Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 749976
Eingetragen
28.8.2014
Branche
Herstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Gegenstand
Der Betrieb einer Maschinenfabrik, insbesondere die Herstellung und der Vertrieb von Kompressoren, Kompressoraggregaten und Kompressoranlagen nebst Ersatzteilen und Zubehör sowie ähnlichen Maschinen und Geräten und die Erbringung dazu gehöriger Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Roland Schäfer
seit 11.12.2024
Prokura
Martin Bitzer
seit 11.12.2024
Prokura
Jens Elfert
seit 11.12.2024
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Mehrer Holding GmbH
Germany
94.90%
J********* M*****
5.10%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Mehrer Compression GmbH

Balingen

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

Geschäft und wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Mehrer Compression GmbH befasst sich mit der Entwicklung, der Herstellung und dem Vertrieb von ölfreien Prozessgasverdichtern im Leistungsbereich zwischen 1,5 und 250 kW sowie dem benötigten Zubehör. Standort der Gesellschaft ist Balingen.

Nach starker negativer Beeinflussung der Jahre 2020, 2021 und (teilweise) 2022 durch die Corona Pandemie war das Jahr 2023 nicht mehr wesentlich von den Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie geprägt.

Die Lieferketten entspannten sich jedoch nur allmählich. Weiterhin wurde die Wirtschaft von langen Lieferzeiten und starken Preissteigerungen überschattet.

Die europäische Wirtschaft leidet weiter unter den Auswirkungen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine. Auch der Überfall der Hamas-Organisation auf Israel im Oktober 2023 beschäftigt die Weltgemeinschaft und hat negative Auswirkungen auf die globale Wirtschaft.

Unter anderem der Stopp der Erdgaslieferungen aus Russland sowie das Ende der Kernkraft verursachten hohe Energiekosten. Im internationalen Vergleich lagen die Preise für Energie bzw. Strom in Deutschland teilweise ein Vielfaches über dem internationalen Niveau. Von dieser Entwicklung besonders betroffen ist das verarbeitende Gewerbe.

Durch die Anhebung des Leitzinses der EZB auf 4,5% konnte eine deutliche Reduktion der Inflation in der Eurozone erreicht werden.

Trotzdem belasten die erheblichen Kostensteigerungen für Verbraucher in allen Lebensbereichen die Kaufkraft extrem. Der private Konsum ging 2023 preisbereinigt um 0,8% zurück und entfernte sich damit weiter vom Vorkrisenniveau von 2019 (-1,5%). Auch die öffentlichen Haushalte reduzierten ihre preisbereinigten Konsumausgaben im Jahr 2023 (-1,7%) zum ersten Mal seit fast 20 Jahren.

Aufgrund der Kostensteigerungen sehen sich die Unternehmen mit hohen Lohnforderungen konfrontiert.

Seit Beginn der Corona-Pandemie verzeichnet Deutschland das geringste Wachstum aller Volkswirtschaften im Euroraum.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023 um 0,3% gesunken.

Der industrielle Sektor, ausgenommen das Baugewerbe, verzeichnete einen deutlichen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 2,0%. Auch die verarbeitende Industrie, die fast 85% des industriellen Sektors ausmacht, verzeichnete einen preisbereinigten Rückgang um 0,4%. Insbesondere in energieintensiven Industriezweigen, wie der Chemie- und Metallindustrie, fielen Produktionsleistung und Wertschöpfung erneut, nachdem diese Bereiche bereits 2022 stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatten.

Der Rückgang der Bruttowertschöpfung im industriellen Sektor war im Jahresablauf stärker als das gesamtwirtschaftliche Negativwachstum.

Die Konjunkturumfrage des wvib (Wirtschaftsverband Industrieller Unternehmen Baden e.V.) ergab für das Gesamtjahr 2023 eine durchschnittliche Umsatzsteigerung von 6,7% innerhalb der Maschinenbaubranche.

Das Bruttoinlandsprodukt wird voraussichtlich in 2024 lediglich um 0,2% steigen.

Bezogen auf die oben aufgeführten Einflüsse zeigt die Situation global betrachtet eine Wachstumsschwäche der Eurozone im Vergleich zu den Vereinigten Staaten von Amerika. Insbesondere Deutschland blieb hinter den Erwartungen zurück und verzeichnete als einziges G7-Land ein negatives Wachstum. Hingegen zeigen sich sogenannte ASEAN-Länder und Indien dynamisch.

Nach 3,5% Weltwirtschaftswachstum im Jahr 2022 stieg das globale BIP im Jahr 2023 um 2,9%. Der weltweite Warenhandel blieb mit einem geschätzten Wachstum von 0,8% jedoch deutlich unter den Erwartungen. Gegenüber den Vorjahren markiert dies eine deutlich schwächere Entwicklung, so wuchs der Welthandel im Jahr 2021 noch um 9,6% und 2022 um 3,0%.

Die Entwicklung ist nicht allein auf die pandemiebedingten Verzerrungen, sondern zusätzlich auf neue Handelshemmnisse (z.B. Zölle etc.) zurückzuführen.

Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Zu Jahresbeginn 2023 ist die Mehrer Compression GmbH im Neumaschinengeschäft mit einem sehr hohen Auftragsbestand gestartet. Grundlage hierfür war ein außerordentlich hoher Auftragseingang im Jahr 2022 von über 25 Mio. € im Bereich der Neumaschinen, was mehr als doppelt so viel war, wie die Jahre zuvor.

Der überdurchschnittliche Auftragseingang zog sich auch im ersten Halbjahr 2023 fort.

Im 1. Quartal 2023 konnte die Gesellschaft im Neumaschinengeschäft weitere Auftragseingänge in Höhe von rund 3,7 Mio. € verbuchen. Bis zum Ende des zweiten Quartals 2023 erhöhte sich der Wert auf 9,2 Mio. €.

Im Bereich der Ersatzteile und des Field-Service erreichten wir in den ersten beiden Quartalen 2023 einen Auftragseingang von insgesamt rund 6 Mio. €.

Insgesamt konnte im Geschäftsjahr 2023 ein Auftragseingang in Höhe von über 26 Mio. € verzeichnet werden.

Mit weiteren Auftragseingängen per Ende Juni 2024 in Höhe von rund 13,1 Mio. € ist die Vollauslastung bis zum 1. Quartal 2025 gesichert.

Die Störung der Lieferketten und die Materialknappheit aus dem Vorjahr hat sich im Geschäftsjahresverlauf des Jahres 2023 zwar entspannt, dennoch waren die Folgen daraus in Form von teils deutlich verspäteten Lieferterminen gegenüber den Kunden auch noch in 2023 spürbar.

Das Risiko, dass Aufträge erst mit Verspätung zur Auslieferung kommen, besteht weiterhin.

In Folge dessen konnte der für 2023 prognostizierte Gesamtumsatz nicht ganz erreicht werden.

Der Gesamtumsatz des Jahres 2023 lag mit TEUR 26.464 wie prognostiziert deutlich über dem des Vorjahres von TEUR 21.535, jedoch um etwa 1,6 Mio. € unter dem Planumsatz 2023.

Die Störungen der Lieferketten aus 2022 und die Folgen des Ukraine-Krieges hatten teils massive Auswirkungen auf Preise von Vormaterialien und Energiekosten.

Diese Preissteigerungen konnten nur teilweise gegenüber Lieferanten abgewendet und auch nicht vollständig gegenüber Kunden in laufenden Aufträgen weitergegeben werden.

Dies hat die Deckungsbeiträge von Neumaschinen im Berichtsjahr gegenüber den Vorjahren spürbar verringert, was sich zum einen in der Rohertragsquote zeigt, wie auch im Jahresergebnis.

Die Rohertragsquote hat sich mit 53,7% deutlich verringert (i.Vj. 57,4%).

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe nahmen im Vergleich zum Vorjahr insbesondere aufgrund des gestiegenen Umsatzes um ca. 37 % von TEUR 9.334 auf TEUR 12.762 zu. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen erhöhten sich um TEUR 337.

Aufgrund der veränderten Auftragssituation mussten im Bereich Personal Ressourcen aufgebaut werden. Die Aufwendungen für Personal sind daher gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Um dem hohen Auftragsbestand des Jahres 2023 gerecht zu werden, mussten in fast allen Funktionsbereichen zusätzliche Kapazitäten geschaffen werden.

Der akute Mangel an qualifizierten Fach- und Führungskräften am Arbeitsmarkt hat entsprechende Aufschläge bei Löhnen und Gehältern der Bewerber zur Folge. Der Personalaufwand insgesamt stieg von TEUR 8.915 auf TEUR 10.630.

Die Abschreibungen erhöhten sich von TEUR 502 auf TEUR 537. Auf den Vorratsbestand wurde außerdem eine außerplanmäßige Abschreibung i.H.v. TEUR 656 vorgenommen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich von TEUR 3.658 auf TEUR 5.013. Hauptursächlich waren gestiegene Instandhaltungsaufwendungen für die betrieblichen Räume, Aufwendungen für Leihpersonal, Kosten für Messen und Verkaufsprovisionen.

Das im Lagebericht 2022 für 2023 prognostizierte deutlich über dem Vorjahresniveau liegende Jahresergebnis wurde nicht erreicht.

Grund hierfür ist zum einen die bereits erwähnte verminderte Rohertragsquote sowie zwei Sondereffekte: Zum einen wurde im Gegensatz zur Planung 2023 von dem Wahlrecht der Aktivierung von Entwicklungskosten in Höhe von 916 TEUR kein Gebrauch gemacht und die Aufwendungen vollumfänglich ergebniswirksam verbucht. Zusätzlich wurde eine außerplanmäßige Abschreibung auf Vorräte in Höhe von 656 TEUR vorgenommen, welche das Ergebnis ebenfalls belastet.

Der ausgewiesene Jahresüberschuss 2023 beträgt 189 TEUR.

Im Geschäftsjahr 2023 lag der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit bei TEUR -3.238 und somit deutlich unter dem Vorjahreswert von TEUR 2.065.

Die Liquiditätsentwicklung nahm im Berichtsjahr einen gespiegelten Verlauf. Aufgrund der hohen Auftragseingänge aus dem Jahr 2022 und den damit verbundenen üblichen Kundenanzahlungen bei Bestellungseingang, konnte die Gesellschaft das Geschäftsjahr 2023 mit einem hohen Liquiditätsbestand beginnen. Die Abarbeitung der Aufträge bedingte aber die Reinvestition der Anzahlungen in Beschaffung und Produktion. Deutlich längere Auftragsdurchlaufzeiten, verursacht durch die nicht intakten Lieferketten noch aus 2022 resultierend, führten in Folge auch zu späteren Kundenzahlungen. Das Vorfinanzierungsvolumen der Aufträge hat sich damit deutlich erhöht.

Hinzu kam ein im zweiten Halbjahr 2023 spürbar reduzierter Auftragseingang im Bereich Neumaschinen.

Dieser resultiert sehr stark aus der Unsicherheit im Bereich der Wasserstoffanwendungen. Wurde bisher das Thema Wasserstoff in Folge der Energiekrise und Absicherungsstrategie der Energieversorgung temporär sehr stark forciert, reduzierte sich die Nachfrage wieder spürbar. Die technischen Voraussetzungen für die Herstellung und Verwendung von Wasserstoff wurden von vielen Unternehmen geprüft und im Rahmen von subventionierten Pilotprojekten erprobt, aktuell fehlen aber konkrete Anwendungsmöglichkeiten am Markt in relevanten Stückzahlen.

In Folge kam es zum Jahresende 2023 zu einer erhöhten Inanspruchnahme der Kreditlinien für die Working Capital Finanzierung.

Zur Sicherstellung der Liquidität hat die Gesellschaft in 2023 kurzfristige Bankdarlehen aufgenommen. Zum Bilanzstichtag bestanden Bankverbindlichkeiten von rd. TEUR 4.789. Die Finanzlage der Gesellschaft ist weiterhin stabil.

In 2023 lag die Exportquote bei ca. 78 % und somit etwas höher als im Vorjahr (70%). Hauptabsatzmarkt der Mehrer Compression GmbH ist weiterhin Europa.

Eventuelle Wechselkursschwankungen sind für Mehrer unproblematisch. Im Beschaffungssektor wird hauptsächlich in heimischen Märkten auf Euro-Basis eingekauft. Fakturiert wird mit wenigen Ausnahmen in Euro.

Im Bereich Umweltschutz ist hervorzuheben, dass die Gesellschaft keine immissionsrechtlich bedenklichen Anlagen betreibt. Im Bereich der Fertigung entstehen Schleifemulsionen, Spanabfälle und Nasslackierablagerungen, welche aber jeweils direkt in der Anlage aufgefangen und einer geordneten Entsorgung / Aufbereitung zugeführt werden. Thermische- oder Abgasprozesse finden nicht statt.

Aufgrund der aktuellen Beschleunigung der eingeleiteten Energiewende und dem Ersatz der fossilen Brennstoffe durch umweltfreundliche Technologien, bestehen für die Gesellschaft auch weiterhin bedeutende Marktchancen. Die aktuelle globale Forcierung des Themas Wasserstoff als Energieträger beflügelt den Markt zusätzlich.

Die Gesellschaft sieht speziell im Bereich der Energiespeicherung, Aufbereitung und Gasrückgewinnung großes Marktpotential.

Risikomanagement und -bewertung

Das Unternehmen hat keine Devisen-Termingeschäfte, außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente (z.B. Asset-Backed-Securities) oder Ähnliches in Anspruch genommen.

Den dem Geschäft innewohnenden Unsicherheiten bzw. Risiken begegnet Mehrer unter anderem mit Planungsrechnungen, die regelmäßig erstellt, kontrolliert und fortgeschrieben werden. Soll-/Ist-Abweichungen werden laufend überwacht und analysiert. Auf dieser Basis werden Handlungsoptionen definiert und nachgehalten.

Die größten gesamtwirtschaftlichen Gefahren bzw. Risiken stellt aktuell der Krieg in der Ukraine dar. Hiervon sind alle Regionen weltweit betroffen. Diese Risiken wirken sich direkt auf die Lieferketten, Materialknappheit und Konjunktur der einzelnen Länder und somit auch auf die Gesamtsituation des Unternehmens aus. Abzuwarten bleibt, wie sich die Situation in 2024 weiterentwickelt und wie schnell auf den einzelnen Märkten wieder ein normales wirtschaftliches Leben möglich ist.

Weitere konkrete, über das allgemeine unternehmerische Risiko hinausgehende Risiken, die den Bestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind nicht zu erkennen.

Die Beurteilung des Gesamtrisikos von Mehrer hat ergeben, dass gegenwärtig keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken bestehen und zum jetzigen Zeitpunkt auch keine künftigen bestandsgefährdenden Risiken erkennbar sind.

Ausblick

Nach der Rezession im Jahr 2023 wird in Deutschland für das Jahr 2024 mit einem leichten Anstieg gerechnet. Die Prognose erwartet in 2024 ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 0,2%. Die Prognose basiert auf der Annahme, dass sich das private Ausgabeverhalten und die Weltkonjunktur leicht verbessern werden.

Die Mehrer Compression GmbH allerdings erwartet durch das weltweite und massive Vorantreiben der Energiewende und durch die Verknappung verschiedener Medien am Weltmarkt eine weitere Stärkung ihrer Marktposition und damit einhergehend zusätzliche Aufträge. Die fortschreitende Digitalisierung, zusammen mit der Notwendigkeit zur Dekarbonisierung und der Stärkung des europäischen Binnenmarktes, bedeuten Chancen für Wachstum und Innovation.

Umfangreiche Marktstudien belegen überdurchschnittliche Wachstumschancen im Bereich der Prozessgasverdichtung.

Aufgrund des sehr hohen Auftragsbestandes per Ende Juni 2024 in Höhe von TEUR 18.528 sind die Prognosen bei der Mehrer Compression GmbH für das Jahr 2024 gut.

Die Produktionsauslastung ist derzeit bis Ende des ersten Quartals 2025 bereits abgesichert.

Der Umsatz per Ende Juni 2024 liegt bereits um 21,8% über dem Vorjahreszeitraum, die Gesamtleistung um 26,4% über dem Vorjahreszeitraum.

Die Gesamtleistung für das Gesamtjahr 2024 erwartet die Gesellschaft bei rund 35 Mio. € und damit um rund 17% höher gegenüber dem Jahr 2023.

Aufgrund der nochmals gestiegenen Gesamtleistung und den im Vergleich zum Vorjahr wieder gestiegenen Margen im Neumaschinengeschäft, erwartet die Gesellschaft für 2024 ein entsprechend deutlich gesteigertes Jahresergebnis gegenüber dem Vorjahr.

 

Balingen, im August 2024

Mehrer Compression GmbH

Der Geschäftsführer

gez. Jörg-Peter Mehrer

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 3.164.805,76 2.884
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 646.721,60 470
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 575.444,00 167
2. Geleistete Anzahlungen 71.277,60 303
II. Sachanlagen 2.518.084,16 2.414
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 934.750,02 971
2. Technische Anlagen und Maschinen 317.062,00 274
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.249.652,00 1.169
4. Anlagen im Bau 16.620,14 0
B. UMLAUFVERMÖGEN 11.044.752,40 8.757
I. Vorräte 7.417.278,11 4.371
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.943.280,38 2.693
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 684.193,91 1.693
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 134.773,77 82
14.344.331,93 11.723

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
A. EIGENKAPITAL 5.278.495,23 5.089
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000
II. Gewinnrücklage 5.208.512,47 5.057
III. Bilanzverlust -930.017,24 -968
B. RÜCKSTELLUNGEN 2.410.591,09 2.305
C. VERBINDLICHKEITEN 6.655.245,61 4.329
14.344.331,93 11.723

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
TEUR
1. Rohergebnis 16.117.424,97 13.692
2. Personalaufwand 9.565.225,88 8.410
a) Löhne und Gehälter 7.985.242,39 7.069
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.579.983,49 1.341
3. Abschreibungen 1.193.677,02 502
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.012.705,42 3.658
15.771.608,32 12.570
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 31.654,19 0
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 144.416,34 92
-112.762,15 -92
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.593,28 3
8. Ergebnis nach Steuern 228.461,22 1.027
9. Sonstige Steuern 39.434,14 35
10. Jahresüberschuss 189.027,08 992
11. Verlustvortrag -967.822,66 -1.166
12. Zuführung Gewinnrücklage -151.221,66 -794
13. Bilanzverlust -930.017,24 -968

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Mehrer Compression GmbH hat ihren Sitz in Balingen und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart unter der Nummer HRB 749976 eingetragen.

II. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

1. Angabe der auf die Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Nach den Größenmerkmalen des § 267 Abs. 2 HGB ist die Gesellschaft im Hinblick auf die Rechnungslegungs-, Prüfungs- und Offenlegungsvorschriften eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind entgeltlich erworben. Sie werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Abschreibung erfolgt linear bei einer Nutzungsdauer von 3 bis 20 Jahren.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Anschaffungskostenminderungen werden abgesetzt. Abschreibungen erfolgen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear. Für selbständig nutzungsfähige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250,00 bis zu EUR 1.000,00 wird ein Sammelposten gebildet, der über fünf Jahre abgeschrieben wird.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bilanziert.

Vorräte

Die Vorratsbewertung wird grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vorgenommen. Abschläge wurden in dem durch § 253 Abs. 4 Satz 2 HGB gebotenen Umfang vorgenommen. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wird beachtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen werden zum Nennwert angesetzt; Einzelwertberichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 4 HGB werden, soweit erforderlich, vorgenommen. Auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen wird zur Berücksichtigung des allgemeinen Kreditausfallrisikos eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% des Nettobetrages vorgenommen.

Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellungen wurden nach der "Projected Unit Credit Method" unter Verwendung der Heubeck-Richttafeln 2018 G gebildet. Es wurde ein Rechnungszins von 1,82% p.a. (zehnjähriger Durchschnittszins, i.Vj. 1,78%) sowie ein Rententrend von 1% p.a. (i.Vj. 1% p.a.) und eine Fluktuationsrate von 3% p.a. (i.Vj. 3% p.a.) zugrunde gelegt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen die erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB erstellt.

2. Angabe der Grundlagen für die Umrechnung von Währungsposten

Die Währungsumrechnung von Fremdwährungstransaktionen erfolgt grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Tage des Geschäftsvorfalls. Fakturierungen (Absatzgeschäfte) wurden weitgehend in Euro vorgenommen.

III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Positionen der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023 ist am Ende dieser Anlage dargestellt. Die Entwicklung geht von den gesamten Anschaffungs- und Herstellungskosten und der Summe der aufgelaufenen Abschreibungen aus.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben mit Ausnahme der Aktivwerte zu den Rückdeckungsversicherungen (TEUR 68; i.Vj. TEUR 86) Restlaufzeiten von unter einem Jahr.

3. Pensionsrückstellungen

Die Höhe, die Auflösungen und die Zuführungen ergeben sich aus den versicherungsmathematischen Gutachten. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 19. Dieser Betrag ist gem. § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrt. Der für Zwecke der Ermittlung des Unterschiedsbetrags verwendete durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre beträgt 1,74% (i.Vj. 1,44%).

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für drohende Garantieleistungen (TEUR 353, i.Vj. TEUR 251), Rückstellungen im Personalbereich (TEUR 185, i.Vj. TEUR 486) sowie Kundenboni (TEUR 336, i.Vj. TEUR 0).

5. Verbindlichkeiten

In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 1.087.694,82 (i. Vj. TEUR 1.739) sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 4.788.640,78 (i.Vj. TEUR 1.686) enthalten.

Die Verbindlichkeiten haben in Höhe von EUR 155.555,62 eine Restlaufzeit von über 5 Jahren, in Höhe von EUR 755.555,52 eine Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren und in Höhe von EUR 5.724.134,47 eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

6. Personalaufwand

Hierin enthalten sind Aufwendungen aus Altersversorgung in Höhe von TEUR 24 (i.Vj. TEUR 29).

7. Erträge und Aufwendungen von Gesellschaftern

Die Zinserträge enthalten Erträge in Höhe von TEUR 13 (i.Vj. TEUR 0) für Gesellschafter.

Die Zinsaufwendungen enthalten Aufwendungen in Höhe von TEUR 65 (i.Vj. TEUR 45) für Gesellschafter.

8. Ergebnisverwendung

Vom Jahresüberschuss 2023 in Höhe von EUR 189.027,08 werden EUR 151.221,66 in die Gewinnrücklage eingestellt. Der verbleibende Betrag von EUR 37.805,42 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

IV. Sonstige Pflichtangaben

1. Gesamtbezüge der Unternehmensorgane

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Unternehmensorgane wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

2. Angaben zu den Mitgliedern der Unternehmensorgane

Geschäftsführer der Gesellschaft ist unverändert Herr Jörg-Peter Mehrer, Balingen.

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus diversen Leasing- und Wartungsverträgen mit bestimmter Dauer in Höhe von insgesamt netto TEUR 532 (i.Vj. TEUR 623). Die Verträge enden zwischen 2024 und 2027.

4. Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten

Im Jahr 2023 wurden durchschnittlich beschäftigt:

Anzahl Personen
Angestellte Arbeitnehmer 67
Gewerbliche Arbeitnehmer 59
126

 

Balingen, den 3. September 2024

Mehrer Compression GmbH, Balingen

Der Geschäftsführer

Jörg-Peter Mehrer

Anschaffungs-/Herstellungskosten
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.063.252,42 202.426,10 303.240,00 232.312,48 1.336.606,04
2. Geleistete Anzahlungen 303.240,00 71.277,60 -303.240,00 0,00 71.277,60
1.366.492,42 273.703,70 0,00 232.312,48 1.407.883,64
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 3.168.192,26 15.078,11 0,00 6.316,34 3.176.954,03
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.384.075,01 137.897,60 0,00 621.632,44 3.900.340,17
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.104.249,85 398.700,89 0,00 923.076,64 4.579.874,10
4. Anlagen im Bau 0,00 16.620,14 0,00 0,00 16.620,14
12.656.517,12 568.296,74 0,00 1.551.025,42 11.673.788,44
14.023.009,54 842.000,44 0,00 1.783.337,90 13.081.672,08
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 896.206,42 97.098,10 232.142,48 761.162,04
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
896.206,42 97.098,10 232.142,48 761.162,04
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 2.196.823,09 51.697,26 6.316,34 2.242.204,01
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.109.950,01 80.453,60 607.125,44 3.583.278,17
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.935.143,42 307.969,32 912.890,64 3.330.222,10
4. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
10.241.916,52 440.120,18 1.526.332,42 9.155.704,28
11.138.122,94 537.218,28 1.758.474,90 9.916.866,32
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 575.444,00 167.046,00
2. Geleistete Anzahlungen 71.277,60 303.240,00
646.721,60 470.286,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 934.750,02 971.369,17
2. Technische Anlagen und Maschinen 317.062,00 274.125,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.249.652,00 1.169.106,43
4. Anlagen im Bau 16.620,14 0,00
2.518.084,16 2.414.600,60
3.164.805,76 2.884.886,60

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.  

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Mehrer Compression GmbH, Balingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Mehrer Compression GmbH, Balingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Mehrer Compression GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 3. September 2024

BANSBACH GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Tiemann, Wirtschaftsprüfer

Haller, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Mehrer Compression GmbH, Balingen, wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 1. Oktober 2024 festgestellt.

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