Stammdaten

Register
Amtsgericht Bonn HRB 18761
Vorher
Pixelhouse GmbH
Eingetragen
3.8.2004
Branche
Entwicklung und Programmierung von InternetpräsentationenEntwicklung und Programmierung von AnwendungssoftwareDatenverarbeitung, Hosting und damit verbundene Tätigkeiten a. n. g.
Gegenstand
sind die Entwicklung und Vermarktung von Software sowie die Entwicklung, der Betrieb und die Vermarktung von Datenbanken und Internetportalen sowie Internetseiten, insbesondere des Internetportals www.chefkoch.de.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jochen Beckmann
seit 13.11.2025
Geschäftsführer
Norbert Janzen
seit 13.11.2025
Prokura
Jesper Kuhlmann Doub
seit 13.11.2025
Geschäftsführer
Stefan Schweser
seit 13.11.2025
Prokura
Simone Kasik
seit 13.11.2025
Geschäftsführer
Eva Dr. Heneweer
seit 13.11.2025
Prokura
Christoph Rüth
seit 13.11.2025
Geschäftsführer
Christine Nieland
seit 20.12.2021
Geschäftsführer
Robert Kosubek
seit 4.4.2016
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
FUNKE Medien National Brands GmbH
Germany
52.500 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Chefkoch GmbH

Bonn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Amtsgericht Bonn, HRB 18761

Bilanz zum 31.12.2017

AKTIVA

Geschäftsjahr 2017 Geschäftsjahr 2016
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 443.875,60 542.619,67
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 55.292,11 113.992,08
II. SACHANLAGEN 388.583,49 428.627,59
B. UMLAUFVERMÖGEN 443.569,63 837.209,26
I. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 437.999,16 837.065,45
davon gegen Gesellschafter 301.235,13 685.121,75
davon mit einer Restlaufzeit > 1 Jahr 850,00 640,00
II. KASSENBESTAND, BUNDESBANKGUTHABEN, GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN UN 5.570,47 143,81
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 22.956,30 5.105,39
  910.401,53 1.384.934,32

PASSIVA

   
  Geschäftsjahr 2017 Geschäftsjahr 2016
  EUR EUR
A. EIGENKAPITAL 52.500,00 52.500,00
I. GEZEICHNETES KAPITAL 52.500,00 52.500,00
B. RÜCKSTELLUNGEN 726.087,82 1.113.313,13
C. VERBINDLICHKEITEN 131.813,71 201.857,19
davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 131.813,71 201.857,19
davon aus Steuern 81.639,98 84.111,76
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 0,00 17.264,00
  910.401,53 1.384.934,32

Gewinn- und Verlustrechnung 01.01.2017 bis 31.12.2017

Geschäftsjahr 2017 Geschäftsjahr 2016
EUR EUR
1. Rohergebnis 14.882.545,90 11.814.743,99
2. Personalaufwand -7.035.834,38 -7.713.515,37
a) Löhne und Gehälter -6.023.805,09 -6.684.506,53
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.012.029,29 -1.029.008,84
davon für Altersversorgung -11.119,66 -11.497,50
3. Abschreibungen -224.744,59 -216.410,82
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -224.744,59 -216.410,82
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -2.040.285,41 -2.054.179,01
davon aus der Währungsumrechnung -95,47 -420,17
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.313,20 206,96
davon aus verbundenen Unternehmen 2.313,20 206,96
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens    
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -828,00 -2.112,23
davon an verbundenen Unternehmen 0,00 -1.571,23
davon aus Aufzinsung langfristiger Rückstellungen -828,00 -541,00
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag    
9. Ergebnis nach Steuern 5.583.166,72 1.828.733,52
10. sonstige Steuern -5.105,61 -4.462,87
11. Auf Grund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn -5.578.061,11 -1.824.270,65
12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2017

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2017 wurde nach den Vorschriften des HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB aufgestellt.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt. Zahlungen für Software, die noch nicht in Betrieb genommen wurde, werden unter den geleisteten Anzahlungen zum Nennwert angesetzt.

Die Anlagegüter werden überwiegend linear abgeschrieben. Die Abschreibungssätze richten sich nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer.

Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten EUR 410,00 nicht übersteigen und die für den Jahresabschluss von untergeordneter Bedeutung sind, werden im Jahr ihres Zugangs voll abgeschrieben und, soweit die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten EUR 150,00 übersteigen, im folgenden Jahr fiktiv als Abgang gezeigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nennwert angesetzt. Erkennbare Ausfallrisiken werden durch individuelle Einzelwertberichtigungen berücksichtigt; darüber hinaus werden Pauschalwertberichtigungen wegen des allgemeinen Kreditrisikos gebildet.

Die liquiden Mittel werden mit den Nennwerten angesetzt.

Bereits geleistete Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, werden im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

Das Eigenkapital wird mit dem Nennwert angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Der Ansatz der Verbindlichkeiten erfolgt mit ihrem Erfüllungsbetrag bzw. für langfristige Verbindlichkeiten, die einen Zinsanteil enthalten, mit dem Barwert. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Bereits erhaltene Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, werden im passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, soweit sie nicht Bestandteil einer Bewertungseinheit sind und deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Für alle übrigen Forderungen, soweit sie nicht Bestandteil einer Bewertungseinheit sind, erfolgt die Währungsumrechnung mit dem Kurs am Entstehungstag bzw. mit dem niedrigeren Kurs am Abschlussstichtag und für die übrigen Verbindlichkeiten mit dem Kurs am Entstehungstag bzw. dem höheren Kurs am Abschlussstichtag. Als Umrechnungskurs wird jeweils der Devisenkassamittelkurs herangezogen.

III. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist in der Anlage dieses Anhangs dargestellt.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 301 (Vorjahr: TEUR 686) betreffen Forderungen aus dem Cash-Pooling mit der Gruner + Jahr GmbH & Co KG, Hamburg, in Höhe von TEUR 301 (Vorjahr: TEUR 685) sowie Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von EUR 32 (Vorjahr: EUR 842).

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen den Liefer- und Leistungsverkehr.

IV. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen, die zum 31. Dezember 2017 in Höhe von insgesamt TEUR 3.268 bestanden. Davon betrugen die Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 3.264.

V. Sonstige Angaben

Anzahl der Arbeitnehmer

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 waren durchschnittlich 116 Mitarbeiter bei der Gesellschaft beschäftigt. Der Personalbestand teilt sich in einen leitenden Angestellten und 115 angestellte Mitarbeiter auf.

Geschäftsführung

Mitglieder der Geschäftsführung waren:

Arne Wolter

Chief Digital Officer der Gruner + Jahr GmbH & Co KG, Hamburg

Martin Meister

Chief Executive Officer der Chefkoch GmbH, Bonn

Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag

Zwischen der Chefkoch GmbH, Bonn, und ihrer Gesellschafterin, der Gruner + Jahr GmbH & Co KG, Hamburg, besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Demnach unterstellt die Chefkoch GmbH, Bonn, die Leitung ihrer Gesellschaft der Gruner + Jahr GmbH & Co KG, Hamburg. Die Chefkoch GmbH, Bonn, ist ferner verpflichtet, einen anfallenden Jahresüberschuss an die Gruner + Jahr GmbH & Co KG, Hamburg, abzuführen. Umgekehrt ist die Gruner + Jahr GmbH & Co KG, Hamburg, verpflichtet, einen entstandenen Jahresfehlbetrag auszugleichen. Entsprechend wurde der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2017 an die Gruner + Jahr GmbH & Co KG, Hamburg, abgeführt.

Konzernabschluss

Die Chefkoch GmbH, Bonn, ist über die Gruner + Jahr GmbH & Co KG, Hamburg, mit der Bertelsmann SE & Co. KGaA, Gütersloh, verbunden. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den von der Bertelsmann SE & Co. KGaA, Gütersloh, aufzustellenden Konzernabschluss einbezogen. Die Bertelsmann SE & Co. KGaA, Gütersloh, stellt den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger offengelegt.

 

Bonn, den 21. Februar 2018

gez. Arne Wolter

gez. Martin Meister

Datum der Feststellung: 3. September 2018

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2017

Anschaffungskosten
01.01.2017 Zugänge Abgänge 31.12.2017
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 303.301,27 0,00 0,00 303.301,27
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbl. Schutzrechte u. ähnliche Rechte u. Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 303.301,27 0,00 0,00 303.301,27
II. Sachanlagen 885.061,70 130.362,35 66.325,94 949.098,11
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 885.061,70 130.362,35 66.325,94 949.098,11
  1.188.362,97 130.362,35 66.325,94 1.252.399,38
Abschreibungen
01.01.2017 Zugänge Abgänge 31.12.2017
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 189.309,19 58.699,97 0,00 248.009,16
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbl. Schutzrechte u. ähnliche Rechte u. Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 189.309,19 58.699,97 0,00 248.009,16
II. Sachanlagen 456.434,11 166.044,62 61.964,11 560.514,62
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 456.434,11 166.044,62 61.964,11 560.514,62
  645.743,30 224.744,59 61.964,11 808.523,78
Buchwerte
31.12.2017 31.12.2016
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 55292,11 113.992,08
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbl. Schutzrechte u. ähnliche Rechte u. Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 55.292,11 113.992,08
II. Sachanlagen 388.583,49 428.627,59
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 388.583,49 428.627,59
  443.875,60 542.619,67

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017

A. Grundlagen der Gesellschaft

1. Geschäftsmodell

Die Chefkoch GmbH mit Sitz in Bonn betreibt ein Webportal ("chefkoch.de") zum Thema Kochen und Food, das sowohl stationär (,,Desktop") als auch mobil ("mobile enabled websites" oder Apps) im Internet abrufbar ist. Die Gesellschaft ist eine 100 %-tige Tochter der Gruner + Jahr GmbH & Co KG mit Sitz in Hamburg.

Chefkoch.de ist dabei eine führende Adresse für Kochinteressierte im deutschsprachigen Internet. Im Mittelpunkt steht dabei eine Rezeptdatendatenbank, die hauptsächlich von Usern veröffentlichte Rezepte beinhaltet ("user generated content"). Chefkoch sichert dabei durch redaktionelle Sichtung die Qualität dieser Inhalte und verschafft sich damit ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen Anbietern. Zusätzlich werden noch weitere digitale Angebote rund um die Themen Kochen und Food angeboten, wie bspw. ein Userforum, redaktionell aufbereitete Artikel, Videobeiträge oder Kochanleitungen.

Die Natur des Angebots von Chefkoch führt dazu, dass der größte Teil der User im stationären und mobilen Internet Chefkoch über Schlagwortsuche in Suchmaschinen wie Google oder Bing aufsuchen. Die Abhängigkeit dieses organischen Traffics soll langfristig durch Schaffung entsprechender Produkte relativiert werden. Das zwingt Chefkoch zu einem ständigen Austarieren und Optimieren von Werbelast, Userzentrierung und Suchmaschinenanforderungen seines Webangebotes.

Das aktuelle Geschäftsmodell besteht hauptsächlich aus der Vermarktung von digitalen Werbeflächen auf den Online-Angeboten von Chefkoch.de für Werbetreibende im Umfeld Kochen und Food. Diese werden aktuell hauptsächlich durch die Vermarktungsunit von Gruner + Jahr GmbH & Co KG der G+J Electronic Media Sales GmbH vertrieben.

Neben der Vermarktung von Werbeflächen generiert Chefkoch weitere Umsätze aus der Vermittlung von kaufinteressierten Usern an kommerzielle Anbieter ("Affiliate-Marketing") und dem kostenpflichtigem Angebot von Premium-Funktionen (keine Werbebanner, erweiterte Forenfunktionen oder Speicherung von Rezepten als .pdf, etc.) über ein Abonnenten-Modell.

Auch das Jahr 2017 war wie die Jahre zuvor von dem im Jahre 2014 begonnenen Transformationsprozess gekennzeichnet, der das Angebot von Chefkoch deutlich verbreitern soll, und die Plattform von einer Rezeptdatenbank zu einer führenden, Grossdigitalen Plattform mit vielfältigen Angeboten für Partner (Werbekunden oder andere Dienstleistungsunternehmen) und Nutzer rund um die Themen Kochen und Food ausbaut. Dieser Prozess wird nach aktuellem Stand auch die weiteren zwei oder drei Jahre andauern.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die konjunkturelle Erholung in Deutschland und im Euro-Raum hat sich 2017 fortgesetzt und war in Deutschland gekennzeichnet durch ein solides und stetiges Wirtschaftswachstum. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war hier im Jahresdurchschnitt um +2,2% höher als im Vorjahr und lag wieder über dem Durchschnittswert der vergangenen zehn Jahre (2006 bis 2016) von ca. +1,5%. Die deutsche Wirtschaft konnte sich somit in einem Umfeld weltwirtschaftlichen Aufschwungs - aufgrund stabilisierter Energie- und Rohstoffpreise konnten vor allem rohstoffexportierende Schwellenländer ihre Wachstumsschwäche überwinden - erfolgreich behaupten. Der Blick in die Zukunft ist ebenfalls optimistisch: Der Sachverständigenrat erwartet für das Jahr 2018 für Deutschland eine Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts von +2,2% und für den Euro-Raum von +2,1%.

[Quellen: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 11 vom 11.01.2018 und Jahresgutachten des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung 2017/18, https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/presse-jahresgutachten-2017-18.html].

Der deutsche Bruttowerbemarkt konnte im Jahr 2017 ein Wachstum von +1,94% im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen. Laut Nielsen Media Research stieg der Bruttowerbemarkt im Bereich Internet dabei um +2,32%. Der Bereich Mobile wächst mit +39,3% am stärksten.

[Quelle: Nielsen Media Research - Top Ten Trends 2017, http://www.nielsen.com/de/de/insights/reports/2018/top-ten-trends.html]

2. Geschäftsverlauf

Das Jahr 2017 führte den erfolgreichen Verlauf aus dem Vorjahr fort. Es wurde weiter in die Entwicklung von Personal, Infrastruktur und Know-How investiert. Bei der Werbevermarktung konnte Chefkoch erfolgreich starke mobile Angebote etablieren und damit etwas der generell sinkenden stationären Reichweite entgegensetzen. Auch in 2017 wurden weitere Erlösquellen ergänzt, da eine vollkommene Fokussierung auf die Steigerung der Werbevermarktungsflächen negative Reaktionen und sinkende Akzeptanz bei Nutzern hervorrufen kann. Dazu gehören Kooperationen mit Lebensmittelhändlern, Vermittlung kaufinteressierter Nutzer an kommerzielle Anbieter als auch kostenpflichtige Angebote für werbefreie Inhalte.

Der Geschäftsverlauf der Chefkoch GmbH wird sehr stark durch das 4. Quartal eines Jahres geprägt. Durch das Weihnachtsgeschäft werden hier die stärksten Umsätze und entsprechende Ergebnisse des Geschäftsjahres erzielt. Im Jahr 2017 entwickelte sich das Jahresendgeschäft durch eine starke Kampagnenlage bei weitem besser als erwartet und lag damit deutlich über dem Vorjahresniveau.

Die Umsatzerlöse der Chefkoch GmbH enden im Geschäftsjahr 2017 insgesamt bei 17.097 T€ und damit +13,10% über dem Vorjahresniveau. Verbesserte Vermarktungsmöglichkeiten in der mobilen als auch stationären Reichweite tragen in der Hauptsache dieses Wachstum.

3. Ertrags-, Finanz-, Vermögenslage

Ertragslage

Für das Geschäftsjahr 2017 weist die Gesellschaft ein EBIT 1 in Höhe von +5.582 T€ aus. Verglichen mit dem Jahr 2016, als die Gesellschaft ein EBIT von 1.831 T€ hatte, ist das ein erhebliches Wachstum von 3.751 T€ (+205%). Diese Steigerung kann auf die deutlich bessere Erlöslage als auch durch einen Rückgang der Kosten, gepaart mit höheren Rückstellungsauflösungen, zurückgeführt werden.

Aufgrund des mit der Gruner + Jahr GmbH & Co KG bestehenden Ergebnisabführungsvertrages weist die Gesellschaft keinen Jahresüberschuss aus. Das Ergebnis vor Gewinnabführung beläuft sich für 2017 auf 5.578 T€ und ist damit +3.754 T€ (205,8%) höher als in 2016.

Die Umsatzerlöse in Höhe von 17.097 T€ resultieren im Wesentlichen aus der Vermarktung von Werbeflächen auf den stationären und mobilen Angeboten von Chefkoch und enden deutlich über 2016 (15.117 T€).

Die in der Hauptsache über die G+J Electronic Media Sales GmbH erzielten Vermarktungserlöse stiegen in 2017 auf 16.294 T€ und liegen damit +2.904 T€ (21,7%) über dem im Jahr 2016 erzielten Umsatz von 13.390 T€. Ein Teil dieses Wachstums ist jedoch auf einen Übergang von vormals selbstvermarkteten Werbeplätzen mit dem Kooperationspartner Google in das Portfolio der G+J Electronic Media Sales GmbH zur Mitte des Jahres 2016 zurückzuführen. Bei der Eigenvermarktung von Werbeplätzen zeigt sich deswegen auch ein gegenteiliger Effekt mit einem Rückgang um -852 T€ (-79%) auf 227 T€ von vormals 1.079 T€ in 2016.

Aus sonstigen Vermarktungstätigkeiten, hierzu zählen u.a. Erlöse aus Affiliate-Kooperationen mit Amazon und Shopping 24, Erlöse aus dem Chefkoch-Club (Abonnenten Modell), Lizenzen für die Markennutzung als auch Erlöse aus Kooperationen mit Lebensmitteleinzelhändlern, konnten insgesamt 576 T€ erwirtschaftet werden, was einen kleinen Abfall von -72 T€ von vormals 648 T € (-9%) gegenüber 2016 bedeutet.

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen von 87 T€ (2016) auf 474 T€. In der Hauptsache wirkt hier eine durch Neuverhandlungen induzierte Auflösung einer LTIP (long term incentive program) Rückstellung für die Geschäftsleitung aus Vorjahren mit einem Einzeleffekt von +300 T€.

Die Kosten konnten in 2017 ebenfalls gesenkt werden. Chefkoch konnte die Provisionssätze an den Vermarkter von vormals 22,5% (2016) auf 16 % in 2017 senken, zusätzlich wurde in 2017 weiter verstärkt auf die Beauftragung externer Dienstleister bei der Erstellung seiner IT-Produkte zu Gunsten der Nutzung von internen Ressourcen verzichtet.

Beide Effekte führten zu einer starken Verminderung des Materialaufwands um -701 T€ (- 20,46%) auf 2.689 T€.

Auch bei den personalbezogenen Aufwendungen konnten Senkungen um insgesamt -678 T€ erreicht werden. Zum einen fielen geringere Abfindungsaufwände für Abgänge von Mitarbeitern an (positiver Effekt daraus gegenüber 2016 bei -496 T€), zum anderen verließen auch weitere Mitarbeiter das Unternehmen, deren Stellen/Arbeitsplätze nicht zeitnah besetzt werden konnten in 2017. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl fiel entsprechend gegenüber dem Vorjahr von 124 auf 116 Mitarbeiter.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen blieben im Wesentlichen wie Vorjahr und endeten bei 2.040 T€, was im Wesentlichen dem 2016er Aufwand (2.054 T€) entsprach.

1 1 EBIT = Ergebnis nach Steuern zzgl. Zinsaufwendungen abzgl. Zinserträge

Vermögens- und Finanzlage

Die Kapitalstruktur der Gesellschaft ist durch den mit der Gruner + Jahr GmbH & Co KG, Hamburg, bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag sowie deren Cash-Pooling-System, in das die Gesellschaft einbezogen ist, gekennzeichnet und führt zu einer ausgeglichenen Finanzlage. Die Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen ist dadurch jederzeit gewährleistet.

Die Bilanzsumme zum 31.12.2017 ist im Vergleich zum Vorjahr um -475 T€ auf 910 T€ gefallen. Dies führte zu einem Anstieg der Eigenkapitalquote von 3,8% (2016) auf 5,8% zum 31.12.2017. Auf der Aktivseite ist der Rückgang vor allem durch niedrigere Forderungen gegenüber dem Gesellschafter aus dem Cashpooling aufgrund der deutlich besseren Geschäftsentwicklung in 2017 zurückzuführen.

Auf der Passivseite sanken im Wesentlichen die personalbezogenen Rückstellungen für Abfindungen, Tantieme und sonstige Personalkosten.

Insgesamt wird die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft als sehr zufriedenstellend beurteilt.

4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Als wesentliche finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren sieht die Geschäftsführung das EBIT, Umsatzerlöse/-rendite sowie Personalstand an.

Das EBIT der Gesellschaft beträgt +5.582 T€ und fällt deutlich höher aus als im Vorjahr (1.831 T€). Bei Umsatzerlösen von 17.097 T€ (+13,1%) entspricht dies einer gesteigerten Umsatzrendite von 32,65% (Vorjahr: 12,1%). Der Eintritt der Vorjahresprognose stark steigender Umsätze kann als realisiert und erfüllt angesehen werden. Die Umsatzrendite hat sich sogar besser als die erwartete leichte Steigerung entwickelt. Die gegenüber dem Vorjahr zum Teil deutlich verbesserten Kennzahlen wie EBIT, Umsatzerlöse und Umsatzrendite sind insbesondere auf die verbesserte Vermarktung der mobilen Reichweite als auch zusätzliche Vermarktungsinitiativen zurückzuführen. Ebenso entwickelten sich die Kosten deutlich moderater als der Umsatzanstieg.

Der durchschnittliche Personalstand im Geschäftsjahr 2017 betrug 116 Mitarbeiter. Im Vergleich zu 2016 hat sich dieser von 124 Mitarbeitern durch eine erhöhte Fluktuation und einer nicht zeitnahe Nachbesetzung unerwartet gesenkt.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Die Chefkoch GmbH ist kontinuierlich bestrebt, das bestehende Angebot zu verbessern, neue Produkte für die Vermarktung und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln sowie die Reichweite zu optimieren. Dafür werden die Vermarktungs- und Entwicklungsaktivitäten und die damit einhergehenden Prozesse und Produkte fortwährend optimiert und fortentwickelt. Der Mobilebereich mit seinem hohen Wachstumspotential, die Stabilisierung der Vermarktung des stationären Internetangebots und die Erschließung neuer Geschäftsmodelle werden dabei eine wichtige Rolle spielen.

Für das Jahr 2018 geht die Geschäftsführung deswegen weiter von steigenden Umsätzen aus. Ausgehend von 2017, in dem Umsatzerlöse in Höhe von 17.097 T€ realisiert werden konnten, ist für 2018 weiter ein leicht moderat steigendes Umsatzwachstum angestrebt. Die Gesellschaft strebt für 2018 an, das EBIT, welches in 2017 5.582T€ betrug, planmäßig leicht zu erhöhen, auch wenn in 2017 das Ergebnis durch Einmaleffekte wie die Auflösung einer LTIP Rückstellung positiv beeinflusst wurde. Es werden weitere Effizienzgewinne durch Prozessoptimierungen wie z.B. in der Produktentwicklung angestrebt, so dass sich die Umsatzrendite infolgedessen in 2018 weiter stabil entwickeln wird.

Aufgrund der erhöhten Fluktuation in 2017 ist die Zielsetzung der Gesellschaft, die Vakanzen nachzubesetzen und somit den durchschnittlichen Personalstand möglichst stabil zu halten.

Die Planung wird grundsätzlich als realistisch betrachtet. Nichtsdestotrotz kann es aufgrund von Marktbegebenheiten zu Abweichungen kommen. Das Planungssystem wird als funktionsfähig erachtet.

Die Risiken und Chancen der Gesellschaft haben sich seit dem letzten Jahr aufgrund zunehmenden Wettbewerbs und der immer stärker sinkenden Reichweite im stationären Internet verändert. Das unternehmerische Handeln der Chefkoch GmbH ist darauf ausgerichtet, eventuelle Risiken rechtzeitig zu identifizieren, zu analysieren und zu steuern.

Die Risiken bestehen sowohl im allgemeinen Auftragsrisiko durch Werbetreibende und dadurch bedingt in der Vermarktung seitens G+J Electronic Media Sales als auch in der erschwerten Reichweitenakquise im stationären und mobilen Internet. Die Nachfrage nach neuen Produkten und die höheren Anforderungen der Kunden und der Agenturen beinhalten für die Gesellschaft das Risiko, sich Entwicklungen nicht rechtzeitig genug anzupassen und infolgedessen Umsatzverluste zu verzeichnen. Des Weiteren bestehen im stationären und mobilen Internet für Chefkoch mittlere Risiken, über Schlagwortsuche in Suchmaschinen wie Google oder Bing nicht priorisiert auffindbar zu sein. Dies birgt grundsätzlich das Risiko von Reichweitenverlusten. Das zwingt Chefkoch zu einem ständigen Austarieren und Optimieren von Werbelast, Userzentrierung und Suchmaschinenanforderungen seines Webangebotes. Insofern stellen diese möglichen Markt- bzw. Branchenveränderungen strukturelle Risiken für die Gesellschaft dar. Verluste von Kunden, Aufträgen und damit Umsatzerlösen wären die direkte Folge daraus. Die Auswirkungen der Risiken, denen sich die Gesellschaft entgegenstehen sieht, werden aufgrund einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit insgesamt als mittel bewertet.

Chancen auf zusätzliche Umsatz- und Ertragspotenziale - gerade auch im Mobile- und in neuen Erlösmodellen wie Abonnenten oder Kooperationen mit größeren kommerziellen Anbietern - sollen in 2018 weiterhin konsequent genutzt werden. Die Investition in neue Produkte und neue Modelle spielt wie auch in Vorjahren eine bedeutende Rolle. Die Geschäftsführung rechnet mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit und stuft die Chancen als insgesamt hoch ein.

Insgesamt werden die für 2018 getroffenen Prognosen als positiv eingeschätzt.

Die Gesellschaft ist zur Feststellung und Absicherung wesentlicher Risiken in das Risikomanagementsystem der Gruner + Jahr GmbH & Co KG, Hamburg, einbezogen. Für die Division G+J Deutschland werden allgemeine Risiken aus den Bereichen Gesetz, Konjunktur, Markt und Technologie definiert. Aus den formulierten Risiken sind keine direkten Auswirkungen für die Gesellschaft ableitbar. Insgesamt gesehen sind die Risiken mit einer eher geringen Risikoeintrittswahrscheinlichkeit für 2018 bewertet. Derzeit sind keine Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, erkennbar.

 

Bonn, den 01. März 2018

gez. Martin Meister

gez. Arne Wolter

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Chefkoch GmbH, Bonn

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Chefkoch GmbH, Bonn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Chefkoch GmbH, Bonn für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Hamburg, den 25. April 2018

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Niklas Wilke, Wirtschaftsprüfer

ppa. Stefanie Bubbers, Wirtschaftsprüferin

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