Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 105330
Eingetragen
18.12.2006
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBetrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich Omnibusbahnhöfen
Gegenstand
Die Verwaltung eigenen Vermögens, die Entwicklung und Vermarktung logistischer Dienstleistungen aller Art, die Ausübung des Speditions- und Güterbeförderungsgewerbes - sofern nicht der Personenverkehr und die Beförderung gefährlicher Güter betroffen sind -, die Vermittlung und Ausführung von Fuhraufträgen aller Art mit eigenen und gemieteten Fahrzeugen sowie aller damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen, das Projektmanagement, einschließlich von Projekten aller Art, die Errichtung und der Betrieb von Betriebsstätten im Inund Ausland, die Vermietung und Verpachtung von Mobilien und Immobilien. Die Genehmigung gemäß GüKG liegt vor, im Übrigen sind Gegenstand des Unternehmens nur Tätigkeiten, sofern diese Tätigkeiten nicht erlaubnispflichtig sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sven Starick
seit 5.7.2022
Prokura
Irfan Aras
seit 10.1.2022
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

P & H Logistik AG

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Geänderter Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

Umfeld und Geschäftsentwicklung

Die Rahmenbedingungen international und national

Die Weltwirtschaft synchron im Covid-Fieber. Die äußeren Wirtschaftsbedingungen haben sich im Pandemiejahr 2020 weltweit schwach bis negativ entwickelt. Trotz unterschiedlicher Ansätze im Umgang mit der Corona-Pandemie ist überall ein deutlicher partieller Einbruch in der Wirtschaftsleistung zu verzeichnen gewesen. So wird das Jahr 2020 als "Corona-Jahr" in Erinnerung bleiben. Die Corona-Pandemie hinterlässt nach jüngsten Schätzungen einen Rückgang des weltweiten Bruttoinlandsprodukts um ca. 3,5 Prozent. In den Industrieländern war der Rückgang mit durchschnittlich 4,9 Prozent noch deutlicher.

Neben der Corona-Pandemie bleiben für das Berichtsjahr 2020 die Wahlen in den USA mit ihren verstörenden Begleitumständen, wie auch der in der letzten Sekunde geschlossene Vertrag zwischen der EU und Großbritannien in Erinnerung. Beides sind Aspekte, die im aktuellen Jahr 2021 deutlicher in ihren Auswirkungen zum Tragen kommen.

Deutschland konnte sich im allgemeinen Sog der Pandemiebekämpfung nicht besser behaupten. Mit einem Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um ca. 5,0 Prozent im Geschäftsjahr 2020 reiht sich Deutschland gut im Feld der Verlierer der Wirtschaftsaktivitäten ein, hebt allerdings den schlechten Durchschnitt für den Euro-Raum, welcher mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung von ca. 7,2 Prozent arg gebeutelt worden ist.

Der Einbruch der Wirtschaftsleistung in Deutschland ist damit etwas weniger stark erfolgt, als in der Finanzkrise von 2009. Allerdings war im Gegensatz zur Finanzkrise auch im privaten Konsum in der aktuellen Pandemie-Situation ein deutlicher Rückgang von ca. 6,0 Prozent zu verzeichnen. Sowohl die langanhaltende Wachstumsphase der deutschen Wirtschaft, wie auch die inländische private Konsumfreudigkeit haben in 2020 ein jähes Ende gefunden. Im März und April 2020 ist faktisch das ganze Land in Schockstarre gefallen, Grenzen wurden wieder gezogen, Lieferketten kamen abhanden, Wirtschaftszweige sind zusammengebrochen. Mit der langsamen Öffnung von Teilbereichen des gesellschaftlichen Lebens konnte sich die Wirtschaft etwas erholen, musste sich aber unter dem Druck der erneuten ausufernden Pandemieentwicklung beschränken. Im Gegensatz zum privaten Konsum ist der Staat mit seinen Konsumausgaben für die Pandemiebekämpfung wirtschaftsstabilisierend aufgetreten. Damit endete ebenfalls aufgrund der Corona-Pandemie der über 14 Jahre anhaltende Anstieg der Erwerbstätigkeit, welcher sogar in der Finanz- und Wirtschaftskrise von 2008/2009 überdauerte, wie die Statistiker verlauten ließen.

Mit einem Comeback der deutschen Wirtschaft auf ein Vorkrisenniveau rechnen Volkswirte nicht vor 2021/2022.

Neben den vielen Verlierern im Geschäftsjahr 2020, wie zum Beispiel der Tourismusbranche und der Gastronomie, gab es auch einzelne Gewinner. Hier sind vor allem der Online-Handel und, dem angeschlossen zur Bewältigung der Sendungsmengen an die vielen Privathaushalte, die Kurier-, Express- und Paketdienste (KEP) zu nennen. Eine Branche, die in den letzten Jahren schon überdurchschnittliche Wachstumsraten vorweisen konnte, ist im Sog des explodierenden Online-Handels zu neuen Höchstständen mitgerissen worden, was Sendungsmengen, Personaleinsatz und Arbeitsintensität angeht. Somit ist die Kurier-, Express- und Paketbranche (KEP) in Deutschland ein dynamisch schnell wachsender Markt. Der ebenfalls schnell wachsende Online-Handel, aber auch der stationäre Einzelhandel sorgen für eine stetig größer werdende Nachfrage nach KEP-Dienstleistungen. Während im B2B-Bereich (Geschäftszustellung) die Sendungsmengen um 5,2 Prozent zurückgingen, ist im B2C-Geschäft (Privatzustellung) ein Zuwachs von 18,6 Prozent zu verzeichnen gewesen. Insgesamt entspricht das einer Steigerung zum Vorjahr um 10,9 Prozent mit mehr als 4,05 Mrd. Sendungen im Jahr 2020 (Quelle: KEP-Studie 2021 im Auftrag des Bundesverbandes Paket- und Expresslogistik e.V. (BIEK)). Während sich das erste Halbjahr 2020 recht gut mit einer Steigerung von ca. 7,4 Prozent entwickelte, ist während der fortschreitenden Lockdown-Einschränkungen das Sendungsvolumen explosionsartig gestiegen. Die Steigerungsrate im 2. Halbjahr 2020 betrug 14,1 Prozent und lag damit jenseits aller Prognosen. Während in anderen Branchen Kurzarbeit bis hin zu Entlassungen an der Tagesordnung standen, sind in der KEP-Branche knapp 11.000 neue Jobs hinzugekommen. Damit konnten die hervorragenden Jobzahlen aus dem Jahr 2019 nochmals um ein Drittel gesteigert werden. Prognosen gehen von einem Zuwachs der Beschäftigten in den nächsten fünf Jahren von bis zu 60.000 neuen Arbeitsplätzen aus.

Die Trendentwicklungen der letzten 10 Jahre lassen sich kurz wie folgt zusammenfassen:

Der steigende Online-Handel lässt die Wachstumsraten der jährlichen Paketsendungen deutlich ansteigen. Im gleichen Maße für den internationalen Sendungsverkehr im B2C-, aber auch im B2B- Bereich ist zu verzeichnen, dass das stetige und intakte Wachstum im Express- und Kurierbereich - trotz Partizipation am Online-Handel - unter den Wachstumsraten der B2C-Paketsendungen liegt. Der sinkende Anteil der Expresssendungen ist nicht etwa einer mangelnden Nachfrage geschuldet, sondern hier kommt die immer bessere logistische Dienstleistung zum Tragen, so dass die Kunden ihre Sendungen mit analogen Expresslieferzeiten auch im Standardbereich versenden können.

Es bleibt festzuhalten, dass das Jahr 2020 mit einem erneuten Rekordumsatz erstmals auf 23,5 Mrd. Euro gestiegen ist, oder um eine bessere Perspektive darzustellen: die KEP-Umsätze sind seit 2010 um rund zwei Drittel oder 67 Prozent gestiegen. Es ist auch künftig mit einem Umsatzwachstum zu rechnen. Positive Stimmen sehen eine vergleichbare Sendungsmenge wie im vergangenen Jahr mit gleichen oder leicht darüber liegenden Umsatzentwicklungen. Der Durchschnittserlös je Sendung ist gemessen an den Vorjahren relativ stabil geblieben und liegt aktuell bei ca. 5,81 Euro je Sendung. Diese rein rechnerische Größe zeigt einen Struktureffekt, der zu sinkenden Durchschnittserlösen in den letzten 10 Jahren geführt hat (von 6,05 Euro auf jetzt 5,81 Euro), und zum anderen einen Wettbewerbseffekt, bei dem deutlich wird, welchem Wettbewerbs- und Preisdruck sich alle Anbieter in der Branche gegenübersehen.

Die Erwartungen im KEP-Bereich sind trotz der Unwägbarkeiten in der wirtschaftlichen Entwicklung als positiv anzusehen. Für 2021 rechnen Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e. V. (bevh) und Handelsverband Deutschland (HDE)/Institut für Handelsforschung (IFH) Köln mit einem weiteren deutlichen Anstieg des Online-Handels zwischen 12,5 Prozent und 13,3 Prozent. Hieraus generiert sich erneut ein überdurchschnittliches Wachstum bei B2C-Sendungen.

Für wichtige B2B-Branchen (etwa Automotive, Maschinenbau, Elektrotechnik) rechnen Industrieverbände für 2021 mit einer wirtschaftlichen Erholung. Der Maschinenbau hat seine Produktionsprognose für 2021 auf 7 Prozent angehoben. Auch der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) erwartet für 2021, dass die Produktion um 5 Prozent wachsen wird. Infolgedessen ist mit einem Aufholprozess und mit Zuwächsen im B2B-Sendungsvolumen zu rechnen. Unklar ist 2021 die Entwicklung im stationären Handel. In vielen Branchen hat die coronabedingte Schließung zu weiteren Umsatzeinbußen geführt, die sich wiederum in einem Rückgang der B2B-Sendungen an den stationären Handel niederschlagen. Die Entwicklung wird entscheidend vom Verlauf der Pandemie abhängen. Es gibt mehrere Gründe dafür, dass sich die Marktanteile auch 2020 weiter zugunsten der B2C-Sendungen verschieben:

Der steigende Anteil der B2C-Sendungen liegt vor allem am dynamisch wachsenden Online-Handel, der durch die Corona-Krise einen weiteren Schub erhält. Nach Angaben des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland e. V. (bevh) verzeichnet der Online-Handel 2020 einen Umsatzanstieg von 14,7 Prozent, konkret um 10,7 Mrd. Euro auf 83,3 Mrd. Euro (brutto) für den Handel mit Waren (ohne den Online-Umsatz und mit Dienstleistungen). Der Handelsverband Deutschland (HDE) und das Institut für Handelsforschung (IFH) Köln weisen mit 20,7 Prozent eine höhere Umsatzsteigerung auf 71,5 Mrd. Euro (netto) aus. Auch für 2021 und darüber hinaus wird mit einem deutlichen Zuwachs gerechnet. Dies gilt insbesondere für Güter des täglichen Bedarfs. Laut bevh ist der Umsatz im Online-Handel seit 2010 um mehr als das Vierfache angestiegen. Dieses Wachstum im Online-Handel wird durch das Angebot und die hohe Servicequalität der KEP-Dienstleister ermöglicht, die in den vergangenen Jahren ihre Infrastruktur und Netzwerke immer weiter ausgebaut haben. Insofern schlagen sich die Wachstumsraten auch in einem deutlichen Zuwachs der B2C-Sendungen im KEP-Markt nieder. Die B2B-Sendungen sind deutlich stärker konjunkturabhängig. Der Rückgang des internationalen Wachstums schlägt daher auch auf das B2B-Wachstum durch. Aufgrund der schwächeren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung im Jahr 2020, des Rückgangs der inländischen Produktion in einigen Kundenmärkten der KEP-Dienstleister (etwa im Fahrzeug- und Maschinenbau) sowie des Umsatzrückgangs im stationären Handel infolge des Lockdowns sinkt die Zahl der B2B-Sendungen im deutschen Paketmarkt um 5,2 Prozent. Ihre Entwicklung wird trotz wirtschaftlicher Erholung auch 2021 deutlich hinter dem Anstieg der B2C-Sendungen zurückbleiben.

Als Fazit kann gesagt werden, dass im Jahr 2020 wieder ein neuer Rekord in Sachen Sendungsvolumen, Beschäftigungsstand und Umsatzentwicklung aufgestellt wurde, und so zugleich eine sichere Versorgung tagtäglich gewährleistet wird. In Deutschland werden so jeden Tag 13 Mio. Sendungen ausgeliefert für ca. 8 Mio. Kundinnen und Kunden. Auch diese Zahlen sind durch den Bundesverband Paket und Expresslogistik e. V. (BIEK) erhoben worden.

Diese Branchenentwicklungen werden sich in den nächsten Jahren auch bei vorsichtigen Hochrechnungen dynamisch fortsetzen.

Die Geschäftsentwicklung der P & H Logistik AG in 2020

Das Geschäftsmodell der P & H Logistik AG stand seit der Gründung der Gesellschaft auf zwei festen Säulen; Paket- und Presselogistik. Das Kerngebiet für die Erbringung der Wirtschaftsleistung der Gesellschaft liegt nach wie vor in Berlin und im angrenzenden Bundesland Brandenburg. In Leipzig unterhält die P & H Logistik AG zudem einen weiteren signifikanten Standort außerhalb des genannten Kerngebietes.

Der Bereich der Paketlogistik hat sich von einem hohen Niveau mit einem Zuwachs von 3,2 Prozent auch im Geschäftsjahr 2020 deutlich positiv entwickelt und ist auf Grund der äußeren Begleitumstände der pandemiebedingten Einschränkungen vielfältiger Lebensbereiche damit dynamisch gewachsen. Der Bereich der Presselogistik konnte mit einem Zuwachs von 10,2 Prozent ebenfalls deutliche Steigerungsraten darstellen und zum positiven Gesamtergebnis der Gesellschaft beitragen. Die Umsatzsteigerung von T-EUR 986 und die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Erträge um T-EUR 329 im Geschäftsjahr 2020 entsprechen ca. 7,3 Prozent und lagen damit über dem Wachstum vom Vorjahr 2019. Der realisierte Umsatzzuwachs lässt sich im Berichtsjahr vor allem dem Bereich der Presselogistik zuordnen. Hier konnte eine Umsatzsteigerung von 10,2 Prozent oder T-EUR 669 absolut generiert werden. Die im Geschäftsjahr 2019 neu akquirierten Kunden sind im diesjährigen Geschäftsjahr 2020 voll umsatzwirksam geworden. Aber auch die Paketlogistik konnte mit einem Umsatzzuwachs von ca. 3,2 Prozent zum ordentlichen Betriebsergebnis der Gesellschaft beitragen. Der erzielte Jahresüberschuss für 2020 lag mit T-EUR 344 auf Grund positiver Sondereffekte sehr deutlich über dem Vorjahreswert von T-EUR 16. Die Geschäftsentwicklung ist insgesamt als stabil und positiv zu bewerten. Das erreichte organische Wachstum konnte im Geschäftsjahr die Entwicklung der Personalkosten kompensieren. Bei geringeren Kosten im Bereich der Personalstruktur sind es dieses Mal die Fremdleistungen, welche einen erheblichen Anstieg von T-EUR 951 realisiert haben, saldiert ergibt sich gegenüber dem Vorjahr 2019 eine Belastung des Jahresergebnisses durch Personal- und Fremdleistungen von T-EUR 618. Der dritte gewichtige Kostenblock, neben Personal- und Fremdleistungskosten, sind die Beschaffungskosten für Treibstoffe. Diese sind im vergangenen Geschäftsjahr erfreulicherweise pandemiebedingt um T-EUR 135 gesunken und haben dadurch einen signifikanten Einfluss auf das Jahresergebnis.

Die anhaltende hohe Konsumfreudigkeit der Verbraucher in einem wirtschaftlich schwierigen von der Pandemie bedingten Umfeld wird weiter zu großen Teilen über den Online-Handel realisiert und zeigt sich in ständig steigenden Sendungszahlen. Laut der aktuellen BIEK-Studie konnte im Vergleich zum Vorjahr die tägliche Sendungsmenge nochmals auf jetzt ca. 13 Mio. Sendungen pro Tag ausgeweitet werden, was eine Steigerung von 3,8 Prozent ausmacht. Die Gesellschaft P & H Logistik AG partizipiert mit ihrem Bereich der Paketlogistik von dieser Entwicklung.

Der prognostizierte Aufwärtstrend des Internet- bzw. Online-Handels hält lt. BIEK-Studie auch weiterhin an. Die überaus positiven Prognosen sehen bei den nationalen B2C-Sendungen ein steigendes Sendungsvolumen von plus 10,0 Prozent bis 11,0 Prozent, nach realisierten 18,6 Prozent im Pandemiejahr 2020. Zufriedene Kunden sehen die Gesellschaft weiterhin als stabilen Geschäftspartner, der auch bei Auftragszuwächsen zukünftig die bewährten Qualitätsstandards erfüllt und sich dadurch weiterempfiehlt. Als überregionaler Anbieter von Dienstleistungen im KEP-Bereich ist es uns möglich, schnell neue Aufträge zu integrieren und diese mit unseren gewohnten Standards zur vollsten Kundenzufriedenheit abzuarbeiten.

Lage der Gesellschaft

Der Geschäftsverlauf und die Lage der P & H Logistik AG wird nachfolgend unter Einbeziehung der bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren erläutert.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ist im Geschäftsjahr 2020 als solide, stabil und positiv zu beurteilen. Prognostizierte Umsatzentwicklungen und -steigerungen konnten übertroffen werden. Die Vermögens- und Finanzlage ist durch weiterhin getätigte, ausgedehnte Neuinvestitionen belastet, entspannt sich aber planmäßig perspektivisch. Beide Geschäftsfelder der Gesellschaft sind integrale Bestandteile der Umsatzstruktur der Gesellschaft. Der Vorstand sieht in der Entwicklung der Personalbeschaffung und -entwicklung die wichtigsten Aufgaben, um auch zukünftig eine nachhaltige und solide Sicherung des Unternehmens zu gewährleisten. Der Wachstumspfad der Gesellschaft wird unter der Prämisse der Unternehmenssicherung stets aktuell bewertet. Durch die getätigten Investitionen in Fuhrpark und Personal ist die Gesellschaft gut gerüstet und aufgestellt, um auch weiterhin im wettbewerbsintensiven Markt der Paketlogistik zu bestehen. Im Umfeld der stetig steigenden Anforderungen in der KEP-Branche ist ein langfristiges Wachstum gesichert und trägt somit zur stabilen Lage der Gesellschaft bei, immer unter der Prämisse einer aktiven Preispolitik und eines gut kontrollierten Kostenbewusstseins.

Vermögenslage der Gesellschaft

Die Vermögenslage der Gesellschaft stellt sich auch im Berichtsjahr 2020 als positiv, solide und stabil dar. Die Eigenkapitalquote von 33,8 Prozent (Vorjahr: 29,95 Prozent) resultiert aus dem höheren Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2020. Das Gesamtkapital hat sich gegenüber dem vorangegangenen Bilanzstichtag nur geringfügig erhöht.

Das Sachanlagevermögen ist auf Grund planmäßiger Abschreibung und durch den Verkauf des unbebauten Grundstückes auf T-EUR 3.358 (Vorjahr: T-EUR 4.108) zurückgegangen. Die Investitionsquote beträgt im laufenden Geschäftsjahr 14,4 Prozent (Vorjahr: 57,9 Prozent). Die Abschreibungsquote für das Sachanlagevermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr auf 20,4 Prozent (Vorjahr: 23,5 Prozent) verringert. Die Anlagendeckung hat sich auf 54,8 Prozent (Vorjahr: 46,0 Prozent) erhöht.

Der Betrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände hat sich um 21,9 Prozent auf T-EUR 2.381 (Vorjahr: T-EUR 1.954) erhöht. Der Bestand an liquiden Mitteln hat sich stichtagsbezogen auf T-EUR 290 (Vorjahr: T-EUR 361) verringert.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Kredite bei Kreditinstituten und Finanzierungsgesellschaften zur Finanzierung langfristigen Vermögens in Höhe von T-EUR 678 planmäßig getilgt und für Ersatz- und Neuinvestitionen planmäßig neue Kredite in Höhe von T-EUR 765 aufgenommen. Der Anteil der kurzfristigen Verbindlichkeiten hat sich absolut um T-EUR 10 verringert. Im Ergebnis hat sich die kurzfristige Verschuldungsquote nur geringfügig auf 48,3 Prozent (Vorjahr: 50,4 Prozent) verringert.

Die Eigenkapitalentwicklung hat die Anlagendeckung günstig beeinflusst. Diese liegt jetzt bei 55,6 Prozent (Vorjahr: 46,0 Prozent).

Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag nach wie vor über - nicht unwesentliche - stille Reserven, vor allem im Immobilienbesitz am Sitz der Gesellschaft in Berlin.

Finanzlage der Gesellschaft

Die Gesellschaft verzeichnete aus der Investitionstätigkeit einen gegenüber dem Vorjahr geringeren Mittelabfluss in Höhe von T-EUR 399 (Vorjahr: T-EUR 1.761), der auch auf Einzahlungen aus Anlagenabgängen und erhaltene Dividenden zurückzuführen ist. Darüber hinaus ergab sich im Geschäftsjahr 2020 unter Berücksichtigung der planmäßigen Tilgung der Investitionsdarlehen für die betriebliche Immobilie und für den Fuhrpark bei gleichzeitiger Neuaufnahme von Investitionsdarlehen im Saldo ein Mittelzufluss in Höhe von T-EUR 76 (Vorjahr: T-EUR 655). Die Gesellschaft nimmt keine Kontokorrentkredite zur Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit in Anspruch.

Der Bestand an liquiden Mitteln hat sich stichtagsbezogen um T-EUR 71 auf T-EUR 290 verringert. Das Working Capital beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr T-EUR -696 (Vorjahr: T-EUR -1.094) und hat sich damit verbessert.

Durch den Verkauf von Anlagegütern, hier ist das unbebaute Grundstück angrenzend an die Geschäftsliegenschaft gemeint, konnte die Gesellschaft ihre finanzielle Basis deutlich verbessern.

Der Gesellschaft stehen für Investitionen neben den Kreditlinien der Hausbank auch andere Finanzierungsgesellschaften, wie Herstellerfinanzierungen, zur Verfügung. Eingeräumte Kreditlinien werden durch die Gesellschaft derzeit nicht in Anspruch genommen.

Ertragslage der Gesellschaft

Die Ertragslage der Gesellschaft ist für das Berichtsjahr 2020 als zufriedenstellend positiv zu bewerten. Die Steigerung der Umsatzerlöse im Geschäftsjahr gingen im Geschäftsjahr 2020 mit einer, wenn auch nur leichten, Verringerung des Personalaufwandes einher. Die Umsatzsteigerung im Bereich "Paketlogistik" beruht auf dem Anstieg der Sendungsmengen und nachverhandelten Preisen mit den Auftraggebern. Im Bereich "Presselogistik" konnten durch Neuakquisitionen aus dem vorangegangen Geschäftsjahr in 2020 signifikante Umsatzsteigerungen generiert werden. Mit einem Umsatzzuwachs von ca. 10 Prozent zum Vorjahr können die Akquisitionen als wirtschaftlicher Erfolg bezeichnet werden. Die Betriebsleistung, ein Ergebnis von organischem Wachstum und Preisanpassungen, konnte im Vergleich zum Vorjahr um T-EUR 930 (Vorjahr: T-EUR 711) gesteigert werden. Mit dem Verkauf des im Eigentum der Gesellschaft befindlichen unbebauten Grundstückes deutlich über dem Kaufpreis sind einmalig weitere Erträge generiert worden. Die jüngsten Umsatzaussichten, wie auch die tatsächlich generierten Umsätze des Geschäftsjahres 2020 haben die Kurve der Umsatzsteigerungen nach zuletzt abflachenden Trends wieder ansteigen lassen. Der Anstieg der Fremdleistungen im Vergleich zum Vorjahr in Höhe von T-EUR 951, bei einem verringerten Aufwand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen in Höhe von T-EUR 283 haben den Materialaufwand saldiert um T-EUR 668 angehoben. Die Gesellschaft profitierte von den weiterhin moderaten Beschaffungskosten für Treibstoffe, die einen wesentlichen Teil des Materialaufwandes ausmachen. Die Aufwendungen für die Beschaffung von Treibstoffen sind im Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunken. Die Gesellschaft hat stets ein intensives Augenmerk auf die Kostensituation, um frühzeitig auf signifikante Veränderungen reagieren zu können. Die Mehrbelastungen durch den Mindestlohn konnten durch intensive Verhandlungen mit unseren Auftraggebern teilweise an diese weitergegeben werden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich zum Vorjahr um T-EUR 410 erhöht. Die erstmalig in diesem Posten ausgewiesenen Verpflegungsmehraufwendungen für Zusteller betragen im Geschäftsjahr T-EUR 371. Die ausgedehnte Investitionstätigkeit und vom Gesetzgeber geänderte Abschreibungsmöglichkeiten haben zur abermaligen Erhöhung der planmäßigen Abschreibungen auf jetzt T-EUR 851 (Vorjahr: T-EUR 743) geführt, was einen Anstieg um T-EUR 108 bedeutet.

Das EBIT hat sich mit der positiven Entwicklung der Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr signifikant auf T-EUR 160 (Vorjahr: T-EUR 81) verbessert. Das EBITDA hat sich ebenfalls gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert und beträgt 2020 T-EUR 1.011 (Vorjahr: T-EUR 825). Das Ergebnis vor Steuern beträgt im Geschäftsjahr 2020 T-EUR 460 (Vorjahr: T-EUR 39). Die prognostizierte Umsatzerwartung für das Jahr 2020 konnte übertroffen werden. Einmaleffekte aus dem Verkauf von Anlagevermögen haben ein ohnehin zum Vorjahr verbessertes Jahresergebnis noch weiter angehoben. Hier ist der Verkauf des Nachbargrundstücks der Geschäftsliegenschaft der Gesellschaft genannt.

Des Weiteren konnte die Gesellschaft aus einer Beteiligung einen zusätzlichen Ertrag in Höhe von T-EUR 100 im Geschäftsjahr generieren. Gegenläufig haben außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen das Jahresergebnis in Höhe von T-EUR 106 belastet. Die Geschäftsleitung hat sich zu diesem Schritt entschlossen, da Risiken in nicht näher bekannter Größe auf eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung der Beteiligung schließen lassen.

Auf Grund der Bildung einer den steuerlichen Gewinn mindernden Rücklage gem. § 6b Abs. 3 EStG in der Steuerbilanz wurde der handelsrechtliche Jahresabschluss auf den 31. Dezember 2020 der Gesellschaft geändert.

Die Ausübung des steuerlichen Wahlrechts hat zu einer Verringerung der tatsächlichen Ertragsteuerbelastung im Jahr 2020 geführt. Gleichzeitig wurden passive latente Steuern in Höhe von T-EUR 79 gebildet. Nach Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (T-EUR 112) und sonstigen Steuern (T-EUR 4) schließt die Gesellschaft nach dem geänderten Jahresabschluss das Geschäftsjahr 2020 mit einem Jahresüberschluss in Höhe von T-EUR 344 ab.

Chancen und Risiken der Gesellschaft

Die P & H Logistik AG bewegt sich mit ihrem Geschäftsmodell in 2021 weiterhin in dem risikobehafteten Umfeld der weltweiten Corona-Pandemie. Durch die weiter ausgebaute systemrelevante Unternehmensausrichtung trägt die Sparte der Paketlogistik der P & H Logistik AG zur Sicherstellung des Wirtschaftsstandortes Deutschlands, der Versorgung der Bevölkerung und des Gemeinwesens mit lebensnotwendigen Zustellungen dazu bei, diese aufrechtzuerhalten. Für niemanden stand im Raum, dass sich die Pandemieentwicklung so lange, so intensiv auf das Geschäftsleben auswirken könne und im Lichte der aktuellen Entwicklungen auch noch lange auswirken wird. Es besteht aber für die P & H Logistik AG trotz ihrer Systemrelevanz das Risiko, dass die wirtschaftlichen Aktivitäten beeinträchtigt werden bis hin zum Stillstand. Aller Prognosen zum Trotz was die allgemeinen hervorragenden Wachstumspfade der KEP-Branche angeht, besteht doch immer die Möglichkeit, dass sich einzelne Marktteilnehmer aus dem wettbewerbsintensiven Paketgeschäft zurückziehen müssen. Hier sehen wir unsere Chance, Firmen und Partner zu finden, welche uns bei einer expansiven Firmenentwicklung unterstützen, um Umsatz und Marktanteile auszubauen und die Gesellschaft mit einem signifikanten Wachstumspfad auszustatten.

Die im letzten Jahr vorsichtig optimistisch geäußerten Auswirkungen der Corona-Pandemie hat die Wirklichkeit gänzlich anders getroffen. Die KEP-Branche kann sich als privilegiert betrachten angesichts der sprunghaft gestiegenen Sendungsmengen, des steigenden Beschäftigungsstandes und der realisierten Umsatzsteigerungen. Das Phänomen des Online-Handels hat die KEP-Branche insofern hart getroffen, da niemand auf den Ansturm der eingetretenen Sendungsvolumina vorbereitet war. Die jährliche BIEK-Studie sieht die KEP-Branche im Lichte des Online-Handels als ein Wachstumstreiber weiterer wirtschaftlicher Entwicklungen. Es wird prognostiziert, dass der Online-Handel die KEP-Branche auch in den nächsten Jahren weiter anschiebt. Die Gesellschaft P & H Logistik AG sieht sich auf jeden Fall gerüstet, um weitere Umsatzsteigerungen aus dem dynamischen Umfeld des Online-Handels mitzutragen bzw. diese daraus zu realisieren.

Die Corona-Pandemie mit ihren ungewissen Auswirkungen drängt andere Themen in den Hintergrund, welche die Gesellschaft und ihren Geschäftsbereich der Paketlogistik in ihrer Wachstumsentwicklung beeinflussen könne. In der Risikobetrachtung steht an erster Stelle die gesamtwirtschaftliche Lage Deutschlands, welche unabhängig von der Pandemie bereits zum Ende des vergangenen Jahres 2020 Schwächen aufwies. Ob mit oder ohne Corona ist die wirtschaftliche Lage angespannt. Für die Paketbranche werden durch kompetente Analysten immer noch gute Aussichten formuliert, was Wachstumspfade angeht. Die KEP-Branche bietet hochwertige Transport- und Logistikdienste an, von denen sowohl die Wirtschaft als auch die Gesellschaft profitieren. Unternehmen können dank KEP-Dienstleistungen arbeitsteilig produzieren und Endkunden erhalten schnelle, flexible und umfassende Zustellungen. Alles in allem bieten die KEP-Dienste Wettbewerbs-, Kosten- und Absatzvorteile sowie hohen Komfort und Service.

Im daher positiv prognostizierten Umfeld der allgemeinen KEP-Entwicklung kann die Gesellschaft mit ihrer jetzt 30jährigen Markterfahrung auf derzeit hervorragende geschäftliche Möglichkeiten und Chancen blicken. Prämisse ist, wie aufgeführt, die Risikobetrachtung neuer geschäftlicher Aktivitäten, um auch zukünftig die erreichten Marktpositionen weiter zu festigen und zukunftsfähig auszubauen. Die Gesellschaft wird sich daher zukünftig einzig auf den Bereich der Paketlogistik mit ihren positiven Geschäftsaussichten konzentrieren.

Folgende wesentliche Risiken sieht der Vorstand der P & H Logistik AG für die Gesellschaft als bedeutend an:

Personalrisiko

Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020 spielten die Personalbeschaffung und die Entwicklung der Personalkosten, wie in den vorangegangenen Jahren, die herausragende Rolle bei der Betrachtung der verschiedenen Kostenblöcke. Die Problematik des Personalwesens in der Gesellschaft zeigt sich bei der Anwerbung und Einstellung von neuen Mitarbeitern, zieht sich über die gestiegenen Personal- und Verwaltungskosten bis hin zu gut ausgebildeten Zustellern von Paketen und Presseerzeugnissen. Die Einführung des Mindestlohnes hat vor allem zur Steigerung der Personalkosten beigetragen, wobei hier interne Untersuchungen belegen, dass für einen Mindestlohn keine neuen Mitarbeiter mehr zu gewinnen sind und somit zusätzliche Lohnanreize geschaffen werden müssen, um sich bei der Rekrutierung von den Mitbewerbern am Markt abzuheben. Die sogenannten weichen Faktoren spielen dabei eine immer größere Rolle, um die Arbeitgeberattraktivität zu verbessern. Die bereits eingeführten flexiblen Arbeitszeitmodelle sind für die Geschäftsleitung ein Weg zur Verbesserung der Attraktivität der Beschäftigung als Zustellmitarbeiter. Der Gesellschaft ist es gelungen, mit vielen, auch unkonventionellen Wegen die Mitarbeiterbasis erfolgreich zu stabilisieren. Der Versuch, ausländische Arbeitskräfte durch bereits im Unternehmen vorhandene, integrierte ausländische Zusteller direkt aus ihren Heimatländern zu akquirieren, ist aus unserer Sicht nach wie vor als Erfolg zu betrachten.

Es besteht trotz aller Fortschritte bei der Mitarbeitergewinnung und -bindung die Möglichkeit, dass bei unzureichendem Personalpool eingeschlagene Wachstumspfade nicht erreicht werden und punktuell auch Rückschritte als Möglichkeit nicht ausgeschlossen werden dürfen. Die Gesellschaft ist sich in ihrer Gesamtheit der Risiken bewusst und schöpft ihr in langjähriger Geschäftstätigkeit gewonnenes Potential aus, diese Risiken zu minimieren.

Rohstoffpreisrisiko

Für die Gesellschaft ist das Thema der Beschaffungskosten für Treibstoffe stets von großer Bedeutung. Die sich abzeichnenden krisenhaften Bedingungen im Zuge der anhaltenden Corona-Pandemie werden auch am Preis für Dieselkraftstoffe rütteln. Wir gehen hier auch im aktuellen Geschäftsjahr von einer leichten Entspannung in diesem Bereich aus. Diese Entspannung wird sicher nur temporären Charakter haben, denn wie im Vorjahr werden auch in diesem Geschäftsjahr voraussichtlich regulatorische Eingriffe der OPEC zu erwarten sein, um die Preisstabilität bei der Rohölerzeugung und -vermarktung in ihrem Sinne zu erhalten.

Politische Entwicklungen zur CO 2 -Abgabe, sprich einer deutlichen Anhebung dieser, werden sich in den Treibstoffpreisen und deren Beschaffung zukünftig widerspiegeln. Die Geschäftsleitung geht von einer merklichen Belastung aus. Mit unseren Auftraggebern zu vereinbarende Dieselpreiskompensationen können in Summe die Spitzen dieser Kostenentwicklung abfedern, aber sicher nicht zur Gänze saldieren. Es bleiben aus der täglichen Diskussion um Erderwärmung, Klimaneutralität und CO 2 -Senkung empfindliche Risiken in der nahen Entwicklung der Gesellschaft. Ein Durchbruch der Gesellschaft hin zu einer klimaneutralen CO2-freien Zustellung bedarf enormer Anstrengungen, welche die P & H Logistik AG in der jetzigen Perspektive nicht allein bewältigen kann.

Prognosebericht

Der Bereich "Paketlogistik" wird voraussichtlich auch im Geschäftsjahr 2021, wenn auch im schwächeren Umfang, von den wachsenden Sendungsmengen des Internethandels partizipieren, so dass das Geschäftsfeld weiter ausgebaut und der lang beschrittene Wachstumspfad fortgeführt wird. Die Gesellschaft erwartet für 2021 in dem Bereich der Paketlogistik einen Umsatz von ca. T-EUR 10.000 bis T-EUR 11.000. Diese Umsatzsteigerung bewegt sich in einer Spanne zwischen 10 und 14 Prozent. Unter Einbeziehung der genannten Risiken planen wir unter Berücksichtigung der Einmaleffekte des vergangenen Geschäftsjahres 2020 ein operatives Jahresergebnis für das laufende Berichtsjahr 2021 vor Steuern ohne etwaige Sondereffekte aus der strategischen Neuausrichtung der Gesellschaft in Höhe von Plus T-EUR 200.

Im Bereich der Paketlogistik sind die während der Erstellung des Jahresberichtes 2020 genannten Wachstumszahlen eine erfreuliche Richtschnur zur Skalierung zukünftiger Umsatzentwicklungen. Bei einer geschätzten 7-prozentigen Steigerung der Sendungsmengen (lt. BIEK-Studie 2021) in den nächsten Jahren, sollte aufbauend auf dem prognostizierten Wachstumspfad der Umsatz im Bereich "Paketlogistik" im Geschäftsjahr 2022 konservativ zum aktuellen Geschäftsjahr gesehen wiederum zwischen 8,0 bis 10,0 Prozent steigen. Auch wenn einzelne Risiken zu berücksichtigen bleiben, ist die prognostizierte Umsatzerwartung und -entwicklung als erfreulich zu bezeichnen. Die genannten Faktoren der Umsatzentwicklung sind ausschließlich auf Basis der Entwicklung im Paketbereich formuliert und bilden den zukünftigen erfolgsversprechenden Weg der Gesellschaft in die Richtung des KEP (Kurier-, Express-, Paketlogistik) ab. Die dynamische Entwicklung der Paketlogistik, getrieben durch den Online-Handel, ist die mittelfristige Ausrichtung der P & H Logistik AG.

Im zeitlichen Zusammenhang mit der Aufstellung und Prüfung des geänderten Jahresabschlusses auf den 31. Dezember 2020 konnten umsatzrelevante Neuakquisitionen realisiert werden. Mit einem weiteren marktrelevanten Paketdienstleister wurde im September 2021 ein Servicevertrag über Paketzustellung abgeschlossen. Die Prognose der Umsatz- und Ergebnisentwicklung für die Geschäftsjahre 2021 und 2022 wurden entsprechend angepasst. Bei gleichbleibender Risikobetrachtung sieht die Planung eine weitere Umsatzsteigerung und signifikante Verbesserung der operativen Jahresergebnisse vor Steuern in 2021 und 2022 vor.

Hinsichtlich der Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres wird auch auf die Angaben im Anhang verwiesen.

Geplante Investitionen

Die P & H Logistik AG wird sich im aktuellen und auch in fortlaufenden Geschäftsjahren der Akquisition von Gesellschaften aus der KEP-Branche widmen. Die Gesellschaft wird dabei auch im Geschäftsjahr 2021 verstärkt auf den Erhalt erreichter Positionen setzen und durch mögliche Akquisitionen ihr Geschäftsumfeld erweitern und ausbauen. Der Zukauf von Firmen aus dem gleichen oder ähnlichen Geschäftszweigen wird hierbei eine neue Rolle spielen, um Marktpositionen und Wachstumspfade weiter auszubauen. Die durch die Corona-Pandemie entstehenden Unsicherheiten sind auch weiterhin nur schwer kalkulierbar. Dazu werden die bereits laufenden Gespräche mit der Hausbank und vor allem mit herstellernahen Fahrzeugfinanzierungsgesellschaften zur Bereitstellung von entsprechenden Kreditlinien, auch um ggf. kurzfristig die Sicherung des Unternehmens zu gewährleisten, fortgesetzt.

Die Gesellschaft geht davon aus, dass sich durch die abzeichnenden Krisenbedingungen kurzfristige Möglichkeiten für die Ausdehnung der Geschäftstätigkeit ergeben könnten, aus denen sich weiterhin ein erhöhter Bedarf an neuen und modernen Fahrzeugen ergeben könnte. Die Investitionen werden weiterhin vorrangig in herkömmliche dieselbetriebene Zustellfahrzeuge der neuesten Generation getätigt werden.

Des Weiteren wird der Investitionspfad in die E-Mobilität in der gleichen Intensität und Masse fortgeführt wie in den Vorjahren. Solange sich keine Alltagstauglichkeit, Rentabilität und Wirtschaftlichkeit für den großflächigen Einsatz von E-Fahrzeugen ergibt, werden die Fahrzeuge auch weiterhin im Teststadium innerhalb der Unternehmen erprobt.

 

Berlin, den 8. November 2021

Andreas Paul, Vorstand der P & H Logistik AG

Zur Offenlegung bestimmte Bilanz auf den 31. Dezember 2020

der P & H Logistik AG, Berlin

AKTIVA

Zum Vergleich 31.12.2019
EUR EUR EUR T-EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 8.458,30 59
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 423.365,54 668
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.934.991,00 3.438
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 2
3.358.356,54 4.108
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 869.389,75 172
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 83,00 0
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 52
869.472,75 224
4.236.287,59 4.391
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.380.965,09 1.954
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 290.145,69 361
2.671.110,78 2.315
C. Rechnungsabgrenzungsposten 47.539,85 43
6.954.938,22 6.749

PASSIVA

Zum Vergleich 31.12.2019
EUR EUR EUR T-EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
1. Grundkapital 1.500.000,00 1.500
2. Nennbetrag eigener Anteile -3.900,00 0
Ausgegebenes Kapital 1.496.100,00 1.500
II. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 51.402,87 34
2. Rücklage wegen eigener Anteile 3.900,00 0
55.302,87 34
III. Bilanzgewinn 802.598,61 487
2.354.001,48 2.021
B. Rückstellungen 244.266,46 174
C. Verbindlichkeiten 4.277.480,28 4.554
davon gegenüber Kreditinstituten: EUR 2.395.522,44 (2.283)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 400,00 0
E. Passive latente Steuern 78.790,00 0
6.954.938,22 6.749

Zur Offenlegung bestimmte Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

der P & H Logistik AG, Berlin

Zum Vergleich 2019
EUR EUR T-EUR
1. Rohergebnis 9.188.719,70 8.541
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.378.402,21 -5.727
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.233.221,31 -1.218
davon für Altersversorgung: -(17.358,45) -(16)
-6.611.623,52
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -850.897,98 -743
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.177.004,33 -767
549.193,87 86
5. Erträge aus Beteiligungen 100.000,00 0
davon aus verbundenen Unternehmen: (100.000,00) (0)
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 0
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.157,39 12
8. Abschreibungen aus Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -105.933,20 0
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -90.918,10 -59
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -111.566,04 -18
11. Ergebnis nach Steuern 347.933,92 21
12. Sonstige Steuern -3.794,56 -5
13. Jahresüberschuss 344.139,36 16
14. Gewinnvortrag 487.366,22 472
15. Verrechnung Unterschiedsbetrag aus Erwerb eigener Anteile -7.800,00 0
16. Einstellung in Rücklage wegen eigener Anteile -3.900,00 0
17. Einstellung in die gesetzliche Rücklage -17.206,97 -1
18. Bilanzgewinn 802.598,61 487

Zur Offenlegung bestimmter Anhang für das Geschäftsjahr 2020

der P & H Logistik AG, Berlin

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 der P & H Logistik AG wurde gemäß §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) und der Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt.

Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB Anwendung.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Soweit "Davon-Vermerke" nicht in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten sind, werden sie im Anhang vorgenommen.

Für die Angaben im Anhang werden größenabhängige Erleichterungen gemäß § 288 HGB in Anspruch genommen.

Auf Grund der Bildung einer den steuerlichen Gewinn mindernden Rücklage gem. § 6b Abs. 3 EStG in der Steuerbilanz wurde der bereits geprüfte handelsrechtliche Jahresabschluss auf den 31. Dezember 2020 der Gesellschaft geändert.

Die Ausübung des steuerlichen Wahlrechts hat zu einer Verringerung der tatsächlichen Ertragsteuerbelastung im Jahr 2020 geführt. Gleichzeitig wurden passive latente Steuern in Höhe von EUR 78.790,00 gebildet. Nach Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und sonstigen Steuern schließt die Gesellschaft nach dem geänderten Jahresabschluss das Geschäftsjahr 2020 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 344.139,36 ab.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: P & H Logistik AG
Firmensitz laut Registergericht: Berlin
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Berlin (Charlottenburg)
Register-Nr.: HRB 105330

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Soweit es sich um abnutzbare Vermögensgegenstände handelt, werden die Anschaffungskosten um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Es wurde sowohl nach der linearen als auch der degressiven Methode in Anlehnung an die steuerlich zulässigen Höchstsätze abgeschrieben.

Bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden in Anlehnung an das steuerliche Bewertungswahlrecht im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und sonstige Ausleihungen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Börsenkurs am Bilanzstichtag angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bzw. zu Anschaffungskosten angesetzt. Einzelrisiken werden - soweit vorhanden - durch Wertberichtigungen erfasst.

Forderungen in ausländischer Währung bestanden zum 31. Dezember 2020 nicht.

Kassenbestände und Bankguthaben sind mit dem Nennbetrag ausgewiesen.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gem. § 253 Abs. 1 HGB gebildet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Sonstige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden nach § 253 Abs. 2 HGB mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden erhaltene Einnahmen vor dem Bilanzstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen.

III. Angaben zur Bilanz

Aktiva

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gliedern sich wie folgt:

Forderungen zum 31.12.2020 Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr mehr als 1 Jahr
EUR EUR EUR
Summe 2.380.965,09 2.374.635,09 6.330,00
(Vorjahr) (1.953.958,66) (1.940.884,88) (13.073,78)

In Höhe von EUR 65.888,00 (Vorjahr: EUR 0,00) bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen.

In den Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Rückzahlungsagio i. S .d. § 250 Abs. 3 HGB in Höhe von EUR 400,40 (Vorjahr: EUR 1.077,32) enthalten.

Passiva

Eigenkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag EUR 1.500.000,00 und setzt sich aus 1.500.000,00 auf den Inhaber lautenden Stammaktien (Stückaktien) zu EUR 1,00 je Aktie zusammen.

Die Gesellschaft hält 3.900 eigene Aktien zu EUR 1,00 je Aktie. Dies entspricht 0,26 % des Grundkapitals bzw. EUR 3.900,00.

Die eigenen Aktien wurden wie folgt erworben:

Geschäftsjahr Anzahl Grund des Erwerbs
2020 3.900 § 71 Abs. 1 Nr. 3 AktG
Bestand zum Bilanzstichtag 3.900

Die Gewinnrücklagen beinhalten eine gesetzliche Rücklage in Höhe von EUR 51.402,87.

Aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres wurden EUR 17.206,97 (Vorjahr: EUR 802,05) in die gesetzliche Rücklage eingestellt.

Die Entwicklung des Bilanzgewinns ist gemäß § 158 Abs. 1 AktG der Gewinn- und Verlustrechnung zu entnehmen. Der Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 7.800,00 aus dem Kaufpreis und dem Nennbetrag der erworbenen eigenen Aktien wurde zu Lasten des Bilanzgewinns des Vorjahres verrechnet.

Steuerrückstellungen werden für die voraussichtlich zu zahlenden Steuern vom Einkommen und Ertrag gebildet.

Einzelheiten über die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Verbindlichkeiten zum 31.12.2020 davon mit einer Restlaufzeit von
Gesamtbetrag bis zu 1 Jahr mehr als 1 Jahr mehr als 5 Jahre
in EUR (Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr)
Summe 4.277.480,28 3.131.513,58 1.145.966,70 0,00
(4.554.155,00) (3.237.360,96) (1.316.794,04) (0,00)
davon gegenüber Kreditinstituten: 2.395.522,44 1.283.845,91 1.111.676,53 0,00
(2.283.346,17) (1.000.069,45) (1.283.276,72) (0,00)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren aus Kreditverträgen zur Finanzierung von Fahrzeugen des Fuhrparks. Die Kredite sind durch Sicherungsübereignung der jeweiligen Fahrzeuge besichert.

In Höhe von EUR 33.958,60 (Vorjahr: EUR 12.824,01) bestehen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen in Höhe von EUR 34.290,17 (Vorjahr: EUR 58.519,56) weitere Finanzierungsverträge für Fahrzeuge des Fuhrparks, die durch Sicherungsübereignung der Fahrzeuge besichert sind.

Passive latente Steuern

Die Bewertung der latenten Steuern wurde anhand des bilanzorientierten Konzepts vorgenommen. Danach wurden auf sämtliche Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände und Schulden und den steuerlichen Wertansätzen latente Steuern abgegrenzt, sofern sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder ausgleichen. Dabei wurde der Ertragsteuersatz der voraussichtlich zukünftigen Steuerbelastung zugrunde gelegt.

Das Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde nicht ausgeübt.

Zum Bilanzstichtag ergeben sich passive latente Steuern, die sich im Geschäftsjahr 2020 wie folgt entwickelt haben:

Stand 01.01.2020 Veränderung Stand 31.12.2020
EUR EUR EUR
Passive latente Steuern 0,00 78.790,00 78.790,00

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren zugrunde gelegt. Die Gliederung entspricht § 275 Abs. 2 HGB.

Aus der Veräußerung eines unbebauten Betriebsgrundstücks im Geschäftsjahr 2020 wurden Erträge von außergewöhnlicher Bedeutung in Höhe von EUR 384.744,90 (Vorjahr: EUR 0,00) erzielt.

Hinsichtlich der vorgenommenen Abschreibungen verweisen wir auf den Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang).

Verpflegungsmehraufwendungen für Arbeitnehmer in Höhe von EUR 371.434,00 werden erstmalig in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. In den Vorjahren erfolgte der Ausweis im Personalaufwand.

In Höhe von EUR 105.933,20 erfolgte eine außerplanmäßige Abschreibung auf Anteile an verbundenen Unternehmen.

V. Sonstige Angaben

1. Vorstand und Aufsichtsrat

Im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 war alleiniger Vorstand Herr Betriebswirt Andreas Paul. Der Vorstand vertritt die Gesellschaft allein und ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstandes wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die an den Vorstand ausgereichten Kredite haben sich wie folgt entwickelt:

Darlehen I Darlehen II Summe
EUR EUR EUR
Stand 01.01.2020 59.560,48 45.441,78 105.002,26
Tilgung -36.746,02 -12.583,47 -49.329,49
Stand 31.12.2020 22.814,46 32.858,31 55.672,77
Konditionen
Zinssatz 4,50 % 4,50 %
Laufzeit 31.12.2020 01.03.2022
Sicherheiten Aktien der P & H Logistik AG

Mitglieder des Aufsichtsrats sind:

 

Herr Rolf-Mario Seppelt (Vorsitzender), Unternehmensberater

 

Herr Sven Starick (Stellvertreter), Geschäftsführer der PLE Paket-Logistik Europa GmbH, Berlin

 

Frau Jeanine Paul, Geschäftsführerin der Outpost Logistic GmbH, Berlin

Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten im Berichtsjahr für ihre Tätigkeit Gesamtbezüge in Höhe von EUR 9.000,00 (Vorjahr: EUR 9.000,00).

2. Anteilsbesitz

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital Eigenkapital * 31.12.2019 Jahresergebnis * 2019
in % EUR EUR
HGZ Karosserie- und Fahrzeugbaumeisterbetrieb GmbH, Berlin 100,0 217.778,19 47.081,58
PSL Presse Service Leistungen Transport und Kommissionierung GmbH, Berlin 100,0 186.453,12 -11.372,40

* aktuell vorliegender Jahresabschluss

Mit Vertrag vom 7. April 2020 hält die Gesellschaft sämtliche Geschäftsanteile an der P & H Presse Logistik GmbH, Berlin, treuhänderisch.

3. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Die Gesellschaft nimmt zu den Angaben nach § 285 Nr. 21 HGB die größenabhängige Erleichterung gem. § 288 Abs. 2 Nr. 3 HGB in Anspruch. Geschäfte direkt oder indirekt mit einem Hauptgesellschafter oder Mitgliedern des Geschäftsführungs- oder Aufsichtsorgans wurden im Berichtszeitraum nicht abgeschlossen.

4. Anzahl Mitarbeiter

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

2020 Zum Vergleich 2019
Arbeiter 174 182
Angestellte 20 31
Geringfügig Beschäftigte 12 30
206 243

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat Mietverträge mit zum Teil unbestimmter Laufzeit geschlossen. Die sonstige finanzielle Verpflichtung aus diesen Verträgen beträgt zum Bilanzstichtag für das Geschäftsjahr 2021 insgesamt EUR 81.059,64.

Die Vorteile in der Anmietung von Gewerbeflächen und Stellplätzen bestehen in der Flexibilität bezüglich der Laufzeit der Verträge. Die Vertragslaufzeiten orientieren sich zur Kostenoptimierung in der Regel an der Laufzeit der Kundenverträge.

6. Abschlussprüferhonorar

Die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers wurden gem. § 285 Nr. 17 i. V. m. § 288 Abs. 2 S. 2 HGB unterlassen.

7. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres

Das Geschäftsmodell der Gesellschaft wird ab dem Geschäftsjahr 2021 verstärkt in Richtung KEP - Kurier-, Express- und Paketlogistik entwickelt und ausgebaut und der Geschäftsbereich "Presselogistik" nicht mehr aktiv betrieben. Zu den finanziellen Auswirkungen dieser strategischen Ausrichtung der Geschäftstätigkeit, getrieben durch die dynamische Entwicklung des Online-Handels, wird auf die Angaben zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken im Lagebericht verwiesen.

Mit dem Ziel, die finanzielle Basis für kommende Investitionen und Akquisitionen im Bereich der Paketlogistik zu bereiten, wurde im Geschäftsjahr 2021 die Betriebsliegenschaft mit Geschäftsgebäude am Sitz der Gesellschaft veräußert und vom Eigentümer angemietet. Der geschlossene Mietvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2030. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus diesem Sale-and-lease-back-Geschäft betragen EUR 1.589.228,34 für die gesamte Vertragslaufzeit.

Durch die auch im Jahr 2021 andauernde Corona-Pandemie besteht trotz Systemrelevanz der Gesellschaft das Risiko, dass die wirtschaftlichen Aktivitäten beeinträchtigt werden. Wir verweisen im Übrigen auf die Darstellungen im Lagebericht zu den Chancen und Risiken sowie zur voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft.

8. Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt EUR 344.139,36. Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags und Verrechnungen im Zusammenhang mit dem Erwerb eigener Anteile ergibt sich ein Betrag von EUR 819.805,58, der wie folgt zu verwenden ist:

 

In die gesetzlichen Rücklagen werden EUR 17.206,97 eingestellt.

 

Auf neue Rechnung werden EUR 802.598,61 vorgetragen.

Unterschrift des Vorstands

 

Berlin, den 8. November 2021

gez. Andreas Paul

Entwicklung des Anlagevermögens des Geschäftsjahres 2020

Anschaffungs-/ Herstellungskosten 01.01.2020 Zugänge Abgänge Anschaffungs-/ Herstellungskosten 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.317.804,34 0,00 50.000,00 1.267.804,34
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 938.444,79 0,00 235.255,10 703.189,69
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.162.969,63 599.443,98 643.184,88 7.119.228,73
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.000,00 0,00 2.000,00 0,00
8.103.414,42 599.443,98 880.439,98 7.822.418,42
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 171.933,20 803.389,75 0,00 975.322,95
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 83,00 0,00 0,00 83,00
3. Sonstige Ausleihungen 52.000,00 0,00 52.000,00 0,00
224.016,20 803.389,75 52.000,00 975.405,95
8.327.430,62 1.402.833,73 932.439,98 8.797.824,37
Abschreibungen (kumuliert) 01.01.2020 Abschreibungen Geschäftsjahr Abschreibungen Abgänge Abschreibungen (kumuliert) 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.259.121,04 225,00 0,00 1.259.346,04
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 270.136,15 9.688,00 0,00 279.824,15
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.725.522,63 840.984,98 382.269,88 4.184.237,73
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
3.995.658,78 850.672,98 382.269,88 4.464.061,88
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 105.933,20 0,00 105.933,20
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 105.933,20 0,00 105.933,20
3.995.658,78 956.606,18 382.269,88 4.569.995,08
Buchwert 31.12.2020 Zum Vergleich Buchwert 31.12.2019
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 8.458,30 58.683,30
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 423.365,54 668.308,64
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.934.991,00 3.437.447,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 2.000,00
3.358.356,54 4.107.755,64
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 869.389,75 171.933,20
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 83,00 83,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 52.000,00
869.472,75 224.016,20
4.227.829,29 4.331.771,84

In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die P & H Logistik AG, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der P & H Logistik AG, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der P & H Logistik AG, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.

Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Hinweis zur Nachtragsprüfung

Diesen Bestätigungsvermerk erteilen wir zu dem geänderten Jahresabschluss und geänderten Lagebericht aufgrund unserer pflichtgemäßen, am 26. August 2021 abgeschlossenen Prüfung und unserer am 9. November 2021 abgeschlossenen Nachtragsprüfung, die sich auf die Änderungen der Steuerrückstellungen und passiven latenten Steuern bezog. Auf die Darstellung der Änderungen durch die gesetzlichen Vertreter im geänderten Anhang, Abschnitt "Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss" und "Passive latente Steuern" sowie im geänderten Lagebericht, Abschnitt "Lage der Gesellschaft" und "Prognosebericht" wird verwiesen.

 

Berlin, den 26. August 2021/9. November 2021

FALK GmbH & Co KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Bischoff, Wirtschaftsprüfer

Ullner, Wirtschaftsprüfer"

Prüfungsbericht des Aufsichtsrates der P&H Logistik AG zum Jahresabschluss auf den 31. Dezember 2020

Dem Aufsichtsrat wurden am 30.11.2021 folgende Unterlagen zur Prüfung übergeben:

1.

Bericht über die Nachtragsprüfung des geänderten Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2020, geprüft von der Falk GmbH & Co KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Berlin in der Fassung vom 09.11.2021

2.

Lagebericht des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2020

3.

Vorschlag des Vorstandes zur Ergebnisverwendung

1. Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 der P&H Logistik AG

Der in der oben genannten Form vorgelegte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 der P&H Logistik AG wurde in der Aufsichtsratssitzung per Telefonkonferenz am 15. Dezember 2021 erneut unter Berücksichtigung der geänderten Ansätze im vorgelegten Jahresabschluss in der Form vom 09. November 2021 erörtert und geprüft. Von ihnen wurden im Rahmen der Prüfungshandlung dem Aufsichtsrat nochmals folgende Punkte behandelt und besprochen:

1.

Auftrag und Prüfung

2.

Rechtliche und wirtschaftliche Besonderheiten des Geschäftsjahres

3.

Wirtschaftliche Lage der Gesellschaft

4.

Wesentliche Prüfungsaussagen

5.

Prüfungsurteil

6.

Sonstige Themen für den Aufsichtsrat

7.

Unabhängigkeit des Abschlussprüfers

Der Aufsichtsrat stellt im Rahmen der Prüfungshandlung einstimmig fest, dass der Bericht über die Nachtragsprüfung des geänderten Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2020, die wirtschaftliche Lage 2020, sowie den Geschäftsverlauf 2020 zutreffend darstellt. Der gem. § 172 AktG durch den Aufsichtsrat gebilligte vorliegenden Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 in der vorliegenden Fassung vom 09. November 2021 wird mit einem Jahresüberschuss in Höhe von Euro 344.139,36, einer weiteren Einstellung in die Gewinnrücklage mit Euro 17.206,97 und einer Bilanzsumme in Höhe von Euro 6.954.938.22 festgestellt.

2. Lagebericht des Vorstandes 2020

Der Aufsichtsrat stellt ferner einstimmig fest, dass der vorliegende Lagebericht die wirtschaftliche Lage 2020, sowie den Geschäftsverlauf 2020 treffend darstellt, sowie Risiken und Chancen der P&H Logistik für das Geschäftsjahr 2021 ff aufzeigt.

3. Ergebnisverwendungsvorschlag

Dem Aufsichtsrat liegt vom Vorstand folgender Vorschlag zur Ergebnisverwendung 2020 vor:

"Der Jahresüberschuss 2020 beträgt Euro 344.139,36. Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrages und Verrechnungen im Zusammenhang mit dem Erwerb eigener Anteile ergibt sich ein Betrag von Euro 819.805,58, der wie folgt zu verwenden ist:

 

In die gesetzliche Rücklage werden Euro 17.206,97 eingestellt

 

Auf neue Rechnung werden Euro 802.598,61 vorgetragen."

Der Aufsichtsrat billigt den Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstandes.

4. Entlastung des Vorstandes

Gemäß §171 Abs. 2 AktG hat der Aufsichtsrat ebenfalls darüber zu berichten, inwieweit er die Geschäftsführung der Gesellschaft während des Geschäftsjahres geprüft hat. Herr Andreas Paul war als allein vertretungsberechtigter Vorstand tätig. Nach den uns vorliegenden Vorstandsberichten und vom Vorstand gegebenen Auskünften über das Berichtsjahr 2020 und der vorgelegten Prognosen für das Geschäftsjahr 2021 sind uns keine Tatsachen bekannt geworden, die gegen die Annahme der Ordnungsmäßigkeit der Vorstandstätigkeit im Jahr 2020 sprechen. Insoweit schlägt der Aufsichtsrat der Hauptversammlung vor, dem Vorstand für das Geschäftsjahr 2020 Entlastung zu erteilen.

Der Aufsichtsrat der P&H Logistik AG hat im Berichtsjahr 2020 turnusmäßig vier Aufsichtsratssitzungen abgehalten. In diesen Aufsichtsratssitzungen ist durch den Vorstand die Entwicklung der Gesellschaft nachvollziehbar kommuniziert, wie auch die Prognosen für das Geschäftsjahr 2021 aufgezeigt worden.

 

Berlin, 15. Dezember 2021

Rolf-Mario Seppelt, AR-Vorsitzender

Feststellung des Jahresabschlusses der P & H Logistik AG, Berlin

Der Jahresabschluss auf den 31. Dezember 2020 wurde vom Aufsichtsrat am 15. Dezember 2021 festgestellt.

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