Synthos Schkopau GmbH
Straße E 17, 06258 Schkopau, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jolanta Maria Brudnicka seit 7.4.2025 | Geschäftsführer |
Yves Eibeck seit 23.9.2024 | Geschäftsführer |
Konrad Zubrzycki seit 31.8.2022 | Prokura |
Laurent Guillermin seit 30.5.2022 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
SYNTHOS S.A. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Synthos Schkopau GmbHSchkopauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Synthos Schkopau GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Synthos Schkopau GmbH, Schkopau - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Synthos Schkopau GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Überein-stimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahres-abschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögens-schädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmens-tätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahres-abschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahres-abschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig, 19. Juni 2024 EY
GmbH & Co. KG
Pester, Wirtschaftsprüfer Weindorf, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben Die Synthos Schkopau GmbH mit Sitz in Schkopau, eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Stendal (HRB 30506), ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Ergänzende Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages waren nicht zu beachten. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Der Pflicht zur Angabe der Laufzeiten für Forderungen und Verbindlichkeiten gemäß § 268 Abs. 4 und 5 HGB wird die Gesellschaft durch die Angabe im Anhang gerecht. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (going concern) ausgegangen. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Bilanzstichtag entstanden sind, berücksichtigt. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Währungsumrechnung Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen aktiviert und vermindert um planmäßige Abschreibungen ausgewiesen. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen erfolgt die Abschreibung pro rata temporis, auf eine Nutzungsdauer von regelmäßig fünf bis zehn Jahren bezogen. Das Sachanlagevermögen wird linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Diese beträgt bei grundstücksgleichen Rechten und Bauten 10 bis 50 Jahre, bei technischen Anlagen und Maschinen 3 bis 20 Jahre sowie bei Betriebs- und Geschäftsausstattungen 3 bis 15 Jahre. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die zu einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 250 nicht übersteigen. Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nennwert angesetzt. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen für Pensionsverpflichtungen sind in Höhe der verzinslichen Ansammlung der vom Versicherungsnehmer geleisteten Sparanteile der Versicherungsprämien (zuzüglich etwa vorhandener Guthaben aus Überschussbeteiligungen) aktiviert. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bzw. zu dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen erfolgte zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Die Sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet. Flüssige Mittel werden mit dem Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Von dem Wahlrecht zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt und entspricht dem Handelsregistereintrag. Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode). Der Rückstellungsbetrag gemäß der PUC-Methode ist definiert als der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen, der von den Mitarbeitern bis zum Zeitpunkt gemäß Rentenformel und Unfallbarkeitsregelung aufgrund ihrer in der Vergangenheit abgeleisteten Dienstzeiten erdient worden ist. Die Gesellschaft hat im Rahmen einer unmittelbaren Pensionszusage zwei Pensionspläne vereinbart. Die Rückstellungen für Pensionen wurden entsprechend § 253 Abs. 2 S. 1 HGB pauschal mit dem erwarteten, von der Deutschen Bundesbank zum Stichtag veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt: 1,83 % p. a. (31. Dezember 2022: 1,78 % p. a.). Eine unwesentliche Höherbewertung hätte sich bei Anwendung des im Monat Dezember 2023 veröffentlichten, endgültigen durchschnittlichen Marktzinssatzes von 1,82 % p. a. ergeben. Auf eine Anpassung wurde daher verzichtet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen wurde, wie im Vorjahr, für beide Pensionspläne ein Gehaltstrend von 3,00 % p. a., ein Rententrend von 1,00 % p. a. sowie eine durchschnittliche Fluktuation von 5,00 % unterstellt. Die Richttafeln 2018-G von Prof. Dr. Klaus Heubeck wurden angewendet. Vorhandenes Deckungsvermögen mit einem Zeitwert (= fortgeführte Anschaffungskosten aus der verzinslichen Ansammlung der vom Versicherungsnehmer geleisteten Sparanteile der Versicherungsprämien zuzüglich etwa vorhandener Guthaben aus Überschussbeteiligungen) zum 31. Dezember 2023 von TEUR 26 (31. Dezember 2022: TEUR 26), welches dem Zugriff aller Gläubiger entzogen ist und welches ausschließlich für Zwecke der Finanzierung einer Pensionsverpflichtung verwendet wird, wurde nach § 246 Abs. 2 HGB mit den Rückstellungen saldiert. Im Berichtsjahr wurde der Ertrag aus dem Deckungsvermögen (Zinsertrag) von TEUR 1 zusammen mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der Verpflichtung (Zinsaufwand) von TEUR 616 unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen mit TEUR 615 ausgewiesen. Erfolgswirkungen, die aus der Änderung der biometrischen Annahmen und des Diskontierungssatzes resultieren, wurden unter dem Personalaufwand erfasst. Bei der Gesellschaft bestehen Altersteilzeitverpflichtungen im Sinne des Altersteilzeitgesetzes. Bei der Bewertung der Aufstockungszahlungen wurde die sog. FIFO-Methode angewandt. Dabei werden die Aufstockungszahlungen für bilanzielle Zwecke nach ihrem wirtschaftlichen Gehalt klassifiziert. Die Unterscheidung erfolgt dahingehend, ob die Vereinbarung im Einzelfall den Charakter einer Abfindung oder den Charakter einer zusätzlichen Entlohnung hat. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Abfindungszahlungen wurde nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berücksichtigt, dass die Verpflichtung mit dem Eintritt von Tod (ggf. Invalidität) erlischt. Bei der Berechnung der Altersteilzeitrückstellung wurde als Rechnungszins der erwartete durchschnittliche Marktzinssatz der letzten sieben Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, verwendet (Bundesbankzins). Dieser Zinssatz beträgt 1,75 % p. a. (Vorjahr: 1,44 % p. a.). Eine unwesentliche Höherbewertung hätte sich bei Anwendung des im Monat Dezember 2023 veröffentlichten, endgültigen durchschnittlichen Marktzinssatzes von 1,74 % p.a. ergeben. Auf eine Anpassung wurde daher verzichtet. Es wurden die Richttafeln 2018-G von Prof. Dr. Klaus Heubeck sowie ein Gehaltstrend von 3,0 % p. a. zugrunde gelegt. Die Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß der Projected-Unit-Credit-Methode berechnet. Als Rechnungszins wurde der erwartete durchschnittliche Marktzinssatz der letzten sieben Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, verwendet (Bundesbankzins). Dieser Zinssatz beträgt: 1,75 % p. a. (Vorjahr: 1,44 % p. a.). Eine unwesentliche Höherbewertung hätte sich bei Anwendung des im Monat Dezember 2023 veröffentlichten, endgültigen durchschnittlichen Marktzinssatzes von 1,74 % p. a. ergeben. Auf eine Anpassung wurde daher verzichtet. Es wurden die Richttafeln 2018-G von Prof. Dr. Klaus Heubeck sowie, wie im Vorjahr, ein Gehaltstrend von 3,0 % p. a. und ein Beitragsbemessungsgrenzen-Trend von 3,0 % p. a. zugrunde gelegt. Die übrigen Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe der Erfüllungsbeträge angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind. Unter den sonstigen Rückstellungen werden Rückstellungen aus Langzeitkonten im Zusammenhang mit der tariflichen Vereinbarung zur "lebensphasengerechte Arbeitszeitgestaltung" ausgewiesen (TEUR 2.821). Diese sind durch entsprechende Rückdeckungsversicherungen bei der R+V Lebensversicherung AG gesichert (Deckungsvermögen). Das vorhandenes Deckungsvermögen mit einem Zeitwert (= fortgeführte Anschaffungskosten aus der verzinslichen Ansammlung der vom Versicherungsnehmer geleisteten Sparanteile der Versicherungsprämien zuzüglich etwa vorhandener Guthaben aus Überschussbeteiligungen) zum 31. Dezember 2023 von TEUR 2.674, welches dem Zugriff aller Gläubiger entzogen ist und welches ausschließlich für Zwecke der Finanzierung der Langzeitkonten verwendet wird, wurde nach § 246 Abs. 2 HGB mit den Rückstellungen saldiert. Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Konzernkurs, der nur unwesentlich vom Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag abweicht, bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungserstellung oder dem niedrigeren Konzernkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Konzernkurs am Bilanzstichtag bewertet. III. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres sind in dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus dem Verrechnungsverkehr von Lieferungen und Leistungen mit TEUR 66.006 (Vorjahr: TEUR 55.324) und aus dem Cash Pooling in Höhe von TEUR 41.572 (Vorjahr: TEUR 33.716). Davon betreffen TEUR 41.572 (Vorjahr: TEUR 33.716) Forderungen gegenüber dem Gesellschafter. Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind Guthaben aus einem Treuhandkonto (TEUR 4.246) mit Verfügungsbeschränkung ausgewiesen. Latente Steuern werden auf Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Anlage- sowie Umlaufvermögen und Rechnungsabgrenzungsposten sowie Rückstellungen und Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wird von einer Gesamtdifferenzenbetrachtung ausgegangen. Das nach § 274 HGB bestehende Wahlrecht, einen aktivischen Überhang nicht zu bilanzieren, wird ausgeübt. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt eine - nicht bilanzierte - aktive latente Steuer. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 29,092 % (15,825 % für Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 13,267 % für die Gewerbesteuer) zugrunde, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 379,07 %. Die aktiven Überhänge in Höhe von TEUR 2.759 resultieren im Wesentlichen aus der unterschiedlichen Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (aktive Steuerlatenz von TEUR 6.150) sowie dem Passivischen Rechnungsabgrenzungsposten (passive Steuerlatenz von TEUR 3.391). Die wesentlichen Unterschiede stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 35 und ist voll eingezahlt. Die Kapitalrücklage von TEUR 150.562 (TUSD 170.000) resultiert aus der Einbringung durch den Gesellschafter Synthos S.A. mit dem Sitz Oświęcim, Polen, gemäß der Niederschrift über eine Gesellschafterversammlung vom 26. November 2021. Der Jahresüberschuss der Gesellschaft aus dem Vorjahr in Höhe von TEUR 8.722 wurden entsprechend dem Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 03. Juli 2023 auf neue Rechnung vorgetragen. Der Gewinnvortrag beträgt demnach insgesamt TEUR 7.669. Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 38.190 (Vorjahr: TEUR 34.635). Diese wurden mit Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 26) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren bzw. aus den vergangenen sieben Jahren beträgt zum Stichtag TEUR 725 (Vorjahr: TEUR 2.969) und unterliegt grundsätzlich der Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB. Die sonstigen Rückstellungen enthalten ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 4.622 (Vorjahr: TEUR 4.461), Beträge für Mitarbeiterboni und weitere Personalverpflichtungen in Höhe von TEUR 1.903 (Vorjahr: TEUR 3.538). In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Verrechnungs-, Lieferungs- und Leistungsverkehr mit TEUR 105 (Vorjahr TEUR 114) enthalten. Davon betreffen TEUR 105 (Vorjahr TEUR 112) Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter. Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Der Passive Rechnungsabgrenzungsposten (TEUR 8.477) resultierte aus der Übernahme von Pensionen und ähnliche Verpflichtungen im Rahmen eines Asset Deal im Geschäftsjahr 2021. Die Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden auf der Grundlage ihrer Bewertung nach IFRS gegen Erhalt monetärer sowie nicht monetärer Vermögensgegenstände erworben und mit dem handelsrechtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt. Soweit die Gegenleistung den Erhalt monetärer Vermögenswerte betraf, wurde der den Erfüllungsbetrag übersteigende Teil der Gegenleistung in einem separaten Passivposten abgegrenzt (TEUR 9.856), der über die durchschnittliche Gesamtlaufzeit der Pensionsverpflichtungen von 15 Jahren aufgelöst wird. Im Geschäftsjahr 2023 ergab sich eine Auflösung von TEUR 652. Soweit der übersteigende Betrag aus unterschiedlichen Diskontierungszinssätzen nach IFRS und HGB resultiert mindert die Auflösung den Zinsaufwand aus den Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen und betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR 262. Für den restlichen Anteil mindert die Auflösung die Aufwendungen für die Altersvorsorge und betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR 390. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Die Gesellschaft ist verschiedene Miet- und Leasingverträge für Büroräume, Nutzflächen, Büroeinrichtungen, Kraftfahrzeuge und sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung eingegangen. Zudem bestehen Erbbaurechtsverträge über Betriebsgrundstücke. Insgesamt ergeben sich folgende Verpflichtungen:
Der Vorteil der Leasingverträge (operating leasing) liegt in der anfänglich geringen Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken können sich aus den Vertragslaufzeiten ergeben, sofern die Gegenstände nicht mehr vollständig genutzt werden können, wofür es derzeit aber keine Anzeichen gibt. Die Erbbaurechtsverträge garantieren der Gesellschaft eine langfristige Nutzung und Bebauung der Betriebsgrundstücke zu planbaren Kosten. Risken können sich nach der Vertragslaufzeit ergeben, da über Konditionen und Vertragslaufzeiten neu verhandelt werden muss. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 152.568 (Vorjahr: TEUR 204.825) resultieren im Wesentlichen aus Erlösen aus dem Cooperation Agreement mit der Synthos Dwory 7 sp z o.o, mit Sitz Oświęcim, Polen, über die Erbringung von Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Herstellung von chemischen Produkten, die Entwicklung von Technologien im Zusammenhang mit chemischen Produkten und die Durchführung von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in Bezug auf diese Produkte sowie die Erbringung von Dienstleistungen in den Bereichen Verwaltung, Buchhaltung, Finanzen und Personal und Beschaffung. Dabei werden die entstehenden Kosten gemäß Cooperation Agreement zuzüglich eines Gewinnaufschlages der Synthos Dwory 7 sp. z o.o. mit Sitz Oświęcim, Polen, in Rechnung gestellt (TEUR 151.713; Vorjahr: TEUR 204.347). Zudem wurden weitere Dienstleistungen in Höhe von TEUR 855 (Vorjahr: TEUR 478) auch für andere Unternehmen erbracht. Umsätze werden in Höhe von TEUR 461 (Vorjahr: TEUR 478) im Inland und in Höhe von TEUR 152.107 (Vorjahr: TEUR 204.347.297) in der EU erwirtschaftet. Im Berichtsjahr fielen periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 639 (Vorjahr: TEUR 0) und periodenfremde Aufwendungen von TEUR 1.050 (Vorjahr: TEUR 0) an. Die periodenfremden Erträge betreffen nachberechnete Zinserträge und die periodenfremden Aufwendungen betreffen Nachberechnungen für Capital Charges. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Im Jahr 2023 beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 465 Arbeitnehmer und 19 Auszubildende. Alle Arbeitnehmer waren als Angestellte tätig. V. Sonstige Angaben Organe, Organkredite und Aufwendungen für Organe Geschäftsführer:
Die Geschäftsführer erhielten keine Vergütung, Vorschüsse oder Kredite von der Gesellschaft. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor. Sonstige Pflichtangaben Die Synthos S. A. mit dem Sitz Oświęcim, Polen und eingetragener Adresse in der ul. Chemików 1, 32-600 Oświęcim, Polen, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts für Krakau- Śródmieście in Krakau, XII. Handelsabteilung des Landesgerichtes unter der KRS-Nummer 0000038981 ist der alleinige Gesellschafter der Synthos Schkopau GmbH. Die Synthos S. A. ist auch das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen aufstellt. Dieser wird beim polnischen Registergericht eingereicht und ist unter der KRS-Nummer 0000038981 einsehbar. Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen aufstellt, ist die MS Galleon GmbH, mit Sitz in Seitzergasse 2 - 4/7 in 1010 Wien, Österreich. Der Konzernabschluss wird beim österreichischen Firmenbuchgrundbuch eingereicht und ist unter der Firmenbuchnummer 493799a einsehbar. Die im Dezember 2023 mit Beschluss des Mindeststeuergesetzes eingeführte Ausnahme in § 274 Abs. 3 HGB bedeutet, dass latente Steuern im Zusammenhang mit Ertragsteuern, die sich aus anwendbaren oder angekündigten Steuervorschriften zur Umsetzung der Modellregeln der Säule 2 ergeben, bei der Synthos Schkopau GmbH weder erfasst noch ausgewiesen werden. Eine zusätzliche Steuerbelastung aus der Umsetzung der Modellregeln der Säule 2 wird derzeit nicht erwartet. Gemäß § 285 Satz 1 Nr. 17 HGB beträgt das für den Abschlussprüfer im abgelaufenen Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für die Abschlussprüfung TEUR 41 sowie TEUR 3 für sonstige Prüfungsleistungen. Gewinnverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Gewinnvortrag von TEUR 7.669 und den Jahresüberschuss von TEUR 5.763 auf neue Rechnung vorzutragen.
Schkopau, den 18. Juni 2024 Synthos Schkopau GmbH gez. Laurent Guillermin, Geschäftsführer gez. Jacek Kokosza, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen des Unternehmens Die Synthos Schkopau GmbH, Schkopau, ist eine Konzerngesellschaft der Synthos S. A., Oświęcim, Polen. Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Herstellung von chemischen Produkten für andere Unternehmen, die Entwicklung von Technologien im Zusammenhang mit chemischen Produkten und die Durchführung von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in Bezug auf diese Produkte sowie die Erbringung von Dienstleistungen in den Bereichen Verwaltung, Buchhaltung, Finanzen und Personal und Beschaffung für andere Unternehmen. Die Gesellschaft betreibt drei Produktionsanlagen - eine Emulsions-Styrol-Butadien-Kautschuk-Anlage (im Folgenden ESBR-Anlage), eine Solution-Styrol-Butadien-Anlage (im Folgenden SSBR-Anlage) und seit der Wiederinbetriebnahme im Geschäftsjahr 2023 eine Polybutadien-Rubber- Anlage (im Folgenden PBR-Anlage) zur Herstellung von Synthesekautschuk, der hauptsächlich in der Reifenindustrie eingesetzt wird. Darüber hinaus arbeiten wir in unserer Pilotanlage daran, neue Produktvarianten zu testen und die Herstellungsverfahren nachhaltiger zu gestalten. Rechtliche Grundlage des Geschäfts der Gesellschaft ist das Cooperation Agreement vom 30. November 2021 mit der Synthos Dwory 7 spółka z ograniczoną odpowiedzialnością., Oświęcim, Polen (nachfolgend Synthos Dwory 7). Danach werden die für die Dienstleistungen aufgewandten Kosten zuzüglich einer Marge (Mark-up) an die Synthos Dwory 7 in Rechnung gestellt. Forschung und Entwicklung Als Polymerhersteller für eine Vielzahl von Anwendungsbereichen nehmen Forschung und Entwicklung bei Synthos einen zentralen Stellenwert ein. Unsere Forschung arbeitet eng mit unseren Kunden zusammen, um Trends, Kundenwünsche und Marktanforderungen zu antizipieren. Es ist unser Ziel, unseren Kunden innovative Produkte und maßgeschneiderte Lösungen anzubieten. Unsere Mitarbeiter sind sehr erfahren auf ihrem Gebiet und verfügen über langjährige Kunden- und Branchenkenntnisse. Synthos verfügt über weltweite Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen. Am Standort Schkopau wird eine Forschungs- und Entwicklungseinrichtung für den Bereich Synthesekautschuk betrieben. 2. Wirtschaftsbericht a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliches Umfeld Im Rahmen ihrer Lohnveredlungsaktivitäten, welche sich durch das Cooperation Agreement ergeben, ist die Gesellschaft abhängig von der Synthos Dwory 7. Die Branchen- und Marktentwicklung, der die Synthos Dwory 7 unterliegt, ist wiederum abhängig vom Geschäftsverlauf der von ihr belieferten Industrien. Wesentliche Abnehmer der Produkte der Synthos-Gruppe befinden sich im Automotive-Bereich, insbesondere in der Reifenindustrie, sowie im Bereich für Dämmmaterialien. Entwicklung Abnehmerbranche Die Preise aus dem Synthetik-Rubber Bereich sind sehr stark von Rohstoffpreisen abhängig. Die Marktpreise unseres Benchmark-Rohstoffes Butadien zeigten sich auch im Jahresverlauf 2023 volatil. Die Produkte aus dem Synthetic Rubber Bereich werden hauptsächlich an Unternehmen aus der Reifenindustrie geliefert. Entsprechend der sich daraus ergebenden Abhängigkeit von der Entwicklung der Automobilindustrie als Erstausrüster der Reifenhersteller und im Ersatzreifengeschäft fällt diese Entwicklung auch auf die Hersteller von Synthesekautschuk zurück. Als Lohnveredler für die Synthos-Gruppe sind wir diesen Einflüssen nur bedingt ausgesetzt, spüren jedoch die Folgen unmittelbar in unserem Produktionsvolumen. b) Geschäftsverlauf und Darstellung der Ertragslage Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr Umsatzerlöse aus dem Cooperation Agreement in Höhe von 151,7 Mio. EUR (Vorjahr: 204,3 Mio. EUR) erzielt. Des Weiteren wurden Umsatzerlöse aus Vermietung und sonstigen Dienstleistungen in Höhe von 0,9 Mio. EUR (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR) erwirtschaftet. Die Gesamtumsätze sind somit um -52,3 Mio. EUR auf insgesamt 152,6 Mio. EUR gesunken. Die Entwicklung der Umsatzerlöse liegt im Wesentlichen darin begründet, dass die im Rahmen des Cooperation Agreements in Rechnung gestellten Kosten, zu großen Teilen aus im Jahresvergleich um -50,8 Mio. EUR gesunkenen Aufwendungen für bezogene Leistungen bestehen. Die aktivierten Eigenleistungen über 1,6 Mio. EUR (Vorjahr: 1,1 Mio. EUR) betreffen Eigenleistungen im Zusammenhang mit der Wiederinbetriebnahme der PBR-Anlage. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 163) resultieren überwiegend aus Erträgen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 153). Die Materialaufwendungen haben sich im Geschäftsjahr 2023 um 50,5 Mio. EUR von 110,9 Mio. EUR auf 60,4 Mio. EUR vermindert. Ursächlich für die Veränderung ist, wie bei den Umsatzerlösen beschrieben, der deutliche Rückgang der Aufwendungen für bezogene Leistungen im Wesentlichen bedingt durch gesunkene Energiekosten. Die Personalaufwendungen erhöhten sich nur leicht um 0,2 Mio. EUR auf 44,9 Mio. EUR und beinhalten in Höhe von 2,8 Mio. EUR Aufwendungen für die Altersvorsorge. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf 30,7 Mio. EUR (Vorjahr: 29,0 Mio. EUR). Wesentliche Aufwendungen in diesem Bereich waren Kosten für Instandhaltung (16,7 Mio. EUR), Kosten für Standortdienstleistungen - Site Services (4,4 Mio. EUR) sowie Logistikleistungen (2,4 Mio. EUR). Die Abschreibungen im Geschäftsjahr 2023 beliefen sich auf 10,3 Mio. EUR gegenüber 7,7 Mio. EUR im Vorjahr. Ursächlich für die Veränderung sind im Wesentlichen laufende Abschreibungen für im Geschäftsjahr aktivierte Sachanlagen. Im Vergleich zum Vorjahr sank das EBIT um -6,1 Mio. EUR auf 7,9 Mio. EUR. Das rückläufige EBIT im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus den geringeren weiterberechneten Kosten im Rahmen der Lohnverarbeitungsvereinbarung mit der Synthos Dwory 7 (Cooperation Agreement). Im Geschäftsjahr wurde ein positives Finanzergebnis von 1,5 Mio. EUR (Vorjahr: negatives Finanzergebnis von TEUR -80) erwirtschaftet. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen gestiegenen Zinsen für das Cash Pooling Guthaben. Nach Abzug der Steuerbelastung generierte die Gesellschaft im Ergebnis einen Jahresüberschuss von 5,8 Mio. EUR (Vorjahr: 8,7 Mio. EUR). c) Finanzlage c 1) Kapitalstruktur und Liquidität Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte im abgelaufenen Geschäftsjahr durch selbst erwirtschaftete Mittel aus dem laufenden Geschäftsbetrieb. Die Gesellschaft hat über das Cash-Pooling kurzfristig die Möglichkeit, auf Working-Capital-Linien zuzugreifen. Auch die im Folgejahr geplanten Investitionsmaßnahmen sollen konzernintern finanziert werden. Durch die Tätigkeit als Lohnveredler generiert die Gesellschaft zudem kontinuierliche monatliche Einnahmen. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Das Eigenkapital hat sich aufgrund des Jahresergebnisses um 5,8 Mio. EUR auf 164,0 Mio. EUR erhöht. Das Unternehmen weist eine Eigenkapitalquote von 52,3 % (Vorjahr: 54,3 %) aus. c 2) Investitionen Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen (inklusive Anlagen im Bau) in Höhe von 10,5 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2023 beziehen sich hauptsächlich auf Investitionen in technische Anlagen und Maschinen in Höhe von 9,6 Mio. EUR. Im Vorjahr sind in diesem Bereich Investitionen in Höhe von 13,0 Mio. EUR getätigt worden Der Großteil der Investitionen im Geschäftsjahr 2023 betraf Investitionen im Zusammenhang mit der Wiederinbetriebnahme der PBR-Anlage, Turnaround-Aktivitäten an den SSBR-Anlagen, der Pilotanlage, sowie einzelne Investitionen in den anderen Unternehmensbereichen. d) Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr um 22,3 Mio. EUR auf 313,9 Mio. EUR erhöht. Das Vermögen besteht im Wesentlichen aus 186,1 Mio. EUR (Vorjahr: 185,9 Mio. EUR) Anlagevermögen, aus 10,4 Mio. EUR (Vorjahr: 9,8 Mio. EUR) Vorratsvermögen und aus 126,9 Mio. EUR (Vorjahr: 95,1 Mio. EUR) Forderungen und sonstige Vermögensgegenständen. Die Veränderungen im Anlagevermögen resultieren im Wesentlichen aus dem Sachanlagevermögen. Dies ist im Vergleich zum Vorjahr leicht um 1,2 Mio. EUR auf 180,6 Mio. EUR gestiegen. Das Forderungsvolumen resultiert wie im Vorjahr im Wesentlichen aus den Forderungen gegen verbundene Unternehmen 107,6 Mio. EUR (Vorjahr: 89,0 Mio. EUR). Diese Forderungen beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus der Lohnverarbeitung gegen die Synthos Dwory 7 sowie dem Cash Pooling gegen die Synthos S. A. Des Weiteren erhöhten sich die sonstigen Vermögensgegenstände um 4,2 Mio. EUR auf 9,4 Mio. EUR. Der Anstieg ist im Wesentlichen bedingt durch höhere geleistete Einzahlungen auf ein Treuhandkonto mit Verfügungsbeschränkungen. Auf der Passivseite bestehen die Schulden im Wesentlichen aus Rückstellungen mit 50,5 Mio. EUR (Vorjahr: 47,5 Mio. EUR) und Verbindlichkeiten mit 90,9 Mio. EUR (Vorjahr: 76,6 Mio. EUR). Die Erhöhung der Rückstellungen um insgesamt 3,0 Mio. EUR resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen um 3,9 Mio. EUR, gestiegenen Steuerrückstellungen um 0,6 Mio. EUR vermindert um rückläufige sonstige Rückstellungen um -1,5 Mio. EUR. Die Steuerrückstellungen über 3,5 Mio. EUR (Vorjahr: 2,9 Mio. EUR) entfallen auf erwartete, noch zu zahlende Gewerbe- und Körperschaftsteuerverpflichtungen. Der Rückgang bei den sonstigen Rückstellungen resultiert im Wesentlichen aus gesunkenen Rückstellungen für auszuzahlenden Bonusverpflichtungen und weiteren Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern um -1,3 Mio. EUR. In den Verbindlichkeiten sind mit 90,3 Mio. EUR (Vorjahr: 76,1 Mio. EUR) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf deutlich gestiegene Lieferverbindlichkeiten zurückzuführen. Gesamtaussage Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts schätzt die Geschäftsführung die wirtschaftliche Lage des Unternehmens als stabil ein. 3. Prognose, Chancen- und Risikobericht a) Prognosebericht Das strategische Ziel des Synthos-Konzerns ist es, den Wert der gesamten Unternehmensgruppe zu steigern. Dies soll durch die Aufrechterhaltung stabiler, langfristiger Beziehungen zu den Geschäftspartnern, die Verbesserung der betrieblichen Effizienz und die Erweiterung und Modernisierung des Produktportfolios erreicht werden. Die wichtigsten Projekte im Synthesekautschukbereich, deren Umsetzung in der Strategie der Gruppe vorgesehen ist, betreffen die Erhöhung des Anteils des Portfolios an technologisch fortschrittlichen Produkten mit verbesserter Leistung, die höhere Margen generieren wie funktionalisierte Kautschuke, die in Hochleistungsreifen Eco-Label-Reifen verwendet werden. Des Weiteren stehen die Rohstoffsicherheit, die Erweiterung der Produktpalette für nachhaltige Kunden durch die Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energiequellen, die Minimierung der CO 2 -Emissionen (und anderer Gase), die Verringerung des Energieverbrauchs durch die Verwendung recycelter Rohstoffe aus Styrol-Kunststoffen und Reifen sowie die Entwicklung neuer nachhaltiger Produkte im Fokus. Die vom Management des Konzerns umgesetzte Wertsteigerungsstrategie sieht vor, die Position des Konzerns in den Kerngeschäftsfeldern der Produktion von synthetischen Kautschuken, Dämmstoffen, Dispersionen und Klebstoffen sowie Pflanzenschutzmitteln zu stärken. Die Gruppe geht von einer kontinuierlichen Entwicklung und Optimierung des Produktportfolios aus, um die Erwartungen der Kunden zu erfüllen. Die Produktentwicklung soll sich vor allem auf die eigenen Forschungsaktivitäten stützen, deren Aufgabe es ist, neue, innovative Produkte zu entwickeln und umzusetzen. Dazu gehören vor allem neuartige, nachhaltig entwickelte und umweltfreundliche synthetische Kautschuke mit begrenzten Abriebeigenschaften und geringerem Rollwiderstand. Wir erwarten in diesem Zusammenhang, dass sich der Markt für Hochleistungsreifen deutlich besser entwickeln wird als der Markt für Standardreifen. Gerade hinsichtlich der Kapazitätsauslastung ergibt sich hier für die SSBR- und PBR-Anlagen ein positiver Effekt. Ziel der Synthos-Gruppe ist es, die Qualitäts- und Kostenwettbewerbsfähigkeit im Vergleich zu den führenden Unternehmen der chemischen Industrie systematisch zu steigern. Die Synthos Schkopau GmbH geht davon aus, auf Grund der Cost-plus Vertragsstruktur in Bezug auf den Lohnfertigungsvertrag mit der Synthos Dwory 7 das Geschäftsjahr 2024 wieder mit einem positiven Ergebnis abzuschließen. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 erwarten wir steigende weiterzuberechnende Kosten, im Wesentlichen bedingt durch Wiederinbetriebnahme der PBR-Anlage, die eine Steigerung der Umsatzerlöse zur Folge haben. Die Entwicklung der Energiepreise ist auch im Geschäftsjahr 2024 nach wie vor hohen Schwankungen unterworfen und eine zuverlässige Schätzung für das Gesamtjahr lässt sich nur mit größter Vorsicht treffen. Zum jetzigen Zeitpunkt erwarten wir einen Anstieg bei den Umsatzerlösen sowie beim EBIT im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. b) Risikobericht Risikomanagement Das Risikomanagement gehört zu den zentralen Managementaufgaben, um die Chancen der Geschäftstätigkeit zu nutzen sowie die damit verbundenen Risiken zu minimieren. Die Geschäftsführung ist für die Einrichtung und die Wirksamkeit eines angemessenen Risikomanagements verantwortlich. Das Risikomanagement hat das Ziel, bestehende Risiken frühestmöglich zu identifizieren, durch geeignete Maßnahmen Risiken zu begrenzen sowie eine Bestandsgefährdung des Unternehmens zu vermeiden. Für das Risikomanagement stehen integrierte Berichtssysteme zur Verfügung. Das Berichts- und Controlling-System analysiert monatlich Abweichungen der tatsächlichen von der geplanten geschäftlichen Entwicklung und identifiziert damit zeitnah Risiken, die den Erfolg des Unternehmens gefährden können. Die Gesellschaft unterliegt im Rahmen ihrer Tätigkeit als Produktionsgesellschaft neben produktions- und technologischen Risiken auch indirekten Risiken, denen die Synthos-Gruppe ausgesetzt ist. Wesentliche Risiken bestehen in der Synthos-Gruppe im Wettbewerbsdruck sowie im Bereich der finanziellen Risiken. Dem Wettbewerbsdruck wird im Konzern mit einer Intensivierung der Kundenbeziehungen sowie einer hohen Lieferzuverlässigkeit begegnet. Die Lieferzuverlässigkeit stellen wir weiterhin durch eine hohe Verfügbarkeit unserer Produktionsstätten im Rahmen einer steten Anlagenüberwachung sicher. Ein direktes finanzielles Risiko besteht für die Gesellschaft nicht, da alle Aufwendungen im Rahmen des Cooperation Agreement an die Synthos Dwory 7 weiterbelastet werden. Zur Erkennung und Vermeidung potenzieller Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowohl im externen Umfeld (Entwicklung der Branche, politischer, rechtlicher und gesellschaftlicher Rahmen) als auch in den internen betrieblichen Funktionsbereichen (Beschaffung, Produktion, Personal, Finanzen und Investition) sind im Synthos-Konzern Systeme etabliert, die es ermöglichen, diese Risiken rechtzeitig zu erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten. Hierzu zählen das monatliche Risk-Reporting (Länderrisiken, Delkredere Risiken, Währungsrisiken), Marketing- und Produktmanagement (Technologie/Produktentwicklungen, Konkurrenzbeobachtung, Kundenumfragen), Lieferantenbewertung, Qualitätsmanagement, Key-Customer-Management, Reklamations/Problemdatenbank, monatliche Finanzstatusmeldungen, regelmäßige Produkt-/Personal-Strategieüberarbeitungen. Die operativen Ausfallrisiken werden mit einem aktiven Forderungsmanagement gesteuert und die Bonität der Vertragspartner wird laufend überwacht. Das Management übernimmt dabei eine koordinierende Funktion im Konzern, um durch Aggregation von Finanzinstrumenten Kostenvorteile zu erzielen und unterschiedliche Marktrisiken bei den einzelnen Konzerneinheiten zu neutralisieren bzw. zu minimieren. Die Gesellschaft ist somit hinsichtlich der Planung und des Reportings von Geschäftszahlen in den entsprechenden Controlling- und KPI-Systemen der Synthos-Gruppe eingebunden. Dazu gehören u. a.:
Kreditrisiken und Marktrisiken Aufgrund des Cooperation Agreement mit der Synthos Dwory 7 sowie dem Cash Pool Vertrag mit der Synthos S. A. bestehen im Wesentlichen nur Forderungen gegen diese beiden Konzernunternehmen. Als Lohnverarbeitungsunternehmen ist die Gesellschaft den Risiken aus Schwankungen der Rohstoff- und Absatzpreise nicht unmittelbar ausgesetzt. Zugleich bestehen aber auch zahlreiche Risiken, deren Eintreten zu einem geringeren Wachstum führen könnten. Hierzu zählt insbesondere eine Verstärkung der bestehenden geopolitischen Spannungen sowie Preisschwankungen bei den Rohstoffen, die für die Herstellung der Produkte der Gruppe verwendet werden, oder Unterbrechungen bei der Versorgung mit Rohstoffen können sich ungünstig auf die Produktionskosten und die Fortführung der Produktion der Gruppe auswirken. Das Risiko der Gesellschaft liegt in der Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse der Synthos Dwory 7 begründet. Sollten derartige Verschlechterungen eintreten, resultieren daraus die Gefahren des teilweisen oder sogar vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen oder Dienstleistungen und/ oder bonitätsbedingte Wertminderungen bei Finanzinstrumenten. Generell bestehen Ausfallrisiken im Hinblick auf alle in der Bilanz zum 31. Dezember 2023 aktivierten Forderungen. Das maximale Ausfallrisiko wird bestimmt durch den Buchwert dieser Forderungen. Soweit Einzelrisiken ersichtlich sind, wird diesen Risiken durch bilanziell erfasste Wertminderungen Rechnung getragen. Liquiditätsrisiken Durch das Cooperation Agreement werden für die durchgeführten Lohnveredelungen, Forschungsaufwendungen und sonstigen Verwaltungskosten Erlöse für die aufgewandten Kosten zuzüglich einer Marge (Mark-up) an die Synthos Dwory 7 monatlich in Rechnung gestellt. Der erzeugte Cashflow führte im Berichtszeitraum zu keinerlei Liquiditätsengpässen. Vorausgesetzt, dass diese Praxis beibehalten wird, ist das Finanz- und Liquiditätsrisiko als sehr gering einzustufen. Ein Risiko besteht für die Gesellschaft nur für den Fall, dass die Synthos Dwory 7 ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen könnte. Dieses Risiko ist aufgrund der Einbindung der Gesellschaft in die Konzernfinanzierung (kurzfristige und langfristige Konzernfinanzierung durch Kreditlinien und Darlehen) als gering einzustufen. Produktions- und technologische Risiken Für die erfolgreiche Entwicklung der Gesellschaft ist es wichtig, dass die Entwicklung auf Basis des aktuellen technologischen Know-hows erfolgt. Direkte Risiken für die Gesellschaft können aus Produktionsausfällen resultieren. Diese minimieren wir jedoch durch regelmäßige Wartungs- und Revisionsvornahmen sowie die Einhaltung gesetzlicher Betriebsvorschriften, sowie der Verbesserung der technischen Sicherheitssysteme und einem strengen Kostencontrolling. Die Produktionsanlagen der Gesellschaft unterliegen einer ständigen Wartung und Zertifizierung. Zudem werden regelmäßig Ersatzinvestitionen durchgeführt, um die Anlagen auf den neuesten Stand der Technik zu bringen. Weiterhin sind die Anlagen gegen Umweltrisiken, Betriebsunterbrechungen und technische Defekte versichert. Risiken in diesem Zusammenhang ergeben sich, sofern sich plötzlich völlig andere und effizientere Produktions- und Verfahrenstechniken ergeben würden. Rekrutierung und langfristige Bindung qualifizierter Mitarbeiter Der internationale Wettbewerb um hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte hat in den vergangenen Jahren zugenommen und wird sich voraussichtlich durch die demografische Entwicklung mittel- bis langfristig noch verstärken. Damit erhöht sich das Risiko, dass offene Stellen nicht oder nur verzögert mit geeigneten Bewerbern besetzt werden können. Diesem Risiko begegnen wir mit der Weiterentwicklung unserer Arbeitgebermarke und verstärkter Personalentwicklung sowie ergänzenden regionalen Initiativen. Mit diesen Maßnahmen erhöhen wir die Attraktivität als Arbeitgeber und binden Mitarbeiter langfristig an uns. Energiekosten Für die betriebenen Produktionsanlagen stellen Kosten für Dampf und Elektrizität einen sehr bedeutsamen Einsatzfaktor dar, deren Beschaffungskosten die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts entscheidend beeinflusst. Gesamtaussage Nach Einschätzung der Gesellschaft bestehen weiterhin keine wesentlichen Einzelrisiken, die den Fortbestand und die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft gefährden. Dasselbe gilt für die Gesamtbetrachtung aller Risiken. c) Chancenbericht Unsere Investition in Forschung und Entwicklung trägt mit der Entwicklung innovativer Verfahren und Produkte sowie der ständigen Weiterentwicklung bestehender Produktionsprozesse maßgeblich dazu bei, unsere Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen und unser Geschäft weiter auszubauen. Durch die hohe Nachfrage unserer Kunden versprechen wir uns wesentliche Wettbewerbsvorteile durch die Wiederinbetriebnahme der PBR-Anlage. Hier werden Produkte der SYNTECA ® -Produktfamilie produziert, welche insbesondere Anwendungen in der Reifenindustrie und in anderen industriellen Applikationen finden. Insbesondere unsere neuesten Produkte der SPRINTAN ® -Familie der nächsten Generation bieten die kombinierten Vorteile bestehender SPRINTAN TM -Produkte, nämlich geringen Rollwiderstand sowie weitere bedeutende Vorteile, wie geringere Steifigkeit bei niedrigen Temperaturen für verbesserte Bodenhaftung bei Winterreifenprofilen. Die neuen Produkte verringern aufgrund ihrer Funktionalisierungstechnologie weiter den Rollwiderstand. Letztlich helfen ihre dynamischen Eigenschaften Synthos-Kunden, Reifen mit differenzierter Top-Qualität herzustellen, um im Sektor weiterhin erfolgreich zu bleiben. Die Produkte bilden somit auch die Grundlage für unsere weitere Wettbewerbsfähigkeit. Weitere Chancen sehen wir in unserer Pilotanlage, die unsere Wettbewerbsfähigkeit im Markt für Hochleistungsreifen erhöht. Somit können wir der weltweit steigenden Nachfrage nach Lösungs-Styrol-Butadien-Kautschuk (SSBR) und der Notwendigkeit, schnellere Innovationszyklen im Markt für Hochleistungsreifen zu ermöglichen, Rechnung tragen. Die neue Pilotanlage wird synthetischen Kautschuk der nächsten Generation entwickeln und ausreichende Mengen neuer SSBR-Muster liefern, wie sie für realitätsnahe Reifentests erforderlich sind. Weitere positive Effekte versprechen wir uns von der SSBR-Anlage durch die Herstellung funktionalisierter SSBR-Kautschuke. Hierbei können wir der steigenden Nachfrage nach Hochleistungskautschuk Rechnung tragen. Schließlich ergeben sich Chancen aus der effizienten und optimalen Anlagensteuerung durch Kostencontrolling, ergänzt durch ein umfassendes Qualitäts- und Wartungsmanagement.
Schkopau, den 18. Juni 2024 Synthos Schkopau GmbH gez. Laurent Guillermin, Geschäftsführer gez. Jacek Kokosza, Geschäftsführer
Oświęcim 29. Juni 2024 Synthos S.A. represented by: Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 / annual accounts as per 31 December 2023 |
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