Offshore 1 Management GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GGW Group GmbH (vormals: Gossler, Gobert & Wolters Holding GmbH)HamburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022Allgemeine Angaben zum KonzernabschlussDie GGW Group GmbH (im Vorjahr: Gossler, Gobert & Wolters Holding GmbH) hat ihren Firmensitz in Hamburg und ist mit der Registernummer HRB 167551 in das Handelsregister B des Amtsgerichts Hamburg eingetragen. Im Berichtsjahr erfüllte die GGW Group GmbH die Größenkriterien des § 293 HGB und erstellt somit erstmalig einen Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2022. Der Abschluss wurde nach deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Ergänzende Vorschriften, wie sie sich etwa aus den Deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) ergeben, wurden hierbei beachtet. Die Gliederung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren. Im Hinblick auf die erstmalige Erstellung eines Konzernabschlusses werden Vorjahreswerte bei Anhangangaben insoweit ausgewiesen, wie sie verlässlich ermittelbar waren. Stichtag des KonzernabschlussesDer Konzernabschluss ist auf den Stichtag des Jahresabschlusses der Holdinggesellschaft, der GGW Group GmbH (nachfolgend gemeinsam auch die "GGWG-Gruppe"), aufgestellt worden. Bis auf wenige Ausnahmen haben die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ebenfalls das Kalenderjahr als Geschäftsjahr. Gesellschaften mit abweichenden Geschäftsjahren haben einen Zwischenabschluss zum 31. Dezember 2022 aufgestellt. Angaben zum KonsolidierungskreisNeben der Holdingsgesellschaft GGW Group GmbH, Hamburg, werden 88 (Vorjahr 75) inländische und 10 (Vorjahr 5) ausländische Tochterunternehmen nach dem Grundsatz der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Darüber hinaus wurden 10 (Vorjahr 9) Unternehmen nach Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Bei den in den Konzernabschluss einbezogenen assoziierten Unternehmen ergeben sich keine materiellen Unterschiede zwischen den Bewertungsmethoden der Gesellschaften und den konzerneinheitlichen Ansatz- und Bewertungsmethoden. Eine Anpassung der Bewertungsmethoden bei den in den Konzernabschluss als assoziierte Unternehmen einbezogenen Unternehmen wurde daher nicht durchgeführt. Eine Übersicht gemäß § 313 (2) HGB der zum Stichtag einbezogenen Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen sowie die Veränderungen im Berichtsjahr ist dem Anhang in der Anlage 2 beigefügt. Aus der erstmaligen, vollkonsolidierten Einbeziehung der erworbenen Gesellschaften ergaben sich positive Unterschiedsbeträge von insgesamt TEUR 423.360. Diese Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte ausgewiesen, sofern eine Identifizierung und Neubewertung einzelner Vermögensgegenstände nicht verlässlich möglich waren. Die Geschäfts- und Firmenwerte werden pro-rata-temporis über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben, da davon ausgegangen wird, dass sich diese über diesen Zeitraum amortisieren werden. Aus konzerninternen Umstrukturierungen, insb. Verschmelzungen, Formwechseln oder Anwachsungen ergaben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der GGWG-Gruppe. Gemäß § 296 (2) HGB wurden 3 Gesellschaften aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht einbezogen. Wir verweisen hier auf die Anlage 2 zum Anhang. Angabe zu den KonsolidierungsmethodenDie Kapitalkonsolidierung erfolgte gemäß § 301 (2) HGB nach der Neubewertungsmethode. Die nach einer Neubewertung der Bilanzpositionen verbleibenden Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts oder Firmenwerte aktiviert. Hierbei wurden stille Reserven nur insoweit aufgedeckt, wie sie verlässlich ermittelt werden konnten. Die Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes erfolgt entsprechend § 309 (1) in Verbindung mit § 301 (3) HGB über einen Zeitraum von zehn Jahren. Auf Minderheitsgesellschafter entfallende Anteile am Eigenkapital der einbezogenen Tochterunternehmen werden als nicht beherrschende Anteile ausgewiesen. Die Konzernanteile an den Jahresergebnissen der Tochterunternehmen, die während der Konzernzugehörigkeit entstanden sind, werden in die Gewinnrücklagen eingestellt. Erfolgswirksame Konsolidierungsmaßnahmen des Geschäftsjahres und der Vorjahre werden ebenfalls mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet. Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen sowie Zwischengewinne aus konzerninternen Geschäftsbeziehungen werden eliminiert. Vom Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern wurde kein Gebrauch gemacht. Weiterhin werden passive latente Steuern für Unterschiede zwischen den handelssteuerrechtlichen Wertansätzen insoweit gebildet, wie sich diese Unterschiede in der Zukunft wieder ausgleichen werden. Assoziierte Unternehmen werden im Rahmen des "at-equity"-Verfahrens nach der Buchwertmethode einbezogen. Ein Unterschiedsbetrag aus dem Buchwert der Beteiligung und dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens wird entsprechend § 312 (2) Satz 3 in Verbindung mit § 309 (1) HGB linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben. Im Übrigen werden die Wertansätze der assoziierten Unternehmen aufgrund der anteiligen Eigenkapitalveränderungen dieser Unternehmen fortgeschrieben. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenAllgemeine AngabenIm Konzernabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Für Versicherungsunternehmen verwaltete Bankkontenwerden insoweit als Aktiva ausgewiesen, als das wirtschaftliche Eigentum der GGW Group GmbH zusteht bzw. keine explizite Treuhandvereinbarung mit den Versicherungsunternehmen bestehen. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Konzernabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Immaterielle VermögensgegenständeErworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über einen Zeitraum von drei bis sechs Jahren Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Erworbene Versicherungsbestände werden über einen Zeitraum von fünf bis zehn Jahren abgeschrieben. Die unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte entfallen auf im Rahmen der Kapitalkonsolidierung aufgedeckte aktivische Unterschiedsbeträge. Die Abschreibung erfolgt über einen Zeitraum von zehn Jahren. Im Geschäftsjahr waren keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorzunehmen. SachanlagenVermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen, bewertet. Grundsätzlich wird die lineare Abschreibungsmethode über eine Nutzungsdauer zwischen 3 und 13 Jahren angewendet. Im Falle unterjähriger Zugänge erfolgt die Abschreibung pro-rata-temporis. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen erfolgen Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 (3) HGB. Geringwertige Anlagegüter werden über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. FinanzanlagenBeteiligungen an assoziierten Unternehmen werden gemäß § 312 HGB nach der Buchwertmethode bewertet und um den Betrag der Eigenkapitaländerungen, die dem Mutterunternehmen gehörenden Anteil am Kapital dieser Gesellschaft entsprechen, erhöht bzw. vermindert. Unter den Wertpapieren des Anlagevermögens werden hauptsächlich festverzinsliche Wertpapiere ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag beträgt der Buchwert TEUR 864 und der Zeitwert TEUR 843. Die übrigen Finanzanlagen sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet. Bei dauerhaften Wertminderungen werden gemäß § 253 (3) HGB Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen, die nicht gemäß § 246 (2) HGB mit Verpflichtungen für Altersversorgung verrechnet werden, bestehen nicht. VorräteDie Vorräte werden zu Herstellungs- oder Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeForderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nennwert bewertet. Für Ausfallrisiken werden im Einzelfall Wertberichtigungen gebildet. Als uneinbringlich eingeschätzte Forderungen werden abgeschrieben. Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen in Höhe von TEUR 211. Diese entfallen vollumfänglich auf die sonstigen Vermögensgegenstände. Kassenbestand und Guthaben bei KreditinstitutenDer Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten entsprechen dem Nennwert. EigenkapitalDas Eigenkapital wird vor der Verwendung des Konzernjahresergebnisses ausgewiesen. Die Einstellung in die Verlustvorträge ergibt sich aus den Jahresergebnissen der konsolidierten Tochterunternehmen und den Verrechnungen aufgrund erfolgswirksamer Konsolidierungen im Geschäftsjahr. Die Einstellung der Konzernanteile der Jahresergebnisse der konsolidierten Unternehmen in die Verlustvorträge sowie den Verrechnungen aufgrund erfolgswirksamer Konsolidierungen erfolgt auf der Grundlage der gesellschaftsvertraglichen Regelung der GGWG-Gruppe. Der Verlust der Holdinggesellschaft soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden nicht abgezinst. Änderungen des Abzinsungssatzes, Änderungen des Verpflichtungsumfanges sowie Verbräuche werden zum Ende des Geschäftsjahres berücksichtigt. Veränderungen der sonstigen Rückstellungen aufgrund von Schätzungsänderungen bei der Restlaufzeit werden einheitlich im operativen Ergebnis ausgewiesen. Veränderungen der sonstigen Rückstellungen aufgrund von Änderungen des Abzinsungssatzes werden einheitlich im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Rückstellungen für Pensionen werden auf Grundlage versicherungsmathematischer Grundsätze unter Anwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach dem modifizierten Teilwertverfahren ermittelt. Die Verpflichtungen wurden mit einem Zinssatz von 1,78 % diskontiert. Dies entspricht dem von Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Zins der letzten 10 Jahre für Anleihen mit einer Laufzeit von 15 Jahren. Für Anwartschaften und für laufende Rentenverpflichtungen sind Trends von 2-3 % berücksichtigt. Bei Verwendung des 7-jährigen Durchschnittszinses hätte der Diskontierungszins bei 1,44 % (Vorjahr 1,35 %) gelegen. Die Anwendung des Zinssatzes von 1,78 % führt gegenüber dem Zinssatz von 1,44 % zu einem Unterschiedsbetrag im Sinne des § 253 (6) HGB in Höhe von TEUR 141. Angaben zur Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden
Saldiertes Deckungsvermögen zu Pensionsverpflichtungen und Altersteilzeitverpflichtungen ist mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Das Deckungsvermögen zu Pensionsverpflichtungen entspricht grundsätzlich den von den Lebensversicherungen aufgegebenen Rückdeckungswerten. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten entsprechen dem Erfüllungsbetrag. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren betragen TEUR 15.331 (Vorjahr TEUR 146.620). Diese entfallen zu TEUR 450 (Vorjahr TEUR 132.807) auf die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und zu TEUR 14.881 (Vorjahr TEUR 13.813) auf die sonstigen Verbindlichkeiten. Latente SteuernLatente Steuern werden auf zeitlich befristete Abweichungen zwischen dem Handels- bzw. Steuerbilanzansatz und dem aus erfolgswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen resultierenden Ansatz im Konzernabschluss gebildet. Die Abgrenzungen am Bilanzstichtag erfolgen in Höhe der voraussichtlichen Steuerbelastung bzw. -entlastung in der Zukunft. Die latenten Steuern werden anhand der folgenden länderbezogenen Steuersätze berechnet. Aktive latente Steuern wurden entsprechend des Wahlrechts nicht gebildet.
Die Bewertung und Berechnung der Steuern auf Konzernebene erfolgte mit den für Deutschland geltenden Steuersätzen. WährungsumrechnungDer Konzernabschluss der GGW Group GmbH wird in TEUR aufgestellt. Die Umrechnung der Bilanzposten der Jahresabschlüsse ausländischer Konzernunternehmen, die ihren Abschluss nicht in Euro aufstellen, erfolgt auf Grundlage der Devisenkassamittelkurse am Stichtag. Aufwendungen und Erträge werden mit den Jahresdurchschnittskursen in Euro umgerechnet. Die Umrechnung des Eigenkapitals erfolgt zu historischen Kursen. Die Regelungen zur Umrechnung hyperinflationärer Währungen gemäß DRS 25 wurden beachtet. Die sich aus der Währungsumrechnungen ergebenden Differenzen werden erfolgsneutral erfasst und in den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung" eingestellt. Unter den At-Equity einbezogenen Unternehmen befinden sich keine Fremdwährungsgesellschaften. Fremdwährungsaktiva und -passiva werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Entstehung oder dem niedrigeren bzw. höheren Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr werden das Realisationsprinzip und das Anschaffungskostenprinzip beachtet. Angaben zur Konzernbilanz und zur Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungEntwicklung des AnlagevermögensDie Entwicklung der Posten des Anlagevermögens sowie die entsprechenden Abschreibungen des Geschäftsjahres sind im Anlagenspiegel als Anlage 1 zum Anhang dargestellt. Passive latente SteuerabgrenzungDie Steuerabgrenzung von TEUR 508 (Vorjahr TEUR 515) wurde für latente Steuern auf handels- und steuerrechtliche Bewertungsunterschiede gebildet. UmsatzerlöseDie Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen und Regionen setzt sich folgendermaßen zusammen:
Haftungsverhältnisse bestanden nicht. Außerordentliche Erträge und AufwendungenIm Geschäftsjahr 2022 sind außerordentliche Erträge in Höhe von TEUR 250 angefallen, die aus der Auflösung von Pensionsrückstellungen entstanden. Außerordentliche Aufwendungen entstanden in Höhe von TEUR 438 aus Forderungsverlusten. AbschlussprüferhonorarDas Abschlussprüferhonorar des Konzerns betrug TEUR 181. Sonstige Leistungen wurden seitens des Abschlussprüfers nicht erbracht. Sonstige AngabenFinanzmittelfondsDer Finanzmittelfonds definiert sich aus dem Bilanzposten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten abzüglich jederzeit fälliger Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie anderer kurzfristiger Kreditaufnahmen. Im Berichtsjahr entspricht der Finanzmittelfonds dem Bilanzposten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten abzüglich der Kontokorrentverbindlichkeiten. Wesentliche zahlungsunwirksame Investitions- und Finanzierungsvorgänge und Geschäftsvorfälle liegen nicht vor. Bestände des Finanzmittelfonds, die verfügungsbeschränkt sind, liegen nicht vor. Organe der GesellschaftGeschäftsführer der GGW Group GmbH sind:
Die Angabe der Geschäftsführerbezüge unterbleibt gemäß § 286 (4) HGB. Die Geschäftsführung sind jeweils einzelvertretungsberechtigt. Verpflichtungen gegenüber ehemaligen Mitgliedern der Geschäftsführung bestehen nicht. Konzernabschluss für den größten/kleinsten Kreis von UnternehmenDer Konzernabschluss der GGW Group GmbH Hamburg ist der Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen. Der Konzernabschluss der GGW Group GmbH wird in den Konzernabschluss der Project R TopCo Second S.à r.l, Luxemburg einbezogen. Der Konzernabschluss der GGW Group GmbH wird im Unternehmensregister offengelegt. MitarbeiterDurchschnittlich wurden im Geschäftsjahr 972 Angestellte - ohne Geschäftsführung der GGW Group GmbH - im Konzern beschäftigt. Davon sind 38 Auszubildende. Die Ermittlung erfolgte als Vollzeitäquivalent. Von den Angestellten waren durchschnittlich 965 bei vollkonsolidierten Tochterunternehmen beschäftigt und 7 bei at Equity einbezogenen Unternehmen. Alle Auszubildenden sind in vollkonsolidierten Tochterunternehmen beschäftigt. Treuhänderisch geführte Bankkonten und Verbindlichkeiten gegenüber VersicherungsunternehmenEs bestehen Treuhandguthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 3.307. Verbindlichkeiten stehen in gleicher Höhe gegenüber. Sonstige finanzielle VerpflichtungenEs ergeben sich in Summe TEUR 16.610 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Hiervon entfallen TEUR 16.439 auf die abgeschlossenen Miet- und Leasingverträgen bis zum Ablauf der Verträge und TEUR 171 auf übrige sonstige finanzielle Verpflichtungen. NachtragsberichtIm Konzernabschuss wurden sämtliche Erkenntnisse berücksichtigt, die bis zum Aufstellungszeitpunkt des Konzernabschlusses bekannt waren. Im Laufe des ersten Halbjahres setzte die GGWG-Gruppe ihre Wachstumsstrategie durch den Erwerb weiterer Versicherungsmakler im In- und Ausland fort. Ereignisse, die den Bestand der GGWG-Gruppe erheblich negativ beeinflussen oder gar gefährden könnten, ergaben sich nicht.
Hamburg, 31. August 2023 Geschäftsführung Dr. Tobias Warweg Moritz Rutt Thomas Zimmermann Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
In den Konzernabschuss einbezogene Unternehmen
1: Gesellschaft nimmt Befreiung nach 264 Abs. 3
S. 1 Nr. 4 HGB in Anspruch
2: Gesellschaft nimmt Befreiung nach 264b Nr. 3
HGB
Nicht in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen
Veränderung des Konsolidierungskreises im Berichtsjahr im Vergleich mit dem Vorjahr: Erworbene Unternehmen:
Gegründete Unternehmen
Sonstige Veränderungen, insb. durch Formwechsel oder anderweitige interne Umstrukturierungen Aufgrund von Verschmelzungen und Anwachsungen sind die folgenden Gesellschaften im Vergleich zum Vorjahr nicht mehr in der Liste der einbezogenen Unternehmen aufgeführt: SVM Versicherungsmakler GmbH, Baltmannsweiler GGW Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg Gossler, Gobert & Wolters GmbH & Co. KG, Hamburg Gossler Gebr. Verwaltungs-GmbH, Hamburg IVM - Internationales Versicherungsmanagement GmbH, Wien ASEKURADO Versicherungsmakler GmbH, Hamburg Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20221 Grundlagen des Konzerns 1.1 Geschäftsmodell des Konzerns 1.2 Entwicklung und Internationalisierung in 2022 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 2.2 Wirtschaftliche Entwicklung in Europa und Deutschland 2.3 Branchenspezifische Rahmenbedingungen 2.4 Geschäftsverlauf und Lage 2.5 Gesamtaussage 3 Chancen- und Risikobericht 4 Prognosebericht 1 Grundlagen der GGWG-Gruppe Die GGW Group GmbH ist die Holdinggesellschaft GGWG-Gruppe eines Zusammenschlusses von über 30 renommierten Versicherungsmaklern und Assekuradeuren in Deutschland und im europäischen Ausland. Die GGW Group GmbH erstellt den Konzernabschluss für die mit der ihr verbundenen Unternehmen (nachfolgend gemeinsam auch die "GGWG-Gruppe"). Die Unternehmen der GGWG-Gruppe zeichnen sich durch branchenspezifische und regionale Stärken aus und vermitteln ihren Kunden den ihren Anforderungen entsprechenden Versicherungsschutz. Dabei bewahrt die GGWG-Gruppe so weit wie möglich das unternehmerische Handeln der Geschäftsführer und Teams und bietet ihnen zugleich einen Mehrwert durch die Bündelung ihrer Kräfte. Hierzu nutzt die GGWG- Gruppe Instrumente wie gruppenweite Fachteams, das Angebot bestmöglicher Versicherungsprodukte oder die Nutzung von Synergien im Verwaltungsbereich. Aktuell umfasst die GGWG-Gruppe rund 30 weitgehend selbstständig agierende Maklergruppen mit insgesamt 130 rechtlich selbstständigen Gesellschaften. Außerhalb Deutschlands war die GGWG-Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr im österreichischen Markt sowie in geringem Umfang in der Schweiz und der Türkei tätig. 1.1 Geschäftsmodell der GGWG-Gruppe Die GGWG-Gruppe versteht sich als einer der führenden Maklergruppen im Bereich der gewerblichen Versicherung und als kompetenter Partner des Mittelstands. Dabei treten unsere Maklerhäuser unter der Dachmarke LEADING BROKERS UNITED am Markt auf, während unsere Assekuradeure unter der Dachmarke WECOYA UNDERWRITING gebündelt sind. Dank ihrer langjährigen Erfahrungen und zahlreichen Spezialistenteams ist die GGWG-Gruppe ein bevorzugter Versicherungsmakler und -berater in rund dreißig verschiedenen Branchen. Durch die Nähe zum und der langfristigen vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem Kunden stellen wir im Verbund der GGWG-Gruppe eine nahezu flächendeckende Betreuung unserer Kunden sicher. Unsere Assekuradeure sind vor allem auf das klassische Transportgeschäft spezialisiert und betreuen insbesondere Kunden aus dem Transport- und Logistikgewerbe sowie große Industriekunden. Darüber hinaus sind wir im Film- und Medienbereich, dem Wassersport, der Absicherung mittelständischer Gewerberisiken sowie im Privatkundengeschäft mit stetig wachsendem Erfolg aktiv. Im Bereich der Transportversicherung betreuen wir erfolgreich weltweit agierende Versicherungsmakler genauso wie zahlreiche mittelständische Versicherungsmakler. Zielkunden bleiben weiterhin Makler aus dem Mittelstand, die sich das Know-how und die gebündelte Erfahrung der WECOYA zunutze machen möchten, um die tiefgreifende Expertise nicht selbst vorhalten oder aufbauen zu müssen. Die WECOYA zählt, gemessen am verwalteten Versicherungsbestand, auf dem Gebiet der Transport- und Verkehrshaftungsversicherungen zu den führenden Assekuradeuren in Europa. 1.2 Entwicklung und Internationalisierung in 2022 Die GGWG-Gruppe hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ihr organisches Wachstum fortgesetzt, und die weitere Internationalisierung des Geschäfts wurde vorangetrieben. Darüber hinaus hat sie sehr erfolgreich weitere Makler für einen Beitritt zum Verbund gewinnen können. Insgesamt ist die GGWG-Gruppe innerhalb des Jahres 2022 um mehr als 30 Gesellschaften gewachsen. Wir freuen uns, dass die DROEGE Holding, BDJ, am Brunnen VersicherungsManagement, Geisselhofer Versicherungskonzepte, pisa, Leich & Deppe, aber auch zahlreiche andere Maklerhäuser sich entschieden haben, Teil der GGWG-Gruppe zu werden. Um die positive Entwicklung der letzten Jahre weiter auszubauen, ist es notwendig, neue Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen für das Unternehmen zu begeistern. Neben den neuen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen sollen vermehrt Auszubildende für die GGWG-Gruppe gewonnen werden. Wir werden außerdem versuchen, durch neue Wege Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen für unser Unternehmen zu interessieren. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft hat im Verlauf des Jahres 2022 an Wachstumsdynamik verloren. Die gegenwärtige geopolitische Spannungslage und die damit verbundene Energiekrise, deren Verlauf und Kosten bislang nicht vollständig absehbar sind, belegen alle Prognosen zur Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit einer außerordentlich hohen Unsicherheit. Wir erwarten, dass die Weltwirtschaft im Jahr 2023 schwächer wächst als in den Vorjahren. Die Tatsache, dass die wirtschaftliche Entwicklung nach der Corona-Pandemie im Jahr 2022 nicht wieder auf Vor-Corona Niveau angestiegen ist, liegt insbesondere auch in dem Angriff der Ukraine durch Russland begründet. Das nun beherrschende Thema Russland/Ukraine, die damit einhergehenden Sanktionen gegen Russland und die steigenden Energiekosten haben die weltwirtschaftliche Entwicklung fest im Griff. Für 2022 liegt die Inflationsrate im Durchschnitt bei 7,9%. Damit liegt die Inflationsrate für 2022 fünf Prozentpunkte höher als die von der Weltbank angegebene durchschnittliche Inflationsrate im vergangenen Jahrzehnt (2010 bis 2019). Weiterhin nimmt die Türkei eine Sonderrolle hinsichtlich der Inflation ein. Hier bleibt die Inflation, trotz einer spürbaren Abschwächung, unverändert auf sehr hohem Niveau. Die Weltkonjunktur wird auch 2023 weiter vom Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und von der hohen Inflation belastet bleiben. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie - insbesondere durch die Abkehr Chinas von seiner Null-COVID-Strategie hat im Jahresverlauf an Einfluss verloren. Der Welthandel wird sich 2023, einhergehend mit dem abnehmenden konjunkturellen Expansionstempo, abschwächen. Die nachlassende Güternachfrage und die erwartete Abschwächung der Pandemie in China werden dazu beitragen, Ungleichgewichte und Probleme in den globalen Lieferketten weiter zu verringern. Nach Schätzungen des IWF wird das weltweite Handelsvolumen im Prognosezeitraum um 2,4 % steigen. 2.2 Wirtschaftliche Entwicklung in Europa und Deutschland Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland hat sich im vergangenen Jahr angesichts der Energiekrise und der Lieferkettenprobleme als relativ widerstandsfähig erwiesen. Nach den Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes nahm das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Gesamtjahr um 1,9 % zu. Damit ist die deutsche Wirtschaft trotz Ukraine-Krieg, Lieferkettenengpässen und Energiepreiskrise gewachsen. Gründe für den positiven Verlauf sind Nachholeffekte nach der Corona-Pandemie sowie sukzessive nachlassende Lieferengpässe. So hat der private Konsum mit einer Wachstumsrate von +4,6 % stark expandiert, da wieder Reisen, Restaurantbesuche, große Kulturveranstaltungen, Feste und Messen möglich waren. Betrachtet man die Europäische Union (EU) insgesamt, hat sich die Wirtschaft im 4. Quartal 2022 abgekühlt. In der EU insgesamt stagnierte das BIP gegenüber dem 3. Quartal 2022 nach Berechnungen des europäischen Statistikamtes Eurostat. Die Wirtschaftsleistung der Vereinigten Staaten (USA) nahm mit 0,7 % im Vergleich zum Vorquartal stärker zu als die der meisten europäischen Staaten. Im Vorjahresvergleich liegt Deutschland, gemessen an den preis-, saison- und kalenderbereinigten BIP-Wachstumsraten, international etwa im Mittelfeld. Die Inflationsrate in Deutschland lag im Jahresvergleich mit 7,9 % deutlich über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank von 2 %. Im selben Zeitraum hat sich die Inflationsrate in der EU im Jahr 2022 mit 9,2 % im Vergleich zum Vorjahr (2,9 %) fast verdreifacht. Der Handel mit dem Ausland nahm im Vergleich zum Vorjahr noch leicht zu, verlor aber insbesondere im Warenhandel deutlich an Dynamik: Im 4. Quartal 2022 wurden preisbereinigt insgesamt 0,5 % mehr Waren und Dienstleistungen exportiert als im 4. Quartal 2021, wobei die Warenexporte leicht rückläufig waren. 2.3 Branchenspezifische Rahmenbedingungen Im Geschäftsjahr 2022 verzeichnete die deutsche Versicherungswirtschaft eine nahezu stabile Beitragsentwicklung. Zwar gingen die Beiträge im Jahresvergleich um rund 0,7 % zurück, jedoch war dies vor allem durch einen sehr starken Einbruch im Einmalprämiengeschäft in der Lebensversicherung bedingt, während alle übrigen Sparten steigende Beitragseinnahmen verzeichneten. In der für die GGWG-Gruppe besonders relevanten Sparte der Transportversicherung geht der GDV von einem Beitragszuwachs um gut 12 % aus. Dieses Wachstum wird vor allem von den Sonderzweigen, Veranstaltungsausfall und Film-Versicherung sowie See Kasko getragen. In der Transport- und Luftfahrt-Versicherung beträgt die Prämie 2022 ca. EUR 2,3 Mrd. Das Fazit der deutschen Versicherer für das abgelaufene Geschäftsjahr 2022 fällt gemischt aus. Zwar konnte insbesondere in der für die GGWG-Gruppe wichtigen Schaden-/Unfallversicherung das Beitragsvolumen um 4 % gesteigert werden und das Jahr schloss mit einem versicherungstechnischen Gewinn. Allerdings zeigt ein genauerer Blick in die Zahlen, dass die Ergebnisverbesserung im Vergleich zum von der Naturkatastrophe "Bernd" extrem belasteten Jahr 2021 inflationsbedingt deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb. 2.4 Geschäftsverlauf und Lage Die Geschäftsentwicklung der GGWG-Gruppe im Jahr 2022 war sehr erfolgreich. Es ist nicht nur gelungen, den eingeschlagenen Wachstumskurs fortzusetzen, sondern im Vergleich zum Vorjahr sogar zu beschleunigen. Insbesondere bei unterjährigen Unternehmenserwerben ergeben sich signifikante Sondereffekte. So werden die Umsätze der erworbenen Gesellschaften erst ab dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung erfasst, so dass in vielen Fällen die Provisionserlöse im Zusammenhang mit dem wichtigen Hauptfälligkeitstermin zum Jahreswechsel nicht im Jahr des Erwerbs in der Konzern-Gewinn-und-Verlustrechnung erfasst werden. Andererseits werden die mit der Transaktion verbundenen Kosten, soweit sie nicht aktivierungsfähig sind, sofort aufwandswirksam. Daher bemisst die GGWG-Gruppe ihr betriebswirtschaftliches Ergebnis auf der Grundlage des 12-Monatsergebnisses vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen, (Modifiziertes EBITDA). Weiterer finanzieller Leistungsindikator sind die Umsatzerlöse. Ertragslage Ausgehend von einem handelsrechtlichen EBITDA in Höhe von TEUR 21.609 betrug das modifizierte EBITDA im abgelaufenen Geschäftsjahr auf Grundlage der oben genannten Anpassungen TEUR 32.517 und entspricht damit einer Marge von 16,9% des Umsatzes. Im Vergleich zum Vorjahr stieg das modifizierte EBITDA damit um TEUR 8.060 (Vj. 4.457 TEUR). Diese Kennzahl unterstreicht die Profitabilität des Geschäfts der GGWG-Gruppe. Im abgelaufenen Geschäftsjahr trugen nahezu alle Unternehmensbereiche zu diesem guten Ergebnis bei. Insbesondere in der Veranstaltungsversicherung führten die Aufhebung der Pandemie-bedingten Einschränkungen zu einer deutlichen Steigerung des operativen Ergebnisses. Aber auch unsere auf andere Branchen spezialisierten Makler konnten ihre Marktposition gut ausbauen und zeigten auf Ganzjahresbasis ein organisches Wachstum von 7 %. Weiterhin gelang es uns, durch die verbesserte Zusammenarbeit mit den Versicherungsunternehmen Synergien zu heben. Im Assekuradeurtätigkeitsbereich entwickelte sich das Transportgeschäft positiv, wohingegen das volumenmäßig kleinere Gewerbe- und Privatkundengeschäft, insbesondere infolge zeitlich verzögerter Produkteinführungen, im Jahresvergleich ein rückläufiges operatives Ergebnis aufweist. Der handelsrechtliche Konzernabschluss weist eine Umsatzsteigerung von TEUR 70.483 zum Vorjahr um 75,4 % auf TEUR 164.024 aus. Auf Basis der handelsrechtlichen Zahlen verbesserte sich die Umsatzmarge inklusive Abschreibungen und Finanzierungskosten im Vergleich zum Vorjahr von -23,2 % auf -22,0 % im Berichtsjahr. Der handelsrechtliche Verlust vor Steuern unter Berücksichtigung der Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte lag mit TEUR 36.049 um TEUR 14.318 über dem Wert des Vorjahres (TEUR 21.731). Die Personalaufwendungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 47.634 auf TEUR 86.395. Im Sachkostenbereich konnte die Kostensituation im Vergleich zum Vorjahr verbessert werden; die Sachkostenquote sank um rund einen Prozentpunkt auf 22,3 % im Berichtsjahr. Vor Minderheitenanteilen belief sich der handelsrechtliche Konzernbilanzverlust nach Steuern auf TEUR -38.624 (Vj.: TEUR -22.165). Der Aufwand für Ertragssteuern im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug TEUR 2.525 und lag um TEUR 2.116 über dem des Vorjahres (TEUR 409). Die GGWG-Gruppe hat von dem Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern keinen Gebrauch gemacht. Finanzlage Die GGWG-Gruppe überwacht die Liquidität fortlaufenden auf Basis der zuvor beschriebenen Betrachtung, um die Effekte aus unterjährigen Veränderungen Zukäufen zu eliminieren und eine bessere prospektive Beurteilung der Liquiditätssituation zu ermöglichen. Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung des Cash-Flow der GWG-Gruppe auf der Grundlage der handelsrechtlichen Werte. Die starken Anstiege der Werte im Vergleich zum Vorjahr ergeben sich aus den unterjährigen Zukäufen.
Durch ein fortlaufendes Liquiditätsmanagement der operativ tätigen Gesellschaften sowie auf Gruppenebene stellt die GGWG-Gruppe eine angemessene Liquidität sicher. Die Liquidität war ganzjährig gesichert. Vermögenslage Die Bilanzsumme stieg im Jahresvergleich von TEUR 285.934 um TEUR 211.028 auf TEUR 496.962. Das Anlagevermögen stieg im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 215.535) um TEUR 160.868 auf TEUR 376.403. Das Umlaufvermögen wuchs im selben Zeitraum um TEUR 47.618 auf TEUR 112.706 (Vj.: TEUR 65.088). Ursächlich für den Anstieg des Anlagevermögens sind insbesondere die Firmenwerte, die im Zusammenhang mit den fortgesetzten Unternehmenserwerben von TEUR 208.930 im Vorjahr um TEUR 159.886 auf TEUR 368.816 anstiegen. Die Firmenwerte ergeben sich regelmäßig beim Erwerb von Versicherungsmaklern durch die Differenz zwischen den aus dem Ertragspotential abgeleiteten Anschaffungskosten und den typischerweise niedrigen Eigenkapitalpositionen der erworbenen Unternehmen. Der Anstieg des Umlaufvermögens von TEUR 65.088 auf TEUR 112.706 ist einerseits auf höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Zunahme um TEUR 15.785) zurückzuführen. Hierbei konnte jedoch der Forderungsumschlag im Jahresvergleich verbessert werden. Zudem nahm auch der Bestand an liquiden Mittel zu, die im Jahresvergleich von TEUR 38.954 um TEUR 32.710 auf TEUR 71.664 anstiegen. Zugleich stieg die Eigenkapitalbasis der GGWG-Gruppe von TEUR 62.287 um TEUR 8.316 auf TEUR 90.603. Im Zusammenhang mit den durchgeführten Unternehmenskäufen leisteten die Gesellschafter Einlagen in die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 68.123. Diesen Einlagen stand der handelsrechtliche Verlust in Höhe von TEUR 39.208 gegenüber. Die Verbindlichkeiten stiegen im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 212.646 um TEUR 72.682 auf TEUR 385.328. Ursächlich hierfür waren insbesondere die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die infolge der deutlich gestiegenen Unternehmenserwerbe um TEUR 171.172 auf TEUR 305.252 anstiegen. Der Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten, die von TEUR 58.852 im Vorjahr um TEUR 23.854 auf TEUR 34.998 sanken, resultiert in erster Linie aus der Begleichung offener Kaufpreiszahlungen im Zusammenhang mit abgeschlossenen Unternehmenserwerben. Diesem Rückgang stand ein Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung von TEUR 19.466 um TEUR 25.502 auf TEUR 44.968 gegenüber, der insbesondere auf den Erwerb weiterer Unternehmen zurückzuführen ist. 2.5 Gesamtaussage Die GGWG-Gruppe- konnte im abgelaufenen Berichtsjahr ihren Wachstumskurs konsequent fortsetzen und durch die Gewinnung neuer namhafter Unternehmen deutlich beschleunigen. Neben dem organischen Wachstum, zu dem nahezu alle Unternehmensbereiche beigetragen haben, konnte die Gruppe in den Bereichen Transport, Bau und Immobilien sowie im österreichischen Markt namhafte Partner gewinnen und so ihre Marktstellung deutlich ausbauen. Eine vollständige Liste der zur GGWG-Gruppe gehörenden -Unternehmen findet sich im Anhang. Mit einem Umsatz von TEUR 164.024 im dritten Jahr nach Gründung des Unternehmens hat die GGWG-Gruppe ihren Anspruch unter Beweis gestellt, sich als führender Versicherungsmakler für den Mittelstand zu etablieren und durch die Kombination professionell geführter Maklerhäuser und Assekuradeure ihren Kunden einen echten Mehrwert zu bieten. Neben der erfreulichen Entwicklung des Umsatzes trugen eine anhaltende Kostendisziplin zum Erreichen der operativen Ergebnisziele bei. Fachkräftemangel sowie die sehr hohe Inflation erhöhten im abgelaufenen Jahr den Kostendruck. Sowohl im Bereich der Personal- wie auch der Sachkosten konnten wir durch unternehmerisches Handeln, Kostendisziplin und vor allem Synergien und Prozessverbesserungen den Herausforderungen erfolgreich begegnen und die Kostenquoten im Verhältnis zum Umsatz im Jahresvergleich moderat senken. Das handelsrechtliche Konzernergebnis versteuern vom Einkommen und vom Ertrag betrug von TEUR -36.049 (Vj.: TEUR -21.731). Der Aufwand für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag lagen mit TEUR 2.525 deutlich über dem Wert des Vorjahres (Vj.: TEUR 409). Der Konzernbilanzverlust nach Steuern und Minderheitenanteilen betrug TEUR -39.208 im Vergleich zu TEUR -22.041 im Vorjahr. 3 Chancen- und Risikobericht Das effektive Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung und -strategie der GGWG-Gruppe und trägt durch ein gezieltes Abwägen von Risiken und Chancen für die jeweiligen Geschäftsjahre zur Wertschöpfung des Unternehmens bei. Das Risikomanagement-System der GGWG-Gruppe zieht die Einzelrisiken der jeweiligen Geschäftsabläufe zu einer ganzheitlichen Bewertung heran. Wesentliche Risiken werden fortlaufend erfasst und regelmäßig überprüft, um durch die frühzeitige Erkennung möglicher Abweichungen schnellstmöglich geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten. Als Risiken für das Geschäftsjahr 2023 sieht die Geschäftsführung alle Ereignisse und möglichen Entwicklungen innerhalb und außerhalb des Unternehmens, die sich negativ auf die Erreichung der Unternehmensziele und im Extremfall auf den Fortbestand des Unternehmens auswirken können. Die u.a. genannten Risiken werden sowohl hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit als auch im Hinblick auf ihre Höhe bewertet. Die Reihenfolge der genannten Risiken geben keinen Hinweis auf deren Wertigkeit und Beurteilung durch die Geschäftsführung. Die aus Sicht der GGWG-Gruppe relevanten Risiken und Chancen werden im Folgenden dargestellt. Personal Insbesondere das Talent-Management stellt ein signifikantes Risiko dar. Die Gewinnung und langfristige Bindung talentierter Mitarbeiter ist eine zentrale Herausforderung und wird nach unserer Einschätzung einen wachsenden Einfluss auf die Fähigkeit der GGWG-Gruppe haben, ihren Wachstumskurs zu erreichen. Hierzu haben wir insbesondere im Assekuradeursbereich im abgelaufenen Jahr ein Mitarbeiter-Empfehlungs-Programm als Pilotprojekt aufgelegt. Informationstechnologie (IT) Außerdem stellt die zunehmende Digitalisierung eine wichtige Herausforderung dar und eine nicht angemessene Weiterentwicklung unserer IT-Systeme birgt ein signifikantes Risiko für die GGWG-Gruppe. Andererseits bietet eine langfristige Investitionsstrategie in intelligente IT-Lösungen eine erhebliche Chance, das organische Wachstum der GGWG-Gruppe zu senken. Vor allem eine Kl-Lösung für die automatisierte Schadensbearbeitung hat dabei für die Geschäftsführung eine hohe Priorität. In diesem Bereich werden im Laufe des Jahres 2023 zentrale Entscheidungen getroffen und erste Maßnahmen umgesetzt. Gesamtwirtschaftliches Umfeld Der starke Anstieg der Inflation in der Reaktion auf den Angriff Russlands auf die Ukraine und der von den Notenbanken seither eingeschlagene Weg deutlicher Zinserhöhungen beeinflusst den Geschäftsverlauf auf unterschiedliche Weise und stellt somit ein signifikantes Risiko für die GGWG-Gruppe dar. Einerseits führt der Anstieg der Inflation zumindest indirekt zu einer Steigerung der Versicherungsprämien, von denen der Vermittler profitiert. Andererseits führt die stark gestiegene Inflation zu einer Zunahme unserer Personal- und sonstigen Aufwendungen. Diesen Effekten begegnen wir durch Maßnahmen des Kostenmanagements sowie der fortlaufenden Weiterentwicklung unserer Prozesse und die stärkere Nutzung automatisierter Verfahren. Letztlich stellen die deutlich gestiegenen Fremdkapitalzinsen eine Herausforderung dar, der wir insbesondere durch die regelmäßige Überwachung unseres Schuldendienstdeckungsgrads, die Anpassung des Fremdkapitalanteils bei Zukäufen sowie eine selektive und konsequente Akquisitionsstrategie begegnen. Weiterentwicklung im Bereich der Nachhaltigkeit Darüber hinaus sehen wir in einer veränderten Zeichnungspolitik (ESG und Nachhaltigkeit) der Versicherer ein Risiko, zugleich aber auch eine Chance, die das Wachstum der GGWG-Gruppe in den kommenden Jahren entscheidend beeinflussen wird. Das Risiko wird als mittel eingestuft. Die GGWG-Gruppe hat vor diesem Hintergrund eine Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt und steht im Hinblick auf die Produktgestaltung und Zeichnungspolitik im Dialog mit unseren Kunden sowie den Versicherungsunternehmen. Kapazitäts- und Zeichnungspolitik der Versicherungsunternehmen Die zum Teil anhaltend schlechten Schadenverläufen der vergangenen Jahre haben zahlreiche Versicherer veranlasst, ihre Zeichnungskapazitäten auf den Prüfstand zu stellen. Zum Teil wurden trotz deutlich gestiegener Risikoprämien Kapazitäten stark reduziert. Sowohl die reduzierten Kapazitäten wie auch die zum Teil von den Versicherern durchgesetzten Preiserhöhungen stellen für die GGWG-Gruppe Risiken dar. Wir begegnen diesem Risiko, indem wir die Absicherungsbedarfe unserer Kunden fortlaufend mit den von den Versicherungsunternehmen angebotenen Kapazitäten und Konditionen abgleichen. Das Risiko wird als gering eingestuft. Rechtliche Risiken Rechtliche Risiken ergeben sich für die GGWG-Gruppe insbesondere in Bezug auf versicherungsvertragsrechtliche, gesellschaftsrechtliche und arbeitsrechtliche Aspekte. Die GGWG-Gruppe stellt die Einhaltung der Rechtsvorschriften durch ein gruppenweites Compliance Management sowie regelmäßige Auditierungen im Bereich der Assekuradeure sicher. In Bezug auf bestehende rechtliche Risiken greift die GGWG-Gruppe auf renommierte Fachanwälte zurück. Für rechtliche Risiken hat die GGWG- Gruppe im Jahresabschluss Rückstellungen gebildet, wie dies nach eingehender Bewertung des Risikos erforderlich ist. Das Risiko wird als gering eingestuft. Ausfallrisiken Das Ausfallrisiko von Prämienforderungen aus dem Versicherungsgeschäft wird durch eine sorgfältige Auswahl der Kunden und beteiligten Vermittler und die laufende Überwachung des Zahlungsverhaltens reduziert. Das Risiko wird als gering eingestuft. Operationelle Risiken und Integration neu erworbener Unternehmen Operationellen Risiken, die sich aus dem Versagen von internen Prozessen, Mitarbeitern, IT-Systemen oder durch externe Ereignisse ergeben, wird mit geeigneten technischen und organisatorischen Maßnahmen entgegengewirkt. Sowohl die Rechen- und Speicherressourcen, als auch die Anwendungssoftware werden durch externe zertifizierte Dienstleister zur Verfügung gestellt, gesichert und aktualisiert. Damit wird nicht nur ein hohes, der Datenschutzgrundverordnung genügendes Datenschutzniveau erreicht, sondern auch das IT-Ausfallrisiko minimiert. Eigene Notfallpläne und Vertretungsregelungen gewähren zudem die Fortführung wichtiger Arbeitsprozesse bei Ausfällen von Mitarbeitern und technischen Einrichtungen. Die Integration neu erworbener Unternehmen wird bereits im Vorfeld eines potenziellen Erwerbs durch die detaillierte Analyse der Strukturen, Prozesse und Zahlen im Rahmen von Due-Diligence-Prozessen vorbereitet. Hierbei zählen die Betrachtung der IT-Landschaft genauso zum Standard wie ein genaues Verständnis der wesentlichen Kennzahlen der Unternehmen. Zudem werden neu erworbene Unternehmen im Zuge des Onboardings in die laufenden Reporting-Prozesse eingebunden und systemmäßig an das Controlling der GGWG-Gruppe angebunden. Ergänzend werden neu erworbene Unternehmen durch Schulungsangebote und eine kontinuierliche Begleitung durch die GGWG-Gruppe mit den Abläufen vertraut gemacht. Das Risiko wird als gering eingestuft. Strategische Chancen (Geschäftsmodell) Die breit gestreute Expertise der Unternehmen der GGWG-Gruppe in zahlreichen Zielmärkten sowie eine konsistente Zeichnungspolitik sind gute Chancen für die GGWG-Gruppe zusätzliche Potenziale zu heben. Hierzu zählen die in der GGWG-Gruppe vorhandene Expertise in nahezu allen Tätigkeitsbereichen der Versicherung, die es ermöglicht, das Angebot an unsere Kunden auf andere Felder auszuweiten. Zugleich bietet der Zusammenschluss den angeschlossenen Maklern und Assekuradeuren auch die Möglichkeit, Risikokapazitäten und Lösungen anbieten zu können, die auf Gruppenebene mit den Versicherungsunternehmen vereinbart wurden. Zudem begegnet die GGWG-Gruppe dem Risiko, einer zu hohen Abhängigkeit von der Entwicklung in einem Teilbereich der Wirtschaft, mit einer breiten branchenmäßigen und regionalen Diversifizierung des Geschäftsmodells. Dadurch bietet der Zusammenschluss auf Gruppenebene den angeschlossenen Unternehmen eine deutlich robustere Basis und reduziert somit die Abhängigkeit von Teilmärkten. So stand der vorübergehenden Schwäche im Veranstaltungsbereich während der Corona-Pandemie ein sehr guter Verlauf im Bau- und Immobilienbereich gegenüber. Umgekehrt beobachten wir derzeit eine stark zunehmende Nachfrage im Veranstaltungsbereich, der eine inflationsbedingte Reduzierung in der Baubranche gegenübersteht. Auch die zunehmende Internationalisierung der GGWG-Gruppe eröffnet uns neue geschäftliche Chancen und verringert die Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland. Vor dem Hintergrund der strategischen Unternehmensziele evaluiert die GGWG-Gruppe regelmäßig ihre Finanzierungsstruktur und -kapazität. Liquiditätsrisiko Die GGWG-Gruppe nutzt für die Fortsetzung ihres anorganischen Wachstums variabel verzinsliches Fremdkapital. Die deutlich gestiegen Zinsen stellen ein Risiko für die GGWG-Gruppe dar. Diesem Risiko begegnet die Gesellschaft zum einen durch eine kontinuierliche Überwachung des Marktumfelds und eine Bewertung der Implikationen für die GGWG-Gruppe. Die GGWG-Gruppe überwacht den Schuldendienstdeckungsgrad fortlaufend und passt in Abhängigkeit von den aktuellen Marktbedingungen den Fremdkapitalanteil bei Zukäufen an. Zudem spielt das aktuelle Zinsumfeld sowie die erwartete Entwicklung desselbigen eine zentrale Rolle bei der Bewertung weiterer Unternehmen. Die gestiegenen Zinsen stellen außerdem ein Liquiditätsrisiko für die GGWG-Gruppe dar. In diesem Zusammenhang setzt die GGWG-Gruppe ein aktives Liquiditätsmanagement auf der Ebene der operativ tätigen Gesellschaften wie auch auf Konzernebene ein. Das Risiko wird als gering angesehen. Zusammenfassung der Einschätzung der Chancen- und Risiken Insgesamt zeichnen sich für die GGWG-Gruppe derzeit keine Entwicklungen ab, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachhaltig negativ beeinflussen oder den Fortbestand der GGWG-Gruppe gefährden könnten. Ziel der Geschäftsführung ist es, dass Risikomanagement-System fortlaufend zu verbessern und weiterzuentwickeln, um auch künftigen, sich auf die Risikolage auswirkenden Änderungen interner und externer Rahmenbedingungen, mit geeigneten Maßnahmen begegnen zu begegnen. 4 Prognosebericht Die Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Lage wird auch in 2023 sehr wesentlich vom weiteren Verlauf des Russland/Ukraine Krieges und der Entwicklung der Inflation abhängig sein. Die Energiepreise stiegen im Verlauf des ersten Halbjahr 2023 weniger stark bzw. waren teils sogar rückläufig. Andererseits verharren die Preise für Lebensmittel auf einem unverändert hohen Niveau, so dass die Gesamtinflation eher langsam zurückgeht. Das Bruttoinlandsprodukt war im ersten Quartal 2023 zum zweiten Mal in Folge rückläufig, so dass die meisten Wirtschaftsexperten von einer anhaltenden Wachstumsschwäche Deutschlands für das Gesamtjahr 2023 ausgehen. In den meisten Versicherungsbereichen gehen wir wegen der Reduzierung der von den Versicherungen zur Verfügung gestellten Zeichnungskapazitäten sowie in der Folge der hohen Inflation von weiteren Preiserhöhungen aus. Für das Jahr 2023 geht der GDV von einem Beitragswachstum von etwa 3 % aus, wobei jedoch die Beitragsentwicklung in den einzelnen Versicherungsbereichen stark auseinanderfallen wird. Insbesondere in der Kraftfahrt- und Wohngebäudeversicherung werden in der Reaktion auf die hohe Inflation stark steigende Beiträge erwartet, während in anderen Versicherungsbereichen nur von leichten Beitragszuwächsen ausgegangen wird. Für das laufende Geschäftsjahr 2023 werden deutliche Courtagezuwächse im Bestand erwartet. Darüber hinaus wird sich das anorganische Wachstum der GGWG- Gruppe im In- und Ausland durch weitere Zukäufe fortsetzen. So wurden im ersten Halbjahr mit der NDB Groep, Mund & Fester sowie balticfinance größere Transaktionen vereinbart bzw. teilweise bereits abgeschlossen. Insgesamt geht die GGWG-Gruppe ohne Berücksichtigung möglicher, jedoch vertraglich noch nicht konkretisierter Zukäufe von einem deutlichen Anstieg der Umsatzerlöse und des modifizierten EBITDA gegenüber dem Vorjahr aus. Die Geschäftsentwicklung insgesamt wird als günstig eingeschätzt.
Hamburg, 31. August 2023 Dr. Tobias Warweg Moritz Rutt Thomas Zimmermann Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die GGW Group GmbH, Hamburg (im Vorjahr: Gossler, Gobert & Wolters Holding GmbH) Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der GGW Group GmbH, Hamburg, (im Vorjahr: Gossler, Gobert & Wolters Holding GmbH) und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der GGW Group GmbH, Hamburg, (im Vorjahr: Gossler, Gobert & Wolters Holding GmbH) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der GGW Group GmbH (im Vorjahr: Gossler, Gobert & Wolters Holding GmbH) für das vorherige, am 31. Dezember 2021 endende Geschäftsjahr, die Grundlage für die Vergleichsangaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2022 sind, wurde nicht geprüft. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 31. August 2023 Grant
Thornton AG
Marc A. Sahner, Wirtschaftsprüfer Udo Banke, Wirtschaftsprüfer |
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