Tillig Modellbahnen GmbH

Promenade 1, 01855 Sebnitz, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 30440
Eingetragen
27.9.2011
Branche
Herstellung von Lokomotiven und anderen SchienenfahrzeugenVermietung von SchienenfahrzeugenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Produktion und Vertrieb von Modelleisenbahnen nebst Zubehör

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Heiner Groh
seit 3.7.2023
Geschäftsführer
Hagen Köhler
seit 20.11.2018
Prokura
Torsten Elias
seit 20.11.2018
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Aldea-Stiftung
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Aldea-Stiftung
Germany
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Tillig Modellbahnen GmbH

Sebnitz

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Das Unternehmen mit Sitz in Sebnitz in Sachsen hat sich auf die Entwicklung, die Produktion und den Vertrieb von Modellbahnspielwaren spezialisiert. TILLIG Modellbahnen GmbH gehört in Deutschland zu den führenden Vollsortimentern unter den Modellbahnherstellern.

Das Unternehmen produziert Modelleisenbahnen in den Nenngrößen H0, H0m, H0e und TT als bestmöglich maßstäbliche Nachbildungen der jeweiligen Originale und Vorbilder der europäischen Eisenbahnen. Das Hauptsortiment konzentriert sich auf die Nenngröße TT. TILLIG Modellbahnen GmbH bietet über die unterschiedlichen Nenngrößen insgesamt fünf verschiedene Gleissysteme an. Bei diesem "Spezialgebiet" legt das Unternehmen Wert auf eine einwandfreie Funktionsweise für die Modellfahrzeuge aller Hersteller der Branche (Gleichstrom).

Der Verkauf aller Produkte erfolgt vorwiegend über den Fachhandel.

2. Forschung und Entwicklung

Unser Unternehmen ist nicht im Bereich der Forschung und Entwicklung tätig. Wir entwickeln jedoch originalgetreue Lokomotiven und Wagenmodelle für unterschiedliche Modellbahngrößen auf Basis der originalen Fahrzeuge.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 Prozent. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken, sagte Ruth Brand, Präsidentin des Statischen Bundesamtes, bei einer Pressekonferenz in Berlin. Hohe Preise auf allen Wirtschaftsstufen hätten die Konjunktur gedämpft. Hinzu seien ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland gekommen. Die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 habe sich somit nicht fortgesetzt, so Brand.

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung ist Destatis zufolge im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich verlaufen. Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe, ohne Baugewerbe, sei insgesamt deutlich um 2,0 Prozent zurückgegangen. Entscheidend dafür sei eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung gewesen. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 Prozent des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, sei im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus gewesen (-0,4 Prozent).

(Quelle: https://www.bundesbank.de/de/aufgaben/themen/destatis-deutsches-bruttoinlandsprodukt-sinkt-2023-um-0-3-prozent-921680)

In den letzten Jahren haben die Deutschen deutlich mehr für Spielwaren ausgegeben als vor der Pandemie - zuletzt rund 4,5 Milliarden Euro im Jahr 2023. Die beliebtesten Spielzeugkategorien sind dabei Bausätze, wie vom Marktführer LEGO, sowie Spiele und Puzzles - gefolgt von Spielwaren für Klein- und Vorschulkinder.

Die Anzahl der Unternehmen im Spielwareneinzelhandel ist in den letzten Jahren stetig gesunken. Zuletzt auf rund 2.500 Unternehmen - das sind etwa 1.300 Geschäfte weniger als noch vor 15 Jahren. Die Deutschen nutzen mittlerweile vermehrt das Internet um Spielwaren zu kaufen. Mehr als die Hälfte der Spielwaren in Deutschland werden online gekauft.

(Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/5543/umfrage/umsatz-im-spielwarenmarkt-in-deutschland-seit-1994/)

Das schwierige Marktumfeld mit einer hohen Inflation und vielen Unsicherheiten bei den Verbrauchern zeigt sich auch in den Umsätzen der Spielwarenbranche. Der bisherige Jahresverlauf bis einschließlich Oktober weist einen Umsatzrückgang von -4% auf. Es zeigt sich aber auch, dass sich im Vergleich zu vielen anderen Bereichen, die Spielwarenbranche trotzdem noch gut behaupten kann. Ein Blick auf die Vertriebskanäle in Deutschland weist einen Umsatzrückgang über alle Kanäle auf, wobei der Bereich der Hypermarkets am stärksten betroffen ist. Ursachen sind hier das außergewöhnliche Wachstum während der Corona-Jahre und die Rückkehr der Verbraucher zu anderen Einkaufsmöglichkeiten, aber auch die starken Veränderungen, welche sich durch die Auflösung der Real Geschäfte ergeben haben.

Der durchschnittliche Verkaufspreis hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um nur +1% auf 13,20 € erhöht. Hier haben viele Verbraucher auf günstigere Produktvarianten umgeschwenkt.

(Quelle: https://www.dvsi.de/gemeinsame-pressemitteilung-von-dvsi-bvs-und-circana-zur-pressekonferenz-der-spielwarenbranche/)

2. Geschäftsverlauf und Lage

Die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2023 konnten nicht erfüllt werden. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2023 lag um ca. T€ 593 unter dem Vorjahresumsatz, dies entspricht einem Minus von 6 %. Dieser deutliche Umsatzrückgang ist insbesondere auf die Normalisierung der Nachfrage nach dem Ende der Corona-Einschränkungen zurückzuführen. Auch in 2023 mussten wieder viele Produktionsleistungen auf 2024 verschoben werden.

Der zum Jahresende 2023 bestehende Auftragswert lag um ca. 5,4 % über dem Vorjahreswert. Begründet werden kann dies damit, dass in 2023 eine neue preisintensive Waggon-Familie angekündigt wurde. Auch zu erwähnen ist, dass in 2023 zahlreiche wertintensive Aufträge für Exklusiv-Modelle aus dem Fachhandel eingegangen sind.

Der Auftragseingang war im Jahr 2023 leicht rückgängig, dieser lag zum Bilanzstichtag um 2,7 % unter dem Vorjahreswert, liegt aber weiterhin über dem Vor-Corona-Niveau. Dieser Rückgang kann damit begründet werden, dass die Modellbahnbranche nach der Corona-Krise zur Normalität zurückgekehrt ist. Ein weiter Grund für den leichten Rückgang ist die teilweise sehr hohe Inflation und die allgemein große Unsicherheit durch die Krisen in und um Europa.

Durch allgemeine Entwicklungs- und Produktionsverzögerungen konnten Neuentwicklungen nicht immer termingerecht fertig gestellt werden, sodass sich diese in das Folgejahr verschoben haben. Insgesamt wurden Investitionen in Neuheiten-Entwicklungen i. H. v. T€ 498 realisiert.

Branchenüblich hat sich das Weihnachtsgeschäft in 2023 vor allem im IV. Quartal bemerkbar gemacht, mit Schwerpunkt auf den Monaten November und Dezember. Diese erhöhte Nachfrage reichte dann noch in den Januar bis März 2024 hinein.

Die Direktvertriebsaktivitäten wurden ab dem Jahr 2022 durch die Etablierung eines professionellen Online-Shops ergänzt. Dieser ist zunächst mit dem kompletten Sortiment des Straßenbahngleises gestartet und wurde sukzessive um weitere Tillig-Sortimente ausgebaut. Das vollständige lieferbare Sortiment ist seit Ende Oktober 2022 online verfügbar. Bereits in 2022 konnte mit dem TILLIG Online-Shop ein Umsatz von knapp 0,6 % erzielt werden. In 2023 wurde der TILLIG Online-Shop bekannter unter der Kundschaft, was sich auch im Umsatz widerspiegelte, der mit rund 1,0 % um 60 % über dem Vorjahr lag. Das Hauptabsatzgebiet des Online-Shops liegt mit Abstand in Deutschland, gefolgt von Österreich und den Niederlanden.

Der Bestand des Fertigwarenlagers lag per Ende Dezember 2023 bei rund T€ 1.800 und damit um ca. 50 % über dem Vorjahreswert. Gründe hierfür sind die fast vollständige Lieferbarkeit des gesamten Gleissortiments sowie die zurückgegangene Nachfrage der Kunden. Die Bestandsveränderung ist jedoch nur begrenzt mit dem Vorjahr vergleichbar, da die Bewertung der fertigen Erzeugnisse auf einem geänderten Abwertungsprinzip basiert, das zu einer Aufwertung der Vorräte geführt hat.

In 2023 wurde per Ende Januar eine Preiserhöhung von 6,7 % auf das normale TILLIG-Sortiment sowie von 10 % auf die Ersatzteile durchgeführt. Die Erhöhung lag somit noch unterhalb der allgemeinen Inflation in Deutschland. Steigende Kosten, vor allem im Beschaffungs- und Personalbereich, konnten damit zum Teil ausgeglichen werden. Durch Umstrukturierungen und Verbesserungen in den Arbeitsabläufen konnten weitere Preissteigerungen von Vorlieferanten kompensiert werden.

Der im Februar 2022 begonnene Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und die daraufhin beschlossenen Sanktionen der EU gegen Russland hatten eine Belieferung durch unsere asiatischen Produzenten per Bahnfracht vorübergehend unmöglich gemacht. Wir mussten deshalb kurzfristig zu einer Belieferung per Seefracht zurückkehren. Dies hatte sich negativ auf die Laufzeiten bei Waren aus Drittländern ausgewirkt und somit auch die Auslieferung ausgewählter Produkte verzögert. Dringend benötigte Waren importierten wir in zunehmendem Umfang über den Luftweg, was zu einer deutlichen Steigerung der Frachtkosten geführt hat. Aufgrund der hohen Nachfrage in diesem Sektor haben sich zudem die Preise um 65% gegenüber dem Vorjahr erhöht. Mittlerweile konnte in Zusammenarbeit mit chinesischen Speditionen zur kostengünstigeren und umweltfreundlicheren Belieferung per Bahnfracht zurückgekehrt werden.

Nach den teils kriegsbedingten extremen Energiekostensteigerungen des Jahres 2022 haben sich die Kosten für Strom und Gas in 2023 um rund 40% reduziert. Da wir aber langfristig mit einem erneuten Anstieg der Energiekosten rechnen, werden wir die bereits begonnenen Investitionen zur Reduzierung des Energieverbrauchs kontinuierlich vorantreiben.

Die Auswirkungen der allgemeinen Inflation betreffen vorwiegend den Materialaufwand. Insbesondere Verpackungsmittel und Lackfarben sind um rund 15% teurer geworden. Die hohen Preise haben in 2023 zu einer allgemeinen Reduzierung der Nachfrage geführt, was nun in vielen Produktgruppen zu einem leichten Umsatzrückgang geführt hat.

a) Ertragslage

Ergebnisquellen Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
T€ T€ T€ %
Gesamtleistung 10.258 10.267 -9 -0,1
Betriebsergebnis 201 289 -88 -30,4
Finanzergebnis -201 -92 -109 118,5
Ergebnis nach Steuern -2 138 -140 -101,4
Jahresergebnis -12 128 -140 -109,4

Das Unternehmen hatte in 2023 eine negative Ertragssituation. Die Gesamtleistung stagnierte in etwa auf dem Vorjahresniveau.

Das Betriebsergebnis hat sich aufgrund der Umsatzreduzierung und der weiterhin erheblich gestiegenen Kosten deutlich verschlechtert. Die Kostensteigerungen sind insbesondere auf die fortgesetzte Erhöhung des Mindestlohnes und die inflationsbedingt enorm gestiegenen Preise für Frachten und Rohstoffe zurückzuführen.

Die Umsatzrückgänge gegenüber dem Vorjahr fanden insbesondere im Exportbereich statt. Während die osteuropäischen Länder recht stabil blieben, schrumpften die westeuropäischen Länder teils sehr deutlich. Das Jahresergebnis reduziert sich um T€ 140 auf T€ -12.

b) Finanzlage

Kennzahl Geschäftsjahr
%
Vorjahr
%
Veränderung
%
Barliquidität 5 20 -15
Liquidität 2. Grades 24 53 -29
Liquidität 3. Grades 214 267 -53

Die Liquiditätssituation des Unternehmens ist nicht zufriedenstellend. Die Liquidität 1. Grades liegt mit 5 % unter dem Vorjahresniveau , die Deckung der kurzfristig fälligen Verbindlichkeiten und Rückstellungen durch die liquiden Mittel zuzüglich Forderungen und Vorräte ist dennoch gegeben. Die ganzjährige Liquidität des Unternehmens ist durch Kontokorrentkredite auch weiterhin zuverlässig gewährleistet. Das Anlagevermögen ist vollständig durch Eigenkapital und mittel- bzw. langfristig verfügbares Fremdkapital gedeckt.

Das Fremdkapital wird durch den Gesellschafter und Dritte in Form überwiegend mittelfristiger Darlehen bereitgestellt. Seitens der Hausbanken bestehen zwei Kontokorrentrahmen. Die Finanzierungsstruktur hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert.

Wesentliche Investitionen bezogen sich wieder auf Neuheitenentwicklungen und wurden aus eigenen Mitteln und aus kurzfristigem Fremdkapital finanziert. Die erforderliche Vorfinanzierung von Investitionen ist weiterhin gesichert.

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Geschäftsjahr zu jedem Zeitpunkt gegeben. Hinsichtlich der bestandsgefährdenden Risiken wird an dieser Stelle auf die entsprechenden Ausführungen in Abschnitt "V. Chancen- und Risikobericht - Liquiditätsrisiken" verwiesen.

c) Vermögenslage

Wesentliche Bilanzpositionen Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
T€ T€ T€ %
Aktiva
Sachanlagen 2.469 2.313 156 6,7
Vorräte 4.611 3.727 884 23,7
Forderungen 269 418 -149 -35,3
Liquide Mittel 125 347 -222 -64,0
Passiva
Eigenkapital (inkl. Investitionszuschüsse) 1.570 1.510 60 4,0
Langfristige Verbindlichkeiten 3.597 3.654 -57 -1,6
kurzfristige Verbindlichkeiten 2.279 1.469 810 55,1
Bilanzsumme 7.714 7.023 691 9,8

Das Sachanlagevermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht. Dies resultiert aus planmäßigen Abschreibungen in Höhe von T€ 629, denen Zugänge (im Wesentlichen für Neuheitenentwicklungen) in Höhe von T€ 774 gegenüberstehen. Das Vorratsvermögen hat dagegen um T€ 884 zugenommen. Dies resultiert insbesondere aus geringeren Verkäufen von Fertigwaren in Verbindung mit der verspäteten Reduzierung von Produktionskapazitäten.

Die stichtagsbezogenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um rund 36 % verringert.

Die langfristigen Verbindlichkeiten haben sich durch die Aufstockung eines Darlehens um T€ 227 erhöht. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten haben sich durch Lieferantenkredite und durch die stärkere Nutzung der Kontokorrentkreditlinien um T€ 810 erhöht.

Das Gesamtvermögen setzt sich zu rund 32 % (Vj. 34 %) aus Anlagevermögen sowie zu rund 68 % (Vj. 66 %) aus Umlaufvermögen zusammen.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren sind die Gesamtleistung und der Auftragseingang.

finanzielle Leistungsindikatoren Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
T€ T€ T€ %
Gesamtleistung 10.258 10.267 -9 -0,1
Auftragseingang 9.829 10.106 -277 -2,7

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren finden keine Anwendung.

4. Gesamtaussage

Unser Umsatz ist gegenüber dem Vorjahr um ca. 6 % gesunken. Die um rund 10 % gestiegenen Personalaufwendungen und der um rund 4 % erhöhte Materialaufwand sind die ausschlaggebenden Gründe für die negative Ergebnisentwicklung gegenüber dem Vorjahr von ca. 109 %.

Wir beurteilen die Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 jedoch insgesamt als befriedigend.

Unser Finanzmanagement orientiert sich an einem pünktlichen Ausgleich von Verbindlichkeiten und einer Vereinnahmung von Forderungen möglichst innerhalb der Zahlungsziele. Dazu begleichen wir Lieferverbindlichkeiten überwiegend mit möglichen Skontoabzügen. Durch ein straffes mehrstufiges Mahnungssystem sind nur relativ geringe Verzögerungen beim Ausgleich von Forderungen bzw. nur ein äußerst geringer Forderungsausfall zu verzeichnen.

III. Zweigniederlassungsbericht

Es bestehen keine Zweigniederlassungen.

IV. Prognosebericht

Trotz der in 2023 hohen Inflation und der damit verbundenen Preissteigerung ist auch weiterhin mit hohem Interesse der Kunden an interessanten und technisch innovativen Modellbahnprodukten zu rechnen. Für Neuheitenentwicklungen stehen uns immer wieder ausreichend interessante Vorbilder zur Verfügung.

Die Umsatzentwicklung in 2024 liegt per Ende September rund 11 % über dem kumulierten Niveau des Vorjahresmonats. Wir rechnen für 2024 insgesamt mit einem deutlich höheren Umsatz als in 2023.

Von einem guten Auftragseingang ist auch zukünftig auszugehen.

Die Verkaufspreise wurden per Ende Januar 2024 um durchschnittlich 6,4 % erhöht. Da sich die Erhöhung nur auf neue Aufträge auswirkt, tritt der positive Effekt auf Umsatz und Ertrag erst verzögert ein.

Das Sortiment der H0-Produkte und der H0-Schmalspurprodukte wird weiterhin gezielt bedient und ausgebaut werden.

An einer auf die verschiedenen Produktionsstandorte angepassten Sortimentsausrichtung unter Berücksichtigung der voraussichtlichen zukünftigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird weiter kontinuierlich gearbeitet.

Langfristige Darlehen werden weiterhin zuverlässig getilgt. Die Ausnutzung der Kreditlinie bei kurzfristigen Darlehen soll im Folgejahr durch einen gezielten Abbau der Vorräte im Bereich der fertigen Erzeugnisse sowie durch die Verbesserung der Ertragssituation kontinuierlich reduziert werden.

Die Materialkosten liegen per Ende September 2024 um rund 1 % über dem Vorjahresniveau. Unser Ziel, die Materialkosten im Folgejahr durch geschickte Vertragsverhandlungen zu senken, konnte bisher bei ausgewählten Lieferanten und Dienstleistern realisiert werden.

Bei den eigenen Produkten ist mit einem Umsatzrückgang aufgrund sinkender Nachfrage weiterhin nicht zu rechnen, da der gegenwärtige Auftragsbestand sich weiterhin auf hohem Niveau bewegt, und somit bereits rund 45 % des geplanten Umsatzes der nächsten 12 Monate abgesichert sind.

Nachdem es in 2023 keine erneute Mindestlohnerhöhung gegeben hat und die für 2024 und 2025 beschlossenen Erhöhungen recht moderat ausgefallen sind, werden sich im Folgejahr die Personalkosten nur noch gering erhöhen. Per Ende September 2024 liegt die Kostensteigerung bei rund 2,5 %.

Wir gehen insgesamt von einem Prosperieren der Gesellschaft für das Jahr 2024 aus.

V. Chancen- und Risikobericht

Unternehmenschancen

Die Auswahl interessanter Produktneuheiten und deren pünktliche Auslieferung zu vorgestellten Terminen sowie guter Qualität werden auch künftig entscheidend für die Sicherung eines angemessenen Umsatzes sein. Eine Erhöhung von Umsätzen ist meist nur möglich, wenn Neuentwicklungen ins Sortiment aufgenommen werden und diese genau den Geschmack einer großen Kundengruppe treffen.

Als einer der wenigen TT-Vollsortimenter haben wir einen relativ festen Kundenstamm, der zwar nicht sehr groß ist, aber auch noch keine Sättigung im Sortiment sieht. Wichtig ist, diesen Kundenstamm kontinuierlich zu festigen und auszubauen. Der Tillig-TT-Club, welcher einen direkten Kontakt zum Kunden ermöglicht und den Kunden exklusive Leistungen und Produkte bietet, ist dabei ein entscheidender Erfolgsfaktor.

Der Fachhandel bleibt eine bestimmende Vertriebsgröße mit starken Partnern. Im Bereich der kleinen Fachhändler, mit alter Struktur und ohne Onlinehandel, wird es in den nächsten 3-5 Jahren eine altersbedingte Bereinigung geben. Hier kommt der immer interessanter werdende Onlinehandel ins Spiel. Gute und innovative Händler und auch der TILLIG Online-Shop haben die Chance, die "weißen Flecken" ohne Fachhändler im Verkaufsgebiet zu schließen und das angebotene Produktsortiment zu erweitern.

Im Bereich der TT-Modellbahnen bestehen für unser Unternehmen weiterhin sehr gute Marktchancen, vor allem im Exportbereich des östlichen Europas.

Am Standort Sebnitz wird stetig an der Verbesserung der Effektivität und Effizienz der Prozesse gearbeitet. Insbesondere das ERP-System bietet noch zahlreiche Erweiterungsmöglichkeiten bei der Digitalisierung von Geschäftsprozessen, die in den nächsten Jahren Schritt für Schritt umgesetzt werden. So können Verwaltungskosten eingespart werden bzw. Kapazitäten für zusätzliche Aufgaben freigelenkt werden.

Währungsrisiken

Währungsrisiken bei Auslandsgeschäften im Einkauf sichern wir weiter hauptsächlich durch Preisvereinbarungen auf Euro-Basis ab. Nur ein geringer Teil des Einkaufs wird in Fremdwährungen fakturiert.

Personalrisiken

Die Personalfluktuation ist leicht angestiegen. Die Gewinnung und die Qualifizierung von Quereinsteigern für die Fertigungsbereiche verlaufen nicht immer erfolgreich. Hier wird die Personalabteilung ihre Anstrengungen bei der Vorauswahl geeigneter Kandidaten noch verstärken. Der branchenübergreifende Fachkräftemangel macht sich auch in unserem Unternehmen bemerkbar. Insbesondere die Gewinnung und Ausbildung jüngerer Fachkräfte ist für uns von großer Bedeutung, da zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Angebot der Bundesregierung an besonders langjährig Beschäftigte, ihre Rente nach 45 Beitragsjahren ohne direkte Abzüge bereits zwei Jahre früher anzutreten, bereits nutzen, bzw. in den nächsten Jahren nutzen werden. Dies bietet uns aber auch die Chance, unseren Mitarbeiterstamm zu verjüngen und neues Wissen ins Unternehmen zu integrieren.

Die für 2024 und 2025 beschlossenen Anhebungen des Mindestlohnes sind recht moderat ausgefallen. Diese Erholungsphase wird genutzt, um gezielt auch höher bezahlte Stellen mit geeignetem Personal nachzubesetzen und so den Grundstein für eine langfristige Absicherung des Unternehmens mit Fachkräften zu legen.

Preisänderungsrisiken

Da die Verkaufspreise bei vorbestellten Artikeln fixiert sind, stellt der hohe Auftragsbestand ein Risiko dar, wenn Einkaufspreise und / oder Löhne und demzufolge die Herstellungskosten vor der Auslieferung der bestellten Waren steigen. Diesem Risiko begegnen wir zukünftig durch die Verringerung des Vorlaufes bei der Ankündigung von neuen Produkten, sowie einer termingerechteren Produktion an allen Produktionsstätten.

Zinsrisiken

Um der allgemeinen Inflation gegenzusteuern, hat die EZB deutliche und wiederholte Anhebungen des Leitzinses vorgenommen. Die daraus folgende erhöhte Zinsbelastung stellte ein latentes Risiko für die Liquidität und das Ergebnis des Unternehmens dar. Um diesem Risiko zu begegnen, haben wir unser Darlehensportfolio in Zusammenarbeit mit unserer Hausbank optimiert und erweitert. Nachdem die EZB im Juni 2024 die Zinswende eingeläutet hat und in den nächsten Quartalen mit weiteren kleinen Zinssenkungen zu rechnen ist, wird sich die Zinsbelastung langfristig wieder reduzieren, da bei der Mehrzahl der Darlehensverträge der Zinssatz an durchschnittliche Geldmarkt-Zinssätze gekoppelt ist.

Liquiditätsrisiken

Die Gesellschaft befindet sich in einer angespannten Liquiditätssituation und ist im Prognosezeitraum auf die Aufrechterhaltung der nachfolgend genannten Verträge angewiesen.

Unter der Voraussetzung des Fortbestandes der folgenden Verträge, wird die Gesellschaft auf Basis der vorliegenden Planung (vgl. Punkt IV.), im Prognosezeitraum voraussichtlich mit ausreichend liquiden Mitteln ausgestattet sein, um ihren fälligen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachkommen zu können:

- Kreditvertrag vom 30. Dezember 2019 mit der Aldea Stiftung, Sebnitz (frühestens kündbar zum 31. Dezember 2024);

- Kreditvertrag vom 15. Dezember 2022 und Ergänzung / Aufstockung vom 23. Oktober 2023 mit der Wilhelm Oberle-Stiftung, Staufen (frühestens kündbar zum 31. Dezember 2026);

- Kreditvertrag vom 15. Dezember 2022 mit der Wilhelm Oberle-Stiftung, Staufen (Laufzeit bis 30. Dezember 2031);

- Kontokorrentkreditvertrag vom 10. Oktober 2022 mit der Wilhelm Oberle-Stiftung, Staufen (frühestens kündbar zum 30. September 2025);

- Kontokorrentkreditvertrag vom 23. März 2015 mit der Commerzbank AG, Frankfurt am Main (jederzeit kündbar);

- Kontokorrentkreditvertrag vom 17. Mai / 6. Juni 2023 mit der Volksbank Pirna eG, Pirna (jederzeit kündbar).

Zur weiteren Gewährleistung der Zahlungsfähigkeit im Prognosezeitraum und damit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit ist die Gesellschaft somit von der finanziellen Unterstützung der Aldea Stiftung, Sebnitz, der Wilhelm Oberle-Stiftung, Staufen, der Commerzbank AG, Frankfurt am Main und der Volksbank Pirna eG, Pirna, abhängig. Ferner ist die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft davon abhängig, dass die Prämissen der Liquiditätsplanung eintreffen beziehungsweise nicht wesentlich unterschritten werden.

Aufgrund der stetigen Tilgungen der letzten Jahre bestehen gegenwärtig keine Anzeichen, die gegen eine Prolongation der Darlehensverträge sprechen.

Zusammenfassung

Die aktuell bestehenden Chancen ermöglichen unserem Unternehmen bei überlegter Nutzung eine positivere Entwicklung.

Es ist davon auszugehen, dass die aktuell bestehenden Risiken größtenteils durch die bestehenden Chancen aufgewogen werden und sie sich somit nicht entscheidend negativ auf unsere Unternehmensentwicklung auswirken werden.

 

Sebnitz, 22. Oktober 2024

Tillig Modellbahnen GmbH

Heiner Groh, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023 - Offenzulegende Fassung gemäß § 327 Nr. 1 HGB

AKTIVA

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
übrige immaterielle Vermögensgegenstände 31.940,00 44.437,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 44.732,00 51.142,00
2. technische Anlagen und Maschinen 171.753,11 52.539,61
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.277.571,14 1.668.927,45
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 975.224,28 540.022,66
2.469.280,53 2.312.631,72
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.300,90 3.300,90
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 4.610.594,28 3.727.461,52
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 453.199,12 573.225,34
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 125.274,09 346.685,28
C. Rechnungsabgrenzungsposten 20.004,27 15.276,10
Summe Aktiva 7.713.593,19 7.023.017,86

PASSIVA

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 411.374,41 336.374,41
III. Gewinnvortrag 1.016.135,75 887.881,17
IV. Jahresfehlbetrag (Vj. Jahresüberschuss) -11.572,93 128.254,58
B. Investitionszuschüsse 53.723,00 57.000,00
C. Rückstellungen 261.758,72 383.929,25
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 429.371,68 77.682,75
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 1.801.128,66 1.981.070,63
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 43.567,95 94.484,98
4. übrige Verbindlichkeiten 3.601.679,95 2.969.917,09
5.875.748,24 5.123.155,45
E. Rechnungsabgrenzungsposten 6.426,00 6.423,00
Summe Passiva 7.713.593,19 7.023.017,86

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 - Offenzulegende Fassung gemäß § 276 HGB

2023
2022
1. Rohergebnis 5.610.375,99 5.792.063,36
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.749.480,12 2.486.609,84
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 640.983,00 587.496,51
- davon für Altersversorgung: € 2.076,95 (Vj. € 3.023,24)
3.390.463,12 3.074.106,35
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 629.153,12 740.907,35
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.390.044,61 1.687.820,69
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: € 13.838,87 (Vj. € 14.739,53)
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1,09 0,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 201.038,15 92.386,32
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.001,17 59.262,23
8. Ergebnis nach Steuern -2.323,09 137.580,42
9. sonstige Steuern 9.249,84 9.325,84
10. Jahresfehlbetrag (Vj. Jahresüberschuss) -11.572,93 128.254,58

Anhang für das Geschäftsjahr 2023 - Offenzulegende Fassung gemäß § 327 Nr. 2 HGB

A. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die TILLIG Modellbahnen GmbH hat ihren Sitz in Sebnitz. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Dresden unter HRB 30440 eingetragen.

B. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 wurde gemäß den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG erstellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Die Gesellschaft nimmt die Erleichterungsvorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften teilweise in Anspruch.

Die Geschäftsleitung geht von der Fortführung des Unternehmens aus (going concern). Gründe, die gegen die Fortführung sprechen, sind nicht erkennbar.

Vergleichbarkeit mit Vorjahr

Im Geschäftsjahr erfolgte eine Überarbeitung der anzuwendenden Bewertungskriterien der fertigen Erzeugnisse. Dabei wurden der Bewertung folgende geänderte Parameter zugrunde gelegt:

Es wurden fünfzehn Artikelgruppen gebildet. Die Abwertungen erfolgen artikelgruppenspezifisch unter der Annahme eines achtjährigen Produktlebenszyklus durch Vornahme von Gängigkeitsabschlägen in Höhe von 20 bis 100 % auf die zum Bilanzstichtag noch vorhandenen Artikel.

Die Änderung der Bewertung erfolgte aufgrund einer gegenüber der bisherigen Methode zutreffenderen Abbildung des Wertverlusts der fertigen Erzeugnisse durch Zeitablauf.

Aufgrund der beschriebenen Änderung ist die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen nicht mehr gegeben. Unter Fortführung der gleichen Bewertungsmaßstäbe wie im Vorjahresabschluss hätte sich ein um T€ 192 geringerer Wertansatz der fertigen Erzeugnisse im Geschäftsjahr mit der gleichlautenden Ergebnisminderung ergeben.

C. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss bezogenen Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibung, angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert, soweit es abnutzbar ist. Die Herstellungskosten der Sachanlagen werden zu Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst sowie unter Einbeziehung angemessener Fertigungsgemeinkosten bemessen.

Bei Anlagegütern im Wert von mehr als € 250,00 bis € 800,00 pro Anlagegut (jeweils ohne Umsatzsteuer) wurde von der steuerlichen Regelung des § 6 Abs. 2 EStG Gebrauch gemacht und das Anlagegut im Geschäftsjahr vollständig abgeschrieben.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und linear vorgenommen. Die Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände sowie der materiellen Vermögensgegenstände wird anhand steuerlichen AfA-Tabellen für die Spielwarenindustrie festgelegt. Abweichend davon wird für die Spritzgussformen eine Nutzungsdauer von 5 Jahren angewendet, da dies der betrieblichen Praxis entspricht.

Entsprechend der steuerlichen Regelung wurden die Abschreibungen auf unterjährige Zugänge zum Anlagevermögen zeitanteilig (monatsgenau) gerechnet.

Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten angesetzt.

Fertige Erzeugnisse und Waren wurden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten wurden ebenfalls nach der Durchschnittskostenmethode angesetzt. Die Herstellungskosten werden zu Einzelkosten, angemessenen Material- und Fertigungsgemeinkosten, Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst sowie unter Einbeziehung der angemessenen Verwaltungsgemeinkosten bemessen. In den Herstellungskosten sind keine Fremdkapitalzinsen enthalten.

Unfertige Erzeugnisse wurden ebenfalls zu Herstellungskosten bewertet entsprechend ihrem Fertigstellungsgrad, wobei die Herstellungskosten in gleichem Umfang wie bei den fertigen Erzeugnissen und Waren bemessen werden

Soweit erforderlich, wurden Teilbestände auf einen niedrigeren, beizuliegenden Wert abgeschrieben. Die Ermittlung des beizulegenden Wertes erfolgt unter Zugrundelegung gestaffelter Reichweitenabschläge, die sich aus dem Verhältnis von Bestand und Abgängen im Geschäftsjahr ergeben.

Die unterwegs befindliche Ware sowie die geleisteten Anzahlungen sind mit den jeweiligen Anschaffungskosten angesetzt.

Geleistete Anzahlungen wurden mit Anschaffungskosten bewertet.

Der Forderungsausweis erfolgt zu Nominalwerten und ist berichtigt um angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen.

Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

In fremder Währung lautende Bankguthaben sind mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Bei der aktiven Rechnungsabgrenzung handelt es sich um Ausgaben, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Erhaltene Investitionszuschüsse sind passiv abgegrenzt. Die Auflösung erfolgt entsprechend der jeweiligen Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagegüter.

Die Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bemessen und in ausreichendem Umfang gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen zwischen 0% und 5 % berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

In fremder Währung lautende Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassakurs zum Zeitpunkt der Entstehung angesetzt, bzw. falls abweichend, mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag.

Bei der passiven Rechnungsabgrenzung handelt es sich um Einnahmen, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

D. Erläuterungen zur Bilanz

1. Bruttoanlagespiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte und Abschreibungen ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen (siehe Beilage zum Anhang).

2. Beteiligungsbesitz

Die Gesellschaft hält 100 % der Anteile an der Tillig-CZ s.r.o. mit Sitz in Dolní Poustevna (Tschechien). Das Eigenkapital des verbundenen Unternehmens beträgt zum 31. Dezember 2023 € 112.627,00; Geschäftsergebnis 2023 € 3.600,96.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Unter den übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden Steuerforderungen für die Jahre 2022 und 2023 in Höhe T€ 172 ausgewiesen.

4. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen

Im Geschäftsjahr erfolgte eine Zuführung in Höhe von T€ 8,4. Die Auflösung des Sonderpostens betrug im Geschäftsjahr T€ 11,7.

5. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der bilanzierten Verbindlichkeiten (§ 268 Abs. 5 S. 1 HGB, § 285 Nr. 1 und Nr. 2 HGB) stellen sich wie folgt dar:

Bilanzposten Stand Restlaufzeit
(Vorjahreswerte) 31.12.2023
bis zu einem Jahr
mehr als ein Jahr
davon mehr als fünf Jahre
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 429.371,68 429.371,68 0,00 0,00
(77.682,75) (77.682,75) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten ggü. Gesellschafter 1.801.128,66 150.000,00 1.651.128,66 1.051.128,66
(1.981.070,63) (174.676,69) (1.806.393,94) (1.206.393,94)
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 43.567,95 43.567,95 0,00 0,00
(94.484,98) (94.484,98) (0,00) (0,00)
übrige Verbindlichkeiten 3.601.679,95 1.655.877,44 1.945.802,51 610.039,38
(2.969.917,09) (1.122.395,55) (1.847.521,54) (961.356,99)
Summen 5.875.748,24 2.278.817,07 3.596.931,17 1.661.168,04
(5.123.155,45) (1.469.239,97) (3.653.915,48) (2.167.750,93)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe € 172.119,28 durch Forderungsabtretungen gesichert.

Die übrigen Verbindlichkeiten sind mit einem Betrag von € 2.568.997,71durch Sicherungsübereignungen sowie Forderungsabtretungen und mit einem Betrag von € 648.947,75 durch übliche Eigentumsvorbehalte gesichert.

Bei der Ermittlung der Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten wurde bei bestehenden Darlehensverträgen jeweils eine stetige Prolongation dieser Verträge sowie ein unveränderter Tilgungs- bzw. Zinssatz bis zum Ende der Laufzeit unterstellt.

6. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (Mitzugehörigkeitsvermerk)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen sowohl im Geschäftsjahr als auch im Vorjahr sonstige Verbindlichkeiten und betreffen ausschließlich ein erhaltenes Darlehen.

7. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (Mitzugehörigkeitsvermerk)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegenüber der Tillig-CZ s.r.o. und betreffen sowohl im Geschäftsjahr als auch im Vorjahr Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

F. Sonstige Pflichtangaben

1. Gesellschaftsorgane

Die Geschäftsführung besteht aus

Herrn Günter Kopp Geschäftsführer (bis 30.09.2023)
Herrn Heiner Groh Geschäftsführer (ab 01.07.2023)

Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer unterbleibt unter Hinweis auf § 286 Abs.4 HGB.

Dem Verwaltungsrat gehören an:

Herr Jürgen Strempel Vorsitzender
Frau Cathrin von Essen Stellvertreterin

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2023 bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB):

- Mietvertrag Verwaltungs- und Betriebsgebäude und -flächen in den Objekten Lange Str. 58, 60 und 60a, monatliche Nettokaltmiete € 7.900, mit einer Laufzeit von 8 Jahren und einer einmaligen Option zur Verlängerung um weitere fünf Jahre

- Managed Document Services - Mietvertrag, monatliche Miete € 1.176,00 mit einer Restlaufzeit von 46 Monaten

- Software-Betreuungs- und Wartungsvertrag, monatliche Betreuungsgebühr € 1.134,13 und monatliche Wartungsgebühr € 1.044,96, mit unbestimmter Laufzeit und dreimonatiger Kündigungsfrist zum Quartalsende

- Software-Servicevertrag, jährliche Lizenzgebühr € 17.273,00, mit einer Laufzeit von 3 Jahren und zweimonatiger Kündigungsfrist zum Laufzeitende und einer Restlaufzeit von 29 Monaten

Daneben bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Dienstleistungsverträgen, wie z. B. Wartungs- und Instandhaltungsverträge, sowie Leasingverträgen in betriebsgewöhnlichem Umfang.

3. Anzahl der Mitarbeiter

Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 109 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigt, davon 79 Mitarbeiter in technischen Bereichen und 30 Mitarbeiter in der Verwaltung.

4. Wesentliche Unsicherheit

Zur Wahrung der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft im Hinblick auf bestehende Darlehensverpflichtungen wird auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht unter Abschnitt V. Punkt "Liquiditätsrisiken" verwiesen.

5. Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Verwaltungsrat schlägt vor, den Jahresfehlbetrag mit dem bestehenden Gewinnvortrag zu verrechnen und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Sebnitz, 22. Oktober 2024

Tillig Modellbahnen GmbH

Heiner Groh, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens - Offenzulegende Fassung gemäß § 284 Abs. 3 HGB

Anschaffungs- und Herstellungskosten 01.01.2023
Zugänge
Abgänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
übrige immaterielle Vermögensgegenstände 547.866,08 2.900,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 93.102,43 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 2.301.806,11 1.742,25 14.594,92
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 22.947.417,69 132.838,83 54.158,44
4. geleiste Anzahlungen und Anlagen im Bau 540.022,66 636.123,66 0,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.300,90 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 26.433.515,87 773.604,74 68.753,36
Umbuchungen
Anschaffungs- und Herstellungskosten 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
übrige immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 550.766,08
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 93.102,43
2. technische Anlagen und Maschinen 142.791,33 2.431.744,77
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 58.130,71 23.084.228,79
4. geleiste Anzahlungen und Anlagen im Bau -200.922,04 975.224,28
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 3.300,90
Summe Anlagevermögen 0,00 27.138.367,25
Abschreibungen 01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Abschreibungen 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
übrige immaterielle Vermögensgegenstände 503.429,08 15.397,00 0,00 518.826,08
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 41.960,43 6.410,00 0,00 48.370,43
2. technische Anlagen und Maschinen 2.249.266,50 25.045,58 14.320,42 2.259.991,66
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.278.490,24 582.300,54 54.133,13 21.806.657,65
4. geleiste Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 24.073.146,25 629.153,12 68.453,55 24.633.845,82
Buchwert 31.12.2023
Buchwert 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
übrige immaterielle Vermögensgegenstände 31.940,00 44.437,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 44.732,00 51.142,00
2. technische Anlagen und Maschinen 171.753,11 52.539,61
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.277.571,14 1.668.927,45
4. geleiste Anzahlungen und Anlagen im Bau 975.224,28 540.022,66
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.300,90 3.300,90
Summe Anlagevermögen 2.504.521,43 2.360.369,62

Bestätigungsvermerk

Hinweis gemäß § 328 Abs. 1a Satz 2 HGB

Die Geschäftsführung der TILLIG Modellbahnen GmbH, Sebnitz, weist an dieser Stelle darauf hin, dass sich der nachfolgend wiedergegebene Bestätigungsvermerk auf den vollständigen Jahresabschluss bezieht und nicht die Fassung des hier offengelegten Jahresabschluss betrifft.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die TILLIG Modellbahnen GmbH, Sebnitz

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der TILLIG Modellbahnen GmbH, Sebnitz - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TILLIG Modellbahnen GmbH, Sebnitz für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Ausführungen in Abschnitt "Wesentliche Unsicherheit" des Anhangs und in Abschnitt "V. Chancen- und Risikobericht - Liquiditätsrisiken" des Lageberichts, in denen der gesetzliche Vertreter darlegt, dass sich die Gesellschaft in einer angespannten Liquiditätssituation und im Prognosezeitraum auf die Aufrechterhaltung der in Abschnitt "V. Chancen- und Risikobericht - Liquiditätsrisiken" des Lageberichts genannten Verträge angewiesen ist.

Unter der Voraussetzung des Fortbestandes der folgenden Verträge, wird die Gesellschaft auf Basis der vorliegenden Planung (vgl. Punkt IV.), im Prognosezeitraum voraussichtlich mit ausreichend liquiden Mitteln ausgestattet sein, um ihren fälligen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachkommen zu können:

• Kreditvertrag vom 30. Dezember 2019 mit der Aldea Stiftung, Sebnitz (frühestens kündbar zum 31. Dezember 2024;

• Kreditvertrag vom 15. Dezember 2022 und Ergänzung / Aufstockung vom 23. Oktober 2023 mit der Wilhelm Oberle-Stiftung, Staufen (frühestens kündbar zum 31. Dezember 2026);

• Kreditvertrag vom 15. Dezember 2022 mit der Wilhelm Oberle-Stiftung, Staufen (Laufzeit bis 30. Dezember 2031);

• Kontokorrentkreditvertrag vom 10. Oktober 2022 mit der Wilhelm Oberle-Stiftung, Staufen (frühestens kündbar zum 30. September 2025);

• Kontokorrentkreditvertrag vom 23. März 2015 mit der Commerzbank AG, Frankfurt am Main (jederzeit kündbar)

• Kontokorrentkreditvertrag vom 17. Mai / 6. Juni 2023 mit der Volksbank Pirna eG, Pirna (jederzeit kündbar).

Zur weiteren Gewährleistung der Zahlungsfähigkeit im Prognosezeitraum und damit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit ist die Gesellschaft somit von der finanziellen Unterstützung der Aldea Stiftung, Sebnitz, der Wilhelm Oberle-Stiftung, Staufen, der Commerzbank AG, Frankfurt am Main und der Volksbank Pirna eG, Pirna, abhängig. Ferner ist die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft davon abhängig, dass die Prämissen der Liquiditätsplanung eintreffen beziehungsweise nicht wesentlich unterschritten werden.

Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz HGB darstellt.

Unser Prüfungsurteil ist bezüglich dieser Sachverhalte nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Verwaltungsrates als Aufsichtsorgan für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Verwaltungsrat als Aufsichtsorgan ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dresden, den 26. November 2024

concredis
Schlegel, Middrup & Weser Partnerschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Weser, Wirtschaftsprüfer

Schlegel, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 6. Dezember 2024 unverändert festgestellt.

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