MAU Immo GmbH
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Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Steffen Richard Matz seit 16.1.2026 | Liquidator |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 40.14% | |
| 27.02% | |
C******** W******* J*** | 5.94% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
8 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 8 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SCAILEX GmbHGräfelfingJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Anhang für das Geschäftsjahr 2022I. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die geringwertigen Gegenstände des Anlagevermögens mit Einzelanschaffungskosten bis netto EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und wurden in ein gesondertes Verzeichnis aufgenommen. Die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu ihren Nominalwerten unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die liquiden Mittel werden mit den Nennwerten angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Auszahlungen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr und Vorjahre betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen sind vorsichtig bemessen. Sie tragen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in vernünftiger kaufmännischer Weise Rechnung und sind mit ihren voraussichtlichen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 0 haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr (im Vorjahr TEUR 2.100 mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr). Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. In den liquiden Mitteln bestehen Verfügungsbeschränkungen für Guthaben in Höhe von TEUR 329 (Vorjahr TEUR 317). Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:
Die Verbindlichkeiten weisen zum Stichtag folgende Restlaufzeiten aus:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.596,7 (Vorjahr TEUR 2.003,0). IV. Haftungsverhältnisse und sonstige Verpflichtungen Zum Abschlussstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse. Es bestehen nicht bilanzierte finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen wie folgt:
V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind außergewöhnliche Erträge aus der Anpassung der Rückstellung für Schadensregulierung in Höhe von TEUR 429 enthalten. VI. Anteilsbesitz
* Zahlen zum 31. Dezember 2021
VII. Sonstige Angaben Geschäftsführer der Gesellschaft ist Herr Steffen Matz, Unternehmer. Auf die Angabe gem. § 285 Nr. 9 HGB kann gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet werden. Im Jahresmittel waren 7 Mitarbeiter (Vorjahr: 5 Mitarbeiter) beschäftigt. Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 619.781,28 zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 4.666.872,42 auf neue Rechnung vorzutragen. Mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt. VIII. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.
Gräfelfing, den 4. Mai 2023 gez. Steffen Matz, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
Lagebericht 2022I) Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell des Unternehmens Dienstleistungsunternehmen mit Sitz in Gräfelfing. Das Serviceportfolio umfasst Cloud-IT-Leistungen für Rechtsanwaltskanzleien, die Vermittlung von Rechtsdienstleistungen an Verbraucher und Unternehmen über das Internet, die Erbringung von administrativen Dienstleistungen sowie die Prozesskostenfinanzierung. Die administrativen Dienstleistungen umfassen unter anderem die Qualifizierung von Mandantenanfragen, die Kommunikation über verschiedene Kanäle ' wie Fax, E-Mail, Telefon und Post', die Dokumentprüfung und Datenextraktion aus Dokumenten sowie allgemeine Verwaltungs- und Office-Management-Aufgaben. Juristische Kerntätigkeiten wie Rechtsberatung und Prozessführung sind ausgenommen und liegen im Verantwortungsbereich der Kanzleikunden. Um eine möglichst effiziente Sach- bzw. Vorgangsbearbeitung zu gewährleisten, nutzt SCAILEX die Vorteile der digitalen Prozessautomatisierung. Im Rahmen ihrer Dienstleistungserbringung setzt SCAILEX unter anderem eine selbst entwickelte Cloud-IT-Lösung ein, über die Rechtsanwaltskanzleien Zugriff auf alle mit den Mandanten der Kanzlei im Zusammenhang stehenden Dokumente und Informationen erhalten. Forschung und Entwicklung Die Entwicklung und der Betrieb der von SCAILEX verwendeten IT-Plattform erfolgt durch das Tochterunternehmen SCAILEX technology GmbH, Gräfelfing. Die Kosten hierfür beliefen sich im Geschäftsjahr auf 5,1 Mio. Euro (Vorjahr: 3,9 Mio. Euro). II) Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen und Lieferengpässen, dem anhaltenden Fachkräftemangel sowie der im Jahresverlauf abklingenden Corona-Pandemie. Trotz dieser belastenden Faktoren erwies sich die deutsche Wirtschaft als robust. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2022 preisbereinigt 1,9% höher als im Jahr zuvor. Die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen verlief dabei sehr unterschiedlich. Am deutlichsten fiel die Belebung bei den sonstigen Dienstleistern, zu denen auch die Kreativ- und Unterhaltungsbranche zählt, mit +6,3% aus, gefolgt von Handel, Verkehr und Gastgewerbe (+4,0%) sowie dem Bereich Information und Kommunikation (+3,6%). Schlusslicht bei der Entwicklung der Bruttowertschöpfung im Jahr 2022 war das Baugewerbe (-2,3%). Die Branche der Rechtsberatung in Deutschland, in der die umsatzstärksten Kunden der Gesellschaft tätig sind, präsentierte sich insgesamt krisenresistent. Sie verzeichnete laut Marktbeobachtern im Zeitraum 2017'2022 ein Wachstum von durchschnittlich 3,9% pro Jahr. Für das Jahr 2022 wurde ein Gesamtumsatz von 34,8 Mrd. Euro erwartet, was einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr von 4,3% entspricht. Die Gesamtzahl der zugelassenen Rechtsanwälte in Deutschland im Jahr 2022 blieb nach Angaben der Bundesrechtsanwaltskammer mit 165.587 im Vorjahresvergleich fast konstant. Geschäftsverlauf (im Berichtszeitraum) Im Jahr 2022 konnte SCAILEX einen im Vergleich zum Vorjahr verhalteneren Geschäftsverlauf verzeichnen. Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen hatten keine erkennbaren Auswirkungen auf die IT- und Vermittlungstätigkeit der Gesellschaft sowie die Erbringung von administrativen Dienstleistungen für Anwaltskanzleien, da die Nachfrage nach Rechtsdienstleistungen von Verbrauchern und Unternehmen, speziell im Zusammenhang mit dem Diesel- bzw. Abgasskandal, weitgehend unabhängig von kurzfristigen konjunkturellen Einflüssen ist. Wie im Vorjahr investierte die Gesellschaft auch im Berichtsjahr 2022 in den Ausbau der selbst entwickelten Cloud-IT-Lösung mit dem Ziel, den Automatisierungsgrad in der Bearbeitung juristischer Fälle über die gesamte Wertschöpfungskette weiter zu steigern. Die Mitarbeiterzahl zum Jahresende 2022 blieb mit 6 Mitarbeitern im Vergleich zum Jahresende 2021 konstant. Ertragslage Die Umsätze der Gesellschaft liegen im Berichtsjahr 2022 bei insgesamt 14,8 Mio. Euro (Vorjahr: 21,4 Mio. Euro) und unterschreiten dabei die Prognose des Vorjahres, bei der mit Umsatzerlösen in Höhe von 20,5 Mio. Euro geplant wurde. Der Rückgang der Umsatzerlöse ist zum einen auf eine insgesamt sinkende Nachfrage nach administrativen Dienstleistungen seitens der betreuten Anwaltskanzleien zurückzuführen. Zum anderen lagen die Erlöse mit Verbrauchern aus Servicepauschalen sowie aus Erfolgshonoraren für Prozesskostenfinanzierung unter dem Niveau des Vorjahres. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich im Berichtsjahr auf 0,4 Mio. Euro (Vorjahr: 0,0 Mio. Euro) und resultieren ganz überwiegend aus der Auflösung nicht verbrauchter Rückstellungen für Schadensregulierung aus dem Vorjahr. Der Materialaufwand beträgt 7,3 Mio. Euro (Vorjahr: 10,0 Mio. Euro) und enthält im Wesentlichen Fremdleistungen der Tochtergesellschaft SCAILEX services GmbH für Backoffice-, Telefonie-, Marketing- und sonstige administrative Dienstleistungen. Daneben sind Aufwände für Prozesskostenfinanzierung, externe Marketingdienstleister, Telekommunikation, elektronische Belegerfassung und weiterbelasteten Mietaufwand enthalten. Der Personalaufwand beläuft sich im Berichtsjahr 2022 auf 0,9 Mio. Euro (Vorjahr: 0,4 Mio. Euro) und liegt aufgrund einer veränderten Zusammensetzung der Belegschaft sowie einer unterjährig leicht erhöhten Anzahl an Mitarbeitern über dem Niveau des Jahres 2021. Der sonstige betriebliche Aufwand beträgt 6,1 Mio. Euro (Vorjahr: 6,4 Mio. Euro). Während die Kosten für den Betrieb und die Entwicklung der Cloud-IT-Plattform anstiegen und die Wertberichtigung auf eine Forderung in Höhe von 0,7 Mio. Euro (Vorjahr: 0,0 Mio. Euro) das Ergebnis belastete, führten ein deutlicher Rückgang bei den bezogenen Beratungsleistungen auf 0,0 Mio. Euro (Vorjahr: 0,4 Mio. Euro) sowie das Fehlen von Rückstellungen für Schadensregulierung (Vorjahr: 1,8 Mio. Euro) insgesamt zu einer Verminderung dieser Aufwandsposition. Rechts- und Beratungskosten fielen gegenüber dem Vorjahr ebenfalls geringer aus. Im Berichtsjahr 2022 hat die Gesellschaft keine Erträge aus Beteiligungen (Vorjahr: 1,5 Mio. Euro) erzielt. Das abgelaufene Geschäftsjahr 2022 verlief mit einem Betriebsergebnis von 1,0 Mio. Euro (Vorjahr: 4,5 Mio. Euro) und einem Jahresüberschuss von 0,6 Mio. Euro (Vorjahr: 4,9 Mio. Euro) insgesamt zufriedenstellend. Finanzlage Das Stammkapital beträgt zum Bilanzstichtag 31.12.2022 insgesamt 50.363 Euro (Vorjahr: 50.363 Euro) und ist in voller Höhe einbezahlt. Die Gesellschaft finanziert sich im Wesentlichen aus dem operativen Cashflow und kurzfristigen Kontokorrentverbindlichkeiten. Im Berichtsjahr 2022 bestehende Bankverbindlichkeiten wurden zum Bilanzstichtag vollständig zurückgeführt (Vorjahr: 0,9 Mio. Euro). Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihre Verbindlichkeiten zu erfüllen. Die Geschäftsführung schätzt die Finanzlage als geordnet ein. Vermögenslage Die Bilanzsumme ist zum Bilanzstichtag im Vergleich zum Vorjahr (14,8 Mio. Euro) um 18,6% auf 12,1 Mio. Euro gesunken. Ursächlich hierfür sind in erster Linie der Rückgang von Verbindlichkeiten, gesunkene Rückstellungen sowie eine Reduzierung des Umlaufvermögens. Das Eigenkapital der Gesellschaft zum 31.12.2022 erhöhte sich ergebnisbedingt um 0,6 Mio. Euro auf 8,3 Mio. Euro (Vorjahr: 7,7 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote steigt aufgrund des erhöhten Eigenkapitals bei gleichzeitig geringerer Bilanzsumme auf 69,0% (Vorjahr: 52,0%). Die Verbindlichkeiten verminderten sich zum Bilanzstichtag um EUR 2,8 Mio. auf EUR 1,7 Mio. im Wesentlichen auf Grund der Tilgung von Bankverbindlichkeiten sowie von Gesellschafterverbindlichkeiten. Die Rückstellungen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf insgesamt 2,0 Mio. Euro (Vorjahr: 2,6 Mio. Euro). Dies liegt im Wesentlichen an der partiellen Auflösung einer im Vorjahr gebildeten Rückstellung für Schadensregulierung. Diese belief sich zum Bilanzstichtag auf 1,4 Mio. Euro (Vorjahr: 1,8 Mio. Euro). Zudem sanken die Steuerrückstellungen aufgrund des niedrigeren Jahresergebnisses leicht auf 0,6 Mio. Euro (Vorjahr: 0,8 Mio. Euro). Das Umlaufvermögen beträgt 11,9 Mio. Euro (Vorjahr: 14,7 Mio. Euro) und ist gegenüber dem Vorjahr insgesamt gesunken: Zwar erhöhen sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen per 31.12.2022 auf insgesamt 10,5 Mio. Euro (Vorjahr: 6,8 Mio. Euro); gleichzeitig vermindern sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen auf 0,0 Mio. Euro (Vorjahr: 2,1 Mio. Euro) auf Grund der vollständigen Tilgung eines Darlehens an eine Tochtergesellschaft sowie die die liquiden Mittel auf 1,2 Mio. Euro (Vorjahr: 5,6 Mio. Euro) im Wesentlichen auf Grund der Rückzahlung der Verbindlichkeiten. Die Geschäftsführung schätzt die Vermögenslage als geordnet ein. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Gesellschaft überwacht die Geschäftsentwicklung im Rahmen ihres monatlichen Controllings. Bei den finanziellen Leistungsindikatoren wird die Entwicklung von Umsatz und Betriebsergebnis analysiert. Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren bestehen nicht, aber die Unternehmensführung nimmt die Fortschritte im Bereich der IT-gestützten Prozessautomatisierung regelmäßig in den Blick. Nachtragsbericht Bezüglich der Berichterstattung zu Vorgängen von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang. III) Prognose-, Chancen- und Risikobericht Prognosebericht Die ersten zwei Monate des Geschäftsjahres 2023 sind zufriedenstellend verlaufen. Die Umsatzerlöse lagen mit 0,9 Mio. Euro nur leicht unterhalb dem in der Finanzplanung prognostizierten Wert von 1,0 Mio. Euro. Die Finanzplanung für das Geschäftsjahr 2023 geht von einem Betriebsergebnis von 0,9 Mio. Euro bei prognostizierten Umsatzerlösen von 4,9 Mio. Euro aus. Damit wird eine Umsatzrendite von 18,3% angestrebt. Die niedrigeren Umsatzerwartungen gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 ergeben sich aus einer geringeren durchschnittlichen Anzahl an Gerichtsverfahren, die auf der Cloud-IT-Plattform verarbeitet werden. Die prognostizierten Gesamtkosten fallen ebenfalls niedriger aus, da im Geschäftsjahr 2023 aufgrund der Kündigung der Dienstleistungsverträge mit den Tochtergesellschaften SCAILEX technology GmbH und SCAILEX services GmbH zum 31.03.2023 mit deutlich niedrigeren Aufwendungen für Betrieb und die Entwicklung der Cloud-IT-Plattform sowie für Backoffice- und administrative Dienstleistungen gerechnet wird. Risikobericht Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer unternehmerischen Tätigkeit unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Diesen Geschäftsrisiken begegnet sie mit verschiedenen Instrumenten, wobei der Fokus auf eine Minimierung etwaiger bestandsgefährdender Risiken gerichtet ist. Nachfolgend werden die Risiken dargestellt, welche für SCAILEX von wesentlicher Bedeutung sind. Die Risiken werden in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung für die Gesellschaft beschrieben. Für die Beurteilung der Risiken wird ein Zeitraum von einem Jahr zugrunde gelegt. Zahlungsausfallrisiken Das Kundenportfolio der Gesellschaft setzt sich umsatzgewichtet im Wesentlichen aus Anwaltskanzleien und Legal-Tech-Unternehmen zusammen. Diese Kunden weisen zum Teil unterschiedliche Bonitäten auf. Da die Zahlung in der Regel nach Erbringung einer Dienstleistung erfolgt, kann nicht ausgeschlossen werden, dass Kunden mit Zahlungen in Verzug geraten oder einzelne Forderungen ausfallen. Die Gesellschaft überwacht die Kundenforderungen auf monatlicher Basis und ist beim Abschluss neuer Verträge bestrebt, enge Zahlungsziele zu vereinbaren. Operative Risiken SCAILEX unterstützt Anwaltskanzleien bei der Bearbeitung juristischer Verfahren. Die Qualität der ITgestützten und manuellen Fallbearbeitung ist für einen erfolgreichen Ausgang dieser Verfahren von großer Bedeutung. Fehler auf Seiten der SCAILEX oder einer ihrer Dienstleister können sich nachteilig auf den Ausgang dieser Verfahren auswirken und mögliche Haftungsansprüche nach sich ziehen. Die Gesellschaft begegnet diesem Risiko durch eine Reihe von Maßnahmen. Hierzu zählen die engmaschige Abstimmung mit Kunden und internen Dienstleistern, das sorgfältige Testen vor der Freischaltung neuer Funktionen sowie die Dokumentation aller wesentlichen Vorgänge und Interaktionen mit den Mandanten. Operative Risiken aus möglichen Pandemielagen werden sowohl bei der Gesellschaft selbst als auch bei ihren internen Dienstleistern mittels organisatorischer Maßnahmen minimiert. Das größte Risiko besteht hier im Ausfall ganzer Teams und die Unmöglichkeit der Leistungserbringung, die zu signifikanten Umsatzverlusten führen könnte. Dieses Risiko wird durch eine IT-Infrastruktur minimiert, die mobiles Arbeiten außerhalb der Büros ermöglicht. Absatzrisiken Die Nachfrage nach den Dienstleistungen der Gesellschaft hängt derzeit noch zu einem wesentlichen Teil von bestimmten Fallsegmenten im Verbraucherrecht ab (Diesel-/Abgasskandal). Bestimmte Einflussfaktoren können dazu führen, dass diese Segmente in Zukunft weniger stark nachgefragt werden. Hierzu zählen etwa Verjährungen, höchstrichterliche Rechtsprechung oder auch ein verändertes Verhalten auf Beklagtenseite. Die Gesellschaft begegnet diesem Risiko mit der Erschließung neuer Fallsegmente im Verbraucherrecht und anderen Rechtsgebieten. Finanzrisiken Die Überwachung und Steuerung zur Vermeidung finanzieller Risiken erfolgt durch Instrumente wie die jährliche Finanzplanung, die Analyse von Planabweichungen auf Basis des monatlichen Reportings und die laufende Überwachung der Liquidität. Die Bankguthaben belaufen sich zum Stichtag auf 1,2 Mio. Euro (Vorjahr: 5,6 Mio. Euro). Personalrisiken Als Technologieunternehmen sind die Gesellschaft und die Tochtergesellschaften in besonderem Maße auf qualifizierte Mitarbeiter angewiesen. Die Bindung von Leistungsträgern und die Anwerbung weiterer hochqualifizierter Talente sind für den künftigen Erfolg der Gesellschaft von entscheidender Bedeutung. Sollte dies nicht gelingen, könnten sich nachteilige Auswirkungen auf die Qualität der Leistungserbringung, den Umsatz oder künftige Wachstumschancen ergeben. Durch eine leistungsgerechte Vergütung, die Schaffung eines attraktiven Arbeitsumfeldes und den bereits begonnenen Aufbau einer starken Arbeitgebermarke wird diesen Risiken begegnet. Aus heutiger Sicht sind die dokumentierten Risiken beherrschbar. Die Geschäftsführung sieht keine wesentlichen weiteren Risiken oder Risiken, die eine Bestandsgefährdung darstellen können. Chancenbericht Für die Beurteilung der Chancen der Gesellschaft wird ein Prognosezeitraum von einem Jahr zugrunde gelegt. Die Geschäftsleitung sieht Chancen, die SCAILEX-Technologieplattform, die einen hohen Automatisierungsgrad in der End-to-End-Fallbearbeitung bietet, auch für andere Rechtsgebiete und ggf. andere Kundensegmente zugänglich zu machen. Wertvoll in diesem Zusammenhang sind insbesondere die vorhandenen Funktionen für den automatisierten Kundendialog (Onboarding, Intake-Management), die qualitätsgesicherte Datenextraktion und -interpretation, die kontextspezifische Erstellung von E-Mails, Verträgen und anderen Schriftstücken sowie die automatisierte vorgangsspezifische Abrechnung inkl. Forderungsmanagement. Die genannten Funktionen sind nicht auf den Einsatz in einem einzelnen Rechtsgebiet beschränkt, sondern haben universellen Charakter und sind daher auch auf andere Rechtsgebiete und Kundensegmente mit hohem Sachbearbeitungsschwerpunkt anwendbar.
Gräfelfing, den 4. Mai 2023 gez. Steffen Matz, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die SCAILEX GmbH, Gräfelfing Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der SCAILEX GmbH, Gräfelfing, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SCAILEX GmbH, Gräfelfing, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 10. Mai 2023 GKK
PARTNERS Audit GmbH
Stefan Schmittner, Wirtschaftsprüfer Alexander Streidl, Wirtschaftsprüfer |
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