 336.675,29 EUR).

Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit betragen 6.361,10 EUR (Vorjahr 0,00 EUR).

Angabe nach § 42 Abs. 3 GmbHG Geschäftsjahr (Vorjahr)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 546.510,53 EUR (540.412,74 EUR)
- davon Verbindlichkeiten mit Rangrücktritt des Gläubigers 500.000,00 EUR (500.000,00 EUR)

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen Gesamtbetrag
TEUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr
TEUR
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre
TEUR
Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
TEUR
aus Miet- und Leasingverträgen 71 37 34 0
Gesamtbetrag 71 37 34 0

V. Sonstige Angaben

Angabe zu Organmitgliedern

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte der Gesellschaft durch Herrn Steffen Faulhaber, Industriemechaniker, geführt.

Anzahl der Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 77 (9 Angestellte und 68 Arbeiter).

VI. Bestätigung/Unterzeichnung des Jahresabschlusses gemäß § 245 HGB

 

Rottweil, den 23. Juli 2021

Geschäftsführer:

gez. Steffen Faulhaber

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 15.12.2021 festgestellt.

Dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die BIKEBOX GmbH, Rottweil

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BIKEBOX GmbH, Rottweil, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BIKEBOX GmbH, Rottweil, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Biberach, den 27. Juli 2021

prvb Banert GmbH
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