Poligrat International GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mariam Khalifi-Blümel seit 5.2.2018 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Edeltraud Pießlinger-SchweigerSEPIES GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
POLIGRAT GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Lagebericht1. Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Rahmenbedingungen Die POLIGRAT GmbH, München, ist die bedeutendste operative Gesellschaft innerhalb der POLIGRAT-Gruppe. Sie verfügt neben der Firmenzentrale und dem Produktionsstandort in München noch über zwei Zweigbetriebe im Inland. Zusammen mit der Tochtergesellschaft GUSTAV MORSCH GmbH, Hildesheim, ist eine flächendeckende Marktbearbeitung innerhalb Deutschlands gewährleistet. Die POLIGRAT GmbH ist gleichzeitig Muttergesellschaft der Tochtergesellschaften in Frankreich, England, Ungarn und der Schweiz. Mit der Tochtergesellschaft GUSTAV MORSCH GmbH besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Organisation Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft umfasst Vertrieb, Projektierung, Konstruktion und Bau von Anlagen zum Beizen, elektrochemischen und chemischen Entgraten und Polieren, zum Beschichten von Metalloberflächen sowie zur Abwasserbehandlung. Darüber hinaus werden am Markt die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Chemikalien und die Erbringung von Dienst-/Lohnleistungen für die o. g. Verfahren angeboten. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 69048 im Handelsregister des Amtsgerichtes München eingetragen. Umsatz- und Auftragsentwicklung Die Umsatzerlöse der Gesellschaft beliefen sich im Berichtszeitraum auf T€ 17.043. Dies entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 1,8 %. Der Unternehmensbereich Chemie konnte gegenüber dem Vorjahr um 10,1 % zulegen. Demgegenüber gingen die Umsätze im Lohnbereich gegenüber dem Vorjahr um 1,1% zurück und im Bereich Anlagenbau sogar um 26,6 %, da zahlreiche Anlagenprojekte verschoben oder ausgesetzt wurden. Die Einnahmen aus Lizenzerlösen verringerten sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 3,7 %. Ertrag Das Geschäftsjahr 2016 wurde mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ 2.268 abgeschlossen. Ausschlaggebend dafür waren hohe Abschreibungen auf Beteiligungswerte und Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Maßgeblich davon betroffen war die Geschäftsbeziehung zur POLIGRAT France S.A. 2. Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 gegenüber dem 31. Dezember 2015 um T€ 299 von T€ 19.908 auf T€ 19.609 vermindert. Das Sachanlagevermögen hat sich um T€ 545 von T€ 5.057 auf T€ 5.602 erhöht. Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen des Berichtsjahres übersteigen die Abschreibungen des Berichtsjahres um T€ 679; das Anlagevermögen der Gesellschaft ist zu rd. 60% durch Eigenkapital gedeckt. Das Umlaufvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 154 von T€ 9.610 auf T€ 9.456 reduziert. Finanzlage Im Geschäftsjahr wurde ein Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit von T€ 793 erwirtschaftet. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen zum Bilanzstichtag T€ 8.894 und haben sich damit um T€ 722 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres erhöht (T€ 8.172). Tilgungen von Krediten wurden im Berichtszeitraum in Höhe von T€ 910 vorgenommen. Ertragslage Die Betriebsleistung unter Einbeziehung der Bestandsveränderungen und aktivierten Eigenleistungen betrug zum Bilanzstichtag T€ 18.052. Die Materialaufwandsquote betrug 20,7 % gegenüber 18,1 % im Vorjahr. Bedingt durch die erfolgreiche Besetzung freier Stellen in Vertrieb und Produktion bei gleichzeitiger konsequenter Umsetzung von Maßnahmen im Bereich der Prozessoptimierung erhöhte sich die Personalaufwandsquote von 41,3 % auf 43,5 %. Insgesamt ergibt sich ein bereinigtes EBITDA von T€ 689 und ein EBIT von T€ -114. Hierbei handelt es sich jeweils um die Kennzahlen ohne Berücksichtigung des Finanzergebnisses und außergewöhnlicher Aufwendungen. Zusammengefasst in Kennzahlen stellt sich die Lage der Gesellschaft im Berichtszeitraum und im Vorjahresvergleichszeitraum wie folgt dar:
1) Definiert als Summe von Umsätzen, Bestandsveränderung und aktivierten Eigenleistungen. 2) Betriebsergebnis bereinigt um periodenfremde Einflüsse. 3. Umsatz- und Auftragsentwicklung der Beteiligungsgesellschaften Das Beteiligungsergebnis der GUSTAV MORSCH GmbH belief sich im Geschäftsjahr 2016 auf T€ 276. Ausschlaggebend für diese positive Ertragslage war die intensive Vertriebsarbeit, aus der solide Umsätze resultierten, verbunden mit einem strikten Kostenmanagement. Die Tochtergesellschaft in England hatte durch das nahestehende Referendum über den Verbleib des vereinigten Königreichs Großbritanniens und Nordirland in der EU und der anschließenden Brexit-Entscheidung unter der erheblichen Verunsicherung der Märkte zu leiden. Die Umsätze sind um rd. 25% eingebrochen. Auch durch Kosteneinsparungen konnte dieses Ereignis nicht kompensiert werden. Das Wirtschaftsjahr schloss die Gesellschaft mit einem Verlust von ca. T€ 192 ab. Für das neue Kalenderjahr rechnen wir aufgrund der verbesserten Auftragslage mit einer Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage. Zusätzlich haben wir mit Beginn des neuen Geschäftsjahres unser Team mit einem erfahrenen Vertriebsmitarbeiter verstärkt. Die Vertriebsgesellschaft in der Schweiz, POLIGRAT AG, konnte im Berichtszeitraum abermals Gewinne erzielen. Diese fielen gegenüber dem Vorjahr (T€ 33) mit T€ 71 deutlich höher aus. Durch die Intensivierung unserer Vertriebsaktivitäten erwarten wir für das neue Kalenderjahr abermals einen Gewinn. Seit Dezember 2016 ist die POLIGRAT GmbH durch den Erwerb von weiteren 30% der Aktien nunmehr alleiniger Eigentümer der POLIGRAT France S.A. Das Management wurde zum Jahresende ausgewechselt und stärker an die Muttergesellschaft gebunden. Trotz alledem war die französische Tochtergesellschaft auch in 2016 das Sorgenkind der POLIGRAT-Gruppe. Nach einem verlustreichen Vorjahr wird die Gesellschaft auch in 2016 hohe Verluste ausweisen. Ein umfangreicher Konsolidierungs- und Restrukturierungsplan ist erstellt und befindet sich derzeit in der Umsetzung, verbunden mit der Erwartung, dass die Verluste drastisch reduziert werden können. Der ungarische Markt ist nach wie vor durch das geringe Marktvolumen und angespannte Margen aufgrund des intensiven Wettbewerbs gekennzeichnet. Das Unternehmen ist jedoch anerkannter Spezialist in der Sanierung und Reinigung von bestehenden Pharmaanlagen. So konnte die POLIGRAT Magyarország Kft. im Berichtszeitraum auf Grund der sehr guten Auftragslage verbunden mit einem konsequenten Kostenmanagement und einem relativ stabilen Forint seinen Vorjahresüberschuss von T€ 7 um T€ 51 auf T€ 58 ausbauen. Dieser positive Trend wird sich aufgrund bestehender langfristiger Rahmenverträge auch in 2017 fortsetzen. 4. Investitionen Die Investitionen im Geschäftsjahr 2016 erfolgten in die Entwicklung neuer Produkte und Anwendungen sowie Sachanlagen zur Steigerung der Produktivität und Kapazitätserweiterungen. Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betrugen im Berichtszeitraum T€ 1.481; hierbei entfielen u. a. T€ 226 auf die Entwicklung neuer Produkte und Anwendungen, T€ 325 auf technische Anlagen und Maschinen sowie T€ 143 auf andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung. 5. Produktion Im Lohnbereich richtet sich der Fokus der Aktivitäten auf die Akquisition von wichtigen Serienaufträgen, deren Anlaufzeit bis zum Produktions- bzw. Serienstart (SOP) jedoch häufig über einem Jahr liegt. Der Ausbau des Lohnstandortes in Pfungstadt schreitet weiter voran und hat mittlerweile den Lohnstandort München hinsichtlich der Produktionsfläche deutlich überholt. Weiterhin werden in Pfungstadt Fertigungskapazitäten für neue Verfahren mit absoluter Alleinstellung implementiert. Die ständige Verbesserung der Fertigungsprozesse durch die erfolgreiche Umsetzung notwendiger Maßnahmen zur Kosten- und Qualitätsoptimierung stehen jederzeit im Fokus der Aktivitäten. So wurde in 2016 u.a. ein unabhängiges Qualitätssicherungsteam implementiert, welches direkt von der Geschäftsleitung geführt wird. Als unabhängige Instanz hat es zu prüfen und sicherzustellen, dass die Produktion prozesskonform und qualitätsorientiert im Sinne des Kunden arbeitet. Die Vertriebsaktivitäten konzentrieren sich vor allem auf die konsequente Vermarktung der in den letzten Jahren und Monaten entwickelten Produkte und Innovationen. 6. Entwicklung im Personalbereich Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtszeitraum 149 (Vj. 144) Mitarbeiter. Nach einer Fehlbesetzung der neu geschaffenen Funktion des Technischen Leiters wurde letztere nicht neu besetzt. Stattdessen wurde zum Jahreswechsel die Stelle des Leiters der deutschen Lohnbetriebe neu besetzt ebenso wie die des Vertriebsleiters. Vakante Stellen im Vetriebsteam konnten unterjährig ebenfalls erfolgreich besetzt werden, sodass jetzt eine vollständige und leistungsfähige Vertriebsorganisation aktiv ist. Zusätzlich wurde und wird die Belegschaft durch Weiterbildungsmaßnahmen kontinuierlich weiter qualifiziert. Zum 1. September 2016 haben erneut zwei junge Mitarbeiter ihre Ausbildung zum/r Industriekaufmann/-frau begonnen. 7. Chancen und Risiken Sowohl Chancen als auch Risiken werden wesentlich durch den weiteren Verlauf der Wirtschaft beeinflusst. Wir agieren in einem Markt, dessen Rahmenbedingungen sich ständig ändern. Chancen ergeben sich aus der Innovationsstärke und hohen Flexibilität des Unternehmens, insbesondere durch den Ausbau der Marktstellung in expansiven Märkten im Bereich der Hochtechnologie mit Alleinstellungsmerkmalen. Branchentypische Risiken bestehen abgesehen von der EU-Chemikalienverordnung (REACH) nicht. Das branchenübergreifende Problem des unveränderten Fachkräftemangels besteht weiterhin und betrifft Positionen sowohl im Vetrieb als auch in den Bereichen der Technik. Neue Verfahren und Technologien werden vom Markt zunehmend angenommen und ermöglichen den Ausbau des Seriengeschäfts im Lohnbereich nach der erfolgreichen Ausweitung der verfügbaren Produktionskapazitäten. Für das neue Geschäftsjahr bestehen nach unserer heutigen Einschätzung - abgesehen von den zuvor genannten Aspekten - keine über das branchentypische Maß hinausgehende Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der POLIGRAT GmbH. Es ergeben sich somit keine Anhaltspunkte dafür, dass der Fortbestand des Unternehmens gefährdet wäre. 8. Prognosebericht Aufgrund der vorgenommenen Prozessoptimierungen und Kapazitätserweiterungen sowie der erfolgreichen Entwicklung neuer Verfahren und Technologien, verbunden mit einer konsequenten und abschlussorientierten Vertriebsarbeit, wird für das Geschäftsjahr 2017 sowohl von einem Umsatz als auch von einem Jahresergebnis ausgegangen, welche die Zahlen des Vorjahres deutlich übertreffen werden.
München, 3. März 2017 POLIGRAT Gmb H Siegfried Pießlinger-Schweiger, Geschäftsführer Matthias Schnippe, Geschäftsführer 1 Definiert als Summe von Umsätzen, Bestandsveränderung und aktivierten Eigenleistungen. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2016POLIGRAT GmbH, München1. Allgemeine Angaben Die POLIGRAT GmbH hat ihren Sitz in München und ist beim Amtsgericht München unter der Registernummer HRB 69048 eingetragen. Für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 waren erstmalig die durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) geänderten Vorschriften auf den Jahresabschluss vollumfänglich anzuwenden. Aufgrund der geänderten Vorschriften wurde die Form der Darstellung bzw. die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geändert. Eine Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen kann bei einzelnen Posten des Jahresabschlusses deshalb nur eingeschränkt gegeben sein. Für die Gesellschaft haben sich aus der Erstanwendung des BilRUG keine Veränderungen der Umsatzerlöse ergeben, auf die gem. Art. 75 Abs. 2 EGHGB im Anhang hinzuweisen wäre. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 in Verbindung mit Abs. 4 Satz 2 HGB auf. Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 242 ff. HGB sowie den Vorschriften des GmbHG für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB dargestellt. Von den Erleichterungen des § 288 HGB wurde Gebrauch gemacht. 2. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung a. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden , Währungsumrechnung Die selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechte und Werte werden zu den Herstellungskosten bilanziert und um planmäßige Abschreibungen gemindert. Die Nutzungsdauer beträgt sieben Jahre. Sie entfallen mit TEUR 272 (Vj. TEUR 284) auf bereits fertiggestellte Entwicklungsprojekte und mit TEUR 138 (Vj. TEUR 209) auf noch in der Entwicklungsphase befindliche Projekte. Die Konzessionen, gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechte und Werte sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und werden, soweit diese einer Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer planmäßigen Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die angesetzten Nutzungsdauern liegen zwischen drei und 20 Jahren. Die im Berichtsjahr erworbenen, beweglichen Anlagegüter mit einem Wert von EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 (geringwertige Wirtschaftsgüter) werden als Sammelposten über fünf Jahre linear abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Abschreibungen werden vorgenommen, sofern objektive Hinweise auf eine nachhaltige Wertminderung vorliegen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Im Berichtsjahr erfolgt die Ermittlung der Wertansätze der fertigen Erzeugnisse durch eine Zuschlagskalkulation. Diese berücksichtigt neben den direkt zuordenbaren, angemessenen Teilen der Material- und Fertigungseinzelkosten auch die aktivierungsfähigen Gemeinkosten. Die unfertigen Leistungen wurden entsprechend dem Grad der Fertigstellung retrograd bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nennbetrag bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% auf den Nettobestand der nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Rechnung getragen. Die flüssigen Mittel sind zu Nominalwerten bilanziert. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Rentenbarwertverfahren ermittelt. Zur Ermittlung der Verpflichtungen zum Bilanzstichtag wurden die Sterbetafeln nach Prof. Dr. Klaus Heubeck (Richttafeln 2005 G) sowie der von der Deutschen Bundesbank ermittelte Abzinsungssatz im 10-Jahresdurchschnitt im Zuge der erstmaligen Anwendung des § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB i. d. F. des Gesetzes vom 11. März 2016 durch die Umstellung des Abzinsungssatzes der Deutschen Bundesbank von 4,01% (Vj. 3,89%, 7-Jahresdurchschnitt der Deutschen Bundesbank, entspricht einer 15-jährigen Laufzeit) p.a. zugrunde gelegt. Unverändert zum Vorjahr werden erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen von 0,00% angenommen. Der Unterschiedsbetrag aufgrund der erstmaligen Anwendung des § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB i. d. F. des Gesetzes vom 11. März 2016 durch die Umstellung des Abzinsungssatzes der Deutschen Bundesbank von dem vormals verwendeten 7-Jahresdurchschnitt zu dem nun anzuwendenden 10-Jahresdurchschnitt beträgt zum 31. Dezember 2016 EUR 24.362,00. Dieser Unterschiedsbetrag aus der Umstellung des Zinssatzes der Pensionsrückstellung vom 7- zum 10-Jahresdurchschnitt unterliegt der Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB. Die sonstigen Rückstellungen wurden für erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Sie sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Laufzeit größer einem Jahr lagen im Berichtsjahr nicht vor. Preis- und Kostensteigerungen mussten nicht berücksichtigt werden. Wesentliche Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind nicht vorhanden. Insofern hat die Gesellschaft auf eine Abzinsung verzichtet. Verbindlichkeiten sind gemäß § 253 Abs. 1 S. 2 HGB mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs gemäß § 256a HGB am Bilanzstichtag bewertet. b. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen
An folgenden Unternehmen bestanden zum 31. Dezember 2016 Beteiligungen von mindestens 20 %. Das Eigenkapital von Beteiligungsgesellschaften, deren Jahresabschluss nicht in Euro aufgestellt worden ist, wurde zum Stichtagkurs und das Jahresergebnis zum Durchschnittskurs des jeweiligen Abschlussjahres umgerechnet:
*) Jahresergebnis vor Ergebnisabführung Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Beteiligungsunternehmen Die ausgewiesenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.093 (Vj. TEUR 1.696). Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestanden in Höhe von TEUR 2.965 (Vj. TEUR 1.329). Sonstige Vermögensgegenstände In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 134 (Vj. TEUR 189) enthalten. Verbindlichkeiten Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten gliedern sich unter Berücksichtigung ihrer Restlaufzeit wie folgt:
Vorjahresangaben in Klammern Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt EUR 7.321.991,42 (Vj. TEUR 2.557). Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich wie im Vorjahr in vollem Umfang um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. c. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Aufwendungen Im Berichtsjahr 2016 wurden Forderungen gegen verbundene Unternehmen um EUR 383.297,32 aufgrund ihres voraussichtlichen niedrigeren beizulegenden Wertes wertberichtigt. Bei diesem Sachverhalt handelt es sich um einen Aufwand im Sinne des § 285 Nr. 31 HGB. Abschreibungen auf Finanzanlagen, § 277 Abs. 3 Satz 1 HGB Die Beteiligung an der POLIGRAT France S.A., Frankreich, wurde aufgrund einer voraussichtlich dauernden Wertminderung mit einem Betrag in Höhe von EUR 1.268.200,00 nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB außerplanmäßig abgeschrieben. Bei diesem Sachverhalt handelt es sich zugleich um einen Aufwand im Sinne des § 285 Nr. 31 HGB. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Aufwendungen aus Auf- und Abzinsung, § 277 Abs. 5 Satz 1 HGB In Verbindung mit der Bewertung der Pensionsrückstellung ergab sich ein Aufwand aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtung in Höhe von EUR 22.545,00 (Vj. TEUR 26). Aus der Abzinsung von Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultiert ein Zinsaufwand in Höhe von EUR 401.412,31 (Vj. EUR 0,00). Bei der Abzinsung von Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich zugleich um einen Aufwand im Sinne des § 285 Nr. 31 HGB. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen, § 285 Nr. 3a HGB Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen sowie sonstigen Verträgen bestanden am Bilanzstichtag in Höhe von EUR 1.127.798,28 (Vj. TEUR 1.297). Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen der betrieblich genutzten Grundstücke bestehen in Höhe von EUR 8.787.276,51 (Vj. TEUR 1.423). Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer, § 285 Nr. 7 HGB
Mitglieder des Geschäftsführungsorgans, § 285 Nr. 10 HGB Die Geschäftsführung im Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2016 wurde wahrgenommen durch:
Die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde in Anspruch genommen. Konzernverhältnisse, § 285 Nr. 14 und Nr. 14a HGB Die POLIGRAT GmbH, München, gilt als verbundenes Unternehmen gemäß § 271 Abs. 2 HGB und ist in den Konzernkreis der SEPIES GmbH, Vaterstetten, die für den größten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss zu erstellen hat, einzubeziehen. Aufgrund der Inanspruchnahme des § 293 HGB unterbleibt die Aufstellung eines Konzernabschlusses. Die POLIGRAT GmbH, München, ist Mutterunternehmen für den kleinsten Kreis von Unternehmen. Sie erstellt auf freiwilliger Basis einen Konzernabschluss. Forschungs- und Entwicklungskosten Die Forschungs- und Entwicklungskosten im Geschäftsjahr betragen EUR 560.493,00 (Vj. TEUR 701). Davon wurden als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens TEUR 226 (Vj. TEUR 110) aktiviert. Haftungsverhältnisse, § 285 Nr. 27 HGB in Verbindung mit § 268 Abs. 7 HGB Am Bilanzstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse:
Ein Risiko der Inanspruchnahme besteht derzeit nicht, da die Verbindlichkeiten laufend bedient wurden. Ausschüttungssperre, § 285 Nr. 28 HGB Die Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB beträgt im Berichtsjahr insgesamt EUR 410.453,99 (Vj. TEUR 493). Sie entfällt vollständig auf die Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Ergebnisverwendungsvorschlag, § 285 Nr. 34 HGB Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag 2016 in Höhe von EUR 2.267.806,69 mit dem bestehenden Gewinnvortrag von EUR 2.608.388,32 zu verrechnen. Der sich daraus ergebende Bilanzgewinn in Höhe von EUR 340.581,63 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
München, den 3. März 2017 Siegfried Pießlinger-Schweiger, Geschäftsführer Matthias Schnippe, Geschäftsführer Angabe der Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern1.1.2016 - 31.12.2016Der Betrag der sonstigen Vermögensgegenstände gegenüber Gesellschaftern beträgt 252.891,10 EUR. Der Betrag der sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beträgt 222.164,86 EUR. 1.1.2015 - 31.12.2015Der Betrag der sonstigen Vermögensgegenstände gegenüber Gesellschaftern beträgt 0,00 EUR. Der Betrag der sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beträgt 209.431,46 EUR. sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 21.07.2017 festgestellt. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der POLIGRAT GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Regensburg, den 3. März 2017 CM
Treuhandgesellschaft Regensburg mbH
Mehltretter, Wirtschaftsprüfer |
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