MSIG Insurance Europe AGLiquidiert

An den Dominikanern 11, 50668 Köln, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 75277
Eingetragen
20.4.2012
Branche
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit aktivem VersicherungsgeschäftTätigkeiten von Versicherungsvertreterinnen und -vertreternTätigkeiten von Versicherungsmaklerinnen und -maklern
Gegenstand
a) im In- und Ausland der unmittelbare und mittelbare Betrieb aller Versicherungszweige mit Ausnahme der Lebens- und Krankenversicherung; b) die Vermittlung von Versicherungen; c) der Betrieb anderer Geschäfte, die mit dem Versicherungsgeschäft in unmittelbarem Zusammenhang stehen; d) die unmittelbare und mittelbare Beteiligung an anderen Unternehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andrea Brock
seit 14.4.2025
Prokura
Pauline Blum
seit 7.2.2025
Prokura
Rika Keuchel
seit 2.1.2025
Prokura
Raphael Proske
seit 2.1.2025
Prokura
Alexander Dr. Mahnke
seit 6.11.2024
Vorsitzender des Vorstands
Carina Bleeser
seit 5.9.2024
Prokura
Prokura
Tobias Boll
seit 5.9.2024
Prokura
Prokura
Prokura
Ute Tschentke
seit 28.3.2024
Prokura
Caroline Hoyer
seit 28.3.2024
Prokura
Stephanie Böhler
seit 2.2.2024
Prokura
Henning Letzner
seit 2.2.2024
Prokura
Sabine Beeres
seit 2.11.2023
Prokura
Christiane Paruch
seit 2.11.2023
Prokura
Anca Babaneata
seit 2.11.2023
Prokura
Oliver Tackmann
seit 7.6.2023
Prokura
Yuji Uchida
seit 11.5.2023
Vorstandsmitglied
Thomas Riess
seit 11.5.2023
Prokura
Lucius Ken Dickmann
seit 11.5.2023
Prokura
Thierry Portevin
seit 6.2.2023
Prokura
Dietmar Repgen
seit 6.2.2023
Prokura
Prokura
Jörg Raschke
seit 20.5.2022
Prokura
Matthias Otte
seit 7.4.2022
Prokura
Michael Pille
seit 7.4.2022
Prokura
Ralf Quick
seit 30.6.2021
Prokura
Dirk Reissberg
seit 30.6.2021
Prokura
Patrick Smolka
seit 18.7.2018
Vorstandsmitglied
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Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Berichtigung

Aufgrund eines technischen Versehens ist die Veröffentlichung vom 06.06.2024 fehlerhaft.

MSIG Insurance Europe AG

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhaltsverzeichnis

Aufsichtsrat

Vorstand

Lagebericht

Grundlagen des Unternehmens

Wirtschaftliches Umfeld

Wesentliche Kennzahlen

Geschäftsverlauf

Kapitalanlageergebnis

Sonstiges Ergebnis

Gesamtergebnis

Vermögens- und Finanzlage

Kapitalanlagen

Eigenkapital

Versicherungstechnische Rückstellung

Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft

Finanzlage

Personal

Prognosebericht

Chancen- und Risikobericht

Chancen

Risikomanagement bei der MSIGEU

Wesentliche Risiken

Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Bilanz

Aktiva

Passiva

Gewinn- und Verlustrechnung

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Aktivseite

Passivseite

Gewinn und Verlustrechnung

Sonstige Angaben

Ergebnisverwendung

Haftungsverhältnisse

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Mitarbeitende

Organe der Gesellschaft

Bezüge der Organe

Bezüge ehemaliger Organmitglieder

Konzernabschluss

Gesamthonorare des Abschlussprüfers

Auswirkungen der globalen Mindestbesteuerung OECD Pillar 2

Betriebene Versicherungszweige und -arten

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Bericht des Aufsichtsrats

Aufsichtsrat

Akihiko Ikeno, Tokio, Japan, (Vorsitzender)

Head of Continental Europe, Middle East and Russia Business

Mitsui Sumitomo Insurance Co., Ltd., Tokio

Prof. Stefan Materne, Troisdorf, Deutschland (stellvertretender Vorsitzender)

Inhaber des Lehrstuhls für Rückversicherung am Institut für Versicherungswesen (IVW) der Technischen

Hochschule Köln

Ulrich Heinz Wollschläger, Köln, Deutschland

Rechtsanwalt

Shugo Suzuki, Tokio, Japan (bis 31.03.2023)

Head of Europe & Americas Section des International Business Departments der Mitsui Sumitomo Insurance Co, Ltd.

Nobuhiro Terao, Tokio, Japan (ab 01.04.2023)

Assistant General Manager

Vorstand

Klaus M. Przybyla, Köln, Deutschland (Vorsitzender)

Geschäftseinheiten im In- und Ausland, Schaden, Interne Revision, Legal & Compliance, PR & Communications, People & Office Services, Operations & Data, Risikomanagement, Vorstandsbüro

Dr. Carsten Hoffmann, Hürth, Deutschland

Finanzen, Rechnungswesen, Controlling, Steuern, Aktuariat, Kapitalanlage und IT

Patrick Smolka, Langenhagen, Deutschland

Underwriting und Rückversicherung

Dr. Alexander Mahnke, München, Deutschland (ab 01.03.2023)

Zentrale Steuerung Vertrieb, Marketing und Kundenbeziehungsmanagement

Yuji Uchida, Düsseldorf, Deutschland (ab 01.04.2023)

Global Coordination und Marketing für japanische Kunden

Adressen der Niederlassungen

Deutschland

MSIG Insurance Europe AG

An den Dominikanern 11-27

50668 Köln

Deutschland

Amtsgericht Köln HRB 75277

Frankreich

MSIG Insurance Europe AG

Succursale Française

65 rue de la Victoire

75009 Paris

Frankreich

Slowakei

MSIG Insurance Europe AG

Organizačná zložka (Slovensko)

Stürova 11

81102 Bratislava

Slowakei

Belgien

MSIG Insurance Europe AG

Boulevard Louis Schmidt/ Louis Schmidtlaan 87

1040 Bruxelles

Belgien

Niederlande

MSIG Insurance Europe AG

Bijkantoor Nederland

De Boelelaan 7

1083HJ Amsterdam

Niederlande

Italien

MSIG Insurance Europe AG

Rappresentanza Generale per l'Italia

Foro Buonaparte 63

20121 Milan

Italien

Spanien

MSIG Insurance Europe AG

Sucursal en Espana

Calle Orense 34, planta 3 - Torre Norte

28020 Madrid

Spanien

Vorwort

Sehr geehrte Damen und Herren,

in einer Welt, die von ständigem Wandel geprägt ist, tragen wir als Unternehmen eine besondere Verantwortung. Das vergangene Jahr war erneut von Kriegen, Unruhen, politischen Entwicklungen und Naturkatastrophen geprägt. Diese Ereignisse haben uns einmal mehr verdeutlicht, wie wichtig es ist, flexibel zu sein und schnell auf Veränderungen zu reagieren. Unser Ziel ist und bleibt es, die Bedürfnisse unserer Kunden zu verstehen und ihnen den bestmöglichen Versicherungsschutz zu bieten.

Damit wir allen Anforderungen gerecht werden, haben wir unsere Risikobewertungen und Managementstrategien weiterentwickelt und unsere Prozesse angepasst. Dadurch können wir unseren Kunden auch in turbulenten Zeiten den bestmöglichen Schutz bieten und unser Wachstum weiter vorantreiben.

Der Ausbau unserer Aktivitäten auf den lokalen Märkten in den Niederlanden, Italien und Spanien verläuft weiter vielversprechend. Mit vielen neuen engagierten Kolleginnen und Kollegen stärken wir hier unsere Marktpräsenz. Gleichzeitig nimmt die Akzeptanz in allen unseren Märkten weiter spürbar zu. Die Unterstützung unserer Muttergesellschaft für unser Engagement und die Anerkennung der positiven Ergebnisse betonen die Bedeutung des europäischen Geschäfts für die Unternehmensgruppe.

Unser Geschäftsbericht gibt Ihnen einen umfassenden Einblick in unsere finanzielle Entwicklung. Trotz der geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen des vergangenen Jahres haben wir ein solides Ergebnis erzielt. Ohne die Unterstützung unserer engagierten Mitarbeitenden, die immer wieder die Extrameile mit uns gegangen sind, wäre dies nicht möglich gewesen.

An dieser Stelle möchten wir uns auch bei unseren Kunden für ihr Vertrauen und ihre langjährige Treue bedanken. Wir sind bestrebt, ihnen auch weiterhin erstklassige Versicherungslösungen anzubieten und als verlässlicher Partner an ihrer Seite zu stehen - ganz im Sinne unseres Claims We take care.

Der Vorstand

Lagebericht

Grundlagen des Unternehmens

Die MSIG Insurance Europe AG - nachfolgend MSIGEU genannt - ist ein Industrieversicherer mit Hauptsitz in Köln.

Eine Übersicht der Versicherungszweige und -arten der unseren Kunden angebotenen Versicherungsleistungen findet sich als Anlage zu diesem Geschäftsbericht.

Teil einer starken Gruppe

Wir sind eine 100%ige Tochter der Mitsui Sumitomo Insurance Company, Ltd., (MSIJ) und gehören damit zur MS&AD Group mit Hauptsitz in Tokio. Unsere japanische Gruppe ist Marktführer in Asien und ist gemessen am Beitragsvolumen eine der größten Versicherungsgruppen weltweit. In 48 Ländern und Regionen ist die MS&AD Group vertreten.

Durch unsere Muttergesellschaft verfügen wir über ein Standard & Poor's (S&P) Rating von A+/stable. Berechtigte Versicherungsforderungen unserer Kunden sind zugleich durch eine Patronatserklärung unserer Muttergesellschaft abgesichert.

Unsere Geschichte

Unsere Unternehmensgruppe ist seit mehr als 40 Jahren in Europa aktiv. Zu Beginn lag der Fokus auf unseren japanischen Kunden. Seit 2007 zeichnen wir ebenfalls lokale Risiken, damals als Niederlassung der Mitsui Sumitomo Insurance Co., (Europe) Ltd., London (MSIEU) mit unserem Büro in Düsseldorf.

Im Jahr 2012 gründeten wir dann die MSIGEU als Aktiengesellschaft am Standort Köln und haben damit die Verantwortung für das Gruppengeschäft in Kontinentaleuropa übernommen. Ausschlaggebend für diesen Schritt war die Entscheidung, räumliche Nähe zu unseren Kunden zu schaffen.

2013 übernahmen wir im Rahmen einer Bestandsübertragung das gesamte kontinentaleuropäische Versicherungsgeschäft von der MSIEU.

Um unseren Kunden Ansprechpartner vor Ort bieten zu können, gründeten wir in den Jahren 2012 und 2013 weitere Niederlassungen. Neben unserem deutschen Hauptsitz sind wir in Belgien, Frankreich, Italien, Niederlande, Slowakei und Spanien vertreten.

Wirtschaftliches Umfeld

Im Jahr 2023 prägten mehrere zentrale Einflussgrößen unser Geschäftsumfeld. Der fortgesetzte Krieg in der Ukraine führte zu umfassenden Sanktionen gegen Russland und beeinträchtigte den internationalen Warenverkehr. Die weiterhin bestehende erhöhte Inflation in Europa, getrieben durch steigende Kosten für Rohstoffe, Energie und Löhne, belastete die europäische Wirtschaft und beeinflusste auch unsere Kostenstrukturen. Der Angriff der Hamas auf Israel im Oktober 2023 verstärkte die geopolitischen Spannungen und führte auch durch die Angriffe der Huthi-Rebellen auf Frachtschiffe im Roten Meer zu weiteren Beeinträchtigungen im internationalen Warenverkehr. Die durch den Klimawandel bedingte erhöhte Anzahl von Extremwetterereignissen führte zu Unterbrechungen in den Betriebsabläufen unserer Kunden.

Das Bruttoinlandsprodukt im EURO-Raum erholte sich im Geschäftsjahr mit 0,5 % leicht.

In Deutschland verzeichnete das Brutto-Inlandprodukt im Jahresverlauf in Deutschland dagegen einen Rückgang um -0,3 %. Trotz der vielschichtigen negativen Einflüsse erwies sich der Arbeitsmarkt in Deutschland weiterhin als robust. Bei leicht steigender Anzahl von inländischen Erwerbspersonen pendelte sich die Arbeitslosenquote seit Oktober bei 5,8 % ein. Während die Arbeitslosenquote in Deutschland im Jahresverlauf leicht um 0,3 %-Punkte auf 5,8 % verschlechterte, verzeichnet der EURO-Raum im gleichen Zeitraum einen Rückgang von 0,3 %Punkten auf 6,4 %. Die Zinswende der Notenbanken beeinflusste weltweit das Investitionsverhalten der Unternehmen wie auch der privaten Haushalte. Die fortlaufende Neuordnung von Rohöl- und Erdgaslieferketten für den europäischen Energiemarkt in Folge des Ukrainekrieges und der gegenüber Russland verhängten Sanktionen führte weiterhin zu volatilen Auswirkungen auf die Rohstoff-, Transport-, Energie- und Verbraucherpreise. Die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind in Folge der in vielen Ländern unterschiedlichen Einflüsse aus den Veränderungen der Energiekosten sowie den Engpässen in den Lieferketten uneinheitlich.

Insbesondere die sinkenden Energiepreise führten bei Erzeugern und Verbrauchern im EURO-Raum zu einem starken Rückgang der durchschnittlichen Jahres-Inflationsrate auf 2,8 % gegenüber 8,4 % im Vorjahr. Die Wirtschaftsnationen im asiatischen Raum erfuhren hier eine gedämpfte Entwicklung der Preisreduktionen. Die Europäischen Zentralbank steht weiterhin vor der Herausforderung das selbstgesteckte 2,0 % Ziel bei der Preisentwicklung wieder zu erreichen. Dies sorgt weiter für ein herausforderndes Kapitalmarktumfeld und volatile Aktienmärkte.

Unser Unternehmen vertraut aus Risikotragfähigkeitsgründen in hohem Maße auf Rückversicherungskapazitäten. Wir konnten keine nennenswerten Engpässe feststellen und konnten unsere Programme zielkongruent platzieren.

Aktuell überlagert nach wie vor der Krieg in der Ukraine sowie im Gaza-Streifen mit den politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen die Weltwirtschaft und das Marktgeschehen.

Wesentliche Kennzahlen

2023 2022
Beitragseinnahmen brutto
- in TEUR 663.236,1 550.024,3
- Veränderung 20,6% 17,3%
- Selbstbehalt 26,3% 19,4%
Aufwendungen für Versicherungsfälle f. e. R.
-in TEUR 127.005,9 97.034,2
- der verdienten Beiträge f. e. R. 78,8% 110,2%
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb f. e. R.
- in TEUR 23.661,9 6.541,0
- der Beitragseinnahmen f. e. R. 13,6% 6,1%
Schadenrückstellungen der Schadenzahlungen f. e. R. 875,0% 498,6%
Versicherungstechnische Rückstellungen der Beitragseinnahmen f. e. R. 303,3% 404,2%
Kapitalanlagen in TEUR 563.075,2 468.492,7
Nettoverzinsung in % 1,5% 0,7%
Gezeichnetes Kapital in TEUR 184.000,0 184.000,0
Eigenkapital
-in TEUR 115.775,7 113.523,3
- in % der Beitragseinnahmen f. e. R. 66,4% 106,5%

f.e.R = für eigene Rechnung

Geschäftsverlauf

Für die Fokussierung der Darstellung des Geschäftsverlaufs auf die wesentlichen Einflussfaktoren im Lagebericht wurde die Anzahl der Tabellen im Vergleich zum Vorjahr reduziert.

Beitragsentwicklung nach Versicherungssparten

in TEUR 2023 2022 Veränderung Anteil
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Haftpflichtversicherung 180.583 164.738 9,6% 34,3%
Feuer- und Sachversicherung 266.041 207.773 28,0% 50,5%
davon:
Feuerversicherung 75.531 59.253 27,5% 14,3%
Technische Versicherung 94.392 74.224 27,2% 17,9%
Sonstige Sachversicherung 96.118 74.296 29,4% 18,2%
Transport und Luftfahrt 42.280 40.860 3,5% 8,0%
Sonstige Schadenversicherung (inkl. All-Risk) 37.084 25.780 43,8% 7,0%
Sonstige Versicherungen 1.018 949 7,2% 0,2%
Gesamt 527.006 440.100 19.7% 100,0%
In Rückdeckung übernommenes
Versicherungsgeschäft 136.231 109.925 23,9%
Gesamtes Versicherungsgeschäft 663.236 550.024 20,6%

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die MSIGEU die gesamten Bruttobeitragseinnahmen im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt TEUR 113.212 (+20,6 %) steigern. Daraus ergaben sich gebuchte Bruttobeiträge von TEUR 663.236 (Vorjahr TEUR 550.024). Diese Beitragssteigerung ist auf alle wesentlichen Sparten zurückzuführen und spiegelt den auch bereits in den vergangenen Jahren ersichtlichen Wachstumspfad wider.

Die gebuchten Nettobeiträge stiegen im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 67.738 (+63,5 %) auf TEUR 174.364. Hauptursächlich ist, neben der Bruttovolumenerhöhung, eine deutlich geringere RV-Abgabe an den Nettoquotenrückversicherungsvertrag seit dem 31.12.2022 im Vergleich zum Vorjahr. Für das Geschäftsjahr 2023 wurde die strategische Quoten-Rückversicherung mit 10% Zessionsrate (im Vorjahr 40%) auf die wesentlichen Sparten vereinbart. Die Zessionsrate von 10% wurde zum 31.12.2023 unverändert gelassen.

Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle lagen um TEUR 50.437 unter denen des Geschäftsjahres 2022 und betrugen in 2023 TEUR 416.800 (Vorjahr TEUR 467.237). Die Bruttoschadenquote sank um 20,3 Prozentpunkte auf 65,9 % (Vorjahr 86,1 %). Das Sinken der Bruttoschadenquote ist auf einen geringeren Schadenaufwand insbesondere im indirekten Geschäft zurückzuführen.

Geringere Rückversicherungsdeckung führte bei einem deutlichen Anstieg der Bruttozahlungen für Versicherungsfälle dazu, dass der versicherungstechnische Nettoschadenaufwand um TEUR 29.972 auf TEUR 127.006 (Vorjahr TEUR 97.034) anstieg. Trotz des Anstiegs des versicherungstechnischen Nettoschadenaufwands führte die signifikante Erhöhung in den verdienten Nettobeiträgen zu einer deutlich gesunkenen Nettoschadenquote von 78,8 % (Vorjahr 110,2 %), was einer Verringerung von 31,4 Prozentpunkten entspricht.

Es ist ein volumeninduzierter Anstieg der Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb um 15,7 % auf TEUR 134.508 (VorjahrTEUR 116.240) zu verzeichnen. Dieser Kostenanstieg ist neben den gestiegenen Provisionen hauptsächlich durch gestiegene Personal- und administrative Kosten bedingt. Hinzu kommt ein Anstieg in Reise- und Bewirtungskosten. Die Bruttokostenquote reduzierte sich leicht um 0,2 Prozentpunkte von 21,4 % auf 21,3 %. Netto stiegen die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb um 261,7 % auf TEUR 23.662 (Vorjahr TEUR 6.541). Dieser Anstieg war maßgeblich getrieben durch höhere Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb, welche nicht durch höhere erhaltene Provisionen kompensiert werden konnten. Dadurch verdoppelte sich die Nettokostenquote von 7,4 % auf 14,7 %.

Im Verhältnis zu den verdienten Beiträgen führten die gesunkenen brutto Schadenaufwendungen und die leicht geringere brutto Kostenquote zu einer Reduktion der Brutto Schaden-Kosten-Quote um 20,5 Prozentpunkte auf 87,1 % (Vorjahr 107,6 %).

Für das Nettoergebnis überwog die Verbesserung der Schadenquote und resultierte trotz einer höheren Kostenquote in einer netto Schaden-Kosten-Quote von 93,5 % (Vorjahr 117,6 %). Dies entspricht einer Verringerung um 24,1 Prozentpunkte.

Das versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung belief sich nach Zuführung zur Schwankungsrückstellung und ähnlichen Rückstellungen in Höhe von TEUR 10.257 (Vorjahr Entnahme aus der Schwankungsrückstellung i.H.v. TEUR 22.285) auf TEUR -1.506 (Vorjahr TEUR 2.787).

Zur Absicherung des weiteren Wachstumspfades wurde der bereits bestehende Netto-Quotenrückversicherungsvertrag auch für das Jahr 2024 erneuert. Dabei wurde die Zessionsrate - wie schon erwähnt - unverändert bei 10% belassen. Die Depotverbindlichkeiten beliefen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 40.123 (Vorjahr TEUR 37.427).

Im Folgenden wird die Entwicklung der einzelnen Sparten beschrieben. Zur verbesserten Übersichtlichkeit konzentriert sich die Beschreibung auf die wesentlichen, unternehmenssteuerungsrelevanten Kennzahlen. Die Details sind weiterhin im Anhang ersichtlich.

Haftpflichtversicherung (direktes Geschäft) 1

Die gebuchten Bruttoprämien in der Haftpflichtversicherung lagen im Geschäftsjahr 2023 mit TEUR 180.583 um 7,7 % über dem Vorjahr (Vorjahr TEUR 167.662). Der Anstieg ist mit TEUR 4.080 hauptsächlich auf die Niederlassung Spanien, mit TEUR 3.604 auf die Region Deutschland sowie mit TEUR 3.077 auf die Niederlassung Frankreich zurückzuführen. Ursächlich hierfür war im Wesentlichen das Geschäft mit den nicht-japanischen Kunden. Auch die verdienten Nettobeiträge verzeichneten einen Anstieg um TEUR 24.257 (61,1 %) im Vergleich zum Vorjahr und stiegen somit zum Stichtag auf TEUR 63.932. Der Haupttreiber ist ein erhöhter Eigenbehalt.

Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle sanken um 26,4 % auf TEUR 150.580 für das Berichtsjahr (Vorjahr TEUR 204.556). Die Bruttoschadenquote verringerte sich von 124,1 % im Vorjahr auf 85,4 %. Der Nettoschadenaufwand sank im Vorjahresvergleich um 1,9 % und betrug TEUR 60.178 (Vorjahr TEUR 61.359). Die Nettoschadenquote sank in Folge, und besonders durch die positive Entwicklung der verdienten Nettobeiträge, auf 94,1 % (Vorjahr 154,7 %).

Im Berichtszeitraum stiegen die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb um 4,8 % auf TEUR 35.201 (Vorjahr TEUR 33.591). Netto stiegen sie um 278,6 % von TEUR 2.565 auf TEUR 9.710. Dies liegt insbesondere begründet in höheren Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb in Kombination mit niedrigeren erhaltenen Provisionen, als Folge des höheren Eigenbehalts. Die Kostenquote verbesserte sich brutto von 20,4 % auf 20,0 % und verschlechterte sich netto von 6,5 % auf 15,2 %. Die kombinierte Netto-Schaden-/Kostenquote betrug 109,3 % und verringerte sich somit vor allem aufgrund der deutlich gestiegenen Netto verdienten Beiträge um 51,8 Prozentpunkte im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022.

Es erfolgte keine Veränderung der Schwankungsrückstellung und das versicherungstechnische Ergebnis der Sparte Haftpflicht betrug TEUR 1.067 (Vorjahr TEUR 2.642).

Feuerversicherung (direktes Geschäft)

In der Sparte Feuerversicherung konnten die gebuchten Bruttobeiträge um TEUR 16.278 im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 75.531 (Vorjahr TEUR 59.253) gesteigert werden. Dies ist ein Anstieg um 27,5 %. Netto stiegen die gebuchten Beiträge auf TEUR 14.998 (Vorjahr TEUR 7.480). Die verdienten Nettobeiträge stiegen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 8.366 auf TEUR 14.645. Dies ist mitunter das Ergebnis einer höheren Eigentragung, die seit 2021 umgesetzt wurde.

Der Bruttoschadenaufwand erhöhte sich auf TEUR 53.683 (Vorjahr 17.272 TEUR). Das lag zum Einen in höheren Bruttozahlungen für Versicherungsfälle (im Vergleich zum Vorjahr plus TEUR 1.901) und noch vielmehr in deutlich höheren Rückstellungen für noch nicht abwickelte Versicherungsfälle (im Vergleich zum Vorjahr plus TEUR 34.510). Diese sind begründet durch einige Großschäden. Die Nettoaufwendungen für Versicherungsfälle stiegen deutlich auf TEUR 10.554 (Vorjahr TEUR 1.456). Die Bruttoschadenquote erhöhte sich um 42,9 Prozentpunkte auf 71,8 % (Vorjahr 28,9 %). Die Nettoschadenquote erhöhte sich ebenfalls deutlich um 48,9 Prozentpunkte auf 72,1 % (Vorjahr 23,2 %).

1 Der Versicherungszweig 25 - Luftfahrt wurde korrigiert und umgeschlüsselt zu Haftpflicht. Vorjahreszahlen wurden zum direkten Vergleich angepasst, weichen jedoch damit leicht von denen des Geschäftsberichts 2022 ab.

Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb stiegen gegenüber dem Vorjahr um 5,3 % brutto auf TEUR 14.833 (Vorjahr TEUR 14.088). Im Netto war eine Verringerung um 1,8 % auf TEUR 2.339 (Vorjahr TEUR 2.382) zu verzeichnen. Die Bruttokostenquote sank aufgrund eines besseren Verhältnisses zu den verdienten Beiträgen auf 19,8 % (Vorjahr 23,6 %).

Das versicherungstechnische Nettoergebnis lag nach einer Zuführung zur Schwankungsrückstellung in Höhe von TEUR 438 bei TEUR -3.522 und somit deutlich unter dem Vergleichswert des Vorjahres (Vorjahr TEUR 74).

Technische Versicherung (direktes Geschäft)

Mit der Technischen Versicherung werden Maschinen-, Montage-, Bauleistungs-, Elektronik- und Maschinengarantieversicherung abgedeckt. Für diese Sparte betrugen die gebuchten Bruttobeiträge für das Geschäftsjahr TEUR 94.392 und lagen somit 27,2 % über dem Vorjahreswert von TEUR 74.224. Haupttreiber für den Beitragsgewinn ist das nicht-japanische Geschäft der Region Deutschland und der Niederlassung Frankreich. Die verdienten Nettobeiträge stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 82,0% auf TEUR 15.578 (Vorjahr TEUR 8.559). Ausschlaggebend dafür ist, dass die Veränderung der Bruttobeiträge (gebuchte Bruttobeiträge inkl. Veränderung der Bruttobeitragsüberträge) die der abgegebenen Rückversicherungsbeiträge (inkl. Beitragsüberträge) prozentual übersteigt.

Im Geschäftsjahr 2023 sanken die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle um 10,3 % auf TEUR 54.375 (Vorjahr TEUR 60.625). Der Gesamt-Nettoschadenaufwand betrug TEUR 10.524 und stieg um 18,2 % im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 8.903). Die deutlich höheren verdienten Nettobeiträge führten jedoch im Ergebnis zu einer besseren Nettoschadenquote von 67,6 % (Vorjahr 104,0 %).

Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb stiegen im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr brutto um 13,8 %. Die Nettoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb sanken um 2,3 %. Daraus resultierten Aufwendungen von brutto TEUR 20.551 (Vorjahr TEUR 18.066) und netto TEUR 1.695 (Vorjahr TEUR 1.734). Insgesamt verbesserte sich die Bruttokostenquote von 25,8 % auf 23,9 %, die Nettokostenquote sogar von 20,3 % auf 10,9 %.

Es erfolgte keine Veränderung der Schwankungsrückstellung und das versicherungstechnische Nettoergebnis stieg auf TEUR 2.727 (Vorjahr TEUR -1.763). Die Netto Schaden-Kosten-Quote beträgt für den Berichtszeitraum 78,4 % (Vorjahr 124,3 %).

Transportversicherung (direktes Geschäft) 2

Im Geschäftsjahr 2023 lagen die gebuchten Bruttobeiträge der Sparte Transport mit TEUR 42.280 um 11,5 % über denen des Vorjahres. Die verdienten Nettobeiträge stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 57,9 % auf TEUR 10.444.

Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle verzeichneten gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um 85,6 % auf TEUR 23.270 (Vorjahr TEUR 12.540). Die Zahlungen für Versicherungsfälle fielen geringer aus als im Vorjahr. Hierfür ist vor allem die günstige Schadenentwicklung verantwortlich, da unser Portfolio weitestgehend von Naturkatastrophen verschont geblieben ist. Zudem griff in den betroffenen Fällen der bestehende Rückversicherungsschutz. Die deutliche Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle jedoch führte für das Geschäftsjahr 2023 zu insgesamt höheren Versicherungsfällen und einer höheren Bruttoschadenquote von 55,8 % (Vorjahr 33,1 %). Der Nettoschadenaufwand stieg deutlich auf TEUR 8.379 (Vorjahr TEUR 3.486). Die Nettoschadenquote stieg in Folge mit 80,2 % deutlich über Vorjahresniveau (Vorjahr 52,7 %). Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb stiegen brutto um 9,2 % auf TEUR 7.586. Die Nettoaufwendungen stiegen ebenfalls um 121,7 % auf TEUR 2.344. Die deutlich höheren Bruttobeiträge führten zu einer nur leichten Veränderung der Bruttokostenquoten um 0,2 Prozentpunkte auf 18,2 % (Vorjahr 18,3 %). Die Nettokostenquote stieg im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 um 6,5 Prozentpunkte auf 22,4 % (Vorjahr 16,0 %).

Das versicherungstechnische Nettoergebnis betrug nach einer Entnahme aus der Schwankungsrückstellung in Höhe von TEUR 562 insgesamt TEUR 32. Es lag damit deutlich unter dem Vorjahresnettoergebnis von TEUR 2.627.

Sonstige Sachversicherung (direktes Geschäft) 3

Die sonstige Sachversicherung enthält im Wesentlichen die Versicherungszweige der Betriebsunterbrechungsversicherung, Extended Coverage sowie im geringen Umfang die Hausrat- und Wohngebäudeversicherungen.

In der Sparte sonstige Sachversicherung überstiegen die gebuchten Bruttobeiträge den Vorjahreswert mit TEUR 96.118 um 28,8 % (Vorjahr TEUR 74.612). Die verdienten Nettobeiträge stiegen auf TEUR 17.118 und lagen damit 134,3 % über dem Vorjahreswert von TEUR 7.307.

Für das Geschäftsjahr 2023 verringerten sich die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle mit TEUR 52.084 um TEUR 7.160 und lagen somit 12,1 % unter denen des vorangegangenen Geschäftsjahres (Vorjahr TEUR 59.244). Die Bruttoschadenquote für das Geschäftsjahr 2023 sank deutlich um 24,1 Prozent-punkte auf 56,5 % (Vorjahr 80,5 %). Der Nettoschadenaufwand verdreifachte sich auf TEUR 14.120 (Vorjahr TEUR 4.778). Die Nettoschadenquote lag mit 82,5 % um 17,1 Prozentpunkte über Vorjahresniveau (Vorjahr 65,4 %).

2 Der Versicherungszweig 25 - Luftfahrt wurde korrigiert und umgeschlüsselt zu Haftpflicht. Vorjahreszahlen wurden zum direkten Vergleich angepasst, weichen jedoch damit leicht von denen des Geschäftsberichts 2022 ab.
3 Die Versicherungsart 29.1 - Sonstige Sach-/Schaden wurde korrigiert und umgeschlüsselt zu Sonstige Sachversicherung. Vorjahreszahlen wurden zum direkten Vergleich angepasst, weichen jedoch damit leicht von denen des Geschäftsberichts 2022 ab.

Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb erhöhten sich auf TEUR 19.025 und lagen damit 13,5 % über denen des Vorjahres (TEUR 16.762). Die Nettoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb waren - wie im Vorjahr - nach Anwendung der Netto-Quotenrückversicherung positiv. Der Ertrag aus dieser Position belief sich auf TEUR 205 (Vorjahr TEUR 24). Die Bruttokostenquote sank auf 20,6 % (Vorjahr 22,8 %). Wie im Vorjahr auch, war die Nettokostenquote aufgrund des Ertrages in den Nettoaufwendungen negativ und lag bei -1,2 % (Vorjahr -0,3 %).

Das versicherungstechnische Nettoergebnis in Höhe von TEUR 1.070 lag TEUR 125 über dem versicherungstechnischen Ergebnis des Geschäftsjahres 2022 (Vorjahr TEUR 945).

All Risk Versicherungen (direktes Geschäft)

Die gebuchten Bruttobeiträge der All Risk Versicherungen sind um 46,8 % auf TEUR 37.084 (Vorjahr TEUR 25.254) gestiegen. Die verdienten Nettobeiträge stiegen um 250,4 % und betrugen für den abgelaufenen Berichtszeitraum TEUR 4.350 (Vorjahr TEUR 1.241).

Für das Geschäftsjahr 2023 erhöhten sich die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle um TEUR 13.214 auf TEUR 19.190 (Vorjahr TEUR 5.976). Diese Entwicklung ist auf eine deutliche Erhöhung der Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Schadenfälle zurückzuführen. Die Bruttoschadenquote für All Risk Versicherungen stieg in Folge um 36,0 Prozentpunkte auf 60,6 %. Der Nettoschadenaufwand veränderte sich um TEUR 1.984 auf TEUR 2.891 (Vorjahr TEUR 907). Die Nettoschadenquote für das Geschäftsjahr betrug 66,5 % (Vorjahr 73,1 %).

Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb stiegen brutto auf TEUR 7.535 (Vorjahr TEUR 6.380) und sanken netto auf TEUR 1.492 (Vorjahr TEUR 1.670). Die Bruttokostenquote sank um 2,5 Prozentpunkte auf 23,8 % (Vorjahr 26,3 %). Die Nettokostenquote sank überproportional auf 34,3 % (Vorjahr 134,5 %).

Das versicherungstechnische Nettoergebnis betrug nach einer Zuführung zur Schwankungsrückstellung in Höhe von TEUR 48 insgesamt TEUR -1.020. Es lag damit unter dem Vorjahresnettoergebnis von TEUR 846.

Sonstige Versicherung (direktes Geschäft)

Die gebuchten Bruttobeiträge der Sonstigen Versicherung stiegen um 8,1 % auf TEUR 227 (Vorjahr TEUR 210). Die verdienten Nettobeiträge sanken um 18,7 % und betrugen für den abgelaufenen Berichtszeitraum TEUR 50 (Vorjahr TEUR 62).

Für das Geschäftsjahr 2023 sanken die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle um TEUR 343 auf einen Ertrag in Höhe von TEUR 94 (Vorjahr Aufwand von TEUR 249). Diese Entwicklung ist auf eine deutliche Verringerung der Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Schadenfälle zurückzuführen. Die Bruttoschadenquote für Sonstige Versicherung fiel in Folge um 85,6 Prozentpunkte auf +24,9 %. Der Nettoschadenaufwand veränderte sich um TEUR 233 auf einen Ertrag in Höhe von TEUR 33 (Vorjahr Aufwand von TEUR 200). Die Nettoschadenquote für das Geschäftsjahr betrug +66,0 % (Vorjahr 322,0 %).

Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb stiegen brutto auf TEUR 62 (Vorjahr TEUR 30). Netto war diese Position - wie auch bereits im Vorjahr - positiv und stellte damit einen Ertrag in Höhe von TEUR 7 dar (Vorjahr TEUR 39). Die Bruttokostenquote stieg um 9,3 Prozentpunkte auf 16,5 % (Vorjahr 7,2 %). Die Nettokostenquote war aufgrund des Ertrages in den Nettoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb negativ und stieg überproportional auf -13,9 % (Vorjahr -62,2 %).

Das versicherungstechnische Nettoergebnis für das Geschäftsjahr 2023 belief sich auf TEUR 90 (Vorjahr TEUR 4.057).

Unfallversicherung (direktes Geschäft)

Die gebuchten Bruttobeiträge der Unfallversicherung sanken um 16,7 % auf TEUR 791 (Vorjahr TEUR 949). Die verdienten Nettobeiträge sanken um 21,3 % und betrugen für den abgelaufenen Berichtszeitraum TEUR 634 (Vorjahr TEUR 806).

Für das Geschäftsjahr 2023 sanken die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle um TEUR 170 auf TEUR 116 (Vorjahr TEUR 286). Diese Entwicklung ist größtenteils auf geringere Zahlungen für Versicherungsfälle zurückzuführen. Die Bruttoschadenquote für Unfallversicherung fiel in Folge um 15,1 Prozentpunkte auf 14,0 %. Der Nettoschadenaufwand veränderte sich um TEUR 321 auf TEUR 26 (Vorjahr TEUR 347). Die Nettoschadenquote für das Geschäftsjahr betrug 4,1 % (Vorjahr 43,1 %).

Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb sanken brutto auf TEUR 183 (Vorjahr TEUR 287) und netto auf TEUR 176 (Vorjahr TEUR 278). Die Bruttokostenquote sank um 7,1 Prozentpunkte auf 22,1 % (Vorjahr 29,1 %). Die Nettokostenquote sank auf 27,8 % (Vorjahr 34,6 %).

Das versicherungstechnische Nettoergebnis betrug nach einer Zuführung zur Schwankungsrückstellung in Höhe von TEUR 384 insgesamt TEUR 44. Es lag damit über dem Vorjahresnettoergebnis von TEUR -5.

In Rückdeckung genommenes Versicherungsgeschäft

Die gebuchten Bruttobeiträge des indirekten Geschäfts stiegen im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 26.306 (+23,9 %) und betrugen für das Geschäftsjahr TEUR 136.231. Der Anstieg ist hauptsächlich auf das nichtjapanische Geschäft der Niederlassung Spanien und der Region Deutschlandzurückzuführen. Die verdienten Nettobeiträge stiegen um TEUR 16.896 (96,3 %) auf TEUR 34.439, da die verdienten Bruttobeiträge die verdienten abgegebenen Rückversicherungsbeiträge deutlich überstiegen.

Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle verringerten sich im Berichtszeitraum deutlich um TEUR 42.892 auf TEUR 63.596 (Vorjahr TEUR 106.488). Dies war hauptsächlich bedingt durch geringere Veränderung der Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle. Infolgedessen verbesserte sich die Bruttoschadenquote auf 49,4 % (Vorjahr 96,2 %). Der Nettoschadenaufwand hingegen erhöhte sich um 30,6 % auf TEUR 20.366 (Vorjahr TEUR 15.599).

Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb stiegen auf brutto TEUR 29.532 (Vorjahr TEUR 20.091) und netto auf TEUR 6.118 (das Vorjahr wies einen Ertrag in Höhe von TEUR 3.082 aus). Die Bruttokostenquote stieg auf 22,9 % (Vorjahr 18,2 %). Die Nettokostenquote lag bei 17,8 % (Vorjahr -17,6 %).

Nach Zuführung in die Schwankungsrückstellung in Höhe von TEUR 9.949 (Vorjahr Zuführung von TEUR 11.663) ergab sich ein versicherungstechnisches Nettoergebnis des indirekten Geschäfts von TEUR -1.994 (Vorjahr TEUR -6.637).

In Rückdeckung genommenes Versicherungsgeschäft - Haftpflichtversicherung

Die gebuchten Bruttoprämien in der in Rückdeckung genommenen Haftpflichtversicherung lagen im Geschäftsjahr 2023 mit TEUR 28.821 um 23,9 % über dem Vorjahr (Vorjahr TEUR 23.262). Der Anstieg ist mit TEUR 1.970 hauptsächlich auf die Niederlassung Spanien, mit TEUR 1.500 auf die Niederlassung Italien und mit TEUR 1.239 auf die Region Deutschland zurückzuführen. Auch die verdienten Nettobeiträge verdoppelten sich fast auf TEUR 12.858.

Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle sanken um 35,8 % auf TEUR 16.801 für das Berichtsjahr (Vorjahr TEUR 26.152). Maßgeblich verantwortlich für diesen Rückgang ist ein Abwicklungsverlust im Vorjahr, während sich im Jahr 2023 ein Abwicklungsgewinn ergab. Die Bruttoschadenquote verringerte sich von 109,1 % im Vorjahr auf 60,9 %. Der Nettoschadenaufwand stieg im Vorjahresvergleich um 16,6 % und betrug TEUR 8.257 (Vorjahr TEUR 7.082). Die Nettoschadenquote sank in Folge auf 64,2 % (Vorjahr 107,3 %).

Im Berichtszeitraum stiegen die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb um 37,5 % auf TEUR 6.585 (Vorjahr TEUR 4.790). Netto stiegen sie um 313,2 % von TEUR 790 auf TEUR 3.265. Dies liegt insbesondere darin begründet, dass die Bruttoaufwendungen deutlich stärker stiegen als die erhaltenen Provisionen aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft. In Folge verschlechterte sich die Kostenquote brutto von 20,0 % auf 23,9 % und netto von 12,0 % auf 25,4 %. Die kombinierte Netto-Schaden- /Kostenquote betrug 89,6 % und verringerte sich somit vor allem aufgrund der deutlich gesunkenen Schadenquote um 29,7 Prozentpunkte im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022.

Nach Zuführung der Schwankungsrückstellung in Höhe von TEUR 1.753 belief sich das versicherungstechnische Ergebnis auf TEUR -417 (Vorjahr TEUR 875).

In Rückdeckung genommenes Versicherungsgeschäft - Feuerversicherung

In der Sparte Feuerversicherung konnten die gebuchten Bruttobeiträge um TEUR 9.647 im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 28.542 (Vorjahr TEUR 18.895) gesteigert werden. Dies ist ein Anstieg um 51,1 %. Netto stiegen die gebuchten Beiträge auf TEUR 11.651 (Vorjahr TEUR 694). Die verdienten Nettobeiträge stiegen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 11.370 auf TEUR 11.793.

Der Bruttoschadenaufwand reduzierte sich auf TEUR 6.379 (Vorjahr 20.709 TEUR). Das lag an höheren Zahlungen für Versicherungsfälle (Im Vergleich zum Vorjahr plus TEUR 12.320), kompensiert durch eine positive Veränderung in den Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle. Die Nettoaufwendungen für Versicherungsfälle stiegen deutlich auf TEUR 4.874 (Vorjahr TEUR 1.231). Die Bruttoschadenquote verringerte sich um 89,5 Prozentpunkte auf 21,5 % (Vorjahr 111,0 %). Die Nettoschadenquote verbesserte sich ebenfalls deutlich auf 41,3 % (Vorjahr 291,2 %).

Die Nettoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb stiegen gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 918 (Vorjahr Ertrag in Höhe von TEUR 751). Die Nettokostenquote lag bei 7,8 %.

Das versicherungstechnische Nettoergebnis lag nach Zuführung der Schwankungsrückstellung in Höhe von TEUR 1.256 bei TEUR 4.745 und somit deutlich über dem Vergleichswert des Vorjahres (Vorjahr TEUR -57).

In Rückdeckung genommenes Versicherungsgeschäft - Technische Versicherung

Für diese Sparte betrugen die gebuchten Bruttobeiträge für das Geschäftsjahr TEUR 17.475 und lagen somit 80,8 % über dem Vorjahreswert von TEUR 9.663. Haupttreiber für den Beitragsgewinn ist das nicht-japanische Geschäft der Region Deutschland und der Niederlassung Spanien. Die verdienten Nettobeiträge stiegen im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 2.007 (Vorjahr TEUR 1.136).

Im Geschäftsjahr 2023 stiegen die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle um 10,2 % auf TEUR 9.837 (Vorjahr TEUR 8.924). Diese Veränderung ist auf höhere Zahlungen für Versicherungsfälle zurückzuführen. Der Gesamt-Nettoschadenaufwand betrug TEUR 1.262 und stieg um 67,0 % im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 755). Die deutlich höheren verdienten Nettobeiträge führten jedoch im Ergebnis zu einer besseren Nettoschadenquote von 62,9 % (Vorjahr 66,5 %).

Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb stiegen im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr brutto um 124,4 %. Die Nettoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb beliefen sich auf TEUR 405. Insgesamt verschlechterte sich die Bruttokostenquote von 18,9 % auf 29,4 %, die Nettokostenquote verschlechterte sich von -37,4 % auf 20,2 %.

Es erfolgte keine Veränderung der Schwankungsrückstellung und das versicherungstechnische Nettoergebnis sank auf TEUR 340 (Vorjahr TEUR 806). Die Netto Schaden-Kosten-Quote beträgt für den Berichtszeitraum 83,1 % (Vorjahr 29,1 %).

In Rückdeckung genommenes Versicherungsgeschäft - Transportversicherung

Im Geschäftsjahr 2023 lag der gebuchte Bruttobeitrag der Sparte Transport mit TEUR 2.670 um 13,0 % über dem des Vorjahres. Die verdienten Nettobeiträge stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 78,8 % auf TEUR 1.659.

Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle verzeichneten gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang um 69,7 % auf TEUR 444 (Vorjahr TEUR 1.467). Hierfür ursächlich ist insbesondere die Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle von TEUR 661 Ertrag (Vorjahr TEUR 446 Aufwand). Die Bruttoschadenquote verbesserte sich daher deutlich von 64,4 % im Vorjahr auf 17,9 % im Geschäftsjahr 2023. Der Nettoschadenaufwand stieg auf TEUR 442 (Vorjahr TEUR 366). Die Nettoschadenquote jedoch sank auf 26,7 % und lag damit unter Vorjahresniveau (Vorjahr 39,5 %). Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb stiegen brutto um 54,2 % auf TEUR 504. Die Nettoaufwendungen stiegen ebenfalls um 767,1 % auf TEUR 352. Die Bruttokostenquoten stieg auf 20,4 % (Vorjahr 14,4 %), die Nettokostenquote auf 21,2 % (Vorjahr 4,4 %).

Das versicherungstechnische Nettoergebnis betrug nach einer Zuführung der Schwankungsrückstellung in Höhe von TEUR 582 insgesamt TEUR 283. Es lag damit unter dem Vorjahresnettoergebnis von TEUR 755.

In Rückdeckung genommenes Versicherungsgeschäft - Sonstige Sachversicherung

In der Sparte sonstige Sachversicherung überstiegen die gebuchten Bruttobeiträge den Vorjahreswert mit TEUR 36.075 um 17,5 % (Vorjahr TEUR 30.711). Die verdienten Nettobeiträge stiegen auf TEUR 5.151 und lagen damit 125,4 % über dem Vorjahreswert von TEUR 2.285.

Für das Geschäftsjahr 2023 verringerten sich die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle um TEUR 4.821 auf TEUR 12.289 und lagen somit 28,2 % unter denen des vorangegangenen Geschäftsjahres (Vorjahr TEUR 17.110). Die Bruttoschadenquote für das Geschäftsjahr 2023 sank deutlich um 20,0 Prozentpunkte auf 35,7 % (Vorjahr 55,7 %). Der Nettoschadenaufwand verdreifachte sich auf TEUR 2.907 (Vorjahr TEUR 971). Die Nettoschadenquote lag mit 56,4 % um 14,0 Prozentpunkte über Vorjahresniveau (Vorjahr 42,5 %).

Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb erhöhten sich auf TEUR 7.391 und lagen damit 38,7 % über denen des Vorjahres (TEUR 5.329). Ebenfalls netto stiegen die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb auf TEUR 211 (Vorjahr Ertrag von TEUR 1.731). Die Bruttokostenquote stieg auf 21,5 % (Vorjahr 17,3 %). Die Nettokostenquote belief sich auf 4,1 %.

Das versicherungstechnische Nettoergebnis in Höhe von TEUR 2.033 lag TEUR 1.012 unter dem versicherungstechnischen Ergebnis des Geschäftsjahres 2022 (Vorjahr TEUR 3.045).

In Rückdeckung genommenes Versicherungsgeschäft - All Risk Versicherung

In der Sparte All Risk Versicherung lagen die gebuchten Bruttobeiträge mit TEUR 22.636 unter dem Vorjahreswert (Vorjahr TEUR 25.130). Die verdienten Nettobeiträge sanken auf TEUR 962 und lagen damit 84,4 % unter dem Vorjahreswert von TEUR 6.175.

Für das Geschäftsjahr 2023 verringerten sich die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle um TEUR 14.212 auf TEUR 17.963 und lagen somit 44,2 % unter denen des vorangegangenen Geschäftsjahres (Vorjahr TEUR 32.175). Die Bruttoschadenquote für das Geschäftsjahr 2023 sank deutlich um 39,4 Prozentpunkte auf 89,1 % (Vorjahr 128,5 %). Der Nettoschadenaufwand halbierte sich auf TEUR 2.649 (Vorjahr TEUR 5.202). Die Nettoschadenquote lag mit 275,4 % um 191,1 Prozentpunkte signifikant über Vorjahresniveau (Vorjahr 84,2%).

Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb erhöhten sich auf TEUR 6.330 und lagen damit 52,2 % über denen des Vorjahres (TEUR 4.159). Ebenfalls netto stiegen die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb auf TEUR 965 (Vorjahr Ertrag von TEUR 1.031). Die Bruttokostenquote stieg auf 31,4 % (Vorjahr 16,6 %). Die Nettokostenquote belief sich auf 100,3 %.

Das versicherungstechnische Nettoergebnis betrug nach einer Zuführung der Schwankungsrückstellung in Höhe von TEUR 6.358 insgesamt TEUR -9.010. Es lag damit über dem Vorjahresnettoergebnis von TEUR - 12.042.

In Rückdeckung genommenes Versicherungsgeschäft - Sonstige Versicherung

In der Sparte sonstige Versicherung wurde lediglich ein sehr geringer Betrag an abgegebenen Rückversicherungsbeiträgen verzeichnet.

Für das Geschäftsjahr 2023 erhöhte sich der Ertrag aus Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle um TEUR 71 auf TEUR +117 und lagen somit 154,8 % über dem Ertrag des vorangegangenen Geschäftsjahres (Vorjahr TEUR +46). Dies liegt ausschließlich an höheren Erträgen aus Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle. Der Ertrag aus Nettoschadenaufwand erhöhte sich dadurch auf TEUR 25 (Vorjahr TEUR 4).

Es entstanden keine Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb.

Das versicherungstechnische Nettoergebnis in Höhe von TEUR 25 lag über dem des Geschäftsjahres 2022 (Vorjahr TEUR -18).

In Rückdeckung genommenes Versicherungsgeschäft - Unfallversicherung

In der Sparte Unfallversicherung überstiegen die gebuchten Bruttobeiträge in Höhe von TEUR 12 den Vorjahreswert (Vorjahr TEUR -3). Die verdienten Nettobeiträge stiegen auf TEUR 11 und lagen damit deutlich über dem Vorjahreswert von TEUR -3.

Für das Geschäftsjahr 2023 verringerte sich der Ertrag aus Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle um TEUR 3 auf TEUR 0 (Vorjahr Ertrag in Höhe von TEUR 3). Der Ertrag aus Nettoschadenaufwand verringerte sich auf TEUR 0 (Vorjahr Ertrag in Höhe von TEUR 3).

Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb erhöhten sich auf TEUR 3 und lagen damit über denen des Vorjahres (TEUR 0).

Das versicherungstechnische Nettoergebnis in Höhe von TEUR 8 lag über dem des Geschäftsjahres 2022 (Vorjahr TEUR 0).

Versicherungstechnisches Ergebnis (gesamt)

nach Region/Niederlassung

Deutschland Frankreich
2023 2023
in TEUR Brutto Netto Brutto Netto
Gebuchte Beiträge 307.790 75.861 262.940 73.937
Verdiente Beiträge 297.959 71.671 259.072 73.095
Aufwendungen für Versicherungsfälle -232.331 -63.047 -154.690 -53.576
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb -59.919 -5.605 -54.331 -13.333
Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen 2.504 2.724
Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis -5.298 -893
Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen -4.507 -5.750
I Versicherungstechnisches Ergebnis f. e. R. -4.282 2.267
Schadenquote 78,0% 88,0% 59,7% 73,3%
Kostenquote 20,1% 7,8% 21,0% 18,2%
4 Combined ratio 98,1% 95,8% 80,7% 91,5%
Slowakei Belgien
2023 2023
in TEUR Brutto Netto Brutto Netto
Gebuchte Beiträge 6.202 2.720 24.813 2.113
Verdiente Beiträge 6.274 2.757 24.026 2.052
Aufwendungen für Versicherungsfälle -1.359 -839 -8.440 -1.696
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb -2.189 -1.221 -3.597 1.126
Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen 8 12
Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis -7 -269
Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen 0 0
I Versicherungstechnisches Ergebnis f. e. R. 698 1.225
Schadenquote 21,7% 30,4% 35,1% 82,6%
Kostenquote 34,9% 44,3% 15,0% -54,9%
4 Combined ratio 56,6% 74,7% 50,1% 27,8%
Niederlande Italien
2023 2023
in TEUR Brutto Netto Brutto Netto
Gebuchte Beiträge 15.807 4.152 17.313 6.732
Verdiente Beiträge 15.385 3.808 10.375 2.478
Aufwendungen für Versicherungsfälle -4.880 -2.410 -3.959 -1.474
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb -3.097 -665 -4.370 -1.896
Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen 16 -53
Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis -150 -36
Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen 0 0
I Versicherungstechnisches Ergebnis f. e. R. 599 -979
Schadenquote 31,7% 63,3% 38,2% 59,5%
Kostenquote 20,1% 17,5% 42,1% 76,5%
4 Combined ratio 51,8% 80,8% 80,3% 135,9%
Spanien Gesamt
2023 2023
in TEUR Brutto Netto Brutto Netto
Gebuchte Beiträge 28.372 8.848 663.236 174.364
Verdiente Beiträge 19.778 5.331 632.868 161.191
Aufwendungen für Versicherungsfälle -11.140 -3.965 -416.800 -127.006
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb -7.005 -2.069 -134.508 -23.662
Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen -35 5.177
Sonstiges versicherungstechnisches Ergebnis -296 -6.949
Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen 0 -10.257
I Versicherungstechnisches Ergebnis f. e. R. -1.034 -1.506
Schadenquote 56,3% 74,4% 65,9% 78,8%
Kostenquote 35,4% 38,8% 21,3% 14,7%
4 Combined ratio 91,7% 113,2% 87,1% 93,5%

4 Die Veränderung der Schwankungsrückstellung ist vollständig Deutschland zugeordnet worden, eine Aufteilung auf die Niederlassungen entfällt somit. Für Frankreich handelt es sich um den Ausweis der Veränderung der Rückstellung für französischen Terrorisiken

Kapitalanlageergebnis

Die laufenden Erträge in Höhe von TEUR 7.865 (Vorjahr TEUR 3.508) betreffen Erträge aus festverzinslichen Wertpapieren in Höhe von TEUR 7.029 (Vorjahr TEUR 3.353), Festgeldanlagen in Höhe von TEUR 835 (Vorjahr TEUR 48) und Erträge aus zwei börsengehandelten Aktienfonds (ETF) mit TEUR 0 (Vorjahr TEUR 107). Die laufenden Erträge enthalten die planmäßige Amortisierung von Wertpapieren auf den Rückzahlungsbetrag. Die Erhöhung der laufenden Erträge ist bedingt durch eine kräftige Steigerung der Wiederanlagerenditen sowie einen höheren Kapitalanlagenbestand. Durch den Verkauf von zwei börsengehandelten Aktienfonds (ETF) wurden Gewinne in Höhe vom TEUR 355 erzielt.

Die Aufwendungen für Kapitalanlagen ergeben sich im Wesentlichen aus den Gebühren des Assetmanagements sowie der Depotbanken in Höhe von TEUR 459 (im Vorjahr TEUR 401).

Sonstiges Ergebnis

Das sonstige Ergebnis in Höhe von TEUR 330 (Vorjahr TEUR 717) ergibt sich aus dem Saldo der sonstigen Erträge in Höhe von TEUR 6.338 (Vorjahr TEUR 14.561) und sonstigen Aufwendungen in Höhe von TEUR 6.008 (Vorjahr TEUR 13.843). Die sonstigen Aufwendungen enthalten insbesondere Fremdwährungsaufwände in Höhe von TEUR 2.730 (Vorjahr TEUR 10.958), Rechts- und Steuerberatungskosten in Höhe von TEUR 588 (Vorjahr TEUR 633), BaFin-Gebühren und Prüfungsgebühren in Höhe von TEUR 494 (Vorjahr TEUR 474) sowie Akkreditivgebühren in Höhe von TEUR 96 (Vorjahr TEUR 65). Dem stehen im Wesentlichen Erträge aus Fremdwährungen in Höhe von TEUR 2.462 (Vorjahr TEUR 12.084) und Erträge aus Führungsprovisionen in Höhe von TEUR 2.507 (Vorjahr TEUR 1.937) gegenüber.

Gesamtergebnis

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 6.584 (Vorjahr TEUR 6.440). Nach Berücksichtigung in- und ausländischer Ertragssteuern ergibt sich ein Jahresüberschuss von TEUR 2.252 (Vorjahr TEUR 6.855).

Aufgrund des deutlichen Wachstums in den verdienten Beiträgen auf eigene Rechnung konnten trotz höherer Zahlungen für Versicherungsfälle und Kosten bessere Schaden- und Kostenquoten realisiert werden. Durch eine hohe Zuführung zur Schwankungsrückstellung war das versicherungstechnische Ergebnis negativ, wurde jedoch durch ein positives Ergebnis aus den Kapitalanlagen ausgeglichen.

Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr in Höhe von TEUR 4.297 und der Einstellung in die gesetzliche Rücklage in Höhe von TEUR 113 ergibt sich ein Bilanzgewinn von TEUR 6.437.

Vermögens- und Finanzlage

Kapitalanlagen

Der Kapitalanlagebestand der MSIGEU erhöhte sich im Berichtsjahr auf TEUR 563.075 (Vorjahr TEUR 468.493). Die Bruttoneuanlage betrug TEUR 135.670 (Vorjahr TEUR 136.265). Die Zeitwerte der ausgewiesenen Kapitalanlagen beliefen sich zum Abschlussstichtag auf insgesamt TEUR 530.839 (Vorjahr TEUR 414.158). In den Zu- und Abgängen von Kapitalanlagen ist die planmäßige Amortisierung von Wertpapieren auf den Rückzahlungsbetrag enthalten. Aufgrund unserer konservativen Anlagestrategie sind zum Bilanzstichtag die Kapitalanlagen ausschließlich in festverzinslichen Wertpapieren, Namensschuldverschreibungen, Schuldscheindarlehen, Pfandbriefen und Termingeldern angelegt.

Die MSIGEU verfolgt eine sicherheitsorientierte Anlagestrategie, bei der die Auswahl der Emittenten mit sehr guter Bonität im Mittelpunkt steht. Das durchschnittliche Rating unseres Anleiheportfolios liegt bei AA-, wobei 80 % des Portfolios festverzinslicher Anlagen mindestens das Rating A- aufweisen muss. Die interne Bonitätsbewertung der einzelnen Emittenten erfolgt vor der Kaufentscheidung und wird nach dem Zugang regelmäßig überprüft. Die durchschnittliche Restlaufzeit der Wertpapiere beträgt 5,0 Jahre. Termingelder werden im Wesentlichen zur Liquiditätssteuerung angelegt. Die negativen Bewertungsreserven zum Abschlussstichtag in Höhe von TEUR -32.236 ergeben sich aus dem historischen und generellen Anstieg der Zinsen und liegt nicht an der Verschlechterung der Bonität des Portfolios.

Eigenkapital

Nach Einstellung in die gesetzliche Rücklage i.H.v. TEUR 113 und Berücksichtigung des Bilanzgewinns beträgt das Eigenkapital TEUR 115.776 (Vorjahr TEUR 113.523).

Versicherungstechnische Rückstellung

Die versicherungstechnischen Rückstellungen betrugen im Geschäftsjahr TEUR 1.436.965 brutto und TEUR 528.790 netto. Dies entspricht einer Erhöhung im Netto von TEUR 97.853, die im Wesentlichen neben dem Schadenanstieg durch die neuen Konditionen des Netto-Quotenrückversicherungsvertrages bedingt ist.

Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft

Im Rahmen des Netto-Quotenrückversicherungsvertrages wurde eine Depotverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 40.123 (Vorjahr TEUR 37.427) gebildet.

Finanzlage

Der Gesellschaft fließen durchlaufende Beitragseinnahmen, der Fälligkeit von Kapitalanlagen und laufenden Zinszahlungen liquide Mittel zu. Die Liquidität, die zur Begleichung der Zahlungsverpflichtungen notwendig ist, ist durch die laufenden Zahlungszuflüsse sowie eine Liquiditätsreserve sichergestellt. Die detaillierte jährliche Liquiditätsplanung wird durch eine revolvierende Liquiditätsplanung auf Wochenbasis aktualisiert. Zur kurzfristigen Liquiditätsbeschaffung werden ggfs. Anleihen veräußert.

Personal

Unsere wachsende Belegschaft setzt sich neben erfahrenem Personal in den Zentralbereichen aus qualifizierten Mitarbeitenden sowie langjährig erfahrenen Spezialisten in den Sparten Haftpflicht-, Sach-, Technische und Transportversicherungen zusammen. Zur Unterstützung unseres Wachstums und der Geschäftsstrategie bieten wir ein umfangreiches Weiterbildungsangebot für unsere Führungskräfte und Mitarbeitenden. Neben zahlreichen Mitarbeiterangeboten wie Gesundheitsförderung oder Social Days haben wir damit begonnen europaweit unsere Bürowelten umzugestalten, so dass wir moderne und effiziente Büros anbieten.

Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 2012 betrug 6,03 Jahre und der Anteil der Teilzeitkräfte 17,3%. Die Belegschaft unseres Unternehmens besteht zu 50,50% aus männlichen sowie 49,50% aus weiblichen Beschäftigten.

Prognosebericht

Wir streben kontinuierliche Verbesserungen im Sinne unserer Kunden und Mitarbeitenden an und investieren daher intensiv in die Digitalisierung unserer Prozesse, um unsere IT-Landschaft weiter zu optimieren. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir die in 2022 beschlossene Geschäftsstrategie erneut angepasst, um den Planungshorizont bis 2028 zu berücksichtigen.

Unser Fokus liegt weiterhin auf profitablem Wachstum durch ertragsorientiertes Underwriting. Wir planen zudem eine territoriale Expansion in Kontinentaleuropa und die Stärkung des europaweiten Managements von Vertrieb, Marketing und Customer Relation Management. Die Entwicklung einer soliden Kapitalbasis bleibt ein zentrales Anliegen, unterstützt durch eine zukunftsorientierte Governance, um unsere Ziele zu erreichen.

Wir setzen konsequent auf die Kontinuität unseres bisherigen Weges. Als Industrieversicherungsunternehmen sehen wir die europäische Nachhaltigkeitsrichtlinie (EU-CSR-Richtlinie) als Chance, unsere Kunden auf ihrem Weg zu mehr Nachhaltigkeit zu begleiten. Gleichzeitig intensivieren wir unsere eigenen Nachhaltigkeitsaktivitäten und kommunizieren diese verstärkt nach außen.

Für das Jahr 2024 erwarten wir wie auch im vergangenen Jahr eine Steigerung der Bruttobeitragseinnahmen. Die Versicherungsvertragserneuerungen zum 1. Januar 2024 bestätigen bereits diese Entwicklung. Bei gleichbleibenden Rückversicherungsanteil leiten wir eine zum Brutto parallele positive Entwicklung der Nettoprämien ab.

Für das Jahr 2024 erwarten wir, dass die Kriege in der Ukraine sowie im Gaza-Streifen weiterhin Einfluss auf die Weltwirtschaft und das Marktgeschehen haben werden. Insbesondere die politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen, darunter gegenseitige Sanktionen sowie Auswirkungen auf die Lieferketten, werden sich voraussichtlich auch im Verlauf des aktuellen Geschäftsjahres bemerkbar machen.

Aufgrund des weiteren Ausbaus der Anzahl der Mitarbeitenden für die zukünftige Expansion und die Sicherstellung der regulatorischen Anforderungen leiten wir für das laufende Jahr eine leicht steigende Entwicklung der Kosten ab.

Für das laufende Geschäftsjahr gehen wir inflationsbedingt von höheren Schadenquoten als im langfristigen Mittel aus. Durch die eingeleiteten Pricing-Maßnahmen erwarten wir einen Kompensationseffekt auf die geplanten Schadenkosten. Daher prognostizieren wir für alle Sparten eine Nettoschadenquote oberhalb der Werte der vergangenen Jahre.

Das geplante Geschäftswachstum sowie unsere Strategie zu einer stärkeren Digitalisierung der Geschäftsabläufe und Erneuerung unserer Kernsysteme sind die Haupttreiber für zu erwartenden Erhöhungen der Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb. Ziel ist es dabei, die Kostenquoten stabil zu halten bzw. zu verringern.

Unsere Kapitalanlagestrategie ist sehr sicherheitsorientiert und auf Kapitalerhalt sowie einen kontinuierlichen Zinsertrag ausgelegt. Wir investieren fast ausschließlich in langfristige Staats- und Unternehmensanleihen, Schuldscheindarlehen sowie Pfandbriefe. Somit ist das Kapitalanlageergebnis von Marktschwankungen nur marginal betroffen, da wir auch im weiterhin angespannten Marktumfeld durch den Ukrainekrieg mit keinem Ausfall im Anleiheportfolio rechnen. Aufgrund des geplanten Geschäftswachstums erwarten wir eine über die Jahre weiter steigende volumen- und marktzinsinduzierte Erhöhung des Kapitalanlageergebnisses.

Vorbehaltlich der Entwicklung der Schwankungsrückstellung rechnen wir mit einem deutlich verbesserten Gesamtergebnis zu 2023.

Chancen- und Risikobericht

Chancen

Wir sehen in einer lösungsorientierten Zusammenarbeit mit Versicherungsnehmern und Maklern sowie maßgeschneiderten Versicherungsdeckungen eine gute Ausgangsbasis für weiteres Wachstum und den Zugewinn von Marktanteilen, was gleichzeitig auch unseren Bekanntheitsgrad erhöhen würde. Dem haben wir mit der Einrichtung eines neuen Vorstandsressorts im März 2023 unter der Leitung des neu bestellten Chief Commercial Officers Rechnung getragen.

Wachstumschancen ergeben sich aus rückläufigen Versicherungskapazitäten in einem weiterhin verhärteten Marktumfeld. Dem tritt die MSIGEU mit einem stabilen Kapazitätsangebot und dem Ausbau internationaler Versicherungsprogramme für multinationale Kunden entgegen. Zum anderen erweitert MSIGEU die lokale Präsenz in bestehenden Märkten und prüft die Erschließung neuer Märkte.

Dabei liegen Wachstumschancen insbesondere im Ausbau von Primärdeckungen sowie niedrigeren Schadenexzedenten und kundenseitig im oberen Mittelstand.

Das Bewusstsein unserer Kunden für die weltweit organisierte Cyberkriminalität sowie die Nachfrage nach Versicherungslösungen steigt weiterhin vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung. Daher bietet die MSIGEU ihren Kunden selektiv Versicherungslösungen zum Schutz vor Cyberrisiken an.

Die MSIGEU arbeitet auch an der eigenen Digitalisierung und Automatisierung, um die eigene Produktivität zu steigern und noch schneller auf Marktentwicklungen und Kundenanforderungen reagieren zu können. Dabei strebt die MSIGEU an, sich noch stärker zu einer Plattform für Risikolösungen zu entwickeln und ihr Produkt- und Dienstleistungsportfolio zu erweitern.

Nach dem Abklingen der Pandemie haben sich die zuvor beeinträchtigten Lieferketten weitestgehend normalisiert. Die Volkswirtschaften könnten sich weiter erholen, soweit diese nicht von dem Angriffskrieg Russlands in der Ukraine, dem Nahostkonflikt oder anderen geopolitischen Entwicklungen überschattet werden.

Risikomanagement bei der MSIGEU

Integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie ist es, Risiken gezielt und kontrolliert zu übernehmen. Die aus der Geschäftsstrategie abgeleitete Risikostrategie definiert die von der MSIGEU im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit akzeptierten Risiken und dokumentiert die vom Vorstand vorgegebene und mindestens jährlich überprüfte Risikotoleranz. Grundlage hierfür sind die risikotragfähigen Mittel der MSIGEU sowie grundsätzliche strategische Überlegungen.

Unter Risikomanagement wird dabei die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risiko(früh)erkennung verstanden sowie ferner der Umgang mit den Risiken aus der unternehmerischen Tätigkeit. Das Risikocontrolling ist Bestandteil des Risikomanagements und beinhaltet die Aufgabe, Steuerungs- und Handlungsimpulse zu liefern, wenn vom angestrebten Risikoprofil abgewichen werden sollte.

Der Vorstand ist das oberste Entscheidungsgremium in Risikofragen. Er legt die relevanten geschäfts- und risikostrategischen Ziele sowie die organisatorische Umsetzung fest. Des Weiteren informiert der Vorstand den Aufsichtsrat regelmäßig über wesentliche risikorelevante Entwicklungen.

Bei der Organisation des Risikomanagements wird beachtet, dass grundsätzlich zwischen Risikoverantwortung und Risikokontrolle getrennt wird. Die Identifikation, Bewertung und Steuerung der wesentlichen Risiken erfolgen dezentral durch die Fachbereiche. Die Überwachung auf aggregierter Ebene übernimmt das zentrale Risikomanagement.

Die Abteilung Risikomanagement, die dem Vorstandsvorsitzenden unterstellt ist, entwickelt Methoden und Prozesse zur Risikoidentifizierung, -bewertung, -Steuerung, -Überwachung und -berichterstattung. Darüber hinaus erstellt die Abteilung qualitative und quantitative Risikoanalysen und validiert Risikokalkulationen des Aktuariats.

Die Risikoidentifikation besteht in der unternehmensweiten systematischen Erfassung aller Risiken sowie der Definition von Risikotreibern und Risikobezugsgrößen. Für die Aktualisierung vorhandener Risiken bzw. die Meldung neuer Risiken sind die jeweiligen Risikoverantwortlichen zuständig. Die Risikoanalyse und -bewertung erfolgt aufgrund von Berechnungen und Expertenschätzungen der Fachbereiche.

Die identifizierten Risiken werden analysiert, im Hinblick auf Risikopotenzial und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet sowie in entsprechende Risikokategorien zusammengefasst. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sind Grundlage des Risikoberichtwesens. Zur Erreichung der Ziele des strategischen Risikomanagements und um Risiken zu vermeiden oder zu begrenzen, betreibt MSIGEU aktive Risikosteuerung.

Dazu verfügt die MSIGEU über ein Risikokapitalmodell im Rahmen der unternehmenseigenen Risiko- und Solvabilitätsbewertung (aus dem Englischen: Own Risk and Solvency Assessment, ORSA) und ein Risikolimitsystem. Richtlinien und Arbeitsanweisungen der Fachbereiche unterstützen die Einhaltung der Risikolimite.

Das zentrale Risikomanagement ist auch für die übergreifende Risikoüberwachung zuständig. Neben der Prüfung von Einzelrisiken, möglichen gegenseitigen Abhängigkeiten und Kumuleffekten wird die Gesamtrisikosituation bestimmt. Dabei werden auch die potenziellen Auswirkungen von Risikoeintritten auf wesentliche Unternehmenskennzahlen und die Risikotragfähigkeit geprüft. Steuerungsmaßnahmen und Zielerreichungsgrade werden regelmäßig überwacht.

Die Risikoberichterstattung erfolgt quartalsweise, ergänzt durch Ad-hoc-Berichte, falls erforderlich. Die Berichte geben einen Überblick über die Gesamtrisikosituation, wesentliche Einzelrisiken sowie über den Stand von Steuerungsmaßnahmen.

Das Unternehmensrisikoregister und die Dokumentation von Prozessrisiken ist den am Risikomanagementprozess beteiligten Führungskräften zugängig. Der Vorstand stimmt die Geschäfts- und Risikostrategie mit dem Aufsichtsrat ab und unterrichtet diesen regelmäßig über wesentliche Entwicklungen.

Die aufsichtsrechtlich geforderte unabhängige Risikocontrolling-Funktion wird durch die Abteilungsleitung Risikomanagement wahrgenommen. Sie gilt neben der Compliance-Funktion, der versicherungsmathematischen Funktion und der Internen Revision als eine der Schlüsselfunktionen unter Solvency II.

Die Verantwortung für die unternehmensweite Einhaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen obliegt dem operativen Management. Die in der Abteilung Recht angesiedelte Compliance Funktion verantwortet das Compliance Rahmenwerk und überwacht dieses. Rechtskonformität ist Grundlage für alle geschäftlichen Aktivitäten der MSIGEU.

Die versicherungsmathematische Funktion entwickelt und definiert Analysewerkzeuge für die Beurteilung der Angemessenheit der versicherungstechnischen Rückstellungen, der Quotierung, der Rückversicherungsstruktur und der Kapitalausstattung. Die Abteilungsleitung Aktuariat ist für die Aufgaben der versicherungsmathematischen Funktion zuständig.

Die Interne Revision prüft in regelmäßigen Abständen selbstständig und unabhängig die Strukturen und Geschäftsprozesse, die Einhaltung interner Richtlinien und rechtlicher Bestimmungen sowie die Ordnungsmäßigkeit der Abläufe.

Das Risikomanagementsystem gehört auch zum Prüfungsumfang der Internen Revision und ist regelmäßig Bestandteil von Prüfungen der Risikomanagementfunktion.

Wesentliche Risiken

Die Risikokategorisierung wird gemäß dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 20 vorgenommen. Die bei der MSIGEU erfassten Risiken lassen sich zusammenfassen in:

1.

Risiken aus Versicherungstechnik Schaden-/Unfallversicherung

2.

Risiken der Kapitalanlage

3.

Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft

4.

Operationelle Risiken

5.

Reputationsrisiken

6.

Strategische Risiken

1. Risiken aus Versicherungstechnik Schaden-/Unfallversicherung

In Übereinstimmung mit der Geschäfts- und Risikostrategie stellen versicherungstechnische Risiken grundsätzlich den gewichtigsten Risikobereich für die MSIGEU dar. Dieses Risiko setzt sich insbesondere aus dem Prämien- und Reserverisiko zusammen. Darunter werden negative Abweichungen von der Erwartung verstanden, die sich - bei vorab kalkulierten Prämien für abgeschlossene Verträge - aus ungewissen künftigen Entwicklungen für Schäden und Kosten ergeben können.

Deutschland ist für die MSIGEU weiterhin das bruttoprämientechnisch größte Land, gefolgt von Frankreich, das im Zeitverlauf deutlich zu Deutschland aufgeschlossen hat. In den letzten beiden Jahren hat MSIGEU die Niederlassungen in Italien, Spanien und den Niederlanden ausgebaut, um das lokale Geschäft zu erschließen. Neben Haftpflicht-, Feuer- und sonstigen Sachversicherungen zählen Allgefahrendeckungen zu den bedeutendsten Sparten. Durch die breitere Aufstellung wird indes eine verbesserte geographische und versicherungstechnische Diversifikation erreicht und kontinuierlich erweitert.

In Allgefahrendeckungen tragen Kumulrisiken aus Naturkatastrophen ("NatCat") wie Sturm, Überschwemmungen oder Erdbeben wesentlich zur Risikoexponierung bei. Daher werden Kumule im Rahmen des Underwriting und des Rückversicherungsprozesses aktiv gesteuert. Das Unternehmen hat verschiedene Naturkatastrophenereignisse modelliert und das Überflutungsrisiko deutscher Flüsse als Ereignis mit dem größten Nettorisikopotenzial festgestellt.

Prämienrisiko bezeichnet das Risiko, dass bedarfsgerecht kalkulierte Prämien aufgrund von zufälligen Schwankungen oder kurzfristigen Entwicklungen hinsichtlich der Schadenentwicklung und der verbundenen Regulierungsaufwendungen nicht auskömmlich sind.

Maßnahmen zur Überwachung der Prämienqualität über den Versicherungszyklus werden sukzessive weiterentwickelt, um dauerhaft die Ertragsstärke des versicherungstechnischen Geschäfts sicherzustellen.

Das Reserverisiko besteht in einer nicht hinreichenden Schadenreservierung, da die Schadenhöhe bei Eintritt des Schadens unsicher ist. MSIGEU bildet für eingetretene bekannte und unbekannte Schadenfälle rechtzeitig angemessene Vorsorge in Form von Einzel- und Pauschalrückstellungen. Die Abwicklung wird laufend überwacht und Rückstellungen werden regelmäßig mit anerkannten aktuariellen Methoden überprüft.

Über einen angemessenen Rückversicherungsschutz steuert die MSIGEU ihren Selbstbehalt für übernommene Einzelrisiken sowie für Kumulrisiken. Das Rückversicherungsprogramm besteht aus proportionalen und nichtproportionalen Deckungen und wird jährlich unter Berücksichtigung des Risikoappetits und der Risikotragfähigkeit überprüft und bei Bedarf angepasst.

Zur Ermittlung der Nettoschadenquote wird die Rückversicherungsauswirkung im Zähler bei Schadenzahlungen und Veränderungen der Schadenreserven und im Nenner bei den verdienten Prämien angerechnet. Die auf diese Weise ermittelten Schadenquoten und die Abwicklungsergebnisse aus Vorjahresschäden in Prozent der Nettoschadenrückstellungen sind nachfolgend tabellarisch aufgeführt:

Berichtsjahr Nettoschadenquote Abwicklungsergebnis
2023 78,8 % 2,1 %
2022 110,2 % -13,8 %
2021 77,3 % 2,2 %
2020 58,4 % 8,2 %
2019 62,7 % 1,1 %
2018 55,9 % 13,6 %
2017 55,6 % 13,2 %
2016 62,6 % 6,5 %
2015 63,2 % 15,6 %
2014 57,2 % 17,2 %

Der deutliche Abwicklungsverlust im Vorjahr 2022 erklärt sich aus der Anpassung der Schadenrückstellungen, vor allem für Spätschadenmeldungen, wegen des unerwartet starken Anstiegs der Inflation im damaligen Berichtsjahr und der ebenfalls erhöhten Inflationserwartung für die folgenden Jahre.

Risikolage

Bewaffnete Konflikte und politische Spannungen mit Auswirkungen auf Europa

Während der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine weitergeht, ist der Nahost-Konflikt mit dem Angriff der radikalislamischen Hamas auf Israel eskaliert. Israel hat infolge der Terrorattacke im Oktober 2023 Ziele im Gazastreifen angegriffen und ist einmarschiert. Der Krieg bringt großes Leid über die Bevölkerung in Israel und im Gazastreifen und könnte sich z. B durch Intervention weiterer, die Hamas unterstützender Parteien auf umliegende Länder ausweiten. Darüber hinaus haben die politischen Spannungen auch Sicherheitsauswirkungen auf jüdische Einrichtungen in Europa. Dies ist ein erneutes Indiz für steigende geopolitische Risiken.

Bestimmte, in diesem Zusammenhang stärker exponierte Versicherungen wie z.B. Political Risk/Violence (eigenständiges Produkt), Marine Hull oder Kreditversicherung gehören nicht zum Produktangebot der MSIGEU. In den von uns vertriebenen relevanten Versicherungsprodukten finden Kriegsausschluss-Klauseln spartenspezifisch im branchenüblichen Umfang Anwendung. Dies gilt sowohl für unser Führungs- wie auch das Beteiligungsgeschäft. Zudem unterliegt unser Geschäft grundsätzlich den aktuell gültigen EU- Sanktionen, die wir im Underwriting berücksichtigen und denen wir mit Sanktionsklauseln in Originalpolicen Rechnung tragen.

Durch die geltenden Kriegsausschlüsse und unsere Portfoliostruktur hat MSIGEU keine unmittelbaren, signifikant materiellen Belastungen aus den genannten geopolitischen Ereignissen erlitten, weder auf der Schaden- noch auf der Prämienseite. Insgesamt sind alle Risiken im üblichen Umfang rückversichert.

Auswirkungen der Inflation

In 2022 waren vor allem Energiepreise infolge der Sanktionen gegen Russland erheblich gestiegen, was auch in höheren Produktionskosten resultierte. Die durchschnittliche jährliche Inflation nach Harmonized Index of Consumer Prices (HICP) erreichte mit 8,4 % in 2022 seinen vorläufigen Höchststand. Im Einklang mit den Projektionen der EZB geht die MSIGEU von einer graduell rückläufigen Inflation aus und ab 2026 mit einer Stabilisierung auf einem Normalniveau um zwei Prozent aus. Die Inflationsentwicklung findet sowohl bei der Reservierung als auch bei der Prämienkalkulation im Underwriting Berücksichtigung.

Die Inflation war in 2023 rückläufig und entwickelte sind mit einem HICP von 5,4 % zum Jahresende 2023 leicht unterhalb der Erwartungen der MSIGEU sowie der Europäischen Zentralbank aus Dezember 2022. Während die Energiepreise rückläufig waren, sind andere Preiskomponenten leicht gestiegen. Ein anhaltend inflationäres Marktumfeld, verschärft durch geringes oder negatives Wirtschaftswachstum könnte zu einer Stagflation führen. Die MSIGEU beobachtet die Inflationsentwicklung weiterhin aufmerksam und passt das Prämien- und Reserveniveau entsprechend an.

Darüber hinaus zeichnet sich vor allem in den USA primär für Haftpflicht eine Kostenentwicklung von Schäden ab, welche deutlich über der allgemeinen wirtschaftlichen Inflation liegt. Diese sog. Social Inflation wird unter anderem mit sozio-kulturellen und technologischen Entwicklungen, aber auch mit der auf Gewinn ausgerichteten Prozessfinanzierung begründet. Diese Entwicklungen werden bei der üblicherweise jährlichen Erneuerung der Versicherungsverträge berücksichtigt.

Verschlechterung von Rückversicherungskonditionen

Die Prämienniveaus von Erst- und Rückversicherungsmärkten bewegen sich nicht immer synchron. Für die MSIGEU würde sich eine weitere Verhärtung des Rückversicherungsmarktes im Falle einer gleichzeitigen Aufweichung des Erstversicherungsprämienniveaus negativ auswirken.

Risiken aus dem Klimawandel

Der Klimawandel birgt längerfristig ein hohes Risikopotential für die Weltwirtschaft, wenn dieser zu extremen Wetterereignissen, Naturkatastrophen, Ernährungs- bzw. Wasserengpässen, oder auch der Verbreitung von Krankheiten führt. Diese Risiken sind aber bereits in den überwiegend jährlich überprüften und angepassten Versicherungsprämien reflektiert. Durchschnittstemperaturen steigen und gleichzeitig werden immer wieder historische Temperaturhöchststände verzeichnet. Zudem können vermehrt Starkregen- und Sturmereignisse, im Berichtsjahr unter anderem in Italien, Slowenien, Österreich, Italien, Griechenland und Libyen, und großflächige Waldbrände beobachtet werden.

Cyber Risiken

Die MSIGEU überwacht ihre Exponierung konventioneller Versicherungsverträge hinsichtlich Cyberrisiken (sog. "Silent Cyber"). Dabei simuliert die MSIGEU die Auswirkungen diverser Cyberszenarien auf die einzelnen Versicherungssparten. Das bislang abgeleitete Änderungsrisiko veranlasste die MSIGEU nicht, ihre Zeichnungs- oder Reservierungspolitik wesentlich anzupassen. Aufgrund der großen Relevanz hat auch die Finanzaufsicht ein besonderes Augenmerk auf diese Risiken, was sich auch in einem neu entwickelten, designierten Meldeformular unter Solvabilität II widerspiegelt.

2. Risiken der Kapitalanlage

Das Marktrisiko bezeichnet das Risiko, aufgrund nachteiliger Veränderungen der Marktpreise oder preisbeeinflussender Faktoren Verluste zu erleiden. Das Marktrisiko umfasst dabei Zinsänderungsrisiken, Risiken aus Wertpapierkursveränderungen, Währungskursrisiken sowie Risiken aus Schwankungen in Immobilienwerten, soweit vorhanden.

Das Management der Kapitalanlagen erfolgt im Spannungsfeld zwischen Sicherheit, Rentabilität und Liquidität. Für die MSIGEU steht der Sicherheitsaspekt im Vordergrund, da auch die Sicherheit der Kapitalanlagen für die Sicherheit des Versicherungsschutzes wesentlich ist. Zudem wird auf eine geeignete Mischung und Streuung geachtet.

Die Kapitalanlagerichtlinien sind konservativ ausgestaltet und begrenzen somit die eingegangenen Risiken. Deren Einhaltung wird regelmäßig überwacht, um das Risiko aus einem Ausfall oder Verlusten möglichst gering zu halten.

Die Kapitalanlagen der MSIGEU waren wegen des Fokus auf Sicherheit und Liquidität im Berichtsjahr im Wesentlichen auf festverzinsliche Kapitalanlagen konzentriert. Festverzinsliche Wertpapiere sind einem Zinsänderungsrisiko und einem Spreadrisiko ausgesetzt.

Das Zinsniveau ist im Jahresverlauf deutlich gestiegen, was die Attraktivität der Wiederanlage erheblich gesteigert hat, die Marktwerte bestehender Anleihen jedoch stark unter die jeweiligen Buchwerte drückte. Da die festverzinslichen Wertpapiere bis zur Endfälligkeit gehalten werden, sind diese Marktwertrückgänge nur vorübergehend und führen zu keinen Abschreibungen. Das Spreadrisiko besteht in einer Ausweitung des Risikoaufschlags für individuelle Anleihen über den risikofreien Zins. Die Spreads unterlagen Schwankungen im Jahresverlauf, bewegten sich aber zum Jahresende auf Vorjahresniveau. Sie hatten somit zum Bilanzstichtag nur geringen Einfluss auf die Marktwerte.

Anfang 2022 hatte die MSIGEU in kleinerem Umfang Beteiligungen an börsengehandelten Fonds (ETF) erworben und unterlag somit in geringem Maße Risiken aus Schwankungen der Aktienkurse. Anfang 2023 hat die MSIGEU diese Beteiligungen mit Gewinn veräußert.

Die Gesellschaft war im Jahr 2023 keinen Schwankungen in Immobilienwerten oder Risiken aus Finanzinstrumenten wie strukturierten Produkten oder Derivaten ausgesetzt.

Unter dem Ausfallrisiko wird zum einen die Gefahr der Insolvenz und des Zahlungsverzugs verstanden, zum anderen aber auch die Gefahr von Kursabschlägen aufgrund der Bonitätsverschlechterung eines Schuldners. Aufgrund der sicherheitsorientierten Anlagepolitik musste die Gesellschaft bislang keine Ausfälle aus Anlagevermögen hinnehmen.

Das Konzentrationsrisiko für Kapitalanlagen bezeichnet das Risiko, das sich dadurch ergibt, dass MSIGEU einzelne Risiken oder stark korrelierte Risiken eingeht, welche die Gesellschaft bei einem Forderungsausfall besonders exponieren.

Die verzinslichen Kapitalanlagen der MSIGEU in Höhe von insgesamt TEUR 563.040 (Vorjahr TEUR 464.623) verteilten sich am Bilanzstichtag auf Einlagen bei drei Finanzinstituten in Höhe von TEUR 38.068 und auf festverzinsliche Wertpapiere hoher Bonität in Höhe von TEUR 524.972.

Die Anlage von TEUR 524.972 in festverzinslichen Wertpapieren verteilt sich in die folgenden Ratingklassen jeweils gemessen anhand des zweithöchsten Ratings bezogen auf die Ratingskala von S&P (in TEUR):

AAA AA+ AA AA- A+
163.513 38.438 12.912 56.158 53.632
31,1% 7,3% 2,5% 10,7% 10,2%
AAA A A- BBB+ BBB
163.513 74.267 102.076 15.975 8.000
31,1% 14,1% 19,4% 3,0% 1,5%

Papiere im Non-investment Grade hat die MSIGEU nicht im Bestand. Aufgrund der guten Bonität der Kontrahenten stellt das bestehende Investitionsportfolio nach Auffassung des Vorstands ein vertretbares Ausfallrisiko dar.

Im Falle einer Verschiebung der Zinskurve um +100bps würde der Zeitwert der fest verzinslichen Wertpapiere um TEUR 26.995 sinken, was in der Solvenzbilanz, der sog. Solvabilitätsübersicht, durch eine Senkung der abgezinsten Rückstellungen teilweise kompensiert würde.

Das Liquiditätsrisiko wird durch eine Abstimmung des versicherungstechnischen Cashflows aus Beitragseinnahmen und Versicherungsleistungen sowie den Fälligkeitsstrukturen der Kapitalanlagen berücksichtigt. Aufgrund der kurzfristigen Verfügbarkeit der Finanzmittel war im Berichtsjahr jederzeit hinreichend Liquidität verfügbar. Auch für die Zukunft bewertet die MSIGEU das Liquiditätsrisiko als gering.

Risikolage:

Dynamische Zinsentwicklung

Festverzinsliche Anlagen mit finanzstarken Kontrahenten generieren im zweiten Jahr in Folge deutlich höhere Renditen als in den vorausgegangenen Jahren. Dies führte zu reduzierten Marktwerten der niedriger verzinsten Bestandsanlagen, aber zu höheren Renditen bei Neuanlagen. Die Zinsen der Bankeinlagen sind ebenfalls gestiegen. Eine Reduktion des Basiszinssatzes wird aufgrund der rückläufigen Inflation wieder wahrscheinlicher, aber Negativzinsen sind vorerst nicht zu erwarten.

Risiken aus signifikanter Korrektur an den Finanzmärkten

Das gestiegene Zinsniveau bremst Übertreibungen an den Finanzmärkten. Stark verschuldete Unternehmen treffen auf weniger attraktive Refinanzierungsmöglichkeiten. Hingegen können geopolitische Entwicklungen und eine erneute anziehende Inflation die Volatilität an den Finanzmärkten erhöhen und sich negativ auf Marktwerte auswirken.

Trotz jahrelang niedriger Renditen verfolgt die MSIGEU weiterhin die Strategie, ihre festverzinslichen Kapitalanlagen ausschließlich in risikoarme Schuldpapiere im Investment Grade zu tätigen. Durch die Neuanlage Anleihen von Emittenten mit sehr hoher Bonität wurde das durchschnittliche Emittentenratings des Anleiheportfolios weiter deutlich verbessert.

Gleichzeitig hat die MSIGEU ihre Aktieninvestitionen Anfang 2023 vor dem Hintergrund steigender Zinsen und aufgrund der Auswirkung möglicher Marktwertkorrekturen veräußert. Im Berichtsjahr hatten aber selbst negative Konjunkturdaten oder geopolitische Konflikte keine nachhaltig negativen Auswirkungen auf Aktienindizes.

3. Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft

Das Gegenparteiausfallrisiko ist das allgemeine Ausfallrisiko im Rahmen einer Vertragsbindung.

Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft mit Fälligkeitsterminen älter als sechs Monate bestanden am Bilanzstichtag in der Höhe von TEUR 12.053 (Vorjahr TEUR 14.584). Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus zwei Effekten. Zum einen aus dem gestiegenen MSIGEU Geschäft und zum anderen aus noch offenen, aber werthaltigen Forderungen gegenüber Mitversicherern, die noch nicht an die MSIGEU abgerechnet worden sind. In den gesamten Forderungen aus dem selbstabgeschlossenen Geschäft in Höhe von TEUR 175.892 sind im Geschäftsjahr neu gebildete Wertberichtigungen von unter 1 % enthalten.

Als Industrieversicherer steuert die MSIGEU ihren Selbstbehalt durch Risikoteilung mit Rückversicherern. Das Unternehmen minimiert diese Risiken, indem es Rückversicherer unter Berücksichtigung ihrer aktuellen Ratings sowie weiterer Voraussetzungen auswählt und fortlaufend beobachtet. Ein wesentlicher Teil des Rückversicherungsschutzes wird von der Muttergesellschaft Mitsui Sumitomo Insurance Company Ltd., Tokio/Japan (MSIJ), gestellt. Diese verfügt über ein S&P Finanzstärkerating von A+/stable.

Die einforderbaren Beträge aus Rückversicherungsverträgen gemessen an Rückstellungen und offenen Salden für das abgegebene Geschäft in Höhe von insgesamt TEUR 922.392 (Vorjahr TEUR 783.354) verteilen sich auf folgende Ratingkategorien jeweils gemessen anhand des zweithöchsten Ratings bezogen auf die Ratingskala von S&P (in TEUR):

AAA AA+ AA AA-
0 21.399 7.195 350.417
0,00% 2,30% 0,80% 38,00%
AAA A+ A A- BBB+ ohne Rating
0 413.970 84.952 29.517 461 14.482
0,00% 44,90% 9,20% 3,20% 0,10% 1,60%

Dabei achtet die MSIGEU darauf, dass die Risikokonzentration gegenüber einzelnen Rückversicherern die unternehmensinterne Obergrenze, die spezifisch für jeden Rückversicherer ermittelt wird, nicht überschreitet. Etwaige Überschreitungen werden untersucht und geeignete Maßnahmen daraus abgeleitet.

Risikolage:

Ausfallrisiko von Kunden und Rückversicherern

MSIGEU versichert vor allem Risiken von Industrie- und großen Gewerbekunden und gibt einen Teil der Risiken an finanzstarke Rückversicherer ab. Die Ausfallwahrscheinlichkeit der Kunden und Rückversicherer wird als gering eingeschätzt. Die Depotverbindlichkeiten gleichen das Ausfallrisiko aus den Forderungen an die Rückversicherer des Netto-Quotenrückversicherungsvertrags vollständig aus. Eine Ratingverschlechterung bei Rückversicherern ist bislang nicht zu beobachten. Vor dem Hintergrund steigender Energiepreise hinterfragen Industriekunden zunehmend ihre Standortwahl, aber ein Anstieg an Gläubigerausfällen ist in unserem Kundensegment trotz eingetrübter Konjunktur bislang nicht zu beobachten.

4. Operationelle Risiken

Als operationelle Risiken werden mögliche Verluste bezeichnet, die infolge unangemessener Prozesse, unzulänglicher Technologien, menschlicher Fehler oder externer Ereignisse auftreten können. Operationelle Risiken beinhalten zudem rechtliche Risiken sowie Risiken aus kriminellen Handlungen.

Diese Risiken werden über ein internes Kontrollsystem und über eine Berichterstattung zu den operationellen Risiken, die Teil des Gesamtrisikos sind, gesteuert und überwacht. Die Interne Revision ergänzt durch unabhängige Prüfungen die internen Risikoanalysen von Organisation und Prozessen.

Das Internal Controls Committee hat den Auftrag, das unternehmensweite interne Kontrollsystem regelmäßig gesamthaft zu überprüfen, und schlägt -soweit erforderlich- Maßnahmen vor, um die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems sicherzustellen.

Für die Identifikation, Analyse und Vorbeugung von Compliance-Risiken ist der Compliance-Officer zuständig. Zur Risikobegrenzung hat dieser sowohl geeignete Kontrollverfahren als auch präventive Maßnahmen entwickelt. Zu letzteren zählt beispielsweise die Einführung einer integrierten Softwarelösung zur Identifikation und Einhaltung von jeweils gültigen Finanzsanktionen.

Die MSIGEU hat einen Geldwäschebeauftragten nach §7 Abs. 1 Geldwäschegesetz (GwG) bestellt, der für die Einhaltung der geldwäscherechtlichen Vorschriften zuständig ist. Eine Risikoanalyse nach dem GwG resultierte in der Feststellung einer sehr geringen Risikoexponierung.

Richtlinien steuern und begrenzen die operationellen Risiken auch in der Versicherungstechnik und in der Kapitalanlage. Sie geben sowohl die individuellen Vollmachten der Mitarbeitenden als auch die zugelassenen Instrumente und deren Grenzen vor.

Ein umfassendes Datenverarbeitungs-Sicherheitskonzept gewährleistet die fortlaufende Datenverfügbarkeit. Geeignete Hard- und Software unterstützen die Verfügbarkeit und Integrität aller Systeme und Programme. Regelmäßige Überprüfungen der Netzwerksicherheit, deren permanente Weiterentwicklung sowie Notfallpläne sorgen für die ständige Verfügbarkeit und die Datensicherheit der eingesetzten Systeme.

Risikolage:

Digitalisierung

Die Nutzung von Technologien und Daten gehören zwischenzeitlich zu den entscheidenden Wettbewerbsfaktoren. Für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit ist es wichtig, Effizienzpotentiale zu nutzen und Kundenanforderungen zu berücksichtigen. Dabei birgt die digitale Vernetzung aber auch Risiken wie eine höhere Anfälligkeit gegenüber Cyberangriffen und Systemausfällen. Aufgrund der Bedeutung von IT-Risikomanagement wurde die Funktion des Informationssicherheitsbeauftragten im Berichtsjahr organisatorisch in das zentrale Risikomanagement integriert.

Aufgrund des Fokus auf Industriekunden hält MSIGEU nur in begrenztem Umfang persönliche Daten vor. Sofern persönliche Daten für den Betrieb erforderlich sind, befolgt MSIGEU die Anforderung der Datenschutzgrundverordnung.

Cyberrisken

Mit zunehmender Digitalisierung steigen auch Cyberrisiken im Finanzsektor. Versicherungsunternehmen sind der Gefahr von externen und internen IT-Sicherheitsvorfällen ausgesetzt. IT-Sicherheitsvorfälle sind nach der Definition von der BaFin böswillig oder versehentlich herbeigeführte Vorfälle, welche die Cybersicherheit eines Informationssystems oder die Sicherheit der verarbeiteten Informationen gefährden oder Sicherheitsrichtlinien, Sicherheitsprozesse oder Nutzungsbedingungen verletzen. Hierzu verfügt die MSIGEU über ein umfassendes Informationssicherheitskonzept, das unter anderem ein multidisziplinär zusammengesetztes Cyber Incident Response Team (CIRT) umfasst. Das CIRT hat den Auftrag sicherzustellen, dass die MSIGEU möglichst schnell auf IT-Sicherheitsvorfälle reagieren kann.

Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt

Mit der Digitalisierung und Streben nach operativer Effizienz ändert sich die Anforderung an die Mitarbeitenden. Dadurch steigt die Nachfrage sowohl nach technischen Spezialisten wie auch nach digitalem Denken. Ein attraktives Arbeitsumfeld spielt eine wesentliche Rolle, um sich langfristig im Versicherungsmarkt behaupten zu können.

Rechtsänderungsrisiken

Rechtliche oder regulatorische Änderungen können sich negativ auf das Schadenprofil und den Versicherungsbetrieb auswirken. Regulatorische Änderungen können besonders zeit- und kostenintensiv sein und somit die Weiterentwicklung anderer Unternehmensziele hemmen.

5. Reputationsrisiken

Das Versicherungsgeschäft ist wesentlich auf das Vertrauen der Versicherungsnehmer angewiesen. Das Reputationsrisiko ist das Risiko der Verschlechterung des Ansehens des Unternehmens bei Kunden, in der Öffentlichkeit, bei Aktionären oder anderen Beteiligten wie Aufsichtsbehörden oder Ratingagenturen.

Dieses Risiko wird insbesondere durch das Risikomanagement, die Sicherstellung höchster Servicequalität und Kundenorientierung sowie durch hohe Anforderungen an die Qualifikation und Kompetenz der Mitarbeitenden begrenzt.

Risikolage:

Nachhaltigkeitsrisiken

Neben ökonomischen Zielen gewinnt der Wandel in Richtung Nachhaltigkeit in den Gebieten Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (Environmental, Social, Governance -ESG) branchenübergreifend an Bedeutung. Diese sind für MSIGEU ein Teil der Unternehmenskultur und finden als solche auch bereits Eingang in Zeichnungs- und Kapitalanlagepolitik.

Ein Reputationsrisiko liegt neben nicht ESG-konformem Verhalten auch darin, irreführender Angaben zur ESG-Konformität von Produkten, dem sog. Greenwashing, bezichtigt zu werden. In den kommenden Jahren werden diese Entwicklungen weitreichende Auswirkungen auf den Finanzsektor haben, weshalb Nachhaltigkeitsrisiken auch unter Strategischen Risiken beschrieben werden.

Um die Aufmerksamkeit für Nachhaltigkeit zu erhöhen und um die MSIGEU auf die Anforderungen an das entsprechende Berichtswesen vorzubereiten, hat die MSIGEU eine Strategie für Umwelt, Sozales und Unternehmensführung (engl. Environmental, Social, Governance, kurz ESG)) entwickelt und einen ESG-Aus- schuss unter dem Vorsitz der Bereichsleitung People & Office Services eingerichtet.

6. Strategische Risiken

Strategische Risiken können entstehen, wenn Geschäftsentscheidungen nicht den bestehenden und künftigen Anforderungen der Kunden, den Marktgegebenheiten und -entwicklungen oder den sonstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen entsprechen.

Strategische Risiken sind bei der allgemeinen Geschäftstätigkeit sowie bei Veränderungen im Branchenumfeld unvermeidlich. Zu strategischen Risiken zählen politische und makroökonomische Entwicklungen mit negativen Auswirkungen auf das Unternehmen.

Risikolage:

Makroökonomische Risiken

Als Industrieversicherungsunternehmen ist unser Geschäft von der europäischen und weltweiten Konjunktur abhängig. Eine konjunkturelle Abschwächung kann dazu führen, dass wir unsere geplanten Prämien- und Ergebnisbeiträge nicht erreichen.

Einige europäische Märkte bewegen sich weiterhin am Rande einer Rezession. Die Versicherungsbranche ist indirekt auch einer wirtschaftlichen Verlangsamung anderer Regionen ausgesetzt, wie den USA und China. Sinkende staatliche und private Ausgaben würden sich auf Handel, den Konsum und die gesamte Wirtschaftstätigkeit und somit auch das Ausmaß der zu versichernden Risiken auswirken.

Trotz der konjunkturellen Eintrübung im Berichtsjahr und die Hinterfragung des Unternehmensstandorts durch Industriekunden, sind bislang im Allgemeinen keine rückläufigen Prämienbeiträge zur beobachten, zumal in der Regel vor allem Produktionsstandorte und nicht Hauptsitze verlagert werden.

Nachhaltigkeitsrisiken

Die Bedeutung von Nachhaltigkeitsrisiken konzentriert sich nicht mehr nur auf Reputationsrisiken. Künftige Herausforderungen umfassen die Gewinnung der erforderlichen Daten und Erkenntnisse zu ESG, um diese in das Risikomanagement einzuspeisen, bei der strategischen Unternehmenssteuerung zu berücksichtigen und für künftige Berichts- und Offenlegungsanforderungen verfügbar zu haben.

Nachhaltigkeitsrisiken umfassen unmittelbar physische und transitorische Risiken. Versicherer sind damit vertraut, sich mit physischen Risiken wie Extremwetterereignissen zu befassen. Klimatische und ökologische Veränderungen können jedoch zu einer Häufung von Groß- oder Kumulschäden führen. Transitorische Risiken, wie die Abkehr von fossilen Energiequellen, kann beispielsweise die Neubewertung konventioneller Vermögenswerte erforderlich machen.

Wachstumsrisiken

Wachstum erhöht bei ansonsten unveränderten Risikominderungsmaßnahmen die Kapitalanforderung unter Solvabilität II. Da die Eigenmittel bei starkem Wachstum tendenziell prozentual weniger stark steigen als die durch die Nettoprämien getriebene Kapitalanforderung, sinkt die ausgewiesene Bedeckungsquote.

Durch die Kapitalerhöhung in Höhe von TEUR 100.000 aus dem Vorjahr, davon TEUR 25.000 unmittelbar eingezahlt, baute die Muttergesellschaft Eigenmittel der MSIGEU weiter aus, unterstrich damit erneut ihr strategisches Commitment zum Industrieversicherungsgeschäft in Kontinentaleuropa und bereitete damit den Weg für weiteres Unternehmenswachstum. Der personelle Ausbau der Geschäftseinheiten schreitet weiter voran. In ausländischen Geschäftseinheiten hat die MSIGEU verstärkt Neueinstellungen getätigt, um das lokale Geschäft auszubauen.

Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

Sofern die Inflationsentwicklung nicht deutlich über den Prognosen der EZB liegt, lässt sich für die MSIGEU feststellen, dass sich über die allgemeine Risikolage hinaus gegenwärtig keine Risiken abzeichnen, welche die Gefahr in sich bergen, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wesentlich zu beeinträchtigen.

Die Solvabilität bemisst sich an den anrechenbaren Eigenmitteln der Solvabilitätsübersicht gemessen an der Kapitalanforderung gemäß Solvabilität II. Nach Bewertung der MSIGEU sind die vorhandenen Eigenmittel ausreichend, um auch weiterhin die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen.

Die Geschäftsstrategie wird grundsätzlich jährlich überprüft und die Risikostrategie entsprechend abgeglichen. Grundsätzliche geschäftspolitische Entscheidungen werden satzungsgemäß mit dem Aufsichtsrat abgestimmt. Darüber hinaus werden wichtige strategische Themen regelmäßig mit den Führungskräften erörtert.

Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

In dem vom Vorstand nach § 312 AktG zu erstellenden Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen wurde abschließend erklärt, dass unsere Gesellschaft nach den Umständen, die zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft mit einem verbundenen Unternehmen eine angemessene Gegenleistung erhielt.

Berichtspflichtige Maßnahmen lagen im Geschäftsjahr nicht vor.

Bilanz

Aktiva

Passiva

Gewinn- und Verlustrechnung

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023

der MSIG Insurance Europe AG

Köln

AKTIVA

2023 2023 2023 2023 2022
EUR EUR EUR EUR EUR
A Immaterielle Vermögensgegenstände
I. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.599.371,00 0,00
II. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 587.437,00 1.743.517,00
III. Geleistete Anzahlungen 3.083.427,13 4.514.754,94
7.270.235,13 6.258.271,94
B Kapitalanlagen
I. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 35.500,00 35.500,00
35.500,00 35.500,00
II. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0,00 3.834.176,00
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 276.860.542,35 244.586.058,62
3. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen 177.543.931,70 112.410.506,34
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 70.567.146,52 63.500.000,00
248.111.078,22 175.910.506,34
4. Einlagen bei Kreditinstituten 38.068.110,61 44.126.458,21
563.039.731,18
563.075.231,18 468.492.699,17
C Forderungen
I. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an:
1. Versicherungsnehmer 99.151.209,44 69.083.663,07
2. Versicherungsvermittler 76.740.525,97 59.591.469,47
175.891.735,41 128.675.132,54
II. Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 79.480.511,23 82.864.916,71
davon an verbundene Unternehmen: EUR 4.612.417,66 (Vj: EUR 7.201.719,43)
III. Sonstige Forderungen 7.512.682,18 9.401.922,09
davon an verbundene Unternehmen: EUR 131.106,70 (Vj: EUR 20.769,09) 262.884.928,82 220.941.971,34
D Sonstige Vermögensgegenstände
I. Sachanlagen und Vorräte 1.680.249,13 1.885.213,13
II. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand 42.024.981,52 27.450.135,17
III. Andere Vermögensgegenstände 1.451.631,46 1.187.749,74
45.156.862,11 30.523.098,04
E. Rechnungsabgrenzungsposten
I. Abgegrenzte Zinsen und Mieten 4.861.878,32 1.928.295,15
II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 1.792.872,38 1.262.714,43
6.654.750,70 3.191.009,58
F. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 0,00 51,00
Summe der Aktiva 885.042.007,94 729.407.101,07

PASSIVA

2023 2023 2023 2022
EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Eingefordertes Kapital
Gezeichnetes Kapital 184.000.000,00 184.000.000,00
abzüglich nicht eingeforderter ausstehender Einlagen 75.000.000,00 75.000.000,00
109.000.000,00 109.000.000,00
II. Gewinnrücklagen
Gesetzliche Rücklage 338.785,10 226.164,99
III. Bilanzgewinn/Bilanzverlust 6.436.916,90 4.297.134,82
115.775.702,00 113.523.299,81
B. Versicherungstechnische Rückstellungen
I. Beitragsüberträge
1. Bruttobetrag
2. davon ab: 143.514.719,64 113.432.168,67
Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 86.752.184,44 69.743.496,98
56.762.535,20 43.688.671,69
II. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfalle
1. Bruttobetrag
2. davon ab: 1.239.786.986,99 1.047.348.587,00
Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 828.936.978,65 716.196.820,95
410.850.008,34 331.151.766,05
III. Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen 53.663.737,05 43.406.658,57
IV. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen
1. Bruttobetrag 0,00 0,00
2. davon ab:
Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft -7.514.135,61 -12.690.754,29
7.514.135,61 12.690.754,29
528.790.416,20 430.937.850,60
C. Andere Rückstellungen
I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.495.291,00 2.046.770,00
II. Steuerrückstellungen 3.911.338,80 678.701,98
III. Sonstige Rückstellungen 10.086.142,11 11.200.432,97
16.492.771,91 13.925.904,95
D. Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft 40.123.045,34 37.426.794,55
davon an verbundene Unternehmen: EUR 0,00 (Vj: EUR 0,00)
E. Andere Verbindlichkeiten
I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber
1. Versicherungsnehmern 32.307.484,50 28.517.488,19
2. Versicherungsvermittlern 21.668.732,79 13.274.637,88
53.976.217,29 41.792.126,07
II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft 120.664.910,90 81.063.091,95
davon an verbundene Unternehmen: EUR 35.981.806,90 (Vj: EUR 36.798.510,34)
III. Sonstige Verbindlichkeiten 9.218.944,30 10.738.033,14
davon aus Steuern: EUR 1.484.385,07 (Vj: EUR 3.373.379,47) 183.860.072,49 133.593.251,16
im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 890.108,96 (Vj: EUR 698.579,75)
an verbundene Unternehmen: EUR 627.809,69 (Vj: EUR 478.926,09)
Summe der Passiva 885.042.007,94 729.407.101,07

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

der MSIG Insurance Europe AG

Köln

2023 2073 2023 2022
EUR EUR EUR EUR
I. Versicherungstechnische Rechnung
1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung
a) Gebuchte Bruttobeiträge 663.236.052,12 550.024.252,55
b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge -488.872.363,30 -443.398.575,55
174.363.688,82 106.625.677,00
c) Veränderungen der Bruttobeitragsüberträge -30.367.570,09 -7.615.092,28
d) Veränderung des Anteils der Rückversicherer an den Bruttobeitragsüberträgen 17.195.335,84 -10.323.864,37
-13.172.234,25 -18.538.956,65
161.191.454,57 88.086.720,35
2. Sonstige versicherungstechnische Erträge für eigene Rechnung 571.488,80 693.261,86
3. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung
a) Zahlungen für Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag -222.966.265,70 -152.997.817,08
bb) Anteil der Rückversicherer 176.010.962,72 219.419.420,01
-46.955.302,98 66.421.602,93
b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag -193.833.393,13 -314.238.797,27
bb) Anteil der Rückversicherer 113.782.816,90 150.783.017,38
-80.050.576,23 -163.455.779,89
-127.005.879,21 -97.034.176,96
4. Veränderung der sonstigen versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen 5.176.609,79 924.587,51
5. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung
a) Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb -134.507.607,74 -116.239.808,52
b) davon ab:
erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft 110.845.732,91 109.698.837,56
-23.661.874,83 -6.540.970,96
6. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung -7.520.666,36 -5.626.910,99
7. Zwischensumme 8.751.132,76 -13.437.489,19
8. Veränderung der Schwenkungsrückstellung und ähnlicher Rückstellungen -10.257.078,83 22.284.785,70
9. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung -1.505.946,07 2.787.296,51
II. Nichtversicherungstechnische Rechnung
1. Erträge aus Kapitalanlagen
a) Erträge aus anderen Kapitalanlagen 7.864.930,98 3.507.812,83
b) Erträge aus Zuschreibungen 0,00 0,00
c) Erträge aus dem Abgang von Kapitalanlagen 354.782,16 0,00
8.219.713,14 3.507.812,83
2. Aufwendungen für Kapitalanlagen
a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen -459.319,60 -401.498,49
b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen 0,00 -171.287,90
c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 0,00 0,00
-459.319,60 -572.786,39
7.760.393,54 2.935.026,44
3. Sonstige Erträge 6.337.505,45 14.560.700,85
4. Sonstige Aufwendungen -6.007.992,16 -13.843.213,97
329.513,29 717.486,88
5. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 6.583.960,76 6.439.809,83
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.912.367,09 693.135,76
7. Sonstige Steuern -419.191,48 -278.062,00
8. Jahresüberschuß 2.252.402,19 6.854.883,59
9. Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr 4.297.134,82 -2.331.583,78
10. Einstellung in die gesetzliche Rücklage -112.620,11 -226.164,99
11. Bilanzgewinn/Bilanzverlust 6.436.916,30 4.237.134,82

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der MSIGEU wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB), des Aktiengesetzes (AktG), des Gesetzes über die Beaufsichtigung von Versicherungsunternehmen (VAG) und der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV) aufgestellt.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Davon-Vermerk im Anhang gewählt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und mit Ausnahme der geleisteten Anzahlungen planmäßig entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei fehlender Werthaltigkeit wird erfolgswirksam abgeschrieben.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden mit den Anschaffungskosten abzüglich eventueller Abschreibungen auf den beizulegenden Wert gemäß § 341b Abs. 1 Satz 2 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bilanziert.

Die unter den Sonstigen Kapitalanlagen ausgewiesenen Inhaberschuldverschreibungen, Schuldscheindarlehen und andere festverzinsliche Wertpapiere wurden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Der Ansatz der Namensschuldverschreibungen erfolgt zum Nominalwert. Alle Inhaberschuldverschreibungen, die dazu bestimmt sind, dem dauernden Geschäftsbetrieb zu dienen, wurden gemäß § 341b Abs. 2 HGB i.V.m. § 253 Abs. 3 HGB nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Bei einer dauerhaften Wertminderung wird erfolgswirksam auf den beizulegenden Wert abgeschrieben. Die Zeitwertermittlung der sonstigen Kapitalanlagen erfolgt grundsätzlich auf Basis des Freihandelsverkehrs gem. § 56 RechVersV. Für Wertpapiere, die einen Markt- oder Börsenpreis haben, gilt als Zeitwert der Wert zum Bilanzstichtag bzw. zum letzten dem Bilanzstichtag vorausgehenden Handelstag. In Fällen, in denen keine Börsennotierungen vorliegen, werden an Finanzmärkten etablierte Preisbildungsverfahren eingesetzt.

Die Schuldscheindarlehen werden bei Erwerb mit dem Kaufkurs angesetzt und der Differenzbetrag bis zum Rückzahlungsbetrag unter Anwendung der Effektivzinsmethode über die Restlaufzeit amortisiert.

Einlagen bei Kreditinstituten werden mit Nominalbeträgen angesetzt.

Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft sowie Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft sind mit den Nominalbeträgen bewertet. Soweit Bonitätsrisiken vorliegen, werden Pauschal- und Einzelwertberichtigungen in Höhe der befürchteten Zahlungsausfälle gebildet.

Zins- und sonstige Forderungen sind mit dem Nennwert ausgewiesen. Erforderliche Wertberichtigungen werden vorgenommen; sämtliche als uneinbringlich erkannte Forderungen werden abgeschrieben.

Das unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesene Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und - soweit abnutzbar - um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgten nach der linearen Methode; die Nutzungsdauer beträgt 36 bis 156 Monate. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis 800 Euro ohne Umsatzsteuer werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Sammelposten wurden im Wirtschaftsjahr nicht gebildet.

Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Rechnungsabgrenzungsposten werden mit ihren Nominalwerten bewertet.

In die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben der Gesellschaft eingestellt, deren Aufwendungen einem folgenden Geschäftsjahr zuzuordnen sind. Des Weiteren werden in dieser Position auch die nicht fälligen Zinsforderungen abgegrenzt.

Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung resultiert daraus, dass Altersversorgungsverpflichtungen durch Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger (d.h. mit Ausnahme der Arbeitnehmer) entzogen sind (d.h. zugunsten der Arbeitnehmer und Betriebsrentner verpfändet und damit insolvenzsicher) und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, personenbezogen überdeckt sind.

Die Beitragsüberträge wurden unter Beachtung der Vorschriften der Aufsichtsbehörde und des Schreibens des Bundesministers der Finanzen vom 30. April 1974 sowohl für das selbst abgeschlossene Geschäft als auch für das in Rückdeckung übernommene Geschäft - soweit dazu von den Vorversicherern keine Angaben gemacht wurden - nach dem 1/365-System bzw. tagesgenau (pro rata temporis) ermittelt. Die in Rückdeckung gegebenen Anteile sind den vertraglichen Abmachungen entsprechend abgegrenzt.

Die Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im selbst abgeschlossenen Geschäft werden für bekannte Versicherungsfälle einzeln in Höhe des voraussichtlichen Bedarfs ermittelt. Im Beteiligungsgeschäft wurden die Angaben der führenden Versicherungsunternehmen übernommen. Lagen diese Angaben zum Bilanzstichtag noch nicht vor, wurden die Rückstellungen je Geschäftsverbindung auf Grund der Erfahrungen der Vergangenheit geschätzt. Bei dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft wurden grundsätzlich die von den Erstversicherern aufgegebenen Rückstellungen passiviert, soweit nicht eigene, bessere Erkenntnisse vorlagen. Soweit zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung die Angaben noch nicht vorlagen, wurden die Schadenrückstellungen unter Zugrundelegung von Erfahrungswerten geschätzt. Der daraus resultierende Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ist unwesentlich.

Die Ermittlung der Spätschadenrückstellung ist ein indirekter Prozess. Auf Basis von Schadenabwicklungsdreiecken wird mittels aktuarieller Methoden ein ultimativer Gesamtschadenaufwand je Zeichnungsjahr geschätzt und auf das verdiente Exposure skaliert. Von dem geschätzten verdienten Gesamtschadenaufwand ergeben sich abzüglich des bekannten Schadenaufwands sowie zuzüglich eines Sicherheitszuschlags die Spätschadenrückstellungen für nicht bekannte Schadenfälle.

Zur Ermittlung der Rückstellung für Schadenregulierungskosten verwenden wir die Paid-to-Paid Methode, die die gezahlten Regulierungskosten der Schadenabteilung mit den Schadenzahlungen des Jahres vergleicht und dieses Verhältnis auf die Schadenreserven anwendet.

Der Anteil der Rückversicherer an den Brutto-Schadenrückstellungen insgesamt sowie an den Teilrückstellungen wird nach den vereinbarten Vertragsbestimmungen bemessen, wobei für die Ermittlung des Anteils der Rückversicherer an den unbekannten Spätschäden ebenfalls aktuarielle Methoden verwendet werden.

Die Schwankungsrückstellungen und ähnliche Rückstellungen zum Ausgleich der Schwankungen im jährlichen Schadenbedarf werden gemäß § 29 RechVersV berechnet. Zudem werden in dieser Position noch die Pharma-, die Terror- und die Atomanlagenrückstellung nach § 30 RechVersV berücksichtigt. Dies umfasst auch die Ermittlung der Rückstellung für Terrorrisiken in der französischen Niederlassung.

Die sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen beziehen sich ausschließlich auf zu zahlende Adjustierungsprämien bei Schadenexzedenten-Rückversicherungsverträgen sowie Mindest- und Vorausprämien auf das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft. Diese Rückstellungen werden mit ihrem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft werden in Höhe der Beträge ausgewiesen, die vom bilanzierenden Versicherungsunternehmen als Sicherheit einbehalten oder ihm vom Rückversicherer zu diesem Zweck belassen worden sind.

Die Gesellschaft hat Pensionszusagen erteilt, für die Pensionsrückstellungen gebildet werden. Der Erfüllungsbetrag wird auf Basis der Projected-Unit-Credit-Methode unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) ermittelt. Es wurde eine Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Als Annahme zur Fluktuation haben wir wie im Vorjahr die Hälfte der Fluktuation nach Heubeck angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

2023 2022
EUR EUR
Diskontierungszinssatz (auf Basis eines 10 Jahresdurchschnitts) 1,83 % 1,78 %
Rententrend 0,00 % - 2,00 % 0,00 % - 2,00 %
Gehaltstrend 0,00 % - 3,00 % 0,00 % - 2,00 %

Die vorhandenen beitragsorientierten Leistungszusagen (kongruent rückgedeckte Versorgungszusagen) werden mit dem beizulegenden Zeitwert der Rückdeckungsversicherung angesetzt. Darüber hinaus wurde bei leistungsorientierten Zusagen, für die eine Rückdeckungsversicherung abgeschlossen wurde, unter Berücksichtigung des IDW RH FAB 1.2021 der Aktivwert des kongruent rückgedeckten Teils in Höhe der ermittelten Pensionsrückstellung angesetzt.

Alle anderen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft wurden gemäß § 33 Abs. 1 RechVersV erfasst.

Andere Verbindlichkeiten wurden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Dabei wurden die auf Währung lautenden Verbindlichkeiten mit dem Kurswert zum Bilanzstichtag umgerechnet. Lag dieser Wert über dem Rückzahlungsbetrag, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Wert angesetzt.

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Die Währungsumrechnung für die Zugangsbewertung erfolgt mit dem jeweiligen Ultimokurs des Vormonats, die monatliche Folgebewertung auf Basis des Stichtagskurses zum jeweiligen Bilanzstichtag.

Aktivseite

Bilanzwerte 31.12.2022 Währungskursveränderungen Zugänge Umbuchungen Abgänge
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 0,00 4.649.460,47 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.743.517,00 0,00 215.493,76 -1.020.867,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 4.514.754,94 0,00 2.197.265,66 -3.628.593,47 0,00
Summe A 6.258.271,94 0,00 2.412.759,42 0,00 0,00
B.I. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 35.500,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe B.I. 35.500,00 0,00 0,00 0,00 0,00
B.II. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 3.834.176,00 0,00 0,00 0,00 3.834.176,00
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 244.586.058,62 0,00 55.456.934,69 0,00 23.182.450,96
3. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen 112.410.506,34 0,00 65.133.425,36 0,00 0,00
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 63.500.000,00 0,00 15.080.000,00 0,00 8.012.853,48
4. Einlagen bei Kreditinstituten 44.126.458,21 0,00 0,00 0,00 6.058.347,60
Summe B.II. 468.457.199,17 0,00 135.670.360,05 0,00 41.087.828,04
Insgesamt 474.750.971,11 0,00 138.083.119,47 0,00 41.087.828,04
Zuschreibungen Abschreibungen Bilanzwerte 31.12.2023
EUR EUR EUR
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 1.050.089,47 3.599.371,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 350.706,76 587.437,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 3.083.427,13
Summe A 0,00 1.400.796,23 7.270.235,13
B.I. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 35.500,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
Summe B.I. 0,00 0,00 35.500,00
B.II. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0,00 0,00 0,00
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 0,00 0,00 276.860.542,35
3. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen 0,00 0,00 177.543.931,70
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 0,00 0,00 70.567.146,52
4. Einlagen bei Kreditinstituten 0,00 0,00 38.068.110,61
Summe B.II. 0,00 0,00 563.039.731,18
Insgesamt 0,00 1.400.796,23 570.345.466,31

Zu A. Immaterielle Vermögensgegenstände

Von den immateriellen Vermögensgegenständen sind auf Grund von aktivierter selbst-erstellter Software und in Entwicklung befindlichen selbst-erstellten Vermögenswerten insgesamt 4.008.926,75 EUR ausschüttungsgesperrt nach § 268 Abs. 8 HGB.

Zu B.I. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen

Die Gesellschaft hält Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen mit einem Buchwert von insgesamt EUR 35.550,00.

Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 285 Nr. 11 HGB

Anteil Eigenkapital Jahresergebnis
% EUR EUR
MSIG German Services GmbH, Köln 100 119.927,63 -10.057,11

Zu B.II. Sonstige Kapitalanlagen

Buchwert 2023 Zeitwert 2023 Bewertungsreserven 2023 Buchwert 2022
EUR EUR EUR EUR
B.I. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen 35.500,00 35.500,00 0,00 35.500,00
B. II. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0,00 0,00 0,00 3.834.176,00
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 276.860.542,35 259.612.735,60 -17.247.806,75 244.586.058,62
3. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibunge 177.543.931,70 167.384.867,04 -9.559.064,66 112.410.506,34
b) Schuldscheinforderungen und 70.567.146,52 65.138.041,13 -5.429.105,39 63.500.000,00
4. Einlagen bei Kreditinstituten 38.068.110,61 38.068.110,61 0,00 44.126.458,21
563.075.231,18 530.839.254,38 -32.235.976,80 468.492.699,17
Zeitwert 2022 Bewertungsreserven 2022
EUR EUR
B.I. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen 35.500,00 0,00
B. II. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 3.834.176,00 0,00
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 215.708.450,24 -28.877.608,38
3. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibunge 35.602.333,43 -16.808.172,91
b) Schuldscheinforderungen und 54.851.259,80 -8.648.740,20
4. Einlagen bei Kreditinstituten 44.126.458,21 0,00
414.158.177,68 -54.334.521,49

Der Zeitwert der Einlagen bei Kreditinstituten entspricht dem Nominalwert.

Kapitalanlagen, die der dauernden Vermögensanlage zugeordnet wurden

Buchwert 2023 Zeitwert 2023 Bewertungsreserven 2023 Buchwert 2022
EUR EUR EUR EUR
Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 276.860.542,35 259.612.735,60 -17.247.806,75 244.586.058,52
Insgesamt 276.860.542,35 259.612.735,60 -17.247.806,75 244.586.058,62
Zeitwert 2022 Bewertungsreserven 2022
EUR EUR
Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 215.708.450,24 -28.877.608,38
Insgesamt 215.708.450,24 3.805.288,73

Am Abschlussstichtag ergaben sich bei Inhaberschuldverschreibungen negative Bewertungsreserven von insgesamt EUR -19.043.086,94. Der Buchwert dieser Wertpapiere betrug EUR 203.665.282,54 und der Zeitwert EUR 184.622.195,60. Der Ansatz erfolgt über dem Zeitwert, da wir von einer Tilgung zum höheren Nominalwert ausgehen.

Kapitalanlagen mit stillen Lasten gemäß § 285 Nr. 18 HGB

Neben den genannten Inhaberschuldverschreibungen ergeben sich negative Bewertungsreserven bei Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen mit einem Buchwert von EUR 143.000.000,00 und einem Zeitwert von EUR 125.706.193,68. Auch hier gehen wir von einer Tilgung zum höheren Nominalwert aus.

Derivative Finanzinstrumente bestanden am Bilanzstichtag nicht.

Zu C.III. Sonstige Forderungen

Die sonstigen Forderungen betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Steuervorauszahlungen in Höhe von EUR 4.878.288,00 (Vorjahr EUR 7.345.405,34) für Ertragssteuern, einbehaltene Kapitalertragsteuer, Solidaritätszuschlag auf Zinserträge sowie Umsatzsteuervorauszahlungen.

Zu D.I. Sachanlagen und Vorräte

2023 2022
EUR EUR
Stand am Anfang des Geschäftsjahres 1.885.213,13 1.177.154,99
Zugänge 238.039,27 1.335.067,63
Abgänge -1.189,00 -16.241,00
Abschreibungen -441.814,27 -610.768,49
Stand am Ende des Geschäftsjahres 1.680.249,13 1.885.213,13

Zu D.II. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand

2023 2022
EUR EUR
Deutsche Bank 21.215.750,25 23.539.956,2
Landesbank Baden-Wüttemberg 13.916.192,12 0,00
HSBC 1.766.257,60 1.466.225,8
ING 1.560.498,85 514.455,8
Sonstige Banken 3.566.282,70 1.929.497,3
Kassenbestand 0,00 0,0
42.024.981,52 27.450.135,1

Zu E. Rechnungsabgrenzungsposten

Die ausgewiesenen Rechnungsabgrenzungsposten betreffen abgegrenzte Zinserträge aus festverzinslichen Wertpapieren und Termingeldern in Höhe von EUR 4.861.878,32 (Vorjahr EUR 1.928.295,15) sowie sonstige Vorauszahlungen in Höhe von EUR 1.792.872,38 (Vorjahr EUR 1.262.714,43).

Aktive latente Steuern

Aktive latente Steuern auf die handels- und steuerrechtlichen Bewertungsunterschiede wurden nur soweit angesetzt, als ihnen passive latente Steuer gegenüberstehen. Hierbei wird der steuerliche Verlustvortrag miteinbezogen. Ein sich insgesamt ergebenden Überhang wurde in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte mit einem einheitlichen Steuersatz von 32,45 %.

Passivseite

Zu A. Eigenkapital

Das Grundkapital ist eingeteilt in 184.000.000 Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien). Die Stückaktien lauten auf den Namen.

Im Geschäftsjahr wurden 5 % des Jahresüberschusses in die gesetzliche Rücklage eingestellt.

Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn im Geschäftsjahr beträgt EUR 6.436.917,25 (Vorjahr EUR 4.297.134,82). Ein Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von EUR 4.297.134,82 (Vorjahr Verlustvortrag EUR -2.331.583,78) sowie die Einstellung in die gesetzliche Rücklage in Höhe von EUR 112.620,11 (Vorjahr EUR 226.164,99) ist enthalten.

Zu B. Versicherungstechnische Rückstellungen

Versicherungstechnische Bruttorückstellungen insgesamt Davon Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
2023 2022 2023 2022
EUR EUR EUR EUR
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Unfallversicherung 2.056.618,55 1.684.842,52 1.312.319,90 1.284.671,55
Haftpflichtversicherung 684.308.295,30 584.871.084,83 643.115.658,22 547.874.230,36
Feuer- und Sachversicherung 385.393.704,85 287.953.156,58 317.691.620,71 233.622.526,30
davon:
Feuerversicherung 109.538.482,83 63.882.866,31 85.671.426,60 41.201.485,49
Technische Versicherung 131.262.908,99 104.413.858,50 104.413.417,95 85.863.353,54
Sonstige Sachversicherung 144.592.313,03 119.656.431,77 127.606.776,16 106.557.687,27
Transport und Luftfahrt 39.176.814,04 38.480.907,85 29.367.608,24 28.662.115,61
All-Risk-Versicherungen 43.396.700,02 24.268.756,82 30.709.688,50 17.074.662,87
Sonstige Versicherungen 2.435.906,29 2.949.029,58 1.510.225,72 1.860.832,75
Gesamt 1.156.768.039,05 940.207.778,18 1.023.707.121,29 830.379.039,44
In Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft 280.197.404,63 263.979.636,06 216.079.865,70 216.969.547,56
Gesamtes Versicherungsgeschäft 1.436.965.443,68 1.204.187.414,24 1.239.786.986,99 1.047.348.587,00
Davon Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen
2023 2022
EUR EUR
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Unfallversicherung 574.963,00 190.894,00
Haftpflichtversicherung 0,00 0,00
Feuer- und Sachversicherung 12.875.991,00 12.437.793,00
davon:
Feuerversicherung 12.875.991,00 12.437.793,00
Technische Versicherung 0,00 0,00
Sonstige Sachversicherung 0,00 0,00
Transport und Luftfahrt 3.582.620,00 4.144.411,00
All-Risk-Versicherungen 766.992,29 719.303,04
Sonstige Versicherungen 0,00 0,00
Gesamt 17.800.566,29 17.492.401,04
In Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft 55.563.170,76 25.914.257,53
Gesamtes Versicherungsgeschäft 53.663.737,05 43.406.658,57

Aus der Neubewertung von Anfangsbeständen versicherungstechnischer Rückstellungen in Fremdwährung ergeben sich folgende Ergebnisse (- = Verlust aus Währungsbewertung):

2023 Brutto 2023 Rück
EUR EUR
Beitragsüberträge 285.019,12 -186.648,38
Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 1.394.993,14 -1.042.658,82
Sonstige vt Rückstellung (Rstg. Für RV Prämien XoL) 8,89
Gesamt 1.680.012,26 -1.229.298,31
2023 Netto 2022 Brutto 2022 Rück 2022 Netto
EUR EUR EUR EUR
Beitragsüberträge 98.370,74 -761.749,31 2.234.106,60 1.472.357,29
Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 352.334,32 -3.588.620,03 3.201.832,09 -386.787,94
Sonstige vt Rückstellung (Rstg. Für RV Prämien XoL) 8,89
Gesamt 450.713,95 -4.350.369,34 5.435.938,69 1.085.569,35

Zu C.I. Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens, das aus Rückdeckungsversicherungen besteht, beläuft sich auf EUR 9.962.255,00 (Vorjahr EUR 9.239.405,00). Dabei entsprechen die Anschaffungskosten dem Zeitwert. Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde dieser mit dem Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtung in Höhe von EUR 11.911.169,00 (Vorjahr EUR 10.883.173,00) verrechnet. Es verbleibt eine Pensionsrückstellung von EUR 1.948.914,00 (Vorjahr EUR 1.643.819,00) sowie ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensberechnung von EUR 0,00 (Vorjahr EUR 51,00). Zusätzlich ergab sich aus der Folgebewertung der Pensionszusagen der französischen Niederlassung eine Pensionsrückstellung von EUR 546.377,00 (Vorjahr EUR 402.951,00).

Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen in Höhe von EUR 141.472,00 (Vorjahr EUR 71.818,00) und die Zinserträge aus dem verrechneten Deckungsvermögen in Höhe von EUR 147.277,00 (Vorjahr EUR 59.485,00) wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung saldiert und sind mit einem Ertrag von EUR 5.805,00 (Vorjahr Aufwand EUR 12.333,00) in den Sonstigen Erträgen enthalten.

Der nach § 253 Abs. 6 HGB anzusetzende ausschüttungsgesperrte Betrag beträgt EUR 16.347,00 (Vorjahr EUR 81.809,00).

Zu C.III. Sonstige Rückstellungen

2023 2022
EUR EUR
Personal 7.756.239,13 6.241.250,64
Dienstleistungen 1.195.511,74 968.899,54
Service- und Führungsprovisionen 476.443,00 312.987,00
Andere sonstige Rückstellungen 423.287,16 772.937,54
Jahresabschlussprüfung 139.200,00 182.000,00
IT 95.461,08 2.722.358,25
10.086.142,11 11.200.432,97

Zu D.III. Sonstige Verbindlichkeiten

2023 2022
EUR EUR
Sonstige Verbindlichkeiten 4.728.324,02 5.849.599,86
Rechnungen 1.488.316,56 337.547,97
Steuerverbindlichkeiten 1.484.385,07 3.373.379,47
Noch abzuführende Sozialversicherungsabgaben 890.108,96 698.579,75
Sonstige Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen 627.809,69 478.926,09
9.218.944,30 10.738.033,14

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Gewinn und Verlustrechnung

Zu 1.1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung

gebuchte Bruttobeiträge 2023 gebuchte Bruttobeiträge 2022 verdiente Bruttobeiträge 2023
EUR EUR EUR
Selbst abgeschlossenes
Versicherungsgeschäft
Unfallversicherung 790.857,58 949.237,51 830.798,90
Haftpflichtversicherung 180.582.991,06 164.737.506,40 176.317.434,89
Feuer- und Sachversicherung 266.041.226,98 207.772.814,91 253.106.345,92
davon:
Feuerversicherung 75.531.173,22 59.253.039,27 74.784.356,96
Technische Versicherung 94.391.900,67 74.223.902,80 86.073.264,37
Sonstige Sachversicherung 96.118.153,09 74.295.872,84 92.248.724,59
Transport und Luftfahrt 42.279.844,27 40.859.599,39 41.727.464,41
All-Risk-Versicherungen 37.083.563,11 25.254.111,48 31.645.666,52
Sonstige Versicherungen 227.055,26 526.258,08 375.984,47
Gesamt 527.005.538,26 440.099.527,77 504.003.695,11
In Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft 136.230.513,86 109.924.724,78 128.864.786,92
Gesamtes Versicherungsgeschäft 663.236.052,12 550.024.252,55 632.868.482,03
verdiente Bruttobeiträge 2022 verdiente Nettobeiträge 2023 verdiente Nettobeiträge 2022
EUR EUR EUR
Selbst abgeschlossenes
Versicherungsgeschäft
Unfallversicherung 985.433,97 634.323,95 805.658,52
Haftpflichtversicherung 161.945.682,62 63.932.333,68 39.675.041,92
Feuer- und Sachversicherung 203.065.735,06 47.341.081,98 21.960.841,34
davon:
Feuerversicherung 59.740.986,91 14.645.338,00 6.279.805,71
Technische Versicherung 70.057.575,76 15.577.521,68 8.559.312,57
Sonstige Sachversicherung 73.267.172,39 17.118.222,30 7.121.723,06
Transport und Luftfahrt 40.796.775,05 10.444.494,62 6.613.278,45
All-Risk-Versicherungen 24.218.060,01 4.349.583,96 1.241.409,82
Sonstige Versicherungen 728.366,86 50.471,04 247.232,25
Gesamt 431.740.053,57 126.752.289,23 70.543.462,30
In Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft 110.669.106,70 34.439.165,34 17.543.258,05
Gesamtes Versicherungsgeschäft 542.409.160,27 161.191.454,57 88.086.720,35

Gebuchte Bruttobeiträge des selbst abgeschlossenen Geschäfts nach deren Herkunft

gebuchte Bruttobeiträge 2023 gebuchte Bruttobeiträge 2022
EUR EUR
selbst abgeschlossenes Geschäft
Deutschland 245.523.250,37 215.063.833,97
EU/EWR 281.482.287,89 225.035.693,80

Zur Aufteilung der gebuchten Beiträge auf die Länder verweisen wir auf den Lagebericht, Seite 20.

Zu 1.2. Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle

Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle 2023 Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle 2022
EUR EUR
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Unfallversicherung 116.289,41 286.399,21
Haftpflichtversicherung 150.579.921,52 202.573.961,39
Feuer- und Sachversicherung 160.141.726,91 137.065.296,23
davon:
Feuerversicherung 53.682.774,76 17.272.453,24
Technische Versicherung 54.375.333,39 60.625.009,17
Sonstige Sachversicherung 52.083.618,76 59.167.833,82
Transport und Luftfahrt 23.269.743,48 14.522.370,88
All-Risk-Versicherungen 19.189.848,92 5.975.592,17
Sonstige Versicherungen -93.557,98 325.079,78
Gesamt 353.203.972,26 360.748.699,66
In Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft 63.595.686,57 106.487.914,69
Gesamtes Versicherungsgeschäft 416.799.658,83 467.236.614,35

Der Bruttogesamtschadenaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken, im wesentlichen begründet durch Haftpflicht und in Rückdeckung übernommenes Geschäft. Es ergibt sich ein positives Abwicklungsergebnis in Höhe von 6.948.305 (Vorjahr Abwicklungsverlust in Höhe von EUR -23.195.390,07).

Zu 1.3.a) Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb

Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb 2023 Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb 2022
EUR EUR
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Unfallversicherung 183.443,44 287.159,16
Haftpflichtversicherung 35.200.943,93 33.392.757,56
Feuer- und Sachversicherung 54.408.533,85 48.833.634,35
davon:
Feuerversicherung 14.833.169,51 14.087.794,18
Technische Versicherung 20.550.652,48 18.065.726,13
Sonstige Sachversicherung 19.024.711,86 16.680.114,04
Transport und Luftfahrt 7.585.762,11 7.144.446,63
All-Risk-Versicherungen 7.534.693,96 6.380.101,96
Sonstige Versicherungen 62.172,31 111.022,41
Gesamt 104.975.549,60 96.149.122,07
In Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft 29.532.058,14 20.090.686,45
Gesamtes Versicherungsgeschäft 134.507.607,74 116.239.808,52

Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb teilen sich wie in der folgenden Tabelle dargestellt auf:

2023 2022
EUR EUR
Abschlussaufwendungen 72.224.899,69 67.230.294,11
Verwaltungsaufwendungen 62.282.708,05 45.009.514,41
Insgesamt 134.507.607,74 116.239.808,52

Die Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter sowie Personalaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter, Personalaufwendungen 2023 2022
EUR EUR
1. Provisionen jeglicher Art der Versicherungsnehmer im Sinne des 592 HGB für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft 69.344.281,27 58.148.532,93
2. Sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter im Sinne des §92 HGB 0 0
3. Löhne und Gehälter 39.407.185,91 29.529.327,49
4. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 8.664.067,01 6.585.236,35
5. Aufwendungen für Altersversorgung 2.037.634,53 1.892.834,11
6. Aufwendungen insgesamt 119.453.168,72 96.155.930,88

Zu 11.3. Sonstige Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von EUR 6.337.505,45 (Vorjahr EUR 14.560.700,85) setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:

Sonstige Erträge 2023 2022
Umrechnung Fremdwährung 2.462.158,35 12.084.274,50
Führungsprovisionen 2.507.078,34 1.937.175,86
Zinsen auf Bankguthaben 493.148,65 123,33
sonstige Erträge 875.120,11 539.127,16
Gesamt 6.337.505,45 14.560.700,85

Zu II.4. Sonstige Aufwendungen

Die sonstigen Aufwendungen in Höhe von EUR 6.007.992,16 (Vorjahr EUR 13.843.213,97) setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:

Sonstige Aufwendungen 2023 2022
Fremdwährung 2.730.244,20 10.957.632,28
Prüfungs- und BAFIN Gebühren 494.221,54 474.084,01
Rechts- und Steuerberatungskosten 588.316,88 633.212,22
Entwicklungs- und Beratungskosten 904.688,41 877.719,62
Akkreditivgebühren 96.191,88 64.810,13
Sonstige diverse Aufwendungen 1.194.329,24 835.755,71
Gesamt 6.007.992,16 13.843.213,97

Sonstige Angaben

(-=Aufwand) Rückversicherungssaldo 2023 (-=Aufwand) Rückversicherungssaldo 2022 Versicherungstechnisches Ergebnis (f. e. R.) 2023 Versicherungstechnisches Ergebnis (f. e. R.) 2022
EUR EUR EUR EUR
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Unfallversicherung -99.095,73 -231.890,64 44.095,99 -4.664,65
Haftpflichtversicherung 3.507.719,58 49.734.457,51 1.066.572,45 2.603.852,11
Feuer- und Sachversicherung -30.242.630,56 -14.394.353,65 275.361,29 -890.681,14
davon:
Feuerversicherung -4.516.707,35 -25.938.129,77 -3.522.025,51 74.173,79
Technische Versicherung -7.788.664,10 6.555.460,54 2.727.354,69 -1.763.130,41
Sonstige Sachversicherung -17.937.259,11 4.988.315,58 1.070.032,11 798.275,48
Transport und Luftfahrt -11.150.493,75 -17.021.584,65 32.221,81 2.665.832,80
All-Risk-Versicherungen -4.954.602,54 -13.197.946,52 -1.020.443,62 845.872,54
Sonstige Versicherungen -316.568,72 -245.527,29 85.960,59 4.203.708,87
Gesamt -43.255.671,72 4.643.154,76 487.768,51 9.423.920,5:
In Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft -27.781.843,21 20.935.680,27 -1.993.714,58 -6.636.624,0;
Gesamtes Versicherungsgeschäft -71.037.514,93 25.578.835,03 -1.505.946,07 2.787.296,51
Anzahl der mindestens einjährigen Versicherungsverträge 2023 Anzahl der mindestens einjährigen Versicherungsverträge 2022
EUR EUR
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Unfallversicherung 116 142
Haftpflichtversicherung 2.925 3.191
Feuer- und Sachversicherung 12.021 12.077
davon:
Feuerversicherung 2.700 3.632
Technische Versicherung 4.332 3.680
Sonstige Sachversicherung 4.989 4.765
Transport und Luftfahrt 994 971
All-Risk-Versicherungen 571 433
Sonstige Versicherungen 59 52
Gesamt 16.686 16.866
In Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft
Gesamtes Versicherungsgeschäft 16.686 16.866

Der Rückversicherungssaldo ergibt sich aus den verdienten Beiträgen der Rückversicherer sowie den Anteilen der Rückversicherer an den Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle und den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb.

Ergebnisverwendung

Auf Basis des Jahresüberschusses in Höhe von 2.252.402,19 EUR wurden 112.620,11 EUR in die gesetzliche Rücklage eingestellt.

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 6.436.916,90 (Bilanzgewinn Vorjahr EUR 4.297.134,82) auf neue Rechnung vorzutragen.

Haftungsverhältnisse

Die Mitgliedschaft der Gesellschaft bei der Pharma-Rückversicherungsgemeinschaft und der Deutschen Kernreaktor-Versicherungsgemeinschaft führt zu einer Inanspruchnahme entsprechend der Beteiligungsquote, wenn ein anderes Poolmitglied ausfallen sollte.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Für Letter of Credit aus dem Versicherungsgeschäft wurden im Berichtsjahr EUR 68.110,61 (Vorjahr EUR 151.458,21) verpfändet.

Weiterhin bestehen aus Miet- und Leasingverträgen sowie aus IT-Dienstleistungsverträgen Verpflichtungen in Höhe von 22.444.603,05 EUR.

Mitarbeitende

2023 2022
Deutschland 277 265
Vollzeit 211 210
Teilzeit 66 55
Außerhalb Deutschlands 146 137
Vollzeit 134 127
Teilzeit 12 10
Gesamt* 423 402

Organe der Gesellschaft

Die Namen aller Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands sind auf Seite 4 angegeben.

Bezüge der Organe

Im Geschäftsjahr 2023 betrugen die Gesamtbezüge des Vorstands EUR 2.481.567,47 € (Vorjahr EUR 1.649.192,50).

Bezüge ehemaliger Organmitglieder

Im Geschäftsjahr wurden keine Bezüge an ehemalige Vorstände entrichtet.

Für diesen Personenkreis wurden im Geschäftsjahr Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 905.697,00 (Vorjahr EUR 847.443,00) bilanziert.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der MS&AD Insurance Group Holdings Inc. mit Sitz in Tokio, Japan, einbezogen. Die Offenlegung erfolgt am Sitz der Gesellschaft.

Gesamthonorare des Abschlussprüfers

Für das Geschäftsjahr 2023 wurde ein Wechsel des Abschlussprüfers von der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft auf die Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft vollzogen. Insofern entfallen die Vorjahresangaben auf die BDO AG.

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar beträgt EUR 180.624,00 (Vorjahr EUR 173.480,00). Davon entfallen auf die Jahresabschlussprüfung EUR 144.024,00 (Vorjahr EUR 116.280,00), auf die Prüfung der Solvenzbilanz EUR 30.600,00 (Vorjahr EUR 30.600,00), auf andere Bestätigungsleistungen EUR 6.000,00 (Vorjahr EUR 6.000,00) und auf sonstige Leistungen EUR 0,00 (Vorjahr EUR 20.600,00). Es handelt sich dabei um die Netto-Beträge ohne Umsatzsteuer.

Die Mazars GmbH & Co. KG hat den Jahresabschluss, den Abhängigkeitsbericht und die Solvabilitätsübersicht sowie das IFRS Konzernpackage unserer Gesellschaft geprüft. Des Weiteren wurden andere Bestätigungsleistungen im Rahmen von Beitragsmeldungen für ausländische Terror- und Katastrophenpools erbracht.

Weiterhin hat der Abschlussprüfer des Vorjahres, die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, im Geschäftsjahr 2023 einen zusätzlichen Aufwand von EUR 8.290,00 abgerechnet.

Auswirkungen der globalen Mindestbesteuerung OECD Pillar 2

Unser Unternehmen mit insgesamt sechs europäischen Niederlassungen als Tochtergesellschaft unserer japanischen Muttergesellschaft fällt in den Anwendungsbereich der Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung ("Pillar 2"). Die Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung sind mit Wirkung zum 28.12.2023 in Deutschland in Form des Mindeststeuergesetzes ("MinStG") in Kraft getreten. Das MinStG gilt erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 30.12.2023 beginnen, so dass sich für den Jahresabschlusszeitraum 2023 noch keine Mindeststeuerbelastung ergibt. In Vorbereitung auf die Inkraftsetzung dieser Gesetze haben wir umfassende Analysen durchgeführt, um die potenziellen Auswirkungen auf unsere Kapitalgesellschaft zu ermitteln.

Diese vorbereitenden Maßnahmen umfassen die Einschätzung zukünftiger steuerlicher Belastungen und die Anpassung unserer internen Prozesse zur Sicherstellung einer vollumfänglichen Compliance mit den neuen Bestimmungen. Aufgrund der Komplexität der Mindeststeuerregelungen, der offenen gesetzlichen Umsetzung in vielen Jurisdiktionen und der Geschäftsentwicklung können die konkreten quantitativen Auswirkungen der globalen Umsetzung der Mindeststeuerregelungen für das Jahr 2024 nicht verlässlich ermittelt werden. Grundsätzlich rechnen wir auf Basis unsrer aktuellen Einschätzung mit keiner wesentlichen Steuerbelastung durch das MinStG.

 

Köln, den 06. März 2024

Der Vorstand

Klaus M. Przybyla

Dr. Carsten Hoffmann

Patrick Smolka

Dr. Alexander Mahnke

Yuji Uchida

Betriebene Versicherungszweige und -arten

Selbst abgeschlossenes Geschäft

Versicherungszweig Versicherungsarten
All-Risk-Versicherungen Allgefahrenversicherung
Feuerversicherung Feuer-Industrie-Versicherung
Haftpflichtversicherung Atomanlagen-Haftpflichtversicherung
Baugewerbe (einschließlich Architekten und Bauingenieure)
Betriebs- und Berufshaftpflichtversicherung
Feuerhaftungsversicherung
Gewässerschaden-Haftpflichtversicherung
Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung
Industrie- und Handelsbetriebe
Luftfahrt-Haftpflichtversicherung (einschließlich der Luftfrachtführer-Haftpflichtversicherung)
Privathaftpflichtversicherung (einschließlich Sportboot- und Hundehalter-Haftpflichtversicherung)
sonstige Betriebs- und Berufshaftpflichtversicherung
sonstige Haftpflichtversicherung
Strahlen-Haftpflichtversicherung
übrige und nicht aufgegliederte Haftpflichtversicherung
Umwelthaftpflicht-Modell
Verkehrshaftungsversicherung (einschließlich der Speditions- und Rollfuhrversicherung)
Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung
Sonstige Sachversicherung Atomanlagen-Sachversicherung
Ausstellungsversicherung
Feuer-Betriebsunterbrechungs-Versicherung
Reisegepäckversicherung
sonstige Betriebsunterbrechungs-Versicherung
Technische Betriebsunterbrechungs-Versicherung
übrige und nicht aufgegliederte Sachschadenversicherung
Versicherung zusätzlicher Gefahren zur Feuer- bzw. Feuer-Betriebsunterbrechungs-Versicherung (Extended Coverage (EC)-Versicherung)
Vz: Einbruchdiebstahl und Raub(ED)-Versicherung
Vz: Glasversicherung
Vz: Leitungswasser (Lw)-Versicherung
Vz: Sturmversicherung
Vz: Verbundene Hausratversicherung
Vz: Verbundene Wohngebäudeversicherung
Sonstige Versicherungen Produktschutzversicherung
sonstige gemischte Versicherung
sonstige Vermögensschadenversicherung
Technische Versicherung Bauleistungsversicherung
Elektronikversicherung
Garantieverlängerungsversicherung von technischen Geräten
Maschinenversicherung (einschließlich der Baugeräteversicherung)
Montageversicherung
sonstige technische Versicherungen
Transport und Luftfahrt Baurisikoversicherung
Binnensee- und Flussschifffahrts-Kaskoversicherung
Filmversicherung (ohne Kennzahl 29201)
Kriegsrisikoversicherung
Luftfahrzeug-Kaskoversicherung
Raumfahrzeug-Kaskoversicherung
Reiselagerversicherung
Seeschifffahrts-Kaskoversicherung
Sportboot-Kaskoversicherung
Transportgüterversicherung (ohne die Kennzahlen 1923 bis 1926)
übrige und nicht aufgegliederte Luftfahrtversicherung (einschließlich der Raumfahrtversicherung)
übrige und nicht aufgegliederte Transportversicherung (einschließlich Versicherung von Offshore-Risiken)
übrige Warenversicherung
Unfallversicherung Gruppen-Unfallvollversicherung
Probandenversicherung
übrige und nicht aufgegliederte Allgemeine Unfallversicherung
Unfallvollversicherung (ohne Kennzahlen 03102 und 03103)

In Rückdeckung übernommenes Geschäft

Versicherungszweig Versicherungsarten
All-Risk-Versicherungen Allgefahrenversicherung
Feuerversicherung Feuer-Industrie-Versicherung
Haftpflichtversicherung Atomanlagen-Haftpflichtversicherung
Baugewerbe (einschließlich Architekten und Bauingenieure)
Betriebs- und Berufshaftpflichtversicherung
Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung
Industrie- und Handelsbetriebe
sonstige Betriebs- und Berufshaftpflichtversicherung
sonstige Haftpflichtversicherung
übrige und nicht aufgegliederte Haftpflichtversicherung
Umwelthaftpflicht-Modell
Verkehrshaftungsversicherung (einschließlich der Speditions- und Rollfuhrversicherung)
Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung
Sonstige Sachversicherung Feuer-Betriebsunterbrechungs-Versicherung sonstige Betriebsunterbrechungs-Versicherung
Technische Betriebsunterbrechungs-Versicherung
übrige und nicht aufgegliederte Sachschadenversicherung
Versicherung zusätzlicher Gefahren zur Feuer- bzw. Feuer- Betriebsunterbrechungs-Versicherung (Extended Coverage (EC)-Versicherung)
Vz: Einbruchdiebstahl und Raub (ED)-Versicherung
Vz: Verbundene Hausratversicherung
Sonstige Versicherungen sonstige Vermögensschadenversicherung
Technische Versicherung Bauleistungsversicherung
Elektronikversicherung
Garantieverlängerungsversicherung von technischen Geräten
Maschinenversicherung (einschließlich der Baugeräteversicherung)
Montageversicherung
Transport und Luftfahrt Baurisikoversicherung
Kriegsrisikoversicherung
Reiselagerversicherung
übrige und nicht aufgegliederte Transportversicherung (einschließlich Versicherung von Offshore-Risiken)
übrige Warenversicherung
Unfallversicherung Gruppen-Unfallvollversicherung

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die MSIG Insurance Europe AG, Köln

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der MSIG Insurance Europe AG, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MSIG Insurance Europe AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Versicherungsunternehmen geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Art. 10 Abs. 2 Buchst, f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Art. 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Im Folgenden stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

Bewertung der in der Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle enthaltenen Teilschadenrückstellungen für bekannte und unbekannte Versicherungsfälle

Zugehörige Informationen im Abschluss

Im Anhang der Gesellschaft werden im ,Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wiedergegeben.

Sachverhalt und Risiko für die Prüfung

Im Jahresabschluss weist die Gesellschaft "Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle" in Höhe von in Höhe von T€ 1.239.787 brutto (im Folgenden kurz "Brutto-Schadenrückstellungen"; 140,1 % der Bilanzsumme) bzw. netto T€ 410.850 (46,4 % der Bilanzsumme) aus. Hieraus ergibt sich ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögenslage der Gesellschaft.

Die Brutto-Schadenrückstellung teilt sich in verschiedene Teilschadenrückstellungen auf. Die Teilschadenrückstellungen für bekannte und unbekannte Versicherungsfälle betreffen den wesentlichen Teil der Brutto-Schadenrückstellung.

Bei den in den Teilschadenrückstellungen für bekannte und unbekannte Versicherungsfälle ausgewiesenen Verpflichtungen handelt es sich um zu schätzende Werte, deren Schätzung in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft liegt. Die bei der Ermittlung dieser Schätzungen angewendeten Verfahren, Annahmen und Parameter basieren sowohl auf vergangenen als auch auf künftig erwarteten Entwicklungen und beinhalten Ermessensentscheidungen und Unsicherheiten der gesetzlichen Vertreter bei der Bewertung von bekannten sowie bereits eingetretenen, aber erst in der Zukunft bekanntwerdenden Ereignissen. Bei geschätzten Werten besteht deshalb a priori ein erhöhtes Risiko falscher Angaben in der Rechnungslegung.

Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Wir haben die von der Gesellschaft gebildeten Teilrückstellungen für bekannte und unbekannte Versicherungsfälle wie folgt geprüft:

Teilrückstellung für bekannte Versicherungsfälle:

Wir haben das System der Schadenerfassung und -abwicklung, insbesondere hinsichtlich des Bestehens und der Funktionsfähigkeit von internen Kontrollen, die die Vollständigkeit und Richtigkeit der vorzunehmenden Reservierungshöhe sicherstellen sollen, untersucht. Die Auswahl der von uns geprüften Schadenakten in den wesentlichen Versicherungszweigen und -arten erfolgte auf Einzelschadenbasis anhand einer risikoorientierten sowie zufallsbasierten Auswahl. Hierbei wurden Besonderheiten hinsichtlich Schadenhöhe und Abwicklungsergebnissen berücksichtigt. Die Auswahl der geprüften Akten erfolgte nach verschiedenen Kriterien. Grundsätzlich wurden in den einzelnen Versicherungszweigen unter Berücksichtigung unserer Wesentlichkeiten größere Schäden aus dem Geschäftsjahr und aus den Vorjahren geprüft.

Teilrückstellung für unbekannte Spätschäden:

Wir haben das System der Ermittlung der Brutto-Teilschadenrückstellung für unbekannte Versicherungsfälle, insbesondere hinsichtlich des Bestehens und der Funktionsfähigkeit von internen Kontrollen, die die Vollständigkeit und Richtigkeit der vorzunehmenden Reservierungshöhe sicherstellen sollen, untersucht. Wir haben bei der Prüfung der durch mathematisch-statistische Verfahren ermittelten Rückstellungen die enthaltenen Annahmen und Parameter bzw. die in diesem Zusammenhang ausdrücklich oder implizit enthaltenen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft beurteilt. Bei der Beurteilung der Angemessenheit der pauschal zu bewertenden Rückstellungen für unbekannte Spätschäden haben wir die angewendeten Verfahren und die Ausgangsdaten für bewusst risikoorientiert ausgewählte Versicherungszweige bzw. -segmente besonders kritisch geprüft. Dabei haben wir geprüft, ob die für die Berechnungen verwendeten Daten richtig, vollständig und relevant sind und ob diese mit den durch das Rechnungslegungssystem verarbeiteten Daten übereinstimmen.

Des Weiteren haben wir analytische Prüfungshandlungen anhand quantitativer Merkmale und Kennzahlen durchgeführt. Diese Analysen erfolgten zu den unterschiedlichen Versicherungszweigen und -arten auf einem mehrjährigen Vergleich.

Wir haben durch eigene aktuarielle Untersuchungen die Brutto-Schadenrückstellung für bewusst risikoorientiert ausgewählte Segmente bzgl. ihrer jeweiligen Auskömmlichkeit anhand einschlägiger mathematisch-statistischer Verfahren einer zusätzlichen Analyse unterzogen.

Im Rahmen unserer Prüfungen haben wir uns davon überzeugt, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Schätzungen hinsichtlich der Annahmen und Parameter zur Bewertung der in der Brutto- Schadenrückstellung enthaltenen Teilrückstellungen für bekannte und unbekannte Versicherungsfälle begründet und hinreichend dokumentiert sind.

SONSTIGE INFORMATIONEN

Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:

den Bericht des Aufsichtsrats,

die übrigen Teile des Geschäftsberichts mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüften Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Versicherungsunternehmen geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und, sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Art. 10 EU-APrVO

Wir wurden in der Hauptversammlung am 22. Mai 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 10. Oktober 2023 vom Aufsichtsratsvorsitzenden beauftragt. Wir sind seit dem Geschäftsjahr 2023 als Abschlussprüfer der MSIG Insurance Europe AG tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Art. 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Wolfgang Spaar. Stellungnahme zur Lagebeurteilung der gesetzlichen Vertreter

 

Köln, den 07. März 2024

Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Sven Capousek, Wirtschaftsprüfer

Wolfgang Spaar, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der MSIG Insurance Europe AG hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen.

Der Aufsichtsrat wurde durch den Vorstand laufend durch schriftliche und mündliche Vorstandsberichte über die Geschäftsentwicklung sowie wichtige Geschäftsvorgänge entsprechend des § 90 AktG unterrichtet. Darüber hinaus wurden die Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie grundsätzliche Fragen der Geschäftsführung in fünf Sitzungen mit dem Vorstand besprochen. Geschäfte und Maßnahmen des Vorstandes, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedurften, sind in den Sitzungen vor der Beschlussfassung vom Vorstand eingehend erläutert worden.

Der Aufsichtsrat hat mit seinem Beschluss vom 16.05.2022 den Prüfungsausschuss der MSIG Insurance Europe AG gebildet. Der Aufsichtsrat hat als Vorsitzenden Herrn Ulrich Wollschläger und als seinen Stellvertreter Herrn Prof. Stefan Materne bestellt. Beide erfüllen die nach § 100 Abs. 5 AktG erforderlichen Voraussetzungen. Der Prüfungsausschuss übernimmt die ihm nach § 107 Abs. 3 S. 2 AktG zugewiesenen Aufgaben. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat keine ihm obliegenden Aufgaben an den Prüfungsausschuss übertragen. Am 15.05.2023 und am 09.11.2023 hat jeweils eine Sitzung des Prüfungsausschusses stattgefunden. An der ersten Sitzung des Prüfungsausschusses haben Vertreter des Abschlussprüfers BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Köln teilgenommen. In der Sitzung wurde über die Abschlussprüfung und die Überwachung der Qualität der Abschlussprüfung vorgetragen. Daneben wurden Fragen zu den durch die Inflation bedingten Herausforderungen für die Schadenreservierung besprochen, sowie das Auswahlverfahren zur Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023. In der zweiten Sitzung hat sich der Prüfungsausschuss intensiv mit der Internen Revision, dem Internen Kontrollsystem, dem Risikomanagement und dem Compliance Management System befasst. Zudem wurde durch den Leiter Risikomanagement und den Leiter IT über die VAIT und deren interne Umsetzung berichtet.

Im vergangenen Jahr hat es im Aufsichtsrat Veränderungen gegeben. Herr Shugo Suzuki hat sein Mandat im Aufsichtsrat der MSIG Insurance Europe AG zum 29.03.2023 niedergelegt. Als Nachfolger wurde Herr Nobuhiro Terao mit Wirkung zum 29.03.2023 zum Mitglied des Aufsichtsrats gewählt.

Der vom Vorstand erstellte Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers hierzu lagen vor und wurden überprüft. Der Abschlussprüfer hat dem Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1.

die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2.

bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Der Aufsichtsrat schließt sich dieser Beurteilung an. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die Erklärungen des Vorstands am Schluss des Berichtes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erhoben.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht für das Jahr 2023 sind durch die Mazars GmbH & Co. KG in Köln, geprüft worden. Die Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Der mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Prüfungsbericht sowie der Jahresabschluss und der Lagebericht wurden in der Bilanzsitzung des Prüfungsausschusses, an der auch der Wirtschaftsprüfer teilgenommen hat, abschließend erörtert. Es waren keine Einwendungen zu erheben.

Der Jahresabschluss wird vom Aufsichtsrat gebilligt; er ist damit festgestellt.

Wir danken dem Vorstand und allen Mitarbeitenden für ihre Leistungen und ihren tatkräftigen Einsatz.

 

Köln, den 27. März 2024

Der Aufsichtsrat

Akihiko Ikeno

Prof. Stefan Materne

Ulrich Heinz Wollschläger

Nobuhiro Terao

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