Institute für Factoring-Geschäfte
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Joachim Stute seit 3.6.2022 | Geschäftsführer |
Ao Sun seit 3.6.2022 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 80.00% | |
| 20.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ONISC GmbHDüsseldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der Onisc GmbH1. Grundlagen der Gesellschaft Die Onisc GmbH ("Onisc") mit Sitz in Düsseldorf ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Sie ist im Handelsregister B des Amtsgerichtes Düsseldorf unter HRB 61863 eingetragen. Die Gesellschaft ist ein Großhandelsunternehmen für Molybdänprodukte und artverwandte Ferrolegierungen. Die Onisc GmbH wurde im Jahr 2007 mit dem Ziel gegründet, den Handel mit Molybdän Produkten, insbesondere Molybdän Metall, zwischen chinesischen Produzenten und europäischen Abnehmern zu fördern. Seitdem ist Onisc stark gewachsen und hat sowohl die gehandelte Produktpallette sowie das ursprüngliche Geschäftsmodell erweitert. So vertreibt Onisc nicht mehr ausschließlich Endprodukte, sondern ist vermehrt auch im Bereich der Beschaffung von Vorprodukten für die Molybdänproduktion vorwiegend nach China tätig. 2. Darstellung des Geschäftsverlaufs a. Entwicklung der Branche und der Gesamtwirtschaft Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 geprägt von zahlreichen globalen Krisen. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ist das Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr um 0,3% gesunken. Die Energiekrise und geopolitische Spannungen sorgten für allgemeine Verunsicherung und schwächten den Welthandel, mit negativen Folgen für die deutsche Exportwirtschaft. Die in 2023 stark angestiegenen Energiepreise stabilisierten sich auf hohem Niveau und belasteten insbesondere die Industrieproduktion. Steigende Zinsen verschlechterten die jahrelang günstigen Finanzierungsbedingungen, was besonders die Bauwirtschaft bremste. Insgesamt dämpften die trotz des jüngsten Rückganges nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Im Zuge dessen rutschte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 ins Minus.1 Mit Blick auf den Markt für Molybdänprodukte setzte sich der bereits im Jahr 2022 beschriebene Preisanstieg aufgrund von Produktionsausfällen und Knappheit in der Rohstoffversorgung fort und erreichten während des ersten Quartals des Jahres 2023 ein historisches Hoch. Im weiteren Jahresverlauf stabilisierten sich die Preise auf einem hohen Niveau. Basierend auf den Analysen der International Molybdenum Association (IMOA), hat die Endverbrauchernachfrage nach Molybdän trotz globaler makroökonomischer Herausforderungen in 2023 ein Rekordniveau von 400.000 Tonnen erreicht. Die weltweite Molybdänproduktion stieg um 9 % im Vergleich zu 2022, während die globale Nutzung von Molybdän im selben Zeitraum um 1 % zunahm. Im Vergleich zu vielen anderen Rohstoffen weist Molybdän eine diversifiziertere Endverbrauchsstruktur auf. Das bedeutet, dass Molybdän weniger von einigen wenigen spezifischen Industrien abhängig ist, was es aus Nachfragesicht stabiler macht. Wachstum gab es in mehreren Sektoren, insbesondere in der Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung (+13,26 %), der Automobilindustrie (+7,8 %) und der Öl- und Gasindustrie (+4,2 %).2 b. Umsatz- und Auftragsentwicklung Trotz den weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Gesamtumfeldes konnte Onisc im Jahr 2023 ein Rohergebnis von TEUR 6.721 erwirtschaften. Dies entspricht einem Zuwachs von 35% im Vergleich zum Vorjahr. Gründe hierfür lagen im Ausbau des im Vergleich zu Molybdän-Metall mengenmäßig größeren, aber margenschwächeren Handels mit Molybdän-Konzentrat. Es gab in 2023 weiterhin Produktionsunterbrechungen durch eine Produktionsumstellung bei einem unserer Hauptlieferanten, die dazu führten, dass nur sehr wenig Handel mit Molybdän-Metall betrieben werden konnte. Darüber hinaus resultieren Teile des Umsatzanstieges aus den weiterhin deutlich gestiegenen Marktpreisen. c. Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben Zur Finanzierung eigener Handelsgeschäfte besteht eine Rahmenkreditvereinbarung in Höhe von insg. TEUR 3.000 bei unserer Hausbank. Zum 31. Dezember 2023 wurden hiervon TEUR 2.947 in Anspruch genommen. Zur Absicherung von Zahlungszielen für ausgewählte Kunden haben wir eine Warenkreditversicherung abgeschossen. Perspektivisch ist geplant, den gestiegenen Finanzierungsbedarf über eine transaktionsgebundene Finanzierungsstruktur sicherzustellen. Darüber hinaus werden wir - wie in der Vergangenheit - erwirtschaftete Gewinne in die Gewinnrücklage einstellen und so unsere Eigenkapitalposition sukzessive weiter verbessern. d. Personal- und Sozialbereich Onisc beschäftigte im Geschäftsjahr 6 Mitarbeiter und hat damit den Mitarbeiterstamm dem gestiegenen Geschäftsvolumen angepasst. e. Entwicklung wesentlicher finanzieller Kennzahlen im Geschäftsjahr 2023 Die Onisc GmbH nutzt zur Steuerung der Unternehmensaktivitäten unter anderem verschiedene finanzielle Kennzahlen. Dazu gehören finanzielle Kennzahlen wie Rohergebnis und Ergebnis vor Steuern (EBT). Nachfolgend werden finanzielle Kennzahlen, wie sie aus dem Jahresabschluss herzuleiten sind, im Vergleich zum Vorjahr dargestellt:
f. Nichtfinanzieller Leistungsindikator Die Zufriedenheit unserer Kunden hat für uns höchste Priorität. Um dieses Ziel bestmöglich zu erreichen, streben wir mit unseren Kunden und Lieferanten ein partnerschaftliches Verhältnis an, das auf Transparenz und Vertrauen basiert. Wir sind davon überzeugt, dass die Zufriedenheit unserer Kunden eine besondere Rolle für unser Wachstum in der Vergangenheit gespielt hat und auch in Zukunft spielen wird. 3. Darstellung der Lage 3.1 Vermögenslage Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 25.288 auf TEUR 36.238 angestiegen. Der Anstieg bewegt sich im Rahmen des gestiegenen Geschäftsvolumens im Geschäftsjahr, da er im Wesentlichen durch die Positionen geleistete und erhaltene Anzahlungen getrieben wird. Durch den vermehrten Handel mit Molybdänkonzentrat werden vermehrt Anzahlungen an die liefernden Minengesellschaften notwendig und somit auch vermehrt Anzahlungen von Kunden angefordert. Das Anlagevermögen sich aufgrund des Kaufs eines neuen Firmenfahrzeuges von TEUR 4 auf TEUR 45 leicht erhöht. Das Umlaufvermögen hat sich um TEUR 10.899 auf TEUR 36.168 erhöht. Der Anstieg wird wie bereits beschrieben durch den geschäftsbedingten weiteren Anstieg der geleisteten Anzahlungen (TEUR +3.398) sowie bei Handelswaren (TEUR +8.190) verursacht. Das Eigenkapital konnte durch den erzielten Jahresüberschuss um TEUR 730 erhöht werden. Die Steuerrückstellungen beinhalten Verpflichtungen aus der Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer für die Geschäftsjahre 2023 und 2022. Die sonstigen Rückstellungen haben sich vor allem aufgrund von höheren Rückstellungen für die Abschlusserstellung und -prüfung um TEUR 74 erhöht. Die Verbindlichkeiten sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 9.886 auf TEUR 32.134 gestiegen. Der Hauptgrund liegt in der Erhöhung der erhaltenen Anzahlungen (TEUR +12.643). 3.2 Finanzlage Aufgrund des Anstiegs des Vorratsvermögens, der erhaltenen Anzahlungen und der sonstigen Verbindlichkeiten sowie des Rückgangs der sonstigen Vermögensgegenstände sowie der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrug der Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit TEUR +1.161. Durch die gestiegenen Preise für Vorprodukte und das höhere Umsatzvolumen haben sich die Anforderungen an die Finanzierung der Betriebsmittel erhöht. Daraus ergab sich eine hohe durchschnittliche Inanspruchnahme des eingeräumten Kreditrahmens. Ergänzt wurde die Finanzierung durch den Ankauf von Nachsichtakkreditiven durch unsere Hausbanken. Dementsprechend lag der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit bei TEUR -1.021. Signifikante Investitionen wurden abgesehen von dem Erwerb eines Firmenfahrzeuges nicht getätigt. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug TEUR -59. Dementsprechend ergab sich aus den beschriebenen Zahlungsmittelbewegungen zum 31. Dezember 2023 ein Bestand an liquiden Mitteln von TEUR 85. Die Gesellschaft war im Berichtsjahr jederzeit in der Lage ihre fälligen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht zu beglichen. 3.3 Ertragslage Das Rohergebnis des Jahres 2023 belief sich auf TEUR 6.721. Nach Abzug des Personalaufwands in Höhe von TEUR 541, der Abschreibungen in Höhe von TEUR 255 und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 3.673 ergibt sich ein Betriebsergebnis in Höhe von TEUR 2.252. Nach Berücksichtigung des Finanzergebnisses in Höhe von TEUR -1.225 ergibt sich ein EBT von TEUR 1.027. Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 730 nach Abzug von Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie der sonstigen Steuern. Die Rohertragsmarge ist im Vergleich zum Vorjahr von 4,7% auf 3,2% gesunken. Dies resultiert aus dem bereits beschriebenen Ausbau des Handels mit dem vergleichsweise margenschwächeren Molybdän-Konzentrats. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind mit TEUR 2.983 im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 2.587) angestiegen. Dahinter stehen im Wesentlichen Erlöse aus Währungsumrechnungen (TEUR 2.590) sowie Erlöse aus der Ausbuchung eines Kreditors (TEUR 375). Die Personalkosten haben sich aufgrund der bereits im vergangenen Jahr betriebenen Änderungen in der Geschäftsführung und der Abfindung eines Mitarbeiters um 24,4% auf TEUR 541 erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von TEUR 2.721 auf TEUR 3.673 erhöht. Getrieben wird diese Position im Wesentlichen von Aufwendungen aus Währungsumrechnungen (TEUR 3.183). Die Zinsaufwendungen sind aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens ebenfalls angestiegen, da wir uns vermehrt durch den Ankauf von Nachsichtakkreditiven durch unsere Hausbank finanziert haben. Die Aufwendungen sind von TEUR 706 im Vorjahr auf TEUR 1.239 gestiegen. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten zum einen die Zuführung für die passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 41 sowie die Aufwendungen für Körperschafts- (inkl. Solidaritätszuschlag) und Gewerbesteuer für das Geschäftsjahr 2023 (TEUR 257). Für das Geschäftsjahr 2023 hatten wir mit einem Rohergebnis von ca. 5 Mio. EUR und einem EBT von ca. 1 Mio. EUR geplant. Unsere Erwartungen haben wir erfüllt. Wir sind unter Berücksichtigung der weiterhin anspruchsvollen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und den Verwerfungen im Markt für Molybdänprodukte mit der Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Geschäftsjahr 2023 zufrieden. 4. Chancen- und Risikobericht 4.1. Chancenbericht Auch wenn die allgemeine Marktlage im Geschäftsjahr 2023 weiterhin herausfordernd war, blicken wir grundsätzlich optimistisch in die Zukunft. Der Markt für Molybdänprodukte weist eine sehr breite Nutzerbasis auf und ist somit grundsätzlich robuster. Basierend auf den Marktanalysen von Branchenexperten rechnet man in den kommenden zehn Jahren mit einem Marktwachstum von 2,5 - 2,7% p.a., was einem Plus von 105.000t entspricht.3 Wichtige Wachstumstreiber sind die Luftfahrt, Verteidigung, Öl und Gas sowie erneuerbare Energien. Der wichtigste Markt für die Produktion von Molybdänprodukten als auch für deren Verwendung ist weiterhin China. Für das Jahr 2024 prognostiziert man ein Zuwachs in der Nachfrage von Molybdän-Konzentrat für die weitere Produktion von +5% im chinesischen Markt.4 Dadurch, dass Onisc sich seit vergangenem Jahr auch auf der Beschaffungsseite verstärkt hat, können wir von diesem Nachfragewachstum profitieren. Zusätzlich dazu hoffen wir, nach den Lieferschwierigkeiten in den letzten Jahren auch wieder vermehrt in das margenstärkere Geschäft mit Molybdän-Metall einsteigen zu können. Den weiteren Ausbau unserer Geschäftstätigkeit wollen wir auch weiterhin durch Verbesserungen in internen Prozessen und weiteren Digitalisierungsmaßnahmen unterstützen, um das operative Geschäft kosteneffizient darstellen zu können. Unterstützende Tätigkeiten in Rechnungswesen und Administration sollen, auch aufgrund der weiterhin angespannten Lage auf dem Arbeitsmarkt durch professionelle externe Partner geleistet werden. Dadurch kann das Unternehmen mit flexibler Kostenbasis und ohne größeren Personalaufbau weiterwachsen. 4.2. Risikobericht a) Gesamtwirtschaftliche Risiken Die gesamtwirtschaftliche Lage hat sich im Vergleich zu den Lockdowns und Logistikschwierigkeiten im Vorjahr wieder etwas stabilisiert. Trotz der sich eintrübenden konjunkturellen Lage konnten wir unser Wachstum der letzten Jahre fortsetzen. Unser flexibles Geschäftsmodell mit einer geringen Fixkostenstruktur und langjährige stabile Kundenbeziehungen erlaubt es uns schnell reagieren zu können, falls sich grundlegende Marktfaktoren ändern sollten. b) Branchenspezifische Risiken Die im Vorjahr und zu Beginn des Geschäftsjahres 2023 stark angestiegenen Preise habe sich im Laufe des Jahres auf einem weiterhin höheren Niveau stabilisiert. Wir konnten uns dennoch ausreichende Margen sichern und den weiterhin steigenden Betriebsmittelbedarf durch die beschriebenen Finanzierungsmittel decken. Aufgrund der schwierigen Marktlage kam es wie bereits im Vorjahr beschrieben zu vereinzelten Verzögerungen bei der Bereitstellung von vertraglich vereinbarten Warenlieferungen. Alle hieraus resultierenden Probleme konnten im Nachgang einvernehmlich mit den betroffenen Kunden geregelt werden. c) Ertragsorientierte Risiken Der Markt für Molybdän-Produkte ist aufgrund der hohen Markteintrittsbarrieren oligopolistisch geprägt. Es gibt nur eine begrenzte Anzahl von Minen und Lieferanten von Molybdän-Konzentrat sowie einige wenige große Produzenten für die hochwertigen Verarbeitungsstufen des Molybdän-Metalls. Onisc pflegt sehr gute Kontakte zu wichtigen Produzenten und konnte in den vergangenen Jahren Marktanteile hinzugewinnen. Die Wettbewerbsrisiken für Onisc in der Branche sind somit überschaubar. d) Finanzwirtschaftliche Risiken Wie in der Branche üblich, werden nahezu sämtliche Warengeschäfte in US-Dollar abgewickelt. Lediglich die lokalen operativen Ausgaben werden in Euro geleistet. Im Falle von abweichenden Währungen, können wir Währungssicherungsgeschäfte bei unserer Hausbank tätigen. Um ausreichende Liquidität sicherzustellen, haben wir im Geschäftsjahr 2023 auf den Ankauf von Nachsichtakkreditiven und unsere bestehende Finanzierungslinie zurückgegriffen. Die erhöhten Finanzierungskosten konnten wir durch unsere Margen entsprechend abdecken. Zur Absicherung von Ausfallrisiken besteht eine Warenkreditversicherung sowie eine deutsche Rückdeckungsversicherung für unsere chinesischen Transportversicherungspolicen. e) Rohstoff- und Beschaffungsrisiken Die bereits im Vorjahr beschriebenen Problematiken bei der Beschaffung der für die Molybdän-Metall benötigten Rohstoffe, sowie die des Endproduktes haben sich im Geschäftsjahr 2023 fortgesetzt. Zur Sicherstellung der Produktverfügbarkeit wurden auch weiterhin Teile des planbaren Umsatzes wieder durch vorab vereinbarte Jahresverträge geregelt. Zusätzlich dazu können wir auf ein breites Netzwerk an langjährigen Industriekontakten zurückgreifen. 4.3. Gesamtaussage Auch wenn ein anspruchsvolles Geschäftsjahr 2023 hinter Onisc liegt, ist das Unternehmen weiterhin stabil aufgestellt und gut für die Zukunft gerüstet. Es sind derzeit keinerlei bestandsgefährdende Risiken erkennbar. 5. Prognosebericht Onisc konnte sich auch im vergangenen Geschäftsjahr trotz der äußerst anspruchsvollen Marktlage mit Beschaffungsproblemen in allen Produktbereichen am Markt behaupten und den Umsatz weiter steigern. Onisc ist im Markt gut positioniert und hat durch den direkten Zugang zu Molybdänproduzenten einen entscheidenden Marktvorteil zu anderen Handelsunternehmen. Aktuell agiert man im Wesentlichen als Lieferant für andere Händler oder große Produzenten mit hohen Abnahmemengen. Der Aufbau eines Lagers in der EU hat hohe Priorität und versetzt uns in die Lage, am europäischen Spot-Markt teilnehmen zu können und weitere Kunden zu gewinnen. Eine Umsetzung ist im Verlaufe des Jahres 2025 geplant. Durch die Ausweitung des Handels mit Molybdän-Konzentrat - teilweise auch aufgrund kurzfristig notwendiger Neu-Dispositionen vor dem Hintergrund der vielfältigen logistischen Herausforderungen - konnte der Umsatz von EUR 104 Mio. (2022) auf EUR 210 Mio. (2023) gesteigert werden. Der Umsatz für das Geschäftsjahr 2024 beläuft sich voraussichtlich auf ca. EUR 270 Mio. Wir gehen von einem Anstieg des Ergebnisses vor Steuern (EBT) und des Rohergebnisses im unteren zweistelligen Prozentbereich gegenüber 2023 aus. Auch in 2024 ist die Umsatzausweitung im Wesentlichen auf die Ausweitung des Handels mit Molybdän-Konzentrat zurückzuführen. Für das Geschäftsjahr 2025 rechnen wir mit einem Umsatzvolumen von ca. EUR 280 Mio. bis EUR 300 Mio. und einer weiteren moderaten Erhöhung des Ergebnisses vor Steuern sowie des Rohergebnisses im Vergleich zu 2024, korrespondierend zur Umsatzsteigerung. Hauptumsatzträger wird weiterhin der Handel mit Molybdän-Konzentrat sein, wobei wir auch wieder mit einem signifikanten Anstieg unseres Molybdän-Metall-Geschäftes rechnen. Für das Geschäftsjahr 2026 wird mit einem Umsatz und einem Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres gerechnet. Der hier formulierte Prognosebericht basiert auf Erwartungen und Aussagen zu den in der Zukunft liegenden Sachverhalten. Derartige Aussagen sind naturgemäß zahlreichen Risiken und Unsicherheiten unterworfen. Sollten diese eintreten, können die tatsächlichen Ereignisse und Sachverhalte von den hier dargestellten Erwartungen abweichen.
Düsseldorf, den 21. März 2025 Onisc GmbH Geschäftsführung 1 Quelle: Statistisches Bundesamt (https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2024/bip2023/statement-bip.pdf?__blob=publicationFile#:~:text=Die%20Folgen%20der%20globalen%20Krisen,3%20%25%20gegenüber%20dem%20Vorjahr%20gesunken) 2 Quelle: International Molybdenum Association (IMOA) Annual Review 2023/24 3 Quelle: IMOA / Steel & Metals Market Research 4 Quelle: IMOA / Steel & Metals Market Research BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte und erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind mit ihrem Nennwert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nominalwert abzüglich angemessener Wertberichtigungen angesetzt. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zu ihrem Nennwert angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Aufwendungen für die Folgeperiode und werden zeitanteilig ermittelt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Stichtagskurs umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger waren (Niederstwertprinzip) oder höher lagen (Höchstwertprinzip). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Geschäften in Fremdwährung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. Die Rückstellungen sind mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen und wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern wurden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt, soweit diese zu einer zukünftigen steuerlichen Be- oder Entlastung führen und sich im Zeitablauf ausgleichen. Passive latente Steuern wurden nur dann angesetzt, wenn sie die aktiven latenten Steuern überstiegen. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des AnlagevermögensDie Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben unverändert zum Vorjahresbilanzstichtag ausnahmslos eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen wird im Wesentlichen eine Umsatzsteuerforderung von TEUR 34,7 (Vorjahr: TEUR 32,8) ausgewiesen. Im Vorjahr wurden unter den sonstigen Vermögensgegenständen insbesondere Forderungen aus Körperschaft- und Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 137 sowie eine Forderung bzw. Darlehen in Höhe von TEUR 564 ausgewiesen. Gewinn-/Verlustvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung Bei Aufstellung der Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bilanzgewinn ein Gewinnvortrag von 11.660,56 Euro einbezogen. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten: Rückstellungen zur Erfüllung von Aufbewahrungspflichten und Rückstellungen für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses. Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 0,00 Euro (Vorjahr: 0,00 Euro). Angabe zu Verbindlichkeiten mit Restlaufzeitvermerken
Es besteht ein Globalzessionsvertrag hinsichtlich der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Sonstige Verbindlichkeiten In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 195 (Vorjahr: TEUR 269) enthalten. Darüber hinaus sind hier insbesondere kreditorische Debitoren in Zusammenhang mit Gutschriften zugunsten eines Kunden i.H.v. TEUR 1.822 (Vorjahr: TEUR 1.141) enthalten. Latente Steuern Die Veränderung der latenten Steuersalden im abgelaufenen Geschäftsjahr stellt sich wie folgt dar:
Der Ansatz passiver latenter Steuern entspricht der sich insgesamt ergebenden Steuerbelastung aus dem Unterschied der Handelsbilanz- und der Steuerbilanzwerte. Bei der Bewertung der latenten Steuern wurden der unternehmensindividuelle Steuersatz herangezogen. Der durchschnittliche Steuersatz beträgt 31,23 %. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 134.529,42 Euro sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte: Mietvertrag über Gewerberäume mit einer Restlaufzeit von 2 Jahren sowie ein Kfz-Leasingvertrag mit einer Restlaufzeit von 3,5 Jahren. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung resultierend aus der Ausbuchung eines Kreditors in Höhe von 374.650,18 Euro enthalten. Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung Aus der Währungsumrechnung ergaben sich Erträge in Höhe von 2.589.966,36 Euro (Vorjahr: 2.571.092,46 Euro). Aus der Währungsumrechnung ergaben sich Aufwendungen in Höhe von 3.183.407,34 Euro (Vorjahr: 2.350.266,29 Euro). Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Vergütungen der Geschäftsführer Unter Anwendung der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB werden die Gesamtbezüge der Geschäftsführung nach § 289 Nr.9a) HGB nicht angegeben Honorar des Abschlussprüfers Das im Geschäftsjahr erfasste Honorar für den Abschlussprüfer beträgt:
Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung beschließt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung: Der Jahresüberschuss beträgt 729.682,87 Euro. Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrages ergibt sich ein Betrag von 741.343,43 Euro, der zu verwenden ist. In die Rücklagen werden 700.000 Euro eingestellt. Auf neue Rechnung werden 41.343,43 Euro als neuer Bilanzgewinn vorgetragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Düsseldorf, 21.März 2025 Ao Sun, Kauffrau Joachim Stute, Kaufmann sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 21.03.2025 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Onisc GmbH, Düsseldorf Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Onisc GmbH, Düsseldorf - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Onisc GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut für Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Düsseldorf, den 21. März 2025 Dr. Okan Bülbül, Wirtschaftsprüfer |
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