PIG Grundstücksgesellschaft mbH
Selbe AdresseVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Johan Michel Wilckens seit 11.2.2022 | Geschäftsführer |
Max Reinhard Dr. Wilckens seit 11.2.2022 | Geschäftsführer |
Holger Bertig seit 9.12.2020 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 50.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 25.10% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Wilckens Farben GmbHGlückstadtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum UnternehmenDie Wilckens Farben GmbH mit Sitz in Glückstadt ist eingetragen beim Amtsgericht Pinneberg Abteilung B unter der Registernummer HRB 1361 IZ. II. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften des dritten Buches des Handelsgesetzbuchs (HGB) sowie den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht. III. Bilanzierungs‑ und Bewertungsgrundsätze1. BilanzierungsmethodenDie Bilanzierungsmethoden des Vorjahres wurden unverändert fortgeführt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. 2. Angewandte BewertungsmethodenDie immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren, bilanziert. Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Roh-. Hilfs- und Betriebsstoffe und Handelswaren werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Dabei wird grundsätzlich die Methode des gewogenen Durchschnittspreises unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips angewandt. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten unter Beachtung des Prinzips der verlustfreien Bewertung angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten einbezogen, sofern diese durch die Fertigung veranlasst sind. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt, ggf. unter Abzug erforderlicher Wertberichtigungen. Uneinbringliche bzw. überfällige nicht versicherte Forderungen werden einzelwertberichtigt. Dem allgemeinen Ausfallrisiko des nach Einzelwertberichtigungen verbleibenden Forderungsbestandes wird durch eine pauschale Wertberichtigung von 0,5 % Rechnung getragen. Die Pensionsrückstellungen wurden auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz in Höhe von 1,82 % (VJ. 1,44 %), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, abgezinst (Anwartschaftsbarwertmethode). Bei der Berechnung wurden die Richttafeln 2018 G der Heubeck AG, Köln, und erwartete Rentensteigerungen von jährlich 2 % (VJ: 2 %) zugrunde gelegt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet worden. Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen, Verbindlichkeiten und liquide Mittel in Fremdwährung wurden zum 31. Dezember 2023 zum Devisenmittelkurs nach § 256a HGB umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgte die Währungsumrechnung unter Berücksichtigung des Imparitätsprinzips nach § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB. Der Ansatz erfolgt ebenfalls mit dem Devisenmittelkurs. IV. Erläuterungen zur Bilanz1. AnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens wird nachfolgend im Anlagenspiegel dargestellt.
2. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind wie im Vorjahr in voller Höhe den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mitzugehörig. 3. RückstellungenIn der Bilanz sind Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 9 gemäß § 67 Abs. 2 EGHGB nicht ausgewiesen. Der Unterschiedsbetrag im Sinne des § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 1 (Ausschüttungssperre). In den sonstigen Rückstellungen sind folgende Einzelposten enthalten:
4. Verbindlichkeiten
5. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie Gesellschaft pachtet Anlagevermögen von einer anderen Gesellschaft. Hieraus resultieren jährliche Zahlungsverpflichtungen von zurzeit TEUR 759 (VJ: TEUR 672). Am Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen in den folgenden drei Geschäftsjahren in Höhe von insgesamt TEUR 135 (VJ: TEUR 190). V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1. UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse der Gesellschaft wurden zu 63% (VJ: 69%) im Inland, zu 16% (VJ: 16%) in der Europäischen Union und zu 21% (VJ: 15%) in Drittländern erzielt. Die Umsätze entfielen zu 52% (VJ: 58%) auf Bautenfarben, zu 16% (VJ: 15%) auf Industrielacke und zu 32% (VJ: 27%) auf Schiffsfarben. 2. Sonstige betrieblichen ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 267 (VJ: TEUR 401), die insbesondere aus der Anpassung von Aufwendungen für Reklamationen resultieren. Aufgrund der geringeren Forderungsausfallquote und dem daraus resultierenden geringen Ausfallrisiko ist der Satz für die Pauschalwertberichtigung auf 0,5 % bzw. um TEUR 168 herabgesetzt worden. VI. Sonstige Angaben1. Anzahl der ArbeitnehmerDie durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer betrug im Geschäftsjahr 151 (VJ: 168) sowie 8 Auszubildende. Von den Arbeitnehmern sind 56% (VJ: 51%) im gewerblichen und 44% (VJ: 49%) im kaufmännischen Bereich tätig. 2. GesellschaftsorganeGeschäftsführer der Gesellschaft sind: ‑ Herr Dr. Marcus Wilckens, Technischer Geschäftsführer, ‑ Herr Dr. Max Wilckens, Kaufmännischer Geschäftsführer, ‑ Herr Johan Wilckens, Kaufmännischer Geschäftsführer. 3. Beteiligungsunternehmen (Anteilsbesitz)Es besteht eine Beteiligung in Höhe von 50 % an der Nippon Paint Marine (Europe) GmbH, Glückstadt. Das Unternehmen hat ein Stammkapital von TEUR 100. Zum 31. Dezember 2023 betrug das Eigenkapital TEUR 4.560. Der Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2023 betrug TEUR 1.295. Weiterhin besteht eine Beteiligung in Höhe von 50 % an der Mega Wilckens s.r.l. (Italien). Das Unternehmen hat ein Stammkapital von TEUR 99. Zum 31. Dezember 2022 betrug das Eigenkapital TEUR 2.636. Die Gesellschaft erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2022 ein Ergebnis von TEUR 5 (VJ: TEUR 27). 4. AbschlussprüferhonorarFür das Geschäftsjahr 2023 erhält der Abschlussprüfer ein Gesamthonorar in Höhe von TEUR 46, davon TEUR 40 für Abschlussprüfungsleistungen und TEUR 6 für Steuerberatungsleistungen. 5. Ergebnisverwendungsvorschlag Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 3.140 ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss sowie den Gewinnvortrag in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.
Glückstadt, den 28. März 2024 ___________________ ___________________ ___________________ Dr. Marcus Wilckens Dr. Max Wilckens Johan Wilckens Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des UnternehmensDie Wilckens Farben GmbH wurde im Jahre 1995 gegründet und hat ihren Sitz in 25348 Glückstadt/Elbe. Das Unternehmen ist im Handelsregister unter HRB 1361 IZ beim Amtsgericht Pinneberg eingetragen. 1. GeschäftsmodellUnser Unternehmen befasst sich mit der Entwicklung, der Herstellung und dem Vertrieb von Farben und Lacken für die Bereiche Do‑it‑yourself/Maler, Industrie und Schifffahrt. Als mittelständisches Familienunternehmen verfolgen wir dabei eine langfristig angelegte, der Nachhaltigkeit und Risikostreuung verpflichtete Strategie. In den drei Unternehmensbereichen DIY/Maler, Industrie und Schiffsfarben beliefern wir eine große Anzahl von Kunden im In‑ und Ausland. 2. Forschung und EntwicklungGrundlage unserer Produktentwicklung ist ein Team von leistungsbereiten Mitarbeitern der Entwicklungsabteilung. Auch in Zukunft setzen wir auf eine gezielte Stärkung dieses Teams durch eigene Ausbildungsleistung sowie durch Zuwachs von außen. Unser Unternehmen verfügt über einen breiten Fundus an Rezepturen für die unterschiedlichen Anwendungsbereiche unserer Vertriebsbereiche. Dieser Fundus speist sich aus der langjährigen Erfahrung unserer Entwicklungsabteilung sowie aus der intensiven Auseinandersetzung mit Neuentwicklungen auf den Rohstoffmärkten. Grundlagenforschung betreiben wir nicht. Wir setzen auf die ausgewogene Zusammenarbeit mit Zulieferern und Kooperation mit anderen Lackherstellern sowie mit Forschungseinrichtungen, z.B. Universitäten. Unsere Entwicklungsabteilung ist einer kontinuierlichen Verbesserung und Entwicklung innovativer Produkte für unsere Kunden verpflichtet. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDas Jahr 2023 war durch eine hohe Inflation und entsprechende Kaufzurückhaltung der Konsumenten geprägt. Allgemeine Unsicherheiten, unter anderem aufgrund des Kriegs Russlands gegen die Ukraine, sowie zunehmend umfassenderer Veränderungen der chemischen Regulatorik (Stichwort: Green Deal) prägten das Geschäftsjahr. Trotz des Rückgangs der Inflation in der zweiten Jahreshälfte, konnten sich die gesamtwirtschaftlichen Aussichten nicht erholen. Die deutsche Lack‑ und Farbenindustrie verzeichnete insgesamt ein entsprechend schwieriges Jahr. In den einzelnen Absatzbereichen zeigten sich jedoch teils sehr unterschiedliche wirtschaftliche Entwicklungen. Während die Absätze von Industrielacken, insbesondere durch ein Erstarken der Automobilindustrie, um 4% stiegen, gingen die Mengen im Bereich Bautenfarben (-4%) und Holzschutz (-9%) im zweiten Jahr in Folge deutlich zurück. Insgesamt ergab sich für das Jahr 2023 ein Mengenrückgang um 3%. Der insgesamt geringeren Gesamtmenge verkaufter Farben und Lacke in 2023 standen erneut inflationsbedingt Preissteigerungen gegenüber, sodass der Gesamtumsatz um 2% stieg. Für 2024 ist von einem weiteren Rückgang der Absatzmenge um ca. 2% auszugehen, erneut insbesondere im Bereich Bauten- und Holzfarben. Ein Rückgang der Rohstoffpreise ist weiterhin nicht zu erwarten. Im Gegenteil ist mit einer Preissteigerung von branchenweit im Schnitt 3% auszugehen. 2. Geschäftsverlaufa. VertriebInsgesamt konnten wir unsere gesteckten Ziele im Jahr 2023 erreichen. Nach dem Wegfall der starken Sonderkonjunktur im DIY Segment im Nachgang der Corona-Pandemie im Vorjahr konnten wir unsere Absätze im Jahresvergleich wieder in allen Geschäftsbereichen steigern. Treiber für die Absatzsteigerungen war das Schifffahrtsgeschäft, welches mit 22% Mengensteigerung konjunkturbedingt die größten Zuwächse verzeichnete. Die hohe Auslastung der Werften in Asien führte zu einer abermals starken Ausweitung der Instandhaltungsmaßnahmen insbesondere in der Türkei, aber auch in Europa. Von dem zusätzlichen Farbbedarf konnten wir deutlich profitieren. Auch der Absatz im Industriebereich konnte planmäßig ausgeweitet werden. Schwerpunkte liegen hier nach wie vor im Bahngeschäft, dem Landmaschinengeschäft (Reparaturlacke), sowie im Bereich Energie und Infrastruktur. Im Bereich Bautenfarben lag der Absatz in etwa auf Vorjahresniveau, wobei der Onlinehandel als Kundengruppe weiter an Gewicht gewinnt und somit zu einer weiteren Ausdehnung der Kundenstruktur beiträgt. Für 2024 gehen wir davon aus, dass die Kaufzurückhaltung bei den Bauten- und Holzschutzfarben anhält und die Absatzmengen auf Vorjahresniveau stagnieren. Für die Industrie und Schifffahrtsfarben rechnen wir mit weiteren Zugewinnen. Insgesamt planen wir für 2024 mit moderat steigenden Umsätzen (+ 3 %). b. BeschaffungDie wirtschaftliche Entwicklung in der Farbenindustrie hängt in starkem Maße von der Entwicklung an den Rohstoffmärkten ab. Im Laufe des Jahres 2023 stabilisierten sich die Beschaffungspreise nach den starken Anstiegen in den Vorjahren deutlich. Ein einigen Segmenten konnten wir sogar deutliche Preisrückgänge verzeichnen, sodass sich im Schnitt ein stabiles Preisniveau ergab. Unsere teils energieintensiven Rohstoffe waren von der energiepreisgetrieben Inflation im Vorjahr schnell erfasst und stabilisierten sich in 2023 auf hohem Niveau, während dann die allgemeinen Verbraucherpreise nachgelagert erst deutlich anstiegen. Wir konnten die stabilisierten Einstandspreise zu einer Ausweitung der in den Vorjahren stark gesunkenen Rohertragsmarge nutzen. c. PersonalbereichDie Wilckens Farben GmbH beschäftigte in 2023 durchschnittlich 151 Mitarbeiter. Durch eigene Ausbildung (8 Auszubildende) sowie gezielte Neueinstellung von Fachmitarbeitern zielen wir darauf ab, sowohl fachlich als auch altersmäßig eine gesunde, kontinuierliche Personalstruktur darzustellen. Allerdings wirkt sich der zunehmende Fachkräftemangel in Form eines deutlich höheren Aufwandes für die Personalbeschaffung aus. Ein traditionell gutes Betriebsklima sorgt für eine geringe Fluktuation und Stabilität der innerbetrieblichen Prozesse. Leiharbeiter werden nur zur Abdeckung eines Spitzenbedarfes und nur in Bereichen eingesetzt, wo geringe Kenntnisse der Betriebsprozesse und Produktsortimente von Nöten sind. d. InvestitionenDie Wilckens Farben GmbH mietet sämtliche Gebäude und Anlagen von einem nahestehenden Unternehmen. Notwendige Investitionen zur Aufrechterhaltung und Produktionsoptimierung werden entsprechend mit dem Vermieter besprochen und umgesetzt. 3. Lage des UnternehmensDie Lage unseres Unternehmens ist wesentlich geprägt von unserem operativen Geschäft. a. ErtragslageUnsere wesentlichen Ergebnisquellen stellen die Umsätze aus Materiallieferungen an unsere Kunden dar. In den drei Unternehmenssparten DIY/Maler, Schifffahrt und Industrie haben wir eine breit gestreute Kundenstruktur mit nur niedrigen Abhängigkeiten von wenigen Großkunden. Insgesamt stieg die Gesamtleistung zum Vorjahr um 16 %. Die Rohertragsmarge stieg aufgrund im Schnitt stabilen Rohstoffpreise, sowie Veränderungen im Produktmix aufgrund des vergleichsweise starken Schifffahrts- und Industriegeschäfts auf 35,2 % (VJ.: 31,7 %). Die sonstigen betrieblichen Erträge trugen mit TEUR 798 (VJ: TEUR 844) zum Betriebsergebnis bei. Diese beinhalten im Wesentlichen mit TEUR 479 (VJ: 401) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und aus der Herabsetzung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen sowie Erträge aus Kursdifferenzen TEUR 93 (VJ: TEUR 123). Die Personalkosten haben sich im Jahr 2023 auf TEUR 8.127 im Vergleich zum Vorjahr (VJ: 8.3188) leicht verringert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit TEUR 9.478 umsatzbedingt deutlich über dem Niveau des Vorjahres (TEUR 7.380). Insgesamt konnte mit TEUR 3.140 (VJ: TEUR 1.215) ein positives Betriebsergebnis erwirtschaftet werden. Die Nettozinsaufwendungen verringerten sich zum Vorjahr (TEUR 127) aufgrund einer geringeren Zinslast durch die weitere Rückführung von Bankdarlehen auf TEUR 87. Das Vorsteuerergebnis liegt mit TEUR 4.452 um deutlich über dem Vorjahr (TEUR 1.738) und übertrifft unsere Erwartungen. b. VermögenslageDie Vermögenslage unserer Gesellschaft hat sich strukturell gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. Die Finanzanlagen haben sich durch Ausleihungen an verbundene Unternehmen um TEUR 350 erhöht. Die Warenbestände zum Jahreswechsel lagen mit TEUR 8.346 in etwa auf Vorjahresniveau (TEUR 8.534). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen lagen aufgrund des guten vierten Quartals und den traditionell längere Zahlungszielen im starken Schifffahrtsgeschäft mit TEUR 13.523 deutlich über dem Vorjahresniveau (TEUR 8.624). Die Barliquidität der Gesellschaft lag mit TEUR 6.712 ebenfalls deutlich über dem Vorjahresniveau (VJ.: 1.705). c. FinanzlageDie Kapitalstruktur hat sich gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. Die Gewinne des Vorjahres wurden zur Stärkung des Eigenkapitals im Unternehmen belassen. Die bestehenden Langfristdarlehen wurden plangemäß weiter getilgt. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Eine Beanspruchung gewährter Kontokorrentlinien konnte über das Jahr niedrig gehalten bleiben. Zahlungsfristen gegenüber unseren Lieferanten wurden eingehalten. Die Liquiditätslage war im Berichtsjahr gut. Die Bankverbindlichkeiten machen knapp 1,5 % (VJ.: 0,7 %) der Bilanzsumme aus. Kurzfristige Banklinien bestehen nicht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen liegen mit TEUR 7.766 aufgrund stark gestiegener Umsätze im vierten Quartal deutlich über dem Vorjahr (TEUR 4.177). Die Verbindlichkeiten können stets innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele beglichen werden. Die gebildeten Rückstellungen erhöhten sich um TEUR 1.935 auf TEUR 5.062. Hierin sind Rückstellungen für die Mitarbeitererfolgsbeteiligung sowie für weitere Risiken aus Reklamationen, sowie Rückstellungen für Werbekostenzuschläge, Bonusabrechnungen, Provisionen sowie Steuerrückstellungen enthalten. Während die beiden Vorjahre mit leicht negativem Cashflow aus dem operativen Geschäft schlossen, übersteigt der operative Cashflow die Erhöhung der Rückstellungen in diesem Jahr deutlich. Insgesamt betrachten wir die wirtschaftliche Lage unseres Unternehmens zum heutigen Zeitpunkt als gut. 4. Finanzielle LeistungsindikatorenWir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzrendite und Cashflow heran. Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen Die Umsatzrendite ist im Vergleich zum Vorjahr (3,5 %) auf rund 7,4 % gestiegen. Der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 4.625 (VJ: TEUR -801). III. Chancen‑ und Risikobericht1. RisikoberichtIm Rahmen unseres unternehmerischen Handelns sind wir einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Wir analysieren Risiken systematisch nach Umfang und Auswirkung auf die jeweiligen Bilanzpositionen und verfügen über eingespielte Prozesse zur Kontrolle und Steuerung von Risiken. Unser internes Berichtswesen unterstützt das Risikomanagement und versetzt uns jederzeit in die Lage, zeitnah und gezielt auf negative Entwicklungen reagieren und konkrete Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Dies gilt auch und insbesondere für das krisengeprägte Umfeld, in welchem sich unsere unternehmerischen Aktivitäten bewegen. Risiken sehen wir derzeit vor allem in einem drohenden Wohlstandsverlust in Folge der Inflation bei Endverbrauchern mit mittleren und unteren Einkommen, die einen wesentlichen Teil unserer Kundschaft im DIY Bereich ausmachen. a. Branchenspezifische RisikenNeben Risiken der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung sowie dem saisonalen Nachfrageverlauf in der Farbenbranche wirkt sich auch die zunehmende Konzentration sowohl bei Kunden als auch bei Lieferanten auf unser Unternehmen aus. Auf die Risikostreuung legen wir bei der Auswahl unserer Lieferanten und Kunden besonderes Augenmerk. Trotzdem müssen wir in einzelnen Rohstoffmärkten teilweise Verknappungen bis hin zu Lieferengpässen feststellen, die nur schwer auszugleichen sind. Teilweise sind hierfür höhere Rohstoffbestände (Sicherheitsbestände) vorzuhalten. Wir setzen auch im Einkauf verstärkt auf eine Zusammenarbeit mit unseren Geschäftspartnern im Schifffahrtsgeschäft, der Firma Nippon Paint, Japan. Der allgemeine erhebliche Anstieg der Verbraucherpreise in Deutschland lässt uns zudem von einer sinkenden Kaufkraft ausgehen, welches sich weiter auf den Absatz von Farben und Lacken, insbesondere im Do-It-Yourself Bereich auswirken wird. Für die Schifffahrt gehen wir davon aus, dass sich Teile des Geschäfts nach Ende der Corona-bedingten Verzerrungen in China wieder aus Europa und der Türkei nach Asien verlagern werden. b. Ertragsorientierte RisikenErtragsorientierte Risiken ergeben sich aus der Entwicklung der Verkäufe und der Rohstoffkosten, sowie aus der zeitverzögerten Weitergabe von erhöhten Rohstoffkosten in die Verkaufspreise. Teilweise haben sich die Rohstoffkosten unserer Farben und Lacke in den vergangenen 2 Jahren mehr als verdoppelt. Derartige Steigerungen erfordern erhöhte Anstrengungen bei der Identifikation alternativer preisgünstigerer Rohstoffe, sowie eine zeitnahe Weitergabe der unvermeidbaren Kostensteigerungen an unsere Kunden. Etwaige Lieferengpässe werden durch Lagerhaltung und führzeitige Information abgewendet. Im Laufe des Jahres 2023 haben sich die Rohstoffkosten stabilisiert. Für 2024 rechnen wir jedoch erneut mit steigenden Rohstoffkosten, unter anderem auch durch immer höhere Zulassungsvoraussetzungen für bestimmte Rohstoffe im Rahmen des European Green Deal und folglich weniger Wettbewerb und Alternativprodukte. Gleichzeitig rechnen wir aufgrund der mittlerweile gesunkenen Inflation mit deutlich geringerer Akzeptanz für Preissteigerungen bei unseren Kunden. Daher gehen wir für 2024 von wieder sinkenden Rohertragsmargen aus. Im Bereich der Personalkosten gehen wir aufgrund der Kaufkraftverluste in den vergangenen Jahren und dem zunehmenden Fachkräftemangel von weiteren Steigerungen der Löhne und Gehälter aus. Risiken liegen hier in der adäquaten Besetzung freiwerdender Stellen. Wir sind jedoch der Meinung, dass wir in unseren Planungen hier angemessene Vorsorge getroffen haben. Im Bereich der Sachkosten sehen wir keine außerordentlichen ertragsmindernden Risiken. c. Finanzwirtschaft Aufgrund der stabilen Liquiditäts‑ und Eigenkapitalsituation sowie der langfristigen Finanzierung sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Nach negativem operativen Cashflow in den beiden Vorjahren, welcher maßgeblich inflationsbedingt durch Kapitalbindung in unseren Beständen entstanden war, haben wir 2023 einen deutlich positiven operativen Cashflow erwirtschaften und Liquiditätsreserven aufbauen können. Wir rechnen allerdings mit weiteren Liquiditätsbedarf für notwendige Investitionen in den kommenden Jahren. Währungsrisiken bestehen für unser Unternehmen nur in sehr geringem Maße und werden, sollten sie entstehen, entsprechend abgesichert. Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend, es sind keine Engpässe zu erwarten. 2. ChancenberichtChancen für unser Geschäft sehen wir in der gezielten Ausweitung unserer in‑ und ausländischen Vertriebsaktivitäten sowie in der weiteren Stärkung der Zusammenarbeit mit unseren ausländischen Beteiligungen. Auch haben wir im Bereich DIY/Maler erfolgversprechende Ansätze von Umsatz‑ und Ertragsausweitungen sowohl bei Neukunden als auch mit neuen Produkten und einer Ausweitung des Online-Geschäftes. Im Bereich Schifffahrt erwarten wir weitere Umsatzausweitungen durch die Lizenzproduktion für Nippon Paint Marine (Europe) GmbH, sowie dem für dieses Unternehmen vorgegebenen Wachstumskurs. Im Bereich Industrie sehen wir insbesondere Chancen, unsere Stellung im Bereich Energie, Infrastruktur und Landmaschinenlacken weiterhin auszubauen. 3. GesamtaussageRisiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem schwierigen und harten Wettbewerbsumfeld, der allgemeinen Kaufzurückhaltung bei den Bautenfarben in Folge der Inflation, steigenden Rohstoffpreisen und gewissen Überkapazitäten in der Branche, die sich auf das Preisniveau negativ auswirken. Vor dem Hintergrund unserer Erfahrungen und der finanziellen Situation und Absicherung unserer Unternehmung sehen wir uns jedoch für die Bewältigung künftiger Risiken gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. IV. Risikoberichterstattung über die Verwendung von FinanzinstrumentenZu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten, Guthaben bei Kreditinstituten und kurz‑ und langfristige Kredite. Die Gesellschaft verfügt über einen weit gestreuten, solventen Kundenstamm. Mit den meisten Kunden besteht eine langjährige Zusammenarbeit. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über die Kreditlinien verschiedener Banken. Ziel des Finanz‑ und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko arbeiten wir mit vorausschauenden Liquiditätsplänen, die einen Überblick über die Geldein‑ und -ausgänge vermitteln. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall‑ und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung der Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Zudem besteht eine Warenkreditversicherung. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden. V. PrognoseberichtUnsere Prognosen beruhen auf den wesentlichen Annahmen der künftigen Entwicklung der einleitend dargestellten gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Annahmen. Um die nachhaltige positive Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen, werden wir weiterhin gezielt an dem Ausbau unserer inländischen und ausländischen Vertriebsaktivitäten arbeiten. Im Bereich DIY‑/Malerfarben wollen wir weiterhin die Innovations‑ und Marketingaktivitäten erhöhen, um höhere Margen im Markt erzielen zu können. Darüber hinaus sind wir bestrebt, durch gezielte Investitionen in Führungspersonal die Basis für eine langfristig angelegte positive Unternehmensentwicklung weiter auszubauen. Wesentliche Änderungen in der Geschäftspolitik sind nicht geplant. Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens weiterhin positiv und sehen in allen Unternehmensbereichen Potentiale für weiteres Wachstum, auch wenn wir für 2024 wieder nur von einstelligen Wachstumsraten in Absatz und Umsatz ausgehen. Für 2024 rechnen wir mit einem Umsatzwachstum von 3% gegenüber 2023. Des Weiteren wird mit einer Umsatzrendite in Höhe von 5,2 % gerechnet. Wir rechnen weiterhin mit angespannten Rohstoffmärken und wieder steigenden Einstandspreisen. Zudem erwarten wir insbesondere bei den Lohn- und Sachkosten weitere Preissteigerungen. Insgesamt rechnen wir folglich mit knapperen Ertragsmargen, jedoch erneut einem positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit leicht unter dem des aktuellen Jahres. Die bisherige Entwicklung in 2024 bestätigt unsere Gewinnprognose. Per März 2024 liegen sowohl die Umsätze als auch der Ertrag über Plan. VI. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres, über die im Anhang zu berichten wäre, sind nicht eingetreten.
Glückstadt, den 28. März 2024
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Wilckens Farben GmbH, Glückstadt Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Wilckens Farben GmbH, Glückstadt - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Wilckens Farben GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse · entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und · vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus · identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. · gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. · beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. · ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. · beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. · beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. · führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Hamburg den 30. August 2024 Baker Tilly GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft (Hamburg)
Angabe zur Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 03.12.2024 festgestellt. |
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