HELM Wohnpark Herborn GmbH & Co. KG
Selbe AdresseVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Fred Dipl.-Kfm. Bender seit 19.7.2002 | Prokura |
Martin Bender seit 19.7.2002 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 47.50% | |
| 37.50% | |
| 10.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
3 von 4 Anteilseignern sichtbar
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Weimer GmbHLahnauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Beschreibung der Geschäftstätigkeit und des Geschäftsmodells Das Kerngeschäftsfeld der Weimer GmbH ist der Betrieb eines Bauunternehmens zur Durchführung von Bauvorhaben im Tiefbau, Kabel- und Leitungsbau, Abriss und Sanierung, dem Geschäftsfeld der schlüsselfertigen Erstellung von Gewerbebauten sowie der Tätigkeit als kompletter Erschließungsträger für Baugebiete. Die Auftraggeber im Kerngeschäftsfeld kommen bei den ausgeführten Maßnahmen sowohl aus dem öffentlichen und gewerblichen als auch dem privaten Bereich. Der Schwerpunkt der Projekte lag im Jahr 2023 auf Erschließungs- und Sanierungsmaßnahmen im Tiefbau und dem Abbruchbereich sowie auf der schlüsselfertigen Erstellung von Gewerbebauten. Im Geschäftsbereich der privaten und gewerblichen Auftraggeber konnten vor allem Erschließungsmaßnahmen im Tiefbau sowie Aufträge im schlüsselfertigen Bauen und im Abbruch- und Sanierungsbereich gewonnen werden. Im öffentlichen Bereich konnten insbesondere Baumaßnahmen wie Abbruch- und Entsorgungsaufträge, Sanierung der Kanalisation, Kabel- und Leitungsbau, Abbruchaufträge sowie Neu- und Ersatzmaßnahmen für Straßenbauwerke als Auftrag in Submissionen gewonnen werden. Strategisch wurden einige dieser Maßnahmen in Bietergemeinschaften angeboten, um Synergien zu nutzen, vermutete Wettbewerber einzubinden und mögliche Risiken zu vermindern. Beschaffungsseitig greifen wir zur Erbringung unserer Bauleistungen auf ein umfassendes Netzwerk aus Rohstoff- und Warenlieferanten sowie auf eine Vielzahl an Subunternehmern zurück. Oftmals bestehen hier langjährige Geschäftsbeziehungen. Mit dem Sitz der Weimer GmbH in Lahnau ist das Unternehmen an einem verkehrsgünstigen Standort in Mittelhessen mit direkter Anbindung zu dem wirtschaftlich stark prosperierenden Markt im Rhein-Main-Gebiet ansässig. Mittel- und Südhessen bilden auch die zentralen geografischen Absatzmärkte unserer Gesellschaft. 2. Forschung und Entwicklung Neben Qualitätsverbesserungen begünstigen Kosteneinsparungen und innovative Baumethoden unsere Wettbewerbsposition. So verstärkt die Weimer GmbH in erheblichen Umfang die Einführung von Maßnahmen zur Automation und Kommunikation von Arbeitsmaschinen im Bauablauf und der wirtschaftlichen Disposition von Ressourcen, insbesondere in den Bereichen Transportlogistik und Rohstoffrecycling. Mit der Vernetzung von mobilen Arbeitsmaschinen und den nachlaufenden Verarbeitungsprozessen stehen den Bauunternehmen neuartige Ansätze zur Prozessoptimierung zur Verfügung. Im Bereich Schlüsselfertigbau wurde weiterhin in die Einführung von "Building Information Modeling" - kurz: "BIM" oder zu Deutsch "Bauwerksdatenmodellierung" - investiert. II. Wirtschaftsbericht 1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf 1.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 begann die Trendwende in der bis dato florierenden deutschen Baukonjunktur. Den enormen Anstieg der Energiepreise, Sanktionen gegen Russland und Produktionsausfälle in der Ukraine hätte die deutsche Bauwirtschaft vielleicht - wie zuvor die Coronakrise - meistern können, doch gleichzeitig sind die stabilen politischen Rahmenbedingungen weggefallen, die den Bauboom jahrelang gestützt haben. Dabei sind insbesondere folgende Entwicklungen zu nennen: • Das sprunghafte Anziehen der Bauzinsen ab April 2022 von 1% auf 4%, • eine hohe Inflation und damit steigende Lebenshaltungskosten, die den Spielraum der Verbraucher und Bauherren deutlich einengen, • unaufhaltsam steigende Material- und Energiepreise, getriggert durch das politische Vorantreiben der Klimawende, • sich ständig ändernde Förderrichtlinien im Gebäudebereich, Stopps gerade erst neuaufgelegter Fördermittel und der fast vollständige Wegfall der Neubauförderung sowie • die Unsicherheiten bei der Budgetierung der Haushaltsmittel. Dies alles hat dem Hochbau - insbesondere dem Wohnungsbau - im wahrsten Sinne des Wortes den Boden unter den Füßen weggezogen. Denn unsichere oder sich ständig ändernde politische Rahmenbedingungen verhindern Bauprojekte, weil im Bau die Projekte über Jahre geplant und umgesetzt und über Jahrzehnte finanziert werden. Die Bauwirtschaft startete mit einem Auftragsbestand von 68,3 Mrd. € in das Jahr 2023 (nominal +6 %, real -9 %). Wie von den Spitzenverbänden der Bauwirtschaft prognostiziert, hat die ungünstige Mischung bei den Rahmenbedingungen 2023 zu einem Nachfrageeinbruch nach Bauleistungen geführt: Der Umsatz ist real um 5 % gesunken. Verantwortlich für diesen Umsatzrückgang ist vor allem der Wohnungsbau, der 2023 real um 12 % eingebrochen ist. Der Wirtschaftsbau und der öffentliche Bau trugen jeweils "nur" mit real -1 % zu dieser krisenhaften Entwicklung bei. Der deutliche Nachfrageeinbruch im Wohnungsbau und die daraus resultierende Unterauslastung der Kapazitäten bleiben für die Beschäftigung nicht ohne Folgen: Nach einem Jahrzehnt des Beschäftigungsaufbaus auf 926.700 Beschäftigte in 2022, konnten die Betriebe die Beschäftigtenzahl 2023 gerade einmal konstant halten (927.700 Beschäftigte). Trotz der geringen Nachfrage bemühen sich die Unternehmen jedoch, ihr Personal zu halten. Die Einkaufspreise für Baumaterial verharren weiterhin auf historisch hohem Niveau: Vergleicht man die Jahresmittelwerte der Erzeugerpreisindizes von 2020 mit den laufenden Mittelwerten von 2023, liegen beispielsweise die Indizes bei Mineralölerzeugnissen per September 2023 um ca. 60 % über dem Jahresdurchschnitt von 2020 und bei Bitumen um fast 75 %. Dämmstoffe aus Styrol liegen um gut 45 % über der Basis von 2020, Betonstahl ebenfalls. Zement, ein energieintensiv hergestellter Baustoff, hat um über 60 % zugelegt. Auch die Indizes für Holzprodukte liegen um gut ein Drittel über dem Niveau von 2020. Diese Entwicklung hält auch die Preise für Bauleistungen auf hohem Niveau. Betroffen sind alle Bausparten. Inzwischen hat die Preisdynamik für Bauleistungen allerdings erkennbar nachgelassen: Für 2023 lag die Preisentwicklung für Bauleistungen bei etwa +7 % nach +16 % in 2022, der Umsatz betrug 163 Mrd. €, was einem realen Rückgang von 5 %, nominal einem leichten Anstieg von 1 % entspricht. In den einzelnen Sparten zeichnete sich folgende Entwicklung ab: lm Wohnungsbau wurden 2023 für 260.000 Wohneinheiten (WE) Baugenehmigungen erteilt. Damit wurden etwa 100.000 WE bzw. 27 % weniger genehmigt als im Vorjahr. Bei den Mehrfamilienhäuser ist ein Rückgang von etwa 48.000 WE bzw. 25 % zu verzeichnen, bei Ein- und Zweifamilienhäuser 44.000 WE bzw. 41 %. Die Auftragsbestände sind 2023 real um fast 20 % zurückgegangen. Die Auftragspolster der Unternehmen sind damit weitgehend aufgebraucht. Die Bauverbände gehen davon aus, dass 2023 etwa 271.000 WE fertiggestellt worden sind (Vorjahr: 295.300 WE). Der Umsatz im Wohnungsbau betrug 58 Mrd. €. Er ist damit nominal um 6 %, real um 12 % zurückgegangen. Im Wirtschaftsbau ist die Entwicklung zweigeteilt: Im Wirtschaftshochbau schlägt sich die konjunkturelle Stagnation in Deutschland erkennbar nieder. Zinsen und Energiepreise bremsen die Investitionsneigung der Unternehmen. Für Baumaßnahmen in und an Wirtschaftsbauten fehlen Genehmigungen über insgesamt ca. 3 Mrd. €, was einem nominalen Rückgang von 10 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Auftragseingänge lagen 2023 im Wirtschaftshochbau im Minus, die Auftragsbestände sind gegenüber dem Vorjahr geschmolzen. Anders der Wirtschaftstiefbau: Hier hat es im gesamten Jahr 2023 deutliche Investitionsimpulse gegeben. Projekte der Mobilitätswende und auch der Energiewende sind an den Markt gegangen, Großprojekte im Öffentlichen Nahverkehr, aber auch für den Stromtrassenausbau beauftragt worden. Und die Deutsche Bahn investiert weiter in ihr Schienennetz. Der Auftragseingang im Wirtschaftstiefbau legte 2023 nominal um 26 % zu. Für 2023 lag der Umsatz im Wirtschaftshochbau bei 32 Mrd. € und damit real 6 % unter dem Vorjahresniveau, im Wirtschaftstiefbau bei 28 Mrd. Euro und damit real 5 % über dem Wert von 2022. Der Wirtschaftsbau insgesamt erreichte 2023 somit einen Umsatz von 60 Mrd. €, was einem nominalen Anstieg von 6 %, real einem Rückgang von 1 % entspricht. Auch der öffentliche Bau zeigte ein ambivalentes Bild: Insgesamt erreichte der Umsatz 2023 im öffentlichen Hochbau 9 Mrd. €, was nominal einem Anstieg von 13 %, real fast von 6 % entspricht. Im öffentlichen Tiefbau stiegen die Umsätze dagegen nur leicht auf 35 Mrd. €. Nominal entspricht dies einem Anstieg von fast 4 %, real dagegen einem Rückgang von 3 %. Insgesamt hat der öffentliche Bau damit in 2023 gut 44 Mrd. € erreicht. Im Vorjahresvergleich ist damit nominal ein Anstieg von 6 % zu verzeichnen, real ein Rückgang von 1 %. 1.2 Geschäftsverlauf Die Gesamtleistung - bestehend aus Umsatzerlösen, der Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie der aktivierten Eigenleistungen - ist von 128,3 Mio. € um 3,8 Mio. € auf 124,5 Mio. € zurückgegangen. Aus dem Jahr 2022 konnten Aufträge von mehr als 39,3 Mio. € noch auszuführender Restleistung in das Jahr 2023 übernommen werden. Am Jahresende 2023 betrug der Auftragsbestand von Bauleistungen, die im Folgejahr 2024 noch auszuführen sind, 45,4 Mio. €. In diesem Kontext betragen die unfertigen Leistungen zum Stichtag 114,7 Mio. € (Vorjahr 107,5 Mio. €). Darauf wurden Anzahlungen in Höhe von 109,5 Mio. € (Vorjahr: 102,3 Mio. €) geleistet. Die seit Jahren konsequente Ausrichtung des Unternehmens am Markt, insbesondere durch Anpassungsmaßnahmen bei Verwaltung, Bauleitung sowie der laufenden Überprüfung und Verbesserung der Qualifizierung von eigenem Personal, wurde im Jahr 2023 weiter fortgeführt. Die Weimer GmbH beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 im Durchschnitt 168 Mitarbeiter. Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem äußerst zufriedenstellenden Jahresüberschuss von 8,0 Mio. € nach 3,5 Mio. € im Vorjahr. Der deutliche Anstieg beläuft sich somit auf rund 4,6 Mio. €. Branchenbedingt hängt die Ergebnisentwicklung vor allem vom Abschluss von Großprojekten mit mehrjährigen Bauphasen und der damit verbundenen Notwendigkeit einer korrekten Periodenabgrenzung ab. Im vergangenen Geschäftsjahr konnten lukrative Baustellen abgeschlossen werden, so dass der Einfluss derartiger Ergebnis- und Abgrenzungseffekte in 2023 besonders stark ausfällt. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft stellt sich aufgrund der sehr günstigen Geschäftsentwicklung 2023 auch weiterhin sehr positiv dar. Aufgrund der Ertragslage in 2023 sowie der freien Finanzierungslinien stehen der Gesellschaft ausreichend Mittel zur Deckung des Finanzierungsbedarfs zur Verfügung. 2. Darstellung der Lage der Gesellschaft 2.1 Vermögenslage Die Bilanzsumme beträgt zum Stichtag 81,1 Mio. € nach 72,6 Mio. € im Vorjahr. Sie hat sich somit um 8,5 Mio. € erhöht. Auf der Aktivseite ist das Anlagevermögen von 29,2 Mio. € um 2,2 Mio. € auf 27,0 Mio. € zurückgegangen. Dies ist auf die planmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen sowie auf Abgänge im Bereich der Finanzanlagen zurückzuführen. Das Umlaufvermögen hat sich von 43,2 Mio. € um 10,7 Mio. € spürbar auf nunmehr 53,9 Mio. € erhöht. Hier sind vor allem die deutlichen Anstiege der unfertigen und fertigen Erzeugnisse sowie des Bilanzpostens "Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten" hervorzuheben. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind dagegen deutlich gesunken. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten bewegen sich auf Vorjahresniveau. Auf der Passivseite der Bilanz ist aufgrund des günstigen Geschäftsverlaufs und des hohen Jahresergebnisses ein deutlicher Anstieg des Eigenkapitals von 42,2 Mio. € um 8,0 Mio. € auf 50,2 Mio. € per 31. Dezember 2023 zu verzeichnen. Der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme ist etwas angestiegen und beträgt zum Stichtag 61,9 % (Vorjahr: 58,1 %). Die Rückstellungen haben sich deutlich von 3,1 Mio. € um 1,9 Mio. € auf 5,0 Mio € erhöht, was in erster Linie auf die erhöhten Steuerrückstellungen aufgrund des günstigen Geschäftsverlaufs zurückzuführen ist. Die sonstigen Rückstellungen sind im Vorjahresvergleich angestiegen, während die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen niedriger ausfallen als zum vorangegangenen Stichtag. Die Verbindlichkeiten der Gesellschaft sind gegenüber dem Vorjahr spürbar von 27,3 Mio. € um 1,4 Mio. € auf 25,9 Mio. € gesunken. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen fallen dabei um 0,5 Mio. € höher aus als im Vorjahr, während die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Vorjahresvergleich um 0,8 Mio. € und die sonstigen Verbindlichkeiten um 1,0 Mio. reduziert werden konnten. 2.2 Finanzlage Die Gesellschaft finanziert sich größtenteils aus Eigenmitteln bzw. aus Mittelzuflüssen aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Die beschriebenen Entwicklungen der Vermögenslage resultieren in einem deutlichen Anstieg der Eigenkapitalquote von 58,1 % im Vorjahr auf nunmehr 61,9 %. Sie bewegt sich damit weiterhin auf einem äußerst hohen Niveau. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2023 Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von 1,4 Mio. € getätigt. Für das Jahr 2024 wird bislang ein Investitionsvolumen von 2,0 Mio. € veranschlagt. Zur Finanzierung von Investitionen wird grundsätzlich - gerade im Bereich von Baumaschinen und Fahrzeugen - auch auf Finanzierungen durch Banken zurückgegriffen. Per 31. Dezember 2023 bestehen jedoch keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Bestehende Kontokorrentkreditlinien wurden in 2023 nicht in Anspruch genommen. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind im Geschäftsjahr 2023 deutlich von 17,7 Mio. € um 15,3 Mio. € auf 32,9 Mio. € angestiegen. Die liquiden Mittel sind somit absolut ausreichend, um die laufenden Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, bestehenden Risiken entgegenzuwirken und ein weiteres Wachstum der Gesellschaft zu finanzieren. Kurzfristige Finanzierungsüberschüsse wurden verzinslich auf Tagegeldkonten angelegt. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt für das Jahr 2023 11.351 T€ nach 8.867 T€ im Vorjahr. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf 3.925 T€ (Vorjahr: -4.676 T€), der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -48 T€ (Vorjahr: -43 T€). 2.3 Ertragslage Die Umsatzerlöse sind in 2023 im Vorjahresvergleich sehr stark von 96,1 Mio. € um 21,3 Mio. € auf 117,3 Mio. € angestiegen. Weiterhin ist eine Erhöhung des Bestand an fertigenu und unfertigen Erzeugnissen zu beobachten. Nachdem im Vorjahr noch ein Anstieg in Höhe von 32,2 Mio. € zu verzeichnen war, wurde im Geschäftsjahr 2023 eine Bestandserhöhung von 7,2 Mio. € generiert. In Summe ist die Gesamtleistung - bestehend aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderung und aktivierten Eigenleistungen - von 128,3 Mio. € um 3,8 Mio. € auf nunmehr 124,5 Mio. € zurückgegangen. Mit dem Rückgang der Gesamtleistung geht ein massiver Rückgang der Materialaufwands von 87,3 Mio. € um 10,4 Mio. € auf 76,9 Mio. € einher. Dabei haben sich sowohl die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren, als auch die Aufwendungen für bezogene Leistungen stark reduziert. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 fällt der Personalaufwand etwas höher aus. Er beläuft sich nunmehr auf 12,3 Mio. € nach 11,6 Mio. € im Vorjahr. Dies ist sowohl im Personalaufbau, als auch in Lohn- und Gehaltserhöhungen begründet. Die Abschreibungen betragen 1,6 Mio. €. Im Vorjahresvergleich sind sie um 0,2 Mio. € gesunken. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind dagegen deutlich angestiegen und betragen für das Geschäftsjahr 2023 27,7 Mio. € nach 24,3 Mio. € im Vorjahr. Hier fallen insbesondere die erhöhten Gebühren für die Verwertung von Bauschutt ins Gewicht. Die Unterhaltungskosten für Maschinen konnten dagegen deutlich reduziert werden. Der Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" bewegt sich mit 0,8 Mio. € deutlich über dem Niveau des Vorjahrsniveau (0,4 Mio. €). Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Vorjahresvergleich etwas angestiegen. Sie bewegen sich jedoch weiterhin auf einem unwesentlichen Niveau. Erträge aus Beteiligungen sowie aus Wertpapieren und Ausleihungen konnten entgegen dem Vorjahr nicht generiert werden. Abschreibungen auf Finanzanlagen waren nicht nötig. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betragen 3,2 Mio. € nach 1,3 Mio. € im Vorjahr. Die höhere Steuerlast ist in der Ertragsentwicklung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 begründet. Das Ergebnis nach Steuern beläuft sich auf 8,1 Mio. € (Vorjahr: 3,5 Mio. €). Nach Abzug der sonstigen Steuern stellt sich ein Jahresüberschuss in Höhe von 8,0 Mio. € ein. Im Vorjahresvergleich konnte er somit deutlich um 4,6 Mio. € gesteigert werden.
III. Chancen- und Risikobericht Risikomanagement steht bei der Weimer GmbH für sämtliche organisatorischen Prozesse, durch die Risiken frühzeitig identifiziert sowie geeignete Maßnahmen zur Gegensteuerung entwickelt und umgesetzt werden. Als Risiken gelten alle Entwicklungen, die sich negativ auf das Erreichen der qualitativen und quantitativen Unternehmensziele auswirken könnten. Es ist unser klares Ziel, das Risikobewusstsein der Mitarbeiter konsequent zu verbessern bzw. auf einem hohen Standard zu halten. Die Weimer GmbH legt dabei besonderen Wert auf die offene Kommunikation sowie die Verbesserung der organisatorischen Prozesse und der informationstechnologischen Systeme. Den wesentlichen Anteil am Gesamtrisiko des Unternehmens machen Projekt- und Vertragsrisiken aus. Weiterhin von Relevanz sind die Finanzrisiken, Marktrisiken, Personalrisiken und internen Risiken. Projekt- und Vertragsrisiken Projekt- und Vertragsrisiken erwachsen im Wesentlichen aus den Marktbeziehungen mit den Kunden und den zuständigen Aufsichtsbehörden. Im Folgenden werden die potentiellen Risiken und Gegensteuerungsmaßnahmen in den unterschiedlichen Phasen eines Projektes beschrieben. Alle Angebote werden von erfahrenen Kalkulatoren auf Basis der Angebotsanfragen bzw. -ausschreibungen erarbeitet und anschließend von der Geschäftsleitung geprüft und genehmigt. Potentielle Kunden werden vor Vertragsabschluss mit Hilfe einer Kreditauskunft auf ihre Bonitätsmerkmale geprüft. Leistungs- und Lieferverträge beruhen oftmals auf den Bedingungen der jeweils gültigen Verdingungsordnung für Bauleistungen. Über den Verband Baugewerblicher Unternehmen Hessen, die DEKRA oder sonstige Anbieter nehmen die verantwortlichen Mitarbeiter der Weimer GmbH regelmäßig an den entsprechenden aktuellen allgemeinen und branchenspezifischen Schulungen teil. Weiterhin besteht die Möglichkeit, über die beim Branchenverband angestellten und auf die Branche spezialisierten Anwälte unklare bzw. strittige Vertragsklauseln auch im Einzelfall prüfen zu lassen. Damit reduziert die Weimer GmbH die Risiken, die sich aus einem Vertragsabschluss ergeben. Gleichwohl sind Kalkulationsrisiken bei Rahmenaufträgen mit längerfristiger Laufzeit nicht auszuschließen. Das Ergebnis eines Auftrages kann in der Ausführungsphase zum Beispiel durch kontaminiertes Erdreich oder schwierige geologische Verhältnisse, schlechte Witterung oder sonstige Verzögerungen negativ beeinflusst werden. In solchen Fällen hängt der wirtschaftliche Erfolg der Aufträge davon ab, inwieweit sich Nachtragsforderungen gegenüber dem Auftraggeber durchsetzen lassen. Risiken ergeben sich, falls Nachträge nicht realisierbar sind. In der Regel wird vertraglich festgelegt, dass solche Risiken beim Auftraggeber liegen. Darüber hinaus besteht in der Ausführungsphase von Aufträgen das Risiko, dass ambitionierte Fertigstellungstermine nicht eingehalten werden können. Dies kann, falls der Zeitverzug der Weimer GmbH anzulasten ist, zu Vertragsstrafen wegen Terminüberschreitungen führen. Unser Unternehmen verfolgt das Ziel, gerichtliche Auseinandersetzungen so weit möglich zu vermeiden. Die Weimer GmbH ist in Ausnahmefällen aber dennoch zwangsläufig in Gerichtsverfahren involviert. Zum Bilanzstichtag 2023 waren fünf Haftpflichtsachen streitig, die im Rahmen der bestehenden Betriebshaftpflichtversicherung vorsorglich als Schadensanspruch bei der Versicherung angemeldet wurden. Weiterhin waren zum Bilanzstichtag zwei Fälle bezüglich Ansprüchen aus Gewährleistung anhängig. Für diese Fälle wurden jeweils ausreichende Rückstellungen im Jahresabschluss vorgenommen. Damit ist aus den derzeit laufenden Verfahren keine Beeinträchtigung der weiteren Ertragslage zu erwarten. Den Gewährleistungsrisiken aus den Geschäftsfeldern begegnet die Weimer GmbH, indem sie regelmäßige interne und externe Güteüberwachungen, Beweissicherungsverfahren und Kontrolluntersuchungen durchführt und in entsprechendem Rhythmus etabliert. Um Haftungsrisiken und Schadensfälle abzusichern, schließt die Weimer GmbH entsprechende Versicherungen ab. Falls hierbei Risiken in gewissem Umfang selbst übernommen werden, zum Beispiel bei Maschinenbruchversicherungen, wird ein mögliches Risiko durch eine Haftungsgrenze limitiert. Obwohl die Weimer GmbH mit einigen Geschäftspartnern hohe Umsätze generiert, sind wir von keinem einzelnen Kunden oder Lieferanten existenziell abhängig. Um eine größtmögliche Kalkulations- und Versorgungssicherheit zu gewährleisten, werden - so weit möglich - lang laufende, projektbezogene Lieferverträge zu festen Konditionen oder Preisgleitklauseln mit dem Auftraggeber vereinbart. Ähnliche Vereinbarungen schließen wir für weitere Schlüsselprodukte und die Beschaffung wesentlicher Leistungen. Das Beschaffungsmanagement und enge Kooperationen mit unseren Lieferanten stellen in dieser Situation sicher, dass leistungsfähige Partner ausgewählt werden. Durch ständige Marktbeobachtungen und enge Kontakte zu Lieferanten und Institutionen können wir Veränderungen im Beschaffungsmarkt zeitnah erkennen und entsprechend darauf reagieren. Marktrisiken und Chancen Den bestehenden Problemen auf dem deutschen Baumarkt sowie den direkten und indirekten Auswirkungen hiervon begegnet die Weimer GmbH mit einer selektiven Projektauswahl und am Kundenbedarf ausgerichteten Angeboten. Auch wird die Strategie fortgeführt, die zukunfts- und chancenträchtigen Marktsegmente wie Sanierung, Netzbau und Baumaßnahmen im Umweltschutz weiter konsequent auszubauen. Hieraus ergeben sich gute Chancen für das Unternehmen, da die Gesetzgebung in Deutschland die Ressourcenschonung durch Wiederaufbereitung mit als Zielsetzung hat. Trotz dieser erfolgreichen Strategie bestehen weiterhin die Marktrisiken aufgrund der direkten und indirekten Abhängigkeit vom deutschen Baumarkt fort. Finanzrisiken Die Liquiditätsversorgung des Unternehmens ist wegen der vorhandenen Kassen- und Bankguthaben sowie der bislang ungenutzten Bar- und Avalkreditlinien ausreichend sichergestellt. Währungsrisiken sind bei der Weimer GmbH derzeit nicht gegeben. Personalrisiken und interne Risiken Verstärkt durch die robuste Baukonjunktur der Vorjahre besteht auch weiterhin ein erheblicher Wettbewerb um erfahrenes und qualifiziertes Fach- und Führungspersonal im gewerblichen Bereich. Die Weimer GmbH investiert daher verstärkt in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter und versucht diese langfristig an das Unternehmen zu binden. Um am Markt bestehen zu können, sucht die Weimer GmbH junge Talente. Diese zu erkennen, zu fördern und zu entwickeln, ist unser Ziel. Im Wettbewerb um die besten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bietet die Weimer GmbH ausgewählten Bachelor- bzw. Master-Absolventinnen und -Absolventen aus dem Bereich Bauingenieurwesen, die noch geringe Berufserfahrung haben, ein praxisorientiertes Einarbeitungsprogramm. Diese Trainee-Programme zielen darauf ab, die Absolventinnen und Absolventen optimal auf die Anforderungen ihrer künftigen Position im Unternehmen vorzubereiten. Weiterhin engagiert sich die Weimer GmbH im Fach Bauingenieurwesen bei "Studium-Plus" und bietet hier jeweils zu Semesterbeginn geeigneten Bewerbern entsprechende Studienplätze an. Die Weimer GmbH hat ihre Bemühungen um Ausbildung, insbesondere von gewerblichen Mitarbeitern, weiter intensiviert. Hierzu zählen insbesondere die Teilnahme an Berufsbildungsmessen, direkte Kontakte zu Schulen und ein flexibles Ausbildungsangebot für Flüchtlinge. Zusammen mit externen Fachleuten begegnet die Weimer GmbH potenziellen informationstechnologischen Risiken. Der Einsatz von moderner Hard- und Softwaretechnologie gewährleistet zudem die Verfügbarkeit und Sicherheit der Daten und den Schutz vor unerlaubtem Zugriff. Sonstige Risiken Die Gesellschaft ist außerdem mit den Folgen des Russland-Ukraine-Konflikts und dem Konflikt in Nahost - insbesondere in Form der massiv angestiegenen Energiekosten - konfrontiert. Diese stellen grundsätzlich ein Risiko für das Unternehmens dar. Die steigenden Kosten belastet dabei nicht nur unsere eigene Ertragskraft, sondern auch die unsererKunden und Geschäftspartner. Steigende gesetzliche als auch nicht gesetzliche ESG-Anforderungen sind vermehrt Thema in der öffentlichen Diskussion und können zu zusätzlichen Aufwendungen führen. Unter ESG-Kriterien versteht man die Berücksichtigung von Kriterien aus den Bereich Umwelt (Environmental), Soziales (Social) und verantwortungsvolle Unternehmensführung (Governance). Ebenso kann die Nichteinhaltung von regulatorischen oder auch eigenen Nachhaltigkeits- und Klimaschutzzielen zu Haftungs- und Reputationsrisiken führen. IV. Prognosebericht Die Weimer GmbH ist gut dafür aufgestellt, die Herausforderungen im Wettbewerb zu bestehen. Grundlage hierfür ist unsere Strategie flexibel auf die Markterfordernisse und Kundenbedürfnisse zu reagieren. Unsere Planungen für 2024 erwarten einen leicht geringeren Auftragseingang wie im Berichtsjahr. Im öffentlichen Bereich ist wegen der schwierigen Haushaltssituation von Bund, Land und insbesondere der Kommunen von einer allgemein eher moderaten Nachfrage auszugehen. Im Teilbereich des öffentlichen Fernstraßenbaus gibt es allerdings durch gesonderte Investitionsprogramme des Bundes eine höhere Nachfrage nach Bauleistungen. Der private Wohnungsbau ist durch Zins- und Kostensteigerung erheblich belastet und bleibt in 2024 auf einem niedrigeren Nachfrageniveau. Insgesamt kann für das Jahr 2024 noch von einer stabilen Nachfrage nach Bauleistungen, aber volatilen Preisen ausgegangen werden. Wir rechnen mit einer Gesamtleistung und einem Geschäftsergebnis leicht unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2023. Schwierig zu bewerten ist das Risiko des Ukraine-Konflikts und des Nahost-Konflikts. Deren Ausmaß, Dauer und negative Folgen für die Gesamtwirtschaft und für die Weimer GmbH im speziellen, sind derzeit noch nicht absehbar sind. Vor diesem Hintergrund ist eine Korrektur der Prognosen, bei sich weiter verschlechternden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, nicht auszuschließen.
Lahnau, den 2. Dezember 2024 gez. Martin Bender, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Weimer GmbH hat den Sitz in Lahnau und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Wetzlar unter HRB 529. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften sowie des GmbHG aufgestellt. Die GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB. Die Bilanz zum 31. Dezember 2023 und die Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 wurden nach den Gliederungsschemata für große Kapitalgesellschaften und vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die zu Anschaffungskosten aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände werden linear pro rata temporis über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer abzüglich planmäßiger Abschreibungen, angesetzt. Die beweglichen Anlagegüter werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter werden entsprechend den steuerlichen Regelungen mit dem höchstzulässigen Betrag abgeschrieben. Die Wertpapiere sind zu Anschaffungskosten einschließlich aktivierungspflichtiger Anschaffungsnebenkosten bzw. soweit erforderlich zum niedrigeren, beizulegenden Wert bewertet. Die sonstigen Ausleihungen sind zum Nennwert bewertet. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten bewertet. Für Altbestände und ungängige Teile wurden angemessene Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen neben den Material- und den Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den anteiligen Werteverzehr des Anlagevermögens. Die auf die unfertigen Erzeugnisse erhaltenen Anzahlungen wurden offen von den Vorräten abgesetzt bzw. mit den unfertigen Erzeugnissen saldiert. Die Waren sind zu Anschaffungskosten aktiviert. Sofern der beizulegende Wert die Anschaffungskosten unterschreitet, wurde auf diesen abgeschrieben. Erhaltene Anzahlungen sind mit ihren Nettobeträgen ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind bestehende Risiken durch ausreichend bemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt worden. Der Bestand an liquiden Mitteln ist zum Nominalwert aktiviert. Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt. Die Eigenkapitalpositionen sind mit dem Nennwert angesetzt. Die Passivierung der Rückstellungen erfolgt zum nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Dabei wurden Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen nach der projected unit credit method auf der Basis der Heubeck-Richttafeln 2018 G ermittelt. Folgende Annahmen lagen - unverändert zum Vorjahr - der Bewertung zugrunde:
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren mit dem dieser Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz von 1,82 %, der sich aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren ergibt, abgezinst. Daraus ergab sich zum Bilanzstichtag ein Unterschiedsbetrag zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen 7 Geschäftsjahren ergibt, in Höhe von TEUR 8 (31.12.2022: TEUR 40). Die Steuerrückstellungen beinhalten erwartete Nachzahlungen an Betriebssteuern. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle bis zur Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und Verpflichtungen. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle bis zur Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahren abgezinst. Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Jedoch wurden erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen nach der Nettomethode unter Abzug der bereits vereinnahmen Umsatzsteuer ausgewiesen. III. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagengitter dargestellt:
Umlaufvermögen Zu dem Posten Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände ergeben sich folgende ergänzenden Angaben:
Eigenkapital Das im Handelsregister eingetragene gezeichnete Kapital beträgt unverändert DM 300.000,00. Durch die Verlängerung des Zeitraums für die Berechnung des Durchschnittszinssatzes bei der Bemessung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen von 7 auf 10 Jahre ergibt sich ein Unterschiedsbetrag zwischen der abgezinsten Rückstellung nach der bisherigen und der neuen Regelung in Höhe von TEUR 8 (31.12.2022: TEUR 40), der einer Ausschüttungssperre gem. § 253 Abs. 6 HGB unterliegt. Rückstellungen Sonstige Rückstellungen mit nicht unerheblichem Umfang bestehen für folgende Risiken:
Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und weiteren Angaben ergeben sich aus der anschließenden Übersicht:
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Haftungsverhältnisse Avalkredite (Bürgschaften) bestehen zu Gunsten diverser Versicherungen und Geldinstitute über TEUR 10.334 (Vorjahr: TEUR 8.541). Hierin sind Bürgschaften gegenüber nahestehenden Unternehmen in Höhe von TEUR 2.065 (Vorjahr TEUR 964) enthalten. Mit einer Inanspruchnahme ist aufgrund der finanziellen Ausstattung des Schuldners nicht zu rechnen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus bestehenden wesentlichen Miet- und Leasingverträgen ergeben sich folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen von ca. TEUR 3.739 (Vorjahr: TEUR 3.562). IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten TEUR 3.878 (2022: TEUR 460) aus den Abgängen von Sachanlagen. V. Sonstige Angaben Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:
Geschäftsführung Alleiniger Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2023 Martin Bender, Lahnau. Der Geschäftsführer übt seine Tätigkeit hauptberuflich aus. Beteiligungen Die Gesellschaft ist an folgenden Unternehmen mit mindestens 20 % beteiligt: (Angaben von Eigenkapital und Jahresergebnis in TEUR)
Abschlussprüferhonorar Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 16.000,00. Ergebnisverwendung Das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 8.004 ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.
Lahnau, den 2. Dezember 2024 gez. Martin Bender sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 20.12.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Weimer GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Weimer GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Weimer GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Gießen, den 2. Dezember 2024 HESSISCHE
TREUHAND GMBH
gez. Rettemeier, Wirtschaftsprüfer |
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