Stammdaten

Register
Amtsgericht Flensburg HRB 7993 FL
Eingetragen
8.2.2010
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen sowie die Übernahme der persönlichen Haftung und der Geschäftsführung bei Handelsgesellschaften, des weiteren Geschäftsbesorgungen für im Bereich der Erneuerbaren Energien tätige Gesellschaften.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ove Petersen
seit 8.2.2010
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

86647 Buttenwiesen
12.500 €
50.00%
25821 Reußenköge
12.500 €
50.00%

Beteiligungen

NameAnteil
MEURO zwei GmbHAufgelöst
100.00%
MEURO vier GmbHAufgelöst
100.00%
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GP JOULE GmbH

Reußenköge

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.559.530,47 836.537,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 369.533,76 317.942,77
2. technische Anlagen und Maschinen 618.424,53 469.022,43
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.322.667,56 1.603.906,66
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 74.224,41 299.165,88
3.384.850,26 2.690.037,74
III. Finanzanlagen 57.323.447,54 47.740.436,23
- davon Ausleihungen an verbundene Unternehmen EUR 52.914.055,19 (Vorjahr: EUR 42.348.951,60) -
62.267.828,27 51.267.011,47
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 23.775.926,38 21.445.002,24
- davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen EUR 12.847.219,09 (Vorjahr: EUR 15.565.191,77)
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.616.155,83 2.691.568,67
25.392.082,21 24.136.570,91
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.939.059,33 1.012.390,13
89.598.969,81 76.415.972,51

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 110.000,00 110.000,00
III. Gewinnvortrag 40.655.916,12 40.827.356,17
IV. Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) 2.853.302,29 -171.440,05
43.644.218,41 40.790.916,12
B. Rückstellungen 2.849.712,93 1.524.309,87
C. Verbindlichkeiten 42.959.982,35 34.100.746,52
- davon gegenüber Kreditinstituten EUR 19.550.072,54 (Vorjahr: EUR 25.500.000,00) -
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 15.117.438,98 (Vorjahr: EUR 285.670,18) -
D. Rechnungsabgrenzungsposten 145.056,12 0,00
89.598.969,81 76.415.972,51

Gewinn- und Verlustrechnung

2023 2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 25.039.877,65 19.386.144,07
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 9.989.270,03 9.869.921,79
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 2.837.601,01 - 12.826.871,04 1.243.795,11 - 11.113.716,90
- davon für Altersversorgung EUR 44.473,72 (Vorjahr: EUR 35.756,28) -
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen - 1.086.840,40 - 557.773,59
4. sonstige betriebliche Aufwendungen - 9.917.656,04 - 8.200.373,46
- davon aus der Währungsumrechnung EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 24,26) -
5. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 5.180.311,36 1.300.464,41
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 4.614.495,24 (Vorjahr: EUR 1.077.699,93) -
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 173.599,57 662.663,26
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 42.701,54 (Vorjahr: EUR 537.455,19) -
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen - 550.000,00 - 19.095,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 1.437.451,75 - 650.205,93
- davon an verbundene Unternehmen EUR 464.242,41 (Vorjahr: EUR 262.660,27) -
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 1.721.402,98 945.537,02
10. Ergebnis nach Steuern 2.853.566,37 -137.430,16
11. sonstige Steuern - 264,08 - 34.009,89
12. Jahresüberschuss ( Vorjahr: Jahresfehlbetrag) 2.853.302,29 -171.440,05

Anhang

A. Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB. Von den größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurde bei der Aufstellung des Jahresabschlusses Gebrauch gemacht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden zum Abschlussstichtag grundsätzlich einzeln bewertet.

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Ansatz- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

Zur besseren Darstellung werden die in der Bilanz zu vermerkenden Angaben zu den Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten in den Anhang aufgenommen.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über (gruppeneinheitliche) Nutzungsdauern von 3 bis 10 Jahren vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen wurde mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über die folgenden Nutzungsdauern vorgenommen:

Anlagengruppe Nutzungsdauer
Gebäude und bauliche Betriebsvorrichtungen 10 - 34 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 10 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 3 bis 19 Jahre

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Die Finanzanlagen wurden im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungskosten angesetzt und bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag bewertet. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots werden bis zu den ursprünglichen Anschaffungskosten vorgenommen, wenn die Gründe für die dauernde Wertminderung nicht mehr bestehen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 550 vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind - unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips - zum Nennbetrag angesetzt. Die Berücksichtigung des Niederstwertprinzips erfolgte für Einzelrisiken durch entsprechende Einzelwertberichtigungen. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde wegen des allgemeinen Zins- und Kreditrisikos eine Pauschalwertberichtigung vorgenommen.

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nominalwerten ausgewiesen.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet.

C. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Der als Anlage zum Anhang beigefügte Anlagenspiegel zeigt die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen enthalten in Höhe von TEUR 8.965 (Vorjahr: TEUR 7.400) Ausleihungen an Gesellschafter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 947 (Vorjahr: TEUR 4.294) enthalten.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalverpflichtungen (TEUR 1.470).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben die folgenden Restlaufzeiten:

Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit von mehr als einem Jahr davon Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren Gesamtbetrag
EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 17.009.016,90 2.541.055,64 0,00 19.550.072,54
(Vorjahr: 5.000.000,00 20.500.000,00 0,00 25.500.000,00)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.017.438,98 9.100.000,00 0,00 15.117.438,98
(Vorjahr: 285.670,18 0,00 0,00 285.670,18)
3. Übrige Verbindlichkeiten 8.292.470,83 0,00 0,00 8.292.470,83
(Vorjahr: 8.315.076,34 0,00 0,00 8.315.076,34)
31.318.926,71 11.641.055,64 0,00 42.959.982,35
13.600.746,52 20.500.000,00 0,00 34.100.746,52)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 12.050 durch Globalzession von Forderungen gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 138 (Vorjahr: TEUR 75) gegenüber Gesellschaftern.

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Im Rohergebnis sind Erlöse aus der Durchführung von Geschäftsbesorgungen für andere Unternehmen in Höhe von TEUR 18.465 enthalten.

E. Sonstige Angaben

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2.853.302,29 zusammen mit dem Gewinnvortrag von EUR 40.655.916,12 auf neue Rechnung vorzutragen.

Geschäftsführung und Vertretung

Geschäftsführer sind bzw. waren im Geschäftsjahr:

 

Herr Ove Petersen, CEO der GP JOULE-Unternehmensgruppe

 

Herr Heinrich Gärtner, CTO der GP JOULE-Unternehmensgruppe

 

Herr Jürgen Gerold, COO der GP JOULE-Unternehmensgruppe

Die Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Bezüge der Geschäftsführung belaufen sich auf insgesamt TEUR 1.800.

Die Gesellschaft führt unverzinsliche und jederzeit fällige Verrechnungskonten für Geschäftsführer, über die die Abrechnung der Firmenkreditkarten erfolgt. Zum Bilanzstichtag belaufen sich die hieraus resultierenden Forderungen auf insgesamt TEUR 228.

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt 2023 wurden 142 angestellte Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer) beschäftigt, die in folgenden Bereichen tätig waren:

Organisation / Entwicklung / Marketing / Digitalisierung (130), Projektierung (7) Verwaltung / Vertrieb (5).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 9.241, die aus Mietverträgen in Höhe von TEUR 8.111, aus Kfz-Leasingverträgen in Höhe von TEUR 712, aus Lizenzverträgen in Höhe von TEUR 408 und Abnahmeverpflichtungen in Höhe von TEUR 10 resultieren.

Konzernzugehörigkeit

Das Mutterunternehmen der Gesellschaft, das den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die GP JOULE Holding GmbH & Co. KG, Reußenköge.

 

Reußenköge, den 15. Mai 2024

gez. Ove Petersen, Geschäftsführer

gez. Heinrich Gärtner, Geschäftsführer

gez. Jürgen Gerold, Geschäftsführer

Feststellung des Jahresabschlusses:

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 der GP JOULE GmbH, Reußenköge, wurde am 15. Mai 2024 festgestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel)

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.391.189,98 1.002.688,56 0,00 0,00 2.393.878,54
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 349.581,45 85.834,46 0,00 0,00 435.415,91
2. technische Anlagen und Maschinen 665.218,83 217.866,66 0,00 0,00 883.085,49
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.001.553,34 1.198.256,21 0,00 224.941,47 6.424.751,02
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 299.165,88 0,00 0,00 -224.941,47 74.224,41
Summe II: 6.315.519,50 1.501.957,33 0,00 0,00 7.817.476,83
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 44.130.176,41 27.628.593,04 16.513.489,45 0,00 55.245.280,00
2. Übrige Finanzanlagen 5.502.484,63 50.000,00 1.032.092,28 0,00 4.520.392,35
Summe III: 49.632.661,04 27.678.593,04 17.545.581,73 0,00 59.765.672,35
Gesamt: 57.339.370,52 30.183.238,93 17.545.581,73 0,00 69.977.027,72
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 554.652,48 279.695,59 0,00 834.348,07
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 31.638,68 34.243,47 0,00 65.882,15
2. technische Anlagen und Maschinen 196.196,40 68.464,56 0,00 264.660,96
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.397.646,68 704.436,78 0,00 4.102.083,46
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe II: 3.625.481,76 807.144,81 0,00 4.432.626,57
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.781.224,81 550.000,00 0,00 2.331.224,81
2. Übrige Finanzanlagen 111.000,00 0,00 0,00 111.000,00
Summe III: 1.892.224,81 550.000,00 0,00 2.442.224,81
Gesamt: 6.072.359,05 1.636.840,40 0,00 7.709.199,45
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.559.530,47 836.537,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 369.533,76 317.942,77
2. technische Anlagen und Maschinen 618.424,53 469.022,43
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.322.667,56 1.603.906,66
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 74.224,41 299.165,88
Summe II: 3.384.850,26 2.690.037,74
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 52.914.055,19 42.348.951,60
2. Übrige Finanzanlagen 4.409.392,35 5.391.484,63
Summe III: 57.323.447,54 47.740.436,23
Gesamt: 62.267.828,27 51.267.011,47

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

der GP JOULE GmbH

A. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die GP JOULE GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der GP JOULE Holding GmbH & Co. KG (GP JOULE Holding) und fungiert in der GP JOULE Gruppe (im Folgenden auch GP JOULE) als operative Management- und Dienstleistungsgesellschaft, deren Aufgabe die Umsetzung und Erreichung der von den Gesellschaftern gesteckten Strategie unter Berücksichtigung der Vision und Mission ist. Zu unseren Leistungen gehören u.a. die gruppenübergreifende Planung, Unternehmensfinanzierung und das Managen der Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen der Gruppe. Gleichbedeutend ist die nationale und internationale Steuerung und Koordinierung der Vertriebs- und Business-Development-Aktivitäten sowie der Administrations- und Stabsfunktionen in der GP JOULE Gruppe.

Die GP JOULE-Gruppe ist seit mehr als 15 Jahren in der Entwicklung, dem Bau und der Vermarktung von Windenergie- und Photovoltaik-, sowie Sektorenkopplungsprojekten aktiv und hat bis dato Erneuerbare Energien-Projekte mit einer Leistung von über 1 GW projektiert und/oder gebaut. Sukzessive hat sich GP JOULE von einem reinen Projektentwickler hin zu einem integrierten Erneuerbare Energien-Konzern entwickelt. Neben der Entwicklung und dem Bau von erneuerbaren Erzeugungskapazitäten und der Übernahme von Servicedienstleistungen für den Betrieb ist GP JOULE auch Lösungsanbieter und Umsetzungspartner für integrierte Wärme- und Mobilitätskonzepte basierend auf Erneuerbaren Energien - inkl. Wasserstoff. Die Gruppe ist in Deutschland sowie in ausgewählten europäischen Auslandsmärkten und in Nordamerika tätig.

II. Strategie und Ziele der GP JOULE Gruppe

Die Gründer von GP JOULE, Heinrich Gärtner und Ove Petersen, haben ihren familiären und beruflichen Hintergrund in der Landwirtschaft. Der Nachhaltigkeitsgedanke ist integraler Bestandteil der GP JOULE-Strategie geworden. Das spiegelt sich in der Mission der GP JOULE Gruppe wider, innovative, erneuerbare und universelle, d.h. sektorenübergreifende Energielösungen zu entwickeln und zu verkaufen.

Unter der GP JOULE Holding werden die operativen Gesellschaften in zehn eigenständig agierenden Business Units mit Gesellschaften in eigener Rechtsform und eigenen Geschäftsführern geführt. Dadurch wird die Agilität innerhalb der einzelnen Units gesteigert und die Differenzierbarkeit am Markt verbessert.

III. Einbindung in den Konzern der GP JOULE Holding

Die GP JOULE GmbH ist von der GP JOULE Holding mit dem Management ihrer Beteiligungen beauftragt worden. In dieser Rolle ist die GP JOULE GmbH verantwortlich für die Umsetzung und Erreichung der von den Gesellschaftern gesteckten strategischen Ziele und somit auch für das Herunterbrechen der Ziele auf die Einzelgesellschaften und Business Units.

Sie verantwortet das Controlling, Risikomanagement und Reporting, das Managen der Zusammenarbeit aller beteiligten Business Units, das Anbieten von Business Services für die Business Units sowie das übergeordnete Business Development.

Die GP JOULE GmbH verwaltet die Markenrechte, übernimmt das übergeordnete Gruppen-Marketing und die Bereiche Public Affairs, interne Kommunikation und das Personalwesen. Die GP JOULE GmbH ist zudem für das zentrale Finanzmanagement verantwortlich. Es ist gegliedert in die Bereiche Rechnungswesen, Controlling, Treasury und Unternehmensfinanzierung.

IV. Unternehmenssteuerung

Die Business Units der GP JOULE Gruppe und damit in der Summe die gesamte GP JOULE Gruppe, werden durch die GP JOULE GmbH im Controlling über deren jeweilige Budgets geplant und durch die laufende Analyse von Plan/Ist-Abweichungen gesteuert.

Die Verantwortlichen stützen sich dabei auf eine breite und langjährige politische Arbeit und die Marktkenntnis in kaufmännischen und auch technischen Belangen. Eine schlanke Unternehmensorganisation und kurze Entscheidungswege stellen eine schnelle Reaktion sicher.

Die Profitabilität der einzelnen Business Units und der GP JOULE Gruppe ergibt sich vor allem aus den umgesetzten Projekten und Dienstleistungen. Hierbei sind sowohl bei den Business Units als auch bei der GP JOULE GmbH die Gesamtleistung (Umsatz zzgl. Bestandsveränderungen und sonstigen betrieblichen Erträgen) sowie das Ergebnis vor Steuern die zentralen Steuerungsgrößen. Da GP JOULE als inhabergeführtes Unternehmen bisher weitgehend unabhängig von äußeren wirtschaftlichen Interessen agiert hat, können wir uns bei unseren Prognosen auf diese Steuerungsgrößen konzentrieren.

Darüber hinaus haben weitere Kennziffern Bedeutung für die GP JOULE GmbH und die GP JOULE Gruppe, z.B. solche im Rahmen von bestehenden Vereinbarungen mit finanzierenden Banken.

B. Wirtschaftsbericht

a. Entwicklung der Branche

Der Energiemarkt in Deutschland kann in drei große Teilbereiche bzw. Sektoren gegliedert werden. Neben dem Markt für Strom gibt es den Markt für Gas/Wärme und den für Mobilität bzw. Treibstoff. Diese drei Märkte sind gleichsam die wesentlichen Energiesektoren im Kontext der für die Energiewende insgesamt maßgeblichen Sektorenkopplung.

Die Kunden in diesen Märkten verteilen sich auf Endverbraucher bzw. Haushalte (B2C), die kleinen und mittleren Unternehmen (B2B) sowie auf die energieintensive Industrie (B2B). Insbesondere Letztgenannten kommt mit ihren Privilegien und aufgrund ihrer energiesystemischen und wirtschaftspolitischen Bedeutung im gesamten Energiesystem eine herausragende Rolle zu.

Der Markt der Erneuerbaren Energien (EE) mit der Erzeugung von Strom aus Solar-, Wind- und Biomasseenergie ist in den vergangenen zwei Dekaden stärker gewachsen, als die Märkte für grüne Wärme oder grüne Kraftstoffe. Im Jahr 2023 lag der Anteil erneuerbaren Stroms an der Netzlast bei 55,0 %. 1 Während sich der Anteil der Erneuerbaren im Stromsektor damit seit den frühen 2000er Jahren von unter zehn auf über 50%entwickelt hat, liegt er im Bereich Wärme nach wie vor unter 20 % und im Verkehr unter 10 %. 2 Es wurde zwar in erster Linie Strom mit den EE-Erzeugungsanlagen produziert und dieser auf dem Strommarkt vermarktet, die Preisbildung kam jedoch aus dem EEG als Marktanreiz- und Technologieförderung. Gleichzeitig kommt es zu einer zunehmenden Dezentralisierung der einstmals zentralen Energieerzeugung im Stromsektor, statt großer Kraftwerke werden vielerorts zunehmend von Privatbesitzern kleinere Kraftwerke errichtet. Das bedingt erhebliche Veränderungen am Stromnetz, das neben den dezentralen Verbrauchern jetzt auch auf viele dezentrale Erzeuger abzustimmen ist und Stromflüsse koordiniert werden müssen. Dieser Paradigmenwechsel macht es zwingend erforderlich, das Energiesystem im Ganzen zu betrachten und dabei alle Energiesektoren miteinander zu verbinden (Sektorenkopplung), um die kapazitiven Synergien der Netze und Speicher zu heben.

Der Erzeugung von Wasserstoff mit Elektrolyseuren aus EE-Strom kommt in diesem Kontext eine wesentliche Rolle zu. Große Mengen an EE-Strom können damit aus den überlastetenNetzen entnommen, in Form von Wasserstoffgas und Wärme gespeichert und weiter veredelt werden, um danach bedarfskonform beispielsweise dem Mobilitäts- und Wärmesektor zugeführt zu werden. Daraus ergeben sich, neben den netzdienlichen Effekten, neue Markt- und nachhaltige Geschäftsmodelle für den förderfreien Betrieb von (neuen und alten) EE-Erzeugungsanlagen. Die dezentrale Erzeugung und Nutzung von Wasserstoff steht dabei de facto nicht im Wettbewerb zu potenziell importiertem Wasserstoff aus großindustrieller Produktion, sondern ist aufgrund der Prozess- und Kosteneffizienz ein Bestandteil für ein Zero-Carbon-Szenario. 1

Zunehmende Bedeutung im Rahmen der Dekarbonisierung erfährt ebenfalls der Wärmesektor. Mehr als die Hälfte des gesamten deutschen Endenergieverbrauchs entfällt auf die Wärme. 3 Der Schlüssel zum Erfolg liegt auch hier in der Sektorenkopplung dezentraler Systeme. So lässt sich der Wärmebedarf von Haushalten beispielsweise durch Wärmepumpen oder den Anschluss ans Wärmenetz dekarbonisieren. In den Wärmenetzen können vielfältige Wärmequellen genutzt werden, wie bspw. gezielte Wärmeerzeugung in Großwärmepumpen auf Basis erneuerbarer Energien oder Abwärme aus industriellen Prozessen oder der Wasserstofferzeugung. Die Wärmemengen, die die Industrie benötigt, lassen sich bspw. aus der Abwärme von BHKWs, die mit grünem Erdgas betrieben werden, oder durch Abwärme aus anderen Umwandlungsprozessen, wie der Elektrolyse, bereitstellen, zudem aus Solar- und geothermische Anlagen, aus Hochtemperatur- Wärmepumpen, Power-to-Heat-Technologien wie Elektrodenkessel, Induktionsöfen und Elektrolichtbogenöfen oder weitere elektrothermische Verfahren (wie Hochfrequenzerwärmung, Infraroterwärmung). 4

Gleichzeitig gilt es, die Energieverbraucher über alle Sektoren hinweg in ihrem Verhalten auf die volatilen EE auszurichten und die Flexibilisierung des Stromversorgungssystems zu verbessern. 5 Mit steigender Nachfrage und dem weiteren Ausbau von EE werden sich zunehmend Produkte und Dienstleistungen rund um die technische bzw. digitale Steuerung von Verbrauchern etablieren, um den Bedarf mit der Erzeugungs- und Infrastrukturseite zu harmonisieren - schon alleine aufgrund neuer gesetzlicher Vorgaben, die ab 2025 alle Stromanbieter verpflichtet Kund:innen mit intelligenten Messsystemen auszustatten und variable oder dynamische Tarife anzubieten sowie dem Abschluss des SmartM eter-Rollouts bis 2032. 6

1 Quelle: BNetzA (2024): Bundesnetzagentur veröffentlicht Daten zum Strommarkt 2023
2 Quelle: UBA (2023): Erneuerbare Energien in Zahlen

3 Quelle: Umweltbundesamt (2024): Energieverbrauch für fossile und erneuerbare Wärme
4 Quelle: NRW.ENERGY4CLIM AT (2024): Klimaneutrale Prozesswärme
5 Vgl. BNetzA (2017): Flexibilität im Stromversorgungssystem. Bestandsaufnahme, Hemmnisse und Ansätze zur verbesserten Erschließung von Flexibilität (link)
6 Quelle: BNetzA: Neue Regelungen für die Digitalisierung der Energiewende (link)

Marktstatus und -potenziale im Stromsektor

Die Kosten der Energieerzeugung von EE liegen heute bereits unter denen sämtlicher konventioneller fossiler sowie auch nuklearer Energieerzeugungsanlagen: Solar und Windenergieanlagen an Land können zu Kosten von zwei bis sechs bzw. vier bis acht ct/kWh Strom erzeugen. Erdgas- (8-13 ct/kWh), Braunkohle- (10-15 ct/kWh), Steinkohle- (11-20 ct/kwH) undAtomkraftwerke (10-15 ct/kWh) liegen alle darüber. 7 Durch den in Zukunft steigenden C02-Preis wird dieser Kostenvorteil weiter anwachsen und die konventionelle Energieerzeugung verdrängt werden. Die limitierenden Faktoren für den Ausbau der EE sind, neben den regulatorischen Rahmenbedingungen, die Knappheit genehmigungsfähiger Grundstücke und Flächen. In ganz Deutschland sind für die Windenergienutzung Regionalpläne in den einzelnen Bundesländern maßgeblich dafür, auf welchen Flächen Windkraftanlagen (WKA) errichtet werden dürfen. Für die Photovoltaik (PV)-Freiflächen besteht in dieser Hinsicht keine Beschränkung und damit mehr Freiraum in der Flächenauswahl. Andererseits ist die Vergütung dieser PV-Anlagen nach dem EEG an Flächenkriterien gebunden, was diesbezüglich zu Einschränkungen führt. Die steigende Nachfrage nach EE-Strom hat allerdings schon heute dazu geführt, dass PV-Anlagen auch jenseits des EEG wirtschaftlich betrieben werden können, indem der Strom direkt über mittel- bis langfristige Stromlieferverträge (PPA (Power Purchase Agreements)) an im Wesentlichen industrielle Verbraucher verkauft wird.

Auf der Netzebene, die heute noch vielfach der begrenzende Faktor beim Ausbau der EE ist, wird zum einen die weitere internationale Vernetzung im europäischen Verbund dazu führen, dass erzeugungsseitige Volatilitäten besser abgefedert werden können. Gleichzeitig führt die zunehmende intelligente Integration und Vernetzung des Stromsektors mit den übrigen Energiesektoren zur Netzengpassreduktion und auch durch den Kohle- und Kernenergieausstieg werden sukzessive Netzkapazitäten frei.

1 Im Kontext von importiertem H2 ist überdies zu berücksichtigen, dass ein grenzüberschreitender Handel mit H2 de facto nur über ein noch nicht existierendes europäisches H2-Netz ökonomisch sinnvoll darstellbar sein wird. Der nicht netzgebundene Transport über weite Strecken ist nach Untersuchungen von Afry Management Consultants rund zehnmal teurer als der über eine Netzinfrastruktur.
7 Quelle: Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestags (2022): Gestehungskosten von Strom im Vergleich (link)

Marktstatus und -potenziale im Wärmesektor

Das Potenzial an Energiekonzepten mit Wärme- und Wasserstoffinfrastruktur ist enorm in Deutschland. Der Wärmesektor ist für fast 40 % der C02-Emissionen verantwortlich 8. Mit diversen Fördermechanismen wird von Seiten des Bundes bereits seit Jahren versucht, die Verringerung der Emissionen zu unterstützen. Auf kommunaler Ebene, wo die Verantwortung für eine nachhaltige Versorgung unmittelbar verankert ist, liegt es nahe und ist auch als klarer Trend zu erkennen, dass Gemeinden/Kommunen u.ä. wieder stärker an der Wertschöpfung der regionalen Energieerzeugung bzw. - verteilung partizipieren möchte - nicht zuletzt auch aufgrund der im Jahr 2023 eingeführten bundesweiten gesetzlichen Verpflichtung zur Kommunalen Wärmeplanung, die ab 1.1.2024 beginnt. Da das Know-how für entsprechende Konzepte und auch deren Umsetzung in Projekten größtenteils nicht durch die Kommune abgedeckt werden kann, werden zusammen mit Unternehmen aus dem EE-Bereich sog. Public Private Partnerships (PPP) gegründet. Insbesondere im Wärmesektor steigt die Nachfrage nach Expertise für die technische und kaufmännische Planung und für den Betrieb solcher Infrastrukturprojekte.

Marktstatus und -potenziale im Bereich Mobilität 2

Der Markt rund um die Mobilität steht gegenwärtig vor zwei großen Herausforderungen. Zum einen muss die Aufgabe gelöst werden, die CO 2 -Emissionen im Verkehrssektor zu reduzieren bzw. auf lange Frist völlig zu vermeiden. Zum anderen werden sich die Anforderungen an Mobilität im Individual- und öffentlichen Nahverkehr grundlegend ändern.

Die Reduktion von CO 2 in der Mobilität wird überwiegend durch die Einführung der Elektromobilität erfolgen, wobei der Strom dabei aus der EE-Erzeugung stammen muss. Die erforderliche Reduktion wird durch den Einsatz von Batterie- und Wasserstofffahrzeugen, wie sie für den Individualverkehr teilweise schon heute angeboten werden, und ergänzt um wasserstoffbasierte Antriebe im Schwerlast- und Schienenverkehr in den nächsten Jahren erreicht werden. Für diese beiden Alternativen müssen allerdings neue Infrastrukturen mit Strom-Ladesäulen und Wasserstofftankstellen errichtet werden, für die es heute noch keine ausreichenden Kapazitäten auf Seiten der Dienstleister und Planungsbüros gibt. Aus Produktion und Logistik von bzw. mit Wasserstoff entwickeln sich weitere Dienstleitungen sowie Produktions- und Verarbeitungsprozesse, die die Wertschöpfungskette der EE weiter ausdehnen. Zusätzlich ergeben sich insbesondere in der batteriebasierten Elektromobilität eine Vielzahl von digitalen Services, die sich vom Lastmanagement der Ladesäulen bis hin zum Roaming-Angebot für Ladekarten erstrecken und unter anderem die Kommunikation vom Fahrzeug zum Netz (Vehicle to Grid) oder von der Photovoltaikanlage zum Fahrzeug übernehmen werden.

Ähnlich wie im Wärmesektor ist auch im Bereich Wasserstoff festzustellen, dass sich zunehmend Kooperationen zwischen EE-Erzeugern, technischen und kaufmännischen Projektierern, Kommunen und Verkehrsbetrieben bilden, die neue Infrastruktur für eine nachhaltige Wasserstoffmobilität entwickeln und bereitstellen wollen.

Um den Mobilitätsanforderungen der Zukunft gerecht zu werden, müssen neue Konzepte entwickelt werden. Hierbei wird ein Schwerpunkt die Bereitstellung von einer smarten Sharing- und Pooling-Mobilität sein, die sich von der Micromobilität (Bikes/Skooter) über Autos bis hin zu Bussen und zusätzlichen öffentlichen Verkehrsangeboten erstreckt. Schon heute finden wir solche Angebote in Großstädten, überwiegend aber sehr unabgestimmt aufeinander. Wirklich neue Mobilitätskonzepte findet man heute bereits im Kontext der Entstehung neuer oder der Anpassung vorhandener Wohnquartieren.

https://www.isi.fraunhofer.de/content/dam/isi/dokumente/cce/2017/GP_JOULE-Machbarkeitsstudie_Akzeptanz-durch-Wertschoepfung.pdf

2 Siehe hierzu auch: Nationale Plattform Zukunft der Mobilität; Fortschrittsbericht 2020; Berlin, Dezember 2020
8 Quelle: BDEW (2021): Wärmewende (link)

b. Geschäftsentwicklung

Das Geschäftsjahr 2023 der GP JOULE Gruppe war einerseits - wie auch die Vorjahre - von bundes- und kommunalpolitischen Rahmenbedingungen und andererseits von der Projektarbeit bestimmt.

Die Geschäftsentwicklung der Business Units der GP JOULE hat auch direkten Einfluss auf die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2023 der GP JOULE GmbH.

Die Umsatzerlöse konnten in 2023 aufgrund des gestiegenen Bedarfes an Dienstleistungen für die Business Units gegenüber dem Vorjahr um 28% auf TEUR 24.469 gesteigert werden. Die Gesamtleistung stieg auf TEUR 25.040 .

Damit wurde die Prognose des Vorjahres, dass die Umsatzerlöse und die Gesamtleistung leicht steigen werden, erfüllt.

Zur Erfüllung gestiegener Anforderungen der weiter wachsenden GP JOULE Gruppe wurden im Laufe des Jahres neue Mitarbeiter eingestellt. Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl ist daher im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Im Durchschnitt wurden 2023 142 Mitarbeiter in der GP JOULE GmbH beschäftigt (ohne GF). Zum Jahresende belief sich die Mitarbeiteranzahl auf 157 (inklusive 3 GF). Im Vorjahr belief sich die Anzahl der Mitarbeiter im Durchschnitt auf 131. Damit ist die Prognose eines moderat wachsenden Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr 2023 erfüllt.

Trotz gestiegener Personalkosten und sonstiger betrieblicher Aufwendungen konnte aufgrund eines deutlich erhöhten Finanzergebnisses ein positives Ergebnis vor Ertragssteuern von TEUR 4.574 erwirtschaftet werden. Das im Vorjahr prognostizierte leicht steigende Ergebnis vor Steuern wurde damit deutlich übertroffen.

Insgesamt ist das Geschäftsjahr 2023 für die GP JOULE GmbH zufriedenstellend verlaufen.

c. Ertragslage

Umsatz

Die Umsatzerlöse erhöhten sich deutlich aufgrund gestiegener Dienstleistungen aus gruppeninterner Geschäftsbesorgung von TEUR 19.161 im Geschäftsjahr 2022 auf TEUR 24.469 im Geschäftsjahr 2023.

Umsatzvergleich 2022/2023

Erlöse TEUR 2023 2022
Geschäftsbesorgung 18.465 10.233
Sonstige Erlöse 6.004 8.928
Summe TEUR 24.469 19.161

Betrieblicher Aufwand

Parallel zum Umsatzanstieg erhöhte sich der Personalaufwand auf TEUR 12.827 (Vorjahr TEUR 11.113). Ursächlich für diesen weiteren Anstieg ist eine Erhöhung der Mitarbeiterzahl, um den gestiegenen Bedarf der Business Units (aus deren eigenem Wachstum) an Dienstleistungen zu decken, sowie der Ausweis der Unternehmensevent im Bereich ,Soziale Abgaben'.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 9.918 (VJ: TEUR 8.200) und liegen damit über Vorjahresniveau. Dieser Anstieg ist auf die Anmietung weiterer Büroflächen, Fremdleistungen sowie Aufwendungen für Lizenzen zurückzuführen.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich um TEUR 2.073 auf TEUR 3.367 verbessert. Der Grund für diese Steigerung ggü. dem Vorjahr liegt am erhöhten Refinanzierungszinssatz der GP JOULE Gruppe, der an die Business Units inkl, Aufschlag weitergegeben wird.

Geschäftsergebnis (Ergebnis vor Ertragsteuern) 2023/2022

Das Ergebnis vor Steuern konnte im Geschäftsjahr 2023 aufgrund der vorstehend beschriebenen Gründe und Ursachen im Verhältnis zum Vorjahr nochmals gesteigert werden. Das Geschäftsjahr 2023 endet mit einem Ergebnis vor Ertragsteuern von TEUR 4.574 und einem Jahresergebnis nach Steuern von TEUR 2.853.

Steueraufwand

Die Steuerlast ohne Sonstige Steuern hat sich aufgrund der Auswirkungen aus dem gesteigerten Finanzergebnis auf TEUR 1.721 (Vorjahr TEUR 946) erhöht.

d. Finanzlage

Das wichtigste Ziel der Finanzpolitik der GP JOULE GmbH ist es, die Finanzkraft der GP JOULE Gruppe sicherzustellen und zu stärken. Im Mittelpunkt steht dabei die Aufgabe, den Finanzbedarf des operativen Geschäfts sowie für Investitionen zu decken.

Der GP JOULE Gruppe stehen interne und externe Finanzierungsquellen zur Verfügung. Der Cashflow aus operativer Tätigkeit, ergänzt um die Effekte aus veräußerten Projekten, ist der wesentliche Bereich der internen Finanzierung.

Der Finanzmittelfonds hat sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt verändert:

Cashflow TEUR 2023 2022
aus laufender Tätigkeit -1.019 4.489
aus Investitionstätigkeit -7.284 3.606
aus Finanzierungstätigkeit 7.228 9.650
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1.616 2.692

Zur Unternehmensfinanzierung besteht darüber hinaus (i) ein Konsortialkreditvertrag mit der Sparkasse Schwaben-Bodensee, der Sparkasse Donauwörth und der Kreissparkasse Esslingen. Dieser Konsortialkreditvertrag hat eine vertragsgemäße Laufzeit bis September 2025 sowie (ii) ein Darlehen der Sparkasse Schwaben-Bodensee und der KfW, welches in 2020 aufgenommen wurde mit einer beginnenden Tilgung in 2021 und einer Laufzeit von insgesamt 5 Jahren sowie (iii) ein Gesellschafterdarlehen der Lehmann Holding GmbH. Die GP JOULE GmbH hat in ihrer Funktion als Managementgesellschaft der Unternehmensgruppe die Unternehmensfinanzierung nachhaltig strukturiert. Derzeit sind keine weiteren Finanzierungsmaßnahmen geplant.

Weiterhin bestehen bei der verschiedenen Kautionsversicherern (z.B. Zürich Insurance Group, Tryg Garantie, VHV-Versicherung und der R+V Versicherungen) Aval- Linien für die Stellung von Mängelgewährleistungs-, Vertragserfüllungs- und Anzahlungsbürgschaften. Es liegen dem Geschäft angemessene Rahmen vor, die zum 31.12.2023 mit ca. 27 % in Anspruch genommen sind.

Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit hder Lage, ihre Verbindlichkeiten zu bedienen.

e. Vermögenslage und Kapitalstruktur

1. Bilanzsumme

Die Bilanzsumme erhöht sich zum 31. Dezember 2023 von TEUR 76.415 im Vorjahr auf TEUR 89.599. Insbesondere resultiert der Anstieg der Bilanzsumme aus den gestiegenen Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie der Erhöhung der Forderungen aus Lieferung und Leistungen aus Geschäftsbesorgung. Die liquiden Mittel betrugen zum 31. Dezember 2023 TEUR 1.616.

II. langfristige Vermögenswerte

Die Finanzanlagen erhöhen sich durch gestiegene Ausleihungen an verbundene Unternehmen auf TEUR 57.323. Der Anstieg ist insbesondere auf den laufenden Kapitalbedarf der Business Units im Rahmen der Wachstumsstrategie zurückzuführen. Der Zuwachs im Bereich der immateriellen Vermögensgegenständen resultiert aus dem Erwerb von Software (vor allem DataHUB).

III. Kurzfristige Vermögenswerte

Im Vergleich zum Vorjahr erhöht sich das Umlaufvermögen leicht auf TEUR 25.392. Die leichte Steigerung ist auf den Anstieg von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. In den sonstigen Vermögensgegenständen wird vor allem eine gruppeninterne Forderung aus dem Verkauf von Darlehen in Höhe von TEUR 1.814 ausgewiesen.

IV. Eigenkapital

Das Eigenkapital beträgt unter Berücksichtigung des Jahresergebnisses 2023 TEUR 43.644 (Vorjahr: TEUR 40.791). Die Eigenkapitalquote beträgt damit zum 31. Dezember 2023 48,7% (Vorjahr: 53,4%). Die leichte Reduzierung der Eigenkapitalquote ist auf die im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Bilanzsumme zurückzuführen.

V. Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Der Anstieg der Rückstellungen ist insbesondere auf eine Erhöhung der Rückstellungen für Steuern zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierten sich auf TEUR 19.550 (Vorjahr: TEUR 25.500), was im Wesentlichen auf die laufende Tilgung des KfW- Darlehens zurückzuführen ist.

C. Risiken/ Chancen/ Prognose

a. Risiken

Zur Beherrschung der Risiken hat die Gesellschaft ein Riskomanagementsystem etabliert. Das Risikomanagementsystem der GP JOULE Gruppe besteht aus dem bereichsspezifischen Risikomanagement auf Projektebene (z.B. Verschiebungen) und der gruppenweiten Risikoorientierung (z.B. Änderungen politischer Rahmenbedingungen) unter enger Zusammenarbeit mit der Unternehmensführung.

Das Risikomanagement der GP JOULE GmbH hat das Ziel, Chancen und Risiken so früh wie möglich zu erkennen, sie angemessen zu bewerten und gegebenenfalls durch geeignete Maßnahmen zu korrigieren. Das Risikomanagement ist ein wichtiger Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse.

Das Chancen- und Risikomanagement ist dabei fest in der Unternehmenssteuerung verankert. Die Geschäftsführer und die Leiter der Business Units sind dafür verantwortlich, Chancen und Risiken schnellstmöglich zu erkennen und einzuordnen. Im Fokus stehen dabei Politik- und Marktveränderungen, um auf diese schnell und angemessen mit den richtigen Maßnahmen und den notwendigen Schritten agieren und reagieren zu können.

Die GP JOULE Gruppe ist durch die verfolgten Projekte im Bereich der Erneuerbaren Energien regelmäßig Chancen und Risiken ausgesetzt, die sich positiv wie negativ auf die Vermögenswerte, das Ergebnis und die Liquidität der GP JOULE Gruppe und damit mittelbar auf die Gesellschaft auswirken können.

Zum einen besteht ein Risiko aus der Funktion als Finanzierungsgesellschaft der GP JOULE Gruppe durch die Verfehlung der im Rahmen der Finanzierung vereinbarten Covenantskriterien durch der GP JOULE Gruppe oder einen Zahlungsausfall von gewährten Darlehen an z.B. eine Business Unit.

Konkrete Risiken ergeben sich für die Gesellschaft zum anderen aus der notwendigen Rekrutierung von qualifizierten Mitarbeitern für die Durchführung von Projekten in den Business Units und der Erbringung der Geschäftsbesorgung. Die Rekrutierung von qualifizierten Mitarbeitern ist notwendig, für die zeitgerechte und wirtschaftliche Umsetzung in der notwendigen Anzahl von Projekten in den Business Units. Bisher hat es im Rahmen dieser Rekrutierung keine Schwierigkeiten gegeben. Dies ist u.a. durch neue Betriebsstätten (z.B. Hamburg, Augsburg) sowie der Möglichkeit des flexiblen Arbeitens bedingt.

Die GP JOULE GmbH hat in ihrer Funktion als Managementgesellschaft der Unternehmensgruppe die Unternehmensfinanzierung durch Abschluss von mittelfristigen Kreditverträgen strukturiert.

Die Kreditverträge dienen der Finanzierung von laufenden Projekten, dem Ankauf weiterer Projekte und der allgemeinen Unternehmensfinanzierung. Die dafür vertraglich vereinbarten Financial-Covenants wurden bislang eingehalten. Die aktuelle Planung sieht vor, dass die Covenants auch in Zukunft eingehalten werden.

Weitere Risiken bestehen in der Inflation und Lieferverzögerungen auch im Zuge des Ukraine- Krieges seitens Lieferanten. GP JOULE beobachtet laufend die Entwicklungen der Branche sowie die Marktveränderungen und ist daher in der Lage, ihre Strategie auf geänderte Marktsituationen anzupassen.

Aber auch die strategische, ebenfalls sektorübergreifende Aufstellung des Unternehmens reflektiert in Bezug auf geschäftsimmanente Risiken und Volatilitäten sowie auf politische Imponderabilien den Nachhaltigkeitsgedanken der Gründer. Durch die technologische und geografische Ausrichtung des Unternehmens wird eine Risikodiversifikation erreicht, die stabilisierend auf Umsatz, Ertrag und Liquidität wirkt.

Darüber hinaus hat sich GP JOULE über die Jahre hinweg mit strategischen Partnern verstärkt und diese Partnerschaften über gemeinsame Projekte und gesellschaftsrechtliche Verbindungen gefestigt.

Aus Sicht der GP JOULE GmbH sind derzeit keine konkreten Risiken zu erkennen, die den Fortbestand der GP JOULE GmbH oder GP JOULE Gruppe in absehbarer Zukunft gefährden.

b. Chancen

Die Branche steht weiterhin unter dem Einfluss der politischen Rahmenbedingungen. Positiv wirken die freien Energiemärkte im Auslandsgeschäft, die nun auch in Deutschland die Realisierungschancen einzelner Projekte erhöhen können. Die Begründung für die steigenden Perspektiven basiert in erster Linie auf stetig fallenden Erzeugungskosten der erneuerbaren Energien und auf der Entwicklung von der reinen Stromvermarktung in die Wärme bis hin zur Wasserstoffvermarktung aus Erneuerbaren Energien in die Mobilität und Industrie.

Die in 2021 gewählte Bundesregierung und die aktuellen Weltpolitischen Ereignisse unterstreichen die Wichtigkeit des Ausbaus der Erneuerbaren Energien. Ein beschleunigtes Wachstum wird erwartet.

Die GP JOULE Gruppe verfügt mit ihren Stamm-Geschäftsbereichen PV, Wind und Wärme neben dem Wachstumsbereich der Sektorenkopplung, Wasserstoff- und Mobilitätstechnologien und -konzepte sowie ihrer langjährigen Projekterfahrung, ihrer Diversifikation, ihren erfahrenen Mitarbeitern und ihren langjährigen partnerschaftlichen Beziehungen mit Planern für gemeinsame Projekte, mit Banken für die Projektfinanzierung und Investoren, die Projekte der GP JOULE Gruppe erwerben, über eine gute Marktposition, die auch in Zukunft dafür verantwortlich sein wird, dass das Unternehmen langfristig erfolgreich bleibt.

In den vergangenen Jahren ist eine nachhaltige Internationalisierung der GP JOULE Gruppe mit Augenmaß erfolgt. Wir gehen davon aus, dass die Internationalität (z.B. Italien, Frankreich und Irland) des Geschäfts und die Präsenz der institutionellen Anleger und Energieversorger im Bereich der regenerativen Energien wie schon in der jüngeren Vergangenheit weiter zunehmen wird und neben dem wichtigen Markt Deutschland die verschiedenen internationalen Märkte einen größeren Beitrag zum Umsatz und Ergebnis der GP JOULE Gruppe und über die Geschäftsbesorgung auch der GP JOULE GmbH leisten werden.

c. Prognose

Die GP JOULE GmbH als Management und Dienstleistungsgesellschaft der Gruppe baut auf die zukunfts- und wachstumsträchtige Branche der Erneuerbaren Energien und erwartet ein kontinuierlich gutes Ergebnis aus der Geschäftsbesorgungstätigkeit.

Für 2024 ist die Geschäftsbesorgung der Gruppe die wesentliche und gesetzte Geschäftsgrundlage. Es wird erwartet, dass die Umsatzerlöse und damit die Gesamtleistung aufgrund der wachsenden Bedarfe aus den Business Units, resultierend aus dem Wachstum dieser, die von der GP JOULE GmbH angebotenen Services entsprechend weiter leicht steigen werden.

Die Mitarbeiterzahl und die sonstigen Aufwendungen der GP JOULE GmbH werden ggfs. moderat wachsen, um den steigenden Bedarf decken zu können. In Summe wird ein leicht steigendes positives Ergebnis vor Steuern aus der originären Management- und Dienstleistungstätigkeit der GP JOULE GmbH erwartet. Dieses wird aus der Verrechnung über die Geschäftsbesorgungsverträge an die Business Units erwirtschaftet.

Die Prognose der GP JOULE GmbH für das Jahr 2024 basiert hierbei auf der Budgetplanung der Business Units der GP JOULE-Gruppe hinsichtlich der Inanspruchnahme von Leistungen der GP JOULE GmbH, der Markteinschätzung des Managements und dem Auftragsbestand der Business Units.

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Nachfolgender Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss (ohne Offenlegungserleichterungen) sowie auf den Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 der GP JOULE GmbH, Reußenköge.

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die GP JOULE GmbH, Reußenköge

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der GP JOULE GmbH, Reußenköge - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GP JOULE GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese

Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Flensburg, 15. Mai 2024

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Bundtzen, Wirtschaftsprüfer

gez. Marquardsen, Wirtschaftsprüfer

Protokoll der Gesellschafterversammlung vom 15. Mai 2024

der GP JOULE GmbH

HRB 7993 FL beim Amtsgericht Flensburg

Die alleinige Gesellschafterin tritt heute unter Verzicht auf alle vertraglichen oder gesetzlichen Formen oder Fristen zu einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung zusammen und beschließt folgendes:

1.

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023, endend mit einer Bilanzsumme von 89.598.969,81 EUR und einem ausgewiesenen Jahresüberschuss von 2.853.302,29 EUR, wird festgestellt.

2.

Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen.

3.

Die Gesellschafterin erteilt für das Jahr 2023 und für das bisher abgelaufene Geschäftsjahr 2024 allen etwaig nach dem Gesellschaftsvertrag zustimmungspflichtigen Handlungen der Geschäftsführung hiermit nachträglich ihre ausdrückliche Zustimmung.

4.

Der Geschäftsführung wird für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung erteilt.

Weiteres gab es nicht zu beschließen. Die Gesellschafterin verzichtet hiermit auf die Anfechtung des vorstehenden Beschlusses.

 

Reußenköge, den 15. Mai 2024

GP JOULE Holding Gmbh & Co. KG

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