Stammdaten

Register
Amtsgericht Wittlich HRB 40331
Vorher
BF - Werkzeug und Komponenten GmbH
Eingetragen
8.3.2006
Branche
Herstellung von GesenkschmiedeteilenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Industrieerzeugnissen aller Art, insbesondere von Gesenkschmiedeteilen, maschienell gefertigten Komponenten, Werkzeugen und verwandten Produkten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Kater
seit 14.8.2025
Prokura
Christoph Steffens
seit 14.8.2025
Prokura
Yusuf Yoldas
seit 17.2.2025
Prokura
Stefan Bietz
seit 30.7.2024
Prokura
Jens Dr. Ludmann
seit 9.9.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Bharat Forge LimitedIND
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
50.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bharat Forge Daun GmbH

Daun

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Unternehmenszweck, der Bharat Forge Daun GmbH (BF DAUN) mit Standort in Daun, Rheinland-Pfalz, ist die Erstellung und Reparatur von Schmiedewerkzeugen sowie die Erstellung sonstiger Vorrichtungen. Zusätzlich erfolgt die mechanische Bearbeitung von Schmiedeteilen. Ca. 72% des Umsatzes wurden im Berichtsjahr mit der Bharat Forge CDP GmbH (BF CDP) für die Herstellung von Werkzeugen und die mechanische Bearbeitung von Schmiedeteilen erzielt. Mit der Bharat Forge Aluminiumtechnik GmbH (BF AT) wurden rd. 23% der Umsätze erzielt. Mit der BF CDP besteht ein Gewinnabführungsvertrag.

Die BF CDP als Muttergesellschaft produziert am Standort Ennepetal, Nordrhein-Westfalen, Gesenkschmiedeteile aus Stahl und seit 2019 aus Aluminium für die internationale Automobil- und Bahnindustrie. Zu den Kunden gehören alle namhaften internationalen NKW- und PKW-Hersteller sowie internationale Bahnkunden.

Schwerpunkt mit ca. 59% (v. Gesamtumsatz € 140 Mio.) Umsatzanteil ist der NKW-Bereich mit Achsschenkeln und Kolben, gefolgt mit ca. 30% vom PKW-Bereich mit Kurbelwellen und Fahrwerksteilen, dem Bereich Bahn mit ca. 5% und Sonstigem mit ca. 6%.

1.2 Forschung und Entwicklung

Die BF DAUN betreibt keine eigene Forschung oder Entwicklung. Die enge Zusammenarbeit mit der BF CDP und technischen Entwicklungsbüros zur Optimierung von Prozessen und der Anwendung von neuen Technologien wurde fortgeführt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach dem soliden Wachstum des BIP in der EU im Nachlauf der Corona-Krise, sank es laut Europäischer Kommission in 2023 auf 0,4% ab. Die Inflationsrate betrug 6,4% und lag damit unter dem Vorjahr, was u.a. durch den raschen Rückgang der Endkundenpreise für Energie im Laufe des Jahres bedingt war. In Deutschland ging die Wirtschaftsleistung hingegen um 0,3% zurück, bei einer Inflationsrate von 6%.

Für das Jahr 2024 prognostiziert die EU-Kommission für die EU ein Wachstum von 1% bei einer weiter sinkenden Inflationsrate von 2,7%. Für Deutschland wird lediglich ein Wachstum von 0,1% erwartet (Inflationsrate 2,4%).

Das Jahr 2025 wird mit einem Wachstum in der EU von 1,6% wieder optimistischer gesehen. Die Inflationsrate soll weiter auf 2,2% sinken. Diese Sicht trifft auch auf die deutsche Wirtschaft zu. Das Wachstum wird mit 1% erwartet, die Inflationsrate soll auf 2% sinken.

Der Automobilsektor trug in 2023 positiv zur wirtschaftlichen Entwicklung innerhalb der EU bei. Laut ACEA legte die Anzahl der Kfz-Neuzulassungen gegenüber 2022 um 13,9% zu. In Deutschland stiegen die Neuzulassungen unterdurchschnittlich um 7,3%.

Eine ähnliche Entwicklung beobachtet ACEA auch im Nutzfahrzeugbereich. Die Neuzulassungen legten in der EU gut zu: Kleintransporter +14,6%, LKWs +16,3% und Busse +19,4%. Für Deutschland ergab sich in diesem Segment, insbesondere im LKW-Bereich ein erfreuliches Bild: Kleintransporter +12,1%, LKWs +24,4% und Busse +12,5%.

Für das Jahr 2024 erwartet der VDA einen Rückgang im deutschen Automobilmarkt um 1%, für die Märkte in Europa hingegen ein Wachstum von 4%. Bei den schweren LKW erwarten Anbieter einen Rückgang im Euro-Raum von ca. 18%.

2.2 Geschäftsverlauf

Aufgrund des mit 72% hohen Umsatzanteils mit der Muttergesellschaft BF CDP besteht eine starke Abhängigkeit des Geschäftsverlaufes von der BF CDP.

Der Umsatz sank gegenüber dem Vorjahr um € 2,1 Mio. auf € 17,4 Mio. in 2023. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf gesunkene Umsätze mit einem weiteren verbundenen Unternehmen zurückzuführen.

Die Gesellschaft erzielte den genannten Umsatz von € 17,4 Mio. (Vorjahr: € 19,5 Mio.) größtenteils aus dem Werkzeug- und Vorrichtungsbau und mit € 3,6 Mio. (Vorjahr: € 4,2 Mio.) aus der in 2015 angelaufenen mechanischen Bearbeitung für im Verbund mit BF CDP gewonnenen Aufträgen für Hybridgehäuse.

Bei der BF Daun waren im Jahr 2023 95 Mitarbeiter (ohne Auszubildende) beschäftigt und damit im Durchschnitt 2 Mitarbeiter mehr als im Vorjahr.

2.3 Wirtschaftliche Lage

2.3.1 Ertragslage

Bei einem Umsatz von € 17,4 Mio. (Vorjahr: € 19,5 Mio.) wurde ein Jahresüberschuss vor Ergebnisübernahmen von € 1,9 Mio. (Vorjahr: € 2,0 Mio.) erzielt. Dieser wurde aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages von der BF CDP übernommen.

Insbesondere im Werkzeugbau machte sich eine Veränderung des Produktmixes bemerkbar, so dass sich trotz höherer Absatzmenge ein geringerer Umsatz ergab. Um den insgesamt niedrigeren Umsatz auszugleichen, wurden Produktivitätsverbesserungen sowie Kosteneinsparungen durchgeführt. Auf die temporär reduzierten Kundenabrufe für mechanisch bearbeitete Hybridgehäuse sowie der Konzerngesellschaft BF AT wurde kurzfristig mit Personalumbesetzungen sowie der Eigenfertigung von bisher fremdgefertigten Aufträgen reagiert, weshalb trotz hoher Faktoreinsatzpreise und weiterer Hauptverbraucher die Ergebnislage stabil blieb. Durch eine geringere Ausbringung und somit das Freiwerden eigener Kapazitäten, reduzierte sich die Zukaufquote im Werkzeugbau. Hierdurch wurde eine zusätzliche Wertschöpfung generiert.

Aufgrund von kundenseitig höher vereinbarten Liefermengen wird im Jahr 2024 eine zusätzliche Bearbeitungslinie in Betrieb genommen werden, um die zusätzlichen benötigten Produktionskapazitäten zu schaffen.

Der Rohertrag vom Umsatz stieg von rd. 61,9 % auf rd. 69,5 %, und blieb konstant bei rd. € 12,1 Mio. Die prozentuale Verbesserung ist im Wesentlichen auf die im Berichtsjahr geringeren Aufwendungen für Gesenkmaterial für den Werkzeugbau sowie die deutlich gesunkenen Aufwendungen für Zukaufteile für Werkzeugbau und mechanische Bearbeitung zurückzuführen. Die durchschnittliche Anzahl der eigenen Mitarbeiter ohne Auszubildende lag mit 95 Personen 2 Personen über dem Niveau von 2022. Die Personalaufwandsquote vom Umsatz stieg durch den gesunkenen Umsatz von 35,4 % auf 40,9 %.

Insgesamt konnte aus den vorgenannten Gründen der für 2023 erwartete Umsatzzuwachs nicht erreicht werden, jedoch entspricht das Jahresergebnis 2023 in etwa der Prognose des Vorjahres.

2.3.2 Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme erhöhte sich von € 23,5 Mio. um € 0,5 Mio. auf € 24,0 Mio. Bei einem aufgrund der Ergebnisabführung unverändertem Eigenkapital sank dadurch die Eigenkapitalquote leicht von 15,3% auf 14,9%.

Auf der Aktivseite resultiert die höhere Bilanzsumme insbesondere daraus, dass die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um € 1,3 Mio. auf € 18,6 Mio. gestiegen sind. Das Anlagevermögen sank um € 0,6 Mio. auf € 3,0 Mio. Wesentlicher Effekt war hierbei die Verringerung der Anzahlungen auf Anlagen im Bau um € 0,7 Mio. Die Vorräte liegen mit € 2,2 Mio. leicht unter dem Niveau des Vorjahres von € 2,4 Mio.

Auf der Passivseite resultieren die wesentlichen Veränderungen aus einem Anstieg der Sonstigen Rückstellungen auf € 0,8 Mio. (Vorjahr: € 0,6 Mio.). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stiegen um € 0,3 Mio. auf € 17,8 Mio.

Die Gesellschaft ist in das Cash-Management der Muttergesellschaft einbezogen und verfügt wegen des Cash-Poolings nicht über nennenswerte liquide Mittel auf den Bankkonten. Die Versorgung mit Liquidität ist über 2 Hausbanken der Muttergesellschaft sichergestellt. Im Dezember 2020 vereinbarte die Muttergesellschaft BF CDP mit einer der Hausbanken eine Mittelfristfinanzierung in Höhe von € 10 Mio. aus Corona Programm KFW-Unternehmerkredit, welche unter anderem durch den Schuldbeitritt der BF Daun abgesichert wird. Finanzielle Bedarfsspitzen wurden durch Kapitaleinlagen aus dem Konzernverbund abgefedert, so dass die Finanzlage der Muttergesellschaft gesichert ist.

2.4 Gesamtaussage

Die BF Daun erzielte bei einem von € 19,5 Mio. in 2022 auf € 17,4 Mio. in 2023 gesunkenen Umsatz (-10,6%) ein lediglich um € 0,1 Mio. geringeres Ergebnis als im Vorjahr (-6,1%). Dies ist im Wesentlichen auf geringere Aufwendungen für Gesenkmaterial für den Werkzeugbau sowie die deutlich gesunkenen Aufwendungen für Zukaufteile für Werkzeugbau und mechanische Bearbeitung zurückzuführen.

Die Vermögens- und Finanzlage ist durch eine Bilanzsumme von € 24 Mio. und eine Eigenkapitalquote von 14,9% gekennzeichnet, wobei die Finanzierung durch die Muttergesellschaft sichergestellt ist.

3. Prognosebericht

Für 2024 wird davon ausgegangen, dass sich der Markt normalisiert. Für BF Daun wird von einem um 11% höheren Umsatz ausgegangen. Aufgrund der in den Planungen angenommenen Produktmixänderungen sowie Effizienzverbesserung in der Produktion von Hybridgehäusen wird das Jahresergebnis etwa um 20% bis 30% über dem Niveau von 2023 liegen.

Die erwartete Umsatzerhöhung resultiert einerseits aus der Nachfrage nach Hybridgehäusen aus den Elektrifizierungsprogrammen der Automobilhersteller. Für dieses Produkt ist BF CDP Auftragnehmerin, welche die Schmiedung und anschließende Lieferung der endgefertigten Bauteile zur BF Daun durchführt. Im Werkzeugbau ergeben sich andererseits Produktmixveränderungen, die zu höheren Umsätzen führen.

Mögliche Effekte aus der Russland-Ukraine-Krise und der in diesem Zusammenhang verhängten Sanktionen können zu diesem Zeitpunkt nicht zuverlässig bewertet werden.

4. Chancen- und Risikobericht

Als 100%ige Tochter ist BF Daun in das Risikomanagement der Muttergesellschaft BF CDP integriert. Im Rahmen dieses Risikomanagements werden regelmäßig und systematisch relevante Märkte sowie wesentliche betriebliche Kernbereiche beobachtet und ausgewertet. Somit wird sichergestellt, dass existenzbedrohende Risiken frühzeitig erkannt werden und rechtzeitig mitigierende Maßnahmen eingeleitet werden können.

Zur Abdeckung aller wesentlichen versicherbaren Risiken kooperiert BF CDP mit einem überregional agierenden Versicherungsmakler, mit dem regelmäßig die Deckungssummen überprüft und ggf. angepasst werden.

Chancen und Risiken hängen aufgrund des hohen Umsatzanteils mit den Gruppengesellschaften BF CDP und BF AT stark von deren Geschäftsentwicklung ab. Aufgrund der breiten Marktabdeckung dieser Gesellschaften im PKW- und LKW-Markt sowie der Aufträge für den Hybridmarkt wird das Risiko für unerwartete Umsatzrückgänge als gering angesehen. Andere Risikobereiche wie das Liquiditätsrisiko sind ebenfalls über die enge Verbindung zur Muttergesellschaft abgebildet.

Die Geschäftsführung der Muttergesellschaft ist der Auffassung, dass die eingeleiteten allgemeinen und kurzfristigen Maßnahmen zur Sicherung der Ertrags- und Finanzkraft der aktuellen Situation angemessen sind.

Die kurz-, mittel- und langfristigen Auswirkungen der Russland-Ukraine-Krise können unser Unternehmen in verschiedenen Bereichen (u.a. Preisniveaus, Verfügbarkeit von Rohstoffen und Energie und Markteinschränkungen durch Sanktionen) treffen. Daher findet eine kontinuierliche und engmaschige Beobachtung der (Markt-)Entwicklungen statt - auch in Abstimmung mit den übrigen Gruppenunternehmen. Dennoch können der weitere Verlauf der Russland-Ukraine-Krise und die damit verbundenen Auswirkungen auf die jeweiligen Märkte zu existentiellen Risiken führen, die aufgrund der weltweiten Unsicherheit momentan nicht ausreichend bewertet werden können.

Die Geschäftsführung der BF Daun teilt diese Einschätzung.

Insgesamt wird das Gesamtrisiko im Vergleich zum Vorjahr als unverändert erachtet. Zur Mitigation der identifizierten wesentlichen Risiken wurden angemessene Vorkehrungen getroffen.

 

Daun, 29. August 2024

Bharat Forge Daun GmbH

Dr. Jens Ludmann

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

EUR 31.12.2023
EUR
EUR 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 10.847,00 9.856,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 755.306,00 826.858,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.498.038,00 1.175.557,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 363.351,00 519.016,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 377.189,36 2.993.884,36 1.057.706,17 3.579.137,17
3.004.731,36 3.588.993,17
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 2.185.229,82 2.429.240,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 18.776.291,87 17.451.670,88
- davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen EUR 18.556.017,18 (Vj.: EUR 17.226.481,95)
23.966.253,05 23.469.904,05
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.287,48 571,49
C. Rechnungsabgrenzungsposten 33.869,60 31.533,58
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 0,00 17.638,31
24.002.410,13 23.519.647,43

PASSIVA

EUR 31.12.2023
EUR
EUR 31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Kapitalrücklage 1.500.000,00 1.500.000,00
III. Gewinnvortrag 2.037.261,13 2.037.261,13
IV. Jahresüberschuss 0,00 3.587.261,13 0,00 3.587.261,13
B. Rückstellungen 1.927.334,62 1.725.482,08
C. Verbindlichkeiten 18.487.814,38 18.206.904,22
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 18.487.814,38 (Vj.: EUR 18.206.904,22)
- davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 17.807.572,89 (Vj.: EUR 17.481.053,94)
- davon gegenüber Gesellschaftern: EUR 17.614.519,33 (Vj.: EUR 17.288.000,38)
24.002.410,13 23.519.647,43

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2022

EUR 2023
EUR
EUR 2022
EUR
1. Rohergebnis 12.165.501,67 12.061.721,30
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.024.874,87 5.668.502,05
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.090.960,89 1.211.443,10
davon für Altersversorgung: EUR 109.632,53 (Vj: EUR 92.047,06) -7.115.835,76 -6.879.945,15
5.049.665,91 5.181.776,15
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen -1.026.072,47 -1.061.743,41
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.061.740,66 -2.037.906,15
1.961.852,78 2.082.126,59
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 120,46 51,48
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 117,15
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 21.637,00 -21.637,00 20.571,00 -20.688,15
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 22.524,00 (Vj.: EUR 23.583,00)
1.940.336,24 2.061.489,92
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 0,00
9. Ergebnis nach Steuern 1.940.336,24 2.061.489,92
10. Sonstige Steuern -20.842,73 -17.029,76
11. Aufwendungen aus Gewinnabführung -1.919.493,51 -2.044.460,16
12. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang

1. Allgemeines

Das Unternehmen ist unter der Firma "Bharat Forge Daun GmbH" im Handelsregister des Amtsgerichts Wittlich unter HRB 40331 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Daun.

Die Bharat Forge Daun GmbH, Daun, ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB.

Von den größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB macht die Gesellschaft Gebrauch.

Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 01.01. bis 31.12.2023.

2. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die Darstellung des Jahresabschlusses hat sich nicht geändert.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den §§ 266 und 275 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird unverändert nach dem Gesamtkostenverfahren im Sinne des § 275 Abs. 2 HGB erstellt.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 bis 256a sowie 264 bis 288 HGB aufgestellt. Ergänzende Bestimmungen des GmbH-Gesetzes betreffend den Jahresabschluss wurden beachtet.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Vergleich zum Vorjahr unverändert angewendet.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei Vermögensgegenständen, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, sind die Anschaffungskosten um planmäßige Abschreibungen vermindert. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig drei Jahre zugrunde gelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum aufgrund der Art des Vermögensgegenstandes ergibt.

Die Sachanlagen sind grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger nutzungsbedingter Abschreibungen angesetzt.

Bei den Abschreibungen kommt regelmäßig die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Geringwertige Anlagegüter, diese sind Gegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis einschließlich € 250, werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Für Anlagenzugänge eines Geschäftsjahres wird ein Sammelposten gebildet, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten für das einzelne Anlagegut mehr als € 250, aber nicht mehr als € 1.000 betragen. Der jeweilige Sammelposten wird im Jahr der Bildung und in den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel ergebniswirksam aufgelöst. Die Abschreibungen erfolgen bei Zugängen pro rata temporis.

Soweit aktivierte Eigenleistungen zu erfassen sind, werden diese zu Herstellungskosten bewertet, die auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen enthalten.

Die Nutzungsdauern werden nach Anlagegruppen wie folgt festgesetzt:

Vermögensgegenstand Nutzungsdauer
Immaterielle Vermögensgegenstände 3 Jahre
Gebäude 25 - 33 Jahre
Außenanlagen 8 - 33 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 - 10 Jahre
Werkzeuge 3 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 - 10 Jahre
EDV-Ausstattung 3 Jahre

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem bei voraussichtlich dauernder Wertminderung durch außerplanmäßige Abschreibungen oder Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch notwendige Fertigungs- und Materialgemeinkosten einbezogen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht angesetzt. Kosten der Verwaltung sind bei der Ermittlung der Herstellungskosten nur angesetzt, soweit sie durch die Fertigung verursacht sind. Lagerungs- und Gängigkeitsrisiken wird durch angemessene Abschläge Rechnung getragen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten unter Abzug gebotener Wertberichtigungen für erkennbare Einzelrisiken angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst allgemein Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Der Wert der Pensionsverpflichtungen wird versicherungsmathematisch nach der Projected Unit Credit Methode unter Verwendung der Richttafeln von Dr. Klaus Heubeck 2018 G auf Basis folgender Annahmen errechnet:

- Rechnungszinssatz: 1,83 % p.a. (10-Jahres-Durchschnitt)
- BBG-Trend: 0,00 % p.a.
- Rententrend: 2,40 % p.a.
- Fluktuation: 1,00 % p.a

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften, soweit diese vorliegen. Sie sind allgemein in Höhe ihres nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Bei Jubiläumsgeldrückstellungen und ähnlichen langfristig fälligen Verpflichtungen wird der Zinssatz gemäß § 253 Abs. 2 S. 2 HGB angewendet, der sich bei einer pauschal mit 15 Jahren angenommenen Restlaufzeit ergibt.

Der Verpflichtungsbetrag aus Altersteilzeit wurde mit dem Zeitwert des Wertpapierdepots zur Insolvenzsicherung der Altersteilzeitansprüche der Mitarbeiter saldiert ausgewiesen. Der Zeitwert bemisst sich nach dem an einem geregelten Markt festgestellten Kurs zum Bilanzstichtag. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Verpflichtungen.

Die Verbindlichkeiten entsprechen ihren Erfüllungsbeträgen. Fremdwährungsverbindlichkeiten sind gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet worden.

4. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

4.1 Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist im folgenden Anlagespiegel dargestellt (Seite 6).

Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchung
EUR
31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 153.638,12 9.386,28 0,00 0,00 163.024,40
153.638,12 9.386,28 0,00 0,00 163.024,40
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgl. Rechte und Bauten einschl. Bauten auf fremden Grundstücken 2.029.160,36 0,00 0,00 0,00 2.029.160,36
2. Techn. Anlagen und Maschinen 12.194.589,85 602.958,66 43.397,93 434.672,14 13.188.822,72
3. Betriebs- und Geschäftsausst. 4.516.780,28 65.660,14 26.428,07 9.650,25 4.565.662,60
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.057.706,17 39.689,36 275.883,78 -444.322,39 377.189,36
19.798.236,66 708.308,16 345.709,78 0,00 20.160.835,04
19.951.874,78 717.694,44 345.709,78 0,00 20.323.859,44
Abschreibungen Buchwert Buchwert
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 143.782,12 8.395,28 0,00 152.177,40 10.847,00 9.856,00
143.782,12 8.395,28 0,00 152.177,40 10.847,00 9.856,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgl. Rechte und Bauten einschl. Bauten auf fremden Grundstücken 1.202.302,36 71.552,00 0,00 1.273.854,36 755.306,00 826.858,00
2. Techn. Anlagen und Maschinen 11.019.032,85 715.149,80 43.397,93 11.690.784,72 1.498.038,00 1.175.557,00
3. Betriebs- und Geschäftsausst. 3.997.764,28 230.975,39 26.428,07 4.202.311,60 363.351,00 519.016,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 377.189,36 1.057.706,17
16.219.099,49 1.017.677,19 69.826,00 17.166.950,68 2.993.884,36 3.579.137,17
16.362.881,61 1.026.072,47 69.826,00 17.319.128,08 3.004.731,36 3.588.993,17

4.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind als antizipative Posten, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen, Ansprüche auf Strom- und Energiesteuererstattung in Höhe von T€ 85 ausgewiesen.

4.3 Pensionsrückstellungen

Der aufgrund der Anwendung des Artikels 67 Abs. 1 EGHGB (Verteilung des aus der Bewertungsänderung nach BilMoG resultierenden Anpassungsbetrags) noch nicht passivierte Anteil der Pensionsrückstellungen in Höhe von ursprünglich T€ 81 beläuft sich zum 31.12.2023 noch auf insgesamt T€ 6. Der sich nach § 253 Abs. 6 HGB ergebende Effekt beträgt zum 31.12.2023 T€ 19. In dieser Höhe besteht eine Ausschüttungssperre.

4.4 Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

5. Sonstige Angaben

5.1 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse zu Gunsten verbundener Unternehmen bestanden aus Schuldbeitritten zur Sicherung eines KFW-Unternehmerkredits in Höhe von T€ 9.900.

Die finanzielle Position der Muttergesellschaft stellt sich angesichts einer hohen Eigenkapitalquote, der mittelfristigen Bankdarlehen sowie ausreichend bemessener Kreditlinien weiterhin solide dar. Eine Inanspruchnahme ist aktuell nicht zu erwarten, da die Muttergesellschaft Einsichten in die Planungen hat, bei Bedarf besteht auch Unterstützungsleistung der Gruppe und daher ist auch keine Rückstellung zum aktuellen Zeitpunkt erforderlich.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen bei Miet- und Leasingverträgen in Höhe von insgesamt T€ 158, davon T€ 69 mit einer Fälligkeit innerhalb des Jahres 2024.

5.2 Beschäftigtenzahl

Im Jahresdurchschnitt waren im Unternehmen beschäftigt:

2023 Vorjahr
Gewerbliche Arbeitnehmer 77 76
Angestellte 18 17
Auszubildende 9 10
104 103

5.3 Mitglieder der Geschäftsführung

Zu Geschäftsführern waren bestellt:

• Dr. Jens Ludmann, Dipl. Ing. / Dipl. Wirtsch.-Ing., Vertrieb und Technik, Engelskirchen

• Sebastian Ochs, MBA, kaufmännischer Bereich, Nürnberg (bis 20.11.2023).

Die Geschäftsführung erhielt für das Jahr 2023 keine Bezüge.

5.4 Mitglieder des Beirats

Mitglieder des Beirats waren:

• Subodh Tandale

• Raju Kalyani

5.5 Einbeziehung in Konzernabschluss

Die Bharat Forge Ltd., Mundhwa/Pune, Indien, ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Im Falle der Offenlegung erfolgt diese beim "Registrar of Companies" in Maharashtra, Pune, Indien. Die Bharat Forge Global Holding GmbH, Ennepetal, ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Im Falle der Offenlegung erfolgt diese beim E-Bundesanzeiger.

5.6 Vorschlag über die Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres wird entsprechend dem Ergebnisabführungsvertrag an die Muttergesellschaft abgeführt. Eine Dotierung von Rücklagen ist nicht vorgesehen.

 

Daun, den 29. August 2024

Bharat Forge Daun GmbH

Dr. Jens Ludmann

Der Jahresabschluss wurde am 31.10.2024 von der Gesellschafterversammlung festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 der Bharat Forge Daun GmbH wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt. Die ordnungsgemäße Inanspruchnahme von Offenlegungserleichterungen war nicht Gegenstand der Abschlussprüfung.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Bharat Forge Daun GmbH, Daun

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Bharat Forge Daun GmbH, Daun , - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bharat Forge Daun GmbH, Daun , für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hagen, den 13. September 2024

WUP Treuhand GmbH
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