Beteiligungsgesellschaften
PF Services GmbH
Wuhanstraße, 47051 Duisburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Daniel Mathias Kosatschek-Brandt seit 15.2.2023 | Prokura |
Johannes Xaver Riesterer seit 15.2.2023 | Geschäftsführer |
Mathias Droop seit 15.2.2023 | Prokura |
Holger Möller seit 8.5.2019 | Prokura |
Christina Regnath-Winter seit 8.5.2019 | Prokura |
Anke Maslo seit 1.2.2018 | Prokura |
Friederike Brungs seit 1.2.2018 | Prokura |
Dirk Könen seit 1.2.2018 | Geschäftsführer |
André Tintrop seit 1.2.2018 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
BNP PARIBAS S.A. | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PF Services GmbHDuisburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Anhang1 Allgemeine AngabenSitz der PF Services GmbH ist in Duisburg. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 17720 im Register B des Amtsgerichtes Duisburg eingetragen. Mit der Verschmelzung der früheren Alleingesellschafterin Commerz Finanz GmbH in die BNP Paribas S.A. Niederlassung Deutschland zum 31.12.2017 wurde die Gesellschaft hundertprozentiges Tochterunternehmen der BNP Paribas S.A. Niederlassung Deutschland. Die Geschäftstätigkeit der ehemaligen Commerz Finanz GmbH wird seit 01.01.2018 von der BNP Paribas S.A. Niederlassung Deutschland in deren Geschäftsbereich Personal Finance unter der Marke Consors Finanz fortgeführt. 1.1 Vorschriften zur RechnungslegungDie PF Services GmbH, Duisburg, ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB, die ihren Jahresabschluss nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Bestimmungen des Gesetzes über die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufstellt. Der Zweck der Gesellschaft liegt in der Erbringung von banknahen Dienstleistungen für den unter der Marke Consors Finanz betriebenen Geschäftsbereich Personal Finance der BNP Paribas S.A. Niederlassung Deutschland. Zur besseren Übersicht haben wir von der Angabe nicht belegter Posten in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 265 Abs. 8 HGB abgesehen. 1.2 Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeSämtliche Aktiva sind zum Nennwert bilanziert. Hinweise auf mögliche Wertminderungen liegen nicht vor. Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Aufwendungen und Erträge werden periodengerecht abgegrenzt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 1 und 2 HGB aufgestellt. 2 Erläuterungen zur Bilanz2.1 Forderungen gegen verbundene UnternehmenDer Posten enthält wie im Vorjahr die vertragliche Verlustausgleichsforderung in Höhe von 43.980 T€ (VJ. 25.161 T€) gegenüber der Muttergesellschaft. Die Forderung hat eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Der Verlust wird unterjährig durch Verrechnung mit der Muttergesellschaft ausgeglichen. 2.2 Kassenbestand, Guthaben bei KreditinstitutenDie liquiden Mittel werden im Wesentlichen auf einem laufenden Konto bei der BNP Paribas S.A., Niederlassung Frankfurt unterhalten. Der Saldo auf diesem Konto betrug zum Jahresende 3.041 T€ (VJ. 3.056 T€ bei der Commerzbank AG). 2.3 EigenkapitalDas gezeichnete Kapital (Stammkapital) in Höhe von 25 T€ ist voll eingezahlt. Alleingesellschafter ist die BNP Paribas S.A. Niederlassung Deutschland, Frankfurt am Main. 2.4 RückstellungenDie Rückstellungen betreffen Pensionen (40 T€), Überstunden-, Urlaubs-, Jubiläums-, Sonderzahlungs- und Bonusansprüche von Mitarbeitern (1.583 T€), ausstehende Rechnungen für Zeitarbeitsleistungen (260 T€), Berufsgenossenschaftsbeitrag und Schwerbehindertenabgabe (389 T€), Nebenkostennachzahlungen (331 T€), Steuerberatungs- und Jahresabschlusskosten (101 T€), Anruf-Outsourcing (100 T€), Porto SICLID (10 T€), Service- und Beratung Immobilienkredite (179 T€), Prozesskosten (39 T€), IHK-Beiträge (248 T€), Kraftfahrzeugbriefarchiv (100 T€), Weiterbelastung anteilige Mietkosten Konzern (94 T€), Sozialversicherungsprüfung 2018 (160 T€), Sonderreinigung (71 T€), Bestandskontenprüfung nach §24c KWG (33 T€), Auskunfts- und andere Operationsentgelte (30 T€), Outsourcing Kundenkommunikation (20 T€), Sonstige 8 T€). 2.5 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen UnternehmenDen Verbindlichkeiten gegenüber der BNP Paribas S.A. Niederlassung Deutschland aus dem Auslagenersatz von Personal- und Sachkosten von 43.259 T€ (VJ. 21.967 T€) steht die unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesene Verlustausgleichsforderung gegen die Muttergesellschaft von 43.980 T€ gegenüber. Die Verbindlichkeit hat eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. 2.6 Sonstige VerbindlichkeitenDie sonstigen Verbindlichkeiten von 1 T€ (VJ. 2.467 T€) sind noch nicht ausbezahlte Reisekostenverbindlichkeiten an Mitarbeiter. Im Vorjahr bestand eine Verbindlichkeit aus einer Pönale für die vorzeitige Kündigung des Mietvertrags der PF Services GmbH "Am Silberpalais" in Duisburg in Höhe von 2.467 T€. 2.7 Sonstige finanzielle VerpflichtungenIm Jahr 2023 wurde ein neuer Untermietvertrag für den Bezug eines neuen Bürogebäudes mit dem Hauptmieter BNP Paribas S.A. geschlossen. Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich am Bilanzstichtag auf 2.826 T€ (VJ. 2.038 T€). Sie umfassen vor allem Verpflichtungen aus Miet-, Gebäude-Neben- und -Betriebskosten sowie eine Standortaufwandsbeteiligung für Büroservicekosten. 3 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung3.1 Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge des Berichtsjahres belaufen sich auf 60 T€ (VJ. 20 T€). Diese setzen sich in erster Linie aus Auflösung von Rückstellungen und Kostenrückerstattungen zusammen. 3.2 PersonalaufwandDer Personalaufwand betrug im Geschäftsjahr 2022 31.748 T€ (VJ. 29.253 T€). Die Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter lag im Durchschnitt bei 764 (VJ. 763). 3.3 Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von 8.661 T€ im Vorjahr auf 11.244 T€ im Berichtsjahr. Zu den größten Kostenblöcken des Geschäftsjahres 2022 zählen Zeitarbeitskräfte (2.759 T€, VJ. 2.110 T€), andere Serviceleistungen (4.767 T€, VJ. 3.287 T€, insbesondere Kfz-Briefverwaltung, Kommunikation- und IT-Software) und Büromieten inklusive Mietnebenkosten (2.258 T€, VJ. 2.227 T€). Der Anstieg zum Vorjahr ergibt sich in erster Linie aus dem Wiederanlaufen des Geschäftsbetriebes nach der Corona Pandemie sowie aus gestiegenen Kosten. 3.4 Erträge aus der VerlustübernahmeAuf der Grundlage des Ergebnisabführungsvertrags ist der Jahresverlust in Höhe von 42.932 T€ (VJ. 37.895 T€) von der Muttergesellschaft auszugleichen. 4 Sonstige Angaben4.1 Mitglieder der GeschäftsführungGerd Hornbergs Geschäftsführer, CEO der Consors Finanz (bis 15. Februar 2023) Dirk Könen Geschäftsführer, Deputy CEO der Consors Finanz Johannes Riesterer Geschäftsführer, Deputy CEO der Consors Finanz (seit 15. Februar 2023) Thorsten Wolff Geschäftsführer, COO der Consors Finanz 4.2 Organbezüge und KrediteDie Geschäftsführer sind Angestellte der Muttergesellschaft und erhalten in ihrer Eigenschaft als Geschäftsführer der PF Services GmbH keine gesonderten Bezüge. An die Geschäftsführer wurden keine Kredite ausgereicht. 4.3 MitarbeiterIm Jahresdurchschnitt beschäftigt die Gesellschaft ohne Geschäftsführer 764 Mitarbeiter (VJ. 763). Davon waren 316 Männer und 448 Frauen. Auszubildende werden nicht beschäftigt. 4.4 KonzernangabenMit der Alleingesellschafterin, BNP Paribas S.A. Niederlassung Deutschland, Frankfurt am Main, besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Der Vertrag hat eine unbefristete Laufzeit. Im Konsolidierungskreis des obersten Mutterunternehmens, BNP Paribas S.A., Paris, Frankreich, ist die PF Services GmbH aus Wesentlichkeitsgründen nicht enthalten. 4.5 Gesamthonorar des AbschlussprüfersDas Abschlussprüferhonorar für die Abschlussprüfungsleistungen für das Geschäftsjahr 2022 beträgt 17.500,00 €. Das Honorar betrifft ausschließlich Aufwendungen für die Jahresabschlussprüfung 2022. 4.6 NachtragsberichtNach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geführt hätten.
Duisburg, den 17. Mai 2024 PF Services GmbH Geschäftsführung Digital unterschrieben von 787809 Datum: 2024.05.22 10:29:28 +02'00' Dirk Könen Digital unterschrieben ppa. von 803037 Datum: 2024.05.23 14:48:26 +02'00' Johannes Riesterer Lagebericht1. GrundlagenGeschäftsmodellSeit dem 23.11.2017 firmiert die ehemalige Commerz Finanz Services GmbH, Duisburg, unter dem Namen PF Services GmbH (im Folgenden auch Gesellschaft genannt). Bis 31.12.2017 war die Gesellschaft eine hundertprozentige Tochter der ehemaligen Commerz Finanz GmbH, München. Die Commerz Finanz GmbH wurde zum 31.12.2017 in die BNP Paribas S.A. Niederlassung Deutschland verschmolzen. Mit der Verschmelzung der Commerz Finanz GmbH wurde die Gesellschaft zu einer hundertprozentigen Tochter der BNP Paribas S.A. Niederlassung Deutschland (im Folgenden auch Muttergesellschaft oder Gesellschafterin genannt). Die ehemalige Commerz Finanz GmbH bildet seit ihrer Verschmelzung in die Niederlassung den Geschäftsbereich "Personal Finance" und tritt am Markt unter der Marke Consors Finanz auf. Im Fokus der Consors Finanz steht die Konsumfinanzierung z.B. durch Ratenkredite oder Absatzfinanzierungen im stationären Handel und im E-Commerce mit überwiegend privaten Endkunden. Das Produktportfolio umfasst Konsumentenkredite und revolvierende Kartenprodukte. Geschäftspartner sind dabei Handelsunternehmen jeder Größe, Banken, Versicherungen und weitere Unternehmen der Finanzdienstleistungsbranche. Seit Ende des Jahres 2017 betreibt die Consors Finanz auch das Kfz-Leasing-Geschäft mit Privatkunden und Kleingewerbetreibenden. Im Auftrag der Consors Finanz erbringt die PF Services GmbH im Rahmen vertraglicher Vereinbarungen verschiedene Dienstleistungen für die Consors Finanz, vor allem in den Bereichen Kundenservice, Vertriebsservice, Mahnwesen und Finanzierung. Der Aufgabenbereich des Kundenservice reicht dabei von der telefonischen und schriftlichen Bearbeitung der Kundenanliegen, der fehlgeschlagenen Kreditablösen bei Fremdbanken, von Widerrufen ausgezahlter Sofort-/Wunschkredite, der Themen rund um Restschuldversicherung und Nachlass über Adressrecherchen bei Postrückläufern und die Bearbeitung der Überweisungen an Dritte bis hin zur Bearbeitung von Kundenbeschwerden. Die Hauptaufgaben des Bereiches Finanzierung liegen vor allem bei der Prüfung und Auszahlung von Konsumentenkreditanträgen und Kreditkartenanträgen. Die Kreditentscheidung selbst findet jedoch bei der Consors Finanz statt. Das Mahnwesen kümmert sich um rückständige Kredite mit einem Ratenrückstand ab einer Rate. Die Mahnbearbeitung erfolgt dabei in Abhängigkeit vom Risiko des Kreditengagements. Seit der Verschmelzung der Commerz Finanz GmbH in die BNP Paribas S.A. Niederlassung Deutschland erbringt die Gesellschaft ihre Dienstleistungen nunmehr für den Geschäftsbereich "Personal Finance" der Niederlassung. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDie gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine sowie extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten. 1 Demnach lag das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2022 um 1,9 % höher als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 2,0 %. 2 Die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen verlief sehr unterschiedlich: Einige Dienstleistungsbereiche profitierten nach dem Wegfall nahezu aller Corona-Schutzmaßnahmen von Nachholeffekten. Besonders stark zulegen konnten die Sonstigen Dienstleister, zu denen auch die Kreativ- und Unterhaltungsbranche zählt (+6,3 %). Auch die Wirtschaftsbereiche Verkehr und Gastgewerbe profitierten von der Aufhebung der Schutzmaßnahmen und sorgten für ein kräftiges Plus im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (+4,0 %). Die Bruttowertschöpfung im Handel ging dagegen zurück, nachdem sie im Vorjahr noch gestiegen war. Der Bereich Information und Kommunikation knüpfte an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an und verzeichnete ebenfalls einen deutlichen Zuwachs (+3,6 %). Im Baugewerbe, das vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen war, führten Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen dagegen zu einem deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung (-2,3 %). Die hohen Energiepreise und die immer noch eingeschränkte Verfügbarkeit von Vorprodukten bremsten auch die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe, die im Vorjahresvergleich kaum zunahm (+0,2 %). 3 Die Industrieproduktion litt vor allem in der ersten Jahreshälfte 2022 wie schon im Jahr 2021 unter gestörten internationalen Lieferketten. Engpässe bei Vormaterialien wurden durch den Krieg in der Ukraine noch verschärft. In der Folge konnte die Industrie ihre Aufträge nicht wie gewohnt abarbeiten. Die Liefer- und Transportengpässe schlugen sich in starken Preissteigerungen bei der Erzeugung und bei den Importen von Vorleistungsgütern nieder. 4 Auf der Nachfrageseite waren die privaten Konsumausgaben im Jahr 2022 die wichtigste Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Sie stiegen preisbereinigt um 4,6 % im Vergleich zum Vorjahr und erreichten damit fast das Vorkrisenniveau von 2019. 5 Grund hierfür waren Nachholeffekte im Zuge der Aufhebung fast aller Corona-Einschränkungen im Frühjahr 2022. Dies wird besonders deutlich bei den Ausgaben für Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen im Inland (+45,4 %). Auch im Bereich Freizeit, Unterhaltung und Kultur gaben die privaten Haushalte in Deutschland wieder mehr aus als noch vor einem Jahr (+13,2 %). 6 Niedriger als im Jahr zuvor waren auch die preisbereinigten Konsumausgaben für Nahrungsmittel. Ursachen hierfür dürften zum einen die Aufhebung der Corona-Beschränkungen in der Gastronomie gewesen sein und zum anderen die besonders starken Preissteigerungen für Lebensmittel. Auch für Erdgas gaben die privaten Haushalte preisbereinigt weniger aus als im Vorjahr: Eine mildere Witterung und Sparverhalten aufgrund der stark gestiegenen Energiepreise waren die Hauptursachen für den geringeren Gasverbrauch. 7
1 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr.
020 vom 13. Januar 2023
In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge - wurde 2022 dagegen preisbereinigt 2,5 % mehr investiert als im Vorjahr. 8 Insbesondere die Pkw-Zulassungszahlen beeinflussten das Ergebnis in der zweiten Jahreshälfte positiv. Neben den privaten Konsumausgaben waren die Ausrüstungsinvestitionen damit ein Wachstumstreiber der Konjunkturentwicklung Deutschlands im Jahr 2022. 9 Der Außenhandel nahm trotz starker Preisanstiege im Jahr 2022 zu: Deutschland exportierte preisbereinigt 3,2 % mehr Waren und Dienstleistungen als im Vorjahr. 10 Die Importe legten gleichzeitig sehr viel stärker um preisbereinigt 6,7 % zu. Der Außenbeitrag wirkte sich dadurch insgesamt negativ auf das BIP-Wachstum aus. 11 Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2022 von durchschnittlich 45,6 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 1,3 % oder 589 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. 12 Der bisherige Höchststand aus dem Jahr 2019 (45,3 Millionen) wurde damit überschritten. Im Jahr 2020 hatte die Corona-Pandemie erstmals seit 14 Jahren wieder zu einem Rückgang der Erwerbstätigenzahl geführt, im Jahr darauf war die Erwerbstätigkeit nur sehr schwach gestiegen. 13 Die Beschäftigung nahm im Jahr 2022 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte, besonders aus der Ukraine, zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung, insbesondere von weiblichen und älteren Erwerbspersonen. Diese positiven Effekte überwogen den dämpfenden Effekt des demografischen Wandels. 14 Ein Blick auf die Wirtschaftsbereiche zeigt, dass der Beschäftigungsaufbau fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen stattfand: Die größten Beschäftigungszuwächse gab es 2022 wie schon im Vorjahr im Bereich Information und Kommunikation (+4,9 %) sowie im Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,6 %), in dem mehr als ein Viertel aller Erwerbstätigen beschäftigt ist. 15 Ebenfalls deutlich wuchs die Beschäftigung im Handel, Verkehr, Gastgewerbe (+1,8 %) sowie bei den Unternehmensdienstleistern (+1,4 %). 16 Die Beschäftigungsverluste der beiden Vorjahre konnten damit aber nicht ausgeglichen werden. Das gilt umso mehr für das Verarbeitende Gewerbe, in dem die Zahl der Erwerbstätigen 2022 lediglich um 0,3% stieg. Im Baugewerbe gab es trotz Fachkräftemangel erneut einen kleinen Beschäftigungszuwachs von 0,5 %. 17 Von Beschäftigungsverlusten betroffen waren im Jahr 2022 vor allem Selbstständige, deren Zahl wie bereits im Vorjahr abnahm. Insgesamt zeigte sich der Arbeitsmarkt im Jahr 2022 in einem weiterhin schwierigen Umfeld äußerst robust. 18
8 Statistisches Bundesamt, "Bruttoinlandsprodukt
für Deutschland 2022.
Die Erwerbslosenquote im Jahr 2022 - als Anteil der Erwerbslosen an der Zahl der Erwerbspersonen (international standardisiert gemäß ILO-Definition, Eurostat-Abgrenzung) - ging im Vorjahresvergleich zurück - auch kalenderbereinigt - auf 3,0 Prozent (2021: 3,6 Prozent kalenderbereinigt). 19 Die Durchschnittslöhne stiegen im Jahr 2022, insbesondere weil die Kurzarbeit weiter zurückging und mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte als geringfügig Beschäftigte hinzukamen. In der Folge nahmen die Bruttolöhne und -gehälter um 5,9 % zu (3,7 % 2021). 20 Etwas schwächer war der Anstieg der Nettolöhne und -gehälter (+5,7 %), also abzüglich Sozialbeiträge und Lohnsteuer. 21 Die Sozialbeiträge der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer stiegen deutlich, weil der Zusatzbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung und der Zuschlag für Kinderlose zur gesetzlichen Pflegeversicherung erhöht wurden. Außerdem mussten durch den Rückgang der Kurzarbeit wieder mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihre Sozialbeiträge vollständig selbst entrichten. Auch die Lohnsteuer stieg. Insgesamt ergaben sich aufgrund der extrem hohen Inflation im Jahr 2022 im Durchschnitt klare Reallohnverluste der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. 22 Durch die höheren Nettolöhne und -gehälter stieg im Jahr 2022 auch das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte, und zwar nominal um 7,2 %. 23 Allerdings stiegen die Verbraucherpreise im zweiten Jahr in Folge stärker als das verfügbare Einkommen. Damit sank die Kaufkraft der privaten Haushalte. 24 Die Konsumausgaben der privaten Haushalte in jeweiligen Preisen nahmen 2022 stärker zu (+11,9 %) als das verfügbare Einkommen, die Sparquote sank gegenüber dem Vorjahr um rund 4 Prozentpunkte auf 11,2 %. 25 Nach dem Wegfall der coronabedingten Einschränkungen und im Zuge der hohen Inflation näherte sich die Sparquote der privaten Haushalte damit wieder dem Vor-Corona-Niveau. Im Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2019 hatte sie bei 10,9 % gelegen. 26 Trotz Energiekrise und massiv steigender Preise als Folge des Krieges in der Ukraine, Material- und Lieferengpässen sowie andauernder Corona-Pandemie hat sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 gut behauptet.
19 Deutsche Bundesbank, Monatsbericht Dezember
2022, "Perspektiven der deutschen Wirtschaft bis 2025", S.
28 und 32
2.2 VerbraucherverhaltenJährlich veröffentlicht Consors Finanz Studien zum europäischen bzw. internationalen Verbraucherverhalten. Die Auswertungen geben Einblicke in landes- und branchenspezifische Konsumdaten. Neben Einstellungen, Bedürfnissen und Wünschen werden Präferenzen und Kaufverhalten der Konsumenten analysiert. Über die Studienergebnisse wird umfassend in Fach- und Wirtschaftsmedien sowie online berichtet. Konsumbarometer 2022 - Europa: "Circular Econony: Konsum ja - aber bewusst nachhaltiger"Klimawandel, Krisen und Inflation beeinflussen den Konsum - und führen zum Umdenken bei Konsumentinnen und Konsumenten: Es wird bewusster, vorsichtiger und nachhaltiger eingekauft. Die Zeitenwende zwingt den Handel, sich so schnell wie möglich den neuen Realitäten zu stellen und anzupassen. Die Chance für neue Geschäftsmodelle und ein neues, qualitatives Wachstum entstehen. Mit dem wachsenden Bewusstsein für Klimaschutz und Nachhaltigkeit rückt das Thema Kreislaufwirtschaft in den Vordergrund. Mit der "Circular Econonmy", die für 3Rs (Reduce, ReUse, Recycel) steht, soll der Ressourcenverbrauch und der Abfall verringert werden Mittlerweile ist klar, ohne mehr zirkuläre Wirtschaft lassen sich Klimaziele nicht einhalten. Wie die Studie 2022 zeigt, praktizieren die Konsumentinnen und Konsumenten in vielen Bereichen bereits einen bewussteren und nachhaltigeren Konsum - die Kreislaufwirtschaft ist hier bereits angekommen. Das allerdings aus unterschiedlichen Motiven:
Zunehmend ziehen die Konsumentinnen und Konsumenten auch die Händler zur Verantwortung, wenn es darum geht das Shoppen nachhaltig, ressourcenschonend und abfallvermeidend zu gestalten. Der Handel muss lernen, so schnell wie möglich mit diesen neuen Realitäten umzugehen. Die Erkenntnisse, die aus dieser Studie gewonnen werden, bilden eine wertvolle Grundlage für die Geschäftsplanung. Zudem bietet diese Studie unseren Partnern Hintergründe, wie sich die Erwartungen der Verbraucherinnen und Verbraucher verändern und wo zukünftige Trends liegen. Damit unterstützen wir unsere Partner, ihr Geschäft frühzeitig auf die Zukunft vorzubereiten. Quelle: Konsumbarometer - Europa/Consors Finanz/L'Observatoire Cetelem, 2022 3. Geschäftsverlauf3.1 Allgemeine EntwicklungIm Geschäftsjahr 2022 der PF Services GmbH ist der Einsatz von Zeitarbeitskräften im Vergleich zum Vorjahr von durchschnittlich 45 Zeitarbeitskräften im Jahr 2021 auf durchschnittlich 67 gestiegen. Die durchschnittliche Zahl der festangestellten Mitarbeiter blieb mit 764 im Berichtsjahr (VJ 763) annähernd gleich. Durch den seit 2005 bestehenden Ergebnisabführungsvertrag wurde der gesamte Jahresfehlbetrag wiederum von unserer Muttergesellschaft übernommen. 3.2 Lage3.2.1 Faktoren, die einen Zeitvergleich beeinträchtigenEin Zeitvergleich ist uneingeschränkt möglich. Der PF Services GmbH sind keine Faktoren bekannt, die einen Zeitvergleich beeinträchtigen oder bewirken, dass nicht auf die zukünftige Lage der Gesellschaft geschlossen werden könnte. 3.2.2 Ertragslage- Sonstige betriebliche Erträge -Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen im Vergleich zum Vorjahr geringfügig um 40 T€ auf 60 T€ (VJ 20 T€). - Personalaufwand -Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter blieb im Vergleich zum Vorjahr annähernd gleich und beträgt im Berichtsjahr nun 764 (VJ. 763). Durch Gehaltsanpassungen und Sonderzahlungen erhöhten sich die Personalkosten jedoch um 8,5 Prozent auf 31.748 T€ (VJ 29.253 T€). - Sonstige betriebliche Aufwendungen -Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich von 8.661 T€ im Vorjahr auf T€ 11.244 im Berichtsjahr. Zu den größten Kostenblöcken des Geschäftsjahres 2022 zählen Zeitarbeitskräfte (2.759 T€, VJ 2.110 T€) andere Serviceleistungen, insbesondere Kfz-Briefverwaltung, Kommunikation und Outsourcing (4.766 T€, VJ 3.287 T€) und Büromieten inklusive Mietnebenkosten (2.258 T€, VJ 2.227 T€). - Ergebnis -Aufgrund der Erhöhung des Personalaufwands um 2.494 T€ und des sonstigen betrieblichen Aufwands um 2.583 T€ im Vergleich zum Vorjahr, erhöhte sich im Berichtsjahr der Verlust aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit gegenüber dem Vorjahr um rund 5.037 T€ (13 Prozent) auf nunmehr 42.932 T€. Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungs- und Verlustübernahmevertrages wurde der gesamte Verlust durch die Muttergesellschaft BNP Paribas S.A. übernommen, sodass sich wie im Vorjahr ein Jahresüberschuss/-fehlbetrag von 0 T€ ergab. 3.2.3 VermögenslageBedingt durch die Geschäftsausrichtung der Gesellschaft auf das Erbringen von banknahen Dienstleistungen für die Muttergesellschaft und die Tatsache, dass es zwischen beiden Gesellschaften einen Ergebnisabführungsvertrag gibt, wird die Aktivseite der Bilanz von den Forderungen an die Muttergesellschaft bestimmt. Die entsprechenden Forderungen spiegeln den zum 31.12.2022 verbleibenden noch nicht unterjährig ausgeglichenen Verlust des Geschäftsjahres 2022 (43.980 T€) wider. Das entspricht rund 93 Prozent (VJ. 89 Prozent) der Bilanzsumme. Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft über Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 3.040 T€ (VJ. 3.057 T€). Damit ergibt sich gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg der Bilanzsumme per 31. Dezember 2022 um 18.804 T€ (67 Prozent). 3.2.4 FinanzlageDie Passivseite der Bilanz ist von Verbindlichkeiten aus weiterbelasteten Kosten der Muttergesellschaft in Höhe von 43.259 T€ (VJ. 21.967 T€). 3.2.5. Beurteilung der Ertrags-, Vermögens- und FinanzlageAuf Grund des mit unserer Muttergesellschaft bestehenden Ergebnisabführungsvertrages ist die Vermögenslage geordnet. Die Finanz- und Liquiditätslage ist dadurch gesichert, dass die laufenden Ausgaben durch unsere Muttergesellschaft bestritten werden. 3.3. Finanzielle und nichtfinanzielle LeistungsindikatorenFür die PF Services GmbH und die Consors Finanz ist das Thema Corporate Social Responsibility und im Speziellen das soziale Engagement zum festen Bestandteil ihrer Aktivitäten geworden. Seit mehr als acht Jahren übernehmen wir gezielt Verantwortung und machen es uns zur Aufgabe, einen Teil unseres Erfolgs an Menschen abzugeben, die sozial schwächer gestellt sind. Dabei stehen bedürftige Kinder besonders im Fokus unseres sozialen Engagements. 4. Personal- und SozialberichtIm Berichtsjahr 2022 waren bei der PF Services GmbH durchschnittlich 764 (VJ. 763) Mitarbeitende sowie 67 (VJ. 45) Zeitarbeitskräfte beschäftigt (ohne Werkstudenten sowie Aushilfen). Das Durchschnittsalter der Mitarbeitenden war 39 Jahre, bei einer Betriebszugehörigkeit von durchschnittlich 7,98 Jahren. Die Fluktuationsrate ist gegenüber dem Vorjahr gesunken und liegt 2022 bei 8,79 Prozent (VJ. 11 Prozent). - Personal- und Organisationsentwicklung -Um uns kontinuierlich weiterzuentwickeln, bitten wir im Rahmen einer jährlich stattfindenden Befragung alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen um ihr Feedback zu ihrer Zufriedenheit, Einschätzung ihres Arbeitsplatzes und Bewertung der Zusammenarbeit im Unternehmen (Pulse Survey). Die Ergebnisse des jeweils im Mai durchgeführten jährlichen Pulse Survey ergaben, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Consors Finanz mit dem Arbeiten in der Consors Finanz zufrieden sind und insbesondere die Kultur des Unternehmens, die Vision und die Führungskultur sehr schätzen. Des Weiteren ergab die Umfrage eine hohe Zufriedenheit hinsichtlich der Diversität & Vielfalt. So legen die Ergebnisse dar, dass sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter respektiert fühlen und die Organisation von einem inklusiven Management geprägt ist. Verbesserungspotenzial bietet die Kategorie "Mitarbeitenden Engagement & Entwicklung" (es gibt insgesamt fünf Kategorien), in welcher flexibles Arbeiten als Key Thema identifiziert werden konnte. Dahingehend hat die Consors Finanz bereits die (3-2-1) Regel verändert und die (2-3-1) Regel etabliert. Hinsichtlich der "Arbeitsweisen und Effizienz" innerhalb der Consors Finanz ergaben die Ergebnisse, dass Empowerment immer noch eine hohe Relevanz im Unternehmen hat. Damit Empowerment noch stärker im Unternehmen gelebt wird, gehört Empowerment zu den Kerninitiativen der Strategie 2025. Ergänzend könnte man noch hinzufügen, dass jüngere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geringere Zufriedenheitswerte als ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen der Pulse Survey aufwiesen. Was aufgrund der aus ihrer Sicht geringeren Karrieremöglichkeiten sowie der Ihnen fehlenden Flexibilität, persönliche und berufliche Verpflichtungen zu vereinbaren, liegt. Ein ähnliches Bild zeigt sich in dem Vergleich von männlichen und weiblichen Mitarbeitenden. Junge weibliche Mitarbeiterinnen sind weniger zufrieden als männliche Mitarbeiter. Das veranlasst die Consors Finanz dazu, die Bedürfnisse dieser Zielgruppe zu identifizieren und besser zu verstehen, um daraus wirksame Maßnahmen wie z.B. die Verbesserung der Talent Pipeline umzusetzen. Wie inzwischen üblich wurden auch im Berichtsjahr die jährliche Führungskräftetagung "Managers Day" im Rahmen einer digitalen "Managers Week" umgesetzt. Das Feedback war sehr positiv. - Führungs- und Unternehmenskultur -Im Rahmen der Strategie Empowerment 2025 werden wir ein Empowerment Programm für alle Führungskräfte anbieten. Basierend auf einer FK-Lab-Gruppe (bestehend aus FKs) wurden im Unternehmen Interviews durchgeführt, um die Stärken und Herausforderungen zu ermitteln. Auf dieser Basis werden für alle Führungskräfte verpflichtend Workshops durchgeführt und im Anschluss offene Formate. Die Schwerpunkte dieser Reihe waren: Empowerment stärken/ Agiles Arbeiten fördern / Data Literacy verstehen / Klarheit und Richtung geben / Durch Unsicherheit navigieren. Seit 2022 liegt der Schwerpunkt von Empowerment auf der Herausforderung des Hybriden Arbeitens, der Kultur und den Führungskompetenzen in einer hybriden Arbeitswelt. In Austauschformaten für Führungskräfte wurden aktuelle Themen für ein modernes, hybrides Führungsverständnis wie: Etablieren einer zeitgemäßen Führungskultur, Gestaltung der Zusammenarbeit durch die neue Arbeitsweise (Kombination Homeoffice und neue Bürowelten), usw. diskutiert und mit Best Practices in die Umsetzung gebracht. Ein wichtiger Baustein war hier die Modernisierung der Büroinfrastruktur, Stichwort "Moderne Arbeitswelten. In Berlin, Duisburg und München ist die Bank in neue Bürogebäude umgezogen, die alle auf der Grundlage eines einheitlichen Konzepts ausgestattet worden sind. Der Standort Essen wurde geschlossen und die Mitarbeitenden an den Standort Duisburg verlagert. Damit sind dann alle Mitarbeitenden im Ruhrgebiet an einem gemeinsamen Standort tätig. In den neuen Bürogebäuden sind drei Raumtypen implementiert: focus, collaborative, confidential. Jedem Bereich wird eine ausgewählte Zone zugeordnet in der Mitarbeitenden sich dann ihren Arbeitsplatz auswählen können. Zur Unterstützung der Führungskräfte bei der Umsetzung der von SMART Working - 2 Tage Büro / 3 Tage zur Hause - wurde aktuell das Programm "hybrid@work" implementiert. - Personalwirtschaftssystem -LOGA ist nach wie vor das führende System zur Gehaltsabrechnung und LOGA 3 wird als Employer Self Service (ESS) genutzt. Im Rahmen der Einführung von People Doc wurden alle Personalakten digitalisiert. Aktuell wird an der weiteren Digitalisierung zentraler HR-Prozesse gearbeitet. - Personalmanagement -Die Betreuung und Beratung von Führungskräften und Mitarbeitenden erfolgt im Rahmen der etablierten Business Partner Organisation. Im Mittelpunkt steht die Planung und Umsetzung der HR Kernprozesse CRP, Performance Management, Talent Management sowie den Development Dialogue. Der Development Dialogue wurde erneut umgesetzt und ist auf gute Resonanz gestoßen. Insgesamt haben mehr als 80% aller Mitarbeitenden im Rahmen des Development Dialogs einen persönlichen Entwicklungsplan entwickelt. Der Campus, die Lernplattform zur Weiterbildung und - entwicklung der Mitarteiter, wurde auch im laufenden Jahr weiterentwickelt und bietet jetzt knapp 42 unterschiedliche Angebote an, die im Rahmen der Corona Pandemie weitestgehend digitalisiert worden sind. - Arbeitnehmervertretung -Die Zusammenarbeit zwischen dem Arbeitgeber und den Betriebsräten aller Standorte ist im Rahmen der "Arbeitsgemeinschaft PF" organisiert. Die Zusammenarbeit wird aktuell nochmals überprüft und weiterentwickelt. Auch im abgelaufenen Jahr war die Zusammenarbeit mit den Arbeitnehmervertretern über alle Standorte weitgehend sach- und ergebnisorientiert. An dieser Stelle ist dem Betriebsrat ausdrücklich für seine konstruktive Zusammenarbeit zu danken. 5. RisikoberichtAngesichts der reinen Servicetätigkeit der PF Services GmbH, die im Rahmen von Dienstleistungsverträgen, sogenannten Service Level Agreements, genau definiert ist, beschränken sich unsere Risiken im Wesentlichen auf operationelle Risiken. - Operationelles Risiko -Wir verstehen unter dem operationellen Risiko die Gefahr von Verlusten, die in Folge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder in Folge externer Ereignisse eintreten. Diese Definition schließt Rechtsrisiken ein, nicht jedoch Reputations- und strategische Risiken bzw. Geschäftsrisiken Bei der PF Services GmbH auftretende tatsächliche Schadensereignisse, sogenannte "Historical Incidents", werden von den einzelnen Fachbereichen in einer konzernweit (BNP Paribas Gruppe) eingesetzten Schadensfalldatenbank ("360°- Tool") erfasst. Die in den Geschäftsprozessen der PF Services GmbH identifizierten operationalen Risiken werden regelmäßig im Rahmen des sog. "Risk Control Self Assessement (RCSA)" inventarisiert, auf Kritikalität überprüft und Maßnahmen zur Risikominimierung implementiert. Bereits bestehende wie auch neue Schadensszenarien werden in der Folge einem turnusmäßigen Review unterzogen. Dadurch ist sichergestellt, dass diese dem dynamischen Geschäftsverlauf der PF Services GmbH angepasst sind und die veränderten Begebenheiten reflektieren. Der dem Management der operationalen Risiken zugrundeliegende kontinuierliche Kontroll-Ansatz wird vom der Abteilung Operational Risk and Controls ("ORC") innerhalb der LOD1 ("First line of defense") Risikomanagement der Consors Finanz permanent überwacht und basiert auf den Elementen
Bei Schwachstellen unterstützt die Abteilung die zuständigen Fachbereiche der PF Services GmbH, diese Defizite mittels Maßnahmenplänen zu beseitigen. Dadurch wird sichergestellt, dass ein angemessenes und wirksames Managementsystem für die operationalen Risiken gewährleistet ist. Dieser Prozess wird durch regelmäßige Kontrolltätigkeiten der LoD2 ("2nd line of defense") der Bereiche Risikomanagement, Compliance und Legal überwacht. Ein Schulungskonzept dient dazu, vorhandenes Wissen der Ansprechpartner zu aktualisieren und über neue Entwicklungen auf dem Gebiet der operationellen Risiken zu unterrichten. Im Hinblick auf Not- und Katastrophenfälle sowie auf Ausfälle technischer Komponenten ist die PF Services GmbH in ein angemessenes Business Continuity Konzept der Muttergesellschaft eingebunden, dass die entsprechende Geschäftsfortführungs- und Wiederanlaufmaßnahmen regelt. - Kreditrisiko -Die PF Services GmbH betreibt weder das Kreditgeschäft, noch entstehen aus dem Tagesgeschäft Forderungen gegen externe Geschäftspartner in wesentlicher Höhe. Die wesentliche Forderung der PF Services GmbH resultiert aus dem Anspruch auf Verlustausgleich gegen die Muttergesellschaft. Diese Forderung ist werthaltig und unterliegt nach Ansicht der PF Services GmbH derzeit keinem Kreditrisiko. Zudem stehen diesen Forderungen Verbindlichkeiten in ähnlicher Höhe gegenüber. - Liquiditätsrisiko -Die PF Services GmbH unterliegt keinem direkten Liquiditätsrisiko, da sie sich weder eigenständig refinanziert noch wesentliche Verbindlichkeiten zu erfüllen hat. Die Liquiditätsversorgung wird ausschließlich über die Muttergesellschaft sichergestellt, so dass die PF Services GmbH indirekt dem Liquiditätsrisiko ihrer Muttergesellschaft unterliegt. - Zinsänderungs- und Markpreisrisiko -Die PF Services GmbH verfügt nicht über wesentliche verzinsliche Aktiva oder Passiva, so dass bei der PF Services GmbH kein direktes Zinsänderungs- und Marktpreisrisiko vorliegt. Aufgrund der Tatsache, dass für die Muttergesellschaft ein Zinsänderungs- und Markpreisrisiko existiert, das einen Einfluss auf deren wirtschaftliche Stabilität haben kann, und die PF Services GmbH in hohem Maße von ihrer Muttergesellschaft abhängig ist, existiert für die PF Services GmbH allenfalls ein indirektes Zinsänderungs- und Marktpreisrisiko. - Geschäftsrisiko -Da sich die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ausschließlich auf die Erbringung von Dienstleitungen für ihre Muttergesellschaft beschränkt, hängt das Geschäftsrisiko auch allein von der Lage der Muttergesellschaft ab. 6. PrognoseberichtFür das nächste Jahr soll sich die wirtschaftliche Erholung fortsetzen und an Breite gewinnen. Im Rahmen der Frühjahrsprojektion 2023 rechnet die Bundesregierung mit einem Wachstum des Bruttoinlandprodukts um preisbereinigt 0,4 Prozent im Jahr 2022 und um 1,6 Prozent im Jahr 2024. 27 Laut Deutscher Bundesbank ging die Unsicherheit hinsichtlich der Gas- und Stromversorgung in Deutschland seit Dezember deutlich zurück. Eine erneute Verschärfung der Spannungen an den Energiemärkten kann aber nicht ausgeschlossen werden. Auch deswegen unterliegen die Projektionen einer noch erhöhten Unsicherheit. Weitere Unwägbarkeiten bestehen insbesondere in Bezug auf die Persistenz der hohen Inflation. Die Risiken für die Inflation erscheinen überwiegend aufwärts- und für das Wirtschaftswachstum überwiegend abwärtsgerichtet. Aufgrund des schwachen Einstiegs in das Jahr 2023 sinkt das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahresmittel kalenderbereinigt um 0,3 %. Im Jahr 2024 wächst die deutsche Wirtschaft dann um 1,2 Prozent und 2025 um 1,3 Prozent. 28 Für Deutschland erwartet der Sachverständigenrat, dass das Bruttoinlandsprodukt um 0,2 Prozent im laufenden Jahr und um 1,3 Prozent im nächsten Jahr wachsen wird. 29 Die globalen Konjunkturaussichten haben sich leicht aufgehellt. So mildern sinkende Großhandelspreise für Energie und die Abkehr Chinas von der Null-Covid-Politik den für das Jahr 2023 erwarteten Rückgang des Wirtschaftswachstums in Deutschland. Die hohe Inflation dämpft das Wachstum aber bis weit ins Jahr 2024 hinein. Die deutsche Wirtschaft ist weiterhin von hohen Energiepreisen belastet, hat sich jedoch im Winterhalbjahr gegenüber der Energiekrise recht widerstandsfähig gezeigt. Für Deutschland erwartet der Sachverständigenrat einen Anstieg der Verbraucherpreise in den Jahren 2023 und 2024 um 6,6 Prozent und 3,0 Prozent. 30 Ungeachtet dessen bestehen verschiedene Risiken für die Weltkonjunktur. Sollte sich die Konjunktur in den USA stärker als erwartet abkühlen, würde dies andere Wirtschaftsräume in Mitleidenschaft ziehen. Umgekehrt könnte eine höhere Produktion in China über eine steigende Nachfrage nach Rohstoffen wie Metallen oder Energieträgern preistreibend wirken. Auch besteht das Risiko, dass sich die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und China auf die weltweite Konjunktur auswirken. 31 Das Wirtschaftswachstum im Euro-Raum (BIP kalenderbereinigt) dürfte nach den Prognosen des Sachverständigenrats 2023 nur rund 0,9 Prozent erreichen und 2024 1,5 Prozent. Die weitere Inflationsentwicklung bleibt ein Risiko für die konjunkturelle Entwicklung im Euro-Raum. 32
27 Bundesministerium für Wirtschaft und
Klimaschutz (BMWK), "Frühjahrsprojektion 2023",
Veröffentlichung am 26. April 2023
Die Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer (kalenderbereinigt) werden sich im Projektionszeitraum der Deutschen Bundesbank voraussichtlich stärker entwickeln (Veränderung gegenüber dem Vorjahr): Von rund 4,1 Prozent im Jahr 2022 auf jeweils 6,0 Prozent im Jahr 2023 (5,2 Prozent 2024). 33 Die am HVPI gemessene Inflationsrate ging im Winterhalbjahr insgesamt deutlich stärker zurück als erwartet. Nach zweistelligen Rekordwerten von über 11 Prozent im Herbst 2022 sank sie bis auf 6,3 Prozent im Mai 2023. Der niedrigere Wert ist vor allem der Entspannung an den Energiemärkten zu verdanken. 34 Der weiterhin robuste Arbeitsmarkt stützt den gesamtwirtschaftlichen Ausblick. Trotz der rückläufigen Wirtschaftsleistung im Winterhalbjahr 2022/23 erhöhte sich die Beschäftigung in diesem Zeitraum spürbar. 35 Nach Prognosen der Bundesbank wird die Zahl der Erwerbstätigen (Inlandskonzept) 2023 nur um 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr zulegen -beeinflusst durch den negativen demografischen Trend. 36 Die Arbeitslosenzahl wird laut Deutsche Bundesbank (nach Definition der Bundesagentur für Arbeit) im Jahr 2023 auf 2,6 Millionen Personen steigen (2022: 2,4 Mio. Personen) und sinkt dann leicht im Jahr 2024 auf 2,5 Millionen. 37 Die Zuwanderung erreichte 2022 mit 1,45 Millionen Personen im Saldo einen neuen Höchststand. Für diese Projektion wird unterstellt, dass sich das hohe Ausmaß der Zuwanderung des vergangenen Jahres aus der Ukraine nicht wiederholt, aber auch keine massive Rückwanderung eintritt. Die Annahme zur gesamten Nettozuwanderung für 2023 wird um 100 000 Personen auf 450 000 Personen heraufgesetzt. 38 Der private Konsum sollte seine Talsohle durchschreiten. Denn dank kräftig steigender Löhne stabilisieren sich die realen verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte trotz der noch sehr hohen Inflation. 39 Die privaten Konsumausgaben sinken 2023 um -1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, sollen aber von 2023 auf 2024 wieder um 2,2 Prozent steigen. 40 Die Sparquote könnte ihren Vorpandemiestand dann deutlich unterschreiten. 41 Trotz der höheren Finanzierungskosten und der zunächst noch hohen Unsicherheit bezüglich der Energieversorgung erhöhten die Unternehmen ihre Investitionen spürbar. Die Investitionstätigkeit dürfte gleichfalls von der Entspannung an den Energiemärkten profitiert haben. Zudem verbesserte sich auch die Verfügbarkeit mancher Kapitalgüter im Zuge nachlassender Lieferengpässe. 42 Verzeichneten die Unternehmensinvestitionen im Vorjahresvergleich ein Plus von kalenderbereinigt 2,2 Prozent im Jahr 2022, wachsen sie um 2,9 Prozent im Jahr 2023. 43
33 Deutsche Bundesbank, Monatsbericht Juni 2023,
"Perspektiven der deutschen Wirtschaft bis 2025", S. 13
Die Wohnungsbauinvestitionen stiegen zu Beginn des Jahres 2023 kräftig an, nachdem sie zuvor drei Quartale in Folge teilweise deutlich geschrumpft waren. Dieses im Vergleich zur Dezember-Projektion überraschende Plus ist jedoch zu einem großen Teil auf die im Januar und Februar vergleichsweise milde Witterung zurückzuführen. Der Abwärtstrend bei den Wohnungsbauinvestitionen dürfte daher nur kurzzeitig unterbrochen worden sein. Denn Nachfrage im Wohnungsbau ist mittlerweile stark gedrückt. Die Neuaufträge und die Baugenehmigungen gingen angesichts gestiegener Finanzierungs- und Baukosten weiter deutlich zurück. Zudem sind die Wohnimmobilienpreise seit Mitte 2022 rückläufig. In der Projektion wird davon ausgegangen, dass sich diese im Laufe des Jahres stabilisieren und im weiteren Projektionszeitraum verhalten ansteigen. 44 Das starke Lohnwachstum kompensiert zwar einen großen Teil der vorangegangenen Kaufkraftverluste. Die realen Effektivverdienste liegen 2025 jedoch immer noch spürbar unterhalb des Wertes aus dem Jahr 2019. Die seither erlittenen Reallohnverluste werden also nicht vollständig kompensiert. 45 Der Staat erhöht seine Ausgaben für Verteidigung und für Klimapolitik weiterhin kräftig, was für Wirtschaftsimpulse sorgt. 46 Die realen Importe gingen im vergangenen Winterhalbjahr kräftig zurück. Hier haben auch die gesunkenen Energieimporte eine Rolle gespielt. Im weiteren Jahresverlauf belebt sich die Importnachfrage dann aber wieder nach und nach. Die Importe sinken 2023 gegenüber dem Vorjahr um -0,1 Prozent und sollen 2024 gegenüber 2023 um 3,1 Prozent wachsen. 47 Dank einer steigenden Auslandsnachfrage legen die Exporte trotzdem moderat zu. Insgesamt fasst die Wirtschaft im laufenden Jahr nur langsam Tritt und wächst im weiteren Projektionszeitraum etwas kräftiger. 48 Der Überschuss in der deutschen Leistungsbilanz steigt im laufenden Jahr 2023 gemäß der Projektion auf 6,4 % des BIP, nach nur 4,3 % im Jahr 2022. Maßgeblich ist der erhebliche Anstieg des Saldos der Handelsbilanz. 49 Im laufenden Jahr liegt die gesamtstaatliche Defizitquote in dieser Projektion bei 2,4 %. Sie sinkt gegenüber dem Vorjahr etwas (2022: 2,7 % des BIP). Dies liegt daran, dass temporäre Krisenmaßnahmen per Saldo das Budget weniger belasten. Im Jahr 2024 sinkt die Defizitquote gegenüber dem Vorjahr deutlich auf 1,2 %. Im Jahr 2025 ist sie mit 1,1% mehr oder weniger unverändert. 50 Die strukturelle Haushaltslage verschlechtert sich im Projektionszeitraum. Dies liegt an deutlich zunehmenden Ausgaben. Vor allem die Aufwendungen für Renten, Klimaschutz sowie Verteidigung wachsen bis 2025 erheblich. Die Schuldenquote sinkt deutlich und erreicht gemäß dieser Projektion Ende 2025 eine Größenordnung von 62 % (2022: 66,2 %). Der Rückgang geht im Wesentlichen auf das stark wachsende nominale BIP im Nenner der Quote zurück. Zudem finanziert der Bund sein Defizit 2023 zum Teil nicht über neue Schulden, sondern durch Kassenreserven, die er in der Corona-Pandemie ansammelte. 51
44 Deutsche Bundesbank, Monatsbericht Juni 2023,
"Perspektiven der deutschen Wirtschaft bis 2025", S. 13
Für das Geschäftsjahr 2023 erwarten wir eine mehr oder weniger komplette Normalisierung die Pandemie betreffend; der im Februar 2021 begonnene Ukrainekrieg und die damit explodierenden Energiepreise und die generell hohe Inflation werden die erwartete Erholung allerdings auch im Jahr 2022 dämpfen. Nichtsdestotrotz erwarten wir eine Entspannung im kommenden Jahr, was die Verbraucherpreise angeht. In Bezug auf die Entwicklung der Leitzinsen erwarten wir einen weiteren Anstieg bis in die zweite Jahreshälfte mit anschließender Plateaubildung. Die Störung der weltweiten Lieferketten hat sich im Jahr 2022 weitgehend aufgelöst und auch in 2023 sollte sich dieser Trend fortsetzten und zu einer Verbesserung auf dem Automarkt führen. Die generelle Umstellung von Verbrenner- auf E-Mobilität wird sich allerdings auch im kommenden Jahr fortsetzen. Die Auswirkungen auf das Finanzierungsvolumen lassen sich noch nicht genau abschätzen. Für das Jahr 2023 erwartet der Geschäftsbereich Consors Finanz eine leichte Erholung der Produktionszahlen um etwa 5%, allerdings belasten Ukrainekrieg und Inflationssorgen den privaten Konsum. Für die Folgejahre wird durch neue Kooperationen gerade im Kfz-Bereich ein Wachstumsschub zusätzlich zu dieser noch gedämpften Erholung der Kundennachfrage erwartet. Eine neue strategische Kooperation lässt ab 2023 einen starken Anstieg des Neugeschäftsvolumens in dieser Sparte erwarten. Dies wird vermutlich zu deutlich steigenden Anfragezahlen und erhöhtem Bearbeitungsaufwand führen. Dieser Anstieg wird wohl nicht vollständig durch die weitere Verbesserung der Prozesse kompensiert werden können. Wir rechnen deshalb mit einem erhöhten Personalbedarf, der momentan aber noch schwer abzuschätzen ist. Da im aktuellen Umfeld einer nach wie vor hohen Beschäftigungsquote in Deutschland der zusätzliche Bedarf an Arbeitskräften schwierig zu rekrutieren ist, wird dies nur über attraktivere Konditionen möglich sein. Der im 4. Quartal 2022 vollzogene Umzug der Mitarbeiter von den bisherigen Standorten Duisburg und Essen in das neue und nach modernsten Gesichtspunkten ausgestattete Bürogebäude in Duisburg, sollten im Jahr 2023 Rekrutierungsbemühungen (Nachbesetzungen) der Bank einfacher werden. Durch die Zusammenlegung der beiden Standorte Duisburg und Essen erwarten wir uns auch eine gewisse Effizienzsteigerung in den Arbeitsabläufen. Die Mietkosten für das neue Bürogebäude dürften ungefähr der Summe der bisherigen Mieten für Duisburg und Essen entsprechen. Aufgrund der immer noch angespannten makroökonomischen Lage wird der Ende 2022 vom Top Management implementierte "Hiring Freeze" (in Bezug auf neue Stellen wohl auch in 2023 Bestand haben und somit die Personalkosten begrenzen. Aufgrund der starken Kaufkraftverluste (Inflation) sind die Erwartungen der Mitarbeiter-Gehaltssteigerungen betreffend allerdings entsprechend hoch, so dass die Gehaltsrunde 2023 dennoch für steigende Personalkosten sorgen könnte. Im Ergebnis rechnen wir für das Jahr 2023 mit einem Jahresfehlbetrag, der in etwa dem des Berichtsjahres entsprechen dürfte. Dieser Jahresfehlbetrag wird ebenfalls im Rahmen des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages von der BNP Paribas S.A. Niederlassung Deutschland zu übernehmen sein. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die PF Services GmbH, DuisburgPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der PF Services GmbH, Duisburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PF Services GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, 24. Mai 2024 Mazars
GmbH & Co. KG
Steffen Neuweiler, Wirtschaftsprüfer Michael Skall, Wirtschaftsprüfer |
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