Stammdaten

Register
Amtsgericht Amberg HRB 3896
Eingetragen
18.8.2006
Branche
Großhandel mit elektrischen HaushaltsgerätenGroßhandel mit Geräten der UnterhaltungselektronikGroßhandel mit elektronischen Bauteilen und Telekommunikationsgeräten
Gegenstand
Der Groß- und Einzelhandel mit elektrischen und elektronischen Geräten und Bauteilen. Ferner der Groß- und Einzelhandel mit Erzeugnissen aller Art, der Betrieb von Filialen, die Durchführung von Finanzierungen sowie der Buchhandel. Zum Gegenstand des Unternehmens gehören auch die Herstellung und der Vertrieb elektronischer Bauteile und Geräte sowie deren Export und Import. Die Gesellschaft kann überdies Handels-, Service- und Logistikdienstleistungen für Dritte anbieten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Susan Pistorius
seit 5.11.2025
Prokura
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Ralf Lothar Bühler
seit 18.7.2019
Geschäftsführer
Otto Damovsky
seit 10.8.2011
Prokura
Hermann Schlosser
seit 10.8.2011
Prokura

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Conrad Electronic SE

Hirschau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

CONRAD ELECTRONIC SE, HIRSCHAU

Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Gesellschaft Conrad Electronic SE ("Conrad") ist als Beschaffungsplattform für B2B Kunden sowie als Handelsgesellschaft tätig. Sie vertreibt überwiegend elektronische und technische Produkte über einen eigenen Marktplatz, via Distanzhandel (E-Commerce) sowie über Außendienst und Keyaccount Management. Darüber hinaus betreibt die Gesellschaft Filialen mit dem Fokus auf B2B Kunden. Sitz der Gesellschaft ist Hirschau, die zentrale Logistik ist in Wernberg-Köblitz angesiedelt.

Forschung und Entwicklung

Conrad verfügt über eine eigene Entwicklungsabteilung, die sich intensiv mit Innovationen beschäftigt und auch Elektronikprodukte eigenständig entwickelt. Die Produktion dieser Produkte wird durch Fremdfirmen vorgenommen. Der überwiegende Teil der Artikel wird jedoch ohne eigene Entwicklungsarbeit eingekauft und anschließend vertrieben.

Darüber hinaus verfügt Conrad über eine Technologie-Abteilung, die sich mit der kontinuierlichen, technischen sowie inhaltlichen Weiterentwicklung unserer Sourcing Plattform und damit in Verbindung stehender Websites sowie Backend-Funktionalitäten beschäftigt.

Die Entwicklung der Conrad Sourcing Plattform wird durch den Einsatz externer Dienstleister sowie internen Ressourcen vorangetrieben. Im Geschäftsjahr sind aktivierungsfähige Entwicklungskosten in Höhe von 3,5 Mio. EUR angefallen, welche unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesen wurden. Im Berichtsjahr wurden für immaterielle Vermögensgegenstände Abschreibungen in Höhe von 8,9 Mio. EUR vorgenommen.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft zeigt sich infolge geopolitischer Unsicherheiten, eines gestiegenen Zinsniveaus sowie hoher Inflation und einer verhaltenen Weltkonjunktur weiterhin zurückhaltend. Insgesamt ist ein Rückgang der deutschen Wirtschaftsleistung in 2023 zu verzeichnen. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat sich in 2023 mit -0,3% negativ gegenüber dem Vorjahr entwickelt.

Die BIP-Entwicklung spiegelt die Folgen der Energiekrise und der im Jahresdurchschnitt hohen Inflation von 5,9% wider. Die Prognosen liegen im Durchschnitt bei einem stagnierenden BIP mit einem Anstieg von 0,2% für 2024 und einem Anstieg von +1,5% für 2025.

Für den Euroraum ist mit einer BIP-Steigerung für 2024 ggü. 2023 von +0,8% auszugehen. Eine Erholung wird ab dem Jahr 2025 in Höhe von +1,5% aufgrund von abgeschwächter Inflation, Zuwächsen der Reallöhne und einer Stabilisierung des Arbeitsmarktes, erwartet.

Der Arbeitsmarkt in Deutschland zeigt sich weiterhin stabil, sodass die Arbeitslosenquote durchschnittlich 5,7% betrug.

Die im Jahr 2023 vorherrschende hohe Inflationsrate wirkte sich weiterhin auf die realen Einkommen aus, auch wenn sich die nominalen Löhne spürbar kräftiger entwickelten als in den Vorjahren. Die privaten Konsumausgaben sinken dementsprechend im Jahresmittel 2023 um real -0,5%. Dies machte sich auch bei den Einzelhandelsumsätzen bemerkbar, welche zwar nominal um 2,3% zulegen konnten, preisbereinigt allerdings einen Rückgang von -3,3% ggü. dem Vorjahr verzeichneten. Insbesondere E-Commerce und der Versandhandel gingen nominal um -0,4% und real um -3,9% ggü. dem Vorjahr zurück. Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um +5,9 % ggü. dem Vorjahr erhöht. Für 2024 wird eine Erholung der privaten Konsumausgaben um +1,6% erwartet, was auf den prognostizierten Rückgang der Inflation zurückzuführen ist.

Der US-Dollar hat gegenüber dem Euro in 2023 um durchschnittlich -2,6% abgewertet, mit entsprechender Auswirkung auf die Importpreise der Conrad Electronic SE.

Ertragslage

2023 2022
T-Euro % T-Euro %
Umsatzerlöse 890.385 100,0 950.195 100,0
Andere aktivierte Eigenleistungen 3.535 0,4 0 0,0
Sonstige betriebliche Erträge 10.880 1,2 4.246 0,4
Materialaufwand 681.594 76,6 742.510 78,1
Rohertrag 223.206 25,1 211.931 22,3
Personalaufwand 78.699 8,8 76.224 8,0
Abschreibungen 13.975 1,6 19.950 2,1
Sonstige betriebliche Aufwendungen 118.201 13,3 99.867 10,5
Gesamtaufwand 210.875 23,7 196.041 20,6
Betriebsergebnis 12.331 1,4 15.890 1,7
Finanzergebnis 128 0,0 -431 0,1
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 12.459 1,4 15.459 1,6
Steuern vom Einkommen und Ertrag 5.861 0,7 1.552 0,2
Sonstige Steuern 266 0,0 229 0,0
Jahresüberschuss 6.332 0,7 13.678 1,4

Die Umsatzerlöse der Conrad Electronic SE sind im Geschäftsjahr 2023 um -6,3% gesunken. Dies ist zum einen auf die vollzogenen Filialschließungen und der damit verbundenen Defokussierung auf das private Endkundengeschäft (B2C) sowie auf einen konjunkturell bedingten Nachfragerückgang zurückzuführen. Die konjunkturellen Unsicherheiten zeigen sich sowohl im B2B als auch im B2C Bereich.

Der Anstieg in den sonstigen betrieblichen Erträgen von +4,2 Mio. EUR im Vorjahr auf +10,9 Mio. EUR im Berichtsjahr ist im Wesentlichen auf die Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 3,5 Mio. EUR und auf weitere periodenfremde Erträge zurückzuführen.

Bei einem um -8,2% niedrigeren Materialaufwand ergab sich ein um +5,3% (+11,3 Mio. EUR) höherer Rohertrag verglichen mit dem Vorjahr. Der Materialaufwand wurde aufgrund von Anpassungen nach abgeschlossener Betriebsprüfung im Berichtsjahr um 5,5 Mio. EUR verringert.

Die Steigerung des CM1 (Umsatzerlöse abzgl. Materialaufwand) über die letzten drei Jahre wirkt sich positiv auf die Gesamtprofitabilität aus.

Die Personalkosten stiegen um +3,2% (78,7 Mio. EUR gegenüber 76,2 Mio. EUR im Vorjahr). Neben Regelerhöhungen bei den Löhnen und Gehältern ist der Anstieg in den Personalkosten auf Sonderzahlungen im Geschäftsjahr 2023 zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um +18,4%, was im Wesentlichen durch einen entstandenen Verlust aus der Anwachsung der Conrad Electronic Stores GmbH & Co. KG auf die Conrad Electronic SE in Höhe von -14,0 Mio. EUR bedingt ist.

Die Abschreibungen hingegen sanken um -29,9%, was im Wesentlichen auf einen Rückgang der planmäßigen Abschreibungen im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände zurückzuführen ist. Im Berichtsjahr wurden zudem außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 3,1 Mio. EUR vorgenommen (Vorjahr: 3,5 Mio. EUR). Die außerplanmäßigen Abschreibungen sind bedingt durch eine beschleunigte technologische Entwicklung im Bereich Software.

Der Gesamtaufwand lag somit in 2023 mit 210,9 Mio. EUR um 14,8 Mio. EUR bzw. +7,6% über dem Vorjahresniveau (196,0 Mio. EUR).

Die Anzahl der Mitarbeitenden, berechnet auf Vollzeit, ist zum Jahresende mit 1.189 Mitarbeitenden gegenüber dem Vorjahr (1.177 Mitarbeitende) leicht gestiegen.

Das Betriebsergebnis ist um -3,6 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr gesunken, bleibt mit +12,3 Mio. EUR in 2023 aber weiterhin positiv. Belastet wird das Betriebsergebnis mit 14,0 Mio. EUR durch den Effekt aus der Anwachsung der Conrad Electronic Stores GmbH & Co. KG auf die Conrad Electronic SE.

Der Steueraufwand ist mit 5,9 Mio. EUR um 4,3 Mio. EUR höher gegenüber dem Vorjahr (1,6 Mio. EUR). Der Anstieg resultiert insbesondere aus Steuernachzahlungen für Vorjahre aufgrund der im Berichtsjahr abgeschlossenen Betriebsprüfung (2,0 Mio. EUR) sowie Aufwendungen für latente Steuern (2,5 Mio. EUR).

Somit entsteht in 2023 ein handelsrechtlicher Jahresüberschuss von 6,3 Mio. EUR. Der Jahresüberschuss in 2022 betrug 13,7 Mio. EUR. Ohne den außergewöhnlichen Effekt aus der Anwachsung der Conrad Electronic Stores GmbH & Co. KG auf die Conrad Electronic SE wäre somit trotz des wirtschaftlich schwierigen Umfelds eine Steigerung im Jahresüberschuss erfolgt.

Vermögens- und Finanzlage

2023 2022
T-Euro % T-Euro %
Anlagevermögen 345.510 59,7 91.091 29,1
Umlaufvermögen:
Vorräte 100.379 17,3 90.903 29,0
Vermögensgegenstände 96.166 16,6 98.998 31,6
Finanzmittel und Wertpapiere 30.922 5,3 24.266 7,7
227.467 39,3 214.167 68,3
Rechnungsabgrenzungsposten 4.473 0,8 4.023 1,3
Aktive latente Steuern 1.433 0,2 3.952 1,3
Vermögen 578.883 100,0 313.233 100,0
Eigenkapital 496.949 85,8 208.601 66,6
Rückstellungen 54.526 9,4 56.719 18,1
Verbindlichkeiten:
Aus Lieferungen und Leistungen 11.453 2,0 13.873 4,4
Gegenüber verbundenen Unternehmen 5.457 0,9 20.851 6,7
Sonstige Verbindlichkeiten 10.499 1,8 13.189 4,2
* davon aus Steuern 1.658 0,3 3.715 1,2
* davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 242 0,0 118 0,0
27.409 4,7 47.913 15,3
Eigen- und Fremdmittel 578.883 100,0 313.233 100,0

Der Finanzmittelbestand beträgt zum Stichtag 30,9 Mio EUR (Vorjahr: 24,3 Mio. EUR).

Im Berichtsjahr erfolgte eine Bareinlage in die Kapitalrücklage der Gesellschaft in Höhe von 17,0 Mio. EUR. Die Conrad Electronic SE legte ferner 19,0 Mio. EUR als Bareinlagen in die Kapitalrücklage von Tochtergesellschaften ein. Die Aufnahme von Krediten war nicht erforderlich. Es sind demnach keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten vorhanden. Der Gesellschaft stehen dennoch nicht ausgenutzte Kreditlinien im zweistelligen Millionenbereich zur Verfügung. Die Gesellschaft war im Berichtsjahr jederzeit in der Lage sämtlichen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Die anfallenden finanziellen Verpflichtungen wurden stets - i. d. R. unter Erwirtschaftung von Skontoerträgen - durch vorfällige Zahlung erfüllt.

Darüber hinaus beliefen sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf 38,8 Mio. EUR (Vorjahr: 43,3 Mio. EUR), deren potenziellen Ausfallrisiken im Rahmen der Jahresabschlusserstellung ausreichend Rechnung getragen wurde.

Im Berichtsjahr wurden Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 4,8 Mio. EUR getätigt. Es wurden weiterhin Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung, Hardware sowie technische Anlagen und Maschinen in Höhe von 1,3 Mio. EUR vorgenommen. Die Investitionen wurden aus dem operativen Cashflow finanziert.

Die Bilanz der Conrad Electronic SE weist per 31. Dezember 2023 eine Bilanzsumme von 578,9 Mio. EUR aus. Dies entspricht einem Anstieg um 84,8% gegenüber dem Vorjahr. Die Entwicklung ist vor allem auf eine Erhöhung des Eigenkapitals zurückzuführen.

Im Berichtsjahr wurden Unternehmensanteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 265,0 Mio. EUR in die Kapitalrücklage der Gesellschaft eingelegt, wodurch die Eigenkapitalquote von 66,6% auf 85,8% gesteigert werden konnte. Neben der Erhöhung des Eigenkapitals erfolgte eine entsprechende Erhöhung der Finanzanlagen im Anlagevermögen. Die Bewertung der Unternehmensanteile erfolgte durch Gutachten nach IDW S1.

Die hohe Eigenkapitalquote repräsentiert die gute wirtschaftliche Lage des Unternehmens.

Gesamtaussage

Die im Vorjahr erwartete Steigerung der Umsatzerlöse blieb leicht hinter den Erwartungen. Unter Berücksichtigung des Sondereffektes aus der Anwachsung der Conrad Electronic Stores GmbH & Co. KG konnte im Geschäftsjahr 2023 eine Steigerung des Jahresergebnisses erzielt werden. Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage kann demnach insgesamt als gut bezeichnet werden, trotz der herausfordernden Marktbedingungen. Wir arbeiten auch weiterhin verstärkt an der Digitalisierung unseres Unternehmens, dem Auf- und Ausbau zusätzlicher, provisionsgetriebener Geschäftsmodelle sowie der kontinuierlichen Effizienzsteigerung und Prozessverbesserung.

Chancen- und Risikobericht

Risikobericht

Risikomanagement

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Unsere Risikomanagementaktivitäten haben zum Ziel, Risiken zeitnah zu erkennen, sie zu bewerten, zu steuern und ihre potenziell negativen Auswirkungen mit zielgerichteten Maßnahmen zu mindern.

Zur Identifikation und Bewertung wesentlicher Risiken besteht ein Kontroll- und Risikomanagementsystem unter Betrachtung der Nettorisiken. Die identifizierten Einzel-Risiken werden hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer potenziellen Auswirkungen bewertet. Die identifizierten Risiken werden anschließend in bereichsspezifischen Clustern dargestellt und zusammengefasst. Bei der Bewertung einzelner Risiken berücksichtigen wir sowohl Brutto- als auch Nettorisiken. Das Bruttorisiko stellt das inhärente Risiko vor Berücksichtigung risikominimierender Maßnahmen dar. Das Nettorisiko ist das nach Betrachtung aller risikomindernden Maßnahmen verbleibende Restrisiko. Unsere in diesem Bericht dargestellten Risiken bilden ausschließlich die Bewertung der Nettorisiken ab.

Allgemeine und branchenspezifische Risiken

Während das Vorjahr noch von hoher Inflation und konjunkturdämpfenden Effekten wie weltweiter Leitzinserhöhungen geprägt war, wurde im Verlauf des Jahres 2023 ein Rückgang der Inflationsrate und Anstieg der Lohneinkommen beobachtet. Eine Erholung des privaten Konsums blieb dennoch aus, da ein Teil des Kaufkraftplus gespart wurde. Die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts wird für 2024 bei einer stagnierenden Tendenz von 0,2% gesehen.

Die Lohn- und Inflationsentwicklung in 2024 bleibt dennoch ein Risikofaktor der deutschen Wirtschaft. Auch die Diskussionen der deutschen Haushaltslücke, sowie anhaltende wirtschaftspolitische Unsicherheiten und Auswirkungen des Ukraine-Krieges sowie des Nahost-Krieges trüben die Prognosen.

Aufgrund der weiterhin angespannten konjunkturellen Lage und des anhaltend hohen Zinsniveaus wird die Nachfragebereitschaft von B2B Kunden eher verhalten sein. Auch die politischen Entwicklungen hinsichtlich der Umsetzung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) bleiben abzuwarten.

Generell sind wir bestrebt, rechtliche Risiken möglichst gering zu halten und zu kontrollieren. Dafür haben wir die notwendigen Vorkehrungen getroffen, um Gefährdungen zu entdecken und gegebenenfalls unsere Rechte zu verteidigen. Dennoch sind wir grundsätzlich Risiken aus Rechtsstreitigkeiten oder -verfahren ausgesetzt.

Die allgemeinen und branchenspezifischen Risiken werden als mittleres Risiko für das Unternehmen gesehen.

Leistungswirtschaftliche Risiken

Risiken bestehen sowohl auf der Umsatz- als auch auf der Kostenseite durch neue Wettbewerber im Markt oder deren Neuausrichtung auf B2B. Erschwerend kommt hinzu, dass die Eintrittsbarrieren in einem vom Online-Handel dominierten Markt sehr niedrig sind.

Risiken bei der Kostenentwicklung sind insbesondere durch die angestiegene Inflation zu sehen, welche Auswirkungen auf die Beschaffungspreise im Materialaufwand, die Personalkosten und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben wird. Auch die Fracht- und Rohstoffpreise im Zusammenhang mit den volatilen Energiemärkten und geopolitischen Spannungen stellen einen nicht zu unterschätzenden Risikofaktor dar. Insbesondere die Beschaffungsrisiken werden als hohes Risiko angesehen.

Auf Unternehmensseite haben wir daher auch weiterhin eine entsprechende Planungsunsicherheit. Wir begegnen dieser Tatsache mit umfassenden Kostenmaßnahmen und Abwägung aller Investitionen in Anlagevermögen und Personal. Die kurzfristige Liquiditätsplanung und -steuerung genießt hohe Priorität und steht im Fokus der Geschäftsleitung.

Für das Jahr 2024 erwarten wir Tarifabschlüsse in Höhe der Inflationsrate.

Gewährleistungsrisiken werden durch Vereinbarungen mit den Lieferanten und darüber hinaus durch eine entsprechende Produkthaftpflichtversicherung weitgehend abgedeckt. Andererseits wird versucht, durch entsprechende permanente Überwachungs- und Qualitätsprüfungsmaßnahmen dieses Risiko so gering wie möglich zu halten. Gewährleistungsrisiken werden als mittleres Risiko angesehen.

Die großen und wesentlichen Risiken aus dem laufenden Geschäftsverkehr sind versichert. Der Versicherungsschutz wird regelmäßig durch unabhängige Experten überprüft. Das Risiko eines Versicherungsausfalls wird als gering eingestuft.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der guten Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Darüber hinaus wird Liquiditätsrisiken durch laufende Berichterstattung und Planungsrechnungen entgegengewirkt. Die Liquiditätsrisiken werden demnach als gering eingestuft.

Für das Jahr 2024 erwarten wir einen EUR/USD-Kursverlauf, der auch wie in den Vorjahren Schwankungen unterliegen kann und damit ein Risikopotential für die Warenzukäufe darstellt. Die Entwicklung des EUR/USD-Wechselkurses wird als mittleres Risiko angesehen. Weitere, wesentliche Fremdwährungsrisiken bestehen nicht.

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Forderungsausfälle sind durch die eingeführten Systeme im Rahmen des Forderungsmanagements in den letzten Jahren deutlich begrenzt.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten bei stringenter Nutzung der Skontoabzüge und über Kreditlinien verschiedener Banken.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor der Einführung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden. Ausfall- und Bonitätsrisiken werden als gering eingestuft.

Sonstige Risiken

Die Arbeitslosenquote in der Oberpfalz lag mit 3,2% um 0,3 Prozentpunkte über dem Vorjahresniveau von 2,9%. Die Entwicklung zeigt uns weiterhin die Grenzen für die Einstellung von qualifiziertem Personal auf. Hier sind zunehmend Personalbeschaffungsengpässe, sowohl im Bereich der Logistik als auch für Positionen rund um IT-Entwicklung, Governance Funktionen oder auch Onlinemarketing spürbar. Dem wirken wir durch eine diversifizierte Standortpolitik entgegen, z.B. mit einem Büro in München.

Der Einsatz von Informationstechnologie, insbesondere in sensiblen Geschäftsprozessen wie dem E-Commerce und der logistischen Abwicklung, erhöht den Schutzbedarf vor unberechtigten Datenzugriffen, Datenmissbrauch und Cyberattacken. Gegen diese als hoch bewerteten Risiken sichern wir uns durch umfassende Sicherheitskonzepte ab. Ein großes Augenmerk der Gesellschaft liegt auf der Verbesserung der Abwehrsysteme gegen die Gefahren der Internetkriminalität. Für den Fall eines Schadens ist die Unternehmensgruppe über eine Cyber-Versicherung abgesichert.

Chancenbericht

Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen, wodurch eine gute Diversifizierung auf der Einkaufsseite erreicht wird.

Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

Die Veränderungen unserer digitalen Transformation helfen, automatisierte und damit wertschöpfende Prozesse einzuleiten, die unser Ergebnis nachhaltig verbessern sollen.

Durch Änderung der Kapitalmarktzinsen ergeben sich Zinschancen und Risiken. Die Risiken sind durch die gute Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation der Gesellschaft minimiert.

Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir einerseits insbesondere in einem schwierigen, sich sehr schnell weiterentwickelnden Wettbewerbsumfeld. Andererseits stellt das anhaltend hohe Zinsniveau und vorherrschende fiskalpolitische Unsicherheiten für die Wirtschaft und den privaten Konsum eine schwer vorhersehbare Herausforderung dar. Auch durch die anhaltenden, geopolitischen Spannungen in der Ukraine und Nahost ist mit gesamtwirtschaftlichen Folgen und konjunkturellen Effekten zu rechnen. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken jedoch gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

Prognosebericht

Vor dem Hintergrund der eingeleiteten, strategischen Maßnahmen gehen wir von einer moderaten Umsatzsteigerung im kommenden Geschäftsjahr aus. Ein Umsatzwachstum wird insbesondere im B2B Bereich erwartet.

Bedingt durch die erwartete Umsatzsteigerung gehen wir für das kommende Geschäftsjahr auch von einer leichten Steigerung des CM1 aus. Dennoch besteht weiterhin, wie im Risikobericht beschrieben, Unsicherheit bei den Beschaffungspreisen. Aufgrund der erwarteten positiven Entwicklungen der Umsätze sowie des CM1 gehen wir von einem leicht verbesserten Ergebnis in 2024 aus.

Gleichzeitig erwarten wir, dass der seit Jahren anhaltende Verdrängungswettbewerb im B2C, verbunden mit einer deutlichen Veränderung der Konsumgewohnheiten der Verbraucher auch weiterhin den Margendruck hochhalten wird.

Wir werden weiterhin in die Erweiterung unseres B2B-Sortimentes investieren, aber auch unseren in 2017 gestarteten B2B-Marktplatz nutzen, um unser Angebot weiterhin zu vergrößern und unseren gewerblichen Kunden die Beschaffung aus einer Hand (one-stop-sourcing) zu ermöglichen.

Durch die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und die Erwartungen im Euro-Raum bleiben wirtschaftliche Risiken für das Geschäftsjahr 2024 bestehen, insbesondere im Bereich der Beschaffungspreise und der Personalkosten.

Informationen zum Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen (ungeprüft)

Die Gesellschaft hat eine Zielgröße von 20% für den Frauenanteil der Mitglieder des Verwaltungsrats, 30% bei den geschäftsführenden Direktoren bzw. 10% bei den beiden nächstfolgenden Führungsebenen.

Die Zielquoten konnten zum Bilanzstichtag für den Bereich Verwaltungsrat erreicht werden. In der Geschäftsführung wird die Quote derzeit nicht erreicht.

Die Zielgröße nach § 76 Abs. 4 S. 1 AktG wird in der nächstfolgenden Führungsebene erreicht, in den beiden nächstfolgenden Führungsebenen wird das Ziel kumuliert nahezu erreicht. Das Augenmerk der Geschäftsführung liegt weiterhin darauf, dieses Ziel in den jeweiligen Führungsebenen zu erreichen. Allerdings ist eine entsprechende Umsetzung weniger von der Gesellschaft, sondern vielmehr vom Arbeitsmarkt bestimmt. Ein gewisser räumlicher Nachteil gegenüber Metropolregionen aber auch eine gesunkene Wechselbereitschaft von Arbeitnehmern und Führungskräften bedingt durch die wirtschaftlichen Unsicherheiten erschweren die Erreichung unserer Ziele derzeit.

Verbindung zu beherrschenden Unternehmen

Im Abhängigkeitsbericht wird von den geschäftsführenden Direktoren folgende Feststellung getroffen: "Wir erklären, dass unsere Gesellschaft bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden ist."

 

Hirschau, im März 2024

Die Geschäftsführung

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

CONRAD ELECTRONIC SE, HIRSCHAU

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 345.510.470,72 91.091.382,23
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 7.105.627,27 11.092.474,18
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 6.992.739,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 34.999,00 10.673.747,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 2.782,00 11.132,00
4. Geleistete Anzahlungen 75.107,27 407.595,18
II. Sachanlagen 32.534.829,81 36.461.657,05
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.856.285,81 10.280.492,81
2. Technische Anlagen und Maschinen 14.710.541,00 17.394.725,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung 7.816.103,00 7.497.609,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 151.900,00 1.288.830,24
III. Finanzanlagen 305.870.013,64 43.537.251,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 305.870.013,64 43.536.001,00
2. Beteiligungen 0,00 1.250,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 227.467.102,80 214.165.842,46
I. Vorräte 100.378.637,56 90.902.741,94
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.226.881,63 1.007.966,46
2. Waren 99.151.755,93 89.894.775,48
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 96.166.919,66 98.997.587,40
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 38.831.834,24 43.306.161,21
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 22.049.997,44 23.638.600,87
3. Sonstige Vermögensgegenstände 35.285.087,98 32.052.825,32
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 30.921.545,58 24.265.513,12
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 4.472.829,88 4.023.358,70
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 1.433.000,00 3.952.000,00
578.883.403,40 313.232.583,39

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 496.948.839,77 208.601.227,75
I. Gezeichnetes Kapital 1.050.000,00 1.050.000,00
II. Kapitalrücklage 349.019.000,57 67.003.443,66
III. Gewinnvortrag 140.547.784,09 126.870.202,44
IV. Jahresüberschuss 6.332.055,11 13.677.581,65
B. RÜCKSTELLUNGEN 54.525.655,00 56.718.277,00
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 26.139.324,00 26.639.253,00
2. Steuerrückstellungen 2.050.000,00 1.255.059,00
3. Sonstige Rückstellungen 26.336.331,00 28.823.965,00
C. VERBINDLICHKEITEN 27.408.908,63 47.913.078,64
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.453.213,23 13.872.811,04
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.456.521,43 20.851.000,29
3. Sonstige Verbindlichkeiten 10.499.173,97 13.189.267,31
- davon aus Steuern: EUR 1.657.986,61 (Vorjahr: EUR 3.715.333,01)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 8.158,67 (Vorjahr: EUR 0,00)
578.883.403,40 313.232.583,39

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 890.385.090,80 950.195.017,30
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 3.535.111,00 0,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 10.879.582,38 4.245.950,19
4. Materialaufwand -681.593.641,15 -742.510.336,20
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -679.990.656,70 -740.497.444,79
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.602.984,45 -2.012.891,41
5. Rohergebnis 223.206.143,03 211.930.631,29
6. Personalaufwand -78.698.847,66 -76.223.611,17
a) Löhne und Gehälter -65.790.121,72 -64.626.679,69
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -12.908.725,94 -11.596.931,48
- davon für Altersversorgung: EUR 182.295,63 (Vorjahr: EUR 658.837,17)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -13.975.300,97 -19.950.389,28
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -118.200.607,20 -99.866.816,10
9. Betriebsergebnis 12.331.387,20 15.889.814,74
10. Erträge aus Beteiligungen 4.500,00 0,00
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 809.800,70 132.095,61
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -686.473,04 -563.661,24
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 400,00)
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 400,00)
13. Finanzergebnis 127.827,66 -431.565,63
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -5.860.949,38 -1.551.900,96
15. Ergebnis nach Steuern 6.598.265,48 13.906.348,15
16. Sonstige Steuern -266.210,37 -228.766,50
17. Jahresüberschuss 6.332.055,11 13.677.581,65
18. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 140.547.784,09 126.870.202,44
19. Bilanzgewinn 146.879.839,20 140.547.784,09

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

CONRAD ELECTRONIC SE, HIRSCHAU

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Conrad Electronic SE hat ihren Sitz in Hirschau. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Amberg unter der HR B 3896 eingetragen.

Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die Bilanz wird aufgestellt vor Verwendung des Jahresergebnisses; die Gewinn- und Verlustrechnung wird aufgestellt nach dem Gesamtkostenverfahren.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß §§ 264, 267 Abs. 3 HGB auf.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRUG). Ansatz und Bewertung werden entsprechend den Vorjahren vorgenommen, mit Ausnahme der immateriellen Vermögensgegenstände. Die Änderungen werden in den Angaben zur Bilanzierung erläutert.

Im Berichtsjahr wurden die Conrad Electronic Stores GmbH & Co.KG (Amtsgericht Amberg HRA 3730) und die Conrad Electronic Stores Verwaltungs GmbH (Amtsgericht Amberg HRB 5358) mit der Conrad Electronic SE verschmolzen. Die Vorjahres-Vergleichswerte wurden nicht angepasst.

Mit Verschmelzungsvertrag sowie Hauptversammlungsbeschluss der Gesellschaft bzw. Gesellschafterbeschluss des übertragenden Rechtsträgers vom 28. August 2023 wurde die Schwestergesellschaft Conrad Electronic Stores Verwaltungs GmbH, Hirschau, durch Übertragung ihres Vermögens als Ganzes mit allen Rechten und Pflichten unter Ausschluss der Abwicklung gemäß §§ 2 ff., 46 ff. UmwG auf die Gesellschaft verschmolzen. Die Eintragung der Verschmelzung im Handelsregister erfolgte am 31. August 2023. Die Verschmelzung erfolgte mit Rückwirkung zum 1. Januar 2023. In diesem Zusammenhang wurde das Reinvermögen des übertragenden Rechtsträgers von TEUR 58,6 in die Kapitalrücklage der Gesellschaft eingestellt.

Mit Wirksamwerden der Verschmelzung ist das gesamte Vermögen der Conrad Electronic Stores GmbH & Co. KG im Wege der Gesamtrechtsnachfolge der Gesellschaft angewachsen und sind die Arbeitsverhältnisse per Betriebsübergang auf die Gesellschaft übergegangen.

Die obenstehenden Vermögensübertragungen erfolgten jeweils in Ausübung des Wahlrechts nach §24 UmwG zu Buchwerten.

Im Zusammenhang mit der Anwachsung der Conrad Electronic Stores GmbH & Co. KG ist der Gesellschaft ein Anwachsungsverlust von TEUR 13.950 entstanden, der unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen wird.

Aus der Schlussbilanz der Conrad Electronic Stores GmbH & Co. KG zum 31. Dezember 2022 ergeben sich folgende Werte:

Aktiva

31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 570.241,00
B. Umlaufvermögen 19.657.103,53
C. Rechnungsabgrenzungsposten 16.077,32
D. Aktive latente Steuern 16.000,00
Bilanzsumme 20.259.421,85

Passiva

31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 8.050.609,05
B. Rückstellungen 4.147.092,00
C. Verbindlichkeiten 8.061.720,80
Bilanzsumme 20.259.421,85

Die Gewinn- und Verlustrechnung des angewachsenen Rechtsträgers weist in der Vorperiode die folgenden Beträge aus:

2022
EUR
Umsatzerlöse 38.362.681,20
Sonstige betriebliche Erträge 12.585.897,33
Materialaufwand -24.824.947,23
Personalaufwand -18.112.227,94
Abschreibung -455.874,02
Sonstige betriebliche Aufwendungen -22.368.792,71
Finanzergebnis -40.564,39
Steuern -1.596.315,80
Jahresfehlbetrag -16.450.143,56

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der gesetzlichen Vorschriften erstellt.

Selbstgeschaffene immaterielle Anlagewerte wurden mit Herstellungskosten zu Vollkosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibung gemindert.

In Vorjahren wurde unter dem Posten "entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten" Software ausgewiesen, die von Dritten auf Dienstvertragsbasis entwickelt wurde. Nachdem das Herstellungsrisiko bei der Gesellschaft liegt, sind derartige Vermögensgegenstände bei Ausübung des Aktivierungswahlrechtes nach § 248 Abs. 2 HGB als "Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte" auszuweisen. Die Ausweisänderung erfolgte in der Berichtsperiode, zuzüglich der im Geschäftsjahr aktivierten Eigenleistungen aus dem TECH-Bereich in Höhe von 3,5 Mio EUR. Der Buchwert dieser Vermögensgegenstände beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 6.993. Dabei wird eine voraussichtliche Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren zugrunde gelegt.

Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten beläuft sich auf 22,7 Mio EUR.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibung vermindert.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird über 3 Jahre abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die für die Abschreibung des Sachanlagevermögens zugrunde liegende Nutzungsdauer verteilt sich wie folgt:

Jahre
1. Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 25-33
2. Technische Anlagen und Maschinen 5-22
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-15

Bei den Finanzanlagen wurden die bilanzierten Anteilsrechte zu Anschaffungskosten angesetzt. Soweit notwendig, wurde auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten mit dem gleitenden Durchschnitt unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips, abzüglich erforderlicher Bewertungsabschläge wegen schlechter Gängigkeit, Lagerdauer und technischem Zustand, bewertet. Der Abschlag betrug im Berichtsjahr TEUR 26.866 (Vj. TEUR 36.790).

Die Bewertung der Forderungen erfolgte zum Nennwert bzw. mit ihrem niedrigeren beizulegenden Wert. Fakturierte Kundenrechnungen, bei denen am Bilanzstichtag der Gefahrenübergang auf den Kunden noch nicht gegeben war, wurden inklusive dem zugehörigen Materialaufwand abgegrenzt.

Entgegen dem Wortlaut des § 271 Abs. 2 HGB werden bei den Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auch Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber anderen nahestehenden Conrad-Unternehmen berücksichtigt, mit denen keine Konzernverbindung besteht.

Sonstige Vermögensgegenstände sind mit Nominalwerten, Rückzahlungsbeträgen und Barwerten angesetzt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen und Jubiläumsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde auf der Basis versicherungsmathematischer Berechnungen durchgeführt.

Die Steuerrückstellungen wurden in Höhe des voraussichtlichen Anfalls aufgrund des steuerlichen Gewinns dotiert.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie sind mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Rückzahlungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind im Rahmen der kreditorischen Debitoren neben Kundenguthaben auch Beträge aus Vorauskasse Zahlungen von Kunden (direkt oder über Zahlungsdienstleister) enthalten. Die Lieferung erfolgt zumeist am folgenden Werktag.

Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres sind im Anlagenspiegel als gesonderte Anlage dargestellt.

2. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weisen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr aus.

3. Forderungen gegen Gesellschafter

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von EUR 922.801,36 ausgewiesen.

4. Latente Steuern

Die Aufrechnung der latenten Steuern führt zu einer aktiven latenten Steuer in Höhe von TEUR 1.433. Die Bewertung erfolgt mit einem Steuersatz von 28,64 % und beruht auf Differenzen im Bereich der Rückstellungen, überwiegend aus Pensionen, Gewährleistung, Jubiläum und den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen.

5. Eigenkapital

Das Grundkapital in Höhe von TEUR 1.050 ist eingeteilt in 1.050.000 auf den Namen lautende, nennbetragslose Stückaktien. Die eingestellte Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 349.019 übersteigt den von § 150 AktG geforderten Rücklagenanteil deutlich.

Zum 31.12.2023 bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von TEUR 6.693 Diese setzen sich, wie folgt, zusammen:

Aktive latente Steuern: TEUR 1.433

Die Ausschüttungssperre für selbst erstellte geschaffene Vermögensgegenstände beträgt dabei TEUR 4.991.

Differenzbetrag Pensionsrückstellung in Folge verschiedener Abzinsungssätze aus § 253 (6) HGB: TEUR 269.

Durch die Muttergesellschaft wurde die Kapitalrücklage um insgesamt 282 Mio EUR erhöht, hierauf entfallen Mio EUR 265 auf Sacheinlagen in Form von Unternehmensbeteiligungen und Mio EUR 17 auf Bareinlagen.

6. Rückstellungen

Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde in Höhe von TEUR 25.465 nach der versicherungsmathematischen Teilwertmethoden gebildet. Eine weitere Rückstellung für Pensionen in Höhe von TEUR 711 wurde nach der PUC-Methode berechnet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt:

Durchschnittlicher Marktzins für eine Laufzeit von 15 Jahren, der von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben wurde (1,82 % für Rückstellung über TEUR 25.465 sowie für Rückstellung über TEUR 711)

Steigerungen von 2 % jährlich bei Pensionen (nur bei der Rückstellung in Höhe von TEUR 25.465)

Sterbetafeln nach Prof. Dr. Klaus Heubeck, Richttafeln 2018 G

Der ausschüttungsgesperrte Differenzbetrag setzt sich wie folgt zusammen:

TEUR 269 aus Differenz Zinssatz 1,82% bzw. 1,74 %

Ein Teil der Pensionsverpflichtung wurde durch eine verpfändete Rückdeckungsversicherung mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 37 besichert. Diese wird mit der errechneten Pensionsverpflichtung saldiert. Der Zeitwert entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten. Erträge aus der Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 3 werden mit den Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung saldiert.

Die Jubiläumsrückstellung in Höhe von TEUR 1.709 wurde in einem Gutachten nach der PUC-Methode unter Einbeziehung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck berechnet. Der Rechnungszinssatz beträgt dabei 1,74 % mit einem jährlichen Gehaltstrend von 3,0 %.

Die langfristigen Rückstellungen werden mit den Abzinsungszinssätzen der Deutschen Bundesbank gem. § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Im Gegenzug wurde mit jährlichen Preissteigerungen von 4,13 % bzw. mit Lohn- und Gehaltssteigerungen von 5,80 % ausgegangen. Die angenommene jährliche Preissteigerung entspricht der durchschnittlich erwarteten Inflationsrate EU (27) des Berichtsjahres und der kommenden 2 Jahre. Vergangenheitsbasierte Annahmen können angesichts der Risiko- und Inflationslage nicht unverändert fortgeschrieben werden, um den erwarteten Erfüllungsbetrag anzusetzen.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Personalbereich: TEUR 10.882
Vertriebsbereich: TEUR 2.562
Rückbauverpflichtung: TEUR 114
Finanzbereich: TEUR 4.783
Rechtsbereich: TEUR 7.99

7. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind wie folgt strukturiert:

Davon Restlaufzeiten Davon
Gesamtbetrag
EUR
bis zu 1 Jahr
EUR
1 bis 5 Jahre
EUR
über 5 Jahre
EUR
gesicherte Beträge
EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.453.213,23 11.453.213,23 675.000,00
(Vorjahr) (13.872.811,04) (13.872.811,04) (675.000,00)
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 5.456.521,43 5.456.521,43
(Vorjahr) (20.851.000,29) (20.851.000,29)
Verbindlichkeiten 10.499.173,97 10.499.173,97
(Vorjahr) (13.189.267,31) (13.189.267,31)
Art der Sicherheit
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Bankbürgschaft
(Vorjahr)
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen
(Vorjahr)
Verbindlichkeiten
(Vorjahr)

8. Haftungsverhältnisse

Am Bilanzstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse:

31.12.2023
EUR
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften bzw. gesamt- schuldnerischen Haftungsverhältnissen gegenüber verbundenen Unternehmen 40.000.000,00
40.000.000,00

Gesamtschuldnerisches Haftungsverhältnis in Höhe von EUR 15.000.000,00 zusammen mit der Firma Conrad Holding SE gegenüber der Deutschen Bank;

davon in der Berichtsfirma valutiert EUR 0,00
davon insgesamt valutiert EUR 0,00

Gesamtschuldnerisches Haftungsverhältnis in Höhe von EUR 10.000.000,00 zusammen mit der Firma Conrad Holding SE gegenüber der HypoVereinsbank;

davon in der Berichtsfirma valutiert EUR 0,00
davon insgesamt valutiert EUR 0,00

Gesamtschuldnerisches Haftungsverhältnis in Höhe von EUR 10.000.000,00 zusammen mit der Firma Conrad Holding SE gegenüber der Postbank;

davon in der Berichtsfirma valutiert EUR 0,00
davon insgesamt valutiert EUR 0,00

Mithaftung bei der Kreditlinie in Höhe von EUR 5.000.000,00 von der Conrad Holding SE bei der Sparkasse Amberg-Sulzbach, davon in der Berichtsfirma valutiert EUR 1.197.736,85 als Aval.

Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist aufgrund der Eigenkapitalsituation der einbezogenen Gesellschaften nicht zu rechnen.

9. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen zu folgenden Sachverhalten:

bis 1 Jahr
EUR
1 bis 5 Jahre
EUR
über 5 Jahre
EUR
Pachtverpflichtung gegenüber verbundenen Unternehmen 7.800.000,00 0,00 0,00
Mietvertrag Filialen 266.899,00 547.403,00 0,00
Mietvertrag Geschäftsräume 184.021,00 115.440,00 0,00
KFZ-Leasing 457.342,00 462.479,00 0,00
Gesamt 8.708.262,00 1.125.322,00 0,00

Die Vorteile der Geschäfte für die Gesellschaft ergeben sich aus der Nutzung der gemieteten und geleasten Gegenstände. Bei normalem Geschäftsverlauf sind keine Risiken ersichtlich.

Bei der HypoVereinsbank besteht für die Gesellschaft eine Kreditlinie in Höhe von EUR 5.000.000,00, davon valutiert EUR 665.234,47 als Aval.

Am Bilanzstichtag bestand ein Bestellobligo für Investitionen in Höhe von TEUR 138.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Aufgliederung der Umsatzerlöse

Eine Aufgliederung der Umsätze nach Tätigkeitsbereichen sowie nach Regionen ist nach § 286 Abs. 2 HGB unterblieben, weil nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erhebliche Nachteile entstehen könnten.

2. Periodenfremde und außergewöhnliche Aufwendungen und Erträge

In den einzelnen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung sind nachstehende wesentliche periodenfremde Aufwendungen und Erträge in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen enthalten:

Sonstige betriebliche Erträge:

Erträge aus Lieferüberschüssen TEUR 278
Erträge aus Rückstellungsauflösungen TEUR 3.475
Erträge aus Bilanzberichtigungen aufgrund Betriebsprüfung TEUR 3.236
TEUR 6.989

Sonstige betriebliche Aufwendungen:

Durch die Anwachsung der Conrad Electronic Stores GmbH & Co.KG entstand ein Verlust in Höhe von 13,95 Mio EUR aus dem Beteiligungsansatz der Berichtsfirma und dem Eigenkapital der Conrad Electronic Stores GmbH & Co.KG, der in den periodenfremden Aufwendungen gebucht wurde.

3. Auf-, Abzinsungen und Währungsumrechnung

Aus Auf- und Abzinsungen von Rückstellungen ergab sich ein Zinsaufwand von TEUR 486 sowie ein Zinsertrag von TEUR 8. Aus der Währungsumrechnung ergaben sich sonstige Aufwendungen von TEUR 77 sowie sonstige Erträge von TEUR 58.

4. Außerplanmäßige Abschreibung

Außerplanmäßige Abschreibungen für immaterielle Vermögensgegenstände wurden in Höhe von 3,1 Mio EUR vorgenommen aufgrund geänderter Nutzungserwartung und technischer Veralterung.

Zusätzlich ergaben sich daraus Buchwertverluste in Höhe von 0,4 Mio EUR.

5. Steuern

Durch die Verminderung um TEUR 2.519 der aktiven latenten Steuer ergibt sich ein Steueraufwand. Ferner sind Steueraufwendungen betreffend Vorjahre in Höhe von TEUR 2.000 enthalten.

VI. Sonstige Angaben

1. Anzahl der Mitarbeitenden

Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 506 gewerbliche Arbeitnehmende, davon 173 Teilzeitkräfte und 810 Angestellte, davon 177 Teilzeitkräfte beschäftigt.

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmenden beträgt damit 1316. Die Berechnung erfolgte methodisch nach § 267 Abs. 5 HGB.

2. Leitungsorgane

Die Geschäftsführung wird wahrgenommen vom Verwaltungsrat bestehend aus

Herrn Dr. Werner Conrad, Regensburg, Geschäftsführender Direktor, Conrad Holding SE (Vorsitzender)

Herrn Dr. Thomas Vollmoeller, Hamburg, Chairman of the Board, eDreams ODIGEO

Herrn Prof. Rainer Kirchdörfer, Gerlingen, Rechtsanwalt, Hennerkes, Kirchdörfer & Lorz GbR

Herrn Dr. Tim Busse, München, Geschäftsführer, ADAMOS GmbH (bis 31.12.2023)

Frau Tanja Maaß, Bielefeld, Geschäftsführerin, Resolto Informatik GmbH

und den Geschäftsführenden Direktoren

Herrn Ralf Bühler, Baldham, Kaufmann

Herrn Jürgen Groth, Itzehoe, Kaufmann

Herrn Dr. Sebastian Dehnen, Düsseldorf, Kaufmann

Für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und deren Hinterbliebene wurden TEUR 180 an Ruhegehältern geleistet.

Pensionsrückstellungen zu früheren Mitgliedern der Geschäftsführung wurden in Höhe von TEUR 87 aufgelöst.

Die Angabe der laufenden Aufwendungen für die geschäftsführenden Direktoren unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB.

Die laufenden Aufwendungen für den Verwaltungsrat betrugen im Berichtsjahr TEUR 187.

3. Gesamthonorar Prüfungsleistungen

Abschlussprüfungsleistungen: TEUR 99
Andere Bestätigungsleistungen: TEUR 652
Steuerberatungsleistungen: TEUR 37

4. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die Übernahme der Anteile an der Electronic Direct Gruppe erfolgte im Januar 2024.

Darüber hinaus wurden infolge der Erteilung der behördlichen Genehmigung zwei weitere Beteiligungen durch das Mutterunternehmen eingebracht.

5. Beteiligungen

Eine Aufstellung über die Unternehmen, bei denen die Gesellschaft mindestens 20 % der Anteile hält, ist in der gesonderten Anlage wiedergegeben.

Im Berichtsjahr wurde eine Kapitaleinlage von 18,5 Mio. EUR in die RE-INvent Retail GmbH und von 0,5 Mio EUR in die Conrad Electronic Italia S.r.l erbracht.

6. Konzernzugehörigkeit

Die Conrad Electronic SE gehört zum Konzern der Conrad Holding SE, Hirschau, die einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht gemäß § 291 HGB aufstellt.

Der Konzernabschluss der Conrad Holding SE kann im elektronischen Bundesanzeiger eingesehen werden.

7. Ergebnisverwendung

Der Jahresabschluss wurde vor Ergebnisverwendung aufgestellt.

Der Jahresüberschuss beträgt EUR 6.332.055,11.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss mit dem Gewinnvortrag zu verrechnen und auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Hirschau, den 29. März 2024

Ralf Bühler, Geschäftsführender Direktor

Jürgen Groth, Geschäftsführender Direktor

Dr. Sebastian Dehnen, Geschäftsführender Direktor

Anlagenspiegel

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
EUR
Verschmelzung
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 4.696.246,29 57.010.007,35
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 57.129.905,80 668.244,15 0,00 -56.746.290,10
Geschäfts- oder Firmenwert 25.049,00 0,00 0,00 0,00
Geleistete Anzahlungen 407.595,18 0,00 60.868,27 -263.717,25
57.562.549,98 668.244,15 4.757.114,56 0,00
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 15.770.986,72 5.210,75 1.296,40 0,00
Technische Anlagen und Maschinen 62.327.411,08 299.334,51 148.609,91 0,00
Betriebs- u. Geschäftsausstattung 39.761.401,96 2.657.748,90 966.508,38 1.288.830,24
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.288.830,24 0,00 151.900,00 -1.288.830,24
119.148.630,00 2.962.294,16 1.268.314,69 0,00
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 117.703.742,07 0,00 262.334.012,64 0,00
Beteiligungen 1.250,00 0,00 0,00 0,00
117.704.992,07 0,00 262.334.012,64 0,00
294.416.172,05 3.630.538,31 268.359.441,89 0,00
ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
Abgänge
EUR
Investitionsförderung
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 12.294.265,66 0,00
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 668.244,15 0,00
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
Geleistete Anzahlungen 129.638,93 0,00
13.092.148,74 0,00
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 3.364,05 0,00
Technische Anlagen und Maschinen 273.451,43 -2.700,00
Betriebs- u. Geschäftsausstattung 4.901.187,78 0,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
5.178.003,26 -2.700,00
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 74.167.741,07 0,00
Beteiligungen 1.250,00 0,00
74.168.991,07 0,00
92.439.143,07 -2.700,00
31. Dez. 2023
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 49.411.987,98
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 383.615,70
Geschäfts- oder Firmenwert 25.049,00
Geleistete Anzahlungen 75.107,27
49.895.759,95
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 15.774.129,82
Technische Anlagen und Maschinen 62.499.204,07
Betriebs- u. Geschäftsausstattung 39.773.301,70
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 151.900,00
118.198.535,59
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 305.870.013,64
Beteiligungen 0,00
305.870.013,64
473.964.309,18
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
EUR
Verschmelzung
EUR
Zuführungen
EUR
Umbuchungen
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 5.128.441,54 46.122.542,10
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 46.456.158,80 665.544,15 17.700,00 -46.122.542,10
Geschäfts- oder Firmenwert 13.917,00 0,00 8.350,00 0,00
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
46.470.075,80 665.544,15 5.154.491,54 0,00
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 5.490.493,91 5.210,75 425.503,40 0,00
Technische Anlagen und Maschinen 44.932.686,08 254.418,51 2.867.089,91 0,00
Betriebs- u. Geschäftsausstattung 32.263.792,96 2.135.123,90 2.417.195,12 0,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
82.686.972,95 2.394.753,16 5.709.788,43 0,00
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 74.167.741,07 0,00 0,00 0,00
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
74.167.741,07 0,00 0,00 0,00
203.324.789,82 3.060.297,31 10.864.279,97 0,00
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
Auflösungen
EUR
Sonderabschreibung
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 11.942.755,66 3.111.021,00
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 668.244,15 0,00
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
12.610.999,81 3.111.021,00
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 3.364,05 0,00
Technische Anlagen und Maschinen 265.531,43 0,00
Betriebs- u. Geschäftsausstattung 4.858.913,28 0,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
5.127.808,76 0,00
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 74.167.741,07 0,00
Beteiligungen 0,00 0,00
74.167.741,07 0,00
91.906.549,64 3.111.021,00
31. Dez. 2023
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 42.419.248,98
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 348.616,70
Geschäfts- oder Firmenwert 22.267,00
Geleistete Anzahlungen 0,00
42.790.132,68
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 5.917.844,01
Technische Anlagen und Maschinen 47.788.663,07
Betriebs- u. Geschäftsausstattung 31.957.198,70
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00
85.663.705,78
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00
Beteiligungen 0,00
0,00
128.453.838,46
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023
EUR
31. Dez. 2022
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 6.992.739,00 0,00
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 34.999,00 10.673.747,00
Geschäfts- oder Firmenwert 2.782,00 11.132,00
Geleistete Anzahlungen 75.107,27 407.595,18
7.105.627,27 11.092.474,18
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 9.856.285,81 10.280.492,81
Technische Anlagen und Maschinen 14.710.541,00 17.394.725,00
Betriebs- u. Geschäftsausstattung 7.816.103,00 7.497.609,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 151.900,00 1.288.830,24
32.534.829,81 36.461.657,05
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 305.870.013,64 43.536.001,00
Beteiligungen 0,00 1.250,00
305.870.013,64 43.537.251,00
345.510.470,72 91.091.382,23

Aufstellung des Anteilsbesitzes per 31.12.2023

(Angaben nach § 285 Nr. 11 HGB)

Nr. Firma Sitz Währung %-Anteil am Kapital gehalten von Eigenkapital Ergebnis des Geschäftsjahres
1. RE-INvent Retail GmbH Nürnberg, DE TEUR 100,00 Conrad Electronic SE 5.627,00 -1.700,00
2. Conrad Electronic International GmbH & Co. KG Wels. AT TEUR 100,00 Conrad Electronic SE 298,00 -202,00
3. Conrad Electronic S.A.S. Sequeding, FR TEUR 100,00 Conrad Electronic SE 6.272,00 1.766,00
4. Conrad Electronic Benelux B.V. Oldenzaal, NL TEUR 100,00 Conrad Electronic SE 10.995,00 5.463,00
5. Conrad Electronic Italia S.r.l. Bollate, IT TEUR 100,00 Conrad Electronic SE 686,00 -511,00
6. Conrad Electronic Ceska Republica S.R.O. Prag, CZ TEUR 100,00 Conrad Electronic SE 3.777,58 871,82
7. Conrad Electronic AG Wollerau, CH TEUR 100,00 Conrad Electronic SE 12.303,95 4.680,55
8. Conrad Electronic Sp.Z.o.o. Krakau, PL TEUR 100,00 Conrad Electronic SE 1.154,80 595,90
9. Conrad Electronic d.o.o.k.d Grosuplje, SI TEUR 100,00 Conrad Electronic SE -234,00 -54,00
10. Conrad Electronic International (HK) Limited Hongk Kong, HK TEUR 100,00 Conrad Electronic SE 29.459,25 7.636,75
11. Conrad Electronic Norden AB Malmö, SE TEUR 100,00 Conrad Electronic SE 2.287,67 379,56
12. Rapid Electronics Holding Ltd Colchester, GB TEUR 100,00 Conrad Electronic SE 16.688,70 112,24
13. SOS Electronic spol. s.r.o.. Kosice, SK TEUR 100,00 Conrad Electronic SE 5.846,00 555,00
14. SOS electronic s.r.o. Brno-Královo Pole, CZ TEUR 100,00 Conrad Electronic SE 1.136,87 164,50
15. SOS Electronic GmbH Hirschau, DE TEUR 100,00 Conrad Electronic SE 199,00 0,3
16. Conrad Electronic International GmbH Wels, AT TEUR 100,00 Conrad Electronic SE 37,00 0,1
17. Conrad Electronic d.o.o. Grosuplje, SI TEUR 100,00 Conrad Electronic SE 7,00 0,4
18. get your goods GmbH Nürnberg, DE TEUR 100,00 RE-INvent Retail GmbH 63,00
19. Conrad Electronic Norden ApS København K, DK TEUR 100,00 Conrad Electronic Norden AB 9,26 -0,1
20. Rapid Properties Ltd., UK Colchester, GB TEUR 100,00 Rapid Electronics Holding Ltd 7.543,97 35,41
21. Rapid Electronics Ltd., UK Colchester, Essex, GB TEUR 100,00 Rapid Electronics Holding Ltd 9.144,72 -96,78
22. Replenishh Ltd., UK Colchester, Essex, GB TEUR 100,00 Rapid Electronics Holding Ltd -6,50
23. Soundford Trading Ltd., HK Hong Kong, HK TEUR 100,00 Conrad Electronic International (HK) Limited 143,80 28,32
24. Soundford Consultancy Ltd., CN Shenzhen, CN TEUR 100,00 Soundford Trading Ltd., HK 178,19 17,64

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Conrad Electronic SE, Hirschau

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Conrad Electronic SE, Hirschau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Conrad Electronic SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Kapitel 5 des Lageberichts enthalten ist.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Verwaltungsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg den 10. Juni 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Behrendt, Wirtschaftsprüferin

Zippel, Wirtschaftsprüfer

BERICHT des Verwaltungsrates über das Geschäftsjahr 2023

der Conrad Electronic SE

Im Berichtszeitraum haben die geschäftsführenden Direktoren und der Verwaltungsrat eng zum Wohle der Conrad Electronic SE zusammengearbeitet. Die geschäftsführenden Direktoren haben die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Verwaltungsrat abgestimmt und mit ihm in regelmäßigen Abständen den Stand der Strategieumsetzung erörtert. Der Verwaltungsrat wurde regelmäßig über die Geschäftslage und die Entwicklung im Allgemeinen sowie über alle Einzelfragen grundsätzlicher Art oder von größerer Bedeutung unterrichtet. Geschäftsvorgänge, die der Zustimmung des Verwaltungsrates bedurften und solche von besonderer Bedeutung sind mit dem Verwaltungsrat eingehend erörtert und von diesem genehmigt worden. Gegenstand der Unterrichtung durch die geschäftsführenden Direktoren waren u.a. auch die Umsatz- und Ergebnisentwicklung, die Investitions- und Finanzplanung sowie die gesamte strategische Ausrichtung.

Der Verwaltungsrat hat in seinen 4 Sitzungen, die im Geschäftsjahr 2023 stattgefunden haben, mit den geschäftsführenden Direktoren aktuelle Fragen der Geschäftspolitik, der Geschäftslage sowie der künftigen Entwicklung der Gesellschaft beraten. Der Verwaltungsrat hat sich dabei von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung durch die geschäftsführenden Direktoren überzeugt.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 sowie der Lagebericht für die Conrad Electronic SE sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem Abschlussprüfer, der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bahnhofstraße 30, 90402 Nürnberg, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Jahresabschluss und der Lagebericht sind in der Bilanzsitzung am 28.05.2024 ausführlich erörtert worden.

Der Verwaltungsrat hat seinerseits den Jahresabschluss und den Lagebericht der geschäftsführenden Direktoren sowie den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Der Verwaltungsrat hat nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen zu erheben und schließt sich dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses durch den Abschlussprüfer an. Der Verwaltungsrat hat den von den geschäftsführenden Direktoren aufgestellten Jahresabschluss gebilligt; er ist damit festgestellt. Der Verwaltungsrat schließt sich dem Vorschlag der geschäftsführenden Direktoren für die Verwendung des Bilanzgewinns an.

Pflichtgemäß hat der Verwaltungsrat ferner den Bericht der geschäftsführenden Direktoren über Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 (Abhängigkeitsbericht) geprüft. Der Verwaltungsrat hat nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen gegen die Erklärung der geschäftsführenden Direktoren am Schluss des Berichts zu erheben und schließt sich dem Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Abschlussprüfer an. Der Abschlussprüfer hat unter dem Datum vom 10.06.2024 den folgenden Bestätigungsvermerk gemäß § 313 Abs. 3 AktG zum Abhängigkeitsbericht erteilt:

"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1.

die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2.

bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind.

3.

bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch die Geschäftsführenden Direktoren sprechen."

Der Verwaltungsrat dankt den geschäftsführenden Direktoren und allen Mitarbeitern für die verantwortungsbewusste und erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr und spricht ihnen dafür seine Anerkennung aus.

 

11. Juni 2024

Dr. Werner Conrad Vorsitzender des Verwaltungsrates

CONRAD ELECTRONIC SE, HIRSCHAU

ERGEBNISVERWENDUNGSBESCHLUSSBERICHT

Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Juni 2024

Der Versammlungsleiter informiert, dass der Verwaltungsrat vorschlägt, den Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 in Höhe von EUR 146.879.839,20 ausgehend von einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 6.332.055,11 und unter Berücksichtigung eines Gewinnvortrags in Höhe von EUR 140.547.784,09 wie folgt zu verwenden:

1. Verteilung an die Aktionäre durch Zahlung einer Dividende EUR 0,00
2. Einstellung in Gewinnrücklagen EUR 0,00
3. Gewinnvortrag EUR 146.879.839,20

Der Versammlungsleiter verlas den vorstehenden Beschlussvorschlag und stellte diesen dann zur Diskussion. Nachdem Wortmeldungen nicht erfolgten, rief der Versammlungsleiter zur Abstimmung auf.

Bei einer Präsenz von 1.050.000 Stimmen ergab das Ergebnis der Abstimmung 1.050.000 JA-Stimmen, keine NEIN-Stimmen und keine Enthaltungen und damit eine zustimmende Stimm- und Kapitalmehrheit von 100% des vertretenen Grundkapitals. Der Versammlungsleiter gab das Ergebnis der Abstimmung bekannt und stellte fest und verkündete, dass der Beschlussvorschlag des Verwaltungsrats betreffend die Verwendung des Bilanzgewinns zum 31. Dezember 2023 einstimmig angenommen worden ist.

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