High Precision Components Witten GmbH

Dortmunder Straße 54, 58455 Witten, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bochum HRB 15647
Vorher
DELTA VIERHUNDERTEINUNDZWANZIG Unternehmensverwaltungs-GmbH
Eingetragen
16.4.2015
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und Antriebselementen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, Konstruktion, Fertigung, logistische Abwicklung und der Vertrieb von Scharnieren, KfZ-Strukturelementen und Getriebeteilen sowie projektmäßige Dienstleistungen sowie die Herstellung von industriellen Erzeugnissen insbesonderre für die Automobilindustrie und der Handel mit allen vorgenannten Erzeugnissen. Die Gesellschaft ist zu allen Handlungen berechtigt, die unmittelbar oder mittelbar diesen Zweck fördern oder geeignet sind, ihm zu dienen. Sie kann zu diesem Zweck auch andere Unternehmen mit gleichem oder ähnlichem Gegenstand im In- und Ausland erwerben oder sich an solchen Unternehmen in jeder geeigneten Form beteiligen. Sie darf Zweigniederlassungen und Tochtergesellschaften im In- und Ausland errichten. Die Gesellschaft wird keine Geschäfte tätigen, die gesetzlich einer Erlaubnis bedürfen, insbesondere nach § 34c GewO, dem Rechtsdienstleistungsgesetz, dem Steuerberatungsgesetz, dem Kreditwesengesetz oder dem Investmentgesetz.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Robert Krul
seit 6.2.2025
Geschäftsführer
Robert Codogni
seit 17.1.2024
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
HILO Group GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

High Precision Components Witten GmbH

Witten

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die High Precision Components Witten GmbH (nachfolgend "hpc") wurde am 10. April 2015 gegründet. Ihr Unternehmensgegenstand ist die Entwicklung, Konstruktion, Fertigung, logistische Abwicklung und der Vertrieb von Scharnieren, KfZ-Strukturelementen und Getriebeteilen sowie projektmäßigen Dienstleistungen für die Automobil- und Automobilzulieferindustrie. Zu diesem Zweck hat die Gesellschaft mit Wirkung zum 11. September 2015 am Standort Witten ein bestehendes Werk im Wege der Einzelrechtsnachfolge von der global operierenden Metalsa Automotive Gruppe unter Führung der Metalsa S.A. de C.V., Apodaca /Mexiko, erworben.

2. Ziele und Strategien

Die hpc ist ein Unternehmen der Automobilzulieferindustrie mit den Kernkompetenzen in der Entwicklung und Produktion von Präzisionsbauteilen für das Automobil mit den Produktschwerpunkten Getriebemodule/Schaltgabeln, Karosserie- und Rahmenmodule, Scharniere und Verschlusssysteme.

Die hpc ist Ansprechpartner für seine Kunden und begleitet die Entwicklung von Produkten von der ersten Konzeptphase eines Bauteiles über die wirtschaftliche Industrialisierung und Produktion bis zur Ersatzteilversorgung nach Auslauf der Serie.

Die hpc hat in den letzten Jahren das ursprüngliche Geschäftsfeld komplexer Getriebeteile um komplexe Scharniere in Verbindung mit Schmiedeteilen sowie Karosserie- und Rahmenmodule erweitert. Damit gelang eine weitgehende Unabhängigkeit vom Antriebsstrang des jeweiligen Automobilmodels.

Die im Wesentlichen auftragsspezifischen Entwicklungsaktivitäten beziehen sich überwiegend auf nachstehende Produktgruppen:

Komplexe Scharnierbaugruppen

Getriebeteile

Karosserie- und Rahmenmodule

3. Aufwand Forschung und Entwicklung

Der Bereich Forschung und Entwicklung bei hpc umfasst im Rahmen einer integrierten Produkt- und Prozessentwicklung die CAD-Konstruktion, FEM (Finite Element)-Berechnung, Rapid Prototyping/Tooling von Betriebsmitteln und Teilen für die oben genannten Produktgruppen.

Im Geschäftsjahr 2023 betrug der Aufwand für Forschung und Entwicklung TEUR 999 (Vj. TEUR 1.432). In vergangenen Geschäftsjahren als selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände aktivierte F&E Aufwendungen wurden im Berichtszeitraum in Höhe von TEUR 116 (Vj. TEUR 114) planmäßig abgeschrieben.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

1 Der weltweite Kampf gegen die Inflation und der Russland-Ukraine-Konflikt belasten weiterhin die Weltwirtschaft, auch wenn sich Erholungstendenzen zeigen. Durch die höheren Zinsen und die anhaltenden Preissteigerungen wird der Konsum in Europa und in den USA gedämpft. In China ist aufgrund der dortigen Situation im Immobilienmarkt (sinkende Preise, drohende Zahlungsausfälle) und dem schwachen Arbeitsmarkt das Konsumverhalten ebenfalls belastet. 2 Die geopolitischen Unwägbarkeiten bleiben ein Risikofaktor. Die durch den Russland-Ukraine-Konflikt verursachten Preissteigerungen im Energiemarkt befinden sich trotz Volatilität auf niedrigerem Niveau als im Vorjahr. Der International Monetary Fund (IMF) 3 reduzierte im Jahresverlauf durchweg seine für 2023 projizierten Veränderungen des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) deutlich. Insgesamt liegen jetzt auch die für 2023 erwarteten Steigerungen des BIP deutlich unter den Werten des Jahres 2022. In Deutschland sank das Wirtschaftswachstum im Vergleich zu 2022 von 1,8 % auf -0,3 %, in Europa (Europäische Union) von 3,4 % auf 0,5 %, sowie weltweit von 3,5 % auf 3,1 %. In den für die deutsche Automobil-Industrie wichtigen Absatzmärkten USA und China stieg das BIP. In den USA betrug die Steigerung 2,5% nach 1,9 % in 2022 und in China sogar 5,2 % gegenüber 3,0 % in 2022.

1 https://www.bmwgroup.com/content/dam/grpw/websites/bmwgroup_com/ir/downloads/de/2023/q3/BMW_Q3- 2023 DE.pdf
2 https://group.mercedes-benz.com/dokumente/investoren/berichte/zwischenberichte/q3/mercedes-benz-zwischenbericht-q3- 2023.pdf23
3 https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2023/01/31/world-economic-outlook-update-january-2023

4 Die Nachfrage auf den Automobil-Märkten konnte, durch die weitere Entspannung in der Versorgungssituation der Lieferketten und der weitgehenden Normalisierung der Produktion, besser als im Vorjahr bedient werden. 5 Die weltweiten Absatzzahlen stiegen bei der Volkswagen Group um 12 %, bei der Mercedes-Benz Group um 1,5 % und der BMW Group um 6,5%. 6 Im deutschen Automobil-Markt wird für 2023 mit ca. 2,83 Millionen Neuzulassungen gerechnet, das einen Anstieg von 6,8 % zum Vorjahr bedeutet.

2. Geschäftsverlauf

Der Umsatzverlauf in 2023 zeigte sich nach einer anfänglichen Abschwächung in Januar und Februar robust. Auch in 2023 musste hpc in vielen Verhandlungsrunden mit den Kunden die verhandelten Preisaufschläge verteidigen. Hier musste hpc zwar Preiszugeständnisse machen, diese konnten aber durch Einsparungen auf der Beschaffungsseite weitgehend ausgeglichen werden. Durch die verbesserte interne Logistik sowie die angepasste Bevorratung konnte hpc die Versorgungssicherheit für die Kunden jederzeit gewährleisten. Trotzdem stellten unterjährig schwankende Kundenabrufe mit überdurchschnittlich hohen Steigerungen und Reduzierungen, der Mangel an Facharbeitskräften und die teilweise unsichere Versorgung mit Rohmaterial eine kontinuierliche Herausforderung für die hpc dar.

Grundsätzlich ist die hpc mit rund 50 Millionen Umsatz ein kleiner Tier-1-Lieferant und hat es meist mit deutlich größeren Kunden, aber auch Lieferanten zu tun. Daher haben die geschäftsführenden Gesellschafter in 2023 begonnen einen strategischen Partner zu suchen, mit welchem die hpc langfristig größer und stärker in der Automobilzuliefererindustrie aufgestellt ist. Ende 2023 war diese Suche erfolgreich. Die Gesellschafter verkauften sämtliche Geschäftsanteile an die Mutares SE & Co. KGaA, eine Beteiligungsgesellschaft, die sich auf die Übernahme von Unternehmensteilen großer Konzerne und von mittelständischen Unternehmen in Umbruchsituationen spezialisiert hat. Bei Mutares ist hpc nun im Segment "Automotive & Mobility" Bestandteil der HILO Group, die als Systemlieferant für Automobiltechnik ein vielfaches Umsatzvolumen der hpc und somit die gewünschte Marktstärke hat.

Der Umsatz der hpc lag im Zeitraum vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 mit TEUR 54.827 erneut deutlich über dem Umsatz 2022 (Vj. TEUR 44.707) und damit auch über Budget.

4 https://group.mercedes-benz.com/dokumente/investoren/berichte/zwischenberichte/q3/mercedes-benz-zwischenbericht-q3-2023.pdf23
5 https://files.mercedes-fans.de/magazin/news/truebe-aussichten-fuer-die-deutschen-automobilin dustrie-ausblick-2024-situation-der-lieferanten-von-teilen-und-komponenten-verschlechtert-sich.20775
6 https://www.n-tv.de/wirtschaft/Der-deutschen-Autobranche-droht-eine-Existenzkrise-article24615997.html

Dieser Anstieg ist auf eine über das Geschäftsjahr betrachtet gute Auftragslage sowie das neue Produktportfolio der hpc (in 2023 gab es bei der hpc weitere 4 Neuanläufe) zurückzuführen.

Die zuverlässige Versorgung der Kunden sowie die oben genannten Preisverhandlungen standen somit auch 2023 für die Geschäftsleitung im Mittelpunkt ihrer Tätigkeit.

Vor Sondereinflüssen betrug das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) TEUR 2.451 nach TEUR 1.636 in 2022. Die positive Veränderung ist im Wesentlichen auf die deutlich höheren Umsätze im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr zurück zu führen.

Mit der Übernahme der hpc durch die Mutares zum 01. Dezember 2023 fielen Einmalaufwendungen in Höhe von TEUR 452 an, die das EBITDA nach Sondereinflüssen belasteten und auf TEUR 1.999 reduzierten.

Weiterhin wurden mit der Übernahme durch Mutares Grunderwerbssteuern bei der hpc ausgelöst in Höhe von TEUR 442, die das Ergebnis vor Auflösung des passivischen Ausgleichspostens entsprechend beeinflusst haben.

Ein weiterer Sondereinfluss war die erstmalige Bildung latenter Steuern auf die selbsterschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 160 im Aufwand aus Steuern vom Einkommen und Ertrag. Diese werden in den nächsten Jahren ertragserhöhend aufgelöst.

Vor dem Hintergrund der weiterhin schwierigen Gesamtlage für die deutschen Automobilzulieferbetriebe, ist die Geschäftsführung mit dem erreichten Ergebnis sehr zufrieden. Die im letzten Lagebericht genannten Ziele für 2023: moderate Umsatz- und Ergebnissteigerung wurden vor Einrechnung der genannten Einmaleffekte sogar übertroffen.

3. Lage

3.1 Ertragslage

Im Zeitraum vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 wurden Umsatzerlöse von TEUR 54.827 (Vj. TEUR 44.707) erzielt. Wesentliche Einflüsse bestanden in den Neuanläufen bei der hpc sowie der weitgehend erreichten Preisstabilität bei den Kunden.

Der Materialaufwand ist im Vergleich zum Umsatz unterproportional angestiegen, wodurch sich die Materialquote von 64,80% auf 61,14% verbessert hat. Ursächlich waren hierfür verbesserte Einkaufsbedingungen.

Wie bereits in den Vorjahren wurden Vorräte verbraucht, die der hpc bei der Übernahme des Werkes Witten ohne Anschaffungskosten zur Verfügung gestellt wurden. Dies hat aber mittlerweile keinen wesentlichen Einfluss mehr auf den Materialaufwand.

Der Personalaufwand (TEUR 13.565; Vj. TEUR 11.459) hat sich deutlich erhöht. Diese Erhöhung ist im Wesentlichen auf einen Anstieg der tariflichen Löhne und Gehälter, Sonderzahlungen (Inflationsausgleich) sowie zusätzlicher Einstellungen zurückzuführen.

Bedingt durch das Wachstum hat sich der sonstige betriebliche Aufwand von TEUR 3.900 auf TEUR 5.846 erhöht. Das EBITDA vor Sondereinflüssen betrug TEUR 2.451 (Vj. TEUR 1.636) und nach Sondereinflüssen durch den Gesellschafterwechsel TEUR 1.999. Aufgrund der beschriebenen, einmaligen Sondereffekte ergibt sich im Berichtszeitraum ein negatives Jahresergebnis. Ohne diese Sondereffekte ergibt sich ein rechnerisches Jahresergebnis (vor Ausgleich durch den passivischen Ausgleichsposten) von TEUR 321 (Vj. TEUR 23).

Der Anstieg des Zinsaufwandes von TEUR 185 auf TEUR 377 resultiert aus der aufgrund der höheren Umsätze gestiegenen Factoring-Finanzierung bei gleichzeitig deutlich gestiegenem Referenzzinssatz.

3.2 Finanzlage

3.2.1 Netto-Finanzverbindlichkeiten

Der Finanzmittelbestand betrug zum Bilanzstichtag TEUR 1.608 (Vj. TEUR 1.433) und besteht vollständig aus liquiden Mitteln.

Dem stehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 5.098 (Vj. TEUR 5.519) und Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von TEUR 925 (Vj. TEUR 738) gegenüber.

3.2.2 Operativer Cash Flow

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Bestand an liquiden Mitteln (Net Cash Flow) zum 31. Dezember 2023 um TEUR 175 (Vj. TEUR -176) auf TEUR 1.608 (Vj. TEUR 1.433) erhöht; der Operating Cash Flow (OCF) war im Berichtszeitraum erneut deutlich positiv und betrug TEUR 1.973 (Vj. TEUR 2.174). Wesentliche Einflussfaktoren waren der um die Abschreibungen bereinigte Jahresüberschuss sowie eine Erhöhung der Rückstellungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Vergleich zum Vorjahresstichtag.

Das kurzfristige Fremdkapital war zu 19,9 % (Vj. 20,2 %) durch liquide Mittel gedeckt. Unter Einbeziehung der Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und Vorräte betrug die Deckungsrate des kurzfristigen Fremdkapitals durch liquide und liquiditätsnahe Mittel 125,8 % (Vj. 135,4%).

3.2.3 Cash Flow aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit

Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit lag für den Betrachtungszeitraum bei TEUR -1.563 (Vj. TEUR -811). Im Berichtszeitraum wurde insbesondere in die Digitalisierung der Fertigung sowie eine Photovoltaikanlage investiert.

Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit lag bei TEUR -234 (Vj. TEUR -1.539). Laufende Bank- und Finanzierungsverbindlichkeiten wurden im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 1.058 (Vj. TEUR 1.833) getilgt.

Das im Zuge der Corona-Pandemie in 2020 aufgenommene KfW-Darlehen wurde mit einer deutlichen Laufzeitverlägerung umfinanziert. Dadurch wurde die jährliche Tilgung deutlich verringert. Weiterhin wurden die oben genannten Investitionen zu einem großen Teil finanziert.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten befinden sich vier Darlehen der Sparkasse Witten von insgesamt EUR 5,1 Mio. mit einer Restlaufzeit von vier bis zehn Jahren. Diese Darlehen wurden zur Finanzierung von Produktionsanlagen sowie zur Umfinanzierung des KfW-Corona-Darlehens verwendet.

3.3 Vermögenslage

Insgesamt hat sich die Bilanzstruktur der hpc nur geringfügig verändert. Die größten Veränderungen zum Vorjahresstichtag finden sich auf der Aktivseite bei den Vorräten sowie bei den Rückstellungen und den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Bilanzsumme der hpc beläuft sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 auf TEUR 17.463 (Vj. TEUR 16.677).

Das Eigenkapital (Gezeichneten Kapital) liegt bei TEUR 25 (Vj. TEUR 25).

Der passive Ausgleichsposten von TEUR 4.323 (Vj. TEUR 4.729) ist durch die geleistete Zuzahlung des Veräußerers des Werkes Witten (sog. "Negativer Kaufpreis") in Höhe von TEUR 16.700 entstanden und hat sich im Verlauf der Geschäftsjahre seit 2015 durch die Verrechnung der laufenden Ergebnisse um TEUR 11.971 auf TEUR 4.323 verringert.

Das Anlagevermögen hat sich nur geringfügig erhöht, weil die Gesellschaft im Wesentlichen in Höhe der Abschreibung investiert getätigt hat. Im Berichtszeitraum wurde insbesondere in die Digitalisierung der Fertigung sowie eine Photovoltaikanlage investiert.

Der Vorratsbestand liegt zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 bei TEUR 7.557 (Vj. TEUR 7.130).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen mit TEUR 313 (Vj. TEUR 353) aufgrund der in 2021 geschlossenen Factoring-Vereinbarung auf einem relativ niedrigen Niveau.

Die gesamten Rückstellungen betrugen TEUR 2.141 (Vj. TEUR 1.154) und die Verbindlichkeiten betrugen TEUR 10.951 (Vj. TEUR 10.746). Details zu diesen Positionen sind im Anhang beschrieben.

3.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Vor Sondereinflüssen betrug das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) als wesentliche Steuerungsgröße TEUR 2.451 nach TEUR 1.636 in 2022. Die positive Veränderung ist im Wesentlichen auf die deutlich höheren Umsätze im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr zurückzuführen.

Mit der Übernahme der hpc durch die Mutares zum 01. Dezember 2023 fielen Einmalaufwendungen in Höhe von TEUR 452 an, die das EBITDA nach Sondereinflüssen belasteten und auf TEUR 1.999 reduzierten.

4. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage

Im Geschäftsjahr 2023 haben sich Umsatz und Ergebnis (vor den oben beschriebenen Sondereffekten) der hpc deutlich gegenüber 2022 und den vorherigen Krisenjahren verbessert. Trotzdem stellt die Vielzahl der Unsicherheiten von der globalen Wirtschafts- und Sicherheitslage bis zur Auswirkung von Influenza- und Coronawellen weiterhin eine große Herausforderung dar. Hpc hat auf alle diese Einflüsse schnell und angemessen reagiert und konnte so das Jahr 2023 erfolgreich abschließen. Die hpc hat ein sehr gutes Produkt- und Auftragsportfolio und muss jetzt das vorhandene Geschäft und die zur Verfügung stehenden Ressourcen so einsetzten, dass weiterhin positive Ergebnisse erzielt werden.

Ein wichtiger Meilenstein zur Zukunftssicherung der hpc stellte die Suche nach einem starken Partner dar. Hierauf hat hpc im Verlauf des Geschäftsjahres erheblich Ressourcen eingesetzt.

Die zum 01.12.2023 erfolgte Übernahme der Geschäftsanteile durch die Mutares und die strategische Einbindung der hpc in die HILO Gruppe mit drei weiteren Einheiten im Bereich Automotive ist der erfolgreiche Abschluss dieser Bemühungen.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

a. Geschäftsverlauf und Lage

7 Für 2024 rechnet der IMF für die Weltwirtschaft mit einer Steigerung des BIP um 3,1 %, welchem dem erwarteten Wachstum in 2023 entspricht. Die prognostizierte Steigerung fällt in den einzelnen Geographien unterschiedlich aus: Deutschland 0,5 %, und Europa (Europäische Union) 0,9 % weisen dabei besonders niedrige Wachstumsraten aus. Die USA mit 2,1 % liegen unter und China mit 4,6 % über den durchschnittlichen Wachstumsprognosen.

8 Die Prognose für die Neuzulassungen im deutschen Absatzmarkt erwartet einen Rückgang auf 2,65 Millionen Einheiten. "Für den europäischen Absatzmarkt wird mit einem Plus von 4 % ein Wachstum beim Absatz erwartet. In den USA rechnet man mit einem Plus von 2 % und in China mit einem Plus von 1 %. Weltweit wird ein Plus von 2 % erwartet.

b. Umsatz und Ergebnis

Für 2024 und 2025 planen wir mit konstanten Umsätzen gegenüber 2023. Wir gehen von leicht steigenden Materialkosten sowie einem höheren Personalaufwand aus. Dem gegenüber steht ein Rückgang bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Im Ergebnis planen wir mit etwas niedrigeren Ergebnissen im Vergleich zu 2023 (ohne Sondereinflüsse). Es ist aber darauf hinzuweisen, dass aufgrund der Vielzahl an gesamtwirtschaftlichen Risiken (kriegerische Auseinandersetzungen, Inflation, Anfälligkeit der Lieferketten, Energie-Rationierungen, Fachkräftemangel) die geplanten Zahlen in der Realität auch deutlich abweichend entwickeln können.

7 https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2024/01/30/world-economic-outlook-update-january-2024
8 https://www.autohaus.de/nachrichten/autohandel/zdk-prognose-automarkt-legt-2024-rueckwaertsgang-ein-3463094
9 https://www.swrfernsehen.de/marktcheck/automobilindustrie-vda-jahresauftakt-2024-100.html

c. Liquidität und Cashflow

Wir planen mit einer höheren Liquidität gegenüber dem 31. Dezember 2023 aufgrund eines Sale-und-Lease-back Geschäfts.

d. Gesamtaussage

Zusammenfassend stellt sich der Ausblick für die hpc weiterhin positiv dar.

2. Risikobericht

a. Liquiditätsrisiken

Um eine möglichst effiziente Deckung des Finanzbedarfs für das operative Geschäft und Investitionen sicherzustellen und rechtzeitig mögliche Liquiditätsengpässe identifizieren zu können, werden die erforderlichen Informationen durch eine rollierende Finanzplanung bereitgestellt und einer periodischen Abweichungsanalyse unterzogen.

Im Rahmen der Monatsabschlüsse werden insbesondere zur Überwachung des Operating Cash Flow, monatliche Abweichungsanalysen und rollierende Forecasts vorgenommen.

Mögliche Liquiditätsengpässe werden so erkannt und können proaktiv verhindert werden.

b. Ausfallrisiken

Die hpc beliefert das Premiumsegment der deutschen Automobilindustrie. Forderungsausfälle werden als äußerst gering eingeschätzt Der Verkauf des Großteils der Forderungen im Rahmen einer Factoring-Vereinbarungen hat die Ausfallrisiken zusätzlich verringert.

C. Preisänderungsrisiken

Grundsätzlich sind bestehende Aufträge zu fest vereinbarten Absatzpreisen abgeschlossen. Vereinbarte Savings sind eingepreist und geben hpc eine mittelfristige Planungssicherheit. Darüberhinausgehende Preisnachlässe sind nicht geplant, können jedoch nicht immer ausgeschlossen werden. Preisanpassungen werden mit den Kunden verhandelt und bieten die Chance der Ergebnisverbesserung.

Als Risiko auf der Beschaffungsseite sind Preissteigerungen zu nennen, die nicht über Materialpreisgleitklauseln (MTZ) abgefangen werden. Dies betrifft bei hpc im Wesentlichen bestimmte Zukaufteile, Dienstleistungen und Energie, die mit den Kunden nachverhandelt werden müssen.

d. Andere operative Risiken

Im Rahmen der betrieblichen Tätigkeit ergeben sich potentielle Risiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinflussen können. Dies sind insbesondere mögliche Qualitäts- und Produktionsrisiken im Fertigungsprozess und deren Folgen (zum Beispiel Rückrufkosten oder sonstiger Schadenersatz bei fehlerhaften Lieferungen) sowie die konjunkturelle Entwicklung des Automobilabsatzes im Allgemeinen. Insbesondere bei Risiken mit geringer Eintrittswahrscheinlichkeit und potentiell hohem Schaden wird durch Abschluss geeigneter Versicherungen Risiko übertragen, um das für die Gesellschaft verbleibende Restrisiko in einem vertretbaren Rahmen zu halten.

e. Herausforderungen für 2024

Die beschriebenen Unsicherheiten werden hpc auch in 2024 begleiten. In den letzten Jahren hat hpc die Vielzahl der Krisen gut bewältigt. Wir gehen davon aus, dass wir weiterhin gemeinsam mit unseren Stakeholdern Lösungen erarbeiten, so dass hpc auch zukünftig erfolgreich agiert.

f. Gesamtbewertungen

Die Gesamtrisikosituation wird im Rahmen des bestehenden Risikomanagements kontinuierlich analysiert und gesteuert. Die Gesellschaft hat mit den vorstehenden Ziffern a bis d bestandsgefährdende Risiken identifiziert und ist davon überzeugt, dass diese durch die eingeleiteten Maßnahmen eliminiert werden können.

3. Chancenbericht

a. Preisänderungschancen

Grundsätzlich sind bestehende Aufträge zu fest vereinbarten Absatzpreisen abgeschlossen. Vereinbarte Savings sind eingepreist und geben hpc eine mittelfristige Planungssicherheit. Darüberhinausgehende Preisnachlässe sind nicht geplant, können jedoch nicht immer ausgeschlossen werden. Preisanpassungen werden mit den Kunden verhandelt und bieten die Chance der Ergebnisverbesserung.

Trotz der momentanen allgemeinen Preissteigerungen für unsere Vorprodukte sind aus unserer Sicht grundsätzlich auf der Beschaffungsseite Preisreduzierungen als Chance zu nennen, die sich positiv auf das Ergebnis auswirken.

 

Witten, 31. Mai 2024

gez. Robert Codogni

gez. Dirk Dieckhöfer

gez. Radu-Marcel Joia

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Vorjahr
EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 471.168,00 587
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 211.310,00 156
682.478,00 743
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 728.371,00 235
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.808.470,00 4.269
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.537.106,96 1.560
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 119.250,00 0
6.193.197,96 6.064
6.875.675,96 6.807
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.472.684,53 3.031
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 2.528.897,44 2.565
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.546.363,51 1.524
4. Geleistete Anzahlungen 9.300,00 9
7.557.245,48 7.129
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 312.552,80 353
2. Sonstige Vermögensgegenstände 706.432,37 674
davon gegenüber verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (i.V. TEUR 5.110)
1.018.985,17 1.027
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.608.063,67 1.433
10.184.294,32 9.589
C. Rechnungsabgrenzungsposten 402.594,67 281
davon aus Disagio: EUR 9.791,91 (i.V. TEUR 12)
17.462.564,95 16.677

PASSIVA

Vorjahr
EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25
II. Gewinnvortrag 22.862,50 0
III. Jahresüberschuss 0,00 23
47.862,50 48
B. Passiver Ausgleichsposten 4.162.326,74 4.729
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 456.880,56 15
2. Sonstige Rückstellungen 1.683.889,68 1.139
2.140.770,24 1.154
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.097.552,17 5.519
2. Verbindlichkeiten aus Finanzierung 925.473,27 738
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.259.163,48 3.778
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 24.216,50 0
5. Sonstige Verbindlichkeiten 644.885,13 711
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 100.295,09 (i.V. TEUR 95)
davon aus Steuern: EUR 215.188,50 (i.V. TEUR 322)
davon gegenüber verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (i.V. TEUR 213)
10.951.290,55 10.746
E. Passive latente Steuern 160.314,92 0
17.462.564,95 16.677

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Vorjahr
EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 54.827.206,37 44.707
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 197.125,77 1.075
3. Sonstige betriebliche Erträge 71.401,12 183
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -26.661.171,90 -23.481
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -7.024.221,97 -5.488
-33.685.393,87 -28.969
5. Rohergebnis 21.410.339,39 16.996
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -11.445.032,30 -9.555
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.120.335,55 -1.903
-13.565.367,85 -11.458
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen -1.493.938,87 -1.322
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.846.203,96 -3.900
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -376.620,22 -185
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -159.921,31 -16
11. Ergebnis nach Steuern -31.712,82 115
12. Sonstige Steuern -535.221,82 -91
13. Ergebnis vor Auflösung des passiven Ausgleichsposten -566.934,64 24
14. Erträge aus der Auflösung des passiven Ausgleichsposten 566.934,64 0
15. Jahresüberschuss 0,00 24

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

A. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

I. Grundlagen

Die High Precision Components Witten GmbH mit Sitz in Witten wurde am 10. April 2015 gegründet und unter der HRB 15647 in das Handelsregister des Amtsgerichtes Bochum eingetragen. Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, Konstruktion, Fertigung, logistische Abwicklung und der Vertrieb von Scharnieren, Kfz-Strukturelementen und Getriebeteilen sowie projektmäßige Dienstleistungen sowie die Herstellung von industriellen Erzeugnissen insbesondere für die Automobilindustrie und der Handel mit allen vorgenannten Erzeugnissen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. 275 HGB wurden angewandt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

In der Bilanz werden erstmalig Verbindlichkeiten aus Finanzierung ausgewiesen, die bislang in den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfasst worden sind. Das Vorjahr wurde entsprechend angepasst. Darüber hinaus werden erstmalig Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Das Vorjahr wurde nicht angepasst.

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Von dem Wahlrecht des § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB wurde im Geschäftsjahr nicht Gebrauch gemacht. Die in den Vorjahren aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (Buchwert TEUR 471, Vj. TEUR 587) umfassen Produktentwicklungskosten. Die Bewertung bestimmt sich nach §§ 253 Abs. 1 Satz 1, 255 Abs. 2, Abs. 2 a HGB (bei der Entwicklung anfallende Herstellungskosten) unter Berücksichtigung des § 253 HGB (lineare planmäßige Abschreibungen, angelehnt an die jeweilige Nutzungsdauer des entsprechenden Projektes.

Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung wurden nicht aktiviert.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um lineare planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Sachanlagen zum Bilanzstichtag sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Bei Zugängen von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen erfolgt eine zeitanteilige Abschreibung der Vermögensgegenstände im Zugangsjahr.

Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) mit Anschaffungskosten bis zu EUR 250,00 werden im Jahr ihrer Anschaffung sofort abgeschrieben.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Ein Teil der Vorräte, der die Voraussetzungen des § 240 Abs. 3 Satz 1 HGB erfüllt, wird als Festwert geführt (TEUR 452, Vj. TEUR 452) und in den Fertigen Erzeugnissen ausgewiesen.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung wurden nicht aktiviert.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Risikobehafteten Posten wird grundsätzlich durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennbetrag angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet zeitanteilig abgegrenzte Zahlungen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

Auf die Bilanzierung von aktiven latenten Steuern wird entsprechend § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB verzichtet.

Das gezeichnete Kapital ist vollständig einbezahlt; es ist mit dem Nennbetrag angesetzt.

Der passive Ausgleichsposten ist durch die geleistete Zuzahlung des Veräußerers des Werkes Witten (sog. "Negativer Kaufpreis") entstanden und ist mit dem Nennwert angesetzt. Aufgrund seines eigenkapitalähnlichen Charakters wird er direkt nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Der passive Ausgleichsposten wird in der Höhe ertragswirksam aufgelöst, in der im Geschäftsjahr Verluste entstehen.

Die Steuerrückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Etwaige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die passiven latenten Steuern werden für Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Bilanzwerten der angesetzten Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten und deren steuerlichen Wertansätzen gebildet.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet, bei Zugang erfolgt die Bewertung zum Vormonatsendkurs.

B. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Der Großteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde im Geschäftsjahr im Rahmen eines Factoring-Vertrages an einen deutschen Factor verkauft. Zum Stichtag waren Forderungen in Höhe von 6,2 Millionen EUR (Vj. 4,2 Millionen EUR) an den Factor verkauft. Der Factor trägt das Delkredere-Risiko. Daher und aufgrund einem aus der Kundenstruktur resultierenden sehr geringen Kreditrisiko wird auf den Ansatz einer Pauschalwertberichtigung verzichtet.

Zum 31.12.2023 waren Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 63 (Vj. TEUR 50) bilanziert.

Der Betrag der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr beträgt TEUR 50 (Vj. TEUR 49).

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gemäß § 268 Abs. 8 HGB sowie § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt TEUR 311 (Vj. TEUR 587). Der Betrag setzt sich wie folgt zusammen:

Betrag (EUR)
Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 471.168,00
./. darauf entfallende passive latente Steuer
• Körperschaftsteuer 15,0% ./. 70.675,20
• Solidaritätszuschlag 5,5% ./. 3.887,14
• Gewerbesteuer 18,2% (Hebesatz 520 v.H.) ./. 85.752,58
Gesamt 310.853,08

Passiver Ausgleichsposten

Der aus dem Erwerb des Werkes Witten entstandene passive Ausgleichsposten hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Stand zum 31. Dezember 2022 4.729.261,38
Auflösung in Höhe des Fehlbetrages für das Geschäftsjahr 2023 566.934,64
Stand zum 31. Dezember 2023 4.162.326,74

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen aus Rückstellungen für Boni, Gleitzeitguthaben, Weihnachtsgeld, Urlaubsansprüche, Abfindungen und ausstehende Lieferantenrechnungen.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel (in TEUR)

davon mit einer Restlaufzeit von
insgesamt bis zu einem Jahr 1 bis 5 Jahren mehr als 5 Jahren Besicherung
Verbindlichkeiten gegenüber. Kreditinstituten 5.098 774 2.706 1.618 6.465
(Vj.) (5.519) (1.258) (3.990) (270) (6.212)
Verbindlichkeiten aus Finanzierung 925 254 672 0 1.347
(Vj.) (738) (180) (559) (44) (1.221)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.259 4.259 0 0 0
(Vj.) (3.778) (3.778) (0) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 24 24 0 0 0
(Vj.) (0) (0) (0) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 645 645 0 0 0
(Vj.) (711) (711) (0) (0) (0)
Summe 10.951 5.955 3.378 1.618 7.812
(Vj.) (10.746) (5.927) (4.505) (314) (6.212)

Die bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im Wesentlichen (TEUR 5.000, Vj. TEUR 5.000) durch Eintragung einer Grundschuld besichert. Weiterhin bestehen für TEUR 2.652 (Vj. TEUR 992) Sicherungsübereignungen an Produktionsanlagen und Werkzeugen (Buchwerte zum jeweiligen Stichtrag 31. Dezember).

Darüberhinausgehende Besicherungen der Verbindlichkeiten bestehen durch branchenüblichen Eigentumsvorbehalt bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfielen im Vorjahr TEUR 213 auf Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Zusammenhang mit der bestehenden umsatzsteuerlichen Organschaft. Diese umsatzsteuerliche Organschaft besteht aufgrund des im Dezember 2023 vollzogenen Gesellschafterwechsels nicht mehr.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen i.H.v. TEUR 24 betreffen ausschließlich den alleinigen Gesellschafter.

Latente Steuern

Die passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 160 (Vj. TEUR 0) beruhen auf Differenzen zwischen den steuerlichen und handelsrechtlichen Wertansätzen bei den selbsterschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen. Für die Ermittlung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz in Höhe von 34,025% (Körperschaftsteuer (15,0%) sowie Solidaritätszuschlag (5,5%) und Gewerbesteuer (18,2%)) angesetzt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Verpflichtungen aus nicht abgeschlossenen Investitionen 643 112
Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverhältnissen
- fällig im Folgejahr 306 460
- fällig im 2. bis 5 Jahre 343 593
- fällig nach 5 Jahren 9 5
Summe 658 1.058
Sonstige finanzielle Verpflichtungen insgesamt 1.301 1.170

Die Erhöhung bei den nicht abgeschlossenen Investitionen resultiert aus Bestellungen für zwei automatisierten Schweißanlagen, die Anfang 2024 fertiggestellt und bezahlt wurden.

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB.

Außerbilanzielle Geschäfte

Zum Berichtszeitpunkt wurden Kundenforderungen in Höhe in Höhe von 6,2 Millionen EUR (Vj. 4,2 Millionen EUR) an eine deutschen Factoring Gesellschaft verkauft. Der Factoring-Finanzierungsrahmen betrugt zum Stichtag 4,5 Millionen EUR, mittlerweile wurde der Factoring-Finanzierungsrahmen auf 5,5 Millionen EUR erhöht. Es handelt sich um echtes Factoring, da mit dem Forderungsverkauf das Forderungsausfallrisiko auf die Factoring Gesellschaft übergeht.

C. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2023 2022
TEUR % TEUR %
nach Regionen
- Inland 40.914 74,6 33.752 75,5
- Übrige EU-Länder 13.892 25,3 10.901 24,4
- Übrige Länder 21 0,1 54 ,1
54.827 100,0 44.707 100,0

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 954,58 (Vj. EUR 4.531,73).

Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten § 285 Nr. 22 HGB

Der Gesamtaufwand für Forschung und Entwicklung lag im Geschäftsjahr 2023 bei TEUR 999 (Vj. TEUR 1.432).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die größten Einzelposten in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Personal-Leasing, Instandhaltung von Maschinen sowie Beratung/Gutachten. Aufwendungen in Höhe von TEUR 3 (Vj. TEUR 7) entfallen auf Fremdwährungsumrechnung.

Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung

Im Zuge des Gesellschafterwechsels zum 01.12.2023 wurden für voraussichtlich zu zahlende Grunderwerbsteuer TEUR 442 zurückgestellt. Weiterhin wurden im gleichen Zusammenhang TEUR 350 für Restrukturierungen im Personalbereich zurückgestellt.

Bei einer internen Überprüfung wurde festgestellt, dass ein Teil der im Jahr 2020 erhaltenen Überbrückungshilfe zu erstatten ist. Hierfür wurde eine Rückstellung von TEUR 100 als periodenfremder Aufwand gebucht.

D. Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Cornel Müller, Diplom-Ingenieur, Meinerzhagen (bis 29.11.2023)

Peter Flaschel, Diplom-Ingenieur, Weißensberg (bis 31.12.2023)

Robert Codogni Diplom-Ingenieur, Sulecin, Polen (ab 31.12.2023)

Radu-Marcel Joia, Doktor der Ökonomie, Cluj-Napoca, Rumänien (ab 08.01.2024)

Dirk Dieckhöfer, Diplom-Ingenieur, Mühlheim/Ruhr (ab 28.03.2024)

Beirat

Die Gesellschaft verfügt satzungsgemäß über einen Beirat; dieser hat nicht die Funktion eines Aufsichtsrats i.S.d. § 285 Nr. 9 HGB.

Bezüge der Organe

Die Gesellschaft macht gemäß § 286 Abs. 4 HGB von ihrer Möglichkeit Gebrauch und verzichtet auf die Veröffentlichung der Organbezüge.

Mitarbeiter

2023 Anzahl 2022 Anzahl
Gewerbliche Arbeitnehmer 175 164
Angestellte 46 44
221 208

Zudem waren im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich drei Auszubildende (Vj. ein Auszubildender), fünf Aushilfen (Vj. vier Aushilfen) und ein Praktikant bzw. Student (Vj. zwei Praktikanten bzw. Studenten) beschäftigt.

Abschlussprüferhonorar

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Honorar für Abschlussprüfungsleistungen beträgt EUR 50.000,00. Weitere EUR 17.184,25 wurden für Steuerberatungsleistungen berechnet.

Nachtragsbericht

Es lagen keine berichtspflichtigen Ereignisse vor.

Mutterunternehmen

Die mutares SE & KGaA, München, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis auf. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

 

Witten, 31. Mai 2024

gez. Robert Codogni

gez. Dirk Dieckhöfer

gez. Radu-Marcel Joia

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 898.826,81 0,00 0,00 898.826,81
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 328.627,67 106.022,48 0,00 434.650,15
1.227.454,48 106.022,48 0,00 1.333.476,96
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 235.641,60 505.883,07 0,00 741.524,67
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.731.348,90 409.686,30 0,00 7.141.035,20
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.525.443,15 422.357,02 0,00 2.947.800,17
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 119.250,00 0,00 119.250,00
9.492.433,65 1.457.176,39 0,00 10.949.610,04
10.719.888,13 1.563.198,87 0,00 12.283.087,00
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 311.580,81 116.078,00 0,00 427.658,81
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 172.726,67 50.613,48 0,00 223.340,15
484.307,48 166.691,48 0,00 650.998,96
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.066,60 12.087,07 0,00 13.153,67
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.462.815,90 869.749,30 0,00 3.332.565,20
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 965.282,19 445.411,02 0,00 1.410.693,21
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
3.429.164,69 1.327.247,39 0,00 4.756.412,08
3.913.472,17 1.493.938,87 0,00 5.407.411,04
Nettobuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 471.168,00 587.246,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 211.310,00 155.901,00
682.478,00 743.147,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 728.371,00 234.575,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.808.470,00 4.268.533,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.537.106,96 1.560.160,96
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 119.250,00 0,00
6.193.197,96 6.063.268,96
6.875.675,96 6.806.415,96

Bericht des Aufsichtsrats

Beirat

Die Gesellschaft verfügt satzungsgemäß über einen Beirat; dieser hat nicht die Funktion eines Aufsichtsrats i.S.d. § 285 Nr. 9 HGB.

Sonstige Berichtsbestandteile

 

Witten, 31. Mai 2024

gez. Robert Codogni

gez. Dirk Dieckhöfer

gez. Radu-Marcel Joia

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die High Precision Components Witten GmbH, Witten:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der High Precision Components Witten GmbH, Witten, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der High Precision Components Witten GmbH, Witten, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 31. Mai 2024

MÖHRLE HAPP LUTHER GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wrede, Wirtschaftsprüfer

Wiegand, Wirtschaftsprüfer

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