Rock B(r)and GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Vera Knauer seit 12.8.2025 | Geschäftsführer |
Nils Glagau seit 27.5.2025 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 1.38% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Orthomol Holding GmbHLangenfeldKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Lagebericht 20211. Grundlagen des Unternehmens Orthomol - Die Idee für mehr Gesundheit Der ORTHOMOL-Konzern aus Langenfeld ist der Wegbereiter der orthomolekularen Ernährungsmedizin in Deutschland. Das Unternehmen entwickelt und vertreibt seit 30 Jahren ausgewogen dosierte und für verschiedene Anwendungsgebiete zusammengesetzte Mikronährstoffkombinationen. Orthomol-Produkte sind für die diätetische Begleitung unterschiedlicher Erkrankungen und zur Nahrungsergänzung bei verschiedenen Lebenssituationen vorgesehen und in Apotheken erhältlich. Ihre Entwicklung und Herstellung erfolgt nach dem internationalen Qualitätsstandard ISO 22 000. Vorreiter in der orthomolekularen Ernährungsmedizin - Forschung und Entwicklung In Deutschland war Orthomol das erste Unternehmen, das sich der orthomolekularen Ernährungsmedizin widmete. Die eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung arbeitet kontinuierlich an Ausbau und Verbesserung der Produktpalette. Unter Berücksichtigung des aktuellen internationalen Wissenschaftsstandes zu Mikronährstoffen sowie strengen internationalen Qualitätsstandards (ISO 22 000) erfolgen die Entwicklung und Herstellung der orthomolekularen Premium-Produkte. Eine eigene Abteilung aus Medizinern, Natur- und Ernährungswissenschaftlern sichtet und bewertet stetig neue Publikationen rund um die orthomolekulare Medizin. Zudem werden wissenschaftliche Studien durchgeführt. Auf dieser Grundlage wird das Sortiment permanent verbessert und neue Produkte für spezielle Anwendungsbereiche entwickelt. Insgesamt arbeiten aktuell 15 Mitarbeiter für die Abteilungen Medizin, Forschung und Entwicklung. Das wissenschaftliche Knowhow fließt auch in den umfassenden Service und die Informationsmaterialien der Orthomol ein. Ärzten, Apothekern und medizinischem Personal bietet Orthomol umfangreiche Schulungsmöglichkeiten an und hält eine große Literaturdatenbank bereit. Mediziner, Ökotrophologen und Biologen stehen täglich für Anfragen von Fachleuten und Verbrauchern bereit und ergänzen so die fundierten Publikationen über die Produkte und die orthomolekulare Ernährungsmedizin. Ärzte und Apotheker werden zudem vom Orthomol Außendienst kompetent und engagiert betreut. 2. Wirtschaftsbericht Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2021 war überwiegend durch die sich abschwächende weltweite Corona-Pandemie geprägt. Es waren jedoch im Verlauf 2021 zunehmende Einschränkungen der globalen Lieferketten mit zunehmenden Liefer- und Materialengpässen zu verzeichnen. Auch die konjunkturelle Lage in Deutschland konnte sich im Geschäftsjahr 2021 der seit 2020 weltweit einsetzenden Corona-Pandemie nicht entziehen. Nach dem Einbruch der wirtschaftlichen Entwicklung in 2020 konnte das Vorkrisenniveau in 2021 jedoch noch nicht erreicht werden. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahresdurchschnitt 2021 um 2,6 % höher als im Vorjahr. In 2020 war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um -3,7 % gesunken (Quelle: Destatis). Der für Orthomol relevante OTC - Gesundheitsmarkt in den Apotheken stieg im Jahr 2021 um 2,2 % auf insgesamt 10,92 Mrd. EUR. In diesem Umfeld reduzierten sich aufgrund einer nachlassenden Nachfrage in den Apotheken die Umsätze von Orthomol im Vergleich zum Vorjahr um -10,1 % (Quelle: IH OTC Report, DatamedIQ MO INSIGHTS). Orthomol hat trotz nachlassender Nachfrage im Jahr 2021 ihre führende Position im Bereich der orthomolekularen Ernährungsmedizin behauptet. Einhergehend mit der rückläufigen Inlandsnachfrage hat sich der Umsatz mit 122.857 TEUR gegenüber dem Vorjahr (im Vorjahr 129.146 TEUR) rückläufig entwickelt. Im Zusammenhang mit dem Umsatzrückgang hat sich auch der Jahresüberschuss mit 21.477 TEUR (im Vorjahr 22.922 TEUR) gegenüber 2020 abnehmend entwickelt. Die Abnahme beträgt absolut -1.445 TEUR (-6,3 %). Die EBIT-Marge 1 verringerte sich auf 23,3 %; im Vorjahr lag sie bei 24,9 %. Insgesamt kann der Geschäftsverlauf auch vor dem Hintergrund der Einflüsse der weltweit vorherrschenden Corona-Pandemie als zufriedenstellend betrachtet werden. Die Entwicklung verlief entsprechend der schwachen Inlandsnachfrage leicht über den internen Geschäftsprognosen des Vorjahres. Vermögens-, Finanzlage und Ertragslage Der Umsatzverlauf hat sich, wie bereits zum Geschäftsverlauf dargestellt, insgesamt gegenüber dem Vorjahr rückläufig entwickelt. Diese Entwicklung spiegelt sich insbesondere in den Umsatzerlösen (vor Erlösschmälerungen) im Inlandsumsatz (-7.952 TEUR; -7,9 %) wider. Die Umsätze im Auslandsgeschäft entwickelten sich hingegen ansteigend (+1.401 TEUR; +4,5 %). Die Verringerung im Inlandsgeschäft wurde maßgeblich durch das Produkt Orthomol Immun verursacht. Das Auslandsgeschäft wird weiter ausgebaut und entwickelt sich positiv. Die Gesamtumsatzverringerung in 2021 lässt sich wesentlich durch die verringerte Absatzmengen begründen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse der Gesellschaft verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um -1.926 TEUR (Bestandsverminderung). Gegenüber dem Vorjahr entwickelte sich die Bestandsveränderung abnehmend (im Vorjahr Bestandserhöhung von 1.238 TEUR). Die sonstigen betrieblichen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr leicht angestiegen (+159 TEUR) und beinhalten Erträge aus der Auflösung des passiven Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von 103 TEUR (im Vorjahr 103 TEUR). Die Gesamtleistung 2 verringerte sich in Summe um -9.295 TEUR auf 122.047 TEUR (im Vorjahr 131.342 TEUR).
2 Umsatzerlöse zzgl.
Bestandsveränderung zzgl. sonstige betriebliche
Erträge
Die Betriebsaufwendungen 3 haben sich insgesamt mit 93.461 TEUR gegenüber dem Vorjahr verringert (99.160 TEUR). Der Materialverbrauch hat sich in absoluter Höhe (-4.318 TEUR) reduziert. In Relation zu den Umsatzerlösen hat sich der Materialeinsatz ebenfalls verringert (26,3 % in 2021 zu 28,3 % im Vorjahr). Die Personalaufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht (+126 TEUR bzw. +0,4 %). Im Bereich sonstige betriebliche Aufwendungen verringerte sich der Aufwand plangemäß (-2.393 TEUR bzw. -7,5 %). In den Aufwendungen sind u.a. die Kostenblöcke für Marketing- und Vertriebsaufwendungen enthalten. Weiterhin enthalten sind in 2020 einmalige Aufwendungen für die Zuführung von Jubiläumsrückstellungen (1.301 TEUR). Die ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag haben sich auf 6.896 TEUR reduziert (im Vorjahr 8.809 TEUR). Aufgrund der negativen Umsatzentwicklung hat sich das Konzernergebnis (21.477 TEUR) gegenüber Vorjahr (22.922 TEUR) rückläufig entwickelt. Die sinkenden internen Prognosen für das Geschäftsjahr 2021 sind erwartungsgemäß eingetreten. Die Bilanzsumme des Geschäftsjahres 2021 erhöhte sich gegenüber 2020 um +11.015 TEUR. Dabei erhöhte sich das Anlagevermögen durch planmäßige Investitionen um +474 TEUR. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt 35,6 % (im Vorjahr 39,5 %). Insgesamt wurden Investitionen in Höhe von 3.043 TEUR getätigt. Ein Großteil der Investitionen wurde im Bereich der Sachanlagen für den Neubau eines Produktionsgebäude getätigt (Zugänge zu den Grundstücken und Bauten von 780 TEUR sowie zu geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau von 72 TEUR). Zudem wurde überwiegend in die technischen Anlagen und Maschinen (429 TEUR sowie Zugänge zu geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau von 834 TEUR) sowie in die Betriebs- und Geschäftsausstattung (554 TEUR) investiert. Im Bereich der Finanzanlagen ergaben sich tilgungsbedingte Abgänge für ausgereichte langfristige Darlehen im Bereich der sonstigen Ausleihungen (71 TEUR). Die Zugänge bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen (25 TEUR sowie 261 TEUR) ergaben sich im Rahmen der Erstkonsolidierung der Ortho Innovations GmbH für weitere nicht konsolidierte Tochtergesellschaften. Das Umlaufvermögen erhöhte sich insgesamt um +9.624 TEUR. Dabei reduzierten sich die Vorräte um -1.505 TEUR. Die liquiden Mittel erhöhten sich hingegen um +9.159 TEUR. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind ebenfalls angestiegen (+1.970 TEUR). Hierbei haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbedingt um +2.645 TEUR erhöht. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (-171 TEUR) und insbesondere die sonstigen Vermögensgegenstände (-504 TEUR) haben sich hingegen verringert. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen die nicht konsolidierten Tochtergesellschaften des Konzerns. Das Nettoumlaufvermögen bzw. Working Capital 4 beträgt zum 31.12.2021 48.053 TEUR (im Vorjahr 39.371 TEUR). Somit sind die kurzfristigen externen Verbindlichkeiten durch kurzfristiges Vermögen gedeckt, was für eine ausreichende Innenfinanzierungskraft des Unternehmens spricht. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich im Berichtsjahr aufgrund der Mittelabflüsse infolge der sinkenden Ertragslage sowie der Ertragssteuerzahlungen auf 22.304 TEUR (im Vorjahr 28.691 TEUR) verringert. Es bestanden ausreichende Zahlungsmittelüberschüsse zur Finanzierung von Investitionen (Cashflow aus Investitionstätigkeit -2.654 TEUR, im Vorjahr -15.213 TEUR) bzw. Finanzierungen und Gewinnausschüttungen (Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -10.494 TEUR, im Vorjahr -7.826 TEUR), sodass damit eine solide Liquiditätslage besteht. Das Liquiditäts- bzw. Finanzmanagement des Konzerns dient in erster Linie der Erhaltung und Bereitstellung der Liquidität sowie der Finanzierung weiterer Investitionsvorhaben. Dies erfolgt unter anderem auch über eine Überwachung und Steuerung des Working Capital. Neben selbst erwirtschafteten Zahlungsmittelüberschüssen wird der Bedarf an liquiden Mitteln durch Bankkredite abgedeckt. Das Eigenkapital hat sich durch den Jahresüberschuss in 2021 von 21.477 TEUR, durch die Einzahlung ausstehender Einlagen in Höhe von 27 TEUR abzüglich der erfolgten Gewinnausschüttungen in Höhe von 9.035 TEUR und der Auflösung der Kapitalrücklage von in Höhe 103 TEUR auf 74.900 TEUR erhöht. Die Eigenkapitalquote ist auf 75,5 % (im Vorjahr 70,9 %) angestiegen. Das kurzfristige Fremdkapital setzt sich aus den Rückstellungen (7.521 TEUR), Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (81 TEUR), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (3.529 TEUR), Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (107 TEUR) sowie sonstigen Verbindlichkeiten (2.781 TEUR) zusammen. Die Rückstellungen haben sich überwiegend infolge der rückläufigen Steuerrückstellungen insgesamt um -697 TEUR verringert. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten haben sich gegenüber dem Vorjahr ebenfalls um -373 TEUR verringert. Das mittel- und langfristige Fremdkapital setzt sich aus Darlehen von Kreditinstituten (10.264 TEUR) zusammen und hat sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund der planmäßigen Darlehenstilgungen in Höhe von -281 TEUR verringert. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen in Summe 8.236 TEUR (im Vorjahr 4.971 TEUR). Hiervon bestehen Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von 2.338 TEUR (im Vorjahr 2.235 TEUR). Die Erhöhung resultiert vor allem aus dem Anstieg der Leasingverpflichtungen im Bereich der Cloudsoftware im Rechnungswesen des Konzerns. Die Verbindlichkeiten verringerten sich insgesamt um -654 TEUR auf 16.762 TEUR. Dabei reduzierten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten durch Darlehenstilgungen um -1.294 TEUR auf 10.345 TEUR. Ebenfalls verringerten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (-163 TEUR) und die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (-13 TEUR). Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich hingegen (+815 TEUR). 3. Prognosebericht Das Auftreten des Coronavirus in Europa und weltweit hat einhergehend mit Einschränkungen der globalen Lieferketten und zunehmenden Liefer- und Materialengpässen auch im Geschäftsverlauf 2021 erhebliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft gezeigt. Diesen Einflüssen konnte sich der Konzern in 2021 aufgrund der schwächeren Inlandsnachfrage mit einer rückläufigen Umsatz- und Ergebnisentwicklung nicht entziehen. Hinzu kommen seit Ende Februar 2022 die negativen wirtschaftlichen Entwicklungen infolge des Ukraine-/ Russland-Konflikts. Infolge der deutlich ansteigenden Energiepreise haben sich weltweit erhebliche Inflationseffekte und ein ansteigendes Zinsniveau ergeben. Der deutsche Apothekenmarkt ist 2022 trotz schwieriger Rahmenbedingungen von einer starken Zunahme respiratorischer Erkrankungen gekennzeichnet. So wächst der Gesamtmarkt per September um 6,8 % auf 8.459 Mrd. EUR (Quelle: IH OTC Report, DatamedIQ MO INSIGHTS). Infolgedessen wird der Umsatz im deutschen Markt für Orthomol im Vorjahresvergleich wieder steigen. Im Ausland ist weiterhin eine steigende Nachfrage zu verzeichnen. Für das Jahr 2022 wird wieder mit einer deutlich positiven Gesamtumsatzentwicklung gerechnet. Für Orthomol lag der Umsatz in Summe per September 2022 mit + 32,2 % oberhalb des Vorjahres. Für das Gesamtjahr wird mit einem Umsatzanstieg in Höhe von + 20 % gegenüber dem Vorjahr gerechnet. Die Ertragslage liegt 2022 deutlich über der des Vorjahres. Das EBIT 2022 wird auf Konzernebene in einer Bandbreite von 33.000 - 36.000 TEUR erwartet. Die EBIT-Marge wird auf + 25 % ansteigen. In den nächsten Jahren werden Neuprodukteinführungen und die Erschließung respektive der Ausbau neuer Märkte das Wachstum sicherstellen. Ein besonderer Fokus liegt in der Ausweitung der internationalen Präsenz. Gemäß strategischer Unternehmensplanung wird die Orthomol damit ihre Marktführerschaft in den nächsten Jahren weiter behaupten und ihre Ertragskraft unter Berücksichtigung der Finanzierungsseite weiter steigern. Die Vermögens- und Kapitallage wird sich insgesamt positiv entwickeln. Die Orthomol wird auch zukünftig in der Lage sein, ihren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. 4. Chancen- und Risikobericht Orthomol unterliegt den branchenspezifischen Geschäftsrisiken. Der Wettbewerb ist intensiv, dennoch konnte Orthomol in den vergangenen Jahren die Marktführerschaft behaupten und weiter ausbauen. Das Risiko des Markteintritts weiterer Markteilnehmer der Pharmabranche in den orthomolekularen Bereich wird insbesondere aufgrund der bestehenden Alleinstellungsmerkmale in der Produktpalette sowie des entsprechenden Apothekennetzwerks als nicht bedeutsam eingeschätzt. Das Thema Gesundheit hat in den letzten Jahren kontinuierlich an Bedeutung gewonnen. Eine Entwicklung, die sich auch in den nächsten Jahren fortschreiben wird. Die Menschen übernehmen mehr Verantwortung für ihre Gesundheit. Hierdurch ergeben sich für Orthomol auch in Zukunft strategische Chancen für weiteres Wachstum in Deutschland. Die gute Marktposition ermöglicht in Zukunft mit weiteren Produktinnovationen erfolgreich zu sein. Ergänzend wird der weitere Ausbau des Exportgeschäfts als strategische Chance gesehen. Die Aussichten für die Weltwirtschaft sind aktuell durch den Krieg zwischen Russland und der Ukraine und anhaltend hoher Preise für Energie und Rohstoffe belastet. Stark gestiegene Inflationsraten reduzieren die Einkommen der privaten Haushalte. Mögliche Auswirkungen für Orthomol lassen sich in der aktuellen von Unsicherheit geprägten Situation nicht ausschließen und birgt für Orthomol und für viele andere Marktteilnehmer ein Risiko. Die Liquiditätslage ist gut. Es sind daher keine Engpässe zu erwarten. Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen; Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Verbindlichkeiten werden innerhalb vereinbarter Zahlungsfristen gezahlt. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein Liquiditätsplan erstellt, der laufend an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Mahnwesen und Debitorenmanagement. Als langfristige Unternehmensziele gelten der weitere Ausbau der Marktführerschaft in Deutschland und die internationale Etablierung der orthomolekularen Medizin. Notwendige Investments zur Sicherung der Unternehmensziele werden permanent durch interne Analysen der eigenen Aktivitäten sowie des Marktes geprüft. Auftretende Risikofaktoren werden frühzeitig identifiziert und entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen. Die Liquidität ist wesentlicher Bestandteil der Geschäftsbeobachtung und -entwicklung. Sie soll auch im Rahmen der Dividendenpolitik Berücksichtigung finden. Zur Risikovorsorge und zur Sicherung der Liquidität sind unterjährige Umsatz-/ Etatmeilensteine vereinbart, auf die bei Planabweichungen zurückgegriffen werden kann. Weitere besondere Risiken, die über den normalen Wettbewerb hinausgehen, sind derzeit nicht erkennbar.
Langenfeld, 14. Oktober 2022 ORTHOMOL Holding GmbH Geschäftsführung BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2021ORTHOMOL HOLDING GMBH, LANGENFELDAKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021A. Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze I. Grundlagen Die Orthomol Holding GmbH hat ihren Sitz in Langenfeld. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter HRB 47052 eingetragen. Der Konzernabschluss der Orthomol Holding GmbH zum 31. Dezember 2021 wurde nach den Vorschriften des HGB in der aktuellen Fassung aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde unverändert nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. II. Konzernabschluss Angaben zum Konsolidierungskreis ORTHOMOL pharmazeutische Vertriebs GmbH, Langenfeld
Die Gesellschaft macht von der Befreiungsmöglichkeit des § 264 Abs. 3 HGB hinsichtlich der Aufstellung eines Lageberichts und der Offenlegung des Jahresabschlusses Gebrauch. Orthomed Vertriebs GmbH & Co. Kommanditgesellschaft für Nahrungsergänzung, Langenfeld
Die Gesellschaft macht von der Befreiungsmöglichkeit des § 264b HGB hinsichtlich der Offenlegung des Jahresabschlusses Gebrauch. Orthomed Vertriebs GmbH für Nahrungsergänzung, Langenfeld
Orthomol GmbH, Wien/Österreich
Ortho Innovations GmbH (bisher: Ortho-Trinity GmbH), Langenfeld
Die Gesellschaft macht von der Befreiungsmöglichkeit des § 264 Abs. 3 HGB hinsichtlich der Offenlegung des Jahresabschlusses Gebrauch. Die Ortho Innovations GmbH hält Anteile an folgenden Gesellschaften:
Die Ortho Innovations GmbH wird ab 2021 in den Konzernabschluss einbezogen (Erstkonsolidierung). Das Wahlrecht der bisher nicht erfolgten Einbeziehung in den Konzernabschluss gemäß § 296 Abs. 2 HGB aufgrund der untergeordneten Bedeutung der Gesellschaft für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wird nicht mehr wahrgenommen. Die erstmalige Einbeziehung erfolgte zu Beginn des Geschäftsjahres des Konzernabschlusses zum 01. Januar 2021 (DRS 23 Rz. 14). Die jagua for you GmbH, Langenfeld wurde gemäß § 296 Abs. 2 HGB aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Weiterhin wurde die isaac nutrition GmbH, Köln gemäß § 311 Abs. 2 HGB i.V.m. § 312 HGB aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Abschlussstichtag Der Abschluss-Stichtag des Konzerns der Orthomol Holding GmbH sowie der Stichtag der Abschlüsse der Tochtergesellschaften ist der 31. Dezember des jeweiligen Kalenderjahres. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung der Ortho Innovations GmbH erfolgte nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 HGB). Dabei werden die Anschaffungskosten der Anteile an dem einbezogenen Tochterunternehmen mit dem anteiligen Reinvermögen basierend auf den beizulegenden Zeitwerten der übernommenen Vermögenswerte und Schulden des Unternehmens zum Zeitpunkt des Erwerbs verrechnet. Das Reinvermögen hat hierbei aufgrund des bestehenden Gewinnabführungs- und Verlustübernahmevertrags zu keinen Abweichungen von den Anschaffungskosten der Anteile am Tochterunternehmen geführt. Die Kapitalkonsolidierung wurde darüber hinaus weiterhin unter Anwendung der Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a.F.) in der Weise vorgenommen, dass die Beteiligungsbuchwerte mit dem jeweiligen Eigenkapital der Tochtergesellschaften verrechnet wurden. § 301 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilMoG ist für Erwerbsvorgänge ab 2010 anzuwenden (Neubewertungsmethode). Ein aktivischer Unterschiedsbetrag wurde als Firmenwert ausgewiesen und entsprechend § 309 Abs. 1 HGB über 15 Jahre abgeschrieben. Die planmäßige Abschreibung endete hierbei im Geschäftsjahr 2017. Der entstandene passive Unterschiedsbetrag (2.326 TEUR), der sämtlich auf der Einbringung der Anteile des Tochterunternehmens ORTHOMOL pharmazeutische Vertriebs GmbH in das Mutterunternehmen zu Buchwerten beruht, wird grundsätzlich in Fortführung der Handhabung bei der Erstkonsolidierung als passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung ausgewiesen. Gemäß Art. 66 Abs. 3 EGHGB i.V.m. § 301 Abs. 3 HGB in der Fassung des BilMoG wäre ein passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung (entgegen des Ausweises im Eigenkapital) nach dem Eigenkapital auszuweisen. Da es sich bei der Ursache des Unterschiedsbetrags mit überwiegendem Eigenkapitalcharakter um die Ausübung eines Gestaltungswahlrechts im handelsrechtlichen Jahresabschluss des Mutterunternehmens handelte, wurde der "technische" Unterschiedsbetrag in 2010 im Rahmen der erstmaligen Anwendung der Vorschriften des BilMoG in die Kapitalrücklage innerhalb des Eigenkapitals umgegliedert. Entsprechend der Regelungen des durch das BilRUG neu gefassten § 309 Abs. 2 HGB sowie des DRS 23 wird der passive Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung beginnend ab dem Geschäftsjahr 2016 erfolgswirksam aufgelöst. In Höhe des auf das erworbene Umlaufvermögen entfallenden Teils erfolgte eine vollständige Auflösung. Der restliche auf das erworbene Anlagevermögen entfallende Teil wird ratierlich nach Maßgabe der gewichteten Restnutzungsdauer des Anlagevermögens bzw. Restlaufzeit der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aufgelöst. Aus der Auflösung des passiven Unterschiedsbetrags ergaben sich im Geschäftsjahr 2021 insgesamt Erträge von 103 TEUR (i.V.: 103 TEUR), welche als sonstige betriebliche Erträge in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wurden. Forderungs- und Schuldenkonsolidierung Ausleihungen und andere Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Aufwands- und Ertragskonsolidierung Umsatzerlöse bzw. andere Erträge zwischen den konsolidierten Unternehmen werden mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. Zwischenergebniseliminierung Die bei den innerkonzernlichen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen entstehenden Zwischenergebnisse wurden eliminiert. Hierbei wurden die Zwischenergebnisse als Differenz zwischen dem Konzernverrechnungspreis und den aus Konzernsicht angefallenen Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse sind nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Die im Einzel- und Konzernabschluss zur Anwendung kommenden Grundsätze sind identisch. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen werden im Geschäftsjahr 2021 erstmals in Anlehnung an die steuerlichen Grundsätze entsprechend des betriebsgewöhnlichen Werteverzehrs und der Nutzungsdauer vorgenommen. Der Werteverzehr und die damit verbundene Abnutzung der beweglichen Wirtschaftsgüter ist insbesondere in den ersten Jahren sehr hoch. Die starke Abnutzung ist begründet durch hohe Arbeitsintensität, gestiegene Arbeitseinsatzzeiten und der hohen Maschinenauslastung. Gebäude werden ebenfalls entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer in Anlehnung an die steuerlichen Grundsätze (§ 7 Abs. 4 EStG) abgeschrieben. Für Zugänge an beweglichen Vermögensgegenständen zum Anlagevermögen werden die Jahresabschreibungssätze zeitanteilig angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter und der Sammelposten werden in Anlehnung an die steuerlichen Grundsätze entsprechend abgeschrieben. Sofern bei den Anlagegegenständen zum Abschlussstichtag von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auszugehen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Bewertung des Finanzanlagevermögens erfolgt ebenfalls zu Anschaffungskosten. Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Für nichtgängige und veraltete Vorräte werden angemessene Bewertungsabschläge vorgenommen. Die Bewertung der unfertigen Leistungen und fertigen Erzeugnisse erfolgt entsprechend dem Grad der Fertigstellung zu Material- und Fertigungseinzelkosten zuzüglich angemessener Anteile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und des fertigungsbedingten Werteverzehrs des Anlagevermögens. Die geleisteten Anzahlungen werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Neben den Einzelwertberichtigungen wird eine Pauschalwertberichtigung auf die Forderungen für das allgemeine Kreditrisiko in Höhe von 1% des nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungsbestandes gebildet. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt. Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschluss-Stichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen im Rahmen der Zwischenergebniseliminierung zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gemäß § 306 HGB. Die sich ergebenden Steuerbe- und Steuerentlastungen werden unverrechnet angesetzt. Der zur Berechnung der latenten Steuern verwendete Ertragsteuersatz liegt bei 30,0 %. Der Gewerbesteuer-Hebesatz beträgt hierbei 299%. Der Ausweis der nicht beherrschenden Anteile erfolgt im Eigenkapital. Die Steuerrückstellungen weisen die voraussichtlich anfallenden Nachzahlungen aus. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen und werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigem Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen bestehen nicht. Die Ermittlung der Jubiläumsrückstellung wird nach den Vorschriften des § 253 Abs. 1 und Abs. 2 HGB durchgeführt. Für die biometrischen Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Bei der Berechnung der Rückstellung wurde ein Rechnungszinssatz von 1,35 % p.a. zugrunde gelegt. Die Fluktuation wird unter Verwendung der alters- und dienstzeitabhängigen Wahrscheinlichkeiten der Heubeck Richttafeln 2018 G mit einem Niveaufaktor von 0,58 berücksichtigt. Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten werden mit Erfüllungsbeträgen angesetzt. Zur Fremdwährungsumrechnung ist festzustellen, dass die betroffenen Vermögensgegenstände und Schulden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet werden. Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung mit einer Restlaufzeit größer als ein Jahr erfolgt zum Abschlussstichtag unter Beachtung des Imparitätsprinzips, wonach Kursverluste aufwandswirksam und Kursgewinne nicht berücksichtigt werden. B. Angaben und Erläuterungen zu der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung I. Erläuterungen zur Konzernbilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens nach § 268 Abs. 2 HGB für das Geschäftsjahr 2021 ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich (Anlage zum Anhang). 2. Immaterielle Vermögensgegenstände Bei dem im Anlagenspiegel ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwert handelte es sich um den Unterschiedsbetrag aus der Anschaffung der Gesellschaftsanteile an den Gesellschaften:
3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von 190 TEUR (i.V.: 2.066 TEUR). Die Darlehensgewährung an die Gesellschaft Rock B(r)and GmbH, Langenfeld, in Höhe von 1.929 TEUR (i.V.: 2.000 TEUR) wurde in die sonstigen Ausleihungen umgegliedert. 4. aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Die Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Disagien zu den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 31 TEUR (i.V.: 40 TEUR). Weiterhin enthalten sind Abgrenzungen für Tagungen, Veranstaltungen sowie EDV-Lizenzen. 5. aktive latente Steuern Die latenten Steuersalden und deren Änderungen im Geschäftsjahr 2021 sind nachfolgend dargestellt:
6. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der Orthomol Holding GmbH beträgt 100.000,00 EUR. Das gezeichnete Kapital ist in 2021 vollständig eingezahlt. Im Vorjahr wurde das gezeichnete Kapital saldiert mit ausstehenden nicht eingeforderten Einlagen von 27.011,56 EUR ausgewiesen. Der Konzernbilanzgewinn hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
Gemäß Gesellschaftsvertrag der Orthomol Holding GmbH wurden 20% des Jahresüberschusses der Orthomol Holding GmbH in die Gewinnrücklagen eingestellt. Unter den nicht beherrschenden Anteilen wird der Anteil am Gewinnvortrag an der ORTHOMOL pharmazeutische Vertriebs GmbH ausgewiesen (172.121,84 TEUR). 7. sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Jubiläen (1.315 TEUR), Personalaufwendungen (629 TEUR), für Jahresabschlusskosten (153 TEUR), für Berufsgenossenschaft (102 TEUR), für Kundenbindungsprogramme (101 TEUR) sowie für Kundenbonivereinbarungen (25 TEUR). 8. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt und im Verbindlichkeitenspiegel nach Fristen wie folgt dargestellt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden sowie durch Sicherungsübereignungen von beweglichen Anlagegegenständen besichert. II. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse
2. sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Auflösung des passiven Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung von 103 TEUR (i.V.: 103 TEUR). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungskursumrechnung in Höhe von 0 TEUR (i.V.: 5 TEUR) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungskursumrechnung in Höhe von 2 TEUR (i.V.: 8 TEUR) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aufgrund eines einmaligen Förderzuschusses in Höhe von 200 TEUR enthalten. Durch einen Punkteverfall im Kundenbindungssystem wurden 50 TEUR von insgesamt 54 TEUR als Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen erfasst. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in 2021 Aufwendungen für die Zuführung von Jubiläumsrückstellungen in Höhe von 15 TEUR (i. Vj.: 1.301 TEUR) enthalten. 3. Personalaufwand Im Personalaufwand sind außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von 15 TEUR für laufende und abgeschlossene Personalrestrukturierungsmaßnahmen enthalten. 4. Aufwendungen für Verlustübernahmen Unter den Aufwendungen für Verlustübernahmen werden im Vorjahr die Ergebnisabführungen im Rahmen des abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags des bis zum Vorjahr nicht konsolidierten verbundenen Unternehmens Ortho Innovations GmbH ausgewiesen. In 2021 ist die Gesellschaft im Konzernabschluss konsolidiert erfasst. 5. Ausgleichszahlung an nicht beherrschende Anteile (Minderheitsgesellschafter) An der Tochtergesellschaft ORTHOMOL pharmazeutische Vertriebs GmbH sind Minderheitsgesellschafter mit einem Anteil am gezeichneten Kapital von 5,2 % vorhanden. Infolge eines Ergebnisabführungsvertrages erhalten die Minderheitsgesellschafter eine Ausgleichszahlung. 6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Aufwendungen für latente Steuern in Höhe von 10 TEUR (i.V.: Erträge aus latenten Steuern 19 TEUR) enthalten. C. Sonstige Angaben Aufstellung des Anteilsbesitzes Gemäß § 313 Abs. 3 Satz 4 HGB wird auf die Angaben gemäß § 313 Abs. 2 Nr. 4 HGB verzichtet, da diese für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte/sonstige finanzielle Verpflichtungen Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen für Miet- und Leasingaufwendungen wie folgt:
Der Abschluss der Leasingverträge dient der Verbesserung der Liquiditätssituation bzw. der Beschaffung von liquiden Mitteln zur Finanzierung von betrieblichen Investitionen sowie der Verbesserung der Eigenkapitalrelation. Risiken bestehen insbesondere durch die Fixierung der Ausgabenstruktur über die vertragliche Laufzeit. Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds zum 31.12.2021 beinhaltet die in der Konzernbilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel von 38.707 TEUR (i.V.: 29.548 TEUR). Die im operativen Cashflow enthaltenen anderen zahlungsunwirksamen Erträge betreffen die Erträge aus der Auflösung des passiven Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Abschlussprüfungshonorar Der Abschlussprüfer hat für das Geschäftsjahr 2021 ein Gesamthonorar von 92 TEUR berechnet (für Abschlussprüfungsleistungen 55 TEUR, für Steuerberatungsleistungen 37 TEUR sowie für sonstige Leistungen 0 TEUR). Geschäftsführung Im Geschäftsjahr 2021 erfolgt die Geschäftsführung der Orthomol Holding GmbH durch, Herrn Nils Glagau, Geschäftsführer Marketing, Vertrieb und kaufmännische Bereiche, Leverkusen, und Herrn Dr. Michael Schmidt, Geschäftsführer technische Bereiche, Mettmann. Jeder der genannten Geschäftsführer ist alleinvertretungsberechtigt und von der Beschränkung des § 181 BGB befreit. Auf Angabe der Geschäftsführervergütung wurde gemäß § 314 Abs. 3 HGB i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt sind insgesamt gemäß § 267 Absatz 5 HGB 478 Mitarbeiter im Konzern beschäftigt, davon 270 gewerbliche Arbeitnehmer und 208 Angestellte. Angaben nach § 313 Abs. 2 Nr. 7 und Nr. 8 HGB Die Orthomol Holding GmbH, Langenfeld, stellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht) Das Auftreten des Coronavirus in Europa und weltweit hat einhergehend mit Einschränkungen der globalen Lieferketten und zunehmenden Liefer- und Materialengpässen auch im Geschäftsverlauf 2021 erhebliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft gezeigt. Diesen Einflüssen konnte sich der Konzern in 2021 aufgrund der schwächeren Inlandsnachfrage mit einer rückläufigen Umsatz- und Ergebnisentwicklung nicht entziehen. Hinzu kommen seit Ende Februar 2022 die negativen wirtschaftlichen Entwicklungen infolge des Ukraine-/ Russland-Konflikts. Infolge der deutlich ansteigenden Energiepreise haben sich weltweit erhebliche Inflationseffekte und ein ansteigendes Zinsniveau ergeben. Die weitergehenden Auswirkungen sind nicht abschließend einzuschätzen. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Konzern-Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung der Orthomol Holding GmbH schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn 2021 in Höhe von 62.500 TEUR auf neue Rechnung vorzutragen.
Langenfeld, 14. Oktober 2022 ORTHOMOL Holding GmbH Geschäftsführung Entwicklung des Anlagevermögens 2021
Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021
Eigenkapitalspiegel zum 31.12.2021
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Orthomol Holding GmbH, Langenfeld Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Orthomol Holding GmbH, Langenfeld, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Orthomol Holding GmbH, Langenfeld, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 28. Oktober 2022 Rödl
& Partner GmbH
Fischer, Wirtschaftsprüferin Lütkefels, Wirtschaftsprüferin Billigung des Konzernabschlusses: Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021 wurde am 11. Januar 2023 von der Gesellschafterversammlung gebilligt. Umbenennung der Ortho-Trinity GmbH, Langenfeld: Die Ortho-Trinity GmbH, Langenfeld wurde mit Beschluss vom 3. November 2021 in die Ortho Innovations GmbH, Langenfeld umfirmiert. |
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