CFL Cargo Deutschland GmbH

Am Innenhafen 8, 47059 Duisburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Duisburg HRB 37506
Vorher
neg norddeutsche eisenbahngesellschaft mbH
Eingetragen
11.7.2006
Branche
Betrieb von Verkehrswegen für SchienenfahrzeugeGüterbeförderung im SchienenverkehrVermietung von Schienenfahrzeugen
Gegenstand
Die Gesellschaft ist auf dem Gebiet des Güter- und Personenverkehrs, vor allem als Eisenbahninfrastrukturunternehmen tätig. Sie kann ihre Geschäftstätigkeit insbesondere ausüben durch - Planen, Bauen und Betreiben einer eigenen Eisenbahninfrastruktur, - Planen, Bauen und Betreiben fremder Eisenbahninfrastrukturen, - Betreiben von Güter-, Personennah- und fernverkehr auf eigener und fremder Infrastruktur, auch in Gleisanschlüssen, - Gestellen von Traktionsleistungen und Fahrpersonal, -Betreiben von Zu- und Abbringerdiensten auf der Straße, -Gestellen von Lade- /Lösch-/ Umschlag- und Logistikleistungen, - Erbringen aller sonstigen dem Güter- und Personenverkehr dienenden Serviceleistungen und Vornehmen aller sonstigen Geschäfte, die mit den genannten Geschäften zusammenhängen oder geeignet sind, diese zu fördern, -Betreiben von Verkehrsconsulting und Marktforschung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Rene Templin
seit 13.11.2025
Geschäftsführer
Frank John
seit 13.11.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
CFL CARGO S.A.LUX
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

CFL CARGO S.A.
Luxembourg
2.251.200 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

CFL Cargo Deutschland GmbH

Niebüll

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die CFL Cargo Deutschland GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der CFL Cargo Deutschland GmbH, Niebüll - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CFL Cargo Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 13. Juni 2022

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Klimmer, Wirtschaftsprüfer

Berg, Wirtschaftsprüferin

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 85.602,00 75.541,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 4,00 4,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 88.112,00 135.010,00
88.116,00 135.014,00
173.718,00 210.555,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Unfertige Leistungen 70.444,00 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.847.011,75 1.998.310,36
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.566.083,02 483.284,94
3. Sonstige Vermögensgegenstände 517.234,48 632.172,48
3.930.329,25 3.113.767,78
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 6.488.340,37 2.744.401,19
10.489.113,62 5.858.168,97
C. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 11.533,85 539,00
10.674.365,47 6.069.262,97

Passiva

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.251.200,00 2.251.200,00
II. Kapitalrücklage 3.000.000,00 3.000.000,00
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 877.752,16 877.752,16
IV. Verlustvortrag -2.206.042,47 -1.718.802,76
V. Jahresüberschuss (Vj. Jahresfehlbetrag) 2.773.386,16 -487.239,71
6.696.295,85 3.922.909,69
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 584.423,82 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 2.682.618,75 1.444.204,15
3.267.042,57 1.444.204,15
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 457.422,33 528.246,58
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 125.353,46 139.383,19
3. Sonstige Verbindlichkeiten 128.251,26 34.519,36
davon aus Steuern EUR 34.126,80 (Vj. EUR 36.562,73)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 3.169,15 (Vj. EUR -6.099,10)
711.027,05 702.149,13
10.674.365,47 6.069.262,97

Gewinn- und Verlustrechnung für 2021

2021 2020
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 31.346.692,57 29.677.391,77
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an unfertigen Leistungen 70.444,00 0,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 3.001.303,86 652.388,49
34.418.440,43 30.329.780,26
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 4.570.977,58 4.354.657,95
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 15.621.756,61 17.560.554,12
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.452.527,49 3.176.253,91
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 801.847,69 781.150,93
davon für Altersversorgung EUR 70.427,36 (Vj. EUR 144.844,76)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 69.595,91 75.950,46
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.924.566,80 4.951.236,53
30.441.272,08 30.899.803,90
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 0,41
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 15.298,87 152,54
-15.298,87 -152,13
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.184.723,52 -91.581,80
11. Ergebnis nach Steuern 2.777.145,96 -478.593,97
12. Sonstige Steuern 3.759,80 8.645,74
13. Jahresüberschuss (Vj. Jahresfehlbetrag) 2.773.386,16 -487.239,71

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

1. Allgemeines

Die Gesellschaft ist unter der Firma CFL Cargo Deutschland GmbH mit Sitz in Niebüll im Handelsregister des Amtsgerichts Flensburg unter der Nummer HRB 6229 FL eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes erstellt.

Bei unserer Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Fremdwährungsumrechnung

Bilanzierungs- und Bewertungsänderungen im Vergleich zum Vorjahr haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht ergeben.

Das Anlagevermögen wird zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verrechnung linearer Abschreibungen bewertet. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu € 250 werden im Jahr des Zugangs als Betriebskosten erfasst. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihren Nominalwerten erfasst; für allgemeine Ausfallrisiken der Lieferungs- und Leistungsforderungen besteht eine Pauschalwertberichtigung.

Die liquiden Mittel sind mit ihrem Nennwert bewertet worden.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste und werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

3. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahrs im Anlagenspiegel dargestellt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Es bestehen T€ 1.494 (Vorjahr: T€ 382) Forderungen gegenüber der Gesellschafterin.

Die gesamten Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 711 (Vorjahr: T€ 702) haben eine vereinbarte Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 227 (Vorjahr: T€ 518) und außergewöhnliche Erträge aus der rückwirkenden Trassenpreisförderung in Höhe von T€ 2.551.

Die Aufwendungen für Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe entstehen fast ausschließlich aus dem Energieverbrauch T€ 4.569 (Vorjahr: T€ 4.284).

Der Materialaufwand enthält periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 18 (Vorjahr: T€ 21).

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die größten Posten Personalfremdleistungen T€ 2.674 (Vorjahr: 2.031), sonstige Dienst- und Fremdleistungen EU T€ 921 (Vorjahr: 910), Wagenmeisterleistungen T€ 588 (Vorjahr: T€ 632) sowie Übernachtungsaufwand T€ 508 (Vorjahr: T€ 356) und Reisekosten T€ 212 (Vorjahr: T€ 154).

Das Honorar für den Abschlussprüfer in 2021 teilt sich auf in EEG-Antragsprüfung T€ 8 (Vorjahr: T€ 8), KWKG-Antragsprüfung T€ 2 (Vorjahr: T€ 2) und Jahresabschlussprüfung T€ 14 (Vorjahr: T€ 6).

4. Sonstige Angaben

Geschäftsführer im abgelaufenen Geschäftsjahr bzw. im Aufstellungszeitraum des Jahresabschlusses war:

Herr Lars Gehrke (bis 30. Juni 2021), Kaufmann

Herr Christopher Paul Hodgson (vom 1. Juli 2021 bis zum 2. Januar 2022), Kaufmann

Herr Jan Bach (ab 3. Januar 2022), Diplom Handelslehrer

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung (§ 285 Nr. 9 a HGB) ist unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB unterblieben.

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug:

Vollzeit: 64
Teilzeit: 5
Auszubildende: 4

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen bestehen in folgender Höhe:

TEUR
Fällig 2022 6.258
Fällig 2023 und später 2.007
8.265

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 8.036 (Vorjahr: T€ 6.224) gegenüber verbundenen Unternehmen.

Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen mit nahestehenden Personen oder verbundenen Unternehmen wurden nicht durchgeführt.

Die sonstigen Rückstellungen ergeben sich hauptsächlich aus den Rückstellungen für Fremdleistungen in Höhe von T€ 2.441 (Vorjahr: T€ 1.144) und Rückstellungen für Überstunden in Höhe von T€ 95 (Vorjahr: T€ 174). Sie haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Gesellschaft gehört über ihre Gesellschafterin, die CFL Cargo S.A., 100, Z.A.E. Wolser E, Luxemburg - 3437 Dudelange, zur CFL Gruppe unter der obersten Muttergesellschaft Société Nationale des Chemins de Fer Luxembourgeois S.A., Luxemburg, und wird in den von dieser Gesellschaft für den größten Kreis verbundener Unternehmen aufgestellten Konzernabschluss einbezogen. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Société Nationale des Chemins de Fer Luxembourgeois, Sitz 9, Place de la Gare, L-1616 Luxemburg einsehbar. In weitere Konzernabschlüsse wird die Gesellschaft nicht einbezogen.

5. Nachtragsbericht

Der Ukraine-Krieg ist ein Vorgang von besonderer Bedeutung. Die Auswirkungen sind im Lagebericht unter Punkt 4.1 Chancen und Risiken und unter Punkt 4.2 Ausblick beschrieben.

Die Corona Pandemie zeigt ihre Auswirkungen bis ins 2. Quartal 2022. Es ist aber kein Bestandsrisiko zu erkennen.

 

Niebüll, den 9. Juni 2022

CFL Cargo Deutschland GmbH

Jan Bach

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am Stand am
01.01.2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 212.332,57 6.245,00 0,00 27.800,00 246.377,57
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 478.570,50 0,00 0,00 0,00 478.570,50
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 490.925,66 26.513,91 0,00 -27.800,00 489.639,57
969.496,16 26.513,91 0,00 -27.800,00 968.210,07
1.181.828,73 32.758,91 0,00 0,00 1.214.587,64
kumulierte Abschreibungen
Stand am Stand am
01.01.2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 136.791,57 21.229,00 0,00 2.755,00 160.775,57
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 478.566,50 0,00 0,00 0,00 478.566,50
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 355.915,66 48.366,91 0,00 -2.755,00 401.527,57
834.482,16 48.366,91 0,00 -2.755,00 880.094,07
971.273,73 69.595,91 0,00 0,00 1.040.869,64
Nettobuchwerte
Stand am
31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 85.602,00 75.541,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 4,00 4,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 88.112,00 135.010,00
88.116,00 135.014,00
173.718,00 210.555,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

1. Grundlagen des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens sind Beförderungsleistungen im nationalen und internationalen Schienengüterverkehr.

Die Gesellschaft gehört über ihre Gesellschafterin, die CFL Cargo S.A., 100, Z.A.E. Wolser E, Luxemburg - 3437 Dudelange, zur CFL Gruppe unter der obersten Muttergesellschaft Société Nationale des Chemins de Fer Luxembourgeois S.A., Luxemburg.

2. Darstellung des Geschäftsverlaufes und Rahmenbedingungen

2.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft in Deutschland 2021

Die konjunkturelle Entwicklung war auch im Jahr 2021 stark abhängig von der Corona-Pandemie. Trotz der andauernden Pandemiesituation hat sich die Wirtschaft nach dem Einbruch im Vorjahr erholt. Das preisbereinigte BIP war im Jahr 2021 um 2,9% höher als im Jahr 2020.

2.2 Entwicklung der Branche im abgelaufenen Geschäftsjahr

Nach dem pandemiebedingten Rückgang der Wirtschaftsleistung 2020 kehrte die Weltwirtschaft 2021 wieder auf einen Wachstumspfad zurück. Gleichwohl erlitt die konjunkturelle Erholung in den letzten Wochen des Jahres 2021 einige Dämpfer infolge der politischen Lage und der damit gestiegenen Energiepreise.

3. Darstellung der Lage

3.1 Ertragslage

Trotz Pandemieauswirkungen konnte der Gesamtumsatz von T€ 29.677 aus dem Jahr 2020 auf T€ 31.347 in 2021 (+5,6%) gesteigert werden. Diese resultieren hauptsächlich aus den zusätzlichen Verkehren (nicht budgetiert) ROGESA und Buna-WOI mit T€ 1.705.

Das erste Quartal des Geschäftsjahres 2021 zeigte eine negative Entwicklung (Umsatz I. Quartal 2021: T€ 7.482; Budget I. Quartal 2021: T€ 8.104). Im Schnitt lag der Umsatz im ersten Quartal um ca. 8% unter den budgetierten Annahmen. Das resultiert hauptsächlich aus dem verspäteten Start des Poznan-Verkehrs im 3. Quartal und der Corona Pandemie. Der Gesamtumsatz des Geschäftsjahres 2021 übertraf mit T€ 31.349 (Prognose I-IV T€ 30.000) das budgetierte Niveau um 5%. Das Ergebnis von T€ 2.773 übertraf die Prognose von T€ -300 um T€ 3.073 aufgrund der rückwirkenden Trassenpreisförderung.

Obwohl der Umsatz in 2021 zu 2020 gestiegen ist konnte der Materialaufwand verringert werden. Dies kommt hauptsächlich durch die rückwirkende Trassenpreisförderung zustande.

Personalkosten stiegen um T€ 297 auf T€ 4.254 (T€ 3.957), was vor allem auf den Bereich der Triebfahrzeugführer und dem erwartet höheren Transportaufkommen zurückzuführen ist.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von 2020 (T€ 4.951) auf 2021 (T€ 5.925) um T€ 974 gestiegen. Zum größten Teil resultiert diese Veränderung aus der Erhöhung der Personal-Fremdleistungen um T€ 642 und der Reisekosten um T€ 209, bedingt durch die Umsatzsteigerung.

In Bezug auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie wurden seitens der CFL cargo Deutschland GmbH mehrere Maßnahmen zur unterjährigen Kostenreduzierung eingeleitet. In Verbindung mit der ergänzenden rückwirkenden Trassenpreisförderung der Leistungsmonate März 2020 bis Mai 2021 i. H. v. T€ 4.139 hat sich das Ergebnis von T€ -487 in 2020 auf T€ 2.773 in 2021 verändert.

3.2 Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzrelationen sind gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen stabil. Die Vermögenslage der Gesellschaft ist durch Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände von T€ 3.930 (Vj.: T€ 3.114) sowie liquide Mittel von T€ 6.488 (Vj.: T€ 2.744), die zusammen 98,3% der Bilanzsumme ausmachen, geprägt. Dem stehen auf der Passivseite Eigenkapital von T€ 6.696 (Vj.: T€ 3.923), Rückstellungen von T€ 3.267 (Vj.: T€ 1.444) sowie kurzfristige Verbindlichkeiten von T€ 711 (Vj.: T€ 702) gegenüber. Die Eigenkapitalquote ist mit 63% sehr gut und sorgt für Stabilität.

Das Fremdkapital ist ausschließlich mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr kurzfristig. Durch die hohe Liquidität (T€ 6.488) ist sichergestellt, dass die Verbindlichkeiten jederzeit bei Fälligkeit beglichen werden können.

Es gibt neben den im Anhang unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen angeführten Mieten (Lokmieten, Büromieten) keine weiteren außerbilanziellen Verpflichtungen.

Die CFL cargo Deutschland GmbH hat keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Finanzierungsmaßnahmen sind momentan nicht geplant.

Die Investitionen im Jahr 2021 waren auf einem geringen Niveau. Sie fanden hauptsächlich im Bereich der digitalen Infrastruktur statt, um das mobile Arbeiten noch zu verbessern. Das Gesamtvolumen der Investitionen betrug ca. T€ 33.

4. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

4.1 Chancen und Risiken

Die Risiken werden regelmäßig überwacht und bewertet. Die Gesellschaft ist insbesondere Kunden- und Kreditrisiken, Equipmentrisiken, Umweltrisiken und Kosten- und Umsatzrisiken ausgesetzt.

Zu den Kundenrisiken zählt die Gesellschaft den Umsatzverlust durch Wegfall von Großgeschäften, den Forderungsverlust durch Insolvenz eines Großkunden und ein daraus entstehendes Kreditrisiko, die Aufwendungen für vorzeitige Vertragsauflösungen sowie erhebliche Umsatzverluste aufgrund negativer Berichterstattung der Presse. Durch Qualitätsmanagement regelmäßige Personalschulung und Sensibilisierung ist die Eintrittswahrscheinlichkeit solcher Risiken gering. Kreditrisiken durch Forderungsausfälle, wenn Kunden möglicherweise ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen, werden durch ein umfassendes Debitorenmanagement minimiert. Dieses umfasst die permanente Bonitätsanalyse des Kundenportfolios im Rahmen routinemäßiger Prüfungen sowie ein detailliertes Forderungsmanagement. Existenzbedrohende Risiken können somit weitgehend eliminiert werden. Ein granulares Kundenportfolio sorgt zudem für die Eliminierung von sogenannten Klumpenrisiken.

Als Risiken sind weiterhin der Fachkräftemangel in der Branche und die schwankenden Transportvolumen auf Grund der Pandemie zu betrachten.

Equipmentrisiken werden weitestgehend durch die Anmietung von Fahrzeugen von verbundenen Unternehmen minimiert.

Umweltrisiken werden durch ein entsprechendes Qualitätsmanagement reduziert. Die Kosten- und Umsatzrisiken sowie die Chancen werden wir folgt eingeschätzt.

Energie

Chancen:

In Reaktion auf den Preisanstieg beim Bahnstrom hat die CFL sich entschlossen, die Mehrkosten mittels der Aufnahme einer dynamischen Energiepreisklausel in den Verträgen an die Kunden weiterzureichen. In dem Maße, wie diese von den Kunden akzeptiert wird, kann es gelingen, die Kostensteigerungen zu kompensieren.

Von den Preiserhöhungen bei Energieträgern sind auch andere Verkehrsträger betroffen. So sind auch beim LKW-Transport für Diesel erhebliche Preissteigerungen festzustellen, welche - im Zusammenspiel mit dem zunehmenden Mangel an LKW-Fahrern - keinen zusätzlichen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Risiken:

Bei den erhöhten Energiepreisen besteht das Risiko, dass einige Kunden die dynamischen Energiepreisklauseln nicht akzeptieren bzw. Wettbewerber sich langfristig zu besseren Konditionen mit Bahnstrom eingedeckt haben, so dass die CFL weniger wettbewerbsfähig ist und Aufträge verliert.

Neben dem kriegsbedingten kurzfristigen Anstieg der Energiepreise spielen weitere Faktoren eine Rolle, die vermuten lassen, dass die Energiepreise auf einem höheren Niveau verharren, als in den Vorjahren. Die mit dem Energieboykott gegenüber Russland einhergehende forcierte Umgestaltung des Energiemix und die Diversifizierung der Bezugsquellen für fossile Energieträger werden preistreibend wirken. Zusätzlich sind zu Beginn des ersten Halbjahrs 2022 knapp 30% der französischen AKWs reparatur- oder wartungsbedingt vom Netz, was Auswirkungen auf die Preisfindung am Strommarkt hat.

Löhne und Gehälter

Chancen:

Die Lohnabschlüsse mit beiden Tarifpartnern der CFL cargo Deutschland wurden frühzeitig im Jahr 2022 geschlossen, so dass diese - angesichts der sich im weiteren Jahresverlauf weiter zu steigen scheinenden Preisentwicklung - noch verhältnismäßig moderat ausfallen.

Mit den Tarifabschlüssen verbunden ist eine Neuverhandlung verschiedener Betriebsvereinbarungen. Dabei werden organisatorische Optimierungen angestrebt, die dazu beitragen sollen, die effektiven Stückkosten zu senken.

Risiken:

Durch Lohnabschlüsse, die höher ausfallen als im Budget angenommenen, kann es zu unvorhergesehenen Mehrbelastungen kommen.

Umsatz

Risiken

Vor dem Kriegsausbruch in der Ukraine stieg die Industrieproduktion in 01/2022 um 1,8%, allerdings zeichnet sich seit dem 24.02.2022 eine Stagnation des Welthandels ab.

Für die Logistikbranche bringt die Ukrainekrise konkrete Konsequenzen mit sich, deren Auswirkungen von der Dauer und Intensität des Konfliktes und des damit im Zusammenhang stehenden Embargos gegenüber Russland und Belarus abhängig sind.

Einerseits besteht die Möglichkeit, dass es zu einer Unterbrechung von traditionellen Transportrouten für die eurasischen (Bahn-)Verkehre kommt und neue, Russland und Belarus umgehende Transportkorridore genutzt werden (z.B. südlich über das Kaspische und Schwarze Meer). Dies kann in der EU zu einer Verlagerung der China-Verkehre von der Ost-West-Achse zur Süd-Ost-Achse führen.

Der Anstieg der Rohstoffpreise kann Auswirkungen auf die Stahlproduktion in Europa haben. Da die CFL im erheblichen Umfang Energieträger für die Stahlindustrie transportiert, kann es hier - in Abhängigkeit von der Entwicklung der Stahlproduktion - zu Schwankungen im Transportaufkommen kommen.

Chancen

Andererseits zeichnet sich ab, dass es im Zuge des Embargos zu Veränderungen hinsichtlich des Energiemix und der Abhängigkeit von russischen Energieträgern kommen wird. Derartige Veränderungen werden auch Einfluss auf die Transportlogistik für diese Energieträger haben. Zumindest kurzfristig ist der Bahntransport die einzige Möglichkeit, traditionelle Verarbeitungsstätten (z.B. Erdöl für pipeline-gebundene Raffinerien) mit Energieträgern aus neuen Bezugsquellen zu versorgen.

Zudem macht auch ein angedachter Einstieg in die Nutzung von LNG-Gas und die damit einhergehende Nutzung neuer Anlieferungsinfrastrukturen einen Bahntransport nötig, zumindest bis zum Bau entsprechender Leitungssysteme.

Die aus der Blockade der ukrainischen Schwarzmeerhäfen resultierende Suche nach alternativen Transportoptionen für landwirtschaftliche Produkte aus Osteuropa im Q2 und Q3/2022 verspricht ein zusätzliches Transportaufkommen auf Strecken, die CFL cargo Deutschland schon heute nutzt.

Die CFL-Gruppe plant im Jahr 2022 eine Intensivierung des Programms Connexion sowie innerhalb der CFL cargo Deutschland eine operative Umstrukturierung. Beide Projekte haben zum Ziel, insbesondere die grenzüberschreitenden Transporte effektiver zu gestalten und somit auf die sich ergebenen aktuellen Entwicklungen vorbereitet zu sein.

Die Gesellschaft ist in das Risikomanagementsystem der obersten Muttergesellschaft Société Nationale des Chemins de Fer Luxembourgeois S.A., Luxemburg, einbezogen.

Bestandsgefährdende Risiken sind nicht erkennbar.

4.2 Ausblick

Gesamtwirtschaftlicher Ausblick

Nach dem pandemiebedingten Rückgang der Wirtschaftsleistung 2020 kehrte die Weltwirtschaft 2021 wieder auf einen Wachstumspfad zurück. Gleichwohl erlitt die konjunkturelle Erholung in den letzten Wochen des Jahres 2021 und den ersten Wochen des Jahres 2022 einige Dämpfer, so dass sich die Ausgangslage für das Jahr 2022 eingetrübt hat und von Unsicherheit getragen ist.

Das anhaltende Infektionsgeschehen und Lieferengpässe werden auch 2022 die gesamtwirtschaftlichen Aktivitäten bremsen - wobei der Verlauf dieser Entwicklungen im Jahresverlauf unbestimmt ist. Während man in Deutschland und der EU zunehmend mit auch hohen Infektionszahlen umzugehen weiß, erweist sich die Null-COVID-Politik Chinas und der damit verbundene Lockdown großer Wirtschaftszentren als einschränkend für die wirtschaftlichen Aktivitäten.

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine und die damit verbundenen wirtschaftlichen Auswirkungen stellt einen weiteren Unsicherheitsfaktor für die wirtschaftliche Entwicklung 2022 dar. Die Bundesregierung sieht angesichts der Folgen des Ukrainekriegs deutliche Risiken für die Konjunktur in Deutschland. Sie rechnet nur noch mit einem Wachstum des BIPs für 2022 von 2,2% (gegenüber ursprünglich prognostizierten 3,6%) und für 2023 ein Wachstum von 2,5%.

Neben den wachstumshemmenden Auswirkungen des Krieges hat dieser auch deutlichen Einfluss auf die Entwicklung der Verbraucherpreise. Für 2022 wird mit einer Inflationsrate von 6,1% gerechnet, für 2023 mit 2,8%.

Diese Preisentwicklung hat direkte und indirekte Auswirkungen auf die Kostensituation der CFL cargo Deutschland.

Angeheizt wird die Inflationsrate von massiv gestiegenen Energiepreisen. Die Preise für Traktionsenergie sind in den letzten Monaten deutlich gestiegen, was die Transportkosten signifikant erhöht.

Indirekte Auswirkungen der Preisentwicklungen sind die allgemein gestiegenen Kosten für Dienstleistungen und die Internalisierung dieser Inflationsraten in die Tarifabschlüsse.

Branchenspezifischer Ausblick

Im Eisenbahnverkehr stehen trotz des unsicheren Umfeldes die Signale im Jahr 2022 weiterhin auf Grün. Weder bei den Leitdaten noch beim Verkehr selbst ist der Aufholprozess abgeschlossen. Der Kombinierte Verkehr wird von dem Wachstum des BIP und der Industrieproduktion sowie der hohen Dynamik des deutschen Außenhandels spürbar angeregt. Die Branche geht davon aus, dass er im laufenden Jahr kaum an Tempo verlieren und ein Plus um gut 5 % bzw. knapp 6 % verbuchen kann.

Für Massenguttransporte ging die Branche zum Jahresbeginn davon aus, dass sich der außerordentlich klare Anstieg des Vorjahres nicht wiederholen wird. Diese Einschätzung antizipierte jedoch noch nicht die Auswirkungen des russischen Krieges in der Ukraine und dessen Auswirkungen auf die Struktur der Transporte.

Die Stahlproduktion wird voraussichtlich noch zunehmen, aber spürbar schwächer als 2021. Der Kohleabsatz sollte wieder auf den rückläufigen Trend einschwenken, wobei das Kohleembargo gegenüber Russland zu einer Veränderung der Transportstruktur führen wird- weg von Ost-West-Verkehren hin zu Verkehren zwischen Häfen und Kraftwerksstandorten. Eine mögliche Substitution von Öl- und Gas durch Kohle kann die Nachfrage und damit das Transportaufkommen kurzfristig steigern.

Bei den Mineralölproduktentransporten ist ein positiver Basiseffekt auf den preisbedingten Einbruch im laufenden Jahr zu erwarten. Dieser dürfte durch die Lockerung der pandemischen Restriktionen und den andauernden Recovery-Effekt bedingt sein. Zudem ist zu erwarten, dass die Veränderungen in der Bezugsstruktur für Erdöl diesem Marktsegment temporär Auftrieb geben werden.

Insgesamt ergeben sich daraus im kommenden Jahr Zuwachsraten von 4,2 % (Aufkommen) bzw. 4,8 % (Leistung). Dabei wird für die Güterabteilung B2 Kohle, Rohöl, Erdgas ein Rückgang von ca. 4% erwartet, allerdings geschätzt vor dem Beginn des russischen Krieges und der damit verbundenen Effekte für den Bahnsektor. Für die CFL cargo Deutschland ebenfalls maßgebliche Güterabteilung B3 Erze, Steine/Erden, Bergbau wird ein Wachstum um 2-3% prognostiziert. Noch stärkeres Wachstum wird für die Güterabteilung B5 Kokerei- u. Mineralölerzeugnisse vorhergesagt - ca. 8%. Die Güterabteilung B7 Metalle u. Metallerzeugnisse soll um 3-4% wachsen.

Das Wachstum des Eisenbahnmarktes soll sich wie folgt auf die Hauptverkehrsverbindungen aufteilen: Binnenverkehr: 5%, grenzüberschreitender Empfang: 4,6%, grenzüberschreitender Versand: 4,1%, Durchgangsverkehr: 5,5%.

Entwicklung 2022

Das erste Quartal 2022 verlief vom Umsatz her leicht über dem Budget, was insbesondere dadurch bedingt war, dass ein im Budget auslaufender Verkehr später als geplant abgegeben wurde sowie die anfänglichen Recovery-Effekte im Zuge der Corona-Pandemie.

Bezüglich des weiteren Umsatzausblicks für Q2-4/2022 ist eine stabile Prognose nicht möglich, da die aktuelle Lage des Ukraine-Krieges, die Lockdown-Politik in China und anhaltenden Diskussionen über den Umbau des deutschen und europäischen Energiesektors uneinheitliche Veränderungen in der Transportentwicklung erwarten lassen.

Mit Blick auf das Gesamtergebnis zeichnet sich im 1. Quartal 2022 ab, dass die Übernahme des Tarifvertrags der GdL und der damit ausgehandelten Betriebsvereinbarungen negativen Einfluss auf das Betriebsergebnis haben. Dieser Entwicklung entgegenwirkend haben Geschäftsführung und Betriebsrat vereinbart, die Betriebsvereinbarungen aufzuheben und neu zu verhandeln. Dadurch wird im zweiten Halbjahr eine Stabilisierung der Quartalsergebnisse auf budgetierten Niveau erwartet.

Nach dem Ablauf der ersten 4 Monate des Jahres 2022 ist zu erwarten, dass der Verlust aus der operativen Tätigkeit mit ca. 2 Mio. Euro größer sein wird, als ursprünglich geplant (mit ca. 900 Tsd. Euro).

Gründe hierfür sind die Auswirkungen der Umsetzung von Betriebsvereinbarungen, die im Jahr 2021 für das Jahr 2022 abgeschlossen wurden, deren Regelungen das operative Geschäft deutlich erschweren und zu einer signifikant niedrigeren Effektivität der Nutzung der Personalressourcen führen. Bei relativ konstantem Auftragsvolumen führte dies zu einer vermehrten Fremdvergabe von Leistungen, was sich deutlich nachteilig auf die Monatsergebnisse auswirkte.

Die Geschäftsführung steuert dieser Entwicklung entgegen durch eine Neugestaltung der Dienstgestaltung der Lokführer und Schaffung von Regionalteams. Die Implementierung dieses neuen Modells ist zum 01.07.2022 geplant und erste Effekte werden im vierten Quartal 2022 erwartet.

 

Niebüll, 9. Juni 2022

CFL Cargo Deutschland GmbH

Jan Bach

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