Stammdaten

Register
Amtsgericht Bremen HRB 18309 HB
Eingetragen
23.6.2005
Branche
PatentanwaltskanzleienErbringung sonstiger Vermittlungs- und Vermarktungsdienstleistungen für PatenteErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Gegenstand
Die Beratung von wissenschaftlichen Einrichtungen und Unternehmen im Bereich der gewerblichen Schutzrechte und deren Unterstützung bei der Anmeldung und Aufrechterhaltung sowie bei der wirtschaftlichen Verwertung gewerblicher Schutzrechte. Als regionales Patentinformationszentrum informiert und unterstützt sie im Auftrag des Landes Bremen und in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Patent- und Markenamt Unternehmen, Gründungen und wissenschaftliche Einrichtungen sowie die allgemeine Öffentlichkeit zum Thema gewerbliche Schutzrechte.

Historie

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Management

NameRolle
Jens Dr. Hoheisel
seit 3.6.2009
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (4)

NameAnteil
Universität Bremen
50.00%
Hochschule Bremen
25.00%
Hochschule Bremerhaven
12.50%
Hochschule für Künste
12.50%

Gesellschafter

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 4 angezeigt

Universität Bremen
Germany
12.800 €
50.00%
Hochschule Bremen
Germany
6.400 €
25.00%
Hochschule Bremerhaven
Germany
3.200 €
12.50%

Konzern- und Jahresabschlüsse

InnoWi GmbH

Bremen

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011

Lagebericht 2011

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

A.1 Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Die InnoWi GmbH wurde im März 2001 von der Bremer Investitionsgesellschaft mbH und den vier Bremer Hochschulen gegründet. Seit 2009 wird die InnoWi GmbH als 100 %-ige Hochschulgesellschaft geführt. Die Universität ist mit 50 % am Stammkapital der Gesellschaft beteiligt, die Hochschule Bremen mit 25 %, die Hochschule für Künste in Bremen und die Hochschule Bremerhaven jeweils mit 12,5 %.

Gegenstand der Gesellschaft ist die Beratung bei der wirtschaftlichen Verwertung von wissenschaftlichen Ergebnissen, Verfahren, Produkten und Materialien, deren marktgerechte Aufbereitung zu wirtschaftlich verwertbaren Objekten sowie die Vermittlung der wirtschaftlichen Verwertung. Seit Anfang 2002 ist die InnoWi GmbH zuständig für die Bewertung, Patentierung und Vermarktung von Erfindungen der vier Bremer Hochschulen sowie der Forschungsinstitute BIAS, BIBA und IWT. Dieser sogenannte Verbund wurde 2007 um sechs nordwest-niedersächsische Hochschulen und 2011 um das Faserinstitut Bremen e.V., Bremen sowie das OFFIS e.V - Institut für Informatik, Oldenburg, ein An-Institut der Universität Oldenburg, erweitert. Die insgesamt 15 Partner des Hochschulverbundes "Bremen/Nordwest-Niedersachsen für Patentverwertung" beauftragen die InnoWi GmbH exklusiv mit der Akquisition, Bewertung, Patentierung und Verwertung ihrer wissenschaftlichen Erfindungen. Den Wirtschaftsunternehmen bietet die InnoWi GmbH einen zentralen Zugang zu den Innovationen dieser Hochschulen.

Die schutzrechtliche Sicherung und die wirtschaftliche Verwertung von Forschungsergebnissen wird seit 2002 vom Bund (über das BMWI-Förderprogramm SIGNO) und von den Ländern Bremen und Niedersachsen gefördert. Die Förderungen zielen darauf ab über externe Patentverwertungsagenturen tragfähige Strukturen im Bereich der Patentverwertung flächendeckend für alle Hochschulen zu installieren.

A.2 Geschäftsverlauf und Ertragsentwicklung

Im Jahre 2011 war die InnoWi GmbH für ca. 3.000 patentrelevante Wissenschaftler/-innen aus den naturwissenschaftlichen und Ingenieurbereichen der Hochschulen im Gesamtprozess der Verwertung von Erfindungen zuständig. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um folgende Dienstleistungen:

Identifizierung und Erfassung von wissenschaftlichen Erfindungen

Prüfung und Bewertung dieser Erfindungen hinsichtlich der Patentierbarkeit und Verwertung

Initiierung und Management des Prozesses der schutzrechtlichen Sicherung

Management und aktive Vermarktung der Schutzrechte

Durchführung von Veranstaltungen und Workshops

Insgesamt leistete die InnoWi GmbH in 2011 insgesamt 669 Arbeitstage für die wissenschaftlichen Einrichtungen. 543 Arbeitstage entfielen auf das Land Bremen, 126 Arbeitstage auf die Hochschulen in Nordwest-Niedersachsen. Die Gesamterlöse der InnoWi GmbH aus diesen Dienstleistungen betrugen im Jahre 2011 insgesamt TEUR 535. Die Patentierungskosten (Patentanwaltskosten und amtliche Gebühren) betrugen TEUR 239, davon entfielen TEUR 48 auf Nordwest-Niedersachsen und TEUR 191 auf Bremen.

Die wissenschaftlichen Einrichtungen refinanzieren die Kosten für die Dienstleistungen und Patentierung durch einen Mix aus Bundes- und Landesmittel sowie einer Eigenbeteiligung. Die Bundesförderung betrug im Jahre 2011 insgesamt TEUR 286 *), die Kofinanzierung der beiden Länder Bremen und Niedersachsen insgesamt TEUR 295, die Eigenbeteiligung der wissenschaftlichen Einrichtungen TEUR 191. Die InnoWi GmbH beteiligte sich mit TEUR 17 an den Patentierungskosten der Bremer Partner.

Im Jahre 2011 bearbeitete die InnoWi GmbH insgesamt 61 neue Erfindungen aus den Hochschulen und Instituten und initiierte 28 prioritätsbegründende Schutzrechtsanmeldungen. Zum Stichtag 31. Dezember 2011 umfasste das von der InnoWi GmbH betreute Patentportfolio 159 Schutzrechtsfamilien, 136 Projekte befanden sich in der aktiven Vermarktung. Insgesamt wurden drei Projekte an Wirtschaftsunternehmen auslizenziert. Die Gesamteinnahmen betrugen in 2011 für die Hochschulen TEUR 25. Entsprechend den jeweiligen Vermarktungsverträgen erhielt die InnoWi GmbH davon Provisionserlöse in Höhe von TEUR 7.

*) Der Teilverbund Bremen erhält Netto-, der Teilverbund Nordwest-Niedersachsen Bruttoförderung, die Angaben erfolgen in Nettobeträgen.

Weitere Dienstleistungserlöse in Höhe von TEUR 24 konnten durch zusätzliche Aufträge von Hochschulen und Unternehmen erzielt werden.

Die InnoWi GmbH beteiligt sich aktiv in verschiedenen Netzwerken: In der TechnologieAllianz, die als bundesweiter Verband alle Patentverwertungsagenturen vertritt, im europäischen Transferverband ProTon Europe sowie in der WAB - Windenergie-Agentur, die als Netzwerk der Windenergiebranche in der Nordwest-Region und bundesweit Ansprechpartner für die Offshore-Windindustrie ist. In der TechnologieAllianz sowie ProTon Europe ist die InnoWi GmbH als Vorstandsmitglied vertreten.

Weitere Netzwerkpartner der InnoWi GmbH sind das PNZ (Patent- und Normenzentrum Bremen), das PIZ (Patent-Informations-Zentrum Kassel), das Enterprise Europe Network sowie die Existenzgründungsnetzwerke der Bremer Hochschulen - BRIDGE und des Landes Bremen - B.E.G.I.N.

A.3 Mitarbeiter/-innen

Zum 31. Dezember 2011 beschäftigte die InnoWi GmbH acht fest angestellte Mitarbeiterinnen mit insgesamt 6,38 Vollzeitäquivalenten (VZÄ). Zusätzlich wurde das Personal durch einen externen Mitarbeiter unterstützt.

Die Geschäftsführung ist auf zwei Personen verteilt: Ein fester Mitarbeiter arbeitet gleichzeitig als Innovationsmanager mit 0,75 VZÄ und mit 0,25 VZÄ als Geschäftsführer. Der zweite Teil der Geschäftsführung wird mit 0,5 VZÄ durch eine Angestellte der Universität Bremen übernommen, die außerdem die Projektleitung des Verbundes Bremen/Nordwest-Niedersachsen ausführt. Fünf Innovationsmanager/-innen mit insgesamt 3,75 VZÄ decken den Bedarf der unterschiedlichen naturwissenschaftlichen und technischen Disziplinen ab. Für die Bereiche Teamassistenz inkl. Fristenmanagement sowie Controlling/Finanzen standen zwei Mitarbeiterinnen mit insgesamt 1,6 VZÄ zur Verfügung.

B. Ertragslage

Die Ertragslage in 2011 war wie in den vergangenen Jahren gekennzeichnet durch Erträge aus Dienstleistungen der wissenschaftliche Einrichtungen im SIGNO-Fördervorhaben (s.o.), sonstige Dienstleistungen sowie sonstigen Erträgen durch Provisionserlöse aus der Lizenzierung der Hochschulerfindungen.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der InnoWi GmbH ist mit TEUR 4 im Jahr 2011 nahezu ausgeglichen. Den Aufwendungen von TEUR 827 stehen Erträge in Höhe von TEUR 831 gegenüber. Dabei sind die Erträge im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 110 gestiegen. Dieser Anstieg ergibt sich im Wesentlichen aus gestiegenen Dienstleistungserträgen und weiterberechneten Patentierungskosten.

Den weiterberechneten Patentierungskosten stehen entsprechende Aufwendungen gegenüber. Darüber hinaus sind die Aufwendungen im Wesentlichen aufgrund des Ausbaus der Personalstruktur in 2011 gestiegen.

C. Vermögens- und Finanzlage

Die Anlagenintensität reduzierte sich im Berichtsjahr von 4,4 % auf 3,0 %. Die Entwicklung ergibt sich aus dem Zugang von Anlagevermögen (TEUR 9) sowie Abschreibungen (TEUR 14). Nominell erfolgte eine Minderung des Anlagevermögens um TEUR 6. Die ausgewiesenen Forderungen waren im wesentlichen Anfang 2012 ausgeglichen.

Die Eigenkapitalquote verringerte sich im Berichtsjahr von 7,2 % auf 5,9 %. Der Rückgang der Rückstellungen von TEUR 27 ergibt sich im Wesentlichen aus in 2011 nicht zu bildenden Steuerrückstellungen und einer verminderten Rückstellung für Haftungsrisiken im Zusammenhang mit Patentanmeldungen. Die Verbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 26 erhöht. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Verbundpartnern handelt es sich um erhaltene Mittel für in Folgejahren entstehende Patentierungsaufwendungen aus den Jahren 2009 und 2010 (TEUR 90) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 79; Vorjahr: TEUR 1).

Die Gesellschaft war während des Geschäftsjahres jederzeit in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

D. Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung

Die wissenschaftlichen Einrichtungen des Verbundes Bremen/Nordwest-Niedersachsen erhalten im Rahmen der Bundesförderung "SIGNO Hochschulen" für die Jahre 2011 - 2013 weitere Bundesmittel für die Be- und Verwertung ihrer Erfindungen. Für die Dienstleistungen der InnoWi GmbH und die Patentierungskosten wurden jährlich insgesamt TEUR 613 (Bremen) und TEUR 158 (Niedersachsen) beantragt. Insgesamt wurden vom Bund Fördermittel in Höhe von TEUR 223 (Bremen) und TEUR 63 (Niedersachsen) bewilligt. Die restliche Finanzierung muss von den Ländern Bremen und Niedersachsen sowie den jeweiligen Hochschulen und der InnoWi GmbH übernommen werden. Zusagen für diese Kofinanzierung liegen von allen wissenschaftlichen Einrichtungen und dem Land Niedersachsen in benötigter Höhe vor.

Vom Land Bremen fehlen für das Jahr 2012 und 2013 noch entsprechende Zusagen, wobei für die beiden Geschäftsjahre eine Reduktion der Fördermittel auf TEUR 200 bzw. TEUR 150 vorgesehen ist. Voraussetzung für die Zusage des Landes Bremen ist die Vorlage eines tragfähigen Konzeptes der InnoWi GmbH für das Jahr 2014 und Folgejahre, das sich aktuell bei den Gesellschaftern in Abstimmung befindet.

Für das Jahr 2012 und 2013 erwartet die InnoWi GmbH Umsatzerlöse von jeweils TEUR 560 (für die Dienstleistungen der SIGNO-Förderung) und von TEUR 45 (für weitere Dienstleistungen für Hochschulen und Unternehmen).

Voraussetzung dafür ist, dass alle Hochschulen und Institute ihre beantragten Dienstleistungen abrufen sowie zusätzliche Aufträge erteilt werden. Zusammen mit den zu erwartenden Provisionen aus Lizenzeinnahmen und Patentverkäufen (TEUR 40 in 2012 bzw. TEUR 50 in 2013) soll die notwendige Finanzierung für die nächsten beiden Jahre sichergestellt werden.

Ein Risiko besteht darin, dass aufgrund der derzeitigen Abrechnungsmodalitäten eine zeitnahe Rechnungsstellung der Provisionserlöse verhindert wird. Zukünftig ist zu überlegen, ob die InnoWi GmbH im Namen der Hochschulen das Lizenzcontrolling übernimmt. Dadurch könnten fällige Provisionserlöse zeitnah angemahnt und Nachteile für die Liquiditäts- und Ertragslage der Gesellschaft vermieden werden.

E. Perspektiven und Prognose der künftigen Entwicklung

Das grundsätzliche Konzept der InnoWi GmbH, als zentrale und selbstständige Patentverwertungsagentur in der Region Nord-West, mit kompetenten Ansprechpartnern sowie Beund Verwertungspartnern vor Ort, soll weiterhin beibehalten werden. Es ist unter den Gesellschaftern der InnoWi GmbH Konsens, dass in Zukunft auch weitere wissenschaftliche Einrichtungen im Land und in der Nordwest-Region in den Verbund aufgenommen und betreut werden können.

Ein bedeutendes Risiko der Gesellschaft besteht darin, dass sich die Länder und der Bund nach 2014 ganz oder teilweise aus der Finanzierung der Patentverwertung zurückziehen, die Hochschulen diese Finanzierungslücke nicht auffangen und die Dienstleistungsaufträge an die InnoWi GmbH reduzieren. Können die fehlenden Einnahmen nicht durch zusätzliche Aufträge ausgeglichen werden, müsste in Folge Personal reduziert werden. Der Erhalt des momentanen Personalstammes in seiner gesamten intellektuellen Breite ist allerdings notwendige Voraussetzung, um sich zukünftig im steigenden Wettbewerb der Patentverwertungsagenturen erfolgreich positionieren zu können.

Kurzfristig ist von entscheidender Bedeutung, dass das Land Bremen der InnoWi GmbH die notwendigen Mittel für die Jahre 2012 und 2013 verbindlich zusagt. Weiterhin müssen die Provisionen aus Lizenzeinnahmen und Patentverkäufen in dem geplanten Umfang der Gesellschaft zufließen. Im Berichtsjahr konnten von den geplanten Provisionserlösen nur rund 35 % erwirtschaftet werden. Da die InnoWi GmbH auf die Abrechnung dieser Provisionen nur einen geringen Einfluss hat, besteht darin sowie hinsichtlich der verbindlichen Förderzusage des Landes Bremen ein bedeutendes, unter Umständen bestandsgefährdendes Risiko für die Gesellschaft.

Zur Erschließung weiterer Finanzierungsquellen wird auch eine Erweiterung des Gesellschafterkreises geprüft.

 

Bremen, den 30. Mai 2012

gez. Dr. Lieselotte Riegger

gez. Dr.-Ing. Jens Hoheisel

Bilanz

AKTIVA

31.12.2011
EUR
31.12.2010
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 2.752,00 7.116,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.735,00 9.146,00
10.487,00 16.262,00
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 4.966,38
2. Forderungen gegen Verbundpartner 255.527,40 122.769,73
3. Forderungen gegen die Freie Hansestadt Bremen 0,00 10.000,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 332,08 768,72
255.859,48 138.504,83
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 86.156,38 208.586,99
342.015,86 347.091,82
C. Rechnungsabgrenzungsposten 25,00 238,80
352.527,86 363.592,62

PASSIVA

31.12.2011
EUR
31.12.2010
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.600,00 25.600,00
II. Gewinnvortrag 500,69 193,10
III. Jahresfehlbetrag (Vorjahr Jahresüberschuss) -5.153,16 307,59
20.947,53 26.100,69
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen 4.904,00 10.787,00
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 13.509,00
2. Sonstige Rückstellungen 90.641,71 103.800,81
90.641,71 117.309,81
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 50.880,11 97.924,18
2. Verbindlichkeiten gegenüber Verbundpartnern 168.681,44 91.442,28
3. Sonstige Verbindlichkeiten 16.473,07 20.028,66
- davon aus Steuern: EUR 20.028,66 (Vorjahr: EUR 20.028,66)
236.034,62 209.395,12
352.527,86 363.592,62

Gewinn- und Verlustrechnung

2011
EUR
2010
EUR
1. Umsatzerlöse 574.990,00 502.808,90
2. Sonstige betriebliche Erträge 255.645,27 217.539,44
3. Materialaufwand -245.926,63 -183.500,76
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -293.142,29 -197.647,26
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -60.569,98 -43.039,97
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -14.417,99 -10.729,31
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -212.984,66 -271.523,42
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 262,39 0,79
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -80,59 -91,62
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 3.775,52 13.816,79
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -8.928,68 -13.509,20
11. Jahresfehlbetrag (Vorjahr: Jahresüberschuss) -5.153,16 307,59

Anhang für das Geschäftsjahr 2011

Allgemeine Hinweise

Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Absatz 1 HGB. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 ist gemäß § 8 des Gesellschaftsvertrags nach den handelsrechtlichen Vorschriften für große Kapitalgesellschaften aufgestellt worden. Größenabhängige Erleichterungen für kleine Kapitalgesellschaften wurden daher nicht in Anspruch genommen.

Die Gliederung der Bilanz zum 31. Dezember 2011 erfolgte gemäß § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurden unverändert beibehalten.

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen werden bei den immateriellen Vermögensgegenständen nach der linearen und bei den Sachanlagen für Vermögensgegenstände, die vor dem 1. Januar 2008 angeschafft wurden, grundsätzlich nach der degressiven Methode vorgenommen. Vermögensgegenstände, die nach dem 1. Januar 2008 angeschafft wurden, werden linear abgeschrieben. Die Abschreibungen erfolgen zeitanteilig. In den Geschäftsjahren 2008 und 2009 wurde für Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 ein Sammelposten gebildet. Dieser wird im Jahr der Bildung und in den folgenden vier Jahren mit je 20 % aufgelöst. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 150,00 (bis 2007 EUR 410,00) werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Ab dem Geschäftsjahr 2010 werden Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 410,00 im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie flüssige Mittel werden mit den Anschaffungskosten (in der Regel zum Nennwert) angesetzt.

Die Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen, das bis zum 31. Dezember 2008 angeschafft wurde, werden nicht von den Anschaffungskosten abgesetzt, sondern in einen Sonderposten eingestellt, der über die Nutzungsdauer der Investitionen ertragswirksam aufgelöst wird.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Soweit zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, bestehen, werden die sich daraus ergebenden Steuerbe- bzw. -entlastungen als latente Steuern angesetzt.

Ausschlaggebend für die Bewertung der aktiven latenten Steuern ist die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit der Umkehrung der Bewertungsunterschiede und der Nutzbarkeit der Verlustvorträge, die zu aktiven latenten Steuern geführt haben. Dies ist abhängig von der Entstehung künftiger steuerpflichtiger Gewinne während der Perioden, in denen sich steuerliche Bewertungsunterschiede umkehren und steuerliche Verlustvorträge geltend gemacht werden können. Grundlage für die Bewertung ist die Planung der Gesellschaft.

Die Bewertung der Differenzen erfolgt dabei auf der Grundlage der voraussichtlichen Steuersätze, welche im Zeitpunkt des Ausgleichs der Differenzen anzuwenden sind. Latente Steuern werden verrechnet angesetzt und nicht abgezinst.

Die latenten Steuern wurden mit einem Steuersatz von 31,23 % bewertet. Aktive latente Steuern beruhen aus Differenzen in Höhe von TEUR 33 bei den Rückstellungen. In Ausübung des Wahlrechts des § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB wurden aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 10 nicht angesetzt.

Um den besonderen Verhältnissen der Gesellschaft Rechnung zu tragen, werden die Forderungen und Verbindlichkeiten gegen bzw. gegenüber Gesellschaftern und weiteren Verbundpartnern zusammen unter den Bilanzposten Forderungen gegen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Verbundpartnern ausgewiesen.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2011 ist im Anlagenspiegel auf Seite 4 dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 5
Forderungen gegen Verbundpartner 256 123
Forderungen gegen die Freie Hansestadt Bremen 0 10
Sonstige Vermögensgegenstände 0 1
256 139

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen des Vorjahres handelt es sich um Verwertungsdienstleistungen für Auftraggeber.

Die Forderungen gegen Verbundpartner betreffen im Wesentlichen Verwertungsleistungen und somit Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Bei den Verbundpartnern handelt es sich um die nahestehenden Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen im Land Bremen und Nordwest-Niedersachsen.

Sämtliche Forderungen haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Anlagespiegel (s.u.)

Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 25.600,00 und ist in voller Höhe eingezahlt.

Gesellschafteranteile
%
Stand 31.12.2011
EUR
Universität Bremen, Bremen 50,00 12.800,00
Hochschule Bremen, Bremen 25,00 6.400,00
Hochschule Bremerhaven, Bremerhaven 12,50 3.200,00
Hochschule für Künste, Bremen 12,50 3.200,00
Gesamt 100,00 25.600,00

Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen

Die Investitionszuschüsse wurden gemäß Zuwendungsbescheid des Senators für Wirtschaft und Häfen vom 21. Mai 2001 und der Änderungsbescheide vom 21. Oktober 2002,4. Mai 2005 und 28. Dezember 2006 für Anschaffungen bis zum 31. Dezember 2008 gewährt.

TEUR
Stand 1. Januar 2011 11
Auflösung Abschreibungen, Abgänge -6
Stand 31. Dezember 2011 5

Sonstige Rückstellungen

Der Posten setzt sich zusammen aus Rückstellungen für Jahresabschlusskosten (TEUR 5), Steuerberatungskosten (TEUR 1), ausstehende Urlaubsansprüche und geleistete Überstunden (TEUR 12), Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen (TEUR 14), Haftungen für Patentanmeldungen (TEUR 33) sowie für ausstehende Rechnungen (TEUR 26).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Verbundpartnern resultieren aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 62), dem Eigenanteil der InnoWi GmbH (TEUR 17) sowie im Voraus erhaltenen Mitteln für in Folgejahre entstehende Patentierungsaufwendungen (TEUR 90).

Die Restlaufzeiten sämtlicher Verbindlichkeiten liegen innerhalb eines Jahres.

Über branchenübliche Eigentumsvorbehalte hinaus sind für Verbindlichkeiten keine Sicherheiten bestellt.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Dienstleistungserträge (Verbund Bremen) 435 379
Dienstleistungserträge (Verbund Nord-West-Niedersachsen) 101 78
Lizenzerlöse 7 29
Übrige 32 17
575 503

Sonstige betriebliche Erträge

Die Weiterbelastungen von Patentierungsaufwendungen an die Hochschulen und den Verbund Patentverwaltung Nord-West betrugen im Geschäftsjahr TEUR 238 (2010: TEUR 153).

Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge resultieren aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 13) und den Erträgen aus der Auflösung des Sonderpostens (TEUR 6).

Materialaufwand

Unter den Materialaufwendungen werden Aufwendungen für bezogene Leistungen, insbesondere Patentanwälte, Aufwendungen für Patentierungskosten und andere in Höhe von TEUR 245 (Vorjahr: TEUR 184) ausgewiesen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Kosten für Fremdleistungen (TEUR 78, Vorjahr: TEUR 94), Präsentationskosten (TEUR 27; Vorjahr: TEUR 2), Raumkosten in Höhe von TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 19) sowie Verwaltungsaufwendungen (TEUR 35, Vorjahr: TEUR 26).

Sonstige Angaben

Anzahl der Mitarbeiter

In 2011 waren 8 Mitarbeiter im Sinne von § 285 Nr. 7 HGB beschäftigt.

Geschäftsführung

Frau Dr. Lieselotte Riegger, Bremen, hauptberuflich tätig als Mitarbeiterin bei der Universität Bremen.

Herr Dr. Jens Hoheisel, Bremen, hauptberuflich Geschäftsführer der InnoWi GmbH, Bremen.

Honorar Abschlussprüfer

Für Abschlussprüfungsleistungen wurden TEUR 5 aufgewendet.

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Nahestehende Unternehmen und Personen der InnoWi GmbH, Bremen, sind die Gesellschafter der InnoWi GmbH, Bremen, sowie der Freien Hansestadt Bremen und deren Beteiligungen. Die Transaktionen mit den Gesellschaftern und der Freien Hansestadt Bremen und deren Beteiligungen sind ausnahmslos der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zuzurechnen. Der Umfang der Geschäftsbeziehungen ist in der folgenden Übersicht dargestellt:

Gesellschafter
TEUR
Freie Hansestadt Bremen
TEUR
Beteiligungen der Freien Hansestadt Bremen
TEUR
Summe Forderungen 226 0 0
Summe Verbindlichkeiten 169 0 0
Summe Erträge 648 0 0
Summe Aufwendungen 135 0 0

 

Bremen, den 30. Mai 2012

gez. Dr. Lieselotte Riegger, Geschäftsführerin

gez. Dr. Jens Hoheisel, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungskosten
01.01.2011
Zugänge
Abgänge
31.12.2011
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 23.210,20 0,00 3.589,00 19.621,20
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 44.821,84 8.941,99 6.331,00 47.432,83
68.032,04 8.941,99 9.920,00 67.054,03
Abschreibungen
01.01.2011
Zugänge
Abgänge
31.12.2011
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 16.094,20 4.066,00 3.291,00 16.869,20
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 35.675,84 10.351,99 6.330,00 39.697,83
51.770,04 14.417,99 9.621,00 56.567,03
Buchwerte
31.12.2011
31.12.2010
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 2.752,00 7.116,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.735,00 9.146,00
10.487,00 16.262,00

F. WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS

Nach dem Ergebnis unserer Prüfung haben sich Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit der Buchführung und des Jahresabschlusses nicht ergeben. Nachfolgend geben wir den erteilten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk wieder:

"Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers An die InnoWi GmbH, Bremen

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der InnoWi GmbH, Bremen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht hin. Dort ist in Abschnitt E. ausgeführt, dass der Fortbestand der Gesellschaft gefährdet ist."

 

Bremen, den 30. Mai 2012

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