Stammdaten

Register
Amtsgericht Paderborn HRB 2663
Vorher
Net at Work Netzwerksysteme GmbH
Eingetragen
18.10.1995
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Jede Art von IT-Leistungen, insbesondere Konzeption und Realisierung von Computernetzwerken, Vertrieb (einschließlich Import und Export) von Hard- und Software einschließlich Miete und Leasing, Erstellung von Software sowie IT-Beratung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Frank Rudolf Carius
seit 16.4.2019
Prokura
Uwe UIbrich
seit 28.8.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
41.60%
41.60%

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Frank Carius
Hövelhof
25.000 €
41.60%
Uwe Ulbrich
Paderborn
25.000 €
41.60%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Net at Work GmbH

Paderborn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

7. Lagebericht

7.1 Grundlagen des Unternehmens

7.1.1 Geschäftsmodell

Die Net at Work GmbH mit Sitz in Paderborn ist ein IT-Unternehmen mit den zwei Geschäftsbereichen Systemintegration und Softwarehaus.

Der Geschäftsbereich Systemintegration unterstützt Unternehmen und öffentliche Auftraggeber mit Lösungen und Werkzeugen für die digitale Kommunikation und Zusammenarbeit. Dies erfolgt durch projektbezogene Leistungen wie Business Consulting, Projekt- und Programm-Management, Change-Management, Konzeption, Entwicklung, Implementierung, Test und Rollout. Durch Managed Service Angebote werden Kunden beim kontinuierlichen Betrieb Ihrer IT-Umgebungen unterstützt.

Wir sehen die Digitalisierung als positiven Beitrag zur gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung. Wir sind davon überzeugt, dass die digitale Transformation nur dann gelingt, wenn die Menschen dafür gewonnen und begeistert werden. Dies erfordert eine aktive Gestaltung des Transformationsprozesses, bei der wir unsere Kunden sowohl technologisch als auch im Bereich Change-Management effektiv unterstützen. Wir sind der Überzeugung, dass nur Cloud-basierte Technologien das volle Potential der Digitalisierung heben können. Unser Fokus liegt deshalb auf Cloud-Lösungen. Wir konzentrieren uns auf Kunden, die die digitale Transformation mit einer klaren Cloud-Strategie aktiv und positiv angehen.

Das Fundament für unsere Angebote ist die leistungsfähige und moderne Plattform von Microsoft. Die Kunden für diese Leistungen finden sich im gehobenen Mittelstand in Deutschland mit weltweiten Produktions- und Vertriebsstandorten.

Im Laufe des Jahres erhielt der Bereich Systemintegration ein weiteres Qualitätssigel (Designation) aus dem Microsoft Cloud Partnerprogramm für den Bereich IT-Security, zusätzlich zur Designation für Modern Workplace. Die Fähigkeiten unseres Managed Service Angebots wurden durch die Prämierung mit einem 2. Platz als "Bester MSP 2023" (Computerwoche, ChannelPartner).

Der Geschäftsbereich Softwarehaus entwickelt und vertreibt die E-Mail-Sicherheitslösung NoSpamProxy mit Ihren Modulen Protection für Anti-Virus und Anti-Spam, Encryption für E-Mail-Verschlüsselung und Large Files zur komfortablen Übertragung von großen Dateien.

Im Jahr 2023 wurde NoSpamProxy zum siebten Mal in Folge beim Professional User Rating für E-Mail-Security Solutions der techconsult GmbH zum Champion gewählt und überzeugte bei den Anwendern besonders in den Kategorien Leistungsfähigkeit, Funktionsumfang und Benutzerfreundlichkeit. Ausgezeichnet wurde ebenso der kompetente deutsch- und englischsprachige Support.

Mit NoSpamProxy Cloud bieten wir eine cloudbasierte, hochverfügbare Plattform an. Somit deckt das aus NoSpamProxy Server und NoSpamProxy Cloud bestehende Produktportfolio alle Anwendungsszenarien für E-Mail-Kommunikation ab. NoSpamProxy wird mehrstufig über Distributoren und Fachhandelspartner an jeder Größe und Art von Organisation vertrieben.

Zu Beginn des Jahres wurde NoSpamProxy durch Partnerschaften mit neuen Reputationsanbietern und weitere Scan-Engines und deren Integration in unseren Reputationsdienst 32Guards deutlich gestärkt. Dies zeigt sich u.a. in regelmäßig erworbenen Zertifizierungen für die Erkennungsleistung des Produktes. Im November 2023 erhielt NoSpamProxy als erstes E-Mail-Security-Produkt das BSI-Zertifikat nach der Beschleunigter Sicherheitszertifizierung (BSZ)Produkte verfügbar.

Beide Geschäftsbereiche haben sich im Laufe des Geschäftsjahres positiv weiterentwickelt.

7.1.2 Forschung und Entwicklung

Net at Work investiert in beiden Geschäftsbereichen ständig in die Entwicklung neuer Services. Im Bereich Systemintegration waren dies im Jahr 2023 vor allem der weitere Ausbau der IT-Security Kompetenz, der cloudbasierten Managed-Service-Angebote und das Beratungsangebot zum Aufbau von Social Intranets.

Im Bereich Softwarehaus konzentrieren sich die Entwicklungstätigkeiten einerseits auf die funktionelle Weiterentwicklung des NoSpamProxy Produktes und andererseits auf die ständige Anpassung an neue Bedrohungslagen und Sicherheitstechnologien.

Weitere Fortschritte machte die Eigenentwicklung des Digital-Experience Monitoring Werkzeugs Rimscout. Dieses SaaS Produkt adressiert neue Anforderungen im Netzwerk-Monitoring auf Grund des Trends zu mehr Remote- und Hybridarbeit und der verstärkten Nutzung von Cloud-Diensten. Digital Experience beschreibt die Wahrnehmung und Zufriedenheit von Personen bei der Nutzung digitaler Tools.

7.1.3 Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Geschäftsverlauf und Lage

Die gesamtwirtschaftliche Lage im Geschäftsjahr 2023 war durch die Krisen im Bereich Energiekosten, Inflation sowie den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine geprägt.

Die deutsche Wirtschaft war im Jahr 2023 aufgrund von Preissteigerungen und der Energiekrise stark belastet: Für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ergab sich ein Rückgang von 0,3% gegenüber 2022. Die Umsätze im Dienstleistungssektor stiegen dagegen um 2,0%, die Tarifverdienste stiegen um 3,7%. (Quelle: Statistisches Bundesamt) Die Umsätze in der ITK-Branche sind 2023 gestiegen. Der gesamte ITK-Markt wuchs nur um 2,0% (Vorjahr: 6,8%) auf 215 Milliarden Euro. Behauptet haben sich dabei die IT-Services mit einem deutlich höheren Wachstum von 5,1% (Vorjahr: 8,5). (Quelle: bitkom/IDC Januar 2024)

Ertragslage

Der Umsatz konnte auf 17.012.108,33 EUR (Vorjahr: 14.555.032,97 EUR) gesteigert werden. Dies ergibt sich aus allen drei Leistungsbereichen Managed Services, NoSpamProxy Lizenzen und Projektdienstleistungen.

Die EBITDA-Marge im Jahr 2023 lag bei 10,2% (Vorjahr: 9,7%)

Finanzlage

Das Unternehmen hat derzeit keine Finanzschulden. Es bestehen sehr hohe Bankguthaben. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen stiegen im Jahr 2023 über das Niveau von 2022.

Vermögenslage

Die Eigenkapitalquote sank auf 31,7% von 36% im Vorjahr.

Das Umlaufvermögen entwickelte sich auf 10.620.335,98 EUR (Vorjahr: 8.635.913,90 EUR) Die Umlaufvermögensquote stieg damit von 86,11% im Jahr 2022 auf 91,10 %

Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

- Umsatzentwicklung

- EBITDA-Marge

Die Umsatzentwicklung lag im Jahr 2023 über den eigenen Zielsetzungen sowie über der allgemeinen Branchenentwicklung. Die EBITDA-Marge lag mit 10,2% unter dem geplanten Ziel von 12%.

Gesamtaussage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als sehr gut ein. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist positiv.

7.2 Prognosebericht

Laut Branchenverband bitkom wird für 2024 mit einem stärkeren Wachstum des ITK-Marktes gerechnet, für die Bereiche IT-Services und Software wird ein leicht rückläufigeres Wachstum prognostiziert. Laut bitkom Digitalindex vom Januar 2024 sanken die Indikatoren für Geschäftsklima (7,3) und Geschäftslage (18,0). Trotzdem bewegt sich die ITK-Branche auf deutlich höherem Niveau als die Gesamtwirtschaft.

Für das Jahr 2024 erwartet Net at Work in beiden Geschäftsbereichen ein weiteres Wachstum beim Umsatz. Dies wird durch Produktivitätsgewinne im Vertrieb und dem Projektmanagement, dem Aufbau weiteren Fachpersonals und der weiteren Spezialisierung der Marketingkompetenzen begründet. Für den Umsatz wird mit einem Wachstum von 14% geplant. Dies berücksichtigt einerseits die starke Position der Net at Work Produkte und Leistungen im Markt und anderseits die reduzierten Marktprognosen und Geschäftsklimadaten von bitkom und anderen.

Für 2024 wird mit einer EBITDA-Marge von 10% geplant. Dies Berücksichtigt fortgesetzte Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie den Personalaufbau.

7.3 Chancen- und Risikobericht

Der Trend zum Einsatz von Cloud-Services in allen Wirtschaftsbereichen und nun auch der öffentlichen Verwaltung, zu mehr Offenheit gegenüber der Digitalisierung und die hohen Anforderungen an IT-Sicherheit bestimmt die Nachfrage nach unseren Leistungen.

Unsere Auftraggeber sind von steigendem Bedarf an IT-Leistungen zur Digitalisierung Ihrer Geschäfte bei gleichzeitig angespannten Fachkräfte-Markt geprägt. Durch ein wettbewerbsfähiges Leistungsangebot an unsere Mitarbeiter, unsere Unternehmenskultur und ein oft interessanteres und abwechslungsreicheres Aufgabenfeld, bietet dies Chancen unsere Geschäfte auszubauen.

Der Trend zur Nutzung von Cloud-Services und die weiterhin hohe Bedrohungslage, die sich auch im erneut durch öffentlichkeitswirksame IT-Sicherheitsangriffe zeigte, ergeben sich weitere Wachstumschancen für unser Produkt NoSpamProxy. Ebenso angetrieben wird dies durch die im November 2023 erhaltene Zertifizierung durch das Bundesamt für Informationssicherheit BSI.

Mit unserem hohen Bedarf an hochqualifizierten Fachkräften und den zusätzlich inflationsbedingt steigenden Gehältern ist andererseits ein Risiko verbunden. Dies führt zu steigenden Personalkosten. Wir begegnen diesem mit Investitionen in die Mitarbeiterzufriedenheit, die Unternehmenskultur, Weiterbildung, Ausbildung, verbesserte Organisation und Prozesse sowie verstärktem Employer Branding und Recruiting.

Im Bereich Systemintegration ist der Markt durch eine sehr hohe Innovationsgeschwindigkeit gekennzeichnet. Dies stellt ein Risiko dar, sofern es uns nicht gelingt, im Wettbewerb mit anderen Systemintegratoren weiterhin jeweils die gefragten Trends ausreichend schnell mit unserer hohen Expertise zu hinterlegen und am Markt zu platzieren.

Ein weiteres Risiko für das Umsatzwachstum und -rendite ergibt sich aus dem starken Wettbewerb im Bereich der E-Mail-Security Anbieter vor allem durch internationale, finanzkräftige Anbieter, dazu kommt vermehrt Microsoft, die mit seinem außerordentlich großen Marktanteil im E-Mail und Office Sektor eine große Kundenbasis adressieren kann. Dem entgegenzusetzen ist der detailliertere Leistungsumfang unseres Produktes, lokaler Support, die BSI Zertifizierung und das Label "IT-Security Made in Germany". Die vermehrte Umstellung auf die NoSpamProxy Cloud Services mit der Möglichkeit der monatlichen Zahlung kann vorrübergehend negative Auswirkungen auf die Liquidität haben. Diesbezüglich verfügen wir jedoch über eine sehr robuste Ausgangslage.

Durch Auswahl unserer Kunden und ein aktives Bonitätsmanagement erwarten wir keine besonderen Risiken bzgl. unserer Forderungen und Umsätze. Ein Währungsrisiko besteht derzeit nicht, da alle Geschäfte in EURO abgewickelt werden.

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 888.126,00 968.428,13
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 15.007,00 161,00
II. Sachanlagen 873.064,00 968.212,13
1. technische Anlagen und Maschinen 388,00 550,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 872.676,00 922.347,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 45.315,13
III. Finanzanlagen 55,00 55,00
B. Umlaufvermögen 10.620.335,98 8.635.913,90
I. Vorräte 0,00 14.787,90
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.759.763,86 2.235.187,83
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.000,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 7.860.572,12 6.385.938,17
C. Rechnungsabgrenzungsposten 148.809,34 144.875,90
Aktiva 11.657.271,32 9.749.217,93

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.703.319,65 3.513.865,77
I. Gezeichnetes Kapital 60.000,00 60.000,00
II. Gewinnvortrag 2.631.865,78 2.628.613,82
III. Jahresüberschuss 1.011.453,87 825.251,95
B. Rückstellungen 1.233.280,60 1.044.776,50
C. Verbindlichkeiten 1.186.988,97 907.596,16
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.401,99 6.113,24
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.401,99 6.113,24
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.184.586,98 901.482,92
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.184.586,98 901.482,92
D. Rechnungsabgrenzungsposten 5.509.182,10 4.256.479,50
E. Passive latente Steuern 24.500,00 26.500,00
Passiva 11.657.271,32 9.749.217,93

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 13.068.606,71 11.322.856,18
2. Personalaufwand 9.892.057,50 8.681.956,05
a) Löhne und Gehälter 8.101.561,32 7.259.292,83
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.790.496,18 1.422.663,22
davon für Altersversorgung 20.606,67
3. Abschreibungen 284.520,82 254.228,60
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 284.520,82 254.228,60
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.487.592,81 1.233.194,11
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 2.217,23 593,62
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 1,62
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 50.154,69 3.681,70
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 443.136,40 331.908,79
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 2.000,00
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 13.650,00
8. Ergebnis nach Steuern 1.011.453,87 825.251,95
9. Jahresüberschuss 1.011.453,87 825.251,95

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Net at Work GmbH weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft auf. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des HGB aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Net at Work GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Paderborn
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Paderborn
Register-Nr.: HRB 2663

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen. Die Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände beträgt 3 bis 6 Jahre.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear und degressiv vorgenommen. Die Nutzungsdauer des Sachanlagevermögen beträgt 3 bis 13 Jahre. Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Forderungen und Wertpapiere, sonstige Vermögensgegenstände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet und mit dem Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt und Abzinsungen, soweit sie erforderlich waren, vorgenommen.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Zur Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens verweisen wir auf den als Anlage beigefügten Anlagenspiegel.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 72.208,03 15.000,00 25.085,16
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 72.208,03 15.000,00 25.085,16
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 968,48 0,00 0,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.927.560,74 467.245,61 760.945,85
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 45.315,13 210,08 0,00
Summe Sachanlagen 1.973.844,35 467.455,69 760.945,85
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 55,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 55,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 2.046.107,38 482.455,69 786.031,01
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 62.122,87
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 62.122,87
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 968,48
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 45.525,21 1.679.385,71
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -45.525,21 0,00
Summe Sachanlagen 0,00 1.680.354,19
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 55,00
Summe Finanzanlagen 0,00 55,00
Summe Anlagevermögen 0,00 1.742.532,06
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 72.047,03 154,00 25.085,16 0,00 47.115,87
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 72.047,03 154,00 25.085,16 0,00 47.115,87
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 418,48 162,00 0,00 0,00 580,48
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.005.213,74 284.204,82 482.708,85 0,00 806.709,71
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 1.005.632,22 284.366,82 482.708,85 0,00 807.290,19
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 1.077.679,25 284.520,82 507.794,01 0,00 854.406,06
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 15.007,00 161,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 15.007,00 161,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 388,00 550,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 872.676,00 922.347,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 45.315,13
Summe Sachanlagen 0,00 873.064,00 968.212,13
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 55,00 55,00
Summe Finanzanlagen 0,00 55,00 55,00
Summe Anlagevermögen 0,00 888.126,00 968.428,13

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00).

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist im wesentlichen eine längerfristige Mietvorauszahlung in Höhe von 97.440,00 EUR abgegrenzt worden. Die Mietvorauszahlung hat eine Restlaufzeit von 48 Monaten.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind insbesondere Rückstellungen für noch nicht genommenen Urlaub und Überstundenvergütungen in Höhe von 902.200 EUR sowie Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von 137.605,67 EUR enthalten. Daneben sind übliche Rückstellungen für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses sowie die Archivierung von Geschäftsunterlagen passiviert worden.

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR).

Latente Steuern

Der Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt 24.500,00 EUR. Die latenten Steuern haben sich im laufe des Geschäftsjahrs um 2.000,00 EUR vermindert.

Die latenten Steuern werden in der Bilanz saldiert ausgewiesen. Folgende Abweichungen zwischen Steuer- und Handelsbilanz sind festzustellen:

Aktiva:

Durch Anwendung unterschiedlicher Abschreibungsmethoden, u.a. aufgrund steuerrechtlicher Sonderregelungen, ist das Ergebnis der Steuerbilanz im Verhältnis zur Handelsbilanz um 162.195,00 EUR vermindert.

Passiva:

Abweichende Bewertungsvorschriften bei der Bildung und Bewertung von Rückstellungen für Urlaub und Überstundenvergütungen haben das Ergebnis in der Handelsbilanz im Verhältnis zur Steuerbilanz um 80.500,00 EUR vermindert.

Der maßgebliche Steuersatz für Gewerbe- und Körperschaftsteuer wurde pauschal in Höhe von 30 % angesetzt.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Erlöse aus längerfristigen Wartungsverträgen und Serviceverträgen abgegrenzt worden. Wartungsverträge können zusätzlich bei Erwerb von Softwarelizenzen abgeschlossen werden und haben regelmäßig eine Laufzeit von 12 bis 60 Monaten. Serviceverträge beinhalten regelmäßig pro-aktive und re-aktive Support-Leistungen zum Betrieb von IT-Systemen der Kunden. Die Erlöse werden auf Monatsbasis abgegrenzt.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

In den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 105.025,48 EUR ausgewiesen. Davon entfällt ein Betrag von 40.454,32 EUR auf eine Nachforderung von Sozialbeiträgen, welche in einer Prüfung der deutschen Rentenversicherung festgestellt wurden. Daneben wurden 16.700,00 EUR Schwerbehindertenabgabe für das Vorjahr nachgezahlt. Außerdem wurden Aufwendungen aus erhaltenen Marketingleistungen in Höhe von 36.000,00 EUR nachträglich in Rechnung gestellt.

Darüber hinaus sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen keine Beträge enthalten, die von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung wären.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 108,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 34,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 142,00

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Uwe Ulbrich ausgeübter Beruf: Kaufmann

Anwendung der Ausnahmeregelung nach § 286 Abs. 4 HGB

Durch die Inanspruchnahme der Schutzklausel gemäß § 286 Absatz 4 HGB erfolgen keine Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Paderborn, den 31.03.2024

gez. Uwe Ulbrich

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 18.06.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die Net at Work GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Net at Work GmbH, Paderborn, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Net at Work GmbH, Paderborn, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, ein schließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während un serer Prüfung feststellen.

 

Paderborn, 19.04.2024

LSH GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dipl.-Kfm. Henkel, Wirtschaftsprüfer

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