HUK24 AG
Platz 1, 96450 Coburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Nico Dr. Zachert seit 19.2.2025 | Prokura |
Manuela Glaser seit 8.1.2025 | Prokura |
Dirk Imer seit 8.1.2025 | Prokura |
Christoph Dr. Samwer seit 23.9.2024 | Vorstandsmitglied |
Daniel Schröder seit 9.1.2024 | Vorstandsmitglied |
Mario Lothar Oppmann seit 17.1.2022 | Prokura |
Stefan Raab seit 1.4.2021 | Prokura |
Christian Pees seit 17.1.2020 | Prokura |
Bernd Hingkeldey seit 25.11.2019 | Prokura |
Daniel Dr. John seit 1.6.2016 | Prokura |
Claudia Hoyer seit 1.12.2015 | Prokura |
Marcus Werner seit 2.5.2011 | Prokura |
Timo Möller seit 11.9.2006 | Prokura |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HUK24 AGCoburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Aufsichtsrat
Beirat
Vorstand
Verantwortlicher Aktuar Henrik Wenzel LageberichtBerichtsjahr im Überblick Insgesamt stellte das Jahr 2023 die HUK24 durch sehr hohe Preissteigerungen bei den Autoersatzteilen und den Reparaturen in der Autoversicherung, der größten Sparte der Gesellschaft, vor historische Herausforderungen. Durch positive Marktimpulse, die sich in einer gestiegenen Anzahl an Besitzumschreibungen und Neuzulassungen von Fahrzeugen manifestierten, erhöhten sich die Verträge in der Kraftfahrtversicherung auf nahezu 5,8 Millionen. So erreichte die HUK24 erneut infolge des gestiegenen Neugeschäftes Bestands- und Beitragszuwächse über Marktniveau. Das Unternehmen profitierte dabei vom digitalen Wachstum im deutschen Versicherungsmarkt. Auch 2023 baute die HUK24 ihren digitalen Service sukzessive aus und setzte dabei auch auf den Einsatz von künstlicher Intelligenz. Im Berichtsjahr ließen die außerordentlich dynamische Preisentwicklung bei den Ersatzteilen und Reparaturkosten den Schadenaufwand spürbar ansteigen. Des Weiteren hat die Elementarschadenbelastung im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugenommen, insbesondere durch zahlreiche Hagelereignisse mit zum Teil überdurchschnittlich teuren Schäden. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote belief sich deshalb auf 108,9 (Vorjahr: 100,6) %. Die Gesellschaft weist nach der Entnahme aus der Schwankungsrückstellung ein versicherungstechnisches Ergebnis in Höhe von -1,8 (Vorjahr: 6,6) Mio. € aus. Der Kapitalmarkt zeigte sich im Berichtsjahr recht stabil nach den heftigen Turbulenzen im Vorjahr. Das Ergebnis aus Kapitalanlagen bewegte sich mit 32,3 (Vorjahr: -1,9) Mio. € weit über Vorjahresniveau und überkompensiert den versicherungstechnischen Verlust. Insgesamt betrug das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 30,2 (Vorjahr: 3,1) Mio. €. Der Steueraufwand betrug 18,0 (Vorjahr: 11,0) Mio. €. Die hohe Steuerbelastung im Berichtsjahr ist vor allem geprägt durch steuerliche Korrekturen der versicherungstechnischen Rückstellungen. Nach Steuern erreichte die HUK24 ein Ergebnis vor Ergebnisabführung von 12,2 (Vorjahr: -7,9) Mio. €. Die Eigenkapitalbasis wurde durch eine Kapitalerhöhung in Höhe von 200 Mio. € (davon Bareinzahlung 50 Mio. €) gestärkt, um dem Wachstum der Gesellschaft Rechnung zu tragen. Tatsächliche Entwicklung im Berichtsjahr im Vergleich zur Prognose des Vorjahres Im Folgenden wird die tatsächliche Entwicklung wesentlicher Leistungsindikatoren im Berichtsjahr den im Vorjahr berichteten Prognosen im Rahmen des qualifiziert-komparativen Abgleichs gemäß des Deutschen Rechnungslegungs Standards Nr. 20 (DRS 20) gegenübergestellt. Die Aussagen leiten sich aus dem Orientierungsrahmen mit definierten Schwellen zur Einschätzung der Wesentlichkeit von Änderungen ab. Im Falle signifikanter Abweichungen werden die Einflussgrößen unter der Tabelle dargestellt. Tatsächliche Entwicklung im Berichtsjahr im Vergleich zur Prognose des Vorjahres 1
Geschäft und Rahmenbedingungen Umfang des Geschäftsbetriebes Die HUK24 betreibt in der Bundesrepublik Deutschland folgende Versicherungszweige:
Die übergreifenden Unternehmensfunktionen innerhalb der HUK- COBURG Versicherungsgruppe werden in der Konzern-Obergesellschaft HUK-COBURG Haftpflicht-Unterstützungs-Kasse kraftfahrender Beamter Deutschlands a.G. in Coburg, Coburg, (HUK- COBURG) ausgeführt. Zugehörigkeit zu Verbänden Die HUK24 gehört folgendem Verband an:
Rechtliche Rahmenbedingungen Im Berichtsjahr ergab sich ein weitgehend stabiles rechtliches Umfeld. Der aufsichtsrechtliche Rahmen für Versicherungsunternehmen unterliegt der regelmäßigen Überprüfung und Weiterentwicklung durch die europäischen und nationalen Institutionen. Die Anforderungen aus dem sogenannten Solvabilität-II-Review 2020 für die QRT-Berichterstattung sind veröffentlicht und erstmalig zum vierten Quartal und zum Jahresabschluss 2023 anzuwenden. Die weiteren geplanten Änderungen an der Solvabilität- Il-Richtlinie werden derzeit auf europäischer Ebene konkretisiert und voraussichtlich in den kommenden Jahren in nationales Recht umgesetzt. Das Thema Nachhaltigkeit nimmt eine immer größere Rolle ein und wird sukzessiv im aufsichtsrechtlichen Rahmenwerk verankert. Die Anforderungen aus der Offenlegungs-Verordnung und der Taxonomie-Verordnung sind bereits anzuwenden. Die Angaben gemäß der im Berichtsjahr in Kraft getretenen EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen (CSRD) sowie der konkretisierenden sektorübergreifenden Europäischen Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung (ESRS) werden künftig verpflichtend im Lagebericht dargestellt. Die nächsten Jahre stehen im Zeichen der Umsetzung der geänderten Rechtsgrundlagen. Marktsituation Die deutsche Wirtschaft ist 2023 gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) anhand erster Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) real um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Gedämpft wurde die wirtschaftliche Entwicklung durch die erhöhte Inflation. Insbesondere erhöhte Preise für Nahrungsmittel und Energie schwächten nach Angaben der Bundesregierung die Kaufkraft der privaten Haushalte. Der private Konsum ging dementsprechend zurück. Die Sparquote stieg gegenüber dem Vorjahr geringfügig auf 11,3 % und lag damit noch etwas über dem Vor-Corona-Niveau mit durchschnittlich 10,9 % in den Jahren 2017 bis 2019. Die deutsche Versicherungswirtschaft insgesamt verzeichnete nach vorläufigen Branchenangaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) im Berichtsjahr 2023 ein um nominal 0,6 % auf 224,7 Mrd. € gestiegenes Prämienvolumen. Die deutschen Schaden- und Unfallversicherer konnten ihr Wachstum der letzten Jahre aber auch im Berichtsjahr fortsetzen. Marktweit stiegen die Prämien nach vorläufigen Angaben des GDV in der Schaden- und Unfallversicherung um 6,7 % auf 84,5 Mrd. €. In der Kfz-Versicherung, der größten Sparte innerhalb der Schaden-/Unfallversicherung, erhöhte sich das Beitragsvolumen nach vorläufigen Schätzungen des GDV um 4,1 % auf 30,3 Mrd. €. Die Situation in der Schaden-/Unfallversicherung wurde im Berichtsjahr vor allem von den inflationsbedingt stark gestiegenen Schadenaufwendungen in der Kfz-Versicherung beeinflusst. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote stieg dort von 101,2 % auf 110,0 %. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Bestandsentwicklung Die HUK24, der größte deutsche Online-Sachversicherer, erreichte erneut ein weit über dem Markt liegendes Bestandswachstum, bedingt durch das über dem Vorjahr liegende Neugeschäft. Als Marktführer unter den deutschen Kraftfahrt-Direktversicherern, der nun schon seit mehr als 20 Jahren als starke Marke im Onlinevertrieb präsent ist und hohes Vertrauen bei den Kundinnen und Kunden genießt, hat die HUK24 inzwischen einen Bestand von mehr als 3,1 Millionen versicherten Fahrzeugen und wächst kontinuierlich. Neben den dauerhaften Preis- und Kostenvorteilen begründen Automatisierungs- und Steuerungsvorteile des Online- Geschäftsmodells in Verbindung mit einem vollumfänglichen Schadenservice diese Erfolgsgeschichte. Der gesamte Vertragsbestand erhöhte sich im Berichtsjahr um 6,9 (Vorjahr: 5,3) % auf insgesamt 8,1 Mio. Risiken und Verträge. Die Kraftfahrtversicherung verzeichnete einen Bestandszuwachs um 6,2 % auf 5,8 Mio. Risiken. In der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung stieg der Bestand um 5,7 % auf 3,1 Mio. Risiken. Die sonstige Kraftfahrtversicherung erzielte eine Zuwachsrate von 6,7 % auf 2,7 Mio. Risiken. Die Haftpflicht-, Unfall- und Sachversicherungszweige wuchsen im Berichtsjahr erfreulich um 9,4 % auf 2,1 Mio. Risiken. Die Allgemeine Haftpflichtversicherung verzeichnete ein Wachstum von 10,6 % auf 0,8 Mio. Risiken. Die Unfallversicherung konnte ihren Bestand um 10,7 % auf 0,6 Mio. Risiken erhöhen. Bei der Verbundenen Hausratversicherung stieg der Bestand um 9,7 % auf 0,5 Mio. Risiken. Die Verbundene Wohngebäudeversicherung wuchs um 4,8 % auf 0,1 Mio. Risiken, die Glasversicherung um 6,7 % auf 0,1 Mio. Risiken. Der Vertragsbestand in der Rechtsschutzversicherung blieb unverändert bei 0,2 Mio. Verträgen. Beitragseinnahmen Das Beitragsaufkommen der HUK24 stieg im Berichtsjahr von 1.121,7 Mio. € auf 1.258,9 Mio. €. Ausschlaggebend hierfür ist die Entwicklung in der Kraftfahrtversicherung. Diese spielt für das Unternehmen hinsichtlich des Beitragsaufkommens eine dominierende Rolle. Bedingt durch notwendige Beitragsanpassungen sowie das kontinuierliche Bestandswachstum erhöhte sich in der Kraftfahrtversicherung das Beitragsaufkommen auf 1.103,1 (Vorjahr: 981,1 ) Mio. €. Dies entspricht einem Wachstum von 12,4 %. Die Beiträge in der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung erhöhten sich um 11,3 % auf 616,9 Mio. €. In der sonstigen Kraftfahrtversicherung wuchsen die Beitragseinnahmen um 13,9 % auf 486,2 Mio. €. Die Haftpflicht-, Unfall-, Sachversicherungszweige erreichten mit einem Beitragsplus von 13,3 % auf 135,5 Mio. € Zuwächse insbesondere wegen inflationsbedingter Anpassung der Versicherungssummen. In der Unfallversicherung erhöhte sich das Prämienaufkommen um 10,6 % auf 15,2 Mio. € und in der Haftpflichtversicherung um 7,1 % auf 34,1 Mio. €. Die Verbundene Hausratversicherung erzielte eine Steigerung von 10,1 % und erreichte damit Beitragseinnahmen von 38,2 Mio. €. Den größten Zuwachs konnte die Verbundene Wohngebäudeversicherung mit 22,7 % auf 43,2 Mio. € verbuchen, infolge dynamischer Beitragsanpassungen sowie Mehrbeiträgen aus der Erweiterung des Elementarschadendeckungsumfangs. Die Glasversicherung verzeichnete mit 18,8 % ebenfalls einen deutlichen Anstieg auf 4,8 Mio. €. Die Beiträge in der Rechtsschutzversicherung betrugen 20,3 Mio. € und blieben mit 3,0 % unter dem Niveau des Vorjahres. Bestandsentwicklung
Die Selbstbehaltsquote über alle Sparten gesamt betrug 95,4 (Vorjahr: 95,2) %. Aufwendungen für Versicherungsfälle Die Aufwendungen für Versicherungsfälle (einschließlich Schadenregulierungsaufwendungen) f. e. R. stiegen im Berichtsjahr deutlich auf 1.152,0 (Vorjahr: 963,9) Mio. €. Dies entspricht einer Steigerung von 19,5 (Vorjahr: 18,9) %. Die Nettoschadenquote stieg von 94,1 % auf 102,3 %. Die Schaden-/Kostenquote erhöhte sich von 100,6 % im Vorjahr auf 108,9 %. Im Berichtsjahr waren in den Bruttoaufwendungen 101,9 (Vorjahr: 42,1) Mio. € für Elementarschäden beinhaltet. Der Schadenverlauf in den einzelnen Versicherungszweigen stellt sich netto wie folgt dar: Im Berichtsjahr war der Schadenverlauf in den Kraftfahrtversicherungen geprägt von einer weiteren überdurchschnittlichen Teuerung der Schäden sowie von einer hohen Hagelschadenbelastung. Während die Schadenhäufigkeit in der Kraftfahrtversicherung insgesamt wegen zahlreicher Hagelereignisse mit zum Teil überdurchschnittlich teuren Schäden gegenüber dem Vorjahr zunahm, ließ die außerordentlich dynamische Preisentwicklung bei den Ersatzteilen und Reparaturkosten die durchschnittlichen Aufwendungen für Versicherungsfälle spürbar ansteigen. Durch Beitragsanpassungen erhöhten sich die Durchschnittsbeiträge. In der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung stieg die Schaden-/ Kostenquote deutlich von 100,7 % auf 105,5 % und in der sonstigen Kraftfahrtversicherung erhöhte sie sich von 106,5 % auf 122,9 %. Aufgrund des geplanten Geschäftsverlaufes ergab sich im Berichtsjahr eine Zuführung zur Drohverlustrückstellung in der Kaskoversicherung in Höhe von 28,2 Mio. €. In der Unfallversicherung blieben die Schadenhäufigkeit und die Durchschnittsbeiträge nahezu unverändert, während der Schadendurchschnitt gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist. Die Schaden-/ Kostenquote verringerte sich von 66,0 % im Vorjahr auf 56,9 %. In der Haftpflichtversicherung blieb die Schadenhäufigkeit gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert, während die Schadendurchschnitte und Durchschnittsbeiträge leicht gesunken sind. Die Schaden-/Kostenquote verbesserte sich von 105,0 % auf 90,7 %. In der Hausratversicherung blieben die Durchschnittsbeiträge nahezu unverändert. Aufgrund der Zunahme an Diebstahlschäden war eine Erhöhung der Schadenhäufigkeit zu verzeichnen. Auch der Schadendurchschnitt erhöhte sich. Dies führte zu einem Anstieg der Schaden-/Kostenquote von 65,5 % auf 71,8 %. In der Wohngebäudeversicherung sank die Schaden-/Kostenquote auf 73,4 % nach 83,0 % im Vorjahr unter dem Einfluss gestiegener Schadendurchschnitte, sinkender Schadenhäufigkeiten und stark gestiegener Durchschnittsbeiträge. In der Glasversicherung lag die Schadenhäufigkeit ungefähr auf Vorjahresniveau. Bei gestiegenen Schadendurchschnitten und Durchschnittsbeiträgen reduzierte sich die Schaden-/Kostenquote auf 96,9 %nach 97,2 % im Vorjahr. In der Rechtsschutzversicherung sanken die Durchschnittsbeiträge, während sich die Schadenhäufigkeit und der Schadendurchschnitt aufgrund nun sichtbarer Teuerungen (RVG, erhöhte Streitwerte) anstiegen. Die Schaden-/Kostenquote stieg von 82,6 % auf 92,8 %. Die Reservequote (brutto), bezogen auf die gebuchten Bruttobeiträge, verringerte sich von 99,0 % im Vorjahr auf 98,7 %. Beitragseinnahmen
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb erhöhten sich auf 79,5 (Vorjahr: 70,5) Mio. €, was im Wesentlichen auf Kostensteigerungen im Personalbereich zurückzuführen war. Die Kostenquote, bezogen auf die verdienten Beiträge, erhöhte sich von 6,5 % auf 6,7 %. Nach Abzug der Erstattung durch die Rückversicherer verblieben Aufwendungen f. e. R. in Höhe von 74,9 (Vorjahr: 67,0) Mio. €. Die Nettokostenquote belief sich auf 6,6 (Vorjahr: 6,5) %. Veränderung der Schwankungsrückstellung Der Schwankungsrückstellung wurden im Berichtsjahr 129,5 Mio. € entnommen (Vorjahr: 12,8 Mio. €), um die versicherungstechnischen Belastungen abzufedern. Sie verminderte sich damit von 356,1 Mio. € auf 226,6 Mio. €. Der Schwankungsrückstellung wurden in der Sparte Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 25,7 (Vorjahr: Zuführung von 1,9) Mio. € entnommen. In der Sparte sonstige Kraftfahrtversicherung erfolgte eine Entnahme von 93,7 (Vorjahr: 20,1) Mio. €. In den Haftpflicht-, Unfall- und Sachsparten ergab sich insgesamt eine Entnahme von 14,1 (Vorjahr: 2,6) Mio. €. In der Sparte Rechtsschutz erfolgte eine Zuführung von 4,0 (Vorjahr: 8,0) Mio. €. Versicherungstechnisches Ergebnis Das versicherungstechnische Ergebnis weist nach einer Entnahme aus der Schwankungsrückstellung einen versicherungstechnischen Verlust von 1,8 (Vorjahr: Überschuss 6,6) Mio. € aus. Die Kraftfahrtversicherung schloss mit einem Verlust von 40,3 (Vorjahr: 9,4) Mio. € ab. In der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung ergab sich ein versicherungstechnischer Verlust von 3,9 (Vorjahr: 4,5) Mio. € nach einer Entnahme aus der Schwankungsrückstellung. In der sonstigen Kraftfahrtversicherung ergab sich nach einer Entnahme aus der Schwankungsrückstellung ein Verlust von 36,4 (Vorjahr: 4,9) Mio. €. Die Haftpflicht-, Unfall- und Sachversicherungen erreichten einen technischen Gewinn von 40,9 (Vorjahr: 20,2) Mio. €. Dabei erzielten fast alle Sparten Gewinne. Die Rechtsschutzversicherung verzeichnete vor Schwankung einen Gewinn von 1,5 (Vorjahr: 3,6) Mio. €. Nach einer Zuführung zur Schwankungsrückstellung von 4,0 (Vorjahr: 8,0) Mio. € ergibt sich ein Verlust von 2,5 (Vorjahr: 4,3) Mio. €. Der Rückversicherungssaldo betrug 42,2 (Vorjahr: 3,8) Mio. €. Die Beteiligung der Rückversicherer an den Elementarschadenereignissen belief sich im Berichtsjahr auf 42,5 Mio. €. Ergebnis aus Kapitalanlagen Die von Unsicherheiten geprägten Aktien- und Rentenmärkte zeigten sich im Berichtsjahr volatil. Zum Jahresende gab es kräftige Kursgewinne bei Aktien und aufgrund des Zinsrückgangs auch bei Renten. Dies führte insgesamt zu einer positiven Entwicklung im Jahr 2023. Aus den Kapitalanlagen konnten laufende Erträge in Höhe von 24,1 (Vorjahr: 17,0) Mio. € erzielt werden. Die Zuschreibungen beliefen sich aufgrund der Marktentwicklungen auf 12,6 (Vorjahr: 0,2) Mio. €. Weitere Erträge ergaben sich aus dem Abgang von Kapitalanlagen in Höhe von 3,2 (Vorjahr: 3,5) Mio. €. Aufwandsseitig war insbesondere ein Rückgang der Abschreibungen zu verzeichnen. Diese betrugen 6,1 (Vorjahr: 20,6) Mio. €. Insgesamt beliefen sich die Aufwendungen für Kapitalanlagen auf 7,5 (Vorjahr: 22,6) Mio. €, sodass sich ein Kapitalanlageergebnis von 32,3 (Vorjahr: -1,9) Mio. € ergibt. Die Nettoverzinsung betrug 1,9 (Vorjahr: -0,1) %, im Durchschnitt der letzten drei Jahre 0,8 (Vorjahr: 0,5) %. Die Kapitalanlagen der HUK24 erhöhten sich von 1.642,4 Mio. € auf 1.714,2 Mio. €. Die Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere stellten mit 780,3 Mio. € (45,5 %) neben den Aktien, den Anteilen oder Aktien an Investmentvermögen und anderen nicht festverzinsliche Wertpapiere mit 644,2 Mio. € (37,6 %) die größten Anlagepositionen dar. Die Vermögensstruktur war unverändert gegenüber dem Vorjahr geprägt durch Kapitalanlagen, die durch Eigenkapital und versicherungstechnische Rückstellungen finanziert wurden. Der laufende Liquiditätsbedarf ist grundsätzlich aus dem Versicherungsgeschäft heraus gewährleistet und wird bei der Anlagenplanung berücksichtigt. Kapitalanlagen
Gesamtergebnis Das Kapitalanlageergebnis betrug 32,3 Mio. €. Aus den übrigen nichttechnischen Aufwendungen und Erträgen resultierte ein Ergebnis von -0,3 (Vorjahr: -1,5) Mio. €. Unter Berücksichtigung des versicherungstechnischen Verlustes von 1,8 Mio. € ergab sich ein Ergebnis vor Steuern von 30,2 (Vorjahr: 3,1) Mio. €. Die hohe Steuerlast im Berichtsjahr war vor allem geprägt durch steuerliche Korrekturen bei den Kapitalanlagen und den Schadenreserven sowie der Zurechnung der Drohverlustrückstellung. Das Ergebnis nach Steuern betrug 12,2 (Vorjahr: -7,9 ) Mio. € und wurde gemäß dem bestehenden Ergebnisabführungsvertrag durch die HUK-COBURG-Holding AG abgeführt. Das Eigenkapital betrug nach einer Kapitalerhöhung 196,8 (Vorjahr: 146,8) Mio. €. Die Eigenkapitalquote, bezogen auf die verdienten Beiträge, erhöhte sich von 14,3 % auf 17,5 % Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Die HUK24 beschäftigt keine eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung und Risikomanagement Die Wirtschaftsleistung in Deutschland ist im Berichtsjahr preisbereinigt leicht zurückgegangen und hat zu einer Stagnation des Marktpotenzials der Versicherungswirtschaft geführt. Die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die sich durch die Eskalation des Nahostkonflikts im Oktober 2023 noch einmal verschärft haben, lassen auch weiterhin keine externen Wachstumsimpulse erkennen. Die Folgen der Corona-Pandemie und des anhaltenden russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine lösten eine Inflationswelle aus, die ihren Ausgang in der Verteuerung von Energie und Lebensmitteln nahm und in der ersten Jahreshälfte 2023 ihren Scheitelpunkt erreichte. Mit zeitlicher Verzögerung hat diese Entwicklung auch die Regulierung von Versicherungsleistungen in der Schaden- und Unfallversicherung erreicht. Der Kraftfahrt-Bestand ist bei gestiegenen Pkw-Besitzumschreibungen gewachsen. Auch in den Haftpflicht-, Unfall- und Sachversicherungszweigen ist ein deutliches Bestands- und Beitragswachstum zu verzeichnen. In der Rechtsschutzversicherung konnte im Berichtsjahr ebenfalls eine positive Bestandsentwicklung verzeichnet werden. Insbesondere in der Kraftfahrtversicherung ließen die außerordentlich dynamische Preisentwicklung bei den Ersatzteilen und Reparaturen sowie die Hagelschadenbelastung die Schadenaufwendungen spürbar ansteigen. Der Anstieg wird zu großen Teilen durch die Schwankungsrückstellung ausgeglichen. Durch die unvermeidlichen schadenbedarfsbedingten Beitragsanpassungen besteht grundsätzlich das Risiko der Abwanderung einzelner Kundinnen und Kunden. Da diese Entwicklung den gesamten Markt betrifft, ergeben sich durch die kostengünstigen Versicherungsprodukte der HUK24 durchaus auch Chancen, Marktanteile hinzuzugewinnen. Weiterhin kommunizieren die Menschen verstärkt online, tätigen vermehrt Geschäfte über das Internet und fragen dabei auch Versicherungsschutz nach. Als Onlineversicherer konnte die HUK24 an dieser Nachfrage partizipieren. Die Kapitalmärkte zeigten sich im Jahresverlauf volatil: Durch eine Folge von Leitzinserhöhungen der Zentralbanken kam es zunächst zu einem Zinsanstieg. Dieser führte zu einem Renditeanstieg bei der Neuanlage von Kapitalanlagen. Im Jahresverlauf sanken die Inflationsraten. Dies sorgte für Erleichterung an den Finanzmärkten, zumal die EZB ihre Geldstraffungspolitik zum Jahresende nicht fortsetzte. Die Renditen fielen im vierten Quartal deutlich, sodass in der Gesamtjahressicht das Zinsniveau rückläufig war. Dadurch sind die Marktwerte der festverzinslichen Kapitalanlagen im Bestand gestiegen. Der Zinsrückgang führt aber unter Solvabilitätsaspekten auch zu einem Rückgang des Diskonteffekts innerhalb des Barwerts der versicherungstechnischen Verpflichtungen. Die Aktienmärkte konnten trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen und geopolitischen Krisen zulegen. Die Vorgaben der Risikostrategie wurden zum 31.12.2023 eingehalten und die Risikotragfähigkeit war für das Berichtsjahr gegeben. Die Solvabilität wurde durch eine Erhöhung des Grundkapitals gestärkt. Die Eigenmittel gewährleisten in der Folge ein hohes Sicherheitsniveau. Die angespannte geopolitische und wirtschaftliche Situation wird auch in den Folgejahren in der Risiko- und Ertragslage spürbar sein. Die Bewältigung der Folgen des Klimawandels, die Integration von ökologischen, sozialen und Governance-Aspekten und der Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft stellt eine Herausforderung dar, der sich die HUK24 gerne stellt. Die Bedingungen für ein weiteres erfolgreiches Wachstum und den weiteren Ausbau des Produkt- und Servicespektrums sind aus Sicht der HUK24 gegeben. Allgemeine Angaben zum Governancesystem Die HUK24 ist Teil der HUK-COBURG Versicherungsgruppe und in deren strategischen und organisatorischen Rahmen eingebunden. Die aus der Geschäftsstrategie abgeleitete Risikostrategie definiert das gruppenweit einheitliche Grundverständnis für das Eingehen, die Überwachung sowie die Steuerung von Risiken, die wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben könnten. An der Spitze der HUK-COBURG Versicherungsgruppe steht das Mutterunternehmen HUK-COBURG, das das Versicherungsgeschäft nach dem Grundsatz der Gegenseitigkeit betreibt. Nach diesem Grundsatz arbeiten auch alle Tochtergesellschaften der Versicherungsgruppe. Entsprechend wurden Struktur, Rolle und Verantwortungsbereich der Verwaltungs-, Management- und Aufsichtsorgane festgelegt. Alle im Rahmen des Versicherungsbetriebs erforderlichen Funktionen wurden an die HUK-COBURG bzw. die Leistungsbearbeitung für die Rechtsschutzverträge an die HUK-COBURG Rechtsschutz-Schadenregulierung GmbH ausgelagert. Insbesondere sind die vier Schlüsselfunktionen Compliance-, Risikomanagement- und Versicherungsmathematische Funktion sowie Funktion der internen Revision mit einem entsprechenden Verantwortungs- und Aufgabenbereich zentral bei der HUK- COBURG eingerichtet und werden durch die bestellten und der BaFin angezeigten Ausgliederungsbeauftragten überwacht. Die unternehmensspezifischen Kriterien an Fähigkeiten, Kenntnisse und Fachkunde aller Personen, die das Unternehmen tatsächlich leiten oder andere Schlüsselfunktionen innehaben, sind in einer Richtlinie dokumentiert. Durch die strikte Überprüfung und Einhaltung dieser Kriterien wird die Erfüllung der Anforderungen an die fachliche Qualifikation und persönliche Zuverlässigkeit sichergestellt. Risikomanagementsystem einschließlich der unternehmenseigenen Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung Das Risikomanagementsystem verfolgt als oberstes Ziel den verantwortungsvollen Umgang mit Risiken, um die dauerhafte Sicherung der HUK24 und ihrer Unabhängigkeit sowie die Erhaltung ausreichender Sicherheitsmittel zu gewährleisten und damit die dauerhafte Erfüllung der Verpflichtungen und Leistungsversprechen gegenüber den Kundinnen und Kunden sicherzustellen. Hierzu ist es notwendig, dass alle bestehenden und zukünftig zu erwartenden Risiken erkannt und einem angemessenen Risikomanagementprozess unterworfen werden. Verantwortlich für die ordnungsgemäße Durchführung und Ausgestaltung dieses Prozesses ist die Risikomanagement-Funktion. Die Risiken der HUK24 werden in den Fachbereichen dezentral erfasst und durch das zentrale Risikomanagement in einem Risikobestandsführungssystem konsistent zusammengeführt. Neue Risiken werden laufend identifiziert, bestehende Risiken aktualisiert und alle Risiken regelmäßig auf Wesentlichkeit geprüft. Mit allen Funktionsbereichen und Abteilungen werden Risikogespräche geführt, in denen insbesondere operationelle, strategische und Reputationsrisiken diskutiert und eingeschätzt werden. Grundlage für die Gespräche ist der verantwortungsvolle Umgang mit Risiken und damit die Förderung der Risikokultur. Die Bewertung der Risiken innerhalb der HUK24 erfolgt nach regulatorischer und nach ökonomischer Sicht. Für die regulatorische Betrachtung wird die Solvabilitätskapitalanforderung gemäß der Solvabilität-II-Standardformel berechnet. Aus ökonomischer Sicht erfolgt die Bewertung der Risiken im Rahmen der unternehmenseigenen Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung (englisch: Own Risk and Solvency Assessment, kurz: ORSA). Diese bildet die Basis für ein ganzheitliches Risikomanagementsystem und umfasst die Bewertung des Gesamtsolvabilitätsbedarfs unter Berücksichtigung der Geschäfts- und Risikostrategie der Gesellschaft, des spezifischen Risikoprofils, der Risikotoleranz und der festgelegten Risikotoleranzschwellen. Einen weiteren Bestandteil des ORSA stellen die Durchführung von Stresstests und Sensitivitätsanalysen sowie die Beurteilung der jederzeitigen Erfüllbarkeit der aufsichtsrechtlichen Anforderungen an Eigenmittel und versicherungstechnische Rückstellungen dar. Die Beurteilung der Wesentlichkeit von Abweichungen des Risikoprofils der HUK24 von den Annahmen, die der Berechnung der Standardformel zugrunde liegen, ist ebenfalls Inhalt des ORSA. Den Rahmen für die Risikosteuerungsaktivitäten bildet das vom Vorstand vorgegebene Limitsystem. Dieses setzt sich aus aufsichtsrechtlichen Kennzahlen, Kennzahlen zur Wahrung der Risikotoleranz, Steuerungs- und Controllingkennzahlen sowie strategischen Kennzahlen auf operativer Ebene zusammen. Sämtliche Kennzahlen werden mit einem Ampelsystem verfolgt. Dieses System bildet die Basis für eine systematische Überwachung und Steuerung der Risiken und der Risikolage der HUK24. Oberstes Ziel ist die jederzeitige Gewährleistung der Risikotragfähigkeit. Die von der Risikomanagement-Funktion erstellten Berichte zur Risikoüberwachung informieren die Entscheidungsträger und den Aufsichtsrat unterjährig über die Entwicklung der wesentlichen Risiken sowie der im Limitsystem festgelegten Kennzahlen. Die Berichte zu Limitfestsetzung und konsolidiertem Risikobestand sowie die Ergebnisse des ORSA-Prozesses fließen in den ORSA- Bericht ein und enthalten bei Bedarf sich daraus ergebende Maßnahmenvorschläge. Risikoprofil Das Risikoprofil der HUK24 wird im Wesentlichen von den Risikokategorien Markt- und versicherungstechnische Risiken bestimmt. Darüber hinaus werden zur Einschätzung der Lage der Gesellschaft Liquiditäts- und Ausfallrisiko, operationelle, strategische und Reputationsrisiken betrachtet. Des Weiteren berücksichtigt die HUK24 in ihrem Risikomanagementsystem Nachhaltigkeitsrisiken, die sich aus der ESG-Strategie ableiten. Derartige Risiken umfassen Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekte und können auf Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und die Reputation der Gesellschaft wirken. Nachhaltigkeitsrisiken stellen keine eigene Risikokategorie dar, sondern realisieren sich in verschiedenen Risikokategorien, insbesondere im versicherungstechnischen Risiko, dem Marktrisiko, den Reputationsrisiken und den strategischen Risiken. Sie können dabei zum einen als physische Risiken auftreten, die sich als Ergebnis von Extremwetterereignissen sowie langfristigen klimatischen oder ökologischen Änderungen ergeben. Zum anderen können sie als transitorische Risiken durch die Umstellung auf eine kohlenstoffarme Kreislaufwirtschaft mittels politischer Maßnahmen (Kohleausstieg, CO 2 -Besteuerung), zu hoher Investitionskosten (Gebäudesanierung) oder mittels neuer Technologien (Elektromobilität) entstehen. Im Rahmen des ORSA werden Klimastresstests für materielle Nachhaltigkeitsrisiken durchgeführt. Chancen und Risiken aus dem Versicherungsgeschäft Ein Ziel der HUK24 als leistungsstarker, preisgünstiger und kundenorientierter Onlineanbieter ist, den privaten Verbraucherinnen und Verbrauchern in Deutschland ein ausschließlich an ihrem Bedarf ausgerichtetes, umfassendes Versicherungsangebot zu äußerst günstigen Konditionen anzubieten. Die Gesellschaft legt Wert auf verständliche Produkte mit risikogerechten und fair kalkulierten, günstigen Preisen. Durch effiziente Prozessabläufe, provisionsfreie und einfache Produkte sowie einen hohen Automatisierungsgrad können die im Marktvergleich besonders niedrigen Preise für die Onlineprodukte dargestellt werden. Die ausgeprägte Kundenorientierung lässt die HUK24 zudem schnell auf geänderte Bedarfe am Markt reagieren. Gleichzeitig ist es selbstverständlich, dass das Unternehmen den Kundinnen und Kunden bei Vertragsangelegenheiten und im Schadenfall als verlässlicher Partner zur Seite steht. Mit dieser strategischen Ausrichtung sieht sich die Gesellschaft am Versicherungsmarkt hervorragend aufgestellt und kann an Chancen, die der Markt in den Sparten der Schaden-/Unfallversicherung bietet, umfangreich partizipieren. Ein weiteres Ziel der HUK24 ist das nachhaltige Wachstum der Versicherungsbestände, insbesondere in der Kraftfahrtversicherung und den Haftpflicht-, Unfall- und Sachversicherungen. Es wird eine aktive und verbraucherfreundliche Gestaltung des Umfeldes angestrebt. Es wird auf einen im Marktvergleich sehr guten Leistungsumfang, eine qualitativ hochwertige Schadenregulierung bei gleichzeitig geringen Schadenkosten sowie ein Angebot differenzierter Tarife abgezielt, um die Marktposition zu sichern und auszubauen. Digitalisierung, datengestützte Analytik, Telematik und Mobilitätsdienstleistungen spielen dabei eine zunehmend bedeutende Rolle. Ziel hierbei ist, insbesondere die Chancen in der Kraftfahrtversicherung sowie den Haftpflicht-, Unfall- und Sachversicherungen wahrzunehmen und die Kundenbindung zu festigen. Die HUK24 nutzt den Risikotransfer zu professionellen Rückversicherungsunternehmen zur konsequenten Minderung des versicherungstechnischen Risikos. Der Umfang und die Ausgestaltung der Rückversicherungsabsicherung ergeben sich aus dem individuellen Risikoprofil der Gesellschaft. Die Angemessenheit des Rückversicherungsschutzes wird regelmäßig überprüft. Der Betrieb des Versicherungsgeschäfts ist naturgemäß mit Risiken verbunden. In der Schaden-/Unfallversicherung ist das Prämienrisiko als bedeutendes Risiko einzustufen. Die kalkulierten Tarife können sich als unauskömmlich herausstellen. Dies ist der Fall, wenn Entschädigungsleistungen höher sind, als ursprünglich zu erwarten war oder Irrtümer bei der Schätzung der Schadenhäufigkeit oder -höhe auftreten, ohne dass eine rechtzeitige Anpassung der Beiträge und Versicherungsbedingungen möglich ist. Derartige Effekte können z. B. aus einer zufälligen Häufung oder unerwartet hohen Teuerung von Schäden, aus neuen rechtlichen Rahmenbedingungen oder aus zufällig eintretenden, außerordentlich großen, umweltbedingten Schadenereignissen aus Naturgefahren resultieren. Bei Letzteren kann es als physische Folgen des Klimawandels mittel- bis langfristig zu einer Zunahme der Häufigkeit und der Intensität oder gar zu bislang in Deutschland eher unbekannten Extremwetterphänomenen kommen. Als transitorische Folgen sind mittelfristig sich ändernde Schadenbilder möglich, zum Beispiel durch Umstellung auf Elektromobilität und digitalisierte Fahrzeuge oder durch den Ausbau alternativer Energiequellen. Eng mit dem Prämienrisiko verbunden ist das Reserverisiko. Die zurückgestellten Beträge für die noch nicht abgewickelten Versicherungsfälle könnten nicht ausreichen, um den zukünftigen Schadenbedarf zu decken, sodass in den Folgejahren Abwicklungsverluste entstehen könnten. Diesen Risiken wird angemessen in der Tarifierung und Zeichnungspolitik sowie bei der Bildung der Rückstellungen für eingetretene, aber noch nicht abgewickelte Schadenereignisse begegnet, sodass auch in sehr negativen Szenarien uneingeschränkt den Leistungsversprechen nachgekommen werden kann. Darüber hinaus mindern risikogerechte Rückversicherungsverträge das aus hohen Einzelschäden und kumulierten Schadenereignissen resultierende Schadenpotenzial. Darauf aufbauend erfolgt eine Ermittlung und Bewertung der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten und Risiken nach aufsichtsrechtlichen und unternehmenseigenen Vorgaben, wobei auch mögliche Abhängigkeiten zwischen den Risiken berücksichtigt werden. Die Bewertung wird unter dem Einsatz von aktuariellen Bewertungsverfahren bei angemessenen Sicherheitsniveaus vorgenommen. Sowohl die Methoden als auch die verwendeten Daten sind darauf ausgerichtet, die versicherungstechnischen Risiken hinsichtlich der Unsicherheiten in den Zahlungen auf vorsichtige, verlässliche und objektive Art und Weise zu ermitteln. Dabei werden auch mögliche extreme Ereignisse wie z. B. Naturkatastrophen oder auch Großschäden berücksichtigt. Risikomindernd wirkt sich bei der Bewertung der Risiken die Verlustausgleichsfähigkeit von latenten Steuern aus. Da die Versicherungsbedingungen der Schaden-/Unfallversicherungen in der Regel einjährige Laufzeiten vorsehen, kann auf Marktveränderungen flexibel reagiert werden. Das versicherungstechnische Konzentrationsrisiko, welches z. B. durch lokale Konzentration der Versicherungsnehmerinnen und Versicherungsnehmer, Konzentration des Angebotes auf bestimmte Regionen und Sparten oder unzureichende Diversifikation entsteht, ist bei der HUK24 als gering einzustufen. Zum einen ist der Kraftfahrtbestand regional in ganz Deutschland verteilt und zum anderen wird das Kraftfahrtsegment mit dem Geschäft aus Haftpflicht-/Unfall- und Sachversicherungen zusätzlich diversifiziert. Dem möglichen Konzentrationsrisiko im Rahmen der passiven Rückversicherung wird dadurch begegnet, dass bei der Platzierung der Rückversicherungsabgaben eine adäquate Diversifizierung durch die Beteiligung mehrerer Rückversicherungsgesellschaften erreicht wird. Die bilanzielle Schadenquote, die Schaden-/Kostenquote und die Abwicklungsergebnisquote sind jeweils netto in der untenstehenden Tabelle für einen zehnjährigen Beobachtungszeitraum dargestellt. Chancen und Risiken aus Kapitalanlagen Die aktuelle Finanzmarktsituation wie auch die Markterwartungen bilden die Rahmenbedingungen für die Kapitalanlage der Gesellschaft. Dabei werden Faktoren wie Wirtschaftswachstum, Zinspolitik sowie die Preis- und Währungsentwicklung beobachtet. Die Einschätzungen werden ständig überprüft und in die Anlageentscheidung einbezogen. Zielsetzung der Kapitalanlagestrategie ist, unter der Nebenbedingung der Kapitalsicherung Erträge zu generieren, um in Verbindung mit der Passivseite die jederzeitige Bedienung der Verpflichtungen sicherzustellen und die Attraktivität der Produkte zu fördern. Bei der Auswahl einzelner Kapitalanlageprodukte werden Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt. Im Zeitablauf wird ein möglichst stabiles handelsrechtliches Ergebnis angestrebt. Volatilitäten, bezogen auf das Jahresergebnis, sollen begrenzt werden. Mit dieser Anlagestrategie kann die HUK24 an den sich im Finanzsektor bietenden Ertragschancen angemessen partizipieren. Die Risiken aus Kapitalanlagen umfassen das Markt- und das Liquiditätsrisiko. Zur Verminderung der Risiken aus Kapitalanlagen besteht eine Reihe von rechtlichen Regelungen, die von der HUK24 in vollem Umfang erfüllt werden. Zur weiteren Verminderung des Anlagerisikos wurden außerdem umfangreiche innerbetriebliche Richtlinien geschaffen, an deren Einhaltung die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gebunden sind. Der grundsätzlich mit höheren Risiken behaftete Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten und strukturierten Papieren stellt für die HUK24 keine bedeutende Risikoposition dar, weil Investitionen überwiegend im Bereich von Zins Swaps getätigt werden. Optionen auf Aktienbestände, Devisentermingeschäfte sowie Credit Default Swaps in den Fonds werden hauptsächlich zur Kurssicherung eingesetzt. Futures auf Aktienindizes werden zur Kurssicherung, Beta-Steuerung in aktiv gemanagten Fonds und Quotensteuerung genutzt. Bei den Wertpapieren und Ausleihungen, die mit einer variablen Verzinsung ausgestattet sind, erfolgt überwiegend eine Absicherung durch Zins Swaps. Aus den Sicherungsgeschäften selbst sind zum aktuellen Zeitpunkt keine wesentlichen Risiken zu erkennen. Marktrisiko Das Marktrisiko ist der potenzielle Verlust aufgrund nachteiliger Veränderungen von Marktpreisen oder preisbeeinflussenden Parametern. Es umfasst Preisrisiken aus Aktien und sonstigen Anteilen, Zins-, Spread- und Immobilienrisiken, Marktrisikokonzentrationen sowie Währungsrisiken. Zur Steuerung der Marktrisiken dienen der HUK24 die intensive Marktbeobachtung, die Optimierung der Portfoliozusammensetzung und die Simulation der Entwicklung stiller Reserven und Lasten bzw. Abschreibungen. Die Kapitalanlagen der HUK24 weisen zum 31.12.2023 stille Reserven in Höhe von 36,2 Mio. € und stille Lasten in Höhe von 107,1 Mio. € auf, die hauptsächlich bei festverzinslichen Wertpapieren und sonstigen Ausleihungen aufgrund des starken Zinsanstiegs aufgetreten sind. Daraus ergeben sich aufgrund einer guten Bonitätseinschätzung der Emittenten kaum unmittelbare bilanzielle Risiken, weil die Papiere überwiegend zu Nennwerten bzw. Anschaffungskosten im Anlagevermögen angesetzt werden. Auf Aktienbestände bestehen keine stillen Lasten. Ein Rückgang der Aktienkurse um 20 % würde zu einer Verminderung der Zeitwerte um 12,8 Mio. € führen. Unter Berücksichtigung getätigter Absicherungen reduzieren sich die Auswirkungen des Kursrückgangs auf 12,2 Mio. €. Bei den festverzinslichen Wertpapieren und sonstigen Ausleihungen würde eine Verschiebung der Zinskurve um einen Prozentpunkt nach oben zu einer Verminderung des Zeitwerts um 65,6 Mio. € führen. Bei einem Zinsanstieg sind auch weitere Abschreibungen möglich, allerdings aufgrund der überwiegenden Bilanzierung zu Nennwerten bzw. Anschaffungskosten im Anlagevermögen in deutlich geringerem Umfang.
1 Bereinigt um Elementarschadenaufwand
Das passivseitige Zinsrisiko hängt wesentlich von der Art der versicherungstechnischen Verpflichtungen ab. Zinsänderungen wirken sich vor allem auf die Höhe der Rentenrückstellung von zukünftigen Rentenfällen aus. Aufgrund des geringen Anteils der Rentendeckungsrückstellung an den gesamten versicherungstechnischen Rückstellungen ist das passivseitige Zinsrisiko in der HUK24 als nicht wesentlich einzustufen. Die derzeitige Portfoliostruktur birgt im Bereich der festverzinslichen Wertpapiere aufgrund des dominierenden Anteils von Emittenten im Investment-Grade-Bereich keine erhöhte Risikoposition. Dies gilt auch für Unternehmensanleihen. Die Bonitätseinstufung der Emittenten wird laufend überwacht. Dazu werden für Unternehmensanleihen die Anteile pro Branche und Emittent begrenzt und die internen Vorgaben hinsichtlich Mischung und Streuung beachtet. Zudem werden im Zeitablauf eingetretene Ratingänderungen beobachtet und in die Steuerung der Anlagestruktur einbezogen. Anteile der Ratingklassen in %
Der Bestand an verzinslichen Anlagen ist breit diversifiziert und mit 91,5 % fast ausschließlich im Investment-Grade-Bereich (AAA- BBB) investiert. 30,3 % des Portfolios bestehen gegenüber staatlichen und staatsgarantierten Emittenten, 24,8 % gegenüber Banken sind durch eine besondere Deckungsmasse geschützt und 44,9 % betreffen Banken und andere Unternehmen ohne besondere Deckungsmasse. Die Risikoexponierung wird laufend beobachtet. Im Zuge des Übergangs in eine nachhaltige Wirtschaft können Veränderungen einschlägiger Rahmenbedingungen zu Wertverlusten im Kapitalanlagebestand führen, welche aus der Neubewertung von Aktien und Anleihen aufgrund bislang nicht eingepreister Kosten resultieren und als Nachhaltigkeitsrisiken dem Aktien- bzw. Spreadrisiko zuzuordnen sind. Die Werthaltigkeit der Immobilien- und Infrastrukturinvestments wird regelmäßig überprüft. Marktrisiken werden im Rahmen der Wertermittlung berücksichtigt. Ein Rückgang der Zeitwerte der Immobilieninvestments um 10 % entspricht einer Wertminderung um 20,5 Mio. €. In der Immobilienanlage würden aufgrund vorhandener stiller Reserven Marktwertverluste nur teilweise zu Abschreibungen führen. Durch die aktuelle Marktentwicklung kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass im Immobilienportfolio künftig Wertberichtigungen erforderlich sein könnten. Die Marktrisikokonzentrationen bezeichnen das Risiko, das sich dadurch ergibt, dass das Unternehmen einzelne Risiken oder stark korrelierte Risiken im Bereich der Kapitalanlagen eingeht, die ein bedeutendes Ausfallpotenzial haben. Wie die gesamte deutsche Versicherungsbranche weist auch die HUK24 wesentliche Risikopositionen gegenüber inländischen Banken auf. Diese Papiere sind zu wesentlichen Teilen besichert. Entwicklungen von Anlageschwerpunkten werden durch detaillierte Auswertungen laufend überwacht. Währungsrisiken werden in begrenztem Umfang eingegangen, um die weltweite Diversifikation zu nutzen. Der Anlagebestand in Fremdwährung wird unter Beachtung der Risikotragfähigkeit streng limitiert. Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, den Zahlungsverpflichtungen insbesondere aus Versicherungsverträgen nicht jederzeit nachkommen zu können. Die Liquidität wird durch die Aufstellung von Finanzplänen gesteuert. Zur Feinsteuerung wird der kurzfristige Finanzplan eingesetzt, in dem täglich alle Zahlungseingänge und -ausgänge der kommenden zwei Monate erfasst werden. Zudem wird monatlich ein Finanzplan aktualisiert, der alle ein- und ausgehenden Zahlungsströme der kommenden zwölf Monate enthält. Durch den Planungszeitraum von fünf Jahren lassen sich dar- über hinaus eventuelle Liquiditätslücken in der Zukunft erkennen. Die aufgestellten Finanzpläne zeigen eine ausreichende Liquiditätsversorgung. Weitere Systeme zur Risikominderung Durch das Portfoliomanagementsystem werden externe und interne Limite laufend technisch überwacht und Risikoanalysen sowie detaillierte Szenariorechnungen und Performanceanalysen durchgeführt. Die im Aktiv-Passiv-Management eingesetzte Software ermöglicht die stochastische Modellierung der Aktiv- und Passivseite und Analysen der jeweiligen Interdependenzen. Ausfallrisiko Das Ausfallrisiko ist das Risiko, dass fällige Zahlungen eines Schuldners nicht beglichen werden. Dem Ausfall von Forderungen gegen Versicherungsnehmer und Versicherungsvermittler wird im Rahmen des Forderungsmanagements frühzeitig entgegengewirkt. Bei drohenden Ausfällen werden angemessene Wertberichtigungen vorgenommen. Die ausstehenden Forderungen, deren Fälligkeitszeitpunkt am Bilanzstichtag mehr als 90 Tage zurückliegt, betragen bei der HUK24 12,6 Mio. €. Die durchschnittliche Ausfallquote der letzten drei Jahre, gemessen an den gebuchten Bruttobeiträgen, belief sich auf 0,12 % Dem Risiko des Forderungsausfalls gegenüber Rückversicherern wird durch die laufende Beurteilung der beteiligten Rückversicherungsgesellschaften (u. a. durch Ratingeinstufungen) Rechnung getragen. Darüber hinaus werden alle Rückversicherungsverträge nur mit Rückversicherungsgesellschaften von hoher Bonität abgeschlossen. Das Volumen der an die Rückversicherer zedierten Schaden- und Rentenreserven (anhand der Ratingeinstufungen von Standard & Poor's) zum Jahresabschluss beträgt insgesamt 265,0 Mio. €. Davon entfallen 224,5 Mio. € auf Ratingklasse AA und 40,5 Mio. € auf Ratingklasse A. Operationelle Risiken Operationelle Risiken entstehen im Rahmen der ausgegliederten Tätigkeiten in betrieblichen Systemen oder Prozessen, insbesondere in Form von betrieblichen Risiken, die aus IT- oder Immobilien-Betrieb sowie aus menschlichem Versagen resultieren. Operationelle Risiken umfassen darüber hinaus rechtliche Risiken aus vertraglichen Vereinbarungen oder rechtlichen Rahmenbedingungen sowie das Risiko, dass sich die Aufbau- und Ablauforganisation als nicht angemessen herausstellt. Eine wesentliche Rolle spielt hinsichtlich des Risikos aus IT-Betrieb die adäquate Unterstützung der Geschäftsprozesse durch die Informationstechnologie. Durch mögliche Systemausfälle kann es z. B. zu einer unzureichenden Kundenbetreuung kommen. Speziell im Bereich des Internetvertriebs können Sicherheitslücken zu einem Imageverlust führen. Auf Basis eines umfangreichen Sicherheitskonzepts zur Datenverarbeitung wird diesen Risiken begegnet. Die Risiken aus Cyber-Kriminalität bleiben nach wie vor hoch, u. a. auch angetrieben durch weltweite Konflikte. Die Mobilarbeit hat sich im Unternehmen etabliert. Damit geht ein höheres Risiko einher, weil in zunehmendem Maß auch außerhalb der gesicherten Umgebung des Unternehmens gearbeitet wird, wodurch eine erhöhte Anfälligkeit für Social Engineering vermutet wird. Ransomware-Angriffe stellen aber unverändert die größte cyberkriminelle Bedrohung dar. Auf der Angreiferseite entwickelt sich eine professionelle cyberkriminelle Arbeitsteilung. Neue Angriffsmethoden werden als Dienstleistung angeboten und damit vielen Angreifern zugänglich gemacht. Auch die künstliche Intelligenz wird hierfür zunehmend genutzt. Neben den auch zukünftig zu betreibenden und auszubauenden präventiven Maßnahmen zur Verhinderung erfolgreicher Angriffe, ist es notwendig, sich weiterhin auf Maßnahmen zur frühzeitigen Erkennung von erfolgreichen Angriffen und die Reaktion darauf zu fokussieren, um auch im Falle einer erfolgreichen Attacke die größtmögliche Operationsfähigkeit und Fähigkeit zur Wiederherstellung betroffener Systeme zu gewährleisten. Die Handhabung von Ausnahmesituationen ist in Handbüchern zum Business Continuity Management dokumentiert. Die Verhaltens- und Verfahrensregelungen zur inneren und äußeren Sicherheit sind in einer Richtlinie als Teil des Informationssicherheitsmanagementsystems zusammengefasst und werden vom Beauftragten für physische Sicherheit verantwortet. Das Risiko fehlerhafter Bearbeitung oder doloser Handlungen wird durch stichprobenhafte Prüfungen von Bearbeitungsvorgängen minimiert. Daneben unterliegen alle Auszahlungen und Verpflichtungserklärungen strengen Berechtigungs- und Vollmachtsregelungen, sodass dolose Handlungen verhindert oder zumindest erschwert werden. Darüber hinaus wird allgemein im Bereich der Personalrisiken durch eine effiziente Stellenbesetzungs- und Nachfolgeplanung, die intensive Aus- und Weiterbildung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie durch verstärkte Personalmarketingmaßnahmen einem Personalengpassrisiko und dem Risiko aus mangelnder Qualifikation vorgebeugt. Ergänzend wirken die Maßnahmen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Die personalwirtschaftliche Situation des Unternehmens wird im Rahmen des Personalcontrollings kontinuierlich überprüft, um Personalrisiken frühzeitig zu identifizieren und geeignete Maßnahmen zu entwickeln. Rechtlichen Risiken wird durch das frühzeitige Ergreifen entsprechender Maßnahmen wie der Überprüfung und Anpassung von Verträgen und Bedingungen oder der Neuauflage von Tarifen begegnet. Die laufende Verfolgung möglicher neuer Regelungen und Gesetzesentwürfe gewährleistet, dass auf Veränderungen frühzeitig reagiert werden kann. Entsprechend der laufenden Berichterstattung zu einzelnen Gerichtsurteilen können, unabhängig von der Frage einer rechtlichen Bindungswirkung, Imageverluste entstehen. Wesentliche Risiken sind hieraus allerdings derzeit nicht erkennbar. Die HUK24 bedient sich der Aufbau- und Ablauforganisation der HUK-COBURG. Das Risiko aus Aufbau- und Ablauforganisation besteht darin, dass die systematisch gestalteten organisatorischen Maßnahmen und Kontrollen in den einzelnen Organisationseinheiten bzw. in den Einzelgesellschaften und in der Versicherungsgruppe nicht angemessen oder wirksam sind. Durch die Implementierung eines wirksamen und funktionsfähigen Internen Kontrollsystems sowie dessen planmäßiger Überwachung durch die Interne Revision wird diesem Risiko entgegengewirkt. Der Minimierung der Risiken aus fehlerhafter Bearbeitung dienen darüber hinaus auch die umfassende maschinelle Unterstützung von Arbeitsabläufen und die ständige Erweiterung dieses Instrumentariums. Strategische Risiken und Reputationsrisiken Strategische Risiken können sich für die HUK24 aus strategischen Geschäftsentscheidungen und aus deren Nichtanpassung an ein geändertes Wirtschaftsumfeld ergeben. Für das strategische Risiko sind überwiegend externe Faktoren maßgeblich, die das politische, ökonomische, technologische, soziale und ökologische Umfeld betreffen. Daher sind laufend Anpassungen an geänderte Kundenbedürfnisse zu identifizieren und vorzunehmen, die Produktpalette gegebenenfalls zu aktualisieren, auf Veränderungen der Wettbewerbssituation zu reagieren und technologische Fortschritte zu nutzen. In regelmäßigen Sitzungen des Vorstandes, in Ressort- und Abteilungsbesprechungen, ergänzt um strategische Arbeitsgruppen und im Rahmen des Dialogs zwischen Prozessverantwortlichen und Risikomanagement-Funktion werden die Ergebnisse der laufenden Beobachtung des externen Umfelds analysiert. Durch eine sich daraus gegebenenfalls ergebende Prüfung und Anpassung der Geschäfts- und Risikostrategien - im jährlichen Turnus oder ad hoc - sowie eine konsequente Umsetzung der Änderungen in den betreffenden Abteilungen wird den strategischen Risiken der Gesellschaft begegnet. Strategische Entscheidungen erfolgen stets auch unter Beachtung der Reputation des Unternehmens. Durch negative Darstellungen in der Öffentlichkeit können für die HUK24 Reputationsrisiken entstehen. Ursache solcher negativen Darstellungen könnten beispielsweise unzufriedene Kundinnen und Kunden oder Anspruchstellerinnen und Anspruchsteller sein, die sich an die Öffentlichkeit wenden, aber auch Vertreterinnen und Vertreter von Organisationen, deren Interessen denen der HUK24 entgegenstehen. Es sind derzeit keine wesentlichen Risiken für die Reputation der HUK24 erkennbar. Dazu trägt auch die vorbeugende Öffentlichkeitsarbeit der Gesellschaft bei. So begegnet die HUK24 den beschriebenen Reputationsrisiken zum einen durch eine intensive Beobachtung der öffentlichen Meinung, inklusive der sozialen Medien, um schnell auf negative Darstellungen reagieren zu können. Zum anderen pflegt die Gesellschaft eine bewusste, dauerhafte und offene Kommunikation mit der Öffentlichkeit mit dem Ziel, Verständnis für das Agieren des Unternehmens zu wecken und langfristig Vertrauen aufzubauen. Zusammenfassende Darstellung der Chancen- und Risikolage Durch ihre bedarfsgerechte Produkt- und Preispolitik im Bereich der privaten Haushalte ist die HUK24 gut aufgestellt und wird die sich bietenden Chancen am Markt konsequent weiter nutzen. Darüber hinaus bildet ein zukunftsfähiges Onlinemarketing die Basis für die Fortsetzung des Erfolgs der HUK24 als führendem Onlineversicherer in Deutschland. Zudem unterstützt ein systematisches Innovationsmanagement die Weiterentwicklung des Geschäfts- und Betriebsmodells. Gleichzeitig kann durch die ausgewogene Kapitalanlagepolitik angemessen an den Finanzmarktentwicklungen partizipiert werden. Die HUK24 berücksichtigt ökologische, soziale und Governance-Aspekte im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit. Das Risikomanagement der HUK24 ist so gestaltet, dass Risiken, die sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage auswirken könnten, frühzeitig erkennbar sind. Durch das systematische Erfassen von Veränderungen der Risikopositionen und/oder von neu auftretenden Risiken wird gewährleistet, dass den einzelnen Risiken durch geeignete Maßnahmen begegnet werden kann. Die aufsichtsrechtlich nach § 89 VAG erforderliche Ausstattung mit Eigenmitteln in Höhe der Solvabilitätskapitalanforderung wird zum Jahresende deutlich übererfüllt. Insgesamt sieht sich die HUK24 für künftige Entwicklungen gut gerüstet. Veränderungen im Bereich der Mobilität, beispielsweise dem Ausbau der Elektromobilität oder neuer Nutzungskonzepte für private Kraftfahrzeuge sind Teil der Strategie. Fortschritte bei der Digitalisierung und der verantwortungsvollen Nutzung datengestützter Technologien wie Telematik und Künstlicher Intelligenz werden sich im Produktportfolio und der Leistungserbringung gegenüber den Kundinnen und Kunden abbilden. Damit steht dem Versicherungsmarkt weiterhin ein attraktives, kostengünstiges und zeitgemäßes Versicherungsangebot der HUK24 zur Verfügung. Voraussichtliche Entwicklung Marktprognosen In der Kraftfahrtversicherung wird laut GDV für 2024 inflationsbedingt und vor allem aufgrund hoher Ersatzteilpreise ein deutliches Wachstumspotenzial bei den Beiträgen von +10,0 % erwartet. Eine konjunkturelle Erholung könnte zudem zu einer Normalisierung der Neuzulassungen führen. Dem unterjährigen Neugeschäft kommt weiterhin eine große Bedeutung zu. Allerdings ist die Entwicklung des Mobilitätsverhaltens schwer abschätzbar. Die Themen Telematik und Mobilitätsdienstleistungen sowie die Kundenbindung stehen zunehmend im Fokus. Dazu herrscht ein Umfeld starken Wettbewerbs und damit verbunden eine Phase harten Preiskampfes bei intensiver Nutzung von Vergleichsplattformen. In den Haftpflicht-, Unfall- und Sachsparten wird trotz einem hohen Grad der Marktdurchdringung und einem weiterhin intensiven Verdrängungswettbewerb laut GDV ein deutliches Beitragswachstum erwartet. Dazu trägt die Private Sachversicherung mit +8,5 % bei. Treiber sind vor allem die Wohngebäudeversicherung mit +10,0 % bei, in der aufgrund steigender Baupreise weitere Tarifanpassungen erfolgen, sowie die Hausratversicherung mit einem erwarteten Beitragswachstum von +5,0 %. Es schlagen sich Summenanpassungen und ein moderates Neugeschäft nieder, da die Inflationsrate weiterhin erhöht bleiben dürfte. In der Allgemeinen Haftpflichtversicherung wird laut GDV von einer Steigerung der Beitragseinnahmen von +4,0 % ausgegangen. Beitragssteigernd wirkt auch hier die Inflation. Die Beitragsanpassungsmöglichkeit aus dem Berichtsjahr wirkt sich auch 2024 aus. Für die Allgemeine Unfallversicherung wird keine Veränderung der Beitragseinnahmen erwartet. Ein Wachstum könnte sich aus der dynamischen Unfallversicherung ergeben. Dem gegenüber steht eine rückläufige Bestandsentwicklung. In allen Haftpflicht-, Unfall- und Sachsparten könnte die fortschreitende Digitalisierung Auswirkungen auf die Nachfrage einzelner Produkte oder das gesamte Produktportfolio haben. In der Rechtsschutzversicherung wirkt sich eine Beitragsanpassungsmöglichkeit aus dem Berichtsjahr hauptsächlich in 2024 aus. Es wird laut GDV erwartet, dass sich die hohe Unsicherheit bzgl. der konjunkturellen Entwicklung positiv auf den Bedarf nach Rechtsschutzversicherungen auswirkt und sich ein Bestandswachstum von +4,0 % ergibt. Insbesondere vor dem Hintergrund der anhaltenden internationalen Konflikte und der weiteren konjunkturellen Entwicklung sind die versicherungswirtschaftlichen Prognosen mit hoher Unsicherheit behaftet. Unternehmensentwicklung Für das Jahr 2024 rechnet die HUK24 in der Kraftfahrtversicherung erneut mit einem deutlichen Bestandszuwachs. Trotz marktweit nur geringer Wachstumspotenziale bei den Pkw-Beständen wird die Gesellschaft durch ihre hervorragende Marktpositionierung ihre exzellente Stellung als leistungsstarker und preisgünsti ger Onlineanbieter weiter ausbauen können. In verschiedenen Ratings wird dem Versicherer dies auch erneut bestätigt. So erhielt die Gesellschaft unter anderem vom Ratingunternehmen Assekurata zum wiederholten Male die Höchstnote »exzellent, A++« und hat bei der Wahl zur Versicherungs-Marke des Jahres von YouGov Platz 1 belegt. Zudem erhielt sie von Disq den Deutschen Fairnesspreis in der Kategorie Direktversicherer und wurde zum Service-Sieger 2023 in der Kategorie Direktversicherer gewählt. Auch Bestände der weiteren Sparten werden deutlich steigend erwartet. Grundlage für diese Annahmen sind die Fortführung der bestehenden Preispolitik, zielgerichtete und verstärkte vertriebliche Maßnahmen, die konsequente Ausrichtung der digitalen Prozesse hin zu den Kundinnen und Kunden sowie das weitere Wachstum des Online-Marktsegmentes. Die Entwicklung der Gesamtbeitragseinnahmen der Gesellschaft ist nach wie vor geprägt von der dominierenden Kraftfahrtsparte. Aufgrund des deutlichen Bestandswachstums und höheren Durchschnittsbeiträgen wird bei der HUK24 in der Kraftfahrtversicherung ein über dem Marktniveau liegender, deutlicher Beitragszuwachs 2024 prognostiziert. Mit deutlich steigenden Wachstumsraten auch in anderen Sparten sollten sich die Beitragseinnahmen insgesamt deutlich gegenüber dem Berichtsjahr erhöhen und damit einen maßgeblich höheren Anstieg als im Markt verzeichnen. Die Schadenaufwendungen werden, auch in Verbindung mit dem deutlichen Bestandswachstum, im Vergleich zum Berichtsjahr durch die weit über der allgemeinen Inflation liegende Schadenteuerung in der Kraftfahrtversicherung deutlich steigen. Im Kapitalanlagebereich wird von Zinsen oberhalb des Niveaus zum Berichtsjahresende ausgegangen, zudem werden etwas höhere Aktienkurse erwartet. Das Kapitalanlageergebnis wird bei gleichbleibendem Kapitalanlagebestand deutlich unter dem Niveau des Berichtsjahres erwartet, da das Berichtsjahr von Zuschreibungen geprägt ist. Gestiegene Risiken ergeben sich im Beurteilungszeitraum hinsichtlich des weiteren Verlaufs geopolitischer Krisen und der konjunkturellen Entwicklung. Die Prognosen sind mit einer sehr hohen Unsicherheit behaftet. Aufgrund der angenommenen Beitrags- und Schadenentwicklung sowie den daraus resultierenden Auswirkungen auf die weiteren versicherungstechnischen Ergebnisgrößen, z. B. auf das Rückversicherungsergebnis, wird insgesamt ein deutlich unter dem Berichtsjahr liegendes Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit erwartet. Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der HUK-COBURG, die für die HUK24 tätig waren, danken wir für den auch im Jahr 2023 gezeigten Einsatz. Unser Dank gilt ebenso allen Geschäftspartnern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Bestätigung des Lageberichts Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im vorgelegten Lagebericht der HUK24 AG dargestellte Geschäftsverlauf und das Geschäftsergebnis sowie die Lage der Gesellschaft den tatsächlichen Verhältnissen entsprechen. Gleiches gilt für die Beschreibung der Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft.
Coburg, den 23. Februar 2024 Der Vorstand Frank Schröder Dr. Stuhldreier Bilanz zum 31.12.2023Aktivseite
Passivseite
Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter den Posten B.II. und B.III. der Passiva eingestellte Deckungsrückstellung unter Beachtung der §§ 341f und 341g sowie der aufgrund des § 88 Abs. 3 VAG erlassenen Rechtsverordnungen berechnet worden ist.
Coburg, den 23. Februar 2024 Wenzel, Verantwortlicher Aktuar Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
AnhangAngaben gemäß § 264 Absatz 1a HGB Die Gesellschaft wird als "HUK24 AG" beim Amtsgericht Coburg im Handelsregister unter der Nummer ",HRB 3240" mit Sitz in Coburg geführt. Maßgebliche Rechtsvorschriften Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des HGB sowie unter Beachtung der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV) aufgestellt. Soweit ergänzende Angaben aus der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung ersichtlich sind, werden diese im Anhang nicht gesondert erläutert. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Allgemeines Für die Bilanzierung und Bewertung der Aktiva und Passiva haben wir die Grundsätze des HGB angewendet. Leerposten werden gemäß § 265 Abs. 8 HGB nicht angegeben. Währungsumrechnung Für die auf fremde Währung lautenden Kapitalanlagen wird gemäß § 256a HGB der Wert in Originalwährung zum Devisenkassamittelkurs am Stichtag in Euro umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Anschaffungskostenprinzip beachtet. Dabei werden die Grundsätze des strengen Niederstwertprinzips angewandt. Die zum Bilanzstichtag bestehenden Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Ab- und Zuschreibungen aufgrund von Währungskursschwankungen sind unter Abschreibungen auf Kapitalanlagen bzw. Erträge aus Zuschreibungen ausgewiesen. Umrechnungsgrundlage zur Ermittlung der Währungskursgewinne und -verluste ist der Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Aktiva Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, aktiviert. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear über eine Nutzungsdauer von zwei bis fünf Jahren. Beteiligungen Diese werden zu Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Anteile oder Aktien an Investmentvermögen Aktien, die wie Anlagevermögen behandelt werden, werden gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB bewertet. Anteile oder Aktien an Investmentvermögen, die wie Anlagevermögen behandelt werden, werden gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB in Verbindung mit § 341b Abs. 2 HGB mit ihrem Zeitwert bzw. dem beizulegenden Wert aufgrund vorübergehender zinsinduzierter Wertminderung bewertet. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere Der Ansatz der Inhaberschuldverschreibungen erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Der Unterschiedsbetrag zwischen Anschaffungskosten und Rückzahlungsbetrag wird nach der Effektivzinsmethode bis zum Laufzeitende aufgelöst. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere werden, sofern sie dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, nach dem gemilderten Niederstwertprinzip wie Anlagevermögen gemäß § 341b Abs. 2 HGB bewertet. Die Bewertung der Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere, die wie Umlaufvermögen behandelt werden sowie deren Restlaufzeit weniger als ein Jahr beträgt, erfolgt nach dem strengen Niederstwertprinzip. Namensschuldverschreibungen Diese sind mit dem Nennwert bilanziert. Schuldscheinforderungen und Darlehen Diese werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt und der Unterschiedsbetrag zwischen Anschaffungskosten und Rückzahlungsbetrag wird nach der Effektivzinsmethode bis zum Laufzeitende aufgelöst. Einlagen bei Kreditinstituten Diese sind mit dem Nominalwert angesetzt. Ermittlung der Zeitwerte von Kapitalanlagen Die beizulegenden Werte der Beteiligungen werden nach dem Net- Asset-Value-Verfahren festgestellt. Für die übrigen börsennotierten Kapitalanlagen wird der Börsenkurs am Abschlussstichtag und für die verbleibenden zerlegungspflichtigen strukturierten Produkte der vom Schuldner bestätigte Kurswert angesetzt. Die Zeitwerte für nicht börsennotierte Anteile an Investmentvermögen werden auf Basis von Rücknahmewerten bestimmt. Die Zeitwerte der Namensschuldverschreibungen sowie der Schuldscheinforderungen und Darlehen werden anhand der Barwertmethode unter Heranziehung von Zinsstrukturkurven ermittelt. Bei strukturierten Produkten mit einfachen Kündigungsrechten werden zusätzlich Volatilitätskurven in die Berechnung einbezogen. Die Zeitwerte der Vorkäufe in Höhe von 178,3 Tsd. € ermittelt sich aus der Differenz der Zeitwerte der Inhaberschuldverschreibungen bzw. Sonstigen Ausleihungen zwischen dem Handelstag der Vorkäufe und dem Bilanzstichtag. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft, Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft und Sonstige Forderungen Diese werden zum Nennwert angesetzt. Für die Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft werden für voraussichtlich nicht einbringbare Anteile Einzelwertberichtigungen und aufgrund des allgemeinen Kreditrisikos Pauschalwertberichtigungen nach den Erfahrungswerten der Vorjahre ermittelt und aktivisch abgesetzt. Sonstige Vermögensgegenstände Sachanlagen sind mit ihren Anschaffungskosten abzüglich linearer und außerplanmäßiger Abschreibung bewertet. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear über eine Nutzungsdauer von sechs bis 13 Jahren. Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten und mit dem gleitenden Durchschnittspreis bewertet. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand und Andere Vermögensgegenstände sind mit den Nominalbeträgen angesetzt. Andere Vermögensgegenstände resultieren aus der Abwicklung von Wertpapiergeschäften. Rechnungsabgrenzungsposten Diese sind mit den Nominalbeträgen angesetzt Unter den Sonstigen Rechnungsabgrenzungsposten sind Agiobeträge aktiviert und werden auf die Laufzeit verteilt. Passiva Versicherungstechnische Rückstellungen Soweit die Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen beteiligt werden, wurden die vertraglichen Quoten bzw. bei Schadenexzedentenverträgen die Einzelwerte zugrunde gelegt. Beitragsüberträge Diese sind nach dem 1/360-System berechnet unter Berücksichtigung des Kostenabzugs nach dem BMF-Erlass vom 30.04.1974. Deckungsrückstellung Diese wird unter Beachtung der §§ 341f und 341g HGB sowie der aufgrund des § 88 Abs. 3 VAG erlassenen Rechtsverordnungen berechnet. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle Die Rückstellung für bekannte, noch nicht abgewickelte Schadenfälle für das selbst abgeschlossene Geschäft ist durch Einzelbewertung ermittelt worden. In der Rechtsschutzversicherung wird grundsätzlich das Gruppenbewertungsverfahren angewendet. In der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung wurde für die innerhalb der letzten fünf Geschäftsjahre gemeldeten Schäden mit einem aktuellen Gesamtaufwand von jeweils weniger als 150 Tsd. € eine Gruppenbewertung getrennt nach Sach- und Personenschäden vorgenommen. Forderungen aus Regressen, Provenues und Teilungsabkommen sind von der Rückstellung abgesetzt. Die Rückstellung für unbekannte Spätschäden ist pauschal nach Erfahrungswerten der Vorjahre, in der Rechtsschutzversicherung anhand eines Gruppenbewertungsverfahrens bewertet. Die Teilrückstellung für Schadenregulierungskosten wird getrennt für interne und externe Regulierungsaufwendungen ermittelt. Die Berechnung der Rückstellung für interne Schadenregulierungsaufwendungen erfolgt gemäß modifizierter New-York-Methode, die für externe Schadenregulierungsaufwendungen nach dem Chain- Ladder-Verfahren unter Berücksichtigung eines Sicherheitszuschlages. Die Rentendeckungsrückstellung wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet. Der technische Zinsertrag wird aus dem arithmetischen Mittel des Anfangs- und Endbestandes der Rentendeckungsrückstellung für Altfälle mit 1,25 % errechnet. Für Leistungsfälle ab 01.01.2017 wird ein Zinssatz von 0,9 % und für Leistungsfälle ab 01.01.2021 ein Zinssatz von 0,25 % zugrunde gelegt. Die Übertragung des technischen Zinsertrags von der nichtversicherungstechnischen in die versicherungstechnische Rechnung erfolgt gemäß § 38 RechVersV. Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen Die Schwankungsrückstellung wird nach der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV) ermittelt. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen Die Stornorückstellung ist pauschal, alle Sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen sind durch Einzelberechnung ermittelt. Andere Rückstellungen Die Pensionsrückstellung wurde nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet. Es fanden die Richttafeln RT 2018 G der Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln, in der Fassung vom Oktober 2018 Verwendung. Als weitere Parameter sind in die Berechnung eingeflossen: eine Fluktuationswahrscheinlichkeit von 0,0 %, ein Gehaltstrend von 4,0 % sowie angenommene Rentenanpassungen von 2,5 %. Es kam ein Rechnungszins von 1,83 % zur Anwendung. Dabei wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Unterschiedsbetrag zwischen der bilanzierten Pensionsrückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Wertansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt 137 Tsd. €. Der Wertansatz der Sonstigen Rückstellungen erfolgt nach dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Andere Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft, Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft und Sonstige Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten Die einbehaltenen Disagiobeträge sind als Posten der Rechnungsabgrenzung passiviert und werden auf die Laufzeit verteilt. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen Abnahmeverpflichtungen aus Vorkäufen von Sonstigen Ausleihungen und Inhaberschuldverschreibungen im Volumen von 27,0 Mio. €. Aufgrund unserer Mitgliedschaft in dem Verein »Verkehrsopferhilfe e. V.« sind wir verpflichtet, diesem Verein die Mittel zur Wahrnehmung der Aufgaben zur Verfügung zu stellen und zwar entsprechend unserem Anteil an den Beitragseinnahmen, die die Mitgliedsunternehmen aus dem selbst abgeschlossenen Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherungsgeschäft jeweils im vorletzten Kalenderjahr erzielt haben. Zugehörigkeit zu Konzernen Die HUK24 AG ist ein mit der HUK-COBURG-Holding AG, Coburg, verbundenes Unternehmen, zu der auch ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag besteht. Das zu 29,9 % eingezahlte gezeichnete Kapital befindet sich zu 100 % im Besitz der HUK-COBURG-Holding AG. Nachzahlungsverpflichtungen bestehen nicht. Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss (befreiender Konzernabschluss und Konzernlagebericht) der HUK-COBURG Haftpflicht-Unterstützungs-Kasse kraftfahrender Beamter Deutschlands a.G. in Coburg, Coburg, (HUK-COBURG) einbezogen, welche den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis der Unternehmen aufstellt. Dieser wird im Unternehmensregister veröffentlicht. Bilanzerläuterungen Aktiva Immaterielle Vermögensgegenstände und Kapitalanlagen
Bilanzerläuterungen Aktiva B. Kapitalanlagen II. Sonstige Kapitalanlagen 1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere Die Gesellschaft hielt Anteile an Investmentvermögen im Sinne des § 1 Abs. 10 KAGB bzw. vergleichbaren ausländischen Investmentanteilen von mehr als 10 %. Hierunter befinden sich keine Anteile an Investmentvermögen, bei denen die Rücknahme der Anteile ausgesetzt wurde. Für Immobilienfonds betrug der Marktwert 4,2 Mio. €. Es waren keine stillen Reserven vorhanden. Im Jahr 2023 erfolgten keine Ausschüttungen. Die Rentenfondsanteile weisen zum Bilanzstichtag einen Marktwert von 321,8 Mio. € und stille Reserven von 3,2 Mio. € auf. Ausschüttungen in 2023 fanden in Höhe von 0,4 Mio. € statt. E. Rechnungsabgrenzungsposten II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten
Passiva A. Eigenkapital I. Eingefordertes Kapital 1. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital beträgt 242.500.000 € und ist eingeteilt in 242.500.000 auf den Namen lautende Stückaktien im Nennwert von je 1 €. Mit Beschluss vom 09.10.2023 erfolgte eine Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft von 42.500.000 € um 200.000.000 € auf 242.500.000 €. Am 16.10.2023 wurde eine Bareinlage in Höhe 50.000.000 € geleistet. II. Kapitalrücklage
B. Versicherungstechnische Rückstellungen
III. Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
IV. Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen
V. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen In den sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen ist eine Drohverlustrückstellung in Höhe von 28.247.273 € (Vorjahr: - €) enthalten. C. Andere Rückstellungen II. Sonstige Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für noch nicht bezahlte Rechnungen in Höhe von 1.532.019 € und eine Rückstellung für Vertriebsmaßnahmen in Höhe von 1.372.820 € enthalten. E. Rechnungsabgrenzungsposten
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung I. Versicherungstechnische Rechnung 1. Beiträge
4. Aufwendungen für Versicherungsfälle
Ergebnis aus der Abwicklung der Vorjahresrückstellung
6. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb
Rückversicherungssaldo
11. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung
Anzahl der Versicherungsverträge
Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter, Personal-Aufwendungen
II. Nichtversicherungstechnische Rechnung 1. Erträge aus Kapitalanlagen Aus Abgängen von Kapitalanlagen entstanden aufgrund von Währungsumrechnung Erträge in Höhe von 13.730 € (Vorjahr: 1.338.087 €). 2. Aufwendungen für Kapitalanlagen Aus Abgängen von Kapitalanlagen entstanden aufgrund von Währungsumrechnung Aufwendungen in Höhe von 9.973 € (Vorjahr: 7.535 €). 4. Sonstige Erträge Die Erträge aus Währungsumrechnung betrugen 1.692 € (Vorjahr: 214 €). 5. Sonstige Aufwendungen Die Aufwendungen aus Währungsumrechnung betrugen 2.926 € (Vorjahr:1.609 €). Die Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen betrugen 159.788 € (Vorjahr: 147.017 €). Personalbericht Die HUK24 AG beschäftigt keine eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Organe Aufsichtsrat
Vorstand
Der Beirat erhielt 54.872 €. Übrige Angaben Der Abschlussprüfer hat zusätzlich zur Abschlussprüfung weitere genehmigte Leistungen für das Unternehmen erbracht. Diese betrafen die Tätigkeit als unabhängiger Treuhänder. Die HUK24 AG ist Gründungsmitglied des mildtätigen Vereins HUK hilft e. V. Ziel dieses durch die HUK-COBURG mit ausgewählten Tochter- und Enkelgesellschaften gegründeten Hilfsfonds ist die finanzielle Unterstützung von Personen, die in eine ihre Existenz gefährdende Notlage geraten sind. Die HUK24 AG fällt aufgrund ihrer Zugehörigkeit zum HUK-COBURG Konzern grundsätzlich in den Anwendungsbereich der OECD-Modellregelungen für die globale Mindestbesteuerung (GloBE). Diese kommt ab 2024 verpflichtend zur Anwendung, daher resultiert im Berichtszeitraum keine tatsächliche Ertragsteuerbelastung aus diesen Vorschriften. Die Gruppenträgerin (HUK-COBURG Haftpflicht-Unterstützungs-Kasse kraftfahrender Beamter Deutschlands a.G. in Coburg) evaluiert derzeit die zu erwartenden Auswirkungen der Mindestbesteuerung. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten. Bestätigung des Jahresabschlusses Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der vorgelegte Jahresabschluss der HUK24 AG gemäß den geltenden Rechnungslegungsgrundsätzen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft darstellt.
Coburg, den 23. Februar 2024 Der Vorstand Frank Schröder Dr. Stuhldreier Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die HUK24 AG, Coburg VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der HUK24 AG, Coburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HUK24 AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung: 1 Bewertung der Sonstigen Kapitalanlagen 2 Bewertung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert: 1 Sachverhalt und Problemstellung 2 Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse 3 Verweis auf weitergehende Informationen Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar: 1 Bewertung der Sonstigen Kapitalanlagen 1 Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden Sonstige Kapitalanlagen in der Bilanz in Höhe von € 1.714.090.471 (91,9 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Die handelsrechtliche Bewertung der einzelnen Kapitalanlagen richtet sich nach den Anschaffungskosten und dem niedrigeren beizulegenden Wert bzw. deren Zeitwert. Nach § 341b Abs. 2 Satz 1 HGB können gewisse Kapitalanlagen von Versicherungsunternehmen, die dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet werden. In diesem Fall werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen (gemildertes Niederstwertprinzip) und nur vorübergehende Wertminderungen als stille Lasten in Folgejahre vorgetragen. Eine Bestimmung als dauernd dem Geschäftsbetrieb dienend setzt eine Dauerhalteabsicht und -fähigkeit für diese Kapitalanlagen voraus. Zur Ermittlung des beizulegenden Werts bzw. Zeitwerts wird - soweit vorhanden - der Marktpreis der jeweiligen Kapitalanlage herangezogen. Bei Kapitalanlagen, deren Bewertung nicht auf Basis von Börsenpreisen oder sonstigen Marktpreisen erfolgt, insbesondere bei den Namensschuldverschreibungen und Schuldscheinforderungen und Darlehen, besteht aufgrund der Notwendigkeit der Verwendung von Modellberechnungen, insbesondere mittels Barwert- Methode unter Heranziehung von Zinsstrukturkurven, ein erhöhtes Bewertungsrisiko. In diesem Zusammenhang sind von den gesetzlichen Vertretern Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen zu treffen. Geringfügige Änderungen dieser Annahmen sowie der verwendeten Methoden können eine wesentliche Auswirkung auf die Bewertung der Sonstigen Kapitalanlagen haben. Aufgrund der betragsmäßig wesentlichen Bedeutung der Sonstigen Kapitalanlagen für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft, des Umfangs der in Folge des gemilderten Niederstwertprinzips vorgetragenen stillen Lasten sowie der Ermessensspielräume der gesetzlichen Vertreter und den damit verbundenen Schätzunsicherheiten war die Bewertung der Sonstigen Kapitalanlagen im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung. 2 Im Rahmen unserer Prüfung haben wir in Anbetracht der Bedeutung der Sonstigen Kapitalanlagen für das Gesamtgeschäft der Gesellschaft gemeinsam mit unseren internen Spezialisten für Kapitalanlagen die von der Gesellschaft verwendeten Modelle, insbesondere die Barwert-Methode unter Heranziehung von Zinsstrukturkurven und die von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Annahmen beurteilt. Dabei haben wir unter anderem unsere Bewertungsexpertise für Kapitalanlagen, unser Branchenwissen und unsere Branchenerfahrung zugrunde gelegt. Zudem haben wir die Ausgestaltung und die Wirksamkeit der eingerichteten Kontrollen der Gesellschaft zur Bewertung der Sonstigen Kapitalanlagen und Erfassung des Ergebnisses aus Sonstigen Kapitalanlagen gewürdigt. Hierauf aufbauend haben wir weitere analytische Prüfungshandlungen und Einzelfallprüfungshandlungen in Bezug auf die Bewertung der Sonstigen Kapitalanlagen vorgenommen. Dabei haben wir die Bewertung der Wertpapiere, die mit Markt- oder Börsenpreisen bewertet werden, nachvollzogen. Bei den modellbasierten Bewertungen haben wir die Zuordnung der Rendite-Bewertungskurven zu den einzelnen Wertpapieren in Stichproben überprüft und die Höhe der Renditesätze anhand vergleichbarer Wertpapiere plausibilisiert. Wir haben unter anderem auch die zugrunde liegenden Wertansätze und deren Werthaltigkeit anhand der zur Verfügung gestellten Unterlagen nachvollzogen und die konsistente Anwendung der Bewertungsmethoden und die Periodenabgrenzung überprüft. Hinsichtlich der Beurteilung vorhandener stiller Lasten haben wir gewürdigt, inwiefern die Voraussetzung zur Dauerhalteabsicht und -fähigkeit vorlagen und vorhandene Wertminderungen nicht von Dauer sind. Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen zur Bewertung der Sonstigen Kapitalanlagen begründet und hinreichend dokumentiert sind. 3 Die Angaben der Gesellschaft zur Bewertung der Sonstigen Kapitalanlagen sind im Anhang im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" sowie in den Bilanzerläuterungen zu den "Aktiva" enthalten. 2 Bewertung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 1 Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten "Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle" versicherungstechnische Netto-Rückstellungen in Höhe von € 975.650.052 (52,3 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Gemäß § 341g HGB sind für die Verpflichtungen aus den bis zum Ende des Geschäftsjahres eingetretenen, aber noch nicht abgewickelten Versicherungsfällen Rückstellungen zu bilden (sog. "Schadenrückstellungen"). Die Schadenrückstellung wird unter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalls auf Basis der Erfahrungen der gesetzlichen Vertreter geschätzt. Für in den letzten fünf Geschäftsjahren (inkl. dem Berichtszeitraum) gemeldete, homogene Sach- und Personenschäden bis T€ 150 wird für die Sparte Kraftfahrzeug-Haftpflicht eine Gruppenbewertung vorgenommen. Davor gemeldete Schadenfälle werden einzeln bewertet. Gleichermaßen erfolgt in der Sparte "Rechtsschutz" die Bewertung der Schadenrückstellung für bekannte Versicherungsfälle mittels einer Gruppenbewertung. Die Ermittlung der Rückstellungshöhe für die Gruppenbewertung sowie einzelner Teil-Schadenrückstellungen, insbesondere für die Spätschadenrückstellungen für unbekannte Fälle, erfolgt nach mathematisch-statistischen Verfahren unter Berücksichtigung der Erfahrungen der Vergangenheit. Die Bewertung der Rentendeckungsrückstellung erfolgt nach versicherungsmathematischen Methoden in Höhe des Barwerts der künftigen Rentenverpflichtungen unter Berücksichtigung der geschäftsplanmäßig festgelegten Rechnungsgrundlagen. Außerdem sind die versicherungstechnischen Rückstellungen und damit insbesondere die Schadenrückstellungen so zu bemessen, dass sichergestellt ist, dass die Gesellschaft als Versicherer ihre Verpflichtungen dauerhaft erfüllen kann (besonderes Vorsichtsprinzip) - dies beinhaltet auch die erwarteten Auswirkungen erhöhter Inflationsraten auf die Bildung der Schadenrückstellungen in den betroffenen Sparten - und dass der Grundsatz der Bilanzierungsstetigkeit eingehalten wird. Die Ermittlung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle erfordert Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter. Geringfügige Änderungen dieser Annahmen sowie der verwendeten Methoden können eine wesentliche Auswirkung auf die Bewertung dieser Rückstellung haben. Vor diesem Hintergrund und auch aufgrund der betragsmäßig wesentlichen Bedeutung dieser Rückstellung für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft war die Bewertung dieser Rückstellung im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung. 2 Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem die Angemessenheit der Ausgestaltung des Reservierungsprozesses gewürdigt sowie Funktionsprüfungen durchgeführt, um die Wirksamkeit der internen Kontrollen zu beurteilen. Damit einhergehend haben wir die Schätzung der Reserve für einzelne Schadenereignisse anhand der Schadenakten plausibilisiert sowie analytische Prüfungshandlungen für die gesamte Schadenrückstellung als auch für einzelne Teil-Schadenrückstellungen durchgeführt. In Anbetracht der Bedeutung der Schadenrückstellung für das Gesamtgeschäft der Gesellschaft haben wir die Angemessenheit der von der Gesellschaft verwendeten Methoden beurteilt. Dabei haben wir unsere internen Bewertungsspezialisten in die Prüfung einbezogen. Mit diesen gemeinsam haben wir die von der Gesellschaft verwendeten Modelle und Annahmen der gesetzlichen Vertreter anhand unseres Branchenwissens sowie unserer Erfahrungen mit anerkannten aktuariellen Praktiken gewürdigt. Dies erfolgte insbesondere zur Beurteilung der Höhe der Schadenrückstellung vor dem Hintergrund des Grundsatzes einer vorsichtigen und stetigen Bilanzierung. Im Zuge dessen haben wir auch die konsistente Anwendung der Bewertungsmethoden überprüft. In dem Zusammenhang haben wir auch die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der Auswirkungen erhöhter Inflationsraten auf die betroffenen Sparten gewürdigt. Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen zur Bewertung der Schadenrückstellungen begründet und hinreichend dokumentiert sind. 3 Die Angaben der Gesellschaft zur Bewertung der Schadenrückstellungen sind im Anhang im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" sowie in den Bilanzerläuterungen zu dem Bilanzposten "Passiva, B. III. Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle" enthalten. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle übrigen Teile des Berichts über das Geschäftsjahr 2023 - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüften Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO Wir wurden von der Hauptversammlung am 24. Juni 20223 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 25. September 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2017 als Abschlussprüfer der HUK24 AG, Coburg, tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. VERANTWORTLICHE WIRTSCHAFTSPRÜFER Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Michael Peters.
Nürnberg, den 1. März 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Michael Peters, Wirtschaftsprüfer ppa. Anna Seifert, Wirtschaftsprüferin Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat hat die laufende Geschäftsführung des Vorstandes intensiv überwacht und sich in drei Sitzungen mit dem Vorstand beraten. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand regelmäßig über die Geschäftslage und über andere aktuelle Entwicklungen informiert und hat sich in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die Gesellschaft angemessen einbinden lassen. Darüber hinaus standen der Vorsitzende des Aufsichtsrates und der Vorstand in laufendem Kontakt zu wesentlichen Fragestellungen. Der Aufsichtsrat hat sich beim Vorstand regelmäßig und umfassend über relevante Fragen der Strategie und der Geschäftsentwicklung informiert. Dies schloss die zeitnahe Unterrichtung über die Risikolage und das Risikomanagement ein. Im Mittelpunkt der Beratungen des Aufsichtsrates standen Fragen des Wettbewerbs, der Produktgestaltung, des Vertriebs und der Umsatz-, Kosten- und Ertragsentwicklung. Besonders intensiv hat sich der Aufsichtsrat mit den volatilen Entwicklungen auf den Versicherungs- und Kapitalmärkten sowie den Änderungen der regulatorischen Anforderungen und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft beschäftigt. Die Solvabilitätssituation unter Solvabilität II stand ebenfalls im Blickpunkt. Außerdem hat sich der Aufsichtsrat intensiv mit der strategischen und operativen Unternehmensplanung sowie der mittelfristigen Unternehmensentwicklung befasst. Die wesentlichen Projekte und Vorhaben hat sich der Aufsichtsrat vom Vorstand berichten lassen und umfassend behandelt. Der Aufsichtsrat hat die wesentlichen Themen ausführlich im Plenum diskutiert und beurteilt sowie Geschäfte, die seiner Zustimmung bedürfen, vor der Beschlussfassung eingehend beraten. Der Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und der Lagebericht 2023 sind von der zum Abschlussprüfer bestellten PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, Niederlassung Nürnberg, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Abschlussprüfer hat dem Aufsichtsrat über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Der Prüfungsbericht hat dem Aufsichtsrat rechtzeitig vorgelegen. Die Prüfungsergebnisse hat er zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat hat unter Berücksichtigung des Prüfungsberichts den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht eingehend studiert, geprüft und gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Auch für das Jahr 2023 hat der Aufsichtsrat in Übereinstimmung mit seiner Geschäftsordnung die Effizienz seiner Tätigkeit überprüft und die Ergebnisse im Plenum diskutiert. In der Besetzung des Aufsichtsrates hat es 2023 keine Veränderungen gegeben.
Coburg, den 18. März 2024 Der Aufsichtsrat Klaus-Jürgen Heitmann, Vorsitzender |
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