Stammdaten

Register
Amtsgericht Hanau HRB 91564
Eingetragen
29.3.2005
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Der Handel mit und der Vertrieb von Gummi-, Kunststoff-, Plastik- und Metallerzeugnissen und andere Erzeugnissen gleicher oder ähnlicher Art sowie von Maschinen, Werkzeugen und anderem Zubehör zur Herstellung solcher Erzeugnisse, und das Halten und Verwalten (einschließlich Erwerb und Veräußerung) eigenen Vermögens, insbesondere von Unternehmen, die solche Erzeugnisse sowie Maschinen, Werkzeuge und anderes Zubehör zur Herstellung solcher Erzeugnisse entwickeln, produzieren und vertreiben oder mit solchen Erzeugnissen, Maschinen, Werkzeugen und anderem Zubehör handeln, sowie die Wahrnehmung von Holdingfunktionen und die Erbringung von Dienst-, Beratungs- und sonstigen ähnlichen Leistungen für solche Unternehmen. Gegenstand des Unternehmens ist des Weiteren die Planung und Realisierung von Bauten jeglicher Art, einschließlich von Umbauten und Renovationen sowie der Erbringung von Architektur- und Ingenieurleistungen, insbesondere für verbundene Unternehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Carola Maria Jäger
seit 20.3.2015
Prokura
Andreas Heuser
seit 17.10.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Samvardhana Motherson International Ltd.IND
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Samvardhana Motherson International Ltd.
India
250.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MSSL GmbH

Bruchköbel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Wir, die EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden.

Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2017 zugrunde.

Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht.

Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert.

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

a. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Gesellschaft ist ein Unternehmen der Motherson Gruppe. Die Motherson Gruppe ist unter den 25 größten Anbietern von Komplettsystemlösungen für die globale Automobilindustrie und bedient eine Vielzahl weiterer Branchen wie Eisenbahn, Luft- und Raumfahrt, Medizin, IT und Logistik. Die Gruppe ist mit über 350 Standorten in 42 Ländern vertreten und verfügt über ein diversifiziertes Produkt- und Leistungsportfolio, welches insbesondere elektrische Verteilungssysteme, Rückspiegel, Kamerasysteme, Front-End-Module, Cockpits, Klima-systeme, Leuchten, Fahrerkabinen für Nutzfahrzeuge, Kunststoffverarbeitung, Elastomere-Verarbeitung, Kunststoffspritzguss-formen, IT-Dienstleistungen und Entwicklungsdienstleistungen beinhaltet. Die Gruppe be-schäftigt gegenwärtig über 190.000 Mitarbeiter weltweit und hat im Geschäftsjahr 2022-23 ein Umsatz in Höhe von ca. USD 9,6 Mrd. erwirtschaftet.

Die Gesellschaft hat im Wesentlichen zwei Geschäftsfelder.

Als eines von weltweit 6 "Chairman ́s Offices" der Gruppe, gehört es zu den Aufgaben, bei der Umsetzung und Verwirklichung der Unternehmensziele in Europa zu unterstützen. Die Gesellschaft konzentriert sich ausschließlich auf die Region Europa und Nord Afrika. In dieser Funktion unterstützt die Gesellschaft Gruppengesellschaften in zentralen Bereichen wie Finanzen, Human Capital, Versicherungsmanagement, Marketing, Internal Audit, Rechtsberatung, Steuern als auch bei der Planung und Umsetzung von Bauprojekten. Ferner unterstützt die Gesellschaft bei Akquisitionsprojekten in Europa.

Des Weiteren handelt die Gesellschaft mit Elastomer- und Kunststoffteilen für die Automobilindustrie, die bei Schwestergesellschaften im Ausland eingekauft und an vorwiegend Drittkunden weiterveräußert werden.

b. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft tätigt keinerlei Forschung und Produktentwicklung.

2. Wirtschaftsbericht

a. Rahmenbedingungen

Durch die herrschende Inflation und die anhaltenden politischen Spannungen, ging der internationale Währungsfonds (IMF) für das Jahr 2023 ursprünglich lediglich von einer Wachstumsrate von 2,9 Prozent aus. Nach neusten Schätzungen wurde diese Annahme leicht übertroffen und die Weltwirtschaft wuchs um 3,1 Prozent gegenüber dem Jahr 2022. Dass die ursprünglichen Annahmen übertroffen wurden, liegt hauptsächlich an den Inflationszahlen, welche schneller zurückgehen als erwartet. Im Schnitt lag die globale Inflation im Jahr 2023 bei ungefähr 6,3 Prozent. Der Rückgang liegt an verschiedenen Gründen. Die großen Zentralbanken haben die hohen Leitzinsen aus dem Jahr 2022 beibehalten, beziehungsweise teilweise noch weiter erhöht, um die Inflation zu reduzieren. Eine Ausnahme ist hier China, wo keine Inflation mehr herrschte und die Zentralbank in der zweiten Jahreshälfte den Leitzins senken konnte. Weitere Faktoren, welche die Beruhigung der Inflation begünstigten, sind beispielsweise die Energiekosten, welche sich im Verlauf des Jahres verringerten oder auch die Entwicklung des Arbeitsmarktes. Durch ein erhöhtes Angebot an Arbeitskräften hat sich die globale Situation an vakanten Stellen verbessert. 1

1 World Economic Outlook Update, January 2024: Moderating Inflation and Steady Growth Open Path to Soft Landing (imf.org)

Die Wirtschaftsleistung der Eurozone erhöhte sich 2023 um lediglich 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, als noch 3,5 Prozent Wirtschafts-wachstum erzielt werden konnten. Das lag größtenteils an der Kaufkraft der privaten Haushalte, geldpolitischen Straffungen, der partiellen Rücknahme fiskalpolitischer Unterstützungen und an sinkender Auslandsnachfrage. Die Inflationsrate lag im Jahr 2023 mit 5,4 Prozent weiterhin ungewöhnlich hoch. Zwar ist dieser Wert niedriger als die Inflationsrate des Jahres 2022, als es noch 8,4 Prozent waren, allerdings ist das geringe Wirtschaftswachstum somit mehr als neutralisiert. Hauptursache für den Rückgang der Inflation gegen-über dem Vorjahr waren gesunkene Energiepreise. Zudem war die Konsum-laune und damit auch die Wirtschaftsleistung in der zweiten Jahreshälfte schwach, was zusätzlichen Druck auf die Preisentwicklung von Waren und Dienstleistungen ausübt und so die Inflation dämpft. 2

2 Winterprognose 2024 (europa.eu)

Das reale Bruttoinlandsprodukt in den USA wuchs im abgelaufenen Jahr um 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, als nur 1,9 Prozent Wachstum erzielt werden konnten. Dieses Wachstum liegt vor Allem an privaten Konsum-ausgaben und Anlageinvestitionen, sowie an Exporten. Somit war das Wirt-schaftswachstum der USA um mehr als ein Prozent höher als erwartet. 3 Der Arbeitsmarkt blieb durch das Jahr relativ stabil. Nach durchschnittlich 3,5 Prozent Arbeitslosenquote im Vorjahr verschlechterte sich die Situation im Jahr 2023 minimal und das Jahr endete mit einer durchschnittlichen Arbeitslosenquote von 3,6 Prozent. 4 Die Inflationsrate in den USA betrug 3,4 Prozent im Dezember. Ziel der US-Notenbank Fed ist ein Wert von 2,0 Prozent, weshalb das Niveau des Leitzinses weiterhin bei über 5 Prozent liegt. 5

3 Gross Domestic Product, Fourth Quarter and Year 2023 (Second Estimate) | U.S. Bureau of Economic Analysis (BEA)

4 Regional and State Unemployment - 2023 Annual Averages (bls.gov)

5 United States Inflation Rate (tradingeconomics.com)

Nachdem China im Jahr 2022 mit 3,0 Prozent Wirtschaftswachstum zum ersten Mal seit 40 Jahren hinter dem globalen Schnitt zurückblieb, konnte im Jahr 2023 wieder ein starkes Plus der Wirtschaftsleistung verzeichnet werden und China trat erneut als der globale Wachstumstreiber auf. Mit einem Wachstum von 5,2 Prozent lag die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt deutlich über dem globalen Durchschnitt. Der Arbeitsmarkt entwickelte sich leicht positiv, die Arbeitslosenquote für das Jahr 2023 lag bei 5,2 Prozent und damit etwas niedriger als im Vorjahr. 6 Die Inflationsrate betrug im Jahres-schnitt 2023 lediglich 0,2 Prozent. Während zum Jahresbeginn noch eine geringe Inflation herrschte lagen die Konsumentenpreise zum Jahresende sogar unter dem Vorjahresniveau, da Logistik- und Nahrungsmittelpreise gesunken sind. 7

6 STATISTICAL COMMUNIQUÉ OF THE PEOPLE'S REPUBLIC OF CHINA ON THE 2023 NATIONAL ECONOMIC AND SOCIAL DEVELOPMENT[1] (stats.gov.cn)

7 China Inflation Rate (tradingeconomics.com)

In den weiteren Regionen der Welt zeigte sich größtenteils ein Wirtschafts-wachstum, allerdings mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Für Indien schätzt der IMF ein Wachstum von 6,7 Prozent für das Jahr 2023. In Brasilien wuchs die Wirtschaft mit 3,1 Prozent, in Mexiko sogar mit 3,4 Prozent. Russland konnte erstmals seit Beginn des Kriegs gegen die Ukraine wieder wirtschaftlich wachsen. Wenn auch auf geringerem Niveau, dennoch wuchs die Wirtschaftsleistung gegenüber dem Jahr 2022 um 3,0 Prozent. 8

8 World Economic Outlook Update, January 2024: Moderating Inflation and Steady Growth Open Path to Soft Landing (imf.org)

Im Jahr 2023 steigerte sich der globale Absatz von PKW signifikant. Mit einer Steigerung von fast 10 Prozent wurden ungefähr 75,6 Millionen Einheiten verkauft. Dies lag zum größten Teil daran, dass die durch die Lieferketten-situation aufgestaute Nachfrage aus 2022 gesättigt wurde. Zwar ist die Lieferkette nach wie vor nicht komplett erholt, vor allem wegen neuer Probleme auf dem Roten Meer, welche den Suezkanal teilweise blockieren. Doch mittlerweile ist die Lage für die Automobilhersteller besser kalkulierbar und so kann ein Großteil der Nachfrage gedeckt werden. 9

9 Weltmarkt erholt sich langsam (vda.de)

Der chinesische Automobilmarkt wuchs im Jahr 2023 mit 4,5 Prozent Wachstum geringer als der globale Schnitt. Dies liegt aber hauptsächlich daran, dass der Halbleitermangel im Jahr 2022 kein wirkliches Problem für die Produktion und den Absatz in dem größten PKW-Markt der Welt darstellte und so auch 2022 ein hohes Absatzniveau erreicht wurde. In Summe lag der Absatz bei über 22 Millionen Einheiten, was bedeutet, dass fast 31 Prozent der globalen Verkäufe in China stattfanden. Die inländische Produktion wuchs 2023 mit 9,1 Prozent stärker als die inländischen Verkäufe, die Zahl der aus China exportierten Fahrzeuge steigt stetig.

Der US-Amerikanische PKW Markt konnte sich nach dem extrem schwachen Jahr 2022 deutlich erholen. Die entspannte Halbleitersituation und die gesunkene Inflation haben sowohl das Angebot als auch die Nachfrage positiv beeinflusst, weshalb die Verkaufszahlen um 14,4 Prozent auf über 12 Millionen Fahrzeuge wachsen konnten. Dabei ist die inländische Produktion nur um 8,5 Prozent gewachsen, was bedeutet, dass sich die Importe in den US Markt prozentual erhöht haben.

Der europäische Automobilmarkt zeigte ein ähnliches Bild der Erholung. Nachdem im Jahr 2022 durch hohe Kostenstrukturen, unterbrochenen Lieferketten und dem anhaltenden Krieg in der Ukraine nur verhältnismäßig wenig PKW verkauft werden konnten, wuchs der Absatz im Jahr 2023 um 18,6 Prozent. Besonders fallen dabei die Wachstumsraten der Märkte Russland, Ukraine und Türkei auf, welche um die 60 Prozent betrugen, wenn auch auf sehr niedrigem Niveau. Bei dem Blick auf die relevanten, großen Märkte in Europa zeigt sich bis auf Deutschland ein einheitliches Bild. Der deutsche Markt ist nach wie vor der größte innerhalb Europas, konnte 2023 aber nur um 7,3 Prozent wachsen, was zwar eine hohe Rate ist aber deutlich hinter dem Durchschnitt zurückbleibt. Die Märkte Frankreich (+16,1 Prozent), Italien (+18,9 Prozent), Spanien (+16,7 Prozent) und Großbritannien (+17,9 Prozent) zeigten eine deutlich stärkere Erholung und bilden in etwa den europäischen Schnitt ab. Dass der Absatz, trotz dieser enormen Wachstumsraten, noch deutlich unter dem Niveau vor der Corona Pandemie liegt, verdeutlicht erneut wie signifikant der Markt durch eben diese zusammenbrach. Betrachtet man die Antriebsarten der verkauften PKW gab es eine Veränderung der Reihenfolge der beliebtesten Antriebsarten. Während Benzinfahrzeuge vor Hybridfahrzeugen auf Platz 1 blieben, ver-drängten reine Elektrofahrzeuge den Diesel auf Platz 4.

Auch in den restlichen relevanten Automobilmärkten konnte ein gesteigerter Absatz verzeichnet werden. Der japanische Markt verzeichnete eine starke Absatzsteigerung und wuchs 2023 um 15,8 Prozent, auch hier zeigte die Erholung in den Lieferketten ihre Wirkung und die Nachfrage konnte gedeckt werden. Die Verkäufe in Indien (+8,5 Prozent), Brasilien (+9,2 Prozent) und Südkorea (+5,2 Prozent) zeigten allesamt eine solide Steigerung. Das etwas geringere Wachstum in Südkorea wird größtenteils dadurch erklärt, dass die Regierung ein Hilfspaket zur Steuerentlastung im Juni des Jahres auslaufen lies. 10

10 Economic_and_Market_Report-Full_year_2023.pdf (acea.auto)

b. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Der Umsatz des Handelsgeschäftes ist im Berichtszeitraum deutlich um 6.189 TEUR auf 28.166 TEUR gestiegen (Vorjahreswert: 21.977 TEUR). Der geplante Umsatz von 30.723 konnte nicht erreicht werden. Die Materialeinsatzquote beträgt 96 % (Vorjahr: 93 %). Die sonstigen Auf-wendungen sind gegenüber dem Vorjahr gesunken und liegen bei 824 TEUR (Vorjahr: 1.325 TEUR). Das Ergebnis vor Steuern beträgt 144 TEUR (Vorjahr: 127 TEUR) und liegt damit nur leicht unter dem prognostizierten Ergebnis in Höhe von 166 TEUR.

Im Bereich der Chairman ́s Office Tätigkeiten wurde im Berichtszeitraum ein Umsatz in Höhe von 17.676 TEUR (Vorjahr: 15.208 TEUR) erzielt. Der im Vorjahr für 2023 prognostizierte Umsatz i.H.v. 15.704 TEUR wurde damit um 1.972 TEUR übertroffen. Der Jahresfehlbetrag beläuft sich auf 1.913 TEUR (Vorjahr: -155 TEUR) und das Ergebnis vor Steuern beträgt -1.903 TEUR (Vorjahr: -123 TEUR). Die Gesellschaft verfehlte das im Rahmen der Planung gesteckte Ergebnisziel i.H.v. 141 TEUR.

Die Geschäftsführung ist insgesamt mit dem Geschäftsverlauf 2023 zufrieden. Der Jahresfehlbetrag ist maßgeblich durch die Abschreibung im Finanzanlagevermögen.

Die Gesellschaft hält zum Bilanzstichtag die nachfolgenden Beteiligungen:

Motherson Air Travel Agency GmbH, Bruchköbel zu 100 %

MSSL Advanced Polymers s.r.o., Dolní Ředice, Tschechische Republik zu 100 %

MOTHERSON TECHNO PRECISION MEXIKO S.A. de C. V., San Luis Potosí, Mexico zu 100 %

MSSL Germany Real Estate B.V. & Co KG, Bruchköbel, Kommandit-beteiligung von 89%

SMPD Real Estates BV & Co. KG, Bruchköbel, Kommanditbeteiligung von 11%

SMP Automotive Ex Real Estate BV & Co. KG, Bruchköbel, Kommanditbeteiligung von 11%

Ertragslage

Die Gesellschaft weist im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 1.768 TEUR aus (Vorjahr: -28 TEUR). Der Umsatz beträgt 45.842 TEUR (Vorjahr: 37.186 TEUR).

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf insgesamt 973 TEUR (Vorjahr: 468 TEUR).

Die Gesellschaft baut aufgrund der im 5-Jahres-Plan formulierten Ziele und der damit einhergehenden gestiegenen Anforderungen an die Gesellschaft zur Unterstützung der Gruppe in Europa Arbeitsplätze auf und hat Bedarf an hochqualifizierten Mitarbeitern. Aufgrund dessen erhöht sich der Personalaufwand um 1.302 TEUR und beträgt insgesamt 8.092 TEUR (Vorjahr: 6.790TEUR).

Der Materialaufwand hat sich aufgrund gestiegener Einstandspreise überproportional zum Umsatz erhöht.

Die Abschreibungen sind aufgrund des im Februar 2023 stattgefundenen Veräußerung des Grundbesitz in Bruchköbel an die MSSL Germany Real Estate B.V. & Co. KG im Vergleich zum Vorjahr gesunken auf 467 TEUR (Vorjahr: 732 TEUR).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhen sich im Vergleich zum Vorjahr um 643 TEUR auf 6.795 TEUR (Vorjahr: 6.152 TEUR) aufgrund gestiegener Preise.

Das Finanzergebnis beträgt aufgrund von Abschreibungen auf Finanzanlagen i.H.v. 1.468 TEUR (Vorjahr: 0 EUR) zum Stichtag -1.462 TEUR (Vorjahr: -107 TEUR).

Finanzlage

Das Eigenkapital beträgt am Stichtag 10.336 TEUR (Vorjahr: 12.105 TEUR). Die Eigenkapitalquote sinkt um 7,0%-Punkte auf 21,2 % (Vorjahr: 28,2 %) aufgrund des Jahresfehlbetrags und dem Anstieg an Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, welches sich bilanzverlängernd ausgewirkt hat.

Die Rückstellungen sinken im Vergleich zum Vorjahr um 791 TEUR auf 1.705 TEUR (Vorjahr: 2.496 TEUR).

Die Gesellschaft erzielte im Berichtszeitraum einen negativen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von -354 TEUR (Vorjahr: -721 TEUR). Im Wesentlichen verursacht durch die Gewährung von neuen Darlehen an verbundenen Unternehmen liegt der Cashflow aus Investitionstätigkeit im Berichtszeitraum bei -4.602 TEUR (Vorjahr: +955). Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit lag bei +4.731 TEUR (Vorjahr: -27 TEUR).

Die Veränderung resultiert aus der Gewährung von Fremdkapital, im Wesentlichen von einem verbundenen Unternehmen. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage ihren fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um 5.728 TEUR gestiegen und beträgt somit 48.677 TEUR (Vorjahr: 42.949 TEUR).

Das Anlagevermögen beläuft sich zum Stichtag auf 4.828 TEUR (Vorjahr: 17.053 TEUR). Die Reduzierung ist auf die Veräußerung des Grundbesitzes an die MSSL Germany Real Estate B.V. & Co. KG zurück-zuführen und die Abschreibung auf Finanzanlagen. Das Anlage-vermögen ist zu 214% durch Eigenkapital (Vorjahr: 71%) gedeckt und macht 10% (Vorjahr 40%) der Bilanzsumme aus.

Das Umlaufvermögen beläuft sich auf 43.420 TEUR (Vorjahr: 25.636 TEUR) und hat sich somit um 17.784 TEUR gesteigert. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 16.027 TEUR auf 33.443 TEUR (Vorjahr: 17.416 TEUR) zurückzuführen. Zudem erhöhte sich das Vorrats-vermögens auf 3.038 TEUR (Vorjahr: 2.921 TEUR) sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 1,099 TEUR auf eine Gesamtsumme in Höhe von 3.623 TEUR (Vorjahr: 2.524 TEUR). Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen zum Stichtag 2.450 TEUR (Vorjahr: 1.685 TEUR). Das Guthaben bei Kreditinstituten beträgt zum Stichtag 865 TEUR (Vorjahr: 1.090 TEUR).

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten erhöht sich auf 429 TEUR (Vorjahr: 259 TEUR).

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Für die Gesellschaft finden die innerhalb der gesamten Motherson Gruppe gültigen Steuerungskennzahlen Anwendung. Das wesentliche Steue-rungsinstrument ist das monatliche Management Reporting. Die maß-geblichen Leistungsindikatoren sind Umsatz, EBIT (Ergebnis vor Finanz-ergebnis und Ertragssteuern), EBT und Cash Profit. Der Cash Profit ermittelt sich aus der Addition der Abschreibung mit dem Ergebnis nach Steuern. Ein weiterer bedeutsamer Gradmesser für die Rentabilität ist die Kennzahl ROCE (Return on Capital Employed), welche das Betriebsergebnis bzw. EBIT ins Verhältnis zum gebundenen Kapital setzt.

Nichtfinanzieller Leistungsindikator, der nicht der Steuerung der Gesell-schaft dient, aber für die weitere erfolgreiche Entwicklung einen hohen Stellenwert hat, sind unsere Mitarbeiter. Die Vision und die im aktuellen 5-Jahres-Plan bis 2025 formulierten Ziele der Motherson Gruppe lassen sich nur erreichen, wenn die Gesellschaft als attraktiver und verant-wortungsvoller Arbeitgeber dauerhaft kompetente und engagierte Mit-arbeiter an sich binden kann. Auch hat die Einhaltung der ethischen Standards und Grundsätze einen wichtigen Stellenwert innerhalb der Unternehmenskultur.

Die Leistungsindikatoren gelten für die einzelnen Geschäftsbereiche.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognose von Wirtschaft, Konjunktur und Automobilmarkt

In ihrer neusten Publikation erwartet der Internationale Währungsfonds IMF eine Wachstumsrate der Weltwirtschaft von abermals 3,1 Prozent für das Jahr 2024. Grund für die vorsichtige Vorhersage sind beispielsweiße die nach wie vor hohen Leitzinsen. Des Weiteren wurden in vielen Regionen der Welt Subventionen seitens der Regierungen zurückgenommen, was aufgrund hoher Schulden und wird erwartet, dass die globale Inflation auf 5,8 Prozent fällt. Unsicherheiten kommen weiterhin von politischen Spannungen sowie von neuen Problematiken in den globalen Lieferketten, vor allem durch die Auseinandersetzungen auf dem Roten Meer. Der wichtigste positive Einfluss kommt von der schneller als angenommen sinkenden Inflation, was bedeutet, dass wohl auch die Leitzinsen schneller gesenkt werden können als angenommen. Bei der Betrachtung der großen Wirtschaftsregionen sticht China mit einem erwarteten Wachstum von 4,6 Prozent hervor. Ein Großteil des global erwarteten Wachstums wird also in China erwartet. In den westlichen Regionen fällt das erwartete Wachstum deutlich geringer aus. Für die Eurozone sind es lediglich 0,9 Prozent, während für die USA immerhin 2,1 Prozent Wachstum erwartet werden. Die globale Vorhersage für das Jahr 2025 ist mit 3,2% Wachstum marginal höher als die Annahme für 2024. 11

11 World Economic Outlook Update, January 2024: Moderating Inflation and Steady Growth Open Path to Soft Landing (imf.org)

Der Verband der Automobilindustrie geht davon aus, dass der globale Absatz von PKW im Jahr 2024 um 2 Prozent auf 77,4 Millionen Einheiten wachsen wird. Dies wäre eine weitere Annäherung an das Vorkrisenniveau, im Jahr 2019 wurden 78,8 Millionen PKW verkauft. Durch das nach wie vor niedrige Absatzniveau in den westlichen Märkten geht der VDA von leicht höheren Wachstumsraten aus als in China, wo der Absatz auch im Vorjahr ein sehr hohes Niveau erreicht hat. Für die EU erwartet der VDA ein Wachstum von 4 Prozent, in den USA ein Plus von 2 Prozent, während der PKW Absatz in China nur leicht um 1 Prozent wachsen soll. In Zahlen bedeutet das, dass China seinen Platz als größter Markt der Welt sichert, die Prognose geht von 21,8 Millionen PKW aus, während für die USA ein Absatz von 15,7 Millionen PKW und in Europa von 13,3 Millionen PKW erwartet wird. Der deutsche Markt wird mit einem Rückgang von 1 Prozent auf 2,8 Millionen Einheiten im Jahr 2024 eher negativ bewertet. Getrieben wird diese Annahme von einem erwartetet Rückgang von 9 Prozent bei Elektro-PKW. Die Inlandsproduktion wird konstant mit 4,1 Millionen PKW erwartet, die Exporte sollen leicht auf 3,1 Millionen Einheiten wachsen. 12

12 VDA Jahresauftakt-PK 2024 | VDA

Ausblick

In Bezug auf das Handelsgeschäft plant die Gesellschaft 2024 bei einem Umsatz von 34.614 TEUR mit einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von 224 TEUR. Der erwartete Cash Profit liegt bei 243 TEUR.

Im Bereich Chairman ́s Office plant die Gesellschaft bei einem Planumsatz in Höhe von 19.730 TEUR mit einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von 171 TEUR. Der erwartete Cash Profit liegt bei 586 TEUR.

Aufgrund der gegebenen Organisationsstruktur innerhalb der Motherson Gruppe steht die Gesellschaft als konzerninternes Dienstleistungsunternehmen und der damit einhergehenden Leistungsverrechnung in unmittelbarer wirtschaftlicher Abhängigkeit zu den Gruppengesellschaften. Die Chancen der Gesellschaft leiten sich somit aus der Entwicklung der Motherson Konzerngesellschaften ab, für welche die Dienstleistungen erbracht werden. Daher erwartet die Geschäfts-führung weiterhin keine nennenswerten negativen Auswirkungen aus dem Ukraine Konflikt.

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesent-lichen Forderungen, Verbindlichkeiten, Guthaben und Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten sowie Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele gezahlt. Forderungsausfälle gibt es in der Regel keine. Zur Minimierung der Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.

Die Gesellschaft wird im Wesentlichen über Darlehen von Gruppengesellschaften mit fixen Zinssätzen refinanziert, somit ist hier ein Zinsänderungsrisiko nahezu ausgeschlossen.

Zur Absicherung des Liquiditätsrisikos wird jährlich im Rahmen der Budget-planung eine Liquiditätsplanung erstellt. Diese wird monatlich aktualisiert und angepasst, so dass jederzeit eine Aussage über die zu erwartenden Zahlungs-eingänge und notwendigen Mittelabgänge getroffen werden kann.

Die Geschäftsführung sieht keine bestandsgefährdenden Risiken.

 

Bruchköbel, den 30. Oktober 2024

Andreas Heuser

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

01.01.2023 Zugang Abgang 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 391.493,98 24.592,00 0,00 416.085,98
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 15.472.099,98 0,00 13.531.000,85 1.941.099,13
2. Technische Anlagen und Maschinen 37.783,00 0,00 0,00 37.783,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.523.605,31 363.600,10 0,00 1.887.205,41
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 90.763,43 0,00 90.763,43
17.033.488,29 454.363,53 13.531.000,85 3.956.850,97
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 4.882.487,99 111.000,00 0,00 4.993.487,99
22.307.470,26 589.955,53 13.531.000,85 9.366.424,94
01.01.2023 Zugang Abgang 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 283.761,98 51.687,00 0,00 335.448,98
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 3.617.089,57 226.396,00 2.651.413,44 1.192.072,13
2. Technische Anlagen und Maschinen 37.780,00 0,00 0,00 37.780,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.315.620,31 189.076,10 0,00 1.504.696,41
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
4.970.489,88 415.472,10 2.651.413,44 2.734.548,54
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 1.468.302,15 0,00 1.468.302,15
5.254.251,86 1.935.461,25 2.651.413,44 4.538.299,67
Buchwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 80.637,00 107.732,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 749.027,00 11.855.010,41
2. Technische Anlagen und Maschinen 3,00 3,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 382.509,00 207.985,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 90.763,43 0,00
1.222.302,43 12.062.998,41
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.525.185,84 4.882.487,99
4.828.125,27 17.053.218,40

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft firmiert unter der Bezeichnung MSSL GmbH. Der Firmensitz ist Bruchköbel. Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Hanau unter HRB Nr. 91564 eingetragen.

Der Jahresabschluss 2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB erstellt. Die ergänzenden Regelungen des GmbH-Gesetzes wurden beachtet. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde unverändert zum Vorjahr das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear abgeschrieben. Im Jahr des Zugangs erfolgt die Abschreibung zeitanteilig. Die Nutzungsdauern betragen 3 bis 33 Jahre.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten unter EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern erforderlich, wird bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag vorgenommen:

Der Warenbestand wurde zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag bewertet.

Die Berücksichtigung von Gängigkeitsrisiken erfolgte indem Handelswaren (mit Ausnahme von Werkzeugen), für die innerhalb der letzten sechs Monate keine Lagerbewegung zu verzeichnen war, zu 100% abgewertet wurden. Ergab sich in den letzten drei Monaten keine Lagerbewegung erfolgte eine Abwertung in Höhe von 50%.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Dem Ausfallrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten) wurden mit dem Nennwert bewertet. Bestände in ausländischer Währung bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 40 (Vorjahr TEUR 170). Die Bewertung der ausländischen Sorten erfolgte mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag.

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag umfassen.

Bei Bildung der Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag umfassen.

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Die langfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten sind im Jahresabschluss mit dem Stichtagskurs bewertet. Auf Grund der Zusammenfassung zu einer Bewertungseinheit nach § 254 HGB resultieren aus der Stichtagsbewertung der Forderungen und Verbindlichkeiten keine Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung.

Latente Steuerabgrenzung

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf körperschaft- und gewerbesteuerliche Verlustvorträge gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist.

Die Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 29,475% (Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer) (Vorjahr 29,475%) zugrunde, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird.

Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern wird vom Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 ergibt sich wie zum Bilanzstichtag des Vorjahres nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung) ein Aktivüberhang der latenten Steuern auf Ebene der Gesellschaft als Organträgerin und der im Rahmen der steuerlichen Organschaft eingezogenen Organgesellschaft, sodass, da vom Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht wird, kein Ausweis latenter Steuern im Jahresabschluss erfolgt.

Die Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, welche zu aktiven latenten Steuern führen, resultieren überwiegend aus körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Die Aufgliederung der Positionen des Anlagevermögens und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr sowie die im Geschäftsjahr vorgenommenen Abschreibungen ergeben sich aus dem Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang.

Angaben zum Anteilsbesitz

Währung Beteiligung % Eigenkapital 31.12.2023 Ergebnis 2023
Inland
Motherson Air Travel Agency GmbH, Bruchköbel 1 TEUR 100 -274 -29
MSSL Germany Real Estate BV & Co. KG Bruchköbel 2 TEUR 89 101 1
Ausland
MSSL Advanced Polymers s.r.o., Dolní Ředice/Tschechische Republik 3 TCZK 100 -111.746 -188.428
MOTHERSON TECHNO PRECISION MEXICO S.A de C.V., San Luis Potosí/Mexiko4 TMXN 100 98.950 32.946

1 Lokaler Abschluss zum 31.03.2023

2 Lokaler Abschluss zum 31.03.2023

3 Lokaler Abschluss zum 31.03.2023

4 Lokaler Abschluss zum 31.12.2023

Der Buchwert der Beteiligung an der Motherson Air Travel Agency GmbH beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 3.414 (Vorjahr TEUR 3.414).

Im laufenden Geschäftsjahr wurden die MSSL Germany Real Estate.B.V. & Co. KG gegründet. Die Kommanditgesellschaft erwarb im laufenden Geschäftsjahr den Grundbesitz der MSSL GmbH, um anschließend an die MSSL GmbH zu verpachten.

Die MSSL GmbH hält einen Kommanditanteil in Höhe von 89 % des Haftkapitals von 100 TEUR. Die Kommanditeinlage ist eingezahlt. Der Grundbesitz der MSSL GmbH wurde an die Gesellschaft im laufenden Geschäftsjahr veräußert.

Der Buchwert der Beteiligung an der MSSL Advanced Polymers s.r.o. beträgt zum 31. Dezember 2023 EUR 1 (Vorjahr TEUR 1.468).

Im Geschäftsjahr 2013 wurde die MOTHERSON TECHNO PRECISION S.A de C.V gegründet. Die Anteile werden mit 99,998 % von der MOTHERSON TECHNO PRECISION GmbH und mit 0,002 % von der MSSL GmbH gehalten. Der Buchwert der Beteiligung für die 0,002 % Beteiligung beläuft sich auf TEUR 0.

Daneben hat die Gesellschaft sich an zwei weiteren Kommanditgesellschaften mit jeweils 11 % als Kommanditist beteiligt. Die Kommanditeinlage von jeweils TEUR 11 wurde geleistet.

Unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden keine Forderungen ausgewiesen, die eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben (Vorjahr TEUR 0).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 33.443, Vorjahr TEUR 17.416) enthalten Darlehensforderungen (TEUR 26.768, Vorjahr TEUR 11.740) und Forderungen aus laufender Verrechnung aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (TEUR 6.675, Vorjahr TEUR 5.676). Von den Darlehensforderungen haben TEUR 15.316 (Vorjahr TEUR 10.275) eine Restlaufzeit von größer als einem Jahr, alle übrigen Positionen sind/waren innerhalb eines Jahres fällig.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Positionen von TEUR 6 (Vorjahr TEUR 14) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Ausstehende Rechnungen 1.150 1.670
Mitarbeiterbezogene Verpflichtungen 411 458
Jahresabschlussprüfung, Steuerberatung 85 92
Gewährleistung, Kundenbelastungen 0 60
Sonstige Rückstelllungen 5 5
Summe 1.651 2.285

Der Betrag der unter Position C. der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten unterteilt sich in folgende Restlaufzeiten (RLZ):

Art der Verbindlichkeit (31.12.2023)

RLZ RLZ
Gesamt-Betrag < 1 Jahr > 1 Jahre davon > 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.000 0 2.000 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.486 1.486 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 32.827 17.736 15.091 0
Sonstige Verbindlichkeiten 236 235 0 0
36.549 19.458 17.091 0

Art der Verbindlichkeit (31.12.2022)

RLZ RLZ
GesamtBetrag < 1 Jahr > 1 Jahre davon > 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.000 0 2.000 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 699 699 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 25.431 5.687 19.744 0
Sonstige Verbindlichkeiten 132 132 0 0
28.262 6.518 21.744 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 2.000, Vorjahr TEUR 2.000) sind durch Grundschulden erstrangig besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 32.827, Vorjahr TEUR 25.431) bestehen mit TEUR 26.466 (Vorjahr TEUR 21.218) gegenüber MSSL Mideast (FZE), Sharjah Airport International Free Zone, Emirat Sharjah, Vereinigte Arabische Emirate, und beinhalten Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 25.442 (Vorjahr TEUR 20.726) sowie Verbindlichkeiten aus laufender Verrechnung aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr von TEUR 1.014 (Vorjahr TEUR 492). Daneben bestehen Verbindlichkeiten aus laufender Verrechnung aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr gegenüber anderen Konzerngesellschaften (TEUR 6.371, Vorjahr TEUR 4.213). Gegenüber dem Alleingesellschafter bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 5.523 (Vorjahr: 21.218).

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

2023 2022
TEUR TEUR
Sachbezüge 283 281
Währungsgewinne 48 101
Schadenersatzleistungen 414 0
Verschmelzungsgewinne 0 47
Gewinne Abgang Anlagevermögen 135 0
Periodenfremde Erträge 87 37
Übrige 6 1
973 467

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen resultieren in voller Höhe (TEUR 1.468) aus einer außerplanmäßigen Abschreibung auf die Beteiligung an der MSSL Advanced Polymers s.r.o.

E. Sonstige Angaben

Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer im Geschäftsjahr 2021:

2023 2022
Angestellte 77 69
Teilzeitkräfte 14 12
Geringfügig Beschäftigte 0 0
91 81

Einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer unter Befreiung von den Beschränkungen des § 181 BGB war im Geschäftsjahr 2022 Herr Rechtsanwalt Andreas Heuser, Bad Soden-Salmünster. Der Geschäftsführer erhielt im Geschäftsjahr keine Bezüge von der Gesellschaft.

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich am Bilanzstichtag auf 955 TEUR. Davon entfallen 484 TEUR auf Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Es handelt sich um Verpflichtungen aus Miet- und Leasingaufwendungen, die im Wesentlichen auch im laufenden Geschäftsjahr angefallen sind und folglich resultiert aus diesen Verpflichtungen keine zusätzliche finanzielle Belastung.

Langfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 2.655 aus der Aufnahme und Weiterreichung von US-Dollar-Darlehen. Die Gesellschaft hat einem verbundenen Unternehmen Darlehen aufgenommen und den erhaltenen Darlehensbetrag an verbundene Unternehmen ausgereicht. In die Bewertungseinheiten wurden zum Bilanzstichtag Forderungen in Höhe von TUSD 2.930 und Verbindlichkeiten in Höhe von TUSD 2.930 einbezogen. Die Bewertungseinheiten sichern das Risiko von Währungsverlusten für den Zeitraum bis 31.12.2023 mit einem Teilbetrag von TUSD 1.050 und bis 31.12.2025 mit einem Teilbetrag von TUSD 1.880, da die Darlehensverbindlichkeiten und die korrespondierenden Darlehensforderungen laufzeitkongruent abgeschlossen wurden. Die Wert- und Zahlungsstromänderungen des Grundgeschäftes (Verbindlichkeit in USD) und die gegenläufigen Wert- und Zahlungsstromänderungen des Sicherungsgeschäftes gleichen sich aus, da Grund- und Sicherungsgeschäft demselben Risiko (hier: Wechselkurs USD/EUR) ausgesetzt sind. Der Hedge wirkt somit vollständig. Zum Abschlussstichtag ergibt sich ein mit der gebildeten Bewertungseinheit abgesichertes Risiko in Höhe von TEUR 244, weil die höhere Bewertung der Darlehensforderung durch eine ebenfalls höhere Bewertung der Darlehensverbindlichkeit kompensiert wurde.

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat zu Gunsten der Tochtergesellschaft MSSL Advanced Polymers s.r.o. eine Patronatserklärung ausgestellt und sichert in deren Rahmen zu, dass die Fortführung der Unternehmenstätigkeit seitens der Muttergesellschaft gewährleistet wird.

Zudem hat die MSSL GmbH gegenüber der Lufthansa Airplus Servicekarten GmbH eine Zahlungsgarantie für die verbundenen Unternehmen SMRC AUTOMOTIVE MODULES FRANCE SASU (Maximalbetrag: 50 TEUR) und SMR Automotive Systems France SA (Maximalbetrag 55 TEUR) gegeben. Mit einer Inanspruchnahme dieser Haftungsverhältnisse ist aufgrund der aktuellen Zahlungshistorie der Begünstigten und Kenntnis bis zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Jahresabschlusses nicht zu rechnen.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Im Rahmen der Ergebnisverwendung soll der Jahresfehlbetrag des laufenden Geschäftsjahres den bestehenden Verlustvorträgen zugeführt werden.

Alleingesellschafter am Bilanzstichtag ist die Samvardhana Motherson International Limited Noida, Indien (Vorjahr: MSSL Mideast (FZE), Sharjah Airport International Free Zone, Emirat Sharjah, Vereinigte Arabische Emirate).

Der Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen wird, wird durch die Samvardhana Motherson International Ltd., Plot No. 1, Sector-127, Noida-Greater Noida, Expressway Noida 201301,U.P., Indien, aufgestellt.

Der Konzernabschluss ist unter folgender Internet-Adresse abrufbar: http://www.motherson.com/annual-reports.html sowie unter der oben genannten Adresse am Sitz der der Gesellschaft sowie zusätzlich auch unter folgender Adresse erhältlich:

Samvardhana Motherson International Ltd., Plot No. 1, Sector-127, Noida- Greater Noida, Expressway Noida 201301, U.P., Indien.

 

Bruchköbel, den 30. Oktober 2024

Andreas Heuser, Geschäftsführer

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 45.842.471,51 37.185.742,61
2. Sonstige betriebliche Erträge 972.774,07 467.548,40
(davon aus der Währungsumrechnung TEUR 49; Vj. TEUR 101)
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren -26.980.431,03 -20.379.894,36
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -4.763.865,32 -3.473.966,27
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -7.017.380,69 -5.841.648,95
b) Soziale Abgaben -1.074.693,19 -948.569,25
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -467.159,10 -731.650,53
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.794.573,17 -6.152.418,42
(davon aus der Währungsumrechnung TEUR 57; Vj. TEUR 59)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.214.781,40 740.091,57
(davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 1.215; Vj. TEUR 740)
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen -1.468.302,15 0,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.208.954,03 -847.371,07
(davon an verbundene Unternehmen TEUR 1.168; Vj.TEUR 803)
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag -9.523,72 -31.462,07
11. Ergebnis nach Steuern -1.754.855,42 -13.598,34
12. Sonstige Steuern -13.625,11 -14.235,02
13. Jahresfehlbetrag -1.768.480,53 -27.833,36

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 80.637,00 107.732,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 749.027,00 11.855.010,41
2. Technische Anlagen und Maschinen 3,00 3,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 382.509,00 207.985,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 90.763,43 0,00
1.222.302,43 12.062.998,41
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.525.185,84 4.882.487,99
4.828.125,27 17.053.218,40
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 3.038.176,62 2.920.988,78
3.038.176,62 2.920.988,78
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.622.881,05 2.524.403,86
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 33.443.366,23 17.416.336,31
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.450.481,12 1.684.695,40
39.516.728,40 21.625.435,57
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 864.800,73 1.089.893,10
43.419.705,75 25.636.317,45
C. Rechnungsabgrenzungsposten 428.993,75 259.024,88
48.676.824,77 42.948.560,73

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 250.000,00 250.000,00
II. Kapitalrücklage 24.710.000,00 24.710.000,00
III. Verlustvortrag -12.855.165,94 -12.827.332,58
IV. Jahresfehlbetrag -1.768.480,53 -27.833,36
10.336.353,53 12.104.834,06
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 53.927,15 211.085,82
2. Sonstige Rückstellungen 1.651.112,45 2.284.996,49
1.705.039,60 2.496.082,31
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.000.000,00 2.000.000,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.486.101,56 699.360,87
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 32.826.701,28 25.430.716,20
(davon gegenüber Gesellschafter TEUR 0; Vj. TEUR 20.726)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 235.746,05 131.532,04
(davon aus Steuern TEUR 158; Vj. TEUR 111)
36.548.548,89 28.261.609,11
D. Rechnungsabgrenzungsposten 86.882,75 86.035,25
48.676.824,77 42.948.560,73

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die MSSL GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MSSL GmbH, Bruchköbel - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MSSL GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahres-abschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 30. Oktober 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Van Eck, Wirtschaftsprüfer

Dollinger, Wirtschaftsprüferin

Inhaltsverzeichnis

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Rechnungslegung

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Allgemeine Auftragsbedingungen

Hinweis:

Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt.

Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung gemäß § 325 HGB verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. der diesbezüglich erteilte Vermerk bestimmt.

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