Stammdaten

Register
Amtsgericht Krefeld HRB 18984
Vorher
Amga Vermögensverwaltung GmbH
Eingetragen
18.6.2009
Branche
Großhandel mit chemischen ErzeugnissenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von pharmazeutischen Grundstoffen
Gegenstand
Die Herstellung, die Vermarktung und der Vertrieb von Spezialchemikalien, insbesondere von Dimethylaminoethylacrylat.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Klaus Busam
seit 22.2.2022
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SCL GmbH

Krefeld

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

Lagebericht für Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

I. Grundlagen der Gesellschaft

1. Geschäftsmodell

Organisatorische Struktur, Produkte, Standorte

Die Gesellschaft gehört zur Platinum Equity-Gruppe, einem führenden, global tätigen Hersteller von Sonderchemikalien, der auf nachhaltige Lösungen für wasserintensive Industrien ausgerichtet ist. Das Unternehmen mit Sitz in Wilmington, Delaware, USA, verfügt weltweit aktuell (2023) über 69 Herstellungseinrichtungen und mehr als 16.100 Mitarbeiter in 130 Ländern. 1

In Deutschland ist Solenis mit 3 operativ tätigen Gesellschaften vertreten, unter anderem mit der SCL GmbH mit Sitz in Krefeld.

Die SCL handelt mit Spezialchemikalien, insbesondere mit Vorprodukten zur Herstellung von Polyacylamid, das im Wesentlichen zur Aufbereitung von Wasser eingesetzt wird. Dieses Vorprodukt wird fast ausschließlich von der BASF SE, Ludwigshafen, bezogen und neben verschiedenen anderen Kunden größtenteils an Solenis Switzerland GmbH vertrieben.

Mit der Muttergesellschaft Solenis Germany GmbH & Co. KG besteht seit dem Geschäftsjahr 2022/23 ein Ergebnisabführungsvertrag.

Produktionsanlagen

Es gibt ein Produkt DMF3 (Dimethylaminoethylacrylat), das von BASF SE, Ludwigshafen, für SCL hergestellt wird. Der einzige Kunde für dieses Produkt ist SCL. SCL verkauft weiteres DMF3 an Solenis Schweiz sowie andere externe Kunden.

II. Wirtschaftsbericht

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Weltkonjunktur hielt sich angesichts des Inflationsschocks und der massiven Straffung der Geldpolitik im Jahr 2023 besser als erwartet, auch wenn die wirtschaftliche Expansion moderat war. Die Inflation geht inzwischen zügig zurück, und die Geldpolitik beginnt voraussichtlich bereits im ersten Halbjahr 2024 mit Zinssenkungen 2 .

Die konjunkturellen Aussichten in der Währungsunion haben sich zuletzt wieder eingetrübt. Nach einer ohnehin nur mäßigen Expansion der Wirtschaftsleistung in der ersten Jahreshälfte 2023 zeichnen viele Frühindikatoren ein zunehmend dunkleres Konjunkturbild. So hat sich das Verbrauchervertrauen zwar weiter erholt, die Unternehmen waren allerdings zuletzt weitaus weniger zuversichtlich als noch vor ein paar Monaten; insbesondere in der Industrie ist die unternehmerische Stimmung derzeit schlecht. Diese negativen Stimmungstendenzen dürften sich allerdings nicht verfestigen. Angesichts wieder weitgehend normalisierter Energiepreise, steigender Realeinkommen sowie zunehmender Unterstützung aus dem weltwirtschaftlichen Umfeld wird die Konjunktur im Prognosezeitraum voraussichtlich wieder Tritt fassen. Insgesamt dürfte das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,6% zulegen. Die zuletzt noch hohe Inflation wird weiter nachgeben. Die Verbraucherpreise steigen im Durchschnitt des Jahres 2023 wohl um 5,6%. Die Arbeitslosenquote bleibt vergleichsweise gering 3 .

In Deutschland liegt das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 bei -0,3% und fällt damit etwas niedriger aus als im Herbst erwartet. Die geringe wirtschaftliche Dynamik hinterlässt Spuren am Arbeitsmarkt. Der demographische Wandel und damit verbunden der Fachkräftemangel wirken dem aber entgegen 4 .

Die SCL agiert im Branchenumfeld der chemisch-pharmazeutischen Industrie. Die Gesellschaft selbst ist als reiner Lohnproduzent abhängig von der externen Auftragsentwicklung bei den Schwestergesellschaften, die wiederum durch die gesamtwirtschaftliche Situation vorwiegend in Deutschland und Europa beeinflusst werden. Die chemisch-pharmazeutische Industrie ist dem Umsatz nach (261,1 Mrd. EUR in 2022 5 ) die drittgrößte deutsche Industriebranche. Für das abgelaufene Geschäftsjahr ist in Folge möglicher Beschränkungen von Rohstofflieferungen von erschwerten Verhältnissen verbunden mit deutlichen Preissteigerungen auszugehen. Dies könnte sich nachteilig auf die Umsatzsituation und somit auch das Volumen der Lohnfertigung der Gesellschaft auswirken. Gemäß dem Verband der Chemischen Industrie (VCI) ging die Produktion im Vorjahresvergleich um 4,3% zurück. Die Kapazitäten der Branche waren mit 77,2% nicht ausgelastet. Der Umsatz sank saisonbereinigt um 11,9% im Vergleich zum Vorjahr 6 .

2. Personal und Sozialbereich

Die SCL GmbH beschäftigt wie im Vorjahr keine eigenen Mitarbeiter.

3. Lage der Gesellschaft

Insgesamt kann die Entwicklung des Unternehmens als günstig bezeichnet werden. Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens stellt sich als stabil dar.

Vergleich des Ausblicks aus dem Lagebericht 2021/ 22 mit den tatsächlich erreichten Kennzahlen im Geschäftsjahr 2022/23

Für das abgelaufene Geschäftsjahr prognostizierte das Unternehmen einen deutlichen Anstieg von Umsatz und Jahresüberschuss (finanzielle Leistungsindikatoren). Tatsächlich konnte eine leichte Umsatzsteigerung von +1,3 % im Vergleich zum Vorjahr erzielt werden, obwohl das vorangegangene Geschäftsjahr nur aus 9 Monaten bestand. Bei den Drittumsätzen kam es zu einem Rückgang um 46% bzw. TEUR 6.758, was im Wesentlichen auf das Ende der Zusammenarbeit mit externen Kunden im letzten Quartal des Geschäftsjahres zurückzuführen ist. Der Rückgang wurde teilweise durch einen deutlichen konzerninternen Umsatzanstieg gegenüber der Solenis Switzerland GmbH um TEUR 7.093 kompensiert.

4. Darstellung des Geschäftsverlaufs der Gesellschaft

a) Ertragslage des Geschäftsjahres vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

Die Umsatzerlöse haben sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 26.315 um 1,3 % auf TEUR 26.651 nur leicht erhöht, obwohl das vorangegangene Geschäftsjahr nur 9 Monate umfasste.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich auf TEUR 265 und stiegen um TEUR 242 aufgrund höherer Wechselkursgewinne und periodenfremder Erträge aus der Verjährung erhaltener Anzahlungen von TEUR 130.

Die Materialaufwendungen verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 13,0 % auf TEUR 24.212. Wesentlicher Grund hierfür ist die Erfassung von Instandhaltungsaufwendungen der BASF SE, Ludwigshafen, "True-Ups" für die Jahre 2019-2021 im Vorjahr.

Der Rückgang der Personalaufwendungen von TEUR 241 um TEUR 241 auf TEUR 0 ist hauptsächlich auf den vollständigen Personalabbau zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr verringert. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen eine Rückstellungen für einen Schaden und Währungsumrechnungsaufwendungen, die im Vorjahr erfasst wurden.

Die Zinserträge beziehen sich auf den Cashpool der Gruppe.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag fallen aufgrund der Organschaft nicht an.

Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich im Berichtsjahr um rund TEUR 4.730 auf TEUR 1.854, was im Wesentlichen auf periodenfremde Aufwendungen aus dem Vorjahr und die Kosten eines Schadensfalls zurückzuführen ist.

Das Jahresergebnis wird aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages an die Gesellschafterin abgeführt.

b) Vermögenslage des Geschäftsjahres 2022/23

Das Bilanzvolumen beträgt TEUR 10.842 und verringerte sich um 15,4 % oder TEUR 1.970 im Vergleich zum Vorjahr.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich stichtagsbedingt und aufgrund der geringeren Drittumsätze zum Jahresende deutlich.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen lagen im Vorjahr bei TEUR 8.439 und sind zum Bilanzstichtag 30. September 2023 auf TEUR 9.539 angestiegen, was im Wesentlichen auf höhere Umsätze mit verbundenen Unternehmen zurückzuführen ist. Hier werden Cash-Poolforderungen von TEUR 6.466 (Vorjahr TEUR 3.738) ausgewiesen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände verringerten sich um TEUR 214 auf TEUR 605 (Vorjahr TEUR 819) was im Wesentlichen auf geringere Umsatzsteuerforderungen zurückzuführen ist.

Die liquiden Mittel sind von EUR 694 auf TEUR 206 gesunken; dem steht der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen gegenüber.

Das Eigenkapital hat sich im laufenden Geschäftsjahr nicht verändert.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere ausstehende Rechnungen. Sie verringerten sich um TEUR 3.747 auf TEUR 1.250 (Vorjahr TEUR 4.997) im Wesentlichen aufgrund der im Vorjahr erfassten offenen Rechnungen der BASF SE, Ludwigshafen, für die Jahre 2019-2022.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich stichtagsbedingt um TEUR 607 auf TEUR 5.495.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stiegen hingegen um TEUR 2.384 auf TEUR 2.422 im Wesentlichen aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der Solenis Germany GmbH & Co.KG, welcher seit dem Geschäftsjahr 2022/23 besteht.

c) Finanz- und Liquiditätslage des Geschäftsjahres 2022/23

Das Eigenkapital hat sich nicht verändert. Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft zum 30. September 2023 lag bei 15,4 % (im Vorjahr 13,1 %). Die Veränderung resultiert aus der niedrigeren Bilanzsumme.

Die liquiden Mittel betrugen am Stichtag TEUR 206 (Vorjahr TEUR 694).

Die Solenis Netherlands B.V, Barendrecht/Niederlande fungiert als europaweite Cash-Pool Führerin. Im Geschäftsjahr 2022/23 wurden die Salden auf den Konten der Gesellschaften täglich durch direkte Übertragung auf das Zielkonto bei der Citibank der Solenis Netherlands B.V in London / England übertragen.

III. Chancen- und Risikobericht

1. Chancen der künftigen Entwicklung

Chancen ergeben sich insbesondere aus der Einbindung in den Solenis Konzern, der Konzernexpansion durch die Übernahme weiterer Gesellschaften und ihrer Produkte und der starken und innovativen Produktpalette.

Im November 2021 fand ein Gesellschafterwechsel auf Konzernebene statt. Die Solenis Gruppe wurde von Platinum Equity akquiriert. In diesem Zusammenhang fusionierte die Solenis Gruppe mit Sigura Water, einem Unternehmen, das bereits zum Portfolio von Platinum Equity gehörte. Im Zusammenhang mit dieser Fusion expandiert Solenis sein Portfolio dahingehend, dass es nun die Märkte und Produkte von Sigura mit einbezieht. Infolgedessen erweitert die Fusion auch die globale Präsenz von Solenis.

Solenis hat die Übernahme von Diversey Holdings, Ltd. mit Wirkung zum 5. Juli 2023 in einer reinen Bartransaktion mit einem Unternehmenswert von etwa 4,6 Milliarden US-Dollar abgeschlossen. Diversey ist ein führender Anbieter von Hygiene-, Infektionspräventions- und Reinigungsprodukten und -technologie.

Hieraus leitet die Gruppe weitere positive Effekte für die zukünftige Entwicklung ab, die sich dann indirekt auch positiv auf die reine Vertriebstätigkeit der SCL auswirken können.

2. Risiken der künftigen Entwicklung

2.1 Risikomanagementsystem:

Regelmäßige Besprechungen im Management sowie in den Fachgruppen und der Produktion ergeben für das Management ein umfassendes und rechtzeitiges Frühwarnsystem. Über die Marktrisiken sowie für die Produktionsabläufe. Weiterhin erfolgt ein Informationsaustausch über die Produktionssicherheit innerhalb der Standorte. Hierbei wird die Produktionsleitung durch externe Fachkräfte aus den Bereichen Arbeitssicherheit und Umweltschutz unterstützt. Damit ist ein laufender Überblick über eventuelle Risiken im Produktionsbereich vorhanden.

Zur Überwachung von Finanzkennzahlen und Liquidität ist ein konzernweites Monats- und Quartalsreporting implementiert. Dies ermöglicht es dem Konzern, Abweichungen von getroffenen Annahmen in Bezug auf die finanzielle Entwicklung schnell zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten.

2.2 Risikolage:

Um zu messen, welche Risiken am ehesten einen bestandsgefährdenden Einfluss haben, werden diese gemäß ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeiten und Auswirkungen als "hoch", "mittel" oder "gering" eingestuft. Die Verteilung ist bei den unten aufgeführten Einzelrisiken in der Klammer hinterlegt.

Als wesentliches Risiko ist die Konzernabhängigkeit hinsichtlich des Verkaufs, den Zentralfunktionen sowie der Finanzierung zu nennen sowie die Abhängigkeit von einem einzigen Lieferanten. (hohes Risiko)

Nachdem der Einfluss der Covid-19 Pandemie auf die Risikolage der Gesellschaft, ihre Mitarbeiter- und Beschaffungssituation, langsam an Bedeutung verliert, haben sich mit dem Krieg in der Ukraine neue, erhebliche Belastungen für die Weltkonjunktur und hier insbesondere für Rohstoff- und energieintensive Unternehmen ergeben. (mittleres Risiko)

So ist ein weiteres wesentliches Risiko der Wettbewerbsdruck, der auch in Zukunft zu erheblichem Preis- und Margendruck führen kann. (mittleres Risiko)

Die Gesellschaft ist bestrebt, die Sicherheit der IT-Infrastruktur weiterzuentwickeln. Dies beinhaltet die Etablierung von Abwehrmaßnahmen für Cyber-Risiken inklusive der effizienten Aufdeckung und Behandlung allfälliger Attacken. Für die Aufrechterhaltung der Business Continuity sind verschiedene Maßnahmen etabliert. (mittleres Risiko)

Die Gesellschaft trägt einerseits über ihre Finanzforderungen und Cash-Pool Guthaben von TEUR € 6.466 zur Konzernfinanzierung bei, andererseits ist sie auf die Finanzierung von verbundenen Unternehmen im Lieferungs- und Leistungsbereich sowie konzerninterne Kreditvergaben angewiesen. Bei der Risikobetrachtung ist somit auch die Lage des Gesamtkonzerns zu berücksichtigen. Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass die Gesellschaft auch künftig unter Berücksichtigung ihrer eigenen Ertragskraft, der bestehenden finanziellen Eingliederung in den Konzern. (mittleres Risiko)

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Unternehmen verschiedenen Arten von Risiken ausgesetzt ist, aber dank richtig konzipierter Verfahren zur Risikoerkennung und -steuerung werden die Risiken reduziert. Zum aktuellen Zeitpunkt lassen sich keine bestandsgefährdenden Risiken erkennen.

3. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2023/2024 erwarten wir aufgrund der anhalten Verfügbarkeit von Produktionskapazitäten in Europa und Asien einen weiterhin stärkeren Wettbewerb. Der Zusatzbedarf aufgrund des Wachstums des Marktes für Wasseraufbereitung wird für zusätzliche Nachfrage sorgen.

Wir werden planmäßig weiterhin mit einer Erweiterung der Anlagenkapazität und strengem Kostenmanagement der Markenentwicklung folgen und unsere Marktposition weltweit stärken.

Für das Geschäftsjahr 2023/2024 rechnet die Geschäftsführung mit einem leichten Umsatz- und Ergebnisanstieg. Der konzerninterne Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2023/24 aufgrund höherer Bestellungen von Solenis Schweiz um 43 %. Dies wurde jedoch durch den Rückgang der Umsätze mit externen Kunden um 98 % kompensiert.

Für das Folgejahr 2024/25 wird mit einem leichten Umsatz- und Ergebnisanstieg gerechnet, da durch eine höhere Anlagenverfügbarkeit die Mehrmenge steigen wird.

Die Prognose ist aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit wesentlichen Risiken behaftet.

 

Krefeld, 7. Januar 2025

SCL GmbH

Die Geschäftsführung

Klaus Busam

Cornelis Floor Saarloos

1 Quelle: https://www.solenis.com/en/about/global-footprint
2 Quelle: ifw Kiel: Kieler Konjunkturberichte Nr. 109 (2023/Q4) (Weltwirtschaft), Stand 13.12.2023
3 Quelle: ifw Kiel: Kieler Konjunkturberichte Nr. 106 (2023/Q3) (Euroraum), Stand 6.9.2023
4 Quelle: ifw Kiel: Kieler Konjunkturberichte Nr. 110 (2023/Q4) (Deutsche Wirtschaft), Stand 12.12.2023
5 Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/36292/umfrage/umsatz-der-deutschen-chemieindustrie-seit-1991/
6 Quelle: https://www.vci.de/ergaenzende-downloads/qb-4-2023-en.pdf

Bilanz zum 30. September 2023

Aktiva

30.09.2023
EUR
30.09.2022
EUR
A. Anlagevermögen
Finanzanlagen
Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 1.600,00 1.600,00
1.600,00 1.600,00
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 489.089,05 2.838.347,65
2. Forderungen gegen verbundenen Unternehmen 9.538.748,38 8.439.408,35
3. Sonstige Vermögensgegenstände 605.259,98 818.778,99
10.633.097,41 12.096.534,99
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 206.268,26 694.170,85
10.839.365,67 12.790.705,84
C. Rechnungsabgrenzungsposten 640,31 19.672,66
10.841.605,98 12.811.978,50

Passiva

30.09.2023
EUR
30.09.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 575.000,00 575.000,00
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 812.359,73 812.359,73
IV. Gewinnvortrag 262.058,10 3.491.453,94
V. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 -3.229.395,84
1.674.417,83 1.674.417,83
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 1.249.977,35 4.997.185,84
1.249.977,35 4.997.185,84
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.495.412,51 6.102.720,05
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.421.798,29 37.654,78
7.917.210,80 6.140.374,83
10.841.605,98 12.811.978,50

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

1.10.2022 bis 30.09.2023
EUR
1.1.2022 bis 30.09.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 26.650.766,73 26.314.720,08
2. Sonstige betriebliche Erträge 265.480,81 23.035,16
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Waren 24.212.313,16 27.836.958,24
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 0,00 241.105,08
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 0,00 286,07
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 904.394,08 1.211.882,84
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 60.730,77 82.766,01
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.908,98 6.420,68
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 353.264,18
10. Ergebnis nach Steuern 1.854.362,09 -3.229.395,84
11. Sonstige Steuern 1.817,52 0,00
12. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn 1.852.544,57 0,00
13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 -3.229.395,84

Anhang für Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

1. Allgemeine Hinweise

Die SCL hat ihren Sitz in Krefeld (vormals Butzbach) und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Krefeld (HRB 18984).

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) in der aktuell gültigen Fassung sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die SCL GmbH erfüllt die Kriterien einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Das Geschäftsjahr läuft vom 1. Oktober eines Jahres bis 30. September des Folgejahres.

Die Solenis GmbH & Co KG, Krefeld, hat im Geschäftsjahr 2021/22 sämtliche Anteile an der Gesellschaft erworben und ist damit alleinige Gesellschafterin. Das Geschäftsjahr wurde gemäß Gesellschafterbeschluss vom 20. Januar 2022 auf den 1. Oktober eines Jahres bis zum 30. September des Folgejahres festgelegt. Für den Zeitraum 1. Januar 2022 bis zum 30. September 2022 wurde ein Rumpfgeschäftsjahr eingelegt. Die Zahlen in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sind aufgrund des Rumpfgeschäftsjahres nur eingeschränkt vergleichbar.

Für die Aufstellung des Anhangs nutzt die Gesellschaft die größenabhängigen Erleichterungen.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Bei dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag angesetzt, die Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Aktive Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

Das gezeichnete Kapital sowie die übrigen Eigenkapitalpositionen werden zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden, mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat September 2023 veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Monatsdurchschnittskurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Aus Vereinfachungsgründen erfolgt die unterjährige Verbuchung mit dem Devisenkassenmittelkurs vom letzten Tag des Vormonats. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Monatsdurchschnittskurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassenmittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassenmittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Monatsdurchschnittskurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Aufwendungen und Erträge werden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt, der Bestandteil des Anhangs ist.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 489 bestehen im Wesentlichen aus Forderungen gegenüber dem BASF SE, Ludwigshafen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 3.073 (Vorjahr TEUR 4.713) und Darlehen/ Cash-Poolforderungen von TEUR 6.466 (Vorjahr TEUR 3.738).

Die Solenis Netherlands B.V., Barendrecht/Niederlande fungiert als europaweite Cash-Pool Führerin.

Sonstige Vermögensgegenstände

Bei den sonstigen Vermögensgegenständen handelt es sich insbesondere um Steuerforderungen. Auf die Umsatzsteuer entfallen TEUR 103 (Vorjahr TEUR 594).

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Die liquiden Mittel betrugen am Stichtag TEUR 206 nach TEUR 694 im Vorjahr.

Eigenkapital

Das Stammkapital der SCL GmbH, Krefeld beträgt EUR 25.000 und die Kapitalrücklage EUR 575.000. Der im vergangenen Geschäftsjahr erwirtschaftete Jahresfehlbetrag von EUR 3.229.395,84 wurde mit dem Gewinnvortrag verrechnet.

Gewinnabführungsvertrag/ Ergebnisabführung

Mit der Solenis Germany GmbH & Co. KG, Krefeld, als herrschendem Unternehmen ist am 15. November 2022 ein Gewinnabführungsvertrag mit Wirkung zum 30. September 2023 für eine Mindestdauer von fünf Jahren geschlossen worden. Die Gesellschafterversammlung hat dem Vertrag am 5. Juli 2023 zugestimmt. Die Eintragung in das Handelsregister datiert vom 21. Juli 2023.

Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2022/23 wird daher an die Solenis Germany GmbH & Co. KG abgeführt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten betragen sämtlich jeweils bis zu einem Jahr.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die hierunter ausgewiesenen Beträge reflektieren Verbindlichkeiten aus bezogenen Leistungen aus der Tätigkeit eines Auftragsproduzenten.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.422 (Vorjahr TEUR 38) resultieren mit TEUR 1.853 (Vorjahr TEUR 0) aus der noch nicht vorgenommenen Ergebnisabführung gegenüber der Gesellschafterin betreffend das Geschäftsjahr 2022/23. Die übrigen Verbindlichkeiten resultieren wie im Vorjahr aus Lieferungen und Leistungen.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse betreffen neben Erlösen mit der Solenis Switzerland GmbH (TEUR 18.798; Vorjahr TEUR 11.705) auch Erlöse mit Dritten (TEUR 7.853; Vorjahr TEUR 14.610).

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung von TEUR 133 (Vorjahr TEUR 23).

Materialaufwand

Der Materialaufwand beinhaltet im Wesentlichen die Kosten der an die Solenis Switzerland GmbH verkauften Waren.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen insbesondere Betriebskosten und die Konzernumlagen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Verwaltungsgebühren enthalten, die an Olympus Water UK Holdings (TEUR 302) und Solenis Germany GmbH & Co. KG (TEUR 375) gezahlt wurden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten keine Fremdwährungsverluste (Vorjahr TEUR 109).

Zinserträge und -aufwendungen

Zinserträge und Zinsaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus verbundenen Unternehmen. Die konzerninternen Zinserträge beliefen sich auf TEUR 53 (Vorjahr TEUR 83) und die Zinsaufwendungen aus dem Intercompany-Pool-Darlehen beliefen sich auf TEUR 6 (Vorjahr TEUR 6).

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag fallen aufgrund der Organschaft nicht an. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag im Vorjahr betreffen die Auflösung aktiver latenter Steuern (TEUR 322).

Forderungen und Verbindlichkeiten aus Geschäften mit verbundenen Unterneh men

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu ihren Mutterunternehmen und verschiedenen anderen verbundenen Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten.

Eine Zusammenfassung aller Transaktionen mit verbundenen Unternehmen und der sich aus diesen Geschäftsbeziehungen ergebenden Forderungen und Verbindlichkeiten in TEUR ergibt sich wie folgt:

bzw. Stichtag 30.09.2023 Dienstleistungen
Geschäftsjahr 2022/23 Erbracht Erhalten Forderungen Verbindlichkeiten Gewinnzuweisung
Solenis Switzerland GmbH, Schaffhausen/Schweiz 18.798 2.170 144
Solenis Germany GmbH & Co KG, Krefeld 903 1.971 1.853
Solenis Netherlands B.V., Barendrecht/Niederlande 6.466
Olympus Water UK Holdings Ltd., London/UK 153
Solenis UK Industries, Bradford/Großbritannien 154
Total 18.978 - 9.539 2.422 1.853

5. Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Die Geschäftsführer der SCL im Berichtsjahr sowie bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses waren:

Cornelis Saarloos, Vice President Finance & Investor Relations Solenis LLC., Delaware/USA

Klaus Busam, Managing Director, Plant Manager Solenis Technologies Germany GmbH, Krefeld

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Geschäftsführer haben während des Geschäftsjahres keine Bezüge von der SCL GmbH erhalten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen / außerbilanzielle Geschäfte

Zwischen der SCL GmbH und der BASF SE besteht ein Vertrag über die Lohnfertigung mit einer nicht kündbaren Laufzeit bis 30. September 2025.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter 0 (Vorjahr 0).

Konzernverhältnisse

Das unmittelbare Mutterunternehmen und beherrschende Unternehmen zum 30. September 2023 ist die Solenis Germany GmbH & Co. KG, Krefeld.

Die Holdinggesellschaft, die an der Spitze des kleinsten und größten Konsolidierungskreis steht und in der die Ergebnisse der Unternehmensgruppe konsolidiert werden, ist die Solenis Holding Limited, gegründet in Großbritannien. Die konsolidierten Jahresabschlüsse von Solenis Holding Limited sind öffentlich im Companies House erhältlich und werden unter den Jahresabschlüssen der Solenis UK Industries (Firmennummer: 11543848) veröffentlicht.

Die oberste Muttergesellschaft und beherrschende Partei ist Olympus Water Holdings I, L.P., eine Gesellschaft mit Sitz in Grand Cayman, Kaimaninseln.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

Ergebnisverwendung

Mit der Solenis Germany GmbH & Co. KG, Krefeld, besteht ab dem Geschäftsjahr 2022/23 ein Ergebnisabführungsvertrag. Das Jahresergebnis ist somit an den Organträger abzuführen bzw. von diesem auszugleichen.

Hierdurch ist das Jahresergebnis in Höhe von Euro 1.852.544,57 an den Organträger abzuführen.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 262 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Krefeld, den 7. Januar 2025

SCL GmbH

Die Geschäftsführung

Klaus Busam

Cornelis Floor Saarloos

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.10.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
30.09.2023
EUR
Finanzanlagen
Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 1.600,00 0,00 0,00 1.600,00
1.600,00 0,00 0,00 1.600,00
Kumulierte Abschreibungen Buchwert
01.10.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
30.09.2023
EUR
30.09.2023
EUR
30.09.2022
EUR
Finanzanlagen
Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,00 0,00 0,00 0,00 1.600,00 1.600,00
0,00 0,00 0,00 0,00 1.600,00 1.600,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SCL GmbH, Krefeld

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SCL GmbH, Krefeld, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SCL GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 7. Januar 2025

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Ting Bracht, Wirtschaftsprüferin

ppa. Johanna Schwan, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 30.09.2023 wurde am 15.01.2025 festgestellt.

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