Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 26733
Eingetragen
25.6.2008
Branche
Großhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und LaborbedarfEinzelhandel mit sonstigen medizinischen und orthopädischen ArtikelnEinzelhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Gegenstand
Betrieb eines Spezialhandels für Medizinprodukte für Endkunden unter Ausschluss von solchen Gegenständen, für deren Handel eine staatliche Genehmigung erforderlich ist.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Hans-Hubert Köhler
seit 5.1.2021
Prokura
Matthias Leonhardt
seit 5.1.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
57.00%
P**** N*****
2.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
SpeziMed GmbHEigenbeteiligung
39.00%

Gesellschafter

5 Gesellschafter

GmbH-Struktur

4 von 5 angezeigt

Germany
30.600 €
51.00%
Germany
23.400 €
39.00%
M******* L********
3.600 €
6.00%
P**** N*****
1.200 €
2.00%

Beteiligungen

NameAnteil
39.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SpeziMed GmbH

Dresden (vormals: Radeberg)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens SpeziMed GmbH ist der Handel mit Medizinprodukten und Erzeugnissen für die Gesundheitspflege speziell für Menschen mit Diabetes sowie die Realisierung der dazugehörigen medizintechnischen Beratung und dem Service durch spezialisiert geschultes Personal.

2. Ziele und Strategien

Als inhabergeführtes, konzernunabhängiges und produktneutrales Unternehmen verstehen wir uns als Dienstleister für Menschen mit Diabetes, wenn es um die Unterstützung der Therapie des Diabetes durch kostengünstige, individuell abgestimmte Versorgung, kompetente Beratung und alltagsbegleitenden Service geht. Unser regional tätiger Außendienst sichert zusammen mit den derzeit 20 Diabetesfachgeschäften die regionale Präsenz und informiert die Kunden über aktuelle Entwicklungen der medizintechnischen Möglichkeiten, der gesundheitspolitischen Entwicklung und den Vertragsstand mit gesetzlichen Kostenträgern.

Als Leistungserbringer und Vertragspartner von gesetzlichen Krankenkassen bieten wir bundesweit eine kostengünstige und hochspezialisierte Betreuung im Rahmen der medizintechnischen Versorgung an.

3. Steuerungssystem

Wir ziehen für unsere Unternehmenssteuerung umsatz- und ertragsbezogene Kennzahlen aus der Kostenstellenrechnung heran.

4. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft tätigt keinerlei Produktentwicklungen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Durch eine stetig steigende Anzahl von an Diabetes mellitus erkrankten Menschen (siehe Veröffentlichungen statistisches Bundesamt) sowie durch die weitere Umsetzung von modernen Therapien zur Diabetesbehandlung (DDG Leitlinien zur Diabetestherapie) existiert ein weiterhin interessanter Markt für spezielle Medizinprodukte. Dieser Markt teilt sich in Produkte, die einerseits apothekenpflichtig und dadurch für uns nicht erreichbar sind, andererseits in insgesamt drei Hauptproduktgruppen, die im vergangenen Jahr eine unterschiedliche Entwicklung genommen haben. Der Markt für Blutzuckerteststreifen ist weiterhin rückläufig. Am Markt erfolgreiche Produkte zur kontinuierlichen Glukosemessung stehen uns als Fachhandel teilweise zur Verfügung; hier besteht eine erfolgreiche Kooperation mit einem Anbieter. Der Markt für die Insulinpumpentechnologie entwickelt sich weiterhin in erfreulichem Ausmaß. Es zeichnet sich eine neue Kooperation mit einem Hersteller ab, deren Produkte durch den Fachhandel vertrieben werden können.

2. Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf des Jahres 2023 wird von der Geschäftsleitung als überdurchschnittlich eingeschätzt. Die Umsatzerwartung von 16,5 Mio. Euro konnte mit einem tatsächlich erzielten Umsatz von 17 Mio. Euro übererfüllt werden. Das Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsaufwand lag mit TEuro 1.094,6 deutlich über dem prognostizierten Ergebnis von TEuro 320. Das Jahr 2023 wurde mit einem Jahresüberschuss von TEuro 669,9 (Vj. TEuro 150,6) abgeschlossen.

i. Ertragslage

Trotz großem Druck der Kostenträger auf die Abrechnungspreise konnte ein Rohertrag mit TEuro 6.512,3 (Vj TEuro 5.471,0) erzielt werden. Während der Personalaufwand mit TEuro 3.593,9 aufgrund einer leicht gestiegenen durchschnittlichen Mitarbeiterzahl sowie vorgenommener Lohn- und Gehaltsanpassungen und gezahlter Inflationsausgleichsprämien um 6 % (TEuro 207,4) gestiegen ist, liegen die Abschreibungen des Anlagevermögens mit TEuro 101,1 um 10,1 % (TEuro 112,5) unter dem Vorjahreswert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich lediglich um TEuro 7,1 erhöht. Ursächlich sind im Wesentlichen die gesunkenen Kosten für Fahrzeuge.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsaufwand stieg von TEuro 256,6 auf TEuro 1.094,6. Das Finanzergebnis beinhaltet im Wesentlichen Zinsaufwendungen zur Refinanzierung des laufenden Geschäfts mittels des Kontokorrentrahmens und ist zum Vorjahr mit TEuro 69,8 gestiegen, weil der Kontokorrentrahmen in höherem Umfang genutzt wurde. Außerdem wurden im Juli 2022 sowie im Oktober 2023 zwei neue Darlehen aufgenommen, welche alle drei Monate neu prolongiert werden. Abzüglich der Ertragsteuern verbleibt ein Jahresüberschuss von TEuro 669,9 (Vj. TEuro 150,6).

ii. Finanzlage

Das Finanzmanagement bedient sich seit Jahren des praktizierten Instruments des jederzeit aktualisierten Finanzstatus, mit dessen Hilfe Forderungen und Verbindlichkeiten aktualisiert und ausgeglichen werden. Außerdem orientierte sich unsere Gesellschaft jahrelang auf eine ständig wachsende Unabhängigkeit von fremdem Kapital. Basierend auf einer Kapitalstruktur mit einem ausgeglichenen Verhältnis aus Eigen- und Fremdkapital konnten im Vorjahr 39 % Gesellschafteranteile gekauft werden. Deshalb kam es 2022 zu einer starken, aber geplanten Reduzierung des Eigenkapitalanteils, da eigene Anteile im Wert von TEuro 1.458,0 erworben wurden. Die Refinanzierung erfolgte sowohl aus eigenen Mitteln als auch durch Inanspruchnahme des in 2022 neu aufgenommenen Eurokredits, welcher zu Jahresende 2023 einen Stand von TEuro 700,00 aufwies.

Außerdem stand der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 ein Rahmenkredit von 1,6 Mio. Euro (Vj. TEuro 1.600,0) zur Verfügung, der am Bilanzstichtag in Höhe von TEuro 0,0 (Vj. TEuro 907,0) als Kontokorrentkredit in Anspruch genommen war. Eine Inanspruchnahme erfolgte in Höhe von TEuro 500 für den im Oktober 2023 neu ausgezahlten Eurokredit. Für unsere Investitionen, hauptsächlich für unsere regionalen Geschäftsstellen und Diabetesfachgeschäfte, greifen wir auf Eigenmittel zurück. Die Zahlungsfähigkeit war zu jedem Zeitpunkt unter teilweiser Ausnutzung des Kontokorrents unserer Hausbank gewährleistet, Lieferantenrechnungen wurden, wenn angeboten, stets unter Ausnutzung von Skonto beglichen.

iii. Vermögenslage

Die Vermögenslage ist durch eine vergleichsweise geringe Anlagenintensität von 8 % (Vj. 7 %) und einer soliden Bilanzstruktur bei einem Gesamtvermögen von TEuro 4.128,4 (Vorjahr: TEuro 4.014,8) gekennzeichnet. Das Umlaufvermögen hat sich um TEuro 84,7 gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die Mehrungen betreffen mit TEuro 7,3 die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die sonstigen Vermögensgegenstände mit TEuro 28,2 sowie das Vorratsvermögen mit TEuro 49,1. Der Bestand an liquiden Mittel ist nahezu unverändert.

Investitionen wurden in Software/Lizenzen (TEuro 7,2), Pkw (TEuro 121,5) Betriebsausstattung (TEuro 13,5) sowie in die Einrichtung von Diabetesfachgeschäften (TEuro 0,6) getätigt. Außerdem wurden geringwertige Wirtschaftsgüter in Höhe von TEuro 11,1 angeschafft. Die Anlagendeckung belief sich am Bilanzstichtag auf 303 % (Vj. 102 %), so dass eine fristenkongruente Finanzierung des langfristig gebundenen Vermögens durch langfristig verfügbares Kapital sichergestellt ist.

Die Eigenkapitalquote beträgt 23% zum 31. Dezember 2022 (Vj. 7 %). Der starke aber geplante Rückgang der Eigenkapitalquote im Vorjahr resultierte aus dem Erwerb eigener Anteile in Höhe von TEuro 23,4 bzw. 39 % zu einem Kaufpreis von TEuro 1.458,0. Der Anteil des Kaufpreises für die eigenen Anteile, der den Nennbetrag der Anteile überstieg (TEuro 1.434,6), wurde mit dem bestehenden Gewinnvortrag verrechnet. Die Gesellschaft plant, bis zur wesentlichen Verbesserung des Eigenkapitalanteils keine Ausschüttungen zu tätigen. Die wesentlichen Verpflichtungen bestehen mit TEuro 608,0 (Vj. T€ 882,2) gegenüber Lieferanten.

iv. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahl "Gesamtkapitalrendite" heran. Die Gesamtkapitalrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zum Gesamtkapital. Sie ist mit 26,5 % (Vj. 6,4 %) weiterhin in einem positiven Bereich.

Weiterhin beurteilen wir unseren Erfolg durch Faktoren wie Kundentreue, Entwicklung von bestimmten Kundengruppen und Verschiebungen in den einzelnen Produktgruppen zugunsten margenstarker Artikel. In den beiden ersten Punkten konnten wir weitere Erfolge verzeichnen, die Verschiebung zu den margenstarken Produkten konnte in weiteren Bereichen realisiert werden.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Für das kommende Geschäftsjahr erwarten wir einerseits einen Umsatzrückgang bei einer Produktgruppe, die wir durch Steigerung in anderen Produktgruppen aufheben wollen. Zum dennoch geplanten Umsatzwachstum von 1,5% soll neben unseren Außendienstaktivitäten auch die geplante Neueröffnung weiterer Diabetesfachgeschäfte beitragen. Es werden ein Rohergebnis von ca. 6,0 Mio. Euro und ein Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsaufwand von ca. TEuro 700 angestrebt. Das Rohergebnis soll damit etwa auf Vorjahresniveau liegen. Für das Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsaufwand sind wir von einer konservativen Planung ausgegangen und haben absehbare Mehraufwendungen berücksichtigt. Die Gesamtkapitalrendite wird leicht über dem Vorjahreswert liegen.

2. Risikobericht

i. Risikomanagement

Durch die schlanke und effiziente Managementstruktur können wir auf schlecht vorhersehbare Risiken sowie auf sich kurzfristig bietende Chancen schnell reagieren. Für eventuelle notwendige zusätzliche Investitionen könnten wir bei Bedarf auf in Aussicht gestellte Gesellschaftereinlagen oder vertraglich zugesichertes Fremdkapital zurückgreifen. Entwicklungen auf dem Gesundheitsmarkt werden ständig dokumentiert und bewertet. Mitgliedschaften und ein aktives Agieren in Interessenverbänden erhöhen die Vorhersehbarkeit von geschäftsrelevanten Ereignissen und Entwicklungen. Die zukünftige weitere territoriale Expansion wird die Abhängigkeit zu einzelnen regional überproportionierten Krankenkassen verringern. Das Streben nach längerfristigen Verträgen mit gesetzlichen Kostenträgern für die überwiegende Mehrheit unserer Forderungen aus Lieferungen an Versicherte senkt das Risiko von Forderungsausfällen.

ii. Risiken

Es besteht eine relative Abhängigkeit zu mehreren Hauptlieferanten. Weiterhin werden renditestarke Produkte zunehmend von mittelständigen Firmen bezogen, deren Lieferfähigkeit regelmäßig beobachtet und bewertet werden muss. Änderungen in deren Firmen-/Vertriebsstrukturen können zum Ausschluss oder Einschränkung des Handels mit den entsprechenden Produkten führen. Etwaige Preiserhöhungen durch Lieferanten oder externe Dienstleister könnten nur zum sehr geringen Teil an Kunden (im Sinne von gesetzlichen Kostenträgern) weitergegeben werden. Inflationäre Auswirkungen betreffen uns deshalb besonders stark. Die Auswirkungen der Einführung des elektronischen Rezeptes in 2024 ist auf apothekenpflichtige Arzneimittel beschränkt und betrifft uns deshalb noch nicht. Auf die später geplante Einführung des elektronischen Rezeptes für Hilfsmittel und Teststreifen sind wir bereits vorbereitet und verfolgen die laufenden Entwicklungen. Angespannt ist weiterhin die personelle Situation durch den allgemeinen Arbeitskräftemangel, weil insbesondere unsere beratungsintensive Branche in vielen Bereichen spezialisierte Fachkräfte benötigt.

3. Chancenbericht

Der deutsche Diabetesmarkt ist nach wie vor einer der interessantesten europäischen Märkte für Hersteller von Medizinprodukten. Dementsprechend hoch sind die Qualität und die Auswahl an interessanten Medizinprodukten für die Diabetestherapie. Wir sehen im kommenden Jahr weitere Möglichkeiten, am Vertrieb von modernsten Medizinprodukten zur Diabetestherapie (Sensoren und Pumpen) zu partizipieren. Neben neuen Anbietern von innovativer Medizintechnik sehen auch bestehende marktführende Hersteller in uns als spezialisiertem Fachhandel einen Partner. Daher ist der Vertrieb dieser Produkte auch für 2024 durch Verträge und Konditionsvereinbarungen gesichert. Als neutral beratener Leistungserbringer mit zuverlässiger Versorgungsstruktur und zusätzlichen Beratungsdienstleistungen wollen wir weiter am Markt agieren. Damit wirken wir dem oftmals vorhandenen Beratungs- und Betreuungsdefizit erfolgreich entgegen. Wir werden unseren spezialisierten Außendienst, unsere regionalen Diabetesfachgeschäfte und den klassischen Versand mit telefonischer Beratung deshalb weiter ausbauen, um unseren geschäftlichen Erfolg fortzuführen. Der Ukrainekrieg und die damit verbundenen Einschränkungen und Sanktionen haben keinen Einfluss auf unseren Geschäftsbetrieb.

 

Dresden, 27. März 2024

Uwe Palm

Matthias Leonhardt

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 310.052,50 263.485,65
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 26.982,50 34.485,50
II. Sachanlagen 283.070,00 229.000,15
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1,00 1,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 283.069,00 227.912,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.087,15
B. Umlaufvermögen 3.791.232,36 3.706.501,48
I. Vorräte 1.183.214,45 1.134.150,26
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.578.357,63 2.542.945,23
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 29.660,28 29.405,99
C. Rechnungsabgrenzungsposten 27.117,68 44.851,82
Summe Aktiva 4.128.402,54 4.014.838,95

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 939.005,46 269.097,90
I. ausgegebenes Kapital 36.600,00 36.600,00
1. Gezeichnetes Kapital 60.000,00 60.000,00
2. eigene Anteile -23.400,00 -23.400,00
II. Kapitalrücklage 1.398,30 1.398,30
III. Gewinnvortrag 231.099,60 80.456,00
IV. Jahresüberschuss 669.907,56 150.643,60
B. Rückstellungen 1.057.609,51 734.413,56
C. Verbindlichkeiten 2.121.787,49 2.991.327,33
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.208.400,61 1.815.351,07
2. sonstige Verbindlichkeiten 913.386,88 1.175.976,26
D. Rechnungsabgrenzungsposten 10.000,08 20.000,16
Summe Passiva 4.128.402,54 4.014.838,95

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 6.512.328,70 5.471.039,13
2. Personalaufwand 3.593.835,90 3.386.526,38
a) Löhne und Gehälter 3.027.465,28 2.847.266,28
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 566.370,62 539.260,10
davon für Altersversorgung 16.924,68 23.279,28
3. Abschreibungen 101.109,14 112.521,48
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 101.109,14 112.521,48
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.720.922,50 1.713.819,09
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 462,84 495,22
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 107.543,32 37.786,57
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 317.135,12 68.178,23
8. Ergebnis nach Steuern 672.245,56 152.702,60
9. sonstige Steuern 2.338,00 2.059,00
10. Jahresüberschuss 669.907,56 150.643,60

Anhang

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Rechtliche Verhältnisse

Firma: SpeziMed GmbH
Sitz: Radeberg
Handelsregister: Dresden, HRB 26733

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB), der Vorschriften des GmbHG sowie der Bestimmungen im Gesellschaftsvertrag aufgestellt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten oder Herstellungskosten (gem. § 255 Abs. 2 bis 3 HGB) bilanziert.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu drei bzw. fünf Jahren) bewertet. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert. Erhaltene Zuschüsse wurden bei den Anschaffungskosten der betroffenen Wirtschaftsgüter abgezogen.

Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (Nutzungsdauern zwischen 3 und 33 Jahren) angesetzt.

Von der Bewertungsfreiheit für geringwertige Wirtschaftsgüter im Einzelwert bis Euro 800,00 wurde gemäß § 6 Abs. 2 EStG in vollem Umfang Gebrauch gemacht.

Auf den beigefügten Anlagenspiegel wird verwiesen.

Die Bewertung der Warenvorräte erfolgte zu den Anschaffungskosten. Diese wurden als gewogener Durchschnitt der Einkaufspreise ermittelt. Geleistete Anzahlungen sind zu Anschaffungskosten vor Erfüllung der Sachleistung angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert unter Berücksichtigung einer Pauschalwertberichtigung i.H.v. 1% des Nettoforderungsbestandes bilanziert. Für die Forderungsbestände aus den Jahren 2020 bis 2022 wurden Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden gemäß § 250 Absatz 1 HGB gebildet.

Von dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB aktiv latente Steuern zu aktivieren wurde kein Gebrauch gemacht.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert.

Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden gemäß § 250 Abs. 2 HGB für Einnahmen vor dem Abschlussstichtag passiviert, soweit sie Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

C. Angaben zur Bilanz

1. Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenständen enthalten Forderungen (Kautionen) in Höhe von Euro 13.231,57 mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

2. Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen

Bezeichnung Euro Stand 31.12.2023
Erstellung/Prüfung Jahresabschluss 20.000,00
Personalverpflichtungen 134.635,49
sonstige Rückstellungen 507.026,02
Aufbewahrungspflicht 16.115,00
677.776,51

Zu den sonstigen Rückstellungen:

Enthalten sind u.a. Verpflichtungen aus Rechts-, Beratungs- und Gerichtskosten sowie gegenüber der Berufsgenossenschaft.

3. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel

Stand 31.12.2023
TEuro
(Vorjahr)
Restlaufzeit bis 1 Jahr
TEuro
(Vorjahr)
Restlaufzeit über 1 Jahr
TEuro
(Vorjahr)
Restlaufzeit über 5 Jahre
TEuro
(Vorjahr)
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.208,4 1.208,4 0,0 0,0
(1.815,3) (1.815,3) (0,0) (0,0)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 608,0 607,6 0,4 0,0
(882,2) (881,8) (0,4) (0,0)
3. Sonstige Verbindlichkeiten, 304,8 304,8 0,0 0,0
• davon aus Steuern (293,5) (293,5) (0,0) (0,0)
• davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 291,0 291,0 0,0 0,0
(281,0) (281,0) (0,0) (0,0)
3,3 3,3 0,0 0,0
(2,7) (2,7) (0,0) (0,0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Abtretung von Ansprüchen gegen Optica besichert.

Der unter dem Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Betrag ist teilweise durch üblichen Eigentumsvorbehalt von Lieferanten besichert.

D. Sonstige Angaben

1. Anzahl der Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 73 Arbeitnehmer beschäftigt,

davon in Vollzeit 29
und in Teilzeit 44
davon männlich 16
und weiblich 57

2. sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nicht in der Bilanz erscheinende sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen wie folgt:

2024
T€
2025
T€
Miet- und Pachtverträge unbewegliches Anlagevermögen 239,0,0 239,0
• davon gegen verbundene oder assoziierte Unternehmen 0,0 0,0

Zum 31. Dezember 2023 bestehen Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von T€ 93,2.

Gegenstand der Leasingverträge mit Laufzeiten von 3 Jahren sind ausschließlich Fahrzeuge.

3. Organe

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Berichtsjahr:

Leonhardt, Matthias ausgeübter Beruf: Vertriebsgeschäftsführer

Palm, Uwe ausgeübter Beruf: kaufm. Geschäftsführer

Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht.

4. Angaben gemäß § 42 Abs. 3 GmbHG

Gegenüber Gesellschaftern bestehen keine Forderungen.

5. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet.

Anlagenspiegel

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge Abgänge-
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 191.133,44 7.147,00 171.297,94
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 191.133,44 7.147,00 171.297,94
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.495,00 1.494,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 674.751,17 146.835,99 1.087,15 500.113,53
39.491,78-
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.087,15 1.087,15- 0,00
Summe Sachanlagen 677.333,32 146.835,99 0,00 501.607,53
39.491,78-
Summe Anlagevermögen 868.466,76 153.982,99 0,00 672.905,47
39.491,78-
Abschreibungen Zuschreibungen- vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.650,00 26.982,50 34.485,50
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 14.650,00 26.982,50 34.485,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1,00 1,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 86.459,14 283.069,00 227.912,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.087,15
Summe Sachanlagen 86.459,14 283.070,00 229.000,15
Summe Anlagevermögen 101.109,14 310.052,50 263.485,65

Bericht des Aufsichtsrats

In Anbetracht der Beschäftigtenzahl (< 500) wurde kein Aufsichtsrat bestellt.

Die GmbH wird durch die Geschäftsführung vertreten.

sonstige Berichtsbestandteile

 

gez. Uwe Palm

gez. Matthias Leonhardt

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 08.11.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach §§ 276, 327 in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SpeziMed GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SpeziMed GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SpeziMed GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dresden, 16. August 2024

B & P GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Stephanie Oberhauser, Wirtschaftsprüferin

gez. Rico Hitzing, Wirtschaftsprüfer

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