HELU Connectivity Solutions Bielefeld GmbH

Bechterdisser Straße 67, 33719 Bielefeld, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bielefeld HRB 35443
Vorher
Sangel Systemtechnik GmbH
Eingetragen
15.4.1996
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von elektrischem Installationsmaterial
Gegenstand
Die Herstellung, Entwicklung, Vertrieb und Handel von elektrotechnischen Produkten. Die Gesellschaft ist berechtigt, sich an anderen Unternehmen zu beteiligen und Zweigniederlassungen zu errichten. Die Gesellschaft kann genehmigungsfreie Geschäfte aller Art tätigen, die der Förderung des Gesellschaftszweckes unmittelbar oder mittelbar dienen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Thorsten Brunn
seit 2.6.2009
Prokura
Nils-Michael Dohm
seit 2.6.2009
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
13.700 €
9.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Sangel Systemtechnik GmbH

Bielefeld

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

0. Vorbemerkung

Mit Beschluss vom 3. November 2023 wurde das Geschäftsjahr der Gesellschaft auf das Kalenderjahr angepasst; infolgedessen bildet der Zeitraum vom 1. Oktober 2023 bis zum 31. Dezember 2023 ein Rumpfgeschäftsjahr.

Aufgrund der unterschiedlichen Vergleichszeiträume (Rumpfgeschäftsjahr mit einem 3-Monats- Zeitraum und dem Vorjahr mit einem 12-Monats-Zeitraum) ist ein Vorjahresvergleich im Sinne einer Analyse der Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Rumpfgeschäftsjahr (insbesondere in der Ertragslage) nur sehr eingeschränkt möglich.

Zum besseren Verständnis über die Entwicklung der Ertragslage erfolgt eine Analyse des Rumpfgeschäftsjahres mit dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum (1. Oktober bis zum 31. Dezember 2022).

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Sangel Systemtechnik GmbH versteht sich als internationaler Systemlieferant. An unserem ostwestfälischen Firmensitz fertigen wir hochwertige Kabelkonfektionen und LED-Industrieleuchten bis zu komplexen Baugruppen für unsere Kunden.

2. Forschung und Entwicklung

Gegenstand unserer Entwicklungstätigkeit ist die Entwicklung von innovativen LED-Industrieleuchten für den standardisierten sowie individuellen Einsatz im Maschinen- und Anlagenbau.

Der wichtigste Pfeiler unserer Innovationskraft ist unser Team hochqualifizierter Mitarbeiter. Im Bereich Forschung und Entwicklung waren im Rumpf-Geschäftsjahr 2023 zwei Mitarbeiter beschäftigt. Unterstützt werden diese Mitarbeiter durch das Team aus den Bereichen Produktmanagement, Produktion und Qualität.

Im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 31. Dezember 2023 haben wir T€ 24 für Forschung und Entwicklung aufgewendet (0,7 % vom Umsatz); im Vorjahreszeitraum lag der Betrag bei T€ 21 (0,3 % vom Umsatz).

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Kalenderjahr 2023 mit einem Wachstum von 3,1 Prozent etwas besser als noch vor einem Jahr prognostiziert. Historisch betrachtet war das Jahr 2023 jedoch - die Rezessionsjahre ausgenommen - eines der wachstumsschwächsten der letzten drei Jahrzehnte. Nur im Jahr 2019 war der Zuwachs mit +2,8 Prozent geringer. In den USA (+2,5 Prozent) sowie in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern fiel das Bruttoinlands-produkt 2023 höher aus als zunächst erwartet. Im Falle der USA trug die Dynamik des Konsums entscheidend dazu bei. Im Euro-Raum hingegen verhielten sich die Verbraucher angesichts hoher Inflationsraten und Energiekosten weiterhin zurückhaltend. Zudem litten der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen unter den deutlich gestiegenen Finanzierungskosten.

Das Wachstum im Euro-Raum war zusammen mit dem im Vereinigten Königreich mit jeweils +0,5 Prozent das schwächste unter den großen entwickelten Volkswirtschaften. Die direkten und indirekten negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind in Europa nach wie vor am deutlichsten zu spüren. Während sich das Wachstumstempo in den entwickelten Volkswirtschaften - mit Ausnahme der USA - im abgelaufenen Berichtsjahr gegenüber 2022 deutlich verlangsamte, konnte die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Dynamik mit +4,1 Prozent beibehalten. Überraschend robust zeigte sich die russische Wirtschaft trotz der Sanktionen (+3 Prozent). In China belasteten der Immobiliensektor, geopolitische Verstimmungen mit den USA und der EU sowie schwache Industrieinvestitionen die konjunkturelle Erholung. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum lag laut Internationalem Währungsfonds (IWF) bei +5,2 Prozent.

Die pandemiebedingten Störungen der Wertschöpfungsketten nahmen im Verlauf des Jahres 2023 sukzessive ab. Die Nationalbanken hielten weitgehend an ihrer restriktiven Geldpolitik fest, wodurch sich die Kreditkosten in mehreren Ländern im Laufe des Berichtsjahres weiter erhöhten. Die Inflationsraten gingen im Jahresverlauf in den meisten Ländern zwar zurück, lagen aber zumeist noch deutlich über dem Zielniveau. Die globale Inflationsrate lag bei geschätzt +6,8 Prozent. Der globale Warenhandel wuchs im Gesamtjahr 2023 nur um geschätzte +0,4 Prozent. Und auch die Industrieproduktion entwickelte sich 2023 mit real +0,9 Prozent sehr schwach. In den entwickelten Volkswirtschaften ging sie um -1,2 Prozent zurück. Nur in den USA konnte ein Rückgang der Industrieproduktion vermieden werden. Die Schwellen- und Entwicklungsländer erreichten dagegen einen Zuwachs von +2,8 Prozent, wobei China (+4,4 Prozent) und die osteuropäischen Länder einschließlich der GUS (+3,5 Prozent) überdurchschnittlich zulegten. (IMF World Economic Outlook Update January 2024, cpb World Trade Monitor, Dezember 2023)

Als Zulieferer für den Maschinen- und Anlagenbau ist die Geschäftsentwicklung der Sangel Systemtechnik GmbH im Wesentlichen durch diese Branche beeinflusst. Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahr im Jahr 2023 um real 0,6 Prozent gesunken. Die Materialengpässe haben sich weitgehend aufgelöst. Während die Produktion im ersten Halbjahr noch von hohen Auftragsbeständen abgepuffert wurde, brach diese Stütze im weiteren Jahresverlauf Stück für Stück weg, denn der Auftragseingang zeigte das gesamte Jahr über eine schwache Dynamik. Bereits zum Jahresbeginn kam es zu zweistelligen realen Minusraten, und auch im Jahresverlauf war keine Trendwende in Sicht. Ein herausforderndes wirtschaftliches Umfeld geprägt von hoher Unsicherheit führte zu einer spürbaren Zurückhaltung bei den Bestellungen. Der Bestelleingang verfehlte sein Vorjahresniveau im Gesamtjahr 2023 preisbereinigt um 12 Prozent.

Die Auftragsreichweite lag zum 31. Dezember 2023 mit rd. 10 Monaten zwar immer noch ungewöhnlich hoch, doch hat die Reichweite inzwischen spürbar an Länge eingebüßt. Der Höchststand lag im Juli und August 2022 bei 12,2 Monaten. Zudem darf der immer noch ungewöhnliche, Zweifel hegende Durchschnittswert nicht über eine sehr unterschiedliche Verteilung innerhalb der Maschinenbaubranche hinwegtäuschen. Nach Ergebnissen der 20. VDMA- Blitzumfrage von Ende Oktober 2023 lag die Auftragsreichweite in 60 Prozent der Unternehmen bereits unter ihrem jeweiligen langjährigen Durchschnitt. Und 34 Prozent der Maschinenbauer berichteten laut ifo-Konjunkturtest im Oktober von Produktionsbehinderungen aufgrund von Auftragsmangel. Den ersten Produktionsstätten sind demnach die Puffer fürs Produzieren abhandengekommen. Mit der Folge, dass laut ifo die Kapazitätsauslastung im Maschinenbau von Juli (88,8 Prozent) auf Oktober (85,9 Prozent) deutlich absank. Die konjunkturelle Abkühlung wirkt sich auch mehr und mehr am Arbeitsmarkt aus. Die Einstellungsabsichten der Unternehmen haben sich reduziert, und die Kurzarbeit steigt auf einem niedrigen Niveau an.

Nach Schätzungen der Bundesanstalt für Arbeit waren im November etwa 20.000 Beschäftigte im Maschinenbau in Kurzarbeit. Unter dem Strich konnte die Beschäftigtenzahl in den Betrieben mit mindestens 50 Mitarbeitern im Jahresverlauf jedoch trotz der Engpässe am Arbeitsmarkt um 1,3 Prozent zulegen. Insgesamt wurden ca. 13.600 Stellen aufgebaut. Der Arbeitskräftemangel bleibt aber nicht zuletzt aufgrund der demografischen Entwicklung akut. In Folge der gestiegenen durchschnittlichen Preise für Maschinenbauprodukte nahm der Umsatz ausweislich der Ergebnisse der VDMA Auftragseingangs- und Umsatzstatistik um nominal +7 Prozent zu. Die Produktion erreichte zum Jahresende ein Niveau von geschätzt 254 Mrd. Euro, der Umsatz von 264 Mrd. Euro. (Statistisches Bundesamt, Bundesagentur für Arbeit, ifo Institut, VDMA)

2. Geschäftsverlauf

Aufgrund der Einlegung eines Rumpfgeschäftsjahres vom 1. Oktober 2023 bis zum 31. Dezember 2023 ist der Geschäftsverlauf mit dem des Vorjahres (Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023) grundsätzlich nicht vergleichbar.

Zum besseren Verständnis über die Entwicklung der Ertragslage erfolgt eine Analyse des Rumpfgeschäftsjahres mit dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum (1. Oktober bis zum 31. Dezember 2022). Die Vermögenslage wird im Folgenden mit Blick auf den 30. September 2023 als Vorjahreswert analysiert.

Die Sangel Systemtechnik GmbH startet mit einem geringeren Auftragsbestand in den Berichtszeitraum. Neue Aufträge in der notwendigen Höhe zur Kompensation der Auftragsbestandsschmelze blieben aus. Mit einem Umsatz von T€ 3.454 und einem EBIT von T€ -711 wurde die Umsatz- und Ertragsprognose des Vorjahres daher verfehlt. Daraus resultieren auch eine negative Gesamtleistungsrendite (definiert als EBIT im Verhältnis zu der Gesamtleistung) und ein negativer operativer Cashflow (Berechnung mit der Summe aus Jahresergebnis, Abschreibungen und Dotierung (bzw. Auflösung) längerfristiger Rückstellungen).

3. Lage

Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor geprägt von unserem operativen Geschäft.

3.1. Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind im Berichtszeitraum von T€ 6.330 im Vorjahresvergleichszeitraum (1. Oktober bis zum 31. Dezember 2022) auf T€ 3.454 und damit um 45,4 % gesunken, was im Wesentlichen auf die zuvor genannte Branchenentwicklung zurückzuführen ist. Die wesentlichen Umsatz- und Ergebnistreiber stellen die Kabelkonfektionen dar. Diese machen rd. 90 % der gesamten Umsätze aus. Die Entwicklung der Umsätze hängen stark von der Auftragssituation unserer Kunden ab.

Der Materialaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahresvergleichszeitraum um 39,3 % verringert. Dies ist im Wesentlichen durch den Umsatzrückgang begründet. Die Materialaufwandsquote beträgt 65,1 % im Rumpfgeschäftsjahr.

Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum um 15,3 % auf T€ 1.356 verringert. Der geringere Personalaufwand resultiert im Wesentlichen aus der Nutzung von Kurzarbeit als Reaktion auf das gefallene Auftragsvolumen. Bei der Gesellschaft waren 124 (Vorjahr: 122) Mitarbeiter im Durchschnitt beschäftigt. Die Beschäftigungslage kann vor dem Hintergrund des niedrigen Auftragsbestandes als schlecht bezeichnet werden.

Die Gesellschaft erzielte aufgrund der beschriebenen Entwicklung im Berichtszeitraum einen EBIT von T€ -711 im Vergleich zu T€ 213 im Vorjahresvergleichszeitraum. Die Ertragsteuern (Erstattung) von T€ -242 resultieren aus der steuerlichen Verlustverrechnung. Der Jahresfehlbetrag beträgt T€ - 540 (Vorjahresvergleichszeitraum: Jahresüberschuss von T€ 108).

3.2. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme von T€ 12.869 ist gegenüber dem Vorjahr (T€ 13.245) gesunken. Die Eigenkapitalquote ist aufgrund des Jahresfehlbetrages gegenüber dem Vorjahr von 26,3 % auf 22,9 % gesunken. Unter Einbezug der Cashpool-Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter beträgt die Quote des wirtschaftlichen Eigenkapitals 71,3 %.

Auf der Aktivseite haben im Wesentlichen die um T€ 901 gesunkenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, im Wesentlichen bedingt durch das geringere Umsatzvolumen, zur Verringerung der Bilanzsumme beigetragen.

Auf der Passivseite haben sich - neben dem Eigenkapital - insbesondere die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um T€ 867 verringert.

Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt 14,0 % (Vorjahr: 14,1 %). Die Summe des Fremdkapitals am Bilanzstichtag beträgt T€ 9.923 (Vorjahr: T€ 9.759).

Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Unsere Kapitalstruktur hat sich im Berichtsjahr insbesondere aufgrund des negativen Jahresergebnisses etwas verschlechtert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten machen 4,3 % der Bilanzsumme aus. Zwecks Finanzierung unserer Absatzgeschäfte bedienen wir uns der durch den Gesellschafter eingeräumten Kreditlinie im Cashpool.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 4,2 % (Vorjahr: 10,6 %) der Bilanzsumme. Sämtliche Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsziele beglichen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Gesellschaftern machen über 50,8 % der Bilanzsumme aus. Der Aufbau dieser Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 1.701 resultiert maßgeblich aus der Finanzierung der Vorratsbestände.

Langfristige Anlagen sind durch entsprechendes langfristiges Kapital gedeckt. Die kurzfristigen Forderungen und die Bankbestände sowie die kurzfristigen Verbindlichkeiten stehen in einem angemessenen Verhältnis.

Die Liquiditätslage war im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz der negativen Geschäftsentwicklung weiter stabil. Wir werden auch in nächster Zukunft auf die finanzielle Unterstützung durch die HELU KABEL GmbH angewiesen sein. Die Liquidität zum Stichtag war gesichert.

Die Gesellschaft erzielte im Berichtsjahr einen operativen Cashflow von T€ -676 (Vorjahr: T€ +1.685).

Die Investitionen des Berichtszeitraumes beliefen sich auf T€ 47. Es wurde ausschließlich in notwendige Modernisierungs- und Ersatzinvestitionen investiert.

4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren aus der internen Unternehmenssteuerung sind die Kennzahlen Gesamtleistung (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung), Gesamtleistungsrendite und das Jahresergebnis. Darüber hinaus wird der operative Cashflow betrachtet.

Die Gesamtleistungsrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zu der Gesamtleistung, den operativen Cashflow aus der Summe aus Jahresergebnis, Abschreibungen und Dotierung (bzw. Auflösung) längerfristiger Rückstellungen.

Die Gesamtleistung beträgt T€ 3.901 und ist damit um 41,0% bzw. um T€ 2.710 gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum gefallen. Die Gesamtleistungsrendite ist im Vergleich zum Vorjahresvergleichszeitraum um 21,4 %-Punkte gefallen und beträgt im Rumpfgeschäftsjahr -18,2%. Der operative Cashflow im Berichtsjahr beträgt T€ -676 und ist damit niedriger als im Vorjahresvergleichszeitraum. Das Jahresergebnis im Berichtsjahr von T€ -790 wurde wesentlich beeinflusst durch die negative Umsatz- und Gesamtleistungsentwicklung.

Die nicht steuerungsrelevanten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren sind die Mitarbeiter- und Umweltbelange.

Im Geschäftsjahresdurchschnitt gehörten 124 Mitarbeiter (Vorjahr: 122) zur Belegschaft unseres Unternehmens.

In den Bereichen Gesundheits- und Arbeitsschutz, z.B. Unfallschutz, Berufsunfälle u.Ä., haben sich im Berichtszeitraum keine besonderen Vorkommnisse ergeben.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Nach Ansicht der Bundesregierung nimmt die Wirtschaftsleistung mit einem erwarteten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um +0,2 Prozent im Jahr 2024 nur geringfügig zu. Geopolitische Krisen sowie geldpolitische Straffungen belasten die erwartete Erholung. Mit einer von der Bundesregierung erwarteten Inflationsrate von 2,8 Prozent für 2024 liegt das Preisniveau weiterhin über dem mittelfristigen Inflationsziel von 2 Prozent der EZB. Die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte dürften im gleichen Zeitraum jedoch um 3,8 Prozent zulegen. In Folge geringerer Inflationsraten steigen dadurch die Reallöhne, wovon im Verein mit einer robusten Arbeitsmarktentwicklung im Jahresverlauf die Konjunktur profitieren und eine zaghafte binnenwirtschaftliche Erholung eingeleitet werden kann. Auch die Exporte dürften wieder mit 0,6 Prozent leicht zulegen. Insgesamt bleibt der Wirtschaftsstandort Deutschland aber weiter unter Druck.

Dieser aktuellen Schwächephase will die Bundesregierung mit umfassenden und zielgerichteten Maßnahmen begegnen. Das Ziel ist es, den Wirtschaftsstandort zu stärken, etwa durch das Wachstumschancengesetz, das Entlastungen für die deutsche Wirtschaft in Aussicht stellt. Durch die Entlastungen soll die Investitionsdynamik verstärkt und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen verbessert werden. Um Innovationsanreize zu setzen, soll die Forschungszulage erhöht werden. Überbordende Bürokratie - beispielsweise bei der Fachkräftegewinnung aus dem Ausland - soll reduziert werden. (Bundesregierung: Jahreswirtschaftsbericht)

Das Unternehmen Sangel Systemtechnik GmbH ist als Zulieferer für den Maschinen- und Anlagenbau stark von dessen Entwicklung abhängig.

Für den Maschinenbau in Deutschland wird 2024 abermals ein herausforderndes Jahr. Die VDMA- Volkswirte rechnen mit einem Rückgang der realen Produktion in Höhe von 4 Prozent. Diese Prognose ist mit hohen Unsicherheiten behaftet, denn die weitere wirtschaftliche Entwicklung hängt von vielen Faktoren ab, die aktuell nur schwer abschätzbar sind. Die Weltkonjunktur steckt nach wie vor in der Flaute. Und die Stimmung in den Unternehmen im Maschinenbau bleibt bestenfalls verhalten, wie ein Blick auf das ifo-Geschäftsklima verrät. Insbesondere die Erwartungen sind aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen pessimistisch. Der Auftragseingang im Januar 2024 (-10 Prozent real zum Vorjahr) knüpft nahtlos an die schwachen Monate des Jahresendes 2023 an. Allein für Teile des Auslandsgeschäfts bleibt die Hoffnung auf eine Bodenbildung intakt. Doch können diese ersten Anzeichen für eine Bodenbildung bei Teilen der Auslandsnachfrage keinesfalls als Trendwende interpretiert werden.

Die Belastungen und Herausforderungen sind im Wesentlichen dieselben wie schon zu Jahresbeginn 2023. Und mit dem Krieg im Nahen Osten sowie der von der Politik verursachten Verunsicherung sind weitere negative Einflussfaktoren hinzugekommen. Das schlägt sich auch in der Beschäftigung nieder: Viele Unternehmen haben ihre Einstellungsabsichten derzeit zurückgefahren. Der Fachkräftemangel ist und bleibt aber eine große Herausforderung für die Unternehmen, nicht zuletzt aufgrund des demografischen Wandels. Daher werden die Unternehmen versuchen, trotz schwieriger Rahmenbedingungen an ihrem Stammpersonal festzuhalten. Kurzarbeit, die in den nächsten Monaten ansteigen dürfte, hat sich in der Vergangenheit bereits mehrfach als probates Mittel zur Überbrückung konjunktureller Schwächephasen bewiesen. (VDMA).

Diese Prognosen des VDMA können Auswirkung auf die Umsatzprognose bei der Sangel Systemtechnik GmbH haben. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir daher mit einer um rd. T€ 14.000 niedrigeren Gesamtleistung im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022/2023 bei entsprechend negativem Jahresergebnis zwischen T€ -2.000 und T€ -2.500. Die Abschlüsse der ersten Monate bestätigen grundsätzlich diese Prognose. Für das Geschäftsjahr 2025 erwarten wir auf Basis der Markt-, Branchen- und Unternehmensdaten wieder eine deutlich höhere Gesamtleistung mit einem positiven Jahresergebnis.

2. Risikobericht

Die Sangel Systemtechnik GmbH als Zulieferer für den Maschinen- und Anlagenbau ist neben dem allgemeinen Markt- und Branchenrisiko insbesondere durch folgende Risiken beeinflusst:

Beschaffungsrisiken

Der allgemeine Anstieg der Rohstoffpreise aufgrund der Inflation verbunden mit der zunehmend eingeschränkten Verfügbarkeit von Rohstoffen wird auch zukünftig ein Risiko darstellen.

Die Materialkosten für Kabel und Leitungen sind zudem beeinflusst durch den Weltmarktpreis für Kupfer. Bei sinkendem Kupferpreis können zudem Abwertungsrisiken bei den Beständen auftreten. Ein Risiko für unser Rohergebnis sehen wir für den Fall, dass die Rohstoffpreise für Kupfer unter die Einkaufspreise, die beim Erwerb der Waren am Lager galten, fallen, da an die Abnehmer nur die aktuellen Rohstoffpreise weitergegeben werden können.

Auf der Basis regelmäßiger Bestandsanalysen werden bei Bedarf entsprechende Abwertungen für die Warenbestände erfasst.

Darüber hinaus findet eine ständige Überwachung der Beschaffungsmärkte durch den strategischen Einkauf zur Vermeidung des Risikos von Lieferantenausfällen oder unkontrollierten Preissteigerungen statt.

Personalrisiken

Der Fachkräftemangel in Deutschland, die niedrige Arbeitslosenquote, steigende Löhne und Gehälter und der gesellschaftliche Wandel stellen das Personalmanagement vor besondere Herausforderungen. Diesen Erschwernissen tritt die Personalabteilung mit gezielten Produkt- und Fachbereichsschulungen, speziellen Vertriebsschulungen sowie Führungskräftetrainings und individuellem Coaching für Führungskräfte entgegen.

Informationssicherheit

Um informationstechnische Risiken zu minimieren, verfügt Sangel GmbH über einheitlich angewandte Verfahren und Systeme zur Gewährleistung der IT-Verfügbarkeit und IT-Sicherheit. Dazu gehören stabile und redundant ausgelegte IT-Systeme, Back-up-Verfahren, Viren- und Zugangsschutz, Verschlüsselungssysteme sowie integrierte, standardisierte IT-Infrastrukturen und - anwendungen. Die im Einsatz befindlichen Systeme zur Informationssicherheit werden permanent geprüft, fortlaufend aktualisiert und bei Bedarf erweitert. Zudem werden unsere Mitarbeiter regelmäßig im Informations- und Datenschutz geschult.

Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken

Die Liquiditätssituation wird täglich überwacht und beurteilt. Um Spitzen des täglich schwankenden Finanzbedarfs zu decken, steht das Cashpooling mit dem Mutterunternehmen zur Verfügung. Wir werden auch in nächster Zukunft auf die finanzielle Unterstützung durch die HELU KABEL GmbH angewiesen sein. Die Liquidität zum Stichtag war gesichert.

Forderungsausfall- und Kreditrisiko

Durch ein aufmerksames und effizientes Forderungsmanagement, die Prüfung der Bonität unserer Kunden sowie die Absicherung unserer Forderungen durch eine Warenkreditversicherung wird das Risiko durch Forderungsausfälle minimiert.

Gesamtrisikolage

Grundsätzlich sind der Sangel GmbH die oben aufgeführten Risiken bewusst und werden entsprechend sorgfältig beobachtet. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Risikopotenzial für die Gesellschaft durch die ersten Auswirkungen des Ukraine-Kriegs nicht erkennbar verändert.

Allgemeine Risiken der künftigen Geschäftsentwicklung begegnet das Unternehmen durch eine regelmäßige Risikoanalyse. Das Berichtswesen gewährleistet eine zeitnahe und transparente Dokumentation der Unternehmensentwicklung, um Risiken auf dieser Basis frühzeitig zu erkennen und diesen entgegenzuwirken.

Das implementierte Qualitätsmanagement-System ist in dem QM-Handbuch festgelegt und beschrieben. Die Konformität des QM-Systems mit der DIN EN ISO 9001:2015 sowie dessen Anwendung und Weiterentwicklung wird durch regelmäßige Überwachungsaudits überprüft und bestätigt.

Es wird weiterhin ständig daran gearbeitet, die Risiken bei der technischen und ablauforientierten Umsetzung der Aufgabenstellungen zu minimieren.

Eine gute Aufbau- und Ablauforganisation sowie die stetige Weiterentwicklung und Anpassung einer flexiblen Organisation geben uns die Möglichkeit, schnell auf sich verändernde Umgebungsvariablen zu reagieren.

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

3. Chancenbericht

Unsere Chancen liegen unter anderem auf der Betrachtung der Beschaffungsseite. Hier können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch Qualitätskontrollen, sowohl direkt bei unseren Lieferanten als auch in unseren eigenen Geschäftsräumen, durch.

Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

 

Bielefeld, 18. Juni 2024

Sangel Systemtechnik GmbH

Frank Sangel, Geschäftsführer

Alexander Sangel, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 30.09.2023
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 129.687,00 141
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 219.880,00 230
2. Technische Anlagen und Maschinen 772.026,00 805
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 355.385,00 370
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 298.017,61 298
1.645.308,61 1.703
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 28.614,75 29
2. Genossenschaftsanteile 300,00 0
28.914,75 29
1.803.910,36 1.873
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.867.076,37 6.932
2. Unfertige Erzeugnisse 216.889,32 562
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.504.815,77 1.713
4. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -587.587,12 -588
9.001.194,34 8.619
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 335.774,96 1.236
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.109.520,27 952
3. Sonstige Vermögensgegenstände 232.329,81 154
1.677.625,04 2.342
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 355.576,96 352
11.034.396,34 11.313
C. Rechnungsabgrenzungsposten 30.653,50 59
12.868.960,20 13.245

Passiva

31.12.2023 30.09.2023
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 152.000,00 152
II. Kapitalrücklage 1.000.000,00 1.000
III. Gewinnvortrag 2.334.138,59 969
IV. Jahresfehlbetrag (Vorjahr: Jahresüberschuss) -540.026,99 1.365
2.946.111,60 3.486
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 530.094,22 532
2. Steuerrückstellungen 781.374,00 1.031
3. Sonstige Rückstellungen 431.400,00 600
1.742.868,22 2.163
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 556.195,00 591
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 539.895,78 1.407
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.534.303,45 4.834
4. Sonstige Verbindlichkeiten 549.586,15 764
davon im Rahmen der sozailen Sicherheit: EUR 4.571,80 (Vorjahr: TEUR 7)
davon aus Steuern: EUR 95.020,29 (Vorjahr: TEUR 133)
8.179.980,38 7.596
12.868.960,20 13.245

Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 31. Dezember 2023

1. Oktober - 31. Dezember 2023 2022/2023
EUR EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 3.454.471,82 29.288
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 446.934,52 843
3. Sonstige betriebliche Erträge
davon aus Währungsumrechnung EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0) 56.722,15 181
3.958.128,49 30.312
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 2.237.771,98 16.761
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 300.152,36 1.891
2.537.924,34 18.652
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.080.013,47 5.713
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
davon für Altersversorgung EUR 13.041,50 (Vorjahr: TEUR 42) 275.690,84 989
1.355.704,31 6.702
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 115.754,07 338
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen
davon aus Währungsumrechnung EUR 101,80 (Vorjahr: TEUR 1) 659.332,47 2.273
4.668.715,19 27.965
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 7.445,27 (Vorjahr: TEUR 17) 7.445,27 17
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
davon an verbundene Unternehmen EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)
davon aus der Aufzinsung EUR 1.343,79 (Vorjahr: TEUR 8) 78.616,83 274
-71.171,56 -257
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -241.731,27 725
11. Ergebnis nach Steuern -540.026,99 1.365
12. Sonstige Steuern 0,00 0
13. Jahresfehlbetrag (Vorjahr: Jahresüberschuss) -540.026,99 1.365

Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Gesellschaft Sangel Systemtechnik GmbH hat ihren Sitz in Bielefeld. Sie ist unter der Adresse Bechterdisser Str. 67, 33719 Bielefeld, im Handelsregister des Amtsgerichts Bielefeld unter der Nummer HRB 35443 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Sangel Systemtechnik GmbH wurde auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzesbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Die Bilanz zum 31. Dezember 2023 und die Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2023 bis zum 31. Dezember 2023 wurden nach den Gliederungsschemata für große Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren im Sinne des § 275 Abs. 2 HGB gegliedert worden.

Die Gesellschaft ist seit dem März 2022 ein Tochterunternehmen der HELU Holding GmbH. Mit Beschluss vom 3. November 2023 wurde das Geschäftsjahr der Gesellschaft auf das Kalenderjahr und damit an das des obersten Mutterunternehmens angepasst; infolgedessen bildet der Zeitraum vom 1. Oktober 2023 bis zum 31. Dezember 2023 ein Rumpfgeschäftsjahr. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 24. November 2023.

Als Vorjahreszahlen der Bilanz werden die Schlussbilanzwerte zum 30. September 2023 angegeben. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden die Vorjahreszahlen des Vorjahresabschlusses vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 angegeben.

III. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung.

2. Der vorliegende Jahresabschluss wurde grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsvorschriften sowie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

3. Die Immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten sind gemäß § 255 Abs. 2 HGB Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen worden. Unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 3 bis 15 Jahren erfolgt die Abschreibung nach der linearen Abschreibungsmethode.

Die geringwertigen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden gemäß der steuerlichen Regelung (ab € 150,00 bis € 1.000,00) als Sammelposten erfasst und ab dem Jahr des Zugangs über fünf Jahre abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände und Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu € 150,00 werden im Zugangsjahr in voller Höhe als Aufwand erfasst.

Die wirtschaftlichen Nutzungsdauern wurden wie folgt angesetzt:

- Immaterielle Vermögensgegenstände 3 bis 5 Jahre
- Einrichtungen auf fremden Grundstücken 8 bis 15 Jahre
- Technische Anlagen und Maschinen 3 bis 10 Jahre
- Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre

4. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten bzw. soweit erforderlich zum niedrigeren beizulegenden Wert.

5. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet worden. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden mit den Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten setzen sich aus den Einzelkosten sowie den Material- und Fertigungsgemeinkosten zusammen. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Soweit erforderlich, wurde der am Abschlussstichtag beizulegende niedrigere Wert berücksichtigt.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen, die mit Vorräten in Zusammenhang stehen, werden gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt.

6. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten liquide Mittel sind mit dem Nennwert bilanziert.

7. Bei den Forderungen werden alle erkennbaren Einzelrisiken durch Bildung von Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf die Nettoforderungen ausreichend Rechnung getragen.

8. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite nur Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen (§ 250 Abs. 1 HGB).

9. Das Eigenkapital ist mit dem Nennwert ausgewiesen.

10. Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen wurden durch ein versicherungsmathematisches Gutachten nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC) auf der Basis eines Rechnungszinsfußes von 1,82 % (Vorjahr: 1,81 %) angesetzt.

Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt:

durchschnittlicher Marktzins der letzten zehn Geschäftsjahre für eine Restlaufzeit von 15 Jahren, der von der Deutschen Bundesbank bekanntgemacht wurde;

keine Berücksichtigung eines Lohn-, Gehalts- und Rententrends sowie von Fluktuationsabschlägen;

von der Heubeck-Richttafeln-GmbH herausgegebene Sterbetafeln "Richttafeln 2018 G".

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 12 (Vorjahr: T€ 23). Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

11. Nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden zum Bilanzstichtag Pensionsverpflichtungen von T€ 1.077 (Vorjahr: T€ 1.071) mit dem entsprechenden Deckungsvermögen (Rückdeckungsansprüche) in Höhe von T€ 547 (Vorjahr: T€ 539) verrechnet, so dass eine Netto-Verpflichtung von T€ 530 (Vorjahr: T€ 532) ausgewiesen wird. Die Bewertung der Rückdeckungsversicherung erfolgte mit dem beizulegenden Zeitwert gemäß Mitteilung des Lebensversicherers. Aufwendungen und Erträge wurden grundsätzlich verrechnet.

12. Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 HGB).

13. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

14. Nach § 274 HGB ergaben sich aufgrund unterschiedlicher handels- und steuerrechtlicher Wertansätze lediglich aktive latente Steuern. Das Wahlrecht, auf den Ansatz aktiver latenter Steuern zu verzichten, wurde zum Bilanzstichtag wie im Vorjahr ausgeübt.

15. Im Personalaufwand werden - wie bereits in Vorjahren - die Entgelte für Leiharbeitnehmer ausgewiesen, da diese den angestellten Arbeitnehmern arbeitsrechtlich gleichgestellt sind.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

1. Die Entwicklung des Anlagevermögens nach § 284 Abs. 3 HGB ist als Anlage diesem Anhang beigefügt.

2. Anteilsbesitz

Name des Unternehmens Sitz des Unternehmens Eigenkapital *) Ergebnis des letzten Geschäftsjahres *) Beteiligungsquote in %
SANGEL Systemtechnik Bulgaria EOOD BGN 50.000,00 BGN 148.000,00
Sofia, Bulgarien €25.564,99 €289.462,84 100

*) Die Umrechnung erfolgte mit dem Referenzkurs der EZB zum Jahresultimo.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind - abgesehen von Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 853 (Vorjahr: T€ 550) - innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 255 (Vorjahr: T€ 402) und Darlehensforderungen mit T€ 853 (Vorjahr: T€ 550). Es bestehen keine Forderungen gegen die Gesellschafter (Vorjahr: T€ 0).

4. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Urlaubsansprüche und Überstunden (T€ 76, Vorjahr: T€ 91), Gewährleistungen (T€ 118, Vorjahr: T€ 131), ausstehende Eingangsrechnungen (T€ 37, Vorjahr: T€ 38), rückzahlbare Zuschüsse (T€ 70, Vorjahr: T€ 130), Sonderzahlungen (T€ 57, Vorjahr: T€ 107) sowie Beiträge zur Berufsgenossenschaft (T€ 21, Vorjahr: T€ 16).

5. Zu den Restlaufzeiten und zur Besicherung der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023:

Bilanzposition zum 31.12.2023 Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 556 139 307 110
Vorjahr: 591 139 327 125
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 540 540 0 0
Vorjahr: 1.407 1.407 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.534 6.534 0 0
Vorjahr: 4.834 4.834 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 550 249 291 10
Vorjahr: 764 299 450 15
- davon aus Steuern 95 95 0 0
Vorjahr: 133 133 0 0
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 5 5 0 0
Vorjahr: 7 7 0 0
Summe 8.180 7.462 598 120
Vorjahr: 7.596 6.679 777 140

Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

6. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 6.534 (Vorjahr: T€ 4.834) handelt es sich bei T€ 6.534 (Vorjahr: T€ 4.759) um Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 305 (Vorjahr: T€ 337) und Cashpool-Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 6.230 (Vorjahr: T€ 4.387).

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für Leiharbeitnehmer von EUR 0,00 (Vorjahr: T€ 497) enthalten.

2. In den sonstigen betrieblichen Erträgen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind wie im Vorjahr keine nennenswerten periodenfremden Erträge oder Aufwendungen enthalten.

Die Erträge bzw. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung beinhalten ausschließlich realisierte Kursgewinne von EUR 0,00 (Vorjahr: T€ 55,79) bzw. Kursverluste von EUR 101,80 (Vorjahr: T€ 1.201,46).

3. In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 13 (Vorjahr: T€ 43) enthalten.

4. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten den Zinsanteil aus Aufzinsungen in Höhe von T€ 1 (Vorjahr: T€ 8).

VI. Sonstige Angaben

1. Zum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen i. S. d. § 285 Nr. 3a HGB aus Leasingverträgen in einer Höhe von insgesamt T€ 555 (Vorjahr: T€ 170) sowie aus Mietverträgen in einer Höhe von T€ 3.183 (Vorjahr: T€ 3.280).

2. Im Geschäftsjahresdurchschnitt sind folgende Arbeitnehmer beschäftigt worden (die Berechnung erfolgte nach § 267 Abs. 5 HGB - d.h. ohne Geschäftsführer):

Anzahl 2022/2023 Anzahl 2023
Angestellte 28 26
gewerbliche Arbeitnehmer 94 98
122 124

Daneben wurden durchschnittlich 5 Auszubildende beschäftigt (Vorjahr: 5).

3. Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023 waren:

Frank Sangel, Vertrieb,

Alexander Sangel, Vertrieb international.

4. Gemäß § 286 Abs. 4 HGB erfolgt keine Angabe der Bezüge der Geschäftsführer.

Der Betrag der für jetzige und frühere Mitglieder der Geschäftsführung sowie deren Hinterbliebene gebildeten Pensionsrückstellungen umfasst zum 31. Dezember 2023 T€ 530 (Vorjahr: T€ 532).

5. Die Jahresabschlüsse der Sangel Systemtechnik GmbH und ihrer Tochtergesellschaft werden in den Konzernabschluss der HELU Holding GmbH, Hemmingen, einbezogen (größter und kleinster Konsolidierungskreis) der im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird.

6. Auf die Angabe des Gesamthonorars des Abschlussprüfers wird verzichtet, da dieses im Konzernabschluss der HELU Holding GmbH, Hemmingen, angegeben wird.

 

Bielefeld, 18. Juni 2024

Sangel Systemtechnik GmbH

Frank Sangel, Geschäftsführer

Alexander Sangel, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 1.10.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.237.871,33 8.812,50 0,00 1.246.683,83
1.237.871,33 8.812,50 0,00 1.246.683,83
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 423.150,27 0,00 0,00 423.150,27
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.664.715,53 0,00 0,00 1.664.715,53
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.223.838,20 38.103,57 0,00 1.261.941,77
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 298.017,61 0,00 0,00 298.017,61
3.609.721,61 38.103,57 0,00 3.647.825,18
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 28.614,75 0,00 0,00 28.614,75
2. Genossenschaftsanteile 300,00 0,00 0,00 300,00
28.914,75 0,00 0,00 28.914,75
4.876.507,69 46.916,07 0,00 4.923.423,76
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.10.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.097.041,33 19.955,50 0,00 1.116.996,83
1.097.041,33 19.955,50 0,00 1.116.996,83
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 193.464,27 9.806,00 0,00 203.270,27
2. Technische Anlagen und Maschinen 859.377,53 33.312,00 0,00 892.689,53
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 853.876,20 52.680,57 0,00 906.556,77
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
1.906.718,00 95.798,57 0,00 2.002.516,57
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
3.003.759,33 115.754,07 0,00 3.119.513,40
Nettobuchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 30.09.2023
EUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 129.687,00 140.830,00
129.687,00 140.830,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 219.880,00 229.686,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 772.026,00 805.338,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 355.385,00 369.962,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 298.017,61 298.017,61
1.645.308,61 1.703.003,61
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 28.614,75 28.614,75
2. Genossenschaftsanteile 300,00 300,00
28.914,75 28.914,75
1.803.910,36 1.872.748,36

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Sangel Systemtechnik GmbH, Bielefeld

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Sangel Systemtechnik GmbH, Bielefeld, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sangel Systemtechnik GmbH, Bielefeld, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember 2023und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 12. Juli 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Sven Ilg, Wirtschaftsprüfer

Wilhelm Röscheisen, Wirtschaftsprüfer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 12. Juli 2024 festgestellt.

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