Novaled GmbH
Elisabeth-Boer-Straße 9, 01099 Dresden, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Björn Grabein seit 8.12.2025 | Geschäftsführer |
Ju Yong Kim seit 23.4.2025 | Geschäftsführer |
Pyeong-Seok Cho seit 8.12.2023 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (4)
| Name | Anteil |
|---|---|
Samsung SDI Co., Ltd. | 50.10% |
Samsung Electronics Europe Holding Coöperatief U.A. | 40.00% |
Samsung Display Co. Ltd. | 4.95% |
Samsung Display Co. Ltd. | 4.95% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Novaled GmbHDresdenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für 2023A. Grundlagen der Gesellschaft 1. Geschäftsmodell Als Ausgründung der Technischen Universität, Dresden, und der Fraunhofer-Gesellschaft, Dresden, ist die Novaled GmbH (im folgenden Novaled) seit 2003 am Markt aktiv, hat ihren Hauptsitz in Dresden mit einer Außenstelle in Korea und gehört seit Ende 2013 zu Samsung. Novaled ist ein führender Anbieter eigenentwickelter organischer Materialien und innovativer Technologien für die Herstellung Organischer Leuchtdioden (OLEDs), Organischer Solarzellen (OSCs) und weiterer organischer Elektronik. Die Innovationsstärke und Expertise spiegelt sich in über 1620 erteilten bzw. angemeldeten Patenten und zeigt die bedeutende Position des Unternehmens im Bereich organische Elektronik. Die Novaled PIN OLED Technologie hat sich bei OLED-Herstellern etabliert und ist mittlerweile ein Quasi-Industriestandard. Die Märkte und Endanwendungen für Novaled sind: Flachdisplays, Festkörper-Beleuchtung und Dünnschicht-Photovoltaik. Novaled bietet den Kunden als Spezialchemikalienunternehmen und Experte für hocheffiziente, langlebige OLED Strukturen nicht nur Material und Technologie, sondern umfassende Problemlösungen zur Optimierung der organischen Bauteile. Novaleds Dotiertechnologie und -materialien ermöglichen es, OLEDs mit höchster Leistungseffizienz und langer Lebensdauer herzustellen. Ein weiterer Markt ist für Novaled die Organische Photovoltaik (OPV). Basierend auf den Erfahrungen mit Transport-Materialien für OLEDs hat Novaled Materialien für den Bereich OPV entwickelt. Die Verwendung der Novaled Materialien und -Technologie ermöglicht für Organische Solarzellen hohe Zelleffizienzen sowie weitere Vorteile und trägt so dazu bei, dass diese konkurrenzfähiger werden. Darüber hinaus werden Novaleds organische Materialien und Technologien für OLEDs im Beleuchtungsmarkt eingesetzt. OLED-Beleuchtungsanwendungen erfordern hohe Leistungseffizienz, eine lange Lebensdauer bei großer Helligkeit sowie niedrige Produktionskosten. Novaled-Materialien tragen dazu bei, diese Ziele zu erreichen. 2. Forschung und Entwicklung Novaled forscht an neuen organischen Molekülen und Materialien, die die Effizienz von OLEDs und anderen organisch-elektronischen Bauteilen steigern. Das Forschungsspektrum umfasst neben Dotiermaterialien und Matrixmaterialien auch weitere Materialgruppen. Die eingesetzten Verfahren zur Entwicklung der Spezialchemikalien reichen von Synthese, über Aufreinigung hin zur Charakterisierung. Des Weiteren entwickelt und optimiert Novaled Prozesse zur Validierung der Leistungsfähigkeit von Materialien und zur Integration in die Fertigung. Diese werden von führenden Industrieunternehmen erfolgreich eingesetzt. Die Forschungs- und Entwicklungskosten betragen EUR 16,2 Millionen gegenüber EUR 15,0 Millionen im Vorjahr. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen Die OLED-Technologie ist fest im Displaybereich verankert. Im TV Premiumsegment ist es der Benchmark in Punkto Qualität und Kundenbeliebtheit. Im Bereich der Mobildisplays sind neben den zuerst eingeführten Displays auf starren Glassubstraten auch OLED Displays auf flexiblen Substraten nicht mehr wegzudenken. Letztere ermöglichen die faltbaren Mobil-Telefone, die vom Markt immer mehr angenommen werden. Im Nachgang der Pandemie ist der Markt für Smartphones, Tablets, Smartwatches, Wearables und AMOLED-TVs unter Druck geraten. Die Hersteller von Displays leiden hierdurch zum einen unter Überkapazitäten und zum anderen unter einem starken Preisdruck, wodurch viele Firmen in die Verlustzone gedrückt wurden. Der Markt für mittlere und große OLED-Displays, welcher von Fernsehern dominiert wird, ist im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr abermals geschrumpft (von 5,7 Milliarden US Dollar in 2022 zu 4,5 Milliarden US Dollar in 2023). [1] Für die nächsten Jahre 2024 bis 2028 wird erwartet, dass diese Umsätze aller Hersteller mit Materialien für die AMOLED Display Industrie wieder wachsen werden. Für 2028 ist ein Umsatz von 2,6 Milliarden US Dollar vorhergesagt, 2024 liegt der Jahresumsatz bei geschätzten 2,4 Milliarden US Dollar. [2] Große OLED-Display Hersteller vertrauen auf Novaleds Materialien und Technologie, denn diese ermöglichen längere Akkulaufzeiten, längere Produktlebensdauern sowie die Möglichkeit zur Senkung von Fertigungskosten. Das Kerngeschäft Novaleds ist der Verkauf von Dotiermaterialien für die kommerzielle Fertigung von Displays. Die Display-Industrie produziert fast ausschließlich in Asien, somit sind die Kunden für das display-bezogene Angebot von Novaled durchweg auch dort angesiedelt, wie z.B. die großen Displayhersteller in Korea, China, Japan und Taiwan. Mit unserem Kunden Samsung Display konnten wir im Jahr 2023 unseren Absatz auf demselben Niveau halten (2022: EUR 55,152 Millionen und 2023: EUR 55,124 Millionen). Fallende Umsätze im Materialverkauf für die Fertigung kleiner Displays (Smartphones) wurden mit steigenden Umsätzen mit Materialverkäufen für die Fertigung größerer Displays (Fernseher) ausgeglichen. Nach den umsatzstarken Jahren 2021 und 2022 konnten wir mit unserem Kunden LGD im Jahr 2023 leider keinen Umsatz erwirtschaften. LGDs wirtschaftliche Situation hat den Kunden dazu bewogen, nur seine hohen Lagerbestände abzubauen, die er in den letzten Jahren aufgebaut hatte. LGD hat im Jahr 2023 nur etwa 50 % seiner Produktionskapazität genutzt und über das gesamte Jahr hinweg Verluste erwirtschaftet. Wir gehen momentan davon aus, dass diese Bestände auch noch weit für die Produktion in das Jahr 2024 reichen werden. Des Weiteren nehmen wir an, dass zudem vermehrt Materialien von Mitbewerbern genutzt werden könnten. Mit unseren chinesischen Kunden haben wir im Jahr 2023 etwas weniger Umsatz erzielen können als im Vergleich zum Vorjahr (2022: EUR 26,1 Millionen und 2023: EUR 22,7 Millionen). Displayfertiger wie BOE, CSOT, Visionox und EDO setzten weiterhin auf unsere Materialien. Tianma hat keine Materialien von Novaled bezogen. Das Geschäftsfeld im Bereich der organischen Photovoltaiktechnik hat sich im Jahr 2023 noch immer nicht positiv entwickelt, da es seitens unseres Kunden weiterhin Verzögerungen beim Produktionsstart gibt. Unser Kunde plant allerdings, in den kommenden Jahren die Produktionsprozesse zu optimieren, sodass wir positiv ins Jahr 2024 und darüber hinaus blicken können. Einen weiteren Bereich am Markt bildete der Beleuchtungssektor ab. Im Jahr 2023 erfolgte seitens Novaled ein Verkauf auf stabilem Niveau, allerdings ist der Markt nach wie vor sehr klein, und es wird auch zukünftig kein signifikantes Wachstum erwartet. Es ist momentan davon auszugehen, dass OLED im Bereich der Festkörperbeleuchtung fast vollständig verschwinden wird, eventuell verbleiben einzelne Anwendungsnischen, diese würden jedoch für das Geschäftsergebnis Novaleds in Zukunft nur einen marginalen Beitrag leisten. Gegenwärtig sieht Novaled auf Grund vielschichtiger und wirtschaftlicher Unsicherheiten infolge diverser weltpolitischer Unruhen, des Russland-Ukraine Konfliktes als auch den weltweit nur langsam sinkenden Inflationsraten eine mäßige bis starke Auswirkung auf die Umsatzplanung. Alle Faktoren haben einen Einfluss auf die Planung, die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und damit unmittelbar auch auf die Umsatzplanung Novaleds. So ist für 2024 zum Zeitpunkt der Berichterstellung auch weiterhin von einem deutlichen Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr auszugehen. Dies führt auch dazu, dass die finanzielle Leistungsfähigkeit des Unternehmens im Vergleich zum Vorjahr nachlassen wird. Dennoch wird das Unternehmen immer in der Lage sein allen finanziellen Verpflichtungen vollständig nachzugehen. 2. Geschäftsverlauf Die Vertriebsaktivitäten waren im Jahre 2023 wesentlich geprägt von der starken Nachfrage an Materialien durch den Kunden Samsung und den chinesischen Displayherstellern. Wie bereits im Vorjahr hat Novaled Dotanten- und Transportmaterialien in deren Massenproduktion für Displays platziert. Mehr als 99% des Gesamtumsatzes von Novaled entfielen im Berichtszeitraum auf OLED Displayanwendungen. Obwohl die Gesamtentwicklung dieses Marktes nicht gut war, ist es Novaled gelungen, trotzdem ein gutes Ergebnis zu erzielen. Im Jahr 2023 konnte das kommerzielle Produktportfolio für unsere Kunden deutlich breiter aufgestellt werden. Insgesamt wurden 6 verschiedene Materialien für AMOLED Massenproduktionen verkauft. Hierdurch ist eine ausgewogenere Verteilung der Umsätze auf unterschiedliche Produktgruppen erreicht worden. 3. Leistungsindikatoren Die Steuerung der Novaled erfolgt im Wesentlichen über die finanziellen Kennzahlen Umsatz und Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Neben den finanziellen Kennzahlen existieren auch technische Leistungsindikatoren, im Wesentlichen über Meilensteinvorgaben sowohl bei Kunden- als auch Technologieprojekten. 4. Lage a) Ertragslage Der Gesamtumsatz des Unternehmens reduzierte sich im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr um 42,7 % auf EUR 80,5 Millionen. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Umsatz stark gefallen. An dieser Stelle verweisen wir noch einmal auf unsere Ausführungen unter Abschnitt B. 1. "Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen". Resultierend daraus gab es ebenso einen starken Rückgang des EBITs im Vergleich zum Vorjahr (Rückgang um 50,9% auf EUR 48,0 Millionen, im Vorjahr EUR 97,7 Millionen). Grundsätzlich haben sich die Gesamtaufwendungen des Unternehmens für Material, Personal als auch Abschreibungen im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Die Materialaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. Insbesondere durch die Entwicklung neuer Materialien (stetige Einmaleffekte um die Produktion zu starten), sowie Preisanstiege zum Inflationsausgleich führten zu einem höheren Aufwand. Aus diesem Grund hat sich diese Position nicht proportional zu den Umsätzen entwickelt. Die Personalaufwendungen jedoch sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Hintergrund hierfür sind einmalige Zahlungen zum Ausgleich der Inflation als auch Anpassungen der Vergütung an die gestiegenen Lebenshaltungskosten. Ebenso stieg die durchschnittliche Mitarbeiterzahl leicht. Weitere kleine Effekte wie die Erhöhung der Mitarbeiterbegünstigungen wie beispielsweise der Zuschuss zum Mittagessen, oder auch die Erhöhung des Vergünstigungsprogrammes zur Bindung der Mitarbeiter hatten eine Anstieg der Personalkosten zur Folge. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr dagegen stark gesunken (TEUR 14.440, im Vj. TEUR 16.392). Die größte Reduktion der Kosten gab es im Bereich der Wechselkurse. Aufgrund der stabileren Marktsituation gab es weniger große Schwankungen als noch im Jahr zuvor. Ebenso hat die reduzierte Ertragssituation in diesem Fall einen positiven Einfluss auf diese Position, sodass im Geschäftsjahr 2023 die Summe der Aufwendungen aus Währungsumrechnung stark gefallen ist. Den Erträgen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 2,3 Millionen (im Vorjahr EUR 2,3 Millionen) stehen Aufwendungen aus Wechselkursdifferenzen in Höhe von EUR 3,2 Millionen (im Vorjahr EUR 5,5 Millionen) gegenüber. Zudem hat die Entwicklung des Euribors im Laufe des Jahres einen großen positiven Effekt für das Unternehmen gehabt. Das Unternehmen verzeichnete hohe Zinserträge in Höhe von EUR 11,0 Millionen (im Vorjahr EUR 2,4 Millionen) und damit eine deutliche Steigerung zum Vorjahr. Hintergrund hierfür sind die seit mehreren Jahren ausgegebenen Darlehen an ein verbundenes Unternehmen, welche an den Euribor gekoppelt sind. Basierend auf dem Gesamtergebnis vor Steuern reduziert dies den Steueraufwand vom Einkommen und Ertrag. Dennoch war das Jahr 2023 für Novaled insgesamt ein wirtschaftlich gutes Jahr. Während im Jahr 2022 der Gewinn noch bei EUR 66,7 Millionen lag, kam es 2023 zu einem Rückgang um 50,7 % auf EUR 32,9 Millionen. Im Vergleich zum Vorjahr wurde im Berichtsjahr weniger Umsatz generiert. Ebenso gab es einen leichten Rückgang der Kosten sodass es Novaled gelungen ist, das Jahr mit einem guten Ergebnis abzuschließen. b) Finanzlage Kapitalflussrechnung
Der positive Cashflow aus operativer Tätigkeit von EUR 22,8 Millionen, setzt sich primär aus dem Jahresüberschuss des Berichtsjahres reduziert um die Erhöhung der Forderungen gegenüber einem verbundenen Unternehmen sowie der Vorräte zusammen. Die bestehenden Darlehen an ein verbundenes Unternehmen wurden verlängert und die Forderungen zusätzlich um EUR 29,9 Millionen erhöht. Einschließlich dem bereits existierenden Darlehen handelt es sich um ein Volumen in Höhe von EUR 310 Millionen zum Stichtag. Die Vorräte wurden aufgrund mehrerer neuer zu verkaufender Produkte erhöht. Ebenso haben sich die Kosten für den Einkauf der Materialien aufgrund fallender Einkaufsmengen und der Weitergabe von Inflationssteigerungen erhöht. Die Investition in eine neue große Maschine und die damit einhergehende Veränderung in den Laboren führten zu einem negativen Cashflow aus Investitionstätigkeit. Der negative Cashflow aus Finanzierungstätigkeit resultiert aus der Rückzahlung der noch im Vorjahr ausgeschöpften Darlehen bzw. Kreditlinien in US-Dollar. Aufgrund des Forderungsbestandes zum Bilanzstichtag wurden diese nicht genutzt und hatten somit keinen Einfluss auf den Barmittelbestand zum Stichtag. Der Barmittelbestand betrug zum Ende der Periode EUR 56,7 Millionen gegenüber EUR 58,5 Millionen im Jahr 2022 und fiel demzufolge um EUR 1,8 Mio. Die Höhe des Barmittelbestandes hat eine jederzeitige Bedienung der Zahlungsverpflichtungen ermöglicht. c) Vermögenslage Die Vermögenslage des Unternehmens hat sich zum 31. Dezember 2023 im Vergleich zum Vorjahresstichtag leicht positiv verändert. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 3,4 % auf EUR 435,5 Millionen. Aufgrund der Investition in eine neue große Maschine erhöhte sich das Anlagevermögen für technischer Anlagen um EUR 3,5 Millionen. Aufgrund der Abschreibung für Gebäude sowie die Abschreibung für die Betriebs- und Geschäftsausstattung verringerte sich das Anlagevermögen um EUR 0,8 Millionen an dieser Stelle. Infolge des zuvor genannten Geschäftsverlaufes wurden die Vorräte im Vergleich zum Vorjahr um EUR 3,2 Millionen erhöht, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelten sich sowohl durchschnittlich als auch stichtagsbezogen deutlich rückläufig. Zudem wurden weitere Zahlungen für bereits ausgegebene oder verlängerte Darlehen an ein verbundenes Unternehmen in Höhe von rund EUR 30,0 Millionen getätigt. Dies führte zu einem Rückgang der liquiden Mittel um EUR 1,8 Millionen, aber im Wesentlichen zu einer Steigerung des Umlaufvermögens um EUR 13,1 Millionen. Auf der Passivseite gab es aufgrund des positiven Ergebnisses erneut einen signifikanten Anstieg des Eigenkapitals. Die Rückstellungen erhöhten sich leicht um EUR 0,3 Millionen. Eine existierende USD Kreditlinie sowie ein USD Darlehen wurden zum Stichtag nicht genutzt, welche im Jahr zuvor noch ausgeschöpft wurden. Dadurch gab es eine deutliche Senkung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um EUR 19,2 Millionen im Vergleich zum Vorjahr. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt im Vergleich zum Vorjahr leicht um EUR 0,8 Millionen gestiegen. Die Eigenkapitalquote hat sich von 94,3 % auf 98,8 % verändert. Die Erhöhung ist im Wesentlichen bedingt durch den Abbau der Verbindlichkeiten sowie der Erhöhung des Eigenkapitals durch den Gewinn des Jahres 2023. Aufgrund des geringen Verschuldungsgrades und der hohen Eigenkapitalquote besitzt Novaled weiterhin eine ausgezeichnete Bonität. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht Basierend auf den vorliegenden Informationen zur geplanten Kapazitätsauslastung unserer Kunden und maßgeblich getrieben durch die Nachfrage nach den von Novaled entwickelten Materialien, erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 erneut einen starken Umsatzeinbruch im Vergleich zum Vorjahr. Aufgrund der hohen Lagerbestände auf Seiten unserer Kunden, insbesondere bei LG Display als auch der wirtschaftlichen Gesamtsituation im Jahr 2023 erwarten wir, dass LGD auch in 2024 seine vorhandenen Fertigungskapazitäten zu einem gewissen Teil ruhen lassen wird. Bei unserem Kunden Samsung Display erwarten wir im Vergleich zum Vorjahr in 2024 keinen höheren Bedarf an unseren Materialien als im Vorjahr. Wir gehen davon aus, dass auch Samsung Display einen relativ hohen Lagerbestand unserer Materialien aufweisen wird und diesen in Zukunft eher abbauen möchte. Auch der chinesische Markt kämpft mit Überkapazitäten, wodurch eine Preiserosion der Display-Panels zu verzeichnen ist. Dies wiederum führte bereits im Jahr 2022 auch bei vielen chinesischen Herstellern zu Verlusten. Darüber hinaus rechnen wir insbesondere im chinesischen Markt mit zunehmenden Druck durch Konkurrenzanbieter. Aufgrund aktueller wirtschaftlicher Verwerfungen und Handelskonflikte im Halbleiterbereich besteht seitens der chinesischen Regierung auch zunehmend der Wunsch, heimische Display-Produktionsfirmen möglichst unabhängig von Zulieferern aus westlichen Ländern zu machen. Zudem kommt hinzu, dass verstärkt Kopien unserer P-Dotanten in China angeboten werden und dadurch unser Patentschutz verletzt wird. Wir erwarten hierdurch für 2024 einen deutlich stärker umkämpften Markt. Im Hinblick auf die wirtschaftliche Gesamtlage bleibt abzuwarten, wie sich die Konjunktur im laufenden Jahr entwickelt. Aktuell wird von einer wirtschaftlichen Erholung in der zweiten Jahreshälfte ausgegangen. Gerade im Hinblick auf den Displaymarkt soll es nach dem Rückgang in 2023 wieder ein Wachstum in den nächsten Jahren geben. [3] Bei Novaled wird auch in 2024 der überwiegende Teil des Gesamtumsatzes erneut der Materialumsatz ausmachen. Im Hinblick auf die Entwicklung unserer Gesamtkosten ist von einer Steigerung für das Jahr 2024 auszugehen. Hintergrund hierfür sind gestiegene Fixkosten des Unternehmens aufgrund von höheren Wartungsaufwendungen für das Gebäude durch externe Dienstleister, ein Anstieg der Abschreibungen aufgrund einer neuen großen technischen Anlage sowie höhere Logistikaufwendungen im Zuge der Materialherstellung. Ebenso wird ein Anstieg der Personalkosten erwartet. Aufgrund der beschriebenen Ursachen erwarten wir für das Jahr 2024 erneut einen starken Rückgang des Jahresergebnisses aus dem operativen Geschäft (EBIT) im Vergleich zum Vorjahr. Die Finanzlage der Gesellschaft wird im Jahre 2024 dennoch stabil bleiben. 2. Chancen- und Risikobericht Unsere wirtschaftlichen Chancen ergeben sich vor allem aus dem erwarteten Wachstum des Displaymarktes, in dem wir unsere etablierten Geschäftsbeziehungen zu den maßgeblichen Produzenten von OLED-Bildschirmen nutzen wollen. Wir sind gegenwärtig das einzige Unternehmen weltweit, das organische Materialien für die elektrische Dotierung von Transportschichten in OLEDs für die Massenproduktion von OLED-Bildschirmen verkauft sowie die entsprechende Technologie lizenziert. Unsere Geschäftsbeziehung zu den führenden Herstellern Samsung, LG und mittlerweile auch den chinesischen Unternehmen der Branche bringt Novaled in eine gute Position, um von der potentiellen Ausweitung der Produktionen zu profitieren. Im Bereich der organischen Photovoltaik-Technologie haben wir einen Kunden, der in den kommenden Jahren in die Massenproduktion einsteigen möchte. Keine weiteren Wachstumschancen erwarten wir durch die Nutzung der OLED-Technologie im Beleuchtungssektor. Hier ist zum aktuellen Zeitpunkt der Gesamtumsatz in diesem Marktsegment sehr gering. Die Erkennung und Bewertung von Risiken im Rahmen eines im Unternehmen zentral implementierten Risikomanagementsystems erfolgen sowohl auf Ebene der Geschäftsführung, als auch dezentral auf der Ebene der Bereichsleiter. Neu erkannte oder veränderte Risiken werden zeitnah an die Geschäftsführung gemeldet. Die Geschäftsführung informiert sich je nach Bedarf über die Risikosituation im Unternehmen. Hierbei stellen kurze Informationswege, eine offene Kommunikationskultur und flache Hierarchien sicher, dass wichtige Risikoinformationen umgehend an die Geschäftsführung gelangen. Neben der Beobachtung allgemeiner geschäftlicher Risiken findet eine Analyse möglicher Abweichungen von der Unternehmensplanung durch das Controlling statt. Hierbei werden monatlich die Planzahlen mit den tatsächlichen Ergebnissen verglichen und Abweichungen erläutert. Hauptrisiken (Nettodarstellung), absteigend nach ihrer Bedeutung für das Unternehmen, sieht das Novaled Management in a) aufkommenden Fälschungen unseres Hauptproduktes durch etwaige chinesische Firmen, b) dem neu etablierten Prozess des Recyclings von OLED-Materialproduktionsrückständen durch die Kunden und c) erwartetem Wettbewerb aufgrund der technischen und wirtschaftlichen Attraktivität der Novaled Dotierstoffe. Diese Punkte stellen sich im Einzelnen wie folgt dar: zu a): Durch vermehrte Indikationen wurde unsererseits festgestellt, dass illegal gefertigte Kopien von Novaled Materialien am chinesischen Markt erhältlich sind und diese auch in Displays verbaut werden. Auch wenn nach Möglichkeit Gegenmaßnahmen (wie beispielsweise anwaltliche Warnungen an mutmaßliche Unternehmen) ergriffen werden, steigt damit das Risiko der Umsatzminderung, insbesondere in einem stark wachsenden chinesischen Markt. zu b): Aufgrund der Wiederverwendung von recyceltem OLED-Material für die Display-Herstellung bei unseren Großkunden ergibt sich das Risiko sinkender Umsätze für den Verkauf von OLED-Material. Eine Kompensation des Risikos wird hierbei angestrebt durch die Markteinführung neuer zusätzlicher Produkte sowie die Erschließung neuer Kunden und Märkte. zu c): Die OLED-Technologie hat sich im Displaybereich weitgehend durchgesetzt, und die am Markt platzierten Novaled-Materialien haben sich dabei als Industriestandard erwiesen. Aufgrund der technischen und wirtschaftlichen Attraktivität der Novaled Dotierstoffe besteht sowohl ein Wettbewerbs- als auch ein Verdrängungsrisiko durch andere/ neue Technologien im Displaybereich. Zusätzlich zu den Risiken, die durch das Unternehmen festgestellt werden, gibt es seit Februar 2022 durch den Angriffskrieg von Russland gegen die Ukraine ein weiteres Risiko, welches einen Einfluss auf die Unternehmensentwicklung haben könnte. Embargos und daraus resultierende Änderungen in den Lieferwegen wurden sicher in die Prozessabläufe integriert und diesen durch entsprechende Anpassungen der Zeitschienen begegnet. Zum jetzigen Zeitpunkt wird auch bei weiterhin andauerndem Konflikt der Einfluss auf die Geschäftsentwicklung als nicht wesentlich eingeschätzt, jedoch sorgfältig beobachtet. Die erwartete Energie-Verknappung ist nicht in diesem Maße eingetreten, Novaled hat jedoch die weitreichenden Energiesparmaßnahmen, die in 2022 eingeleitet wurden, aufgrund ihrer Nachhaltigkeit in 2023 fortgesetzt. Es kam zu keinem Zeitpunkt zu Einschränkungen des Geschäftsbetriebes aufgrund dieser Maßnahmen. Ferner wurde die Planung des Einsatzes von erneuerbaren Energien fortgesetzt. Im Rahmen der Chemikalienverordnung (EG) Nr. 1907/2006 zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH) wurde am 13.01.2023 ein PFAS-Beschränkungsvorschlag eingereicht. Aufgrund des Verdachtes der Schädigung der Gesundheit und der Umwelt ist die Beschränkung von sogenannten Per- und polyfluorierten Alkylverbindungen (kurz PFAS) geplant, die in vielen alltäglichen Produkten jedoch auch Industrieprodukten und -prozessen verwendet werden. Der veröffentlichte Beschränkungsvorschlag wird sich auf die zukünftige Entwicklung von neuen Produkten auswirken. Auch wenn er sich derzeit noch in der Bewertung der Europäischen Chemikalienagentur ECHA befindet, reagieren bereits einige Kunden durch die Anforderung von PFAS-freiem Material. Das derzeitig für den Hauptumsatz relevante Hauptprodukt ist von dem Beschränkungsprozess nicht betroffen. Der derzeit laufende Beschränkungsprozess bietet jedoch auch Chancen. Durch die langjährige Erfahrung bei der Entwicklung neuer Materialien, kann Novaled als einer der Ersten die Märkte auch mit PFAS-freien Materialien bedienen. Im Hinblick auf Finanzrisiken sieht das Unternehmen, mit Ausnahme des zuvor erläuterten Marktrisikos, keine größeren Herausforderungen. Im Zuge des Risikomanagements wurden bereits mehrere Maßnahmen ergriffen um eventuell existierende Finanzrisiken zu minimieren. Dem Forderungsausfallrisiko wird seit dem Jahr 2020 durch den Abschluss einer Forderungsausfallversicherung entgegengewirkt. Demnach ist das Finanzrisiko an dieser Stelle von untergeordneter Bedeutung. Ein weiteres Finanzrisiko könnte das Wechselkursrisiko darstellen. Die meisten Umsätze und damit offene Forderungen zum Stichtag lauten auf US-Dollar. Durch mehrfach tägliche Kontrolle der Wechselkursentwicklung und existierende US-Dollar Kreditlinien wird dieses Risiko ebenfalls seit mehreren Jahren begrenzt. 3. Zusammenfassende Darstellung Unsere wirtschaftlichen Chancen ergeben sich vor allem aus dem wieder erwarteten Wachstum des Displaymarktes im Bereich OLED-Bildschirme. Risiken bestehen durch die Fälschung unserer Materialien und das Recycling dieser. Aus Sicht der Geschäftsführung liegen keine bestandsgefährdenden Risiken vor. Dennoch stellen der Russland-Ukraine Konflikt sowie andere weltweite politische Unruhen und die damit einhergehenden Unsicherheiten sowie angestiegene Inflationsraten eine globale Herausforderung dar, deren Auswirkungen zum derzeitigen Stand noch nicht vollumfänglich absehbar sind.
1 UBI Research Annual Medium & Large Amoled
Display Market Track, 1Q2024
Dresden, den 8. August 2024 Novaled GmbH, Dresden Gerd Günther, Geschäftsführer Munho Jang, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für 2023Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Der Jahresabschluss ist in EUR aufgestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer (zwischen 3 und 15 Jahren) um planmäßige lineare Abschreibungen (pro rata temporis) vermindert. Die von der Gesellschaft erworbenen Patente werden über eine Laufzeit von 15 Jahren und die Geschmacksmuster über eine Laufzeit von 10 Jahren linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vornahme der Abschreibungen erfolgt linear (pro rata temporis) unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Abschreibung materieller Wirtschaftsgüter ist für Gebäude 30-40 Jahre, Außenanlagen 6-22 Jahre, technische Anlagen und Maschinen 5-10 Jahre, Betriebsvorrichtungen 5-15 Jahre sowie für Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-12 Jahre. Wirtschaftsgüter bis zu Netto-Einzelanschaffungskosten von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Waren betreffen ausschließlich angeschaffte Erzeugnisse. Sie sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Bei den geleisteten Anzahlungen auf Vorräte handelt es sich zum Nennwert bewertete Zahlungen für noch nicht ausgeführte Lieferungen oder Leistungen an Lieferanten. Die Bewertung erfolgt unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt; das allgemeine Kreditrisiko wurde durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Flüssige Mittel sind zum Nennwert bewertet. Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschluss-Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert bewertet. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, sofern vorhanden, wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt, abgezinst. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Für die Ermittlung wurde ein Steuersatz von 31,58 % verwendet. Aktive latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus temporären Differenzen in den Bilanzposten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Rückstellungen. Diese wurden unter Verzicht der Ausnutzung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht bilanziert. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Erläuterungen zur Bilanz Bruttoanlagespiegel Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen Gesellschafter i. H. v. TEUR 14.219 (Vorjahr TEUR 6.491) resultieren aus Lieferungen und Leistungen und sind zugleich Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Forderungen gegen verbundene Unternehmen i. H. v. TEUR 310.463 (Vorjahr TEUR 280.606) betreffen im Wesentlichen drei ausgereichte Darlehen einschließlich Zinsen an verbundene Unternehmen, davon ein Darlehen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr TEUR 60.000 (Vorjahr TEUR 240.000) und zwei Darlehen mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr TEUR 250 (Vorjahr TEUR 40). Diese Forderungen sind mit einer Bürgschaft des Hauptanteileigners besichert. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Mietkautionen in Höhe von TEUR 14 (Vorjahr TEUR 15) enthalten, die eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen. Alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände weisen eine Restlaufzeit wie im Vorjahr bis zu einem Jahr auf. Eigenkapital Der Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 entwickelt sich wie folgt: [Dieses Bild muss noch mit der eBAnz Converter Funktion hochgeladen und zugewiesen werden.] Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage hat sich zum Vorjahr nicht verändert. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen aus Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten und ausstehenden Rechnungen für Lieferungen und Leistungen TEUR 1.042 (Vorjahr TEUR 754) sowie personalbezogenen Rückstellungen in Höhe von TEUR 449 (Vorjahr TEUR 463). Des Weiteren beinhalten die sonstigen Rückstellungen ebenso Rückstellungen für Kosten der Abschlusserstellung und -prüfung über TEUR 195 (Vorjahr TEUR 191) sowie aus Rückstellungen für Erfindervergütungen TEUR 250 (Vorjahr TEUR 212). Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt. Verbindlichkeitenspiegel in EUR [Dieses Bild muss noch mit der eBAnz Converter Funktion hochgeladen und zugewiesen werden.] [Dieses Bild muss noch mit der eBAnz Converter Funktion hochgeladen und zugewiesen werden.] Die nachfolgende Darstellung zeigt die Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten:
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter (zugleich Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen) i. H. v. TEUR 117 (Vorjahr TEUR 102) betreffen sonstige Verbindlichkeiten. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen i. H. v. TEUR 41 (Vorjahr TEUR 102) beinhalten ausschließlich weitere sonstige Verbindlichkeiten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen Bestellobligos für Investitionen i. H. v. annähernd TEUR 580 für das nächste Jahr. Darüber hinaus bestehen Leasingverpflichtungen in Höhe von TEUR 57 für 2024 bis 2026, davon sind TEUR 29 innerhalb eines Jahres fällig. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert: [Dieses Bild muss noch mit der eBAnz Converter Funktion hochgeladen und zugewiesen werden.] Die Umsatzerlöse, welche im Wesentlichen aus dem Verkauf von Materialien an Kunden gemäß der folgenden geografischen Verteilung resultieren, entfallen auf folgende Länder:
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 85 (Vorjahr TEUR 173), Erträge aus der Herabsetzung der Pauschalwertberichtigung TEUR 27 (Vorjahr TEUR 2) sowie sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr TEUR 3) enthalten. Weitere sonstige Erträge resultieren aus Zuschüssen für Energie in Höhe von TEUR 266 (Vorjahr TEUR 0), , Versicherungsentschädigungen TEUR 4 (Vorjahr TEUR 5) sowie aus Erträgen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 2.320 (Vorjahr TEUR 2.314). Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 40 (Vorjahr TEUR 241) enthalten. Darüber hinaus sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 3.245 (Vorjahr TEUR 5.474) ausgewiesen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betragen TEUR 15.074 (Vorjahr TEUR 30.992), dies entspricht der Mindeststeuer gemäß dem Mindeststeuergesetz vom 21. Dezember 2023. Sonstige Angaben Angaben zum Sitz des Unternehmens Die Novaled GmbH hat ihren Sitz in der Elisabeth-Boer-Straße 9, 01099 Dresden. Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Dresden unter HRB 32931 geführt. Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen: • Frau BongOk Kim, Vorsitzende, Senior Vice President Samsung SDI Co. Ltd., Suwon, Republik Korea • Herr Jeewook Kim, einfaches Mitglied, Managing Director Samsung Electronics Netherlands, Schiphol, Niederlande • Herr Dong Sub Lee, einfaches Mitglied, Vice President, Samsung SDI Co. Ltd., Yongin-si, Republik Korea (bis 03.01.2023) • Herr Chulhwan Moon, einfaches Mitglied, Vice President Samsung SDI Co. Ltd., Yongin-si, Republik Korea (ab 03.01.2023) • Herr Chi-Jin Kim, einfaches Mitglied, Vice President, Samsung SDI Co. Ltd., Yongin-si, Republik Korea (bis 03.01.2023) • Herr Kyongho Yoon, einfaches Mitglied, Vice President, Samsung SDI Co. Ltd., Yongin-si, Republik Korea (ab 03.01.2023) Im Geschäftsjahr 2023 hatten die Mitglieder des Aufsichtsrats keinen Anspruch auf Bezüge und haben keine erhalten. Geschäftsführung Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen: • Herr Gerd Günther, Vorsitzender Geschäftsführer Novaled GmbH • Herr Munho Jang, Geschäftsführer Finanzen Novaled GmbH • Herr Sangshin Lee, Geschäftsführer Technik Novaled GmbH (bis 30.11. 2023) • Herr Pyeong-Seok Cho, Geschäftsführer Technik Novaled GmbH (ab 01.12.2023) Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Bezüge der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2023 betrugen TEUR 1.151. Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der im Geschäftsjahr 2023 bei der Gesellschaft beschäftigten Arbeitnehmer (Angestellte) beträgt 140 (Vorjahr: 138). Davon waren in der Forschung und Entwicklung 90 (88) Mitarbeiter und in der Administration sowie Distribution 50 (50) Mitarbeiter beschäftigt. Abschluss und Prüfungskosten Das für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 52. GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 32.886.611,87 auf neue Rechnung vorzutragen. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Geschäftsvorfälle oder Ereignisse, welche einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Gesellschaft auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 haben, traten nach Abschluss des Geschäftsjahres nicht ein. Konzernzugehörigkeit 50,10 % des Stammkapitals wurden von Samsung SDI Co., Ltd., Giheung, Republik Korea, gehalten. Novaled wird in deren Konzernabschluss (kleinster Kreis) einbezogen. Der Konzernabschluss der Samsung SDI Co., Ltd. wird in den Konzernabschluss der Samsung Corporation, Seoul, Republik Korea, als oberste Konzernspitze (größter Kreis) einbezogen. Damit ist die Gesellschaft verbundenes Unternehmen zur Samsung Corporation und deren unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen. Die Konzernabschlüsse sind jeweils am Sitz der Gesellschaften erhältlich.
Dresden, den 8. August 2024 Novaled GmbH, Dresden Gerd Günther, Geschäftsführer Munho Jang, Geschäftsführer Pyeong-Seok Cho, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Novaled GmbH, Dresden Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Novaled GmbH, Dresden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Novaled GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dresden, den 8. August 2024 KPMG
AG
Lauer, Wirtschaftsprüfer Wächter, Wirtschaftsprüferin |
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