Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 146584
Eingetragen
12.2.2003
Branche
UnternehmensberatungErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Unternehmensberatung und Bereitstellung von Interim-Geschäftsführern. Die Gesellschaft erbringt keine Rechtsberatung und betreibt keine Geschäfte, die nach dem Gesetz über das Kreditwesen oder § 34 c der Gewerbeordnung genehmigungspflichtig sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Daniel David Ritter
seit 22.6.2023
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Paul Matthew Thompson
seit 28.6.2017
Geschäftsführer
Andreas Rüter
seit 15.9.2015
Geschäftsführer
Stephen Michael Deedy
seit 28.3.2014
Geschäftsführer
Stefano Aversa
seit 28.3.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
AlixPartners Ltd.GBR
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

AlixPartners Ltd.
United Kingdom
100.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AlixPartners GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1.  Branchensituation und Entwicklung der AlixPartners GmbH und wirtschaftliche Rahmenbedingungen

AlixPartners zählt international zu den führenden Beratungen für Transformations-, Restrukturierungs- und Ertragssteigerungsprogramme sowie komplexe Risiko- und Compliance- Projekte. AlixPartners setzt ausschließlich erfahrene Führungskräfte aus Industrie und Beratung ein, die fallweise als Manager auf Zeit auch operative Führungsverantwortung übernehmen. AlixPartners ist in Deutschland mit der AlixPartners GmbH seit dem Jahr 2003 vertreten und unterhält die Bürostandorte München und Düsseldorf.

AlixPartners ist für Unternehmen und Investoren tätig und arbeitet nur in Ausnahmesituationen für Gläubiger und fallweise für Kreditgeber. Es ist der AlixPartners GmbH gelungen, die Geschäftstätigkeit deutlich auszubauen und sich als ein führendes Unternehmen in dem Marktsektor für komplexe, dringliche Probleme ("when it really matters") zu positionieren. Dabei waren folgende Erfolgsfaktoren wesentlich:

·  Die Einbindung in das internationale Netzwerk der AlixPartners Gesellschaftsstruktur mit etwa 2.900 Mitarbeitern und 25 Standorten weltweit; ·  Der interdisziplinäre Ansatz aus operativer, technologischer (digitaler) und finanzwirtschaftlicher Beratung sowie Restrukturierung und Compliance/Investigations; ·  Die Kombination aus dem Angebot von Beratung und Implementierungsunterstützung inkl. Interim-Management; · Die erfolgreiche Rekrutierung und Entwicklung exzellenter Mitarbeiter · Die Bereitschaft an der Umsetzung zu arbeiten, auch auf Erfolgsbasis.

Das bereits in 2022 verzeichnete Rekordwachstum, setzte sich im Jahr 2023 mit einem neuen Rekord- Ergebnis fort. Weiterhin verunsichern Disruptionen und geopolitische Konflikte wie der langwierige Krieg in der Ukraine und der Konflikt im Nahen Osten die Wirtschaft. Auch wenn sich die Auswirkungen des Nahostkonflikts auf die Lieferketten und die Energiemärkte bislang in Grenzen halten, besteht die Gefahr von Störungen der Energieversorgung, die die weltweite Produktion und das allgemeine Preisniveau erheblich beeinträchtigen könnten. Auch die wirtschaftlichen Entwicklungen bei den wichtigsten Handelspartnern der EU und China können Risiken bergen.

Die Geschäftsführung geht auf Basis dieser mikro-ökonomischen Entwicklungen von einem weiteren Wachstums des Geschäfts aus. In den kommenden Jahren wird das Wachstum des Unternehmens auf der gleichbleibend hohen Qualität der Beratungsleistungen sowie auf neuen Angeboten und Lösungen basieren, die an das herausfordernde wirtschaftliche Umfeld angepasst sind. Hier ist insbesondere das Investment in die Digitalisierung des Service Angebots im allgemeinen und in KI Lösungen im speziellen hervorzuheben.

Wichtige finanzielle Leistungsindikatoren sind die Auslastung der Mitarbeiter und die Rentabilität der einzelnen Projekte sowie die damit verbundene Liquidität. In Erwartung einer weiteren Verbesserung wurde die Zahl der Mitarbeiter im Beratungsbereich erhöht, was zu einer Kapazitätssteigerung führte, während die Auslastung im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückging. Die Profitabilität der einzelnen Projekte und die damit verbundene Liquidität haben sich entgegen der Erwartungen im Vergleich zum Vorjahr verbessert.

Als Beratungsunternehmen stellt die Rekrutierung, Bindung und Entwicklung von qualifizierten Mitarbeitern einen kritischen nicht-finanziellen Leistungsindikator dar, der sich auch im letzten Jahr positiv entwickelt hat.

Nach dem Rekordwachstum der deutschen Beratungsbranche von 15% im Jahr 2022, wächst die Beratungsbranche weiter, wenn auch auf einem moderateren Niveau von 7,2 % in 2023. Die Aussichten für 2024 bleiben positiv mit der Erwartung eines Wachstums in der Größenordnung von 9,8 % (Quelle: BDU: Facts & Figures, 20. März 2024).
Mit der Übernahme der Restrukturierungsberatung THM in England sind auch 4 Mitarbeiter in Deutschland dazugestoßen. Seit Herbst 2023 verhandelt AlixPartners die Übernahme der auf die Automobil-Industrie fokussierten Unternehmensberatung Berylls. Die Übernahme wurde mit Closing am 31. Mai 2024 vollzogen.

2. Personal


Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2023 inklusive Teilzeitbeschäftigter erhöhte sich im Berichtsjahr auf 214 Personen (Geschäftsjahr 2022: 198).

B. Ertragslage


Im Geschäftsjahr 2023 stiegen die Umsatzerlöse um TEUR 59.464 auf TEUR 185.732. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen stiegen um TEUR 29.124 auf TEUR 56.587, was auf einen Anstieg der internen Leistungsverrechnung zurückzuführen ist. Der Personalaufwand erhöhte sich aufgrund der gestiegenen Mitarbeiterzahl sowie höherer Boni um TEUR 16.332 auf TEUR 71.183. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um TEUR 5.625 auf TEUR 35.238 (Vorjahr: TEUR 29.613). Dieser Kostenanstieg ist hauptsächlich auf die Konzernumlage zurückzuführen. Bedingt durch die gestiegenen Umsätze lag der Jahresüberschuss mit TEUR 17.933 um TEUR 5.870 über dem des Vorjahres (TEUR 12.063). Insgesamt ist das Management mit der Entwicklung, dem weiteren Wachstum des Geschäfts sowohl in Bezug auf das Beratungspersonal als auch auf das Dienstleistungsangebot für den Kunden zufrieden.

C. Finanzlage


Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (TEUR 44.010) im abgelaufenen Geschäftsjahr liegt deutlich über dem Vorjahres-Niveau (TEUR 7.294), was insbesondere auf die gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen ist.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich auf TEUR 2.367 (Vj. TEUR -237).

Insgesamt erhöhte sich der Zahlungsmittelbestand zum Jahresende um TEUR 41.643 auf TEUR 61.150.

AlixPartners GmbH ist weiterhin als ein solventes Unternehmen einzustufen.

Fremdwährungsforderungen bestehen in GBP gegenüber der AlixPartners Ltd, London, in USD gegenüber der AlixPartners LLC, Southfield, in JPY gegenüber der AlixPartners Asia, LLC und CHF gegenüber der AlixPartners, Ltd (Switzerland Branch). Für die Fremdwährungspositionen werden keine Sicherungsgeschäfte abgeschlossen.

D. Vermögenslage


Das Eigenkapital der Gesellschaft erhöhte sich aufgrund des Jahresüberschusses 2023 in Höhe von TEUR 17.933 und beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 84.578 (Vj. TEUR 66.646). Die Erhöhung der Bilanzsumme um TEUR 47.380 auf TEUR 155.369 (Vj. TEUR 107.989) war aktivisch wesentlich durch die Erhöhung der Bankbestände sowie der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bedingt. Es ergibt sich folglich eine Eigenkapitalquote in Höhe von 54,44% (Vj. 61,71%), welche damit leicht unter der Quote des Geschäftsjahres 2022 liegt.

Das Net Working Capital (Summe der Vorräte, Forderungen und anderer Aktiva abzüglich der kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind) hat sich 2023 von TEUR 44.977 auf TEUR 20.566 verringert.

E. Risiko- und Chancenbericht Risiken


Die Projektrisiken aus der Beratungsleistung sind im Jahresabschluss ausreichend berücksichtigt. Die wesentlichen Risiken, welchen die Gesellschaft ausgesetzt ist - und grundsätzlich gleichwertig nebeneinander stehen - , sind wie folgt:

Personalrisiken sehen wir insbesondere in dem Maße, in dem es nicht gelingt, die Beraterkapazität bedarfsgemäß und auf gleichbleibend hohem Qualifikationsniveau zu erhalten und weiter auszubauen. Das Management ist bestrebt sicherzustellen, dass Schlüsselpersonen angemessen vergütet werden, um gute Leistungen anzuerkennen und Schlüsselpersonen zu halten.

Die Abhängigkeit von einigen wenigen Großkunden zur Aufrechterhaltung der Key Performance Indicators (KPIs) und des Umsatzwachstums wurde weiter reduziert und wird durch die kontinuierliche Erweiterung des Leistungs-Angebots, der Sicherstellung einer ausreichenden Kundenbasis und die Aufrechterhaltung einer Pipeline von potenziellen/ neuen Kunden gesteuert.

Intern führt die Gesellschaft regelmäßig eine Bewertung aller potenzieller Geschäftsrisiken durch. Maßnahmen zur Minimierung und zum Management von Risiken aus Einschränkungen des Betriebs und Betriebsunterbrechungen wurden getroffen. Notfallpläne zur Bewältigung der strategischen und operativen Geschäftsrisiken wurden erstellt mit Maßnahmen wie IT-Disaster Recovery, externe Datenspeicherung, Datensicherungs- und Wiederherstellungsverfahren, Evakuierungsverfahren und entsprechender Kunden-/ Personalkommunikation.

Finanzwirtschaftliche Risiken ergeben sich aufgrund der guten Liquiditätslage der Gesellschaft nicht. Lediglich die Währungskursschwankungen hinsichtlich der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stellen ein gewisses Risiko dar.

Als international agierendes Beratungsunternehmen unterliegen wir den damit typischerweise verbundenen steuerlichen Risiken.

Gesamtwirtschaftliche Risiken bestehen insbesondere durch die momentan schwer einzuschätzende geopolitische und volkswirtschaftliche Entwicklung.

Chancen


Angesichts des in 2024 erwarteten weiterwachsenden Beratungsmarktes und der wieder zunehmenden Nachfrage nach Restrukturierungsberatung wird das Unternehmen das positive Umfeld nutzen, um das Geschäft weiter auszubauen. Dies basiert auf der Erweiterung des Dienstleistungs-Portfolios, Investitionen in die Digitalisierung, Akquisitionen, Partnerschaften und der Rekrutierung zusätzlicher erfahrener Experten.

F.  Prognosebericht einschließlich Chancen


Die strategischen Prioritäten des Unternehmens liegen auf dem Ausbau der Geschäftstätigkeit in "Corporate Germany", dem Ausbau der Fokus-Industrien wie Retail- Konsumgüter-, Technologie- und Finanz-Industrie, der Digitalisierung des Beratungsgeschäfts sowie weiterhin auf mehr Diversität und Nachhaltigkeit (ESG). Der Schwerpunkt bei den Mitarbeitern liegt auf der Rekrutierung der besten Mitarbeiter auf dem Markt sowie auf der Weiterentwicklung der Mitarbeiter und der Bereitstellung eines hoch-attraktiven Arbeitsumfelds und damit einer niedrigen Kündigungsrate. Die Auswahl erfolgt durch einen umfangreichen Rekrutierungs- und Beurteilungsprozess. Ein wichtiger Aspekt ist die Fähigkeit des Unternehmens, die Arbeitszeit weiter zu flexibilisieren, eine hohe Motivation aufrechtzuerhalten und ein Umfeld zu schaffen, in dem sich talentierte Mitarbeiter entwickeln und incentiviert werden können und das divers und nachhaltig ist. Das Unternehmen investiert signifikant in den Digital-Bereich, um auch in Zukunft die Kundenbedürfnisse nach effizienten, hoch-automatisierten Lösungen abdecken zu können. Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal im Markt bleibt die Fähigkeit, gemeinsam mit den Kunden die schwierigsten und komplexesten Probleme zu lösen und schnell messbare und nachhaltige Umsetzungserfolge zu erzielen. Aufgrund der erwarteten stärkeren Nachfrage wird ein besonderer Fokus auf den weiteren Ausbau von spezifischen Industrien, von Digitalisierungs-, Compliance- und Restrukturierungs-Expertise gelegt.

Wir gehen davon aus, dass die zugrunde liegende Nachfrage nach Beratungsdienstleistungen in der Region anhalten wird und wir die Zahl der Mitarbeiter, auf einem etwas geringeren Niveau als 2023, weiter erhöhen werden.

Wir rechnen mit einer ähnlichen Auslastung und einer leicht verbesserten Rentabilität (und Liquidität) im Vergleich zum Vorjahr, da neue Mitarbeiter in das Unternehmen integriert werden.

 

München, 30.08.2024


Die
Geschäftsführung

gez. Stefano Aversa

gez. Michael Baur

gez. Stephen Deedy

gez. Michael Baur

gez. Stephen Deedy

gez. Andreas Rüter

gez. Paul Thompson

gez. Daniel Ritter

gez. Maritza Barroso Okata

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.953.217,20 1.182.861,84
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.833.839,56  
1. Geschäfts- oder Firmenwert 1.833.839,56  
II. Sachanlagen 1.119.377,64 1.182.861,84
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.107.964,61 1.159.087,61
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.413,03 23.774,23
B. Umlaufvermögen 151.697.888,09 105.558.352,08
I. Vorräte 1.531.316,00 689.454,54
1. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.531.316,00 689.454,54
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 89.016.365,43 85.361.874,42
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 27.947.342,43 14.022.261,08
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 59.209.736,75 70.800.890,76
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.859.286,25 538.722,58
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 61.150.206,66 19.507.023,12
C. Rechnungsabgrenzungsposten 717.638,87 1.248.132,93
Aktiva 155.368.744,16 107.989.346,85

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 84.578.332,30 66.645.592,50
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Gewinnvortrag 66.545.592,50 54.482.449,79
III. Jahresüberschuss 17.932.739,80 12.063.142,71
B. Rückstellungen 20.653.078,65 14.947.614,92
1. Steuerrückstellungen 4.419.497,00 4.063.694,92
2. sonstige Rückstellungen 16.233.581,65 10.883.920,00
C. Verbindlichkeiten 49.327.978,56 26.126.516,16
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.607.635,89 1.173.470,10
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 278.210,87 40.498,38
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 33.650.262,13 16.564.629,34
4. sonstige Verbindlichkeiten 13.791.869,67 8.347.918,34
davon aus Steuern 13.791.869,67 8.347.918,34
D. Passive latente Steuern 809.354,65 269.623,27
Passiva 155.368.744,16 107.989.346,85

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 185.732.102,45 126.268.193,08
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 841.861,46 303.204,12
3. sonstige betriebliche Erträge 3.797.302,09 4.256.798,07
4. Materialaufwand 56.587.065,37 27.462.841,69
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen 56.587.065,37 27.462.841,69
5. Personalaufwand 71.182.879,68 54.850.412,04
a) Löhne und Gehälter 65.376.545,29 50.167.285,63
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5.806.334,39 4.683.126,41
davon für Altersversorgung 2.168.876,14 2.007.344,64
6. Abschreibungen 596.434,89 366.056,42
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 596.434,89 366.056,42
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 35.237.617,92 29.612.937,86
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 118.319,71  
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2,52 26.425,68
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 8.768.414,06 6.446.422,47
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern   285.915,05
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 539.731,38  
11. Ergebnis nach Steuern 18.117.171,27 12.063.099,11
12. sonstige Steuern 184.431,47 -43,60
13. Jahresüberschuss 17.932.739,80 12.063.142,71

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

AlixPartners GmbH

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde unter Anwendung der aktuellen handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Die Gliederung entspricht den §§ 266 und 275 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Gesellschaft mit dem Sitz in München ist unter der Nummer HRB 146584 beim Amtsgericht München eingetragen.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden


Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften.

Ein in 2023 im Rahmen einer Akquisition entstandener Geschäfts- oder Firmenwert wird nach § 253 Abs. 3 S.4 HGB über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren linear abgeschrieben, da die voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich schätzbar ist. Die Abschreibung beträgt in 2023 TEUR 185.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Nutzungsdauer (zwischen 2 und 10 Jahren) angesetzt.

Abnutzbare Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungskosten oder Herstellungskosten maximal EUR 1.000,00 betragen (geringwertige Anlagegüter), werden im Zeitpunkt der Anschaffung sofort abgeschrieben.

Das Vorratsvermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Die Vorräte werden unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips nach § 253 Abs. 4 HGB bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die direkten Kosten sowie notwendige Teile der Gemeinkosten (niedrigster möglicher Ansatz nach Handels- und Steuerrecht). Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind zum Nennwert angesetzt. Für erkennbare Einzelrisiken wurden entsprechende Wertberichtigungen gebildet.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten ist mit dem Nennwert bewertet und beinhaltet Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelt worden ist. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst.

Erhaltene Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den Handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet, soweit dies nach § 274 HGB notwendig und zulässig ist. Gemäß dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB werden die latenten Steuern saldiert ausgewiesen. Im Berichtsjahr ergab sich ein Überhang der passiven latenten Steuern.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls bewertet. Gewinne und Verluste aus Kursveränderungen am Bilanzstichtag werden grundsätzlich berücksichtigt. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

3. Angaben zur Bilanz


Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem separat dargestellten Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) ersichtlich.

Anlagenspiegel 31.12.2023 AlixPartners GmbH:


Anschaffungs und Herstellungskosten

Stand 01.01.2023
Zugang
Abgang
Umbuchungen
Stand 31.12.2023

EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände





Geschäfts- oder Firmenwert
-
2.018.905,94
-
-
2.018.905,94
II. Sachanlagen





Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
3.777.113,22
-
254.948,88
360.245,51
3.882.409,85
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
23.774,23
347.884,31
-
(360.245,51)
11.413,03
Anlagevermögen
3.800.887,45
2.366.790,25
254.948,88
-
5.912.728,82
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugang
Abgang
Stand 31.12.2023
EUR
EUR
EUR
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Geschäfts- oder Firmenwert
-
185.066,38
0
185.066,38
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
2.618.025,61
411.368,51
254.948,88
2.774.445,24
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
-
-
-
-
Anlagevermögen
2.618.025,61
596.434,89
254.948,88
2.959.511,62
Buchwert
Stand 31.12.2023
Stand 31.12.2022
EUR
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Geschäfts- oder Firmenwert
1.833.839,56
-
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1.107.964,61
1.159.087,61
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
11.413,03
23.774,23
Anlagevermögen
2.953.217,20
1.182.861,84



Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind - wie im Vorjahr - innerhalb eines Jahres fällig.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 43.558 (Vorjahr: TEUR 29.441) enthalten. Die Forderungen betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Fälligkeit liegt unter einem Jahr.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 15.322 (Vorjahr: TEUR 10.351) zusammen.

Beitragsorientierte Mitarbeitervergütung - Value Accumulation Plan ("VAP")

Der VAP ist eine im Jahr 2020 geschaffene Mitarbeitervergütung, die berechtigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die keine Managing Director sind, mit dem Ziel angeboten wird, eine Beteiligung an der wirtschaftlichen Entwicklung der AlixPartners Holdings LLP ("LLP") zu erhalten.

Bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden alle VAP-Anteile entweder zurückgekauft oder verfallen und führen zu keinem rechtlichen Anspruch gegenüber der Firma. VAP-Anteile können nicht in LLP-Eigenkapital umgewandelt werden. VAP-Anteile haben kein Stimmrecht. Die VAP- Verpflichtung belief sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 4.000 (Vorjahr: TEUR 1.989) und ist in der Bilanz unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. Die Gesellschaft verbuchte für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2023 einen VAP-bezogenen Aufwand in Höhe von TEUR 2.115 (Vorjahr: TEUR 893).

Die latenten Steuern beruhen einerseits auf der unterschiedlichen Behandlung von unrealisierten Währungskurseffekten bei der Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Andererseits auf der unterschiedlichen Behandlung der in der Handelsbilanz gebildeten Rückstellung für mietfreie Perioden aus den langfristigen Mietverträgen. Der Saldo der passiven latenten Steuer beträgt zum Stichtag TEUR 809 (Vorjahr: TEUR 270). Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit den für das Geschäftsjahr geltenden Steuersätzen für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von 15,825% sowie Gewerbesteuer in Höhe von 16,643%.

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:

Stand 31.12.2023
Restlaufzeit bis 1 Jahr
Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren
Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
EUR
EUR
EUR
EUR
Erhaltene Anzahlungen

1.607.635,89
1.607.635,89
0,00
0,00

VJ
1.173.470,10
1.173.470,10
0,00
0,00
Verbindlichkeiten aus

278.210,87
278.210,87
0,00
0,00
Lieferungen und Leistungen
VJ
40.498,38
40.498,38
0,00
0,00
Verbindlichkeiten gegenüber

33.650.262,13
33.650.262,13
0,00
0,00
verbundenen Unternehmen
VJ
16.564.629,34
16.564.629,34
0,00
0,00
Sonstige Verbindlichkeiten

13.791.869,67
13.791.869,67
0,00
0,00

VJ
8.347.918,34
8.347.918,34
0,00
0,00


49.327.978,56
49.327.978,56
0,00
0,00

VJ
26.126.516,16
26.126.516,16
0,00
0,00



Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung


Die Erträge und Aufwendungen aus Währungsumrechnungen betragen TEUR 2.919 (Vorjahr: TEUR 4.257) bzw. TEUR 1.190 (Vorjahr: TEUR 4.757). Die Erträge aus Kursdifferenzen werden im Geschäftsjahr in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Die Aufwendungen aus Kursdifferenzen werden im Geschäftsjahr in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

5. Sonstige Angaben


Zum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 6.036 (Vorjahr: TEUR 7.503). Ferner bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus dem Lizenzvertrag mit der AlixPartners LLP, die variabel sind. Für das Geschäftsjahr betrugen die Lizenzaufwendungen TEUR 18.606 (Vorjahr: TEUR 12.131).

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 214 Arbeitnehmer (Vorjahr: 197,5).

Die Gesellschafterstruktur der internationalen AlixPartners Gruppe umfasst eine Gruppe von Gesellschaftern, die von Lakeview Capital, drei führenden globalen Investmentgesellschaften (Caisse de depot et placement du Quebec, Public Sector Pension Investment Board und Investcorp Group), den Managing Directors von AlixPartners, LLP oder seiner Tochtergesellschaften sowie weiteren Einzelpersonen und Stiftungen angeführt wird. Kein Gesellschafter kann einen beherrschenden Einfluss ausüben.

Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die AlixPartners Holdings LLP mit Sitz in Southfield, MI 48075, USA. Der Konzernabschluss wird nicht offengelegt.

Das Mutterunternehmen des kleinsten Konzernkreises, für den ein Konzernabschluss aufgestellt wird, ist die AlixPartners Ltd. mit Sitz in London, GB (direkter Gesellschafter der AlixPartners GmbH). Die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt im Companies House in Cardiff, GB.

Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung der Gesellschaft durch die folgenden Geschäftsführer:

-  Herr Michael Baur, Unternehmensberater
-  Herr Stefano Aversa, Unternehmensberater
-  Herr Stephen Deedy, Unternehmensberater
-  Herr Andreas Rüter, Unternehmensberater
-  Herr Paul Thompson, Unternehmensberater
-  Frau Lisa Carnoy, CFO (Abberufung 22. Juni 2023)
-  Herr Daniel Ritter, CFO
-  Frau Maritza Uloma Barroso Okata, CLO

Auf die Angabe der Geschäftsführervergütung wird verzichtet, da nur ein Geschäftsführer von der Gesellschaft direkt entlohnt wird.

Das Abschlussprüferhonorar beträgt TEUR 42 (Vorjahr: TEUR 40) und entfällt in voller Höhe auf Prüfungsleistungen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Mit Anteilskaufverträgen vom 3. Mai 2024 erwarb AlixPartners GmbH (der "Käufer") Berylls Strategy Advisors GmbH, Berylls Mad Media GmbH und ihre Tochtergesellschaften ("Berylls"), ein führendes Automobilberatungsunternehmen mit Sitz in Deutschland. Das Closing der Transaktion erfolgte am 31. Mai 2024. Die bei Closing gezahlte Gegenleistung betrug TEUR 58.158. Es wird erwartet, dass der Kauf von Berylls den globalen Marktanteil und das Wachstumspotenzial der Gruppe steigern wird.Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung im Sinne des § 285 Abs. 33 HGB, die nach Ablauf des Geschäftsjahres 2023 eingetreten sind und weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Gewinn des Geschäftsjahres 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

München, 30.08.2024


AlixPartners GmbH
München

gez. Stefano Aversa gez. Michael Baur

gez. Stephen Deedy gez. Paul Thompson

gez. Andreas Rüter

gez. Daniel Ritter gez. Maritza Barroso Okata

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 30.08.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS


An die AlixPartners GmbH, München

Prüfungsurteile


Wir haben den Jahresabschluss der AlixPartners GmbH, München - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AlixPartners GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom
1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile


Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht


Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts


Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 30. August 2024


Forvis Mazars GmbH & Co. KG
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gez. Helge Schäfer, Wirtschaftsprüfer

gez. Hubertus Eichler, Wirtschaftsprüfer

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