Frontwork Personaldienste GmbH

Oskar-Kalbfell-Platz 8, 72764 Reutlingen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 726865
Eingetragen
22.7.2008
Branche
Sonstige Überlassung von ArbeitskräftenVermittlung von ArbeitskräftenBefristete Überlassung von Arbeitskräften
Gegenstand
Gewerbsmäßige Arbeitnehmerüberlassung gem. Arbeitnehmerüberlassungsgesetz sowie Personalvermittlung

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Kerstin Walser
seit 22.7.2008
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Kerstin Walser
Metzingen
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Frontwork Personaldienste GmbH

Reutlingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.833,00 10.707,00
8.833,00 10.707,00
8.833,00 10.707,00
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.334.323,57 1.394.455,37
2. Sonstige Vermögensgegenstände 234.172,97 112.716,30
1.568.496,54 1.507.171,67
II. Guthaben bei Kreditinstituten 2.376.227,79 2.265.869,75
3.944.724,33 3.773.041,42
C. Rechnungsabgrenzungsposten
1. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 1.075,00 9.759,88
1.075,00 9.759,88
3.954.632,33 3.793.508,30

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Bilanzgewinn 2.529.494,67 2.125.565,56
2.554.494,67 2.150.565,56
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.650,99 1.650,99
2. Sonstige Rückstellungen 628.362,82 818.331,20
630.013,81 819.982,19
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.736,96 11.849,84
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 7.736,96 (Vj: EUR 11.849,84)
2. Sonstige Verbindlichkeiten 762.386,89 811.110,71
davon aus Steuern: EUR 333.719,30 (Vj: EUR 342.968,57)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00 (Vj: EUR 1.241,05)
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 762.386,89 (Vj: EUR 811.110,71)
770.123,85 822.960,55
3.954.632,33 3.793.508,30

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 14.941.204,47 15.778.287,13
2. Sonstige betriebliche Erträge 80.477,71 451.723,95
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -10.736.968,93 -11.320.011,35
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.331.553,16 -2.580.796,17
davon für Altersversorgung EUR 108.612,00 (Vj: EUR 24.800,00)
-13.068.522,09 -13.900.807,52
4. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -6.953,89 -8.732,04
-6.953,89 -8.732,04
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen -363.660,70 -381.465,42
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -478.616,38 -614.856,77
7. Ergebnis nach Steuern 1.103.929,12 1.324.149,33
8. Jahresüberschuss 1.103.929,12 1.324.149,33
9. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.125.565,55 1.301.416,22
10. Ausschüttungen -700.000,00 -500.000,00
11. Bilanzgewinn 2.529.494,67 2.125.565,55

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben einschließlich der Angaben zum Unternehmen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Frontwork Personaldienste GmbH mit Sitz in Reutlingen im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HR B 726865 eingetragen.

Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung sind Vermerke zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung im Anhang ausgewiesen.

Der Jahresabschluss der Frontwork Personaldienste GmbH, Reutlingen wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB in seiner aktuellen Fassung und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt.

Die Gesellschaft weist am 31. Dezember 2023 die Größenmerkmale einer mittelgroßen GmbH im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB auf.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Von den größenabhängigen Erleichterungen für die Aufstellung des Jahresabschlusses (§§276 und 288 HGB) wurde teilweise Gebrauch gemacht.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Sachanlagevermögen wird im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen und rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungskosten abzüglich, soweit abnutzbar, nutzungsbedingter planmäßiger und ggf. außerplanmäßiger Abschreibung angesetzt. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen gemäß der voraussichtlichen Nutzungsdauer angesetzt. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear vorgenommen. Im Jahr des Zugangs erfolgt die Abschreibung zeitanteilig oder pro-rata-temporis.

Die planmäßige Abschreibung werden über die folgenden (gruppeneinheitlichen) Nutzungsdauern vorgenommen:

Anlagengruppe Nutzungsdauern
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 3 bis 5 Jahren

Anlagegüter mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250,00 bis einschließlich EUR 1.000,00 werden im Zugangsjahr in einen Sammelposten eingestellt, der linear über fünf Jahre abgeschrieben wird.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit den Nennwerten angesetzt.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird daneben durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Das Guthaben bei dem Kreditinstitut ist zum Nominalwert angesetzt.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt auf Basis einer vernünftigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

C. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens geht aus dem als Anhang beigefügten Anlagenspiegel hervor.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungsspiegel (Vorjahreswerte in Klammern)

Stand 31.12.2023 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit > 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.334.323,57 1.334.323,57 0,00 0,00
(1.394.455,37) (1.394.455,37) (0,00) (0,00)
Sonstige Vermögensgegenstände 234.172,97 234.172,97 0,00 0,00
(112.716,30) (112.716,30) (0,00) (0,00)
1.568.496,54 1.568.496,54 0,00 0,00
(1.507.171,67) (1.507.171,67) (0,00) (0,00)

Rechnungsabgrenzungsposten

Ausgewiesen werden Zahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen für die nächste Periode betreffen.

Eigenkapital

Bilanzgewinn

In dem Bilanzgewinn zum 31.12.2023 in Höhe von EUR 2.529.494,67 ist ein Gewinnvortrag in Höhe von EUR 2.125.565,56 enthalten.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Rückstellung für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen 5 5
Rückstellung für Tantieme 279 342
Rückstellung für Berufsgenossenschaftsbeiträge 0 8
Rückstellung für Gleitzeitüberhänge und Überstunden oder noch nicht genommenen Urlaub 265 377
Rückstellung für Jahresabschlusserstellung, Prüfung und Offenlegung 30 30
Übrige 49 56
Summe 628 818

In den übrigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für die Ausgleichsabgabe enthalten.

Verbindlichkeiten

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in dem nachfolgend aufgeführten Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt.

Verbindlichkeitenspiegel (Vorjahreswerte in Klammern)

Stand 31.12.2023 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit > 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.736,96 7.736,96 0,00 0,00
(11.849,84) (11.849,84) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 762.386,89 762.386,89 0,00 0,00
(811.110,71) (811.110,71) (0,00) (0,00)
770.123,85 770.123,82 0,00 0,00
(822.960,55) (822.960,55) (0,00) (0,00)

In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr TEUR 6) enthalten.

D. Erläuterungen zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen des Vorjahres waren Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 381 enthalten.

E. Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr erfolgte die Geschäftsführung durch nachfolgend aufgeführte Gesellschafterin:

Kerstin Walser, Diplom Betriebswirtin (FH), Metzingen

Die Geschäftsführerin ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung verzichtet.

Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf 358 (Vj: 411).

φ Arbeitnehmeranzahl

2019 2020 2021 2022 2023
Lohnempfänger 292 340 423 403 350
Angestellte * 8 6 8 8 8
300 346 431 411 358

* inklusive Geschäftsführer

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aufgrund abgeschlossener Miet- und Leasingverträge bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 110.

Vorschlag über die Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Reutlingen, den 12. März 2024

Die Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 100.146,66 5.079,89 0,00 105.226,55
100.146,66 5.079,89 0,00 105.226,55
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 89.439,66 6.953,89 0,00 96.393,55
89.439,66 6.953,89 0,00 96.393,55
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -8.833,00 10.707,00
8.833,00 10.707,00

Lagebericht 2023

I. Grundlagen und Geschäftsmodell

Die Frontwork Personaldienste GmbH ist seit vielen Jahren im Bereich der Zeitarbeit und der Personalvermittlung tätig. Die Gesellschaft ist schwerpunktmäßig in der Region Baden-Württemberg vertreten und bedient mit ihren Dienstleistungen die unterschiedlichsten Branchen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogenen Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland ist um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr, dies geht aus der Schnellmeldung des Statistischen Bundesamts vom 15. Januar 2024 hervor. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte.

Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) und die Unternehmensdienstleister (+0,3 %) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0 %) zurück. Das lag vor allem am Groß- und am Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 leicht zurück (-0,1 %).

1) Quelle: Blickpunkt Arbeitsmarkt/Juli 2023 der Bundesagentur für Arbeit

Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (- 1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Besonders stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2 %). Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. Durch solche Maßnahmen hatte der Staatskonsum in den Jahren ab 2020 die Wirtschaftsleistung gestützt. Die Bauinvestitionen sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,1 %. Neben den hohen Baupreisen wirkten sich die spürbar gestiegenen Bauzinsen aus, die insbesondere den Wohnungsbau bremsten. Positive Signale kamen lediglich vom Ausbaugewerbe, was unter anderem an den stark nachgefragten energetischen Sanierungen gelegen haben dürfte. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - wurde dagegen preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0 %). Dazu trug vor allem der Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen bei, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde.

Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333.000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt. (Quelle Monatsbericht BMF Januar 2024). (Quelle Pressemitteilung vom 15. Januar 2024 vom Statistischen Bundesamt)

Die Arbeitnehmerüberlassung reagiert frühzeitig auf Änderungen der konjunkturellen Rahmenbedingungen und kann daher ein Frühindikator für die Entwicklung am Arbeitsmarkt sein.

1) Quelle: Blickpunkt Arbeitsmarkt/Juli 2023 der Bundesagentur für Arbeit

Im Jahresdurchschnitt 2022 waren 830.000 Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer in Deutschland sozialversicherungspflichtig oder ausschließlich geringfügig beschäftigt. Der Anteil der Leiharbeitnehmer an der Gesamtbeschäftigung liegt bei 2,1 Prozent.

1) Quelle: Blickpunkt Arbeitsmarkt/Juli 2023 der Bundesagentur für Arbeit

Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer arbeiten häufiger in Tätigkeiten, die mit einem niedrigen Anforderungsniveau verbunden sind: Deutlich mehr als jeder Zweite übt eine Helfertätigkeit aus.

1) Quelle: Blickpunkt Arbeitsmarkt/Juli 2023 der Bundesagentur für Arbeit

Die Mehrzahl der Beschäftigten in der Zeitarbeit ist männlich und jünger. Personen ohne Berufsabschluss sind anteilig deutlich häufiger vertreten als bei den Beschäftigten insgesamt. Auch der Ausländeranteil ist höher. Zeitarbeit bietet damit neben jungen Menschen auch Geringqualifizierten und Ausländern eine Einstiegsmöglichkeit in den Arbeitsmarkt.

1) Quelle: Blickpunkt Arbeitsmarkt/Juli 2023 der Bundesagentur für Arbeit

Die Beschäftigung in der Zeitarbeit weist eine überdurchschnittliche hohe Dynamik auf. In der gleitenden Jahressumme bis März 2023 waren 11 Prozent der in Arbeitslosigkeit zugegangenen Personen vorher in der Arbeitnehmerüberlassung beschäftigt, bei den Beschäftigungsaufnahmen aus Arbeitslosigkeit hatte die Zeitarbeitsbranche einen Anteil von 13 Prozent.

1) Quelle: Blickpunkt Arbeitsmarkt/Juli 2023 der Bundesagentur für Arbeit

2. Analyse des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft

2.1. Vermögenslage

Das Vermögen der Gesellschaft besteht in Höhe von 60 % (VJ.: 60 %) aus flüssigen Mitteln. Das Eigenkapital von TEUR 2.554 entspricht einer Quote von rund 65 % (VJ.: 57 %) der Bilanzsumme.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit TEUR 1.334 auf dem Niveau des Vorjahres. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich im Wesentlichen aufgrund von Ertragsteuerforderungen 2023 um TEUR 121 auf TEUR 234 erhöht.

Trotz des im Vergleich zum Vorjahr geringeren Jahresüberschusses 2023 ist das Eigenkapital aufgrund geringerer Ausschüttungen in 2023 um TEUR 404 auf TEUR 2.554 gestiegen.

Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen um TEUR 190 auf TEUR 628 ist auf verringerte Personalrückstellungen zurückzuführen.

Die Innenfinanzierungskraft der Gesellschaft ist sehr stark, was eine Aufnahme von Fremdmitteln nicht erforderlich macht.

2.2. Finanzlage

Wie in der Vergangenheit hat die Gesellschaft weiterhin kurze Zahlungsfristen bei ihren Kunden, sodass die Liquidität der Gesellschaft jederzeit gesichert ist. Forderungsausfälle gibt es nach wie vor keine.

Das Forderungsmanagement ist stabil. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (Jahresergebnis plus Abschreibungen) beträgt im Berichtsjahr TEUR 1.111 (VJ.: TEUR 1.332).

2.3. Ertragslage

Der Umsatz und das Jahresergebnis sind die bedeutenden finanziellen Steuerungsgrößen. Der Umsatz ist um TEUR 837 auf TEUR 14.941 gesunken. Das entspricht einem Abgang von 5,3 %. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge um TEUR 371 auf TEUR 80 ist im Wesentlichen auf den im Vorjahr enthaltenen Ertrag aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 381 zurückzuführen. Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (TEUR 1.583) hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 356 verringert.

Der Jahresüberschuss hat sich um TEUR 199 auf TEUR 1.104 verringert.

Die Anzahl der Mitarbeiter liegt im Geschäftsjahr 2023 im Durchschnitt bei 358. Davon waren 8 im Bereich des Stammpersonals und 350 als Zeitarbeitnehmer beschäftigt. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine Reduzierung um durchschnittlich 53 Mitarbeiter. Der Personalaufwand hat sich um 6,0 % auf TEUR 13.069 verringert. Die Reduzierung resultiert aus der verringerten Mitarbeiterzahl.

2.4. Gesamtaussage zur Lage der Gesellschaft

Die Ertragskraft der Gesellschaft ist gut. Die Vermögens- und Finanzlage der Frontwork GmbH ist stabil. Der hohe Umsatz aus dem Jahr 2022 konnte im Jahr 2023 nicht ganz erzielt werden und liegt bei TEUR 14.941. Trotzdem konnte aufgrund deutlich besserer wirtschaftlicher Entwicklungen als geplant die Prognose des Vorjahres (Umsatz 13. Mio. EUR, Jahresüberschuss TEUR 800) deutlich übertroffen werden. Auf dieser Grundlage ist die Geschäftsführung insgesamt mit der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft zufrieden.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die Pandemie ist vorbei, jedoch sind die Rahmenbedingungen in der Wirtschaft nicht besser geworden. Durch die zunehmende Regulierung sind die Rahmenbedingungen für Zeitarbeitsunternehmen in den vergangenen Jahren herausfordernder geworden. Die Schwerpunkte liegen in dem Bereich der Digitalisierung der Prozesse, der bedarfsgesteuerten Rekrutierung, der Ausrichtung auf zukunftsgerichtete und ertragsträchtige Branchen.

Ein Weg, in konjunkturellen Schwächephasen Entlassungen zu vermeiden, ist die Kurzarbeit. Diese ist grundsätzlich für Leiharbeitnehmerinnen und -arbeitnehmer unzulässig, da ein Arbeitsausfall in Zeitarbeitsunternehmen branchenüblich ist. Angesichts der Auswirkungen der Corona-Pandemie und ab 2022 des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hatte die Bundesregierung jedoch vom 1. März 2020 bis zum 30. Juni 2023 den Bezug von Kurzarbeitergeld für Leiharbeitnehmerinnen und -arbeitnehmer - wie auch schon in der Wirtschaftskrise 2008/2009 - ermöglicht.

Bei den Personenbezogenen Dienstleistungsberufen waren beschäftigte Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer, wie auch in der Beschäftigung insgesamt, stark von den Einschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie betroffen. Während also andere Wirtschaftszweige bereits wieder Beschäftigung aufbauten, verzeichneten die Personenbezogenen Dienstleistungen noch Ende 2021 Rückgänge. Im Laufe des Jahres 2022 gewann die Entwicklung - im Gegensatz zu den Rückgängen bei den anderen Berufssektoren- jedoch zunehmend an Schwung und zeigt seit Mitte des Jahres 2022 Vorjahreszuwächse im zweistelligen Bereich. Damit steigt auch der Anteil der Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer in Personenbezogenen Dienstleistungsberufen und nähert sich wieder dem Vorkrisenniveau. Dabei können mehr als zwei Drittel des Zuwachses in den Personenbezogenen Dienstleistungen auf Pflegeberufe zurückgeführt werden. Insbesondere als Reaktion auf die starke Nachfrage nach Pflegekräften hatte in den letzten Jahren die Zahl der Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer, die einen Pflegeberuf ausüben, zugenommen. Im Jahresdurchschnitt 2022 waren damit 42.000 Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer mit Pflegeberufen beschäftigt. Der Anteil der Leiharbeit in Pflegeberufen erhöhte sich dadurch ebenfalls deutlich. Auch die Zeitarbeitsbranche selbst hat auf diese Entwicklung reagiert und beispielsweise Qualitätsstandards für die Zeitarbeit in der Pflege mit entsprechenden Siegeln eingeführt. Insgesamt dürfte davon auszugehen sein, dass sich die Zeitarbeit im Bereich der Pflege etabliert hat. Gut 2 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in den Pflegeberufen waren 2022 in einem Leiharbeitsverhältnis angestellt, und damit anteilig ebenso viele wie in der Gesamtbeschäftigung.

1) Quelle: Blickpunkt Arbeitsmarkt/Juli 2023 der Bundesagentur für Arbeit

In der gleitenden Jahressumme von April 2021 bis März 2022 wurden 2,2 Millionen Menschen arbeitslos, die zuvor eine Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt ausgeübt hatten. Von diesen waren 93 Prozent (2,0 Millionen) zuvor sozialversicherungspflichtig beschäftigt. 212.000 dieser Zugänge in Arbeitslosigkeit kamen aus der Arbeitnehmerüberlassung. Damit gingen in der gleitenden Jahressumme von April 2022 bis März 2023 fast 11 Prozent der Zugänge in Arbeitslosigkeit auf eine Branche zurück, die nur gut 2 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stellt.

Einen höheren Anteil an den Zugängen in Arbeitslosigkeit wiesen lediglich die Erbringung wirtschaftlicher Dienstleistungen (ohne Zeitarbeit, 303.000 bzw. 15 Prozent), der Handel mit 291.000 bzw. 15 Prozent und das Verarbeitende Gewerbe mit 238.000 bzw. 12 Prozent auf. Diese drei Branchen haben allerdings auch deutlich mehr Beschäftigte: Im Bereich der Erbringung wirtschaftlicher Dienstleistungen sind 13 Prozent und im Handel 14 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten tätig, das beschäftigungsstarke Verarbeitende Gewerbe hat einen Anteil von 20 Prozent.

1) Quelle: Blickpunkt Arbeitsmarkt/Juli 2023 der Bundesagentur für Arbeit

Langfristig sind die Aussichten trotzdem gut. Die demografische Entwicklung und die Knappheit an Arbeitskräften in Deutschland bleiben erhalten. Die Nachfrage nach Facharbeitern und Fachhelfern sind mittelfristig unverändert gut. Allerdings müssen auch wir in der Zeitarbeit mit der Qualifizierung der Arbeitnehmer beginnen. Dies gelingt aber nur, wenn sich unsere Auftraggeber mit in der Ausbildung engagieren.

Zeitarbeit ist jedoch eine feste Größe auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Die flexible Beschäftigung von Arbeitnehmern ermöglicht es den Unternehmen, ihren Personalbedarf zügig an Auftragsschwankungen anzupassen. Daher ist die Leiharbeit im Vergleich zu anderen Branchen auch durch eine überdurchschnittlich hohe Dynamik und Fluktuation gekennzeichnet: Beschäftigungsverhältnisse werden häufiger geschlossen bzw. beendet, die durchschnittliche Beschäftigungsdauer ist deutlich kürzer.

Die Arbeitskräftenachfrage in der Zeitarbeit hängt in besonderem Maße mit der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland zusammen. Daher wird sie häufig auch als Frühindikator für konjunkturelle Schwankungen gesehen. Ein deutlicher Anstieg der Stellenmeldungen aus der Zeitarbeitsbranche wird dabei als Indikator für eine positive Entwicklung am Arbeitsmarkt gewertet. Ein auffälliger Rückgang kann hingegen ein erstes Anzeichen für einen wirtschaftlichen Abschwung sein. Allerdings zeichnet sich das Rekrutierungsverhalten der Unternehmen aus der Arbeitnehmerüberlassung durch spezifische geschäftstypische Besonderheiten aus. So richten sich die Stellenmeldungen aus dieser Branche sehr stark an erwarteten Aufträgen für die Zukunft aus. Dies bedeutet, dass die gemeldeten Stellenbedarfe teilweise zunächst der Portfoliobildung dienen und diese Stellen gegebenenfalls erst zu einem späteren Zeitpunkt besetzt werden, wenn der Auftrag tatsächlich erteilt wurde. Hintergrund dieser Praxis dürfte sein, dass Zeitarbeitsunternehmen auf diese Weise sehr kurzfristig und flexibel auf Anfragen reagieren können.

1) Quelle: Blickpunkt Arbeitsmarkt/Juli 2023 der Bundesagentur für Arbeit

Der enge Zusammenhang zwischen der Arbeitskräftenachfrage in der Zeitarbeit und der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung wird vor allem bei der Betrachtung der langfristen Entwicklung des Kräftebedarfs deutlich.

1) Quelle: Blickpunkt Arbeitsmarkt/Juli 2023 der Bundesagentur für Arbeit

2. Prognosebericht

Die zunehmende Digitalisierung an den einzelnen Arbeitsplätzen bestimmt weiterhin das kommende Wirtschaftsjahr. Aufgrund der AUG-Reform von 2017 verlieren wir zunehmend Zeitarbeitnehmer. Die Frage stellt sich, wie die Regierung und der Verband zukünftig weiter gegensteuern können.

Die Auswirkungen der aktuell hohen Beschaffungspreise im Energiesektor unserer Auftraggeber wird die Märkte und Prozesse der Gesellschaft weiter beeinflussen. Wir setzen weiterhin auf die engen und über Jahre gewachsenen Geschäftsbeziehungen.

Wir mussten im Jahr 2023 mit dem Rückgang von durchschnittlich 53 Mitarbeitern frühzeitig auf die Veränderungen reagieren. Nur so konnten wir dem Umsatzrückgang im 2. Halbjahr entgegenwirken. Der Abschwung ist der momentanen nationalen- und internationalen Wirtschaftsentwicklung geschuldet.

Für das Wirtschaftsjahr 2024 rechnen wir mit einem Umsatz von rund 13 Millionen. Das Jahresergebnis wird bei rund TEUR 1.000 liegen.

 

Reutlingen, den 12. März 2024

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Frontwork Personaldienste GmbH, Reutlingen

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Frontwork Personaldienste GmbH, Reutlingen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Frontwork Personaldienste GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 12. Juli 2024

BDO AG
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