Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 103474
Eingetragen
21.10.2015
Branche
Wärme- und KältehandelVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für DritteIngenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Gegenstand
Erbringung von Dienstleistungen für Immobilienunternehmen, insbesondere die Produktion und Lieferung von Wärme und anderen Nutzenergieformen sowie alle damit in Verbindung stehenden Nebenleistungen, einschließlich Planung, Bau und Betrieb von energietechnischen Versorgungsanlagen, die die Erstellung von verbrauchsabhängigen Heiz- und Wasserkostenabrechnungen, einschließlich Beschaffung, Vermietung und Ablesung von Messgeräten, sowie andere im Rahmen der Betriebskostenabrechnung umlagefähige Leistungen. Zum Geschäftszweck gehören weiterhin technische und nichttechnische Dienstleistungen für die Immobilienwirtschaft mit dem Ziel der Steigerung der Nutzungsqualität von Immobilien sowie einer Verbesserung der Energieeffizienz, einschließlich der direkten Vermarktung dazu dienlicher Geräte und Dienstleistungen an Endverbraucher, sowie die Beratung von Wohnungsunternehmen zu den vorgenannten Geschäftsfeldern

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Sven Brawanski
seit 22.1.2025
Prokura
Harald Horstkotte
seit 8.6.2020
Prokura
Nicolai Kremer
seit 15.10.2019
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.000.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%
25.01%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Systeno GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Systeno GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Systeno GmbH, Frankfurt am Main - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Systeno GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Eschborn/Frankfurt am Main, 26. März 2025

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Enzenhofer, Wirtschaftsprüfer

Keskin, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2024

Aktiva

31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.887.953,27 3.940.082,25
2. technische Anlagen und Maschinen 16.944.772,96 12.434.472,20
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.250.054,31 2.040.852,76
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.747.409,82 5.957.714,11
27.830.190,36 24.373.121,32
B. Umlaufvermögen
I. Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und andere Vorräte
andere Vorräte 56.788,43 51.934,09
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 64.748,85 117.158,24
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.491.966,38 4.167.791,66
3. sonstige Vermögensgegenstände 4.149.494,68 3.868.043,43
8.706.209,91 8.152.993,33
III. Guthaben bei Kreditinstituten 840.552,34 5.348.760,14
9.603.550,68 13.553.687,56
37.433.741,04 37.926.808,88

Passiva

31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 4.000.000,00 4.000.000,00
III. Gewinnvortrag 14.680.179,95 8.762.522,81
IV. Jahresüberschuss 4.124.423,10 5.917.657,14
23.804.603,05 19.680.179,95
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.646.420,05 3.651.211,55
2. Sonstige Rückstellungen 2.461.843,77 1.944.844,41
4.108.263,82 5.596.055,96
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.153,08 48.587,04
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 410.610,50 1.166.985,97
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.568.608,12 2.226.646,02
4. Sonstige Verbindlichkeiten 3.539.502,47 9.208.353,94
davon aus Steuern EUR 3.539.502,47 (Vj. EUR 1.495.217,83)
9.520.874,17 12.650.572,97
37.433.741,04 37.926.808,88

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024

2024 2023
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 31.821.395,96 31.868.102,10
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.319.232,62 4.849.132,96
33.140.628,58 36.717.235,06
3. Materialaufwand 22.789.947,62 24.490.354,58
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.277.034,12 1.078.965,79
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 251.943,37 212.159,16
davon für Altersversorgung EUR 17.938,70 (Vj. EUR 17.334,17)
5. Abschreibungen auf Sachanlagen 2.126.226,52 1.823.232,64
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 599.277,14 539.621,37
27.044.428,77 28.144.333,54
7. Zinsen und ähnliche Erträge 74.176,28 130.714,09
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 57.266,99 3.873,70
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.980.268,76 2.773.965,53
10. Ergebnis nach Steuern 4.132.840,34 5.925.776,38
11. Sonstige Steuern 8.417,24 8.119,24
12. Jahresüberschuss 4.124.423,10 5.917.657,14

Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2024

A. Allgemeine Angaben

Die Systeno GmbH hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main (HRB 103474). Sie ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 und 4 HGB.

Der Jahresabschluss 2024 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für mittelgroße Kapitalgesellschaften und des GmbH - Gesetzes aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

Durch die Angabe in TEUR können sich Rundungsdifferenzen ergeben.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen erfolgten linear pro rata temporis nach der Restnutzungsdauermethode. Die der Abschreibung zugrundeliegenden voraussichtlichen Nutzungsdauern betragen grundsätzlich zwischen 5 und 50 Jahren. Im Geschäftsjahr 2024 wurde erstmalig ein Leitungsnetz aktiviert, für das eine Nutzungsdauer von 50 Jahren zugrunde gelegt wurde. In den Vorjahren lag die Spannbreite der Nutzungsdauern des Anlagevermögens bei 5 bis 23 Jahren. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Bei den anderen Vorräten handelt es sich neben Holzpellets, insbesondere um Heizöl, dessen Bestand durch Inventur ermittelt wurde. Die Bewertung erfolgte nach dem FiFo-Verfahren oder zu den niedrigeren Tageswerten am Bilanzstichtag.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten angesetzt. Erkennbaren Ausfallrisiken wird durch entsprechende Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Sofern die Gründe für in früheren Perioden vorgenommene Wertberichtigungen nicht mehr vorliegen, erfolgen entsprechende Wertaufholungen. Neben den erforderlichen Einzelwertberichtigungen wer-den bei Forderungen gleicher Risikostruktur Portfolio-Wertberichtigungen auf Basis historischer Ausfallraten durchgeführt.

Die Bankguthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen bewertet.

C. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Bilanz

Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens werden mit den Abschreibungen des Geschäftsjahres in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Die Umbuchungen im Geschäftsjahr sind darin begründet, dass die geleisteten Anzahlungen in Anlagen in Bau umgegliedert wurden. Des Weiteren wurden im Jahr 2024 einen Großteil der Heizanlagen fertiggestellt und von den Anlagen im Bau auf die Anlagen aktiviert.

Die folgenden Aktiva betreffen verbundene Unternehmen und Gesellschafter:

31.12.2024 31.12.2023
TEUR TEUR
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.492 4.168
davon gegen Gesellschafter - -
davon gegen verbundene Unternehmen 4.492 4.168
Guthaben bei Kreditinstituten 841 5.349
davon gegen verbundene Unternehmen -

Wie im Vorjahr bestanden die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 4.492 (Vorjahr TEUR 4.168) aus dem laufenden Liefer- und Leistungsverkehr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich in Höhe von TEUR 65 (Vorjahr TEUR 117).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Das zum Nennwert angesetzte und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt TEUR 1.000 (Vorjahr: TEUR 1.000).

Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von TEUR 5.918 wurde zusammen mit dem Gewinnvortrag i.H.v. TEUR 8.763 mit Gesellschafterbeschluss vom 14.05.2024 auf neue Rechnung vorgetragen.

Der laufende Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 4.124 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Die Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

01.01.2024 Inanspruchnahme Auflösung Zuführung 31.12.2024
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Steuerrückstellungen 3.651 1.368 702 65 1.646
Personalrückstellungen 193 190 4 225 224
Instandhaltung 0 0 0 17 17
Ausstehende Rechnungen 1.239 1.169 70 1.335 1.335
Sonstige Kosten 470 469 0 788 789
Jahresabschlusskosten 36 22 0 48 63
Übrige Rückstellungen 7 0 7 0 0
Prozessrisiken 0 0 0 34 34
Sonstige Rückstellungen 1.945 1.850 81 2.447 2.462
Rückstellungen 5.596 3.218 783 2.512 4.108

Der Rückgang der Rückstellungen ist hauptsächlich auf Steuerrückstellungen TEUR 1.646 (Vorjahr TEUR 3.651) zurückzuführen. Dies resultiert aus der Inanspruchnahme und Auflösung von wesentlichen Beträgen der Körperschaft- und Gewerbesteuer. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.462 (Vorjahr TEUR 1.945) verzeichneten einen Anstieg, der im Wesentlichen auf Zuführungen für sonstige Kosten im Zusammenhang mit ausstehenden Rechnungen für Anlagen im Bau zurückzuführen ist.

Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten sowie die Art der Sicherung ergeben sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:

insgesamt unter 1 Jahr über 1 Jahr davon über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.153,08 2.153,08 0,00 0,00
(48.587,04) (46.433,96) (2.153,08) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 410.610,50 410.610,50 0,00 0,00
(1.166.985,97) (1.166.985,97) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.568.608,12 5.568.608,12 0,00 0,00
(2.226.646,02) (2.226.646,02) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 3.539.502,47 3.539.502,47 0,00 0,00
(9.208.353,94) (9.208.353,94) (0,00) (0,00)
Gesamtbetrag 9.520.874,17 9.520.874,17 0,00 0,00
(12.650.572,97) (12.648.419,89) (2.153,08) (0,00)
gesichert Art der Sicherung
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.153,08 Bürgschaft
(48.587,04) GPR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00
(0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00
(0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 0,00
(0,00)
Gesamtbetrag 2.153,08
(48.587,04)

GPR = Grundpfandrechte

() = Zahlen des Vorjahres

Die folgenden Passiva betreffen verbundene Unternehmen und Gesellschafter:

31.12.2024 31.12.2023
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.569 2.227

Zum 31.12.2024 bestehen Verbindlichkeiten gegenüber der GWH Wohnungsgesellschaft mbH in unterschiedlicher Höhe. Die größte Verbindlichkeit resultiert aus neu aufgenommen Darlehen inklusive Verzinsung in Höhe von TEUR 4.545 (Vorjahr TEUR 0). Im Rahmen der Erlösabgrenzung für Wärmeleistungen für 2024 wurden zudem mehr erhaltene Anzahlungen erfasst, als der geschätzte Erlös hierfür ausmacht. Dies führt zu einer verbleibenden Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.024 (Vorjahr TEUR 2.180).

Darüber hinaus bestanden in diesem Geschäftsjahr keine weiteren Verbindlichkeiten aus einem Geschäftsbesorgungsvertrag mit der GWH Wohnungsgesellschaft mbH (Vorjahr: TEUR 17) und ebenfalls keine weiterbelasteten Verbindlichkeiten für die Anschaffung eines Neuwagens (Vorjahr TEUR 30).

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich im Inland erzielt. Die Umsatzerlöse gesamt mit TEUR 31.821 (Vorjahr TEUR 31.868) teilen sich in Umsätze aus Wärmelieferung TEUR 27.063 (Vorjahr TEUR 27.470), in Umsätze aus Messdienstleistungen TEUR 4.626 (Vorjahr TEUR 4.398), sowie in Umsatzerlöse aus Betreuungstätigkeit in Höhe von TEUR 132 (Vorjahr TEUR 0). Der Bereich der Wärmelieferung und Messdienstleistungen blieb im Vergleich zum Vorjahr insgesamt auf einem ähnlichen Niveau.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen außerordentliche Erträge, die aus einem erfolgreich abgeschlossenen Rechtsstreit resultieren (TEUR 1.200). Im Vorjahr enthielten die sonstigen betrieblichen Erträge periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 4.362. Diese Auflösung resultierte aus der Bildung von Rückstellungen auf Basis eines höheren Preisniveaus für die Wärmelieferung, während die tatsächlichen Abrechnungen entsprechend geringer ausfielen.

Der Materialaufwand in Höhe von TEUR 22.790 (Vorjahr TEUR 24.490) bestehen im Wesentlichen aus den Aufwendungen für die Wärmelieferung TEUR 21.656 (Vorjahr TEUR 22.994) und Aufwendungen für Messdienstleistungen mit TEUR 1.134 (Vorjahr TEUR 1.497).

Der Personalaufwand beläuft sich im Geschäftsjahr auf TEUR 1.529 (Vorjahr TEUR 1.291).

Die folgenden Positionen betreffen verbundene Unternehmen:

2024 2023
TEUR TEUR
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 57 3
Verwaltungsaufwand 172 172
Summe 229 175

D. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen.

Steuerliche Verhältnisse

Die von der OECD veröffentlichten Modellregeln zur Globalen Mindestbesteuerung (Säule 2) wurden in Deutschland mit Wirkung für das am 1. Januar 2024 beginnende Geschäftsjahr der Systeno GmbH umgesetzt. Die Systeno GmbH ist in den Konzernabschluss der Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale einbezogen und fällt insoweit in den Geltungsbereich der erlassenen Rechtsvorschriften. Etwaige Erklärungs- und Zahlungspflichten sind jedoch durch das oberste Mutterunternehmen Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale zu erfüllen, daher erwartet die Systeno GmbH kein mögliches Risiko für zusätzliche Steuern aus der Säule 2.

Die in § 274 Absatz 3 HGB eingeführte Ausnahme bedeutet, dass latente Steuern im Zusammenhang mit Ertragsteuern, die sich aus anwendbaren oder angekündigten Steuervorschriften zur Umsetzung der Modellregeln der Säule 2 ergeben, in der Systeno GmbH weder erfasst noch ausgewiesen werden.

Personal

Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft durchschnittlich 15 kaufmännische und technische Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr 13).

Geschäftsführung

Mitglieder der Geschäftsführung waren im Geschäftsjahr:

 

Thomas Kreckel-Straubinger, Diplom-Ingenieur (CTO), Kelkheim

 

Nicolai Kremer, Diplom-Betriebswirt (CFO), Frankfurt am Main

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Gesellschafter

Alleinige Gesellschafterin ist die GWH Immobilien Holding GmbH, Frankfurt am Main.

Konzernabschluss

Die GWH Immobilien Holding GmbH hält 100% der Anteile an der Gesellschaft und stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich.

Die Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale, Frankfurt am Main/Erfurt, hält indirekt die Mehrheit der Anteile an der Systeno. Sie ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser wird beim Handelsregister der Amtsgerichte Frankfurt am Main (HRA 29821) und Jena (HRA 102181) eingereicht.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, bestehen keine.

Geschäfte mit nahen stehenden Unternehmen und Personen

Es wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahen stehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt.

 

Frankfurt am Main, den 26. März 2025

Die Geschäftsführung

Thomas Kreckel-Straubinger

Nicolai Kremer

Entwicklung des Anlagevermögens in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024

Anschaffungskosten
01.01.2024 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2024
EUR EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.176.305,30 96.351,97 336,10 0,00 4.272.993,37
technische Anlagen und Maschinen 18.453.873,55 968.379,07 6.630.886,88 -1.754.608,79 24.298.530,71
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.805.070,00 880.403,51 0,00 -30.905,96 3.654.567,55
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.957.714,11 7.062.364,03 -6.631.222,98 -1.641.445,34 4.747.409,82
Anlagevermögen 31.392.962,96 9.007.498,58 0,00 -3.426.960,09 36.973.501,45
Abschreibungen
01.01.2024 Zugänge Abgänge
EUR EUR EUR
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 236.223,05 148.817,05 0,00
technische Anlagen und Maschinen 6.019.401,35 1.334.356,40 0,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 764.217,24 643.053,07 -2.757,07
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
Anlagevermögen 7.019.841,64 2.126.226,52 -2.757,07
Abschreibungen
Umbuchungen Zuschreibungen 31.12.2024
EUR EUR EUR
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 385.040,10
technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 7.353.757,75
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00 1.404.513,24
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
Anlagevermögen 0,00 0,00 9.143.311,09
Buchwert
31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.887.953,27 3.940.082,25
technische Anlagen und Maschinen 16.944.772,96 12.434.472,20
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.250.054,31 2.040.852,76
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.747.409,82 5.957.714,11
Anlagevermögen 27.830.190,36 24.373.121,32

Lagebericht 2024

I. Grundlagen des Unternehmens und Lage des Wärme- und Messdienstmarktes

Die wirtschaftliche Grundlage der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2024 sind die beiden Säulen "Wärmelieferung" (Lieferung von Wärme für Trinkwassererwärmung und Raumheizung), "Messdienstleistung" (Vermietung von Messgeräten und verbrauchsabhängige Abrechnung). Kunden sind vor allem die Unternehmen der GWH Immobilien Holding Gruppe, sowie externe Wohnungsunternehmen, Eigentümergemeinschaften, private Eigenheimbesitzer, Gewerbetreibende und öffentliche Einrichtungen, z.B. Schulen.

Der Gesamtverband der Wohnungswirtschaft (GdW) zieht in seiner Information 172 "Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland 2024/2025" die Schlussfolgerung, dass trotz der anhaltenden geopolitischen Spannungen, der schwachen Konjunktur und des Fachkräftemangels eine leichte Stabilisierung der deutschen Wirtschaft im Jahr 2025 in Aussicht steht, sofern die Unsicherheiten auf globaler Ebene nicht weiter zunehmen.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2024 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,2 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die Wirtschaftsleistung sank damit im zweiten Jahr in Folge leicht. Das BIP lag im Jahr 2024 nur noch 0,3 % höher als vor der Corona- Pandemie im Jahr 2019.

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ist damit seit längerem ins Stocken gekommen. Erst ab Mitte des Jahres 2025 dürfte die konjunkturelle Dynamik leicht anziehen, wenn die Pläne einer neuen Bundesregierung klarer werden und sich die außenwirtschaftlichen Unwägbarkeiten besser einordnen lassen. Ein veritabler Handelskrieg mit hohen Strafzöllen und eine Eskalation der bestehenden geopolitischen Konflikte könnten die andauernden Unsicherheiten noch vertiefen und zudem die Inflation erneut befeuern. Dies würden die Zentralbanken zwingen die Zinsen nicht weiter zu senken, sondern sie wieder zu erhöhen. Das unweigerliche Resultat wären schlechtere Finanzierungsbedingungen und dadurch eine Abnahme von Investitionen, Konsum und Wachstum.

Die Entwicklung der Handelspreise an der Europäischen Energiebörse zeigt, dass der Wärmemarkt 2024 durch einen weiteren starken Verfall der Gaspreise (rd. 40% im gewichteten Durchschnitt) im Vergleich zum Vorjahr gekennzeichnet war, nachdem bereits von 2022 nach 2023 ein Rückgang in ähnlicher Größenordnung aufgetreten war. Sie lag dabei immer noch etwa beim Doppelten des Preisniveaus vor dem pandemiebedingten Preisverfall 2020. Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Wärmebereich sind durch den andauernden Ukraine-Krieg und die hierdurch weiterhin hohen Energiepreise für die Energiewirtschaft problematisch bei Unternehmen mit Festpreislieferverträgen und variablen Einkaufskonditionen. Systeno hat durch die Synchronisation ihrer Verkaufspreise an die Entwicklung der Einkaufspreise durch vertragliche Preisanpassungsvereinbarungen der Risikoabwehr Rechnung getragen. Die Gesellschaft profitiert tendenziell von steigenden Energiepreisen, was beim Preisniveau des Jahres 2024 jedoch keine signifikanten Ergebniseffekte hatte.

Im Messdienstleistungsgeschäft sind durch langfristige Verträge im Ein- und Verkauf die Erträge robust gegen Änderungen in der gesamtwirtschaftlichen Lage.

II. Wirtschaftliche Lage

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme hat sich zum Jahresende 2024 gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Mio. EUR (bzw. - 1,3 %) auf 37,4 Mio. EUR leicht verringert. Auf der Aktivseite haben sich die Sachanlagen (im Wesentlichen Anstieg der technischen Anlagen und Maschinen sowie Anlagen im Bau bei einer gegenläufigen Verringerung der Geleisteten Anzahlungen) um insgesamt 3,5 Mio. EUR erhöht. Der Anstieg der technischen Anlagen und Maschinen ist auf die Anschaffung neuer Heizkraftwerke und Wärmepumpen zurückzuführen, die im Rahmen der Investitionsstrategie zur Modernisierung und Effizienzsteigerung der Energieinfrastruktur erworben wurden. Aufgrund des Projektstandes wurden die geleisteten Anzahlungen in die Anlagen im Bau umgegliedert. Hierbei handelt es sich um Projekte für die Errichtung energieeffizienter Anlagen. Vorrangig ist hierbei vor allem die Errichtung der Heizzentrale und des Wärmenetzes in der Henri-Dunant-Siedlung in Frankfurt zu nennen, die voraussichtlich im ersten Quartal 2025 abgeschlossen wird.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind insgesamt um 0,6 Mio. EUR gestiegen, im Wesentlichen durch den stichtagsbedingten Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 0,3 Mio. EUR, welche mehrheitlich Wärmelieferungen an die Konzerngesellschaft beinhalten.

Die liquiden Mittel haben sich um 4,5 Mio. EUR auf 0,8 Mio. EUR verringert.

Systeno verfügt zum 31.12.2024 über ein um den Jahresüberschuss erhöhtes Eigenkapital von 23,8 Mio. EUR (Vorjahr: 19,7 Mio. EUR) bzw. eine Eigenkapitalquote von 63,6 % (Vorjahr: 51,9 %). Des Weiteren haben sich die sonstigen Verbindlichkeiten um 5,7 Mio. EUR sowie die Steuerrückstellungen um 2,0 Mio. EUR verringert. Hintergrund bei den sonstigen Verbindlichkeiten ist die Tatsache, dass im Rahmen der Gas-/Wärmepreisbremse im Jahr 2023 Vorauszahlungen seitens des Bundes geleistet wurden, die sich durch die Anwendung der gesetzlichen Vorgaben im Rahmen der in 2024 für das Jahr 2023 erstellten Jahresrechnung verringert haben. Dementgegen haben sich auf der Passivseite die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, aufgrund der Inanspruchnahme eines bestehenden Darlehensvertrags, der zwischen der Gesellschaft und ihrer Schwestergesellschaft GWH Wohnungsgesellschaft mbH Hessen besteht, sowie bei einer Reduzierung der Verbindlichkeiten aus dem Wärmegeschäft im GWH-Konzern, um 3,3 Mio. EUR erhöht.

Die langfristigen Vermögenswerte (27,8 Mio. EUR) sind durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital zu 85,5 %; inklusive Intercompany Darlehen (Zusagebetrag von 20,0 Mio. EUR, zum 31.12.2024 valutiert mit 4,5 Mio. EUR) zu 105,5 % gedeckt.

Die Gesellschaft erzielte im abgelaufenen Jahr einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 1,2 Mio. EUR welcher im Wesentlichen auf den Jahresüberschuss entfällt. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten von 3,3 Mio. EUR ist auf die Aufnahme eines Intercompany Darlehens (Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen) zurückzuführen. Der positive Cashflow wurde zusammen mit einem Teil des Finanzmittelbestandes zur Zahlung von Investitionen (9,0 Mio. EUR) verwendet.

Die Finanzlage der Gesellschaft ist geordnet. Im Berichtsjahr und darüber hinaus war die Gesellschaft jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Zwischen der Gesellschaft und der GWH Wohnungsgesellschaft mbH Hessen besteht ein Darlehensvertrag über 20,0 Mio. EUR zur Finanzierung der Investitionen, welcher zum 31.12.2024 zu 4,5 Mio. EUR in Anspruch genommen wurde.

Ertragslage

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren, nach denen das Unternehmen gesteuert wird, sind EBIT und das Jahresergebnis.

Das Ergebnis 2024 hat sich um 1,8 Mio. EUR auf 4,1 Mio. EUR verringert und liegt über dem Plan von 3,9 Mio. EUR. Das geringere Ergebnis ist im Wesentlichen auf gesunkene Erträge aus dem Wärme- und Messdienstleistungsbereich zurückzuführen, die in 2023 durch die Auflösung von Rückstellungen des Vorjahres geprägt waren. Dem niedrigeren Ergebnis stehen entsprechend geringere Ertragsteuern von 0,8 Mio. EUR gegenüber.

Zusammenfassend beurteilt die Geschäftsführung die Lage der Gesellschaft als weiterhin positiv.

III. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die Gesellschaft wird durch die GWH Wohnungsgesellschaft mbH Hessen ("GWH") geschäftsbesorgt und ist über diese eng in das Risikomanagementsystem der Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale, Frankfurt am Main/Erfurt, eingebunden. Im Mittelpunkt der Risikostrategie steht das ertragsorientierte Eingehen und Managen von Risiken. Als Konsequenz ist die Gesellschaft kontinuierlich mit der Identifikation und Nutzung von sich bietenden Chancen beschäftigt, durch die die Weiterentwicklung und das Wachstum gesichert werden können. Das um die wohnungswirtschaftlichen Risiken erweiterte Risikomanagementsystem ist wesentlicher Bestandteil der Unternehmenssteuerung. Die Risiken werden hierbei hinsichtlich ihrer Schadenshöhe sowie ihrer Eintrittswahrscheinlichkeiten bewertet und im Anschluss innerhalb der Risikokategorien aggregiert.

Für alle Geschäftssegmente sind als Überwachungs- und Frühwarnsystem Risikomanagementinstrumente und -leitlinien eingerichtet, die eine qualifizierte und zeitnahe Überwachung der Geschäftsabläufe gewährleisten.

Im Rahmen des Chancen- und Risikomanagements werden die Mitglieder der Geschäftsführung und die leitenden Angestellten der GWH sowie die Gesellschafter regelmäßig über die Ergebnisentwicklung und Einzelrisiken der Gesellschaft informiert.

Die von der Geschäftsführung identifizierten Risiken und Chancen werden im Folgenden in der Reihenfolge ihrer Bedeutung für die Gesellschaft beschrieben.

Ausfall-/Instandhaltungsrisiken

Dem Risiko wird durch ein kontinuierliches Monitoring von Schadenschwerpunkten (wiederholter Ausfall von Anlagen), durch frühzeitige geplante Ersatzinvestitionen und vorbeugende Instandhaltung entgegengewirkt. Zudem beschäftigt sich die Gesellschaft mit der Möglichkeit, Daten zu Effizienz und Ausfällen künftig aus der Ferne zu überwachen.

Beschaffungsrisiko von Handwerkerleistungen

Durch Rahmenverträge wird dem aktuellen Mangel an Technikern hinsichtlich Wartung entgegengewirkt. Im Rahmen des Anlagenneubaus wird infolge des Fachkräftemangels ein verminderter Wettbewerb wahrgenommen, der zu weiter erhöhten Preisen als geplant führen kann. Zur Sicherstellung von Handwerkerleistungen wurde 2024 im GWH-Konzern eine eigene Handwerkerorganisation, die GWH WohnWerk GmbH, gegründet. Diese Gesellschaft verantwortet einen Teil der Reparatur-, Instandhaltungs- und Wartungsleistungen der Wohnimmobilien im Konzern sowie die Wartungen an den Heizungsanlagen.

Forderungsausfallrisiken

Die wesentlichen Forderungen der Gesellschaft aus Wärmelieferungen und Messdienstleistungen werden an konzernverbundene Unternehmen erbracht und stellen somit Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen dar. Risiken bzgl. des Ausfalls dieser Forderungen werden nicht erwartet.

Chancen durch neue Geschäftsfelder bzw. Chancen im Energiebereich

Weitere Ertragschancen sieht die Geschäftsführung - neben dem Wachstum durch die GWH-Gruppe - im Aufbau neuer Geschäftsfelder. Das Ziel der GWH-Gruppe ist es kontinuierlich auf den technisch zulässigen und wirtschaftlich sinnvollen Dachflächen ihres Bestands Photovoltaikanlagen aufzubauen und grünen Strom zu produzieren und zu veräußern. Systeno ist hierbei geschäftsbesorgend für die bestandshaltenden Gesellschaften im GWH-Konzern tätig.

Weitere wesentliche Chancen und Risiken sind derzeit nicht erkennbar. Bestandsgefährdende Risiken sind im Unternehmen derzeit nicht zu erkennen.

IV. Prognosebericht

Das im Vorjahr geplante Ergebnis von 3,9 Mio. EUR, wurde um rd. 0,3 Mio. EUR übertroffen und liegt somit über dem Planniveau. Die Gesellschaft plant für das Geschäftsjahr 2025 einen Jahresüberschuss von 3,3 Mio. EUR. Dieser ist im Wesentlichen auch abhängig von der weiteren Energiepreisentwicklung.

Der Fachkräftemangel, die Preisentwicklungen bei Materialien oder Energieaufwendungen werden eine darüber hinaus nicht abschließend abzuschätzende Auswirkungen auf die Wohnungswirtschaft haben. Vor allem wird sich die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum bei einem aktuell weiter rückläufigen Neubau und einem Kostendruck in der sogenannten zweiten Miete (Nebenkosten) bemerkbar machen. Der Verlauf der letzten Jahre hat gezeigt, dass die Wohnungswirtschaft robust durch die letzten Krisen gekommen ist; es ist jedoch nicht auszuschließen, dass Auswirkungen und Risiken auf den zukünftigen Geschäftsverlauf der GWH-Gruppe eintreten. Zu nennen sind beispielsweise weiterhin Risiken

aus der Verzögerung bei der Durchführung von Instandhaltungs-, Modernisierungs- und Baumaßnahmen verbunden mit dem Risiko von Kostensteigerungen,

Verzögerung bei Genehmigungs-, Bebauungsplans- und grundsätzlich behördlichen Verfahren,

behördliche Auflagen hinsichtlich der Energieerzeugung und damit verbunden höhere Investitionsbedarfe,

Ausfälle bei der Erdgasversorgung (wenngleich dieses Risiko nicht mehr so akut erscheint wie in den Jahren zuvor),

erhöhte Risikozuschläge beim Erdgaseinkauf,

aus dem Anstieg der Forderungsausfälle gegenüber konzernexternen Kunden sowie

Volatilität in der Zinsentwicklung bei einem weiterhin hohem Zinsniveau.

 

Frankfurt am Main, den 26. März 2025

Die Geschäftsführung

Thomas Kreckel-Straubinger

Nicolai Kremer

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