Stammdaten

Register
Amtsgericht Kempten HRB 17333
Eingetragen
19.12.2023
Branche
Einzelhandel mit GetränkenGroßhandel mit GetränkenEinzelhandel mit Tabakwaren
Gegenstand
Der Betrieb von Getränkemärkten, insbesondere der Einzelhandel mit Getränken aller Art sowie Randartikeln, z. B. Tabakwaren, Streusalz, Frostschutz, Süßwaren, Snackartikel und Partybedarf.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Vahid Gugac
seit 19.12.2024
Prokura
Julia Scholler
seit 21.5.2024
Prokura
Daniel Herbst
seit 21.5.2024
Prokura
Daniel Meyer
seit 21.5.2024
Prokura
Ralf Bliem
seit 19.12.2023
Prokura
Martina Faber
seit 19.12.2023
Prokura
Nico Müller
seit 19.12.2023
Prokura
Tom Isselmann
seit 19.12.2023
Prokura
Ronald Borsdorf
seit 19.12.2023
Prokura
Christian Hoffmann
seit 19.12.2023
Prokura
Florian Schaffarczyk
seit 19.12.2023
Prokura
Dennis Roth
seit 19.12.2023
Vorstandsmitglied
Mike Langrommel
seit 19.12.2023
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

51.00% identifiziert49.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
51.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
FRISTO Stiftung
49.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Wolfgang-Brügel-Straße 1, 86807 Buchloe
510.000 €
51.00%
FRISTO Stiftung
Germany
490.000 €
49.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FRISTO SE

Buchloe

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der FRISTO SE

1. Grundlagen des Unternehmens

Wir sind ein traditionsreiches, filialisiertes Einzelhandelsunternehmen, welches in acht Bundesländern 234 Getränkemärkte und eine eigene Logistik betreibt. Unsere Tochtergesellschaft in Tirol betreibt weitere drei Märkte.

Im Jahr 2023 wurde die Änderung der Rechtsform von der bisherigen GmbH im Zuge eines Kettenformwechsels über die AG in eine europäische Aktiengesellschaft (SE) vollzogen. Der Eintrag der SE in das Handelsregister erfolgte am 19.12.2023, so dass die Erstellung des Jahresabschlusses 2023 in der Firmierung als SE erfolgt.

Unser Unternehmen ist auf langfristigen Erfolg ausgerichtet und reinvestiert planmäßig 90% der Unternehmensgewinne in die Weiterentwicklung. 10% des Jahresüberschusses sollen jährlich ausgeschüttet werden, u.a. an die gemeinnützige FRISTO Stiftung, die 49% der Aktien hält. Die weiteren 51% hält unser Mehrheitsaktionär Herr Andreas Brügel.

Im Zuge des Formwechsels wurde ein dreiköpfiger Aufsichtsrat etabliert, der einen von den Arbeitnehmern bestimmten Vertreter enthält. Der bisherige Beirat bleibt für eine reine Beratungsfunktion bestehen.

Die zentralen Funktionen wie Einkauf, Rechnungswesen, Personalabrechnung, Marketing und IT sind am Stammsitz in Buchloe angesiedelt, während die operative Steuerung des Verkaufs, der Expansion und der Revision dezentral von den fünf Niederlassungen Buchloe, Adelsdorf, Gernsheim, Rossau und Zimmern erfolgt.

An diesen Niederlassungsstandorten befinden sich auch unsere fünf eigenen Logistikzentren, welche unsere Märkte mit den überregionalen und regionalen Sortimenten beliefern.

Wir beschäftigen derzeit ca. 1.620 Mitarbeiter, darunter 97 Auszubildende sowie Duale Studenten.

2. Rahmenbedingungen

In Deutschlang sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Berichtsjahr um 0,3 %. Die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote ist von 5,3 % auf 5,7 % leicht gestiegen. Die deutsche Wirtschaft und der Arbeitsmarkt zeigten sich nicht mehr so robust wie in den Vorjahren. Vor allem die massiven Energiepreissteigerungen in den Jahren 2022 / 2023 für Treibstoff, Heizöl, Erdgas und Strom belasteten die Wirtschaft und die Privathaushalte erheblich. Dies führte neben anderen Faktoren zu einer weit überdurchschnittlichen Inflation von 5,9 % im Jahresschnitt (Quellen: Veröffentlichungen von Statista und statistisches Bundesamt).

Die Durchschnittstemperatur lag mit 10,6 Grad leicht über dem Vorjahr (10,5 Grad). Die Anzahl der Sonnenstunden lag moderat unter dem Durchschnitt des Vorjahres, die Niederschlagsmenge darüber. Somit gab es keine wetterbedingten Ausschläge.

Der Umsatz der Getränkemärkte in den wichtigsten Warengruppen Bier und alkoholfreie Getränke ist laut des Marktforschungsinstitutes "Nielsen Consumer LLC (Quelle Getränkeabholmarkt Reporting)" trotz der überdurchschnittlichen Teuerung nur um 0,4 % zum Vorjahr gestiegen.

Besonders stark war der Umsatzrückgang bei Bier (-2,3%). In der absatzstärksten Warengruppe alkoholfreie Getränke konnten die Getränkemärkte lt. Nielsen ihren Umsatz um 3,2% steigern.

Der Absatz im Gesamtmarkt der Getränkeabholmärkte für die Warengruppen Bier und alkoholfreie Getränke war mit -6,5 % rückläufig. Wir führen dies auf eine Rückverlagerung der Absätze in die Gastronomie und Hotellerie zurück, die in den Jahren der Corona-Pandemie (2020/2021) zu Gunsten des Einzelhandels verloren.

3. Geschäftsverlauf

Der Umsatz unseres Unternehmens entwickelte sich wie in den Vorjahren über dem Branchenschnitt mit einem Wachstum von 4,8 % (Plan 5,6 %). Die flächenbereinigte Umsatzentwicklung lag bei 3,6 %.

In den Warengruppen alkoholfreie Getränke (+9,6%) und Sekt (+15,3 %) haben wir einen überdurchschnittlichen Zuwachs und entgegen dem Gesamtmarkt jeweils ein leichtes Absatzplus (+0,1% bzw. +1,4%) erzielt. Die Warengruppen Bier (+2,1 %), Wein (+3,1%) und Spirituosen (+5,1 %) entwickelten sich im Umsatz positiv, waren im Absatz hingegen rückläufig.

Auf Grund der allgemeinen Preissteigerung stiegen die Einkaufspreise signifikant und führten zu einer preisgetriebenen Umsatzsteigerung. Der Absatz in Hektolitern ging insgesamt um 2,0 % zurück.

Es wurden im Jahr 2023 elf Märkte neu eröffnet, vier Märkte umzugsbedingt und zwei Märkte ersatzlos geschlossen, so dass unser Unternehmen zum Jahresende über 234 (VJ 229) Getränkemärkte verfügte.

Zum Ende des Berichtsjahres wurden sechs Märkte von Handelsvertretern betrieben, 228 Märkte wurden von eigenen Mitarbeitern geführt.

4. Ertragslage

Der Handelsspanne erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von 41,5 % auf 42,4 %. (Berechnung auf Basis der Umsatzerlöse aus Warenverkauf ohne Berücksichtigung sonstiger Erlöse und der sonstigen betrieblichen Erträge).

Der Anstieg der Personalaufwendungen in Höhe von 4.675 T€ (10,5 %) resultiert u.a. aus Lohn-/ Gehaltsanpassungen und einer außerplanmäßigen Auszahlung einer Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 990 T€.

Das EBITDA (ohne neutrales Ergebnis) lag mit 8.799 T€ unter Vorjahresniveau (9.994 T€).

Die Abschreibungen erhöhten sich aufgrund der hohen Investitionen in unsere Logistikzentren und Märkte von 3.584 T€ auf 4.139 T€.

Der Zinsaufwand ist auf Grund der Finanzierung der Investitionen und durch die Zinssteigerungen im kurzfristigen Bereich von 774 T€ auf 1.200 T€ gestiegen.

Das neutrale Ergebnis erhöhte sich von -109 T€ auf 29 T€. Hierbei handelt es sich insbesondere um periodenfremden Aufwand und Ertrag, d.h. um Nachzahlungen/Erstattungen von Mietnebenkosten aus dem Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insbesondere aufgrund erhöhter Mietaufwendungen, Instandhaltungsaufwendungen und Rechtsberatungsaufwendungen im Zusammenhang mit der Umwandlung in eine SE deutlich angestiegen.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) verringerte sich von 5.538 T€ auf 3.535 T€.

Damit lag das Jahresergebnis in % vom Nettoumsatz ca. auf dem Niveau der Referenzjahre vor der Corona-Pandemie und unter unserem Zielwert von mindestens 2%. Die im Vorjahr getroffene Ergebnisprognose über ein EBT von 6,7 Mio. € konnte nicht erreicht werden. Dies haben wir durch die außerplanmäßige Zahlung der Inflationsausgleichsprämie und die Kosten des Kettenformwechsels in Kauf genommen, die das Ergebnis mit insgesamt ca. 1,4 Mio. € belastet haben.

Weiterhin belasteten uns rückläufige Erträge für den Verkauf von recyceltem PET aus unseren Hochleistungszählzentren, da die Vergütungen auf Grund der am Weltmarkt angebotenen Neuware stark rückläufig waren. Zudem reduzierten sich die Vergütungen für die Einspeisung von Solarstrom, da die Börsenpreise zurück gingen.

Dennoch ist der Vorstand mit dem Verlauf des Geschäftsjahres zufrieden.

Der Umsatz (-0,1 %) und das Ergebnis (127 T€ /VJ 141 T€) der Tochtergesellschaft FRISTO Österreich entwickelten sich gemäß dem vorläufigen Jahresabschluss 2023 leicht rückläufig.

5. Vermögens- und Finanzlage

Das Anlagevermögen hat sich von 67,8 Mio. € (Vorjahr) auf 77,8 Mio. € erhöht.

Die Gesamtinvestitionen in das Anlagevermögen betrugen 14,2 Mio. €.

Demgegenüber steht ein Abschreibungsvolumen in Höhe von 4,1 Mio. €.

Im Jahr 2023 haben wir erneut bedeutende Investitionen in eigene Immobilien getätigt.

Im Geschäftsjahr wurde die Erweiterung und Modernisierung des Verteilzentrums in Adelsdorf nahezu abgeschlossen (Gesamtkosten ca. 10 Mio. €). Zudem wurden zwei eigene Märkte auf Erbpachtgrundstücken neu errichtet (ca. 4,1 Mio. €). Finanziert wurden die Investitionen durch Eigenmittel, Darlehen sowie durch zugesagte Zuschüsse in Höhe von 1,2 Mio. €.

Das Umlaufvermögen erhöhte sich von 38,2 Mio. € auf 38,8 Mio. €.

Der Warenbestand stieg von 26,1 Mio. € auf 29,4 Mio. € durch höhere Einkaufspreise sowie aufgrund einer weiteren Sortimentsausweitung, der abgeschlossenen Erweiterung des Logistikzentrums in Adelsdorfs sowie der gestiegenen Anzahl der Märkte.

Die liquiden Mittel haben sich von 7,5 Mio. € auf 4,6 Mio. € reduziert, da im Jahr 2022 abgerufene Darlehensmittel im Geschäftsjahr 2023 investiert wurden.

Das Eigenkapital erhöhte sich von 41,8 Mio. € auf 43,9 Mio €. Die Eigenkapitalquote ist auf Grund der höheren Bilanzsumme auf 37,6% (VJ 39,4%) gesunken.

Die sonstigen Rückstellungen haben sich von 3,4 Mio. € auf 3,7 Mio.€ erhöht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten haben sich von 11,1 Mio € auf 11,8 Mio € erhöht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind maßgeblich auf Grund der langfristigen Finanzierungen der Investitionen in eigene Immobilien von 47,2 Mio. € auf 55,6 Mio. € gestiegen. Die Fristenkongruenz wurde eingehalten. Der durchschnittliche Zinssatz betrug ca. 2,3 %.

6. Personal und Umwelt

Die Anzahl unserer Mitarbeiter reduzierte sich von 1.737 auf 1.617. Davon waren 828 Mitarbeiter (Vorjahr 977 Mitarbeiter) in Teilzeit oder auf geringfügiger Basis beschäftigt. Wir haben eine Verschiebung von geringfügig beschäftigten Arbeitnehmern hin zu voll sozialversicherungspflichtigen Vollzeit- und Teilzeitmitarbeitern vorgenommen. Damit reduzierte sich die Anzahl an Mitarbeitern. Als zukunftsorientiertes Unternehmen investieren wir seit Jahren verstärkt in die Qualifizierung von Auszubildenden und Dualen Studenten. Zum Stichtag 31.12.2023 beschäftigten wir 91 Auszubildende und 6 Duale Studenten.

Wir haben die Maßnahmen in der Personalakquise verstärkt und angepasst, um weiterhin in einem angespannten Arbeitsmarkt ausreichend Mitarbeiter für unser Unternehmen zu gewinnen. Neben dem Besuch von Job- und Azubimessen setzen wir verstärkt auf Online-Portale und die neu etablierten Social-Media-Auftritte unseres Unternehmens.

Zudem bieten wir unseren Mitarbeitern neben dem Festgehalt attraktive Sonderleistungen wie einen über dem gesetzlichen Mindesturlaub liegenden Urlaubsanspruch, eine monatliche Aufladung einer Gutscheinkarte für den privaten Getränkeeinkauf, freie Getränke am Arbeitsplatz und Zuschüsse zur privaten Altersvorsorge.

Photovoltaikanlagen

Wir betreiben 16 PV-Anlagen im Eigentum mit einer Gesamtleistung von 1.900 kWp. Die Anlagen produzieren jährlich ca. 1,9 Mio. kWh Strom. Der Stromverbrauch der Getränkemärkte, sowie der Niederlassungen und Verteilzentren kann durch den eigens produzierten Strom zu 50% abgedeckt werden. Im Jahr 2023 wurden drei Anlagen errichtet (Neubau Getränkemarkt Buchloe, Neubau Logistik Adelsdorf und Neubau Logistik Rossau) mit einer Gesamtleitung von 740 kWp. Zum ersten Mal wird in der neuen Logistikhalle in Adelsdorf ein Stromspeicher in Verbindung mit der PV-Anlage eingesetzt (Inbetriebnahme für 2024 geplant).

Ladesäulen

Wir betreiben zu Beginn des Jahres 2024 insgesamt 34 Ladepunkte, davon einer für Schnellladevorgänge (DC-Lader) an der Zentrale in Buchloe. Alle Niederlassungen sind mit mindestens 2 Ladepunkten ausgestattet, um die elektrischen Firmenfahrzeuge aufzuladen. Für das Jahr 2024 sind 18 weitere Ladepunkte an der Firmenzentrale in Buchloe geplant.

Elektro- und Hybridfirmenwägen

Wir stellen unsere Firmenwagenflotte sukzessive auf Elektroautos um. Aktuell sind ca. 23 % aller Firmenwägen mit elektrischem Antrieb bzw. Hybrid-Fahrzeuge. Der Anteil soll im Jahr 2024 signifikant ausgebaut werden.

Nachhaltigkeit in den Getränkemärkten

In unserer aktuellen Baubeschreibung wird auf den Einsatz erneuerbarer Energien gesetzt. Als Vorgabe für Neubauten setzen wir auf stromsparende LED-Leuchten, Luft-Wasser-Wärmepumpen und Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung. Zudem werden alle Eigenobjekte und weitere Mietobjekte mit Photovoltaikanlagen ausgestattet.

7. Erklärung zur Unternehmensführung

Die Zielgröße für den Frauenanteil auf der Ebene des Vorstands ist derzeit nicht definierbar bzw. 0 %, da keine Erweiterung des Vorstands über ein Mitglied hinaus geplant ist. Ebenso wurde die Zielgröße für den Aufsichtsrat auf 0 % bzw. keine Person festgelegt, da aktuell keine Änderungen in der Zusammensetzung des Aufsichtsrats geplant sind.

Der Vorstand hat für die Ebene unterhalb des Vorstands eine Zielgröße von mind. 16,67 % (eine Person) bzw. 16,67 % (drei Personen) für die zweite Ebene unterhalb des Vorstands neu im Jahr 2023 festgelegt. Beide Quoten wurden mit einem Wert in Höhe von 16,67 % erfüllt. Beide Ebenen wurden im Geschäftsjahr teilweise umstrukturiert und weichen somit von den Vorjahresangaben ab.

8. Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Herr Andreas Brügel hat nach § 20 Abs. 4 mitgeteilt, dass er die Mehrheit unserer Aktien besitzt. In dem von uns über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstatteten Bericht haben wir folgende Erklärung abzugeben:

,,Der Vorstand der FRISTO SE erklärt, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die im Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt wurde. Über die aufgeführten Rechtsgeschäfte hinaus waren im Berichtszeitraum keine weiteren durchgeführten oder unterlassenen Maßnahmen auf Veranlassung bzw. im Interesse des herrschenden Unternehmens oder eines mit ihm verbundenen Unternehmens zu verzeichnen."

9. Ausblick, Chancen und Risiken

Ausblick

Nachdem sich die Auswirkungen des Ukraine-Krieges durch die Erschließung neuer Beschaffungswege für Energie abschwächen und die Teuerungsraten rückläufig sind, gehen wir von einer stabilen Nachfrage aus. Diese wird durch einen weiterhin robusten Arbeitsmarkt gestützt. Zudem sorgen steigende Nominallöhne bei rückläufiger Inflation für steigende Reallöhne. Die Mehrwertsteueranpassung für die Gastronomie kann aus unserer Sicht zu einer steigenden Nachfrage im Einzelhandel führen. Zudem wird die überdurchschnittliche Zahl der geplanten und im letzten Jahr durchgeführten Neueröffnungen die Umsatzentwicklung befördern, zumal diese Märkte in den ersten Jahren die höchsten Wachstumsraten aufweisen.

Darüber hinaus werden sich unsere in den letzten Jahren und im Geschäftsjahr 2024 geplanten Maßnahmen im Bereich der Ladenausstattung und Sortimentserweiterung positiv auf den Umsatz auswirken.

In unserer Planung rechnen wir mit einem Umsatzwachstum in Höhe von ca. 6,0 %.

Belasten werden uns die höheren Dieselkosten auf Grund der Co2-Bepreisung und die zum 01.12.2023 gestiegene Maut. Diese Mehrkosten in Höhe von ca. 600 T€ werden über Preisanpassungen an die Verbraucher zumindest teilweise weitergegeben werden können.

Auf Grund der geplanten Umsatzsteigerung und einer weiteren Rohertragsverbesserung rechnen wir mit einer Ergebnissteigerung auf 5,1 Mio. € (EBT). Dies entspricht 2,3 % (EBT) vom Umsatz aus Warenverkauf.

Chancen

Wir planen im Jahr 2024 insgesamt neun neue Märkte zu eröffnen und einen Markt umzugsbedingt zu schließen. Damit werden wir 242 Märkte betreiben. Insgesamt erachten wir die Chancen in der Expansion weiterhin gut, da es durch das coronabedingte Erstarken des Online-Handels im stationären Einzelhandel der Branchen Textil, Schuhe und Nonfood zu Marktschließungen und Insolvenzen kommt. Gleichzeitig nimmt das Interesse der Investoren zu unseren Gunsten zu, da diese auf systemrelevante Branchen setzen, die im Falle eine Pandemie nicht zu Schließungen und somit Mietausfällen führen. Daher werden wir die Expansionsabteilungen nochmals stärken und können so in unserem gesamten Vertriebsgebiet Standorte bearbeiten.

Durch weitere Investitionen in umweltfreundliche Technologien (Photovoltaikanlagen, LED-Leuchten, spritsparende LKWs, Luft-Wärme-Pumpen und Elektrofahrzeuge) werden wir die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen weiter reduzieren und somit möglichen Energiepreissteigerungen begegnen.

Risiken

Die kurz-, mittel- und langfristigen Risiken unterliegen in den wichtigen Unternehmensbereichen einer laufenden Kontrolle. So wird die Wirtschaftlichkeit aller Standorte halbjährlich überprüft. Standortentscheidungen unterliegen einem dreifachen Prüfsystem durch die Entscheidungsträger. Die dezentral angesiedelten Revisions-Abteilungen überwachen die Waren- und Finanzströme.

Insgesamt ist durch die Anzahl der Märkte und die geographische Verteilung von einer breiten Risikostreuung mit geringen Einzelrisiken auszugehen. Hierdurch kann möglichen lagebedingten Risiken einzelner Märkte entgegengewirkt werden. Zudem konzentrieren wir unser Vertriebsgebiet auf kaufkraftstärkere und einwohnerstarke Regionen.

Nachdem Lebensmittel weitestgehend unabhängig der Konjunktur und der Einkommensentwicklung konsumiert werden, sehen wir selbst im Falle einer Stagnation oder Rezession keine besonderen Risiken eines deutlichen Umsatzeinbruches. Es kann dabei zu einer Verschiebung der Absätze von hochwertigeren Artikeln in den Preiseinstiegsbereich kommen. Diesem Trend begegnen wir durch Sicherstellung und Hervorhebens eines Angebotes in diesem Segment.

Das gestiegene Zinsniveau belastet unser Unternehmen unterdurchschnittlich, da die Darlehen zur Finanzierung der Großinvestitionen der letzten Jahre allesamt langfristig abgeschlossen wurden. Im Bereich der Leasingkonditionen für die Markt- und Lagerausstattung sowie Fahrzeuge rechnen wir mit einer Stagnation. Dem letzten Anstieg sind wir mit einer Verlängerung der Nutzungsdauer entgegengetreten.

Bestandsgefährdende Risiken, die die künftige Entwicklung der Gesellschaft nachhaltig beeinträchtigen können, bestehen nicht. Wir weisen jedoch darauf hin, dass die prognostizierten Zahlen nicht unwesentlich von den Wetterbedingungen abhängen.

Auf Grund des Rechtsformwechsels wurde eine klare Trennung von Aufsicht und Unternehmensleitung etabliert. Ein fachkundig besetzter Aufsichtsrat wird zukünftig die Entscheidungen des Vorstandes überwachen.

 

Buchloe, den 08.03.2024

gez. Dennis Roth

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 77.758.188,69 67.777.100,24
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 775.481,68 421.526,97
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 430.564,41 421.526,97
2. Geschäfts- oder Firmenwert 344.917,27 0,00
II. Sachanlagen 76.759.557,01 67.110.943,27
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 66.290.111,47 55.937.378,74
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.954.397,75 6.446.631,40
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 515.047,79 4.726.933,13
III. Finanzanlagen 223.150,00 244.630,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 35.000,00 35.000,00
2. sonstige Ausleihungen 188.150,00 209.630,00
B. Umlaufvermögen 38.816.623,31 38.190.100,46
I. Vorräte 29.408.402,19 26.120.765,32
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 95.986,73 136.509,66
2. fertige Erzeugnisse und Waren 29.312.415,46 25.984.255,66
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.801.659,83 4.540.018,08
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.621,15 2.547,83
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 413.454,24 560.587,85
3. sonstige Vermögensgegenstände 4.385.584,44 3.976.882,40
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.606.561,29 7.529.317,06
C. Rechnungsabgrenzungsposten 334.496,07 125.039,44
Bilanzsumme, Summe Aktiva 116.909.308,07 106.092.240,14

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 43.943.398,05 41.765.532,60
I. gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Gewinnrücklagen 4.169.533,48 4.169.533,48
1. gesetzliche Rücklage 100.000,00 0,00
2. andere Gewinnrücklagen 4.069.533,48 4.169.533,48
III. Bilanzgewinn 38.773.864,57 36.595.999,12
B. Rückstellungen 3.682.454,00 4.227.313,00
1. Steuerrückstellungen 0,00 822.864,00
2. sonstige Rückstellungen 3.682.454,00 3.404.449,00
C. Verbindlichkeiten 69.071.956,02 59.833.394,54
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 55.602.406,80 47.155.411,69
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.836.923,39 11.088.170,09
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.632.625,83 1.589.812,76
D. Passive latente Steuern 211.500,00 266.000,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 116.909.308,07 106.092.240,14

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 215.630.395,20 205.748.113,95
2. sonstige betriebliche Erträge 874.685,28 646.248,88
3. Materialaufwand 123.574.825,66 119.836.979,42
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 123.574.825,66 119.836.979,42
4. Personalaufwand 49.392.392,97 44.717.236,62
a) Löhne und Gehälter 40.948.231,23 37.012.661,15
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 8.444.161,74 7.704.575,47
5. Abschreibungen 4.138.719,40 3.583.844,38
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 4.138.719,40 3.583.844,38
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 34.708.544,71 31.955.537,96
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 43.992,61 11.088,95
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.199.677,59 773.884,82
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.156.986,87 1.736.724,99
10. Ergebnis nach Steuern 2.377.925,89 3.801.243,59
11. sonstige Steuern 200.060,44 184.717,54
Jahresüberschuss 2.177.865,45 3.616.526,05

Ergebnisverwendung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Jahresüberschuss 2.177.865,45 3.616.526,05
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 36.595.999,12 33.341.125,68
3. Entnahmen aus Gewinnrücklagen 100.000,00 0,00
a) aus anderen Gewinnrücklagen 100.000,00 0,00
4. Einstellungen in Gewinnrücklagen 100.000,00 0,00
a) in die gesetzlichen Rücklage 100.000,00 0,00
5. Ausschüttung 0,00 361.652,61
6. Bilanzgewinn 38.773.864,57 36.595.999,12

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

FRISTO SE, Buchloe

Vorbemerkung

Die FRISTO SE mit Sitz in Buchloe (Amtsgericht Kempten HRB 17333) ist eine große Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 3 HGB). Gemäß Umwandlungsbeschluss vom 30. November 2023 wurde die vormalige FRISTO GETRÄNKEMARKT GmbH (HRB 7626) durch einen Kettenformwechsel in eine Aktiengesellschaft und final in eine europäische Aktiengesellschaft (SE) umgewandelt. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 19. Dezember 2023. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gem. §§ 242 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften (§§ 264 ff. HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG als auch der EG-Verordnung 2157/2001 über das Statut der Europäischen Gesellschaft (SE) aufgestellt.

Die Gesellschaft hält eine Beteiligung im Sinne des § 271 Abs. 2 HGB und ist damit gemäß § 290 Abs. 2 HGB grundsätzlich verpflichtet, einen Konzernabschluss aufzustellen. Die Ergebnisse des Tochterunternehmens sind für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmensgruppe von untergeordneter Bedeutung. Auf Grund des Verzichts der Einbeziehung gemäß § 296 Abs. 2 HGB unterbleibt im Berichtsjahr gemäß §290 Abs. 5 HGB die Erstellung eines Konzernabschlusses.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz sowie die Angaben zur Restlaufzeit der Forderungen und Verbindlichkeiten im Anhang angegeben.

Allgemeine Angaben

Die Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den Allgemeinen Gliederungsvorschriften des HGB aufgestellt worden.

Die Bilanz wurde nach den Vorschriften des § 266 HGB aufgestellt. Die Bilanz wird nach § 268 Abs. 1 HGB nach Ergebnisverwendung aufgestellt. Die im vorherigen Gesellschaftsvertrag der GmbH enthaltene Regelung, 10 % vom Jahresüberschuss auszuschütten, ist in der neuen Satzung entfallen. Es ist jedoch geplant, sofern möglich, weiterhin 10 % vom Jahresergebnis jährlich auszuschütten

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, bewertet. Die Abschreibung erfolgte linear pro rata temporis. Die Nutzungsdauer der Mietabstandszahlungen und GoF wurde individuell entsprechend der jeweiligen Vertragslaufzeit festgelegt. Der GoF wird auf 8 Jahre abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, bewertet. Die Abschreibungen erfolgten linear nach der betriebsgewöhnlichen ND orientiert an den steuerlichen AFA-Tabellen bzw. so weit in Vorjahren steuerlich zulässig degressiv und pro rata temporis.

Geringwertige Anlagegüter mit einem Wert zwischen EUR 150 und EUR 1.000 werden im Jahr des Zugangs und den folgenden vier Jahren mit jeweils 20 % abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Bewertung der Betriebsstoffe erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Die Warenbestände wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Daneben erfolgte ein pauschaler Abschlag für die Rücklieferungsverpflichtung in Höhe von 2,0 % des Leergutbestandes.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennbetrag angesetzt.

Die flüssigen Mittel wurden zum Nominalwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Bei der Bildung des aktiven Rechnungsabgrenzungspostens wurde vom handelsrechtlichen Aktivierungswahlrecht nach § 250 Abs. 3 Satz 1 HGB zur Aktivierung von Disagien Gebrauch gemacht.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Bei Rückstellungen, die aufgrund erwarteter kontinuierlicher Auszahlungen in den Folgejahren gebildet wurden, erfolgte die Bewertung mit dem Barwert zum Bilanzstichtag.

Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag.

Die passiven latenten Steuern wurden aufgrund bestehender zeitlicher Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden sowie ihren steuerlichen Wertansätzen gebildet. Aktive und passive latente Steuern wurden verrechnet. Die Bewertung erfolgte mit den voraussichtlichen unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen.

Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt. Im Geschäftsjahr wurden bereits bewilligte aber noch nicht ausbezahlte Zuschüsse für zwei Gebäude in Höhe von TEUR 1.200 als sonstige Forderung aktiviert und gemäß dem Wahlrecht von den Anschaffungskosten der Gebäude gekürzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 4.386 haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr in Höhe von TEUR 4.361 (Vorjahr TEUR 4.510). Die Forderungen mit einer Restlaufzeit größer 1 Jahr in Höhe von TEUR 25 (Vorjahr TEUR 30) betreffen in voller Höhe einen gerichtlichen Vergleich.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten wie im Vorjahr ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Disagien gem. § 250 Abs. 3 HGB in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 4).

Die Gesellschaft wurde mit Umwandlungsbeschluss vom 30.11.2023 und Eintragung in das Handelsregister am 19.12.2023 erst in eine Aktiengesellschaft und anschließend in eine SE umgewandelt. Das bisherige Stammkapital der Gesellschaft in Höhe von TEUR 1.000 wurde gemäß § 247 Abs. 1 UmwG zum Grundkapital der neuen Aktiengesellschaft. Das Grundkapital ist eingeteilt in 1.000.000 Stück, nennwertlose, auf den Namen lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von 1,00 Euro je Aktie.

Im Umwandlungsbeschluss wurde zudem beschlossen, die bestehenden Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 4.169 in Höhe von TEUR 100 aufzulösen und diesen Betrag in die gesetzliche Rücklage gemäß § 150 Abs. 1 AktG einzustellen.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
1) Rückstellungen Personalbereich 2.296 2.093
2) Rückstellung für Wiederherstellungsverpflichtungen 736 738
3) Rückstellungen für Prozesskosten 14 17
4) Rückstellungen für Nebenkosten 256 157
5) Übrige 380 400
3.682 3.405

Die Fristigkeit und die Besicherung der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Gesamtbetrag bis zu einem Jahr
31.12.23
TEUR
Vorjahr
TEUR
31.12.23
TEUR
Vorjahr
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 55.602 47.155 14.754 9.834
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.837 11.088 11.837 11.088
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.633 1.590 1.633 1.590
davon aus Steuern 751 367 751 367
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 198 111 198 111
69.072 59.833 28.224 22.512
ein bis fünf Jahre über fünf Jahre
31.12.23
TEUR
Vorjahr
TEUR
31.12.23
TEUR
Vorjahr
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 19.742 17.862 21.106 19.459
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0 0 0
3. Sonstige Verbindlichkeiten 0 0 0 0
davon aus Steuern 0 0 0 0
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 0 0 0
19.742 17.862 21.106 19.459

Von den Verbindlichkeiten sind Kreditverbindlichkeiten i.H.v. TEUR 42.720 (Vorjahr: TEUR 39.843) grundpfandrechtlich gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in voller Höhe aus Verbindlichkeiten gegenüber Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 104 (Vorjahr: TEUR 623).

Latente Steuern

Die latenten Steuern beruhen im Wesentlichen auf Übertragungen gemäß § 6b EStG die sich nur in der Steuerbilanz auswirken. Die anderen Bewertungsunterschiede zwischen der Handels- und Steuerbilanz, insbesondere bei den sonstigen Rückstellungen wurden bei der Ermittlung der latenten Steuern verrechnet. Die Bewertung erfolgte mit dem Steuersatz von 29%.

31.12.2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Veränderung
TEUR
Passive latente Steuer 391 390 1
Aktive latente Steuer 179 124 55

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse teilen sich wie folgt auf:

2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Erlöse Warenverkauf 214.721 205.059
Erlöse aus Artikeleinlistung 725 396
Erlöse aus Solarstrom 63 142
Sonstige 121 151
215.630 205.748

Die Erlöse aus dem Warenverkauf entfallen in Höhe von TEUR 1.627 (Vorjahr: TEUR 1.538) auf Umsätze mit dem Ausland.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 478 (Vorjahr: TEUR 292), die im Wesentlichen aus der Auflösung der Rückstellung in Höhe von TEUR 115 (Vorjahr: TEUR 69) und nachträglichen Abrechnungen resultieren.

Personalaufwand

Der Personalaufwand beinhaltet Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung / Größenordnung in Höhe von TEUR 990 aufgrund einer ausgezahlten Inflationsausgleichsprämie.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 306 (Vorjahr: TEUR 457). Diese beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen aus nachträglichen Abrechnungen. Zudem sind Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung / Größenordnung in Höhe von ca. TEUR 400 aufgrund der Umwandlung enthalten.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus Aufzinsung in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 1).

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten Erträge aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 55 (Vorjahr: TEUR 26).

Sonstige Angaben

durchschnittliche Mitarbeiterzahlen

2023 Vorjahr
Angestellte 1.363 1.388
Arbeiter 208 208
Duale Studenten 6 7
Mitarbeiter im Sinne des § 267 Abs. 5 HGB 1.577 1.603
Auszubildende 91 67
1.668 1.670

Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Gesellschaft hält eine 100%-ige Beteiligung an der FRISTO GETRÄNKEMARKT GmbH, Hippach (Österreich). Gemäß vorläufigem Jahresabschluss 2023 können die folgenden Aussagen getroffen werden. Bei einem Stammkapital in Höhe von TEUR 35 erwirtschaftete die Gesellschaft in 2023 einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 127. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 449.

Honorar für den Abschlussprüfer

Gemäß § 285 Nr. 17 HGB wurden TEUR 70 als Gesamthonorar vom Abschlussprüfer an die FRISTO GETRÄNKEMARKT GmbH, Buchloe, in Rechnung gestellt bzw. als Rückstellung im Jahresabschluss berücksichtigt. Diese betreffen Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von TEUR 41 bzw. die Gründungsprüfung / Kapitaldeckungsprüfung aufgrund des Formwechsel in Höhe von TEUR 29.

Organe

Die Geschäftsführung oblag:

Herrn Dennis Roth, Gesamt-Vorstand, Diplom-Betriebswirt (BA), Langen

Herrn Dominik Engel, Diplom-Kaufmann, München (bis 31.01.2023)

Die Nennung der Vorstandsbezüge unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Der Beirat bestand bis zum 19.12.2023 aus folgenden Mitgliedern:

Herr Andreas Brügel, Diplom-Kaufmann, Hechendorf/Seefeld (bis 30.11.2023)

Herr Wolfgang Brügel, Rechtsanwalt, Grünwald

SKH Prinz Luitpold von Bayern, Kaufmann, Kaltenberg

Herr Stefan Höchter, Geschäftsführer, Rosenheim

Frau Barbara Scheitz, Geschäftsführerin, Herrsching

Herr Dr. Klaus Leuthe, Rechtsanwalt (Eintritt am 27.07.2022)

Die Gesamtbezüge des Beirats betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 11 .

Im Zuge des Formwechsels wurde erstmals ein Aufsichtsrat ab dem 30.11.2023 eingerichtet. Dieser besteht aus den folgenden drei Mitgliedern:

Herr Andreas Brügel, Diplom-Kaufmann, Hechendorf/Seefeld (Vorsitzender)

Herr Fabian Streich, Kaufmann, Herrsching (stellvertretender Vorsitzender)

Herr Fabian Wörle, Bilanzbuchhalter, Buchloe

Eine Vergütung erfolgt für die Tätigkeit ab dem Geschäftsjahr 2024.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

2024
TEUR
2025ff Gesamt
TEUR
aus Mietverträgen 14.111 47.271
aus Leasingverträgen 1.554 3.614
aus Übernahmen 1.885 0
aus Bauvorhaben 1.400 0
18.950 50.885

Nachtragsbericht

Es liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung vor, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz des Geschäftsjahres berücksichtigt sind.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt vor 10 % vom Jahresüberschuss auszuschütten. Für den verbleibenden Bilanzgewinn schlägt der Vorstand vor, diesen auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Buchloe, 08.03.2024

FRISTO
SE

gez. Dennis Roth, Vorstand

Anlagespiegel

Fristo SE, Buchloe

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen ansolchen Rechten und Werten 3.610.010,21 131.029,00 0,00 1.948,32 3.739.090,89
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 390.085,00 0,00 0,00 390.085,00
3.610.010,21 521.114,00 0,00 1.948,32 4.129.175,89
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 84.725.985,80 8.329.948,56 * 4.420.911,28 37.700,19 97.439.145,45
2. Andere Anlgen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.761.603,67 5.027.826,52 93.952,50 247.879,99 18.635.502,70
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.726.933,13 302.978,44 -4.514.863,78 0,00 515.047,79
103.214.522,60 13.660.753,52 0,00 285.580,18 116.589.695,94
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 35.000,00 0,00 0,00 0,00 35.000,00
2. Sonstige Ausleihungen 209.630,00 0,00 0,00 21.480,00 188.150,00
244.630,00 0,00 0,00 21.480,00 223.150,00
107.069.162,81 14.181.867,52 0,00 309.008,50 120.942.021,83

* Kürzung um TEUR 1.200 Zuwendungen

Abschreibungen
Stand am 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen ansolchen Rechten und Werten 3.188.483,24 121.991,55 1.948,32 3.308.526,47
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 45.167,74 0,00 45.167,74
3.188.483,24 167.159,29 1.948,32 3.353.694,21
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 28.788.607,06 2.398.127,11 37.700,19 31.149.033,98
2. Andere Anlgen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.314.972,27 1.573.433,00 207.300,32 8.681.104,95
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
36.103.579,33 3.971.560,11 245.000,51 39.830.138,93
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
39.292.062,57 4.138.719,40 246.948,83 43.183.833,14
Buchwerte
Stand am 31.12.2023
EUR
Stand am 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen ansolchen Rechten und Werten 430.564,42 421.526,97
2. Geschäfts- oder Firmenwert 344.917,26 0,00
775.481,68 421.526,97
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 66.290.111,47 55.937.378,74
2. Andere Anlgen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.954.397,75 6.446.631,40
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 515.047,79 4.726.933,13
76.759.557,01 67.110.943,27
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 35.000,00 35.000,00
2. Sonstige Ausleihungen 188.150,00 209.630,00
223.150,00 244.630,00
77.758.188,69 67.777.100,24

BERICHT DES AUFSICHTSRATES

DER FRISTO SE MIT SITZ IN BUCHLOE VOM 23. April 2024

Sehr geehrte Aktionäre,

der Aufsichtsrat der FRISTO SE hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und überwacht. In Entscheidungen von grundsätzlicher Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat nach Maßgabe von Satzung und gesetzlichen Vorschriften eingebunden.

Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat darüber hinaus regelmäßig, zeitnah und umfassend über Strategie, Entwicklung und wichtige Geschäftsvorfälle der Gesellschaft berichtet. Die Mitglieder des Aufsichtsrats standen dem Vorstand auch außerhalb der Sitzungen beratend zur Verfügung. Es gab darüber hinaus jederzeit einen regen Informations- und Gedankenaustausch zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden und dem einzigen Mitglied des Vorstands.

Im Laufe des Geschäftsjahrs 2023 fand eine Sitzung des Aufsichtsrats der FRISTO SE statt, an der alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen haben. Interessenkonflikte traten nicht auf.

Den Jahresabschluss der FRISTO SE zum 31. Dezember 2023 nebst Lagebericht hat die SONNTAG GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Augsburg, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Wir haben diese Unterlagen auch selbst geprüft.

Die Berichte der SONNTAG GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Augsburg, über die Prüfung des Jahresabschlusses lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor und wurden in unserer Bilanzsitzung am 23. April 2024 in Gegenwart des Abschlussprüfers ausführlich behandelt. In dieser Sitzung hat der Vorstand auch detailliert über Umfang, Schwerpunkte und Kosten der Abschlussprüfung berichtet. Der Aufsichtsrat hatte keine Einwendungen und stimmte dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt; der Jahresabschluss ist somit festgestellt.

Dem vom Vorstand aufgestellten und vom Abschlussprüfer geprüften Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß §312 Aktiengesetz (AktG) wurde vom Abschlussprüfer der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt, wonach die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder eventuelle Nachteile ausgeglichen worden sind und bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen. Wir haben den Bericht auch selbst geprüft. Der Aufsichtsrat erhob nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen gegen die Schlusserklärung des Vorstandes und stimmte dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfer zu.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der FRISTO SE für ihren Einsatz und ihre Leistung im abgelaufenen Geschäftsjahr.

 

Buchloe, den 23. April 2024

gez. Andreas Brügel, Aufsichtsratsvorsitzender

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 23.04.2024 festgestellt.

10% des Jahresüberschusses (2.177.865,45 €) werden gemäß den Aktienanteilen an die Aktionäre ausgeschüttet.

Der verbleibende Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die FRISTO SE

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der FRISTO SE - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FRISTO SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) aber nicht den Jahresabschluss, nicht die inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

• wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

• anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter undder für die Überwachung Verantwortlichenfür den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Die für die Überwachung Verantwortlichen sind verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Augsburg, den 8. März 2024

SONNTAG GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dr. Burkhardt-Böck, Wirtschaftsprüferin

gez. Kanus, Wirtschaftsprüfer

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