A.S.S. Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marcel Möglich seit 19.11.2025 | Prokura |
Norbert Goldau seit 31.10.2023 | Geschäftsführer |
Sabrina Martin seit 12.1.2021 | Prokura |
Vesselin Popov seit 12.1.2021 | Prokura |
Felix Dr. Balzer seit 12.1.2021 | Prokura |
Daniel Schröpfer seit 12.1.2021 | Prokura |
Jochen Mohn seit 3.4.2018 | Geschäftsführer |
Evelin Dr. Arnold seit 9.12.2016 | Prokura |
Frank Herr seit 3.3.2008 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Hexagon Metrology AB | 89.90% |
Östgötaeken AB | 10.10% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
CimCore GmbHAufgelöst | 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Hexagon Metrology GmbHWetzlarJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Lagebericht für das Geschäftsjahr 20211. Geschäftstätigkeit und Struktur des UnternehmensDie Hexagon Metrology GmbH ("die Gesellschaft") ist Teil der Manufacturing Intelligence Division der Gruppe Hexagon AB und vereinigt führende Marken der industriellen Messtechnik. Neben den am Standort Wetzlar entwickelten und produzierten hochgenauen Messmaschinen der Marke LEITZ, Sensoren und die Messsoftware QUINDOS verkauft die Gesellschaft im Wesentlichen Koordinatenmessgeräte (KMG), portable Messsysteme, die von anderen Konzerngesellschaften im In- und Ausland hergestellt werden, sowie Messsoftwarelizenzen. Das Angebot des Unternehmens an Geräten, Systemen und Software wird durch eine breite Palette von Service- und Supportdienstleistungen ergänzt. Die Produkte und Dienstleistungen der Manufacturing Intelligence Division werden in Deutschland durch einen eigenen Vertrieb angeboten. Die von der Hexagon Metrology GmbH in Wetzlar gefertigten Maschinen, Sensoren und Software werden international überwiegend über Hexagon Konzerngesellschaften vertrieben. Hexagon Metrology GmbH beschäftigte im Jahr 2021 durchschnittlich 434 Mitarbeiter. Die lokale Entwicklungsabteilung betreibt im Wesentlichen Projekte, um existierende Maschinentypen durch Weiter- und Neuentwicklungen zu ersetzen und das Produktportfolio LEITZ zu ergänzen. Zusätzlich beteiligen sich Entwickler aus Wetzlar an internationalen Projekten der Hexagon Gruppe. Die Hexagon Metrology GmbH wird als Tochterunternehmen der Hexagon Metrology Services GmbH im Konzernabschluss der Hexagon AB, Stockholm/Schweden, konsolidiert. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2021 Die Dynamik der weltweiten Konjunkturerholung 2021 wurde ab Jahresmitte gedämpft durch neue Covid19-Infektionswellen, Engpässe in den globalen Lieferketten sowie hohe Rohstoff- und Transportkosten und eine steigende Inflation. Dies erschwerte den gesamtwirtschaftlichen Aufholprozess deutlich. Nach vorläufigen Berechnungen des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) an der Universität Kiel wuchs die Weltwirtschaft dennoch um +5,7 % nach dem historischen Einbruch 2020 (-3,1 %). 1 Die deutsche Werkzeugmaschinen-Industrie erholte sich 2021 weitestgehend von den Folgen der Corona-Pandemie. Die Auftragseingänge der Werke in Deutschland stiegen um +58,3 % auf 13,6 MRD € und lagen damit bereits wieder über dem Vor-Corona-Niveau 2019 (2020: 8,6 MRD €; 2019: 12,3 MRD €) - allerdings noch deutlich unter dem Niveau von 2018 mit 17,5 MRD €. Sowohl die Inlandsnachfrage mit +50,6 % (Vorjahr: -36,5 %) als auch die Bestellungen aus dem Ausland mit +61,6 % (Vorjahr: -26,7 %) konnten deutlich zulegen. Der Auftragseingang bei spannenden Maschinen stieg signifikant um +65,0% (Vorjahr: -31,0%). Die Aufträge aus dem Inland erhöhten sich beachtlich um +69,0% (Vorjahr: -42,0 %). Die Auslandsbestellungen nahmen um +63,0 % zu (Vorjahr: -25,0 %). Im Bereich der umformenden Maschinen stieg der Auftragseingang um +42,0 % (Vorjahr: -28,0 %). Auftragseingänge für ausländische Werke deutscher Hersteller sind hierbei nicht berücksichtigt. Die Umsätze der deutschen Werkzeugmaschinenhersteller hinken der Auftragseingangsentwicklung aufgrund der angespannten Liefersituation noch deutlich hinterher. Sie erhöhten sich lediglich um +3,7 % auf 12,7 MRD € und lagen damit -25,7% unter dem Vor-Corona-Niveau 2019 (2020: 12,2 MRD €; 2019: 17,0 MRD €). 2 2.2 Geschäftsverlauf und Lage Die Kunden der Hexagon Metrology GmbH kommen aus verschiedenen Branchen, wie der Automobilbranche, dem Maschinenbau, der Luft- und Raumfahrtindustrie, regenerativer Energien oder Medizintechnik. Zu den Endverbrauchern gehören sowohl Großkonzerne als auch kleine und mittelständische Unternehmen und Konzerngesellschaften im In- und Ausland. Der Auftragseingang stieg im Jahr 2021 um 36% und erreichte somit das Niveau von 2019. Nach dem Umsatzrückgang im Jahr 2020, vor allem verursacht durch die Corona Pandemie, fand im Jahr 2021 eine starke Erholung statt. Trotz der angespannten gesamtwirtschaftlichen Situation durch die Auswirkungen der Corona Pandemie und Folgen aus verhängten Sanktionen im Zusammenhang mit der Ukraine Krise erwartet die Gesellschaft für die nähere Zukunft nach aktuellen Einschätzungen weiter eine positive Geschäftsentwicklung. 3. ErtragslageZur Steuerung des Unternehmens werden im Wesentlichen, die in den Darstellungen zur Ertragslage erläuterten, finanziellen Leistungsindikatoren Jahresergebnis, Umsatz und EBIT Marge verwendet. Die Ertragslage stellt sich in Kennzahlen wie folgt dar:
Der Inlandsumsatz betrug 55% vom gesamten Umsatz (Vorjahr 54%). Der Exportumsatz betrug 45% vom gesamten Umsatz (Vorjahr 46%). Die Umsatzsteigerung wurde überwiegend von den Produktbereichen Gelenkmessarme (+ 29 %), Aftermarket und Service (+ 16 %) und Leica Metrology (+ 13%) verursacht. Die Produktbereiche Bridges und High Accuracy waren relativ stabil zum Vorjahr. Die Optiv Produkte verzeichneten ein negatives Wachstum. Der Auftragseingang beträgt 107 Mio €, hiervon sind 53% aus dem Inland und 47% aus dem Ausland. Die relative Bruttomarge stieg von 61% auf 64% vor allem bedingt durch den Produktmix. Signifikante Änderungen der Einkaufspreise waren im Geschäftsjahr 2021 weder beim Einkauf von Drittlieferanten noch im Konzernverbund zu verzeichnen. Im Geschäftsjahr wurden sonstige betriebliche Erträge von T€ 684 (Vj. T€ 306) erzielt. Diese beinhalten im Wesentlichen Währungseffekte. Die Zunahme der Personalaufwendungen um T€ 3.891 auf T€ 38.175 ist bei gesunkener durchschnittlicher Mitarbeiterzahl überwiegend auf die Aufhebung der im Jahr 2020 eingeführten Kurzarbeit zurückzuführen. Die Abschreibungen sind um € 0,1 Mio. im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken ebenso wie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Diese sind um € 1,8 Mio. rückläufig, da im Vorjahr vor allem Aufwendungen für das Restrukturierungsprogramm enthalten sind (T€ 2.666). Die positive Entwicklung des EBIT ist vor allem bedingt durch den gestiegenen Umsatz und der damit verbundenen höheren absoluten Bruttomarge (+ 8,4 Mio. €), welche zum Teil durch die um € 3,9 Mio. gestiegenen Personalkosten aufgehoben wurde. Der Zinsaufwand ist auf Vorjahresniveau und resultiert im Wesentlichen aus Abzinsungseffekten. Das Ergebnis nach sonstigen Steuern beträgt € 10,9 Mio. und wird an die Hexagon Metrology Services GmbH, Wetzlar, aufgrund des Gewinnabführungsvertrages vollständig abgeführt. 4. Vermögens- und FinanzlageDie Vermögens- und Finanzlage stellt sich wie folgt dar:
Die Veränderung der Bilanzsumme und des Working Capitals basiert im Wesentlichen auf den folgenden Veränderungen: Sachinvestitionen und bauliche Maßnahmen Die Investitionen in Sachanlagen betrugen im Jahr 2021 € 0,8 Mio. und enthielten zum größten Teil Ersatzinvestitionen. Vorratsvermögen Das Vorratsvermögen ist um € 0,6 Mio. auf € 25,9 Mio. gesunken. Die Reduzierung betraf vor allem die fertigen Erzeugnisse. Die Wertberichtigungen auf Vorräte betragen T€ 6.266 und liegen damit leicht über dem Vorjahresniveau (T€ 6.047). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten erhöhen sich aufgrund des gestiegenen Umsatzes und aufgrund des verhältnismäßig umsatzstarken vierten Quartals um € 2,1 Mio. Mögliche Ausfallrisiken wurden in der erforderlichen Höhe berücksichtigt. Die Höhe der Wertberichtigungen lag auf dem Vorjahresniveau mit € 0,4 Mio. (Vj. € 0,4 Mio.). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen steigen um € 13,6 Mio. auf € 66,0 Mio. Die Steigerung ist im Wesentlichen auf die Cash-Pool-Vereinbarung mit Hexagon AB, Stockholm/Schweden zurückzuführen. In Folge der mit Hexagon AB bestehenden Cash-Pool-Vereinbarung erfolgt eine automatische Übertragung des Banksaldos auf das Unterkonto der Hexagon AB, Stockholm/Schweden, sodass die Gesellschaft eine entsprechende Forderung oder Verbindlichkeit gegenüber der Hexagon AB, Stockholm/Schweden ausweist. Die Forderung beträgt zum 31. Dezember 2021 € 51,1 Mio. (Vj. € 43,2 Mio.). Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen T€ 1.454 (Vj. T€ 3.950) und beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Steuern. Die Rechnungsabgrenzungsposten betragen im Geschäftsjahr T€ 1.087 (VJ T€ 287). Das Eigenkapital bleibt aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages unverändert. Die Eigenkapitalquote ist aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme auf 65% zurückgegangen. Rückstellungen Die Pensionsrückstellungen blieben nahezu unverändert auf € 5,9 Mio. Die Gesellschaft hat alle Risiken aus den Pensionsverpflichtungen für Mitarbeiter nicht älter 55 Jahre durch Abschluss einer Rückdeckungsversicherung abgedeckt. Sonstige Rückstellungen wurden im Wesentlichen für ausstehende Rechnungen, noch zu erbringende Leistungen, Gewährleistungsverpflichtungen, Provisionen, Verpflichtungen aus Altersteilzeit, Resturlaubs- und Überstundenansprüche, Jubiläumsverpflichtungen sowie sonstigen erkennbaren Risiken gebildet. Die sonstigen Rückstellungen verringerten sich geringfügig um € 0,9 Mio. auf € 6,2 Mio. Verbindlichkeiten Die erhaltenen Anzahlungen sind um T€ 1.667 auf T€ 3.094 im Zusammenhang mit einem höheren Auftragseingang gestiegen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt um T€ 354 auf T€ 1.836 gestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind von T€ 7.472 auf T€ 18.468 gestiegen. Die Steigerung resultiert insbesondere aus den Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten in Höhe von T€ 7.498 aufgrund vermehrter Einkäufe von Konzernprodukten. Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen T€ 2.046 und liegen damit leicht über dem Vorjahreswert (T€ 1.064). Die Rechnungsabgrenzungsposten betragen im Geschäftsjahr T€ 2.380 (VJ T€ 2.927). Finanzlage Die Finanzierung der Geschäftstätigkeit erfolgt grundsätzlich über die selbst erwirtschafteten liquiden Mittel. Aufgrund unserer Einbindung in den Konzern der Hexagon AB, Stockholm/Schweden decken wir den darüber hinaus erforderlichen Liquiditätsbedarf über ein Cash Pooling innerhalb des Konzerns, wo uns eine ausreichende Kreditlinie zur Verfügung steht. Das Eigenkapital hat sich zum Bilanzstichtag nicht verändert. Dies führte bei einer erhöhten Bilanzsumme zu einer niedrigeren Eigenkapitalquote von 65,0 % (Vj. 73,0 %). Insgesamt betrachtet, schätzen wir die Lage der Gesellschaft weiterhin als günstig ein. 6. ZertifizierungenDurch kontinuierlich realisierte interne Audits, Qualitätsmanagement-Reviews sowie Qualitätsinitiativen sichern wir die hohe Qualität unserer Prozesse und Produkte. Hierzu wurden im Jahr 2021 insgesamt 17 systembezogene Prozess- und Produktaudits sowie ein Lieferantenaudit durchgeführt. Während der Auditierung aller systembezogenen Prozessaudits sowie Lieferantenaudits wurden grundsätzlich die Umwelt- sowie Arbeitsschutzaspekte berücksichtigt. Im Jahr 2021 wurden zudem insgesamt vier externe Audits durch unsere Zertifizierungsgesellschaften LRQA sowie die Deutsche Akkreditierungsstelle durchgeführt. 7. Forschung und EntwicklungDer Bereich Forschung & Entwicklung (F&E) bearbeitet Technologie- und Produktentwicklungsprojekte der Marke LEITZ sowie die Software Quindos. Im Fokus dieser Aktivitäten steht die gesamteinheitliche Systementwicklung von Anwendungslösungen, um den sich wandelnden Anforderungen unserer Kunden optimal anzupassen. Jegliche Kernkompetenzen sind hierfür am Standort Wetzlar gebündelt und werden durch zielgerichtete Förderung der Mitarbeiter weiter gestärkt. Neben der Unterstützung der Innovationen in operativen Geschäftsprozessen wurden die Entwicklungstätigkeiten entsprechend der vorgegebenen Produkt-Roadmap weiter fortgeführt. Herauszustellen ist hierbei die Entwicklung von optischen taktilen Sensoren, Baugrößenerweiterung von selektiven Maschinengruppen sowie die Erweiterung der Quindos 7 Software. Für das Jahr 2022 ist vor allem die weitere Entwicklung einer neuen Generation Koordinaten Messmaschinen sowie ein neues Release für Quindos geplant. Im Jahr 2021 sind insgesamt Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in Höhe von € 6,3 Mio. (Vj. € 6,3 Mio.) entstanden. Im Bereich waren 54 Mitarbeiter beschäftigt. 8. Chancen und RisikenHexagon Metrology GmbH ist im Rahmen ihrer weltweiten Geschäftstätigkeit und aufgrund der ständig fortschreitenden technologischen Entwicklungen einer Vielzahl von Chancen und Risiken ausgesetzt. Beide Faktoren können den Geschäftserfolg nachhaltig beeinflussen. Die Betrachtung von Chancen und Risiken ist Bestandteil des Budget- und Strategieprozesses. Im Einzelnen werden die Risiken von uns in absteigender Reihenfolge wie folgt beurteilt: Konzernabhängigkeit/IT - Umfeld (hohes Risiko) Ein wesentliches Risiko und zugleich auch Chance unseres Unternehmens stellt die Abhängigkeit von der Hexagon Gruppe hinsichtlich Zentralfunktionen wie z.B. IT-Infrastruktur und Vertrieb dar. Wirtschaftliche Risiken (mittleres Risiko) Risiken für das prognostizierte Umsatzwachstum und das positive Ergebnis 2022 liegen in der weltweiten Konjunkturentwicklung in Europa, Asien und den USA entstehen aus Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Corona-Pandemie sowie aus der steigenden Inflation. Hinzu kommen globale und politische Unsicherheiten, wie der Handelskonflikt zwischen den USA und China und die russische Militäraktion gegen die Ukraine. Diese Entwicklungen in der Weltwirtschaft sowie Änderungen in der Gesetzgebung einzelner Länder können Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der Hexagon Metrology GmbH haben. Branchenrisiken (mittleres Risiko) Ein wichtiger Bestandteil des Umsatzes ist stark abhängig von den zyklischen Entwicklungen in der Investitionsgüterindustrie - vor allem der Automobil-, Luftfahrt- und deren Zulieferindustrie. Vor diesem Hintergrund führen wir eine Strategie zur Diversifikation in neue Abnehmerbranchen zur Risikostreuung. Beschaffungs markt risiken (mittleres Risiko) Lieferantenabhängigkeiten und kurzfristige Veränderungen an den Rohstoffmärkten begegnen wir mit konsequentem Supply-Chain-Management. Daneben suchen wir ständig alternative Bezugsquellen für kritische Lieferanten. Technologierisiken (mittleres Risiko) Die Hexagon Metrology GmbH bewegt sich in einem hochtechnologischen Markt. Dies erfordert eine kontinuierliche Produktneu- und Weiterentwicklung mit entsprechenden Risiken. International etablierte Entwicklungsprozesse innerhalb der Hexagon Gruppe und die Zusammenarbeit mit Partnern und Kunden mindern diese Risiken. Die Entwicklungsprojekte werden fortlaufend überprüft. Cyberrisiken (mittleres Risiko) Unter Cyber-Risiken versteht man Risiken, die beim Navigieren in einer digitalen und vernetzen Welt (dem Cyberraum) entstehen. Cyberrisiken bestehen zum einen durch die Möglichkeit vorsätzlicher, zielgerichteter IT-gestützter Angriffe auf Daten und IT-Systeme. Ein Angriff auf die IT-Infrastruktur und Daten von Hexagon Metrology GmbH könnte zu einer Beschädigung der Systeme und Programme sowie einen Verlust oder einer Manipulation von Daten führen. Hieraus könnte ein finanzieller Schaden als auch Reputationsschaden entstehen. Die Gesellschaft begegnet diesem Risiko mit einer laufenden Überwachung von gruppenweit einheitlichen IT-Sicherheitsstandards und einer regelmäßigen Sensibilisierung aller Mitarbeiter durch Trainings und Tests. Aufgrund der getroffenen Maßnahmen gehen wir von einem mittleren Risiko aus. Produkt - und Qualitätsrisiken (mittleres Risiko) Durch die zunehmende Komplexität der Technologien und die große Anzahl von Anwendungen wird Qualitätssicherung immer wichtiger. Um qualitätsrelevante Risiken zu minimieren, haben wir ein Qualitätsmanagement nach ISO 14001 und 9001 eingeführt, zudem werden umfangreiche interne Audits durchgeführt. Liquiditätsrisiko (geringes Risiko) In Folge der soliden Finanzlage mit einem hohem Cash-Pool Guthaben sowie der Einbeziehung in das Cash-Pool System des Konzerns wird die Finanzierung der Gesellschaft als gesichert und das Liquiditätsrisiko als gering eingestuft. Das Liquiditätsrisiko für den konzernweiten Cash-Pool ist auf Ebene des Gesamtkonzerns der Hexagon AB zu beurteilen. Nach gegenwärtiger Einschätzung lassen sich keine wesentlichen Liquiditätsrisiken hieraus ableiten. Personalrisiken (geringes Risiko) Das Wissen und die persönlichen Kompetenzen unserer Mitarbeiter sind ein wichtiger Erfolgsfaktor für unser Unternehmen. Um weiterhin uneingeschränkt Hochtechnologie entwickeln und produzieren zu können, halten wir einen engen Kontakt zu Hochschulen, Universitäten und Forschungseinrichtungen, um hoch qualifiziertes Personal zu gewinnen. Wir beschäftigen kontinuierlich Auszubildende in den technischen und kaufmännischen Bereichen und führen gezielte Weiterbildungsmaßnahmen durch. Währungs - und Forderungsausfall risiken (geringes Risiko) Beschaffung als auch Verkauf finden teilweise in Fremdwährungen statt. Kurssicherungsgeschäfte finden nicht statt. Die Bonität der Kunden wird kontinuierlich überwacht. Gesamte Risikobewertung Das Risikomanagement besteht aus einem permanent durchgeführten Controlling anhand des monatlich detaillierten Reportings an die Konzernleitung der Hexagon Manufacturing Intelligence. Dadurch ist es möglich, zeitnah auf Risiken zu reagieren. Diese haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Nach den uns heute bekannten Informationen bestehen keine bestandsgefährdenden Risiken für die Hexagon Metrology GmbH und sind auch für das Geschäftsjahr 2022 nicht zu erkennen. Chancen Die wesentlichen Chancen unserer künftigen Entwicklung sehen wir in absteigender Reihenfolge wie folgt in den Bereichen:
9. PrognoseberichtRückgriff auf die Prognose des Vorjahres Die für 2021 geplanten Umsatzziele konnten erreicht und übertroffen werden. Kostenseitig bewegte sich die Hexagon Metrology GmbH weitestgehend innerhalb der Budgetplanung. Aus Sicht der Unternehmensleitung kann das Jahr 2021 insgesamt als erfolgreich betrachtet werden. Auch die Vernetzung der Hexagon Metrology GmbH in den Hexagon Konzern hat weiter zugenommen. Dank einer deutlichen Umsatzsteigerung bei moderat gestiegenen Kosten, konnte im Jahr 2021 eine sehr gute Gewinnabführung im Rahmen der Budgetplanung erzielt werden. Prognose 2022 Die Entwicklung der Weltwirtschaft ist für das Jahr 2022 schwer vorhersehbar. Unsicherheiten entstehen vor allem aus der politischen Instabilität in manchen Absatzmärkten insbesondere die Folgen des Krieges in der Ukraine, Währungsunsicherheiten, potenziellen Lieferengpässen, sowie technologische Entwicklungen in der Automobil- und Luftfahrtbranche. Für die Zukunft erwarten wir unverändert eine weitere Stabilisierung der Marktsituation und ein moderates Wachstum in allen Abnehmerbranchen und -regionen, so dass wir kurz- und mittelfristig von einer stabilen bis positiven Entwicklung der Ertragslage der Hexagon Metrology GmbH ausgehen. Die Planung für das Geschäftsjahr 2022 geht von einer Stabilisierung der Konjunktur in unseren Hauptmärkten aus. Wir haben für 2022 einen gleichbleibenden Auftragseingang geplant und erwarten auf Grund des Abbaus des hohen Auftragsbestandes eine Umsatzsteigerung von 10%. Die Personalkosten und sonstigen Kosten werden der Umsatzentwicklung folgen und wir rechnen deswegen mit einem gleichbleibenden Ergebnis vor Steuern. Die Liquidität wird wie vorstehend beschrieben als gesichert angesehen. Als eines der führenden Unternehmen der hochgenauen Koordinatenmesstechnik verfolgt die Hexagon Metrology GmbH das Ziel, die Kundenerwartungen mit Produkten von kontinuierlicher und anspruchsvollster Qualität mit optimalem Kosten-/Nutzenverhältnis zu erfüllen. Das Management Team wird auch zukünftig die Wachstumsstrategie des Unternehmens weiterverfolgen.
Wetzlar, den 8. Dezember 2022 Stefan Ruh, Geschäftsführer Arnoldus Seuren, Geschäftsführer Michael Rosenbruch, Geschäftsführer Jochen Mohn, Geschäftsführer
1 Quelle:
https://www.ifw-kiel.de/de/themendossiers/konjunktur/;
Abruf 20.09.2022
Bilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Anhang für das Geschäftsjahr 2021Allgemeine HinweiseDie Gesellschaft ist unter der Hexagon Metrology GmbH mit Sitz in Wetzlar im Handelsregister des Amtsgerichts Wetzlar unter der Nummer HRB 1201 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde unverändert nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. Die Hexagon Metrology GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie Ausweisgrundsätze sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten (§ 255 HGB) bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer, die überwiegend bei 3 bis 5 Jahren liegt, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Der am 1. April 2006 vollzogene Erwerb von einzelnen Vermögensgegenständen, Schulden sowie Rechten über den Vertrieb von messtechnischen Geräten und Systemen von der Leica Geosystems GmbH Vertrieb, München, führte zu einem Firmenwert, der über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben wird. Die Annahme der betrieblichen Nutzungsdauer basiert auf Grundlage von Erfahrungswerten der durchschnittlichen Kundenbindung, die insbesondere zu den langen Produktlebenszyklen von 10 bis 20 Jahren korreliert. Für den Firmenwert des im Jahr 2017 übernommenen Unternehmens FEINMESS GmbH & Co. KG wird gem. § 253 Abs. 3 S. 4 HGB eine Nutzungsdauer von 10 Jahren zugrunde gelegt. Die Annahme der betrieblichen Nutzungsdauer basiert auf Grundlage von Erfahrungswerten der durchschnittlichen Kundenbindung, die insbesondere bei dem komplexen Akkreditierungsverfahren zwischen 5 bis 15 Jahren beträgt. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Sämtliche Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Im Falle einer dauerhafter Wertminderung wird der niedrigere am Bilanzstichtag beizulegende Wert angesetzt. Die folgende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wurde bei den einzelnen Anlagegegenständen zugrunde gelegt:
In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 800 nicht übersteigen. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Standardkosten. Preisabweichungen zwischen Standardkosten und Anschaffungskosten werden direkt erfolgswirksam gebucht. Die Abweichungen zwischen Einkaufpreisen und Standardkosten werden unterjährig regelmäßig überprüft und bei wesentlichen Abweichungen werden die Standardkosten angepasst. Einmal jährlich werden alle Standardkosten aktualisiert. Angemessene Abwertungen für Lagerrisiken werden vorgenommen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet, wobei die eingehenden Materialkosten zu Standardkosten bewertet werden. Neben den direkt zurechenbaren Kosten werden auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie produktionsbezogene Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Der Bestand an Vorräten fertiger und unfertiger Erzeugnisse wird verlustfrei bewertet, d.h. wenn am Bilanzstichtag die Marktpreise unter die Herstellungskosten gefallen sind, werden Abschreibungen auf den jeweiligen niedrigeren geschätzten Verkaufspreis vorgenommen, wobei von den voraussichtlichen Verkaufspreisen auch Abschläge für noch anfallende Verkaufskosten vorgenommen werden. Handelswaren werden zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit sowie anderen Gründen ergeben, werden durch angemessene Abwertungen auf der Basis von Reichweitenanalysen durch sogenannte Gängigkeitsabschläge berücksichtigt. Dabei wird von einer maximalen Vorratsaufbewahrungsdauer von maximal 60 Monaten ausgegangen, da erwartet wird, dass die Produkte aufgrund des Lebenszyklus danach nicht mehr weiterverkauft werden können. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte werden zum Nennwert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Guthaben bei Kreditinstituten werden mit ihrem Nominalwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Angaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Zeitpunkt darstellen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Mit Wirkung zum 1. Januar 2020 wurde ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Hexagon Metrology Services GmbH, Wetzlar, abgeschlossen. Die Eintragung des Vertrages vom 22.Juni 2020 erfolgte am 9. Juli 2020. Daher wird das Jahresergebnis an diese abgeführt. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach der so genannten Projected-Unit-Credit-Methode bzw. dem Teilwertverfahren unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der 10 jährige (Vj. 10-jährige) Durchschnitt des Marktzinssatzes bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,87 % (Vj. 2,30 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen sind mit 2,5 % (Vj. 2,5 %) und Rentensteigerungen sind mit 1,5 % (Vj. 1,5 %) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 4,0 % (Vj. 4,0 %) berücksichtigt. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im operativen Ergebnis erfasst. Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird der sich aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung nach §§ 249 Abs. 1 Satz 1, 253 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 HGB durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ergebende Zuführungsbetrag über den Höchstzeitraum von 15 Jahren gleichmäßig verteilt. Der Zuführungsbetrag beträgt jährlich € 167.786,00. Demnach sind der Rückstellung bis zum 31. Dezember 2024 noch € 503.358,00 zuzuführen. Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens (Rückdeckungsversicherungen) entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB und besteht aus dem sogenannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes und aus Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens sowie laufende Erträge des Deckungsvermögens werden im operativen Ergebnis erfasst. Soweit das Deckungsvermögen die Rückstellung übersteigt, wird dieser aktive Überhang als gesonderter Posten "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Effekte aus der Änderung von Abzinsungssätzen werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,35 % p.a. und auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen wurden unverändert zum Vorjahr jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5 % zugrunde gelegt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Bewertung der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen erfolgt zum Erfüllungsbetrag. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Tag darstellen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die sich ergebende Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Die Aktivierung des Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Seit dem 1. Januar 2020 besteht eine steuerliche Organschaft mit der Hexagon Metrology Services GmbH, wodurch die Gesellschaft nicht mehr Steuersubjekt ist und latente Steuern beim Organträger bilanziert werden. Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt (Anlage zum Anhang). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen weisen eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr auf. Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Vorjahr ist auf ein höheres Umsatzvolumen gegen Jahresende zurückzuführen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 65.964 (Vj. T€ 52.382) entfallen in Höhe von T€ 14.870 auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vj. T€ 9.166), sowie in Höhe von T€ 51.094 auf Forderungen aus dem konzerninternen Cash-Pooling (Vj. T€ 43.216). Forderungen gegen die Gesellschafterin bestehen wie im Vorjahr nicht. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben ebenfalls eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Gemäß § 246 Abs. Satz 2 HGB wird der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung für die Altersteilzeit- und die Pensionsverpflichtungen in Höhe von T€ 2.852 (Vj. T€ 3.251) mit den korrespondierenden Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen verrechnet. Eigenkapital Das Stammkapital der Hexagon Metrology GmbH, Wetzlar, beträgt € 26.000 und die Kapitalrücklage € 45.522.893,86. Zum 31. Dezember 2021 ist die Hexagon Metrology Services GmbH, Wetzlar, alleinige Gesellschafterin. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Nach der Verrechnung des Zeitwertes des Deckungsvermögens (=Anschaffungskosten) in Höhe von T€ 2.852 mit den Pensionsverpflichtungen in Höhe von T€ 9.247 betragen die Pensionsverpflichtungen nun T€ 6.396, wobei der noch in künftigen Perioden anzusammelnde Fehlbetrag gemäß Art. 67 Abs. 2 EGHGB T€ 671 beträgt. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB aus der handelsrechtlichen Ermittlung der Pensionszusagen bei der Anwendung der unterschiedlichen Durchschnittszinssätze von 7 Jahren im Vergleich zu 10 Jahren beträgt T€ 350, in dessen Höhe nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB eine Ausschüttungssperre besteht. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für ausstehende Rechnungen (T€ 440), noch zu erbringende Leistungen (T€ 1.092), Boni (T€ 2.251), Resturlaubs- und Überstundenansprüche (T€ 404), Jubiläumsverpflichtungen (T€ 531), Restrukturierungsprogramme (T€ 674) sowie sonstige erkennbare Risiken (T€ 777) gebildet. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestanden wie im Vorjahr am Abschlussstichtag nicht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten mit T€ 18.468 (Vj. T€ 7.472) im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verrechnungen von T€ 7.499 (Vj. T€ 5.464). Zum Stichtag bestehen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von T€ 10.969 (Vj. T€ 4.346), davon resultieren T€ 10.942 (Vj. T€ 4.316) aus der Gewinnabführung im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern von T€ 1.934 (Vj. T€ 775). Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit bestehen in Höhe von T€ 79 (Vj. 108). Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Sonstige betriebliche Erträge Der Posten enthält periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 150 (Vj. T€ 133) und resultiert überwiegend aus Auflösungen von Rückstellungen. In den sonstigen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von T€ 272 (Vj. T€ 123) enthalten. Personalaufwand Die Personalaufwendungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um T€ 3.891 auf T€ 38.175 vor allem aufgrund der Aufhebung der im Jahr 2020 eingeführten Kurzarbeit sowie tariflicher Lohn- und Gehaltsanpassungen sowie Sonderzahlungen. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von T€ 168 enthalten. Diese betreffen Aufwendungen aus der ratierlichen Anpassung der Pensionsrückstellung in Folge der Anwendung von Art. 66 und Art. 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind außerdem Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von T€ 388 (Vj. T€ 380) enthalten. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Der Aufwand aus der Abzinsung der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen betrug T€ 218 (Vj. T€ 200). Sonstige AngabenGeschäftsführung Die Geschäftsführung setzte sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen:
Die Mitglieder der Geschäftsführung waren bis auf Herrn Ruh ausschließlich für die Gesellschaft hauptberuflich tätig. Herr Ruh ist bei weiteren Gesellschaften der Hexagon-Gruppe im Europamarkt als Geschäftsführer tätig. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Angaben über die Höhe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB, weil im Geschäftsjahr 2021 nur zwei Mitglieder der Geschäftsführung Bezüge für ihre Tätigkeit von der Gesellschaft erhalten. Die anderen beiden für die Gesellschaft hauptberuflich tätigen Geschäftsführer erhalten ihre Bezüge von anderen Gesellschaften der Hexagon-Gruppe. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestanden keine angabepflichtigen Haftungsverhältnisse. Außerbilanzielle Geschäfte / Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat aus Liquiditätsgründen mehrere Miet- und Leasingverträge für Kraftfahrzeuge und Betriebs- und Geschäftsausstattung abgeschlossen. Vorteile des Abschlusses solcher Verträge gegenüber dem Kauf der betreffenden Anlagegüter sind u.a. die Bilanzneutralität, die Liquiditätsschonung und die gewonnene Flexibilität. Nachteile bestehen in der Laufzeitbindung und den im Allgemeinen höheren Kosten. Die Miet- und Leasingverhältnisse enden zwischen 2022 und 2026. Für die Gesellschaft ergeben sich für die festen Grundmietzeiten finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 3.191 (Vj. T€ 3.386). Diese verteilen sich wie folgt:
Des Weiteren bestehen zum Stichtag Bestellobligos in Höhe von T€ 859 (Vj. T€ 398). Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt somit T€ 4.050 (Vj. T€ 3.784). Darüber hinaus sind keine weiteren, für die Beurteilung der Finanzlage bedeutsamen Verpflichtungen zu vermerken. Prüfungs- und Beratungsgebühren Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für:
Konzernverhältnisse Die Gesellschaft ist aufgrund der Beteiligungsverhältnisse verbundenes Unternehmen der Firmengruppe der Hexagon AB, Stockholm/Schweden und wird somit in den Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens, der Hexagon AB, Stockholm/Schweden, eingebunden, welcher den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen umfasst. Der Konzernabschluss ist auf der Internetseite der Hexagon AB erhältlich. Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen Marktunübliche Geschäfte mit und zwischen nahestehenden Unternehmen, die mittel- oder unmittelbar mit weniger als 100% im Anteilbesitz der Konzernmuttergesellschaft stehen, und marktunübliche Geschäfte mit und zwischen nahestehenden Personen wurden nicht getätigt. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag Folgende Ereignisse nach dem Bilanzstichtag können sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken: Der Ausbruch des Ukraine Krieges im Februar 2022 sowie die in Reaktion darauf festgelegten internationalen Sanktionen, stellen ein einschneidendes Ereignis dar, das in der globalen Wirtschaft deutliche Spuren hinterlassen wird. Es können sich dadurch wesentliche Beeinträchtigungen und Risiken ergeben, etwa im Hinblick auf die Absatzmärkte, bestehende Lieferketten, insbesondere hinsichtlich des Rohstoff- und Energiebedarfs, im Zusammenhang mit der Kreditversorgung durch externe Banken, oder aus Cyberangriffen. Inwieweit staatliche Stützungsmaßnahmen ergriffen werden, ist derzeit fraglich und inwieweit diese Krise zu einer nachhaltigen Transformation der Wirtschaft insgesamt führen wird, ist derzeit nicht absehbar. Aufgrund der Sanktionen gegen Russland ergeben sich für die Hexagon Metrology GmbH zurzeit Risiken aus dem Wegbrechen der Umsätze mit russischen Kunden sowie eine Infragestellung der Einbringlichkeit der Forderungen gegen den russischen Kunden. Gleichzeitig könnten sich steigende Energie- und Rohstoffpreise, Engpässe in den globalen Lieferketten und eine Störung der Nachfrage sich nachteilig auf die Umsatz- und EBIT Entwicklung der Gesellschaft auswirken. Die weltweit anhaltende Pandemie des Coronavirus SARS-CoV-2 hat nach 2020 und 2021 auch in den ersten Wochen des Jahres 2022 deutliche Spuren in der Weltwirtschaft und in unseren Absatzmärkten hinterlassen. Eine Erholung ist ersichtlich, allerdings längst noch nicht bis auf Vorpandemie-Niveau. Darüber hinaus sorgt die verminderte Verfügbarkeit von Halbleitern sowie längere Lieferzeiten diverser anderer Produkte für Herausforderung sowohl in der Materialbeschaffung als auch beim Absatz. Nach bisherigen Erkenntnissen und unter Berücksichtigung der bereits vorliegenden Ergebnisse des zweiten Quartals 2022 ist jedoch keine wesentliche Beeinträchtigung für das laufende Geschäftsjahr 2022 erkennbar. Vor diesem Hintergrund sehen die gesetzlichen Vertreter keine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten, die Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Ergebnisverwendung Mit der Hexagon Metrology Services GmbH, Wetzlar, besteht ab dem Geschäftsjahr 2020 ein Ergebnisabführungsvertrag. Das Jahresergebnis ist somit an den Organträger abzuführen bzw. von diesem auszugleichen. Hierdurch ist das Jahresergebnis in Höhe von Euro 10.941.821,62 an den Organträger abzuführen. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 28.255 auf neue Rechnung vorzutragen.
Wetzlar, 8. Dezember 2022 Stefan Ruh, Geschäftsführer Arnoldus Seuren, Geschäftsführer Michael Rosenbruch, Geschäftsführer Jochen Mohn, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Hexagon Metrology GmbH, Wetzlar Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Hexagon Metrology GmbH, Wetzlar, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hexagon Metrology GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 8. Dezember 2022 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Hedwig Schürmeyer, Wirtschaftsprüferin ppa. Johanna Schwan, Wirtschaftsprüferin Der Jahresabschluss zum 31.12.2021 wurde am 12.12.2022 festgestellt. |
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