Stammdaten

Register
Amtsgericht Bielefeld HRB 7074
Eingetragen
12.8.1910
Branche
Großhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Betrieb einer eisen- und metall-giessenden und verformenden Produktion sowie die Vornahme von Handelsgeschäften im Rahmen solcher Produktionen. Die Gesellschaft kann sich an anderen Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art beteiligen, sie kann Zweigniederlassungen errichten und betreiben sowie Handelsgeschäfte jeder Art mit Giessereierzeugnissen vornehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jan Simon Mioducki
seit 29.10.2024
Prokura
Michael Stein
seit 1.12.2003
Prokura
Reinhard Tweer
seit 29.4.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
3.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Reinhard Tweer GmbH

Bielefeld

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Reinhard Tweer GmbH fertigt Gussteile in den Werkstoffen Stahl- und Sphäroguss. Die Palette bewegt sich dabei von 1 - 5.000 kg Stückgewicht und wurde mit im Durchschnitt 277 Mitarbeitern im Jahr 2023 ausgeführt.

Die Kernkompetenz der Reinhard Tweer GmbH ist das Gießen von Bauteilen und beinhaltet auch die Modell- und Kernherstellung im eigenen Haus. Um eine höhere Wertschöpfung erzielen zu können und um die immer höheren Anforderungen der Kunden abbilden zu können, arbeiten wir mit Unternehmern zusammen, die Arbeitsgänge wie Bearbeitung oder Grundierung durchführen.

Ziele des Unternehmens werden durch die jährliche Unternehmenspolitik von der Geschäftsleitung vorgegeben.

Wirtschaftsbericht 1)

Die Wirkung negativer Schocks flaut ab, doch Unsicherheit bleibt. Im Verlauf des Jahres 2023 sind die Störfaktoren, die im Jahr 2022 die Erholung von der Coronakrise - in vielen Ländern vorzeitig - beendet hatten, weitgehend geschwunden: Die Rohstoffpreise und insbesondere die für Energie sind wieder gesunken, und in der Folge hat sich die Inflation verringert. Die Reallöhne steigen dank nachlassender Inflation und anziehender Vergütungen inzwischen und Lieferengpässe behindern die wirtschaftliche Aktivität nicht mehr ungewöhnlich stark. Gleichzeitig ist die Unsicherheit für Unternehmen und Konsumenten aber hoch geblieben. Sie ist zum Teil geopolitischer Natur und in anhaltenden oder neuen militärischen Auseinandersetzungen (Ukraine, Gaza/Israel) oder wirtschaftlichen Konflikten (Vereinigte Staaten/China) begründet, zum Teil aber auch auf unklare oder inkonsistente Wirtschaftspolitik oder innenpolitische Unsicherheiten zurückzuführen und dürfte die Neigung zu Investitionen und Konsum dämpfen. Bremsend wirkt zunächst auch noch die Geldpolitik; die Wirkung der kräftigen Zinserhöhungen dürfte noch nicht vollständig in der Realwirtschaft angekommen sein. Die Weltwirtschaft expandiert vorerst in moderatem Tempo und gewinnt nur allmählich an Schwung. Im Jahr 2023 stieg die Weltproduktion um 3,1 % an, nach 3,3 % im Jahr 2022.

1) Die Angaben beziehen sich auf den BDG, sowie folgende Institute: Eurostat, IfW Kiel, ifo München, DIW, DIHK, Stat.BA, BMWI, DB Research und die Gemeinschaftsdiagnose sowie die Stellungnahmen des Sachverständigenrats.

Im Jahr 2024 dürfte der Zuwachs mit 2,9 % etwas schwächer ausfallen. Für 2025 rechnet man mit einer Beschleunigung der Konjunktur auf 3,2 %. Nach einer kräftigen Erholung im Gefolge der Pandemie befindet sich die Wirtschaft im Euroraum derzeit in der Flaute. Nachdem die stark gestiegenen Lebenshaltungskosten den privaten Verbrauch gebremst haben, die Finanzierungsbedingungen im Zuge der raschen geldpolitischen Straffung ungünstiger geworden sind und zuletzt auch das außenwirtschaftliche Umfeld kaum Unterstützung bot, sind die wirtschaftlichen Auftriebskräfte erlahmt. Die seit einem Jahr anhaltende Stagnation der Wirtschaftsleistung dürfte sich in den kommenden Monaten zunächst fortsetzen. Hierfür spricht die insbesondere in der Industrie bis zuletzt schwache Unternehmenszuversicht. Im Verlauf des Jahres 2024 dürfte die europäische Wirtschaft dann nach und nach an Schwung gewinnen. Zum einen steigen die Reallöhne aufgrund kräftigerer Lohndynamik bei sinkendem Preisauftrieb wieder, was eine Belebung des privaten Verbrauchs begünstigt. Zum anderen dürften sich die Finanzierungsbedingungen mit der erwarteten Lockerung der geldpolitischen Zügel wieder verbessern. Schließlich wird voraussichtlich auch das außenwirtschaftliche Umfeld im Prognosezeitraum allmählich wieder mehr Impulse für die wirtschaftliche Aktivität geben. Allerdings wird der Anstieg des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2024 mit voraussichtlich 0,8 % nochmals recht schwach ausfallen, nach 0,5 % im Jahr 2023, und sich erst im Jahr 2025 mit 1,5 % auf eine Rate in der Nähe des Potenzialwachstums beschleunigen. Die Teuerung sinkt von 5,4 % im Durchschnitt des Jahres 2023 voraussichtlich auf 2,2 % (2024) sowie 1,9 % (2025) und somit in der Nähe des Inflationsziels der Europäischen Zentralbank.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Hohe Preise auf allen Wirtschaftsstufen haben die Konjunktur gedämpft. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch die steigenden Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 hat sich somit nicht fortgesetzt.

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung ist im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich verlaufen. Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe, ohne Baugewerbe, ist insgesamt deutlich um 2,0 Prozent zurückgegangen. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, ist im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus gewesen (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sank die Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte.

2. Geschäftsverlauf

A. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Das Gesamtbild des Jahres 2023 lässt sich anhand unserer wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren wie folgt darstellen: Im Stahlguss ist ein gesunkener Auftragseingang von -41,4 % festzustellen. Im Sphäroguss ist ein Minus von -39,3 % zu verzeichnen. In der Produktion musste beim Stahlguss ein Minus von -3,8 % hingenommen werden, im Sphäroguss ein Minus von -23,1 %. Im Versand wurden im Stahlguss mit +0,4 % und im Sphäroguss mit -23,4 % auch sehr negative Tendenzen festgestellt. Der Grund für die gesunkenen Werte liegt in der allgemeinen wirtschaftlichen Verunsicherung in allen Bereichen und der Energiepreisproblematik, die seit dem Herbst mit massiven Rückgängen im Auftragseingang einhergeht. Der Umsatz hat sich mit 61,2 Mio. Euro um 6,7 Mio. Euro und damit 12,2 % erhöht. Diese Steigerung resultiert jedoch nicht aus einer Absatzerhöhung, sondern aus den erforderlichen Anpassungen der Zuschläge für die Material- und Energieverteuerungen. Allein die Stromkosten haben sich ohne Berücksichtigung der Strompreisbremse um 11,2 Mio. Euro im Vergleich zu 2022 erhöht. Diese konnten nur zum Teil über die Energieteuerungszuschläge an unsere Kunden weitergegeben werden.

B. Ergebnisentwicklung

Die Ergebnisentwicklung, sprich das Jahresergebnis 2023 liegt mit einem Jahresüberschuss von 842 Tsd. Euro um 326 Tsd. Euro besser als das Ergebnis des Jahres 2022 und hat damit unsere Prognose und Erwartungen, ein verbessertes Ergebnis zu erzielen, erfüllt. Die Materialteuerungs- und Legierungszuschläge wurden - wie in den vergangenen Jahren - im Rahmen der gültigen Kundenvereinbarungen angepasst. Durch die erhebliche Dynamik bei der Materialteuerung konnten die Mehrkosten jedoch nicht vollständig weitergegeben werden. Die stark gestiegenen Energiepreise konnten im Energieteuerungszuschlag weitergegeben werden. Allerdings ist auch hier festzuhalten, dass nicht alle Energieverteuerungen abgedeckt waren. Die Erstattung aus der "Strompreisbremse" in Höhe von knapp 4 Mio. Euro half, den Energieteuerungszuschlag den Kunden gegenüber etwas abzumildern. Der Krankenstand im produktiven Bereich war gegenüber den Vorjahren erfreulicherweise rückläufig, die geringeren Kosten und höhere Anwesenheit haben auch zu der höheren Produktivität in der Fertigung beigetragen.

C. Produktion

Die Produktionsanlagen befinden sich auf einem technisch aktuellen Stand. Durch ständige Verbesserungsprozesse wird versucht, die Qualität der gefertigten Gussteile auf einem sehr hohen Niveau zu halten, was auch eine leicht verbesserte interne Ausschussquote von 3,15 % belegt.

D. Beschaffung

Auf der Beschaffungsseite spielen insbesondere die Rohmaterialien und die Strompreise eine herausragende Rolle. Rohmaterialien werden - wie in der Vergangenheit - kostenbewusst bei qualifizierten Lieferanten eingekauft. Hinsichtlich der Strompreise gibt es abgeschlossene Verträge, die für das Jahr 2023 stark gestiegene Strompreise zu verzeichnen hatten. Die Versorgungssicherheit ist durch den Einsatz unseres bewährten Warenwirtschaftssystems gewährleistet, wir sind damit in der Lage uns proaktiv auf die steigenden Anforderungen einzustellen.

E. Investitionen

Im Jahr 2023 wurden punktuell Investitionen durchgeführt, wie z.B. neue Stapler. Es wurde aber weiterhin in die Erhaltung der bestehenden Anlagen investiert. Sämtliche Investitionen wurden aus liquiden Mitteln finanziert. Ein Investitionsprogramm wurde aufgelegt, und verschiedene neue Investitionen wie ein ERP-System, neue Kernschießmaschinen, Steuerungen für die Formanlagen, neue Staubmessgeräte und weitere Innovationen wurden bereits bestellt.

F. Personal

Der Personalstand zum Jahresende 2023 liegt mit 279 Beschäftigten um 4 Beschäftigte über dem des Jahresendes 2022. Schwankungen in der Produktion konnten durch Freischichten bzw. Überstunden ausgeglichen werden. Auf den Einsatz von Leiharbeitern wurde verzichtet. Positiv hat sich die Entwicklung des Krankenstandes gezeigt.

3. Lage der Gesellschaft

A. Ertragslage

Die Umsatzrentabilität zeigt bei einem Ergebnis von +842 Tsd. Euro eine positive Entwicklung. Hierzu gaben zum einen die Kundengespräche bezüglich diverser Preiserhöhungen beigetragen, aber zum anderen insbesondere eine verbesserte Produktivität, die zu guten innerbetrieblichen Entwicklungen geführt hat.

B. Finanzlage

Der Cashflow mit +1.600 Tsd. Euro liegt um +716 Tsd. Euro höher als im Jahr 2022. Die Finanzlage ist aufgrund der konservativen Haltung der letzten Jahre als gut anzusehen. Es wurden keine Kredite benötigt oder sonstige Verpflichtungen eingegangen. Die Eigenkapitalquote hat sich von 50,0 % auf 50,1 % erhöht.

C. Vermögenslage

Die Anlagenintensität ist von 22,2 % auf 11,2 % gefallen, dies resultiert daraus, dass bei den Finanzanlagen die Termingelder nur noch mit Laufzeiten bis maximal 12 Monaten platziert wurden, diese werden daher im Umlaufvermögen ausgewiesen. Die Vorratsintensität stieg von 22,8 % auf 26,1 %. Die Bilanzsumme liegt bei 38.168 Tsd. Euro. Das Eigenkapital verbessert sich auf 19.126 Tsd. Euro. Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens ist bei dem positiven Jahresergebnis mit einer Eigenkapitalquote von 50,1 % gut.

D. Prognose, Chancen- und Risikobericht 2)

Mit dem Fahrzeug- und Maschinenbau sind traditionell über 80% der deutschen Gussproduktion abgedeckt. Während die Auftragslage aus dem Maschinenbau ausgehend von einem sehr soliden Niveau in den Vorjahren 2023 um rund 20% eingebrochen ist, entwickelte sich der Fahrzeugbau etwas weniger schlecht. Auch dies ist jedoch auf einen statistischen Basiseffekt zurückzuführen, da der Fahrzeugbau im Jahr 2022 noch unter Lieferengpässen litt. Die Dynamik der Auftragseingänge zeigt im Jahresverlauf insgesamt nach unten. Lediglich am aktuellen Rand gibt es Anzeichen, dass sich die Nachfrage auf niedrigem Niveau stabilisiert.

2) Die Angaben beziehen sich uns auf den BDG, sowie folgende Institute: Eurostat, IfW Kiel, ifo München, DIW, DIHK, Stat.BA, BMWI, DB Research und die Gemeinschaftsdiagnose sowie die Stellungnahmen des Sachverständigenrats.

Die Auftragsbestände der Deutschen Gießereien werden dabei sukzessive abgebaut.

Dominierten in den beiden Vorjahren Lieferengpässe die Überlegungen der Einkäufer auf Kundenseite, welche mitunter zu einem hohen Auftragseingang bei den Gießereien führten, wirkt sich die schwache Industrie-Konjunktur nun umso stärker auf die Gießereien aus. Neben der insgesamt abflachenden Nachfrage haben Gussabnehmer in einzelnen Sparten Bestände aufgebaut, aus denen sie nun zunächst ihre Kunden bedienen. Bei sinkenden Rohstoffpreisen und Lieferzeiten verhalten sich die Gussabnehmer zusätzlich abwartend. Die Ausschläge in der sich abkühlenden Nachfrage werden so in der Wertschöpfungskette nach vorne gegeben, wobei sie aus genannten Gründen bei den Gießereien größer ausfallen als bei ihren Kunden.

Die geringere Kapazitätsauslastung führt teilweise zu Schiebungen in der ersten Jahreshälfte. Der Anteil der Unternehmen, die Kurzarbeit anmelden steigt gegenwärtig deutlich. Für das Jahr 2024 steht in der Gießerei-Industrie eine Produktionsprognose von - 5 %, da entscheidende Impulse aus den Kundenbranchen fehlen. Sowohl für den Maschinenbau (- 4 %) als auch für die gussintensiveren Segmente des Straßenfahrzeugbaus (- 7 %; ICE+PHEV) sehen die Prognosen für dieses Jahr negativ aus.

Die weitere Entwicklung der Gussnachfrage ist aufgrund der geopolitischen Spannungen und der Probleme der chinesischen Wirtschaft nicht klar bestimmbar. Zeigt sich der US-Markt für die Kunden der Gießereien zuletzt stabiler als zunächst erwartet, gehen aus weiten Teilen Asiens nicht die gewünschten Wachstumsimpulse für das Exportland Deutschland aus. Doch auch in den USA nehmen die Unsicherheiten im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen zu. Der Ukrainekrieg belastet der Wirtschaftsstandort Deutschland derweil ungemindert. Zwar gilt eine Gasmangellage Stand heute als wenig wahrscheinlich, tiefere Temperaturen und potenzielle Schäden an der Infrastruktur könnten die Preise für Energie gleichwohl wieder steigen lassen. Die politischen und wirtschaftlichen Folgen des Terrors in Israel lassen sich nicht vorhersehen. Ein ausgewachsener Konflikt im Nahen Osten würde sich jedoch erheblich auf den Ölpreis und damit die Weltkonjunktur auswirken können. Bereits durch die Angriffe der Huthi-Rebellen auf die internationalen Seewege am Roten Meer wird die globale Logistik beeinträchtigt, was zu Kostensteigerungen führt. Zudem sind durch die haushaltspolitischen Verwerfungen der Bundesregierung große Unsicherheiten entstanden. Für die Transformation der Industrie wird dies nachhaltig schädlich sein. Investitionen am Wirtschaftsstandort Deutschland sind bereits signifikant rückläufig.

Bereits in der zweiten Jahreshälfte 2023 kam es vermehrt in vielen Gießereien zu Kurzarbeit durch stark fallende Auftragseingänge. Auch weiterhin bleibt es in der Branche bei den von uns immer wieder negativ angemerkten "Hilfen" der IG Metall durch Tarifabweichungen, die auch zukünftig zu Verwerfungen führen. Die Gespräche mit unseren Kunden bezüglich einer Anpassung der Grundpreise und den notwendigen Teuerungszuschlägen bezüglich der Energie fanden, sowohl am Beginn des Jahres 2023, wie auch im Herbst für das Jahr 2024 statt. Insbesondere die Strompreise wurden hierbei auch teilweise kontrovers diskutiert. Nach den Erfahrungen des Jahres 2023 haben wir uns entschlossen, dass wir nur circa 60 % der benötigten Strommenge fest in einem Kontrakt kaufen, und den Rest, auslastungsbedingt, am Energiemarkt zukaufen. Der Energieteuerungszuschlag konnte bereits für das Jahr 2024 gesenkt werden, allerdings waren die Wünsche und Hoffnungen der Kunden höher. Hier gab es dann vor allem im Dezember 2023 durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes und dem Wegfall einer geplanten Unterstützung einen weiteren Anstieg der Netznutzungsentgelte. Bei diesen Entgelten sind weitere Steigerungen in den nächsten Monaten und Jahren zu erwarten, was die Aussichten auf günstigere Strompreise stark minimiert. Weiterhin trüben die negative Außenwirkung der Regierung in Berlin und eine gefühlte De-Industrialisierung die Aussichten in vielen Abnehmerbereichen. Die notwendigen positiven Impulse, ein "Ja" zur Industrie, fehlen komplett und es gibt wenig Hoffnung auf eine Verbesserung in den nächsten zwei Jahren. Trotz der sich eintrübenden Aussichten haben wir ein Investitionsprogramm gestartet. Bestellt wurden zwei neue Kernschießmaschinen, acht neue Stapler, neue Steuerungen für die Formanlagen und diverse andere Positionen. Ein Hauptaugenmerk im Jahr 2023 lag auf der Auswahl eines neuen ERP-Systems, welches dann direkt Anfang 2024 bestellt wurde. Die Installation und Einführung wird im ersten Quartal 2025 zu erwarten sein, bis dahin gibt es noch viele Vorarbeiten.

Die Basis dieser Zukunftsentscheidung ist der feste Glaube, dass die Firma Reinhard Tweer GmbH mit ihrer hohen Termintreue und guten Qualität auch in den nächsten Jahren ein wichtiger Partner für die Kunden sein kann und der Standort Deutschland auf längere Sicht auch wieder gefragt sein wird. Diese Signale haben wir aus allen Gesprächen mit unseren Kunden immer wieder mitnehmen können. Dazu werden wir weiterhin unsere bestehenden Arbeitsabläufe prüfen und optimieren.

Für das Jahr 2024 gehen wir für unsere wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren, aufgrund des sehr schwierigen Umfelds, von weiteren erheblichen Rückgängen im Auftragseingang, der Produktion und letztlich auch im Versand aus. Wir sind jedoch zuversichtlich, dass wir auf diese Herausforderungen mit den bereits eingeleiteten Maßnahmen zur Optimierung von Produktionsabläufen und dem bereits aufgelegten Investitionsprogramm, mit den richtigen Mitteln gegensteuern können. Unser Ziel für das Jahr 2024 ist es ein ausgeglichenes, eventuell leicht positives Ergebnis zu erreichen, die Mitarbeiter zu halten und weiterhin die Zufriedenheit unsere Kunden sicher zu stellen.

Aufgrund der gebildeten Rücklagen und der Tatsache, dass wir bis zum heutigen Tag keine Kredite in Anspruch nehmen mussten, kann momentan davon ausgegangen werden, dass die Reinhard Tweer GmbH weiterhin stabil aufgestellt ist.

 

Bielefeld, 17.04.2024

Reinhard Tweer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 4.292.848,70 8.172.510,50
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 25.539,00 16.125,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 25.539,00 16.125,00
II. Sachanlagen 3.064.809,70 1.953.885,50
1. technische Anlagen und Maschinen 992.407,00 1.107.039,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.452.048,00 841.714,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 620.354,70 5.132,50
III. Finanzanlagen 1.202.500,00 6.202.500,00
1. sonstige Ausleihungen 1.200.000,00 6.200.000,00
2. Genossenschaftsanteile 2.500,00 2.500,00
B. Umlaufvermögen 33.840.111,83 28.361.231,46
I. Vorräte 9.962.755,43 8.330.762,62
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.176.955,43 2.510.262,62
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 4.851.200,00 3.362.200,00
3. fertige Erzeugnisse und Waren 2.934.600,00 2.458.300,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.888.544,46 7.983.595,16
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.710.764,93 6.743.873,61
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 5.710.764,93 6.743.873,61
2. Forderungen gegen Gesellschafter 309.552,73 834.483,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 868.226,80 405.238,55
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 16.988.811,94 12.046.873,68
C. Rechnungsabgrenzungsposten 35.049,79 32.453,27
Aktiva 38.168.010,32 36.566.195,23

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 19.126.351,28 18.284.633,89
I. Gezeichnetes Kapital 3.000.000,00 3.000.000,00
II. Gewinnrücklagen 4.056.768,00 4.056.768,00
1. andere Gewinnrücklagen 4.056.768,00 4.056.768,00
III. Gewinnvortrag 11.227.865,89 10.712.099,10
IV. Jahresüberschuss 841.717,39 515.766,79
B. Rückstellungen 15.454.589,00 15.439.286,00
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 12.411.647,00 12.299.225,00
2. sonstige Rückstellungen 3.042.942,00 3.140.061,00
C. Verbindlichkeiten 3.587.070,04 2.842.275,34
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.309.489,04 1.948.289,03
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.309.489,04 1.948.289,03
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.277.581,00 893.986,31
davon aus Steuern 228.255,13 178.887,58
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 69.228,47 58.339,94
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.277.581,00 893.986,31
Passiva 38.168.010,32 36.566.195,23

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 62.442.074,96 56.354.714,52
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.965.300,00 1.236.400,00
3. sonstige betriebliche Erträge 760.386,78 829.658,34
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 17.871,36
4. Materialaufwand 36.930.243,17 32.950.324,69
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 28.540.150,63 25.198.472,69
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 8.390.092,54 7.751.852,00
5. Personalaufwand 19.524.154,30 17.824.994,16
a) Löhne und Gehälter 15.916.619,10 14.587.772,60
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.607.535,20 3.237.221,56
davon für Altersversorgung 422.563,57 259.212,58
6. Abschreibungen 720.696,45 702.119,34
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 720.696,45 702.119,34
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.230.775,52 6.278.566,09
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 80.283,76
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 50,00 34.329,17
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 322.254,49 62.934,43
davon aus verbundenen Unternehmen 16.221,99
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 240.256,40 243.879,39
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 230.949,43 242.783,43
11. Ergebnis nach Steuern 843.940,39 518.152,79
12. sonstige Steuern 2.223,00 2.386,00
13. Jahresüberschuss 841.717,39 515.766,79

Anhang

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Reinhard Tweer GmbH (Amtsgericht Bielefeld HRB 7074) wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) erstellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft. Die Gesellschaft hat sich zur Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung für die Form des Gesamtkostenverfahrens entschieden.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; Währungsumrechnung

Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, bei abnutzbaren Vermögensgegenständen vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen angesetzt. Es wird nach Maßgabe der Nutzungsdauer linear in Anlehnung an die zulässigen steuerlichen Höchstbeträge abgeschrieben.

Anlagengruppe Nutzungsdauern
Immaterielle Vermögensgegenstände 3 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 15 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 3 bis 20 Jahre

Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert und das Gebot der Wertaufholung werden grundsätzlich vorgenommen bzw. beachtet; im Berichtsjahr lagen keine Vorgänge dieser Art vor.

Die geringwertigen und kurzlebigen Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens werden bis zu einem Anschaffungswert von EUR 800,00 im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungskosten angesetzt und bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag bewertet.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die Roh-, Hilfs und Betriebsstoffe werden mit einem Durchschnittspreis (arithmetisches Mittel aus den im Laufe des Wirtschaftsjahres erworbenen Gütern und eines eventuellen Vorjahresbestands) bewertet.

In die Herstellungskosten werden neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen. Soweit nach den steuerlichen Vorschriften keine Aktivierungspflicht für Verwaltungskosten besteht, bleiben solche Kostenbestandteile außer Ansatz.

Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen des Umlaufvermögens sind mit dem Nennwert angesetzt worden. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu den Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei den Kreditinstituten sind ebenfalls mit dem Nennwert angesetzt.

Latente Steuern werden saldiert ermittelt. Ergeben sich im Saldo aktive latente Steuern, werden diese nicht ausgewiesen. Ergeben sich im Saldo passive latente Steuern, werden diese passivisch ausgewiesen. Der entsprechende Aufwand aus der Bildung oder dem Ertrag aus der Auflösung passiver latenter Steuern wird in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag gesondert ausgewiesen. Differenzen zwischen den steuerrechtlichen und handelsrechtlichen Wertansätzen in den Rückstellungen für Pensions- und Jubiläumsverpflichtungen sowie weiterer Rückstellungen führen zu aktiven latenten Steuern. Die Bewertung erfolgt mit einem für das Geschäftsjahr geltenden durchschnittlichen Ertragssteuersatz von 30 %. Die sich rechnerisch ergebende Steuerentlastung aus der Anwendung des § 274 HGB wurde nicht aktiviert.

Die Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bilanziert. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Abzinsungssatzes werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Der handelsrechtliche Wert der Pensionsverpflichtungen wird nach den Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck mittels des Teilwertverfahrens (modifiziertes Verfahren bei Pensionsverpflichtungen mit Anwartschaftstrend) unter Berücksichtigung von erwarteten oder vereinbarten Rententrends für die verschiedenen Gruppen zwischen 1,0 % und 4,5 % und mit dem von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre von 1,82 % (im Vorjahr 1,78 % Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre) errechnet. Aus der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre (1,74 %; Vorjahr 1,44 %) ein gemäß § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrter Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 149.705 (Vorjahr EUR 656.317).

Rückdeckungsversicherungsansprüche von EUR 811.483 werden mit Pensionsverpflichtungen in gleicher Höhe verrechnet, die Bewertung erfolgte dabei nach § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB. Die Erhöhung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung teilweise unter den Altersversorgungsaufwendungen (EUR 57.753,43) und zum Teil gegen Zinsaufwand (EUR 17.581,57) verrechnet.

Die Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen wurde mit einem Rechnungszins von 1,74 % (Durchschnitt der vergangenen 7 Jahre bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren i. S. d § 253 Abs. 2 S.2 HGB; im Vorjahr 1,44 %) abgezinst und einem Trend von 2,50 % nach den Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck berechnet.

Die Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen wurde mit einem Rechnungszins von 1,03 % (im Vorjahr 0,52 %) abgezinst und einem Trend von 2,5 % nach den Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck berechnet.

Die Gewährleistungsrückstellung wird pauschal mit 0,34 % (Vorjahr 0,29 %) der garantiebehafteten Umsatzerlöse ermittelt.

Die "sonstigen Rückstellungen" berücksichtigen die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen unter Berücksichtigung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in ausländischer Währung lagen am Bilanzstichtag nicht vor.

3. Einzelerläuterungen zum Jahresabschluss gemäß § 284 (1) und § 285 HGB

a. Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ergibt sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel.

Finanzanlagen

Mitteilungspflichtiger Anteilsbesitz i. S. d. § 285 Nr. 11 HGB besteht am Bilanzstichtag nicht.

Bei den Finanzanlagen werden in Höhe von EUR 1.000.000,00 eine Rentenversicherung gegen Einmalzahlung mit garantierter lebenslanger Rentenzahlung und Beitragsrückgewähr und im Zusammenhang damit ein Betrag von EUR 200.000,00, die auf einem Parkkonto mit täglicher Kündigungsmöglichkeit ebenso bei der Württembergische Lebensversicherung AG angelegt sind, ausgewiesen.

Forderungen gegen Gesellschafter

Die Forderungen betreffen wie im Vorjahr Sonstige Forderungen gegen die Muttergesellschaft Reinhard Tweer GmbH & Co. KG (100 %) als verbundenes Unternehmen.

Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind wesentliche antizipative Posten aus Stromsteuererstattungen enthalten.

Rückstellungen

Die "sonstigen Rückstellungen" enthalten folgende Beträge:

Personal- und Sozialaufwendungen (Jubiläumszuwendungen/Altersteilzeit/Urlaub/ Arbeitnehmerzeitguthaben/BG-Beiträge/Abfindungen) EUR 2.718.142,00
Garantieverpflichtungen EUR 212.300,00
alle übrigen Rückstellungsposten EUR 112.500,00
EUR 3.042.942,00

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

b. Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die im Wesentlichen aus "Ein-Produkt"-Erzeugnissen bestehende Produktion wurde wie folgt abgesetzt:

Inlandserlöse (68,4 %) EUR 42.711.036,15
Auslandserlöse EG (27,0 %) EUR 16.856.663,28
Auslandserlöse Drittländer (4,6 %) EUR 2.874.375,53
Umsatzerlöse lt. GuV (100,00 %) EUR 62.442.074,96

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten hauptsächlich Strom- und Energiesteuererstattungen (außergewöhnliche Erträge) in Höhe von EUR 600.652,64 (Vorjahr EUR 668.504,33).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden sonstige Steuern in Höhe von EUR 51.793,90 (Vorjahr EUR 51.793,90) ausgewiesen.

4. Sonstige Angaben

Die sonstigen, nicht bilanzierungsfähigen finanziellen Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB belaufen sich auf:

fällige Beträge in 2024

Pachten (die Pachtzahlungen wurden aufgrund der Corona-Pandemie um 50 % reduziert, durch den starken Anstieg der Energiekosten in Folge des Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine blieben die Pachtzahlungen bis Juni 2023 bei 50 % seit Juli 2023 werden mit 65.000 €/Monat wieder 100 % gezahlt.

- davon gegenüber verbundenen Unternehmen (Gesellschaftern) 2024
p.a. EUR 780.000,00
ab 2025
p.a. EUR 780.000,00
- Wartung (jährliche Kündigung) p.a. EUR 66.819,00

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse gemäß § 268 (7) HGB bestehen nicht.

Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer-Gruppen (§ 285 Nr. 7 HGB)

Die Mitarbeiterzahlen beliefen sich auf durchschnittlich (Vorjahreszahlen in Klammern):

Produktion 219 (208)
Verwaltung 49 (51)
gesamt 268 (259)

Es wurden daneben 3 (2) Auszubildende beschäftigt.

Angaben zu den Organen der Gesellschaft (§ 285 Nr. 9 und 10 HGB)

An tätige Mitglieder von Geschäftsführungsorganen wurden Vorschüsse und Kredite nicht gewährt; Haftungsverhältnisse zugunsten der genannten Personen wurden nicht eingegangen. Aufgrund des §286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe nach §285 Nr. 9a und b HGB verzichtet.

Alleiniger Geschäftsführer ist Herr Reinhard Tweer.

Abschlussprüferhonorar (§ 285 Nr. 17 HGB)

In 2023 wurden für den Abschlussprüfer Honorare in Höhe von EUR 32.302,90 als Aufwand erfasst. Davon entfielen EUR 23.477,90 auf die Abschlussprüfung, EUR 8.400,00 auf andere Bestätigungsleistungen, sowie EUR 425,00 auf sonstige Leistungen.

Konzernabschluss

Als oberstes Mutterunternehmen stellt die Reinhard Tweer Verwaltungs GmbH, Bielefeld, den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis auf, in den die Reinhard Tweer GmbH als 100%ige Tochter der Reinhard Tweer GmbH & Co. KG einbezogen wird. Auf diese übt die ReinhardTweer Verwaltungs GmbH als Komplementärin einen beherrschenden Einfluss aus. Der Konzernabschluss wird nach den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt und im Unternehmensregister offengelegt.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen (§ 285 Nr. 21 HGB)

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Konditionen liegen nicht vor.

Vorschlag Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 841.717,39 mit dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 11.227.865,89 auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine nennenswerten operativen oder strukturellen Veränderungen der Geschäftsvorfälle ereignet, die wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hatten und die Aussage des Jahresabschlusses der Gesellschaft verändern würden.

 

Bielefeld, 17.04.2024

Reinhard Tweer

ANLAGENSPIEGEL

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgang
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 265.304,30 24.943,50 0,00 0,00 290.247,80
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 29.617.457,86 127.187,79 0,00 80.725,00 29.663.920,65
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.068.133,38 1.091.089,66 5.132,50 332.923,65 8.831.431,89
3. Geleistete Anzahlungen 5.132,50 620.354,70 -5.132,50 0,00 620.354,70
37.690.723,74 1.838.632,15 0,00 413.648,65 39.115.707,24
III. Finanzanlagen
1. Anteile an Genossenschaften 2.500,00 0,00 0,00 0,00 2.500,00
2. Sonstige Ausleihungen 6.200.000,00 0,00 0,00 5.000.000,00 1.200.000,00
6.202.500,00 0,00 0,00 5.000.000,00 1.202.500,00
44.158.528,04 1.863.575,65 0,00 5.413.648,65 40.608.455,04
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgang
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 249.179,30 15.529,50 0,00 0,00 264.708,80
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 28.510.418,86 225.674,79 0,00 64.580,00 28.671.513,65
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.226.419,38 479.492,16 0,00 326.527,65 7.379.383,89
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
35.736.838,24 705.166,95 0,00 391.107,65 36.050.897,54
III. Finanzanlagen
1. Anteile an Genossenschaften 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
35.986.017,54 720.696,45 0,00 391.107,65 36.315.606,34
Restbuchwerte
Stand 31.12.2023
EUR
Stand Vorjahr
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 25.539,00 16.125,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 992.407,00 1.107.039,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.452.048,00 841.714,00
3. Geleistete Anzahlungen 620.354,70 5.132,50
3.064.809,70 1.953.885,50
III. Finanzanlagen
1. Anteile an Genossenschaften 2.500,00 2.500,00
2. Sonstige Ausleihungen 1.200.000,00 6.200.000,00
1.202.500,00 6.202.500,00
4.292.848,70 8.172.510,50

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 24.05.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die Reinhard Tweer GmbH, Bielefeld

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Reinhard Tweer GmbH, Bielefeld - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Reinhard Tweer GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRüFERS FüR DIE PRüFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in

Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bielefeld, 17. April 2024

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Spinneken, Wirtschaftsprüfer

Steiner, Wirtschaftsprüferin

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