Stammdaten

Register
Amtsgericht Oldenburg HRB 150043
Vorher
Unland GmbH
Eingetragen
29.11.1972
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzGroßhandel mit Textilien
Gegenstand
Geändert, nun: Herstellung und Vertrieb von Gardinen, Deko-Stoffen und Textilien gleicher oder ähnlicher Art sowie Herstellung von Effektgarnen. Die Gesellschaft ist zur Vornahme aller Maßnahmen und Geschäfte berechtigt, die dem Unternehmensgegenstand zu dienen geeignet erscheinen. Sie kann gleiche oder ähnliche Unternehmen gründen, erwerben, sich an ihnen beteiligen und deren Geschäftsführung übernehmen sowie Zweigniederlassungen errichten. Die Gesellschaft kann Beteiligungen an in- und ausländischen Kapital- und Personengesellschaften erwerben und verwalten sowie die persönliche Haftung und Geschäftsführung bei Handelsgesellschaften übernehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Nicolai Frank
seit 21.10.2025
Geschäftsführer

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GUTex GmbH

Sedelsberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

GUTEX GMBH, SEDELSBERG

1. Grundlagen des Unternehmens

Die GUTex GmbH (Abkürzung: Gerhard Unland Textil) ist die Produktionsgesellschaft der Unland Gruppe (Unland). Die Gesellschaft hat ihren Sitz in 26683 Saterland, Gerhard Unland Straße 1. Das Unternehmen geht auf den Unternehmensgründer Gerhard Unland zurück, der 1957 in Burgsteinfurt eine Gardinenfabrikation eröffnete. Seit 1963 hat Unland seinen Sitz im Saterland. Heute wird es in dritter Generation von einem Enkel des Firmengründers geleitet.

Die Unland Gruppe produziert am Standort Saterland, im eigenen Gardinen-, Deko- und Sonnenschutz-Werk hochwertige Gardinen, Stores, Möbelstoffe und Plisseeanlagen. Weitere Sonnenschutzprodukte sowie auf Maß gefertigte Tischdecken, Kissen und komplette Fensterdekorationen ergänzen das Programm.

Die Unland Gruppe zählt heute zu den bekanntesten Herstellern von Gardinen und Dekostoffen in Deutschland und bietet ihre Produkte unter den Marken: Unland, Pierre Cardin, Interieur, Cordima, Elvo und Dekosette an.

Die von der GUTex GmbH hergestellten Produkte werden überwiegend durch die hundertprozentige Tochter Unland International GmbH abgesetzt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Statistische Bundesamt berichtet in seiner Pressemitteilung zur wirtschaftlichen Lage in Deutschland vom 13. Januar 2023, dass das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 1,9 % höher war als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 2,0 %. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2022 um 0,7 % höher.

Im, für uns wichtigen Baugewerbe, das vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen war, führten Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen dagegen zu einem deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung (-2,3 %). Die hohen Energiepreise und die immer noch eingeschränkte Verfügbarkeit von Vorprodukten bremsten auch die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe, die im Vorjahresvergleich kaum zunahm (+0,2 %). Das Verarbeitende Gewerbe litt vor allem in der ersten Jahreshälfte 2022 wie schon im Jahr 2021 unter gestörten internationalen Lieferketten. Hinzu kam der massive Anstieg der Energiepreise infolge des Kriegs in der Ukraine.

2.2. Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Nach den Kontakt-, Ausgangs- und Reisebeschränkungen haben ebenso wie das vermehrte Arbeiten im Home-Office sowie die Kurzarbeit dazu geführt, dass die Menschen mehr Zeit zuhause verbrachten. Hiervon haben Produkte "rund ums Haus", zu denen auch Gardinen, Vorhänge und Sonnenschutz gehören, noch im ersten Quartal 2022 profitiert. In den ersten Monaten 2022 konnte ein erheblicher Anstieg der Umsätze verzeichnet werden, was aber vor allem an den niedrigen Vorjahreszahlen lag, da in 2021 noch viele Läden in dieser Phase geschlossen waren. Der dann stattgefundene Angriff Russlands gegen die Ukraine änderte die Situation der Folgemonate maßgeblich. Die Verunsicherung, nicht nur der Endverbraucher, die andauernde Diskussion über die Folgen und die zu erwartenden Preissteigerungen, angefangen mit den Energiepreisen, führte zu einer Umkehr des positiven Konsumverhaltens in der Einrichtungsbranche. Zwar meldet der Verband der Heimtextilhersteller noch ein Plus von 3,6% für alle Sortimente, wobei diese aber aus dem Bereich Bodenbeläge (+9,6%) und Bettwaren (+2,9%) kamen. Die für uns wichtigen Produkte Deko-/Gardinenstoffe (-12,7%) und Möbelstoffe (-4,9%) schlossen dagegen deutlich im Minus ab. Selbst der Verband für innenliegenden Sonnenschutz musste erstmals ein deutliches Minus vermelden, dieses lag bei -3,1%, wovon das für uns wichtige Produkt Plissee mit -2,3% noch etwas moderater abschnitt.

2.3. Ertragslage des Unternehmens

Unsere Vertriebstochter, die Unland International GmbH, konnte den Umsatz im Geschäftsjahr 2022 nahezu halten, mit einem deutlichen Umsatzzuwachs im Inlandsgeschäft aber einem hohen Rückgang im Export. Dieser Exportrückgang stammte im Wesentlichen aus dem Verzicht margenschwacher Umsätze eines Schweizer Onlineshopbetreibers und Großkundenumsätzen aus Österreich, aber auch aus dem begonnenen Marktrückzug in den Niederlanden. Der Umsatzzuwachs im Inland stammte überwiegend aus dem Bereich der maßgefertigten Plissee-Anlagen, der nahezu ausschließlich in Deutschland getätigt wird und deutlich über Marktvergleichszahlen gelang. Dieses konnte über das neu in den Markt gebrachten und erstmals eigenentwickelte Kollektionsbuch mit vielen Stoffen aus Eigenproduktion erreicht werden.

Ein Vergleich zwischen den Geschäftsjahren der GUTex GmbH ist nur schwer möglich, da wir in 2021 ein Rumpfgeschäftsjahr hatten. Die Bemühungen das Fertigwarenlager der Unland International GmbH weiter zu verringern, hat ein Absatzrückgang bei der GUTex GmbH zur Folge gehabt, so dass wir 2022 mit Verlust abschließen, der aber durch den erfreulichen Gewinn bei der Unland International GmbH nahezu aufgefangen werden konnte.

2.4. Finanzlage des Unternehmens

Durch den EAV mit der Tochter Unland International GmbH ergibt sich ein minimaler Verlust, der sich kaum auf die ansonsten stabile Finanzlage der Gruppe auswirkt.

01.01.2022 bis 31.12.2022
T€
01.04.2021 bis 31.12.2021
T€
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -287 -285
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -270 -40
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 25 -19
Veränderung der liquiden Mittel -532 -344
Stand der liquiden Mittel zum Bilanzstichtag 414 946

2.5. Vermögenslage des Unternehmens

Das Vermögen der Gesellschaft stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

31.12.2022
T€
31.12.2021
T€
Langfristig gebundenes Vermögen 1.499 1.242
Kurzfristig realisierbares Vermögen 7.311 7.959
Gesamtvermögen 8.810 9.201
Langfristig verfügbare Mittel 8.302 8.310
Kurzfristig fällige Schulden 508 891
Gesamtkapital 8.810 9.201

Das langfristige Vermögen ist durch Eigenkapital gedeckt und fristenkongruent finanziert.

2.6. Gesamtaussage zur Lage des Unternehmens

Die solide Bilanzstruktur und die bankschuldenfreie Finanzierung stellen eine gute Basis für die kommenden Geschäftsjahre dar. Dem schwierigen und wohl noch einige Zeit anhaltenden Konsumklima des Geschäftsjahres 2022 konnte - speziell in Deutschland - entgegen dem Branchentrend standgehalten werden. Das weist auf eine zukunftsfähige Markpositionierung hin, mit guten Chancen der weiterhin schwierigen Entwicklung als Produktionsbetrieb zu widerstehen. Hierzu gehört aber ein stabiles Umfeld in Bezug auf Energie- und Personalkosten.

3. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Unser bisher stabiler und extrem günstiger Gaspreis musste notgedrungen (mangels anderer Angebote) in einen flexiblen Preis, der sich am Spotmarkt ergibt, geändert werden. Damit sind Zukunftsaussagen in Richtung Energiekosten nicht mehr möglich und müssen monatlich abgewartet werden. Der Wechsel in einen Festvertrag (mit kalkulierbaren Preisen) ist erst mit Ablauf des Jahres 2023 möglich.

4. Prognose, Chancen- und Risikobericht

4.1 Prognosebericht

Das Konsumklima für unsere Produkte scheint nachhaltig schwierig zu bleiben, so dass die Umsatzentwicklung nur bedingt absehbar ist. Die Kostenstruktur, in Bezug auf Energiekosten aber auch auf Lohn- und Gehaltskosten, ist aus bisher gekannten Größenordnungen der Steigerungen und der Planbarkeit nur schwer zu beurteilen und damit deutlich aus der gekannten Verlässlichkeit der Prognosen gefallen. Eine Einschätzung ist aus diesem Grunde und der hohen Schwankungsmöglichkeit nicht wirklich möglich.

4.2 Chancenbericht

Die Entwicklung im Sonnenschutzbereich, in dem wir weiterwachsen wollen, sehen wir als gute Voraussetzung für ein funktionierendes Geschäftsmodell.

Die erreichten Umsätze über denen des sonstigen Marktumfelds und die eingeschlagenen Wege in Richtung gesunde Bilanzstruktur und Bereinigung von Altlasten, lassen gute Chancen erkennen, die nur durch weitere Verwerfungen im allgemeinen Umfeld und die höchst fragile Gesamtlage torpediert werden könnten.

4.3 Risikobericht

Die zu befürchtenden weiteren Folgen des Ukrainekrieges und die bereits entstandenen Schäden der Gesamtwirtschaft in Deutschland machen eine Risikobewertung nach wie vor schwierig bis unmöglich.

Größte Sorgen bereiten auch die Entwicklungen am Energiemarkt, hier speziell die Gasversorgung mit den Preisverwerfungen, sie lässt eine Kostenplanung für 2023 kaum noch zu.

Es ist mit Lieferantenausfällen in allen Bereichen und in unserer Branche zu rechnen, die uns schwer belasten können. Weiterhin liegen Risiken auch in der Branche als solche, aber die Gesamtsituation Europas und speziell Deutschlands ist ungleich riskanter in der jetzigen Beurteilung.

Aufgrund der nun seit Jahren zu beobachtenden negativen Entwicklung bei einigen Kunden kann es in Zukunft zu Zahlungsproblemen kommen.

Die Veränderungen in der Kreditvergabepraxis der Banken mit stark steigenden Zinsen sowie den Kreditversicherern und deren Auswirkungen, können für die Gesamtwirtschaft und auch unmittelbar für uns und unsere Kunden zum Risiko werden. Es ist festzustellen, dass speziell die Kreditversicherer mehr und mehr das Feld Heimtextilproduktion sowie Groß- und Einzelhandel mit allen Vorstufen kritisch beobachten und Limits zurückführen, so das eine Absicherung der Forderungen schwieriger wird.

Der zu erwartende Preisdruck auf unsere Produkte und Energie bleibt erheblich und wird weiter die Margen belasten. Es sind zusätzlich Preiserhöhungen seitens der Lieferanten zu erwarten.

Außerdem gelten weiterhin die üblichen Risiken einer Produktion in Deutschland. Etwaige Kostensteigerungen, speziell im Personalkostenbereich und bei der Energie wären nur noch schwer aufzufangen.

Die uns bisher schon belastende Bürokratie und Gebührenmentalität in Deutschland sind verstärkt als Risikofaktoren zu bezeichnen.

Die hohe Inflation und die geplanten Maßregelungen der Politik in Richtung Eigenheim lassen kaum noch Platz für weiteren Konsum bei unseren Produkten.

Insgesamt ist die Entwicklung der Gesellschaft insbesondere aufgrund der aktuellen Kriegssituation in der Ukraine und der hohen Inflation beeinträchtigt.

Die Geschäftsführung geht allerdings, aufgrund der eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen innerhalb der Unternehmensgruppe und der erreichten Fortschritte, von einer positiven Fortführungsprognose für die Gesellschaft aus.

 

Saterland, den 19. Juni 2023

gez. Hendrik Unland, Geschäftsführer

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022

GUTEX GMBH, SEDELSBERG

AKTIVA

31.12.2022
31.12.2021
A. ANLAGEVERMÖGEN 1.498.540,27 1.241.818,27
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 5.259,00 7.124,00
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.259,00 7.124,00
II. Sachanlagen 551.650,02 293.063,02
1. Technische Anlagen und Maschinen 168.243,00 83.775,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 383.407,02 209.288,02
III. Finanzanlagen 941.631,25 941.631,25
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 912.993,09 912.993,09
2. Beteiligungen 28.638,16 28.638,16
B. UMLAUFVERMÖGEN 7.304.526,29 7.952.917,01
I. Vorräte 2.719.976,91 2.489.707,21
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.204.726,89 1.916.242,56
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 515.250,02 573.464,65
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.170.971,78 4.517.014,04
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17.303,13 29.064,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.958.156,91 4.324.335,32
3. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 7.140,00
4. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.903,47 6.192,00
5. Sonstige Vermögensgegenstände 189.608,27 150.282,72
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 413.577,60 946.195,76
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 6.817,18 5.941,81
8.809.883,74 9.200.677,09

PASSIVA

31.12.2022
31.12.2021
A. EIGENKAPITAL 8.301.927,54 8.309.627,69
I. Gezeichnetes Kapital 4.626.628,00 4.601.626,93
II. Gewinnvortrag 3.708.000,76 3.140.153,22
III. Jahresfehlbetrag/-überschuss -32.701,22 567.847,54
B. RÜCKSTELLUNGEN 241.860,45 346.625,32
1. Steuerrückstellungen 167.760,45 167.760,45
2. Sonstige Rückstellungen 74.100,00 178.864,87
C. VERBINDLICHKEITEN 266.095,75 544.424,08
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 78.246,51 286.960,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 566,59 20.000,00
3. Sonstige Verbindlichkeiten 187.282,65 237.464,08
- davon aus Steuern: € 115.368,27 (Vorjahr: € 35.335,82)
8.809.883,74 9.200.677,09

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

2022
Rumpfgeschäftsjahr 2021
1. Rohergebnis 5.278.422,85 4.620.144,50
2. Personalaufwand 3.368.458,32 2.364.322,35
a) Löhne und Gehälter 2.799.441,33 2.003.623,49
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 569.016,99 360.698,86
- davon für Altersversorgung: € 3.981,88 (Vorjahr: € 3.981,88)
3. Abschreibungen 149.734,26 78.306,63
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.110.223,54 1.504.766,64
5. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- und Teilgewinnabführungsverträgen 220.459,61 29.562,46
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 128.733,98 83.844,26
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 92,37 40,02
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 167.760,45
9. Ergebnis nach Steuern -892,05 618.355,13
10. Sonstige Steuern 31.809,17 50.507,59
11. Jahresfehlbetrag/-überschuss -32.701,22 567.847,54

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

GUTEX GMBH, SEDELSBERG

Allgemeine Angaben

Die GUTex GmbH hat ihren Sitz in Saterland und ist eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Oldenburg (früher: Cloppenburg) unter HRB 150 043.

Der Jahresabschluss der GUTex GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung einschließlich steuerrechtlicher Maßnahmen

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die nachstehenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden beachtet, sofern die entsprechenden Sachverhalte verwirklicht wurden.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear und degressiv vorgenommen.

Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 800,- wurden im Jahr des Zugangs entweder aktiviert und planmäßig abgeschrieben oder im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben und als Abgang fingiert.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Beteiligungen zu Anschaffungskosten

- Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

- Ausleihungen zum Nennwert

- unverzinsliche und niedrig verzinsliche Ausleihungen zum Barwert

- sonstige Wertpapiere zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden gem. § 250 Abs. 1 HGB Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, abgegrenzt.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr und ggf. noch das Vorjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Erfüllungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt. Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgte mit dem Devisenkassamittelkurs.

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

Bruttoanlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Angaben zu Beteiligungen

Als Finanzanlagen waren folgende Beteiligungen auszuweisen:

Eigenkapital Anteil am Kapital Jahresergebnis 2022
Unland International GmbH, Saterland 927.533,49 100 % TEUR 220 *)

*) vor Ergebnisabführung GUTex

Angaben zu Forderung und sonstigen Vermögensgegenständen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundenen Unternehmen beinhalten sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 3.958 (Vorjahr: TEUR 4.324).

Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 7).

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Urlaubs- und Überstunden (TEUR 21, Vorjahr TEUR 34), sowie für ausstehende Beiträge an die Berufsgenossenschaft (TEUR 33, Vorjahr TEUR 29).

Angaben zu Verbindlichkeiten

Die gesamten bestehenden Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 20).

Angaben nach § 42 Abs. 3 GmbHG

Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:

Sachverhalte Betrag
Ausleihungen € 0,00
Forderungen € 0,00
Verbindlichkeiten € 566,59

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Sonstige Pflichtangaben

Eventualverbindlichkeiten

Gemäß § 7 Abs. 4 Satz 5 BetrAVG besteht eine Rücknahmeverpflichtung auf Versorgungsanwartschaften der Gesellschaft gegenüber dem PSVaG (sog. Besserungsklausel). Die Rücknahmeverpflichtung entsteht stufenweise, sofern der kumulierte Gewinn der Geschäftsjahre 2022 bis 2026 vereinbarte Schwellenwerte überschreitet. Danach werden maximal 50 Versorgungsanwartschaften zum Stichtag 30. Juni 2027 zurückübertragen, sofern kumulierte Gewinne (testierter handelsrechtlicher Jahresüberschuss je Geschäftsjahr) in Höhe von mindestens TEUR 3.100 im vorgenannten Zeitraum auszuweisen sind.

Sofern der oben genannte Schwellenwert nicht erreicht wird gelten stufenweise folgende Schwellenwerte für die Rücknahme entsprechender Versorgungsanwartschaften (Anzahl in Klammern): TEUR 2.600 (bis zu 35), TEUR 2.100 (bis zu 20), TEUR 1.500 (bis zu 10).

Die Voraussetzung für eine (teilweise) Rücknahme von Versorgungsanwartschaften lagen zum Bilanzstichtag nicht vor. Pensionsrückstellungen wurden nicht gebildet.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Hendrik Unland (ausgeübter Beruf: Kaufmann)

Auf Angaben zu den Geschäftsführerbezügen wird mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 87 Arbeitnehmer beschäftigt:

Angestellte: 40
Gewerbliche Arbeitnehmer: 47

Beteiligungen als Komplementärin

Die GUTex GmbH ist persönlich haftende Gesellschafterin der folgenden Gesellschaften:

Name Sitz Rechtsform
Gardinenwerk Gerhard Unland GmbH & Co. KG Saterland GmbH & Co. KG

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen aus Miet- bzw. Leasingverträgen:

Gebäude TEUR 465 p.a.
Fahrzeuge und Maschinen TEUR 216 p.a.
Leasing Markenrechte TEUR 150 p.a.

Vorgänge besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Aufgrund des anhaltenden Krieges in der Ukraine und der ein geleiteten Sanktionen gegen Russland und Weißrussland er warten wir zukünftig steigende Energiepreise sowie steigende Einkaufspreise.

Die weitere Entwicklung des Russland-Ukraine Kriegs ist aufgrund der dynamischen Entwicklung unverändert nur mit hoher Unsicherheit vorhersehbar, sodass die tatsächlichen wirtschaftlichen Auswirkungen derzeit noch nicht abschließend eingeschätzt werden können.

Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag keine Vorgänge eigetreten, die für die Gesellschaft eine im Sinne des § 285 Nr. 33 HGB besondere Bedeutung haben.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres von EUR 32.701,22 soll vorgetragen werden.

 

Saterland, den 19. Juni 2023

gez. Hendrik Unland, Geschäftsführer

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1. Jan. 2022
Zugänge
Abgänge
31. Dez. 2022
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 568.712,07 0,00 0,00 568.712,07
Geschäfts- oder Firmenwert 70.000,00 0,00 0,00 70.000,00
638.712,07 0,00 0,00 638.712,07
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 618.674,48 135.566,13 6,12 754.234,49
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.832.019,91 290.273,13 209.266,46 4.913.026,58
5.450.694,39 425.839,26 209.272,58 5.667.261,07
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 912.993,09 0,00 0,00 912.993,09
2. Beteiligungen 31.262,37 0,00 0,00 31.262,37
944.255,46 0,00 0,00 944.255,46
7.033.661,92 425.839,26 209.272,58 7.250.228,60
Abschreibungen
1. Jan. 2022
Zugänge
Abgänge
31. Dez. 2022
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 561.588,07 1.865,00 0,00 563.453,07
Geschäfts- oder Firmenwert 70.000,00 0,00 0,00 70.000,00
631.588,07 1.865,00 0,00 633.453,07
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 534.899,48 51.098,13 6,12 585.991,49
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.622.731,89 96.771,13 189.883,46 4.529.619,56
5.157.631,37 147.869,26 189.889,58 5.115.611,05
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 2.624,21 0,00 0,00 2.624,21
2.624,21 0,00 0,00 2.624,21
5.791.843,65 149.734,26 189.889,58 5.751.688,33
Restbuchwerte
31. Dez. 2022
31. Dez. 2021
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.259,00 7.124,00
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
5.259,00 7.124,00
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 168.243,00 83.775,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 383.407,02 209.288,02
551.650,02 293.063,02
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 912.993,09 912.993,09
2. Beteiligungen 28.638,16 28.638,16
941.631,25 941.631,25
1.498.540,27 1.241.818,27

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die GUTex GmbH, Sedelsberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GUTex GmbH, Sedelsberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GUTex GmbH, Sedelsberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Oldenburg, 6. Juli 2023

MKM Menke & Kollegen GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Reimond Menke, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses:

Der Jahresabschluss wurde in der Gesellschafterversammlung am 10.08.2023 festgestellt.

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