Stammdaten

Register
Amtsgericht Moenchengladbach HRB 9720
Eingetragen
26.10.1984
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenBeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Der Handel in thermoplastischen Kunststoffen sowie das Aufbereiten von thermoplastischen Kunststoffabfällen. Die Gesellschaft darf andere Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art übernehmen, sich an ihnen beteiligen und ihre Geschäfte führen. Sie ist zur Errichtung von Zweigniederlassungen befugt.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ansgar Hoffmann
seit 9.7.2025
Geschäftsführer
Frauke Hoffmann
seit 9.7.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
79.61%
PB Management GmbHLIE
19.90%
0.49%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
PCS PolymerCycle Solutions GmbH
Germany
156.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hoffmann u. Voss GmbH

Viersen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

- Geschäftsverlauf und wesentliche Ereignisse des Jahres 2023 -

Allgemeines Firmenprofil

über 60 Jahre Kunststofftechnik.

über 60 Jahre voller Ideen.

Die Firma Hoffmann u. Voss ist seit 1962 aktives und kompetentes Unternehmen in allen Bereichen der Kunststoff-Rohstoffversorgung.

Unsere Aufbereitungsmöglichkeiten haben sich im Laufe dieser Jahre genauso gewandelt, wie das Bild des Compoundings und Recyclings in der Öffentlichkeit und die Einsatzmöglichkeiten für Kunststoffe generell. Mit dem allgemein wachsenden Interesse an Rohstoffkreisläufen und zunehmenden Einsatzmöglichkeiten für Rezyklate wuchsen auch unsere Aktivitäten und unser Engagement in der Produktion hochwertiger Compounds und Rezyklate, die flexibel und kundenspezifisch auch in Kleinstmengen nach den individuellen Kundenanforderungen produziert werden.

Kernprozess der Unternehmung Hoffmann u. Voss ist somit die Entwicklung und Produktion leistungsfähiger technischer Kunststoffgranulate.

Unser etabliertes Qualitätsmanagement hat das Ziel, unseren Kunden stets einwandfreie, hochqualitative und preisgünstige Produkte anzubieten. Dies können wir nur erreichen, indem wir unsere Verfahrensabläufe stets kritisch betrachten und kontinuierlich optimieren. Gleichzeitig sind die Anforderungen und Wünsche unserer Kunden oberste Handlungsmaxime. Dazu hat sich das Unternehmen Hoffmann u. Voss nach der Qualitätsmanagementnorm DIN EN ISO 9001 zertifizieren lassen. Auch das Energiebewusstsein wurde in einen organisatorischen Rahmen gefasst und im Rahmen eines Energie-Managementsystems nach DIN EN ISO 50001 zertifiziert.

Das Unternehmen Hoffmann u. Voss hat sich im Laufe der Zeit zu einer der führenden Adressen in der Kunststoff-Rohstoffversorgungs-Branche entwickelt und besitzt eine gute Marktposition gegenüber den stärksten Wettbewerbern im Mittelstand.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Im Jahr 2022 wurde die deutsche Wirtschaft erheblich durch die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine belastet. Diese Krise führte zu globalen Lieferkettenproblemen, stark gestiegenen Energie- und Rohstoffpreisen sowie einer hohen allgemeinen Inflation, die das Wirtschaftswachstum in Deutschland dämpften. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) verzeichnete im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr nur eine abgeschwächte Erholung von +1,9% (Vorjahr: +2,7%).

Im Wirtschaftsjahr 2023 blieb die Konjunktur durch diese Faktoren nachhaltig belastet und wurde zusätzlich durch neue geopolitische Spannungen und den Nahostkonflikt weiter verschärft. Diese geopolitischen Spannungen und die damit einhergehenden wirtschaftlichen Unsicherheiten führten dazu, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit -0,3% in eine leichte technische Rezession rutschte.

Bruttoinlandsprodukt (BIP)

2021 2022 2023
+2,70% +1,90% -0,30%

Quelle: Statistisches Bundesamt

Entwicklung der Branche / des Marktes

Die kunststoffverarbeitende Industrie, als einer der wichtigsten Wirtschaftszweige in Deutschland und Hauptabnehmer unserer Erzeugnisse, litt auch im Wirtschaftsjahr 2023 weiter unter den herausfordernden Rahmenbedingungen vor allem getrieben durch den Ukraine-Krieg, Inflation und Energiepreisentwicklung und dem sich immer mehr zuspitzenden Nahost-Konflikt sowie dem immer mehr vorherrschenden Pessimismus in Deutschland bezogen auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Diese externen Einflüsse hatten schon im Wirtschaftsjahr 2022 dazu geführt, dass die Menge der verarbeitenden Kunststoffe leicht auf 13,6 Mio. t zurückging und der Branchenumsatz gegenläufig aufgrund von Preiseffekten durch Inflation auf 78,9 Mrd. € (+13,7%) anstieg. Im aktuellen Wirtschaftsjahr 2023 konnten diese externen Einflüsse nicht mehr kompensiert werden, so dass sich der Branchenumsatz auf 72,5 Mrd. € (-8,11%) und die verarbeitete Menge der Kunststoffe auf 12,7 Mio. t (-6,62%) reduzierten. Die davon verarbeitete Menge an Rezyklaten betrug jedoch weiterhin 2,4 Mio. t (Anteil: 18,9%) und konnte gemessen an der verarbeiteten Gesamtmenge ihren Verarbeitungsanteil weiter steigern.

Diese Entwicklung wird weiterhin verstärkt durch die gesetzlich vorgegebenen Quoten für den Einsatz von Rezyklaten in der kunststoffverarbeitenden Industrie. Dieses führt dazu, dass die verarbeitete Menge an Rezyklaten auch unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen konstant bleibt und der prozentuelle Verarbeitungsanteil gesteigert werden konnte. Somit profitiert auch Hoffmann u. Voss als Rohstofflieferant für Rezyklate weiterhin von dieser fortwährenden und beständigen Nachfrage.

Die kunststoffverarbeitende Industrie setzt sich dabei aus vier Sparten, der Verpackungsindustrie, dem Baugewerbe, der Konsumgüterproduktion und dem für Hoffmann u. Voss wichtigsten Absatzmarkt der Herstellung von technischen Kunststoffen, zusammen. Diese Sparte, die hochspezialisierte Kunststoff-Komponenten in verschiedenen Industriezweigen produziert, verzeichnete ein leichtes Umsatzwachstum von +1,7% und konnte die verarbeitete Menge dabei im Vergleich zum Vorjahr stabil halten.

Umsatz der Teil-Branche: Technische Teile

2021 2022 2023
10,7% 11,90% 1,70%

Quelle: Gesamtverband GKV

Umsatz- und Ergebnisentwicklung (Ertragslage)

Der positive Trend der letzten zwei Geschäftsjahre setzt sich im Geschäftsjahr 2023 fort, wenn auch nur mit einem leichten Wachstum. Nach den Rekordumsätzen im Geschäftsjahr 2021 und einem weiteren deutlichen Wachstum im Geschäftsjahr 2022 konnte Hoffmann u. Voss diese positive Entwicklung trotz weiterhin erschwerter allgemeiner wirtschaftlicher Rahmenbedingungen fortsetzen.

Der Umsatz als wichtiger finanzieller Leistungsindikator stieg im Geschäftsjahr 2023 auf 23,8 Mio. €, was einem leichten, aber stabilen Zuwachs von +2,2% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Diese Umsatzentwicklung spiegelt die allgemeine Nachfrageentwicklung nach Recycling-Materialien unter den aktuell erschwerten allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wider. Die erzielten Umsatzerlöse verteilten sich zu 46% auf das Inland, zu 31% auf die EU und zu 23% auf Drittländer.

Das Rohergebnis stieg um +4,7% auf 11,8 Mio. € und setzte damit den positiven Trend der Vorjahre fort. Der Materialaufwand erhöhte sich dabei im Vergleich zum Vorjahr um +5,2% und im Vergleich zu den Umsatzerlösen überproportional.

Das Betriebsergebnis für das Geschäftsjahr 2023 betrug 1,6 Mio. €, was einen Rückgang von -29,0% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dabei erhöhten sich die Betriebsaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr um +8,7% überproportional zu den Umsatzerlösen. Dieser Anstieg ist vor allem auf die sonstigen betrieblichen Aufwendungen zurückzuführen, die im Vergleich zum Vorjahr um +19,4% gestiegen sind. Ein wesentlicher Grund hierfür sind die die aufgrund der negativen geopolitischen Auswirkungen des Überfalls Russlands auf die Ukraine erheblich gestiegenen Energiekosten und die allgemeine Inflation. Diese Krise hatte weltweit zu erheblichen Verwerfungen auf den Energiemärkten geführt, was insbesondere in Europa zu stark steigenden Energiepreisen und einer allgemein hohen Inflation beigetragen hatte. Zusätzlich trugen erhöhte Aufwendungen für den Einsatz von Zeitarbeitern zur Bewältigung eines temporär hohen Krankenstands zu diesem Anstieg bei. Parallel dazu wurden gezielte Neueinstellungen vorgenommen, um dies langfristig auszugleichen. Der Personalaufwand erhöhte sich damit um +6,5% überproportional zum Umsatz.

Trotz der gestiegenen Kosten, die hauptsächlich auf die allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zurückzuführen sind, konnte Hoffmann u. Voss im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss als weiteren wichtigen Leistungsindikator von 1,1 Mio. € (-6,4%) erzielen. Dies stellt unter den gegebenen Rahmenbedingungen ein solides Ergebnis dar und entspricht einer Umsatzrendite von 4,6%. Zwar wurde der prognostizierte Aufschwung nur in Bezug auf den Umsatz erreicht, dennoch wird die Entwicklung trotz schwieriger Marktbedingungen insgesamt als positiv bewertet.

Als Grund für die weiter positive wirtschaftliche Entwicklung von Hoffmann u. Voss bleibt weiterhin der anhaltende, nachhaltige Trend zum Recycling und Nachhaltigkeit zu nennen und dies nicht nur in Bezug auf unsere Kunden, sondern auch auf die Deutsche Gesellschaft insgesamt in Hinblick auf Klimawandel und knapp werdende Ressourcen.

Auch die Richtline der Europäischen Gemeinschaft 2000/53/EG stärkt weiterhin das Marktsegment des Recyclings von techn. Kunststoffen. Diese Richtlinie bestimmt, dass die Automobilindustrie und deren Zulieferer verstärkt Recycling-Material einsetzen müssen und die Märkte für Recycling-Material allgemein gefördert werden sollen. Daher ist der Einsatz von Recycling-Material nicht nur ökologisch, ökonomisch und politisch von der Industrie gewollt, sondern auch mittlerweile zu einem ernst zu nehmenden Wettbewerbsfaktor geworden. Die Automobilhersteller wählen bei der Entwicklung neuer Fahrzeuge die Materialien gezielt auch unter Recyclingaspekten aus. So besagen interne Vorgaben einiger Hersteller, dass sich mit jeder neuen Modellreihe die Menge von Fahrzeugkomponenten aus Re-Compounds erhöhen muss. Dabei wird gezielt kontrolliert, welche Komponenten im Fahrzeug für den Rezyklat-Einsatz geeignet sind und ggf. mit Re-Compounds zukünftig produziert werden können.

Für die Zukunft wird ferner erwartet, dass die fortschreitende Ablösung des Verbrennungsmotors durch Elektroantriebe in den Fahrzeugen, zu einer weiteren Erhöhung des Kunststoffanteils führen wird. Besteht das Auto heutzutage noch im Wesentlichen aus Stahl und Glas, wird es in naher Zukunft aufgrund von vermehrter Leichtbauweise und dem Wunsch nach geringeren Produktionskosten, mit einem weiter erhöhten Kunststoffanteil gebaut werden und somit ggf. auch mit Re-Compounds.

Zudem wird der Umfang des eingesetzten Re-Compounds zukünftig noch weiter zunehmen, wenn für alle Unternehmen die Pflicht besteht, eine CO 2 -Bilanz für ihre Produkte zu erstellen, da die CO 2 -Bilanz des Re-Compounds erheblich besser ist als die der entsprechenden Neuware. Dieser reduzierte CO 2 -Fußabdruck (engl. "Carbon-Footprint") von Re-Compounds, der das Gesamtaufkommen von Kohlenstoffdioxid-Emissionen bezogen auf die direkten und indirekten Emissionen während des Herstellungsprozesses und des gesamten Lebenszyklus der Produkte widerspiegelt, könnte dabei zu einem ernstzunehmenden Wettbewerbsvorteil für unsere Ware werden.

Die Europäische Kommission in Brüssel hat die Regeln für die Wiederverwendung, das Recycling und die Verwertung von Fahrzeugen überarbeitet und vorgeschlagen, dass künftig 25% des Kunststoffs in Neufahrzeugen aus Recyclingmaterial bestehen muss. Dadurch kann das Unternehmen Hoffmann u. Voss trotz erschwerter konjunktureller Bedingungen weiterhin vom Recyclingtrend profitieren.

Mitarbeiter

Der Personalaufwand (exkl. Zeitarbeit) stieg im Vergleich zum Vorjahr um + 275 Tsd. € von 4.209 Tsd. € auf 4.484 Tsd. €, was einer Erhöhung von +6,5% entspricht. Dieser Anstieg ist hauptsächlich auf gezielte Neueinstellungen zurückzuführen, die vorgenommen wurden, um die langfristige Personalstärke zu sichern und den temporären hohen Krankenstand im Geschäftsjahr 2023 auszugleichen. Zudem lag die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr 2023 bei 89 Mitarbeitern abzgl. 6 Zeitarbeitskräften (Vorjahr: 84 abzgl. 6 Zeitarbeitskräfte).

ANZAHL DER BELEGSCHAFT (inkl. Geschäftsführung)

2021 2022 2023
77 78 83

Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich von 13.043 Tsd. € auf 13.838 Tsd. € um + 795 Tsd.€ erhöht.

Bilanzsumme

(in Tsd. €)

2021 2022 2023
11.245 13.043 13.838

HOFFMANN + VOSS GmbH

Die Aktivseite der Bilanz entfällt mit 13% auf immaterielles Anlagevermögen und Sachanlagen, mit 53% auf Vorräte, mit 32% auf Forderungen und mit 2% auf liquide Mittel. Dabei reduzierte sich das Anlagevermögen insgesamt um - 129 Tsd. € von 1.885 Tsd. € auf 1.756 Tsd. €. Dieser Rückgang des Anlagevermögens ist hauptsächlich auf das vollständige Desinvestment bei Wertpapieren zurückzuführen (im Vorjahr: 264 Tsd. €), während sich das Sachanlagevermögen gleichzeitig aufgrund von Investition um + 143 Tsd. € erhöhte. Innerhalb des Umlaufvermögens erhöhten sich die Vorräte von 5.834 Tsd. € um + 1.413 Tsd. € auf 7.247 Tsd. €. Diese Erhöhung der Lagerbestände ist eine strategische Maßnahme, um auf die prognostizierten Umsatzsteigerungen vorbereitet zu sein und die Versorgungsicherheit zu gewährleisten.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich vor allem umsatzbedingt von 2.219 Tsd. € um + 451 Tsd. € auf 2.670 Tsd. €. Die liquiden Mittel reduzierten sich gegenläufig von 1.254 Tsd. € um - 948 Tsd. € auf 306 Tsd. €. Die Verminderung des Geldbestands resultiert hauptsächlich aus dem strategischen Lageraufbau.

Die Passivseite der Bilanz setzt sich aus rund 70% Eigenkapital (Vorjahr: 69%), 7% Rückstellungen und 23% Verbindlichkeiten zusammen. Dabei hat sich das Eigenkapital ergebnisbedingt nach Berücksichtigung der Vorabausschüttung an die Gesellschafter durch den thesaurierten Jahresüberschuss um + 708 Tsd. € erhöht.

EIGENKAPITALQUOTE

2021 2022 2023
73% 69% 70%

HOFFMANN + VOSS GmbH

Die Rückstellungen sind im Bereich der Pensionen aufgrund des erhöhten Deckungsvermögens bei gleichzeitig verminderten Verpflichtungswerten gesunken. Die Steuerrückstellungen haben sich zum einen ergebnisbedingt und zum anderen aufgrund der Umkehr aktiver steuerlicher Latenzen aus nicht realisierten Kursverlusten aus Wertpapieren um - 433 Tsd. € deutlich reduziert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich vor allem aufgrund der Finanzierung des strategischen Aufbaus der Vorräte. Dadurch konnten dementsprechend die Verbindlichkeiten aus Lieferungen reduziert werden.

Finanzlage

Hoffmann u. Voss erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023 einen negativen Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von - 1.431 Tsd. € (Vorjahr + 1.865 Tsd. €). Wesentliche Ursache für den verschlechterten operativen Cash-Flow ist die Zunahme des Working Capital mit einem Effekt von insgesamt - 2.341 Tsd. €. Im Detail führte die Erhöhung der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu einem Anstieg des Working Capital um 1.872 Tsd. € und zur Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 469 Tsd. €.

Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit betrug - 172 Tsd. € (Vorjahr: - 372 Tsd. €) und resultiert hauptsächlich aus den Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen, welche die Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen überstiegen.

Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich auf + 655 Tsd. € (Vorjahr: - 559 Tsd. €). Dies ist insbesondere auf die Aufnahme von zusätzlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Rahmen der Kontokorrentlinien für den strategischen Bestandsaufbau zurückzuführen.

Die liquiden Mittel betrugen zum Jahresende 306 Tsd. € (Vorjahr 1.254 Tsd. €).

Darüber hinaus verfügt Hoffmann u. Voss über ausreichende Kreditlinien bei unseren Geschäftsbanken, sowie über eine solide Eigenkapitalquote.

Investitionen

Die Investitionen der Hoffmann u. Voss betrugen im Geschäftsjahr 2023 kumuliert 470 Tsd. € (VJ 439 Tsd. €). Hierbei handelt es sich überwiegend um Ersatzinvestitionen.

Bedeutende Erweiterungsinvestitionen zur Anlagemodernisierung werden überwiegend durch Leasing realisiert. Dieses trägt zur Optimierung der Bilanzstruktur bei, indem die Eigenkapitalquote gestärkt und die Flexibilität der Mittelverwendung erhöht wird.

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Hoffmann u. Voss verfolgt eine konservative, langfristige Finanzpolitik. Diese ist gekennzeichnet durch langfristige Finanzierungen und den möglichen Ausschluss von Risiken. Ebenso werden die Jahresüberschüsse vorwiegend im Unternehmen belassen (Gewinnthesaurierung), um die Eigenkapitalstruktur kontinuierlich zu verbessern.

Zur Sicherung der finanziellen Stabilität und Flexibilität der Gesellschaft wird ein angemessenes Verhältnis zwischen Eigen- und Fremdkapital angestrebt.

Die Ratinganforderungen unserer Geschäftsbanken sind in unserer Geschäftsstrategie und auch in unseren täglichen Bemühungen im Tagesgeschäft berücksichtigt. Die Kreditwürdigkeit und unsere Bonität werden dabei in Zusammenarbeit mit unseren Geschäftsbanken in regelmäßig externen Rating-Verfahren überprüft.

Risiko- und Chancenbericht

Risikomanagement (Allgemein)

Die Gesellschaft verfügt über ein gut strukturiertes Risikomanagementsystem, das im Lauf der Zeit kontinuierlich weiterentwickelt wurde und somit einem hohen Leistungsstandard entspricht. Damit ist das Risikomanagementsystem in der Lage, Veränderungen offen zu legen, Risiken und Gefahren zu quantifizieren und sie in ausgewerteter Form an die Entscheidungsträger weiterzugeben.

Das Controlling-System umfasst die Bereiche Finanzbuchhaltung, Kostenstellen und Kostenträgerrechnung sowie die dazugehörigen Datenanalysen.

Beschaffungsmarktrisiko

Risiken bestehen allgemein aufgrund möglicher Lieferantenausfälle, durch Preiserhöhungen im Rohstoff- und Energiesektor sowie bei der Verfügbarkeit bestimmter Rohstoffe. Minimiert werden diese Risiken durch mehrere Lieferquellen, langfristige Bezugsverträge und gewachsene Bezugsquellen sowie durch die ständige Überwachung des Beschaffungsmarktes. Daher stufen wir das allgemeine Beschaffungsrisiko für Hoffmann u. Voss als aktuell gering ein.

Sollten Energiepreise aufgrund der weiterhin auf sehr hohem Niveau verbleiben und die Verfügbarkeit unter Umständen eingeschränkt werden, könnte dies negative Auswirkungen auf unsere Produktionskosten und Produktionsmöglichkeiten ergeben. Dieses Risiko beurteilen wir aufgrund neu ausgehandelter Rahmenverträge und der damit fest zugesagten Konditionen mit unseren Versorgungspartnern als aktuell gering.

Liquiditätsrisiko

Ein Liquiditätsrisiko besteht allgemein darin, nicht allen Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit oder nur zu überhöhten Kosten nachkommen zu können. Minimiert wird das Risiko durch eine offene und kooperative Zusammenarbeit mit unseren Geschäftsbanken und den dazugehörigen Ratingbewertungen, mit denen die Hoffmann u. Voss auf angemessene liquide Mittel, in Form von vertraglich gesicherten Kreditlinien zurückgreifen kann. Daher ist das Liquiditätsrisiko für Hoffmann u. Voss aktuell gering.

Absatzmarktrisiko/-chancen

Durch zukunftsorientierte Kooperationsverträge und eine enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden, sowie eine ständige Anpassung unseres Produktportfolios und die damit verbundene Bereitstellung maßgeschneiderter Produkte glauben wir, den Risiken aus Wettbewerb und Absatz gewachsen zu sein. Außerdem ist zu beobachten, welche zunehmende Bedeutung und Potenzial der Einsatz von Rezyklat für unsere Kunden hat. Danach beobachten wir seit Jahren, dass die Wirtschaft und ganz besonders die Automobilindustrie immer mehr auf den Einsatz von Rezyklat setzt, anstatt teuer und großvolumig direkt beim Primärhersteller zu kaufen. Schließlich ist es uns möglich, flexibel und kundenspezifisch in variabler Bezugsgröße auf die Kundenwünsche einzugehen und dementsprechend auszuliefern. Dies erfolgt in der Qualität eines Primärherstellers, die selbstverständlich in ständiger Qualitätskontrolle im Rahmen der Qualitätsmanagementnorm DIN EN ISO 9001 und DIN EN ISO 50001 sichergestellt ist. Durch dieses erweiterte Marktpotenzial konnte das Absatzmarktrisiko abgebaut und ein nachhaltig erhöhtes Absatzvolumen geschaffen werden. Daher ist das Absatzmarktrisiko gering und die Absatzmarktchancen vielversprechend.

Wie die Automobilkrise ab 2019 gezeigt hat und wie die aktuelle konjunkturelle Entwicklung ebenfalls bestätigt, besteht insgesamt ein moderates Risiko aus globalen konjunkturellen Einflüssen, insbesondere auch das Risiko von Absatzeinbrüchen bei unseren Hauptabnehmerbranchen. Aufgrund der Tatsache, dass unsere Abnehmer über viele Branchen verteilt sind, bewerten wir das Risiko insgesamt als gering bis maximal moderat. Dieses wurde auch unlängst durch die Entwicklungen im Rahmen des Ukraine-Krieges sowie der hieraus resultierenden Energiekrise bestätigt.

Im Falle einer weltweiten Pandemie, wie sie zuerst durch das Corona-Virus hervorgerufen wurde, können wir uns den wirtschaftlichen Folgen und auch den ggf. durch erforderliche Maßnahmen auftretenden Einschränkungen unseres Produktionsbetriebs nicht vollständig entziehen. Dieses Risiko wird vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung als nur noch gering eingestuft.

Bonitäts- und Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko im Rahmen des Forderungsbestandes wird reduziert, in dem wir die Bonität und das Zahlungsverhalten unserer Kunden ständig überwachen und entsprechende Kreditlimits festlegen. Diese werden dann über eine Warenkreditversicherung gegen Ausfall abgesichert. Aufgrund der sehr guten Kundenstruktur sind in letzter Zeit keine wesentlichen Forderungsausfälle zu verzeichnen. Daher ist das Ausfallrisiko des Forderungsbestands gering.

IT-Risiken

Hoffmann u. Voss verfügt über ein angemessenes IT-Sicherheitskonzept, das die Aspekte Datensicherheit, Systemverfügbarkeit, Datenschutz sowie Cyber-Security abdeckt. Die Datensicherung erfolgt über ein täglich ausgeführtes Online-Datenbackup. Das IT-Risiko wird daher als gering eingeschätzt.

Gesamtbeurteilung

Gegenwärtig sind keine Risiken erkennbar, die entweder einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Unternehmens Hoffmann u. Voss gefährden könnten. Die einzelnen Risikofaktoren haben sich nicht wesentlich verändert, sodass die Gesamtrisikosituation überwiegend gleichgeblieben ist. Die geopolitischen Risiken des Ukraine-Kriegs könnten unser Geschäft allerdings negativ beeinflussen.

Ausblick / künftige Geschäftsentwicklung

Die aktuelle ifo-Konjunkturprognose lässt für das Wirtschaftsjahr 2024 auf ein leichtes Wachstum von +0,4% hoffen, gefolgt von einem weiter verbesserten Wachstum von +1,7% im Jahr 2025. "Es entsteht gerade neue Hoffnung. Die deutsche Wirtschaft arbeitet sich langsam aus der Krise", so die Einschätzung des zuständigen Leiters der Ifo-Konjunkturprognose. Treiber dieser Erholung sind die sich wieder normalisierenden Energiepreise, die zuvor durch die geopolitischen Spannungen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg stark angestiegen waren. Zusätzlich trägt die prognostizierte Verringerung der Inflationsrate von 5,9% im Jahr 2023 auf 2,2% im Jahr 2024 sowie auf 1,7% im Jahr 2025 dazu bei, die Konjunktur weiter zu beleben.

Der Markt für technische Regranulate zeigte sich 2024 von Schwankungen geprägt, doch es gibt klare Anzeichen einer schrittweisen Erholung. Ab dem zweiten Quartal stieg die Nachfrage in Schlüsselindustrien wie dem Automobil- und Elektroniksektor spürbar an, was zu einer Stabilisierung und teilweise zu Preissteigerungen führte. Während der Elektroniksektor weiterhin positive Impulse liefert, hat sich die Lage im Automobilsektor zuletzt etwas eingetrübt. Dennoch bestehen stabile Nachfragegrundlagen, und insbesondere der Elektroniksektor könnte den Markt weiter konsolidieren. Trotz der Herausforderungen bieten die Entwicklungen positive Perspektiven für eine langfristige Stabilisierung und weiteres Wachstum.

Im Gegensatz zu den beschriebenen großen Herausforderungen der deutschen Wirtschaft und der gesamten Kunststoffbranche konnte sich Hoffmann u. Voss dieser teilweisen schwierigen Marktsituation bereits in der Vergangenheit weitgehend entziehen. Der Grund liegt im anhaltenden Trend zu Recycling und Nachhaltigkeit, der sowohl unsere Kunden als auch die Gesellschaft im Hinblick auf den Klimawandel und knapper werdende Ressourcen beeinflusst.

Aktuell kommt Hoffmann u. Voss nach wie vor gut durch diese schwierige Zeit und kann die steigenden Kosten durch höhere Verkaufspreise größtenteils auffangen und ein konstantes Auftragsvolumen generieren. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet Hoffmann u. Voss aufgrund der weiter herausfordernden Situation mit einer im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 in etwa konstanten Umsatzentwicklung. Es werden ein Rohergebnis und Jahresergebnis ebenfalls auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 erwartet. Aufgrund einer geplanten Verminderung des Working-Capital wird ein deutlich verbesserter positiver operativer Cashflow erwartet.

Unsere Prognosen beinhalten alle zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Berichtes bekannten Ereignisse, die einen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der Hoffmann u. Voss GmbH haben können. Der Ausblick basiert auf den aktuellen Leistungsdaten der zurückliegenden Quartale. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ereignet.

 

Viersen, den 5. September 2024

HOFFMANN u. VOSS GmbH

Volker Hoffmann, Geschäftsführer

Dierk Hoffmann, Geschäftsführer

Wolfgang Voss, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Hoffmann u. Voss GmbH, Viersen

31.12.2023
EUR
Vorjahr
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 37.080,20 39.872,86
2. Geleistete Anzahlungen 223.237,45 227.855,45
260.317,65 267.728,31
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 328.086,88 329.705,28
2. Technische Anlagen und Maschinen 992.955,66 891.958,40
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 174.535,86 121.395,54
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.976,16
1.495.578,40 1.353.035,38
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 264.009,59
1.755.896,05 1.884.773,28
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh- Hilfs und Betriebsstoffe 1.882.351,52 1.790.788,45
2. Unfertige Erzeugnisse und Leistungen 4.161.174,22 3.592.671,94
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.203.811,39 450.130,11
7.247.337,13 5.833.590,50
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.670.250,89 2.219.369,06
2. Forderungen gegen nahestehende Unternehmen 1.384.358,12 1.454.360,46
3. Sonstige Vermögensgegenstände 440.740,29 395.826,84
4.495.349,30 4.069.556,36
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 306.346,50 1.254.347,59
C. Rechnungsabgrenzungsposten 32.917,50 1.215,00
13.837.846,48 13.043.482,73

Passiva

31.12.2023
EUR
Vorjahr
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 79.761,53 79.761,53
II. Bilanzgewinn 9.609.719,06 8.901.240,18
9.689.480,59 8.981.001,71
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 518.996,71 634.346,29
2. Steuerrückstellungen 223.836,12 656.839,24
3. Sonstige Rückstellungen 258.248,34 269.890,10
1.001.081,17 1.561.075,63
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.782.481,13 666.666,68
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 12.950,00 100.258,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.118.345,86 1.541.274,78
4. Sonstige Verbindlichkeiten 233.507,73 193.205,93
3.147.284,72 2.501.405,39

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Hoffmann u. Voss GmbH, Viersen

2023
EUR
Vorjahr
EUR
1. Umsatzerlöse 23.813.374,85 23.310.022,33
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.322.183,56 635.598,53
3. Sonstige betriebliche Erträge 287.428,66 245.172,41
4. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 13.329.696,18 12.671.978,46
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.764.353,24 3.508.535,79
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 719.366,88 700.268,98
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 335.281,52 281.849,35
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.630.862,34 4.716.211,25
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 33.964,56 34.204,44
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 89.210,83 446.376,62
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 480.823,89 716.551,78
11. Ergebnis nach Steuern 1.107.356,75 1.183.225,48
12. Sonstige Steuern 8.877,87 8.935,87
13. Jahresüberschuss 1.098.478,88 1.174.289,61

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firma: Hoffmann u. Voss GmbH
Sitz: Viersen
Registergericht: Mönchengladbach
Handelsregisternummer: HRB 9720

Allgemeine Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Grundsätzliches

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches erstellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Bilanz enthält sämtliche Vermögensgegenstände, Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten. Die Bilanz entspricht der gemäß § 266 Absatz 2 und 3 HGB vorgeschriebenen Gliederung.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Absatz 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Bei der Bewertung von Vermögensgegenständen, Verbindlichkeiten und Rückstellungen sind die gesetzlichen Vorschriften (§§ 252 bis 256 HGB und §§ 279 bis 283 HGB) beachtet worden. Sämtliche zu bilanzierende Vermögenswerte und Schulden wurden mit Ausnahme der Pensionsrückstellungen und des entsprechenden Planvermögens einzeln bewertet.

Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung.

Bei Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk im Anhang aufgeführt.

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung des Unternehmens aufgestellt (Going-Concern-Prinzip).

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, werden mit diesen Schulden verrechnet.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

Anlagevermögen

Die Zugänge des Anlagevermögens wurden gemäß § 255 Absatz 1 HGB zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen bewertet.

Die Abschreibungen wurden planmäßig auf Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern berechnet. Die Abschreibung auf den Altbestand erfolgte nach unveränderten Grundsätzen. Für Neuzugänge wurde ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode angewendet.

In Anlehnung an steuerliche Vorschriften wurden geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 im Sinne des § 6 Absatz 2 EStG i.V. m. § 8 KStG im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben.

Die Nutzungsdauern betragen grundsätzlich:

Immaterielle Vermögensgegenstände 3 bis 7 Jahre
Gebäude 20 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 3 bis 14 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 14 Jahre

Für größere Komponenten der Extruder-Anlagen, die wertmäßig im Verhältnis zu deren Gesamtwert wesentlich sind und eine abweichende wirtschaftliche Nutzungsdauer besitzen, wird gemäß den Verlautbarungen des IDW in RH HFA 1.016 eine komponentenweise Abschreibung vorgenommen.

Zur Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf die Anlage zu diesem Anhang.

Vorratsvermögen

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Tageswerten bewertet. Anschaffungsnebenkosten wurden berücksichtigt. Es erfolgt ggf. eine altersabhängige Abwertung bei langer Lagerdauer.

Die Herstellungskosten umfassen neben den Material- und Fertigungsgemeinkosten auch zurechenbare Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie angemessene sonstige Gemeinkosten. Fremdkapitalkosten wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert abzüglich der vorgenommen Einzelwertberichtigungen und Pauschalwertberichtigungen bewertet worden. Für das allgemeine Kreditrisiko wird eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% gebildet. Allen erkennbaren Risiken wurde durch die Wertberichtigung Rechnung getragen.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Kassenbestand, Schecks und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet worden.

Rechnungsabgrenzungsposten

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Die Auflösung erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Bei der Aufnahme von Darlehen wird ein hierbei entstandenes Damnum entsprechend der Laufzeit aufgelöst.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt und wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgte auf Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens. Hierbei wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren ohne Fluktuation mit einem Rechnungszins von 1,81 % (Vorjahr: 1,78 %) zugrunde gelegt. Der Alternativzinssatz zur Ermittlung des Unterschiedsbetrages gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt 1,66 %. Als rechnungsmäßiges Pensions- und Finanzierungsendalter lag der Bewertung das in der jeweiligen Pensionszusage vorgesehene Alter zu Grunde. Der Rententrend und der Gehaltstrend wurden mit 0,00 % berücksichtigt. Es wurden die Sterbetafeln 2018G von Professor Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Vom Wahlrecht zur Verwendung des Zinssatzes bei einer unterstellten durchschnittlichen Duration von 15 Jahren wurde Gebrauch gemacht.

Gemäß § 246 Abs.2 HGB n.F. i.V. mit § 253 Abs. 1 HGB werden Wertpapiere und Vermögensgegenstände zur Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen auf der Passivseite mit den Pensionsrückstellungen verrechnet. Daneben werden Erträge aus diesem Deckungsvermögen in der Gewinn- und Verlustrechnung mit den entsprechenden Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen verrechnet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Langfristige Rückstellungen werden mit dem laufzeitkongruenten Abzinsungssatz nach RückAbzinsV abgezinst.

Gewährleistungsrückstellungen werden in Höhe von 0,25% vom Nettoumsatz des Geschäftsjahres gebildet.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Unterschiedsbetrag zwischen den Rückzahlungsverpflichtungen und den ausgezahlten Beträgen bei Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wird ggf. unter den Rechnungsabgrenzungsposten aktiviert; er wird entsprechend der Laufzeit der Darlehen abgeschrieben.

Aufwendungen und Erträge

Umsatzerlöse werden nach Lieferung bzw. nach erfolgtem Gefahrenübergang erfasst.

Zinserträge- und Zinsaufwendungen werden soweit erforderlich zeitanteilig abgegrenzt.

Fremdwährungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Bei langfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten wird das Imparitätsprinzip beachtet.

Erläuterungen zu den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagevermögens 2023 ist aus dem Anlagenspiegel als Anlage zu diesem Anhang zu entnehmen.

Im Geschäftsjahr wurden Abschreibungen in Höhe von TEUR 335,3 (VJ: TEUR 281,8) vorgenommen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind insgesamt kurzfristig.

Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Forderungen gegenüber der Voss GmbH & Co KG als nahestehendem Unternehmen in Höhe von insgesamt TEUR 1.380,8 (VJ: TEUR 1.452,0) in einer gesonderten Bilanzposition ausgewiesen. Die Forderungen gegenüber der Voss Verwaltungs GmbH betragen TEUR 3,5 (i.Vj.: TEUR 2,3).

Der Gesamtbetrag der Forderungen gegenüber der Voss GmbH & Co KG mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr beträgt TEUR 607,9. Ein Betrag von TEUR 251,7 hat eine Laufzeit von mehr als fünf Jahren.

Diese Forderungen betreffen im Wesentlichen gewährte Darlehen sowie ein laufendes Finanzverrechnungskonto.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen ausschließlich abzugrenzende Versicherungsbeiträge und Leasingsonderzahlungen.

Vom Wahlrecht zur Aktivierung aktiver latenter Steuern macht die Gesellschaft keinen Gebrauch. Aktive steuerliche Latenzen bestehen vor allem im Bereich der sonstigen Rückstellungen.

Das Eigenkapital hat sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt entwickelt:

In Tausend Euro Summe Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Bilanz Gewinn
Stand 31.12.2022 8.981,0 79,8 8.901,2
Ausschüttung -390,0 -390,0
Jahresüberschuss 2023 1.098,5 1.098,5
Stand 31.12.2023 9.689,5 79,8 9.609,7

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Vorabausschüttungen in Höhe von TEUR 390,0 für das Geschäftsjahr 2023 an die Gesellschafter ausgezahlt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde eine Betriebsprüfung für die Jahre 2018 bis 2021 durchgeführt.

Der Jahresüberschuss von TEUR 1.098,5 soll zusammen mit dem Gewinnvortag des Vorjahres (TEUR 8.511,2) auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Für die drei Geschäftsführer wurde entsprechend der erteilten Pensionszusage eine Pensionsrückstellung gebildet.

Aus der Anwendung des abweichenden Durchschnittszinses auf Basis von 10 Jahren ergibt sich gegenüber der bisherigen Ermittlung über einen 7-Jahres-Zeitraum ein Unterschiedsbetrag von TEUR 35,0, der einer Ausschüttungssperre unterliegt.

Gemäß § 246 Abs.2 HGB n.F. i.V. mit § 253 Abs. 1 HGB verrechnete Wertpapiere und Vermögensgegenstände zur Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen betragen zum Stichtag TEUR 1.948,1 (VJ: TEUR 1.892,3); die Höhe der damit verrechneten Pensionsverpflichtungen beträgt TEUR 2.467,1 (VJ: TEUR 2.526,6). Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens entsprechen in etwa den bilanzierten Zeitwerten. Zinsaufwendungen aus Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 44,3 sind unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen.

Seit dem Erreichen des 65. Lebensjahres (Mitte 2011) erhält ein Geschäftsführer eine monatliche Versorgungszahlung aus der Pensionszusage.

Die sonstigen Rückstellungen umfassen Rückstellungen für interne und externe Jahresabschlusskosten, Rückstellungen für Kundenboni sowie für Garantie- und Urlaubsverpflichtungen.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 1.782,5 beträgt der Betrag mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr TEUR 1.293,6. Ein Betrag von TEUR 355,6 hat eine Restlaufzeit von über einem Jahr bis zu fünf Jahren. Eine Restlaufzeit von über 5 Jahren hat ein Betrag von TEUR 133,3. Ein KfW-Unternehmerkredit in Höhe von TEUR 577,8 ist zu 90 % mit Bundegarantien unterlegt.

Die restlichen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und sind unbesichert.

Von den Verbindlichkeiten betreffen:

Verbindlichkeiten aus Steuern: TEUR 34,4 (VJ: TEUR: 37,3)
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit: TEUR 1,6 (VJ: TEUR: 0,0).

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 55,8 (VJ: TEUR 0,0), sowie periodenfremde sonstige betriebliche Erträge in Höhe von TEUR 24,4.

Der Personalaufwand enthält Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 0,0 (VJ: TEUR 5,3).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden im wesentlichen Mieten, Nebenkosten, Ausgangsfrachten, Instandhaltungen, Leasingkosten und sonstige betriebliche Kosten ausgewiesen.

Gemäß § 246 Abs.2 HGB n.F. i.V. mit § 253 Abs. 1 HGB werden Wertpapiere und Rückdeckungsversicherungen zur Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen auf der Passivseite mit den Pensionsrückstellungen verrechnet.

Die mit den Zinsaufwendungen aus Pensionsrückstellungen verrechneten Erträge aus den Vermögensgegenstände des Deckungsvermögens betragen TEUR 26 (VJ: TEUR 0).

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten periodenfremde Steueraufwendungen von TEUR 70 aus Körperschaftsteuer und Gewerbesteuern, im Vorjahr waren periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 30 enthalten.

Sonstige Angaben

Im Geschäftsjahr 2023 und 2022 wurden durchschnittlich folgende Mitarbeiter beschäftigt:

2023 2022
- Angestellte 19 18
- Arbeiter 61 57
Arbeitnehmer gem. § 267 HGB 80 75
- Geschäftsführer 3 3
- Auszubildende 0 0
- Zeitarbeiter 6 6
Mitarbeiter insgesamt 89 84

Geschäftsführer der Gesellschaft waren:

Volker Hoffmann, Geschäftsführer für den kaufmännischen Bereich, Nettetal

Dierk Hoffmann, Pensionär, Schwalmtal

Wolfgang Voss, Geschäftsführer für den technisch operativen Bereich - Labor,

Viersen

Die Herren Volker Hoffmann und Wolfgang Voss übten ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr hauptberuflich aus.

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen beträgt TEUR 1.613. Hiervon entfällt ein Betrag von TEUR 454 auf die jährlichen Zahlungen im Rahmen des Gebäudemietvertrages mit dem nahestehenden Unternehmen Voss GmbH & Co. KG (steuerliche Besitzgesellschaft) und der Restbetrag von TEUR 1.159 entfällt auf mehrjährige Leasingverträge mit fremden Dritten.

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB zu vermerken:

Es besteht seitens der Gesellschaft eine Mithaftung aus Verbindlichkeiten der Voss GmbH & Co. KG gegenüber Kreditinstituten in Höhe von bis zu TEUR 3.120,0. Zum Bilanzstichtag 31.12.2023 betrugen die gesicherten Bankverbindlichkeiten der Voss GmbH & Co. KG rd. TEUR 552,4. Diese wurden in Höhe von TEUR 1.260,8 durch Grundpfandrechte gesichert. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen wird als gering beurteilt.

Die Hoffmann u. Voss GmbH setzt zur Finanzierung von Anlagen in großem Umfang das Instrument des Leasings ein. Die Vorteile dieser Finanzierungsstrategie sind ein verminderter Kapitalbedarf sowie eine reduzierte Bilanzsumme. Wesentliche Risiken aus dieser Gestaltung sind nicht erkennbar. Das Volumen der jährlichen Leasingzahlungen im Rahmen von Anlagenleasing beträgt zum Stand 31.12.2023 insgesamt TEUR 394,5.

Alle Geschäfte mit nahestehenden Personen erfolgten grundsätzlich zu marktüblichen Konditionen.

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung sowie gemäß § 288 Abs. 2 HGB auf die Angabe des Gesamthonorars des Abschlussprüfers verzichtet.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres auf neue Rechnung vorzutragen.

Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind keine Ereignisse eingetreten, die von wesentlicher Bedeutung sind und hier zu einer veränderten Beurteilung des Unternehmens führen könnten.

 

Viersen, den 5. September 2024

Die Geschäftsführung

Volker Hoffmann

Dierk Hoffmann

Wolfgang Voss

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Hoffmann u. Voss GmbH, Viersen,

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Hoffmann u. Voss GmbH, Viersen, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hoffmann u. Voss GmbH, Viersen, für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen aufgrund von dolosen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 6. September 2024

ELWISS GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Witt, Wirtschaftsprüfer

Sonstige Angaben:

Der Jahresabschluss wurde am 13. September 2024 festgestellt.

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