Stammdaten

Register
Amtsgericht Paderborn HRB 5228
Vorher
Anröchter Rinne GmbH ANRINANRIN Anröchter Rinne GmbH
Eingetragen
15.1.1974
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenBeteiligungsgesellschaftenGroßhandel mit Anstrichmitteln
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist a) Handel mit Baustoffen aller Art b) Herstellung und Vertrieb von Fertigbauteilen, insbesondere von Anröchter Rinnen c) die Verwaltung anderer Unternehmen. Die Gesellschaft kann sich an ähnlichen Unternhemen beteiligen oder solche erwerben.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Bürger Markus
seit 17.12.2014
Geschäftsführer
Gerald Broermann
seit 31.5.2012
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Broermann Beteiligungs GmbH & Co. KG
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ANRIN GmbH

Anröchte

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

ANRIN entwickelt und produziert seit 1972 Entwässerungsrinnen aus Polymerbeton nach DIN EN 1433 und ist nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert. Als Designanbieter für Rost und Rinne steht ANRIN - LEADING WATER europaweit als führender Berater und Partner der modernen Linienentwässerung für den Privat- und Gewerbebau, Städtebau und Sportstättenbau.

ANRIN-Produkte finden sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich Anwendung. Um den unterschiedlichen Ansprüchen der Zielgruppen, zu denen Architekten, Garten- und Landschaftsbauer, Städteplaner und Bauunternehmen zählen, gerecht zu werden, wird bedarfsspezifisch geplant, designed und produziert. Auch als Teil des Stadtbildes sieht sich ANRIN in der Verantwortung, Ästhetik mit Funktionalität zu vereinen und bietet mit kreativen Ideen Lösungen für Mensch und Umwelt. Der Leitsatz: Der Kunde wählt das Design aus, ANRIN sorgt für die Qualität steht neben dem Leistungsversprechen auch für das Nutzererlebnis. Lebensräume, in denen sich Menschen wohlfühlen, sorgen für eine höhere Lebensqualität. Durch den Fokus auf Design und Ästhetik gelingt es ANRIN, den Wohlfühlfaktor beim Gestalten der Umwelt in den Vordergrund zu stellen.

Im Mittelpunkt der Tätigkeiten im Geschäftsjahr 2023 stand die Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie, die Herausforderung der sich abschwächenden Konjunktur im Bausektor und die Bewältigung der weiterhin steigenden Kosten, insbesondere im Bereich der Personal und allgemeinen Verwaltungskosten. Die gestiegenen Kosten mussten Anfang 2023 durch Preiserhöhungen unserer Verkaufspreise an unsere Kunden weitergegeben werden.

Der gelungene Markenauftritt ANRIN - LEADING WATER wurde weiter ausgebaut. Es wurde und wird auch künftig nachhaltig in die Marke ANRIN investiert. Das Nutzererlebnis für die Kunden rückt in den Vordergrund und das Leistungsversprechen wird weiter gefasst. Einen starken Markenauftritt konnte das Fachpublikum nun u.a. auf der Fachmesse BAU 2023 im April in München erleben. Design und Innovation sind die Treiber des Marktes und der Marke ANRIN - LEADING WATER. Im Sinne der Gesellschaft steht der verantwortungsvolle Umgang mit der wichtigen Ressource Wasser im Vordergrund. Durch den kontinuierlichen Dialog mit den Zielgruppen wird an den anspruchsvollen Designs gefeilt.

Der Vertrieb im Inland erfolgt mit eigenem Vertriebsteam über den Baustofffachhandel. Parallel zu unserem Außendienst kann ANRIN eine Objektberatung anbieten, um so die technisch und wirtschaftlich ideale Lösung anzubieten. Im Ausland werden unsere Produkte über Importeure/ Distributeure und Handelsvertreter vertrieben. Einzige Ausnahme davon ist ANRIN Nordic AB in Schweden und die ANRIN Nordic OY in Finnland, die dort jeweils direkt unter dem Markennamen ANRIN vertreiben.

Organisatorische Struktur

Die ANRIN GmbH hat keine selbstständigen Geschäftseinheiten. Innerhalb der ANRIN GmbH werden Produktion, Vertrieb, Einkauf, QM, Entwicklung und Formenbau aufgegliedert.

Rechtliche Struktur

Der Hauptsitz der ANRIN GmbH ist in Anröchte. Die ANRIN GmbH hat zum Abschlussstichtag keine unmittelbare Tochtergesellschaft. Die ANRIN GmbH ist selbst zu 100% eine Tochtergesellschaft der Broermann Beteiligungs- GmbH & Co. KG.

2. Forschung und Entwicklung

Die ANRIN GmbH entwickelt Entwässerungssysteme. Wir beschäftigen derzeit im F&E-Bereich drei Mitarbeiter, d.h. ca. 5% der gesamten Mitarbeiter.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Überblick Markt, Branche, Konjunktur

Im Jahr 2023 beeinträchtigten die Spätfolgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und der Coronapandemie die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands. Wegen dieser Belastungen sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 %, nachdem es 2022 noch merklich zugelegt hatte (+1,8 %).

Die Inflationsrate verminderte sich zwar von 6,9 % im Jahresdurchschnitt 2022 auf 5,9 % in 2023. Der Preisauftrieb blieb damit aber weiterhin ausgesprochen hoch.

Die bereits Ende 2022 im Zuge des Ukrainekriegs eingetretene wirtschaftliche Schwächephase dauerte im Wesentlichen das gesamte Jahr 2023 an. Die bis ins Frühjahr bestehenden Hoffnungen auf eine konjunkturelle Erholung erfüllten sich nicht. Zu Jahresbeginn wurde die Konjunktur vor allem durch die nur langsam schwindenden Belastungen durch die hohe Inflation, die Materialengpässe und die teilweise noch bestehenden Coronaschutzmaßnahmen gedämpft. Im weiteren Jahresverlauf belasteten dann verstärkt die von den westlichen Notenbanken in Reaktion auf die Inflation vorgenommenen kräftigen Leitzinsanhebungen die wirtschaftliche Situation in Deutschland und weltweit. Überlagert wurden diese Einflüsse auch von dem andauernden Arbeits- und Fachkräftemangel hierzulande und den hohen Unsicherheiten, beispielsweise über die Folgen des Ende 2023 eskalierenden Nahostkonflikts und den wirtschaftspolitischen Kurs in Deutschland nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts im November. In Reaktion auf das Urteil musste die Bundesregierung zum Jahresende in ihrer Finanzplanung deutliche Kürzungen und Einsparungen vornehmen.

Nach einem durch die Erholung von der Coronakrise getriebenen kräftigen Zuwachs im Vorjahr um 3,9 % gingen die privaten Konsumausgaben 2023 preisbereinigt um 0,7 % zurück. Hauptgrund war der kräftige Anstieg der Verbraucherpreise, der die Kaufkraft der Einkommen vieler Haushalte deutlich dämpfte. Vor allem in Bereichen, in denen die Preise auf dem hohen Stand des Vorjahres verharrten oder sogar weiter zulegten, kam es zu rückläufigen Ausgaben. Die Privathaushalte gaben insbesondere für Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,3 %) sowie Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren (-4,5 %) erheblich weniger aus, trotz der vielfach deutlichen Lohn- und Gehaltssteigerungen und der insgesamt robusten Arbeitsmarktlage.

Die staatlichen Konsumausgaben verminderten sich mit dem Wegfall von pandemiebedingten Sonderausgaben ebenfalls. Der Staatskonsum, der 2022 noch um 1,6 % gestiegen war, sank um deutliche 1,5 %. Insgesamt trugen die Konsumausgaben mit einem Beitrag von -0,7 Prozentpunkten wesentlich zum Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts bei.

Trotz der allgemeinen Konjunkturschwäche blieb der Arbeitsmarkt in einer soliden Grundverfassung. Zwar stieg die Arbeitslosenzahl in der Statistik, auch wegen der verstärkten Erfassung Geflüchteter, von 2,4 Millionen Menschen im Vorjahr auf 2,6 Millionen Menschen. Die Arbeitslosenquote befand sich mit 5,7 % aber nach wie vor auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau und nur leicht über dem Stand von 2022 (+5,3 %). Zudem hielt der Beschäftigungsaufbau an. Die Erwerbstätigenzahl kletterte im Vorjahresvergleich um gut 300.000 auf einen neuen Rekordwert von rund 45,9 Millionen Menschen.

Nachdem die jährliche Veränderungsrate des Verbraucherpreisindex 2022 mit 6,9 % den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht hatte, ging sie 2023 etwas zurück. Im Jahresdurchschnitt lag die Inflationsrate bei 5,9 %, wobei die Monatswerte einen klar rückläufigen Trend zeigten. So ist die Inflationsrate ausgehend von den im Januar und Februar mit jeweils 8,7 % markierten Maximalwerten bis November und Dezember auf Jahrestiefstände von 3,2 % und 3,7 % gefallen. Verantwortlich für den Rückgang der Gesamtteuerung war in erster Linie der nachlassende Preisanstieg bei Energie. Angesichts staatlicher Entlastungsmaßnahmen und rückläufiger Notierungen für Energieträger verteuerten sich Energieprodukte 2023 um unterdurchschnittliche 5,3 %, nach einem enormen Anstieg um 29,7 % im Vorjahr. Bei Nahrungsmitteln hielt hingegen der hohe Preisauftrieb nahezu ungebremst an. Sie verteuerten sich um 12,4 %, nach einer Erhöhung um 13,4 % im Vorjahr.

Die staatlichen Einnahmen expandierten 2023 mehr als die Ausgaben. Befördert wurde das Einnahmenwachstum nicht zuletzt durch steigende Sozialbeiträge und höhere Verkaufserlöse, unter anderem weil die Umsätze der meisten Unternehmen des Öffentlichen Personennahverkehrs mit der Einführung des 49-Euro-Tickets dem Sektor Staat zugerechnet wurden. Stärkste Treiber des Ausgabenwachstums waren Anpassungen bei den Renten und Pensionen sowie höhere Zinsaufwendungen. Hinzu kamen umfangreiche Mehrausgaben zur Abmilderung der Energiekrise, wie die Zahlungen für die Gas-, Fernwärme- und Strompreisbremsen der Bundesregierung.

Das langsame, noch andauernde Abklingen des Inflationsschocks des Jahres 2022 dominierte das vergangene Jahre 2023 an den Finanzmärkten. Die Notenbanken setzten ihre geldpolitischen Straffungen aus dem Vorjahr fort und erhöhten ihre Leitzinsen weiter. Die größten westlichen Notenbanken, die Europäische Zentralbank (EZB) und die Federal Reserve der USA (Fed), erreichten damit 2023 und binnen unter achtzehn Monaten Erhöhungsphase die höchsten Leitzinsniveaus seit der globalen Finanzkrise von 2008; im Falle der EZB die höchsten seit Einführung des Euro. Im Zuge dieser Zinspolitik sanken die konjunkturellen Aussichten der Weltwirtschaft aufgrund der steigenden Finanzierungskosten.

Die Schwächung des Wachstums in China durch Immobilienkrise und Nachwirkungen der strengen Nullcovidpolitik sowie die geopolitischen Unsicherheiten wie der andauernde russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, der durch den Terrorangriff der Hamas auf Israel intensivierte Nahostkonflikt oder die Rivalität zwischen China und den USA belasteten die Konjunkturaussichten ebenfalls.

Nach wie vor ist der Markt der Entwässerungssysteme stark von der Baukonjunktur abhängig. Die Baukonjunktur zeigt sich in 2023 deutlich schwächer, so verzeichnete das Bauhauptgewerbe einen realen Umsatzrückgang von 5,2 % (Quelle: Brancheninfo Bau / Hauptverband der deutschen Bauindustrie e.V.). Für 2024 wird mit einem Rückgang von 3% gerechnet.

Der Ausblick für den europäischen Wohnungsbau trübt sich weiter ein. Bei Euroconstruct rechnet man damit, dass die Bautätigkeit in den kommenden Jahren jährlich um 1% bis 2% schrumpft. Der Tiefbausektor hingegen zeigt sich robust und soll demnach leicht wachsen. Die Zahl der Beschäftigten im Baugewerbe Deutschlands ist nur marginal angestiegen. (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Die Branche der Entwässerungssystemhersteller wird von den Werkstoffen Beton, Polymerbeton und Kunststoff dominiert. Hinzu kommen Lösungen aus Metall für Dach- und Fassadenentwässerung. Aufgrund der Vielzahl der Anbieter und Systeme besteht u.E. ein intensiver polypolistischer Wettbewerb. Anfang 2023 wurde bekannt, dass die Firma CreaBeton (CH) den Marktbegleiter BIRCO (v.a. Betonrinnen) übernehmen wird. Eine Übernahme von BIRCO durch ACO wurde im Vorjahr 2021 wegen einer marktbeherrschenden Stellung (45-50% Anteil nach Fusion) durch das Kartellamt untersagt (vgl. Beschluss B 1 - 137/21).

Nach ersten Einschätzungen konnten die nationalen Hersteller von Marken-Entwässerungssystemen ihren Umsatz in 2023 weitgehend stabil halten. Das Bundeskartellamt schätzte das Marktvolumen (hier Zahlen für 2021) in Deutschland auf ca. 200 Mio. EUR ein.

Der Markt in Europa hat eine Vielzahl von weiteren Anbietern mit den o.g. Werkstoffen, wobei unterschiedliche Marktteilnehmer in den jeweiligen Ländern vertreten sind. Die einzelnen Absatzmärkte sind dabei unterschiedlich strukturiert. Die Vetriebsstruktur im Kernmarkt der ANRIN GmbH, in Deutschland, ist i.d.R. 2 bzw. 3-stufig. Die Kunden der Entwässerungssystemhersteller sind überwiegend Baufachhändler und Baumärkte (Do-it-yourself / DIY). Kunde der ANRIN GmbH ist vorrangig der Baufachhandel.

Der Baufachhandel hat im Jahr 2023 einen Rückgang verzeichnet, unsere Kunden haben gegenüber dem Vorjahr zwischen 8% und 12% weniger Umsatz erzielt, abhängig von der jeweiligen Ausrichtung. Insbesondere sind hier die Auswirkungen des geringeren Hochbauvolumens zu spüren. Im GaLa- und Tiefbau sind tendenziell keine bzw. nur geringere Rückgänge zu verzeichnen. Auch für 2024 rechnet der Baufachhandel mit einer rückläufigen Bautätigkeit und somit weiterhin rückläufigen Umsätzen.

Nach wie vor entscheidend für die Marktpräsenz der Hersteller ist daher die Listung bei den Einkaufsverbänden der Baufachhändler, da es kaum noch verbandslose Händler gibt.

Weiterhin zunehmende Bedeutung hat die Betreuung der Architekten, der verarbeitenden Kunden und Endkunden. Hier ist ein Ansatzpunkt für die Marktbearbeitung von ANRIN.

Politische Rahmenbedingungen

Die politischen Rahmenbedingungen am Standort Deutschland und in den Hauptabsatzmärkten Europas werden weiterhin als stabil eingestuft. Sowohl durch den Konflikt in Nahost / Israel als auch durch den anhaltenden Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine entstehen aber neue Rahmenbedingungen, die zumindest mittelbar einen signifikanten Einfluss haben werden, bspw. durch die Attacken der Rebellen auf Handelsschiffe am Horn von Afrika. Durch den Krieg bricht der Absatzmarkt in Russland weg, wobei das Absatzvolumen hier gering war und damit der Entfall dieses Marktes für ANRIN nicht kritisch gesehen wird. Trotz des anhaltenden Krieges in der Ukraine wird dort weiter investiert. Durch die politische Nähe zu Europa könnte hier somit ein interessanter Markt entstehen, insbesondere wenn der Krieg enden sollte.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Mit ihrer langjährigen Erfahrung als Anbieter von Entwässerungslösungen ist die ANRIN GmbH vorwiegend in Deutschland und Europa tätig.

Das Berichtsjahr 2023 war trotz der internationalen kriegerischen Konflikte und der schlechten konjunkturellen Prognosen von Stabilität im Inland geprägt.

Im Ausland konnte das Geschäft mit den etablierten Kunden ausgebaut werden.

ANRIN Nordic: In 2023 konnte sich die ANRIN Nordic im Markt Skandinavien (SWE, NOR, DK, ISL, FIN) weiter etablieren und wachsen. Auch das Ergebnis entwickelt sich weiter positiv, sodass ANRIN Nordic auch für 2023 ein Gewinn ausgewiesen wird. Die Kooperation mit einem Kanalgusshersteller konnten wir in 2023 weiter ausbauen und Vertriebserfolge verbuchen.

Im Geschäftsjahr 2023 steigerte sich der Umsatz der ANRIN GmbH um insgesamt 5,3%, wobei das Inland und Ausland in etwa im Gleichschritt zulegten. Das Umsatzwachstum steht im Einklang mit der Steigerung der Absatzmenge gegenüber dem Vorjahresniveau (+5%).

Die Ertragslage zeigt sich 2023 im Vergleich zu 2022 wieder deutlich verbessert. Das Verhältnis EAT zur Gesamtleistung stieg wieder von 2,5% auf 5,4%. Insbesondere ist dies auf die gesunkenen Kosten im Einkauf zurückzuführen. Die kundenseitigen Preiserhöhungen erfolgten in 2022 und 2023 und haben so auch hierzu beigetragen.

a) Ertragslage

Ergebnisquellen Geschäftsjahr Vorjahr Veränderungen
TEUR TEUR TEUR %
Rohergebnis 7.924 7.077 847 12,0%
Betriebsergebnis 1.119 531 588 110,7%
Zinsergebnis 6 13 -7 -58,3%
Steuerergebnis (EBT) 1.125 544 581 107%
Jahresergebnis 772 372 400 107%

Das Rohergebnis ist durch den gesunkenen Materialaufwand trotz gesunkener Gesamtleistung wieder auf das Niveau vor 2022 angestiegen. Das Betriebsergebnis steigt in der Folge deutlich um 588 TEUR bzw. 111%. Das Umsatzwachstum ist höher als der Branchentrend. Der Materialaufwand ist um 1,4 Mio. EUR gesunken. Der Personalaufwand ist im Verhältnis zur Gesamtleistung von 22% auf 27% gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Vergleich zum Jahr 2022 um 58 TEUR etwas erhöht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr leicht um 195 TEUR verringert. Das Zinsergebnis hat sich aufgrund eines abgelösten Darlehens verringert.

Das Steuerergebnis steht im Einklang zur Entwicklung des Jahresergebnisses vor Steuern.

b) Finanzlage

Die Finanzlage wird durch uns als gut eingeschätzt. Der vereinfachte Cashflow (Jahresüberschuss zuzüglich Abschreibungen) beträgt im Berichtsjahr 2023 ca. 1.069 T€, im Vorjahr waren es 708 T€.

Das Guthaben bei Kreditinstituten ist im Vergleich zum Vorjahr aufgrund geringerer Lagerbestände und der damit verringerten Kapitalbindung angestiegen.

Die ANRIN GmbH hat keine Bankverbindlichkeiten und die vorhandenen Kontokorrentlinien wurden nicht beansprucht.

c) Vermögenslage

Wesentliche Bilanzposten Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
T€ T€ T€ %
Aktiva
Anlagevermögen 2.427 991 1.437 145%
kurzfirstige Vermögenswerte 5.828 8.328 -2.500 -30%
liquide Mittel 2.286 699 1.587 227%
aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 8 23 -15 -65%
Passiva
Eigenkapital 8.374 7.602 772 10%
langfr. Verbindlichkeiten 0 0 0
kurzfr. Verbindichkeiten und Rückstellungen 2.175 2.439 -264 -11%
Bilanzsumme 10.549 10.041 508 5%

Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr erhöht, insbesondere durch die Umgliederung der Ausleihung aus den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Die kurzfristigen Vermögenswerte sind durch verringerte Lagerbestände, verringerte Lagerwerte und verringerte Forderungsbestände zu erklären.

Das gesamte Eigenkapital beläuft sich zum Ende des Geschäftsjahrs auf 8.374 TEUR.

Die Eigenkapitalquote liegt bei 79% und somit über den Größenordnungen vergleichbarer Unternehmen der Branche. Die Rückstellungen stiegen auf 815 TEUR.

Unsere Gesellschaft hat im Geschäftsjahr eine stabile Geschäftslage gezeigt und im Rahmen der Umstände eine positive Entwicklung genommen. Die vertrieblichen Planansätze wurden voll erfüllt, das Ergebnis fällt etwas zurück.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf der Umsatzentwicklung und dem Betriebsergebnis.

Sowohl der Inlandsumsatz als auch der Auslandsumsatz ist jeweils um 5% gestiegen, wobei bei dieser Betrachtung Erlösschmälerungen außer Betracht bleiben. Das Betriebsergebnis ist im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 von 3,6 % auf 7,9 % angestiegen.

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz in den Vertriebsgebieten und monatlich die vorläufige Gewinn- und Verlustrechnung heran.

4. Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als günstig ein.

Unsere Umsatzentwicklung und Ergebnisentwicklung ist positiv.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt.

Der Verlauf des Jahres 2023 hat unsere vertriebsseitigen Prognosen für das Berichtsjahr 2023 übertroffen. Die Umsatzsteigerung konnte 2023 in ein verbessertes Ergebnis umgesetzt werden. Die Materialkosten haben sich im Jahresverlauf überwiegend stabilisiert und somit planbar entwickelt. Durch die Verkaufspreissteigerungen in den Jahren 2022 und 2023 können diese gestiegenen Kosten an unsere Kunden weitergegeben werden. Hierdurch hat sich die Ertragslage wieder deutlich verbessert gezeigt.

III. Zweigniederlassungsbericht

Unser Unternehmen verfügt neben dem Hauptsitz über keine Niederlassungen.

IV. Prognosebericht

Die ANRIN GmbH ist solide finanziert und ein im Markt langjährig etablierter Anbieter von Entwässerungssystemen. Das Unternehmen vereint wirtschaftlichen Erfolg mit unternehmerischer Verantwortung und gelebter Partnerschaft im Vertrieb.

Der Klimawandel und damit einhergehende Starkregenfälle sind ein weltweit diskutiertes Thema. Durch die fortschreitende Versiegelung von Flächen gewinnt die Entwässerung zunehmend an Bedeutung. Wir sind in einem Markt tätig, der weltweit kontinuierlich an Bedeutung gewinnt und wächst.

Materialaufwand & Verfügbarkeit

Die Verknappung und Preissteigerungen auf der Rohstoffseite, die in den Jahren 2021 und 2022 dominierten, waren in 2023 nicht mehr existent. Auch für 2024 zeichnet sich keine Knappheit ab, sodass wir von einer weiterhin stabilen Versorgung mit Rohstoffen und Vormaterialien ausgehen.

Preissteigerungen, Inflation, Zinsentwicklung

Die stark gestiegenen Materialkosten im Bau und die vergleichsweise hohen Zinsen führen zu erhöhten Kosten bei möglichen Bauherren. Zwar ist inzwischen eine bessere Planbarkeit der Kosten gegeben, allerdings sinkt parallel durch die Inflation das reale Einkommen bzw. die freie Liquidität. Hierdurch werden private Investitionen im Bausektor teurer und damit ggf. finanziell unattraktiv. Die Zahl der Baugenehmigungen im Ein- und Zweifamilienhaussektor ist nach wie vor stark rückläufig, die Zahlen des statistischen Bundesamtes weisen hier einen Rückgang von 25 % - 30 % aus.

Auch im Wirtschaftsbau steigen die Kosten für den Bau und die Finanzierung, sodass auch in diesem Segment mögliche Vorhaben entweder abgesagt oder zumindest aufgeschoben werden. Diese allgemeine Kostensteigerung hat somit eine direkte negative Wirkung auf die Bautätigkeit und die Nachfrage von Bauprodukten.

Durch das breite Netzwerk an Händlern und Distributeuren gehen wir allerdings davon aus, dass wir auch in einem schrumpfenden Markt bzw. in einer Rezession wettbewerbsfähig bleiben können.

Für die kommenden Jahre bedarf es allerdings weiterer Impulse und Maßnahmen durch die Regierung, um Bauherren realistische Chancen auf eine Umsetzung möglicher Bauvorhaben zu geben.

Der anhaltende Bedarf an Wohnraum deutet darauf hin, dass grundsätzlich eine große Nachfrage vorhanden ist. Jedoch ist aufgrund der Inflation und der Rezessionsgefahr insgesamt ein Rückgang an neuen Bauvorhaben zu erwarten.

Durch den starken Markenauftritt der ANRIN und Produktinnovationen haben wir im Wettbewerb einen Vorteil über die Marke geschaffen, sodass wir hier gegenüber den Marktbegleitern eine gute Ausgangsposition auch im Falle einer Rezession haben.

Im Export streben wir 2024 einen weiteren Ausbau des Netzwerkes an. Durch die Messen haben sich hier neue Kontakte ergeben. ANRIN Nordic hat in Finnland seit 2023 eine eigenen Außendienstmitarbeiter und eine eigene Vertriebsgesellschaft (OY), sodass wir den finnischen Markt nun auch aktiv bearbeiten können.

Auf der Ergebnisseite kann ANRIN 2024 von sinkenden Einkaufspreisen profitieren und die Ergebnisseite weiter verbessern.

Weitere Aufwendungen sind 2024 für die Verbesserung der Nachhaltigkeit und die Steigerung der Markenbekanntheit und Messeteilnahmen geplant. Unser Claim LEADING WATER soll daher im Markenauftritt fest verankert werden und die Maßnahmen daher zu einem positiven Markenimage ANRIN - Leading Water führen. Weiterhin investiert ANRIN in technische Anlagen, um so effizienter, schneller und umweltfreundlicher produzieren zu können.

Wir planen für 2024 trotz der globalen Krisen und teilweise negativen Konjunkturtendenzen eine positive Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage bei einer anhaltend positiven Ertragslage.

V. Chancen- und Risikobericht

Chancen

Entsprechend der Aussagen von Studien (vgl. hierzu Weltklimarat (IPCC) / Max-Planck-Institute für Meteorologie) gehen wir aufgrund des Klimawandels, des weltweiten Bevölkerungswachstums und des Trends zum Eigenheim und Gartenbau auch weiterhin von einem hohen Bedarf im Markt der Entwässerung aus. Die ANRIN GmbH kann durch ihre Erfahrungen, die starke Marke, die Qualitäts- und Kompetenzwahrnehmung im Markt von dieser Entwicklung langfristig profitieren.

Konkrete Chancen sehen wir nach wie vor im Ausbau des Vertriebs innerhalb Deutschlands bzw. Europas und in der Produktentwicklung. Insbesondere ist durch die Markteinführung des Venturistutzens eine Chance zur weiteren Differenzierung im Wettbewerb entstanden, da wir dem Kunden einen zusätzlichen Nutzen anbieten können, den der Kunde nur bei ANRIN erhalten kann (USP).

Die Zusammenarbeit mit Verarbeitern wie Tiefbau-Unternehmen und Garten- und Landschaftsbauern wird auch 2024 intensiv weitergeführt. Neben den Planern und Architekten sind dies auch Schlüsselstellen für den erfolgreichen Vertrieb der Entwässerungslösungen von ANRIN.

Die Vertriebsgesellschaft in Skandinavien (ANRIN Nordic) erarbeitet sich auch 2024 weitere Chancen in den nordischen Märkten, hier vor allem mit Fokus auf Finnland, und damit auch auf weiteres Wachstum der ANRIN.

Risiken

Vor allem die Rezessionsgefahr, ist ein Risiko für die europaweite Bauwirtschaft. Auch die gestiegenen Zinsen zeigen bereits einen negativen Einfluss auf die Baukonjunktur. Durch die geringeren verfügbaren Einkommen könnte die Bautätigkeit und damit auch die Nachfrage sinken. Durch eine mögliche Rezession und den damit verbundenen Nachfragerückgang könnte der Preiswettbewerb wieder intensiver werden.

Durch die zunehmenden Anforderungen der Gesellschaft und der Gesetzgeber rückt auch das Thema Umweltmanagement und der Karbon-Footprint in den Fokus der Kunden. Hier müssen seitens der Industrie Antworten auf diese Fragen gegeben werden.

Fachkräftemangel/Arbeitskräftemangel

Der Fachkräftemangel zieht sich weiterhin quer durch die Gesellschaft. Es mangelt in der Gesellschaft nicht mehr nur an Fachkräften, sondern auch an Arbeitskräften im allgemeinen. Nicht nur die Mitarbeitergewinnung wird zunehmend schwieriger, auch die Verfügbarkeit von Fachkräften am Bau, die unsere Produkte weiterverarbeiten, könnte sich künftig als Bottleneck für weiteres Wachstum erweisen.

Währungsrisiken

Im operativen Bereich resultieren weiterhin mittelbare Fremdwährungsrisiken daraus, dass geplante Transaktionen in einer anderen Währung als dem Euro abgewickelt werden könnten. Insbesondere ist hier der Einkauf in Asien betroffen, d.h. das mittelbare Währungskursänderungsrisiko liegt im Wechselkurs der Währungen CNY/USD/EUR begründet. Der EUR zeigt zwar Schwankungen gegenüber dem CNY und dem USD, jedoch ist das allgemeine Verlustrisiko relativ gering. Insgesamt haben wir kundenseitig alle relevanten Preisvereinbarungen in Euro abgeschlossen, sodass auch auf der Absatzseite keine unmittelbaren Währungsrisiken für die ANRIN GmbH bestehen. Mittelbar können sich jedoch Effekte durch Währungskursänderungen ergeben, die aber keinen direkten Einfluss auf die einzelne Transaktion haben.

Die Verfügbarkeit von Frachtraum im Land- und Seeverkehr hat sich gegenüber den Engpässen 2021 und trotz der Rebellenattacken in der Seefracht zwischenzeitlich verbessert. Die Frachtkosten insbesondere im Landverkehr sind stabil. Die Seefrachtraten sind deutlich volatiler, vor allem durch die Rebellenattacken, aber auch durch die künstliche Verknappung des Frachtraums durch die Reeder.

Unkalkulierbare Risiken können die Situation verändern, insbesondere kann eine plötzliche Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen eintreten oder Deutschland bzw. die NATO Kriegspartei im Russland-Ukraine-Krieg werden. Sollte die NATO in einen Krieg mit Russland eintreten, so hätte dies sicherlich verheerende Auswirkung auf die europäische Wirtschaft und damit auf den Geschäftsverlauf. Auch ein Konflikt China/USA um Taiwan könnte die weltwirtschaftliche Lage negativ beeinflussen.

Die Geschäftsführung der ANRIN GmbH geht davon aus, dass abseits der aktuell bekannten Krisen keine Änderungen eintreten, die das Geschäftsmodell der ANRIN GmbH nachhaltig negativ beeinflussen.

Alle erkennbaren Risiken werden in unserem internen Risiko- und Chancenprozess laufend abgewogen und sind in diesen Bericht bzw. in die Unternehmensplanung eingeflossen. Die Geschäftsführung schätzt die Risiken als ernsthaft, jedoch nicht kritisch im Sinne des Geschäftsmodells der ANRIN GmbH ein.

Gesamteinschätzung

Der Umfang und das Gefährdungspotential der Risiken sind nach Einschätzung der Geschäftsführung durch die Kriegs- und Krisenherde und die damit verbunden Auswirkungen erhöht.

Die Entwicklung des Unternehmens und die Perspektiven der ANRIN GmbH sind aus Sicht der Geschäftsführung trotz der geopolitischen Lage insgesamt gesehen positiv. Nach Einschätzung der Geschäftsführung wird es auch in den kommenden Geschäftsjahren 2024/2025 eine tendenziell stabile, positive Unternehmensentwicklung geben.

Insbesondere unsere finanzielle Solidität und Stabilität, unsere erfahrenen Mitarbeiterteams und unsere starke Marke bringen uns auch im Falle einer länger anhaltenden Rezession in eine ausreichend günstige Ausgangssituation, um das Unternehmen erfolgreich durch diese Zeiten zu führen und eigenständig als Familienunternehmen fortzuführen. Bestandsgefährdende Risiken sind aktuell nicht ersichtlich.

 

Anröchte, 17. September 2024

gez. Gerald Broermann

gez. Markus Bürger

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.427.360,79 990.553,08
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 86.195,00 160.495,00
II. Sachanlagen 1.427.015,79 829.908,08
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 58.226,88 58.226,88
2. technische Anlagen und Maschinen 95.671,00 16.906,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 746.709,00 649.684,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 526.408,91 105.091,20
III. Finanzanlagen 914.150,00 150,00
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 914.000,00 0,00
2. Beteiligungen 150,00 150,00
B. Umlaufvermögen 8.113.752,23 9.027.534,39
I. Vorräte 4.607.423,51 5.856.020,03
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.220.357,05 2.472.191,62
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.285.971,67 699.322,74
C. Rechnungsabgrenzungsposten 7.813,50 23.384,52
Bilanzsumme, Summe Aktiva 10.548.926,52 10.041.471,99

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 8.374.625,16 7.602.077,80
I. gezeichnetes Kapital 51.129,19 51.129,19
II. Gewinnrücklagen 5.100.000,00 5.100.000,00
III. Bilanzgewinn 3.223.495,97 2.450.948,61
B. Rückstellungen 815.524,96 462.785,24
C. Verbindlichkeiten 1.358.776,40 1.976.608,95
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.287,45 1.287,45
2. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 600.000,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 10.548.926,52 10.041.471,99

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 7.924.286,57 7.077.298,00
2. Personalaufwand 3.831.706,36 3.337.928,35
a) Löhne und Gehälter 3.149.050,48 2.725.235,77
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 682.655,88 612.692,58
davon für Altersversorgung 26.587,86 23.562,44
3. Abschreibungen 295.580,72 335.482,06
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 295.580,72 335.482,06
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.677.803,76 2.872.864,07
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.554,75 13.258,03
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 22,02 0,00
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 352.181,10 172.087,10
8. Ergebnis nach Steuern 772.547,36 372.194,45
Jahresüberschuss 772.547,36 372.194,45

Anhang zum 31.12.201

ANRIN GmbH

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: ANRIN GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Anröchte
Registereintrag: vom 15. Januar 1974
Registergericht: Paderborn
Register-Nr.: HRB 5228

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

In die Herstellungskosten der selbst erstellten Werkzeuge wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

-Beteiligung mit den Anschaffungskosten, bei voraussichtlich dauernder Wertminderung abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen

- Ausleihungen zum Nennwert

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten einbezogen.

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird zusätzlich durch eine ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten ist zum Nennwert berücksichtigt.

Das Eigenkapital wurde zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt, sie sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. In anderen Fällen werden eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Mitzugehörigkeitsvermerke

Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erläuterung gegeben:

Die Mitzugehörigkeitsvermerke betreffen folgende Posten und Sachverhalte:

- Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 1.082.010,92)

- Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 17.170,52 (Vorjahr: EUR 14.909,52) mit einer Restlaufzeit weniger als einem Jahr

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Angaben zum Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt DM 100.000,00 und wurde in Euro umgerechnet.

Im Bilanzgewinn ist der Gewinnvortrag des Vorjahres i.H.v. EUR 2.450.948,61 enthalten.

Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit weniger als einem Jahr gegenüber verbundenen Unternehmen beträgt TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 1).

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht beträgt TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 600).

Die Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 1), sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 7). Vom Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten sind TEUR 209 (Vorjahr: TEUR 282) durch Eigentumsvorbehalte besichert.

sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus einem Mietvertrag mit der Gesellschafterin über die betrieblich genutzte Immobilie (jährlich TEUR 153, Stand 31.12.2023) sowie weitere Mietverträge von untergeordneter Bedeutung (TEUR 3).

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung:

Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen EUR 11.176,11 (Vorjahr: EUR 17.507,72). Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen EUR 4.185,10 (Vorjahr: EUR 16.848,83).

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 37
Angestellte 24
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 61

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Gerald Broermann Anröchte ausgeübter Beruf Diplom-Ingenieur
Markus Bürger Anröchte ausgeübter Beruf Diplom-Kaufmann

Vergütungen der Geschäftsführer

Die Angabe unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Anröchte, 17. September 2024

gez. Gerald Broermann

gez. Markus Bürger

Anlagespiegel

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
davon FK-Zinsen
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 687.545,92 0,00 0,00 0,00 0,00 687.545,92
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 687.545,92 0,00 0,00 0,00 0,00 687.545,92
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 70.853,03 0,00 0,00 0,00 0,00 70.853,03
technische Anlagen und Maschinen 202.322,54 82.675,67 0,00 0,00 0,00 284.998,21
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.810.383,52 317.171,05 0,00 92.499,99 0,00 3.035.054,58
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 144.781,20 421.317,71 0,00 0,00 0,00 566.098,91
Summe Sachanlagen 3.228.340,29 821.164,43 0,00 92.499,99 0,00 3.957.004,73
Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 914.000,00 0,00 0,00 0,00 914.000,00
Beteiligungen 150,00 0,00 0,00 0,00 0,00 150,00
Summe Finanzanlagen 150,00 914.000,00 0,00 0,00 0,00 914.150,00
Summe Anlagevermögen 3.916.036,21 1.735.164,43 0,00 92.499,99 0,00 5.558.700,65
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
Euro
Abschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 527.050,92 74.300,00 0,00 0,00 0,00 601.350,92
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 527.050,92 74.300,00 0,00 0,00 0,00 601.350,92
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.626,15 0,00 0,00 0,00 0,00 12.626,15
technische Anlagen und Maschinen 185.416,54 3.910,67 0,00 0,00 0,00 189.327,21
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.160.699,52 217.370,05 0,00 89.723,99 0,00 2.288.345,58
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 39.690,00 0,00 0,00 0,00 0,00 39.690,00
Summe Sachanlagen 2.398.432,21 221.280,72 0,00 89.723,99 0,00 2.529.988,94
Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 2.925.483,13 295.580,72 0,00 89.723,99 0,00 3.131.339,86
Zuschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Buchwert 31.12.2023
Euro
Buchwert 31.12.2022
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 0,00 86.195,00 160.495,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 86.195,00 160.495,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 58.226,88 58.226,88
technische Anlagen und Maschinen 0,00 95.671,00 16.906,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 746.709,00 649.684,00
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 526.408,91 105.091,20
Summe Sachanlagen 0,00 1.427.015,79 829.908,08
Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 914.000,00 0,00
Beteiligungen 0,00 150,00 150,00
Summe Finanzanlagen 0,00 914.150,00 150,00
Summe Anlagevermögen 0,00 2.427.360,79 990.553,08

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 08.11.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um eine für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ANRIN GmbH, Anröchte

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ANRIN GmbH, Anröchte - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ANRIN GmbH, Anröchte für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Detmold, 19. September 2024

dhs GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Alexander Demant, Wirtschaftsprüfer

gez. Frank Wehrmann, Wirtschaftsprüfer

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