Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 571623
Eingetragen
28.5.2003
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungBeteiligungsgesellschaftenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Herstellung, Bearbeitung und Vertrieb von Schmiedestücken aller Art. Die Gesellschaft kann Geschäfte jeder Art im In- und Ausland tätigen, die dem Gegenstand des Unternehmens unmittelbar oder mittelbar dienen. Sie kann auch Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art gründen, erwerben, pachten oder vertreten und sich an solchen Unternehmen beteiligen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Markus Wermers
seit 26.5.2023
Geschäftsführer
Prokura
Markus Schramek
seit 28.6.2017
Geschäftsführer
Kunal Sabharwal
seit 13.7.2016
Geschäftsführer
Joachim Walter Vogel
seit 27.10.2006
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BEW-Umformtechnik GmbH

Rosengarten

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2021 bis zum 30.06.2022

Bilanz zum 30. Juni 2022

(gemäß § 327 HGB)

Aktivseite

30.06.2022
EUR
30.06.2021
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 7.430,00 13
II. Sachanlagen 1.960.233,30 2.245
III. Finanzanlagen 0,00 -
1.967.663,30 2.258
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 9.132.107,35 5.794
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.860.473,33 1.835
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 616.309,72 1.539
12.608.890,40 9.168
C. Rechnungsabgrenzungsposten 59.316,69 57
14.635.870,39 11.483

Passivseite

30.06.2022
EUR
30.06.2021
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000
II. Gewinnvortrag n/a 2.086
III. Jahresüberschuss n/a 1.076
IV. Bilanzgewinn 2.148.922,60 n/a
3.148.922,60 4.162
B. Rückstellungen 2.376.926,00 1.507
C. Verbindlichkeiten 9.110.021,79 5.814
14.635.870,39 11.483

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022

(gemäß § 327 HGB)

1.7.2021 - 30.6.2022
EUR
1.7.2021 - 30.6.2022
EUR
1.7.2020 - 30.6.2021
TEUR
1. Rohergebnis 17.849.026,11 15.907
2. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter 9.294.500,87 8.875
b) Soziale Abgaben 1.840.636,34 1.760
11.135.137,21 10.635
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 352.245,77 374
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.700.701,03 3.336
2.660.942,10 1.562
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 82.587,91 59
2.578.354,19 1.503
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
- tatsächliche Ertragsteuern 762.827,30 359
- latente Ertragsteuern 0,00 65
762.827,30 424
7. Ergebnis nach Steuern 1.815.526,89 1.079
8. Sonstige Steuern 2.144,27 3
9. Jahresüberschuss 1.813.382,62 1.076
10. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.085.539,98
11. Vorabgewinnausschüttung -1.750.000,00
12. Bilanzgewinn 2.148.922,60

Anhang zum 30. Juni 2022

(gemäß § 327 HGB)

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeines

Der Jahresabschluss der BEW-Umformtechnik GmbH, Rosengarten ("Gesellschaft"), Amtsgericht Stuttgart HRB 571623, wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) in EUR erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Sonderposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird.

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig fünf Jahre zugrundegelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum z. B. aufgrund der Laufzeit eines Patents ergibt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. In die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen einbezogen. Die Abschreibungen werden beim beweglichen Anlagevermögen linear über Nutzungsdauern von 3 bis 20 Jahren vorgenommen. Für geringwertige Anlagegüter wendet die Gesellschaft analog die Regelung des § 6 Abs. 2 EStG an. Dementsprechend werden geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800 im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben, wobei im Zugangsjahr auch der Abgang unterstellt wird.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für in früheren Geschäftsjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen, soweit es sich nicht um einen entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert handelt.

Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Altersteilzeitverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, sind zum beizulegenden Zeitwert bewertet und werden mit der jeweils zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet. Zu Einzelheiten wird auf die Ausführungen unter den Angaben zur Bilanz verwiesen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen und Verwaltungsgemeinkosten einbezogen.

Forderungen werden zum Nennbetrag beziehungsweise zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung von 0,5 % (i.Vj. 0,5 %) zu Forderungen Rechnung getragen.

Flüssige Mittel sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten bewertet.

Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern für die sich insgesamt ergebende Steuerentlastung wird ab dem Geschäftsjahr 2020/2021 nicht mehr ausgeübt. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt zu einem Steuersatz in Höhe von 28,1 % (i.Vj. 28,1 %).

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristkongruenten von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins.

Die übrigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. Erfüllungsbetrag bewertet.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt.

II. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Anteilsbesitz

Die Gesellschaft hält zum 30. Juni 2022 Beteiligungen i.S.v. § 271 Abs. 1 HGB an den folgenden Unternehmen:

Name Sitz Anteil am Kapital Eigenkapital 30.06.2022 Ergebnis des Geschäftsjahres 2021/2022
BEW-Präzisionstechnik GmbH Uhldingen-Mühlhofen 100,0 % EUR -2.800,00 EUR -1.349,97

Eigenkapital

Aufgrund der im Juni 2022 erfolgten Vorabgewinnausschüttung (TEUR 1.750) aus dem voraussichtlichen Bilanzgewinn zum 30. Juni 2022 wird die Bilanz zum 30. Juni 2022 unter Berücksichtigung der teilweisen Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Insofern tritt zum 30. Juni 2022 an die Stelle der Vorjahresposten "Jahresüberschuss" und "Gewinnvortrag " der Posten "Bilanzgewinn".

Der Bilanzgewinn zum 30. Juni 2022 enthält einen Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von EUR 335.539,98.

Verbindlichkeiten

Die Angaben zu den Verbindlichkeiten ergeben sich aus nachfolgender Tabelle:

Restlaufzeit Gesamtbetrag davon durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesichert Art u. Form der Sicherheit
bis zu 1 Jahr
EUR
mehr als 1 Jahr bis zu 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
30.6.2022
EUR
EUR
Verbindlichkeiten 8.805.502,39 304.519,40 0,00 9.110.021,79 s.u. s.u.
(i.Vj. TEUR 5.426) (i.Vj. TEUR 388) (i.Vj. TEUR -) (i.Vj. TEUR 5.814)

Die Verbindlichkeiten sind in Höhe von EUR 388.296,80 durch Sicherungsübereignung von Maschinen besichert. Im übrigen bestehen Besicherungen durch übliche Eigentumsvorbehalte.

III. Sonstige Angaben

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

In Bezug auf die zum Bilanzstichtag bestehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat das Unternehmen einen Factoringvertrag abgeschlossen und dadurch Forderungen zum Zweck der Senkung des Ausfallrisikos sowie der Verbesserung des stichtagsbezogenen Liquiditätsausweises verkauft (TEUR 6.189). Durch das Factoring verminderten sich zum 30. Juni 2022 die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und erhöhten sich die übrigen Forderungen bzw. flüssigen Mittel. Dem stehen die Finanzierungskosten dieser Maßnahme gegenüber.

Im Geschäftsjahr 2017/2018 hat das Unternehmen ein Sale-and-Lease-back-Geschäft über eine Drehmaschine zum Zweck der Beschaffung von Liquidität abgeschlossen. Aus dem Verkauf flossen der Gesellschaft in 2017/2018 TEUR 725 an liquiden Mitteln zu; dem standen Auszahlungen für die zukünftige Miete über die nächsten 3 Jahre von TEUR 204 p.a. gegenüber. Im Geschäftsjahr 2020/2021 wurde die Leasingzeit um weitere 13 Monate verlängert, woraus Mietzahlungen in Höhe von TEUR 197 resultierten. Der Leasingvertrag ist zum 31. Januar 2022 ausgelaufen und die Maschine wurde in das Anlagevermögen übernommen.

Im Geschäftsjahr 2018/2019 hat das Unternehmen ein Sale-and-Lease-back-Geschäft über ein Bearbeitungszentrum zum Zweck der Beschaffung von Liquidität abgeschlossen. Aus dem Verkauf flossen der Gesellschaft in 2018/2019 TEUR 115 an liquiden Mitteln zu; dem stehen Auszahlungen für die zukünftige Miete über die nächsten 43 Monate von monatlich TEUR 2 sowie eine Sonderzahlung von TEUR 23 gegenüber. Der Leasingvertrag ist zum 31. Januar 2022 ausgelaufen und die Maschine wurde in das Anlagevermögen übernommen.

Im Geschäftsjahr 2020/2021 hat das Unternehmen ein Sale-and-Mietkauf-back-Geschäft über drei Vertikaldrehmaschinen und eine Spindelpresse zum Zweck der Beschaffung von Liquidität abgeschlossen. Aus dem Geschäft, das wirtschaftlich eine Darlehensaufnahme darstellt, flossen der Gesellschaft in 2020/2021 TEUR 500 an liquiden Mitteln zu; dem stehen Auszahlungen für die zukünftige Darlehenstilgung über 61 Monate von monatlich TEUR 8 sowie eine Schlusszahlung von TEUR 75 gegenüber.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

TEUR
Befristete Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen:
2022/2023 797
2023/2024 - 2026/2027 605
2027/2028 und später (ohne unbefristete Verpflichtungen) -
1.402
unbefristete Verpflichtungen p.a. 3

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer

 

Herr Markus Schramek, Alleingeschäftsführer

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden im Durchschnitt 159 Arbeitnehmer in folgenden Gruppen beschäftigt:

2021/2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 127
Angestellte 32
159

Ergebnisverwendung

Aus dem Bilanzgewinn zum 30. Juni 2022 wurde am 27. Juni 2022 eine Vorabgewinnausschüttung in Höhe von EUR 1.750.000,00 vorgenommen.

Für die Verwendung des verbleibenden Bilanzgewinns zum 30. Juni 2022 in Höhe von TEUR°2.149 ist der Gewinnvortrag vorgeschlagen.

Konzernabschluss, Mutterunternehmen

Die BEW-Umformtechnik GmbH, Rosengarten, wird in einen gegebenenfalls von ihrem Mehrheitsgesellschafter, der Marigold Capital, Mauritius, aufzustellenden Konzernabschluss einbezogen (kleinster und größter Kreis von Unternehmen). Der Konzernabschluss der Marigold Capital, Mauritius, ist gegebenenfalls an deren Sitz erhältlich.

 

Rosengarten, 15. September 2022

BEW-Umformtechnik GmbH, Rosengarten

Die Geschäftsführung

Markus Schramek, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens

(gemäß § 327 HGB)

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 1.7.2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 30.6.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
übrige immaterielle Vermögensgegenstände 560.241,28 0,00 0,00 560.241,28
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 4.279.167,27 39.179,57 37.055,00 4.281.291,84
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.109.477,64 45.787,81 6.516,31 4.148.749,14
8.388.644,91 84.967,38 43.571,31 8.430.040,98
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 27.500,00 0,00 0,00 27.500,00
8.976.386,19 84.967,38 43.571,31 9.017.782,26
Abschreibungen
Stand 1.7.2021
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Änderungen der Abschreibungen i. Zsg. mit Abgängen
EUR
Stand 30.6.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
übrige immaterielle Vermögensgegenstände 546.778,28 6.033,00 0,00 552.811,28
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.775.060,27 196.367,96 13.716,39 2.957.711,84
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.368.767,34 149.844,81 6.516,31 3.512.095,84
6.143.827,61 346.212,77 20.232,70 6.469.807,68
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 27.500,00 0,00 0,00 27.500,00
6.718.105,89 352.245,77 20.232,70 7.050.118,96
Buchwerte
Stand 30.6.2022
EUR
Stand 30.6.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
übrige immaterielle Vermögensgegenstände 7.430,00 13.463,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.323.580,00 1.504.107,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 636.653,30 740.710,30
1.960.233,30 2.244.817,30
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
1.967.663,30 2.258.280,30

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022

I. Grundlagen des Unternehmens

I.1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die BEW-Umformtechnik GmbH ("BEW", "Unternehmen" oder "Gesellschaft") produziert am Standort in Rosengarten Massivumformteile als Schmiedeteile. Die komplette Wertschöpfungskette von der CAD-Konstruktion, Werkzeugerstellung, Materialtrennung, Schmiedung, Warmbehandlung, Endfertigung bis zur mechanischen Bearbeitung der Schmiedeteile wird abgedeckt. Zu unseren Kunden gehören führende Unternehmen der Branchen Automotive, Landmaschinentechnik, Nutzfahrzeuge und Maschinenbau.

75 % der Geschäftsanteile hält die Marigold Capital, Mauritius, 25% der Geschäftsanteile Herr Markus Schramek. Das Unternehmen betreibt sein Geschäft in gemieteten Räumlichkeiten in Rosengarten.

I.2. Forschung und Entwicklung

2012 wurde mit der Optimierung der Werkzeughalter begonnen. Die Umstellung auf die neuen Werkzeughalter wurde im Jahr 2013 realisiert und führte auch im Berichtsjahr 2021/2022 zu spürbaren Effekten. Im Jahr 2013 wurde das Projekt Wärmebehandlung aus der Schmiedehitze begonnen, welches im Jahr 2014 abgeschlossen wurde. Im Geschäftsjahr 2021/2022 konzentrierte sich die Gesellschaft wie im Vorjahr auf kleinere Entwicklungsprojekte, um die betriebliche Effizienz zu steigern.

II. Wirtschaftsbericht

II.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2021/2022

Die Corona-Pandemie hat die wirtschaftliche Entwicklung im vergangenen Jahr 2021 weiter geprägt. Weltweit sind die Volkswirtschaften bisher unterschiedlich durch die Krise gekommen. Einige haben das Vorkrisenniveau bereits wieder erreicht oder sogar übertroffen, während andere noch Rückstände aufweisen.

Im Jahr 2021 kam es im Euroraum nach der Rezession in 2020 (BIP Rückgang 7,2 %) zur erwarteten Steigerung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 5,2 % zum Vorjahr. In Deutschland erhöhte sich das preisbereinigte BIP 2021 gemäß Statistischem Bundesamt um 2,9 %, nach dem Rückgang um 4,9 % im Vorjahr. Für das Jahr 2021 wird in den USA mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung (BIP) um 6,0 % gerechnet, nach einem Rückgang um 3,4 % im Vorjahr. Gemäß Schätzungen des Internationalen Währungsfonds erhöhte sich das globale BIP 2021 um 5,9 % gegenüber einem Rückgang von 3,2 % im Vorjahr.

Die Inflationsrate in der Eurozone hat sich mit 2,6 % im Jahresdurchschnitt 2021 stark gegenüber dem Vorjahr (0,3 %) erhöht. In Deutschland hat sich die Teuerungsrate im Jahr 2021 auf 3,1 % gegenüber 0,5 % in 2020 ebenfalls stark gesteigert. Die Gründe hierfür liegen im massiven Anstieg der Energiepreise nach dem starken Verfall 2020, der temporären Mehrwertsteuersenkung in der zweiten Jahreshälfte 2020 und den krisenbedingten Lieferschwierigkeiten bei wichtigen Vorprodukten.

Die Corona-Pandemie hinterließ in Deutschland auch im Jahr 2021 deutliche Spuren in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Die Produktion wurde sowohl in den Dienstleistungsbereichen als auch im Produzierenden Gewerbe teilweise massiv eingeschränkt. Eine Ursache der verhaltenen Entwicklung im Produzierenden Gewerbe ist die Knappheit von Inputfaktoren, also Rohstoffen und Vorprodukten. Diese sind, zum Teil auch wegen knapper Transportkapazitäten, nicht ausreichend in der Produktion verfügbar oder haben sich stark verteuert.

Im Produzierenden Gewerbe ohne Bau, das gut ein Viertel der Gesamtwirtschaft ausmacht, stieg die Wirtschaftsleistung 2021 gegenüber 2020 um 3,0 %, liegt jedoch immer noch 5,5 % unter dem Vorkrisenniveau von 2019. Die Industrie war vor allem durch die Knappheit an Vorprodukten sowie die zeitweise gestörten globalen Lieferketten betroffen.

Die Bruttoanlageinvestitionen in Deutschland verzeichneten 2021 preisbereinigt mit 1,5 % nur einen leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Dabei legten die Bauinvestitionen lediglich um 0,7 % zu. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge - wurden im Jahr 2021 preisbereinigt 3,4 % mehr investiert als im Vorjahr. Die Investitionen in sonstige Anlagen - darunter fallen vor allem Investitionen in Forschung und Entwicklung - erhöhten sich preisbereinigt um 0,7 %. Die staatlichen Konsumausgaben stiegen im Jahr 2021 erneut um 3,4 % nach einem Anstieg von bereits 3,4 % im Vorjahr.

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland wurde im Jahresdurchschnitt 2021 von knapp 44,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Dies stellt eine Stagnation der Erwerbstätigkeit dar, die den Arbeitskräftemangel trotz hoher Auftragsbestände zeigt. Die Zahl der Erwerbslosen (nach international vergleichbarer ILO-Definition) in Deutschland sank 2021 nach vorläufigen Schätzungen auf Basis der Arbeitskräfteerhebung im Jahresdurchschnitt 2021 im Vergleich zum Vorjahr deutlich, um 159.000 Personen oder 9,6 %, auf 1,5 Millionen. Die Zahl der aktiv am Arbeitsmarkt verfügbaren Erwerbspersonen, definiert als Summe der Erwerbstätigen und Erwerbslosen, ging im gleichen Zeitraum um 173.000 Personen (-0,4 %) auf 46,3 Millionen zurück. Die Erwerbslosenquote, gemessen als Anteil der Erwerbslosen an der Zahl der Erwerbspersonen, reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr von 3,6 % auf 3,3 %.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2021/2022

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2021/2022 waren von den Auswirkungen des russischen Überfalls auf die Ukraine am 24. Februar 2022 geprägt:

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine belastet die Aussichten für die Weltwirtschaft und bringt große politische Unsicherheit mit sich. Anhaltend hohe Preise für Energie und Rohstoffe sowie der Ausfall von Nahrungsmittel- und Düngemittelexporten aus der Ukraine und Russland sind wahrscheinliche Folgen. Insbesondere in der Europäischen Union wird sich das Wirtschaftswachstum deutlich abschwächen. Vor allem die hohe Abhängigkeit von russischen Energieimporten stellt ein beträchtliches Risiko für einige Mitgliedstaaten dar. Nicht zuletzt können ein Lieferstopp oder ein Importembargo für russische Energieträger nicht ausgeschlossen werden. Vor Ausbruch des Krieges zeigte sich die weltweite konjunkturelle Entwicklung robust. Zwar hatte die Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus (SARS-CoV-2) in vielen Staaten zu neuen Höchstständen bei den Neuinfektionen geführt. Die ökonomischen Auswirkungen der Pandemiewellen fallen aber zunehmend geringer aus. Dagegen verschärfen der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die im Gegenzug ergriffenen Sanktionen die Störungen weltweiter Wertschöpfungs- und Lieferketten und erhöhen den inflationären Druck. Diese angebotsseitigen Schwierigkeiten treffen voraussichtlich noch auf eine weiterhin robuste Konsumnachfrage. Insbesondere die kontaktintensiven Dienstleistungen dürften sich im Sommerhalbjahr 2022 weiter erholen. Im Zuge einer weiteren Normalisierung der Konsumstruktur zwischen Gütern und Dienstleistungen sollten zumindest die pandemiebedingten Engpässe im Verlauf des Jahres 2022 an Einfluss verlieren. Wachstumsimpulse dürften durch den teilweisen Abbau ungeplanter pandemiebedingter Ersparnisse und einen soliden Arbeitsmarkt entstehen (Sachverständigenrat 30.3.2022).

Branchenbezogene Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2021/2022

Die Weltrohstahlproduktion stieg 2021 um 3,6 % auf einen Ausstoß von 1,9 Milliarden Tonnen. 1 Die Produktion der stahl- und metallverarbeitenden Unternehmen in Deutschland hat sich im Jahr 2021 um 10,4 % gegenüber dem Vorjahr erhöht. Das Jahr 2021 lag damit allerdings um 3,5 % unter dem Jahr 2019 und mehr als 8 % unter dem Jahr 2018. 2 Im ersten Quartal 2022 blieb die deutsche Branchenproduktion um 1,8 % unter dem Vorjahresniveau, gegenüber Q4 2021 konnte die Produktion jedoch um 5,4 % gesteigert werden. 3 Im zweiten Quartal 2022 blieb die deutsche Stahl- und Metallverarbeitende Produktion um 2,7 % unter dem Vorjahr. Dies ist zum einen auf die noch anhaltenden Lieferkettenverzögerungen durch Corona und zum anderen auf die Effekte der Russland-Politik zurückzuführen. Die explodierenden Energiekosten und Inflationsraten mildern die Nachfrage. Damit wurde im ersten Halbjahr 2022 1,5 % weniger als im Vorjahr produziert. 4

II.2. Geschäftsverlauf

Die Umsatzsituation hat sich im Geschäftsjahr 2021/2022 gegenüber dem Geschäftsjahr 2020/2021 erheblich verbessert (+36,0 %). In den Bereichen Baumaschinen (+104 %), Armaturen- und Hydraulikindustrie (+69 %), Agrartechnik (+55 %), Materialhandling und Sonderfahrzeuge (+46 %) und Nutzfahrzeuge (+10 %) konnte das stärkste Umsatzwachstum verzeichnet werden. Der Bereich PKW (-10 %) war als einziger Bereich von einem Umsatzrückgang betroffen.

Der im Geschäftsjahr 2021/2022 erzielte Umsatz von EUR 52,0 Mio. lag deutlich über den Erwartungen aus dem Vorjahreslagebericht (EUR 39 Mio.) und ist ursächlich für das Übertreffen des damals prognostizierten Jahresergebnisses vor Ertragsteuern (EUR 2,6 Mio. gegenüber prognostiziert EUR 1,2 Mio.). Das EBIT lag im Geschäftsjahr 2021/2022 bei TEUR +2.659 und war damit um TEUR 1.100 höher als im Vorjahreszeitraum 2020/2021 (TEUR 1.559). Es konnte im Geschäftsjahr 2021/2022 ein Jahresüberschuss von TEUR 1.813 (i.Vj. TEUR 1.076) und zum Geschäftsjahresende eine Eigenkapitalquote zum 30. Juni 2022 von 21,5 % (i.Vj. 36,2 %) erreicht werden. In Anbetracht der erzielten Umsätze und Ergebnisse war die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2021/2022 zufriedenstellend.

1 IKB Information Rohstoffpreise 04.02.2022

2 Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung e.V., Branchenbericht Dezember 2021

3 Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung e.V., Branchenbericht März 2022

4 Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung e.V., Branchenbericht Juni 2022

II.3. Lage

II.3.1. Ertragslage

Die Umsatzerlöse des Berichtsjahres 2021/2022 betrugen TEUR 52.046 (i.Vj. TEUR 38.275); +36,0%. Die Gesamtleistung betrug aufgrund der Erhöhung der Umsatzerlöse sowie der Erhöhung des Bestands an unfertigen und fertigen Erzeugnissen im Berichtszeitraum 2021/2022 TEUR 54.004 und war damit um 39,6 % höher als im Vorjahr (i.Vj. TEUR 38.693).

Die Materialaufwendungen des Geschäftsjahres 2021/2022 betrugen TEUR 36.611 (i.Vj. TEUR 23.217; +57,7 %) und sind damit stark überproportional zur Gesamtleistung angestiegen. Ursächlich sind hierfür insbesondere die gestiegenen Material- und Energiepreise, die nur teilweise an die Endkunden weitergegeben werden konnten. Daraus errechnet sich eine Materialeinsatzquote 2021/2022, bezogen auf die Gesamtleistung, von 67,8 % (i.Vj. 60,0 %), was zu einem Rohertrag von TEUR 17.393 (i.Vj. TEUR 15.476, +12,4 %) führte. Die im Vergleich zum Vorjahr um 7,8 %-Punkte gestiegene Materialeinsatzquote führte zu einem negativen Ergebniseffekt im Jahr 2021/2022 in Höhe von TEUR -4.207.

Die sonstigen betrieblichen Erträge des Geschäftsjahres 2021/2022 (TEUR 456; i.Vj. TEUR 431; +5,7 %) waren um TEUR 25 höher als im Vorjahr; sie enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Erstattung von Energiesteuern (TEUR 360; i.Vj. TEUR 320) und neutrale Erträge (TEUR 96; i.Vj. 111).

Die Personalaufwendungen des Geschäftsjahres 2021/2022 betrugen TEUR 11.135 (i.Vj. TEUR 10.635) und sind damit gegenüber dem Vorjahr um 4,7 % gestiegen. Bezogen auf die Gesamtleistung entspricht dies jedoch einer gesunkenen Personalintensität (20,6 % von i.Vj. 27,5%).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Geschäftsjahres 2021/2022 betragen TEUR 3.701 (i.Vj. TEUR 3.336, +10,9 %) und sind damit auf 6,9 % der Gesamtleistung gesunken (i.Vj. 8,6 %). Der absolute Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr (TEUR +365) resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Wartungs- und Instandhaltungskosten (TEUR +220), Rechts- und Beratungskosten (TEUR +204), Verpackungskosten (TEUR +97) und Mietkosten (TEUR +53) sowie gesunkenen Maschinenleasingaufwendungen (TEUR -375).

Nachdem der Rohertrag zuzüglich sonstiger betrieblicher Erträge die Personal- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie die Abschreibungen (TEUR 352; i.Vj. TEUR 374) übersteigt, wird für das Geschäftsjahr 2021/2022 ein positives Betriebsergebnis in Höhe von TEUR +2.661 (i.Vj. TEUR 1.562) ausgewiesen; Verbesserung gegenüber dem Vorjahr TEUR 1.099.

Relativ zur Gesamtleistung stieg das Betriebsergebnis von +4,0 % im Vorjahr auf +4,9 % im Berichtsjahr 2021/2022. Unter Einbezug des Finanzergebnisses von TEUR -83 (i.Vj. TEUR -59) wurde im Geschäftsjahr 2021/2022 ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 2.578 (i.Vj. TEUR 1.503) erwirtschaftet. Der Steueraufwand für Einkommen und Ertrag betrug im Geschäftsjahr 2021/2022 TEUR 763 (i.Vj. TEUR 424) und die sonstigen Steueraufwendungen betrugen TEUR 2 (i.Vj. TEUR 3), sodass im Geschäftsjahr 2021/2022 ein Jahresüberschuss von TEUR 1.813 (i.Vj. TEUR 1.076) erreicht wurde.

Die Umsatzrentabilität betrug im Geschäftsjahr 2021/2022 +3,5 % nach +2,8 % im Geschäftsjahr 2020/2021. Die Gesamtkapitalrentabilität betrug für 2021/2022 14,5 % (i.Vj. 10,7 %).

II.3.2. Finanzlage

Die Ziele des Finanzmanagements der Gesellschaft sind die nachhaltige Sicherstellung der Liquidität sowie die Bereitstellung von ausreichenden Finanzmitteln zur Erreichung der Unternehmensziele.

Die flüssigen Mittel betragen zum 30. Juni 2022 TEUR 616 (i.Vj. TEUR 1.539) und setzen sich wie im Vorjahr aus Guthaben bei Kreditinstituten sowie einem geringen Kassenbestand zusammen. Die Verminderung der flüssigen Mittel im Geschäftsjahr 2021/2022 um TEUR 923 (i.Vj. Verminderung um TEUR 149) resultiert aus dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (TEUR 1.965; i.Vj. TEUR 648), dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit (TEUR -62; i.Vj. TEUR -444) sowie dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (TEUR -2.826; i.Vj. TEUR -353). Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit des Geschäftsjahres 2021/2022 (TEUR 1.965) ist im Wesentlichen auf den Jahresüberschuss (TEUR +1.813), die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR +3.439) sowie die Erhöhung des Vorratsvermögens (TEUR -3.338) zurückzuführen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (TEUR -2.826) betrifft die im Geschäftsjahr 2021/2022 durchgeführten (Vorab-)Gewinnausschüttungen.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden zum 30. Juni 2022 wie zum Vorjahresstichtag keine. Die Gesellschaft verkauft seit Oktober 2017 ihre Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen eines Factoring-Vertrags. Der bisherige Factoring-Partner Coface Finanz GmbH wurde seit November 2021 durch den Factoring Partner TARGO Factoring GmbH abgelöst.

Die Gesellschaft finanziert ihr Vermögen zum 30. Juni 2022 zu 58,6 % (i.Vj. 44,8 %) aus Lieferantenverbindlichkeiten, zu 16,3 % (i.Vj. 13,1 %) aus Rückstellungen, zu 3,6 % (i.Vj. 5,9 %) aus sonstigen Verbindlichkeiten und zu 21,5 % (i.Vj. 36,2 %) aus Eigenmitteln.

Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2021/2022 unter Berücksichtigung der durchgeführten Finanzierungsmaßnahmen in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Die Investitionen im Geschäftsjahr 2021/2022 betrugen TEUR 85 (i.Vj. TEUR 514) und betrafen, ebenso wie im Vorjahr, in voller Höhe das Sachanlagevermögen.

II.3.3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum 30. Juni 2022 hat sich gegenüber dem 30. Juni 2021 um TEUR 3.153 erhöht (+27,5 %). Der Hauptgrund für die Erhöhung besteht beim Vermögen in der Erhöhung der Vorräte (TEUR +3.338), der Forderungen aus Lieferung und Leistung (TEUR +430) sowie der sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR +595). Gegenläufig wirkte sich die Verminderung der flüssigen Mittel (TEUR -923, s.o.) sowie des Anlagevermögens (TEUR -290) aus.

Beim Kapital ist die Erhöhung der Bilanzsumme zum 30. Juni 2022 auf höhere Verbindlichkeiten (TEUR +3.296) und höhere Rückstellungen (TEUR +870) zurückzuführen. Bei den Rückstellungen ist insbesondere die Zuführung zur Steuerrückstellung (TEUR 763) für den Anstieg ursächlich. Das Eigenkapital hat sich in 2021/2022 durch den erwirtschafteten Jahresüberschuss (TEUR +1.813) sowie die Gewinnausschüttungen (TEUR -2.826) insgesamt gegenüber dem Vorjahr verringert (TEUR -1.013).

Zum 30. Juni 2022 ist das Anlagevermögen zu 160,0 % durch Eigenkapital gedeckt (i.Vj. 184,3 %) und damit langfristig finanziert.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen zum 30. Juni 2022 TEUR 1.090 (i.Vj. TEUR 660); diese Beträge sind zu beiden Stichtagen von Factoring beeinflusst.

Das Eigenkapital beträgt zum 30. Juni 2022 TEUR 3.149 (i.Vj. TEUR 4.162). Die Eigenkapitalquote beträgt zum 30. Juni 2022 21,5 % (i.Vj. 36,2 %).

Zusammenfassend befand sich die BEW-Umformtechnik GmbH zum 30. Juni 2022 in einer stabilen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

II.4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die wesentlichen Leistungsindikatoren stellen sich zusammengefasst wie folgt dar.

01.07.2021-30.06.2022 01.07.2020-30.06.2021 01.07.2019-30.06.2020
TEUR % TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 52.046 96,4 38.275 98,9 34.156 102,1
Gesamtleistung 54.004 100,0 38.693 100,0 33.463 100,0
Rohertrag 17.393 32,2 15.476 40,0 12.672 37,9
EBITDA 3.011 5,6 1.933 5,0 -6 0,0
EBIT 2.659 4,9 1.559 4,0 -473 -1,4
Jahresüberschuss 1.813 3,4 1.076 2,8 59 0,2
Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter 159 162 167

III. Nachtragsbericht

Der Geschäftsführung sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, bekannt.

IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

IV.1 Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Im Verlauf des Jahres 2022 gingen aufgrund des Ukraine-Kriegs, der Energiekrise, der Lieferkettenprobleme, der Inflation etc. die Wachstumsprognosen führender Institutionen für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) für 2022 deutlich zurück, so für Deutschland auf 1,8 % (Sachverständigenrat 30.3.2022), 1,4 % (EU-Kommission 14.7.2022, im Februar noch 3,6 %) bzw. 1,2 % (IWF 26.7.2022), und für den Euro-Raum auf 2,9 % (Sachverständigenrat 30.3.2022) bzw. 2,6 % (EU-Kommission 14.7.2022, im Februar noch 4,0 %). Für die Prognose unterstellt der Sachverständigenrat, dass die Energiepreise im Prognosezeitraum erhöht bleiben, es jedoch nicht zu einem Stopp russischer Energielieferungen kommt. Auch weltweit wird nur noch ein BIP-Wachstum von 3,2 % (IWF 26.7.2022, im April noch 3,6 %) bzw. 2,9 % (Weltbank 7.6.2022) erwartet.

Die Inflation in Deutschland erreichte in den ersten Monaten des Jahres 2022 von 4,9 % im Januar bis 7,9 % im August eine seit Jahrzehnten nicht mehr gekannte Höhe; analoges gilt für die Eurozone, UK und USA. Die bereits erfolgten bzw. noch zu erwartenden Zinserhöhungen der Zentralbanken sollen die Inflationsraten senken, stellen aber auch ein Konjunkturrisiko dar.

Zudem führt die Stärke des US-Dollars gegenüber dem Euro und anderen Leitwährungen zu einer weiteren Verteuerung von in USD gehandelten Gütern wie vor allem Energie und Rohstoffe. Im Juli 2022 ist es erstmals seit 20 Jahren zu einer Parität des Eurokurses zum USD gekommen (tagesschau.de 12.7.2022).

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft ist schlecht. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im August 2022 auf 88,5 Punkte gefallen, nach 88,7 Punkten im Juli. Die Unternehmen waren etwas weniger zufrieden mit den laufenden Geschäften. Der Ausblick auf die kommenden Monate blieb nahezu unverändert deutlich pessimistisch. Die Unsicherheit unter den Unternehmen bleibt hoch. Die Wirtschaftsleistung dürfte im dritten Quartal 2022 schrumpfen. Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Index unverändert geblieben. Während die Unternehmen die aktuelle Lage etwas weniger gut beurteilten, fielen die Erwartungen etwas weniger pessimistisch aus. Der Auftragsbestand war erneut leicht rückläufig. Im Handel setzte der Indikator seine Talfahrt fort. Immer weniger Firmen berichteten von gut laufenden Geschäften. Die Erwartungen sind äußerst pessimistisch. Viele Händler stehen vor einem Dilemma. Einerseits belasten die hohen Inflationsraten ihr Geschäft. Andererseits kommen sie um Preiserhöhungen wegen gestiegener Kosten kaum herum (ifo-Institut 25.8.2022).

Branchenentwicklung

Für die energie- und rohstoffintensive Branche der Gesellschaft stellen die exorbitanten Steigerungen der Energie- und Rohstoffpreise und mögliche Verknappungen im Geschäftsjahr 2022/2023 hohe Herausforderungen in Bezug auf die Ertragslage und die Aufrechterhaltung der Produktion dar.

Entwicklung der Gesellschaft

Die positive wirtschaftliche Entwicklung des Geschäftsjahres 2021/2022 erwarten wir auf Basis der Auftragsbücher auch bis mindestens zur Jahresmitte 2023. Für das Geschäftsjahr 7/2022 - 6/2023 rechnen wir trotz des schwierigeren Umfeldes mit Umsatzerlösen von ca. EUR 52 Mio. und mit einem Jahresergebnis (vor Ertragsteuern) von ca. EUR 2,3 Mio.

IV.2 Risikobericht

Die mit der unternehmerischen Tätigkeit der BEW-Umformtechnik GmbH verbundenen Risiken werden mit Maßnahmen des Risikomanagements gesteuert. Das Risikomanagementsystem ist integraler Bestandteil des Planungs- und Berichtssystems des Unternehmens. Im Rahmen der Planungs- und Berichtssysteme werden verschiedene Analysen und Auswertungen durchgeführt und gegebenenfalls Maßnahmen festgelegt. Die Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen in Bezug auf die Finanzinstrumente, insbesondere Forderungen, Verbindlichkeiten und flüssige Mittel, werden dabei ebenfalls erfasst.

Weiterhin stellt die Entwicklung der Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen vor allem wegen ihrer Unvorhersagbarkeit ein Risiko dar, das derzeit jedoch kleiner als in der Vergangenheit erscheint. Ein derzeit weit größeres Risiko ist die negative gesamtwirtschaftliche Entwicklung (s.o.) und die Auswirkungen der Ukraine-Krise.

Die unternehmensspezifischen Risiken beziehen sich insbesondere auf externe Faktoren (Produkthaftung, Umweltschutz), finanzielle Faktoren (Forderungsausfallrisiko, Liquidität und Finanzierung), Markt- (Marktveränderungen, Lagerbestandsrisiken) und Leistungsfaktoren (Ausfallrisiko der zentralen DV-Anlage). Als zentrales Risiko wird die gesamte weitere welt- und finanzwirtschaftliche Entwicklung gesehen. Für die weitere Entwicklung eines energieintensiven Unternehmens wie die BEW-Umformtechnik GmbH bestehen Risiken aus der allgemeinen Klimadiskussion sowie dem von der deutschen Bundesregierung aufgelegten Klimapaket; die mittel- und langfristigen Auswirkungen des Klimapakets sind noch zu evaluieren.

Als Zulieferer der Automobilbranche ist die BEW-Umformtechnik GmbH von der derzeitigen Branchenentwicklung aufgrund deren Produktionsengpässen durch Material- und Lieferkettenprobleme betroffen. Dem wird insbesondere durch eine gestiegene Lagerhaltung entgegengewirkt.

Es bestehen marktübliche Risiken, die zu einer Eintrübung der aktuellen Branchenkonjunktur führen können und die sich auf den Kundenkreis der Gesellschaft auswirken, was zu einem erhöhten Preis- und Wettbewerbsdruck und damit einhergehenden Margenreduzierungen bei künftigen Auftragsvergaben führen könnte. Hierbei kann sich auch die aktuelle Diesel- und allgemeine Glaubwürdigkeitskrise der Automobilhersteller sowie die weitere technologische Entwicklung der Automobilindustrie auswirken.

Ferner können die derzeit in fast allen Bereichen der Wirtschaft auftretenden Kostensteigerungen zusätzlich die Gewinnmargen belasten, wenn es nicht gelingt, diese in entsprechende Absatzpreiserhöhungen umzusetzen.

Für eine positive Entwicklung der Marktstellung der BEW-Umformtechnik GmbH ist eine Fortsetzung der Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft notwendig. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass mit dem Mehrheitsgesellschafter Marigold Capital, Mauritius, hierfür eine gute Basis gefunden wurde.

Die weitere positive Entwicklung der BEW-Umformtechnik GmbH setzt voraus, dass auch künftig eine technologisch führende Rolle in den Geschäftsfeldern der Gesellschaft besetzt werden kann. Hierzu ist neben dem Erkennen zukünftiger Tätigkeitsschwerpunkte auch das Halten und Gewinnen von hervorragenden Mitarbeitern eine wichtige Voraussetzung. Hierfür werden die notwendigen Maßnahmen ergriffen, um dem Risiko eines abnehmenden Know-Hows zu begegnen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen in der Regel gegen namhafte Kunden z.B. der Automobilindustrie, so dass die Ausfallrisiken grundsätzlich als überschaubar angesehen werden. Des Weiteren sind die Risiken aus dem Forderungsbestand gegen Ausfälle über Kreditversicherer abgesichert und teilweise über ein Factoring-Programm refinanziert.

Neben den politischen Risiken sieht die Branche insbesondere die derzeitige und die weitere Entwicklung der Strom- und Gaskosten mit steigender Sorge. Die Strom- und Gaskosten haben sich 2022 durch den russischen Angriffskrieg und den damit verbundenen Befürchtungen einer Gasunterversorgung explosionsartig erhöht und eine Besserung ist nicht absehbar. Die verfügbaren Unterstützungen durch staatliche Programme helfen nur marginal. Hier bleibt die Politik in der Verantwortung mit einer neuen Energiepolitik vergleichbare Wettbewerbsbedingungen mit dem Ausland herzustellen.

Unter Zugrundelegung der aktuellen Unternehmens- und Finanzplanung geht die Geschäftsführung davon aus, dass die Finanzierung für die Zeit bis 30. Juni 2024 sichergestellt ist.

IV.3 Chancenbericht

Neben den dargestellten Risiken sieht die Geschäftsführung für die nächsten zwei Geschäftsjahre sehr große Chancen zur Weiterentwicklung; dabei wird von einer Überwindung der Corona-Krise, der Energiekrise sowie der Ukraine-Krise ausgegangen.

Die Chancen erstrecken sich auf die insbesondere in der Erschließung neuer Märkte, Produkte und Kunden durch intensive Zusammenarbeit im Vertriebsbereich. Insbesondere die technologische Entwicklung und das Erkennen zukünftiger Tätigkeitsschwerpunkte bietet die Chance zukünftig ein erweitertes Produktportfolio anzubieten, neue Kunden zu generieren und damit einhergehend die Umsatzerlöse zu steigern und die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens zu sichern.

Weiter sehen wir sehr gute Möglichkeiten darin, unsere Prozesse und Produktionsverfahren zu verbessern sowie neue Produktionsverfahren zu implementieren. Hierdurch können mittelfristig Rationalisierungserfolge im Bereich Personal, Produktion und Einkauf erzielt werden, die die Wettbewerbsfähigkeit und somit die Marktpräsenz der BEW deutlich erhöhen werden.

Durch die Investitionen in neue Maschinen und zahlreiche Optimierungsmaßnahmen ergaben sich Chancen neue Produkte und Kunden zu gewinnen.

V. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft umfasst auch die Risikosteuerung in Bezug auf Finanzinstrumente. Ziel des Risikomanagements in Bezug auf Finanzinstrumente ist es, diesbezügliche Risiken, soweit wirtschaftlich sinnvoll, zu beseitigen, wobei der Geschäftsführung bewusst ist, dass bestimmte Risiken nicht oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand zu vermeiden sind. Dabei wird durch die fortlaufende Risikoidentifikation, -bewertung und -bewältigung insbesondere hinsichtlich der Forderungen und Verbindlichkeiten das Ziel verfolgt, Risiken bei den Finanzinstrumenten zu minimieren.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden im Rahmen eines Factoring Programmes verkauft und sind kreditversichert, sodass im Wesentlichen kein Ausfallrisiko besteht. Die Gesellschaft fakturiert ihre Umsätze ausschließlich in EURO, so dass bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen keine Währungsrisiken bestehen. Dasselbe gilt für die Materialbeschaffung, d.h. für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

In Bezug auf die derzeit bestehende Finanzierungsstruktur sieht die Geschäftsführung kein nennenswertes Zinsrisiko. Sicherungsgeschäfte für Zins- oder Währungsrisiken werden nur nach Einzelfallbetrachtung abgeschlossen. Derivative Finanzinstrumente wurden im Geschäftsjahr 2021/2022 nicht eingesetzt.

 

Rosengarten, 15. September 2022

BEW-Umformtechnik GmbH, Rosengarten

Die Geschäftsführung

Markus Schramek, Geschäftsführer

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die BEW-Umformtechnik GmbH, Rosengarten

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BEW-Umformtechnik GmbH, Rosengarten, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BEW-Umformtechnik GmbH, Rosengarten, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 15. September 2022

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hämmerle, Wirtschaftsprüfer

Deuringer, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss wurde festgestellt am 29. Juni 2023.

Aus dem Bilanzgewinn zum 30. Juni 2022 war am 27. Juni 2022 eine Vorabgewinnausschüttung in Höhe von EUR 1.750.000,00 vorgenommen worden. Der verbleibende Bilanzgewinn zum 30. Juni 2022 in Höhe von EUR 2.148.922,60 wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

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