Stammdaten

Register
Amtsgericht Mainz HRB 47549
Eingetragen
3.8.2017
Branche
Großhandel mit chemischen ErzeugnissenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von kosmetischen Erzeugnissen, Körperpflegemitteln, Putz- und Reinigungsmitteln
Gegenstand
Die Produktion und der Vertrieb von chemischen Produkten (mit Ausnahme von Arzneimitteln i.S.d. Arzneimittelgesetzes), die Vornahme von Speditionsgeschäften aller Art mit Ausnahme des nach dem Güterkraftverkehrsgesetz erlaubnispflichtigen Güterkraftverkehrs sowie das Betreiben jeglicher Geschäfte und die Vornahme von Handlungen, die geeignet sind dem Geschäftszweck unmittelbar oder mittelbar zu dienen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jürgen Dr. Schwarz
seit 10.11.2025
Geschäftsführer
Klaus Weckheuer
seit 12.6.2019
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (4)

NameAnteil
Grace PAR CorporationUSA
89.02%
W. R. Grace & Co-Conn.USA
9.98%
Grace PAR CorporationUSA
0.90%
W. R. Grace & Co-Conn.USA
0.10%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Grace Management GP GmbH
Germany
99.00%
Grace GP GmbH
Germany
1.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Grace GmbH

Worms

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Grace basiert auf Talent, Technologie und Vertrauen und ist ein weltweit führender Anbieter von Spezialchemikalien innerhalb der Unternehmensfamilie Standard Industries.

Unsere beiden branchenführenden Geschäftssegmente - Catalysts Technologies und Materials Technologies - bieten innovative Produkte, Technologien und Dienstleistungen, die die Produkte und Prozesse unserer Kunden auf der ganzen Welt verbessern.

Durch kundenorientierte Innovationen, strategische Akquisitionen, flexible weltweite Fertigung und das Talent unserer Mitarbeiter behaupten wir starke strategische Positionen und unübertroffene Kundenbeziehungen mit vielen der besten Unternehmen der Welt.

Grace, ein Unternehmen von Standard Industries, ist bestrebt, Kunden, Aktionären und den Gemeinden, in denen wir tätig sind, sicher und nachhaltig Mehrwert zu bieten.

Grace ist ein Unternehmen, das sich seinen Kunden widmet. Wir sind seit langem ein wichtiger strategischer Lieferant für weltweit führende Energie-, Petrochemie- und Industrieunternehmen, darunter einige der angesehensten Fortune-500-Unternehmen. Sie vertrauen darauf, dass wir die Produkte, das Wissen, die Technologien, die Dienstleistungen und die Menschen bereitstellen, die sie benötigen, damit ihre Produkte besser funktionieren und ihnen zum Erfolg verhelfen. Wir verstehen und schätzen voll und ganz, dass unsere Produkte für ihren Erfolg entscheidend sind.

(Quelle Internetseite W.R. Grace)

Diese zwei operativen Segmente sind nachfolgend dargestellt.

Materials Technologies (MT): Im Bereich MT entwickelt, produziert und vertreibt Grace Zusätze für die Kosmetik-, Zahnpasten- und Lebensmittelindustrie, sowie Stabilisierungs- und Speiseölverarbeitungshilfen für die Getränke- und Lebensmittelindustrie. Weiterhin werden Mattierungsmittel, schwermetallfreie Rostschutzpigmente, funktionelle Zusätze zur Tintenstrahlbeschichtung sowie Farben-, Lack- und Papier-Additive für Lacke und Printmedien produziert. Daneben werden Silica-basierende Füller für Gummi und Reifen sowie Adsorbentien und wärmebeständige Bindemittel für diverse industrielle Märkte hergestellt.

Catalyst Technologies (CT): Dieses Segment setzt sich aus den Geschäftsbereichen Refining Technologies (RT) und Specialty Catalysts (SC) zusammen. Im Bereich Refining Technologies (RT) entwickelt, produziert und vertreibt Grace Katalysatoren und Zusätze, die zur Spaltung von schwerem Erdöl in wertvolleres Benzin, Diesel, olefinische Produkte oder sonstige Produkte in der Erdölproduktion verwendet werden. Zudem lassen sich sowohl der Emissionsausstoß bei der Verarbeitung von Öl als auch der Schwefelgehalt von Benzin und Diesel durch den Einsatz dieser Produkte reduzieren.

Im Bereich Specialty Catalysts (SC) werden spezielle Katalysatorsysteme (Trägermaterialien) sowie Katalysatoren und Additive zur Herstellung verschiedener Arten von Polyethylen- und Polypropylenharzen entwickelt, produziert und vertrieben. Diese Materialien kommen in der Produktion von Kunststofffolien, Hochleistungskunststoffrohren und Plastikbehältern zum Einsatz. Zusätzlich werden im Segment der SC chemische Katalysatoren zur Unterstützung verschiedenster chemischer Prozesse hergestellt.

Die Gesellschaft unterhält Vertriebsbüros in Dubai, Polen, der Slowakei, Spanien und Belgien.

2. Forschung und Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in Worms konzentrieren sich, wie bereits in den Vorjahren, neben der Qualitätssicherung und Verbesserung von Produkten, auf Prozessoptimierungen sowie die Unterstützung von Kunden bei der Anwendung maßgeschneiderter Spezialprodukte. Der im Geschäftsjahr 2023 entstandene Aufwand aufgrund von Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen betrug € 9,8 Mio. (Vorjahr € 9,2 Mio.).

In der Forschung und Entwicklung waren im Jahr 2023 durchschnittlich 62 Mitarbeiter tätig (Vorjahr 89 Mitarbeiter).

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Fehlende Aufträge als Folge der schwachen Industriekonjunktur in Europa und der intensive Wettbewerb führten im Jahr 2023 zu Umsatzrückgängen im In- und Ausland. Produktionsdrosselungen waren die Folge.

Geopolitische Unsicherheiten und hohe Zinsen bremsten die Entwicklung. Besonders schlecht lief es für die Wirtschaft in Europa, insbesondere für Deutschland.

Aufgrund der Auftragsflaute aus dem In- und Ausland verbuchte die Chemieindustrie einen Rückgang der Produktion im Vergleich zum Vorjahr um -7,9 % (-10,4% ohne Pharma).

Die Erzeugerpreise sanken um 0,4%. Die Energie- und Rohstoffkosten blieben überwiegend auf hohem Niveau. Aufgrund des intensiven Wettbewerbs allerdings, war die Grundstoffchemie gezwungen die Preise zu senken. Die Kostenbelastung der Branche blieb insgesamt hoch.

Die Abwärtsentwicklung bei den Umsätzen (-12,2 %) setzte sich fort. Kunden im In- und Ausland hielten sich mit Bestellungen zurück. Nur die Pharmaindustrie konnte ihr Vorjahresniveau halten. Die schwache Industriekonjunktur belastete den Inlandsumsatz (- 16,3 %). Die Nachfrage aus dem Ausland konnte den Branchenumsatz nicht stützen (-9,6%).

Die Auswirkungen der Krisenjahre zeigten sich inzwischen auch in der Entwicklung der Beschäftigung. In weiten Teilen der Chemieindustrie ging die Beschäftigung zurück, kompensiert wird diese Entwicklung derzeit noch durch einen Beschäftigungsaufbau in Teilen der Pharmaindustrie.

(Quelle VCI Quartalsbericht 4.2023 und VCI Chemie-Kennzahlen 15.März 2024)

Die Grace befindet sich im Segment Material Technologies (MT) grundsätzlich in einem polypolistischen Marktumfeld. Das Marktumfeld im Segment Catalysts Technologies (CT) könnte als oligopolistisch bezeichnet werden.

2. Geschäftsverlauf

Auch die Grace GmbH verzeichnete für das Geschäftsjahr 2023 rückläufige Umsatzerlöse. Mit einem Rückgang im Kerngeschäft um - 2,18% ( - € 16,4 Mio.) ist dieser allerdings noch moderat. Die im Geschäftsjahr 2023 erzielten Umsätze aus dem Kerngeschäft belaufen sich auf € 737 Mio. (Vorjahr € 753 Mio.).

Der Geschäftsbereich, Materials Technologies (MT), welcher im Jahr 2022 einen Umsatzzuwachs von 8,16 % gegenüber dem Vorjahr verzeichnete, musste im Jahr 2023 einen Rückgang von 10,48 % verzeichnen (- € 29,2 Mio.) Der Geschäftsbereich Materials Technologies ist aufgrund des Einsatzes in Konsumgütern besonders betroffen von der stark reduzierten Nachfrage aufgrund der schwachen Konjunktur in Europa.

Die Umsatzerlöse im Geschäftsbereich Catalyst Technologies (CT) entwickelten sich über der Gesamtbranche der Chemie (+ 2,5 %).

Im Segment der Katalysatoren für die Petroindustrie (RT) stiegen die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr erneut um 17,62%. Die sehr gute Marktplatzierung und innovative Produkte sind maßgebliche Gründe für diese Entwicklung

Im Bereich Specialty Catalysts (SC) konnte der starke Anstieg der Umsatzerlöse des Vorjahres nicht gehalten werden. Die Umsätze entwickelten sich rückläufig (- 26 %). Auch diese Entwicklung ist begründet in der gesunkenen Nachfrage aufgrund der schwachen Konjunktur.

3. Lage

a. Ertragslage und Ergebnis

Die Grace GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von € 749,4 Mio. (Vorjahr € 767,2 Mio.). Das Bruttoergebnis vom Umsatz beträgt € 220,9 Mio. (Vorjahr € 211,1 Mio.). Die Herstellungskosten sind auf € 528,5 Mio. (Vorjahr € 556,5 Mio.) gesunken, was einem Rückgang von 5,0 % entspricht und welcher mit dem Umsatzrückgang einhergeht. Die Bruttomarge im Verhältnis zum Umsatz ist auf 29,5 % gestiegen (Vorjahr 27,5 %).

Korrelierend zum Umsatz sind auch die Vertriebskosten um € 5,2 Mio. auf € 105,2 Mio. (Vorjahr € 110,4 Mio.) gesunken. Allgemeine Verwaltungskosten sind in Höhe von € 50,9 Mio. angefallen (Vorjahr € 60,2 Mio.). Im Jahr 2022 begonnene Restrukturierungsmaßnahmen sind maßgeblich die Begründung hierfür.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von € 11,3 Mio. (Vorjahr € 28,4 Mio.) sind im Wesentlichen, Erträge aus Währungseffekten (€ 9,0 Mio.) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (€ 0,6 Mio.; Vorjahr € 0) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von € 17,5 Mio. (Vorjahr € 29,7 Mio.) enthalten Aufwendungen aus Währungseffekten von € 13,9 Mio. (Vorjahr € 24,8 Mio.) sowie aus einem Brandschaden in Höhe von € 1,2 Mio.

Zinserträge wurden im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von € 4,0 Mio. erzielt (Vorjahr € 0,9). Die Zinserträge resultieren maßgeblich aus Cashpool Forderungen.

Der Zinsaufwand im Jahr 2023 beträgt € 1,8 Mio. (Vorjahr € 6,9 Mio.) und ist weitgehend auf die Aufzinsung der langfristigen Rückstellungen zurückzuführen (2023 € 1,3 Mio.; 2022 € 6,7 Mio.).

Die Beteiligung an der Grace Catalysts & Materials SLU, Tarragona, Spanien wurde im Geschäftsjahr 2022 um € 21,5 Mio. außerplanmäßig abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf Beteiligungen vorgenommen.


Insgesamt ergibt sich in diesem Geschäftsjahr ein Jahresüberschuss, vor Gewinnabführung, in Höhe von € 51,0 Mio.
(Vorjahr € 2,4 Mio.).

b. Finanzlage

Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt 36,6 % (Vorjahr 35,9 %). Das Eigenkapital finanziert somit das Anlagevermögen zu 78,4 % (Vorjahr 79,9 %). Der Nettoforderungssaldo gegenüber verbundenen Unternehmen beträgt € 62,8 Mio. (Vorjahr € 12,1 Mio.). Die Cash-Pool Forderungen gegen verbundene Unternehmen, welche sich im Geschäftsjahr 2022 auf € 69,3 Mio. beliefen, sind im Geschäftsjahr 2023 auf € 89,8 Mio. gestiegen; die Verbindlichkeiten aus Darlehen betragen € 0 Mio. (Vorjahr € 2,9 Mio.). Die liquiden Mittel (Guthaben bei Kreditinstituten) betragen € 2,7 Mio. (Vorjahr € 2,0 Mio.).

Derivative Finanzinstrumente

Absicherung von Bezugspreisen

Es ist die Unternehmenspolitik, in regelmäßigen Abständen Terminkontrakte, Optionskontrakte und andere Finanzgeschäfte abzuschließen. Instrumente, die zum Schutz vor Schwankungen der Wechselkurse, Zinsen und Rohstoffpreise als angemessen erachtet werden.

Im Rahmen ihrer normalen Handels- oder Geschäftstätigkeit kauft die Grace GmbH Erdgas im Rahmen von Erdgaslieferverträgen mit verschiedenen Drittanbietern zur Verwendung in ihren Produktionsbetrieben zum variablen, aktuellen Marktpreis. Folglich setzt die Volatilität des Marktpreises für Erdgas die Grace GmbH dem Risiko ungewisser Cashflows zu einem zukünftigen Zeitpunkt aus.

Um diesem Preisrisiken zu begegnen, schließt die Gesellschaft teilweise Sicherungsgeschäfte in Form von Finanzderivaten auf Gaseinkäufe ab.

Die Effektivität der Sicherungsgeschäfte wurde zu Beginn mit Anwendung einer Regressionsanalyse gemessen und bestätigt.

Die Grace GmbH wird den Gewinn oder Verlust, der sich aus dem oben beschriebenen Sicherungsgeschäften ergibt, darstellen, indem der Gewinn oder Verlust aus dem Vertrag in dem Zeitraum berücksichtigt wird, in dem der Cashflow voraussichtlich eintreten wird.

c. Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist von € 564,9 Mio. auf € 554,9 Mio. gesunken. Dies entspricht einem Rückgang von € 10,0 Mio. bzw. 1,7 %.

Das Anlagevermögen beträgt € 258,9 Mio. und entspricht damit 46,7 % der Bilanzsumme (Vorjahr € 253,9 Mio.; 45 %). Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau haben sich um € 10,8 Mio. von € 24,9 Mio. auf € 14,1 Mio. reduziert.

In den Abschreibungen von € 19,9 Mio. sind planmäßige Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert von € 0,3 Mio. enthalten.

Die Sachanlageninvestitionen beliefen sich in den Werken Düren und Worms auf insgesamt € 25,9 Mio. (Vorjahr € 28,9 Mio.).

Im Bereich des Umlaufvermögens ist der Bestand des Vorratsvermögens von € 97,6 Mio. im Vorjahr auf € 86,1 Mio. gesunken. Der Rückgang des Vorratsvermögens um 12 % resultiert im Wesentlichen aus reduzierten Lagerbeständen aufgrund hoher Nachfrage im Bereich RT.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen haben sich von € 211 Mio. auf € 206,7 Mio. verringert.

Das Eigenkapital weist zum 31. Dezember 2023 unverändert zum Vorjahr einen Saldo von € 202,9 Mio. aus.

Die Rückstellungen betragen € 225,1 Mio. bzw. 40,6 % der Bilanzsumme (Vorjahr € 215,6 Mio. bzw. 38,2 %). Die Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Pensionen in Höhe von € 203,1 Mio. (Vorjahr € 190,3 Mio.).


Die Verbindlichkeiten betragen € 127,0 Mio. bzw. 22,9 % der Bilanzsumme (Vorjahr € 146,4 Mio. bzw. 25,9 %). Wesentliche Posten der ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen € 68,7 Mio. (Vorjahr € 79,7 Mio.), sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (€ 49,6 Mio.; Vorjahr € 58,7 Mio.).

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wesentliche Zielgrößen zur Unternehmenssteuerung sind das EBITDA, die Umsatzrendite sowie die Umsatzerlöse. Die Umsatzrendite berechnen wir im Verhältnis des EBITDA zu den Umsatzerlösen.

Im Jahr 2023 konnte ein EBITDA von € 68,6 Mio. (Vorjahr € 50,3 Mio.) erzielt werden. Die Umsatzrendite beträgt 9,16 % (Vorjahr 6,56%). Wie im Lagebericht des Jahresabschluss 2022 prognostiziert, konnte sowohl die Steigerung der Umsatzrendite als auch des EBITDA erzielt werden.

Die prognostizierte Umsatzsteigerung konnte zwar nicht erfüllt werden, aber die im Verhältnis zum Vorjahr gesunkenen Herstellkosten führten zu Margensteigerung und führten letztendlich zu einem höheren Bruttoergebnis vom Umsatz, trotz gesunkener Umsatzerlöse.

Im Jahr 2023 konnten insgesamt Umsatzerlöse im Kerngeschäft in Höhe von € 737 Mio. (Vorjahr € 753 Mio.) erzielt werden.

Im Geschäftsbereich CT stiegen die Umsätze um insgesamt € 11,5 Mio. (+ 2,5%) von € 462,1 Mio. im Jahr 2022 auf € 473,6 Mio. im Jahr 2023.


Die Umsätze im Bereich RT stiegen von € 301,8 Mio. im Jahr 2022 auf € 355,1 Mio. und übertraf mit einer Umsatzsteigerung von € 53,2 (+ 17,62%), die Erwartungen.


Wohingegen der Produktbereich SC einen starken Einbruch der Umsatzerlöse um € 41,7 Mio. (- 26%), von € 160,2 Mio. auf € 118,5 Mio. im Jahr 2023 verzeichnete. Der prognostizierte Umsatz auf Niveau des Jahres 2022 wurde im Geschäftsbereich CT erfüllt, auf den einzelnen Produktbereichen/Untersegmenten allerdings über- oder untertroffen.

Umsätze in Höhe von € 249,4 Mio. (Vorjahr € 278,5 Mio.) wurden im Bereich MT erwirtschaftet. Dies entspricht einem Rückgang von 10,5 % gegenüber dem Vorjahr, welcher, wie auch die Gesamtwirtschaftliche Entwicklung, dem Nachfragerückgang aufgrund der schwachen Konjunktur geschuldet ist.

Durch die an Kunden berechnete Frachten wurden Umsätze in Höhe von € 13,6 Mio. (Vorjahr € 12,4 Mio.) erzielt.

Im Vergleich zur Entwicklung der Gesamtchemie-Industrie, meisterte die Grace GmbH die Krisen und Schwierigkeiten des Jahres 2023 etwas besser. Dies ist auch bedingt durch die Breite Produktpallette, welche eine größere Flexibilität bietet. Investitionen in innovative Technologien, sowie langfristige Kundenbeziehungen, stärken die Position der Gesellschaft am Markt. Die Lage der Grace GmbH kann weiterhin als positiv beurteilt werden.

5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Als nicht-finanzielle Leistungsindikatoren sind die Energieeffizienz, die Mitarbeiterentwicklung sowie die Arbeitssicherheit definiert.

Die Grace GmbH misst dem Schutz der Umwelt sowie dem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen eine große Bedeutung zu. Dabei werden die vorhandenen Kompetenzen und Erfahrungen sowohl bei der Optimierung von Technologien und Prozessen als auch bei der Entwicklung innovativer Produkte zum Schutz der Umwelt, der Gesellschaft und des Klimas eingesetzt. Ziel ist es den Ressourceneinsatz noch weiter zu optimieren, den Ausstoß von Emissionen weiter zu verringern, den Wasserverbrauch weiter zu senken und die Erzeugung von Abfällen so weit wie möglich zu vermeiden.


Darüber hinaus sind die Produktionsstandorte in Worms und Düren nach der weltweit gültigen Umweltmanagementnormen DIN EN ISO 14001 und DIN EN ISO 50001 zertifiziert und werden jährlich einem externen Audit unterzogen. Seit vielen Jahren wird dieses nach ISO 14001 und ISO 50001 zertifizierte Umwelt- und Energiemanagementsystem kontinuierlich weiterentwickelt.

Der Zielwert von 5.387 kWh/t für die Energieintensität (Energiemenge pro Nettoproduktionsmenge) wurde 2023 mit 4.986 kWh/t um 7,9 % unterschritten. Diese Verbesserung der Energiekennzahl ergibt sich durch eine leichte Verringerung der Fertigproduktmenge (5,8 % gegenüber Vorjahr) in Relation zu geringerem Gesamtenergieverbrauch (6,9 %).


Im Geschäftsjahr 2023 waren in der Gesellschaft durchschnittlich 642 (2022: 656 Mitarbeiter) Mitarbeiter beschäftigt. Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer im Angestelltenverhältnis belief sich auf 278 Mitarbeiter (Vorjahr 295 Mitarbeiter). Die Anzahl der im gewerblichen Bereich tätigen Mitarbeiter ist leicht gestiegen (361 im Jahr 2022; 364 im Geschäftsjahr 2023). Die im Jahresabschluss 2022 getroffenen Prognose, in welcher von einem Rückgang der durchschnittlichen Anzahl der Arbeitnehmer um ca. 5 % ausgegangen wurde, ist insofern mit einem Rückgang von 2 % eingetreten. Der Personalaufwand des Geschäftsjahres 2023 beträgt € 81,9 Mio. (Vorjahr € 75,3 Mio.).

Das seitens der Gesellschaft implementierte Vergütungssystem gewährt eine transparente und leistungsgerechte Bezahlung der Beschäftigten. Neben dem leistungs- und verantwortungsbezogenen Grundlohn bzw. -gehalt sind auch erfolgsabhängige Vergütungsbestandteile sowie diverse Zusatzleistungen, insbesondere eine attraktive betriebliche Altersvorsorge, vorgesehen.

Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung sind grundlegende Bestandteile der Personalpolitik. Die Beteiligung von Arbeitnehmervertretern ist daher ein fester Bestandteil der Unternehmenskultur. Kollektive Regelungen wie Tarifverträge oder betriebliche Vereinbarungen bestimmen die Arbeitsbedingungen der Grace GmbH.

Die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter sowie der Schutz der Umwelt zählen zu den wichtigsten Anforderungen der Grace GmbH. Sicheres Arbeiten fördern und überprüft die Gesellschaft unter anderem durch Gefährdungsbeurteilungen, Sicherheitsregeln, Seminare und Audits. Die Grace GmbH geht dabei über die gesetzlichen Anforderungen hinaus und hat z.B. das Sicherheitsmanagementsystem mit dem Gütesiegel "Sicher mit System" von der BG Rohstoffe und chemischen Industrie (BG RCI) zertifizieren lassen. Die Anforderungen der weltweit bekannten Arbeitsschutzmanagementnorm DIN EN ISO 45001 werden dabei nachweislich erfüllt. Um die verhaltensbezogene Sicherheitskultur weiter zu verbessern, wurde ein Projekt zur Sicherheitskulturentwicklung mit dem Namen GOAL ZERO ausgerollt. Das Projekt startete mit verschiedenen Workshops auf der Führungsebene und wurde auf die Betriebe ausgeweitet. Im Rahmen des Projektes wurden unter anderem die zehn Grace Grundregeln zum sicheren Handeln entwickelt und implementiert, das Unterbrechen von unsicheren Tätigkeiten im Rahmen der "STOPP-Initiative" gefördert und die Kommunikation hierarchieübergreifend verbessert. Im zweiten Halbjahr 2023 ereigneten sich an den Standorten Worms und Düren keine meldepflichtigen Unfallereignisse mehr.

Ziel der Grace GmbH ist es Unfälle jeglicher Art vollständig zu vermeiden. Im Jahr 2023 ereigneten sich am Produktionsstandort Worms vier Unfälle nach den strengen OSHA-Kriterien, davon aber nur zwei mit Ausfallzeit. Gemäß OSHA 300-Kriterien wurde eine Unfallrate von 0,45 (Vorjahr 0,31) meldepflichtigen Arbeitsunfällen pro 200.000 Arbeitsstunden mit Berücksichtigung unserer Leiharbeitnehmer registriert. Weltweit erzielte Grace eine Unfallrate von 0,42 (Vorjahr 0,62) meldepflichtigen Arbeitsunfällen pro 200.000 Arbeitsstunden.

Um das ambitionierte Ziel "Null Unfälle" künftig zu erreichen setzt Grace weiterhin auf eine Weiterentwicklung der Sicherheitskultur. In Wöchentlichen Meetings werden aktuelle Themen der Mitarbeiter in den einzelnen Bereichen direkt mit der Werkleitung besprochen. Dadurch wurde die Kommunikation stak verbessert. Die Zehn Grace Grundregeln zum sicheren Handeln sind Teil dieser Besprechungen. Vorgesetze sind aufgefordert, in die Betriebe zu gehen und das Gespräch mit Mitarbeitern zum Thema Arbeitssicherheit zu suchen. Arbeitssicherheit findet vor Ort statt. Ein Beratungsunternehmen wird die Fa. Grace bei der Sicherheitskulturentwicklung weiterhin unterstützen. Auch Kontraktoren sollen zukünftig noch intensiver in Grace Sicherheitsarbeit eingebunden werden.

6. Erklärung zur Unternehmensführung

Festsetzung der Zielgröße des Frauenanteils unter den Geschäftsführern

Die Beschäftigung von Frauen, in Führungspositionen sowie generell, wird nicht nur als selbstverständlich erachtet, sondern auch als wichtigen Bestandteil in Hinsicht auf Vielfalt und Chance zur Weiterentwicklung wertgeschätzt.

Offene Stellen werden unabhängig vom Geschlecht mit der/dem fachlich und persönlich geeignetsten Kandidatin bzw. Kandidaten besetzt.

Bei der Geschäftsführung der Gesellschaft handelt es sich um ein einköpfiges und damit kleines Gremium, für welches keine starre Quote festgelegt werden kann. Zudem liegt es im Unternehmensinteresse, bei Schlüsselpositionen im obersten Management personelle Kontinuität sicherzustellen. Wechsel allein aufgrund des Geschlechts können daher nicht herbeigeführt werden.

Begründet darauf wird die Zielgröße der Frauenquote in der Geschäftsführung der Gesellschaft für die nächsten drei Jahre auf 0% festgelegt.

Festsetzung der Zielgröße des Frauenanteils in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführer

Die Zielgröße für die Frauenquote in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführer wird auf 25 % festgelegt. Die Frist für die Erreichung dieser Zielgröße wird auf den 31. Dezember 2026 festgelegt.

Die mit Gesellschafterbeschluss vom 11. Juli 2022 beschlossene Zielgröße zum 31.12.2023, konnte aufgrund von konzerninternen Wechseln von Mitarbeiterinnen in die Führungsebene anderer deutscher Grace Gesellschaften, nicht erreicht werden, aber wir sind weiterhin bestrebt die beschlossene Zielgröße zu erreichen.

III. Prognosebericht

Finanzielle Leistungsindikatoren

Für das Gesamtjahr 2024 rechnet der VCI mit einer auf niedrigem Niveau stagnierenden Produktion. Bei rückläufigen Preisen wird der Branchenumsatz in diesem Jahr voraussichtlich um 3,5 Prozent sinken.

Die Lage auf den Energie- und Rohstoffmärkten bleibt angespannt. Der anhaltende Auftragsmangel in Verbindung mit den hohen Produktionskosten am Standort Deutschland belastet weiterhin die Geschäfte.

Weiter steigende Bürokratiekosten sowie hohe Steuern und Abgaben setzen die Margen zusätzlich unter Druck.

Nahezu alle Unternehmen treten inzwischen auf die Kostenbremse. Vermehrt wird mittlerweile über umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen und Effizienzprogramme berichtet (Schließung von Produktionsanlagen, Aufgabe einzelner Geschäftsfelder, Ausgliederung von Unternehmensteilen oder die Verlagerung von Investitionen ins Ausland). Der Strukturwandel hat Fahrt aufgenommen.

Eine konjunkturelle Erholung ist noch nicht in Sicht. Die weltwirtschaftliche Flaute, hohe Energie- und Rohstoffpreise, eine regulatorische Überforderung der Unternehmen, die marode Infrastruktur, steigende Arbeitskosten und der Fachkräftemangel belasten die deutsche Industrie zunehmend. (Quelle: VCI Quartalsbericht Q4.2023)

Aufgrund der oben genannten Faktoren, rechnet auch die Grace GmbH für das Geschäftsjahr 2024 mit stagnierenden bzw. leicht rückläufigen Umsätzen.

Im Bereich CT rechnet man mit rückläufigen Umsätzen. Dies basiert hauptsächlich auf der Annahme einer rückläufigen Umsatzentwicklung im Bereich RT. Im Produktbereich SC erwartet man hingegen einen Umsatzzuwachs für das Geschäftsjahr 2024 im Vergleich zum Rückgang 2023.

Im Produktbereich MT rechnet man mit leicht steigenden Umsätzen im Vergleich zum Vorjahr.

Aufgrund der aktuellen Kostenentwicklung wird für das Geschäftsjahr 2024 ein im Verhältnis zum Geschäftsjahr 2023 minimal steigende Umsatzrendite und einemleicht steigendem EBITDA zwischen € 70 Mio. und € 75. Mio. erwartet.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Zur Steigerung der Energieeffizienz werden im Rahmen des Energiemanagementsystems, welches nach DIN EN ISO 50001 zertifiziert ist, jedes Jahr zahlreiche Projekte geplant und erfolgreich umgesetzt. Ein Team arbeitet kontinuierlich an neuen Projekten, um die Energieeffizienz weiter zu verbessern und den spezifischen Energieverbrauch stetig zu senken. Als Ziel für den Zeitraum bis 2026 ist eine Reduzierung der Energieintensität um 2,5 % bezogen auf das Vergleichsjahr 2016 definiert. Dazu werden im Rahmen des Energiemanagements kontinuierlich alle wesentlichen Energieverbraucher analysiert, um Projekte zur Optimierung des spezifischen Energieeinsatzes zu identifizieren und umzusetzen.


Grace hat sich im Q4 2020 verpflichtet, den Energieverbrauch (Zielwert 2024 kWh/t 5.372) und auch die damit verbundenen Treibhausgasemissionen zu senken, indem die Energieeffizienz verbessert und die Quote des Energie-Recyclings (z.B. aus Abwärme) erhöht wird. Grace hat sich zum globalen Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen von Scope 1 und Scope 2 bis 2029 um 22 % gegenüber 2019 zu senken, sowie den Wasserverbrauch um 10 % und die Abfallquote zur Deponie um 5 % bezogen auf das Vergleichsjahr 2019 zu reduzieren. Auf den Standort Worms bezogen sollen somit von 2019 bis 2029 a. die Emissionen um 27.420 tCO2/Jahr gesenkt, b. der Wasserbrauch um 238.966 m³/Jahr reduziert und c. 500 t/Jahr an Abfall zur Deponie vermieden werden.

Um diese Ziele zu erreichen, wurde eine Nachhaltigkeitsinitiative gestartet. Die Nachhaltigkeitsorganisation wurde im Jahr 2021 erweitert und zusätzliche Positionen besetzt.

Im Geschäftsjahr 2024 wird die Anzahl der Mitarbeiter konstant bleiben, sofern die konjunkturellen Einflüsse die Auswirkungen auf das Unternehmen sich nicht drastisch verändern.

Die Lohn- und Gehaltskosten werden sich im Rahmen des vereinbarten Tarifvertrages entwickeln.

Durch die Weiterentwicklung unserer Sicherheitskultur erwarten wir eine weitere Verbesserung unserer Sicherheitsleistung. GOAL-Zero wird weiterhin unser Ziel sein und der Fokus wird auf einer präventiv wirksamen Arbeitssicherheit liegen. Dazu gehören insbesondere die Präsenz von Führungskräften vor Ort, ein weiteres Verbessern der Kommunikation und die Optimierung unseres Ereignismeldewesens mit dem Fokus auf Leading Indicators. Jeder einzelne macht den Unterschied, um sicher zu arbeiten. Außerdem wird weiterhin ein Fokus auf Critical Life Safety Themen und Gefahrenerkennungsworkshops gelet werden. Keine meldepflichtigen Arbeitsunfälle/Erkrankungen sehen wir als erreichbares Ziel an. Eine Rezertifizierung unseres Arbeitssicherheit Managementsystems nach ISO 45001 ist für das Jahr 2024 geplant.

IV. Chancen- und Risikobericht

Es gibt erste Lichtblicke für die chemisch-pharmazeutische Industrie. Nach einem enttäuschenden Schlussquartal konnten Produktion und Umsatz im ersten Quartal 2024 gesteigert werden. Grund dafür sind eine gestiegene Nachfrage im außereuropäischen Ausland und leere Lager in den Kundenindustrien, die zu einem erhöhten Auftragseingang führten. Allerdings blieb die Industriekonjunktur in Deutschland und Europa insgesamt schwach. In der Chemieindustrie liegen Produktion und preisbereinigte Umsätze immer noch gut 15 Prozent niedriger als vor der Krise. Eine Trendwende zeichnet sich noch nicht ab. Die Lage ist insgesamt fragil. Aus wenn die Nachfrage etwas anziehe, bleibe die Auftragslage insgesamt schwach, vor allem im Inland.

Positive Impulse kommen vor allem aus dem Ausland.

Deutschland ist und bleibt als Wirtschaftsstandort zu teuer.

(Quelle: VCI Lichtblicke im Chemiegeschäft; Mai 2024)

Die allgemeine Gasversorgungslage hat sich stabilisiert und die Preise für Energien haben sich wieder gesenkt. Auch die, im Verhältnis zur Gesamtchemieindustrie, bessere Entwicklung der Gesellschaft im Jahr 2023 zeigt, dass die Gesellschaft trotz der genannten Schwierigkeiten, weiterhin an ihrer profitablen Wachstumsstrategie festhalten kann.

Die Unsicherheiten aufgrund verschiedener Krisenherde in der Welt, bestehen weiterhin und werden voraussichtlich längerfristigen Einfluss auf die Weltwirtschaft nehmen und sich sehr wahrscheinlich auch weiterhin auf die Profitabilität der Gesellschaft auswirken.

a) Liquidität

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, das sich daraus ergibt, dass Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit nicht vollständig und rechtzeitig erfüllt werden können.

Liquiditätsrisiken aus Schwankungen der Zahlungsströme erkennen wir im Rahmen unseres zentralen Liquiditätsrisikomanagements frühzeitig. Wir beteiligen uns an einem regionalen Cash-Pool, der das Liquiditätsmanagement vereinfacht und den Bedarf an externen Krediten vermeidet. Darüber hinaus kann das Unternehmen bei Bedarf auf seine globalen Liquiditätsreserven zurückgreifen.

Aufgrund der vorstehenden Aussagen kann die Eintrittswahrscheinlichkeit des Liquiditätsrisikos als gering eingeschätzt werden. Diese Einschätzung wird durch die globale Liquidität des Unternehmens auf Konzernebene und durch unsere Fähigkeit, Zugang zu den Kapitalmärkten zu erhalten, weiter untermauert.

b) Personal

Die Verfügbarkeit von Mitarbeitern mit erforderlichen Qualifikationen zum richtigen Zeitpunkt stellt das aktuell wesentlichste Personalrisiko dar.

Aufgrund interner Weiterbildungen und einem attraktivem Total Reward Paket (Grundgehälter, Boni, Sozialleistungen etc.), ergeben sich in diesem Zusammenhang attraktive Anreize für alle Mitarbeiter. Zudem ergibt sich durch unsere spezifischen Ausbildungen im Tarifbereich eine sehr gute Quelle für geeignetes und qualifiziertes Personal. Ergänzend gibt es Möglichkeiten über Outsourcing (Personaldienstleister, Werkverträge), die Verschiebung von Aufgaben im Konzern, weitere Human Ressource-Potenziale zu nutzen.

c) Beschaffung

Die geopolitischen Einflüsse des Jahres 2022 waren noch bis zu Beginn des Jahres 2023 zu spüren. Generell hat sich die Beschaffungssituation gegenüber dem Vorjahr verbessert und die Märkte haben sich weitestgehend normalisiert. Jedoch gibt es weiterhin Versorgungsengpässe und generell bewegen sich die Rohstoffkosten fortwährend auf einem hohen Niveau. Das Jahr 2023 war vor allem geprägt von einer Rohstoffknappheit, einem Anstieg der Inflation, Energiekosten auf einem weiterhin hohen Niveau und einer weiteren Erhöhung des Zinsniveaus durch die EZB. Zudem führten Unsicherheiten in der Ausrichtung der deutschen Wirtschaftspolitik zu nicht unerheblichen Kostensteigerungen. Generell ist im Bereich Rohstoffe zu beobachten, dass die Preise auf einem hohen Level verharren, es aber Tendenzen zu Kostensenkungen insbesondere im Bereich Commodities gibt.

Bei den indirekten Materialien, insbesondere bei Metallen und Kunststoffen, bestehen weiterhin Verknappungen und das Preisniveau ist konstant hoch. Auf das Gesamtjahr bezogen weisen diese Materialien eine Inflationsrate im hohen einstelligen Bereich aus.

Unter anderem aufgrund des Fortgangs des Ukrainekriegs, eines potenziellen Konflikts China/Taiwan, der globalen Märkte und der Weltwirtschaft ist nicht zeitnah damit zu rechnen, dass sich die oben genannte Situation hinsichtlich des allgemeinen Kostenniveaus spürbar und nachhaltig verbessert. Die Sicherstellung der Versorgung wird auch im Jahr 2024 im Zentrum der Aktivitäten in der Beschaffung stehen. Zudem wird das Thema Nachhaltigkeit eine noch stärkere Rolle einnehmen, da in der EU mittlerweile diverse Verpackungsgesetze sowie das Lieferkettengesetz verabschiedet worden sind.

d) Datenschutz und IT-Compliance

Grace hat ein globales Rahmenwerk für Cybersicherheitsrisiken eingeführt, mit dem Ziel, den Schutz der kritischen Vermögenswerte unseres Unternehmens durch die Identifizierung, Bewertung und Minderung potenzieller Cybersicherheitsrisiken sicherzustellen. Das Risikomanagement ist ein wichtiger Bestandteil unseres Sicherheitsprogramms und trägt dazu bei, dass Risiken für die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit identifiziert, analysiert und auf einem akzeptablen Niveau gehalten werden. Es werden vierteljährliche Risikobewertungen von Kontrollen erstellt, die den Cybersicherheitsstandards in sechs Schlüsselbereichen zugeordnet sind, darunter Identität, Datenverarbeitung, Netzwerk, Speicher, Anwendung und Fertigung, um Bereiche zu priorisieren und sich auf diese zu konzentrieren, die den größten Einfluss auf kritische und sensible Informationsressourcen haben, und die Grundlage dafür zu schaffen fundierte Entscheidungsfindung in Bezug auf Informationssicherheit. Darüber hinaus unterhält Grace ein Programm zur Sensibilisierung für Cybersicherheit, das fortlaufende Sicherheitsschulungen, Phishing-Simulationen und Endbenutzerkommunikation umfasst.

e) Gesamtwirtschaftliche und geopolitische Rahmenbedingungen

Die Weltkonjunktur ist mit neuem Schwung in das Jahr 2024 gestartet. Dies liegt insbesondere an einer deutlichen Erholung des globalen Warenhandels. Gleichzeitig steigt auch die globale Industrieproduktion. Trotz hoher Zinsen und einer gestiegenen geopolitischen Unsicherheit sind insbesondere die Volkswirtschaften USA und China globale Wachstumstreiber. Während in den USA das Wirtschaftswachstum breit angelegt ist, ist in China der Dienstleistungssektor die treibende Kraft.

Die Wirtschaft im Euro-Raum zeigt sich am aktuellen Rand zwar noch schwach, eine Belebung der Konjunktur dürfte jedoch anstehen. Steigende Reallöhne und der Aufschwung der Weltkonjunktur dürften die Nachfrage stärken.

Die geldpolitische Straffung zeigt ihre Wirkung, und es dürfte im Verlauf des Jahres 2024 zu ersten Zinssenkungen kommen. Die Finanzierungsbedingungen für Unternehmen dürften sich damit verbessern.

International stellt die geopolitische Unsicherheit ein erhebliches Risiko für die Konjunktur dar. Sie liegt deutlich höher als im historischen Durchschnitt der Jahre bis 2021.

Gründe hierfür sind der andauernde Krieg in der Ukraine und der Nahostkonflikt infolge des Terrorangriffs der Hamas auf Israel. Durch eine Ausweitung des Nahostkonflikts könnten insbesondere die Energiepreise erneut ansteigen.

(Quelle: Frühjahrsgutachten 2024 des Sachverständigenrat für Wirtschaft)

Die oben genannten Risiken haben weiterhin noch unabsehbare Folgen für die Weltwirtschaft und somit auch auf die Entwicklung der Gesellschaft.

f) Devisen / Wechselkurse

Als international tätiges Unternehmen ist die Grace GmbH zwangsläufig Währungsrisiken ausgesetzt. Währungsrisiken und -chancen resultieren aus der Ungewissheit über die künftige Wechselkursentwicklung bei bereits gebuchten oder für die Zukunft geplanten Transaktionen in Fremdwährung. Diese Unsicherheit bezieht sich auf Wechselkursentwicklungen in beide Richtungen und kann daher sowohl als Chance als auch als Risiko verstanden werden. Durch den Einsatz derivativer und originärer Finanzinstrumente werden die jeweiligen Nettopositionen in den einzelnen Währungspaaren abgesichert. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich als Sicherungsinstrumente eingesetzt. Diese werden nicht für Handels- oder Spekulationszwecke verwendet.

Die entsprechenden Währungssicherungsgeschäfte werden global zentral für die Grace GmbH verwaltet, jedoch im Auftrag der jeweiligen Gesellschaft abgeschlossen. Die wesentlichen Fremdwährungsrisiken der Grace GmbH gegenüber dem Euro resultieren vor allem aus dem US-Dollar, dem omanischen Rial, dem kuwaitischen Dinar, dem japanischen Yen, dem britischen Pfund und dem Dirham der Vereinigten Arabischen Emirate.

g) Produktinnovation und Einsatz neuer Technologien

Die schnelle Reaktion auf Marktanforderungen mit Produktinnovationen und der Einsatz neuer Technologien bergen Wettbewerbsvorteile und damit gute Wachstumschancen für die Grace GmbH. Hier sieht sich die Gesellschaft als wettbewerbsfähig.

h) Preisrisiken aus Rohstoffen und Energie

Als produzierendes Industrieunternehmen ist die Grace GmbH Preisrisiken in Bezug auf den Einkauf von Rohstoffen und Energie ausgesetzt. Dies betrifft insbesondere die volatilen Marktpreise für Erdgas.

Um diesen Schwankungen entgegenzuwirken, sichert die Gesellschaft die Preise für den Bezug von Erdgas mit Finanzderivaten. Es werden maximal 80% des Gesamtvolumens mit Derivaten gesichert. Die entsprechenden Sicherungsgeschäfte werden global, zentral, für die jeweilige Gesellschaft abgeschlossen.

Die Chance an sinkenden Marktpreisen zu partizipieren geht durch diese Absicherung teilweise verloren, die Sicherung der Planbarkeit und Absicherung gegen steigende Preise überwiegt aber diesem Risiko.

Die folgende Tabelle gibt für dargestellten Risiken und Chancen, die innerhalb des einjährigen Prognosezeitraums zu Abweichungen führen können, unsere Erwartungen hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung wieder:

Eintrittswahrscheinlichkeit (in %) / Auswirkung 0 - 25 26 - 50 51 - 75 76 - 100
Niedrig d) f)
Mittel b) h) g)
hoch a) c) e)

Die vorgenannten Risiken, insbesondere die gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen, werden als herausfordernd für die Entwicklung der Gesellschaft angesehen.

 

Worms, den 26. September 2024

Grace GmbH

Geschäftsführer

Sebastian Schäfe

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

  31.12.2023 31.12.2022
 
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte    
und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen    
Rechten und Werten 2.503.286 2.764.085
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.747.442 997.402
  5.250.728 3.761.487
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten    
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 63.869.197 63.641.631
2. Technische Anlagen und Maschinen 144.164.780 130.098.085
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.688.440 5.685.719
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 14.052.882 24.888.234
  227.775.299 224.313.669
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.861.462 25.863.462
  258.887.489 253.938.618
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 18.957.266 21.581.475
2. Unfertige Erzeugnisse 17.031.695 11.231.575
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 50.152.264 64.785.352
  86.141.225 97.598.402
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 64.099.118 109.234.754
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 131.530.919 91.276.044
3. Sonstige Vermögensgegenstände 11.116.296 10.694.933
  206.746.333 211.205.731
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.680.697 1.962.717
  295.568.255 310.766.850
C. Rechnungsabgrenzungsposten 483.658 171.460
  554.939.402 564.876.928

Passiva

  31.12.2023 31.12.2022
 
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 5.000.000 5.000.000
II. Kapitalrücklage 197.866.654 197.866.654
  202.866.654 202.866.654
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 203.083.432 190.295.484
2. Steuerrückstellungen 97.513 0
3. Sonstige Rückstellungen 21.915.020 25.277.765
  225.095.965 215.573.249
C. Verbindlichkeiten    
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 456.286 638.266
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 49.550.683 58.702.251
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 68.721.685 79.171.415
4. Sonstige Verbindlichkeiten 8.248.129 7.925.093
(davon aus Steuern € 2.223.917,62; Vorjahr € 2.090.468)    
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 797.471;    
Vorjahr € 603.879)    
  126.976.783 146.437.025
  554.939.402 564.876.928

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

  01.01.2023 bis 31.12.2023 01.01.2022 bis 31.12.2022
 
1. Umsatzerlöse 749.403.526 767.619.714
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse    
erbrachten Leistungen -528.473.497 -556.521.997
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 220.930.029 211.097.717
4. Vertriebskosten -105.225.301 -110.373.238
5. Allgemeine Verwaltungskosten -50.975.213 -60.199.730
6. Forschungs- und Entwicklungskosten -9.784.120 -9.170.080
7. Sonstige betriebliche Erträge 11.295.591 28.454.213
(davon aus Währungsumrechnung € 9.028.047;
Vorjahr € 27.059.878)
   
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -17.518.480 -29.661.588
(davon aus Währungsumrechnung € 13.922.969;
Vorjahr € 24.829.036)
   
9. Erträge aus Beteiligungen 253.494 0
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.044.739 872.291
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 -21.505.139
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.788.603 -6.937.817
(davon Aufwendungen aus Aufzinsung €1.328.621; Vorjahr
€ 6.672.236)
   
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -48.731 -33.478
14. Ergebnis nach Steuern 51.183.405 2.543.151
15. Sonstige Steuern -195.316 -128.809
16. aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne -50.988.089 -2.414.342
17. Jahresüberschuss 0 0
18. Bilanzgewinn 0 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen

Die Grace GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 und 4 HGB. Die Grace GmbH mit Sitz in Worms wird im Register des Amtsgericht Mainz unter HRB 47549 geführt.

Grundsätze der Rechnungslegung

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde nach den Grundsätzen des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB angewendet.

Zusätzlich zu dem vorgesehenen Gliederungsschema der Gewinn- und Verlustrechnung in § 275 Abs. 3 HGB werden "Forschungs- und Entwicklungskosten" in einer separaten Position ausgewiesen um die Aussagekraft der Gewinn- und Verlustrechnung zu erhöhen.

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

1. Bilanzierung und Bewertung

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear entsprechend ihrer voraussichtlichen betrieblichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Der mit Kaufvertrag vom 24.Juni 2017 erworbene Goodwill auf das Sident, Zeofoam und Zeoflo-Business, in Höhe von T€ 2.037, wird über 10 Jahre abgeschrieben. Die angenommene Abschreibungsdauer begründet sich auf das alleinige Vertriebsrecht dieser Produkte für diesen Zeitraum. Die Abschreibung für das Geschäftsjahr 2023 beträgt T€ 203. Die mit dieser Akquisition erworbene Kundenliste und Markenrechte werden über 10 bzw. 5 Jahre abgeschrieben.


Im Oktober 2023 wurden die Vermögensgegenstände der Alltech Belgien an die Grace GmbH verkauft, welche zum gleichen Zeitpunkt eine Branch in Belgien gegründet hat. Der aus dieser Transaktion resultierende Goodwill in Höhe von T€ 2.069 wird über 5 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibung für das Geschäftsjahr 2023 beträgt T€ 69.

Die Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte wird in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Die mit dem Erwerb des Lynx Polyolefin Catalysts Geschäftszweiges zum 01. Juli 2016 erworbene Kundenliste, zum Kaufpreis von T€ 1.480 wird über 10 Jahre linear abgeschrieben. Begründet wird die Nutzungsdauer durch langfristige Kundenbindungen sowie dem Umstellungsaufwand auf Kundenseite, der durch den Einsatz anderer Materialen generiert wird. Die Abschreibung im Geschäftsjahr 2023 beträgt T€ 148.

Sachanlagen

Sachanlageninvestitionen in Worms und Düren dienen der Erweiterung der Produktionsanlagen sowie Strukturverbesserungen. Die Entwicklung ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen.Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um aufgelaufene Abschreibungen, angesetzt. Die Nutzungsdauern der wesentlichen Gruppen sind folgender Tabelle zu entnehmen:

Jahre
Gebäude 10-20
Technische Anlagen und Maschinen 3-20
Fahrzeuge 5
Betriebs- und Geschäftsausstattung 5-10
Informationssysteme 5

Weiterhin wurden folgende Sachanlagen wie folgt abgeschrieben:

Die Zugänge zum beweglichen Sachanlagevermögen werden handelsrechtlich seit dem 1. Januar 2010 (BilMoG) ausschließlich linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern abgeschrieben. Für die in 2009 zugegangenen Sachanlagen wurde aus steuerlichen Gründen (§§ 254, 279 Abs. 2 HGB a.F.) die degressive Abschreibungsmethode mit einem Abschreibungssatz von maximal 25 % angewendet. Im Jahr 2008 wiederum wurden zugegangene bewegliche Gegenstände des Sachanlagevermögens, aufgrund der damals geltenden Regelungen, ausschließlich linear abgeschrieben. Zugänge von beweglichen Gegenständen des Sachanlagevermögens vor 2008 wurden degressiv abgeschrieben. Auf die lineare Abschreibungsmethode wird übergegangen sobald diese zu höheren Abschreibungen führt.

Mit Inkrafttreten des BilMoG ist die umgekehrte Maßgeblichkeit der Steuerbilanz für die Handelsbilanz entfallen. Die Gesellschaft hat sich jedoch dazu entschieden von dem in der Übergangsregelung nach Art. 67 Abs. 4 EGHGB vorgesehenen Wahlrecht zur Fortführung der bisherigen Wertansätze, unter Anwendung der für sie bis zum Inkrafttreten des BilMoG geltenden Vorschriften, Gebrauch zu machen.

Für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen € 150 und € 1.000 netto wird ein Sammelposten gebildet, der planmäßig über fünf Jahre abgeschrieben wird.

Zugänge zum Sachanlagevermögen, mit Ausnahme der geringwertigen Wirtschaftsgüter, werden in der Entwicklung des Anlagevermögens zunächst als Zugang in der Position "Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau" erfasst und nach Projektabschluss in die zutreffende Anlagenposition umgebucht.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden grundsätzlich zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Emissionszertifikate werden innerhalb der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen ausgewiesen und mit dem niedrigeren Marktpreis oder zu Anschaffungskosten bewertet (T€ 3.771; Vorjahr: T€ 4.337). Unentgeltlich erworbene Emissionszertifikate werden mit einem Erinnerungswert angesetzt.

Unfertige und Fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten unter Beachtung des Prinzips der verlustfreien Bewertung erfasst. Die Herstellungskosten enthalten neben den Material-, Lohn- und Sondereinzelkosten der Fertigung auch die aktivierungspflichtigen Gemeinkosten nach § 255 Abs. 2 HGB. Soweit erforderlich werden Abschreibungen für Lagerrisiken und Abschläge zur verlustfreien Bewertung vorgenommen. Dazu werden Gängigkeitsabschläge anhand einer festgelegten Prozentstaffel nach Alter berechnet. Die Abwertungsprozentsätze reichen von 25 % (Bestände älter als 180 Tage) bis 100 % (Bestände älter als 720 Tage).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Bezahlung mit erkennbaren Risiken behaftet sind, werden individuelle Wertberichtigungen vorgenommen. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Die flüssigen Mittel, Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten, sind zu Nennwerten angesetzt.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten werden Zahlungsvorgänge im Berichtszeitraum ausgewiesen, welche im Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag resultieren.

Latente Steuern

Aufgrund der Organschaft mit der Grace Management GP GmbH (Zwischenorganträger) und letztlich der Grace Europe Holding GmbH (Organträger), werden die latenten Steuern auf Ebene der Grace Europe Holding GmbH dargestellt.

Rückstellungen

Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet.


Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der HEUBECK-RICHTTAFELN 2018 G bewertet. Gemäß Art. 75 Abs. 6 Satz 1 EGHGB n.F. i.V.m. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB n.F. sind Altersversorgungsverpflichtungen (Rückstellungen für Pensionen) im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre (wie im Vorjahr) zu bewerten. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen wurden demnach mit dem von der Deutschen Bundesbank für den 31. Dezember 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Der Rechnungszinssatz für eine Restlaufzeit von 15 Jahren beträgt für den 31. Dezember 2023 1,83 %. (Vorjahr: 1,78 %). Der für die Vergleichsberechnung gemäß § 253 Abs. 6 HGB benötigte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergibt sich auf gleiche Weise und zum gleichen Zeitpunkt zu 1,75 % (Vorjahr: 1,44 %). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % (Vorjahr: 3,0 %) und Rentensteigerungen von einmalig 16% für das Jahr 2023, und einer jährlichen Rentendynamik von 1,90 % in den folgenden Jahren (Vorjahr: 1,90 %) zugrunde gelegt.


Die Grace GmbH verfügt zum Stichtag über ein Deckungsvermögen im Sinne von § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB in Höhe von T€ 953 (Zeitwert, der dem Marktwert entspricht) (Vorjahr: T€ 903), das mit den zugrundeliegenden Pensionsverpflichtungen in Höhe von T€ 203.508 (Vorjahr: T€ 191.173) verrechnet wurde. Die Anschaffungskosten für das Deckungsvermögen belaufen sich auf T€ 1.085 (Vorjahr: T€ 1.085).

Der Unterschiedsbetrag aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangen sieben Jahre von 3.249.638 EUR (Vorjahr: 14.011.912 EUR) ist grundsätzlich ausschüttungsgesperrt soweit nach der Ausschüttung nicht ausreichend frei verfügbare Rücklagen verbleiben.

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 3.249 (Vorjahr: T€ 14.011).

Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method)unter Berücksichtigung der HEUBECK-RICHTTAFELN 2018 G bewertet. Die Rückstellungen wurden entsprechend den Vorgaben der internationalen Rechnungslegungsvorschriften pauschal mit einem Zinssatz abgezinst, der sich bestandsspezifisch unter Berücksichtigung einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser Zinssatz beträgt 1,75 % (Vorjahr: 1,44 %). Bei der Ermittlung der Rückstellung wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % (Vorjahr: 3,0 %) berücksichtigt.

Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellung erfolgt gemäß Stellungnahme IDW RS HFA 3 sowie auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der HEUBECK-RICHTTAFELN 2018 G mit einem Rechnungszins von 0,99 % (Vorjahr: 0,42 %). Sofern im Einzelfall die Restlaufzeit nicht länger als zwölf Monate ist, wird bei der Rückstellungsermittlung keine Abzinsung berücksichtigt. Bei der Ermittlung der Rückstellung werden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % (Vorjahr: 3,0 %) bezüglich des Erfüllungsrückstandes und der Aufstockungszahlungen berücksichtigt.

Die Grace GmbH verfügt zum Stichtag über ein Deckungsvermögen im Sinne von § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB in Höhe von T€ 251 (Zeitwert, der dem Marktwert entspricht) (Vorjahr: T€ 238), das mit den zugrundeliegenden Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von T€ 2.774 (Vorjahr: T€ 1.543) verrechnet wurde. Die Anschaffungskosten für das Deckungsvermögen belaufen sich auf T€ 298 (Vorjahr: T€ 298).

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen passiviert. Ausnahme sind Verpflichtungen gegenüber dem Pensionssicherungsverein, die mit dem Barwert angesetzt werden.

Verbundene Unternehmen

Als verbundene Unternehmen werden alle Unternehmen angesehen, die von der Standard Industries Inc. (USA), Parsippany, New Jersey, USA, beherrscht werden.

Derivative Finanzinstrumente

Es ist die Unternehmenspolitik, in regelmäßigen Abständen Terminkontrakte, Optionskontrakte und andere Finanzgeschäfte abzuschließen. Instrumente, die zum Schutz vor Schwankungen der Wechselkurse, Zinsen, Zinssätze und Rohstoffpreise als angemessen erachtet werden. Allerdings verfolgt Grace nicht die Politik, alle Risiken abzusichern.

Das Unternehmen unterhält einen Risikomanagementausschuss, der neue Absicherungsprogramme überprüft und genehmigt. Jeder Derivat- oder Sicherungsvertrag/jedes Sicherungsprogramm wird analysiert, kontrolliert und dokumentiert.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden teilweise durch Währungshedging gesichert.

Um das Preisrisiko für Gasbezüge abzusichern, schließt die Gesellschaft teilweise Sicherungsgeschäfte in Form von Finanzderivaten. Dies bietet den Vorteil Marktpreisschwankungen entgegenzusteuern und die Planbarkeit zu erhöhen und eine stabile Preissituation zu schaffen.

Wenn die Voraussetzungen entsprechend erfüllt sind, werden Sicherungsgeschäft und Grundgeschäft gemäss § 254 HGB in einer Bewertungseinheit zusammengefasst. Andernfalls erfolgt die Bilanzierung jeweils separat nach den allgemeinen Bewertungsgrundsätzen.

II. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist, unter Angabe der jeweiligen Abschreibungen des Geschäftsjahres, im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

Finanzanlagen

Zum 31. Dezember 2023 sind unter den Finanzanlagen folgende Anteile an verbundenen Unternehmen ausgewiesen:

Name und Sitz Höhe des Eigenkapital Ergebnis des Stichtag der
Anteils am letzten vorliegenden
Kapital Geschäftsjahres Information
Unmittelbare Beteiligung % in T€ in T€  
W. R. Grace Brasil Ltda., São Paulo/Brasilien 0,3 8.312 849 31.12.2023
Grace CIS LLC, Moskau/Russland 100,0 177 -72 31.12.2023
Mertus 366. GmbH, Worms/Deutschland 100,0 16 0 31.12.2023
Grace Catalysts & Materials SLU, Tarragona/Spanien 100,0 27.314 656 31.12.2022
Grace Chem India Pvt. Ltd., Maharashtra 0,01 2.016 377 31.03.2023
Mittelbare Beteiligung
Grace Catalyst (Qingdao) Co., Ltd., Qingdao/China - liquidiert zum 1.3.2023 100,0 0 0 -

Die Angaben zum Eigenkapital und zum Ergebnis erfolgen prinzipiell zu 100 %, unabhängig vom jeweils tatsächlichen Beteiligungsverhältnis.

Mit Verschmelzung der Alltech Grom GmbH in die Grace GmbH vom 28.12.2022 hat die Grace GmbH die 0,01% Beteiligung an der Grace Chem India Pvt. Ltd. übernommen. Die Verschmelzung erfolgte zu Buchwerten, im Falle dieser Beteiligung, ohne Wert.

Im Geschäftsjahr 2000 wurden die von der Grace GmbH gehaltene Beteiligung an der Grace Brasil Ltda. voll abgeschrieben. Durch eine Kapitaleinlage des Hauptgesellschafters in 2012 wurde korrespondierend auch die Kapitaleinlage der Grace GmbH & Co. KG an der Grace Brasil Ltda. erhöht (T€ 69). Aufgrund der Aufspaltung des Gesamtkonzerns der W.R. Grace wurden die Anteile an der Grace Brasil Ltda. im Jahr 2015 verkauft und im Gegenzug Anteile an der neu gegründeten W.R. Grace Brasil Ltda. erworben.

Die Beteiligung an der Grace CIS LLC, Moskau/Russland wurde im Geschäftsjahr 2008/09 zu einem Kaufpreis von T€ 65 erworben. In 2010 fand eine Kapitalerhöhung von T€ 42 statt, um die Liquidität der Gesellschaft zu erhöhen. Der Anteilsbesitz in Höhe von 100% an der Grace CIS LLC besteht unverändert fort.

Im Geschäftsjahr 2017 wurden die mertus 366. GmbH, Worms, Deutschland, und die Grace Catalysts & Materials SLU, Tarragona, Spanien, von der Grace Management GP GmbH (99%) bzw. Grace GP GmbH (1%) eingelegt. Die mertus 366. GmbH hält die Grace Qingdao Ltd., Qingdao, China, in ihrem Kapitalbesitz. Die Schließung der Grace Qindao Ltd. wurde im zweiten Quartal 2019 bekannt gegeben. Dem folgend wurde die Beteiligung an der mertus 366. GmbH im Jahresabschluss 2018 auf 25 T€ abgeschrieben.

Zum 1.3.2023 wurde die Grace Qingdao Ltd. vollständig liquidiert, wodurch weder ein Kapitalzufluss noch -abfluss in der mertus 366. GmbH eintrat.

Im Geschäftsjahr 2022 wurde eine außerplanmäßige Abschreibung bei voraussichtlicher dauernder Wertminderung auf die Anteile an der Grace Catalysts & Materials SLU, Tarragona, Spanien in Höhe von € 21,5 Mio. erfasst, der verbleibende Beteiligungsbuchwert beträgt € 25,7 Mio.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr ausschließlich eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten in Höhe von € 89,8 Mio. (Vorjahr: € 69,3 Mio) Forderungen aus Cash-Pooling. Die übrigen Forderungen betreffen den Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Mit Umwandlung zum 3. August 2017 wurde das gezeichnete Kapital auf € 5 Mio. festgesetzt. T€ 113 wurden aus dem Stammkapital in die Kapitalrücklage umgebucht.

Die Grace Management GP GmbH, Worms, hält als herrschendes Unternehmen 99% des gezeichneten Kapitals der Gesellschaft.

Die Grace GP GmbH, Worms, hält die restlichen 1% des gezeichneten Kapitals.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage zum 31. Dezember 2023 beträgt unverändert € 198 Mio.

Die Kapitalrücklage ist frei verfügbar.

Bilanzgewinn

Am 5. September 2017 wurde mit der Grace Management GP GmbH, Worms, als herrschendem Unternehmen ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Der Bilanzgewinn der Grace GmbH zum 31. Dezember 2023 beträgt 0 EUR.

Der 2023 vor Gewinnabführung erwirtschaftete Jahresüberschuss der Grace GmbH beträgt 50.988.089 EUR.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten als wesentliche Positionen:

  2023 2022
  T€ T€
Restrukturierungsrückstellungen 2.364 3.253
Kundenboni 562 1.170
Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen 1.690 1.755
Prämien und andere variable Vergütungsbestandteile 3.091 5.528
Rückstellungen für Zertifizierungen (REACH) 2.886 2.394
Provisionen 1.994 1.299
Urlaubs-und Gleitzeitrückstellungen 1.277 1.430
übrige personalbezogene Rückstellungen 2.699 4.423
Übrige Rückstellungen (im Wesentlichen für ausstehende Rechnungen) 5.352 4.025
  21. 915 25.278

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind ausschließlich ungesichert und wie bereits zum Bilanzstichtag des Vorjahres innerhalb eines Jahres fällig.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von € 0 (Vorjahr: € 2,9 Mio.) aus Darlehen und in Höhe von € 51,0 Mio (Vorjahr: € 2,4 Mio.) gegenüber der Gesellschafterin Grace Management GP GmbH, Worms, aus dem Gewinnabführungsvertrag. Die restlichen Verbindlichkeiten in Höhe von € 17,7 Mio., betreffen, wie im Vorjahr, den Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Bewertungseinheiten und derivative Finanzinstrumente

Absicherung von Wechselkursrisiken

Devisentermingeschäfte werden abgeschlossen, um das Wechselkursrisiko zu reduzieren und zukünftige Cashflows in Fremdwährungen abzusichern. Zum 31. Dezember 2023 haben die Sicherungsgeschäfte für Veräußerungen einen rechnerischen Anteil an 16,6 Mio. € und einen positiven (Gewinn-) Marktwert von 277 T€.


Und die Sicherungsgeschäfte für Käufe haben einen Nominalwert von 19,9 Mio. € und einen negativen (Verlust-) Zeitwert von 607 T€.

Der beizulegende Zeitwert wurde auf Basis der Kassapreise der einzelnen Transaktionen am Bilanzstichtag ermittelt.

Absicherung von Bezugspreisen

Im Rahmen ihrer normalen Handels- oder Geschäftstätigkeit kauft die Grace GmbH Erdgas im Rahmen von Erdgaslieferverträgen mit verschiedenen Drittanbietern zur Verwendung in ihren Produktionsbetrieben zum variablen Marktpreis. Folglich setzt die Volatilität des Marktpreises für Erdgas die Grace GmbH einem Risiko in Form von ungewissen Cashputflows zu einem zukünftigen Zeitpunkt aus.

Um diesem Preisrisiken zu begegnen, schließt die Gesellschaft teilweise Sicherungsgeschäfte in Form von Finanzderivaten auf Gaseinkäufe ab.

Ziel der Erdgasabsicherungen ist es, einen Preis für einen bestimmten Prozentsatz des zukünftigen Gasverbrauchs festzulegen. Dieser Gasverbrauch wird auf der Grundlage des historischen Anlagenverbrauchs geschätzt. Art und Menge des eingekauften Erdgases werden im Voraus anhand vorgegebener Marktindizes prognostiziert und bepreist.

Bei den Sicherungsgeschäften handelt es sich um eine Reihe monatlich abgerechneter Durchschnittspreiskontrakte. Jedes Derivat wurde am 18. Januar 2023 von Grace-Conn im Namen der Grace GmbH abgeschlossen. Bei jedem Derivat ist die Grace GmbH verpflichtet, den Vertrag auf der Grundlage der Differenz zwischen dem ausgeführten Vertragspreis und dem Durchschnittspreis des Monats zahlungswirksam abzuwickeln.

Die Grace GmbH wird den Gewinn oder Verlust, der sich aus dem oben beschriebenen Sicherungsgeschäft ergibt darstellen, indem der Gewinn oder Verlust aus dem Vertrag in dem Zeitraum berücksichtigt wird, in dem der Cashflow voraussichtlich eintreten wird (Einfrierungsmethode).

Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft wurden zu jeweils einer Bewertungseinheit in From eines Micro-Hedges zusammengefasst.

Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) ermittelt.

Zum 31. Dezember 2023 haben die Derivate einen negativen Zeitwert von T€ 13.413 und einen Nominalwert von T€ 34.855.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Umsatzerlöse Kerngeschäft

Die Umsätze im Kerngeschäft des Geschäftsjahres 2023 belaufen sich auf € 736,6 Mio (Vorjahr € 753 Mio.) und entfallen zu rund 64,3 % (Vorjahr: 61,4 %) auf den Geschäftsbereich Catalyst Technologies (Kunststoff-, Petrochemie sowie sonstige Spezialkatalysatoren) und zu rund 33,9 % (Vorjahr: 37,0 %) auf den Bereich Materials Technologies (Silicagele und Adsorbentien). Der Anteil der in den Umsatzerlösen enthaltenen Frachten beträgt 1,8 % (Vorjahr: 1,6 %).

Umsatzerlöse sonstiges Geschäft


Die aufgrund des BilRUG in den Umsätzen ausgewiesenen Erträge belaufen sich auf € 12,8 Mio. (Vorjahr € 14,6 Mio.) Hierbei handelt es sich insbesondere um konzerninterne Weiterbelastungen aus Mieten bzw. Pachten sowie Dienstleistungen (€ 10,4 Mio.; Vorjahr € 12,2 Mio.) und um Verkäufe aus der Überproduktion von Energie (€ 1,5 Mio; Vorjahr € 1,9 Mio.).

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geographischen Regionen

  2023 2022
  Mio € Mio €
Ausland 674 674
Afrika 13 20
Amerika 37 37
APAC 95 86
EU 384 380
nicht EU 16 19
Mittlerer Osten 128 133
Inland 75 92
  749 767

Die Umsatzerlöse 2023 entfallen zu rund 90 % (Vorjahr: 88 %) auf das Ausland und zu rund 10 % (Vorjahr: 12 %) auf das Inland.

Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen

Es handelt sich hierbei um die produktionsbedingten Primärkosten der Gesellschaft zuzüglich anteiliger Belastungen der Grace Europe Holding GmbH und der Grace Silica GmbH.

Materialaufwand

  2023 2022
  T€ T€
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 398.712 434.634
Aufwendungen für bezogene Leistungen 55.657 55.542
  454.369 490.176

Personalaufwand

  2023 2022
  T€ T€
Löhne und Gehälter 50.643 49.779
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 31.220 25.529
(davon Aufwendungen für Altersversorgung) 22.604 16.993
  81.863 75.308

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 9.028 (Vorjahr: T€ 27.059). Periodenfremde Erträge sind in Höhe von T€ 635 (Vorjahr: T€ 14) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen


In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Verluste aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 13.923 (Vorjahr:
T€ 24.829) enthalten. Periodenfremde Aufwendungen sind in Höhe von T€ 673 (Vorjahr: T€ 180) enthalten.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die Zinserträge in Höhe von T€ 4.045 (Vorjahr T€ 872) im Geschäftsjahr 2023 resultieren fast gänzlich aus Cashpool Forderungen mit verbundenen Unternehmen.

Abschreibungen auf Finanzanlagen


Im Geschäftsjahr 2022 wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen nach § 253 (3) Satz 5 HGB in Höhe von T€ 21.505 verbucht. Die Abschreibung entfällt ausschließlich auf die Anteile an der Grace Catalysts & Materials SLU, Tarragona, Spanien.

Im Geschäftsjahr 2023 gab es keine Abschreibungen dieser Art.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 1.328 (Vorjahr: T€ 6.677), sowie Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 448 (Vorjahr: T€ 186) aus Caspool Verbindlichkeiten und Zinsaufwendungen aus kurzfristigen Darlehen mit verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 97).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der im Geschäftsjahr 2023 ausgewiesene Steueraufwand in Höhe von T€ 49 (Vorjahr: T€ 33) resultiert aus dem laufenden Steueraufwand der ausländischen Betriebsstätten der Gesellschaft.

IV. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2023 betragen die Verpflichtungen aus offenen Sachanlagebestellungen T€ 4.356 (Vorjahr: T€ 5.578).

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen gegenüber ausschließlich Konzernfremden stellt sich zum 31. Dezember 2022 wie folgt dar (in T€):

Art des Vertrags 2024 2025 2026 2027
Fuhrpark Worms 160 60 25 0
Drucker / Kopierer 3 3 0 0
Miete Büro Pozen 41 41 41 0
Miete Büro Dubai 143 0 0 0
Fuhrpark Dubai 132 119 40 0
Miete Lager 706 706 706 0
  1.184 929 813 0
Art des Vertrags 2028 Danach Summe
Fuhrpark Worms 0 0 245
Drucker / Kopierer 0 0 6
Miete Büro Pozen 0 0 123
Miete Büro Dubai 0 0 143
Fuhrpark Dubai 0 0 291
Miete Lager 0 0 2.11 8
  0 0 2.92 6

Den vertraglichen Verpflichtungen sowie dem damit verbundenen Risiko längerfristiger Vertragslaufzeiten der aufgeführten Operating Leasingvereinbarungen stehen eine verringerte Kapitalbindung und höhere Planungssicherheit gegenüber. Zudem verbleibt das Investitionsrisiko beim Leasinggeber.

Fremdwährungen

Die Währungsumrechnung der Forderungen und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen in fremder Währung wurde zum Kurs des Tages bzw. Monats des Geschäftsvorfalls durchgeführt und entsprechend gebucht. Zum Bilanzstichtag noch nicht abgewickelte Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Bankguthaben in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Alle Geschäfte erfolgten mit und zwischen mittel- oder unmittelbar in 100-prozentigem Anteilsbesitz stehenden in den Konzernabschluss der Grace PAR einbezogenen Unternehmen. Die Angabe entsprechend § 285 Nr. 21 HGB entfällt daher.

Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter

Folgende Mitarbeiter waren unter Berücksichtigung der Kriterien des § 267 Abs. 5 HGB in den beiden vergangen Geschäftsjahren beschäftigt:

  2023 2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 364 361
Angestellte 278 295
  642 656

Gesamthonorar des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB

Die Prüfungskosten für die Abschlussprüfung werden von der Grace Europe Holding GmbH getragen. Der Ausweis und die Erläuterung dazu erfolgt im Anhang des Jahresabschlusses der Grace Europe Holding GmbH.

Konzernabschluss

Mutterunternehmen der Grace GmbH ist die Grace Europe Holding GmbH, Worms, Deutschland.

Das Mutterunternehmen dieser Gesellschaft, das zum 31. Dezember 2023 den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Konzernunternehmen aufstellt, ist die Grace PAR Corporation, Columbia, Maryland, USA. Der Konzernabschluss für den größten Kreis der Konzernunternehmen wird von der Standard Industries Inc. (USA), Parsippany, New Jersey, USA, erstellt und kann am dortigen Firmensitz angefragt werden.

Gemäß § 292 Abs. 2 HGB hat unsere Gesellschaft darauf verzichtet, einen Teilkonzernabschluss aufzustellen. Der befreiende Konzernabschluss und der befreiende Konzernlagebericht der W.R. Grace Holdings LLC sind einem nach § 291 Abs. 2 Nr. 1 HGB aufgestellten Konzernabschluss und Konzernlagebericht gleichwertig und der befreiende Konzernabschluss wird geprüft. Der befreiende Konzernabschluss wird nach den US-amerikanischen Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP) aufgestellt.

Unterschiede zwischen den US-GAAP und den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften ergeben sich im Wesentlichen aus der Bilanzierung und Bewertung des Anlagevermögens und dem Ansatz und der Bewertung von Rückstellungen. Der befreiende Konzernabschluss und der befreiende Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023 werden im Unternehmensregister unter der Grace Europe Holding GmbH, Worms, Deutschland, in englischer Sprache veröffentlicht.

Gewinnverwendungsvorschlag

Am 5. September 2017 wurde zwischen der Gesellschaft und der Grace Management GP GmbH, als herrschendem Unternehmen, ein Ergebnisabführungsvertrag vereinbart.

Geschäftsführung

Sebastian Schäfer, Vice President Integrated Supply Chain, Bonn

Bezüge der Geschäftsführung

Die Geschäftsführung erhielt im Zeitraum Januar bis Dezember 2023 keine Bezüge von der Gesellschaft.

An frühere Geschäftsführer wurden T€ 759 (Vorjahr: T€ 912) geleistet.

Für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung sind Rückstellungen zum 31. Dezember 2023 für Pensionen in Höhe von T€ 6.779 (Vorjahr: T€ 7.133) gebildet worden.

Steueraufwand

In Deutschland wurde im Jahr 2023 das Mindeststeuergesetz (MindStG) verabschiedet, welches der Umsetzung der Richtlinie der (EU) 2022 / 25234 des Rates zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung dient, die auf dem OECD Pillar Two Model basiert. Nach dem derzeitigen Stand der Analysen hinsichtlich der möglichen Auswirkungen der Pillar 2 Regelungen auf die Gesellschaft werden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.

 

Worms, den 26. September 2024

Grace GmbH

Geschäftsführer

Sebastian Schäfer

Entwicklung des Anlagevermögens im Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

  Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
  01.01.2023 Zugänge Abgänge Um-
buchungen
31.12.2023
 
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.736.238 0 -7.325 284.450 18.013.363
2. Geschäftswert 417.522.619 2.069.442     419.592.061
  435.838.928 2.069.442 -7.325 284.450 438.185.495
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte
und Bauten einschließlich der Bauten auf
fremden Grundstücken
123.322.045 0 -58.733 2.912.805 126.176.117
2. Technische Anlagen und Maschinen 460.156.472 0 -7.703.023 29.306.555 481.760.004
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 27.710.203 429.312 -1.480.983 1.355.404 28.013.936

4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen
im Bau
24.888.234 23.496.550 -472.687 -33.859.215 14.052.882
  636.076.955 23.925.862 -9.715.426 -284.450 650.002.940
III. Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen 71.345.762       71.345.762
Ausleihungen          
  1.143.261.645 25.995.304 -9.722.751 0 1.159.534.198
  Abschreibungen
  01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
   
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -14.925.181 -592.221 7.325 0 -15.510.078
2. Geschäftswert -416.571.917 -272.702 0 0 -416.844.619
  -432.077.441 -864.923 7.325 0 -432.354.697
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte
und Bauten einschließlich der Bauten auf
fremden Grundstücken
-59.680.414 -2.680.738 58.733 -4.501 -62.306.920
2. Technische Anlagen und Maschinen -330.058.387 -14.925.164 7.383.825 4.501 -337.595.225
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -22.024.485 -1.471.414 1.170.403 0 -22.325.496

4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen
im Bau
0 0 0 0 0
  -411.763.285 -19.077.316 8.612.961 0 -422.227.642
III. Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen -45.484.300 0     -45.484.300
Ausleihungen          
  -889.323.026 -19.942.240 8.620.285 0 -900.066.638
  Restbuchwerte
  31.12.2023 31.12.2022
 
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.503.286 2.764.085
2. Geschäftswert 2.747.442 997.402
  5.250.728 3.761.487
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte
und Bauten einschließlich der Bauten auf
fremden Grundstücken
63.869.196 63.641.631
2. Technische Anlagen und Maschinen 144.164.780 130.098.085
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.688.440 5.685.719

4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen
im Bau
14.052.882 24.888.234
  227.775.299 224.313.669
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.861.462 25.861.462
Ausleihungen    
  258.887.489 253.936.618

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Grace GmbH, Worms

Prüfungsurtei le

Wir haben den Jahresabschluss der Grace GmbH, Worms, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Grace GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

G rundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter f ür den Jahres abschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahres abschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 26. September 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Georg Rogowski, Wirtschaftsprüfer

ppa. Christoph Reihl, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 26.09.2024 festgestellt.

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