Tellja GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jérôme Bonnet seit 2.9.2022 | Geschäftsführer |
Timo Schütz seit 3.7.2013 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Orano Mining S.A.S. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
URANGESELLSCHAFT mbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023I. Allgemeine Angaben zur Gesellschaft und zum Jahresabschluss
Angaben zur Geschäftsführung Im Geschäftsjahr 2023 und bis zum Unterzeichnungsdatum erfolgte die Geschäftsführung der URANGESELLSCHAFT mbH durch folgende Personen:
Der Geschäftsführer ist ohne spezifischen Tätigkeitsbereich jeweils für alle typischen Aufgaben eines Geschäftsführers zuständig. Die Angabe eines tatsächlichen ausgebübten Berufs innerhalb der URANGESELLSCHAFT mbH gem. § 285 Nr. 10 HGB ist insoweit nicht möglich. II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den § 266 und § 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet. III. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Vorschriften der §§ 238 - 256a HGB sowie unter Berücksichtigung der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 - 288 HGB) erstellt. Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt 3 bis 20 Jahre. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu einem Wert von EUR 800,00 netto werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten, erforderlichenfalls abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung auf den niedrigeren beizulegenden Wert, angesetzt. Bei einer ausländischen Tochtergesellschaft wurden die Anschaffungskosten der Anteile abzüglich erhaltener öffentlicher Zuschüsse aktiviert. Bei Eintritt eines wirtschaftlichen Erfolgs der Tochtergesellschaft (Exploration des vorhandenen Uranvorkommens) wäre der abgesetzte öffentliche Zuschuss rückzahlbar. Zuschreibungen werden vorgenommen, wenn die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung entfallen sind. Umlaufvermögen Die Warenbestände werden mit dem gleitenden Durchschnitt der Anschaffungskosten bewertet. Eine Einzelbewertung erfolgt, soweit eine Zuordnung von Beschaffungsgeschäften zu einzelnen Positionen (Verkaufsverträge, denen ein Einkaufsgeschäft direkt zugeordnet werden kann; sog. Back-to-Back-Geschäfte) möglich ist. Der Ansatz erfolgt hierbei zu Anschaffungskosten. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die flüssigen Mittel sind zum Nennbetrag angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag bilanziert. Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens nach dem Project Unit Credit-Verfahren wie im Vorjahr unter Anwendung der "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 10 Jahren von 1,83 % (i. Vj. 1,79 %) verwendet. Die erwarteten Rentensteigerungen wurden mit 2,20 % (i. Vj. 2,20 %) berücksichtigt, der erwartete Gehaltstrend beträgt 2,0 %. Der im Rahmen der Berechnung ermittelte Zinsaufwand in Höhe von TEUR 98 (i. Vj. TEUR 105) wurde - wie im Vorjahr - unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen. Die Rückstellungen sind zum 31. Dezember 2023 sowohl nach 7-Jähriger (1,76 %) als auch nach 10-jähriger Abzinsungsgrundlage (1,83 %) berechnet worden. Entsprechend der Vorgehensweise zum Vorstichtag werden Auswirkungen aus der Änderung des Rechnungszinssatzes nicht als Zinsertrag- bzw. -aufwand ausgewiesen. Der Unterschiedsbetrag zwischen der abgezinsten Rückstellung nach 7 Jahren und nach 10 Jahren beträgt TEUR 55. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt. Die Steuerrückstellungen sowie die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Latente Steuern Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen (rd. 32 % wie im Vorjahr) im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aufgrund der Abweichung bei den Pensionsrückstellungen ergeben sich aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 872 (i. Vj. TEUR 810). Die Aktivierung der aktiven latenten Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Bewertungseinheiten und Grundsätze der Währungsumrechnung Entsprechend § 254 HGB werden für Vermögensgegenstände in Fremdwährung zur Absicherung von Währungsrisiken Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Zur Messung der Effektivität wird die "Dollar Offset Methode" verwendet. Soweit sich Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft entsprechen, besteht eine hohe Sicherungseffektivität. Diese führt dazu, dass sich die Wertentwicklungen sowohl zum Bilanzstichtag als auch danach bis zum letzten Zahlungseingang bzw. Zahlungsausgang der Grundgeschäfte und der Abrechnung der Devisentermingeschäfte ausgleichen. Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten, die nicht Bestandteil einer Bewertungseinheit sind, sowie die Fremdwährungsguthaben bei Kreditinstituten werden gemäß § 256a HGB umgerechnet. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr wurden dabei mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Forderungen und Verbindlichkeiten, deren Restlaufzeit ein Jahr und länger beträgt, wurden unverändert unter Berücksichtigung des Anschaffungskosten- sowie des Realisations- und Imparitätsprinzips umgerechnet. IV. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.
V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Auf eine Aufgliederung der Umsatzerlöse nach § 285 Nr. 4 HGB wurde wegen des begrenzten Marktes für Kernbrennstoffe unter Anwendung der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 2 HGB verzichtet. 2. Im Posten sonstige betriebliche Erträge sind Erträge in Höhe von TEUR 4 (i. Vj. TEUR 15) enthalten, die einem anderen Geschäftsjahr zuzuordnen sind (periodenfremde Erträge). Diese setzen sich aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 4; i. Vj. TEUR 7) sowie sonstigen periodenfremden Erträgen (weniger als TEUR 1; i. Vj. TEUR 8) zusammen. Aus der Währungsumrechnung sind Erträge in Höhe von TEUR 530 (i. Vj. TEUR 5) entstanden. 3. Im Posten sonstige betriebliche Aufwendungen sind Aufwendungen, die einem anderen Geschäftsjahr zuzuordnen sind (periodenfremde Aufwendungen) in Höhe von TEUR 14 (i. Vj. TEUR 11) enthalten. Aus der Währungsumrechnung sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 13 (i. Vj. TEUR 976) entstanden. 4. Sowohl die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge als auch die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen stehen überwiegend im Zusammenhang mit der Finanzierung der Handelsgeschäfte durch den Orano-Konzern. Von den Zinsaufwendungen entfallen auf die Zuführung zu den Pensionsrückstellungen (Aufzinsung) TEUR 98 (i. Vj. TEUR 105). VI. Sonstige Angaben Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB
Umrechnungskurs zum 31.12.2023: CAD 1,4663; USD 1,1050 Konzernverhältnisse Die ORANO Mining S.A., 125 Avenue de Paris, 92320 Châtillon, Frankreich, hält 100 % des gezeichneten Kapitals der URANGESELLSCHAFT mbH. Die ORANO Mining S.A, 125 Avenue de Paris, 92320 Châtillon, Frankreich, ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der ORANO S.A., Châtillon. Die URANGESELLSCHAFT mbH ist somit ein verbundenes Unternehmen zur ORANO S.A., Châtillon, Frankreich, und daher ein mittelbares Tochterunternehmen. Die ORANO S.A. mit Sitz in Châtillon, Frankreich, stellt als oberstes Mutterunternehmen einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis an Unternehmen auf. Die URANGESELLSCHAFT mbH wird nach den Regeln der Vollkonsolidierung einbezogen. Befreiender Konzernabschluss Die URANGESELLSCHAFT mbH macht von der Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung eines Teilkonzernabschlusses sowie eines Teilkonzernlageberichts gem. § 291 HGB Gebrauch. Den befreienden Konzernabschluss stellt die ORANO S.A., Châtillon, Frankreich, auf. Der Konzernabschluss wird nach den in der Europäischen Union geltenden IFRS (International Financial Reporting Standards) unter Beachtung der Bestimmungen von IFRS 1 aufgestellt. Der befreiende Konzernabschluss wird nach den Vorschriften des § 291 Abs. 2 Nr. 2 HGB geprüft. Die Offenlegung erfolgt in deutscher Sprache beim elektronischen Bundesanzeiger. Die im befreienden Konzernabschluss angewandten und den Erläuterungen im Konzernlagebericht zugrundeliegenden Bilanzierungsgrundsätze weichen von den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsgrundsätzen nach deutschem Recht wie folgt ab: Der Ansatz latenter Steuern ist sowohl für latente Steueransprüche als auch für latente Steuerschulden geboten, während im deutschen Handelsrecht für den aktivischen Überhang latenter Steuern aus zeitlichen Wertunterschieden und für steuerliche Verlustvorträge ein Ansatzwahlrecht besteht. Die Diskontierung der Rückstellungen mit einer Restlaufzeit über 1 Jahr erfolgt gemäß IFRS mit Zinssätzen, die sich an Renditen für erstrangige, festverzinsliche Industrieanleihen am Markt orientieren. Nach HGB erfolgt die Abzinsung auf den Bilanzstichtag mit laufzeitadäquatem Zinssatz gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (Bundesbankzins). Nach den Ausweispflichten der Muttergesellschaft werden die Erträge aus der Auflösung von nicht benötigten Rückstellungen unter den Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen, unter denen in den Vorperioden die korrespondierenden Aufwendungen aus der Rückstellungsdotierung erfasst wurden. Gemäß HGB werden solche Erträge aus frei gewordenen Rückstellungen unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestanden am Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Wareneinkäufen (Bestellobligos) in Höhe von TEUR 128.153 mit einer Laufzeit bis 2025; von den Bestellobligos bestehen TEUR 20.572 gegenüber verbundenen Unternehmen. In Vorjahren erhaltene Zuschüsse für Explorationsprojekte, die aktivisch vom Beteiligungsbuchwert der betroffenen Gesellschaft abgesetzt wurden, sind bei wirtschaftlichem Erfolg des Projekts in Höhe von EUR 8,9 Mio. rückzahlbar. Wir gehen derzeit auf Grund der unsicheren Explorationsaussichten nicht von einer Inanspruchnahme aus. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Außerbilanzielle Geschäfte Die Lohnbuchhaltung wird durch einen externen Vertragspartner durchgeführt. Der wesentliche Vorteil besteht in der Schonung der Personalkapazitäten und der Sicherstellung der Qualität. Nachteile hieraus sind keine erkennbar. Dies hatte im Jahr 2023 Liquiditätsauswirkungen in Höhe von ca. TEUR 51 an Gebühren und Kosten zur Folge. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Folgende Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen wurden durchgeführt:
Aus der Finanzierung durch Orano-Konzerngesellschaften resultierten Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 2.121. Zinserträge von verbundenen Unternehmen ergaben sich in Höhe von TEUR 857. Daneben werden Währungsswaps mit einer Laufzeit von sechs bis zu zwölf Monaten zur Steuerung von Währungsrisiken mit dem obersten Mutterunternehmen ORANO S.A., Châtillon, Frankreich, abgeschlossen. Das Gesamtvolumen dieser Geschäfte belief sich zum 31. Dezember 2023 auf EUR 49,0 Mio. (i. Vj. EUR 46,0 Mio.). Derivative Finanzinstrumente Als derivative Finanzinstrumente werden Währungsswaps (Laufzeit zwischen sechs und zwölf Monaten) zur Steuerung von Währungsrisiken - im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Finanzierung des überwiegend in US-Dollar abgewickelten laufenden Geschäftsbetriebs - im Rahmen eines Makro-Hedgings eingesetzt. Die Kontrakte werden ausschließlich mit dem obersten Mutterunternehmen, der ORANO S.A., Châtillon, Frankreich, abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag bestanden nicht börsennotierte Währungsswaps im Rahmen des oben angesprochenen Makro-Hedgings im Nominalbetrag von EUR 49,0 Mio. (i. Vj. EUR 46,0 Mio.) mit einer Laufzeit bis zum Dezember 2024. Der positive beizulegende Zeitwert von TEUR 1.069 (i. Vj. TEUR 394) ergibt sich aus der Gegenüberstellung des US-Dollar-Erfüllungskurses der ausstehenden Positionen mit dem entsprechenden US-Dollar-Terminkurs am Bilanzstichtag. Der in diesem Zusammenhang bilanziell berücksichtigte positive Zeitwert der Währungsswaps wurde im Rahmen von Bewertungseinheiten in den Vorräten berücksichtigt. Das Macro-Hedging erfolgte auf Basis der Durchbuchungsmethode. Beschäftigtenzahl Die Beschäftigtenzahl beträgt im Jahresdurchschnitt einschließlich der Geschäftsführung sechs Angestellte, ohne Geschäftsführung fünf Angestellte (drei Männer und drei Frauen). Honorar des Abschlussprüfers Leistungen des Abschlussprüfers im Geschäftsjahr für Abschlussprüfungsleistungen betragen TEUR 36. Feststellung des Vorjahresabschlusses Mit Gesellschafterbeschluss vom 17. Juli 2023 wurde der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 festgestellt. Geschäftsführung Hinsichtlich der Angaben der Gesamtbezüge der aktiven Geschäftsführungsmitglieder sowie für gebildete Pensionsrückstellungen für frühere Organmitglieder macht die Gesellschaft von § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. Aufsichtsrat
Die Mitglieder des Aufsichtsrates haben im Berichtsjahr keine Vergütungen erhalten. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2.418.966,58 sowie den Gewinnvortrag in Höhe von EUR 20.640.261,05 auf neue Rechnung vorzutragen. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Nach dem Bilanzstichtag ergaben sich keine Ereignisse mit wesentlicher Auswirkung auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, über die zu berichten gewesen wäre. Die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf das Tagesgeschäft des Unternehmens waren eher als positiv zu werten, da der Preis für Uran auf dem Spotmarkt weiterhin einen starken Anstieg verzeichnete.
Frankfurt am Main, den 19. Juni 2024 Jérôme Bonnet, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023
LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023Zweck und Grundlagen des Unternehmens Der Zweck unseres Unternehmens sind die Exploration und Gewinnung von Uran- und Thoriumlagerstätten, die Betreibung von Uran- und Thoriumminen bzw. entsprechender Aufbereitungsanlagen, der Handel mit Uran und Thorium in Form von Erzen, Konzentraten und Verbindungen, wie auch mit Plutoniumverbindungen und die Uranzerspanung sowie die Beteiligung an Unternehmen und Projekten in vorstehend genannten Bereichen. Die Muttergesellschaft ORANO Mining S.A., Châtillon, Frankreich, ist ein weltweit führendes Uranbergbauunternehmen. Der Tätigkeitsschwerpunkt der Muttergesellschaft liegt vorwiegend auf langfristigen Lieferverträgen. Die Aufgabe des Uranunternehmens in diesem Zusammenhang ist, den "Spotmarkt" zu bedienen, auf dem in 2023 ein Jahresvolumen von rund 55,0 Millionen Pfund (halben Kilos) U308 gehandelt 1 wurde und der vorwiegend der Deckung des kurzfristigen Bedarfs dient. Die URANGESELLSCHAFT mbH ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der ORANO Mining S.A., Châtillon, Frankreich. Die ORANO Mining S.A., Châtillon, Frankreich, ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der ORANO S.A., Châtillon, Frankreich. Die URANGESELLSCHAFT mbH ist ein verbundenes Unternehmen der ORANO S.A., Châtillon, Frankreich. Die ORANO S.A. erstellt als übergeordnete Muttergesellschaft den Konzernabschluss mit befreiender Wirkung. Allgemeine wirtschaftliche Leistung 2023 Nach Analysen des Internationalen Währungsfonds (IWF) lag das globale Wachstum im Jahr 2023 bei +3,2 %, 2 also leicht unter den +3,4 % aus dem Jahr 2022. Das im Vergleich geringe Wachstum lag zu Jahresbeginn höher als erwartet und wurde trotz der fortgesetzten geldpolitischen Maßnahmen der EZB durch die starken Märkte und die hohe Nachfrage nach Dienstleistungen unterstützt.
1 www.UxC.com, A weekely publication of UxC Vol
38, No 2, 08.01.2024, Seite 11
Treibende Kraft der globalen Konjunktur war zum großen Teil die Wirtschaft in Schwellenländern und den Vereinigten Staaten von Amerika. In fast allen Industrieländern wurde die Nachfrage zunehmend durch die schwierigeren Finanzierungsbedingungen und die andauernden Auswirkungen geopolitischer Unsicherheiten auf die Energiepreise negativ beeinflusst. In den Vereinigten Staaten von Amerika erwies sich die Wirtschaft aufgrund einer stabilen Binnennachfrage und auch infolge eines stabilen Arbeitsmarkts robuster als erwartet. In China hat sich die Wirtschaft zu Beginn des Jahres 2024 erholt, nachdem dort am Ende des Jahres 2022 die durch COVID bedingten Maßnahmen gelockert wurden. Dieser Erholung folgte jedoch ein erneuter Einbruch der Wirtschaftsleistung im Immobiliensektor sowie eine Schwächung der Binnen- und Auslandsnachfrage. Trotz dieser Umstände erreichte die chinesische Wirtschaft das gesetzte Wachstumsziel von ca. 5 %. 3 Das Wachstum in der Europäischen Union im Jahr 2023 betrug ca. +0,4 %. 4 Somit fiel das Wachstum niedriger aus als 2022, wo dieses noch 3,4 % betragen hat. Positive Auswirkungen hatten hierbei der Außenhandel sowie die Binnennachfrage auf die Wachstumsrate. Diese Stagnation der Wirtschaftsleistung war im Großen auf den Krieg in der Ukraine zurückzuführen. Einflussfaktoren waren die gestiegenen Energiekosten sowie eine globale Abnahme der Nachfrage. 5 Marktlage Marktbeobachtungen 2023 Nach einem ersten Jahr nach Markteintritt im Sommer 2021 bis Sommer 2022 war Sprott (Sprott Physical Uranium Trust) im Jahr 2023 weniger aktiv als Käufer auf dem Sport Markt. Von März bis September 2023 war Sprott fast nicht präsent auf dem Markt, da die Anleger nicht in Sprott-Aktien investierten, und kehrte im vierten Quartal 2023 zurück. Das gesamte Einkaufsvolumen von Sprott belief sich im Jahr 2023 auf 3,8 Mio. Pfund U308 (gegenüber 18 bzw. 22 Mio. Pfund U308 in den Jahren 2022 und 2021). Der russisch-ukrainische Krieg sowie der Staatsstreich in Niger (26. Juli 2023), Produktionsprobleme in Kanada und Kasachstan (Säurelieferkettenprobleme) wirkten sich auch 2023 auf den Spotmarkt aus. Die Spotmarktpreise haben sich in 2023 fast verdoppelt, was mit einem starken Anstieg ab September 2023 begonnen hat. Ursächlich hierfür waren Spekulationen aus der Finanzwelt (Neulinge traten in den Markt ein: Joule und PFYN (PFYN Advisory Pte. Ltd.)), Sprott investierte zusätzlich im vierten Quartal, ein Händler, der den Markt im November verließ, sowie die Entscheidung des US-Repräsentantenhauses zur Verabschiedung eines Gesetzes zum Verbot des Imports russischer EUP (Enriched Uranium Product) in die USA.
3
https://www.ecb.europa.eu/press/annual-reports-financialstatements/annual/html/ecb.ar2023~d033c21ac2.de.html#toc4
Hauptfaktoren, die zu einem Anstieg des Spotpreises geführt haben Wie oben bereits beschrieben, haben viele Versorgungsunternehmen von russischen auf westliche Lieferungen umgestellt, insbesondere auf dem langfristigen Markt für Versorgungssicherheit. Die langfristigen Marktindikatoren sind im Jahr 2023 ebenfalls gestiegen, blieben jedoch niedriger als die Spot-Indikatoren. Der Spotpreis lag am Jahresende 2023 bei USD 91 pro Pfund gegenüber USD 48 pro Pfund Anfang 2023, er entwickelte sich stetig und kontinuierlich ansteigend im Verlauf des Jahres 2023. 6 Die Kaufaktivität der Fonds, hauptsächlich von Sprott, hatte seit August 2021 einen erheblichen Einfluss auf den Preis, wie aus der folgenden Grafik ersichtlich ist:
Darüber hinaus trugen weitere, sich langfristig auswirkende Nachrichten aus Japan (mit 7 Reaktoren, die seit dem Fukushima-Unfall wieder in Betrieb sind), Korea, Großbritannien, Frankreich mit dem Bau von 6 neuen EPR-Reaktoren sowie China über den Bau oder die Wiederinbetriebnahme von Kernkraftwerken zur Unterstützung bei der Belebung der Kernenergie genauso bei wie das Interesse seitens der Finanzwelt. Anlageinvestitionen Die Tochtergesellschaft UG U.S.A., Inc. mit Sitz in Bethesda, Delaware, verzeichnete im Geschäftsjahr 2023 einen Gewinn von USD 4,7 Mio. (i. Vj. USD 0,6 Mio.). Das Eigenkapital der UG U.S.A., Inc. belief sich zum 31. Dezember 2023 auf USD 22,8 Mio. (i. Vj. USD 18,1 Mio.).
6 TradeTech, Nuclear Market Review December 31,
2023
Die Tochtergesellschaft UG ASIA LIMITED mit Sitz in Hongkong verzeichnete im Geschäftsjahr 2023 einen Gewinn von USD 1,5 Mio. (i. Vj. USD 1,0 Mio.). Das Eigenkapital der UG ASIA LIMITED belief sich zum 31. Dezember 2023 auf USD 8,5 Mio. (i. Vj. USD 7,1 Mio.). Die Urangesellschaft Canada Limited mit Sitz in Toronto, Kanada, hält Anteile an zwei Uranlagerstätten in der Region Baker Lake im Norden Kanadas. Das strenge Moratorium auf Uranabbau im Norden Kanadas wurde auf Grundlage einer Entscheidung der kanadischen Regionalregierung aufgehoben. 7 Dies führte zu Verkaufsverhandlungen über die Projekte und Diskussionen über die damit verbundene Verpflichtung zur Rückzahlung der staatlichen Zuschüsse in Höhe von rund EUR 8,9 Mio. an das kanadische Wirtschaftsministerium. Die Möglichkeit für den Ausbau der Produktionsstätte wird derzeit untersucht, was jedoch mit erheblichen Unsicherheiten verbunden ist. Bevor die Produktion aufgenommen werden kann, müssen sich die Preise nachhaltig erholen. Mit einem Start der Produktion wird allerdings erst ab 2030 gerechnet. Das Eigenkapital der Urangesellschaft Canada Limited belief sich zum 31. Dezember 2023 auf TCAD -39.752 (i. Vj. TCAD -35.825). Die Gesellschaft verzeichnete im Geschäftsjahr 2023 einen Verlust von TCAD -3.927 (i. Vj. TCAD -2.159). Geschäftsverlauf Entwicklung von Umsatz und Auftragsentwicklung Das Transaktionsvolumen lag im Jahre 2023 unter dem Vorjahresniveau und belief sich auf etwa 8,8 Millionen Pfund U308, gegenüber etwa 12,1 Millionen Pfund U308 im Jahre 2022. Das gesunkene Transaktionsvolumen und ein wesentlich höherer durchschnittlicher Kassakurs für Uran im Jahre 2023 im Vergleich zu 2022 führten zu einer teilweisen Kompensation der Umsatzerlöse auf EUR 475,4 Mio. (i. Vj. EUR 579,4 Mio.). Der Jahresüberschuss belief sich im Geschäftsjahr auf TEUR 2.419 (i. Vj. TEUR 636). Die Gesellschaft verfügt aufgrund des Geschäftsmodells (Bedienung des Spotmarkts) über keine nennenswerten Auftragsbestände. Beschaffung und Finanzierung Die Lagerbestände (ohne Materialdarlehen) an Natururan (Konzentrat und Uranhexafluorid) haben sich in 2023 reduziert. Infolge des Handelsgeschäfts reduzierten sich diese Ende 2023 auf null tU gegenüber 131 tU im Jahr 2022. Die Finanzierung der Natururanvorräte im Jahr 2023 erfolgte weitgehend durch eigene Mittel und kurzfristige US-Dollar-Verbindlichkeiten des Orano-Konzerns (Laufzeit max. 12 Monate) zu Zinssätzen von ca. 5-6 % p. a.; aufgrund der positiven Markteinschätzung wurden jedoch bisher keine Zinsabsicherungen vorgenommen. Zur Absicherung des US-Dollar wurden jedoch im Geschäftsjahr wie im Vorjahr Währungsabsicherungsgeschäfte getätigt. Vermögens- und Finanzlage Die Reduzierung der Bilanzsumme 2023 um EUR 4,9 Mio. auf EUR 53,7 Mio. ist vor allem auf die gesunkenen Lagerbestände um EUR 17,8 Mio. und die gesunkenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um EUR 6,3 Mio., denen ein höherer Bestand der Forderungen aus dem Cash Pooling um EUR 19,9 Mio. gegenübersteht, zurückzuführen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich um insgesamt EUR 13,4 Mio., was im Wesentlichen auf ein höheres Guthaben im Cash Pooling zurückzuführen ist. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich dabei um EUR 6,3 Mio. auf EUR 0,0. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich zum Abschlussstichtag um EUR 19,8 Mio. auf EUR 37,2 Mio., was im Wesentlichen auf eine Erhöhung des Cash Pool Guthabens EUR 37,2 Mio. (i. Vj. EUR 17,2 Mio.) zurückzuführen ist. Die Verbindlichkeiten beliefen sich zum Abschlussstichtag auf EUR 0,05 Mio. und lagen somit deutlich unter dem Vorjahresniveau von EUR 8,2 Mio. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beliefen sich auf EUR 0,03 Mio. (i. Vj. EUR 8,2 Mio.) und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf EUR 0,02 Mio. (i. Vj. EUR 0,02 Mio.). Aufgrund der Verringerung der Bilanzsumme und unter Berücksichtigung des Jahresüberschusses von EUR 2,4 Mio. stieg die Eigenkapitalquote in 2023 von 76,0 % im Vorjahr auf 86,5 %. Die Barmittel unterliegen wesentlichen Schwankungen, die sich aus dem Tagesgeschäft ergeben. Die Liquiditätsverwaltung erfolgt über einen Cashpoolvertrag mit der ORANO S.A. Insbesondere durch den Abbau der Vorräte ergab sich in 2023 ein positiver Cashflow. Der durch die Verringerung der Vorräte verbundene Mittelzufluss spiegelt sich im Cash Pool Guthaben wider. Auf der Passivseite ergab sich im Wesentlichen durch einen Abbau der Verbindlichkeiten ein negativer Cashflow. Im Geschäftsjahr wurde eine Ausschüttung aus dem Jahresüberschuss 2022 an die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 500 beschlossen. Die Auszahlung erfolgte im Dezember 2023. Der Finanzmittelfonds, bestehend aus den liquiden Mitteln und den Forderungen im Rahmen des Cashpoolings, belief sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 37.883 (i. Vj. TEUR 18.478) und erhöhte sich somit um TEUR 19.405. Neben der oben genannten Finanzierung war wie im Vorjahr keine weitere Fremdfinanzierung zu verzeichnen. Alle fälligen Zahlungsverpflichtungen konnten jederzeit erfüllt werden. Ertragslage Der Bruttogewinn aus dem Uranhandel (Umsatz abzüglich Materialkosten), dem zentralen Kontrollparameter des Unternehmens, belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf EUR 6,4 Mio. und lag damit über dem Ergebnis im Jahr 2022 (i. Vj. EUR 3,9 Mio.). Das als angemessen bezeichnete Jahresziel von EUR 5,1 Mio. wurde in 2023 somit erreicht. Der durchschnittliche Uranpreis lag in 2023 weit über dem erwarteten Preis, wohingegen das Geschäftsvolumen nicht erreicht wurde. Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich in 2023 auf TEUR 792 (i. Vj. TEUR 55). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Erträge aus Währungsumrechnung in Folge des Euro Kurses zum USD zurückzuführen in Höhe von TEUR 530 (i. Vj. TEUR 5). Unter Berücksichtigung der Personalaufwendungen in Höhe von EUR 1,5 Mio. (i. Vj. EUR 0,8 Mio.) und des Zinsaufwands in Höhe von EUR 2,2 Mio. (i. Vj. EUR 0,7 Mio.) liegt das Ergebnis nach Steuern mit EUR 2,4 Mio. über dem Vorjahresniveau (EUR 0,6 Mio.). Dieser höhere Gewinn ist größtenteils auf Effekte des Preisanstiegs zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf EUR 0,7 Mio. (i. Vj. EUR 1,6 Mio.). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Aufwendungen aus Währungsverlusten in Folge des Euro Kurses zum USD zurückzuführen in Höhe von TEUR 13 (i. Vj. TEUR 976). Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren Neben dem Bruttogewinn gehören die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis zu den wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren. Gesamtaussage der Geschäftsführung zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Nach Berücksichtigung der o. g. Sondereffekte hat sich die Ertragslage des Unternehmens nach Einschätzung der Geschäftsführung im Einklang mit seiner Vermögens- und Finanzlage auch in 2023 positiv entwickelt. Vergleich mit der Prognose aus dem Vorjahr Das für 2023 erwartete Jahresergebnis, das über dem Niveau des Vorjahres liegen sollte, wurde erreicht. Der für 2023 prognostizierte Umsatz zwischen EUR 400 bis 500 Mio. wurde erreicht. Der angestrebte deutliche Anstieg des Bruttogewinns aus dem Uranhandel (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) wurde ebenfalls erreicht. Mitarbeiter Im letzten Geschäftsjahr betrug die durchschnittliche Mitarbeiterzahl 6 (einschließlich Geschäftsleitung). Diese gliederten sich wie folgt in einen Geschäftsführer, einen Leiter Finanzen, eine Buchhalterin sowie eine Middle- Office-Managerin, einen Back-Office-Manager sowie eine Assistentin auf. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Nach dem Bilanzstichtag ergaben sich keine Ereignisse mit wesentlicher Auswirkung auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, über die zu berichten gewesen wäre. Die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf das Tagesgeschäft des Unternehmens waren eher als positiv zu werten, da der Preis für Uran auf dem Spotmarkt weiterhin einen starken Anstieg verzeichnete. Der Krieg in der Ukraine und die damit einhergehende Krise stellen aus heutiger Sicht für das Unternehmen keine ersichtlichen Risiken dar, da sich auch dies tendenziell eher positiv auf den Geschäftsbetrieb auswirken sollte wie bereits oben beschrieben. Genaue Einschätzungen sind aber auch aus heutiger Sicht nicht zu treffen. Wir verweisen auch auf die entsprechenden Angaben im Anhang. Risiken und Chancen Zur Einordnung der einzelnen Handelstransaktionen (Kauf, Verkauf) sowie zur Implementierung von Abschlüssen in die risikofreie Abwicklung der einzelnen Verträge werden umfangreiche, PC-gestützte Kontroll- und Steuerungssysteme, vornehmlich auf Excel Basis, eingesetzt. Bestandgefährdende Risiken lagen zum Bilanzstichtag nicht vor. Chancen könnten in einem weiter steigenden Transaktionsvolumen und in einem höheren Verkaufspreis liegen, diese würden sich auch positiv auf die Tochtergesellschaft Urangesellschaft Canada Limited auswirken. Die Bewertung der Gesellschaft ist abhängig vom Erfolg und Zeitpunkt der Exploration und zukünftigen Uran- Förderung. Die Veränderungen der Angebots- und Nachfragepotenziale und die Marktpreisentwicklungen werden ständig mit entsprechendem personellen Aufwand erfasst und ausgewertet. Die Erkenntnisgewinne fließen direkt in die Einzelentscheidungsprozesse ein. Die Entwicklung der gesetzlichen Bestimmungen und der politischen Rahmenbedingungen, die den Uranhandel wesentlich beeinflussen können, werden aufmerksam überwacht, bewertet und die Ergebnisse zur mittelfristigen Planung herangezogen; eine Veränderung dieser Rahmenbedingungen kann unter Umständen starke Auswirkung auf den Geschäftsverlauf haben. Risiken der zukünftigen Entwicklung, die über die beschriebenen Markt-, Preis- und Währungsrisiken hinausgehen, sind derzeit nicht absehbar. Im Rahmen des Währungsmanagements werden nur Sicherungsgeschäfte auf Grundlage besicherter Vermögenswerte abgeschlossen. Zur Währungsabsicherung werden Währungsswaps und Devisengeschäfte eingesetzt. Zur Minimierung der Währungsrisiken wird der Devisenmarkt fortlaufend analysiert. Im Rahmen der vollständigen konzerninternen Finanzierung mit bestehenden Kreditlinien und variablen Zinssätzen sind das Zins-, das Kontrahentenrisiko und das Liquiditätsrisiko als gering einzustufen, da die Finanzierung durch die ORANO S.A. jederzeit sichergestellt ist. Die Finanzderivate werden im Anhang erläutert. Ausfallrisiken für den Forderungsbestand werden reduziert, indem Bonität und Zahlungsverhalten der Kunden laufend überwacht werden. Die potentiellen Auswirkungen aus Währungsrisiken werden als mittel eingeschätzt. Risiken aus Marktpreisänderungen haben potentiell große Auswirkungen und es wird ihnen durch die laufende Beobachtung der Marktpreise und durch die entsprechende Vereinbarung von Einkaufs- und Verkaufsverträgen begegnet. Risiken aus Cashflowschwankungen werden im Rahmen einer Liquiditätsplanung erfasst. Liquiditätsrisiken lassen sich aus heutiger Perspektive nicht erkennen. Im Rahmen der bestehenden Kreditlinien innerhalb des Orano-Konzerns kann auf liquide Mittel zugegriffen werden. Beschaffungsrisiken können aus der Angebotsverknappung und einer sehr hohen Nachfrage nach Uranprodukten erwachsen. Diesen Risiken wird durch bereits abgeschlossene Einkaufsverträge und Lagerhaltung für einen Teil der abgeschlossenen Verkaufsverträge Rechnung getragen, so dass die Auswirkungen netto betrachtet als mittel eingestuft werden. Die Gesamtbeurteilung der Risikosituation des Unternehmens führt zu dem Ergebnis, dass derzeit keine Entwicklungen festzustellen sind, die das Unternehmen gefährden oder die Finanz- und Ertragslage nachhaltig und wesentlich beeinflussen könnten. Der Fortbestand der URANGESELLSCHAFT mbH wird daher nicht als gefährdet angesehen. Erwartungen / Prognose Insgesamt wird mit einer weiterhin positiven Preisentwicklung am Spotmarkt gerechnet, sodass die Fundamentaldaten des Marktes solide bleiben:
Daraus geht hervor, dass ein positives Szenario für 2024 sehr wahrscheinlich ist, da die Nachfrage fast überall wächst. Es wird vermutet, dass für die nächsten 12 Monate eine Untergrenze von etwa USD 75-80 pro Pfund realistisch erscheint, eine Obergrenze ist jedoch schwierig einzuschätzen, da es eine hohe Volatilität nach oben bei der Preisentwicklung gegeben hat. Wir gehen davon aus, dass der Uran-Spotmarkt im Jahr 2024 hinsichtlich der gehandelten Volumina mit dem Jahr 2023 vergleichbar sein wird. Die Hauptfaktoren sind die Umsetzung des US-Verbots für russisches Material, die tatsächliche Produktion im Vergleich zur Prognose und die stetige Nachfrage der Anleger an den Finanzmärkten. Für 2024 wird für das Unternehmen ein Jahresergebnis erwartet, das auf dem Niveau des Jahresergebnisses 2023 liegt, vor allem aufgrund der voraussichtlich weiterhin geringen Mengen, die von den chinesischen Kernkraftwerksbetreibern gekauft werden, was sich auch auf unser Umsatz- und Absatzvolumen auswirken wird. Der Durchschnittspreis für U3O8 2023 lag über dem Niveau von 2022, wohingegen das für das Jahr 2023 realisierte Geschäftsvolumen das Niveau von 2022 unterschritten hat. Der für 2024 prognostizierte Umsatz zwischen EUR 400 bis 500 Mio. wird aus heutiger Sicht erreicht, der angestrebte Bruttogewinn aus dem Uranhandel in Höhe von EUR 5,1 Mio. (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) ebenfalls. Für 2024 wird ein globales positives Wachstum von 3,2 % prognostiziert, nachdem 2023 ein positives Wachstum von 3,2 % verzeichnet wurde. 8 Das Wachstum in China wird voraussichtlich von 5,2 % im Jahr 2023 auf 4,6 % im Jahr 2024 leicht absinken. 9 Das Wachstum in den USA wird voraussichtlich von 2,5 % im Jahr 2023 auf plus 2,7 % im Jahr 2024 steigen. 10
Frankfurt am Main, den 19. Juni 2024 Jérôme Bonnet, Geschäftsführer
8
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/197039/umfrage/veraenderung-des-weltweitenbruttoinlandsprodukts/#:~:
text=Laut%20der%20Prognose%20wird%20das,Prozent%20gegen%C3%BCber%20dem%20Vorja
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Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die URANGESELLSCHAFT mbH, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der URANGESELLSCHAFT mbH, Frankfurt am Main - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der URANGESELLSCHAFT mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 27. Juni 2024 Constantin
GmbH
Seifert, Wirtschaftsprüfer Heitger-Schmidt, Wirtschaftsprüferin CIRCULAR RESOLUTION 01/2024Waiving all notices requirements or other formal requirements under the Law of the Articles of Association, the following resolution of the Shareholders of Urangesellschaft mbH is hereby passed: 1. The undersigned shareholder agrees that the following resolutions of the Shareholder are passed by written vote pursuant to § 48 (2) GmbH. 2. The undersigned shareholder consents to the following resolutions: 2.1 The Financial Statements of the financial year 2023 of Urangesellschaft mbH in the form as confirmed by the auditor Constantin GmbH are approved. 2.2 The profit for the 2023 financial year is of 2.418.966,58 EURO The retained earnings in 2023 is of 20.640.261,05 EURO The distributable profit shown in the 2023 balance sheet comes to an amount of: 23.059.227,63 EUROThe shareholder decides to allocate the distributable profit of the past 2023 financial year ended on December 31st, 2023 as follows:
Dividend will be paid before December 31 st , 2024 following the signature of this resolution and UG receipt of tax exemption notice from the tax authorities. 3. The Managing Director and the members of the Supervisory Board of Urangesellschaft mbH are discharged from their responsibilities in the fiscal year 2023 in accordance with Section 24, paragraph 2 of the Articles of Association. 4. Constantin GmbH, Frankfurt am Main, is appointed as auditor for the Financial Statements of 2024 of Urangesellschaft mbH.
Châtillon, August 2nd, 2024 Xavier Saint Martin Tillet, President For Orano Mining |
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