Hubject Financial Services GmbH
Selbe AdresseVermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger mittels Carsharing
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Hahn seit 5.6.2015 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
VOLKSWAGEN Finance LUXEMBURG S.A. | 15.61% |
| 15.61% | |
| 15.61% | |
Enel X S.r.l. | 12.50% |
| 11.12% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
5 von 8 Anteilseignern sichtbar
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Hubject GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023Lagebericht 2023Inhalt I. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodelle II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf und Lage 3. Finanzielle Leistungsindikatoren 4. Gesamtaussage III. Tochterunternehmen V. Chancen- und Risikobericht IV. Prognosebericht I. Grundlagen des UnternehmensGeschäftsmodelle Als treibende Kraft in der eMobility-Branche entwickelt Hubject Lösungen, die der eMobility weltweit zum Durchbruch verhelfen. Dazu vereinfacht Hubject das Laden von Elektrofahrzeugen. Über seine eRoaming-Plattform "intercharge" verbindet Hubject verschiedene Unternehmen die in den Marktrollen Charge Point Operators (CPOs) und eMobility Service Providers (EMPs) aktiv sind und ermöglicht so einen einheitlichen Zugang für Elektroautofahrer zu einem digitalen weltweiten Ladenetzwerk. Mit über 600.000 angeschlossenen Ladepunkten und mehr als 2.150 B2B-Partnern in über 60 Ländern und vier Kontinenten hat Hubject das weltweit größte anbieterübergreifende Ladenetzwerk für Elektrofahrzeuge geschaffen. Darüber hinaus ist Hubject ein vertrauenswürdiger Experte im eMobility Markt, der Automobilhersteller, Ladesäulenanbieter und andere EV-bezogene Unternehmen berät, die eMobility Dienste einführen oder Plug&Charge nach ISO 15118 implementieren möchten. Die Business Unit Consulting wurde strategisch neu ausgerichtet und konzentriert sich nun gezielt auf das Feld des Technischen Consultings. Dazu hat Hubject neben seinem Hauptstandort in Berlin, Deutschland, 2 Tochtergesellschaften aufgebaut in Los Angeles, USA und Shanghai, China. Im Berichtsjahr wurden diese Aktivitäten weiter ausgebaut und damit der Markteintritt in weitere internationale Märkte (Türkei, Mexico, etc.) realisiert. Gleichzeitig hat Hubject den Grundstein für eine weiterführende Arrondierung von Geschäftsmodellen um den beschriebenen Servicekern gelegt. Zu den neuen Services gehört beispielsweise auch das Einrichten eines Testlabors für die Interoperabilität von Elektrofahrzeugen und Ladestationen. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Jahr 2023 war geprägt von einer Zunahme weltweiter Herausforderungen. Insbesondere die weiterhin kritische Sicherheitslage in der Ukraine, die weiterhin hohen Energiekosten und die gestiegene Inflation hatten einen starken Einfluss auf die Zulassungszahlen für Elektrofahrzeuge. Auch wenn diese Zulassungszahlen zum Ende des Jahres Jahr 2023 ein Wachstum im Vergleich zu 2022 aufzeigen, ist das Wachstum in den relevanten Märkten von Hubject leicht niedriger ausgefallen als ursprünglich geplant. Gleichzeitig ist jedoch auch deutlich erkennbar, dass weiterhin ein starkes politisches Engagement besteht, die eMobility Trendwende zu erreichen - woraus sich letztendlich auch ableiten lässt, dass die Marktsituation nur eine kleine Verzögerung darstellt, aber kein unternehmens- oder geschäftsmodellkritisches Risiko. Ebenso hatte Hubject durch entsprechende Anpassungsmaßnahmen das Jahresergebnis 2023 stabilisieren können, so dass ein leicht höheres Betriebsergebnis die Stabilität des Geschäftsmodells beweist. 2. Geschäftsverlauf und Lage Der Unternehmensumsatz konnte im Jahr 2023 um T€ 3.498 auf T€ 18.204 im Vergleich zum Vorjahr erhöht werden. Die Umsatzsteigerung bezieht sich dabei insbesondere auf das Kerngeschäft eRoaming, welches durch weitreichende Anpassungen des Preismodells und die deutlichen Zunahmen von Elektrofahrzeugen im Kernmarkt von Hubject deutlich gewachsen ist. Durch die Veräußerung von THG-Quoten konnte ein erstmaliger Umsatzeffekt erzielt werden. Der Erwerb der THG-Quoten spiegelt sich im Materialaufwand wider. Durch das positive Marktwachstum hat Hubject seinen Bestand an Mitarbeitenden um 34 Neueinstellungen erweitert, um die zusätzlichen Anforderungen in verschiedenen Bereichen wie Finanzwesen, Vertrieb und Produktentwicklung zu decken. Die geplanten Umsatzziele wurden im vergangenen Geschäftsjahr durch externe Einflüsse beeinträchtigt. Insbesondere machten sich Faktoren wie Inflation, Zinssteigerungen und steigende Energiepreise bemerkbar, die unsere ursprünglichen Erwartungen beeinflussten. Unsere robuste Anpassungsfähigkeit, effizientes Ressourcenmanagement und die kontinuierliche Suche nach Optimierungsmöglichkeiten haben es uns ermöglicht, positive Ergebnisse zu erzielen. Ertragslage Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens hat sich im Berichtsjahr weiterhin stabil entwickelt und unterstreicht die positive Entwicklung aus den vorherigen Jahren.
Das Betriebsergebnis hat sich um T€ 40 verbessert. Haupteinflussfaktor für das gestiegene Betriebsergebnis ist der Umsatzzuwachs. Die Aufwendungen im Jahr 2023 zeigen deutlich auf, dass mit dem hohen Marktwachstum auch Wachstumsmaßnahmen seitens Hubject erforderlich wurden. Dies betraf insbesondere die Bereiche Mitarbeiteraufbau und Einsatz von externen Ressourcen. Finanzlage Hubject ist weiterhin ausschließlich eigenkapitalfinanziert, bis heute sind keine langfristigen Finanzschulden vorhanden. Das Unternehmen hat im Berichtsjahr intensiv in den Ausbau und der Verbesserung der bestehenden Softwarelösungen (1. eRoaming Plattform, 2. Plug&Charge Lösung) investiert. Die Investitionen betrafen insbesondere die Umsetzung regulatorischer Anforderungen wie nationale Eichrechtsvorgaben, als auch die Erhöhung der Serverkapazitäten zum besseren Verarbeiten des gestiegenen Datenvolumens durch den Marktwachstum. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist sichergestellt, da das Jahresergebnis positiv ist sowie gezielt weitere Optimierungsmaßnahmen (Standardisierung Forderungsmanagementprozesse, Zusammenarbeit mit Kanzleien zur Verbesserung des außergerichtlichen Mahnwesens, Verstärkte Anwendung von Vorauszahlungen bei neuen Kunden) bei Rechnungslegung und Forderungsmanagement erfolgt sind. Im Verlauf des Berichtsjahres erfolgte eine bedeutende Umstellung in der Unternehmensstruktur, indem ein neues Enterprise-Resource-Planning (ERP)-System implementiert wurde. Diese strategische Entscheidung hat sich als maßgeblicher Schritt erwiesen, der zu einer erheblichen Steigerung der Effizienz in verschiedenen Unternehmensbereichen geführt hat. Die Einführung des neuen ERP-Systems hat dazu beigetragen, Prozesse zu optimieren, die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Abteilungen zu verbessern und den Informationsfluss innerhalb der Organisation zu beschleunigen. Durch die zentralisierte Datenverwaltung und die Integration unterschiedlicher Geschäftsbereiche konnten Redundanzen minimiert und die Datengenauigkeit maximiert werden. Vermögenslage
Das Anlagevermögen ist sowohl durch die Aktivierung der Selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände als auch durch die Anschaffung von technischem Equipment gegenüber dem Vorjahr um T€ 667 gestiegen. Durch die gestiegenen Forderungen haben sich die kurzfristigen Vermögensgegenstände um 12% gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die Verbindlichkeiten ergeben sich vor allem aus gestiegenen Umsatzsteuerverbindlichkeiten und haben sich entsprechend der Umsatzsteigerung um 41% erhöht. Sie betragen 4,4% der Bilanzsumme. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt der Fokus im Unternehmen auf:
Für die interne Unternehmenssteuerung zieht Hubject die Kennzahlen Marktanteil (Anzahl der an Hubject angebundenen Ladestationen im Vergleich zur Anzahl der öffentlichen Ladestationen) und Umsatzrendite heran. Aufgrund der positiven Entwicklung des Betriebsergebnisses (T€ 40) konnte das Unternehmen eine leicht verbesserte Ertragslage ausweisen. Für die Leistungsindikatoren Umsatzentwicklung, EBIT und Marktanteil wurde die Leistung auf Vorjahresniveau vorhergesagt, die im Berichtsjahr deutlich übererfüllt wurden. 4. Gesamtaussage Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird insgesamt als gut bewertet, insbesondere da die Umsatz- und Ergebnisentwicklung positiv verlaufen ist. Das Hubject - Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele und teilweise deutlich früher zu vereinnahmen. Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel gedeckt, aus heutiger Sicht verfügt das Unternehmen damit über eine sehr stabile Basis für weiteres Wachstum und den Ausbau des Geschäftserfolges. III. TochterunternehmenUnser Unternehmen verfügt neben dem Hauptsitz in Berlin, Deutschland über zwei ausländische Niederlassungen in
sowie
Insgesamt beschäftigte Hubject zum Stichtag 31.12.2023 weltweit 101 Mitarbeitende (93 im Vorjahr). V. Chancen- und RisikoberichtDie aktuell ausgesprochen positive Marktentwicklung, wird wie dargestellt, das weitere Wachstum des Unternehmens ermöglichen. Die Branchenentwicklung wird im Jahr 2024 weiter von einem leichten Zuwachs des Themas Elektromobilität geprägt sein. Hubjects Marktführerschaft unterstützt dabei, dass die bereits aufgezeigte positive Entwicklung aus den Vorjahren weiter fortsetzen wird. Die zunehmende Weiterentwicklung des bestehenden Produktportfolios bei Hubject wird künftig dazu führen, dass Optimierung bzgl. Betriebskosten (z.B. Kosten für Nutzung von IT-Servern, Verkauf von mehr Services an Bestandskunden) in einem noch besseren Verhältnis zum Kundenwachstums erfolgen kann. Dies wird zu einer deutlichen Ausweitung der Profitabilität führen. Um die weitere Akzeptanz der Elektromobilität in Europa politisch zu fördern, wurde die Alternative Fuel Infrastructure Regulation durch das europäische Parlament Herbst 2023 verabschiedet, diese tritt ab 2024 in Kraft. Diese Richtlinie definiert einheitliche Anforderungen für alle Marktteilnehmer in Europa und definiert klare Regeln für die Zusammenarbeit. Da die Richtlinie dabei relevante Punkte für das Kerngeschäftsmodell eRoaming von Hubject - was zu einer noch breiteren Akzeptanz führen wird. Gleichzeitig wird auch der Einbau von sog. Direktbezahlterminals erzwungen. Da jedoch die Mehrheit der Elektrofahrzeuge heute in Flotten registriert sind, ist der kurzfristige Effekt für Hubject im Jahr 2024 eher als gering einzuschätzen, da auch die Umsetzung durch die Marktteilnehmer in 2024 eher verzögert erfolgen wird. Die bestehende Marktführerschaft im Bereich Plug&Charge wird sich auch 2024 positiv durch eine intensive Zusammenarbeit mit allen relevanten Markteilnehmern auswirken. Für die Einschätzung des Gesamtrisikos für die Hubject GmbH ist das etablierte Risikomanagementsystem des Unternehmens grundlegend. Dieses wird vom Management regelmäßig geprüft und entsprechende Risiken identifiziert und bewertet. Dabei werden insbesondere Risiken betrachten, die aus externen Faktoren, also Faktoren, die nicht gezielt durch das Unternehmen beeinflusst werden können. Hierzu gehört etwa die allgemeine Konjunktur- und Marktentwicklung, die regelmäßig analysiert wird. Des Weiteren werden Risiken betrachtet, die mittelbar beeinflussbare Risiken darstellen, zumeist operativer Art, die möglichst frühzeitig antizipiert werden und gegen die, falls notwendig, aktive Maßnahmen eingeleitet werden. Derzeit sind für die zukünftige Entwicklung von Hubject keine wesentlichen Risiken erkennbar, die zu einer dauerhaften und wesentlichen negativen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens führen können. Organisatorisch sind die Voraussetzungen geschaffen worden, um frühzeitig über mögliche Risikosituationen informiert zu sein und um Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Die Eintrittswahrscheinlichkeit für Risiken der Informationstechnologie und im Zusammenhang mit Cybersicherheit wegen der Erfahrung stark zunehmender Cyberangriffe wurde auf mittel bewertet. Ansonsten haben sich bei der Eingruppierung und den potenziellen Auswirkungen der Risiken keine Änderungen ergeben. Im Allgemeinen wird die zwischenzeitlich erreichte wirtschaftliche Erholung nach dem Auslaufen der Pandemie und dem Eintritt in die endemische Phase kräftig durch den Russland-Ukraine-Krieg und dessen kurz-, mittel- und langfristige Folgen eingebremst. Für die aktuelle Geschäftsentwicklung von Hubject hat dieser Krieg keine direkten Auswirkungen, da weder Aktivitäten in Russland noch in der Ukraine im nennenswerten Umfang in der Vergangenheit stattgefunden haben. Gemäß Prognoseberichten wird die sprunghaft gestiegene Inflation angesichts andauernder Lieferschwierigkeiten und hoher Energiepreise auch 2024 hoch bleiben und es wird für Deutschland ein abgeschwächtes Wachstum erwartet. Diese Effekte werden zum heutigen Stand keinen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung des Hubject-Geschäftsmodells haben. IV. PrognoseberichtFür das Jahr 2024 wird insgesamt eine fortgesetzte positive Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage prognostiziert. Im Jahr 2024 wird mit einer positiven Umsatzentwicklung (+3,2 Mio. EUR) und EBIT (Veränderung von +1,2 Mio. EUR) auf dem Niveau des Berichtsjahres gerechnet. Ebenso wird mit 21 Neueinstellungen geplant.
Berlin, 10. Februar 2024 Christian Hahn, CEO Annemarie van Leijen, COO Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
AnhangI. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum Jahresabschluss
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den deutschen Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt. Die Gesellschaft ist zum Stichtag 31.12.2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft (§ 267 HGB). Von den Erleichterungen wurde im Rahmen der Jahresabschlusserstellung weitgehend Gebrauch gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Sofern Angaben wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, wurde der Vermerk im Anhang gewählt. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenAnlagevermögen In Ausübung des Wahlrechts gemäß § 248 Abs. 2 HGB wurden selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände zu Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und - soweit abnutzbar - um planmäßige Abschreibungen gemindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Einzelanschaffungskosten bis zu 1.000,00 EUR (ohne USt.) wurden im Jahr ihres Zugangs in voller Höhe abgeschrieben und als Abgang erfasst. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten (Nominalwert) bewertet. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde das Ausfall-, Zins- und Kostenrisiko durch Bildung von Pauschal- und Einzelwertberichtigung berücksichtigt. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Die liquiden Mittel wurden mit den Anschaffungskosten (Nominalwert) angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben des laufenden Geschäftsjahres, soweit sie Aufwand eines folgenden Geschäftsjahres darstellen. Die Bewertung erfolgt zeitanteilig mit den Anschaffungskosten. Eigenkapital Das Eigenkapital wurde zum Nennwert angesetzt. Rückstellungen Die Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Einnahmen des laufenden Geschäftsjahres, soweit sie Ertrag eines folgenden Geschäftsjahres darstellen. Die Bewertung erfolgt zeitanteilig mit dem Nennbetrag. Währungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. In anderen Fällen wurden eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt. Latente Steuern Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden sich daraus - nach Saldierung - insgesamt ergebende Steuerbelastungen passiviert und Steuerentlastungen aktiviert. Bei der Ermittlung latenter Steuerentlastungen werden ggf. bestehende steuerliche Verlustvorträge in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt. III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres ergeben sich aus dem auf der folgenden Seite dargestellten Anlagenspiegel. Für Forschung und Entwicklung sind im Berichtsjahr insgesamt 1.409.868,24 EUR (Vorjahr: 1.214.128,00 EUR) angefallen. Im laufenden Geschäftsjahr wurden die Entwicklungsausgaben unter dem Posten "selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände" in Höhe von 1.409.868,24 EUR (1.214.128,00 EUR) aktiviert, die in der Gewinn- und Verlustrechnung als aktivierte Eigenleistungen ausgewiesen sind. Die zugrunde liegende Nutzungsdauer der aktivierten Eigenleistungen beträgt 5 Jahre. Die Nutzungsdauer des restlichen Anlagevermögens (hauptsächlich Betriebs- und Geschäftsausstattung) beträgt 3 Jahre. Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Gesellschafter Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Darlehen an Tochtergesellschaften in Höhe von 367.289,93 EUR (455.156,45 EUR) mit einer Restlaufzeit kleiner als 1 Jahr, Darlehen an Tochtergesellschaften in Höhe von 136.317,49 EUR (0,00 EUR) mit einer Restlaufzeit größer als 1 Jahr, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.267.128,53 EUR (831.355,10 EUR) sowie Forderungen ggü. Gesellschaftern in Höhe von 577.041,64 EUR (493.554,96 EUR). Bei den Forderungen ggü. Gesellschaftern handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Zinserträge aus Darlehen gegen verbundene Unternehmen betrugen im Geschäftsjahr 4.185,16 EUR (3.146,24 EUR) und wurden erfolgswirksam bewertet. Im Berichtszeitraum wurden Kursverluste realisiert. Sonstige Vermögensgegenstände Weiterhin sind insbesondere Kautionen in Höhe von 116.664,01 EUR (119.768,89 EUR) enthalten. Gezeichnetes Kapital Die Gesellschafteranteile am Gezeichneten Kapital verteilen sich wie folgt:
Kapitalrücklage
Rückstellungen In den Rückstellungen sind insbesondere Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von 411.367,34 EUR (432.366,90 EUR), ausstehende Rechnungen 169.528,07 EUR (111.291,99 EUR), Ertragssteuerrückstellungen in Höhe von 61.145,74 EUR (0,00 EUR), sowie sonstige Rückstellungen von 92.333,22 EUR (60.426,00 EUR) enthalten. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden nach kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten unterteilt. Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von 1 Jahr betragen 612.926,04 EUR (629.866,86 EUR). Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr betragen 18.255,60 EUR (19.084,14 EUR). Es bestehen keine Verbindlichkeiten von mehr als 5 Jahren. Latente Steuern Für latente Steuern wurde nach §271 Abs. 1. S. 2 und 3 HGB ein Nettoausweis ausgewählt. Beim Nettoausweis, der auf der Basis der Gesamtdifferenzbetrachtung geschieht, erfolgt zunächst eine Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern und dann ein entsprechender Ausweis der Residualgröße. Hierbei sind latente Steuern auf aktivierte Verlustvorträge einzubeziehen. Im Geschäftsjahr besteht ein Aktivüberhang. Die Gesellschaft macht von dem Ansatzwahlrecht nach § 274 Abs.1. s. 1 HGB insoweit Gebrauch und setzt keine Aktiven Latenten Überhang an. Ausschüttungsbegrenzung Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände wurde das Aktivierungswahlrecht nach § 248 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen. Der in der Bilanz ausgewiesene Betrag für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ist grundsätzlich ausschüttungsgesperrt, d. h. Gewinne dürfen nur ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags und abzüglich eines Verlustvortrags mindestens den insgesamt angesetzten Beträgen abzüglich der hierfür gebildeten passiven latenten Steuern entsprechen. Der Gesamtbetrag der Ausschüttungsbegrenzung gemäß § 268 Abs. 8 HGB beläuft sich zum 31.12.2023 auf 3.542.883,24 EUR (Vorjahr: 3.130.081,00 EUR). IV. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und VerlustrechnungUnter den Sonstigen Erträgen des Geschäftsjahres befinden sich Innovationsförderungen in Höhe von insgesamt 530.017,00 €. Diese Fördermittel stellen außergewöhnliche Erträge dar und tragen zur Finanzierung von innovativen Projekten und Entwicklungen bei, die im Einklang mit den entsprechenden gesetzlichen Bestimmungen stehen. V. Sonstige AngabenVerbundene Unternehmen
Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte/Sonstige finanzielle Verpflichtungen: Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt 2.148.848 EUR und setzt sich wie folgt zusammen:
Geschäftsführung
Von der Schutzklausel § 268 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht. Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr hat das Unternehmen durchschnittlich 85 (i. VJ: 74) Mitarbeitende beschäftigt. Nachtragsberichterstattung Annemarie van Leijen wurde zum 01.01.2024 als Geschäftsführerin und Chief Operating Officer bestellt. Die Anmeldung beim Handelsregister hat bereits im Berichtszeitraum stattgefunden. Weitere wesentliche Ereignisse lagen nach dem Bilanzstichtag nicht vor. Die Hubject GmbH ist von der Pflicht, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen, gem. §293 HGB befreit.
Berlin, 10. Februar 2024 Christian Hahn, CEO Annemarie van Leijen, COO ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Hubject GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Hubject GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hubject GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 1. März 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Stefanie Bartel, Wirtschaftsprüferin ppa. Christopher Guth, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 16. Mai 2024 festgestellt. |
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