Polytron Kunststofftechnik GmbH & Co. KG

51469 Bergisch Gladbach, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRA 19830
Eingetragen
30.4.2003

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

Managementdaten für GmbH & Co. KG sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

Gesellschafterdaten für GmbH & Co. KG sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Polytron Kunststofftechnik GmbH & Co. KG

Bergisch Gladbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die POLYTRON Kunststofftechnik GmbH & Co. KG gehört zu den größeren europäischen Herstellern von spangebend hergestellten, technischen Bauteilen aus Sonder- und Hochleistungskunststoffen. Es werden insbesondere mechanische Bauteile für die Lebensmittel- und Verpackungstechnik, für die Luftfahrt- und Verteidigungsindustrie sowie den allgemeinen Maschinen- und Anlagenbau in Kleinserien und auch als Einzelstücke gefertigt. Dabei werden temperatur- und medienbeständige Kunststoffe und Kunststoff-Compounds mit teilweise außergewöhnlichen Eigenschaften verwendet, wie z.B. Kunststoffe mit ferromagnetischen Eigenschaften, mit denen sich beim Einsatz in der Induktionstechnik bis zu 30% Energie einsparen lassen.

2. Forschung und Entwicklung

Gemeinsam mit seinen Kunden entwickelt POLYTRON anwendungsspezifische, technische Lösungen, in denen Kunststoffe herkömmliche Materialien ersetzen. Dabei werden aus dem breiten Angebot des Marktes passende Materiallösungen gesucht und/oder diese in Zusammenarbeit mit Partnerunternehmen modifiziert, teilweise auch mit Unterstützung externer Forschungseinrichtungen. Anwendungsspezifische Versuche beim Kunden oder im Hause runden die Entwicklungsarbeit ab.

Seit 2018 ist POLYTRON Partner im Entwicklungsnetzwerk (SCALE) der TU Chemnitz und des Fraunhofer Instituts (IVV & ENAS) und darüber hinaus langjähriger Entwicklungspartner des Instituts für Elektroprozesstechnik (ETP) der Leibnitz-Universität Hannover.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Situation

(Quelle: Sachverständigenrat - Jahresgutachten 2023/2024)

Die gesamtwirtschaftliche Situation hat sich nach den "Corona-Jahren" und der Energiekriese in Folge des völkerrechtswidrigen russischen Angriffskriegs auf die Ukraine nicht verbessert. "Deutschland verzeichnet damit seit Beginn der Corona-Pandemie das geringste Wachstum aller Volkswirtschaften des Euro-Raums.", hält der Sachverständigenrat in seinem Jahresgutachten 2023/2024 fest. Während Deutschland die Corona-Krise noch vergleichsweise gut kompensieren konnte, entwickelte sich die Wirtschaft während der Energiekrise eher schwach.

Die konjunkturelle Schwäche wird durch langanhaltende Wachstumshemmnisse, wie der demografischen Alterung und dem rückläufigen Produktivitätswachstum, weiter verstärkt. Der Sachverständigenrat befürchtet in der Folge, dass Deutschland "eine Alterung nicht nur der Bevölkerung, sondern auch seiner industriellen Basis" droht.

Dementsprechend und entgegen der Erwartung aus dem Vorjahr ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 weiter gesunken. Der Sachverständigenrat hatte für Deutschland zunächst einen Rückgang des realen BIP um "nur" 0,2 % vorhergesagt. In seinem Jahresgutachten unter Berücksichtigung der langfristigen Wachstumshemmnisse und der inländischen Nachfrageschwäche in Folge der gestiegenen Inflation hat er diese Prognose deutlich nach unten korrigiert und geht aktuell sogar von einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,4% im Jahr 2023 aus. Für das Jahr 2024 wird mit einer leichten Erholung und einer geringen Steigerung des BIP um 0,7% gerechnet.

Die veränderte geopolitische Situation und die wirtschaftliche Entwicklung stellen Deutschland und Europa vor große Herausforderungen. Gleichzeitig dürfen die Anstrengungen zur Transformation der Wirtschaft und zum demografischen Wandel nicht vernachlässigt werden. Der Sachverständigenrat fordert deshalb verbesserte Erwerbsanreize und Reformen der Zuwanderungspolitik sowie eine Steigerung der Innovations- und Investitionstätigkeit, "um die Wirtschaft zu modernisieren und das Produktivitätswachstum zu steigern".

Die gesamtwirtschaftliche Situation blieb daher, trotz sinkender Energiepreise und wieder reduzierter Inflationsrate, im Berichtsjahr schwierig. Auch der Ausblick auf das Jahr 2024 lässt mit den Entwicklungen im Nahen Osten und der Präsidentschaftswahl in den USA weiterhin große Unsicherheiten für die Konjunktur erwarten.

2. Branchensituation

(Quellen: KI - Kunststoffinformation - Deutsche Kunststoffverarbeitung, Nr. 2710, 19.02.2024 und Konjunktur der Kunststoffbranche, KI-Dialog 2024, Nr. 2708, 05.02.2024 sowie GKV - Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie, Jahrespressekonferenz, 14.02.2024)

Nach einem Umsatzzuwachs von insgesamt gut 25% innerhalb der vergangenen zwei Jahre (2021 und 2022 je rund +12,6%), brach der Umsatz der kunststoffverarbeitenden Unternehmen im Jahre 2023 deutlich ein.

"Schlimmer geht (hoffentlich) nicht immer!" titelte so die KI - Kunststoffinformation in ihrer Ausgabe zur Konjunktur in der Kunststoffbranche. Der Branchenumsatz reduzierte sich um fast 6% auf 72,5 Mrd. EUR nach einem Umsatz von insgesamt 77,1 Mrd. EUR im Jahre 2022. Laut dem Gesamtverband Kunststoffverarbeitenden Industrie (GKV) fiel der Umsatzrückgang im Inland mit minus 9,4% sogar noch deutlicher aus, als dies der Mittelwert vermuten ließ. Das Auslandsgeschäft verharrte mit "nur" minus 0,3% fast auf Vorjahresniveau.

"Die Industrie in Deutschland befindet sich in der Rezession." und als Folge des Umsatzrückgangs haben viele Branchenunternehmen Kurzarbeit und Investitionsstopps verhängt, machte die Präsidentin des Gesamtverbands Kunststoffverarbeitende Industrie (GKV), Dr. Helen Fürst, anlässlich der Jahrespressekonferenz deutlich. Schon vor dem Jahresrückblick des GKV wies die Konjunkturumfrage der KI auf die insgesamt schlechte Stimmung in der Branche hin. Neben den üblichen Herausforderungen im Bereich Materialkosten, Absatz und Verkaufspreise machten viele der befragten Branchenunternehmen auf erhebliche Probleme im Bereich Energiekosten und Regulatorik aufmerksam. Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen (56%) sahen die Gesamtentwicklung 2023 schlechter als noch zur Mitte des Jahres.

Ähnlich den Sachverständigen sehen die Branchenexperten vor allem strukturelle Probleme als Gründe für die anhaltende Schwächephase. So fordert der GKV "eine zukunftsorientierte Wachstumsagenda, damit die Industrie in Deutschland in zwei bis drei Jahren wieder Fahrt aufnehmen kann." Zwar sehen Branchenexperten, insbesondere in der Kunststofferzeugung, getragen von leichten Verbesserungen im Export, einen langsamen Aufwärtstrend, doch vor allem das Investitionsklima hat sich nicht verbessert. Laut KI wollen 40% der befragten Unternehmen Investitionen reduzieren und tendieren eher zu Ersatz- statt Erweiterungsinvestitionen.

Folglich fällt der Ausblick der Branche auf das Jahr 2024 eher verhalten aus. An eine Erholung der kunststoffverarbeitenden Industrie im laufenden Jahr glauben weder die Experten noch die Unternehmen selbst. Zu hoch sind die Belastungen der Unternehmen durch steigende Energie- und Personalkosten. Weniger als ein Fünftel der durch den GKV befragten Unternehmen konnten die Kostensteigerungen des vergangenen Jahres in voller Höhe an Ihre Kunden weitergeben.

3. Geschäftsverlauf

Innerhalb der Sparte "technische Teile" kann das Segment der spangebenden Fertigung (Spangebend bedeutet, dass die Bauteile nicht, wie bei Kunststoffen üblich, in Spritzgieß-, Tiefzieh-, oder anderen thermoplastischen Ur- oder Umform-Verfahren hergestellt werden, sondern ähnlich der Metallverarbeitung aus soliden Halbzeugen gedreht oder gefräst werden.

Dadurch fallen kaum Werkzeugkosten an und auch kleinste Stückzahlen und Einzelstücke können wirtschaftlich gefertigt werden.) als Nische bezeichnet werden. Hier findet man mechanische Anwendungen aus allen Bereichen des Maschinenbaus. Die Aufträge zeichnen sich dabei in aller Regel durch kleine Produktionslose und komplexe Fertigungsvorgaben aus. Die Struktur der Nische ist heterogen und von vielen kleineren, meist in Familienbesitz befindlichen Unternehmen geprägt.

Der Geschäftsverlauf bei POLYTRON war zunächst von der Einführung eines neuen ERP-Systems (abas-ERP) zum Jahreswechsel 2022/2023 geprägt. Die entsprechend informierten Kunden hatten einen Teil ihrer Bedarfe noch im Dezember 2022 gedeckt, so dass insbesondere die Umsätze der ersten zwei Monate deutlich hinter den Werten der vergangenen Jahre zurückblieben. In der Folge konnte das erste Quartal, trotz eines starken März-Umsatzes, nicht an die Werte der Vorjahre heranreichen und blieb fast 19% unter dem Umsatz des Vorquartals. Die folgenden Quartale zwei und drei entwickelten sich wieder sehr gut, übertrafen die Werte der vergangenen Jahre nochmal und konnten den Rückgang aus dem ersten Quartal ausgleichen.

Das neu eingeführte ERP-System lief von Anfang an stabil und die Probleme durch Bedienungs- bzw. Eingabefehler konnten bereits im Laufe der ersten Monate weitestgehend beseitigt werden. Einzig Auswertungen und Übersichten konnte das neue System noch nicht zuverlässig liefern. Hier bewährte sich die Strategie, im Bereich Kostenrechnung und Buchhaltung beim alten System (DATEV) geblieben zu sein und so weiter auf verlässliche Daten zurückgreifen zu können.

Das letzte Quartal blieb dann konjunkturbedingt deutlich hinter den Erwartungen und den Werten des Vorjahres und der Vorquartale zurück. Selbst bereinigt um die vorgezogenen Kundenumsätze aus dem Dezember 2022 lag der Quartalsumsatz IV/2023 rund sechs Prozent unter dem Vorjahreswert und führte so zu einem insgesamt knapp fünf Prozent geringeren Gesamtumsatz als im Vorjahr.

Einen nicht unerheblichen Teil zum Gesamtumsatz 2023 trug der Export bei, der im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 25% zulegen konnte. Maßgeblich war hier die Geschäftsentwicklung mit den Niederlassungen deutscher Kunden im osteuropäischen Ausland und auf dem amerikanischen Kontinent. Ansonst wurde der Umsatz, wie auch in den vergangenen Jahren, insbesondere durch das Hauptsegment "spangebende Fertigung" getragen. Erfreulich positiv entwickelte sich auch der Umsatz mit ferromagnetischen Kunststoffen, der um fast 20% zulegen konnte.

Der Auftragseingang tendierte zu Jahresbeginn 2023 uneinheitlich. Während der Jahresanfang von "Nacherfassungen" im neuen ERP-System und der April, auch im Vergleich mit den letzten Jahren, von einem ungewöhnlich geringen Auftragseingang geprägt war, bot der Juni einen überdurchschnittlich hohen Auftragseingang. Das Kundengeschäft der zweiten Jahreshälfte zeigte sich dann einheitlicher, mit der saisontypischen Schwäche im Dezember. Insgesamt lag der Auftragseingang auf dem Niveau des Vorjahres.

Auf der Beschaffungsseite wurde die erste Jahreshälfte durch weitere Kostensteigerungen bei der Materialbeschaffung und Energieversorgung dominiert. Wie bereits im Vorjahr präsentierten die Materiallieferanten fast monatlich Preiserhöhungen. Erst zur Mitte des Jahres beruhigte sich die Situation merklich. Zum Ende kamen die wesentlichen Lieferanten bereits unaufgefordert mit Preissenkungen auf POLYTRON zu. Im Bereich der Energiekosten hingegen musste POLYTRON für das gesamte Jahr einen drastischen Zuschlag hinnehmen, bei dem sich der Preis für die Kilowattstunde fast verachtfachte. Durch entsprechende Verhandlungen konnte der Preis für 2024 wieder auf ein tragfähiges Niveau gesenkt werden. Die Auswirkungen der Energiekrise waren 2023 derart, dass die Kosten durch einen pauschalen Energiekostenzuschlag auf alle Umsätze an die Kunden weitergegeben werden mussten. Insgesamt war die Bereitschaft zur Akzeptanz von Kostenweitergaben seitens der Kunden nicht zuletzt durch die gesamtwirtschaftliche Lage deutlich höher.

POLYTRON hat ansonsten von pauschalen Preiserhöhungen abgesehen und im Dialog mit den Kunden die Preise differenziert angepasst. Zusammen mit den staatlichen Energiepreishilfen konnten die Auswirkungen auf die Gesamtentwicklung im noch verträglichen Rahmen gehalten werden. Dennoch stiegen die Gesamtkosten insgesamt um fast vier Prozent.

Der Mangel an qualifiziertem Personal und Facharbeitern bereitete trotz des ruhigeren Marktes weiterhin erhebliche Probleme, sodass ein Teil der Umsätze nur durch die Zusammenarbeit mit durch POLYTRON auditierten Lohn-Verarbeitern realisiert werden konnte. Zusammen mit höheren Ausgaben für die Mitarbeitergewinnung trug auch dieser Aspekt zur Steigerung der Gesamtkosten bei.

Im Verhältnis zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und unter Berücksichtigung der Branchenmittelungen ist der Geschäftsverlauf im Jahre 2023 als verhalten positiv zu bewerten. Allerdings erleichtert die nach wie vor anhaltende Unsicherheit der gesamtwirtschaftlichen und geostrategischen Lage, die weiterhin volatilen Energiepreise sowie der immer weiter zunehmende Fachkräftemangel die Planungen für die Zukunft leider nicht.

4. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Das Eigenkapital der Gesellschaft zum 31.12.2023 beträgt TEUR 2.314,2 (31.12.2022: TEUR 2.308,6). Ausgehend vom Stand zum 31.12.2022 entwickelte sich das Eigenkapital im Jahr 2023 wie folgt:

• Eigenkapital zum 31.12.2022: TEUR 2.308,6
• Entnahmen der Gesellschafter: TEUR -397,9
• Jahresüberschuss 2023: TEUR 403,5
• Eigenkapital zum 31.12.2023: TEUR 2.314,2

Die Eigenkapitalquote zum 31.12.2023 beträgt 30,5 % (31.12.2022: 29,2 %).

Finanzlage

Die Zahlungsmittel zum 31.12.2023 betrugen TEUR 1.836,6 (31.12.2022: TEUR 1.649,1), die Gesellschaft war damit im Jahr 2023 jederzeit liquide und in der Lage, ihren laufenden Verpflichtungen nachzukommen.

Ertragslage

Im Vergleich zum Jahr 2022 sank der Rohertrag um 8,3 % auf TEUR 9.323,6 (31.12.2022: TEUR 10.169,5). Der Materialaufwand verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,0 %. Proportional zum Umsatz erhöhte sich der Materialaufwand um 1,9 %.

Die Personalkosten erhöhten sich um rund 5,1 %. Die Zahl der in 2023 durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter lag bei 99. Die Lohn- und Gehaltsgrundlagen entsprechen den gesetzlichen Regelungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen blieben nahezu unverändert.

Vor diesem Hintergrund ergibt sich zum 31.12.2023 ein Jahresüberschuss von EUR 403.489,23 (31.12.2022: EUR 1.457.934,79).

5. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung u. a. die Kennzahlen Rohergebnis und EBIT je Mitarbeiter sowie den Cashflow heran. Das Rohergebnis ermitteln wir als Saldo der Umsatzerlöse, Veränderung des Bestandes an (un-)fertigen Erzeugnissen, den sonstigen betrieblichen Erträgen und dem Materialaufwand; den Cashflow aus der Summe aus Jahresergebnis, Abschreibungen und Dotierung (Auflösung) längerfristiger Rückstellungen.

Das Rohergebnis je Mitarbeiter liegt 4,6% unter dem Durchschnitt der letzten drei Jahre und das EBIT je Mitarbeiter liegt 48,4 % unter dem Durchschnitt der letzten drei Jahre. Der Cashflow liegt 30,6 % unter dem Durchschnitt der letzten drei Jahre.

6. Umweltschutz

Die gesetzlichen Auflagen zum Umweltschutz werden von POLYTRON ausnahmslos erfüllt. Das Unternehmen ist neben EN 9100 (071021AS0018D) und DIN ISO 9001 auch nach DIN ISO 14001 zertifiziert (071021QM/UM15). Lieferanten werden durch Liefervereinbarungen umfangreiche Compliance-Regeln für die Bereiche Umweltschutz, Sozialverträglichkeit und Arbeitssicherheit auferlegt. Im Berichtsjahr 2023 gab es weder sicherheits- noch umweltrelevante Vorkommnisse.

Unabhängig von den gesetzlichen Vorgaben bemüht sich POLYTRON fortwährend den eigenen Energiebedarf und damit den CO 2 -Fussabdruck zu minimieren. Die direkten Emissionen des Unternehmens reduzieren sich auf Prozess- bzw. Heizungsabwärme. Die Heizung wurde im Jahre 2018 komplett erneuert und wird mit Erdgas betrieben. Weitere Verbrennungsprozesse kommen nicht zum Einsatz. Der Energieeinsatz beschränkt sich auf Elektrizität, die ab 2024 ausschließlich als Ökostrom (Tarif Business-Ökostrom plus der BELKAW) bezogen wird. Durch entsprechende Energieeinsparungs- maßnahmen konnte der Stromverbrauch in den vergangenen zehn Jahren von über 15 auf unter 9 kWh/Maschinen-h reduziert werden.

Der Fahrzeugpark wurde im Berichtsjahr fast vollständig auf elektrisch betriebene Fahrzeuge (EV) umgestellt und den Mitarbeitern werden kostenlose Möglichkeiten zum Laden ihrer privaten EV zur Verfügung gestellt.

POLYTRON ist aufgrund seiner Unternehmensgröße nicht zur Berichterstattung gemäß Richtlinie (EU) 2022/2464 verpflichtet, arbeitet aber bereits an der Erstellung eines freiwilligen Nachhaltigkeitsberichts.

III. Nachtragsbericht

Der völkerrechtswidrige Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine sowie das bestimmte Auftreten Chinas in der Weltwirtschaft sorgen nach wie vor für eine große Unsicherheit der globalen Weltwirtschaft. Verstärkt wurde dies durch das erneute Aufflammen der Konflikte im Nahen Osten. Der terroristische Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und der sich in der Folge entwickelnde Krieg wirkten sich nicht nur nachteilig auf die Energiepreise, sondern auch auf den Frachtverkehr zwischen Asien und Europa aus. Insofern sind die Planungen von POLYTRON für das Jahr 2024 nach wie vor unter einem gewissen Vorbehalt zu betrachten.

Bisher haben weder der Konflikt in Osteuropa noch der im Nahen Osten zu direkten Einschränkungen des Geschäftsbetriebs geführt. POLYTRON hat weder Kunden noch Lieferanten in der Ukraine, Russland oder Belarus oder in den Ländern des Nahen Ostens. Auch werden weder Gas noch Öl direkt im Fertigungsprozess benötigt. Der größte Teil der Vor-Produkte stammt aus Europa und den Vereinigten Staaten von Amerika, weswegen eine unmittelbare Beeinträchtigung des Geschäftsbetriebs nicht zu erwarten ist. Beeinträchtigungen in den Prozessen der kunststofferzeugenden bzw. chemischen Industrie haben allerdings immer mittelbare Auswirkungen auf POLYTRON.

IV. Prognosebericht

(Quelle: BDI Quartalsbericht Deutschland Q1-2024 vom März 2024)

"Aufgrund der im Jahresverlauf 2023 rückläufigen Produktion startet das Verarbeitende Gewerbe mit einem statistischen Unterhang in das neue Jahr. Sollte die Industrieproduktion im laufenden Jahr auf dem Niveau des vierten Quartals 2023 verharren, würde hieraus ein Jahresergebnis von minus 2,8 Prozent resultieren.", vermeldet der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) in seinem Quartalsbericht vom März 2024. Basierend auf diesen Feststellungen und unter Berücksichtigung aktueller Geschäftsklimaindizes rechnet der BDI, wie auch die Bundesregierung, mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von um 0,3% für das Jahr 2024.

Bei POLYTRON zeigte sich das erste Quartal uneinheitlich. Während im Bereich "Drehen" die Auftragslage eine kontinuierliche Auslastung gewährleistete, fehlten im Bereich "Fräsen", insbesondere in den ersten beiden Monaten des neuen Jahres, Kundenaufträge. Der Umsatz des ersten Quartals lag dennoch über den Planzahlen und gut 10% über dem des Vorquartals.

Auch der Auftragseingang des ersten Quartals lag, wie üblich zu Beginn des Jahres, deutlich über dem des Vorquartals. Allerdings gingen die Auftragseingänge im Laufe des Quartals leicht zurück und nahmen auch zu Beginn des zweiten Quartals nicht zu. Bei einigermaßen stabilem Konjunkturverlauf rechnet POLYTRON dennoch mit einer Geschäftsentwicklung auf Planniveau, das im Ergebnis auf Vorjahresniveau liegen wird.

Neben den zuvor beschriebenen Risiken haben Fachkräftemangel und demographischer Wandel nach wie vor die größten Auswirkungen auf das Geschäft von POLYTRON. Obwohl der kurzfristige Personalbedarf durch Neueinstellungen gedeckt werden konnte, bleibt der Fachkräftemangel grundsätzlich eine Herausforderung. Problematisch ist vor allem das Fehlen geeigneter Bewerber für den eigenen gewerblichen Ausbildungsbetrieb sowie das - teilweise auch politisch befeuerte - Anspruchsdenken (Homeoffice, 4-Tage-Woche, keine Schichtarbeit etc.) der Arbeitskräfte.

Die aktuellen öffentlichen Diskussionen um den Einsatz von Kunststoffen, insbesondere als Verpackungsmaterial, betreffen POLYTRON - wenn überhaupt - nur indirekt. Die eingesetzten Kunststoffe kommen in kleinen Mengen und dann vor allem in Form von Maschinenteilen zum Einsatz. Sie helfen dort, wo sie verbaut werden, auf zusätzliche Schmiermittel zu verzichten, Gewicht zu reduzieren und Verluste oder Verschleiß zu minimieren und unterstützen dadurch eher bei der Transformation industrieller Prozesse. Darüber hinaus bieten thermoplastische Kunststoffe im Allgemeinen gute Voraussetzungen für den Einstieg in eine Kreislaufwirtschaft. POLYTRON führt diesbezüglich schon seit längerer Zeit Gespräche mit Kunden, Lieferanten und Verbänden und bringt aktuell schon Reststoffe in Kreislaufprozesse ein und kann Lösungen auf Basis solcher Kreislaufmaterialien anbieten.

Auf der Beschaffungsseite ist der Markt für POLYTRON weltweit durch mehr oder weniger oligopolistische Strukturen geprägt. Einer Vielzahl meist kleiner Zerspanungsbetriebe stehen nur wenige namhafte Hersteller von Kunststoffhalbzeugen gegenüber. Diese wiederum sind von ausschließlich global operierenden, großen Rohstoffkonzernen abhängig.

Nach den teils drastischen Preissteigerungen in den vergangenen Jahren hatte sich die Situation bereits in der zweiten Hälfte 2023 deutlich gebessert. Auch zu Beginn des aktuellen Jahres haben die Lieferanten Preisreduzierungen angeboten.

Zum Ende des ersten Quartals 2024 machten sich aber erste, allerdings nicht einheitliche Preissteigerungstendenzen bemerkbar. Trotz diverser Preisreduzierungen kann nicht mehr mit einer Rückkehr zu einem Preisniveau von vor der Corona-Pandemie gerechnet werden.

Aus dem Wechselkursverhältnis zwischen Euro und Dollar sollten sich bei der Beschaffung von Sonderprodukten aus den USA auch für das Jahr 2024 keine negativen Auswirkungen ergeben. Nach wie vor werden rund 10 % der Vorprodukte aus den USA bezogen.

Der Personalaufwand hat sich, der Entwicklung auf dem Personalmarkt folgend, um gut vier Prozent erhöht. Auch für 2024 müssen aufgrund entsprechender Lohnzugeständnisse an die Arbeitnehmer Steigerung der Lohnkosten von ca. vier Prozent eingeplant werden. Nach erheblichen Steigerungen der Gesamtkosten im Berichtsjahr, nicht zuletzt wegen drastisch gestiegener Energiekosten, entwickelten sich die Gesamtkosten im ersten Quartal 2024 positiv.

In der Vergangenheit begonnene Ersatz- und Modernisierungsinvestitionen werden auch 2024 fortlaufen. Investitionen im Bereich der Mess- und Prüftechnik wurden bereits im ersten Quartal umgesetzt. Im Bereich der Automatisierung und Digitalisierung werden noch in der ersten Jahreshälfte weitere Investitionen folgen, die die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens deutlich verbessern. Die damit verbundene Steigerung des betrieblichen Aufwands wurde in den Planungen für das aktuelle und die folgenden Jahre berücksichtigt.

V. Chancen- und Risikobericht

Bezogen auf die Wettbewerbssituation im Segment der spangebenden Fertigung gelten die allgemeinen Gesetze der Zulieferindustrie, d.h. Preis, Lieferzeit und Qualität sind die entscheidenden Einflussfaktoren der Kunden-Lieferanten-Beziehung. Trotz der aktuellen Lage sieht sich POLYTRON aktuell keiner übermäßigen Belastung ausgesetzt.

Eine große Bedeutung wird in diesem Branchensegment der anwendungstechnischen Beratung beigemessen, da eine Auswahl geeigneter Kunststoffe für die entsprechende Anwendung aus dem überaus großen Angebot ohne fachspezifisches Wissen teilweise nur schwer zu treffen ist. Die einzelnen Marktteilnehmer unterscheiden sich vor allem durch ihre jeweiligen Fertigungsmöglichkeiten und Kapazitäten sowie dem fachspezifischen, anwendungstechnischen Knowhow. Teilweise bieten sie Bauteile nur aus einem kleinen Teil der insgesamt verfügbaren Kunststoffe an.

Die Beurteilung der eigenen Position innerhalb dieser stark fragmentierten Nische ist sehr schwierig. Die vorliegenden Daten beziehen sich meist auf Informationen großer Lieferanten und Kunden. Demnach gehört die POLYTRON Kunststofftechnik zu den größeren europäischen Anbietern von spangebend gefertigten, technischen Bauteilen. POLYTRON ist auf die Fertigung komplexer Bauteile und Systeme aus so genannten Sonder- und Hochleistungskunststoffen spezialisiert und nimmt damit nochmal eine Sonderstellung innerhalb der Nische ein. Hochleistungskunststoffe sind Materialien, die teilweise Temperaturen von minus 270 bis über plus 300°C, extreme mechanische Belastungen und/oder dauerhaften chemischen Angriff aushalten können. Bauteile aus solchen Kunststoffen werden unter anderem in den Maschinen der Lebensmittel- und Verpackungstechnik, in der Transporttechnik, in der Luft- und Raumfahrttechnik oder in anderen Bereichen des allgemeinen Maschinenbaus eingesetzt.

Aufgrund dieser Marktposition rechnet sich POLYTRON, trotz steigender Kosten und geopolitischer Verwerfungen, auch weiterhin gute Zukunftschancen aus. Insbesondere mit den hoch qualifizierten Anwendungsingenieuren im Außendienst wird versucht, neue Anwendungsbereiche in diesen Bereichen zu erschließen und die Substitution von Stahl und anderen, vornehmlich metallischen Werkstoffen durch Sonder- und Hochleistungskunststoffe voranzutreiben.

Die Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation des Unternehmens hat sich im Jahre 2023 trotz des rückläufigen Cashflows und der konjunkturellen Auswirkungen nicht wesentlich verändert. Alle vorgesehenen Investitionen wurden umgesetzt und auch für das Jahr 2024 sind weitere Investitionen in den Maschinenpark geplant. Die damit verbundenen finanziellen Belastungen wurden bei den Planungen berücksichtigt.

Aus der weiteren Entwicklung des Unternehmens in den ersten drei Monaten des Jahres sind erhöhte Liquiditätsrisiken nicht erkennbar. Die Gesellschaft wird auch 2024 weitere bereits geplante und genehmigte Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aufnehmen, um die Investitionen zu finanzieren; Währungsrisiken bestehen aktuell nicht. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen und mittelfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mit Eigenmitteln und Lieferantenkrediten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art.

Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt die Gesellschaft über ein adäquates Finanzmanagement.

VII. Bericht über Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen.

 

Bergisch Gladbach, den 8. Mai 2023

Geschäftsführung

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.353.747,00 1.666.139,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 102.826,00 135.896,00
II. Sachanlagen 1.250.921,00 1.530.243,00
1. technische Anlagen und Maschinen 1.025.232,00 1.286.151,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 225.689,00 244.092,00
B. Umlaufvermögen 6.192.123,09 6.219.945,78
I. Vorräte 2.490.483,66 2.426.705,12
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.865.053,06 2.144.177,28
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.836.586,37 1.649.063,38
C. Rechnungsabgrenzungsposten 40.200,67 23.443,88
Aktiva 7.586.070,76 7.909.528,66

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 2.314.184,39 2.308.589,13
I. Kapitalanteile 2.314.184,39 2.308.589,13
1. Kapitalanteile Kommanditisten 2.314.184,39 2.308.589,13
II. Bilanzgewinn 0,00 0,00
B. Rückstellungen 3.779.086,00 3.711.700,40
C. Verbindlichkeiten 1.492.800,37 1.889.239,13
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 275.651,31 497.712,80
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 132.537,76 233.175,72
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 143.113,55 264.537,08
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 103.890,54 98.327,37
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 103.890,54 98.327,37
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.113.258,52 1.293.198,96
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.113.258,52 1.293.198,96
Passiva 7.586.070,76 7.909.528,66

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 9.323.592,15 10.169.508,88
2. Personalaufwand 6.722.996,31 6.396.899,01
a) Löhne und Gehälter 5.456.654,90 5.188.607,33
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.266.341,41 1.208.291,68
davon für Altersversorgung -4.253,63 2.550,86
3. Abschreibungen 451.519,33 401.096,72
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 451.519,33 401.096,72
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.544.887,79 1.554.280,93
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 4.889,75 11.357,86
davon Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB 52.653,00 52.654,00
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 296,92 117,18
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 66.987,41 71.554,61
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 55.939,00 60.231,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 133.161,00 286.078,00
8. Ergebnis nach Steuern 404.337,23 1.459.716,79
9. sonstige Steuern 848,00 1.782,00
10. Jahresüberschuss 403.489,23 1.457.934,79
11. Gutschrift auf Kapitalkonten 403.489,23 1.457.934,79
12. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 0,00 0,00

Anhang 2023, einschließlich Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zu den rechtlichen Verhältnissen

Firmenname laut Registergericht: Polytron Kunststofftechnik GmbH & Co. KG
Firmensitz laut Registergericht: Bergisch Gladbach
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Köln
Register-Nr.: HRA 19830

Gegenstand des Unternehmens ist die Be- und Verarbeitung von duroplastischen und thermoplastischen Kunststoffen und Metallen sowie der Handel hiermit.

Kommanditisten der Gesellschaft sind Herr Fred Arnulf Busen mit einer Kommanditeinlage von EUR 74.900,00 und Frau Christiane Busen mit einer Kommanditeinlage von EUR 25.100,00.

Persönlich haftende Gesellschafterin (Komplementärin) ist die unter der Nr. HRB 47113 beim Amtsgericht Köln eingetragene Polytron Kunststoffechnik Verwaltungs GmbH, Bergisch Gladbach, welche am Vermögen der Gesellschaft nicht beteiligt ist.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Angaben zur Bilanz

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss der POLYTRON Kunststofftechnik GmbH & Co.KG wurde auf der Grundlage der handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften (insb. §§ 238 ff. und 264a ff. HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Gesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer (zwischen ein und fünfzehn Jahren) der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die im Geschäftsjahr zugegangenen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00 wurden sofort abgeschrieben.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem nachfolgenden Anlagenspiegel zu entnehmen:

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 415.285,09 42.580,12 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 415.285,09 42.580,12 0,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 3.460.047,18 54.321,50 0,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 847.589,22 42.225,71 0,00
Summe Sachanlagen 4.307.636,40 96.547,21 0,00
Summe Anlagevermögen 4.722.921,49 139.127,33 0,00
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 457.865,21
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 457.865,21
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 3.514.368,68
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 889.814,93
Summe Sachanlagen 0,00 4.404.183,61
Summe Anlagevermögen 0,00 4.862.048,82
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 279.389,09 75.650,12 0,00 0,00 355.039,21
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 279.389,09 75.650,12 0,00 0,00 355.039,21
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 2.173.896,18 315.240,50 0,00 0,00 2.489.136,68
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 603.497,22 60.628,71 0,00 0,00 664.125,93
Summe Sachanlagen 2.777.393,40 375.869,21 0,00 0,00 3.153.262,61
Summe Anlagevermögen 3.056.782,49 451.519,33 0,00 0,00 3.508.301,82
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 102.826,00 135.896,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 102.826,00 135.896,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 1.025.232,00 1.286.151,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 225.689,00 244.092,00
Summe Sachanlagen 0,00 1.250.921,00 1.530.243,00
Summe Anlagevermögen 0,00 1.353.747,00 1.666.139,00

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Stichtagswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Hierbei wurde diesen durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,5 % auf den um die Umsatzsteuer verminderten übrigen Forderungsbestand begegnet. Darüber hinausgehende Einzelwertberichtigungen auf den Forderungsbestand waren nicht erforderlich.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde auf der Basis versicherungsmathematischer Berechnungen entsprechend dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) ermittelt. Die Berechnung wurde unter Verwendung der folgenden Rechnungsgrundlagen durchgeführt: Rechnungszinsfuß 1,82 % p.a., die Wahrscheinlichkeitswerte nach den "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. K. Heubeck sowie einem Gehaltstrend von 2,00 % p.a. und einem Rententrend von 1,75 % p.a.. Die Unterdeckung der Pensionsrückstellung zum 31.12.2023 beträgt EUR 52.654,00.

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von EUR 38.192,00. Insoweit besteht eine Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB.

Eine Übersicht der Rückstellungen ist dem nachfolgenden Rückstellungsspiegel zu entnehmen:

Art der Rückstellung Stand zum 01.01.2023
TEUR
Inanspruchnahme/ Auflösung
TEUR
Zuführung
TEUR
Stand zum 31.12.2023
TEUR
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.094,4 43,1 144,1 3.195,4
Pensionsrückstellungen 3.094,4 43,1 144,1 3.195,4
Steuerrückstellungen 275,3 109,7 73,7 238,3
Gewerbesteuer 275,3 109,7 73,7 238,3
Sonstige Rückstellungen 342,0 277,9 281,3 345,4
Rückstellung für Personalkosten 105,5 105,5 101,4 101,4
Gewährleistung 86,0 43,0 39,0 82,0
sonstige Rückstellungen 64,7 64,7 77,9 77,9
unterlassene Aufwendungen für Instandhaltung < 3 Monate 27,2 27,2 23,6 23,6
Aufbewahrung 25,8 4,7 4,7 25,8
Abschluss- und Prüfungskosten 32,8 32,8 34,7 34,7
Rückstellungen gesamt 3.711,6 430,7 499,1 3.779,1

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr und das Vorjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Die Rückstellungen sind nach § 249 HGB gebildet und nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zum Erfüllungsbetrag bewertet.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind branchenüblich mit Eigentumsvorbehalten der Lieferanten behaftet.

Ausschließlich Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe EUR 275.651,31 (Vorjahr: EUR 497.712,80) sind durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt EUR 1.349.686,82 (Vorjahr: EUR 1.624.702,05).

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren beträgt EUR 143.113,55 (Vorjahr: EUR 264.537,08).

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung der Gesellschaft ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Zuschüssen in Höhe von TEUR 256.503,51 enthalten.

In den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind solche von außergewöhnlicher Bedeutung in Höhe von EUR 52.653,00 enthalten, welche die Zuführungsbeträge zu den Pensionsrückstellungen betreffen, die aufgrund der Umbewertung nach BilMoG erforderlich sind.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen 2023 2022
Arbeiter 69 67
Angestellte 29 27
Auszubildende 1 2
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 99 96

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten und Rückstellungen bestehen in Höhe von TEUR 348.908,40 nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte nach § 285 Nr. 3 HGB bzw. sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

• Leasing für technische Anlagen und Maschinen

• Leasing für Kraft- und Elektrofahrzeuge

Darüber hinaus bestehen Verpflichtungen aus Mietverhältnissen in Höhe von jährlich TEUR 114,0 für eine unbefristete Dauer.

Leasingverträgen eigen sind unter anderem feste Rückgabevereinbarungen. Dadurch kann es dazu kommen, dass erforderlicher Ersatzbedarf an den Gegenständen marktbedingt nicht fristgerecht erfüllt werden kann. Die Inanspruchnahme von Leasing versetzt die Gesellschaft jedoch in die Lage, die entsprechenden Gegenstände laufend zu erneuern und zu modernisieren - ohne das Marktrisiko der Verwertung tragen zu müssen.

Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane

Persönlich haftende Gesellschafterin und damit zur Geschäftsführung berufen ist die Polytron Kunststoffechnik Verwaltungs GmbH, Bergisch Gladbach. Sie verfügt über ein voll eingezahltes Stammkapital von EUR 25.000,00 und wird vertreten durch ihren Geschäftsführer Herrn Fred Arnulf Busen (Kaufmann).

Auf die Angabe zu den Gesamtbezügen der Mitglieder der Geschäftsführung wird unter Hinweis auf § 268 Abs. 4 HGB verzichtet.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 403.489,23 wird den beweglichen Kapitalkonten gutgeschrieben.

 

Bergisch Gladbach, den 8. Mai 2024

Fred Arnulf Busen als Geschäftsführer der Polytron Kunststoffechnik Verwaltungs GmbH

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 22.08.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Polytron Kunststofftechnik GmbH & Co. KG:

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Polytron Kunststofftechnik GmbH & Co. KG - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Polytron Kunststofftechnik GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für mein Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h.: Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

• beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle."

Eine Verwendung des oben wiedergegebenen Bestätigungsvermerkes außerhalb dieses Prüfungsberichts bedarf meiner vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor meiner erneuten Stellungnahme, sofern hierbei mein Bestätigungsvermerk zitiert oder auf meine Prüfung hingewiesen wird.

 

Aachen, den 09. Juli 2024

Lothar Kühnast, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

9 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.