Erbringung von Logistikdienstleistungen
Woolworth GmbH
Mönninghoffs Feld 5, 59425 Unna, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Maksym Lymar seit 12.11.2025 | Prokura |
Sascha Daniel Barenkau seit 15.8.2025 | Geschäftsführer |
Nina Sichtermann seit 1.7.2025 | Geschäftsführer |
Mike Adams seit 3.5.2024 | Geschäftsführer |
Petr Marek seit 2.1.2024 | Prokura |
Patrick Theus seit 5.9.2023 | Geschäftsführer |
Maik Wilcke seit 11.5.2021 | Geschäftsführer |
Roman Heini seit 10.2.2021 | Geschäftsführer |
Rocco Ringo Rausch seit 24.11.2015 | Prokura |
Oliver Penner seit 6.5.2015 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Benjamin HeinigB. H. Holding GmbH+2 | 98.00% |
R**** H**** | 2.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Woolworth GmbHUnnaJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.05.2023 bis zum 30.04.2024Bilanz zum 30. April 2024Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023/2024
Konzernbilanz zum 30. April 2024Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023/2024
Zusammengefasster (Konzern-)Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024A. Allgemeine Angaben Die Woolworth GmbH, Unna, (eingetragen unter HRB 6863 - Handelsregister B des Amtsgerichts Hamm), ist nach §§ 238 ff., §§ 264 ff. HGB verpflichtet einen Jahresabschluss aufzustellen. Zudem ist sie nach §§ 290 ff. HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Der Konzern- und der Jahresabschluss wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Anhänge werden gemäß § 298 Abs. 3 Satz 1 HGB zusammengefasst. Angaben, die nicht für beide Abschlüsse gelten, erfolgen gesondert. Die Gliederungen der Bilanzen entsprechen § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnungen sind nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Anwendung der DRS erfolgt nur insoweit, wie sie im Einklang mit den handelsrechtlichen Normen stehen. Handelsrechtlich zulässige Wahlrechte werden auch entgegen der DRS ggf. in Anspruch genommen, dies betrifft: DRS 21 "Kapitalflussrechnung" Die von DRS 21 geforderten zusätzlichen Anhangangaben zur Kapitalflussrechnung wurden nicht vorgenommen. DRS 20 "Konzernlagebericht" Die von DRS 20 geforderte Angabe der zugesagten, aber nicht ausgenutzten Kreditlinien im Konzernlagebericht wurde nicht vorgenommen. Der Jahresabschluss des in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmens wurde einheitlich auf den Abschlussstichtag des Mutterunternehmens aufgestellt. B. Konsolidierungskreis Zum Konsolidierungskreis gehören das Mutterunternehmen Woolworth GmbH, Unna, (eingetragen unter HRB 6863 - Handelsregister B des Amtsgerichts Hamm), sowie deren 100 %-ige Tochtergesellschaft, die ERL Euro Retail Logistics GmbH, Unna, mit einem Stammkapital von T€ 25. In den Konzernabschluss der Woolworth GmbH werden darüber hinaus im Geschäftsjahr 2023/2024 die Tochterunternehmen Woolworth Polska sp. z o.o., Katowice (Polen) und die Woolworth Österreich GmbH, Wien (Österreich) erstmalig vollkonsolidiert einbezogen. Ergebnisse, die vor Konsolidierungszeitpunkt entstanden sind, werden im Konzerneigenkapital ausgewiesen. Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahresabschluss ist nicht eingeschränkt. Die ERL Euro Retail Logistics GmbH, Unna, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss vor Abführung des Gewinns aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags an die Woolworth GmbH in Höhe von T€ 959 erwirtschaftet. Nach Abführung des Jahresüberschusses beläuft sich das Eigenkapital auf T€ 25. Mit Datum vom 26. April 2022 wurde die 100 %-ige Tochtergesellschaft, die Woolworth Polska sp. z o .o., Katowice (Polen), mit einem Stammkapital von PLN 5.000,00 gegründet. Mit Datum vom 24. August 2022 wurde das Stammkapital um PLN 2.995.000,00 auf PLN 3.000.000,00 erhöht. Mit Datum vom 17. August 2023 wurde das Stammkapital gegen eine Zahlung in Höhe von € 5.000.000,00 um PLN 2.250.00,00 auf PLN 5.250.000,00 erhöht. Der über das satzungsgemäße Stammkapital hinausgehende Betrag wurde in die Kapitalrücklage geleistet. Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die vertriebliche Geschäftstätigkeit aufgenommen. Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Jahresfehlbetrag in Höhe von -T€ 3.515 erwirtschaftet. Das Eigenkapital zum 30. April 2024 beträgt T€ 1.741 Mit Datum vom 6. April 2023 wurde die 100 %-ige Tochtergesellschaft, die Woolworth Österreich GmbH, Wien (Österreich), mit einem Stammkapital von € 50.000,00 gegründet. Mit Datum vom 10. August 2023 wurde eine Zahlung in Höhe von € 5.000.000,00 in die Kapitalrücklage geleistet. Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die vertriebliche Geschäftstätigkeit aufgenommen. Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Jahresfehlbetrag in Höhe von -T€ 1.565 erwirtschaftet. Das Eigenkapital zum 30. April 2024 beträgt T€ 3.485 Darüber hinaus besteht eine Beteiligung an einer vermögensverwaltenden Gesellschaft bürgerlichen Rechts. Der Woolworth GmbH steht mit 60 % die Mehrheit der Stimmrechte dieser Gesellschaft zu. Aufgrund der Tatsache, dass der Gesellschaftsvertrag zum einen für Gesellschafterbeschlüsse eine Mehrheit von mindestens 75 % der Stimmen verlangt und zum anderen für die zentralen operativen Entscheidungen ein Zustimmungsvorbehalt der Gesellschafterversammlung vorgesehen ist, ist die Ausübung der Geschäftsführungsrechte der Woolworth GmbH nachhaltig beeinträchtigt. Es wurde daher für dieses Tochterunternehmen von dem Einbeziehungswahlrecht gem. § 296 Abs. 1 Nr. 1 HGB Gebrauch gemacht. C. Konsolidierungsmethoden Einheitliche Bewertung Die in dem Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Unternehmen werden einheitlich nach den in Deutschland dargestellten HGB-Grundsätzen bilanziert und bewertet. Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode zum Erwerbs- bzw. Gründungsdatum der Tochtergesellschaft. Dabei werden die Beteiligungsbuchwerte mit dem zum Zeitpunkt des Erwerbs bilanzierten anteiligen Eigenkapital zu Zeitwerten verrechnet. Eliminierungen Zwischenergebnisse, konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen werden eliminiert. D. Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften Der Konzern- und der Jahresabschluss wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, abzüglich planmäßiger Abschreibungen, bewertet. Die Nutzungsdauern betragen zwischen 3 und 23 Jahren. "Geringwertige Wirtschaftsgüter" mit jeweiligen Netto-Anschaffungskosten bis € 250,00 werden sofort als Aufwand innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Eine Berücksichtigung im Anlagenspiegel erfolgt nicht. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Netto-Anschaffungskosten zwischen € 250,00 und € 1.000,00 werden im Jahr der Anschaffung aktiviert und vollständig abgeschrieben. Im Anlagenspiegel erfolgt ein deckungsgleicher Ausweis als Zugang und Abgang bei den Anschaffungskosten und den Abschreibungen. Der Ansatz der Finanzanlagen im Jahresabschluss erfolgt mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Stichtag. Der Warenbestand ist zu Anschaffungskosten (Einstandswerte abzüglich Skonti und Boni) unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Einstandswerte wurden durch Rückrechnung mit der Rohertragsmarge (retrograde Warenbewertung) ermittelt. Der Warenbestand ist verlustfrei bewertet. In US-Dollar fakturierte Waren werden in Verbindung mit Devisentermingeschäften mit dem gesicherten Kurs bewertet. Die zum Bilanzstichtag unterwegs befindliche Ware ("schwimmende Ware") wird zu tatsächlichen Anschaffungskosten ohne Rückrechnung bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Die Fremdwährungsbestände wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Die Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung bekannt gewordenen ungewissen Schulden, Verluste und Risiken, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen und wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem restlaufzeitadäquaten Abzinsungssatz gem. § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen ausgewiesen. Für Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zusammen mit den abgeschlossenen Devisentermingeschäften und Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährung Bewertungseinheiten gebildet (geschlossene Positionen). E. Erläuterungen zur Bilanz a) Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem als Anlage 2 zum Anhang beigefügten Anlagengitter zu entnehmen. Finanzanlagevermögen Mit Datum vom 9. Oktober 2015 wurde die Beteiligung an einer vermögensverwaltenden Gesellschaft bürgerlichen Rechts mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2016 erworben. Die Anschaffungskosten belaufen sich auf T€ 1.812. Auf Grund der Tatsache, dass die Ausübung der Geschäftsführungsrechte der Woolworth GmbH nachhaltig beeinträchtigt wird, wurde von dem Wahlrecht nach § 296 Abs. 1 Nr. 1 HGB Gebrauch gemacht, die Gesellschaft nicht als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einzubeziehen. Die Voraussetzungen einer Anwendung der Equity-Methode werden in Bezug auf diese Beteiligung erfüllt. In der Konzernbilanz wird die Beteiligung unter den assoziierten Unter-nehmen ausgewiesen. Da die Beteiligung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung ist, haben wir gemäß § 311 Abs. 2 HGB auf die Anwendung der Equity- Methode verzichtet und die Beteiligung zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (DRS 8.5 bzw. DRS 26.20 i. V. m. DRS 26.94). Die untergeordnete Bedeutung resultiert insbesondere aus einem geringen Unterschiedsbetrag zwischen anteiligem Buchwert und anteiligem Eigenkapital ("Equity-Wert"). Zudem werden dauerhaft keine signifikanten Beteiligungserträge aus der GbR erwartet. Mit Datum vom 12. Juli 2018 wurde zwischen dem verbundenen Unternehmen Arandano Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG ("Arandano") als Leasinggeber und der Woolworth GmbH als Leasingnehmer ein Immobilien-Leasingvertrag abgeschlossen. Zur teilweisen Finanzierung der Gesamtinvestitionskosten hat die Woolworth GmbH der Arandano ein Darlehen in Höhe von T€ 14.140 gewährt. Für das der Arandano gewährte Darlehen hat die Woolworth GmbH mit Erklärung vom 12. Juli 2018 für ihre Forderung nebst Zinsen einen Rangrücktritt in Höhe von insgesamt T€ 14.140 hinter die den Leasinggeber finanzierenden Banken erklärt. Rückstellungen Die Rückstellungen bestehen im Wesentlichen für noch ausstehende Rechnungen (nicht berechnete Waren, Dienstleistungen sowie Miet- und Nebenkostennachzahlungen) in Höhe von T€ 26.077 (Vj.: T€ 34.527) sowie Personalverpflichtungen in Höhe von T€ 13.696 (Vj.: T€ 12.073). Forderungen / Verbindlichkeiten Alle Forderungen und Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert. b) Bilanz der Woolworth GmbH Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem als Anlage 1 zum Anhang beigefügten Anlagengitter zu entnehmen. Finanzanlagevermögen Die Anteile an verbundenen Unternehmen im Jahresabschluss der Woolworth GmbH betreffen zunächst die 100 %-ige Beteiligung an der ERL Euro Retail Logistics GmbH (vormals Woolworth Logistik GmbH). Die Stammeinlage beläuft sich auf T€ 25 und wurde vollständig eingezahlt. Darüber hinaus wurde mit Datum vom 9. Oktober 2015 die Beteiligung an einer vermögensverwaltenden Gesellschaft bürgerlichen Rechts erworben. Darüber hinaus hält die Woolworth GmbH 100% der Anteile an der Woolworth Polska sp. z o.o., Katowice (Polen). Mit Datum vom 26. April 2022 wurde die Tochtergesellschaft mit einem Stammkapital von PLN 5.000,00 gegründet. Mit Datum vom 24. August 2022 wurde das Stammkapital um PLN 2.995.000,00 auf PLN 3.000.000,00 erhöht. Mit Datum vom 17. August 2023 wurde das Stammkapital gegen eine Zahlung in Höhe von € 5.000.000,00 um PLN 2.250.00,00 auf PLN 5.250.000,00 erhöht. Der über das satzungsgemäße Stammkapital hinausgehende Betrag wurde in die Kapitaleinlage geleistet. Zudem hält die Woolworth GmbH 100% der Anteile an der Woolworth Österreich GmbH, Wien (Österreich). Mit Datum vom 6. April 2023 wurde die Tochtergesellschaft mit einem Stammkapital von € 50.000,00 gegründet. Mit Datum vom 10. August 2023 wurde eine Zahlung in Höhe von € 5.000.000,00 in die Kapitalrücklage geleistet. Rückstellungen Die Rückstellungen bestehen im Wesentlichen für noch ausstehende Rechnungen (ausstehende Mietzahlungen, nicht berechnete Waren, Dienstleistungen sowie Miet- und Nebenkostennachzahlungen) in Höhe von T€ 25.283 (Vj.: T€ 33.970) sowie Personalverpflichtungen in Höhe von T€ 13.088 (Vj.: T€ 11.718). Forderungen / Verbindlichkeiten Alle Forderungen und Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert. F. Erläuterungen zu den Gewinn- und Verlustrechnungen Die Konzernumsätze wurden zu rund 99 % im Tätigkeitsbereich Einzelhandel mit Artikeln des täglichen Gebrauchs erzielt. Die Umsatzerlöse verteilen sich wie folgt auf folgende geographische Märkte:
In den sonstigen betrieblichen Erträgen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 1.951 (Vj.: T€ 1.516) enthalten. Davon entfallen T€ 1.951 (Vj.: T€ 1.505) auf das Mutterunternehmen. Die Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in Höhe von T€ 2.713 periodenfremd und betreffen Verluste aus Anlagenabgängen. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von T€ 22.738 entfallen mit T€ 23.950 auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sowie mit -T€ 1.212 auf Steueraufwendungen für Vorjahre. Der Betrag von T€ 23.950 umfasst Körperschaftsteueraufwendungen inkl. Solidaritätszuschlag von T€ 11.130 sowie Gewerbesteueraufwendungen für das abgeschlossene Geschäftsjahr von T€ 12.820. G. Sonstige Angaben 1. Geschäftsführung Die Muttergesellschaft Woolworth GmbH wurde im Geschäftsjahr vertreten durch ihre hauptberuflichen Geschäftsführer:
2. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2023/2024 beschäftigte der Konzern im Durchschnitt 10.564 Mitarbeiter, davon 8.273 Festangestellte, 2.005 Aushilfen und 286 Auszubildende. Davon sind 10.183 Mitarbeiter (7.903 Festangestellte, 1.998 Aushilfen und 282 Auszubildende) bei der Woolworth GmbH angestellt. 3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Die wesentlichen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen haben folgendes Bild für die nächsten Geschäftsjahre:
Die nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte dienen der Entlastung der Kapitalbindung und der Flexibilisierung der Betriebsstrukturen. 4. Bewertungseinheiten / Derivative Finanzinstrumente Der Woolworth Konzern sichert seine zukünftigen Wareneinkäufe durch verschiedene Instrumente ab. Zum Einsatz kommen bei der Währungssicherung unterschiedliche Ausprägungen von Devisentermingeschäften und Finanzinstrumenten nach der sog. Einfrierungsmethode. Neben klassische Devisentermingeschäften (Kauf von Dollar auf Ziel zum Zeitpunkt der geplanten Auslösung des Grundgeschäftes) kommen auch sog. Target Redemption Forward Kontrakte (TARF) zum Einsatz. Währungsänderungen zwischen Warenbestellung und Warenbezahlung sollen durch die entsprechend gegenläufige Entwicklungen der verschiedenen Devisentermingeschäfte und Finanzinstrumente kompensiert werden. Der Wareneinkauf und die o.g. Ausprägungen eines Devisentermingeschäftes werden als Bewertungseinheit behandelt ("cash-flow-hedging"). Die bei Target Redemption Forward Kontrakten unter Umständen entstehenden US-Dollar-Überhänge können in der Regel auf einen für Woolworth passenden Zeitpunkt übertragen ("geswapt") werden, so dass kein unwirksamer Teil eines Devisentermingeschäftes oder Finanzinstruments entsteht bzw. die Sicherungsbeziehung als wirksam zu bezeichnen ist. Ein Target Redemption Forward (TARF) ermöglicht es Woolworth US-Dollar gegen EUR zu einem Vertragskurs zu tauschen, der im Vergleich zum Kurs eines herkömmlichen Termingeschäfts zum Abschlusszeitpunkt attraktiver ist. Der höhere Kurs ist mit einem höheren Wechselkursrisiko verbunden, falls sich der Wechselkurs in eine andere Richtung als erwartet entwickeln sollte. Die TARF-Struktur besteht in der Regel aus einer Reihe von einzelnen Teilgeschäften (Sockelbetrag, Hebelfaktor, Bewertungsfaktor), die an aufeinanderfolgenden Verfallstagen eingelöst werden. Die von Woolworth abgeschlossenen TARFs enthalten idR mehrere Fixingzeitpunkte und auch Knock-out-Schwellen. US-Dollar-Überhänge, die möglicherweise als "unwirksam" einzustufen wären, entstehen aufgrund der zulässigen Übertragbarkeit auf andere Zeitpunkte nicht. Der Gesamtumfang der Absicherung bei Woolworth zum Bilanzstichtag beträgt unter Einbezug aller bereits fixen, ausgelösten und noch auslösefähigen Devisentermingeschäfte sowie Finanzinstrumente TUS-$ 534.050 mit einem Eurowert in Höhe von T€ 505.568. Die beizulegenden Stichtagswerte betrugen T€ 499.245 bei einem Stichtagskurs von 1,069715 US-$/€. Das o.g. Absicherungsvolumen kann zum Bilanzstichtag in folgende Unterkategorien aufgeteilt werden:
5. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das vom Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Honorar betrug für Abschlussprüfungsleistungen T€ 154 (davon Woolworth GmbH T€ 115), für andere Bestätigungsleistungen T€ 44 (davon Woolworth GmbH T€ 44), sowie für sonstige Leistungen T€ 148 (davon Woolworth GmbH T€ 148). 6. ErgebnisverwendungsvorschlagEs wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn in Höhe von T€ 47.457 auf neue Rechnung vorzutragen. Der Bilanzgewinn steht grundsätzlich in voller Höhe für Ausschüttungen zur Verfügung. 7. Angabe gem. 285 Nr. 14 HGB Die Woolworth GmbH wird in den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht der B.H. Holding GmbH, Bönen, als oberstes Mutterunternehmen einbezogen, die gemäß § 325 HGB offengelegt werden. Die Einreichung dieser Unterlagen erfolgt beim Betreiber des Bundesanzeigers in Köln. 8. Angabe gem. § 264 Abs. 3 S.1 Nr. 4 HGB Das in den Konzernabschluss der Woolworth GmbH einbezogene Tochterunternehmen ERL Euro Retail Logistics GmbH, Unna, nimmt die Befreiung von der Offenlegung ihres Jahresabschlusses zum 30. April 2024 gem. § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch.
Unna, 28. Juni 2024 Die Geschäftsführung Roman Heini Lennart Wehrmeier Dirk Landwehr Oliver Penner Maik Wilcke Mike Adams Patrick Theus Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/2024
Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/2024
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr 2023/2024
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023/2024
Zusammengefasster (Konzern-)Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024Die im Lagebericht enthaltenen Informationen betreffen zunächst grundsätzlich den Woolworth-Konzern. Diese Informationen sind geeignet, auch ein zutreffendes Bild von der Lage des Mutterunternehmens zu vermitteln. 1. Grundlagen des Unternehmens a) Geschäftsmodell des Konzerns Die Woolworth GmbH wurde im Jahr 2010 von einer Gruppe handelserfahrener Familienunternehmen gegründet. Von der insolventen DWW Woolworth Deutschland GmbH & Co. KG i.L. wurde der traditionsreiche Markenname Woolworth übernommen und die Woolworth GmbH trat in bestehende Mietverträge ein. Mit neuer Führung und einem neuen Geschäftskonzept ist Woolworth als Kaufhauskette erfolgreich wiederbelebt worden. Der Konzern Woolworth besteht aus der Woolworth GmbH als Muttergesellschaft und der 100 %-igen Tochtergesellschaft ERL Euro Retail Logistics GmbH (ERL), die wesentliche Logistikdienstleistungen für die Muttergesellschaft übernimmt und mit dieser über einen Ergebnisabführungsvertrag verbunden ist. Mit Datum vom 26. April 2022 wurde die 100 %-ige Tochtergesellschaft, die Woolworth Polska sp. z o .o., Katowice (Polen), gegründet. Die Gesellschaft hat im Mai 2023 die vertriebliche Geschäftstätigkeit aufgenommen. Mit Datum vom 06. April 2023 wurde die 100 %-ige Tochtergesellschaft, die Woolworth Österreich GmbH, Wien (Österreich), gegründet. Die Gesellschaft hat im November 2023 die vertriebliche Geschäftstätigkeit aufgenommen. Zum Bilanzstichtag am 30. April 2024 betreibt der Konzern 710 Filialen (Vj.: 589), davon 683 in Deutschland (Vj.: 589), 22 in Polen (Vj.: 0) und 5 in Österreich (Vj.: 0). Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden 127 Filialen neu eröffnet. Es wurden fünf Filialen geschlossen. Der im Vorjahr prognostizierte Flächenzuwachs wurde somit erreicht. Das Ziel von Woolworth ist die Nahversorgung mit einem umfassenden Sortiment. Das Sortiments- und Filialkonzept zeichnet sich durch eine aggressive Preispositionierung, ein straffes Sortiment sowie ein freundliches und offenes Erscheinungsbild der Filialen mit übersichtlicher Warenpräsentation und Beschilderung aus. Alle wesentlichen Unternehmensprozesse sind konsequent auf die im Discount-Handel bewährten Abläufe und Kostenstrukturen ausgerichtet worden. Die Filialen bieten ein breites, verlässliches Angebot an preisbewusst kalkulierten Artikeln des täglichen Bedarfs, ergänzt um wechselnde Aktionsangebote. Das Sortiment reicht von Wolle, Dekorationsartikeln, Schreib-, Haushalts- und Spielwaren über Kosmetik, Drogerieartikel, Accessoires, Geschenkartikel, Wäsche, Strümpfe, Süßwaren und Getränke bis hin zu Heimtextilien und Bekleidung für Damen, Herren und Kinder. Neben bekannten Markenprodukten führt Woolworth auch in allen Sortimentsbereichen eingetragene Eigenmarken. Die große, aktuelle Auswahl an Artikeln basiert auf einer sorgfältigen Beobachtung der Marktentwicklung. Zusätzlich bietet Woolworth saisonale Angebote z.B. zu Weihnachten, Ostern oder zum Schulbeginn. Dem Kostenbewusstsein der Verbraucher wird stetig Rechnung getragen, indem weltweit nach geeigneten Lieferanten Ausschau gehalten wird. Woolworth bezieht 27 % des Sortiments innerhalb der Europäischen Union, den Großteil davon in Deutschland (rund 19 %). Die übrigen Produkte kommen aus Asien. Hauptbeschaffungsland im asiatischen Raum ist China. Wesentliche Veränderungen gegenüber dem Vorjahr ergaben sich im Geschäftsjahr 2023/2024 nicht. Woolworth möchte sich weiterhin im Markt etablieren und die Expansion weiter konsequent vorantreiben. b) Forschung und Entwicklung Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten erfolgten branchenüblich nicht. c) Erklärung zur Unternehmensführung Es wurden die folgenden Zielgrößen für den Frauenanteil innerhalb der Geschäftsführung sowie in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung festgelegt:
Diese Zielgrößen wollen wir bis zum Ablauf des Geschäftsjahres 2027/2028 erreicht haben. 2. Wirtschaftsbericht a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Auch das zum 30. April 2024 abgelaufene Geschäftsjahr war herausfordernd. Nach wie vor wurde die deutsche Wirtschaft und somit auch der Einzelhandel mit den Folgen des Ukraine-Krieges konfrontiert. Ebenso haben weltweite geopolitische Spannungen wie z.B. der Nahostkonflikt infolge des Terrorangriffs der Hamas auf Israel die Konjunkturentwicklung negativ beeinflusst. Eine nach wie vor hohe Inflation, steigende Zinsen und eine schwache Gesamtnachfrage haben die konjunkturelle Entwicklung im vergangenen Jahr gedämpft. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 ist lt. Destatis im Vergleich zum Jahr 2022 in Deutschland um 0,3% gesunken. Die Verbraucherpreise haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 lt. Destatis um 5,9 % gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die Inflationsrate liegt somit unter dem Vorjahr, mit knapp unter 6 % aber weiterhin auf einem hohen Stand. Der deutsche Einzelhandel hat nach Ergebnissen von Destatis im Jahr 2023 real (preisbereinigt) 3,3 % weniger Umsatz und nominal (nicht preisbereinigt) 2,3 % mehr Umsatz als 2022 erwirtschaftet. Trotz der wirtschaftlichen Entwicklung zeigt sich der Arbeitsmarkt weiter robust. Im Jahr 2023 sind Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung leicht gestiegen. Der Anstieg bei der Beschäftigung ist auf die Zunahme der Erwerbstätigkeit von Ausländerinnen und Ausländern zurückzuführen. Die Arbeitslosigkeit liegt im Jahresdurchschnitt 2023 bei 5,7 % und ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 % gestiegen. Das Konsumverhalten privater Haushalte in Deutschland war im Jahr 2023 weiterhin von hohen Verbraucherpreisen beeinflusst. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, stiegen die Konsumausgaben der privaten Haushalte im Inland um 5,6 % im Vergleich zum Vorjahr. Die preisbereinigten Konsumausgaben der privaten Haushalte im Inland lagen hingegen um 0,8 % unter denen des Vorjahrs. Die Differenz zwischen den beiden Ergebnissen spiegelt die hohen Preissteigerungen für private Haushalte infolge der nach wie vor hohen Inflation wider. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 waren die preisbereinigten Konsumausgaben sogar 1,5 % niedriger. b) Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf des Woolworth Konzern zeigte erneut eine klar positive Entwicklung. Woolworth erzielte ein Jahresergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von T€ 70.196. Die Expansion wurde konsequent fortgesetzt. Im Geschäftsjahr 2023/2024 stiegen die Umsatzerlöse um 115,6 Mio. € von 806,0 Mio. € auf 921,6 Mio. €. Insgesamt wurden 127 Filialen neu eröffnet (Vj.: 79), davon 27 im Ausland. Der deutsche Markt ist der wichtigste Markt. Dort werden ca. 99% der Konzern-Umsatzerlöse erzielt. Neben der expansionsbedingten Steigerung der Umsatzerlöse konnten in Deutschland auch die Umsätze auf vergleichbarer Fläche gesteigert werden. In der deutschen Muttergesellschaft, der Woolworth GmbH, wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr mit einem Jahresergebnis vor Ertragsteuern von T€ 75.275 erneut ein Rekordergebnis erzielt. Diese Entwicklung ist bemerkenswert. In einem schwierigen Marktumfeld konnte Woolworth seine Marktstellung somit festigen. In beiden Auslandsgesellschaften Polen und Österreich wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr die vertriebliche Geschäftstätigkeit aufgenommen. Die Quadratmeter-Umsätze lagen in beiden Gesellschaften erfreulicherweise über Plan. Aufgrund von Anlauf- und Implementierungskosten haben beide Gesellschaften einen Fehlbetrag erwirtschaftet. Die Woolworth Österreich GmbH hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Jahresfehlbetrag in Höhe von -T€ 1.565 erwirtschaftet. Die Woolworth Polska sp. z o .o. hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Jahresfehlbetrag in Höhe von -T€ 3.515 erwirtschaftet. Unter Berücksichtigung der Auslandsmärkte wurde der im Vorjahr prognostizierte Plan-Umsatz im Wesentlichen erreicht. Die Rohertragsmarge hat sich im Wesentlichen aufgrund guter Sortimentsarbeit im Einkauf im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 %-Punkte auf 60,6 % verbessert. Zudem haben sich im Berichtszeitraum die Frachtraten im Vergleich zum Vorjahr weiter erholt und lagen somit nahezu auf Niveau von vor der Corona-Pandemie. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl stieg vornehmlich bedingt durch die fortgesetzte Expansion von 8.957 auf 10.564. Davon sind 10.183 (Vj.: 8.787) beim Mutterunternehmen angestellt. Die Struktur der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist gegenüber dem Vorjahr weitgehend stabil geblieben. Bedingt durch die Steigerung der Filialanzahl sind vornehmlich die Aufwendungen für Mieten und Mietnebenkosten, Filialeinzahlungsgebühren und Versicherungen gestiegen. Darüber hinaus sind die Logistikkosten infolge erhöhter Speditionskosten aufgrund von Lohn- und Dieselpreissteigerungen überproportional gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr ist auch ein höherer Anteil an Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen zu verzeichnen. Das Ergebnis vor Ertragsteuern des Geschäftsjahres 2023/2024 erfüllt die Ergebniserwartung/Vorjahresprognose. Im Hinblick auf die außerordentlichen Rahmenbedingungen ist dies aus unserer Sicht ein hervorragendes Ergebnis. c) Lage: Darstellung, Analyse, Beurteilung ca) Ertragslage Die Umsatzerlöse haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 14,3 % auf T€ 921.544 erhöht. Neben der expansionsbedingten Steigerung der Umsatzerlöse konnten auch auf vergleichbarer Fläche Umsatzsteigerungen in Höhe von rund 3,0 % verzeichnet werden. Bei einem Wareneinsatz von T€ 363.272 wurde ein Rohertrag von T€ 558.272 erwirtschaftet. Dies entspricht einer Rohertragsmarge von 60,6 %. Die Verbesserung der Rohertragsmarge um 1,5 %-Punkte im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf Verfeinerungen im Sortiment und einer weiteren Erholung der Frachtkosten im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (vor neutralen Aufwendungen) sind von T€ 208.710 auf T€ 244.622 (+17,2 %) gestiegen. In Relation zu den Umsatzerlösen stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen leicht von 25,9 % auf 26,5 %. Der absolute Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert vornehmlich aus erhöhten Aufwendungen für Mieten und Mietnebenkosten durch die Steigerung der Filialzahl, erhöhten Filialeinzahlungsgebühren, Versicherungskosten, Reisekosten und Instandhaltungs- und Wartungskosten sowie erhöhten Frachtkosten. Die Aufwendungen im Personalbereich stiegen um T€ 43.139 auf T€ 233.277. Neben der absoluten Steigerung der Personalkosten war auch ein proportionaler Anstieg der Personalkosten zu verzeichnen (25,3% gegenüber VJ 23,6%). Der absolute Anstieg der Personalaufwendungen ist im Wesentlichen mit der Eröffnung neuer Filialen im In- und Ausland begründet. Der Anstieg der proportionalen Personalkosten ist im Wesentlichen auf die deutliche Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland zum 1.Oktober 2022 und der weiteren Mindestlohnerhöhung zum 1. Januar 2024 zurückzuführen. Ebenso haben höhere Personal- und Schulungskosten in Österreich und Polen im Zusammenhang mit dem Markteintritt und der Aufnahme der operativen Geschäftstätigkeit den Strukturwert erhöht. Das Betriebsergebnis hat sich aufgrund der zuvor dargestellten Entwicklungen im Vergleich zum Vorjahr um T€ 3.224 auf T€ 47.894 verbessert. Das Nettofinanzergebnis bewegt sich mit -T€ 643 (Vj.: -T€ 5) unter Vorjahresniveau. Das negative Nettofinanzergebnis ergibt sich aus Zinsaufwendungen aus der Inanspruchnahme der Kreditlinien sowie aus entsprechenden Bereitstellungszinsen. Dem gegenüber stehen Zinseinnahmen aufgrund der Ausleihungen an den Leasinggeber im Zusammenhang mit der Teilfinanzierung der Gesamtinvestitionskosten für den Bau der neuen Zentrale (Verwaltung und Logistik) und dem Beteiligungsergebnis aus einer Beteiligung an einer vermögensverwaltenden Gesellschaft bürgerlichen Rechts. Das neutrale Ergebnis beträgt T€ 206 und bewegt sich damit deutlich unter Vorjahresniveau. Die neutralen Erträge von T€ 3.365 beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 1.951), Versicherungserstattungen (T€ 1.044) sowie Erträge aus Kursdifferenzen (T€ 370). Dem gegenüber stehen neutrale Aufwendungen in Höhe von -T€ 3.159, die im Wesentlichen Aufwendungen für Spenden (-T€ 160) sowie Verluste aus Anlagenabgängen (-T€ 2.713) und Kursdifferenzen (- T€ 260) betreffen. Insgesamt wurde ein positives Jahresergebnis vor Ertragsteuern von T€ 70.195 erzielt. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von T€ 22.738 entfallen mit T€ 23.950 auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sowie mit -T€ 1.212 auf Steueraufwendungen für Vorjahre. Der Betrag von T€ 23.950 umfasst Körperschaftsteueraufwendungen inkl. Solidaritätszuschlag von T€ 11.130 sowie Gewerbesteueraufwendungen für das abgeschlossene Geschäftsjahr von T€ 12.820. Das positive Konzernergebnis nach Steuern beträgt T€ 47.457. cb) Finanz- und Liquiditätslage sowie Kapitalstruktur Die Finanzlage ist weiterhin als gesichert zu betrachten. Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag T€ 75.058, die Konzern-Eigenkapitalquote beträgt 24,1 %, die Eigenkapitalquote des Mutterunternehmens beläuft sich auf 26,0 %. Die Konzern-Eigenkapitalquote hat sich infolge der Anlaufverluste der ausländischen Tochtergesellschaften und der erhöhten Bilanzsumme um 1,2 %-Punkte verringert. Die Eigenkapitalquote des Mutterunternehmens hat sich hingegen um 0,6 %-Punkte verbessert. Das Fremdkapital in Höhe von T€ 236.670 umfasst ausschließlich kurzfristige Verbindlichkeiten und besteht im Wesentlichen aus Steuerrückstellungen, sonstigen Rückstellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Verbindlichkeiten. Insgesamt beträgt das Fremdkapital zum Bilanzstichtag 75,9 % der Konzern-Bilanzsumme bzw. 74,0 % der Bilanzsumme des Mutterunternehmens. Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen aus Rückstellungen für noch ausstehende Rechnungen (ausstehende Mietzahlungen, nicht berechnete Waren, Dienstleistungen sowie Miet- und Nebenkostennachzahlungen) sowie Personalverpflichtungen. Woolworth finanziert sich im Wesentlichen über Eigenkapital, Zahlungsziele bei Lieferanten sowie Kontokorrentkredite der Banken. Zur Entwicklung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verweisen wir auf die Darstellung in der Kapitalflussrechnung. Zur Absicherung von Risiken aus Währungskursschwankungen schließt Woolworth Devisentermingeschäfte ab. Insbesondere auf Grund des sehr positiven Jahresergebnisses vor Ertragsteuern und Zinsen, einer deutlichen Erhöhung der Steuerrückstellungen und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen (auch infolge einer weiteren Ausweitung der Zahlungsziele im Warenbereich) sowie einer Abnahme des Vorratsvermögens (trotz erheblichen Filialwachstums) hat sich der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit im Vergleich zum Vorjahr verbessert und beträgt T€ 89.837 (Vj.: T€ 77.256). Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit beträgt T€ -40.684 (Vj.: T€ -25.349). Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden insgesamt Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von T€ 43.872 geleistet. Davon entfällt ein Investitionsvolumen in Höhe T€ 34.750 auf das Mutterunternehmen. Im Wesentlichen konzentrierten sie sich auf die Ausstattung der Neueröffnungsfilialen. Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt T€ -47.587 und umfasst im Wesentlichen Auszahlungen an Gesellschafter. Hierzu verweisen wir auf unsere Kapitalflussrechnung. Im abgelaufenen Geschäftsjahr verbesserte sich der Finanzmittelfond um 1,6 Mio. €. Die Liquiditätslage bei Woolworth ist weiterhin als stabil anzusehen. Engpässe sind nicht zu erwarten. Die Kreditlinien verteilen sich auf fünf Geschäftsbanken, mit denen eine langjährige partnerschaftliche Geschäftsbeziehung besteht. Mit allen Banken wurde als Maßnahme zur Eindämmung der Folgen der Pandemie die bestehenden Kreditlinien um rund 40 % erhöht. Die Ausweitung der Kreditlinien war ursprünglich bis Ende Februar 2023 befristet. 90 % der der Linien wurden zwischenzeitlich in unbefristete Linien überführt. Nach dem Bilanzstichtag hat Woolworth einen zusätzlichen Konsortialkreditvertrag über einen Betrag von 38,5 Mio. € mit einer festen Laufzeit von 10 Jahren abgeschlossen und damit die finanzielle Stabilität weiter ausgebaut. Über ein striktes Working Capital- und Liquiditätsmanagement wird der expansionsbedingte Kapitalbedarf gesteuert. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele bzw. unter Nutzung von Skontovereinbarungen beglichen. Ziel des Finanz- und Risikomanagements von Woolworth ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken aller Art. Beim Finanzmanagement verfolgt Woolworth eine äußerst konservative Geschäftspolitik. Zur Absicherung des Liquiditätsrisikos und zur Aufrechterhaltung der ständigen Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der permanent an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient. cc) Vermögenslage Das langfristig gebundene Vermögen hat sich im Geschäftsjahr 2023/2024 um T€ 23.897 erhöht und beträgt 32,2 % der Konzern-Bilanzsumme. Die Entwicklung resultiert aus Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von T€ 37.968 unter Berücksichtigung von Abschreibungen und Buchwertabgängen in Höhe von insgesamt T€ 20.070 sowie Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens von T€ 2.807. Das Finanzanlagevermögen beinhaltet Ausleihungen an den Leasinggeber im Zusammenhang mit der Teilfinanzierung der Gesamtinvestitionskosten für den Bau einer neuen Zentrale inkl. Verwaltungsgebäude und Logistikzentrum im Gewerbegebiet Unna/Kamen. Die sonstigen Ausleihungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 331 erhöht. Zum Bilanzstichtag umfasst der Bestand an Vorräten T€ 154.492 und beträgt damit 49,6 % der Konzern-Bilanzsumme. Die Bestandsbewertung erfolgt retrograd auf Basis der Nettoverkaufspreise unter Berücksichtigung einer durchschnittlichen Rohertragsmarge. Langsam drehende Artikel und saisonale Restbestände wurden im Laufe des Geschäftsjahres regelmäßig und systematisch preisreduziert und abverkauft. Der Warenbestand ist zum Bilanzstichtag verlustfrei bewertet. Infolge eines optimierten Working-Capital Management konnte der Vorratsbestand je Filiale im Vergleich zum Vorjahr gesenkt werden. Darüber hinaus hat die Verbesserung der Einkaufspreise zur Senkung des Vorratsbestandes beigetragen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stiegen von T€ 10.337 um T€ 1.938 auf T€ 12.275. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der debitorischen Kreditoren. Risiken, die sich aus dem Warenbezug aus Fremdwährungsgebieten ergeben, wird durch den Abschluss von Devisentermingeschäften begegnet, so dass Währungsänderungen zwischen Warenbestellung und Warenbezahlung durch gegenläufige Entwicklungen der Devisentermingeschäfte kompensiert werden (sog. "cash-flow-hedging"). d) Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren auf Konzernebene Die Konzern-Eigenkapitalquote hat sich infolge der deutlich erhöhten Bilanzsumme und ausschüttungsbedingt um 1,2 %-Punkte vermindert und beträgt zum Bilanzstichtag 24,1 %. Die Eigenkapitalrendite beträgt 63,2 %. Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt T€ 89.837. Die Umsatzerlöse haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 14,3 % erhöht. Die Rohertragsquote hat sich um 1,5 %-Punkte gegenüber dem Vorjahr verbessert. Das EBIT beträgt T€ 70.838, das EBITDA 85.391. Die Lagerumschlagsgeschwindigkeit ist im Vergleich zum Vorjahr mit 2,34 (Vj.: 2,43) leicht gesunken. Das Ziel von Woolworth, die Nahversorgung der Kunden mit einem umfassenden Sortiment aus dem unteren Preissegment zu übernehmen, kann auch in diesem Jahr als erreicht angesehen werden. Die Focus Money Studie "Höchste Reputation" von 2021 kürt Woolworth erstmalig zum Testsieger in der Kategorie Kaufhäuser und verleiht somit das Prädikat "Herausragend" für die Reputation des Kaufhauses. "Preis-Champion": Woolworth ist Branchenbester. Für seine faire und günstige Preisgestaltung ist Woolworth zum 7. Mal in Folge als "Preis-Champion" ausgezeichnet worden. Eine aktuelle Studie der ServiceValue GmbH in Kooperation mit "DIE WELT" zeigt, dass die Preisgestaltung bei Woolworth bei der Mehrzahl der befragten Verbraucher sehr gut abschneidet. Damit belegt Woolworth unter allen Kauf- und Warenhäusern den ersten Platz. Woolworth kann mit seinem sehr positiven Feedback bei Google überzeugen. Das Rating der gut 27.700 Kommentare lag hierbei in den letzten 12 Monaten bei 4,1 von 5 Sternen. Das entspricht einer Zufriedenheit von rund 80 % und damit deutlich über dem Branchendurchschnitt. Häufig wurden in Verbindung einer positiven Bewertung die Begriffe Personal, Auswahl und Preise genannt. Die folgenden Produkte werden im Allgemeinen am häufigsten verkauft: Haushaltswaren (56 %), Bekleidung (29 %), Schreibwaren (7 %), Süßwaren (4 %) und Spielwaren (4 %). Durch ständige Sortimentsanalysen versucht Woolworth das Sortiment zu verbessern und die Kundenzufriedenheit zu steigern. Mit definierten Prozessabläufen sorgt Woolworth dafür, dass die angebotenen Artikel nicht nur günstig sind, sondern auch eine gute Qualität aufweisen. Deshalb ist die Artikelprüfung ein wesentlicher Bestandteil der Geschäftsstrategie. Alle Woolworth-Lieferanten verpflichten sich, die Produkte nach aktuellen Sicherheitsstandards zu überprüfen und zu produzieren. Dies betrifft z. B. die Einhaltung der gültigen Grenzwerte für diverse Inhaltsstoffe und die Gesundheitsverträglichkeit. Die Einhaltung dieser Verpflichtung wird durch ständige Artikelprüfungen kontrolliert und überwacht. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit unabhängigen Prüfungsinstituten, wobei die Koordinierung der Kontrollen durch die Zentrale in Unna vorgenommen wird. Nach mehr als 10-jähriger Geschäftstätigkeit kann Woolworth auf einen breiten Lieferantenstamm zurückgreifen. Neue Lieferanten werden vorwiegend durch intensive Besuche von Handelsmessen in Fernost und Europa ausfindig gemacht. Vor einer ersten Auftragserteilung werden die Lieferanten besucht und auf Konformität auf die Woolworth-Richtlinien überprüft. Weitere Geschäftsbeziehungen entstehen durch direkte Kontaktaufnahme der Lieferanten oder durch Empfehlung von Geschäftspartnern und Agenturen. Woolworth hat sich zu einem sozialverträglichen Handeln verpflichtet, welches das Fundament für ein gesundes wirtschaftliches Wachstum bildet. Daher ist ein verantwortungsvoller Umgang mit den Ressourcen selbstverständlich. So konnten durch verschiedene Prozessoptimierungen in den vergangenen Jahren der Papier- und Wasserverbrauch sowie die Abfallmenge deutlich verringert werden. Durch energetische Sanierung der Filialflächen, beispielsweise durch den Einbau von LED-Technik, wurde zudem die Energiebilanz verbessert. Zusätzliche Einsparungen werden durch einen internen Energiesparwettbewerb erzielt. Dabei sind die Vertriebsteam zu einem möglichst energieeffizienten Betrieb aufgerufen. Die erfolgreichsten Standorte werden prämiert. Der Wettbewerb sorgt nicht nur für konkrete Ressourceneinsparungen, sondern fördert auch ein nachhaltiges Bewusstsein bei den Mitarbeitenden in Hinblick auf Energie und Umwelt. Woolworth übernimmt Verantwortung für Mensch und Umwelt und setzt daher seit 2016 auf den Verkauf von nachhaltigen Tragetaschen. Das Unternehmen hat damit auf einen Gesetzentwurf des Europäischen Parlaments reagiert, der vorsieht, den Verbrauch von Plastiktüten in der Europäischen Union zu senken. So werden seither umweltschonende und mehrfach verwendbare Baumwoll- und PET-Taschen angeboten. Zusätzlich werden klimaneutrale Papiertragetaschen angeboten, die in Deutschland hergestellt werden. Klimaneutrale Herstellung bedeutet, dass Emissionen, die nicht vermieden werden können, durch Einsparung von Emissionen in gleicher Höhe an anderer Stelle ausgeglichen werden. Seit Mai 2022 verzichtet Woolworth auf einen gedruckten Werbeprospekt. Die Angebote werden seitdem ausschließlich in Form eines Digitalprospekts in bekannten Shopping-Apps präsentiert. Eine Zusammenfassung aller Angebote erhält die Kundschaft zudem in einem regelmäßig erscheinenden Newsletter. Der Umstieg auf einen digitalen Prospekt ermöglicht es dem Unternehmen, kurzfristig und flexibel auf Lieferschwierigkeiten einzelner Angebote zu reagieren und die Aktualität der Prospektinhalte zu garantieren. Im Fokus dieser Maßnahme steht jedoch der Nachhaltigkeitsaspekt: Künftig verzichtet Woolworth auf den jährlichen Einsatz von weit mehr als 2.000 Tonnen Papier und spart somit wertvolle Ressourcen. Woolworth beschäftigt am Bilanzstichtag 10.967 Mitarbeiter (davon 10.450 beim Mutterunter- nehmen) und unterliegt dabei einem ständig wachsenden weiteren Mitarbeiterbedarf. Auf diesen wird konsequent mit geeigneten Maßnahmen reagiert. Hierunter fällt insbesondere die Ausbildung des eigenen Führungskräftenachwuchses (Aus- und Weiterbildung von Handelsfachwirten) sowie die Einführung und Weiterentwicklung von Trainee-Programmen, letztere insbesondere mit dem Ziel der Besetzung zukünftig vakanter Filialleiter-Positionen bzw. in einem zweiten Schritt auch zur Deckung vakanter Bezirksleiter-Stellen. Gleiches gilt für die Ausbildung von Kaufleuten im Einzelhandel. Die Ausbildung erfolgt mit dem Ziel, Mitarbeiter für die zweite Ebene für die Filialen zu rekrutieren und um evtl. zukünftige Filialleiter-Vakanzen zu besetzen. Die Gesamtausbildungsquote von 5,3 % (Vj.: 6,5 %) ist unseres Erachtens im Einzelhandel vorbildlich hoch. Die Fluktuationsquote ist im abgelaufenen Geschäftsjahr stabil geblieben. Die derzeitige durchschnittliche Betriebszugehörigkeit über alle Geschäftsbereiche hinweg liegt bei über 3 Jahren. Woolworth stellt sich neben seinen Rollen als Unternehmer, Arbeitgeber, Geschäftspartner und Netzwerkpartner auch seiner sozialen und gesellschaftlichen Verantwortung. Deshalb unterstützt Woolworth die Stiftung "help and hope", die Kindern in Not auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene hilft. "help and hope" unterstützt vor allem Projekte mit folgenden Zielsetzungen:
e) Gesamtaussage Das Geschäftsjahr 2023/2024 beendete Woolworth mit einem positiven Konzernergebnis. Das in Deutschland erzielte Ergebnis bedeutet für Woolworth Rekordergebnis und wurde trotz herausfordernder Rahmenbedingungen erwirtschaftet. Der Markteintritt in Polen und Österreich sowie die Aufnahme der vertrieblichen Tätigkeiten ist im abgelaufenen Geschäftsjahr geglückt. Die Umsatzerlöse je Quadratmeter lagen in beiden Ländern über Plan. Die im Vorjahr abgegebenen Prognosen bezüglich des Jahresergebnisses sowie zur Entwicklung der Umsatzerlöse können im abgelaufenen Geschäftsjahr als erfüllt angesehen werden. Die Expansionsstrategie wurde wie geplant fortgesetzt und das Filialnetz konnte weiter verdichtet werden. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der wirtschaftlichen Lage des Konzerns. Die Gesellschaft ist damit marktseitig und finanziell gut aufgestellt für die Fortsetzung des geplanten Wachstumskurses. Die wirtschaftliche Lage des Konzerns entspricht den Erwartungen der Geschäftsführung und wird als gut eingeschätzt. 3. Prognosebericht Laut Zahlen der Europäischen Kommission war das Wirtschaftswachstum zu Beginn des Jahres 2024 im Wesentlichen im Zusammenspiel mit dem anhaltenden Rückgang der Inflation stärker als erwartet. Laut Europäischer Kommission beträgt der Wachstumsausblick für das Jahr 2024 für das Euro-Währungsgebiet 0,8 % und für das Jahr 2025 1,4 %. Treiber des Wachstums dürfte aufgrund anhaltenden Reallohn- und Beschäftigungswachstums der Anstieg des privaten Konsums sein. Dieser wird jedoch durch die ausgeprägte Sparneigung gebremst. Die Inflationsprognose beträgt für das Euro-Währungsgebiet 2,5 % für das Jahr 2024 und 2,1 % für das Jahr 2025. Der Sachverständigenrat schätzt die Situation ähnlich ein. Zwar habe die Weltkonjunktur Anfang 2024 neuen Schwung aufgenommen. Wachstumstreiber sind aber vor allem China und die USA. Die Wirtschaft im Euro-Raum zeigt sich derzeit noch schwach. Der Sachverständigenrat geht jedoch von einer zeitnahen Belebung der Konjunktur aus. Steigende Reallöhne und der prognostizierte Aufschwung der Weltwirtschaft dürften die Nachfrage stärken. Ebenso erwartete Zinssenkungen. Es wird für den Euro-Raum ein Wirtschaftswachstum für 2024 von 0,8 % und für 2025 von 1,5 % prognostiziert. Die Inflation dürfte im Euroraum bei 2,4 % bzw. 2,1 % liegen. Für Deutschland wird ein Wirtschaftswachstum für 2024 von 0,2 % und für 2024 von 0,9 % vorhergesehen. Die Inflationsrate für Deutschland schätzt der Sachverständigenrat identisch zum Euro-Raum ein. Das geringere Wirtschaftswachstum im Vergleich zum Euro-Raum wird mit steigenden Arbeitskosten und anhaltend hohen Industriepreisen für Energie begründet. Alle Prognosen sind jedoch mit hoher Unsicherheit behaftet. Die Risiken, mit denen die Konjunktur- und Inflationsprognosen verknüpft sind, hängen in hohem Maße vom weiteren Kriegsverlauf in der Ukraine und dessen Dauer ab. Ebenso haben zunehmende weltweite geopolitische Spannungen Einfluss auf die Konjunkturentwicklung. Nach Angaben der GfK setzt sich die Erholung der Konsumstimmung in Deutschland weiter fort. Der GfK-Konsumklimaindex hat sich im Mai 2024 wieder verbessert. Für den Juni 2024 wird eine weitere Verbesserung prognostiziert und ein Anstieg auf den höchsten Wert der letzten beiden Jahre erwartet. Verantwortlich hierfür war die Einschätzung einer bessere Einkommens- und Konjunkturentwicklung. Zudem ging lauf GfK die Sparneigung deutlich zurück. Die positive Einschätzung wird auch durch die GfK-Studie zur Kaufkraft gestützt, die davon ausgeht, dass das verfügbare Nettoeinkommen der Deutschen im Jahr 2024 nominal um 2,8 % ansteigen wird. Damit würde der Kaufkraftzugewinn zumindest die prognostizierte Inflation ausgleichen können. Woolworth geht weiterhin davon aus, dass die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine positive Entwicklung ermöglichen. Woolworth wird im Geschäftsjahr 2024/2025 die erfolgreiche Unternehmensstrategie konsequent weiter fortsetzen. Woolworth verfolgt eine langfristig angelegte Strategie profitablen Wachstums mit der Positionierung als preisgünstiger Nahversorger. Das Sortiment wird weiterhin sorgfältig gepflegt und selektiv erweitert. Ein scharf kalkuliertes attraktives Sortiment an Waren des täglichen Bedarfs bleibt der Grundbaustein des Konzepts als Nahversorger für alle Artikel des täglichen Bedarfs. Woolworth erwartet im kommenden Jahr keine wesentlichen Veränderungen im Geschäftsverlauf und geht von einer positiven Entwicklung des operativen Geschäfts aus. Dies auch unter der Annahme des prognostizierten leichten Wirtschaftswachstums für Deutschland und der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, die den Discounthandel stärken wird. Die Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2024/2025 legt den Schwerpunkt weiterhin auf die Sicherstellung der finanziellen Stabilität des Unternehmens. Der eingeschlagene Expansionskurs wird weiter fortgesetzt. Auch im Jahr 2024/25 sind weitere Neueröffnungen geplant und die Filialzahl wird weiter erhöht. Dabei ist mit einer Erweiterung der Verkaufsfläche in Deutschland um ca. 15-20 % zu rechnen. Nach erfolgreichem Markteintritt wird auch im Ausland der eingeschlagene Expansionskurs weiter fortgesetzt. Für die beiden Auslandsgesellschaften in Polen und in Österreich wird insgesamt mit 40-60 Neueröffnungen gerechnet. Neben der Ausweitung der Expansion wird es wesentliches Ziel sein die Organisationsstrukturen (Aufbau- und Ablauforganisation) weiter zu festigen bzw. zu verbessern. Auch im kommenden Geschäftsjahr wird in Polen und Österreich mit leicht negativen Jahresergebnissen gerechnet. Wesentlichen Risiken auf der Kostenseite ist adäquat Rechnung getragen. Über unsere Kreditlinien bestehen mehr als angemessene Liquiditätsreserven, um sowohl die Kosten der Expansion als auch unerwartete Rückschläge verkraften zu können. Unter Berücksichtigung der angestrebten Expansion plant Woolworth für das Geschäftsjahr 2024/2025 eine Umsatzsteigerung von ca. 15-20 %. Dabei gehen wir davon aus, dass sich auch der Umsatztrend auf vergleichbarer Fläche mit der weiteren Verfeinerung der Sortimente weiter nach oben entwickeln wird. Weiteres Wachstum entsteht über die Steigerung der Filialzahl. Neben dem expansionsbedingten Anstieg der Personalkosten verursacht der Ganzjahreseffekt der in Deutschland erfolgten Mindestlohnerhöhung zum 1. Januar 2024 einen deutlichen Anstieg der Personalkosten. Geplante Mindestlohnerhöhungen in Polen und Erhöhungen in den einzelnen Kollektivverträgen in Österreich werden ebenfalls dazu beitragen, dass sich die Personalaufwandsquote im Vorjahresvergleich moderat erhöht. Ein sorgfältiges Bestandsmanagement unterstützt die Reduzierung von Preisabschriften und Working Capital. Mit einer konsequenten Überwachung und Anpassung der Einkaufsplanung werden die Lagerumschlagsgeschwindigkeit wieder erhöht und Rohertrag und Kapitalbindung trotz erwarteter steigender Rohstoff- und Frachtpreise wieder verbessert. Gleichzeitig wird die Kosteneffizienz in Filialen und Zentrale mit gezielten Optimierungen weiter vorangetrieben. Für das folgende Geschäftsjahr wird unter konservativen Prämissen eine deutliche Verbesserung des Jahresergebnisses erwartet. Bei unseren bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren Eigenkapitalquote sowie der Rohertragsmarge erwarten wir keine Verschlechterung. Auch bei den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren (Kundenzufriedenheit, Fluktuation der Mitarbeiter, Ausbildungsquote, etc.) wird für das folgende Geschäftsjahr keine Verschlechterung erwartet. Unter den vorsichtigen Annahmen der aktuellen Unternehmensplanung wird auch für die Folgejahre mit einem stetigen Wachstum von Umsatz und Profitabilität gerechnet. 4. Chancen- und Risikobericht a) Angaben zum Risikomanagementsystem Wie in den Vorjahren erstellt Woolworth eine Stärken-Schwächen-Analyse. Neben den Stärken und Schwächen werden auch Risiken und Chancen erfasst und durch die Geschäftsführung identifiziert, bewertet, gesteuert und kontrolliert. Ein fest verankertes Controlling behält die Kosten im Blick und sichert die Profitabilität der Filialen und des Unternehmens. Es werden monatlich die betriebswirtschaftlichen Kennzahlen an die Geschäftsleitung berichtet, um schnellstens auf das Ergebnis belastende Ereignisse reagieren zu können. b) Angaben zu einzelnen Risiken und Chancen Das Unternehmen verkauft seine Waren vornehmlich an Privatkunden im Bereich der Bundesrepublik Deutschland. Als solches hängt der Geschäftserfolg zu großen Teilen vom allgemeinen Konjunkturverlauf und dem Einkaufsverhalten der deutschen Bevölkerung ab. Einer Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Lage kann sich das Unternehmen nur eingeschränkt entziehen, durch das breite Sortiment und die Fokussierung auf preiswerte Artikel des täglichen Bedarfs wird die Abhängigkeit jedoch limitiert. Risiken, die sich aus dem Warenbezug aus Fremdwährungsgebieten ergeben, wird durch den Abschluss von Devisentermingeschäften begegnet, so dass Währungsänderungen zwischen Warenbestellung und Warenbezahlung durch gegenläufige Entwicklungen der Devisentermingeschäfte kompensiert werden (sog. "cash-flow-hedging"). Einkaufsseitig ist das Unternehmen breit aufgestellt mit einer Vielzahl nationaler und inter- nationaler Lieferanten. In Verbindung mit einem flexiblen Mix aus Eigenmarken und Fremdmarken wird so die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten vermieden. Ein unverändertes Risiko für die Vermögens- und Ertragslage ergibt sich aus der Abhängigkeit von den Beschaffungsmärkten, insbesondere aus steigenden Rohstoffpreisen. Im Einzelnen sieht Woolworth folgende Risiken:
Dem stehen folgende Chancen gegenüber:
Woolworth unterliegt zahlreichen Branchenrisiken. Diesen Risiken ist sich Woolworth sehr bewusst und reduziert diese durch vielfältige Gegenmaßnahmen. Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation des Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten, sehen wir derzeit ebenfalls nicht. Andererseits ergeben sich zahlreiche Chancen, die konsequent ausgenutzt werden. Insgesamt hat sich das Risiko-Chancen-Profil von Woolworth gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Zukünftige Änderungen erwartet die Geschäftsleitung derweil ebenfalls nicht. 5. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Mit einer Eigenkapitalquote von rund 24 % sowie den vorhandenen Banklinien verfügt die Woolworth GmbH über eine solide Kapitalbasis und angemessene Liquiditätsreserven, um auch kurzfristige Rückschläge problemlos verkraften zu können. Die Liquiditätslage wird als ungefährdet bewertet und als ausreichend dimensioniert für die geplante Fortsetzung des Wachstumskurses. Ziel des Finanz- und Risikomanagements von Woolworth ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken aller Art. Beim Finanzmanagement verfolgt Woolworth eine konservative Geschäftspolitik. Zur Absicherung des Liquiditätsrisikos und zur Aufrechterhaltung der ständigen Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der permanent an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient. Durch den ausschließlichen Verkauf unserer Produkte in den Filialen sind Forderungsausfälle die Ausnahme. Die Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele gezahlt. Risiken, die sich aus dem Warenbezug aus Fremdwährungsgebieten ergeben, wird durch den Abschluss von Devisentermingeschäften begegnet, so dass Währungsänderungen zwischen Warenbestellung und Warenbezahlung durch gegenläufige Entwicklungen der Devisentermingeschäfte kompensiert werden (sog. "cash-flow-hedging"). Die Sicherungsbeziehungen werden im Abschluss als bilanzielle Sicherungsbeziehungen abgebildet.
Unna, 28. Juni 2024 Die Geschäftsführung Roman Heini Lennart Wehrmeier Dirk Landwehr Oliver Penner Maik Wilcke Mike Adams Patrick Theus BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Woolworth GmbH, Unna Eingeschränkte Prüfungsurteile zum Jahres- und Konzernabschluss und Prüfungsurteil zum zusammengefassten (Konzern-)Lagebericht Wir haben den Jahres- und den Konzernabschluss der Woolworth GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30. April 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024 sowie Konzern-Bilanz zum 30. April 2024, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024, zusammengefassten (Konzern-)Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalveränderungsrechnung, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten (Konzern-)Lagebericht der Woolworth GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024 geprüft. Die Angaben zur Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289 f Abs. 4 HGB (Angabe zur Frauenquote) haben wir im Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung der Prüfungsurteile zum Jahres- und Konzernabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahres- und Konzernabschlusses sowie des zusammengefassten (Konzern-)Lageberichts geführt hat. Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahres- und Konzernabschluss und zum Prüfungsurteil zum zusammengefassten (Konzern-)Lagebericht Entgegen § 285 Nr. 9 Buchstabe a) bzw. § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a) HGB wurden im zusammengefassten (Konzern-)Anhang die Gesamtbezüge der Geschäftsführer nicht angegeben. Wir haben unsere Prüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses und des zusammengefassten (Konzern-)Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses und des zusammengefassten (Konzern-)Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen bzw. den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahres- und Konzernabschluss und unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten (Konzern-)Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289 f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen:
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahres-/Konzernabschluss und den zusammengefassten (Konzern-)Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahres-/Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahres-/Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahres-/Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahres-/Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft bzw. des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten (Konzern-)Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft/des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahres-/Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten (Konzern-)Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten (Konzern-)Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahres-/Konzernabschlusses und des zusammengefassten (Konzern-)Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahres-/ Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste (Konzern-) Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft bzw. des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahres-/Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahres-/Konzernabschluss und zum zusammengefassten (Konzern-)Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahres-/Konzernabschlusses und zusammengefassten (Konzern-)Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dortmund, den 9. Juli 2024 Baker
Tilly GmbH & Co. KG
Martin Weinand, Wirtschaftsprüfer Philipp Jarzina, Wirtschaftsprüfer |
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