Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 24679
Eingetragen
20.7.2005
Branche
Herstellung von Schlaf-, Ess- und WohnzimmermöbelnHerstellung von Türen und Fenstern aus HolzHerstellung von Küchenmöbeln
Gegenstand
Herstellung und Handel mit Artikeln der Freizeitbranche, insbesondere Herstellung und Vertrieb von Wohnwagen und Reisemobilien; Erwerb, Veräußerung und Verwaltung von Vermögensgegenständen; Herstellung von Möbeln und Möbelkomponenten aus Holz für die Wohnmobilherstellung, Komponentenfertigung, z.B. von Küchenunterschrankmodulen, Oberschrankmodulen, Hochschrankmodulen, Sitzgruppen, Nasszellenmobiliar, Liegemöbeln, Schrankund Raumtüren.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Christian Geiger
seit 20.10.2020
Geschäftsführer
Sandro Meerheim
seit 5.9.2019
Prokura
Toni Pietsch
seit 5.9.2019
Prokura
Daniel Rogalski
seit 23.11.2012
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Erwin Hymer Group SE
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

CAPRON GmbH

Neustadt i. Sa.

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.08.2022 bis zum 31.07.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis zum 31. Juli 2023

1 Grundlagen des Unternehmens

Die Capron GmbH (im Folgenden kurz: Capron) ist Teil der Erwin-Hymer-Gruppe (kurz: EHG), Bad Waldsee, einer europaweit tätigen Gruppe im Bereich der Herstellung und dem Vertrieb von Freizeitfahrzeugen. Die Gruppe beschäftigt insgesamt knapp 8.900 Mitarbeiter und hat einen Jahresumsatz von über Mrd. EUR 2,8. Zur EHG gehören neben Capron auch weitere Marken, wie Hymer, Dethleffs, Bürstner, Carado, Sunlight, Niesmann + Bischoff, LMC, Laika und andere. Die Erwin Hymer Group gehört seit 2019 zur amerikanischen Thor-Gruppe (Börse: Kürzel THO).

Wir sind im Verbund der EHG ein führender Produzent für Freizeitfahrzeuge im europäischen Markt und bilden gemeinsam mit den Marken Carado und Sunlight das Entry Segment der Erwin Hymer Group, wobei die Capron GmbH als reine Produktionsfirma auftritt; unser Marktanteil in Europa beträgt rd. 3,6 % (Vj.: 5,7 %). Der Marktanteil der EHG beträgt rd. 19,8 % (Vj.: 21,5%).

Die Produktion erfolgt an unserem Standort in Neustadt in Sachsen.

Die Beschaffung der Chassis erfolgt überwiegend von OEMs der Automobilindustrie, insb. Fiat, Citroen und Ford. Weitere Dienstleistungen im Produktionsbereich - wie bspw. Chassis-Modifikationen oder Lackierarbeiten sowie weitere Komponenten werden überwiegend von lokal ansässigen Unternehmen bezogen.

Der Hauptabsatzmarkt des Unternehmens erstreckt sich auf verbundene Unternehmen und befindet sich im Inland.

Für uns sind in Deutschland fast 900 Mitarbeiter am Standort in Neustadt tätig.

Wesentliche Veränderungen des Geschäftsmodells haben sich im Geschäftsjahr nicht ergeben.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

(Quelle: ifo Konjunkturprognose Sommer 2023, ifo Schnelldienst Sommerausgabe Juni 2023)

Die Weltwirtschaft gewann im ersten Quartal als Folge der guten Entwicklung in China zwar wieder etwas an Schwung. Dennoch liegt die Inflation sowohl in den USA als auch im Euroraum weiterhin auf einem sehr hohen Niveau, obwohl zwischenzeitlich eine leichte Abnahme zu verzeichnen ist. Dazu beigetragen hat insbesondere die sich abschwächende Preisdynamik der Energiekomponente. Zwar tragen Industriegüter und Nahrungsmittel im Vorjahresvergleich nach wie vor beträchtlich zur Inflation bei, jedoch konnte auch hier ein Abebben des Inflationsbeitrages verzeichnet werden. Entsprechend ist auch die Kerninflationsrate zuletzt nicht weiter gestiegen, liegt aber immer noch auf einem hohen Niveau. Zudem kommt die Rückführung der während der Coronakrise gebildeten Ersparnisse der privaten Haushalte, wie auch die nach wie vor günstige Arbeitsmarktsituation, welche die Konsumnachfrage stärker als in den Vorquartalen expandieren ließ. Dies spiegelte sich vor allem in der kräftigen Nachfrage nach Dienstleistungen wider.

Die als Reaktion auf die hohe Inflation restriktiver gewordene Geldpolitik wirkt und wirkte sich vermehrt bremsend auf die Weltkonjunktur aus. Die von einigen Vorlaufindikatoren aufgezeigte bevorstehende Rezession blieb bislang zwar aus, steht aber vermutlich kurz bevor. Die Konjunkturumfragen unter US-Industrieunternehmen deuten bereits seit einiger Zeit auf eine bevorstehende Rezession hin. Der Institute of Supply Management (ISM)-Index, der die Auftragseingänge in der Industrie abbildet, schwenkte 2021 auf einen abwärts gerichteten Trend ein und weist seit Ende 2022 auf eine schrumpfende Industrieproduktion hin. Der European Economic Sentiment Indicator (ESI) zeigt eine anhaltende Verschlechterung der Konjunktur an, und der Purchasing Manager Index (PMI) ging im Mai, nach sechs Monaten leichter Zuwächse in Folge, etwas zurück. Die Verbesserung dieses Index in den Vormonaten steht in direktem Zusammenhang mit der guten Entwicklung in den Dienstleistungsbereichen, während sich für die Unternehmen der Warenproduktion der Ausblick seit dem Jahresende 2022 zunehmend verdüstert.

Im Euroraum stagnierte die Wirtschaftsleistung im Winterhalbjahr. Dabei schlug sich insbesondere der Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland im vierten Quartal 2022 und im ersten Quartal 2023 deutlich nieder; im zweiten Quartal 2023 ist das BIP nicht weiter gesunken. Das anhaltend hohe Zinsniveau hat sowohl die Investitionstätigkeit als auch den Konsum der privaten Haushalte beeinträchtigt. Für das Gesamtjahr 2023 wird mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts im Euroraum von nur 0,6 % gerechnet, wobei Mitgliedstaaten mit einem höheren Dienstleistungsanteil sich dabei etwas besser entwickeln dürften als der Durchschnitt.

Auch die deutsche Wirtschaft erfuhr im zurückliegenden Winterhalbjahr einen kräftigen Rücksetzer. Als Folge der hohen Inflation schwächte sich die Nachfrage spürbar ab. In Deutschland litt vor allem der private Konsum. Trotz spürbar steigender Löhne und umfangreicher staatlicher Entlastung kam es insgesamt zu einem Rückgang der realen Haushaltseinkommen. Als Reaktion schränkten die Haushalte im zurückliegenden Winterhalbjahr vor allem ihren Warenkonsum ein, während der Konsum bei den Dienstleistungen sogar leicht ausgeweitet wurde. Dies dürfte eine der Spätfolgen der Coronakrise sein, denn nach Jahren des Verzichts beim Konsum von Dienstleistungen scheint in diesem Bereich der Aufholbedarf groß und die Bereitschaft zu Einschränkungen gering zu sein.

Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte preis-, saison- und kalenderbereinigt zwei Quartale in Folge und lag zu Jahresbeginn 2023 um 0,9 % niedriger als im Sommer 2022. Maßgeblich hierfür war eine spürbare Abschwächung der Nachfrage, die immer mehr Unternehmen als produktionsbehindernden Faktor benennen. Der Rückgang der Nachfrage dürfte eine Folge der hohen Inflation sein, die sowohl in Deutschland als auch in vielen Absatzmärkten die Kaufkraft sinken und die Finanzierungskosten steigen ließ. Die deutlichsten Auswirkungen zeigten sich im Handel, wo Umsätze und Wertschöpfung preisbereinigt in der Tendenz bereits seit Anfang 2022 zurückgehen. Im Verarbeitenden Gewerbe und in der Bauwirtschaft ist es nur dem hohen Rückstau bei den Auftragsbeständen zu verdanken, dass die seit nunmehr über einem Jahr sinkenden Auftragseingänge die Produktion nicht stärker belasten. Alles in allem ist zu erwarten, dass das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr wohl um 0,4 % zurückgehen und im kommenden Jahr um 1,5 % zunehmen wird.

2.2 Branchensituation

Die nachfolgenden Angaben basieren auf vorläufigen Statistiken des Europäischen Caravaning Verbandes (ECF) und des deutschen Caravaning Industrie Verbandes (CIVD).

Im Berichtszeitraum von August 2022 bis Juli 2023 ist die Entwicklung des europäischen Marktes für Freizeitfahrzeuge weiterhin durch die begrenzte Verfügbarkeit von Fahrzeugchassis negativ beeinflusst worden. Auch deutlich verschlechterte Konsumindikatoren in Kombination mit dem hohen Preisniveau haben zu einem europaweiten Rückgang des Marktes geführt. Positiven Effekt auf die Zulassungszahlen hat der hohe Auftragsbestand bei den Händlern, der weiterhin zu hohen Fahrzeugauslieferungen führt. Trotz des schwierigen Umfeldes bleibt festzustellen, dass das Interesse an Caravaning weiterhin hoch ist, wie die auf 254.000 gestiegene Zahl an Besuchern des Caravan Salons in Düsseldorf gezeigt hat (+8 % gegenüber Vorjahr).

In den letzten 12 Monaten wurden in Europa insgesamt 205.827 Freizeitfahrzeuge neu zugelassen. Dies entspricht einem Rückgang von -10,3% (229.451 Fahrzeuge im gleichen Zeitraum der Vorperiode).

Betrachtet man die Marktentwicklung je Land, so sind überall Marktrückgänge zu verzeichnen.

Die drei größten Märkte für Freizeitfahrzeuge sind Deutschland mit 89.422 Fahrzeugen (-6,7 %), Frankreich mit 30.599 Fahrzeugen (-8,1 %) und UK mit 25.074 Fahrzeugen (-9,9 %).

Der Anteil deutscher Neuzulassungen am europäischen Markt beträgt 43,5 %. Insgesamt wurden in Deutschland 89.422 Freizeitfahrzeuge neu zugelassen (Vorperiode: 95.885). Das entspricht einem Rückgang von -6,7 %. In Deutschland wurden im Berichtszeitraum 66.841 Reisemobile neu zugelassen (Vorperiode 71.710). Das ist ein Rückgang von -6,8 %. Die Neuzulassungen von Caravans liegen mit 22.581 Fahrzeugen -6,6 % unter den Werten der Vorperiode (Vorperiode: 24.175).

In den letzten 12 Monaten wurden 142.586 Reisemobile in Europa neu zugelassen. Das entspricht einem Rückgang von -9,0 % (Vorperiode: 156.620 Reisemobile). Während die Produktionskapazitäten von Reisemobilen, die auf Commercial Chassis basieren (zulässiges Gesamtgewicht 3,5t und größer), limitiert waren, erfreut sich das Segment der kleineren Urban Vehicles (basierend auf Großraumvans) wachsender Beliebtheit.

Die europäischen Caravan-Zulassungen sind in den letzten 12 Monaten von 72.831 auf 63.241 Fahrzeuge gefallen. Das entspricht einem Rückgang von -13,2 %.

2.3 Geschäftsentwicklung der Gesellschaft

Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen, den Auswirkungen von Lieferengpässen und den Auswirkungen und Folgen der Ukraine Krise war der Geschäftsverlauf der Gesellschaft insbesondere im ersten Geschäftshalbjahr geprägt von gestörten Lieferketten (insbesondere Chassis). Der positive Einfluss durch das geänderte Freizeit- und Urlaubsverhalten in Folge von COVID-19 auf unsere Branche und insbesondere das Einsteigersegment, hat zu einem sehr guten Auftragsbestand zu Beginn des abgelaufenen Geschäftsjahres geführt. Allerdings verhinderte die schwierige Liefersituation der Chassis und später auch Zulieferteile die ursprünglich geplante Umsatzsteigerung i.H.v. rund 16 %.

Der Umsatz sank um 9 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das operative Ergebnis und das Jahresergebnis liegen deutlich unter den Werten des Vorjahres und der Planung, die eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr vorsah.

Das Ergebnis setzt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt zusammen:

1. August 2022 bis 31. Juli 2023 1. August 2021 bis 31. Juli 2022 Veränderung
Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR
Operatives Ergebnis 15,8 21,3 -5,5
Finanzergebnis -0,8 -1,2 0,4
Neutrales Ergebnis und Sonderfaktoren -0,1 0,4 -0,5
Jahresergebnis (vor Ergebnisabführung) 14,9 20,5 -5,6

Auf weitere Einzelheiten gehen wir im Folgenden ein:

2.3.1 Ertragslage

Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber dem Vorjahr um 9,5 % verringert. Die Entwicklung war in den einzelnen Segmenten jedoch unterschiedlich; der Produktmix hat sich prozentual zum Gesamtumsatz wie folgt entwickelt:

1. August 2022 bis 31. Juli 2023 1. August 2021 bis 31. Juli 2022 Veränderung
% % %-Punkte
Motorcaravans 62,4 82,4 -20,0
Campervans 37,6 17,6 20,0
100,0 100,0

Insgesamt haben wir im Geschäftsjahr 8.109 Fahrzeuge produziert (Vj.: 9.683) und 7.837 Fahrzeuge verkauft (Vj.: 9.853).

Die Materialeinsatzquote bezogen auf die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderung) hat sich um 0,5 %-Punkte auf 81,7 % erhöht. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus Veränderungen des Produktmix.

Die Personalaufwendungen betragen Mio. EUR 34,9 (Vj.: Mio. EUR 34,3). Die Personalaufwendungen haben sich - bei leichtem Rückgang der durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl und branchenüblicher Gehaltserhöhung - leicht erhöht. Teilweise konnte der Kostensteigerung durch die Nutzung von Kurzarbeit entgegengewirkt werden. Die Personaleinsatzquote - bezogen auf die Gesamtleistung - erhöht sich insbesondere bedingt durch den Rückgang der Umsatzerlöse bzw. dem teilweisen Fixkostencharakter des Personalaufwands auf 10,3 % nach 9,6 % im Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen Mio. EUR 8,5 (Vj.: Mio. EUR 9,1) und liegen um Mio. EUR 0,6 bzw. 7,5 % unter dem Vorjahreswert. Die Reduzierung resultiert im Wesentlichen aus geringeren Aufwendungen für sonstige Personalkosten, Kommunikationskosten, rückläufigen Mietaufwendungen sowie geringeren Versicherungskosten. Im Verhältnis zur Gesamtleistung hat sich die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen dadurch von 2,6 % im Vorjahr auf 2,5 % verringert, was im Wesentlichen auf die konsequente Nutzung von Sparpotenzialen zurückzuführen ist.

Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der Erwin Hymer Group SE beträgt der Jahresüberschuss 0,00 EUR.

2.3.2 Finanzlage

Das Eigenkapital beträgt Mio. EUR 42,8. Die Eigenkapitalquote reduziert sich insbesondere infolge der gestiegenen Vorratsbestände und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf 30,4 % nach 47,1 % im Vorjahr.

Die Gesellschaft finanziert sich weitgehend selbst sowie ggf. durch das konzerninterne Cash-Pooling-System bei der EHG SE. Im Rahmen der Konsortialkreditfinanzierung der EHG bestehen für die Gruppe zugesagte Kreditlinien, die größtenteils nicht ausgenutzt wurden.

Zum Stichtag bestehen Forderungen aus dem Cash-Pooling gegen verbundene Unternehmen in Höhe von Mio. EUR 12,1 (Vj.: Mio. EUR 25,2). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg des Vorratsvermögens und Investitionstätigkeiten.

Darüber hinaus bestehen keine extern zugesagten Kreditlinien bzw. Inanspruchnahmen.

Wir waren jederzeit in der Lage, den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Die Gesellschaft haftet als Garantiegeber für Verbindlichkeiten anderer verbundener Unternehmen aus der EHG- Gruppe (Konsortialkredit, Schuldscheindarlehen und andere Darlehensverträge). Per 31. Juli 2023 ergibt sich hieraus eine maximale Inanspruchnahme von TEUR 25.000 (Vj. TEUR 25.000). Mit einer Inanspruchnahme hinsichtlich der gesamtschuldnerischen Haftung für die Kreditlinien wird aufgrund der stabilen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der EHG-Gruppe nicht gerechnet.

2.3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich am Bilanzstichtag um Mio. EUR 49,9 auf Mio. EUR 140,8 (Vj.: Mio. EUR 90,8). Diese Veränderung resultiert im Wesentlichen aus Folgenden Sachverhalten:

Im Anlagevermögen stehen Investitionen von Mio. EUR 8,0 Abschreibungen von Mio. EUR 4,7 gegenüber, so dass sich das Anlagevermögen insgesamt um Mio. EUR 3,3 erhöhte.

Das Vorratsvermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um Mio. EUR 35,2 auf Mio. EUR 49,9 erhöht. Sowohl der hohe Anstieg des Bestandes der unfertigen Erzeugnisse um Mio. EUR 8,3 als auch der fertigen Erzeugnisse und Waren um Mio. EUR 2,6 spiegeln den starken Anstieg der Produktion innerhalb des Geschäftsjahres, aber auch der fehlenden Zulieferteile am Geschäftsjahresende wider. Der Anstieg der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe um Mio. EUR 24,4 resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Chassisbestände, der insbesondere zur Sicherung der Produktionsbereitschaft erfolgte.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen bewegen sich auf normalem Niveau entsprechend dem höheren Produktionsvolumen der letzten Monate.

Die sonstigen Rückstellungen - insbesondere die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen - erhöhten sich um Mio. EUR 0,6.

Die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen spiegelt das hohe Produktionsvolumen und die höheren Bestände am Jahresende wider.

Insgesamt wird die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als gut betrachtet. Trotz der schwierigen Liefersituation sind wir mit den Ergebnissen des Geschäftsjahres zufrieden.

2.3.4 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Neben finanziellen Kennzahlen beobachten wir auch nichtfinanzielle Indikatoren, insbesondere in den Bereichen Arbeitssicherheit (Unfallhäufigkeit, Unfallschwere), Produktion (Produktivität, Flexibilität) und Qualität (Anzahl Belastungsanzeigen, Gewährleistungsquote) ohne diese jedoch explizit zur Steuerung des Unternehmens einzusetzen oder entsprechend zu planen. In Einzelfällen werden hieraus Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung für Bereiche abgeleitet.

2.3.5 Investitionen

Die Investitionen ins Anlagevermögen betrugen insgesamt Mio. EUR 8,0. Sie liegen damit leicht über Vorjahresniveau sowie Mio. EUR 3,3 über den Abschreibungen des abgelaufenen Geschäftsjahres von insgesamt Mio. EUR 4,7.

2.3.6 Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Gesellschaft 875 Mitarbeiter (Vj.: 887 Mitarbeiter) und zum 31. Juli 2023 855 Mitarbeiter (Vj.: 907) Mitarbeiter.

2.3.7 Produktion und Qualität

Neben der Weiterentwicklung unserer Produkte arbeiten wir kontinuierlich an der Optimierung unserer Produktionssysteme, des Materialflusses und der Logistik sowie an Standardisierungsprojekten, um die Produktivität weiter zu verbessern, Durchlaufzeiten zu verkürzen und Bestände zu reduzieren.

Die Verbesserung der Qualität der Produkte und der Prozesse trägt maßgeblich zu Umsatzwachstum und der Erhöhung des Konzernergebnisses bei. Es ist unser Anspruch, Qualitätsführer in allen Tätigkeitsbereichen und in jeder Region zu sein.

2.3.8 Beschaffungsmarkt

Dem Risiko steigender Beschaffungskosten oder fehlender Materialverfügbarkeit bzw. kurzfristiger Ausfälle, wird durch das konsequente Verfolgen der konzernweiten Lieferantenstrategie sowie mit hoher Flexibilität in Produktion und Preisanpassungsmechanismen im Vertrieb begegnet.

2.3.9 Forschung und Entwicklung

Die Entwicklung von Innovationen hat für die Marken der Erwin Hymer Group traditionell einen hohen Stellenwert. Im Mittelpunkt der innovativen Lösungen für Freizeitfahrzeuge stehen Anwendungslösungen, die dem Kunden praktischen Nutzen bringen. Somit konzentrieren sich die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auf begeisternde Lösungen für das mobile Reisen und Wohnen.

Damit jede Marke der Gruppe ihr Markenprofil durch Innovationen und neue technische Lösungen für ihre unterschiedlichen Zielgruppen im Markt schärfen kann, ist der Bereich Forschung und Entwicklung in der Gruppe dezentral organisiert. Es gibt eine gemeinsame Grundlagenforschung für innovative Konzepte und eine gemeinsame Erprobung neuer Technologien in Funktionsträgern. Markenunabhängige Schwerpunkte werden dabei künftig in den Bereichen Chassis & Aufbau, Digitalisierung & Elektronik sowie der Fahrzeug- und Komponententests gesetzt. Darüber hinaus setzt jede Marke eigene Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte rund um das Thema "mobiles Reisen". Dies zeigt sich insbesondere in den unterschiedlichen, auf die Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppe ausgerichteten Modellreihen und Raumkonzepten.

Die Marken der EHG greifen auf einheitliche Systeme zurück. Dies umfasst sowohl die Hard- und Software für das Computer Aided Design (CAD) als auch das Produktdatenmanagement (PDM). Diese einheitliche Infrastruktur ermöglicht trotz dezentraler Organisation eine konzernweite Zusammenarbeit. So arbeiten die Marken im Bereich Forschung und Entwicklung vermehrt in strategischen Projekten zusammen, um Synergiepotenziale zu nutzen und kostenintensive Doppelarbeit zu vermeiden. Darüber hinaus nehmen die Gesellschaften der EHG-Gruppe Design- und Entwicklungsleistungen von externen Spezialisten in Anspruch.

Bei den Entwicklungsaktivitäten orientieren wir uns insbesondere an den langfristigen Trends des mobilen und individualisierten Reisens. Im Interesse von Kunden und Umwelt liegt der Fokus insbesondere auf der Weiterentwicklung von Fahrkomfort, Platzangebot und Sicherheit sowie der Reduzierung des Fahrzeuggewichts (Leichtbau) und der Erprobung alternativer Antriebs- und Energiequellen. Auch Themen der Fahrerassistenz und Automation sowie der digitalen Vernetzung werden intensiv erforscht und für den Serieneinsatz weiterentwickelt.

Bei der EHG sind dafür durchschnittlich 26 (Vj.: 27) Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung tätig. Die Aufwendungen des Geschäftsjahrs betragen Mio. EUR 2,2 (Vj.: Mio. EUR 2,0).

Folgende Neuheiten wurden im Geschäftsjahr 2022/23 bei der Gesellschaft entwickelt und vorgestellt:

Nach der Neuerscheinung des CV590 4x4 zu Beginn des Jahres sind nun auch die Teilintegrierten Grundrisse T338, T447 und T449 auf Ford Basis erhältlich. Zusätzlich sorgen neue Dekore und fünf verschiedene Wohnwelt-Designs im Innenraum sowie neue Ausstattungsmerkmale und Designabklebungen am Heck und an der Seitenwand der Fahrzeuge für ein neues Erscheinungsbild. Die Teilintegrierten auf Ford Basis in den Grundrissen T338, T447 (beide auch auf Fiat Basis) und T449 sind als "EDITION 24" erhältlich. Außerdem wurde die Form der Möbel angepasst, wodurch die Dachstauschränke im Wohnbereich ca. 25 % mehr Volumen und Stauraum bieten.

Im Modelljahr 2024 präsentiert das Team ein Re-Design aller Reisemobile innen wie außen und richtet seine Fahrzeuge mit progressiven Ideen konsequent auf ihre sportive Zielgruppe aus. Alle Baureihen erhalten ein frisches Colour and Trim, komplett überarbeitete Komfort-Bäder und mutige Wohnwelten wie die neue "Green Trail". Als erste Marke im Einstiegssegment setzt Capron zudem auf einen automotiven Heckleuchtenträger und verpassen den Reisemobilen mit der durchgängigen LED-Leiste eine neue, unverwechselbare Lichtsignatur. Auch das Interieur wurde komplett überarbeitet: Die neuen, aufeinander abgestimmten Dekorfarben Black Flow, Cozy Cottage und Dyna White erfüllen ihre Namensgebung. Zudem verstärken gleich drei Neuzugänge das Sortiment der Teilintegrierten. Der T 670S, T 680 und T 690L kommen allesamt auf einem FORD-Chassis mit 130 PS in der Serienausstattung und einem 6-Gang Getriebe. Zudem sind der Camper Van CLIFF 600 und CLIFF 640 erstmals auf Peugeot-Boxer-Basis verfügbar.

3 Erklärung zur Unternehmensführung

Wir fördern gleichberechtigt unsere Führungs(nachwuchs)kräfte und achten dabei auf eine ausgewogene Zusammensetzung der Leadership-Programme. Bei der Besetzung von Führungspositionen arbeiten wir mit Kompetenzmodellen und Positionsprofilen, die von den Kandidatinnen und Kandidaten geschlechtsunabhängig bestmöglich erfüllt werden sollen.

Bezüglich der Umsetzung des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst (FührposGleichberG) wurden für die nächsten 5 Jahre folgende Zielgrößen für den Frauenanteil festgelegt:

Geschäftsführung 50 Prozent,

erweiterte Geschäftsleitung 40 Prozent und

erste Führungsebene 50 Prozent.

Zurzeit besteht in der Geschäftsführung und in der erweiterten Geschäftsleitung ein Frauenanteil von Null. Die beiden derzeitigen Geschäftsführer und die Mitglieder der erweiterten Geschäftsleitung sind bereits seit mehreren Jahren in dieser Funktion für Capron beschäftigt und haben längerfristige Verträge, deshalb wurden die festgelegten Zielgrößen bisher nicht erreicht.

In der ersten Führungsebene haben wir das Ziel einer Frauenquote von 50 Prozent erreicht.

4 PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

4.1 Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Den nachhaltigen Erfolg der Capron GmbH können wir nur sicherstellen, indem wir die Risiken und Chancen aus unserer Geschäftstätigkeit frühzeitig identifizieren, zutreffend bewerten sowie effektiv und effizient steuern.

Die Geschäftsführung beobachtet laufend nach strategischen, mittelfristigen oder quantitativen Gesichtspunkten die Kennzahlen, Marktentwicklung und Prozesse. Weiterhin werden Soll-Ist-Analysen durchgeführt. Dadurch können mögliche Risiken früh erkannt und entsprechende Maßnahmen und Kontrollen entwickelt werden. Die Geschäftsführung stimmt die Geschäftsstrategie auf kurzfristige Erfordernisse ab, nimmt die Gesamtsteuerung, die Analyse und Bewertung von Risiken sowie die Abstimmung von eingeleiteten Maßnahmen vor. Das Risikomanagement im Finanzbereich beruht auf der Sicherungsstrategie der Unternehmensgruppe und wird ferner zentral durch die EHG SE koordiniert und überwacht.

Wesentliche Finanzinstrumente der Gesellschaft sind die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Aufgrund der Kundenstruktur schätzen wir das Ausfallrisiko der Forderungen als gering ein. Eine Verschlechterung der Zahlungsmoral durch unsere Kunden auf Grund der wirtschaftlichen und geopolitischen Entwicklungen konnte bis dato nicht festgestellt werden. Soweit Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Wesentliche Risiken bei den Verbindlichkeiten sowie Fremdwährungspositionen bestehen nicht. Derivatgeschäfte wurden nicht getätigt.

Die Corona-Pandemie hat fast keine Branche so hart getroffen wie den Tourismus, da touristische Reisen vorübergehend vollständig verboten waren; auch für den Caravaning-Tourismus hatte die Pandemie weitreichende Folgen. Man verreist per se individuell und in der Regel nur mit Personen des eigenen Hausstandes und ist durch eigene Koch- und Sanitäreinrichtungen praktisch überall autark. Unter diesen Voraussetzungen positioniert sich der Caravaning-Tourismus als die ideale Urlaubsform, auch nach der Corona-Pandemie.

Als Unternehmen der in den USA börsennotierten Thor-Gruppe unterliegen wir zudem den strengen Anforderungen der amerikanischen Börsenaufsicht SEC. Hierzu zählt insbesondere auch die Einrichtung eines Kontrollsystems über die Finanzberichterstattung, deren Wirksamkeit regelmäßigen internen und externen Prüfungen unterzogen wird. Mit der Implementierung des Kontrollsystems wurde unverzüglich nach der Übernahme der Gruppe durch Thor begonnen; sie wurde im Laufe des Geschäftsjahres 2019/2020 abgeschlossen und seither weiter optimiert.

Die wesentlichen Risiken lassen sich wie folgt gruppieren:

Branchenrisiko

Produktrisiken

Adressenausfallrisiko

Liquiditätsrisiko

Beschaffungsrisiko

IT Risiken

Sonstige operative Risiken

4.1.1 Branchenrisiko

Die weitere Entwicklung des Gesamtmarktes für Freizeitmobile sowie die sich verschärfende Wettbewerbsintensität wird als wesentliches potenzielles Risiko gesehen.

Mögliche negative Entwicklungen auf den globalen Märkten, wie bspw. eine starke Rezession, die Ausweitung der Krise in arabischen Ländern sowie ein "Taiwan-Konflikt", könnten negative Folgen auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben und dadurch wesentlichen Einfluss auf das Geschäft, die Profitabilität und die Finanzierungskonditionen unserer Gesellschaft haben. Ursache hierfür können auch Schwierigkeiten sein, die aus der Überschuldung einiger Länder innerhalb der Europäischen Währungsunion resultieren, aus politischen Entwicklungen wie beispielsweise durch den Brexit oder aus Pandemien. Auch die weiter zunehmende Wettbewerbsintensität kann negative Effekte auf die Umsatzentwicklung wie auch die Verkaufspreise haben.

Die Anschaffung eines Freizeitfahrzeugs hängt in der Regel direkt mit der gesamtwirtschaftlichen Stimmung in den bedeutendsten Absatzmärkten zusammen. Unvorhersehbare Störungen innerhalb der globalen Wirtschaftsverflechtungen und eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, einhergehend mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit in den relevanten Märkten, ein unerwarteter Anstieg der Zinsen, der direkten und indirekten Steuern oder der Lebenshaltungskosten könnten zu einer Verringerung der verfügbaren Einkommen führen. Da die Anschaffung eines Freizeitfahrzeugs entbehrlich ist und direkt vom verfügbaren Einkommen abhängig ist, könnte sich dies direkt auf die Nachfrage auswirken.

Ein bedeutendes Risiko besteht in kurzfristigen Verschärfungen von Gesetzen und Regulierungen, die deutlich erhöhte Investitionen sowie laufende Kosten nach sich ziehen, aber auch das Kundenverhalten ändern könnten. In Europa, Nordamerika und weiteren Ländern bestehen bereits mittel- bis langfristige Ziele zur Reduzierung von Verbrauch und CO 2 -Emissionen der Fahrzeuge. Dabei kann verändertes Kundenverhalten nicht nur durch neue Bestimmungen, sondern auch durch Veränderungen von Einstellungen, Werten, Umwelteinflüssen sowie Kraftstoff- und Energiepreisen induziert sein. Sollten sich Kraftstoffpreise drastisch verteuern, könnte dies zu einem ungünstigen Kaufklima für Freizeitfahrzeuge beitragen.

Aber auch die Änderung bzw. Verschärfung von Import- und Exportbestimmungen könnte sich nachteilig auswirken.

Die Konzentration der Wettbewerber in wenige große Unternehmensgruppen und die damit verbundene Marktmacht könnte den Handlungsspielraum der Unternehmensgruppe beträchtlich negativ beeinflussen. Dadurch würde sich der Wettbewerb zwischen den europäischen Herstellern weiter verschärfen und der Verdrängungswettbewerb könnte sich weiter zuspitzen. Rabatt- und Sonderaktionen würden zu einem hohen Preisdruck führen und in der Folge würden unverhältnismäßig hohe Erlösschmälerungen das Ergebnis schmälern.

Als weiteres Marktrisiko kommt eine restriktive und zurückhaltende Vergabe von Krediten durch die Banken an Händler von Freizeitfahrzeugen in Betracht. Eine Kürzung von Kreditlinien führt bei Händlern in der Konsequenz zur Bestandsgefährdung und zu Ausfallrisiken der Marken des EHG SE-Konzerns. Dieses Risiko könnte beträchtlich sein. Ein Ausfall von Handelsbetrieben könnte das Händlernetz und damit die Marktabdeckung, die Vertriebskraft und den Absatz wesentlich beeinträchtigen.

Im Bereich der Elektromobilität, des autonomen Fahrens und der fortschreitenden Digitalisierung stehen Investitionen in Hardware, aber auch in Prozesse und Personalentwicklung an, die einen Umbruch im Freizeitmobilhandel mit sich bringen werden.

Den Risiken trägt die Geschäftsleitung durch eine ständige Marktbeobachtung und Überwachung der Profitabilität einzelner Geschäfte Rechnung.

Inwieweit sich die aktuelle Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Lage (Inflation, Zinsanstieg, drohende Rezession) auf die mittelfristige Nachfragesituation der Branche auswirkt, ist derzeit noch nicht absehbar. Das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres sowie der aktuelle Auftragsbestand weisen jedoch derzeit auf keine kurzfristige Verschlechterung hin.

4.1.2 Produktrisiken

Produktrisiken sind mit einer umfassenden Deckung durch eine Produkthaftpflichtversicherung abgesichert. Weitere Risiken wie Brandschäden und Betriebsunterbrechung sind ebenfalls ausreichend versichert.

4.1.3 Adressenausfallrisiko

Das Adressenausfallrisiko quantifiziert den unerwarteten Verlust, der entsteht, wenn ein Debitor seinen vertragsmäßigen Zahlungsverpflichtungen im Rahmen der Vereinbarung nicht nachkommen kann. Darüber hinaus werden durch den Einsatz von Händlerfinanzierungen die Risiken begrenzt.

Etwaige Insolvenzen von Händlern und das Rückholen von noch nicht voll bezahlten, unter Eigentumsvorbehalt stehenden Fahrzeugen sind hierbei für die Gesellschaft ein wesentliches Risiko. Der Weiterverkauf dieser Fahrzeuge kann mit Preisnachlässen verbunden sein, insbesondere wenn es sich um nicht mehr aktuelle Modelle handelt. Der Ausgleich offener Forderungen lässt sich in diesem Fall nur teilweise oder mit zeitlicher Verzögerung realisieren.

Für absehbare Händlerrisiken hat die Gesellschaft vorsorglich entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen und zur Prävention der Händlerrisiken in den vergangenen Jahren das Forderungsmanagement weiterentwickelt. Ferner wird der Bestand im Handel über EDV-Tools monatlich überwacht, so dass man bei einem Bestandsaufbau im Handel, der möglicherweise nicht abfließt, notfalls rechtzeitig eingreifen kann. Insgesamt machen die getroffenen Maßnahmen ein permanentes Monitoring der Risiken möglich, womit wirtschaftliche Schwierigkeiten frühzeitig erkannt werden können.

4.1.4 Liquiditätsrisiko

Das wichtigste finanzwirtschaftliche Ziel der Gesellschaft besteht darin, die Zahlungsfähigkeit und Einkaufsfinanzierung jederzeit sicherzustellen. Die Refinanzierung des Vorratsbestandes erfolgt dabei im Wesentlichen durch Lieferantenverbindlichkeiten. Die EHG SE überwacht gruppenweit sowohl den kurzfristigen Liquiditätsbedarf als auch die mittel- und langfristigen Abnahmeverpflichtungen und arbeitet an der Vorhaltung ausreichender Kreditlinien, um auch zukünftiges Wachstum realisieren zu können. Die wesentlichen operativ tätigen Gesellschaften wurden im Vorjahr in das Cash Pooling des Konzerns eingebunden, der den konzerninternen und -externen Zahlungsverkehr effizient gestaltet und das Finanzergebnis verbessert.

4.1.5 Beschaffungsrisiko

Auf dem Beschaffungsmarkt sind wir bei Material und Basisfahrzeugen weiterhin mit kurzfristigen Ausfällen konfrontiert. Diverse Force Majeure Meldungen von Vorlieferanten, vorwiegend bedingt durch Unwetterereignisse innerhalb Europas führen insbesondere bei den Basisfahrzeugen der OEMs zu kurzfristigen Ausstattungsänderungen oder Kapazitätsverlusten. Durch die insgesamt angespannten weltweiten Lieferketten werden Produktionsreihenfolgen bei den OEMs missachtet, was die Serienplanung und somit die Materialdisposition erschwert. Rohstoffkostenreduzierungen werden durch weiterhin hohe Energiekosten und massive Erhöhungen bei Lohn- und Speditionskosten zunichte gemacht, was eine Reduzierung der Beschaffungskosten nahezu unmöglich macht.

Den Risiken von steigenden Beschaffungskosten und limitierter Materialverfügbarkeit kann nur mit hoher Flexibilität in Produktion und Preisanpassungsmechanismen im Vertrieb begegnet werden.

4.1.6 IT Risiken

Bei Capron als global agierendem und auf Wachstum ausgerichtetem Betrieb kommt der konzernweit in allen Geschäftsbereichen eingesetzten Informationstechnologie (IT) eine stetig wachsende Bedeutung zu. Risiken bestehen hier im Hinblick auf die drei Ziele Geheimhaltung, Zuverlässigkeit sowie Verfügbarkeit, und sie umfassen insbesondere den unbefugten Zugriff, die Modifikation und den Abzug vertraulicher und sensibler elektronischer Unternehmens- oder Kundendaten sowie die mangelnde Verfügbarkeit der Systeme als Folge von Ausfällen und Katastrophen.

Dem Risiko eines unbefugten Zugriffs, der Modifikation und des Abzugs von Unternehmens- und Kundendaten begegnen wir mit dem Einsatz von IT-Sicherheitstechnologien, zum Beispiel Firewall- und Intrusion-Prevention-Systemen, sowie der mehrfachen Absicherung der Zugriffe. Zusätzlich wird die Sicherheit durch die restriktive Vergabe von Zugriffsberechtigungen auf Systeme und Informationen sowie durch das Vorhalten von Backup-Versionen der sensiblen Datenbestände erhöht.

Wir setzen im Rahmen unternehmensweit gültiger Standards marktübliche Technologien zur Absicherung unserer IT-Landschaft ein. Um ihre Zukunftsfähigkeit zu sichern, standardisieren und erneuern wir sie fortlaufend.

Die Weiterentwicklung und der konzernweite Einsatz der IT-Governance-Prozesse, insbesondere die weitere Vereinheitlichung des IT-Risikomanagement-Prozesses, tragen zusätzlich dazu bei, Schwachstellen frühzeitig aufzudecken und Risiken effektiv zu reduzieren oder zu vermeiden.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die kontinuierliche Weiterentwicklung der konzernweiten Sicherheitsmaßnahmen mit modernen Technologien und Maßnahmen, wie zum Beispiel der fortwährende Ausbau des IT-Sicherheitsleitstands zur frühzeitigen Erkennung und Abwehr auftretender Cyber-Attacken.

Capron ergänzt die technischen Maßnahmen durch konsequente Sensibilisierung und Schulung der Mitarbeiter.

4.1.7 Sonstige operative Risiken

Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen und politischen Entwicklung innerhalb der EU ist der konjunkturelle Ausblick mit einigen Vorbehalten behaftet. Neben dem "Brexit" ist auch das mögliche Austreten weiterer europäischer Mitgliedstaaten als Risikofaktor für die Wirtschaft einzustufen. Als Risikofaktoren sind auch die Entwicklung des Welthandels sowie deren Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft einzustufen. Als Folge des Ukraine Konfliktes bleibt zudem vor allem die Entwicklung der Strom und Gaspreise ein erhebliches Risiko. Insgesamt sind die möglichen Folgen derzeit nicht vollumfänglich absehbar.

4.1.8 Gesamtaussage zur Risikosituation der Gruppe

Dem Management der Gesellschaft sind aktuell auch unter dem gegebenenfalls wiedererwartenden Einfluss von COVID-19 sowie des Ukrainekrieges insgesamt keine Entwicklungen bekannt, die bestandsgefährdend sein könnten oder geeignet sind, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachhaltig und wesentlich zu beeinträchtigen. Die Gesamtrisikosituation ergibt sich aus den zuvor dargestellten wesentlichen Einzelrisiken, deren Beherrschung das Risikomanagement der Gesellschaft und der Gruppe gewährleistet.

Der Erfolg der Gesellschaft wird insbesondere von der wirtschaftlichen Entwicklung in Europa beeinflusst. Daneben kann die Gesellschaft durch interne Maßnahmen neue Möglichkeiten eröffnen, die Entwicklung positiv zu gestalten.

Im Rahmen der Jahresplanung für 2023/2024 wurden hierzu konkrete Ziele in allen Bereichen definiert, die Chancen bieten, Prozesse zu verbessern und effizienter zu gestalten. Weitere Chancen ergeben sich aus Plattformstrategien und der Nutzung von Synergiepotenzialen innerhalb der Gruppe sowie mit Thor.

4.2 Prognose und voraussichtliche Entwicklung

Unter der Prämisse, dass sich die wirtschaftliche Entwicklung in Europa wieder stabilisiert, gehen wir von einer weiteren Steigerung unserer Stückzahlen und unserer Umsätze in der Zukunft, vorausgesetzt, dass mittelfristig wieder ein moderates Wachstum, stabileres Zinsumfeld und eine sich wieder auf niedrigem Niveau einpendelnde Inflation eintritt sowie eine weiterhin positive Situation am Arbeitsmarkt mit einhergehendem, steigendem Konsumbedarf und verlässlichen, politischen Rahmenbedingungen vorliegt. Wie bereits eingangs erwähnt, positioniert sich der Caravaning-Tourismus nach wie vor als ideale Urlaubsform. Der aktuell hohe Auftragsbestand unterstreicht dies.

Wir werden in 2023/2024 neue Modelle auf den Markt bringen bzw. überarbeiten.

Insgesamt gehen wir von einer prozentual zweistelligen Umsatzsteigerung im Geschäftsjahr 2023/2024 aus, die im Wesentlichen aus der ganzjährigen Produktion resultiert. Der Anstieg des operativen Ergebnisses und des Jahresergebnisses (vor Gewinnabführung) sollte dabei prozentual oberhalb der Umsatzsteigerung liegen.

 

Neustadt i. Sa., den 23. November 2023

Daniel Rogalski

Christian Geiger

Bilanz zum 31. Juli 2023

AKTIVA

31.07.2023 Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.472.145,79 1.136
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 297
1.472.145,79 1.433
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 26.926.865,35 24.903
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.644.905,24 6.816
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.865.495,63 3.622
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.435.540,90 4.261
42.872.807,12 39.602
44.344.952,91 41.035
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 36.508.972,77 12.143
2. Unfertige Erzeugnisse 10.424.383,34 2.118
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 3.013.967,10 472
49.947.323,21 14.733
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18.629,27 246
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 29.504.011,60 20.080
3. Sonstige Vermögensgegenstände 16.400.947,68 14.142
45.923.588,55 34.468
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 615,45 1
95.871.527,21 49.202
C. Rechnungsabgrenzungsposten 543.480,46 578
140.759.960,58 90.815

PASSIVA

31.07.2023 Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.000.000,00 2.000
II. Kapitalrücklage 5.500.000,00 5.500
III. Gewinnvortrag 35.261.644,49 35.262
42.761.644,49 42.762
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 11.905.006,02 11.292
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 79.180.885,01 34.239
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.260.586,81 820
3. Sonstige Verbindlichkeiten 3.641.920,07 1.694
davon aus Steuern: EUR 3.415.175,28 (Vj. TEUR 1.473)
86.083.391,89 36.753
D. Rechnungsabgrenzungsposten 9.918,18 8
140.759.960,58 90.815

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis zum 31. Juli 2023

01.08.2022 - 31.07.2023 Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 327.257.364,05 361.634
2. Erhöhung (Vj. Verminderung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 10.864.521,50 -4.521
3. Sonstige betriebliche Erträge 2.404.644,49 2.480
340.526.530,04 359.593
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -271.995.138,84 -282.757
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -4.600.879,98 -7.095
-276.596.018,82 -289.852
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -28.065.214,98 -27.848
b) Soziale Abgaben -6.858.283,60 -6.449
-34.923.498,58 -34.297
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -4.708.043,84 -4.503
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -8.453.548,88 -9.136
15.845.419,92 21.805
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 116,00 0
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -829.903,98 -1.256
davon an verbundene Unternehmen: EUR 829.903,98 (Vorjahr: TEUR 1.256)
-829.787,98 -1.256
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 -10
11. Ergebnis nach Steuern 15.015.631,94 20.539
12. Sonstige Steuern -73.185,39 -76
13. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne -14.942.446,55 -20.463
14. Jahresergebnis 0,00 0

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis zum 31. Juli 2023

A. RECHNUNGSLEGUNG

Die Firma Capron GmbH hat ihren Sitz in Neustadt in Sachsen und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Dresden (HRB 24679). Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne der Größenkriterien des § 267 Abs. 3 HGB.

Der Jahresabschluss ist nach den gesetzlichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend der Gliederungsschemata der § 266 und § 275 HGB erstellt, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung - wie bisher - das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung kommt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz und zu Restlaufzeiten in diesem Anhang gemacht.

B. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden - sofern nicht nachfolgend gesondert dargestellt - im Vergleich zum Vorjahr unverändert beibehalten.

Entgeltlich erworbene, abnutzbare immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Die Nutzungsdauern liegen zwischen drei und sieben Jahren.

Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit ihren aktivierungspflichtigen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert. Gegenstände, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden entsprechend ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer ausschließlich linear abgeschrieben.

Folgende Nutzungsdauern werden bei den einzelnen Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens zugrunde gelegt:

Grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken von 10 bis 33 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen von 5 bis 15 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung von 3 bis 15 Jahre

Bis zum 31. Juli 2018 angeschaffte geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 150,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 wurde das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 Prozent p.a. im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Nach dem 31. Juli 2018 angeschaffte geringwertige Anlagengüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst. Das Sammelpostenverfahren wird nicht angewandt.

Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Erhaltene Investitionszuschüsse der Gesellschaft werden von den Anschaffungs- und Herstellungskosten der geförderten Anlagegüter abgesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind grundsätzlich zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die Bewertung der Chassis erfolgt individuell zu den jeweiligen Einkaufspreisen unter Berücksichtigung von Lieferantenskonti sowie direkt zuordenbarer Boni.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen, Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung wurden nicht aktiviert.

Handelswaren sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch Abschreibungen in Form von Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Auf die Bildung einer Pauschalwertberichtigung wird aus Wesentlichkeitsgründen unverändert verzichtet.

Die liquiden Mittel sind zum Nennwert bilanziert.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag gebildet, soweit diese Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Bewertung erfolgt zum Nennwert.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Dabei werden alle erkennbaren Risiken und andere ungewisse Verbindlichkeiten angemessen berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr wurden nicht abgezinst, Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem jeweils laufzeitadäquaten Zinssatz gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst.

Die pauschale Rückstellung für Garantieverpflichtungen (Gewährleistungsrückstellung) wurde im Geschäftsjahr auf der Basis einer gruppenweit einheitlichen Richtlinie berechnet; dabei trägt die zukünftigen Gewährleistungsaufwendungen grundsätzlich immer die produzierende Einheit. Die Berechnung erfolgt auf Basis der gewährleistungsbehafteten Umsätze der letzten 15 Monate mit der durchschnittlichen Gewährleistungsquote der letzten 3 Jahre multipliziert. Der Garantieaufwand beinhaltet alle externen und internen Garantieaufwendungen. Auf eine Abzinsung des langfristigen Teils wurde aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet.

Die Bewertung der Jubiläumsrückstellungen erfolgt als Barwert der künftigen Jubiläumszuwendungen am Schluss des Geschäftsjahres, wobei die Zuwendung ratierlich über die Jahre der Unternehmenszugehörigkeit angesammelt wird. Die Abzinsung erfolgt mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren von 1,57 %.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Einnahmen vor dem Abschlussstichtag gebildet, soweit diese Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Bewertung erfolgt zum Nennwert.

Aufgrund ihrer Eigenschaft als Organgesellschaft werden auf Ebene der Gesellschaft keine latenten Steuern bilanziert.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Zur Aufgliederung der Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den beigefügten Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) verwiesen.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 29.504 (Vj. TEUR 20.080) betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 29.328 (Vj. TEUR 11.726) und sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 176 (Vj. TEUR 8.354). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten sonstige Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 171 (Vj. TEUR 2.660). Im Vorjahr erfolgte zudem eine Saldierung der Cash Pool-Forderungen von TEUR 25.169 mit Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführung von TEUR 20.463.

3. Eigenkapital

Das Eigenkapital beinhaltet neben dem gezeichneten Kapital von TEUR 2.000 und der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 5.500 den Ergebnisvortrag aus den Vorjahren mit TEUR 35.262. Im Zusammenhang mit dem Gewinnabführungsvertrag mit dem Gesellschafter blieb das Eigenkapital im Geschäftsjahr 2022/2023 unverändert. Der Gewinnvortrag soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Gewährleistungsrückstellungen TEUR 3.823 (Vj. TEUR 4.174), ausstehende Lieferantenrechnungen TEUR 2.005 (Vj. TEUR 1.078), Sonderzahlungen TEUR 2.661 (Vj. TEUR 3.326) sowie Rückstellungen für Urlaub und Überstunden TEUR 2.238 (Vj. TEUR 2.137).

5. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 408 (Vj. TEUR 820) sowie Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 2.853 (Vj. TEUR 0). Diese setzen sich zusammen aus TEUR 12.089 (Vj. TEUR 0) Forderungen aus der Cash-Pool-Vereinbarung und TEUR 14.942 (Vj. TEUR 0) Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführung.

1. Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Regionen und Produkten wie folgt auf:

2022/2023 2021/2022
TEUR TEUR
Umsatzerlöse nach Regionen
Inland 326.883 361.614
EU-Ausland 374 20
327.257 361.634
2022/2023 2021/2022
TEUR TEUR
Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen
Motorcaravans 216.884 305.149
Campervans 108.060 55.077
Sonstige 2.313 1.408
327.257 361.634

2. Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung sowie periodenfremder Natur

• Periodenfremde Erträge betragen TEUR 17 (Vj. TEUR 501)

Die Erträge betreffen Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen.

• Periodenfremde Aufwendungen betragen TEUR 65 (Vj. TEUR 89)

Die Aufwendungen betreffen insbesondere Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen sowie sonstige periodenfremde Aufwendungen.

3. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Aufgrund ihrer Eigenschaft als Organgesellschaft werden auf Ebene der Gesellschaft keine laufenden Steuern vom Ertrag und/oder latente Steuern ausgewiesen. Sämtliche Erträge oder Aufwendungen betreffen somit ausschließlich Vorjahre.

E. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Aus einer Finanzierung der Thor Industries (Asset Based Loan - ABL) besteht eine gesamtschuldnerische Haftung der Gesellschaft zusammen mit anderen Unternehmen der Erwin Hymer Group SE -Gruppe für die gesamten in der Gruppe zum Stichtag bestehenden Inanspruchnahmen. Die gesamtschuldnerische Haftung der Gesellschaft ist begrenzt auf die Höhe der verpfändeten Vermögensgengenstände (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vorräte). Das Volumen der ABL-Revolver-Fazilität beträgt unverändert Mio. USD 1.000 (Mio. EUR 909); zum 31. Juli 2023 war der ABL - wie im Vorjahr - nicht in Anspruch genommen. Mit einer Inanspruchnahme hinsichtlich der gesamtschuldnerischen Haftung für die Kreditlinien wird aufgrund der stabilen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der EHG- und Thor-Gruppe nicht gerechnet.

Die Gesellschaft haftet als Garantiegeber für Verbindlichkeiten anderer verbundener Unternehmen aus der EHG-Gruppe (Konsortialkredit, Schuldscheindarlehen und andere Darlehensverträge). Per 31. Juli 2023 ergibt sich hieraus eine maximale Inanspruchnahme von TEUR 25.000 (Vj. TEUR 25.000). Mit einer Inanspruchnahme hinsichtlich der gesamtschuldnerischen Haftung für die Kreditlinien wird aufgrund der stabilen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der EHG-Gruppe nicht gerechnet.

F. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Zum 31. Juli 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 3.573 (Vj. TEUR 3.469), davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 167 (Vj. TEUR 200).

Die Miet- und Leasingverpflichtungen verteilen sich nach Fälligkeiten zum Bilanzstichtag wie folgt:

bis zu 1 Jahr über 1 Jahr bis zu 5 Jahre mehr als 5 Jahre Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
1.046 1.727 800 3.573

Das Bestellobligo für Wareneinkäufe beträgt TEUR 209.040 (Vj. TEUR 11.417), davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 94 (Vj. TEUR 77). Das Bestellobligo aus Investitionen beträgt TEUR 2.564 (Vj. TEUR 4.317).

G. NICHT IN DER BILANZ ENTHALTENE GESCHÄFTE

Operating Lease

Der Abschluss der oben genannten Mietverträge dient der Verringerung der Kapitalbindung und verlagert das Verwertungsrisiko auf den Vermieter. Die Mietverträge haben eine Laufzeit bis maximal 2031. Besondere Chancen und Risiken bestehen hieraus nicht.

Die Leasingverpflichtungen resultieren aus Operating Lease Verträgen für Fahrzeuge sowie Büro- und Geschäftsausstattung. Der Abschluss der oben genannten Leasingverträge dient der Verringerung der Kapitalbindung und verlagert das Verwertungsrisiko auf den Leasinggeber. Die Leasingverträge haben eine Laufzeit bis maximal 2027. Besondere Chancen und Risiken bestehen hieraus nicht.

Konsignationsläger

Die Gesellschaft hat mit mehreren Lieferanten Konsignationslagervereinbarungen abgeschlossen. Am Bilanzstichtag beträgt der Warenbestand der Lieferanten in den Konsignationslägern TEUR 14.122 (Vj. TEUR 0). Die Konsignationsvereinbarungen dienen der Erhöhung der Versorgungssicherheit der Gesellschaft sowie der Verbesserung der Kapitalstruktur und Liquidität der Gesellschaft.

H. GESCHÄFTE MIT NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Die Geschäftsbeziehungen zu unseren Schwestergesellschaften und unserer Muttergesellschaft beziehen sich hauptsächlich auf Kauf und Verkauf von Fertigteilen und Komponenten sowie die Erbringung oder den Erhalt von Dienstleistungen zu marktüblichen Bedingungen. Nicht zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossene Geschäfte mit nahestehenden Personen und verbundenen Unternehmen wurden nicht getätigt.

I. SONSTIGE ANGABEN

1. Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2022/2023 2021/2022
TEUR TEUR
Angestellte Arbeitnehmer 105 107
Gewerbliche Arbeitnehmer 717 733
Auszubildende/BA-Studenten 53 49
875 889

2. Honorar des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 64,5 (Vj. TEUR 60) ausschließlich für Abschlussprüfungsleistungen.

3. Geschäftsführung

Die Gesellschaft wird durch die folgenden Geschäftsführer vertreten:

Daniel Rogalski, Technischer Geschäftsführer, Dipl. Ingenieur, Görlitz

Christian Geiger, Kaufmännischer Geschäftsführer, Dipl. Betriebswirt, Bad Waldsee

Auf eine Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Inanspruchnahme von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Zum Bilanzstichtag wurden den Mitgliedern der Geschäftsführung keine Kredite oder sonstige Vorschüsse gewährt.

4. Mutterunternehmen/Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft ist in den Konzernverbund der Erwin Hymer Group SE, Bad Waldsee, eingebunden. Die Erwin Hymer Group SE ist Tochterunternehmen der Thor Industries, Inc., Elkhart, Indiana/USA. Die Erwin Hymer Group SE stellt mit Verweis auf § 292 HGB keinen eigenen Konzernabschluss auf. Die Gesellschaft selbst ist nicht zur Erstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet.

Der Abschluss der Gesellschaft zum 31. Juli 2023 wird in den nach US-amerikanischen Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien erstellten Konzernabschluss der Thor Industries, Inc., Elkhart, USA, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Abweichungen zu den Konsolidierungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach deutschem Recht bestehen insbesondere bei den immateriellen Vermögensgegenständen, latenten Steuern und den Pensionsrückstellungen. Dieser Konzernabschluss ist am Sitz der Obergesellschaft und im Internet unter https://ir.thorindustries.com/investortools erhältlich und wird von der Erwin Hymer Group SE, Bad Waldsee, im elektronischen Unternehmensregister in englischer Sprache offengelegt.

J. NACHTRAGSBERICHT

Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Abschluss des Geschäftsjahres, über die zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet.

 

Neustadt i. Sa., den 23. November 2023

Geschäftsführung

Daniel Rogalski

Christian Geiger

Entwicklung des Anlagevermögens 2022/2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.08.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.07.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.792.990,18 272.576,46 606.863,05 341.836,45 2.800.540,04
2. Geleistete Anzahlungen 296.680,19 0,00 0,00 -296.680,19 0,00
3.089.670,37 272.576,46 606.863,05 45.156,26 2.800.540,04
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 32.821.963,75 2.739.923,59 0,00 779.723,99 36.341.611,33
2. Technische Anlagen und Maschinen 19.416.877,16 953.006,99 498.427,21 1.435.181,58 21.306.638,52
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 18.839.244,41 523.330,98 154.770,41 105.271,00 19.313.075,98
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.261.575,93 3.539.297,80 0,00 -2.365.332,83 5.435.540,90
75.339.661,25 7.755.559,36 653.197,62 -45.156,26 82.396.866,73
78.429.331,62 8.028.135,82 1.260.060,67 0,00 85.197.406,77
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.08.2022 Zugänge Abgänge Stand 31.07.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.656.554,67 278.397,07 606.557,49 1.328.394,25
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.656.554,67 278.397,07 606.557,49 1.328.394,25
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.919.356,17 1.495.389,81 0,00 9.414.745,98
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.601.159,11 1.557.016,06 496.441,89 13.661.733,28
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.217.091,62 1.377.240,90 146.752,17 16.447.580,35
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
35.737.606,90 4.429.646,77 643.194,06 39.524.059,61
37.394.161,57 4.708.043,84 1.249.751,55 40.852.453,86
Buchwerte
Stand 31.07.2023 Stand 31.07.2022
EUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.472.145,79 1.136
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 297
1.472.145,79 1.433
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 26.926.865,35 24.903
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.644.905,24 6.816
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.865.495,63 3.622
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.435.540,90 4.261
42.872.807,12 39.602
44.344.952,91 41.035

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Capron GmbH, Neustadt i. Sa.

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Capron GmbH, Neustadt i. Sa., - bestehend aus der Bilanz zum 31. Juli 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis zum 31. Juli 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Capron GmbH, Neustadt i. Sa., für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis zum 31. Juli 2023 geprüft. Die im Abschnitt 3 des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Juli 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis zum 31. Juli 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen

die in Abschnitt 3 des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschäden) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dresden, den 24. November 2023

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andreas Otter, Wirtschaftsprüfer

Zoltán Fodor, Wirtschaftsprüfer

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