Tempris GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Prüfmaschinen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Imke Helling seit 30.7.2025 | Prokura |
Susanne Lamminger seit 9.7.2025 | Vorstandsmitglied |
Karan Ambwani seit 11.2.2025 | Prokura |
Sarah Kristin, geb. Gutzeit Gutzeit-Stewen seit 13.6.2024 | Vorstandsmitglied |
Alexander Ott seit 13.6.2024 | Prokura |
Janina Lentrodt seit 14.11.2023 | Prokura |
Thomas Lühr seit 19.9.2023 | Prokura |
Remo Illi seit 19.9.2023 | Vorstandsmitglied |
Gabriele Keck seit 14.2.2023 | Prokura |
Thomas Weigold seit 17.1.2023 | Vorstandsmitglied |
Roland Eidherr seit 21.7.2022 | Vorstandsmitglied |
Nicholas Foot seit 1.3.2021 | Prokura |
Barbara Stephanie Reuland seit 1.2.2021 | Prokura |
Julia Pike seit 3.11.2020 | Prokura |
Michael Schmidt seit 13.8.2018 | Prokura |
Carsten Hanke seit 13.8.2018 | Prokura |
Brigitte Claudia Blum seit 13.8.2018 | Prokura |
Judith Kaufmann seit 8.5.2018 | Prokura |
Gregor Alexander van Loh Dr. Wenzel seit 22.6.2015 | Prokura |
Matthias Weber seit 20.8.2013 | Vorstandsmitglied |
Franco Maistrelli seit 21.6.2007 | Prokura |
Alf-Grimo Utz seit 21.6.2007 | Prokura |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Sandoz Deutschland GmbH (vormals: Novartis Deutschland GmbH)NürnbergKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022Inhalt 1. Grundlagen des Konzerns 1.1 Geschäftsmodell 1.2 Forschung und Entwicklung 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.2 Finanzielle Leistungsindikatoren 2.3 Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns 2.3.1 Ertragslage 2.3.2 Vermögenslage 2.3.3 Finanzlage 2.4 Personal- und Sozialbereich 2.5 Gesellschaftliche Verantwortung 2.6 Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz 3. Chancen- und Risikobericht 3.1 Risikomanagementsystem 3.2 Chancenbericht 3.3. Risikobericht 3.3.1 Absatz- und Marktrisiken 3.3.2 Beschaffungs- und Produktionsrisiken 3.3.3 Risiken im Bereich Recht 3.3.4 Produktrisiken 3.3.5 Forschungs- und Entwicklungsrisiken 3.3.6 Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten 3.3.7 Risiken im Bereich IT-Sicherheit, Datenintegrität und Datenschutz 3.3.8 Gesamtbild zur Risikolage 4. Prognosebericht 1. Grundlagen des Konzerns Nachfolgend werden das Geschäftsmodell sowie die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des Konzerns dargestellt. 1.1 Geschäftsmodell Novartis erforscht, entwickelt und vermarktet erfolgreich innovative Produkte, um damit Krankheiten zu heilen, Leiden zu lindern und die Lebensqualität von Menschen zu verbessern. Wie auch der globale Novartis-Konzern war der deutsche Teilkonzern im Berichtsjahr in die Geschäftsbereiche Innovative Medicines und Sandoz/Hexal gegliedert.
Für den deutschen Markt werden die Arzneimittel im internationalen Konzernverbund eingekauft und im Wesentlichen über den pharmazeutischen Großhandel, über Krankenhäuser und im Apotheken-Direktgeschäft weiterveräußert. Insgesamt fünf Vertriebsgesellschaften, drei Produktionsgesellschaften und zwei Dienstleistungsgesellschaften werden in den deutschen Teilkonzern einbezogen. Wesentliche Produktionsstätten des deutschen Teilkonzerns sind in Barleben und Rudolstadt (Sandoz/Hexal) sowie in Wehr (Innovative Medicines). Am 4. April 2022 wurde angekündigt die Geschäftsbereiche Pharma und Onkologie in einem Geschäftsbereich Innovative Medicines zu integrieren, der sich auf die oben genannten Therapiebereiche fokussiert. Am 25. August 2022 wurde bekanntgegeben, dass Novartis beabsichtigt, ihre Generika- und Biosimilars-Division Sandoz durch eine hundertprozentige Ausgliederung als neues, eigenständiges, börsennotiertes Unternehmen abzuspalten. 1.2 Forschung und Entwicklung Im Rahmen von klinischen Studien des Gesamtkonzerns führt der Geschäftsbereich Innovative Medicines klinische Studien für die Novartis Pharma AG als Auftragsforschung nach vorgegebenen Richtlinien durch. Deutschland nimmt dabei mit 203 klinischen Studien und mehr als 9.000 Studienpatienten eine bedeutende Stellung im Rahmen der klinischen Forschung des Gesamtkonzerns ein. Der Bereich unterhält jedoch keine eigenen Forschungs- und Entwicklungsabteilungen. Die Forschung und Entwicklung wird in erster Linie von Novartis Gesellschaften in der Schweiz und in den USA durchgeführt. Im Oktober 2021 kommunizierte die weltweite Sandoz Geschäftsleitung eine neue Strategie, um das Sandoz Ziel - die führende Position auf dem weltweiten Markt einzunehmen - erreichen zu können. Dabei werden die Investitionen neu priorisiert, um das Potential auf die höchsten wertschöpfenden Geschäftsbereiche zu legen. Demnach werden 10-15 % der Investitionen vom Entwicklungsbereich der niedermolekularen Stoffe auf Bereiche mit Wachstumspotenzialen wie Biosimilars, Onkologie, Antibiotika und Atemwegsinfektionen umverteilt. Basierend auf dieser Entscheidung werden Positionen im Entwicklungs- und Zulassungsbereich wie IM&S Technical Services, Global Medical Office, Global Regulatory Affairs (GRA), Global Labeling, MRC Regional und Early Stage Development reduziert. Die Umstrukturierung soll bis Ende des Jahres 2023 abgeschlossen sein. Als führendes Pharmaunternehmen investiert der Novartis Teilkonzern in den zukunftsträchtigen Markt der Biosimilars. Dies spiegelt sich auch in den schon seit Jahren hohen Investitionen für Forschung und Entwicklung in diesem Bereich wider. Die gesamten Aufwendungen und Investitionen für Forschung und Entwicklung reduzierten sich im Jahr 2022 auf 247,7 Mio. Euro (Vorjahr: 276,0 Mio. Euro). Auf die Sparte Biosimilars entfallen davon 217,2 Mio. Euro (Vorjahr: 193,8 Mio. Euro). Die folgende Übersicht zeigt wesentliche Kennzahlen zum Bereich klinische Entwicklung:
Die Aufteilung des Entwicklungsaufwands auf die Geschäftsbereiche ist wie folgt:
* Der Ertrag ist bedingt durch Rückerstattungen aus der globalen Entwicklung Der Netto-Entwicklungsertrag des Geschäftsbereiches Innovative Medicines in Höhe von 7.465 T€ (Vorjahr: 11.676 T€) setzt sich aus Entwicklungsaufwendungen in Höhe von 48.502 T€ (Vorjahr: 39.558 T€) und Entwicklungserträgen aus Rückerstattungen aus der globalen Entwicklung in Höhe von 41.037 T€ (Vorjahr: 51.234 T€) zusammen. Der interne Forschungs- und Entwicklungsaufwand wird als Aufwand in der Gesamtergebnisrechnung unter "Forschung und Entwicklung" ausgewiesen. Der deutsche Novartis-Konzern aktiviert interne Entwicklungskosten wegen regulatorischer und anderer der Entwicklung von neuen Produkten inhärenter Unsicherheiten so lange nicht als immaterielle Vermögenswerte, bis eine Aufsichtsbehörde in einem wichtigen Markt wie die EU die Marktzulassung erteilt. Kosten für nach der Zulassung durchgeführte Studien, die aufgrund von Auflagen der Aufsichtsbehörden erfolgen, werden aktiviert, wenn sie die Ansatzkriterien für eine Bilanzierung als selbst geschaffener immaterieller Vermögenswert erfüllen. Aktivierte Entwicklungskosten sind mit 15,7 Mio. Euro zum Stichtag (Vorjahr: 15,4 Mio. Euro) angesetzt. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland wurde laut ifo Institut im Jahr 2022 maßgeblich von gewaltigen Angebotsschocks aufgrund geopolitischer Spannungen beeinflusst. Engpässe bei Energie, Vorprodukten und Arbeitskräften belasten die Produktion und treiben die Inflation auf Rekordhöhen. Der Staat versucht, die Folgen mit breit angelegten Entlastungsprogrammen abzufedern. Als Folge der staatlichen Strom- und Gaspreisbremsen dürfte die Inflationsrate von 7,8 % im Jahr 2022 auf 6,4 % im Jahr 2023 sinken. Erst im Jahr 2024 dürfte der Preisdruck langsam nachgeben und die Inflationsrate auf 2,8 % zurückgehen. Für das Gesamtjahr 2022 ist ein Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um 1,8 % zu verzeichnen. Das Bruttoinlandsprodukt für das Jahr 2023 wird laut dem ifo Institut gegenüber dem Vorjahr rezessionsbedingt voraussichtlich geringfügig um 0,1 % schrumpfen. Im Jahr 2024 wird der Zuwachs laut Prognose dann wieder bei 1,6 % liegen. Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen spielen jedoch für unser Unternehmen eine geringere Rolle als die branchenbezogenen bzw. regulatorischen Rahmenbedingungen und die Bevölkerungsentwicklung. Die steigende Lebenserwartung und die durch Migration wachsende Bevölkerung verändern die Gesundheitsversorgung in Deutschland. Daraus ergeben sich für Novartis sowohl neue Chancen als auch neue Herausforderungen. Laut Prognose des Statistischen Bundesamtes wird die Bevölkerung im Jahr 2030 bei ca. 83,2 Mio. liegen. Die über 65-Jährigen bilden dabei den am schnellsten wachsenden Bevölkerungsanteil, der bis 2030 mit einem Anteil von 21,2 Mio. um +13 % wachsen wird. Dies führt voraussichtlich zu einer Zunahme chronischer Erkrankungen. Diese Faktoren tragen unserer Ansicht nach zu einer weiter steigenden Nachfrage nach medizinischen Leistungen bei und erhöhen den Kostendruck auf die Gesundheitssysteme. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Die wesentlichen regulatorischen Einflussfaktoren auf die Entwicklung des Gesundheitsmarktes und damit auf den deutschen Novartis Konzern sind wie folgt:
Entwicklung des Gesundheitsmarktes Der Gesundheitsmarkt (Deutscher Pharmamarkt + Krankenhäuser) in Deutschland hatte im Berichtsjahr ein Volumen von 56,6 Mrd. Euro und wuchs um 5,4 % (Vorjahr 7,34 %). Die einzelnen Marktsegmente zeigten gegenüber dem Vorjahr eine positive Entwicklung.
(IQVIA Healthcare Market (PharmaScope+Hospital) YTD Dezember 2022, Stand Februar 2023) Die Entwicklung des Arzneimittelmarktes wurde auch dieses Jahr durch die Covid-19 Pandemie beeinflusst. Im dritten Jahr der Pandemie zeigt sich jedoch eine leichte Normalisierung und die Lockerung bzw. teilweise Beendigung der Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie (z.B. Aussetzen der Maskenpflicht in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens) führte in Kombination mit der ansteckenden Omikron-Variante zu einer außergewöhnlich starken Erkältungswelle im Sommer und einer früheren und intensiveren Erkältungssaison im Herbst. Insbesondere Medikamente zur akuten Bekämpfung der Symptome haben daher deutliche Absatzsteigerungen erfahren. Die Entwicklung des Marktes für Originalpräparate im Geschäftsjahr 2022 stand wie auch schon in den Vorjahren ganz im Fokus der Auswirkungen des Gesetzes zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes (AMNOG), welches zum 1. Januar 2022 mittlerweile seit elf Jahren in Kraft ist. Der seit April 2014 geltende gesetzliche Herstellerabschlag für patentgeschützte Fertigarzneimittel von sieben Prozent blieb im Jahr 2022 unverändert bestehen. Mit dem im November 2022 in Kraft getretenen GKV-Finanzstabilisierungsgesetz (GKV-FinStG) wurden weitreichende Regelungen zur finanziellen Entlastung der gesetzlichen Krankenkassen beschlossen. So wurde unter anderem eine Erhöhung des Herstellerabschlags für patentgeschützte Fertigarzneimittel um fünf Prozentpunkte ab Januar 2023, befristet auf das Jahr 2023, bestimmt. Weiterhin wurde eine Fortgeltung des Preismoratoriums bis Ende 2026 festgelegt. Dabei ist weiterhin eine jährliche Preisanpassung in Höhe der Inflationsrate für Bestandsmarktarzneimittel vorgesehen. Außerdem wurde ein rückwirkendes Inkrafttreten des im Rahmen von AMNOG-Verfahren ermittelten Erstattungsbetrags ab dem siebten Monat nach Inverkehrbringen eines Arzneimittels und weitere Verschärfungen der Regelungen zum AMNOG-Verfahren zu Lasten der Arzneimittelhersteller beschlossen. Gemäß AMNOG sind die pharmazeutischen Hersteller verpflichtet, bereits zur Markteinführung eines Arzneimittels einen Nachweis über dessen Zusatznutzen zu erbringen. Basierend auf der Entscheidung des G-BA über das Vorliegen und den Grad eines Zusatznutzens ist eine Verhandlung über den Erstattungsanspruch vorgesehen. Im Festbetragsbereich wurden die Kassen auch im Jahr 2022 wieder in großem Umfang entlastet. Der Markt der rezeptpflichtigen generischen Arzneimittel ist nach wie vor von den Wirkstoffausschreibungen der gesetzlichen Krankenkassen bestimmt. Maßgebliche Absatz- und Umsatzanteile des generikafähigen GKV-Arzneimittelmarkts sind dadurch abgedeckt und haben sich auf hohem Niveau weiter stabilisiert. Ca. 89 % der ausgeschriebenen Mengen in diesen Verträgen werden von Generikaunternehmen bedient. Die sogenannte Aut-idem-Substitution, mit der vorwiegend die Abgabe von Rabattarzneimitteln gesteuert wird, ist zurzeit für Biologika noch nicht vorgesehen. Nach Maßgabe des Gesetzes für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV) von 2019 sollte der Gemeinsame Bundesausschusses G-BA bis August 2022 diese auch für Biologika umsetzen. Durch den massiven Widerstand von unterschiedlichen Akteuren im Markt (Ärzteschaft, Apotheker, Patienten, pharmazeutische Unternehmen) wurde diese gesetzliche Regelung aber Mitte 2022 nochmals verschoben und der Auftrag an den G-BA dahingehend konkretisiert, dass bis Mitte 2023 zunächst nur für Biologika in der parenteralen Zubereitung zur unmittelbaren ärztlichen Anwendung eine apothekerliche Substitutionsverpflichtung erlassen werden soll. Marktposition von Novartis Mit In-Market Sales von 5,2 Mrd. Euro bzw. einem Marktanteil von 9,1 % konnte Novartis Deutschland seine Position als führende Unternehmensgruppe im deutschen Gesundheitsmarkt behaupten. Der Marktanteil des deutschen Konzerns am Gesundheitsmarkt fiel um 0,2 %-Punkte auf 9,1 %. Der Konzern lag damit auch im Jahr 2022 im deutschen Gesundheitsmarkt sowohl nach Umsätzen als auch nach Marktanteilen auf dem ersten Platz. Ebenso belegt der Konzern mit seinen Gesellschaften sowohl im Segment der Originalpräparate als auch im Generika Segment eine führende Marktposition. Die nachfolgende Tabelle und die oben aufgenommenen Umsatzzahlen sind Werte des externen Datenanbieters IQVIA und sind aufgrund zeitlichen Versatzes und unterschiedlicher Datengrundlage nicht mit den Werten der Gesamtergebnisrechnung abstimmbar.
(IQVIA Healthcare Market (PharmaScope+Hospital) YTD Dezember 2022, Stand Februar 2023) 2.2 Finanzielle Leistungsindikatoren Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren für die Steuerung des Konzerns sind Umsatzerlöse, Operatives Ergebnis (EBIT) und EBIT im Verhältnis zu Umsatzerlösen. Die finanziellen Leistungsindikatoren des Konzerns stellen sich wie folgt dar:
2.3 Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns Der Geschäftsverlauf des Geschäftsjahrs 2022 war durch folgende Ereignisse geprägt: Vermögens- und Finanzlage
Ertragslage
2.3.1 Ertragslage Die Ertragslage des Konzerns stellt sich wie folgt dar. Wesentliche Veränderungen (+/-10 % oder wesentliche absolute Veränderung) werden nachfolgend analysiert.
Erläuterungen zu den wesentlichen Veränderungen: 1) Die Umsatzentwicklung ist durch niedrigere Umsätze im Bereich Innovative Medicines sowie durch angestiegene Umsätze im Bereich Sandoz verursacht. 2) Die Veränderung der Herstellungskosten der verkauften Produkte ist im Wesentlichen auf die Novartis Pharma GmbH zurückzuführen. Hier haben sich höhere Materialaufwendungen ausgewirkt. 3) Die Veränderung der Aufwendungen für Administration und allgemeine Kosten ist im Wesentlichen auf die Novartis Business Services GmbH sowie auf die Novartis Pharma GmbH zurückzuführen. Hier haben sich geringere Personalaufwendungen ausgewirkt. 4) Die Veränderung der übrigen Erträge ist auf angestiegene Weiterbelastungen an verbundene Unternehmen, im Wesentlichen aufgrund von angestiegenen Erstattungen von Rückstellungen zurückzuführen. Grund waren höhere Erträge aus Erstattungen von Restrukturierungsaufwendungen durch ausländische Novartis-Gesellschaften. 5) Die Veränderung der übrigen Aufwendungen sind im Wesentlichen durch angestiegene Restrukturierungsaufwendungen verursacht. 6) Die Veränderung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ist im Wesentlichen durch angestiegene laufende Steuern sowie höhere latente Steuererträge bedingt. Die höheren laufenden Steuern sind im Wesentlichen durch das höhere Ergebnis verursacht. a) Analyse der Umsatzerlöse Im Geschäftsjahr 2022 ist der Konzernumsatz um +0,4 % oder +17,5 Mio. Euro auf 4,5 Mrd. Euro angestiegen. Die Umsatzentwicklung ist durch angestiegene Umsätze im Bereich Sandoz sowie durch geringere Umsätze im Bereich Innovative Medicines verursacht. Der Umsatzrückgang im Bereich Innovative Medicines ist im Wesentlichen bedingt durch den Patentablauf von Gilenya und dem damit einhergehenden Eintritt generischer Wettbewerber. Dem gegenüber steht die positive Umsatzentwicklung durch innovative Wachstumsprodukte wie Entresto, Kisquali, Ilaris und Cosentyx. Im Geschäftsbereich Sandoz weist das Segment OTC eine positive Entwicklung im niedrigen zweistelligen Bereich dank starker Nachfrage, getrieben durch die starke Erkältungssaison, auf. Das Segment GenMed liegt auf dem Vorjahresniveau. Die Geschäftssegmente Specialty und Standard Generics, sowie das Biosimilargeschäft weisen eine negative Entwicklung auf. Insgesamt war der Geschäftsbereich Sandoz geprägt von Lieferschwierigkeiten, Preisdruck und Parallelimporten. Der Konzernumsatz teilt sich auf die Geschäftsbereiche wie folgt auf:
Hinweis: Dies stellt keine Segmentberichterstattung dar, eine Segmentberichterstattung ist nicht verpflichtend für den deutschen Novartis-Teilkonzern. Der Anteil am Gesamtumsatz pro Jahr sowie die Wachstumsrate des Umsatzes im Vergleich zum Vorjahr nach Geschäftsbereichen stellen sich wie folgt dar:
Zu den umsatzstärksten Produkten des Geschäftsjahres zählen die nachfolgenden Produkte:
Die Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2022 im Bereich Innovative Medicines ist insbesondere durch die Wachstumsprodukte Entresto, Kisqali, Ilaris, Cosentyx und Jakavi geprägt. Wichtigste Neueinführung im Geschäftsjahr 2022 waren Scemblix für Leukämie und Tabrecta für Lungenkrebs. Sandoz/Hexal hatte mit Adalimumab, Epoetin Alfa und Etanercept, im Geschäftsjahr 2022 drei Biosimilars unter den Top fünf Produkten. Wichtige Neueinführungen in 2022 waren Dimethyl Fumarate, Lenalidomide, Abiraterone Acetate, Sitagliptin, Deferasirox, Sitagliptin Metformin. Insgesamt konnten im Berichtsjahr 11 (Vorjahr 9) Markteinführungen durchgeführt werden und mit diesen ein Umsatz von 22,1 Mio. Euro (Vorjahr 1,7 Mio. Euro) erzielt werden. Aufgrund der zahleichen Neueinführungen der letzten Jahre konnte weiterhin eine marktführende Position im Generika Markt aufrechterhalten werden. b) Analyse der Ertragslage Bei einem um +17,5 Mio. Euro bzw. +0,4 % höheren Konzernumsatz als im Vorjahr (2022: 4.451,7 Mio. Euro, Vorjahr: 4.434,2 Mio. Euro) wurde im Geschäftsjahr 2022 ein um -8,4 Mio. Euro niedrigeres Bruttoergebnis (2022: 1.298,7 Mio. Euro, Vorjahr: 1.307,2 Mio. Euro) als im Vorjahreszeitraum ausgewiesen. Die Brutto-Marge in Prozent vom Umsatz verminderte sich von 29,5 % auf 29,2 %. Der Anteil der Herstellungskosten am Umsatz erhöhte sich dementsprechend von 70,5 % im Vorjahr auf 70,8 % im Geschäftsjahr 2022. Grund hierfür waren im Wesentlichen angestiegene Herstellungskosten aufgrund höherer Materialaufwendungen bei der Novartis Pharma GmbH sowie bei der Hexal AG. Das EBIT (operative Ergebnis) liegt mit 478,1 Mio. Euro um +130,9 Mio. Euro über dem Vorjahr. Entsprechend ist die Umsatzrendite bezogen auf das EBIT (operative Ergebnis) von 7,8 % im Geschäftsjahr 2021 auf 10,7 % im Geschäftsjahr 2022 angestiegen. Grund hierfür ist im Wesentlichen die Entwicklung der Aufwendungen für Marketing und Verkauf (-8,7 Mio. Euro), der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (-28,3 Mio. Euro), der Aufwendungen für Administration und allgemeine Kosten (-80,3 Mio. Euro), der übrigen Erträge (+188,9 Mio. Euro) sowie der übrigen Aufwendungen (+166,9 Mio. Euro), die sich im Wesentlichen durch Kosteneinsparungen, angestiegene Restrukturierungsaufwendungen sowie angestiegene Erträge aus Weiterbelastungen an verbundene Unternehmen ergeben haben. Das Finanzergebnis liegt mit -21,3 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2022 unter dem Vorjahr, welches mit -23,2 Mio. Euro ausgewiesen war. Im Geschäftsjahr 2021 wurden zwei Darlehen in Höhe von 200,0 Mio. Euro bzw. 300,0 Mio. Euro zurückgezahlt. Im Geschäftsjahr 2022 wurde das Finanzergebnis insbesondere durch die Zinsen auf die beiden verbleibenden Darlehen mit einer Darlehenssumme i.H.v. 1.685,0 Mio. Euro geprägt. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind im Vorjahresvergleich (von 118,2 Mio. Euro auf 125,9 Mio. Euro) angestiegen und sind im Wesentlichen durch den Anstieg der laufenden Steuern bedingt (+41,8 Mio. Euro). Die latenten Steuererträge sind im Vorjahresvergleich zurückgegangen (-34,1 Mio. Euro). Die Veränderung der laufenden Steuern ist im Wesentlichen durch das angestiegene Ergebnis bedingt. Die Veränderung der latenten Steuererträge ist im Wesentlichen aufgrund der temporären Unterschiede aus leistungsorientierten Pensionsplänen verursacht. Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2022 ein Konzernjahresergebnis in Höhe von 333,1 Mio. Euro erwirtschaftet, welches um +127,0 Mio. Euro über dem Vorjahr liegt. 2.3.2 Vermögenslage Zur Darstellung der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns haben wir entsprechend der Fristigkeit die Bilanzposten zusammengefasst. Wesentliche Veränderungen (+/-10 % oder wesentliche absolute Veränderung) werden nachfolgend analysiert.
Erläuterungen zu den wesentlichen Veränderungen der Bilanzposten 1) Die Veränderung der aktiven latenten Steuern ist im Wesentlichen durch temporäre Differenzen aus leistungsorientierten Pensionsplänen bedingt, welche sich aufgrund der Veränderung des Diskontierungszinssatzes von 1,1 % auf 3,7 % ergeben haben 2) Die Veränderung der Vorräte ist stichtagsbedingt 3) Die Veränderung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen ist im Wesentlichen durch höhere Weiterbelastungen aufgrund Restrukturierungsaufwendungen verursacht 4) Die Veränderung der Finanzforderungen gegen verbundene Unternehmen ergibt sich aufgrund angestiegener Cash-Pool Forderungen 5) Die Veränderung der Finanzielle Vermögenswerte und Übriges Umlaufvermögen ist Im Wesentlichen durch angestiegene Umsatzsteuerforderungen verursacht 6) Die Veränderung des Eigenkapitals ist im Wesentlichen mit +333,1 Mio. Euro auf das Konzernergebnis sowie mit +195,8 Mio. Euro auf den Effekt der Bewertung von Pensionsplänen zurückzuführen 7) Die Veränderung der Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ergab sich aufgrund der Umgliederung eines Darlehens in Höhe von 1.085,0 Mio. Euro von langfristig in kurzfristige Verbindlichkeiten 8) Die Veränderung der Rückstellungen ist im Wesentlichen mit -274,6 Mio. Euro auf die Bewertung von Pensionsplänen aufgrund der Erhöhung des Diskontierungszinssatzes von 1,1 % auf 3,7 % zurückzuführen 9) Die Veränderung der Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist durch die Umgliederungen eines Darlehens (siehe Nr. 7) verursacht 10) Die Veränderung der Steuerverbindlichkeiten ist im Wesentlichen durch das angestiegene Ergebnis bedingt 11) Die Veränderung der Rückstellungen ist im Wesentlichen durch höhere Rückstellungen für Restrukturierung bedingt Die Bilanzsumme des Konzerns lag im Geschäftsjahr 2022 mit 5,0 Mrd. Euro über dem Vorjahresniveau (+376,0 Mio. Euro). Die Entwicklung der Bilanzsumme ist bei den Aktiva/Vermögenswerten durch den Rückgang der langfristigen Vermögenswerte (-73,8 Mio. Euro) sowie der Zunahme der kurzfristigen Vermögenswerte (+449,8 Mio. Euro) bedingt. Die Veränderung der langfristigen Vermögenswerte ist im Wesentlichen durch geringere latente Steueransprüche (-56,6 Mio. Euro), niedrigeres Sachanlagevermögen (-9,6 Mio. Euro) sowie durch geringere immaterielle Vermögenswerte (-7,6 Mio. Euro) zu erklären. Die Veränderung der latenten Steueransprüche ist im Wesentlichen durch temporäre Differenzen aus leistungsorientierten Pensionspläne zu erklären. Die Veränderung der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte ist im Wesentlichen durch die planmäßigen Abschreibungen verursacht. Der Anlagenabnutzungsgrad (kumulierte Abschreibungen / Anschaffungs- und Herstellungskosten) von 62,7 % ist im Vorjahresvergleich um 1,1 % entsprechend angestiegen. Gleichzeitig liegt die Anlagenintensität ((Sachanlagen + immaterielle Vermögenswerte) / Bilanzsumme) bei 9,6 % (Vorjahr: 10,7 %) und bringt damit auch weiterhin unsere Flexibilität (Elastizität) zum Ausdruck, auf geänderte Marktverhältnisse zu reagieren. Der Anteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der Vorräte an der Bilanzsumme nahm von 16,5 % in 2021 auf 16,2 % in 2022 ab. Die Veränderung der kurzfristigen Vermögenswerte ist in erster Linie auf stichtagsbedingte höhere Vorräte (+42,4 Mio. Euro) sowie höhere Forderungen gegen verbundene Unternehmen (+175,6 Mio. Euro) aufgrund von Weiterbelastungen im Konzern sowie auf höhere Finanzforderungen gegen verbundene Unternehmen (+218,5 Mio. Euro) aufgrund Cash-Pool Guthaben zurückzuführen. Bei den Passiva (Eigenkapital und Verbindlichkeiten) haben sich die langfristigen Schulden um -1.372,3 Mio. Euro vermindert und die kurzfristigen Schulden um +1.219,6 Mio. Euro erhöht. Das Konzerneigenkapital ist im Vorjahresvergleich um +528,8 Mio. Euro angestiegen und beträgt 993,1 Mio. Euro (Vorjahr 464,4 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote änderte sich entsprechend von 10,1 % auf 19,9 % in 2022 entsprechend. Ursächlich für die Veränderung des Konzerneigenkapitals ist im Wesentlichen das positive Konzernergebnis mit +333,1 Mio. Euro sowie die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste (Neubewertungen) der Pensionsverpflichtungen mit +195,8 Mio. Euro (Vorjahr: +54,7 Mio. Euro). Die versicherungsmathematischen Gewinne bzw. Verluste (Neubewertungen) der Pensionsverpflichtungen können auch zukünftig die Höhe des Konzerneigenkapitals wesentlich beeinflussen. Die Veränderung der langfristigen Verbindlichkeiten ist im Wesentlichen durch niedrigere Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (-1.085,0 Mio. Euro) aufgrund der Umgliederung eines Darlehens in selber Höhe in die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie niedrigeren Rückstellungen (-286,7 Mio. Euro) aufgrund der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste (Neubewertungen) der Pensionsverpflichtungen verursacht. Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich im Wesentlichen aufgrund der Umgliederung eines Darlehens in Höhe von 1.085,0 Mio. Euro sowie niedrigere Cash-Pool Verbindlichkeiten erhöht. Die um 54,4 Mio. Euro angestiegenen Steuerverbindlichkeiten sind im Wesentlichen durch das Konzernergebnis bedingt. Die um +350,8 Mio. Euro höheren kurzfristigen Rückstellungen sind im Wesentlichen durch angestiegene Rückstellungen für Restrukturierung bedingt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (-25,1 Mio. Euro) und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (+116,5 Mio. Euro) haben sich stichtagsbedingt verändert. 2.3.3 Finanzlage Liquidität Die Novartis Deutschland GmbH ist im Cash-Pool des Novartis Konzerns eingebunden und betreibt als Pool-Führer für die deutschen Gesellschaften eine rollierende Liquiditätsplanung. Dadurch ist die jederzeitige Liquiditätsversorgung der Gesellschaft sichergestellt. Nachfolgend werden die Cash-Flows analysiert.
Im Geschäftsjahr 2022 wurde ein Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von +416,4 Mio. Euro (im Vorjahr +297,9 Mio. Euro) erzielt. Als Gründe für den Anstieg sind im Wesentlichen die Veränderung des Konzernjahresergebnisses, die Veränderung der Steuern, die Veränderung der Rückstellungen) ,sowie die Veränderung der übrigen langfristige Vermögenswerte zu nennen. Gegenläufig wirkte sich die Veränderung des Nettoumlaufvermögens aus. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr -42,2 Mio. Euro nach einem Mittelabfluss in Höhe von -35,4 Mio. Euro im Vorjahr. Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit beträgt -374,2 Mio. Euro nach -262,5 Mio. Euro im Vorjahr. Hier haben sich im Geschäftsjahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen Auszahlungen für Finanzverbindlichkeiten durch verminderte Cash-Pool Verbindlichkeiten ausgewirkt. Zum Jahresende verfügte der Konzern über liquide Mittel (ohne Cash-Pool) in Höhe von 7 T€ (Vorjahr: 3 T€). Die Netto-Finanzschulden entwickelten sich im Vorjahresvergleich wie folgt:
Die kurzfristigen Finanzforderungen haben sich aufgrund erhöhter Cash-Pool Forderungen um 218,5 Mio. Euro erhöht. Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten erhöhten sich im Geschäftsjahr um 745,0 Mio. Euro auf 1.139,9 Mio. Euro. Dies ist im Wesentlichen auf die Umgliederung eines Darlehens in Höhe von 1.085,0 Mio. Euro sowie auf angestiegene Cash-Pool Verbindlichkeiten zurückzuführen. Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten sind mit 600,0 Mio. um -1.085,0 Mio. Euro zum Vorjahr aufgrund der Umgliederung eines Darlehens in selber Höhe zurückgegangen. Das Darlehen ist 2026 fällig. Die Finanzierung des Teilkonzerns erfolgt im Wesentlichen durch Konzerndarlehen. Die Darlehen aus dem Novartis-Konzern betragen zum Bilanzstichtag 1.685,0 Mio. Euro (im Vorjahr 2.185,0 Mio. Euro). Die Konzerndarlehen dienen weiterhin im Wesentlichen der Finanzierung der in 2005 erfolgten Akquisition der Hexal AG. Von den Darlehen sind 1.085,0 Mio. Euro in 2023 fällig. Dieses Darlehen wird voraussichtlich verlängert. Die Finanzierung der Gesellschaften des deutschen Novartis-Konzerns insbesondere die Liquiditätssteuerung, die Steuerung der Eigenkapitalquote sowie die Ausschüttungspolitik erfolgen in enger Abstimmung mit dem Mutterkonzern in Basel. Der deutsche Novartis Konzern hat zum Bilanzstichtag den saldierten Cash-Pool-Rahmen mit 7,4 % (Vorjahr: 56,3 %) ausgenutzt und verfügt über ausreichende Liquiditätsreserven. Investitionen Die im Geschäftsjahr getätigten Investitionen lassen sich auf die einzelnen Bereiche wie folgt aufgliedern:
Der Sachanlagenzugang einschließlich der im Bau befindlichen Anlagen und Anzahlungen betrug im Berichtsjahr 42,6 Mio. Euro (Vorjahr 39,4 Mio. Euro). Die Investitionstätigkeit liegt damit um - 3,2 Mio. Euro unter dem Vorjahr. Die Investitionen im Geschäftsjahr 2022 betreffen im Wesentlichen die Produktionsstandorte Barleben und Rudolstadt sowie den Standort Holzkirchen (Vorjahr: Barleben und Rudolstadt sowie den Standort Holzkirchen). Die Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagevermögen betragen 37,6 Mio. Euro (Vorjahr: 21,1 Mio. Euro). Gesamtaussage der Geschäftsführung zum Geschäftsverlauf und zur Lage des Konzerns Novartis erzielte 2022 eine gute finanzielle Performance, die vom anhaltenden Erfolg der Wachstumsprodukte getragen war. Das Geschäftsjahr war weiterhin extern durch die Auswirkungen des Gesetzes zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes (AMNOG) geprägt. Der Teilkonzern in Deutschland erzielte einen Umsatz von 4,4 Mrd. Euro (+17,5 Mio. Euro) der leicht über dem Vorjahr lag. Das operative Ergebnis hat sich um +130,9 Mio. Euro auf 478,8 Mio. Euro erhöht. Die Geschäftsentwicklung beurteilen wir insgesamt als günstig. 2.4 Personal- und Sozialbereich Die Mitarbeiterzahlen entwickelten sich im Vorjahresvergleich wie folgt:
Der Personalstand (in FTE/ Vollzeitäquivalente) betrug zum Jahresende 2022 5.348 FTE (im Vorjahr 5.350). Im Berichtsjahr haben sich die im Konzern durchschnittlich tätigen Mitarbeiter auf die Bereiche wie folgt verteilt: Hervorzuheben bleibt der weiterhin hohe Anteil an Mitarbeitern im Bereich Entwicklung in Höhe von 16 % sowie des Anteils an Mitarbeitern im Bereich Produktion in Höhe von 34 %. Neben den Themen berufliche Weiterentwicklung und adäquate Vergütungsstandards steht insbesondere die weitere Stärkung der Initiative zu Vielfalt und Chancengleichheit (Diversity&Inclusion) im Vordergrund. Gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen bei Novartis Im August 2021 ist das Zweite Führungspositionen-Gesetz in Kraft getreten. Es baut auf den Regelungen des Ersten Führungspositionen-Gesetzes, des Gesetzes "für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im Öffentlichen Dienst" von 2015 auf und entwickelt diese fort. Selbstverständlich sind auch die deutschen Novartis Unternehmen, die in den Anwendungsbereich des Führungspositionen-Gesetzes fallen, bestrebt, diese Regelungen umzusetzen. Auf diese Weise möchten alle vier mitbestimmten Gesellschaften des deutschen Novartis Konzerns einen Beitrag zur gesellschaftlich wichtigen Aufgabe der Geschlechtervielfalt in der deutschen Unternehmenslandschaft leisten und gleichzeitig dem Anspruch von Novartis an Diversity & Inclusion umfassend gerecht werden. Hinsichtlich der Angaben zur Frauenquote verweisen wir auf unsere Internetseite: https:// www. novartis.de/karriere/darum-novartis/diversity-inclusion/frauenanteil-bei-novartis 2.5 Gesellschaftliche Verantwortung Novartis ist als vertrauenswürdiges und verantwortungsvolles Gesundheitsunternehmen der Unternehmensethik verpflichtet. Oberster Grundsatz ist die Einhaltung ethischer Standards, die von allen Mitarbeitern zu beachten sind. Schwerpunkte sind
Die Mitarbeiter werden gezielt über Ziele und Inhalte der Unternehmensstandards geschult, um so die unternehmensinternen Prozesse zu stärken. Die durch Novartis in Deutschland gelebte gesellschaftliche Verantwortung zeigt sich auch durch Initiativen oder Institutionen wie:
2.6 Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz Unsere deutschen Produktionsstätten sind in das Health Safety and Environment (HSE) System des Gesamtkonzerns integriert und unterliegen neben den gesetzlichen Anforderungen den internen Richtlinien und dem internen Kontrollsystem bezüglich Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz. Die Herstellungsprozesse unterliegen der globalen Qualitätskontrolle (GQO) des Gesamtkonzerns. Zusätzlich unterliegen die Herstellungsprozesse den gesetzlichen Vorgaben zur Arzneimittelsicherheit und den internationalen Good Manufacturing Practices (GMP). Um insbesondere den Verpflichtungen zum Umweltschutz gerecht zu werden, sind betriebliche Umweltmanagementsysteme implementiert, deren Überprüfung gemäß EMAS II bzw. ISO 14001 durchgeführt wird. Zur Sicherstellung des Qualitätsstandards unserer Produktionsstätten werden vom Gesamtkonzern in regelmäßigen Abständen Qualitäts-, Sicherheits- und Umweltschutz-Audits durchgeführt. Um Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter während der Corona-Pandemie zu gewährleisten, wurden entsprechende Schutzmaßnahmen getroffen. Zur Sicherstellung der Funktionsfähigkeit der geschäftskritischen Kernprozesse nach Katastrophenfällen, insbesondere auch im Fall von Pandemien, ist im Konzern ein Business Continuity Management System implementiert. Nachhaltigkeit ist für Novartis fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Dabei orientiert sich Novartis an den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, insbesondere an Ziel 3 "Gewährleistung von Gesundheit und Wohlbefinden". Zur Steuerung der Nachhaltigkeitsaktivitäten hat Novartis den Environmental, Social and Governance (ESG) Index entwickelt und nimmt die gesamte Wertschöpfungskette - von der Forschung bis zur Versorgung - in den Blick. Hierbei werden die Nachhaltigkeitsaktivitäten in die 3 Bereiche soziale, ökologische und ökonomische untergliedert. Soziale Nachhaltigkeit definiert sich hierbei über z.B. Frauenförderung in der Medizin, die medizinische Versorgung weltweit verbessern. Die Ökologische Nachhaltigkeit z.B. über Tierwohl bei F&E, Materialeinsparungen und die ökonomische Nachhaltigkeit über z.B. Investition in moderne Technik zur Reduktion des Wasserverbrauchs. 3. Chancen- und Risikobericht 3.1 Risikomanagementsystem Zur systematischen Früherkennung, Steuerung und Überwachung von Risiken haben wir ein standardisiertes Risikomanagementsystem implementiert. Hierzu erfassen bzw. aktualisieren Risikoverantwortliche in definierten Zeiträumen potenzielle Risiken aus ihren Verantwortungsbereichen. Unter Risiken werden künftige Entwicklungen verstanden, die zu einer negativen Abweichung von Planwerten des Folgejahres führen können. Die Erfassung der Risiken berücksichtigt einen Beobachtungszeitraum von zwölf Monaten und erfolgt unter Berücksichtigung bestimmter Schwellenwerte sowohl brutto, d. h. vor Gegenmaßnahmen als auch netto, d. h. nach Gegenmaßnahmen. Um zu ermitteln, welche Risiken am ehesten bestandsgefährdenden Charakter für das Unternehmen aufweisen, werden die Risiken gemäß ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihren Auswirkungen mittels einer Ampelfunktion in vier Risikokategorien dargestellt (rot = "sehr hoch", orange = "hoch", hellgrün = "mittel" oder grün = "gering"). Nachfolgende Übersicht zeigt die Kriterien zur Einstufung der Risiken hinsichtlich deren Auswirkungen in Bezug auf das EBIT:
Das daraus entwickelte konsolidierte Risikoportfolio ist ein wesentliches Element des Konzern-Managementsystems. Ergänzend hierzu sollen im Rahmen der Planungs- und Analyse-Prozesse der Gesellschaften bestehende Chancen und deren Ergebnispotential erkannt und genutzt werden. Weitere Maßnahmen zur Früherkennung und Gegensteuerung von Risiken sind
Chancen- und Risikobericht Das konjunkturelle Risikoumfeld wird derzeit von der anhaltend hohen Inflation, des Ukraine Konflikts in Europa und der Corona Krise geprägt, während sich das gesundheitspolitische Umfeld im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen unverändert darstellt. Zukünftige Entwicklungen mit potentiell nachteiligen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage könnten nach wie vor aus Veränderungen der gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen entstehen; insbesondere auch durch die sich weiter verschiebenden Kräfteverhältnisse im Gesundheitssystem. Die gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen wurden im Berichtsjahr wie auch schon in den Vorjahren im Wesentlichen durch das Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes (AMNOG) geprägt. Insbesondere die zusätzlich geforderte Kosten- / Nutzenanalyse führte in einigen Fällen, in denen ein negatives Ergebnis in der frühen Nutzenbewertung voranging, zu einer dauerhaften Marktrücknahme der betroffenen Produkte. Diese Belastungen mit potenziell negativen Auswirkungen können jedoch durch geeignete Maßnahmen zur Gegensteuerung und Nutzung von Chancen kompensiert werden. 3.2 Chancenbericht Aufgrund der Besonderheit des Gesundheitsmarktes und der Arzneimittelentwicklung verstehen wir Chancen als Potentiale, die im Wesentlichen über einen Prognosezeitraum von über ein Jahr hinausreichen. Daher sind Chancen unserer Einschätzung nach quantitativ nicht prognostizierbar. Nachfolgend wird eine qualitative Bewertung der Chancen dargestellt. Marktchancen ergeben sich vor allem durch die hohe Innovationsfähigkeit des Gesamtkonzerns, die sich in einer starken Pipeline innovativer Präparate mit hohem Patientennutzen sowie einer konsequenten Markenstrategie ausdrückt. Weitere Wachstumschancen ergeben sich aus der Fokussierung auf die innovativen Geschäftsfelder Innovative Medicines (Novartis Pharma) und Biosimilars (Sandoz/Hexal). Die Versorgung mit innovativen Produkten aus der Forschungspipeline oder im Rahmen von Akquisitionen des Gesamtkonzerns stellt den wesentlichen Erfolgsfaktor im derzeitigen Marktumfeld der Geschäftseinheiten Pharmaceuticals und Onkologie dar. Wesentliche Wachstumschancen für Sandoz/Hexal bzw. den deutschen Teilkonzern sehen wir speziell im Segment der Biosimilars. Aufgrund zukünftiger Patentabläufe für ausgabenstarke Arzneimittel erwarten wir ein hohes Interesse der gesetzlichen Krankenkassen an Biosimilars als kostengünstigere Alternative gegenüber den am Markt etablierten Originalpräparaten. Andererseits ist für Biosimilars ein hoher Entwicklungsaufwand notwendig, welcher nur von globalen Unternehmen aufgebracht werden kann. Sandoz/Hexal ist hier mit einer gut gefüllten Biosimilar-Pipeline gut aufgestellt, um sich zukünftig erfolgreich am Markt zu positionieren. Ebenso bieten speziell die Klinikprodukte und die nicht-verschreibungspflichtigen Arzneimittel, die derzeit nicht dem Preisdruck der Krankenkassenausschreibungen unterliegen weiterhin Chancen für zukünftiges Wachstum. 3.3. Risikobericht 3.3.1. Absatz- und Marktrisiken Die Situation auf dem Pharmamarkt ist weiterhin durch einen hohen Kostendruck und speziell im Generika-Segment auch durch eine sehr hohe Wettbewerbsintensität gekennzeichnet. Die Pharmabranche unterliegt den rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen im öffentlichen Gesundheitswesen. Maßnahmen, die insbesondere auf die Reduzierung der Belastungen im Gesundheitssystem zielen sind einerseits höhere Hürden bei der Zulassung neuer Medikamente und Indikationserweiterungen und andererseits weiter zunehmender Einfluss auf die Preisgestaltung wie z.B. durch mengenbezogene Aspekte bei der Preisfestsetzung, durch die Festsetzung von Festbeträgen, Preismoratorien, der Gewährung von Zwangsrabatten sowie Rabattverträgen mit den gesetzlichen Krankenkassen. Die bestehenden Maßnahmen sowie die Änderung dieser Maßnahmen können sich potentiell negativ auf den Unternehmenserfolg auswirken. Wir stufen die Absatz- und Marktrisiken aktuell weiterhin als sehr hoch (Vorjahr: sehr hoch) ein. 3.3.2 Beschaffungs- und Produktionsrisiken Weitere Risiken sind ferner denkbar im Bereich der Beschaffung und der Produktion. Die Beschaffung der Handelswaren erfolgt im Wesentlichen im Konzernverbund über das globale Supply Chain Management. Potentielle Risiken können resultieren aus eingeschränkter Lieferfähigkeit bei Kapazitätsengpässen sowie insbesondere für die Produktionsbereiche, aus lokalen IT und Produktionssteuerungssystemen, die noch nicht globalen Standards oder der globalen Steuerung unterliegen. Wie schon im Vorjahr kann insbesondere das Coronavirus die globalen Lieferketten wieder beeinträchtigen. Besondere Einflüsse, wie das erneute Auftreten und die erneute Verbreitung des Coronavirus (insbesondere auch seiner neuen Mutationen) in weiteren Wellen können ebenfalls Lieferengpässe hervorrufen. Einige Vorlieferanten in der Lieferkette haben ihren Sitz im Ausland. Es besteht also das Risiko, dass die erneute Verbreitung des Coronavirus und der damit verbundenen Maßnahmen, wie z.B. Grenzschließungen zu Engpässen in der Lieferkette der Gesellschaften des deutschen Teilkonzerns führen können. Wir stufen diese Risiken aufgrund höherer Auswirkungen und Eintrittswahrscheinlichkeiten als sehr hoch ein (Vorjahr: mittel bis hoch). 3.3.3 Risiken im Bereich Recht Rechtsstreitigkeiten begrenzen sich im Wesentlichen auf wettbewerbsrechtliche Auseinandersetzungen mit Wettbewerbern. Das Geschäftsmodell der Generikaindustrie sowie die fortwährend steigende Komplexität des lokalen wie internationalen Patentrechts führen zu einem systemimmanenten Risiko, dass es zu Rechts- und Patentstreitigkeiten kommt. Aus der Bedeutung von Rabattverträgen und Ausschreibungen der Krankenkassen im Generikamarkt aber auch bei Originalpräparaten resultiert ein zunehmendes Risiko von Vertragsstrafen und Schadensersatzansprüchen. Insgesamt stufen wir diese Risiken weiterhin als mittel bis hoch ein (Vorjahr: mittel bis hoch). 3.3.4 Produktrisiken Geschäftsimmanent sind Risiken im Bereich der Produkt- bzw. Arzneimittelsicherheit. Der Minimierung dieser Risiken wird durch ein konzernweites Melde- und Warnsystem sowie durch entsprechende Versicherungen Rechnung getragen. Insgesamt stufen wir diese Risiken weiterhin als mittel bis hoch ein (Vorjahr: mittel bis hoch). 3.3.5 Forschungs- und Entwicklungsrisiken Die Entwicklung neuer Produkte ist insbesondere für Sandoz/Hexal ein essentieller Teil der Geschäftstätigkeit. Unsere Investitionen in die klinische Entwicklung sind aus diesen Gründen beträchtlich. Angesichts der Komplexität vor allem im Bereich der Biosimilars auf die sich Sandoz/Hexal vorwiegend konzentriert, besteht in allen Phasen der Entwicklung das Risiko eines Scheiterns. Potentiell könnten Schwierigkeiten in den Produktionsverfahren ebenso wie rechtliche und marktwirtschaftliche Schwierigkeiten auftreten. Sicherheits- und Wirksamkeitsbedenken könnten eine Marktzulassung verzögern oder verhindern. Unser Ziel, Produkte als erste auf den Markt zu bringen, sehen wir allerdings nicht nur als Risiko sondern zugleich als Chance. Insgesamt stufen wir diese Risiken unverändert als mittel bis hoch (Vorjahr: mittel bis hoch) ein. 3.3.6 Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Ausfallrisiken Der Absicherung von Forderungsausfallrisiken begegnen wir durch ein den Bedürfnissen des Konzerns angepasstes Debitoren- und Kreditmanagementsystem. Die Days Sales Outstanding (DSO) als Kennzahl für das Debitorenmanagement sind wesentlich durch den Vertriebskanal bestimmt und liegen im Konzern zwischen 4 und 16 Tagen (2 bzw. 18 Tage im Vorjahr) für Innovative Medicines und Sandoz/Hexal. Insgesamt stufen wir deshalb die Ausfallrisiken aufgrund erhöhter Auswirkung als mittel ein (Vorjahr: mittel). Zins-, Wechselkurs- und Liquiditätsrisiken Zinsrisiken ergeben sich grundsätzlich aus vereinbarten variablen Zinsen, die im deutschen Teilkonzern unwesentlich sind. Wechselkursrisiken ergeben sich aus Liefervereinbarungen in fremder Währung, die im deutschen Teilkonzern unwesentlich sind. Die Sensitivitätsanalyse der Zinsrisiken (Veränderung der Zinssätze um +/- 25 Basispunkte ergibt eine Auswirkung auf das Ergebnis vor Steuern um -T€ 0 bzw. +T€ 0, Vorjahr: -T€ 0 bzw. +T€ 0). Liquiditätsrisiken wird durch die Finanzierung im Konzern begegnet. Die Sensitivitätsanalyse der Wechselkursrisiken in Bezug auf den Kurs des US Dollar (Kurs +/- 10 %) ergibt eine Auswirkung auf das Ergebnis vor Steuern in Höhe -T€ 658 bzw. +T€ 805 (Vorjahr: -T€ 939 bzw. +T€ 1.147). Die Liquiditätsrisiken werden gemeinsam durch das Management des Mutterkonzerns und das Management von Novartis Deutschland gesteuert und überwacht. Zudem werden die Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken sowie die damit verbundenen Abläufe und Richtlinien durch das Management von Novartis Deutschland kontrolliert. Novartis Deutschland bewältigt ihr Liquiditätsrisiko auf konsolidierter Basis aufgrund von geschäftspolitischen, finanziellen oder aufsichtsrechtlichen Überlegungen, falls notwendig, durch Nutzung unterschiedlicher Finanzierungsquellen, um genügend Flexibilität zu bewahren. Das Management von Novartis Deutschland überwacht die Nettoliquiditätsposition des Novartis-Konzerns mittels fortlaufender Prognosen, die auf erwarteten Geldflüssen basieren. Im Rahmen des Liquiditätsmanagements unterhält der Novartis-Konzern eine rollierende Liquiditätsplanung über kurz- und mittelfristige Zeiträume von 3 Tagen bis 12 Monaten. Zukünftige Dividendenzahlungen werden in enger Abstimmung zwischen der Konzernmuttergesellschaft in Basel und dem deutschen Mutterunternehmen unter Berücksichtigung des unterschiedlichen Eigenkapitals des Mutterunternehmens und des Teilkonzerns erfolgen. Das Konzerneigenkapital bzw. die Eigenkapitalquote haben weder insolvenzrechtlich noch für die Konzernfinanzierung oder die Ausschüttung Relevanz. Insgesamt stufen wir diese Risiken als gering (Vorjahr: gering) ein. 3.3.7 Risiken im Bereich IT-Sicherheit, Datenintegrität und Datenschutz IT-Sicherheit Zur Unterstützung ihrer Geschäftsprozesse ist Novartis stark abhängig von geschäftskritischen, komplexen und wechselseitig wirkenden IT-Systemen, einschließlich internetbasierter Systeme. Der Umfang, die Komplexität sowie in gewissen Fällen das Alter der IT-Systeme von Novartis machen sie potenziell anfällig für externe und interne Sicherheitsverstöße. Weitere potenzielle Risiken liegen in der Nicht-Verfügbarkeit von lokalen IT-Anwendungen die noch nicht in die Konzerninfrastruktur integriert sind. Die Implementierung von IT-Lösungen ist generell eingebunden in konzernweit einheitliche Prozesse für die Planung, das Management und die Auditierung von IT-Projekten. Sowohl der Betrieb der IT-Infrastruktur, als auch das Information Governance Management (IGM) unterliegen konzernweit gültigen Richtlinien, die regelmäßig überprüft werden. Insgesamt stufen wir diese Risikokategorie weiterhin als sehr hoch (Vorjahr: sehr hoch) ein. Datenintegrität und Datenschutz Novartis nutzt Informationstechnologien wie das Internet, soziale Medien, mobile Technologien und führt elektronisch unterstützte Geschäftstransaktionen durch. Dabei werden auch persönliche Daten zu Patienten, Lieferanten, Kunden, Mitarbeitenden, Partnern und anderen Interessengruppen von Novartis erhoben. Verstöße gegen die Systeme von Novartis sowie anderweitige Datenschutzverletzungen können die persönlichen Informationen Dritter den Zugriffen durch unbefugte Personen aussetzen. Solche Datenschutzverletzungen bergen beträchtliche Haftungsrisiken und können zu erheblichen Reputationsschäden führen. Insgesamt stufen wir diese Risikokategorie unverändert als mittel bis hoch ein (Vorjahr: mittel bis hoch). 3.3.8 Gesamtbild zur Risikolage Wir haben unsere Aktivitäten und Systeme zur Erkennung und Überwachung von geschäftsspezifischen Risiken überprüft und festgestellt, dass diese geeignet sind zur Erkennung und Gegensteuerung von Risiken, die die Entwicklung und den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Die beschriebenen Risiken sowie deren Einschätzung im Vorjahr haben wir wie folgt in einer Übersicht zusammengestellt:
Unter Berücksichtigung der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit und der potenziellen finanziellen Auswirkung der ermittelten Risiken und auf Basis der Erkenntnisse der operativen Planung werden zum heutigen Zeitpunkt keine gravierenden Risiken für die zukünftige Entwicklung festgestellt, die einzeln oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken die Entwicklung und den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. 4. Prognosebericht Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland wurde laut ifo Institut im Jahr 2022 maßgeblich von gewaltigen Angebotsschocks aufgrund geopolitischer Spannungen beeinflusst. Engpässe bei Energie, Vorprodukten und Arbeitskräften belasten die Produktion und treiben die Inflation auf Rekordhöhen. Der Staat versucht, die Folgen mit breit angelegten Entlastungsprogrammen abzufedern. Als Folge der staatlichen Strom- und Gaspreisbremsen dürfte die Inflationsrate von 7,8 % im Jahr 2022 auf 6,4 % im Jahr 2023 sinken. Erst im Jahr 2024 dürfte der Preisdruck langsam nachgeben und die Inflationsrate auf 2,8 % zurückgehen. Für das Gesamtjahr 2022 ist ein Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um 1,8 % zu verzeichnen. Das Bruttoinlandsprodukt für das Jahr 2023 wird laut dem ifo Institut gegenüber dem Vorjahr rezessionsbedingt voraussichtlich geringfügig um 0,1 % schrumpfen. Im Jahr 2024 liegt der Zuwachs dann wieder bei 1,6 %. Vorjahresprognose Die im Vorjahr getroffenen Voraussagen zum Geschäftsverlauf haben sich wie in folgender Gegenüberstellung dargestellt entwickelt:
Der Umsatzanstieg beträgt +0,4 % und liegt damit innerhalb der prognostizierten Bandbreite. Die tatsächliche EBIT-Veränderung im Konzern lag bei +37,7 % und liegt außerhalb der prognostizierten Bandbreite. Die EBIT-Steigerung für das Jahr 2022 betrifft beide Geschäftsbereiche. Im Geschäftsbereich Sandoz ist die Entwicklung auf geringere Entwicklungskosten aufgrund von Projektverschiebungen, geringere Verrechnungen aus dem Konzern und höhere Weiterbelastungen an den Konzern zurückzuführen. Im Geschäftsbereich Innovative Medicines waren höhere Weiterbelastungen an den Konzern insbesondere für Restrukturierungen ursächlich für den höheren EBIT. Entsprechend der Entwicklung von Umsatz und EBIT lag die tatsächliche Umsatzrendite bei 10,7 % und liegt damit ebenfalls außerhalb der prognostizierten Bandbreite. Investitionen Die geplanten Investitionen für das Jahr 2023 werden voraussichtlich unter dem Niveau des Berichtsjahres liegen. Die Investitionsverpflichtungen betragen insgesamt 37,6 Mio. Euro. Die Verpflichtungen sind durch die operativen Cash-Flows und durch die Einbindung im Cash-Pool von Novartis sichergestellt. Entwicklung des Gesundheitsmarktes Aufgrund der demographischen Entwicklung sowie der Auswirkungen der noch andauernden Corona Pandemie ist davon auszugehen, dass die Finanzierungsdefizite der gesetzlichen Krankenkassen weiterhin auf einem hohen Niveau bleiben werden. Mit dem GKV-Finanzstabilisierungsgesetz (GKV-FinStG) wurden weitreichende Regelungen geschaffen, die die Verhandlungsposition des GKV-Spitzenverband in den Erstattungsbetragsverhandlungen mit den Arzneimittelherstellern weiter stärken. Die konkreten Auswirkungen einiger der enthaltenen Regelungen sind derzeit noch nicht eindeutig absehbar und werden sich voraussichtlich erst in den Erstattungsbetragsverhandlungen unter den neuen Bedingungen des GKV-FinStG ergeben. Die zukünftige Marktentwicklung für Innovationen bleibt weiterhin durch die frühe Nutzenbewertung und die anschließende zentrale Verhandlungsmacht des GKV-Spitzenverbandes geprägt. Allgemein wird die Marktentwicklung durch eine weiter zunehmende Regulierung, durch einen weiter verschärften Preiswettbewerb sowie eine zunehmende Bedeutung der Kassen als Verhandlungspartner gekennzeichnet sein. Darüber hinaus sind weitere Maßnahmen zur Kostendämpfung zu Lasten der Arzneimittelhersteller nicht auszuschließen und die Möglichkeiten der Krankenkassen zur Begrenzung der Arzneimittelpreise könnten weiter ausgedehnt werden. Künftige Entwicklung des Konzerns Für den deutschen Teilkonzern erwarten wir für das Geschäftsjahr 2023 ein Umsatzwachstum im Bereich von 2 % bis 4 %. Für den Geschäftsbereich Innovative Medicines erwarten wir einen Umsatzwachstum im Bereich von 4 % bis 6 %, in der Division Sandoz/Hexal ein Umsatzwachstum im Bereich von 1 % bis 3 %. Im Bereich Innovative Medicines wird die von Patentverlusten beeinflusste Umsatzentwicklung durch unsere bestehenden Wachstumsprodukte und geplante Neueinführungen überkompensiert. Bei Sandoz/Hexal wirkt sich der weiterhin intensive Preis- und Rabattwettbewerb aus. Für das operative Ergebnis (EBIT) im deutschen Teilkonzern erwarten wir für 2023 eine Verringerung in Höhe von etwa 20 %. Der erwartete EBIT Rückgang ist insbesondere durch die Ergebnisverschlechterung der Division Sandoz/Hexal bedingt. Grund für diese Entwicklung sind höhere geplante Funktionskosten, im Wesentlichen höhere Aufwendungen für Entwicklung. Die Umsatzrendite des Konzerns wird unter dem Niveau des Jahres 2022 (10,7 %) bei etwa 8 % liegen. Die Prognose für das Jahr 2023 berücksichtigt die Annahmen zur Entwicklung des pharmapolitischen Umfelds, die Markteinführung weiterer innovativer Produkte und Maßnahmen zu weiteren strukturellen Anpassungen in den Administrations- und Produktionsbereichen. Die zukünftige Entwicklung des Konzerns wird dadurch geprägt sein, dass Novartis Deutschland in allen Marktsegmenten der führende Wettbewerber ist und in den jeweiligen Märkten ein über dem Marktdurchschnitt liegendes Wachstum anstreben wird. Das Wachstumspotential des Konzerns liegt insbesondere im Bereich Pharma und Onkologie mit überdurchschnittlichem Wachstumspotential, und der steigenden Zahl von vermarktbaren Biosimilars im Geschäftsbereich Sandoz/Hexal. Am 4. April 2022 wurde angekündigt die Geschäftsbereiche Pharma und Onkologie in einem Geschäftsbereich Innovative Medicines zu integrieren, der sich auf die zentralen Therapiebereiche Hämatologie, solide Tumoren, Immunologie, Neurologie und Herz-Kreislauf-Krankheiten fokussiert. Die Umsetzung dieser neuen Organisationsstruktur, die die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und die Förderung von Synergien zum Ziel hat, wird weiter vorangetrieben. Am 25. August 2022 wurde bekanntgegeben, dass Novartis beabsichtigt, ihre Generika- und Biosimilars-Division Sandoz durch eine hundertprozentige Ausgliederung als neues, eigenständiges, börsennotiertes Unternehmen abzuspalten. Die Vorbereitungen für eine Ausgliederung schreiten voran und werden voraussichtlich im zweiten Halbjahr des Jahres 2023 zu einer Trennung der bestehenden Geschäftsbereiche Innovative Medicines und Sandoz/Hexal führen.
Nürnberg, 31. März 2023 Heinrich Moisa, Vorsitzender der Geschäftsführung Romain Lege, Geschäftsführer Matthias Weber, Geschäftsführer Thomas Weigold, Geschäftsführer Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022der Novartis Deutschland GmbH, NürnbergKonzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung Konzernkapitalflussrechnung Konzernanhang 1. Grundlegende Informationen 2. Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 3. Änderungen im Konsolidierungskreis und aufgegebene Geschäftsbereiche 4. Finanzrisikomanagement 5. Schätzungen und Annahmen bei der Bilanzierung und Bewertung 6. Umsatzerlöse 7. Übrige Erträge, übrige Aufwendungen und Aufwendungen nach Aufwandsarten 8. Finanzertrag 9. Finanzaufwand 10. Steuern 11. Langfristige Vermögenswerte 12. Beteiligung an Gemeinschaftsunternehmen 13. Latente Steuern 14. Finanzielle Vermögenswerte 15. Finanzinstrumente nach Kategorien 16. Vorräte 17. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18. Finanzielle Vermögenswerte und übriges Umlaufvermögen 19. Flüssige Mittel 20. Eigenkapital 21. Langfristige Finanzverbindlichkeiten 22. Langfristige Rückstellungen 23. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, übrige finanzielle Verbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten 24. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten gegenüber Dritten 25. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 26. Kurzfristige Rückstellungen 27. Aktienbasierte Mitarbeiterbeteiligungspläne 28. Verpflichtungen und Eventualverbindlichkeiten 29. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen 30. Abschlussprüferhonorar Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022
Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung
Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. Konzernkapitalflussrechnung
Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses. Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022der Novartis Deutschland GmbH, Nürnberg1. Grundlegende Informationen Die Novartis Deutschland GmbH, Nürnberg, (im Folgenden auch kurz als Novartis Deutschland bezeichnet) und ihre Tochtergesellschaften entwickeln, produzieren und vertreiben pharmazeutische Produkte. Novartis Deutschland ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Nürnberg unter der Nummer HRB 35108 eingetragen. Die Adresse des eingetragenen Firmensitzes lautet: Roonstraße 25, 90429 Nürnberg, Deutschland. Der vorliegende Konzernabschluss der Novartis Deutschland (im Folgenden auch kurz deutscher Novartis-Konzern) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 wurde entsprechend den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt sowie am 31. März 2023 von der Geschäftsführung zur Veröffentlichung freigegeben. Die Novartis Deutschland und ihre Tochtergesellschaften werden in den Konzernabschluss der Novartis AG, Basel/Schweiz, einbezogen. Dieser ist unter www.novartis.com unter der Rubrik "Investors" abrufbar. Der Konzernabschluss der Novartis Deutschland besteht aus der Bilanz, der Gesamtergebnisrechnung, der Eigenkapitalveränderungsrechnung, der Kapitalflussrechnung und dem Konzernanhang. 2. Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung des vorliegenden Konzernabschlusses angewendet wurden, sind im Folgenden dargestellt. 2.1 Grundlagen der Abschlusserstellung Der Konzernabschluss der Novartis Deutschland ist gemäß § 315e HGB in Verbindung mit Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) bzw. den International Accounting Standards (IAS), wie sie in der EU anzuwenden sind, unter Berücksichtigung der Interpretationen (IFRIC, SIC) aufgestellt. Die Konzernrechnung der Novartis Deutschland basiert auf historischen Werten modifiziert um Marktwertanpassungen bei bestimmten Finanzinstrumenten und unter der Annahme der Unternehmensfortführung. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind verschiedene Posten der Bilanz und der Gesamtergebnisrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die erfolgswirksame Teilrechnung innerhalb der Gesamtergebnisrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Die Rechnungslegung erfordert von der Konzernleitung Schätzungen und Annahmen, welche die Höhe der ausgewiesenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie Eventualverbindlichkeiten und -forderungen zum Zeitpunkt der Bilanzierung, aber auch Aufwendungen und Erträge der Berichtsperiode beeinflussen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen (siehe Punkt 5.). a) Standards, Interpretationen und Änderungen zu Standards, für die im Geschäftsjahr 2022 eine erstmalige Anwendungspflicht besteht
b) Standards, Interpretationen und Änderungen zu Standards deren Anwendungszeitpunkte in der Zukunft liegen Nachfolgende Übersicht stellt die Standards, Interpretationen und Änderungen zu Standards dar und gibt eine Einschätzung über die Auswirkungen, die Anwendungszeitpunkte sowie die frühzeitige Anwendung im Novartis Konzern wieder.
2.2 Konsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze Die Konsolidierungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten. Die jährliche Berichtsperiode der einzelnen Konzerngesellschaften endet jeweils am 31. Dezember. Eine Aufstellung des Anteilsbesitzes der Novartis Deutschland zeigt nachfolgende Aufstellung:
1) Ergebnisabführungsvertrag Alle oben getroffenen Angaben stellen HGB Werte dar.
1) Ergebnisabführungsvertrag 2) Bewertet neutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI), siehe Bewertungskategorien unter Tz. 2.7 Bis auf die indirekt gehaltenen Anteile Nr. 3 bis Nr. 5 wurden die Einzelabschlüsse geprüft. Alle oben getroffenen Angaben stellen HGB Werte dar.
Alle oben getroffenen Angaben stellen HGB Werte dar (bis auf Rowex: IFRS Werte). a) Tochtergesellschaften Neben der Novartis Deutschland wurden 10 (Vorjahr: 10) inländische Gesellschaften in den Konzernabschluss einbezogen. Zu den Änderungen im Konsolidierungskreis siehe Tz. 3.1. In den Konzernabschluss der Novartis Deutschland werden alle Gesellschaften einbezogen, welche die Novartis Deutschland direkt oder indirekt kontrolliert (im Allgemeinen mit einem Stimmrechtsanteil von über 50 %). Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen (Vollkonsolidierung), an dem die Möglichkeit zur Ausübung beherrschenden Einflusses auf den deutschen Novartis-Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt endkonsolidiert, an dem die Möglichkeit zur Beherrschung endet. Die Tochterunternehmen werden nach der Erwerbsmethode (Acquisition-Methode) konsolidiert. Die Kosten einer Akquisition werden als Summe des beizulegenden Zeitwertes der an den Verkäufer zu entrichtenden Vermögenswerte und der eingegangenen oder übernommenen Verbindlichkeiten zum Zeitpunkt der Transaktion ermittelt. Identifizierbare erworbene Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten werden zu ihrem beizulegenden Wert im Zeitpunkt der Akquisition, unabhängig vom Ausmaß der Minderheitenanteile, in der Bilanz angesetzt. Transaktionskosten werden zum Zeitpunkt der Entstehung als Aufwand erfasst. Die den Anteil des deutschen Novartis-Konzerns am beizulegenden Wert des identifizierbaren Nettovermögens übersteigenden Kosten der Akquisition werden als Firmenwert bilanziert. Wenn die Anschaffungskosten geringer sind als der beizulegende Zeitwert der übernommenen identifizierbaren Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gesamtergebnisrechnung ertragswirksam erfasst. Konzerninterner Aufwand und Ertrag sowie konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten werden gegeneinander aufgerechnet. Nicht realisierte Gewinne aus internen Transaktionen werden eliminiert. Die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden entsprechend vom tatsächlichen Erwerbszeitpunkt an oder bis zum tatsächlichen Abgangszeitpunkt in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst. b) Gemeinschaftsunternehmen Wesentliche Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen (definiert als eine gemeinsame Vereinbarung zweier oder mehrerer Partner, bei der die Partnerunternehmen mit gemeinschaftlicher Führung Rechte am Nettovermögen der Vereinbarung besitzen) werden nach der Equity-Methode (Kapitalzurechnungsmethode) konsolidiert, wobei der deutsche Novartis-Konzern seinen Anteil am Jahresergebnis und am Eigenkapital des Gemeinschaftsunternehmens erfasst. Es wurde in 2022 ein (Vorjahr: ein) Unternehmen (Rowex Ltd., Cork, Irland) als Gemeinschaftsunternehmen konsolidiert. c) Zweckgesellschaften Wesentliche Gesellschaften mit speziellem Zweck (Objektgesellschaften) werden unabhängig von ihrer rechtlichen Form konsolidiert. Die im Geschäftsjahr 2022 verbleibende Gesellschaft wird als Stiftung für Forschungszwecke geführt. Der Grund der Konsolidierung liegt in dem speziellen Zweck der Stiftung, die im Wesentlichen vom deutschen Teilkonzern unterhalten wird. In 2022 wurde eine Gesellschaft (Vorjahr: eine Gesellschaft) als Zweckgesellschaft konsolidiert. Bei der Zweckgesellschaft handelt es sich um die Novartis Stiftung für therapeutische Forschung, Nürnberg. Risiken aus der Zweckgesellschaft ergeben sich aufgrund der Rechtsform als Stiftung keine. Die Auswirkungen auf den Cash Flow waren im Geschäftsjahr +20 T€ (Vorjahr: -78 T€) und somit unwesentlich. d) Treuhandverhältnisse Die Anteile an der P. T. Sandoz Indonesia, Jakarta, Indonesien, wurden im Geschäftsjahr 2007 von der Hexal AG, Holzkirchen, und der Salutas Pharma GmbH, Barleben an die Novartis AG, Basel/Schweiz, veräußert. Obwohl die Stimmrechte an der P. T. Sandoz Indonesia, Djakarta, Indonesien, weiterhin von der Hexal AG, Holzkirchen, und der Salutas Pharma GmbH, Barleben ausgeübt werden, erfolgt keine Einbeziehung in den Teilkonzernabschluss der Novartis Deutschland, da die Stimmrechtsausübung lediglich treuhänderisch von der Hexal AG, Holzkirchen, und von der Salutas Pharma GmbH, Barleben, auf Rechnung der Novartis AG, Schweiz, wahrgenommen wird. 2.3 Offenlegung der Jahresabschlüsse Die direkt gehaltenen a)1 und indirekt gehaltene b)6-8 (siehe Aufstellung unter Punkt 2.2) aufgeführten vollkonsolidierten deutschen Kapitalgesellschaften machen von der Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch. Die deutschen Tochtergesellschaften, die gemäß §§ 290 ff. HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts verpflichtet wären, nehmen unter den Voraussetzungen des § 291 HGB die Aufstellungsbefreiung aufgrund des übergeordneten Konzernabschlusses der Novartis Deutschland in Anspruch. 2.4 Währungsumrechnung a) Funktionale Währung und Berichtswährung Der Konzernabschluss wird in Euro (€) aufgestellt. Funktionale Währung und Berichtswährung ist ebenfalls der Euro, nachdem der Hauptteil der Konzerntransaktionen in dieser Währung realisiert wird. Alle Beträge im Konzernanhang der Novartis Deutschland werden in Tausend Euro (T€) angegeben, sofern nichts anderes vermerkt ist. b) Transaktionen sowie Vermögenswerte und Verbindlichkeiten In den in lokaler Währung aufgestellten Einzelabschlüssen der konsolidierten Unternehmen werden Positionen in fremder Währung zum Wechselkurs am Bilanzstichtag (Durchschnitt) bewertet. Erträge und Aufwendungen werden zu Durchschnittskursen des jeweiligen Monats umgerechnet. Die Differenzen aus der Umrechnung werden erfolgswirksam bei diesen Gesellschaften erfasst. Für die Währungsumrechnung wurden bezüglich der relevanten Währungen der Länder folgende Wechselkurse zu Grunde gelegt:
Bei den Kursen für die Währungsumrechnung handelt es sich um die Kurse, die innerhalb des gesamten Novartis-Konzerns verwendet werden. 2.5 Sachanlagen Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und über die geschätzte Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Bewertung von Grundstücken erfolgt zum Anschaffungswert abzüglich (sofern zutreffend) kumulierter Wertminderungen. Der entsprechende Abschreibungsaufwand wird in den Kosten der Funktionen erfasst, welche die Anlage nutzen. Die folgende Tabelle zeigt, welche Nutzungsdauer den Sachanlagen jeweils zu Grunde gelegt wird:
Zusätzliche Aufwendungen, die den wirtschaftlichen Nutzen einer Sachanlage erhöhen oder verlängern, werden aktiviert. Im Zugangsjahr werden Vermögenswerte des Sachanlagevermögens zeitanteilig abgeschrieben. Zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten zählen der Kaufpreis und die direkt zurechenbaren Kosten, die aufgewendet werden müssen, um den Vermögenswert in einen betriebsbereiten Zustand zu bringen. Wartungs- und Reparaturkosten werden im Entstehungszeitpunkt als Aufwand erfasst. Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert (Siehe Punkt 2.22 für qualifizierte Vermögenswerte). Die Werthaltigkeit von Sachanlagen wird überprüft, sobald Anzeichen vermuten lassen, dass ihr Buchwert nicht mehr erzielbar ist. Bei Wegfall der Gründe der Wertminderung erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zu den ursprünglichen Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen (fortgeführte Anschaffungskosten). Bei Abgang eines Gegenstandes des Sachanlagevermögens oder wenn kein weiterer wirtschaftlicher Nutzen aus seiner Nutzung oder seinem Abgang zu erwarten ist, wird der Buchwert des Gegenstands ausgebucht. Gewinne und Verluste aus den Abgängen von Vermögenswerten werden als Unterschiedsbetrag zwischen den Veräußerungserlösen und dem Buchwert im Zeitpunkt der Veräußerung ermittelt und erfolgswirksam in der Gesamtergebnisrechnung unter dem Posten "Übrige Erträge" oder "Übrige Aufwendungen" erfasst. Für Nutzungsrechte aus Leasingverträge siehe Tz. 2.17. 2.6 Firmenwert und Immaterielle Vermögenswerte a) Firmenwert Firmenwert entsteht bei Unternehmenszusammenschlüssen. Er entspricht dem Betrag, um den das für den Erwerb eines Geschäftsbetriebs gezahlte Entgelt den zugrunde liegenden beizulegenden Zeitwert des erworbenen identifizierbaren Nettovermögens übersteigt. Er wird Gruppen zahlungsmittelgenerierender Einheiten zugeordnet. Der Firmenwert weist generell eine unbestimmbare Nutzungsdauer auf und wird deshalb nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich auf der Basis des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit einer Wertminderungsprüfung unterzogen. Im Rahmen der Überprüfung auf Wertminderung wird der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworbene Firmenwert jeder einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet, die voraussichtlich von den Synergien aus dem Zusammenschluss profitiert. Der deutsche Novartis-Konzern hat folgende drei (Vorjahr drei, siehe Tz. 11.III) zahlungsmittelgenerierende Einheiten für Zwecke des Werthaltigkeitstests nach IAS 36 identifiziert:
Der Werthaltigkeitstest ist jährlich durchzuführen und zusätzlich immer dann, wenn Anzeichen dafür vorliegen, dass die zahlungsmittelgenerierende Einheit in ihrem Wert gemindert ist. Übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der der Firmenwert zugewiesen wurde, deren erzielbaren Betrag, ist der dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnete Firmenwert in Höhe des Differenzbetrags wertgemindert und abzuschreiben. Der erzielbare Betrag bestimmt sich als der höhere Wert zwischen dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten (Nettoveräußerungswert) und dem Nutzungswert. Wertminderungen des Firmenwertes dürfen nicht rückgängig gemacht werden. Übersteigt die Wertminderung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert des ihr zugeordneten Firmenwertes, ist die darüber hinausgehende Wertminderung durch anteilige Minderung von Buchwerten der der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordneten Vermögenswerte zu erfassen. Wertminderungen werden in der konsolidierten Gesamtergebnisrechnung unter "übrige Aufwendungen" ausgewiesen. Novartis verwendet für die Überprüfung der Werthaltigkeit den Nutzungswert, da in den meisten Fällen keine direkt beobachtbaren Marktdaten zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten zur Verfügung stehen. Die zur Berechnung der Barwerte verwendeten Schätzungen sind äußerst sensitiv und hängen von Annahmen ab, die spezifisch für die Aktivitäten von Novartis sind. Diese Annahmen betreffen unter anderem die folgenden Faktoren:
b) Zur Verwendung verfügbare immaterielle Vermögenswerte Novartis teilt die zur Verwendung verfügbaren immateriellen Vermögenswerte in folgende Klassen ein: Vermarktete Produkte, Technologien und übrige immaterielle Vermögenswerte (einschließlich Software). Vermarktete Produkte stellen den Gesamtwert von erworbenem geistigem Eigentum sowie Vertriebsrechten und Produkthandelsnamen dar. Technologien stellen identifizierbares und separierbares erworbenes Wissen dar, von dem im Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsprozess Gebrauch gemacht wird. Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibung bewertet. Die Nutzungsdauer der erworbenen immateriellen Vermögenswerte basiert auf dem Zeitraum, in dem diese voraussichtlich einen wirtschaftlichen Nutzen erbringen werden. Erworbene Software wird in der Klasse "Übrige immaterielle Vermögenswerte (einschließlich Software)" aktiviert und abgeschrieben, sobald die Software verwendet werden kann. Die zur Verwendung verfügbaren immateriellen Vermögenswerte werden über ihre geschätzte Nutzungsdauer linear abgeschrieben und auf eine eventuelle Wertminderung überprüft, sobald Anzeichen vermuten lassen, dass der Buchwert nicht mehr erzielbar ist. Die folgende Tabelle zeigt, welche Nutzungsdauer den zur Verwendung verfügbaren immateriellen Vermögenswerten jeweils zugrunde gelegt wird und an welcher Stelle in der konsolidierten Gesamtergebnisrechnung die jeweilige Abschreibung und die eventuelle Wertminderung erfasst werden:
c) Noch nicht zur Verwendung verfügbare immaterielle Vermögenswerte Der interne Forschungs- und Entwicklungsaufwand wird in vollem Umfang als Aufwand in der Gesamtergebnisrechnung unter "Forschung und Entwicklung" ausgewiesen. Der deutsche Novartis-Konzern aktiviert interne Entwicklungskosten wegen regulatorischer und anderer der Entwicklung von neuen Produkten inhärenter Unsicherheiten so lange nicht als immaterielle Vermögenswerte, bis eine Aufsichtsbehörde in einem wichtigen Markt wie die EU die Marktzulassung erteilt. Gemäß IFRS 3 werden alle erworbenen Forschungs- und Entwicklungsprojekte (In-Process Research & Development; IPR&D) als immaterielle Vermögenswerte (Klasse: Übrige immaterielle Vermögenswerte (einschließlich Software)) aktiviert. Erworbene Forschungs- und Entwicklungsprojekte stellen eine Klasse von separat identifizierbaren immateriellen Vermögenswerten dar, die zunächst keine bestimmbare Nutzungsdauer aufweisen (aufgrund fehlender Marktzulassung) und die nicht abgeschrieben, sondern mindestens jährlich oder bei Vorliegen bestimmter Faktoren und Umstände auf Wertminderung hin überprüft werden. Eventuelle Wertminderungen werden in der Gesamtergebnisrechnung unter der Position "Forschung und Entwicklung" ausgewiesen. Sobald ein als erworbenes Forschungs- und Entwicklungsgut bilanziertes Projekt marktreif ist, wird es in die Klasse "Vermarktete Produkte" übertragen. d) Wertminderung sonstiger immaterieller Vermögenswerte, von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens und Gemeinschaftsunternehmen Immaterielle Vermögenswerte und Vermögenswerte des Sachanlagevermögens werden auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft, sobald bestimmte Faktoren oder die allgemeinen Umstände vermuten lassen, dass ihr Buchwert nicht mehr realisierbar ist. Bei Hinweisen auf eine mögliche Überbewertung wird im deutschen Novartis-Konzern auf Basis der künftig aus der Nutzung und der letztendlichen Verwertung erwarteten Mittelflüsse der erzielbare Betrag ermittelt. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten (Nettoveräußerungswert) und Nutzungswert. Liegt der Buchwert über dem höheren Wert aus Nettoveräußerungswert oder Nutzungswert, wird eine Wertminderung in Höhe der Differenz als Aufwand erfasst und unter dem Posten "Herstellungskosten der verkauften Produkte" bzw. den entsprechenden Funktionskosten innerhalb der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen. Für die Bemessung der Wertminderung werden die Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene zusammengefasst, für die selbständig zahlungsmittelgenerierenden Einheiten identifizierbar sind, soweit der erzielbare Betrag des einzelnen Vermögenswertes nicht einzeln ermittelbar ist. Die Schätzung der zukünftigen diskontierten Geldflüsse basiert in hohem Maße auf Einschätzungen und Annahmen des Managements. Die tatsächlich erzielten Geldflüsse können demnach stark von diesen Schätzungen abweichen. Bei einem Wegfall der Gründe für eine Wertminderung erfolgt eine Zuschreibung bis zu maximal dem Wert, der sich ohne den vorher durchgeführten Wertminderungsaufwand bei fortgeführter planmäßiger Abschreibung ergeben würde. Der Wertansatz von im Zusammenhang mit den nach der Equity-Methode bilanzierten Gemeinschaftsunternehmen wird ebenfalls jährlich auf Wertminderungen hin überprüft, eine eventuelle Wertminderung wird erfolgswirksam erfasst. 2.7 Finanzielle Vermögenswerte Der Konzern weist seine finanziellen Vermögenswerte in folgenden Kategorien aus (für finanzielle Verbindlichkeiten siehe Tz. 2.13 und 2.16). Diese werden angesetzt, wenn ein Konzernunternehmen Vertragspartei des Finanzinstruments wird. Finanzielle Vermögenswerte bewertet a. zu fortgeführten Anschaffungskosten b. zum beizulegenden Zeitwert (entweder erfolgswirksam FVTPL oder erfolgsneutral FVOCI) a) Finanzielle Vermögenswerte bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) Ein finanzieller Vermögenswert wird in dieser Kategorie eingeordnet und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn beide der folgenden Bedingungen erfüllt sind und er nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) designiert wurde:
Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertberichtigungen ggf. unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Sie werden unter den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen, außer wenn ihre Restlaufzeit zum Bilanzstichtag mehr als 1 Jahr beträgt. Diese werden als langfristige Vermögenswerte ausgewiesen. Die Finanziellen Vermögenswerte des Konzerns umfassen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und übrige Forderungen. Die Finanziellen Vermögenswerte bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten des Konzerns werden in der Bilanz unter "Finanzielle Vermögenswerte", "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen", "Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen", "Finanzielle Vermögenswerte und Übriges Umlaufvermögen" sowie unter "Flüssige Mittel" ausgewiesen (siehe Tz. 2.10 und 2.11). Der Konzern bucht einen finanziellen Vermögenswert aus, wenn die vertraglichen Rechte hinsichtlich der Cashflows aus einem Vermögenswert auslaufen oder er die Rechte zum Erhalt der Cashflows in einer Transaktion überträgt, in der auch alle wesentlichen mit dem Eigentum des finanziellen Vermögenswertes verbundenen Risiken und Chancen übertragen werden. Eine Ausbuchung findet ebenfalls statt, wenn der Konzern alle wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen weder überträgt noch behält und er die Verfügungsgewalt über den übertragenen Vermögenswert nicht behält. Jeder Anteil an solchen übertragenen finanziellen Vermögenswerten, die im Konzern entstehen oder verbleiben, wird als separater Vermögenswert oder separate Verbindlichkeit bilanziert. Wertminderungstest für finanzielle Vermögenswerte Wertminderungen werden anhand des erwarteten Kreditverlustes (Expected credit loss ECL) der über die Laufzeit zu erwartenden Kreditverluste für die Kategorie "Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" bilanziert. Kreditverluste können aus allen möglichen Ausfallereignissen eintreten. Wertminderungen die in Höhe des erwarteten 12-Monats-Kreditverlusts bemessen werden (Flüssige Mittel bis 3-Monate) sind der Anteil der erwarteten Kreditverluste, die aus Ausfallereignissen resultieren, die innerhalb von zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag eintreten. Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind, werden vom Bruttobuchwert der Vermögenswerte abgezogen. b) Finanzielle Vermögenswerte bewertet erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI) Die Bewertung erfolgt im Zeitpunkt des Zugangs am Handelstag zum beizulegenden Zeitwert. Die Folgebewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Dividenden/Ausschüttungen werden als Ertrag im Gewinn oder Verlust erfasst, es sei denn, die Dividende/Ausschüttung stellt offensichtlich eine Deckung eines Teils der Kosten der Beteiligung dar. Andere Nettogewinne oder -verluste werden im sonstigen Ergebnis erfasst und nie in den Gewinn oder Verlust umgegliedert. Für Vermögenswerte (indirekte Beteiligungen) wurde das Wahlrecht zur Erfassung von Wertänderungen des beizulegenden Zeitwertes im Eigenkapital ausgeübt. Die Einstufung des Managements beruht auf der Einschätzung, dass die Anteile als strategisch und nicht zur Veräußerung eingestuft wurden. Diese Einstufung kann in der Zukunft nicht rückgängig gemacht werden. Alle Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Handelstag angesetzt, dem Tag, an dem sich der Konzern zum Kauf bzw. Verkauf des Vermögenswertes verpflichtet. Sie werden ausgebucht, wenn die Rechte auf Zahlungen aus der Investition erloschen sind oder übertragen wurden und der Konzern im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat. In dieser Kategorie werden die indirekten Beteiligungen PharmLog und Pharma Mall, Rückdeckungsversicherungsansprüche und Wertpapiere eingestuft. c) Finanzielle Vermögenswerte bewertet erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) Alle finanziellen Vermögenswerte, die nicht zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) oder zu FVOCI bewertet werden, werden zu FVTPL bewertet. Finanzielle Vermögenswerte, die ausschließlich für Handelszwecke gehalten werden, werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, wobei die Wertveränderungen im Gewinn oder Verlust ausgewiesen werden (FVTPL). Zudem besteht die Möglichkeit, Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, mittels der Fair Value-Option erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten, wenn dadurch eine Bewertungs- oder Ansatzinkonsistenz deutlich reduziert oder verhindert wird. Der Konzern weist zum 31.12.2022 keine finanziellen Vermögenswerte in dieser Kategorie aus. 2.8 Langfristige finanzielle Vermögenswerte sowie Wertpapiere und Eigenkapitalinstrumente Die langfristigen Vermögenswerte enthalten Beteiligungen, Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen und Wertpapiere. Die Finanzanlagen (Beteiligungen), die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen und Wertpapiere werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet, die Wertänderungen werden erfolgsneutral erfasst (FVOCI). Wertberichtigungen sind erforderlich, wenn der beizulegende Zeitwert dauerhaft und wesentlich unter den Anschaffungskosten liegt. 2.9 Vorräte Zugekaufte Produkte werden zu Anschaffungskosten, die selbst hergestellten Produkte zu Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet. Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten nach dem FIFO-Prinzip (First-in First-out-Prinzip). Bei schwer verkäuflichen Vorräten und bei Vorräten mit niedrigeren Marktpreisen werden Wertberichtigungen vorgenommen. Wertberichtigungen werden in der Gesamtergebnisrechnung unter der Position "Herstellungskosten der verkauften Produkte" ausgewiesen. Wenn absehbar ist, dass die abgeschriebenen Vorräte wieder genutzt werden können, wird die Wertberichtigung durch Zuschreibung des Vorratsvermögens bis zum niedrigeren Wert aus dem Nettoveräußerungswert oder ursprünglichen Anschaffungskosten rückgängig gemacht. Unverkäufliche Vorräte werden vollständig abgeschrieben. 2.10 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zunächst zu den fakturierten Beträgen erfasst, einschließlich darauf entfallender Umsatzsteuern und abzüglich der Anpassungen für geschätzte Erlösminderungen wie z. B. Rabatte, Rückvergütungen und Skonti. Ab dem 1. Januar 2018, mit der Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente, werden Wertberichtigungen unter Verwendung eines erwarteten Kreditverlusts (Expected credit loss ECL) ermittelt. Die Wertberichtigungen basieren auf einem zukunftsorientierten Ansatz, die mögliche Ausfallereignisse bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen über die gesamte Haltedauer der Gesellschaft beinhaltet. Diese Wertberichtigungen stellen die Differenz zwischen dem Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den geschätzten einbringlichen Betrag. Novartis Deutschland legt die Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen anhand von bestmöglichen Einschätzungen des Managements fest. Indikatoren für das Bestehen zweifelhafter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen vor, wenn ein Kunde erhebliche finanzielle Schwierigkeiten hat und es beispielsweise wahrscheinlich ist, dass dieser einen Insolvenzantrag stellt oder finanziell umstrukturiert werden muss oder dass Zahlungsverzug bzw. Zahlungsausfälle eintreten. Der entsprechende erwartete Verlust wird in der Position "Administration und Allgemeine Kosten" in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen. Nachträglich eingegangene Beträge aus abgeschriebenen Forderungen werden in der Gesamtergebnisrechnung unter der Position "Administration und Allgemeine Kosten" ausgewiesen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden der Kategorie "Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten" zugeordnet und zu fortgeführten Anschaffungskosten ggf. unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Aus Wesentlichkeitsgründen erfolgt kein separater Ausweis des Wertminderungsaufwands in der Gesamtergebnisrechnung. 2.11 Flüssige Mittel Flüssige Mittel entsprechen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente und umfassen Bargeld, Sichteinlagen und andere kurzfristige finanzielle Vermögenswerte mit originären Laufzeiten von drei Monaten oder weniger, die jederzeit in einen bekannten Geldbetrag umgewandelt werden können. Die flüssigen Mittel werden der Kategorie "Finanzielle Vermögenswerte bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten" zugeordnet und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. 2.12 Finanzverbindlichkeiten Der Konzern weist seine finanziellen Verbindlichkeiten in folgenden Kategorien aus. 1. Zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) 2. Zum beizulegenden Zeitwert (keine vorhanden) Finanzverbindlichkeiten werden angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass Novartis aufgrund einer künftigen Verpflichtung Zahlungsmittel abfließen werden und der Erfüllungsbetrag verlässlich bewertet werden kann. Finanzverbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. In den Folgeperioden werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten ggf. unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Darlehensverbindlichkeiten werden als kurzfristig klassifiziert, sofern der deutsche Novartis-Konzern nicht das unbedingte Recht hat, die Begleichung der Verbindlichkeit auf einen Zeitpunkt mindestens 12 Monate nach dem Bilanzstichtag zu verschieben. Finanzverbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die Verpflichtung eingelöst oder erfolgswirksam storniert wird. Finanzverbindlichkeiten werden der Kategorie "Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten" zugeordnet. Für Leasingverbindlichkeiten siehe Tz. 2.17. 2.13 Aktienbasierte Vergütungen Bei den Mitarbeiterbeteiligungsplänen wird der beizulegende Wert entsprechender Optionen, die Mitarbeiter als Teil ihrer Vergütung erhalten, aufwandswirksam über die jeweilige Sperrfrist bzw. den jeweiligen Erdienungszeitraum erfasst. Die Novartis AG, Basel/Schweiz, berechnet den beizulegenden Wert der Optionen mit Hilfe eines Trinomialmodells, das eine Verfeinerung des Binomialmodells darstellt. Optionen werden mit ihrem Marktwert am Tag der Gewährung bewertet. Der Aufwand für aktienbasierte Vergütungen wird im Personalaufwand der entsprechenden Funktion des einzelnen Mitarbeiters ausgewiesen und die geleisteten Zahlungen im Eigenkapital der jeweiligen deutschen Gesellschaften erfasst. 2.14 Pensionsrückstellungen und andere Verpflichtungen a) Leistungsorientierte Verpflichtungen Die in der Bilanz angesetzten Pensionsrückstellungen entsprechen dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (Defined benefit Obligation, DBO) am Bilanzstichtag abzüglich des aktuellen Marktwertes des gegenzuverrechnenden Planvermögens. Die Pensionsrückstellungen werden in der Bilanz unter dem Posten "Langfristige Verbindlichkeiten -Rückstellungen" ausgewiesen. Die DBO wird jährlich von einem unabhängigen versicherungsmathematischen Gutachter unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (projected unit credit method) berechnet. Nettovermögen in der Konzernbilanz im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen sind in ihrer Höhe auf den Barwert des zukünftigen wirtschaftlichen Nutzens in Form von Rückerstattungen aus dem Plan oder erwarteten Reduktionen künftiger Beitragszahlungen beschränkt. Der laufende Dienstzeitaufwand für diese Pläne wird im Personalaufwand der Funktion der jeweiligen Mitarbeitenden ausgewiesen. Die Nettozinsen auf die entsprechenden Nettoverbindlichkeiten oder -vermögenswerte werden dagegen als "Übrige Aufwendungen" oder "Übrige Erträge" erfasst. Neubewertungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen werden im Jahr ihrer Entstehung erfolgsneutral durch eine entsprechende Veränderung im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital gebucht. b) Beitragsorientierte Verpflichtungen Bei beitragsorientierten Altersversorgungssystemen (z.B. Direktversicherungen, gesetzliche Rentenversicherung) werden die einzahlungspflichtigen Beiträge unmittelbar als Aufwand verrechnet. 2.15 Rückstellungen Restrukturierungsrückstellungen werden für die direkten Aufwendungen aufgrund der Restrukturierung erfasst, wenn die Pläne hinreichend detailliert sind und die Betroffenen darüber informiert wurden. Aufwendungen zur Erhöhung der Restrukturierungsrückstellungen sind in der Gesamtergebnisrechnung unter "Übrige Aufwendungen" enthalten. Entsprechende Auflösungen werden in der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung in "Übrige Erträge" erfasst. Alle übrigen Rückstellungen werden für Verpflichtungen gebildet, soweit eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Vermögensabfluss führt, und sich die Vermögensbelastung zuverlässig schätzen lässt. In den übrigen Rückstellungen sind alle erkennbaren Verpflichtungen berücksichtigt. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst, wenn der Effekt hieraus wesentlich ist. Die Rückstellungen werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt und nicht mit positiven Erfolgsbeiträgen saldiert. Dabei wird von dem Erfüllungsbetrag mit der höchsten Wahrscheinlichkeit ausgegangen. Rückstellungen mit einer Laufzeit kleiner 1 Jahr werden unter dem Posten "Kurzfristige Verbindlichkeiten - Rückstellungen" und solche mit einer Restlaufzeit größer 1 Jahr unter dem Posten "Langfristige Verbindlichkeiten - Rückstellungen" in der Bilanz ausgewiesen. 2.16 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, übrige finanzielle Verbindlichkeiten sowie sonstige Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. In den Folgeperioden werden sie mit den fortgeführten Anschaffungskosten ggf. unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. In Fremdwährung valutierende Verbindlichkeiten werden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die Verpflichtung eingelöst oder erfolgswirksam storniert wird. Alle Käufe und Verkäufe von finanziellen Verbindlichkeiten werden zum Handelstag angesetzt, dem Tag, an dem sich der Konzern zum Kauf bzw. Verkauf der finanziellen Verbindlichkeiten verpflichtet. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, übrige finanzielle Verbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten werden der Kategorie "Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten" zugeordnet. 2.17 Leasingverhältnisse Mit der Einführung von IFRS 16 Leasingverhältnisse hat Novartis ab dem 1. Januar 2019 folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für Leasingverhältnisse und Nutzungsrechte übernommen: Als Leasingnehmer prüft der Konzern, ob ein Vertrag einen Leasingvertrag zu Beginn oder bei der Änderung des Vertrages vorliegt. Novartis hat sich entschieden, die Gegenleistung im Vertrag den Leasing- und Nichtleasingkomponenten auf der Grundlage des relativen Einzelpreises zuzuweisen. Novartis setzt ein Nutzungsrecht und eine entsprechende Leasingverpflichtung für alle Vereinbarungen an, bei denen es sich um einen Leasingnehmer handelt, mit Ausnahme von Leasingverträgen mit einer Laufzeit von 12 Monaten oder weniger (kurzfristige Leasingverhältnisse) und Leasingverhältnissen mit geringem Wert. Für diese kurzfristigen und Leasingverhältnisse mit geringem Wert setzt der Konzern die Leasingzahlungen über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand an. Die Leasingverbindlichkeit wird zunächst mit dem Barwert der künftigen Leasingzahlungen ab dem Beginn des Leasingverhältnisses bis zum Ende der Leasinglaufzeit bewertet. Die Leasinglaufzeit umfasst den Zeitraum einer Mietverlängerung, die nach Einschätzung des Managements höchstwahrscheinlich vom Konzern ausgeübt wird (Im Geschäftsjahr wurde keine Verlängerungsoption in die Bewertung einbezogen). Die Leasingzahlungen werden unter Verwendung des im Leasing impliziten Zinssatzes oder, wenn nicht ohne weiteres bestimmbar, des inkrementellen Kreditzinssatzes von Novartis für den dem Leasinggegenstand unterliegenden Vermögenswert auf den jeweiligen Märkten diskontiert. Der Konzern überprüft die Leasingverbindlichkeit (und nimmt eine entsprechende Anpassung an den zugehörigen Nutzungsrecht-Vermögenswert vor), wenn eine Änderung der Leasingbedingungen oder erwartete Zahlungen im Rahmen des Leasingverhältnisses oder eine Änderung, die nicht als separater Leasingvertrag berücksichtigt wird, vorgenommen wird. Sowohl Leasingzahlungen, die der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten zuzuordnen sind, als auch Leasingzahlungen, die der Zinszahlung zuzurechnen sind, werden im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Nutzungsrechte werden zunächst in der Konzernbilanz zu Anschaffungskosten erfasst, was den Betrag der erstmaligen Bewertung der entsprechenden Leasingverbindlichkeit umfasst, bereinigt um alle Leasingzahlungen, die zum oder vor dem Beginn des Leasingverhältnisses geleistet werden, und die ersten direkten Kosten, die Novartis entstehen, sowie die erwarteten Kosten für Verpflichtungen zum Abbau und zur Beseitigung von Nutzungsrechten, wenn sie nicht mehr genutzt werden. Nutzungsrechte werden von Beginn des Leasingverhältnisses an auf geradliniger Basis ab dem kürzeren Zeitpunkt der Nutzungsdauer des Nutzungsrechtsvermögens oder dem Ende der Leasinglaufzeit abgeschrieben. Nutzungsrechte werden auf Wertminderungen geprüft, wenn ein Hinweis darauf besteht, dass der Bilanzbuchwert möglicherweise nicht unter Verwendung von Cashflow-Prognosen für die Nutzungsdauer wiederzuerlangen ist. 2.18 Eventualverbindlichkeiten Eventualverbindlichkeiten sind mögliche oder bestehende Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und deren Inanspruchnahme nicht wahrscheinlich ist. Daneben beinhalten sie auch mögliche Verpflichtungen, die aus vergangenen Ereignissen resultieren und deren Existenz durch unsichere künftige Ereignisse, die nicht vollständig unter der Kontrolle des Unternehmens stehen, erst noch bestätigt werden, oder Verpflichtungen, die nicht erfasst werden, weil die Höhe der Verpflichtungen nicht ausreichend zuverlässig geschätzt werden kann. Sie werden in der Bilanz nicht erfasst. Die Wertansätze der Eventualverbindlichkeiten entsprechen dem zum Bilanzstichtag ermittelten höchstwahrscheinlichen Haftungsumfang. 2.19 Umsatzrealisierung Verkauf von Waren und Dienstleistungen Der Umsatz aus dem Verkauf von Produkten und Dienstleistungen des Novartis Konzerns, der in der konsolidierten Gesamtergebnisrechnung als "Nettoumsatz" ausgewiesen wird, wird erfasst, wenn eine vertragliche Zusage an einen Kunden (Leistungsverpflichtung) erfüllt wurde, welche durch die Übertragung der Kontrolle über die versprochenen Waren und Dienstleistungen auf den Kunden erfolgt. Die Übertragung erfolgt im Wesentlichen im Zeitpunkt des Versands an oder des Eingangs der Produkte beim Kunden oder der Erbringung der Dienstleistungen. Wenn Verträge Kundenakzeptanzbestimmungen enthalten, werden die Umsätze bei Erfüllung der Akzeptanzkriterien realisiert. Die Höhe der zu erfassenden Umsätze richtet sich nach der Gegenleistung die Novartis erwartet, im Gegenzug für seine Waren und Dienstleistungen erhalten zu können. Enthält ein Vertrag mehr als eine Leistungspflicht, wird die Gegenleistung auf der Grundlage des Einzelverkaufspreises jeder Leistung zugeordnet. Rückstellungen im Zusammenhang mit Rabatten und Preisnachlässen für Großhändler und andere Kunden sowie für Krankenkassen, werden zum Zeitpunkt der Erfassung des entsprechenden Umsatzes oder der Anreizgewährung als Erlösminderung erfasst. Sie werden anhand von Erfahrungswerten und der spezifischen Bedingungen der jeweiligen Vereinbarungen errechnet. Zum Einsatz kommen Daten von externen Datenanbietern wie IMS Health. Skonti wurden angeboten, um Kunden zu einer umgehenden Zahlung zu veranlassen; sie werden als Umsatzminderung dargestellt. Den Kunden werden Preissenkungen auf den aktuellen Lagerbestand gewährt, wenn der Preis des entsprechenden Produktes gesunken war. Rückstellungen für Preissenkungen auf Lagerbestände betreffen im Wesentlichen die deutschen Generika-Gesellschaften (Division Sandoz). Sie basieren auf dem Lagerbestand der entsprechenden Produkte und werden zum Zeitpunkt der Preissenkung bestimmt oder beim Verkauf der Produkte, wenn die Auswirkung der Preissenkung aufgrund der Lagerbestände der entsprechenden Produkte bei den Kunden vernünftig geschätzt werden kann. In Fällen, in denen Novartis in der Vergangenheit Kundenretouren akzeptiert hatte und eine verlässliche Schätzung der erwarteten Retouren vornehmen konnte, wurden entsprechende Rückstellungen gebildet. Deren Ermittlung basieren auf dem erwarteten Retourenanteil, der auf Basis von Erfahrungswerten und unter Berücksichtigung anderer relevanter Faktoren bestimmt wurde und auf die in Rechnung gestellten Beträge angewendet wurde. Darüber hinaus wurde das Verhältnis zwischen den in der Vergangenheit zu vernichtenden Retouren und den Produkten, die wieder ins Lager und damit in den Verkauf gelangten, berücksichtigt. Beim Versand von Produkten auf der Basis "Weiterverkauf oder Rückgabe" wurde der Umsatz - sofern keine ausreichenden Erfahrungen zur Schätzung der Retouren vorlagen - nur bei nachgewiesenem Verbrauch oder nach Erlöschen des Rückgaberechts erfasst. Die Rückstellungen für Erlösminderungen wurden gemäß der tatsächlichen Gewährung von Rabatten, Preisnachlässen und Retouren an den aktuellen Wert angepasst. Die Rückstellungen für diese Erlösminderungen mussten geschätzt werden, sodass bei der Bestimmung des Einflusses der Erlösminderungen ein gewisser Ermessensspielraum besteht. 2.20 Dividenden und Zinsen a) Dividenden Dividendenzahlungen an die Gesellschafter werden in der Periode als Verbindlichkeit ausgewiesen, in der die Dividenden von den Gesellschaftern beschlossen werden. Dividendenerträge werden mit der Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung erfasst. b) Zinseinnahmen Zinserträge werden entsprechend periodengerechter Verursachung erfasst (unter Verwendung der Effektivzinsmethode, d.h. des Kalkulationszinssatzes, mit dem geschätzte künftige Zahlungsmittelflüsse über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments auf den Nettobuchwert des finanziellen Vermögenswerts abgezinst werden). 2.21 Fremdkapitalkosten Fremdkapitalkosten werden entsprechend der periodengerechten Verursachung in der Gesamtergebnisrechnung als Finanzaufwand erfasst. Fremdkapitalkosten, die direkt der Herstellung oder Produktion eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, erhöhen die Anschaffungskosten des zugehörigen qualifizierten Vermögenswertes. 2.22 Ertragsteuern und latente Steuern Der Steueraufwand enthält sowohl laufende wie latente Ertragsteuern. Der laufende Steueraufwand wird auf der Basis der Steuergesetze berechnet, die am Bilanzstichtag in den Ländern galten, in denen der Konzern tätig ist und steuerpflichtiges Einkommen erzielt wurde. Die Ertragsteuern werden in derselben Periode wie die Erlöse und Aufwendungen erfasst, auf die sie sich beziehen. Latente Steuern werden gemäß der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode gebildet (IAS 12). Die Berechnung erfolgt auf Basis der temporären Differenzen zwischen dem steuerlichen und dem bilanziellen Ansatz eines Vermögenswertes oder einer Verbindlichkeit nach IFRS, es sei denn, eine solche temporäre Differenz bezieht sich auf Beteiligungen an Tochtergesellschaften oder an assoziierten Gesellschaften, bei denen die Aufhebung der Differenz zeitlich gesteuert werden kann und es wahrscheinlich ist, dass dies in absehbarer Zukunft nicht erfolgen wird. Latente Steueransprüche bzw. Steuerverbindlichkeiten des deutschen Novartis-Konzerns, berechnet auf Basis der erwarteten lokalen Steuersätze, sind den langfristigen Vermögenswerten bzw. den langfristigen Verbindlichkeiten zugeordnet. Deren Veränderung im Verlauf des Jahres wird in der Gesamtergebnisrechnung erfasst oder, sofern sie sich auf eine Position bezieht, die im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital enthalten ist, in dieser ausgewiesen. Latente Steueransprüche auf steuerabzugsfähige Verluste einer Gesellschaft werden in dem Ausmaß berücksichtigt, in dem die Entstehung zukünftiger Gewinne, gegen die diese genutzt werden können, wahrscheinlich ist. Wenn die Realisierung aktiver latenter Steuern unsicher ist, werden sie entsprechend wertberichtigt. Aufgrund des § 4h EStG erfolgt für steuerlich nicht abzugsfähige Zinsaufwendungen die Bildung von aktiven latenten Steuern auf den in Folgeperioden steuerlich abzugsfähigen Zinsvortrag. Die geschätzten Beträge für laufende und latente Steueransprüche oder -verbindlichkeiten, einschließlich etwaiger Beträge im Zusammenhang mit unsicheren Steuerpositionen, basieren auf derzeit bekannten Tatsachen und Umständen. Steuererklärungen basieren auf einer Auslegung von Steuergesetzen und -vorschriften und spiegeln Schätzungen wider, die auf diese Beurteilungen und Interpretationen basieren. Die Steuererklärungen unterliegen der Prüfung durch die zuständigen Steuerbehörden, was dazu führen kann, dass eine Veranlagung vorgenommen wird, die die Zahlung zusätzlicher Steuern, Zinsen oder Strafen erfordert. Bei den Schätzungen der Steuerpositionen bestehen inhärente Unsicherheiten. Zinsen und sonstige Zuschläge im Zusammenhang mit Ertragsteuerverpflichtungen inklusive aus mit Unsicherheiten behafteten Steuerpositionen entsprechen nicht der Definition einer Ertragsteuer und werden gemäß IAS 37 Rückstellungen (siehe Tz. 2.15) bilanziert. 2.23 Forschung und Entwicklung Der interne Forschungs- und Entwicklungsaufwand wird in vollem Umfang als Aufwand in der Gesamtergebnisrechnung unter "Forschung und Entwicklung" ausgewiesen. Der deutsche Novartis-Konzern aktiviert interne Entwicklungskosten wegen regulatorischer und anderer der Entwicklung von neuen Produkten inhärenter Unsicherheiten so lange nicht als immaterielle Vermögenswerte, bis eine Aufsichtsbehörde in einem wichtigen Markt wie die EU die Marktzulassung erteilt. Kosten für nach der Zulassung durchgeführte Studien, die aufgrund von Auflagen der Aufsichtsbehörden erfolgen, werden aktiviert, wenn sie die Ansatzkriterien für eine Bilanzierung als selbst geschaffener immaterieller Vermögenswert erfüllen. Laborgebäude und Laboreinrichtungen, welche in den Sachanlagen enthalten sind, sowie erworbene Technologien, welche in den immateriellen Vermögenswerten enthalten sind, werden über die geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben. 2.24 Staatliche Fördermaßnahmen Staatliche Fördermaßnahmen (Zulagen und Zuschüsse) werden zeitlich abgegrenzt und über diejenige Laufzeit erfolgswirksam verteilt, in der die subventionierten Aufwendungen anfallen. Die Auflösung des Abgrenzungspostens erfolgt analog der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer des jeweiligen förderfähigen Vermögenswertes. In der Regel wird die Zweckbindefrist eingehalten und es kommt zu keiner Rückzahlung. Zuwendungen der öffentlichen Hand werden unter dem Posten "Kurzfristige Verbindlichkeiten - Sonstige Verbindlichkeiten" ausgewiesen. 2.25 Ereignisse nach der Berichtsperiode Ereignisse nach der Berichtsperiode können wie folgt sein (unter Tz. 31 wird über Ereignisse aus nachfolgender Nr. 2 berichtet):
3. Änderungen im Konsolidierungskreis und aufgegebene Geschäftsbereiche Änderungen im Konsolidierungskreis Nachfolgende Übersicht zeigt die Veränderungen im Konsolidierungskreis auf:
Im Geschäftsjahr ergaben sich keine Veränderungen im Konsolidierungskreis. 4. Finanzrisikomanagement 4.1 Finanzrisikofaktoren Im Rahmen des operativen Geschäftes ist der deutsche Novartis-Konzern Marktrisiken (bestehend aus Fremdwährungsrisiko, Preisänderungsrisiko und Zinsrisiko), Kredit- und Liquiditätsrisiken ausgesetzt. Das diesbezügliche Risikomanagement wird von einer zentralen Treasury-Abteilung nach den von der Geschäftsführung genehmigten Geschäftsprinzipien wahrgenommen. Änderungen im Vergleich zum Vorjahr waren keine zu verzeichnen. Die Treasury-Abteilung identifiziert finanzielle Risiken in enger Zusammenarbeit mit den Geschäftsbereichen. Der deutsche Novartis-Konzern überwacht diese Risiken laufend. Marktrisiko a) Fremdwährungsrisiko Der deutsche Novartis-Konzern ist auch international tätig und in Folge dessen einem Fremdwährungsrisiko ausgesetzt, das auf den Wechselkursänderungen verschiedener Fremdwährungen basiert, hauptsächlich dem amerikanischen Dollar (USD). Fremdwährungsrisiken entstehen aus erwarteten zukünftigen Transaktionen und bilanzierten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Ein Fremdwährungsrisiko entsteht, wenn zukünftige Geschäftstransaktionen aufgrund der bilanzierten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten auf eine Währung lauten, die nicht der funktionalen Währung entsprechen. Seit der Einführung des USD Cash Poolings in 2008 werden eingehende und ausgehende Zahlungsströme saldiert. Die Novartis Deutschland gleicht Spitzen über die Muttergesellschaft in Basel aus. Bei der Bestimmung der Sensitivität werden Salden in Fremdwährung saldiert betrachtet und die Auswirkung der Veränderung des Wechselkurses bei sonst unveränderten Bedingungen untersucht. Wäre der Kurs des US-Dollar am Bilanzstichtag um 10 % höher bzw. niedriger gewesen und gleichzeitig alle anderen Variablen unverändert geblieben, hätte sich dadurch das Ergebnis vor Steuern um -T€ 658 bzw. +T€ 805 (Vorjahr: -T€ 939 bzw. T€ 1.147) bzw. das Eigenkapital um -T€ 467 bzw. +T€ 571 (Vorjahr: -T€ 666 bzw. +T€ 814) verändert. Dies wäre hauptsächlich auf in Fremdwährung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Aufgrund der Sensitivitätsanalyse liegt unserer Einschätzung nach keine Risikokonzentration vor. b) Preisänderungsrisiko Zukünftig potenziell negative Auswirkungen kann die durch das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) vorgesehene Preisfestsetzung über die Nutzenbewertung haben. Preisrisiken für Originalpräparate und Generika ergeben sich durch das preisregulierende Instrument des Festbetrages insbesondere durch die Bildung neuer Festbetragsgruppen. Es gibt keine Finanzinstrumente, die von Aktien- oder Rohstofffaktoren abhängig sind. c) Zinsrisiko Verzinsliche Verbindlichkeiten des Novartis-Konzerns sind mit fester Verzinsung vereinbart (siehe Tz. 21 und 25). Dadurch ist der deutsche Novartis-Konzern keinem Risiko aus Änderungen des Zinssatzes ausgesetzt. Das Zinsmanagement wird auf Gruppenebene seitens der Muttergesellschaft in Basel gesteuert. d) Kreditrisiko Kreditrisiken entstehen, wenn Geschäftspartner nicht in der Lage sind, ihre Verpflichtungen wie vereinbart zu erfüllen. Das Kreditrisiko besteht im Wesentlichen bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der vereinfachte Ansatz nach IFRS 9 wird bei der Bewertung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen angewendet. Zur Bewältigung dieses Risikos bewertet Novartis periodisch die finanzielle Bonität von Kunden, unter anderem anhand ihrer Finanzlage, der Erfahrungen aus der Vergangenheit und anderen Faktoren. Entsprechend werden individuelle Kreditlinien festgesetzt. Aufgrund der Kundenstruktur (über 80 % der Umsätze werden über den Großhandel abgewickelt) ist das Ausfallrisiko von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eher gering (siehe Tz. 17). Die Ausfallquote (Wertminderungsbedarf) im Verhältnis zu den Bruttoforderungen betrug im Durchschnitt der letzten 5 Jahren 1,4 % (2022: 0,8 %; 2021: 1,7 %; 2020: 1,1 %; 2019: 1,8 %), siehe Tz. 17. Es ist davon auszugehen, dass durch die vorgenommenen Wertminderungen das tatsächliche Verlustrisiko aus den Finanzinstrumenten abgedeckt ist. Es bestehen keine weiteren stark konzentrierten Kreditrisiken. Für nicht unter dem vereinfachten Ansatz bewerteten Kreditverlustes besteht kein wesentliches Kreditrisiko (Bestandteile der Vermögenswerte, siehe Tz. 18), da keine wesentliche Erhöhung des Kreditrisikos im Geschäftsjahr eingetreten ist. Die damit verbundenen langfristigen Vermögenswerte sind für den Teilkonzern von untergeordneter Bedeutung (siehe Tz. 15). Bankguthaben werden nur bei Banken mit einem Rating von mindestens "A" angelegt. Der deutsche Teilkonzern weist nachfolgende Kategorien von finanziellen Vermögenswerten auf, die der Wertminderung nach dem Modell von IFRS 9 - Bemessung der erwarteten Kreditverluste unterliegen:
Bei den finanziellen Vermögenswerten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten sowie bei Flüssige Mittel ergab sich wie im Vorjahr auch, kein Wertminderungsbedarf. Wertminderungsaufwendungen auf finanzielle Vermögenswerte Der Netto-Wertminderungsbedarf im Geschäftsjahr ist wie folgt (siehe Tz. 17):
e) Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko beschreibt das Risiko, das entsteht, wenn der Konzern nicht in der Lage ist, seine Verpflichtungen bei Fälligkeit oder zu dem vereinbarten Preis zu erfüllen. Die Liquiditätsrisiken werden gemeinsam durch das Management des Mutterkonzerns und dem Management von Novartis Deutschland gesteuert und überwacht. Zudem werden die Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken sowie die damit verbundenen Abläufe und Richtlinien durch das Management von Novartis Deutschland kontrolliert. Novartis Deutschland bewältigt ihr Liquiditätsrisiko auf konsolidierter Basis aufgrund von geschäftspolitischen, finanziellen oder aufsichtsrechtlichen Überlegungen, und falls notwendig, durch Nutzung unterschiedlicher Finanzierungsquellen, um genügend Flexibilität zu bewahren. Das Management von Novartis Deutschland überwacht die Nettoliquiditätsposition des Novartis-Konzerns mittels fortlaufender Prognosen, die auf erwarteten Geldflüssen basieren. Im Rahmen des Liquiditätsmanagements unterhält der Novartis-Konzern eine rollierende Liquiditätsplanung über einen Zeitraum von 6 bis 14 Monaten. Zukünftige Dividendenzahlungen werden unter Berücksichtigung des unterschiedlichen Eigenkapitals des Mutterunternehmens und des Teilkonzerns erfolgen. Aufgrund der möglichen Finanzierungsquellen liegt unserer Einschätzung nach keine Risikokonzentration vor. Die folgende Tabelle analysiert die originären Finanzverbindlichkeiten eingeteilt nach relevanten Fälligkeitszeiträumen.
Des Weiteren bestehen nichtfinanzielle Verpflichtungen aus Leasingverbindlichkeiten wie folgt:
Die dargestellten Beträge unter der Spalte "Fälligkeit" sind die vertraglichen undiskontierten Cash-Flows bis zum jeweiligen Fälligkeitstermin. Die Spalte "Buchwert laut Bilanz" entspricht dem bilanzierten Wert. Die Finanzgarantien entsprechen den Eventualverbindlichkeiten (siehe Tz. 28). Die Veränderungen am Finanzmarkt können grundsätzlich Auswirkungen auf die Fähigkeit des Novartis-Konzerns haben, Kredite im nötigen Umfang sowie mit entsprechenden Laufzeiten am Markt zu erhalten. Der deutsche Novartis-Konzern wird aufgrund der Einbindung in den Euro Cash-Pool der Novartis Investment S.á.r.l. Luxemburg, keine Kreditlinien bei Banken (Vorjahr keine) im Geschäftsjahr 2022 benötigen. Saldierung von Finanzinstrumenten Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden saldiert und als Nettobetrag in der Bilanz angegeben, wenn zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Rechtsanspruch besteht, die erfassten Beträge miteinander zu verrechnen und sich beide Parteien für eine Verrechnung entscheiden. Zum Bilanzstichtag wurden keine Finanzinstrumente saldiert. 4.2 Kapitalrisikomanagement Novartis Deutschland möchte ihre guten Kreditratings aufrechterhalten. Die Ziele des Kapitalrisikomanagements des deutschen Novartis-Konzerns bestehen darin, die Ausschüttungsfähigkeit im Einzelabschluss der Muttergesellschaft sicherzustellen. Weiteres Ziel des deutschen Novartis-Konzerns ist es, sicherzustellen, dass auch in Zukunft die Schuldentilgungsfähigkeit und die finanzielle Substanz des Konzerns erhalten bleiben. Dazu ist der Novartis Deutschland Teilkonzern in das Kapitalmanagement der obersten Muttergesellschaft Novartis AG, Basel, eingebunden. Das Kapital setzt sich aus dem gezeichneten Kapital, den Kapitalrücklagen, dem Ergebnisvortrag einschließlich Jahresergebnis zusammen. Die Eigenkapitalquote im deutschen Novartis Konzern liegt im Berichtsjahr bei +19,8 % (Vorjahr: +10,1 %). Diese wird im Wesentlichen durch die Ausschüttungspolitik der Schweizer Muttergesellschaft bei der obersten Deutschen Konzerngesellschaft Novartis Deutschland GmbH gesteuert. Die versicherungsmathematischen Gewinne bzw. Verluste (Neubewertungen) der Pensionsverpflichtungen (Siehe Tz. 22) werden auch zukünftig die Höhe des Konzerneigenkapitals wesentlich beeinflussen. Das Konzerneigenkapital bzw. die Eigenkapitalquote haben aber weder insolvenzrechtlich noch für die Konzernfinanzierung oder die Ausschüttung Relevanz. Maßgeblich hierfür ist das Eigenkapital der Novartis Deutschland GmbH. Dies betrug zum Bilanzstichtag 1.399,5 Mio. Euro (Vorjahr: 1.172,3 Mio. Euro). Dementsprechend stellt das Konzerneigenkapital keine Risikoposition dar. 5. Schätzungen und Annahmen bei der Bilanzierung und Bewertung a) Schätzungen und Unsicherheiten bei der Bilanzierung und Bewertung Der Konzern trifft Schätzungen und Annahmen, welche die Zukunft betreffen. Die Schätzungen und Annahmen, die ein signifikantes Risiko in Form einer wesentlichen Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten innerhalb des nächsten Geschäftsjahres mit sich bringen können, werden im Folgenden erörtert. Auf Basis der durchgeführten Impairmenttests ergab sich keine Abwertung auf den Firmenwert in Höhe von 3.034.175 T€ (Vorjahr: keine Abwertung). Der Impairmenttest wurde auf Basis der Discounted Cash-Flow Methode berechnet. Die Planungsdaten, die zu Grunde liegen, wurden geschätzt. Die durchgeführten Sensitivitätsanalysen sind unter Punkt 11.III dargestellt. Wegen den Annahmen zu den aktienbasierten Mitarbeiterbeteiligungsplänen verweisen wir auf den Punkt 27. b) Annahmen bei der Bilanzierung und Bewertung Wegen der Nichtaktivierung von Forschungs- und Entwicklungsleistungen verweisen wir auf den Punkt 2.23. Die Bilanzierung der Rückstellungen erfolgt auf Basis der Einschätzungen, dass die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme mehr als 50 % beträgt (siehe Punkt 26). Der Konzern weist Pensionsrückstellungen in Höhe von 504,8 Mio. Euro (Vorjahr: 794,9 Mio. Euro) aus. Dabei wurde ein Abzinsungssatz von 3,7 % (Vorjahr: 1,1 %) bei der Bewertung angesetzt. Die Sensitivitätsanalyse ist unter der Tz. 22 dargestellt. c) Ermessenentscheidungen bei der Bilanzierung und Bewertung Wesentliche Ermessensentscheidungen betreffen Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten und zwar die Einschätzung des Managements der Erfolgsaussichten bei Klagen. ANGABEN ZUR GESAMTERGEBNISRECHNUNG 6. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus Warentransaktionen sowie Lizenzeinnahmen und gliedern sich nach Bereichen wie folgt auf:
Die Umsatzentwicklung ist durch angestiegene Umsätze im Bereich Sandoz sowie durch geringere Umsätze im Bereich Innovative Medicines verursacht. Der Umsatzrückgang im Bereich Innovative Medicines ist im Wesentlichen bedingt durch den Patentablauf von Gilenya und dem damit einhergehenden Eintritt generischer Wettbewerber. Dem gegenüber steht die positive Umsatzentwicklung durch innovative Wachstumsprodukte wie Entresto, Kisquali, Ilaris und Cosentyx. Im Geschäftsbereich Sandoz weist das Segment OTC eine positive Entwicklung im niedrigen zweistelligen Bereich dank starker Nachfrage, getrieben durch die starke Erkältungssaison, auf. Das Segment GenMed liegt auf dem Vorjahresniveau. Die Geschäftssegmente Specialty und Standard Generics, sowie das Biosimilargeschäft weisen eine negative Entwicklung auf. Insgesamt war der Geschäftsbereich Sandoz geprägt von Lieferschwierigkeiten, Preisdruck und Parallelimporten. Der zeitliche Ablauf der Erlöserfassung erfolgt bei Warentransaktionen zu einem bestimmten Zeitpunkt (im Wesentlichen bei Lieferung). Die Zahlungen der Umsatzerlöse erfolgen im Wesentlichen einmal monatlich im Direkteinzugsverfahren nach erfolgter Lieferung. Im deutschen Novartis Teilkonzern werden die Umsatzerlöse zu über 80 % über den Großhandel erwirtschaftet (siehe Tz. 4.1 d) - Kreditrisiko). Mit den Umsatzerlösen eingegangene Garantien und damit verbundene Verpflichtungen waren keine zu verzeichnen. Es ergaben sich keine Vermögenswerte und keine wesentlichen Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Umsatzerlöse aus Kundenverträgen im Einklang mit IFRS 15. Zu den Rückstellungen für Umsatzminderungen wie Rabatte, Retouren und Boni siehe Tz. 26. 7. Übrige Erträge, Übrige Aufwendungen und Aufwendungen nach Aufwandsarten 7.1 Übrige Erträge Die übrigen Erträge setzen sich wie folgt zusammen.
Die angestiegenen Erträge aus Weiterbelastungen an verbundene Unternehmen sind im Wesentlichen durch höhere Erstattungen bei der Novartis Pharma GmbH bedingt. Grund hierfür sind im Wesentlichen Erstattungen durch ausländische Novartis-Gesellschaften für Restrukturierungen. 7.2 Übrige Aufwendungen Die übrigen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen.
Die Position "Sonstiges" beinhaltet mit 192,7 Mio. Euro im Wesentlichen Restrukturierungsaufwendungen. Diese betreffen die Division Innovative Medicines. 7.3 Aufwendungen nach Aufwandsarten Die Aufwendungen gliedern sich nach Aufwandsarten wie folgt:
Für Abwertungen auf das Sachanlagevermögen auf den erzielbaren Betrag verweisen wir auf Tz. 11.I sowie hinsichtlich Abwertungen von Vorräten auf den Nettoveräußerungswert verweisen wir auf Tz. 16. Personalaufwand und Mitarbeiter Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
Die Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung (Rentenversicherung) betrugen im Geschäftsjahr 35,8 Mio. Euro (Vorjahr: 36,1 Mio. Euro) und sind unter der Position "Sonstiges" enthalten. Weiterhin sind Arbeitgeberbeiträge zur Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung und Pflegeversicherung in der Position "Sonstiges" enthalten. Zum Bilanzstichtag waren im deutschen Novartis-Konzern 5.348 (Vorjahr: 5.350) Mitarbeiter beschäftigt. Davon betreffen zum Stichtag die Entwicklung 849 (Vorjahr: 888), die Produktion und Distribution 1.794 (Vorjahr: 1.670), das Marketing und den Außendienst 2.154 (Vorjahr: 2.242) sowie die Allgemeine Verwaltung 551 (Vorjahr: 550) Mitarbeiter. Im Jahresdurchschnitt beschäftigte der deutsche Novartis-Konzern 5.324 Mitarbeiter (Vorjahr: 5.403). 8. Finanzertrag Der Finanzertrag setzt sich wie folgt zusammen und wird der Kategorie "finanzielle Vermögenswerte bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten" zugeordnet:
9. Finanzaufwand Der Finanzaufwand setzt sich wie folgt zusammen und wird der Kategorie "Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten" zugeordnet:
Die Zinsaufwendungen für verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen Zinsen für die Darlehen der Novartis Finance (siehe Tz. 21 und 25). Die Position "Sonstiges" beinhaltet im Vorjahr Zinsen für Steuernachzahlungen in Höhe von 1,6 Mio. Euro, siehe Tz. 10. Die Währungskursgewinne und -verluste (ausgewiesen im Finanzertrag und Finanzaufwand, Position Sonstige) entwickelten sich wie folgt:
10. Steuern Der Aufwand / Ertrag für laufende und latente Ertragsteuern setzt sich wie folgt zusammen:
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag umfassen inländische Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag sowie die inländische Gewerbeertragsteuer. Die im Berichtsjahr angestiegenen laufenden Steuern sind im Wesentlichen durch das angestiegene laufende Ergebnis bedingt. Die latenten Steuern sind vollständig auf das Entstehen / Auflösen von temporären Differenzen zurückzuführen. Der erwartete Steuersatz beträgt 29,0 % (Vorjahr: 29,0 %). Er wurde ermittelt auf Basis eines Gewerbeertragssteuersatzes von 13,17 % (Vorjahr: 13,17 %), eines Körperschaftsteuersatzes von 15 % und einem Solidaritätszuschlag von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer. Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitungsrechnung vom erwarteten zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand.
Die Position "Periodenfremde Steuern" in Höhe von -6,9 Mio. Euro (Vj. 19,9 Mio Euro) setzt sich im Wesentlichen aus Vorjahres-Steueraufwand für Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von 7,6 Mio. Euro sowie Zinserträgen auf Körperschaftsteuer für Vorjahre in Höhe von 7,6 Mio. Euro und Erträgen aus der Auflösung von Steuerrückstellungen in der Höhe von 6,9 Mio. Euro zusammen. Die Position "Periodenfremde Steuern" betrifft im Vorjahr im Wesentlichen nachzuzahlende Steuern für Folgeeffekte ab 2015 aus einer Steuerprüfung in Höhe von 12,6 Mio. Euro sowie darauf entfallende Zinsen in Höhe von 1,6 Mio. Euro. Die Position "Änderung Steuersatz" in Höhe von 0,8 Mio. Euro (Vj. 0,0 Mio. Euro) beruht einerseits auf der Steuersatzänderung durch die angepasste Gewerbesteuerbelastung in Höhe von -5,2 Mio. Euro im kommenden Geschäftsjahr auf Grund der geplanten Unternehmensabspaltung sowie einer Anpassung von Vorjahreseffekten in Höhe von 6,0 Mio. Euro. Die Steuerverbindlichkeiten zum Stichtag sind wie folgt:
ANGABEN ZUR BILANZ 11. Langfristige Vermögenswerte I. Entwicklung der Sachanlagen (in T€)
Es bestehen hinsichtlich der Sachanlagen keine Verfügungsbeschränkungen. Es existieren keine als Sicherheit verpfändeten Sachanlagen. Hinsichtlich der vertraglichen Verpflichtungen Sachanlagen zu erwerben, verweisen wir auf Tz. 28. Im Geschäftsjahr 2022 wurden außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von T€ 852 auf Maschinen (Vorjahr: T€ 0 Maschinen) und in Höhe von T€ 592 auf Gebäude (Vorjahr: T€ 0) vorgenommen. Die Wertminderung betraf im Wesentlichen Maschinen und Gebäude der Novartis Pharma Produktions GmbH, Division Innovative Medicines, für die keine weiteren Nutzungs- oder Veräußerungsperspektiven festgestellt wurden. II. Leasingaktivitäten Die Leasingaktivitäten des Novartis-Konzerns und ihre bilanzielle Behandlung (siehe Tz. 2.17) werden nachfolgend dargestellt. a) Beträge in der Bilanz erfasst Folgende Buchwerte sind in der Bilanz aus Leasingverhältnissen erfasst:
Im Geschäftsjahr 2021 hat die Novartis Pharma GmbH (Leasingnehmer) zwei neue Mietverträge abgeschlossen. Die Mietverträge haben eine Laufzeit von 10 Jahre bzw. 12 Jahre und beginnen im Jahr 2024. Die künftigen Zahlungsmittelabflüsse, zu denen es bei Novartis kommen wird, die bei der Bewertung der Leasingverbindlichkeit unberücksichtigt geblieben sind, betragen über die Gesamtlaufzeit 72,4 Mio. Euro bzw. 15,5 Mio. Euro. Die Mietverträge sind auf ein Basisjahr indexiert (Verbraucherpreisindex vom statistischen Bundesamt). Anpassungen können ab dem dritten Mietjahr eintreten.
Die Leasingverbindlichkeiten haben folgende Laufzeiten:
b) Beträge in der Gesamtergebnisrechnung erfasst Folgende Beträge sind in der Gesamtergebnisrechnung erfasst:
III. Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte (in T€)
Die außerplanmäßigen Abschreibungen im Vorjahr betreffen einen gekündigten Lizenzvertrag der Hexal AG aufgrund eines abgelehnten Zulassungsantrages. Für Bilanzierungsgrundsätze der Wertminderungsprüfung verweisen wir auf S. 25. Aktivierte Entwicklungskosten sind mit 15,7 Mio. Euro (Vorjahr: 15,4 Mio. Euro) zum Stichtag angesetzt. Es bestehen hinsichtlich der immateriellen Vermögenswerte keine Verfügungsbeschränkungen. Es existieren keine als Sicherheit verpfändeten immateriellen Vermögenswerte. Hinsichtlich der vertraglichen Verpflichtungen immaterielle Vermögenswerte zu erwerben, verweisen wir auf Tz 28. Die Firmenwerte verteilen sich auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der Geschäftsbereiche wie folgt:
Die Firmenwerte werden einmal jährlich oder öfter, wenn bestimmte Faktoren oder die allgemeinen Umstände vermuten lassen, dass der Buchwert nicht mehr realisierbar ist, auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft. Wenn die erstmalige Bilanzierung für in der Berichtsperiode erworbene immaterielle Vermögenswerte nur vorläufig bestimmt wurde, erfolgt kein Wertminderungstest. Sie werden daher auch nicht in die Berechnung der Nettobuchwerte, die dem Risiko einer Änderung im Betrag der diskontierten Geldflüsse ausgesetzt sind, einbezogen. Novartis Deutschland hat eine einheitliche Methode zur Überprüfung der Werthaltigkeit der Firmenwerte und anderer immaterieller Vermögenswerte, bei denen Anzeichen für eine mögliche Wertminderung bestehen, implementiert. Wenn keine Prognosen über die Geldflüsse in der gesamten Nutzungsdauer eines immateriellen Vermögenswertes verfügbar sind, werden die auf einer Bandbreite der Prognosen des Managements basierenden Planungen für die nächsten fünf Jahre bis 10 Jahre zugrunde gelegt und die Geldflüsse jenseits dieses Zeitraums unter Anwendung einer konservativen Umsatzwachstumsrate ermittelt. Die Diskontierungssätze sind auf Basis der gewichteten Kapitalkosten des deutschen Novartis-Konzerns unter Berücksichtigung landes- und währungsspezifischer Risiken im Zusammenhang mit den Geldflüssen ermittelt worden. Den Wachstumsraten liegen interne Planungsdaten zu Grunde. Die kurzfristigen Plandaten beinhalten aufgrund der Corona-Pandemie Unsicherheiten und Schätzungen. Die oben beschriebene Sensitivitätsanalyse bildet auch etwaige Unsicherheiten hinsichtlich der Corona-Pandemie ab und führt zu keiner potentiellen Wertminderung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bei Rückgang der Geldflüsse um -10 %. Hier fließen unter anderem gesamtwirtschaftliche und regulatorische Änderungen ein. Der Ansatz des Zinssatzes beruht auf Marktwerten. Der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit und der entsprechende Firmenwert basieren auf dem Nutzungswert. Aufgrund der beschriebenen Faktoren können die tatsächlichen Geldflüsse und Beträge stark von den erwarteten künftigen Geldflüssen und den entsprechenden diskontierten Werten abweichen. Die folgenden Annahmen liegen den zwei wesentlichen Berechnungen im Geschäftsjahr zu Grunde.
Die Wachstumsraten wurden auf kumulierter Ebene pro zahlungsmittelgenerierender Einheit berechnet. Im Geschäftsjahr wurden Wertminderungen in Höhe von 0,0 Mio. Euro (Vorjahr: 0,0 Mio. Euro) auf den Firmenwert vorgenommen. Darüber hinaus können Wertberichtigungen auf erworbene Forschungs- und Entwicklungsprojekte auch durch Ereignisse - beispielsweise Resultate aus Forschungs- und Entwicklungsprojekten, Erlangung der Marktzulassung und der Markteinführung von Konkurrenzprodukten - bedingt sein. Für immaterielle Vermögenswerte wird der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten ermittelt, um zu überprüfen, ob der Buchwert des immateriellen Vermögensgegenstandes wertgemindert ist. Dabei werden die gleichen Annahmen getroffen, die für Firmenwerte gelten. 12. Beteiligung an Gemeinschaftsunternehmen Bei Rowex handelt es sich um ein Gemeinschaftsunternehmen. Die Rowex ist für den deutschen Teilkonzern von untergeordneter Bedeutung. Die Beteiligung an Gemeinschaftsunternehmen entwickelte sich im Geschäftsjahr wie folgt:
Zusammenfassende Finanzinformationen über das Gemeinschaftsunternehmen, einschließlich der aggregierten Beträge der Vermögenswerte, Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen sowie Transaktionen mit diesen sind wie folgt:
Zusammenfassende Informationen über Transaktionen mit dem Gemeinschaftsunternehmern aus Sicht des deutschen Novartis Teilkonzerns sind wie folgt:
Die Anzahl der Mitarbeiter beträgt 26 (Vorjahr: 26). 13. Latente Steuern Die Steuerabgrenzungen sind den nachfolgenden Bilanzpositionen zuzuordnen:
Bei den im Eigenkapital erfassten latenten Steuern handelt es sich im Wesentlichen um Auswirkungen aus den versicherungsmathematischen Ergebnissen (Neubewertung) zu den Pensionsrückstellungen sowie um Auswirkungen der Bewertung nach IFRS 9 (Eigenkapitalinstrumente). Die Realisierung der Steuerabgrenzungen (vor erfolgter Saldierung) ist folgender Tabelle zu entnehmen:
14. Finanzielle Vermögenswerte Die finanziellen Vermögenswerte sind wie folgt
Die langfristigen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen wie folgt:
Die langfristigen Vermögenswerte beinhalten u.a. ein Darlehen an die Pensionskasse in Höhe von T€ 3.250. Das zuvor ausgegebene Nachrangdarlehen an die Novartis Pensionskasse i.H.v. T€ 3.000 (Zinssatz 2,3 %) wurde im Jahr 2022 aufgehoben und um Vermögensmittel zur Auflage eines weiteren Gründungsstocks ersetzt, von welchem die Novartis Pensionskasse im Berichtsjahr einen Teilbetrag i.H.v. T€ 3.250 abrief. Dieses Darlehen hat eine Laufzeit von mindestens 10 Jahren (bis 30. November 2032) und wird mit einem Zinssatz i.H.v. 2,40 % p.a. verzinst. Die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen entwickelten sich wie folgt:
Folgende Annahmen lagen zu Grunde:
Die Wertpapiere beinhalten Anteile an einem Fonds, der in der Novartis-Stiftung für therapeutische Forschung, Nürnberg, angelegt ist. Die Eigenkapitalinstrumente betreffen die Pharma Mall Gesellschaft für E-Commerce GmbH, Bönen (beizulegender Zeitwert 404 T€, Vorjahr: T€ 222) und die PharmLog Pharma Logistik GmbH, Bönen (beizulegender Zeitwert 799 T€, Vorjahr: T€ 1.758). Diese sind für den deutschen Teilkonzern unwesentlich. Der beizulegende Zeitwert der Anteile wurde zum Bilanzstichtag anhand der DCF-Methode ermittelt, da es keinen aktiven Markt mit beobachtbaren Marktpreisen (nicht gelistete Anteile) gibt. Dabei wurde das Wahlrecht zur Erfassung von Wertänderungen des beizulegenden Zeitwertes im Eigenkapital ausgeübt. Die Einstufung des Managements beruht auf der Einschätzung, dass die Anteile als strategisch und nicht zur Veräußerung eingestuft wurden. Diese Einstufung kann in der Zukunft nicht rückgängig gemacht werden. Das Unternehmen beabsichtigt kein Verkauf dieser Eigenkapitalinstrumente. Dividenden, sonstige Erträge oder Aufwendungen waren im Geschäftsjahr keine (Vorjahr: keine) zu verzeichnen. Die wesentlichen Annahmen zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes waren wie folgt:
Die Eigenkapitalinstrumente werden als unwesentlich für den deutschen Teilkonzern eingestuft. 15. Finanzinstrumente nach Kategorien Der Fair Value (beizulegende Zeitwert) von Finanzinstrumenten, die in aktiven Märkten gehandelt werden, basiert auf den notierten Marktpreisen am Bilanzstichtag bzw. festgestellten Rücknahmepreisen der Kapitalanlagegesellschaften. Andere Techniken, wie die Discounted-Cash-Flow-Methode werden verwendet, um den Fair Value der übrigen Finanzinstrumente zu bestimmen. Aufgrund der Kurzfristigkeit wird angenommen, dass der Nominalwert abzüglich der gebildeten Wertminderungen von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen dem Fair Value angenähert ist. IFRS 13 sieht erweiterte Angaben über Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert von Finanzinstrumenten vor, die anhand einer dreistufigen Hierarchie wie folgt vorzunehmen ist:
Umgruppierungen zwischen den einzelnen Level erfolgen zum Ende der Berichtsperiode. Die Nettogewinne und Nettoverluste der Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien lassen sich aus nachfolgender Übersicht entnehmen.
a) Finanzielle Vermögenswerte Nachfolgend werden ausschließlich die finanziellen Vermögenswerte dargestellt. Die Buchwerte der kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte entsprechen aufgrund der geringen Laufzeit im Wesentlichen dem beizulegenden Zeitwert. Den Unterschied der beizulegenden Zeitwerte zum Buchwert der langfristigen Vermögenswerte stufen wir aufgrund der bestehenden niedrigen Marktzinsen als unwesentlich ein.
Der beizulegende Zeitwert der langfristigen finanziellen Vermögenswerte liegt unwesentlich höher als deren Buchwert (+0,2 Mio. Euro, Ermittlung Level 3 da keine beobachtbaren Inputfaktoren, Zins 0,25 %). Nachfolgende Tabelle weist eine Überleitung der Instrumente in Level 3 auf:
Die Bewertungskategorien sind unter Tz. 2.7 aufgenommen. Die Finanzinstrumente der Kategorie "Finanzielle Vermögenswerte bewertet zum beizulegenden Zeitwert FVOCI" betreffen Rückdeckungsversicherungsansprüche, Wertpapiere und Eigenkapitalinstrumente (siehe Seite 17, indirekte Anteile Nr. 4 und Nr. 5 sowie Tz. 14). Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherungsansprüche wird durch die Versicherung anhand von Preisen an nicht aktiven Märkten ermittelt. Die Wertpapiere beinhalten Anteile an einem Fonds, der in der Novartis-Stiftung für therapeutische Forschung, Nürnberg, angelegt ist. Der beizulegende Zeitwert der Wertpapiere wird durch den Fonds anhand von Preisen an aktiven Märkten ermittelt. Der beizulegende Zeitwert der Eigenkapitalinstrumente wird anhand einer Discounted Cash-Flow-Methode ermittelt (Level 3, siehe Tz. 14). Die Eigenkapitalinstrumente sind nach IFRS 9 zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Es liegen keine finanziellen Vermögenswerte als Fremdkapitalinstrumente vor. Zwischen den Levels 1-3 gab es im Geschäftsjahr keine Transfers. Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Tz. 17) deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen im Wesentlichen gegenüber Dritten, für die externe Ratings nicht vorliegen. Zum 31. Dezember 2022 waren keine finanziellen Vermögenswerte verpfändet oder als Sicherheiten begeben. Die restlichen finanziellen Vermögenswerte weisen keine Anzeichen auf Wertminderungen auf. Finanzielle Vermögenswerte, die ansonsten überfällig oder wertgemindert wären und deren Konditionen neu ausgehandelt wurden, waren im Geschäftsjahr nicht zu verzeichnen. "Flüssige Mittel" stellen Kassenguthaben und unterwegs befindliche Zahlungen dar (siehe Tz. 19). Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben. b) Finanzielle Verbindlichkeiten Nachfolgend werden ausschließlich die finanziellen Verbindlichkeiten dargestellt. Die Buchwerte der kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen im Wesentlichen dem beizulegenden Zeitwert, da die vereinbarten Konditionen den aktuellen Marktkonditionen entsprechen oder aufgrund der geringen vereinbarten Laufzeit. Die vorhandenen Kategorien sind "Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC)".
Im Geschäftsjahr sind keine Darlehen (Vorjahr: zwei Darlehen in Höhe von 300,0 Mio. Euro und 200,0 Mio. Euro gegenüber verbundenen Unternehmen) getilgt worden (Siehe Tz. 25). Zwischen den Levels 1-3 gab es im Geschäftsjahr keine Transfers. Der Unterschied des beizulegenden Zeitwertes zum Buchwert der langfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ergibt sich aufgrund der Abzinsung der Zahlungsströme mit unterschiedlichen Zinssätzen (Buchwert mit Effektivzinsmethode, Beizulegender Zeitwert mit DCF-Methode). Die Einstufung in Level 2 ergibt sich aufgrund der am Markt beobachtbaren und verwendeten Zinssätze. 16. Vorräte Die Vorräte gliedern sich wie folgt auf:
Der Betrag der Vorräte der als Aufwand in der Berichtsperiode erfasst wurde, ist unter Tz. 7.3 Position Materialaufwand aufgenommen. Die folgende Tabelle enthält eine Zusammenfassung der Wertberichtigungen auf Vorräte:
Die Entwicklung der erfolgswirksamen Abschreibung des Vorratsvermögens ist im Wesentlichen auf die Salutas GmbH mit T€ 50.511 (Vorjahr: T€ 62.646) aufgrund von Abwertungen von Generikaprodukten, der Novartis Pharma mit T€ 6.820 (Vorjahr: T€ 19.927) aufgrund von Abwertungen von Produkten. Wesentliche Abwertungen aufgrund der Corona-Pandemie gab es im Geschäftsjahr keine (Vorjahr: keine). Der Buchwert der Vorräte die zum Nettoveräußerungswert bewertet wurden, beträgt T€ 290.656 (Vorjahr: T€ 287.376). Es bestehen hinsichtlich der Vorräte keine Verfügungsbeschränkungen. Es existieren keine als Sicherheit verpfändeten Vorräte. 17. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die folgende Tabelle enthält eine Zusammenfassung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht aufgrund der kurzfristigen Laufzeit dem beizulegenden Zeitwert. Es gibt im Hinblick auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen keine Konzentration von Kreditrisiken, da der deutsche Novartis-Konzern eine große Anzahl von Kunden hat. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden nicht verzinst. Es bestehen keine Abtretungen und Besicherungen. Zum Ausfallrisiko siehe Ausführungen unter Tz. 4.1. d) - Kreditrisiko. Der vereinfachte Ansatz nach IFRS 9 wird bei der Bewertung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen angewendet. Dem zufolge sind die über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste ab dem erstmaligen Ansatz der Forderungen zu erfassen. Eine Aufstellung der gemäß den Vereinbarungen mit den Kunden noch nicht überfälligen und der überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Altersstruktur und die entsprechenden Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen stellen sich wie folgt dar:
Die Kreditqualität der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die weder überfällig noch wertberichtigt sind, ist aufgrund der historischen Ausfallquoten wie folgt: Die Pharmagroßhändler machen ca. 80 % der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus und weisen im Wesentlichen keine Ausfallquoten auf. Der restliche Anteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verteilt sich auf weitere Großhändler, Apotheken und Krankenhäuser. Aufgrund der geringen Wertberichtigungen (siehe oben) werden hierzu keine historischen Gruppen gebildet. Das maximale Ausfallsrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert der Forderungen. Die folgende Tabelle enthält eine Überleitungsrechnung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Die Wertberichtigungen wurden vollständig anhand der Höhe des erwarteten Kreditverlusts (ECL) bemessen. Dabei werden überfällige Forderungen > 180 Tage vollständig abgeschrieben (Vorjahr: vollständig abgeschrieben). Nur in Ausnahmenfällen, in denen Gründe gegen eine Wertminderung vorliegen, werden überfällige Forderungen > 180 Tage nicht wertberichtigt. Die Ursachen für die Veränderung der Wertberichtigung sind auf die Veränderung der Höhe des Forderungsbestandes sowie auf die Verschiebung des Forderungsbestandes innerhalb der überfälligen Zeitbänder zurückzuführen. Die erwarteten Wertberichtigungen richten sich nach den überfälligen Zeitbändern. 18. Finanzielle Vermögenswerte und übriges Umlaufvermögen Die kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte sind wie folgt:
Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte betreffen debitorische Kreditoren. Die übrigen Forderungen beinhalten unter anderem folgende Positionen:
Der Buchwert des übrigen Umlaufvermögens entspricht dem beizulegenden Zeitwert. 19. Flüssige Mittel Die Flüssigen Mittel setzen sich wie folgt zusammen:
20. Eigenkapital Das Stammkapital der Novartis Deutschland GmbH entfällt zu 100 % der Anteile auf die Novartis AG, Basel (3.109.838 Anteile mit einem Nennwert von je 50,00 € pro Anteil). Das Stammkapital ist voll eingezahlt. Vorzugsrechte oder Beschränkungen existieren nicht. Die Kapitalrücklage enthält Posten aus Kapitalerhöhungen und Einlagen aus aktienbasierten Vergütungen. Im Jahre 2022 ergab sich keine Veränderung beim Stammkapital, dieses beträgt unverändert zum Vorjahr T€ 155.492. 21. Langfristige Finanzverbindlichkeiten Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Bei den langfristigen Darlehen von verbundenen Unternehmen handelt es sich um ein Darlehen bei der Novartis Finance S.A., Luxemburg, Luxemburg. Nachfolgende Tabelle zeigt die für die Darlehen geltenden Bedingungen.
* Das Darlehen ist als kurzfristig unter der Tz. 25 ausgewiesen Die Finanzverbindlichkeiten, inklusive kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten, enthalten nur allgemeine Klauseln (u.a. Nichtzahlung, nicht mehr dem Novartis Konzern zugehörig) nach denen der Vertrag vom Darlehensgeber beendet werden kann. Der Novartis-Konzern hält diese Bedingungen ein. Zahlungsverzögerungen sind nicht eingetreten. 22. Langfristige Rückstellungen
Leistungsorientierte Altersversorgungspläne Neben den gesetzlich geregelten Sozialversicherungen bestehen Pensionspläne für die Mitarbeiter. In den meisten Fällen werden diese Pläne extern - in Einheiten, die rechtlich vom Konzern getrennt sind - finanziert. Einige Gesellschaften haben jedoch keine unabhängigen Planvermögen zur Deckung der Vorsorgeleistungen und bilden deshalb in der Bilanz entsprechende Rückstellungen ohne Fondsabdeckung. Ein wesentlicher Teil der Mitarbeitenden des deutschen Novartis-Konzerns ist durch leistungsorientierte Pläne abgedeckt. Alle Verpflichtungen aus Pensionsplänen und die zu deren Deckung dienenden Vermögenswerte werden jährlich von unabhängigen Gutachtern versicherungsmathematisch neu bewertet. Die Mitarbeiter der Novartis Deutschland und ihrer Tochtergesellschaften haben je nach Datum des Eintritts Anspruch auf Versorgungsleistungen aus den Versorgungszusagen der ehemaligen Sandoz AG bzw. WanderPharma GmbH, Nürnberg, oder den Versorgungsordnungen 1975, 1987 oder 1994 der ehemaligen CIBA-GEIGY AG, Wehr, oder aus der Pensionsordnung 1997 der Novartis Pharma GmbH. Auf die Firmenpensionen werden teilweise Leistungen der Pensionskasse der Novartis Pharma GmbH bzw. aus Direktversicherungen angerechnet. Die Versorgungspläne sind sowohl endgehaltsabhängige Leistungszusagen als auch beitragsorientierte Leistungszusagen oder Renteneckwertsysteme bei Alter, Tod und Invalidität in Form einer monatlichen Zahlung. Für die Versorgungsverpflichtungen gilt das Betriebsrentengesetz. Aufgrund der darin enthaltenen Verpflichtung, die Renten mindestens alle 3 Jahre an den Anstieg des Verbraucherpreisindexes oder an die Nettolohnentwicklung vergleichbarer Arbeitnehmergruppen anzupassen, unterliegen die Pensionsverpflichtungen dem Inflationsrisiko. Zudem besteht das Langlebigkeitsrisiko, da die Renten lebenslang gezahlt werden. Ein Teil der Verpflichtungen richtet sich zudem nach der Höhe des Gehalts, so dass sich die Verpflichtung bei stärkeren Gehaltsentwicklungen als erwartet ebenfalls erhöhen. Bei einigen Versorgungszusagen werden Leistungen aus Pensionskassen oder Direktversicherungen angerechnet. Hier besteht das Risiko, dass der externe Versorgungsträger die Leistungen nicht im erwarteten Umfang erbringen kann und sich somit die direkt vom Arbeitgeber zu leistenden Zahlungen erhöhen. Soweit dahingehende Risiken erkennbar waren, wurden entsprechende Rückstellungen gebildet. Alle externen Versorgungsträger (Unterstützungskassen, Direktversicherungen und Pensionskassen) verfügen über eigene Leistungspläne und sind jeweils selbst zur administrativen Abwicklung wie zur Finanzierung der auf sie entfallenden Teile der Pensionszusagen verpflichtet. Für alle externen Finanzierungsträger mit Ausnahme der Novartis Pensionskasse gilt, dass eine eventuelle Überdeckung keinen ökonomischen Nutzen für Novartis hätte. Im Fall der Novartis Pensionskasse wäre mindestens eine Verwendung der Überdeckung für andere Pläne innerhalb der Pensionskasse möglich. Die Folge ist, dass ein Asset Ceiling nicht oder nur eingeschränkt zur Anwendung käme. Die leistungsorientierten Pensionszusagen sind sämtlich für Neueintritte geschlossen. Sie lassen sich in folgende vier Gruppen einteilen:
Beiträge, die seitens Novartis an das Planvermögen zu leisten sind, ergeben sich aus verschiedenen Regelungen. Im Einzelnen sind dies:
Soweit eine Einrichtung der bAV ihre Leistungen absenken und entsprechend die Leistungen an die Begünstigten kürzen muss, hat der Arbeitgeber gemäß § 1 Abs. 1 Satz 3 BetrAVG für seine Zusagen, welche er gegenüber seinen Arbeitnehmern/Begünstigten zugesagt hat, einzutreten. Für den Fall der Auflösung der Einrichtungen sehen die Satzungen der Kassen vor, dass die Deckungsmittel unter den Versicherten aufgeteilt werden. Sind keine Versicherten mehr vorhanden, so sind die restlichen Deckungsmittel an Sozialeinrichtungen auszukehren. Die Rechte und Pflichten des Unternehmens gegenüber ihren Arbeitnehmern sowie der Pensionskasse bleiben solange bestehen, wie die über die Pensionskasse erbrachten Versorgungszusagen von dieser durchgeführt werden. Dies ist auch dann der Fall, wenn das Unternehmen den Durchführungsweg für die Zukunft wechselt. Ein Ausstieg der Trägergesellschaften aus der Pensionskasse ist nicht möglich. Bei Auslaufen des Plans sind etwaige Unterdeckungen durch die Trägergesellschaften auszugleichen; bei einem etwaigen verbleibenden Überschuss würde dieser zu wohltätigen Zwecken verwendet. Nach derzeitiger Satzung sind die Kirchen begünstigt. Aktuell sind zur Finanzierung der resultierenden Zusagen Arbeitgeberbeiträge in Höhe von 600 % der Eigenbeiträge erforderlich. Eine ungünstige Risikoentwicklung in einer (Teil-) Population des Plans kann zu einer Erhöhung der erforderlichen Arbeitgeberbeiträge führen. Für die diversen anrechenbaren Versicherungsverträge ergibt sich eine etwaige Beitragspflicht aus den jeweiligen Kollektivversicherungsverträgen. Der in der Bilanz ausgewiesene Betrag aufgrund der Verpflichtung des Unternehmens aus leistungsorientierten Plänen ergibt sich wie folgt.
Die Pensionsverpflichtung verteilt sich wie folgt auf die einzelnen Gruppen von Versorgungsberechtigten:
Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung beläuft sich in 2022 auf 13 Jahre (Vorjahr: 17 Jahre). Die von Novartis für die Pensionspläne des Konzerns erwarteten künftigen Rentenzahlungen sind wie folgt:
Die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherung sind unter Tz. 14 aufgenommen. In geringem Umfang sind Pensionszusagen über Rückdeckungsversicherungen finanziert, die nicht als Planvermögen im Sinne des IAS 19.8 anzuerkennen sind. In allen Fällen sind Rentenanwartschaften bzw. -leistungen abgesichert. Die zugrundeliegenden Pensionszusagen wurden entweder einzelvertraglich geregelt oder abgelöst und geschlossen. Die Absicherung erfolgt in der Regel über Rentenversicherungsverträge (bei der Novartis Pharma GmbH und der Hexal AG). In keinem Fall besteht Gleichlauf zwischen zugesagter Leistung und versicherter Leistung. Die Versicherungen werden mit dem Aktivwert gemäß Versicherungstarif bilanziert Der deutsche Novartis-Konzern rechnet für 2023 mit Beitragszahlungen an den Plan in Höhe von T€ 40.308 (Vorjahr: T€ 52.927). In der folgenden Tabelle ist die durchschnittliche Aufteilung des Planvermögens von Pensionsplänen mit Fondsabdeckung dargestellt:
Die strategische Zuteilung der Planvermögen zu den Anlagekategorien verfolgt das Ziel, einen ausreichenden Ertrag zu erwirtschaften, der - zusammen mit den einbezahlten Beiträgen - die verschiedenen Finanzierungsrisiken der Pläne angemessen unter Kontrolle zu halten vermag. Je nach den jeweils herrschenden konjunkturellen Bedingungen kann die tatsächliche Zuteilung gelegentlich von den festgelegten Zielen abweichen. Die Annahmen zum erwarteten Ertrag werden periodisch überprüft und basieren auf dem strategischen Mix der Vermögenswerte der einzelnen Pläne. Die wichtigsten Annahmen, welche der versicherungsmathematischen Bewertung zugrunde liegen, sind wie folgt:
Laut Sterbetafeln ergeben sich die folgenden erwarteten Lebensdauern:
Der Barwert der Pensionsverpflichtung hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, die auf versicherungsmathematischen Annahmen beruhen. In der folgenden Tabelle ist dargestellt, wie die leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen auf Veränderungen der wichtigsten versicherungsmathematischen Annahmen reagieren. Die Ermittlung der Sensitivitäten erfolgte analog zur Berechnung der Pensionsverpflichtung. Bei der Berechnung der Sensitivität der DBO für die maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen wurde die gleiche Methode angewandt (Ermittlung des Barwerts nach der Methode der laufenden Einmalprämien) wie für die Berechnung der Verbindlichkeiten aus Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses, die in der Konzernbilanz erfasst sind. Wenn mehrere Annahmen gleichzeitig geändert werden, muss die Gesamtwirkung nicht notwendigerweise der Summe der Einzeleffekte aufgrund der Änderungen der Annahmen entsprechen. Daneben gilt, dass die Sensitivitäten eine Veränderung der DBO nur für die jeweilige konkrete Größenordnung der Änderung von Annahmen (beispielsweise 0,5 %) widerspiegeln. Wenn sich die Annahmen in einer anderen Größenordnung ändern, hat dies nicht notwendigerweise eine lineare Auswirkung auf die DBO.
Beitragsorientierte Altersversorgungspläne In einigen Konzerngesellschaften kommen Mitarbeitende in den Genuss von beitragsorientierten Vorsorgeplänen. Beitragsorientierte Vorsorgepläne sind dadurch gekennzeichnet, dass aufgrund gesetzlicher, vertraglicher oder freiwilliger Verpflichtung, Beiträge an öffentliche oder private Einrichtungen geleistet werden. Novartis Deutschland hat über die Zahlung der Beiträge hinaus keine weiteren Verpflichtungen. Im Geschäftsjahr betrug der erfasste Aufwand für beitragsorientierte Vorsorgepläne T€ 18.642 (Vorjahr: T€ 14.201). Zudem wurden Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von 35,8 Mio. Euro (Vorjahr: 36,1 Mio. Euro) geleistet. Rückstellungen für Altersteilzeit und Vorruhestandsvereinbarungen Die Rückstellung für Vorruhestandsvereinbarungen betrifft sowohl Vereinbarungen, die nach dem 31. Dezember 2000 abgeschlossen worden sind, als auch in Zukunft abzuschließende Altersteilzeitvereinbarungen. Für bereits abgeschlossene Altersteilzeitvereinbarungen wurde sowohl der Erfüllungsrückstand als auch die Verpflichtung zur 20 %-igen Aufstockung des früheren Vollzeitentgelts und zur Übernahme der Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung in voller Höhe für 40 % des früheren Vollzeitentgelts zurückgestellt. Erstattungsbeträge der Bundesanstalt für Arbeit wurden insoweit berücksichtigt, als sämtliche Voraussetzungen des Altersteilzeitgesetzes (AltTZG) erfüllt sind. Für in Zukunft abzuschließende Altersteilzeitvereinbarungen bemisst sich die Rückstellung nach den voraussichtlichen durchschnittlichen Kosten unter Zugrundelegung der Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme sowie der Anzahl der berechtigten Arbeitnehmer. Die Laufzeit der Rückstellungen für Altersteilzeit betragen maximal 3 Jahre. Der Betrag aus Abzinsungen für andere langfristige Rückstellungen beträgt im Geschäftsjahr T€ 17 (Vorjahr T€ 12). Der zu Grunde gelegte Zinssatz wird im Einklang mit § 253 HGB ermittelt und beträgt wie folgt: Restlaufzeit 2 bis 5 Jahren: 0,52 % bis 0,75 % (Vorjahr: 0,34 % bis 0,58 %). 23. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, übrige finanzielle Verbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrige finanzielle Verbindlichkeiten betragen:
Die sonstigen nichtfinanziellen Verbindlichkeiten haben sich wie folgt entwickelt.
Bei den Zuwendungen der öffentlichen Hand handelt es sich im Wesentlichen um auslaufende Investitionszuschüsse und Investitionszulagen für in den neuen Bundesländern getätigte Investitionen. Die Zuschüsse sind rückzahlbar, wenn die Bedingungen für ihre Gewährung nicht eingehalten werden. Bei der Aeropharm GmbH wurden im Geschäftsjahr 2021 Investitionszuschüsse in Höhe von T€ 3.051 zurückgezahlt, da die Bedingungen nicht eingehalten wurden. Neue Investitionszuschüsse und Investitionszulagen wurden nicht beantragt. 24. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten gegenüber Dritten
25. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Darlehen gegenüber der Novartis Finance (Novartis Finance Services Ltd., Hamilton, Bermuda). Nachfolgende Tabelle zeigt die für die Darlehen geltenden Bedingungen.
Darüber hinaus bestehen Cash-Pool-Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 51.773 (Vorjahr: T€ 394.380). Die Buchwerte dieser Verbindlichkeiten entsprechen im Wesentlichen dem beizulegenden Zeitwert, da die vereinbarten Konditionen den aktuellen Marktkonditionen entsprechen oder aufgrund der geringen vereinbarten Laufzeit. Es ergab sich kein Modifikationsgewinn im Vorjahr aufgrund von Zinskonditionen für die oben genannten Finanzdarlehen. Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit Nachfolgende Überleitung (Angabe nach IAS 7) zeigt die Entwicklung vom Anfangs- zum Endbestand der Finanzverbindlichkeiten anhand deren Cash-Flows (aus der Finanzierungstätigkeit):
Es ergaben sich keine Anpassungen aufgrund IFRS 9, die Einfluss auf die Finanzierungstätigkeit haben. 26. Kurzfristige Rückstellungen
Die Rückstellungen für Umsatzminderungen sind angestiegen. Diese entfallen mit T€ 266.627 auf die Novartis Pharma GmbH (Vorjahr: T€ 209.898) und setzen sich im Wesentlichen aus Umsatzbonifikationen und Kassenrabatten zusammen. Weitere Rückstellungen für Umsatzminderungen betreffen mit T€ 154.859 die Hexal AG, Holzkirchen (Vorjahr: T€ 116.041) sowie mit T€ 151.143 die 1 A Pharma GmbH, Holzkirchen (Vorjahr: T€ 123.115) und entfallen im Wesentlichen auf Kassenrabatte, Retouren, sonstige Rabatte und Boni. Der Betrag der Rückstellung für Retouren in der Position "Rückstellungen für Umsatzminderungen" beträgt T€ 16.853 (Vorjahr: T€ 18.894). Die Rückstellungen für Restrukturierungen betreffen vor allem die Novartis Pharma GmbH mit T€ 142.834 (Vorjahr: T€ 3.005), die Novartis Business Service GmbH mit T€ 32.614 (Vorjahr: T€ 5.277), die Salutas Pharma GmbH, mit T€ 15.702 (Vorjahr: T€ 21.768) und die Hexal AG, mit T€ 9.984 (Vorjahr: T€ 8.025). Sie beinhalten im Wesentlichen Abfindungen. Sowohl die Höhe als auch der Abflusszeitpunkt wurden teilweise geschätzt, weil die Verhandlungen diesbezüglich nicht in allen Fällen abgeschlossen sind. Ein Betrag in Höhe von T€ 19.259 betreffend Vorruhestandsverpflichtungen wurde im Geschäftsjahr 2021 aus der Rückstellung für Restrukturierungen in die Pensionsrückstellungen (siehe S. 82) umgegliedert. Rückstellungen für Produkthaftung und Rechtsfälle betreffen im Vorjahr vor allem die Hexal AG sowie die Novartis Pharma GmbH. Die Rückstellungen für Produkthaftung betreffen Fälle die durch das Arzneimittelgesetz (AMG) verursacht sind. Es bestehen keine Rechtsfälle, die für sich alleine wesentlich sind. Sonstige Rückstellungen betreffen im Vorjahr im Wesentlichen Rückstellungen für Zinsen aus Steuern für Vorjahre, siehe Tz. 9 sowie Tz. 10. Die Rückstellungen entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:
Aufgrund der Unsicherheiten über den Zeitpunkt des Abflusses wurden die Rückstellungen als kurzfristig ausgewiesen. Die Beträge wurden aufgrund von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit sowie im Einklang mit aktuellen Gegebenheiten ermittelt (siehe Tz. 2.19 für Rückstellungen für Umsatzminderungen). Erstattungen im Zusammenhang mit den Rückstellungen werden in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 0) erwartet. SONSTIGE ANGABEN 27. Aktienbasierte Mitarbeiterbeteiligungspläne Die der Gesamtergebnisrechnung belasteten Aufwendungen verteilen die Kosten der gewährten Beteiligungs- und Bezugsrechte über den entsprechenden Erdienungszeitraum. Bezüglich der Verfallsrate werden Annahmen getroffen, die über den Erdienungszeitraum hinweg regelmäßig angepasst werden, sodass an dessen Ende nur der Aufwand für die tatsächlich erdienten Ansprüche gebucht wird. Der gesamte Aufwand (Konzern) für die aktienbasierte Vergütung belief sich auf T€ 9.688 (Vorjahr: T€ 9.029). Die aktienbasierten Mitarbeiterbeteiligungspläne im deutschen Novartis-Konzern können in die folgenden Pläne unterteilt werden (Ein Barausgleich der Mitarbeiterbeteiligungspläne ist nicht möglich): Novartis Equity Plan "Select": Teilnehmer dieses Plans haben die Wahl, den Gegenwert der zugeteilten Leistungsprämie in Form von gesperrten Aktien (RSU), Aktienoptionen oder einer Kombination von beidem zu erhalten. Jede RSU entspricht im Wert einer Novartis Aktie der Novartis AG, Basel, und wird bei Ablauf der Sperrfrist in eine Aktie umgewandelt. Im Rahmen des Aktienplans "Select" werden jährlich Leistungsprämien entrichtet, die von der Leistung und dem Potential des Mitarbeiters sowie von der Performance des Konzerns bzw. der Geschäftsbereiche abhängen. Unterschreitet die Leistungsbeurteilung die Mindestvorgaben, entfällt die Leistungsprämie. Jede Aktienoption, die Mitarbeitenden zugeteilt wird, berechtigt den Inhaber zum Kauf einer Novartis Aktie zu einem angegebenen Ausübungspreis, der dem Schlusskurs der zugrunde liegenden Aktie am Tag der Zuteilung entspricht (für die Prämie 2012 am 17. Januar 2013). In 2022 wurden keine Aktienoptionen gewährt. Aktienoptionen sind nach Ablauf von 3 Jahren handelbar und verfallen nach Ablauf von zehn Jahren. Verlässt ein Teilnehmer Novartis aus einem anderen Grund als Pensionierung, Tod oder Berufsunfähigkeit, verfallen die Aktien oder Optionen, für welche die Sperrfrist noch nicht abgelaufen ist. Der im Jahr 2022 in der Gesamtergebnisrechnung (Konzern) für Aktien und Optionen erfasste Aufwand betrug T€ 6.090 (Vorjahr: T€ 5.614). Die folgende Tabelle zeigt die Annahmen, auf denen die Bewertung der gewährten Aktienoptionen basiert (in 2022 wurden keine Aktienoptionen gewährt):
Die Umrechnung in € erfolgte mit dem Stichtagskurs. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Optionen während der Berichtsperiode. Die nachfolgend aufgeführten gewichteten durchschnittlichen Preise der gewährten, verkauften und verfallenen Optionen werden zu den historischen Kursen von Schweizer Franken in Euro umgerechnet. Die Jahresendpreise werden zum Stichtagskurs umgerechnet.
Die folgende Tabelle fasst Informationen über die am 31. Dezember 2022 ausstehenden und ausübbaren Optionen zusammen:
Langfristiger Performance Plan: Der Long-Term Performance Plan ist ein Aktienplan für Führungskräfte in Schlüsselpositionen auf der Basis eines Beurteilungszeitraums von drei Jahren. Zu Beginn des Beurteilungszeitraums erhalten die Planteilnehmenden RSU, die nach Ende dieses Zeitraumes in Novartis Aktien umgewandelt werden können. Am Ende des Beurteilungszeitraumes passt das Compensation Commitee die Zahl der RSU's an die tatsächliche Leistung an. Die Leistung wird anhand der ökonomischen Wertsteigerung des Konzerns gemessen, einer Kennzahl zur Messung der Rentabilität eines Unternehmens unter Berücksichtigung der Kapitalkosten. Wenn die realisierte Wertsteigerung des Konzerns hinter den im Voraus festgelegten Zielen zurückbleibt, entfällt die Prämie. Am Tag der Prämiengewährung werden RSU's in nicht gesperrte, sofort verfügbare Novartis Aktien umgewandelt. Dieser Plan ist von untergeordneter Bedeutung für den Teilkonzernabschluss der Novartis Deutschland GmbH. Spezielle Aktienzuteilung: Neben den oben beschriebenen Vergütungskomponenten können ausgewählte Mitarbeiter des Konzerns zusätzlich gesperrte Aktien oder nicht gesperrte Aktien als Sonderprämien oder jährliche Leistungsprämien erhalten. Diese Sonderzahlungen beruhen auf Ermessensentscheidungen und bieten die Flexibilität, besondere oder außergewöhnliche Leistungen zu belohnen und wichtige Leistungsträger an das Unternehmen zu binden. Gesperrte Aktien unterliegen im Allgemeinen einer Sperrfrist von drei Jahren. Der im Jahr 2021 in der Gesamtergebnisrechnung erfasste Aufwand für den langfristigen Performance Plan und für die spezielle Aktienzuteilung betrug T€ 3.598(Vorjahr: T€ 3.415). Andere aktienbasierte Pläne kamen im Berichtszeitraum nicht zur Anwendung. Der Berechnung liegen die publizierten Standard-Daten von Bloomberg zugrunde, die öffentlich zugänglich sind. 28. Verpflichtungen und Eventualverbindlichkeiten Eine Übersicht der Eventualverbindlichkeiten ist folgender Aufstellung zu entnehmen:
Garantieerklärungen gegenüber fremden Dritten bestehen aus Bürgschaften und Kreditaufträgen. Die Veränderung ist im Wesentlichen auf niedrigere Garantien (Garant ist die BNP Bank) für Altersteilzeit der Novartis Deutschland GmbH und ihrer Tochtergesellschaften zurückzuführen. Der Umfang des Mittelabflusses bei den Eventualverbindlichkeiten ist vor allem abhängig von den künftigen Verläufen der Patentrechtsstreitigkeiten. Der Umfang des Mittelabflusses bei den Garantieerklärungen ist hauptsächlich von der zukünftigen Anmeldung von Ansprüchen abhängig. Erstattungen im Zusammenhang mit Eventualverbindlichkeiten sind keine zu erwarten. Bezüglich der künftigen Zahlungsmittelabflüsse aus eingegangenen Leasingverhältnissen (Mietverhältnisse der Novartis Pharma GmbH ab dem Geschäftsjahr 2024) die noch nicht begonnen haben und daher bei der Bewertung der Leasingverbindlichkeit noch unberücksichtigt geblieben sind, verweisen wir auf Tz. 11.II a). Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagevermögen:
Verpflichtungen im Bereich Forschung und Entwicklung: Der deutsche Novartis-Konzern hat mit verschiedenen Institutionen langfristige Vereinbarungen zur Finanzierung von Forschungsprojekten und unter Einschluss von Meilensteinzahlungen geschlossen. Zum Bilanzstichtag stellten sich die im Rahmen dieser Vereinbarungen übernommenen Zahlungsverpflichtungen des Konzerns wie folgt dar:
Der deutsche Novartis-Konzern ist zusätzlich verschiedene Verpflichtungen zum Erwerb von Dienstleistungen, Waren und Einrichtungen im Rahmen der ordentlichen Geschäftstätigkeit eingegangen. Diese Verpflichtungen gehen in der Regel nicht über die gegenwärtigen Marktpreise hinaus und widerspiegeln die ordentliche Geschäftstätigkeit. 29. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen Die Novartis AG, Basel/Schweiz hält 100 % der Anteile an der Novartis Deutschland GmbH. Die Novartis Deutschland und ihre Tochtergesellschaften werden in den Konzernabschluss der obersten Muttergesellschaft, der Novartis AG, Basel/Schweiz, einbezogen. Dieser ist beim Handelsregister Basel/Schweiz hinterlegt. Nahestehende Unternehmen außerhalb des deutschen Teilkonzerns sind sämtliche direkte und indirekte Tochterunternehmen der Novartis AG, Basel, Schweiz, sowie das oberste Mutterunternehmen (Novartis AG, Basel, Schweiz) selbst. Die Gesellschaften des Konzerns der Novartis Deutschland tätigen laufend Geschäfte mit den übrigen Gesellschaften des weltweiten Novartis Konzerns. Die Produktionsgesellschaften sind Lohn- und Auftraghersteller auch für Novartis-Gesellschaften außerhalb des Konzerns der Novartis Deutschland. Die Vertriebsgesellschaften beziehen ihre Waren teilweise auch über Gesellschaften des Novartis Konzerns außerhalb des Konzerns der Novartis Deutschland. Die Abrechnung der Leistungen erfolgt zu Marktpreisen. a) Verkauf und Einkauf von Gütern und Dienstleistungen
Die dargestellten Beträge betreffen den gesamten deutschen Teilkonzern. b) Ausstehende Salden
Die Forderungen sind nicht besichert, enthalten keine Garantien und werden nicht verzinst. Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen hinsichtlich der ausstehenden Salden bestehen nicht (Vorjahr: keine). Forderungen gegen verbundene Unternehmen (inkl. Finanzforderungen)" beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (inkl. Finanzverbindlichkeiten) beruhen im Wesentlichen auf in Anspruch genommene Darlehen. Zu Einzelheiten verweisen wir auf die Tz. 21 und 25 (Finanzverbindlichkeiten). Des Weiteren bestehen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit verbundenen Unternehmen. Ausstehende Salden betragen 14,4 Mio. Euro (Vorjahr: 18,8 Mio. Euro) hinsichtlich der Novartis Pensionskasse. c) Bezüge für Organmitglieder Die Angaben zu den Bezügen von Aufsichtsrat und Geschäftsführung des Mutterunternehmens ergeben sich aus der folgenden Tabelle:
Die Vergütung der Geschäftsführung beinhaltet einen fixen sowie einen variablen Anteil (Incentives). Die Incentives bemessen sich nach Kennzahlen der entsprechenden Divisionen/Einzelgesellschaften. In den Vergütungen für die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat sind die Gehälter und sonstigen Bezüge der Arbeitnehmervertreter nicht enthalten; genannt sind nur die gesonderten Vergütungen für die Tätigkeit als Aufsichtsrat. Die Vergütungen für die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat sind marktüblich und von unwesentlicher Bedeutung. Die Marktüblichkeit wurde anhand vergleichbarer Vergütungen im Konzern überprüft. Kurzfristige Leistungen Die kurzfristigen Leistungen für Mitglieder der Geschäftsführung betragen für das Geschäftsjahr 2022 T€ 2.132 (Vorjahr T€ 1.930). Die Verbindlichkeiten zum 31.12.2022 aus kurzfristigen Leistungen (Incentive) betragen 471 TEUR (Vorjahr T€ 419). Langfristige Leistungen Bei den anderen langfristigen Leistungen handelt es sich um Beiträge zu den beitragsorientierten Versorgungsplänen für Mitglieder der Geschäftsleitung. Diese hatten in 2022 ein Volumen von T€ 247 (Vorjahr T€ 275). Die Pensionsverpflichtungen für diesen Personenkreis betragen zum 31.12.2022 T€ 0 (Vorjahr T€ 0). Die anteilsbasierte Vergütung der Geschäftsführung stellt sich wie folgt dar:
In 2022 wurden 4 (Vorjahr 4) unterschiedliche aktienbasierte Vergütungen an 4 (Vorjahr 5) verschiedene Personen vergeben. Die Umrechnung in Euro erfolgte mit dem Stichtagskurs. Die Sperrfrist der gesperrten Aktien beträgt drei Jahre. Beim Verlassen der Gesellschaft innerhalb der Sperrfrist verfallen die aktienbasierten Vergütungen vollständig, wenn es sich um eine freiwillige Kündigung handelt, andernfalls wird ein ratierlicher Anspruch gewährt. Die Vergütung der Geschäftsführung beinhaltet einen fixen sowie einen variablen Anteil (Incentives). Die Incentives bemessen sich nach den folgenden Kriterien: Individueller Beitrag zum Unternehmenserfolg und das globale Geschäftsergebnis. Die Pensionszahlungen für ehemalige Geschäftsführer betragen T€ 307 (Vorjahr T€ 291). Die Pensionsverpflichtungen für diesen Personenkreis betragen T€ 5.866 (Vorjahr T€ 7.563). Vergütungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses gab es nicht. Weitere Geschäfte liegen nicht vor. d) Organe der Gesellschaft Beirat:
Aufsichtsrat:
Zu Geschäftsführern sind bestellt:
30. Abschlussprüferhonorar Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Honorar aufgeschlüsselt nach Tätigkeiten ergibt sich aus nachfolgender Übersicht.
31. Ereignisse nach der Berichtsperiode Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Ende des Konzerngeschäftsjahres 2022 im Sinne des § 314 Abs. 1 Nr. 25 HGB eingetreten sind, waren wie folgt zu verzeichnen: Mit Beschluss vom 3. März 2023 hat der Aufsichtsrat der Veräußerung und Abtretung der Anteile an der Novartis Pharma GmbH, Nürnberg, und der Novartis Business Services GmbH, Wehr, an die Novartis Pharma AG, Basel zugestimmt. Der nach IDW S1 ermittelte objektivierte Unternehmenswert, der jeweils als Veräußerungspreis herangezogen wird, übersteigt den Buchwert, einschließlich des Firmenwerts, der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Novartis Pharma GmbH, Nürnberg, (Innovative Medicines) und Novartis Pharma Produktions GmbH, Wehr, (Innovative Medicines). Dem Bereich Innovatives Medicines zugeordnete Vermögenswerte und Schulden sowie Aufwendungen und Erträge werden nach Abschluss der Transaktionen nicht weiter in den Konzernabschluss der Novartis Deutschland GmbH, Nürnberg, einbezogen werden. Zum Abschlussstichtag sind rd. 62 % der Aufwendungen und Erträge sowie 22 % der Vermögenswerte bzw. 37 % der Schulden dem Geschäftsbereich Innovative Medicines zuzurechnen.
Nürnberg, 31. März 2023 Heinrich Moisa, Vorsitzender der Geschäftsführung Romain Lege, Geschäftsführer Matthias Weber, Geschäftsführer Thomas Weigold, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Novartis Deutschland GmbH, Nürnberg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Novartis Deutschland GmbH, Nürnberg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Novartis Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 315d HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 6. April 2023 KPMG
AG
Rackwitz, Wirtschaftsprüfer Dr. Kelle, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats an die Gesellschafterversammlung über das Geschäftsjahr 2022, den Jahresabschluss 2022 sowie den Konzernabschluss und -lagebericht 2022der Sandoz Deutschland GmbH, NürnbergDer Aufsichtsrat hat während des Berichtszeitraums die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und sich in den turnusmäßigen Sitzungen und durch zusätzliche fallweise schriftliche Informationen, Berichte und Erläuterungen der Geschäftsführung über die Lage und über besondere Vorgänge bei der Gesellschaft informiert. Der Aufsichtsratsvorsitzende wurde über die Führung der Geschäfte durch den Vorsitzenden der Geschäftsführung der Gesellschaft laufend unterrichtet. Die Gesellschafterversammlung der Sandoz Deutschland GmbH hat die KPMG AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niederlassung Nürnberg, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 gewählt. KPMG AG hat den Jahresabschluss 2022 sowie den Konzernabschluss und -lagebericht 2022 geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. In seiner Sitzung vom 2. Mai 2023 hat der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats den Jahresabschluss und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns für das Jahr 2022, den deutschen Konzernabschluss und -lagebericht 2022 in Anwesenheit des Abschlussprüfers mit der Geschäftsführung erörtert. Der Abschlussprüfer hat in der Sitzung des Prüfungsausschusses vom 2. Mai 2023 über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. In der ordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats vom 15. Mai 2023 hat der Prüfungsausschuss über die Prüfung und Erörterung des Jahresabschlusses 2022 sowie des deutschen Konzernabschlusses und -lageberichts 2022 berichtet. Der Aufsichtsrat hält die Ergebnisse der Prüfung des Abschlussprüfers für zutreffend. Der Aufsichtsrat hat sämtliche Vorlagen als ordnungsgemäß befunden und schließt sich dem Ergebnisverwendungsvorschlag der Geschäftsführung und den Berichten des Abschlussprüfers und des Prüfungsausschusses an. Der Aufsichtsrat hat sich von der Geschäftsführung über das Überwachungssystem zur Früherkennung den Fortbestand der Gesellschaft gefährdender Entwicklungen erläutern lassen. Er hat sich überzeugt, dass im deutschen Konzern operativ und strategisch ausgerichtete Frühwarn- und Berichtssysteme sowie ein wirksames und gegliedertes Controlling-System bestehen. Für Produktrisiken besteht die gesetzliche Haftpflichtversicherung im Pharmabereich. Zusammenfassend stellt der Aufsichtsrat fest, dass er nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen erhebt und dass er den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss sowie den deutschen Konzernabschluss und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022 billigt.
Nürnberg, 15.05.2023 Der Aufsichtsrat Billigung des KonzernabschlussesDer Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 15. Mai 2023 gebilligt. |
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