Großhandel mit Kaffee, Tee, Kakao und Gewürzen
EDRO Specialty Steels GmbH
Industriestraße 5C, 77767 Appenweier, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Philipp Zerrer seit 20.11.2023 | Prokura |
Jörg Welter seit 20.11.2023 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
EDRO Specialty Steels GmbHAppenweierJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024Lagebericht zum Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 20241. Grundlagen des UnternehmensDie Edro Specialty Steels GmbH ist eine Tochtergesellschaft der voestalpine HPM Deutschland Beteiligungs SE, diese wiederum ist eine Tochtergesellschaft der High Performance Metals Division des weltweit tätigen voestalpine-Konzerns. Die voestalpine mit Hauptsitz in Linz, Österreich, ist ein stahlbasierter Technologie- und Industriegüterkonzern und nach Aussage des Konzerns, ein weltweit führender Anbieter in der Fertigung, Verarbeitung und Weiterentwicklung von anspruchsvollen Stahlprodukten, insbesondere für technologieintensive Branchen wie Automobil, Bahn- und Luftfahrt und Energie. Die Edro Specialty Steels GmbH mit Sitz in Appenweier, Deutschland, ist ein Servicecenter und Lagerhalter für Rohmaterial und bearbeitete P-Platten aus korrosionsbeständigem Werkzeugstahl aus RoyAlloy und der Kupfer-Beryllium-Legierung MoldMax. Zu den wichtigsten Kundengruppen zählen der europäische, türkische und indische Werkzeug- und Formenbau für die PET (Polyethylenterephthalat-Kunststoff)-, Caps-, Closure-Industrie, sowie für Kunststoff-Verpackungen und Medizinbauteile. Eine weitere große Kundengruppe sind die europäischen Distributionen der High Performance Metals Division der voestalpine AG. Die Edro Specialty Steels GmbH (ehemals voestalpine Edelstahl Wärmebehandlung GmbH, Amtsgericht Neuss, HRB 17541; übernehmender Rechtsträger) wurde mit Verschmelzungsvertrag vom 03.11.2023 rückwirkend auf den Verschmelzungsstichtag 01.04.2023 unter Buchwertfortführung mit der Edro Specialty Steels GmbH (Amtsgericht Freiburg i. Br., HRB 472354) verschmolzen (side-stream merger). Die Eintragung im Handelsregister erfolgte hierzu am 07.11.2023 im Amtsgericht Freiburg i. Br., HRB 729767. Mit Eintragung vom 09.11.2023 wurde die Firma von voestalpine Edelstahl Wärmebehandlung GmbH in Edro Specialty Steels GmbH geändert. Aus diesem Grund und um eine realistischere und relevantere Darstellung der finanziellen Leistung und Lage des Unternehmens zu gewährleisten, wurden im Lagebericht zusätzlich zu den Vorjahreswerten der Edro Specialty Steels GmbH (ehemals voestalpine Edelstahl Wärmebehandlung GmbH) die Vorjahreswerte der Edro Specialty Steels GmbH (ehemals Edro Specialty Steels GmbH) in den Lagebericht aufgenommen. Das Gesamtergebnis zum 31.03.2024 besteht nach der Verschmelzung überwiegend aus den Umsatzerlösen und dem Aufwand der ehemaligen Edro Specialty Steels GmbH. Für Vergleichszwecke ist daher eine Berücksichtigung beider Vorjahreszahlen erforderlich, um die erforderliche Vergleichbarkeit der Finanzinformationen und die Verständlichkeit des Jahresabschlusses zu gewährleisten. 2. Wirtschaftsberichta) Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das Geschäftsjahr 2023/24 war geprägt durch die deutliche Steigerung der Material-, Energie- und Legierungskosten und die daraus resultierende Notwendigkeit, diese Kostensteigerungen so weit wie möglich an die Kunden weiterzugeben. Das Wirtschaftswachstum 20231 lag in Deutschland bei -0,3 % und hat sich gegenüber dem Vorjahr um 2,1 % verringert. Die Exporte haben sich 2023 um 1,2 % verringert2. Die Auswirkungen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung auf die Gesellschaft sind gering, da die Gesellschaft den Werkzeug- und Formenbau beliefert. Die Kunden der Gesellschaft stellen Werkzeuge und Formen für Haushalts-, Medizin- und Lebensmittelprodukte mit stetig steigender Nachfrage und steigenden Stückzahlen her. b) Rahmenbedingungen im Werkzeug- und Formenbau für die Kunststoffindustrie Die Marktsituation hat sich in den letzten Jahren nicht wesentlich geändert. Aus technologischer Betrachtung nimmt der Werkzeug- und Formenbau für die Kunststoffspritzindustrie in unserem Marktsegment eine wichtige Rolle ein. Betrachtet man den Markt für die PET (Polyethylenterephthalat-Kunststoff)-, Caps-, Closure-Industrie, sowie für Kunststoff-Verpackungen und Medizinbauteile, stellt man fest das es hier jährlich ansteigende Wachstumsraten gibt. Diese Wachstumsraten resultieren aus immer neuen Innovationen auch hinsichtlich der Umweltverträglichkeit, der ständigen Weiterentwicklung und Designänderungen. Diese positiven Rahmenbedingungen haben einen starken, positiven Einfluss auf die geschäftliche Lage der Edro Specialty Steels GmbH. c) Ertragslage Die ehemalige Gesellschaft Edro Specialty Steels GmbH plante mit einem EBIT von 2.000 T€. Dieses wurde mit einem EBIT im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 2.604 T€ übertroffen. Der Umsatz konnte gegenüber dem Vorjahr der ehemals voestalpine Wärmebehandlung GmbH (nachfolgend: EVV) um 18.104 T€ auf 19.860 T€ im Geschäftsjahr gesteigert werden, was einem prozentualen Anstieg von 1.031,0 % entspricht. Im Vergleich zum Vorjahr der ehemals Edro Specialty Steels GmbH sowie der EVV (Darstellung des Vorjahresabschlusses kombiniert zur besseren Vergleichbarkeit; (nachfolgend: EVV kombiniert) ist der Umsatz von 23.549 T€ um 3.690 T€ gesunken. Die ehemalige Edro Specialty Steels GmbH plante mit einem Umsatz von 19.000 T€ und konnte somit ihre Umsatzprognose erreichen. Die Steigerung des Umsatzes der EVV ist neben allgemeinen Preiserhöhungen insbesondere auf die Verschmelzung mit der Edro alt zurückzuführen. Der Umsatzrückgang der EVV kombiniert ist durch die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung und der hieraus resultierende Auftragsrückgang bedingt. Die Umsatzrentabilität beträgt im Berichtsjahr 13,0 % und ist somit um 51,7 Prozentpunkte gegenüber der EVV bzw. 2,9 Prozentpunkte gegenüber der Edro alt gestiegen. Entsprechend hat sich das EBIT von 2.604 T€ im Geschäftsjahr (Vorjahr EVV: -653 T€, Vorjahr EVV kombiniert: 2.357 T€) gegenüber dem Vorjahr der EVV von 1.951 T€ erhöht bzw. bei der EVV kombiniert von 247 T€ erhöht. Der Jahresüberschuss von 2.579 T€ (Vorjahr EVV: -679 T€, Vorjahr EVV kombiniert: 1.527 T€) hat sich gegenüber dem Vorjahr der EVV um 3.258 T€ erhöht bzw. bei der EVV kombiniert um 1.052 T€ erhöht. Dies ist im Vergleich zur EVV kombiniert auf die Verschmelzung bzw. im Vergleich zur EVV auf die Veräußerung von Anlagevermögen zurückzuführen. Der Materialeinsatz betrug im Berichtsjahr 14.588 T€ (Vorjahr EVV: 1.351 T€, Vorjahr EVV kombiniert: 16.283 T€). Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr der EVV lag bei 979,5 % bzw. der EVV kombiniert bei -10,5 %. Der Materialeinsatz im Verhältnis zum Umsatz hat sich von 69,1 % im Vorjahr der EVV bzw. 73,5 % der EVV kombiniert auf 77,0 % aufgrund der Einstellung des operativen Geschäfts der EVV erhöht. Der Personalaufwand mit 1.577 T€ (Vorjahr EVV: 690 T€, Vorjahr EVV kombiniert: 2.327 T€) ist aufgrund der Verschmelzung um 128,5 % bei der EVV gestiegen bzw. um 32,2 % bei der EVV kombiniert gesunken. Im Vergleich von EVV kombiniert mit dem aktuellen Geschäftsjahr der Gesellschaft ist die Anzahl der Mitarbeiter von 33 auf 21 gesunken. d) Finanzlage Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurden Investitionen in Höhe von 358 T€ (Vorjahr EVV: 90 T€, Vorjahr EVV kombiniert: 339 T€) getätigt. Hier wurden im Wesentlichen in Maschinen und Pkws investiert. Das vorgenannte Investitionsvolumen wird auch zukünftig zur Erhaltung und Erweiterung des Maschinenparks notwendig sein. Die Gesellschaft erwirtschaftete einen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 6.066 T€ (Vorjahr EVV: -1.522 T€, Vorjahr EVV kombiniert: 1.897 T€). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit mit -7.923 T€ (Vorjahr EVV: 0,0 T€, Vorjahr EVV kombiniert: -127 T€) hat sich korrespondierend zur Entwicklung der liquiden Mittel aus dem Cash-Pool-System des Konzerns entwickelt. Zum Bilanzstichtag bestand eine Cash-Pool-Forderung von 6.018 T€ (Vorjahr EVV: -1.283 T€, Vorjahr EVV kombiniert: -1.907 T€). Im Berichtsjahr betrugen die zahlungswirksame Veränderung der Finanzmittel insgesamt -30 T€. Die Eigenkapitalquote mit 95,8 % im Berichtsjahr (Vorjahr EVV: 2,0 %, Vorjahr EVV kombiniert: 76,5 %) hat sich positiv verändert. e) Vermögenslage Die Bilanzsumme beträgt 19.805 T€ (Vorjahr EVV: 1.547 T€, Vorjahr EVV kombiniert: 21.430 T€). Das Anlagevermögen beträgt zum Bilanzstichtag 1.590 T€ (Vorjahr EVV: 1.078 T€, Vorjahr EVV kombiniert: 2.661 T€). Der Rückgang ist bedingt durch die Veräußerung des Anlagevermögens der EVV. Die Anlagequote ist bei 8,0 % (Vorjahr EVV: 69,7 %, Vorjahr EVV kombiniert: 12,4 %). Das Umlaufvermögen beträgt im Geschäftsjahr 18.211 T€ (Vorjahr EVV: 469 T€, Vorjahr EVV kombiniert: 18.766 T€) und setzt sich im Wesentlichen aus dem Lagerbestand in Höhe von 8.748 T€ (Vorjahr EVV: 38 T€, Vorjahr EVV kombiniert: 12.033 T€), den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.873 T€ (Vorjahr EVV: 55 T€, Vorjahr EVV kombiniert: 1.926 T€) und den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 7.051 T€ (Vorjahr EVV: 334 T€, Vorjahr EVV kombiniert: 4.039 T€) zusammen. Der Rückgang des Lagerbestandes ist auf durch vermehrte Veräußerung aus dem Bestand zurückzuführen. Der Anstieg der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen ist bedingt durch den Anstieg des Cashflows aus dem Cashpoolkonto. Das Eigenkapital betrug 18.983 T€ (Vorjahr EVV: 31 T€, Vorjahr EVV kombiniert: 16.404 T€). Die Verbindlichkeiten betragen 458 T€ (Vorjahr EVV: 1.426 T€, Vorjahr EVV kombiniert: 4.291 T€). Der Rückgang der Verbindlichkeiten resultiert aus der Verminderung des Lagerbestandes, da keine neuen Verbindlichkeiten durch Materialkauf aufgenommen werden mussten. Die positive Ertragslage mit gleichzeitiger Thesaurierung der Gewinne führt zu einer stetigen Verbesserung der Vermögenslage. Die Gesellschaft steuert ihr Ergebnis nach dem Umsatz, EBIT und dem Jahresüberschuss (erstmalig in 2023/2024). f) Produktion Mit den getätigten Investitionen in Höhe von 358 T€ (Vorjahr EVV: 90 T€, Vorjahr EVV kombiniert: 339 T€) ist die Produktion sowohl im Sägebetrieb als auch im Fräsbetrieb konkurrenzfähig mit unseren Wettbewerbern. Wir sind spezialisiert auf wenige Produkte und erreichen dadurch eine hohe Qualität und hohe Kundenzufriedenheit. g) Mitarbeiter Der Personalbestand am 31. März 2024 betrug 22 Mitarbeiter (Vorjahr EVV: 5 Vorjahr EVV kombiniert: 29,). Die Gesamtzahl der Mitarbeiter teilt sich wie folgt auf: 16 Arbeiter, 6 Angestellte (Vorjahr EVV: 2 Arbeiter, 3 Angestellte, Vorjahr EVV kombiniert: 20 Arbeiter, 9 Angestellte). h) Umweltschutz, Arbeitsschutz, Energieresourcen Die Edro Specialty Steels GmbH forciert die Einhaltung der Konzernvorgaben und die Vorgaben der Normen Energie ISO50001, Arbeitsschutz OHSAS 18001, Umwelt ISO 14001 in Produktion und Administration. Die Einhaltung wird durch Schulungen, regelmäßige Unterweisungen und das Hinweisen der Mitarbeiter bei Fehlverhalten gewährleistet. i) Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Im Geschäftsjahr 2023/2024 erzielte die Gesellschaft einen Umsatz von 19.860 T€ (Vorjahr EVV: 1.756 T€, Vorjahr EVV kombiniert: 23.549 T€) sowie ein EBIT von 2.604 T€ (Vorjahr EVV: -653 T€, Vorjahr EVV kombiniert: 2.357 T€) und erreichte ein positives Ergebnis nach Steuern von 2.579 T€ (Vorjahr EVV: -679 T€, Vorjahr EVV kombiniert: 1.528 T€). Das Investitionsvolumen betrug 358 T€ (Vorjahr EVV: 90 T€, Vorjahr EVV kombiniert: 339 T€). Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 95,8 % (Vorjahr EVV: 2,0 %, Vorjahr EVV kombiniert: 76,5 %). Die Prognose für das Geschäftsjahr 2023/2024 ging von einem Umsatz von 19.000 T€ aus. Die Prognose wurde um 4,5 % übertroffen. Beim EBIT ging die Prognose von 2.000 T€ aus, diese wurde mit 2.604 T€ um 604 T€ übertroffen. Beim Jahresüberschuss vor Steuern ging die Prognose von 2.481 T€ aus, diese wurde mit 2.579 T€ um 594 T€ übertroffen. Die positive Entwicklung gegenüber der Prognose beruht auf der guten Auftragslage sowie der erhöhten Nachfrage nach Kunststoffprodukten für PET-Behältnisse. Zunächst wurde mit einem schwierigen Jahr gerechnet, welches jedoch durch den erhöhten Verkauf des zu günstigeren Preisen eingekauften, vorhandenen Lagermaterials und der daraus resultierenden größeren Marge die eigenen Erwartungen übertreffen konnte. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt aus dem Eigenkapital und dem operativen Geschäft sowie über das Cash Pool System der voestalpine AG. Für letzteres besteht für das Geschäftsjahr 2023/24 ein zugesicherter Kreditrahmen durch die voestalpine AG in Höhe von 1.500 T€ (Vorjahr EVV: 3.000 T€, Vorjahr EVV kombiniert: 3.000 T€). Durch die positive Liquiditätssituation hat die Gesellschaft in den Geschäftsjahren 24/25 und 25/26 keinen Finanzierungsrahmen benötigt. Aufgrund des hohen Eigenkapitals und der positiven Umsatzrentabilität schätzt die Geschäftsführung die gesamtwirtschaftliche Lage als gut ein. Des Weiteren erwartet die Edro Specialty Steels GmbH weiterhin konstante Auftragseingänge und positive Entwicklungen. Es liegen keine Erkenntnisse nach dem Bilanzstichtag vor, aus denen sich Wesentliche Veränderungen an der Einschätzung ergeben. 3. Chancen- und RisikoberichtStruktur der Risikobeobachtung Die Edro Specialty GmbH ist im europäischen Umfeld tätig, so dass Risiken aus nationalen und internationalen Kunden-, Lieferanten- und Wettbewerbsstrukturen sowie aus lokalen und globalen Veränderungen entstehen können. Die Gesellschaft ist in das bei der voestalpine AG, Linz/Österreich implementierte Risikomanagementsystem eingebunden. In diesem Rahmen wird jährlich eine systematische Risikoanalyse durchgeführt. Unterjährig werden die Risiken durch kurze Kommunikationswege der Produktion zum Management der Edro GmbH und zu den Gesellschaftern früh erkannt. Die nachfolgenden Risiken werden in der Reihenfolge ihrer Bedeutung für das Unternehmen aufgeführt: Gesamtwirtschaftliche Risiken und Branchenrisiken Die Ukrainekrise und die verstärkten politischen Spannungen zwischen China und den USA haben sich negativ auf Lieferketten und die Versorgungsunsicherheit bezüglich Rohstoffe und Energie ausgewirkt. Außerdem könnten etwaige von den USA auferlegte Exportzölle für die Materialbeschaffung ein Risiko darstellen. Die Gesellschaft hat eine Reihe von Maßnahmen getroffen, um diesen Risiken zu begegnen. In Folge dieser Entwicklungen kam es zu einer deutlichen Steigerung der Energie- und Legierungskosten und die daraus resultierende Notwendigkeit, diese Kostensteigerungen an die Kunden weiterzugeben. Die Gesellschaft hat dieser Entwicklung mit deutlichen Preisanstiegen Rechnung getragen, welche teilweise an die Kunden weitergegeben wurden. Produktionsrisiken Die Maschinenverfügbarkeit und die damit verbundene termingerechte Lieferung sind essenziell für die Geschäftsbeziehung zum Kunden. Risiken aus defekten Maschinen werden durch vorbeugende und präventive Instandhaltungsmaßnahmen, sowie durch die Bevorratung von kritischen Ersatzteilen erfolgreich minimiert. Forderungsausfallrisiken Forderungsausfallrisiken werden durch den Vertrieb kontinuierlich überwacht. Anhand von Zahlungsverhalten und strategischer Position des Kunden wird eine Risikobewertung vorgenommen und die Zahlungsbedingungen entsprechend angepasst. Für allgemeine Forderungsausfallrisiken wurde eine angemessene Pauschalwertberichtigung gebildet. Beschaffungsrisiken Wir erwarten hier kurzfristig keine Veränderungen. Wir schätzen das Beschaffungsrisiko weiterhin als gering ein. Bis März 2024 verzeichneten wir keinen konkreten Fall, der die Beschaffung von Rohstoffen, Waren oder Dienstleistungen unmöglich gemacht hätte. An dieser Einschätzung ändert auch die Erhebung der Zölle von den USA und der EU nichts. Personalrisiken Zur Minimierung von Risiken aus Mangel an Nachwuchs- und Fachkräften wird in der Geschäftsführung der Schwerpunkt auf eine strukturierte Entwicklung und Nachfolgeplanung gelegt. Informationstechnische Risiken Um informationstechnische Risiken zu begrenzen und die sichere, zuverlässige und effiziente Abwicklung der Geschäftsprozesse zu gewährleisten, werden die IT-Systeme laufend überprüft und weiterentwickelt. Eine weitere Sicherheit ist die Migration und Integration in das globale voestalpine Group IT-Netzwerk. Finanzierungsrisiko Wir werden auf Basis unserer Planung für das Geschäftsjahr 2024/25 genügend Cashflow aus dem operativen Geschäft generieren, um allen unseren Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Außerdem steht uns ein ausreichender Kreditrahmen im Rahmen unserer Cash Pool-Vereinbarung mit dem Konzern zur Verfügung. Währungsrisiken Als hauptsächlich europäisch agierendes Unternehmen ist die Edro Specialty Steels GmbH eher geringen Währungsrisiken beim Einkauf als auch beim Vertrieb ausgesetzt. Die Edro USA LLC als Hauptlieferant fakturiert in Euro. Nur langfristige Veränderungen des Währungskurses €/$ führen zu einem Risiko der Preiserhöhung, allerdings könnte die Edro GmbH das Währungsrisiko durch ausschließliche Beschaffung in Europa minimieren. Gesamtrisiko Das Gesamtrisiko des Unternehmens ist aufgrund des Portfolios aus Intercompany-Kundenstamm sowie der stabilen Nachfrage nach dem Materialien MoldMax und RoyAlloy gering. In den bestehenden Lieferungs- und Leistungsbeziehungen kann es - je nach deren Art und Umfang - zu Einschränkungen kommen. Eine laufende Überwachung und Beurteilung der hieraus resultierenden, moderaten Risiken auf Gesellschaftsebene, ermöglicht die zeitnahe Einleitung notwendiger Gegenmaßnahmen. Für unsere Gesellschaft bestehen keine bestandsgefährdeten Risiken. Chancen Die Edro Specialty Steels GmbH erwartet deutliche Effizienzsteigerungen in den operativen und administrativen Bereichen durch getätigte Investitionen, wie Neuanschaffung von Säge- und Fräsmaschinen zur Erhöhung der Sägekapazität und Fräskapazität. Des Weiteren ist durch die Migration und Integration in das voestalpine Group IT-Netzwerk eine höhere Effizienz in der Datenverarbeitung, Fertigungssteuerung und ERP-Prozessen zu erwarten. Eine kontinuierliche Optimierung der Fertigungsprozesse und die Weiterentwicklung qualitativ hochwertiger Produkte sichert die Wettbewerbsfähigkeit im Markt. Die Einbindung der Gesellschaft in den voestalpine Konzernverbund bietet Wachstumschancen durch die verschiedenen Distributionsnetze in Europa. Diese Distributionsnetze wird die Edro Specialty Steels GmbH zukünftig mehr nutzen, um die Wirtschaftlichkeit weiter zu verbessern. Gesamtbeurteilung Chancen und Risiken Die Vergangenheit hat gezeigt, dass das Unternehmen mehr Chancen genutzt hat, als dass sich Risiken ausgewirkt haben. Dies zeigt sich insbesondere durch die Nutzung der Chancen im Rahmen der Materialbeschaffung und -verarbeitung. Die Chancen und Risiken haben sich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert, weshalb die aktuellen Maßnahmen zur Vermeidung der Risiken beibehalten werden. Aufgrund der Konzernzugehörigkeit, wird ein Großteil der Risiken abgedeckt. 4. PrognoseberichtDie Geschäftsführung der Edro Specialty Steels GmbH war für das Geschäftsjahr 2023/2024 eher pessimistisch. Die Strategie der Gewinnung von Marktanteilen sollte fortgesetzt werden, allerdings erwartete man, trotz den geringen Auswirkungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage auf die Gesellschaft, eine eher negative Umsatzentwicklung. Aufgrund der Entwicklung in der Bau- und Automobilbranche findet man in der Sparte des Werkzeugbaus eine fragile Marktsituation vor. Auf Basis der (noch nicht festgestellten) Jahresabschlusszahlen zum 31. März 2024 wurde ein Umsatz von 19.860 T€ (Planwert: 19.000 T€), ein EBIT von 2.604 T€ (Planwert: 2.000 T€) und ein Jahresüberschuss von 2.579 T€ (Planwert: 2.481 T€) erzielt. Die positive Entwicklung gegenüber der Prognose beruht auf der guten Auftragslage sowie der guten kontinuierlichen Nachfrage nach Kunststoffprodukten für PET-Behältnissen. Die widererwartend positive Umsatzentwicklung ist auf die erhöhten Rohstoff- und Energiepreise zurückzuführen, die auf die Verkaufspreise aufgeschlagen werden konnten. Die Geschäftsführung erwartet (ungeprüfte Zahlen) aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung im April 2024 für das Geschäftsjahr 2024/2025 einen Umsatz von 18.400 T€, ein EBIT von 1.840 T€ und ein Jahresüberschuss von 2.033 T€. Für das Geschäftsjahr 2025/2026 erwartet die Gesellschaft einen Umsatz von 18.700 T€., ein EBIT von 1.700 T€ und ein Jahresüberschuss von 1.313 T€. Die Planwerte der kommenden Geschäftsjahre basieren auf IFRS Werten. Diese sind jedoch grundsätzlich auch auf HGB übertragbar, da sich die beiden Rechnungslegungsstandards mit Ausnahme der Regelungen nach IFRS 16 im Hinblick auf die Gesellschaft nur geringfügig unterscheiden. Die aktuelle Entwicklung der Auftragslage und Umsatzerlöse liegt momentan innerhalb der Erwartungen. Der Umsatz zum 31.03.2025 liegt bei 20.650 T€ und somit bereits über der Planung. Das EBIT zum 31.03.2025 beträgt 1.344 T€. Aufgrund des folgenden negativen Einflusses wird weiterhin von der eher pessimistischen Umsatz- und EBIT-Entwicklung ausgegangen. Aufgrund der ausbleibenden weltweiten Konjunktur ist in Europa mit einer sinkenden Nachfrage aufgrund von schwierigen Rahmenbedingungen zu rechnen:
Appenweier, den 13. Oktober 2025 Edro Specialty Steels GmbH Jörg Welter
1
Vgl. preisbereinigtes Bruttoinlandsprodukt aus gesamtwirtschaftlichen Konjunkturdaten
Statistisches Bundesamt vom 15.01.2024 Bilanz zum 31.03.2024Aktiva
* Die Eröffnungsbilanz zum 01. April 2023 gibt die Werte der EDRO Specialty Steels GmbH (ehemals voestalpine Edelstahl Wärmebehandlung GmbH) inkl. der verschmolzenen ehemaligen EDRO Specialty Steels GmbH an. Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.04.2023 bis 31.03.2024
ANHANG zum 31.03.2024Allgemeine Angaben zum JahresabschlussAngaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Die Gesellschafter haben zum 01.04.2023 beschlossen, das operative Geschäft der EVV einzustellen. Der Aufsichtsrat der voestalpine High Performance Metals GmbH, Wien/Österreich, hat am 31.05.2023 beschlossen, die operativ tätige Edro Specialty Steels GmbH im Geschäftsjahr 2023/2024 rückwirkend zum 01.04.2023 auf die voestalpine Edelstahl Wärmebehandlung GmbH mittels side-stream Merger zu verschmelzen. Der Jahresabschluss wurde daher unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern) aufgestellt. Die Darstellung der Bilanz im Geschäftsjahr 2023/2024 erfolgte nach § 266 HGB und die Darstellung der GuV nach § 275 HGB (Gesamtkostenverfahren). Die Darstellung der GuV hat sich im Vergleich zum Vorjahr (Umsatzkostenverfahren) geändert. Grund hierfür war die erforderliche Vergleichbarkeit der Finanzinformationen im Vergleich zum Vorjahr. Da das Gesamtergebnis zum 31.03.2024 größtenteils durch die Zahlen der ehemaligen Edro Specialty Steels GmbH geprägt ist, welche die GuV stets im Gesamtkostenverfahren dargestellt hat, wurde ein Wechsel der GuV-Darstellung vorgenommen. Somit soll die Vergleichbarkeit der Finanzinformationen gewahrt werden. Die Edro Specialty Steels GmbH (ehemals voestalpine Edelstahl Wärmebehandlung GmbH, Amtsgericht Neuss, HRB 17541; übernehmender Rechtsträger) wurde mit Verschmelzungsvertrag vom 03.11.2023 rückwirkend auf den Verschmelzungsstichtag 01.04.2023, 0:00 Uhr unter Buchwertfortführung mit der Edro Specialty Steels GmbH (Amtsgericht Freiburg i. Br., HRB 472354) verschmolzen (side-stream merger). Das gezeichnete Kapital blieb bei der Verschmelzung unberührt. Die Kapitalrücklage erhöhte sich auf 22.288.521,84 €, der Verlustvortrag zum 01.04.2023 betrug 6.244.057,65 €. Das Eigenkapital zum 01.04.2023 betrug 16.404.464,19 €. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte hierzu am 07.11.2023 im Amtsgericht Freiburg i. Br., HRB 729767. Mit Eintragung vom 09.11.2023 wurde die Firma von voestalpine Edelstahl Wärmebehandlung GmbH in Edro Specialty Steels GmbH geändert. Das aktuelle abweichende Geschäftsjahr der Edro Specialty Steels GmbH beginnt am 01.04.2023 und endet am 31.03.2024. Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenGegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand trotz der Verschmelzung nicht statt. Da die bisherigen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden den Vorschriften des HGB entsprechen, wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der ehemaligen Edro Specialty Steels GmbH (HRB 472354) als auch der ehemals voestalpine Edelstahl Wärmebehandlung GmbH fortgeführt. Auf die Bildung eines Sammelposten und Abschreibung über fünf Jahre für Anlagegüter mit Anschaffungskosten von EUR 250 bis EUR 1.000 wurde verzichtet. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibung der einzelnen Assetklassen betragen: Immaterielle Vermögensgegenstände und Software 2-5 Jahre, Maschinen 3-14 Jahre, Kraftfahrzeuge 6 Jahre, Sonstige Transportmittel 3-8 Jahre, Werkzeuge 2-10 Jahre, Geringwertige Wirtschaftsgüter 1 Jahr, Sammelposten Geringwertige Wirtschaftsgüter 5 Jahre (Poolabschreibung), Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-13 Jahre. Die aus der Verschmelzung übernommenen Wirtschaftsgüter wurden mit den Buchwerten zum 31.03.2023 fortgeführt. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Fälle von dauerhafter Wertminderung und außerplanmäßigen Abschreibungen lagen nicht vor. Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 800,00 € wurden aus Vereinfachungsgründen im Erwerbsjahr voll abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Das Vorratsvermögen wurde in Gruppen von gleichwertigen Materialien mit dem gewogenen Durchschnitt bewertet. Der Gesamtbetrag des Vorratsvermögens beläuft sich dabei auf 8.747.742,86 €. Dieser teilt sich für die wesentlichen Positionen wie folgt auf die verschiedenen Materialien auf: 13-8: 68.579,88 €, MoldMax HH: 1.357.606,95 €, MoldMax V: 225.043,56 €, MoldMax XL: 83.919,30 €, RoyAlloy: 6.201.385,31 € sowie Ultrachem: 76.669,65 €. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Soweit Materialien bearbeitet wurden, erfolgte eine Aktivierung der Fertigungseinzelkosten. In die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten wurden keine Fremdkapitalzinsen einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögengegenstände wurden zum Nominalwert angesetzt und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Erkennbare Risiken in Form eines allgemeinen Ausfallrisikos wurden durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert bilanziert. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit dieser Aufwand für einen bestimmten Zeitpunkt nach diesem darstellen. Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Rückstellungen wurden zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bilanziert. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden nach § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Erhaltene Anzahlungen wurden zum Nennbetrag angesetzt. Währungsforderungen sind grundsätzlich zum Tageswert oder zu einem niedrigeren Kurs am Bilanzstichtag angesetzt. Währungsverbindlichkeiten sind grundsätzlich zum Tageswert oder zu einem höheren Kurs am Bilanzstichtag angesetzt. Währungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr und weniger wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Währungsgewinne / -verluste werden gesondert unter den sonstigen betrieblichen Erträgen / Aufwendungen ausgewiesen. Angaben zur BilanzForderungen und Sonstige Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich im Wesentlichen aus Steuererstattungsansprüchen für Umsatzsteuer in Höhe von 367.303,74 € (Vorjahr EVV: 0,00 €, Vorjahr EVV kombiniert: 691.650,61 €), für Körperschaftsteuer in Höhe von 0,00 € (Vorjahr EVV: 0,00 €, Vorjahr EVV kombiniert: 0,00 €) und Gewerbesteuer in Höhe von 158.189,87 € (Vorjahr EVV: 0,00 €, Vorjahr EVV kombiniert: 0,00 €) zusammen. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Der aktuelle Cashpool-Vertrag mit Wirkung vom 01.05.2021 ist auf unbestimmte Zeit geschlossen. Der Vertrag kann unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von einem Monat zum Ende eines Kalenderquartals schriftlich gekündigt werden. Ein Limit für Forderungen und Verbindlichkeiten wurde nicht eingeräumt. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt zum 31. März 2024 360.000,00 € (Vorjahr EVV: 360.000,00 €, Vorjahr EVV kombiniert: 460.000,00 €). Die Kapitalrücklage ist aufgrund der Verschmelzung von 5.915.000 € auf 22.288.521,84 € angestiegen. Entsprechend der gesetzlichen Vorschriften wurde der Gewinnvortrag der Edro Specialty Steels GmbH in die Kapitalrücklage eingestellt. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind im Wesentlichen Personalkostenrückstellungen in Höhe von 152.056,00 € (Vorjahr EVV: 13.182,09 €, Vorjahr EVV kombiniert: 181.402,09 €) und Rückstellung für Verwaltungskosten in Höhe von 81.690,00 € (Vorjahr EVV: 26.081,12 €, Vorjahr EVV kombiniert: 94.771,12 €) enthalten. Steuerrückstellungen wurden in Höhe von 115.208,30 € (Vorjahr EVV: 0,00 €, Vorjahr EVV kombiniert: 0,00 €) gebildet. Verbindlichkeiten
Es bestehen keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten mit 56.972,40 € (Vorjahr EVV: 4.920,70 €, Vorjahr EVV kombiniert: 24.393,91 €) Verbindlichkeiten aus Steuern, sowie mit 3.646,28 € (Vorjahr EVV: 0,00 €, Vorjahr EVV kombiniert: 4.106,39 €) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 1.710.000,00 EUR (Vorjahr EVV: 1.100,00 €, Vorjahr EVV kombiniert: 271.100,00 €) sonstige finanzielle Verpflichtungen. Es besteht eine Absicherung zu Gunsten eines Vermieters durch Bankbürgschaft in Höhe von 22.500,00 €. Das Risiko einer Inanspruchnahme ist gering, da ausreichend liquide Mittel zur Zahlung der monatlichen Mieten vorhanden sind. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte: Mietvertrag Verwaltungs- / Produktionsgebäude 360.000,00 € netto/Jahr, kündbar zum 31.12.2028 Sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen, die nicht in der Bilanz enthalten und nicht nach § 268 Abs. 7 HGB oder § 285 Nr. 3 HGB anzugeben sind bestehen keine. Aus der Bilanz nicht ersichtliche Haftungsverhältnisse, insbesondere solche des § 251 HGB bestanden nicht. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse der Gesellschaft resultieren im Wesentlichen aus dem Verkauf von bearbeitetem Werkzeugstahl sowie des Anlagevermögens. Die Umsatzerlöse gliedern sich in Drittlandsumsätze mit einem Anteil von 10,80 % (Vorjahr EVV kombiniert: 13,50 %), EU-Umsätze mit einem Anteil von 58,00 % (Vorjahr EVV kombiniert: 52,82 %) und Inlandsumsätze mit einem Anteil von 31,20 % (Vorjahr EVV kombiniert: 33,68 %). Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 0,00 € (Vorjahr EVV: 0,00 €, Vorjahr EVV kombiniert: 21,03 €) und setzen sich im Wesentlichen aus der Veräußerung von Anlagevermögen sowie Strom- und Energiesteuererstattung zusammen. Periodenfremde Erträge sind, wie im Vorjahr, nicht vorhanden. Im Personalaufwand sind soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung in Höhe von 11.053,80 € (Vorjahr EVV: 0,00 €, Vorjahr EVV kombiniert: 11.117,40 €) enthalten. Auf Gegenstände des Anlagevermögens wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 0,00 EUR vorgenommen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 0,00 € (Vorjahr EVV: 0,00 €, Vorjahr EVV kombiniert: 9,78 €). Periodenfremde Auswendungen sind, wie im Vorjahr, nicht vorhanden. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge stammen zu 12.560,31 € (Vorjahr EVV: 0,00 €, Vorjahr EVV kombiniert: 64.091,25 €) von verbundenen Unternehmen. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen stammen zu 3.753,24 € (Vorjahr EVV: 26.250,83 €, Vorjahr EVV kombiniert: 31.002,24 €) von verbundenen Unternehmen. Sonstige AngabenGewinnverwendungsvorschlagDer Jahresüberschuss des Geschäftsjahres wird gemäß § 268 Abs. 1 HGB auf neue Rechnung vorgetragen. Eine Ausschüttung oder anderweitige Verwendung des Ergebnisses ist nicht geplant. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 21 , hiervon 5 kaufmännische Angestellte und 16 gewerbliche Angestellte (Vorjahr EVV: 8, Vorjahr EVV kombiniert: 33). Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft ist ein Konzernunternehmen der voestalpine AG, Linz, und gehört ihrem Vollkonsolidierungskreis an. Die voestalpine AG, Linz, stellt als Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf, in den die Gesellschaft als Tochterunternehmen einbezogen wird.1 Der Konzernabschluss der voestalpine AG, Linz, wird beim Landes- und Handelsgericht Linz unter der Firmenbuchnummer FN 66209 t, hinterlegt. Die Anteile der Gesellschaft befinden sich im Alleineigentum der voestalpine High Performance Metals Deutschland SE. Abschlussprüferhonorar Auf die Angabe nach § 285 Nr.17 HGB wird unter Inanspruchnahme der Erleichterungsvorschriften des § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB verzichtet. Entsprechende Angaben erfolgen im konsolidierten Abschluss der voestalpine AG, Linz, für alle einbezogenen Gesellschaften. Erklärung zum Corporate Governance Kodex Aufgrund der Notierung der Aktien der voestalpine AG auf dem Prime Market der Wiener Börse ist für den Vorstand und den Aufsichtsrat der Gesellschaft die Anwendung der Regeln des Österreichischen Corporate Governance Kodex verpflichtend. Diese Erklärung wurde mit Bericht vom 27.04.2024 abgegeben. Der Bericht hierzu ist unter: https://www.voestalpine.com/group/de/investoren/corporate-governance/#:~:text=Der%20Kodex%20verfolgt%20das%20Ziel,Stakeholder%20des%20Unternehmens%20erreicht%20werden. öffentlich zugänglich. Die neusten Entwicklungen im Bereich der Zölle mit den USA sind sehr genau zu beobachten. Da die Ware aus Amerika jedoch importiert wird und Verkäufe in die USA überschaubar sind, ist die Gesellschaft aktuell nicht prägnant von den Zöllen tangiert. Gleiches gilt für die von der EU erhobenen Gegenzölle. Geschäftsführung Herr Jörg Welter, Appenweier, Geschäftsführer (ab 20.11.2023), angestellt bei der Edro Specialty Steels GmbH Herr Thomas Porstner, Appenweier, Geschäftsführer (bis 04.03.2025), angestellt bei der Edro Specialty Steels GmbH Geschäftsführerbezüge Auf die Angaben nach § 285 Nr. 9 HGB wird unter Anwendung der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführer welche nach § 285 Nr. 9c HGB angegeben werden müssen, wurden keine gewährt. Als Geschäftsführer waren Herr Jörg Welter und Herr Thomas Porstner bestellt. Unterschrift der Geschäftsführung
Appenweier, 13.10.2025 Unterschrift Jörg Welter
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https://www.voestalpine.com/group/de/investoren/finanzberichte/?fy=2023_24 Anlagenspiegel zum 31.03.2024
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die EDRO Specialty Steels GmbH, Appenweier Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der EDRO Specialty Steels GmbH, Appenweier, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EDRO Specialty Steels GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 13. Oktober 2025 PricewaterhouseCoopers GmbH Markus Küfner, Wirtschaftsprüfer ppa. David Schubert, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.03.2025 wurde am 06.11.2025 festgestellt. |
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