HGR Holding SE
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christina, geb. Bick Deicke seit 27.6.2025 | Vorstandsmitglied |
Lothar Schäfer seit 23.4.2021 | Vorstandsmitglied |
Ulrike Richter seit 30.12.2016 | Prokura |
Helga Redeker seit 21.1.2009 | Vorstandsmitglied |
Heinz-Gerhard Prof. Redeker seit 2.5.2006 | Vorstandsmitglied |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ELV Elektronik AGLeerJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
ANHANG für das Geschäftsjahr 2023der ELV Elektronik AG, LeerRegistergericht: Amtsgericht AurichHandelsregisternummer: HRB 110088A. ANGABEN ZUR FORM UND DARSTELLUNG VON BILANZ UND GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGDie Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital von TEUR 5.465 (Vorjahr TEUR 6.547) aus. Es besteht eine Rangrücktrittserklärung der eQ-3 Holding GmbH, Leer, über einen Betrag von maximal EUR 3,0 Mio. auf Forderungen gegenüber der Gesellschaft. Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 sowie der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 sind nach den Vorschriften der §§ 264 ff. HGB unter Beachtung rechtsformspezifischer Ausweisvorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. Die größenabhängige Erleichterung nach § 276 Satz 1 HGB und § 288 Abs. 2 HGB wurde in Anspruch genommen. Im Interesse der Klarheit und Übersichtlichkeit haben wir die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke in den Anhang aufgenommen. Die ELV Elektronik AG hat am 19. Juli 2023 einen Spaltungs- und Übernahmevertrag mit der Timemaster GmbH abgeschlossen. Die Hauptversammlung des übertragenden Rechtsträgers ELV Elektronik AG hat am 19. Juli 2023 einen Teil des Vermögens der ELV Elektronik AG als Gesamtheit (Teilbetrieb der Zweigniederlassung Timemaster) im Wege der Umwandlung durch Abspaltung mit Wirkung zum 1. Januar 2023 zum Buchwert auf die Timemaster GmbH übertragen. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 1. August 2023. Durch die Abspaltung sind die folgenden Vermögensgegenstände und Schulden abgegangen:
Das abgehende Netto-Vermögen wurde dem Bilanzgewinn entnommen. B. DARSTELLUNGSSTETIGKEIT SOWIE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEDie Gegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten und - soweit abnutzbar - vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode ermittelt. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wird zugrunde gelegt:
Die Vorräte sind grundsätzlich mit den Anschaffungskosten angesetzt. Das Niederstwertprinzip ist beachtet worden. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert nach § 253 Abs. 4 HGB wegen Gängigkeit, Lagerdauer und technischem Zustand wurden im erforderlichen Umfang vorgenommen. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden mit dem Festwert angesetzt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit dem Nominalwert unter Berücksichtigung erforderlicher Einzelwertberichtigungen angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung in angemessener Höhe berücksichtigt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Gesellschafter sind mit dem Nominalwert unter Berücksichtigung aufgelaufener Zinserträge angesetzt. Die sonstigen Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel sind zum Nominalwert bilanziert. Kommt es vor dem Abschlussstichtag zu Zahlungen, die wirtschaftlich einer anderen Rechnungsperiode zugeschrieben werden müssen, so erfolgt eine aktive Rechnungsabgrenzung. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind ausreichend bemessen und in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Die Rückstellungen, deren Inanspruchnahme mehr als ein Jahr nach dem Bilanzstichtag erwartet wird, werden abgezinst und zukünftige Preissteigerungen berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremden Währungen erfolgt mit dem jeweiligen Kurs am Entstehungstag. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind gemäß § 256a HGB bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger grundsätzlich am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet worden. Aufwendungen und Erträge werden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt. C. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ(1) Einzelposten des Anlagevermögens Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres ergeben sich aus dem in der Anlage dargestellten Bruttoanlagenspiegel. (2) Vorräte Die Abwertung der Vorräte beträgt TEUR 1.678 (Vorjahr TEUR 853). (3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 721 (Vorjahr TEUR 750) setzen sich in diesem Jahr - ebenso wie im Vorjahr - vollständig aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zusammen. Die Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr TEUR 4) setzen sich vollständig aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zusammen. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Körperschaftsteuerforderungen in Höhe von TEUR 566 (Vorjahr TEUR 9) sowie Gewerbesteuerforderungen in Höhe von TEUR 517 (Vorjahr TEUR 5). (4) Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 50.000,00 setzt sich wie folgt zusammen: 10.000 stimmberechtigte, auf den Inhaber, der HGR Holding SE, Berlin, lautende Stammaktien im Nennbetrag von EUR 5,00. (5) Gewinnrücklagen Die gesetzliche Rücklage beläuft sich auf die gesetzlich vorgeschriebene Mindesthöhe des zehnten Teils des Grundkapitals. Zum 31.12.2023 wurden keine weiteren Beträge in die gesetzlichen Gewinnrücklagen eingestellt. (6) Rückstellungen Die Steuerrückstellungen betragen TEUR 135 (Vorjahr TEUR 132). In den Steuerrückstellungen sind Rückstellungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 23 (Vorjahr TEUR 23) enthalten. Für das aktuelle Geschäftsjahr wurden Körperschaft- und Gewerbesteuerrückstellungen von TEUR 112 (Vorjahr TEUR 109) gebildet. Die sonstigen Rückstellungen enthalten Verpflichtungen für Urlaubs- und Überstundenentgelte sowie sonstige Personalkosten (TEUR 345, Vorjahr TEUR 244), Rückstellungen für Archivierungskosten (TEUR 136, Vorjahr TEUR 138), Rückstellungen für zu gewährende Gutschriften und Garantien (TEUR 108, Vorjahr TEUR 126), Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 39, Vorjahr TEUR 39), laufenden Gerichtsverfahren (TEUR 26, Vorjahr TEUR 644), sonstige Verpflichtungen (TEUR 10, Vorjahr TEUR 10) und Zinsen auf Steuernachzahlungen (TEUR 8, Vorjahr TEUR 8). Die Gewährleistungsrückstellungen wurden auf Basis von 0,1% des externen Umsatzes gebildet. (7) Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch geschäftsübliche Eigentumsvorbehalte der Lieferanten besichert. Insgesamt sind Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 933 (Vorjahr TEUR 1.426) besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 1.206 (Vorjahr TEUR 1.867), davon TEUR 1.206 (Vorjahr TEUR 1.867) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind TEUR 975 (Vorjahr TEUR 552) Verbindlichkeiten aus Steuern sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr TEUR 3) enthalten. Die Verbindlichkeiten aus Steuern sind im Wesentlichen Verpflichtungen aus der Umsatzsteuer-Zahllast. (8) Aktive latente Steuern Zum 31.12.2023 ergeben sich unter Anwendung eines Steuersatzes in Höhe von 29,825 % aktive latente Steuern durch Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz in Höhe von TEUR 248 (Vorjahr TEUR 44). Das bestehende Wahlrecht nach § 274 Abs. 2 HGB, diese nicht zu aktivieren, wurde in Anspruch genommen. D. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGDie Umsatzerlöse enthalten auch Erträge aus der Weiterbelastung von Personal in Höhe von TEUR 4.335 (Vorjahr TEUR 3.920) sowie einen Marketingzuschuss von TEUR 2.000 (Vorjahr TEUR 0). Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten solche aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 164 (Vorjahr TEUR 46) und periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 124 (Vorjahr TEUR 167). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten solche aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 82 (Vorjahr TEUR 291). Die Aufwendungen für Zinsen beliefen sich 2023 auf TEUR 144 (Vorjahr TEUR 134), davon TEUR 25 auf verbundene Unternehmen (Vorjahr TEUR 11). In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinsen von Banken in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr TEUR 2) sowie Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von EUR 1.828,79 (Vorjahr EUR 0) enthalten. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten Steueraufwendungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr TEUR 0). E. NACHTRAGSBERICHTEs bestehen keine im Rahmen eines Nachtragsberichts zu erfassenden Vorgänge. F. SONSTIGE ANGABEN(1) Haftungsverhältnisse Folgende gesamtschuldnerische Mithaftungen der Gesellschaft bestehen zum Bilanzstichtag: Gesamtschuldnerische Haftung in Höhe von EUR 1.000.000,00 zusammen mit den Firmen HGR Holding SE, eQ-3 AG, eQ-3 Entwicklung GmbH, eQ-3 Holding GmbH und dnt Innovation GmbH, gegenüber der Ostfriesischen Volksbank eG, Leer;
Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme aus der aufgeführten Mithaftungen schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des Zahlungsverhaltens der Gruppe in der Vergangenheit als sehr gering ein; Anhaltspunkte für eine andere Beurteilung liegen uns derzeit nicht vor. (2) Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen insgesamt TEUR 1.939 p. a. (Vorjahr TEUR 2.778), davon entfallen TEUR 1.939 p.a. (Vorjahr TEUR 2.778) auf verbundene Unternehmen. (3) Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 172 Angestellte beschäftigt, davon 78 Teilzeitkräfte (Vorjahr 158, davon 76 Teilzeitkräfte). (4) Mutterunternehmen Oberstes Mutterunternehmen im Sinne des § 285 Nr. 14 HGB ist die HGR Holding SE mit Sitz in Berlin. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. (5) Organe der Gesellschaft Dem Vorstand der Gesellschaft gehörten an:
Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstandes gemäß § 285 Nr. 9 Buchstabe a und b HGB wurde nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Als Mitglieder des Aufsichtsrates waren im Berichtsjahr bestellt:
(6) ErgebnisverwendungsvorschlagDas Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresfehlbetrag von EUR 690.390,73 ab. Nach Verrechnung mit der Vermögensminderung durch Abspaltung von EUR 391.448,06 und Verrechnung mit dem Gewinnvortrag des Vorjahres in Höhe von EUR 6.492.296,24 verbleibt ein Bilanzgewinn in Höhe von EUR 5.410.457,45. Dieser soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Leer, 24. September 2024 ELV Elektronik AG Leer Prof. Heinz-Gerhard Redeker, Vorstandsvorsitzender Helga Redeker, Vorstand Lothar Schäfer, Vorstand Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist am 28. November 2024 festgestellt worden. Anlagespiegel zum 31. Dezember 2023der ELV Elektronik AG, Leer
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der ELV Elektronik AG, LeerA. Darstellung des Geschäftsverlaufs 1. Grundlagen des Unternehmens Die ELV Elektronik AG ist ein deutsches Elektronik-Vershandhandelsunternehmen in der Rechtsform einer AG. Die Aktien werden zu 100% von der HGR Holding SE gehalten, deren Anteilseigner zu 100% Herr Prof. Heinz-Gerhard Redeker ist. Der Firmensitz von der ELV Elektronik AG ist am Hauptsitz der Gruppe in Leer (in Ostfriesland, Deutschland). Neben dem Versandhandel betreibt die ELV Elektronik AG eine eigene Entwicklungsabteilung mit der sie elektronische Kleingeräte wie auch Elektronik-Bausätze für den Bezug über den eigenen Webshop entwickelt oder für Schwesterunternehmen der Gruppe Entwicklungsressourcen bereitstellt. Das Online-Produktangebot umfasst mehr als 10.000 Produkte. Schwerpunkt bilden u.a. das Produktsortiment Smart-Home sowie das Sortiment der Elektronik-Bausätze. Daneben ist ELV Herausgeber des "ELVjournal", einer digitalen Elektronik-Fachzeitschrift mit mehreren Tausend Abonnenten. Die Entwicklungsabteilung der ELV Elektronik AG erhält - sofern sie nicht selbst ausschließlicher Nutzer ist - für ihre Entwicklungsleistungen und das Know-how eine umsatzabhängige Nutzungsprovision von den die Geräte vertreibenden Gesellschaft. Ihren wesentlichen Umsatz tätigt sie mit dem Versandhandelsgeschäft in Deutschland. Auch in einzelnen anderen europäischen Ländern ist die ELV Elektronik AG aktiv. Die Umsätze im Ausland spielen jedoch eine deutlich untergeordnete Rolle. 2. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Während es im Jahr 2022 preisbereinigt mit 1,8% noch zu einem geringen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts kam 1 , sank das reale Bruttoinlandsprodukt aufgrund der hohen Inflation in 2023 preisbereinigt um 0,3% 2 und es kam in Deutschland in 2023 wie prognostiziert zu einer Rezession. Wird dies in Bezug gesetzt zu dem noch im Vorjahr bestehenden leichten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (1,8%) 3 , so zeigt sich noch deutlicher der negative Trend. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, den steigenden Energiepreisen und der Rekordinflation fiel die ökonomische Regenerierung im Jahr 2022 jedoch geringer aus, 2023 kam es nun sogar zu einer Rezession. Laut der Prognose der Bundesregierung wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 nicht wachsen (0,0 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr. Damit befände sich Deutschland in einer Stagnation. Die Regierung rechnet für das Jahr 2024 mit einer erheblich schwächeren Entwicklung der Wirtschaftsleistung als noch im Herbst 2023 und korrigierte die Prognose deutlich nach unten. Die Auswirkungen der ansteigenden Preise im Energiesegment und allgemein der hohen Inflation sowie die allgemeine weltwirtschaftliche Schwäche, unter anderem bedingt durch die Folgen des Krieges in der Ukraine, belasten die deutsche Wirtschaft deutlich stärker als noch vor sechs Monaten angenommen. Auch für das Jahr 2025 wurde die Prognose nach unten korrigiert 4.
1 vgl.
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1251/umfrage/entwicklung-des-bruttoinlandsprodukts-seit-dem-jahr-1991/
[abgerufen am 08.03.2023].
Insbesondere die Industriebranche litt unter den höheren Zinsen, der schwachen globalen Nachfrage und der durch die Euro-Aufwertung verschlechterten preislichen Wettbewerbsfähigkeit. Infolgedessen nahm auch die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in 2023 zu. Insbesondere in der Bauwirtschaft haben deutlich verschlechterte Finanzierungsbedingungen und stark gestiegener Baukosten die Nachfrage nach Bauleistungen erheblich gedämpft. 5 Die angespannte wirtschaftliche Lage der großen Wirtschaftsräume, allen voran USA und EU, strahlte auf die wirtschaftliche Aktivität wechselseitig aus. Das Wachstum der US-Wirtschaft hatte sich bereits 2022 deutlich abgekühlt und verharrte auf niedrigem Niveau. Laut IWF verzeichnete die USA ein gleichbleibendes Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,1 % (2022: 2,1 %). In der Eurozone lag das Wachstum für 2023 im Vergleich zum Vorjahr auf einem deutlich niedrigeren Niveau von 0,7 % (2022: 3,3 %). Im Gegensatz dazu stieg das Wachstum in China von 3% auf 5%. 6 In Europa insgesamt stagnierte die Konjunktur insofern bei schwacher Tendenz während China sich bereits wieder im wirtschaftlichen Aufschwung befindet. Die nachlassende Inflationsdynamik und rückläufige Preise auf den globalen Energiemärkten könnten im kommenden Jahr zu einer moderaten konjunkturellen Erholung führen. 7 Fortschritte bei der digitalen Transformation sowie die Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz könnten zukünftig das Produktivitätswachstum wieder ankurbeln. Die geringere Ausgabenbereitschaft der Verbraucherinnen und Verbraucher spiegelte sich im Jahr 2023 erneut in deutlich gesunkenen Gesamtumsätzen im deutschen E-Commerce wider. Der Brutto-Umsatz mit Waren fiel im Gesamtjahr 2023 erstmals zweistellig um 11,8 Prozent auf 79,7 Mrd. Euro, nach 90,4 Mrd. Euro im Jahr davor. Der Anteil des E-Commerce mit Waren am gesamten Einzelhandel im engeren Sinn (inkl. Lebensmittel, aber ohne Apotheken-Umsätze) ging vergangenes Jahr auf 10,2 Prozent zurück (2022: 11,8 Prozent). 8 Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (bevh) der zu Beginn 2023 noch erwartet hatte, dass die Vorteile des digitalen Einkaufens, wie Service, Transparenz und Verfügbarkeit, dazu beitragen würden, dass der E-Commerce wieder etwas stärker als der Gesamtmarkt wachsen würde 9 ist 2023 mit einem Rückgang des Onlinehandels konfrontiert. Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V erwartet jedoch, dass die Talsohle im deutschen E-Commerce im Laufe des Jahres 2024 erreicht wird, da das vierte Quartal 2023 mit einem Rückgang von 7,1 Prozent das erste Quartal mit einem nur einstelligen Minus seit Frühsommer 2022 war und insofern für die Zukunft auf eine Stabilisierung der Umsätze hinwiese". 10
4 Vgl.
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2112/umfrage/veraenderung-des-bruttoinlandprodukts-im-vergleich-zum-vorjahr/
[abgerufen am 10.07.2024].
Die Konsumausgaben der privaten Haushalte im Inland sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 1,1 % gegenüber dem Vorjahr und lagen damit weiter unter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-2,1 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Die etwas niedrigere Inflationsrate und die Lohnerhöhungen für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer konnten den Rückgang der privaten Konsumausgaben nicht verhindern. 11 3. Umsatzentwicklung Finanzielle Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse und das Betriebsergebnis (EBIT). Anteilig ist sowohl der Rückgang in den Umsatzerlösen als auch im EBIT auf die Abspaltung der Timemaster GmbH zurück zu führen. Das EBIT hat sich in 2023 sehr negativ entwickelt und sank um TEUR 4.404 auf TEUR -544. Die Umsatzerlöse entwickelten sich ebenfalls negativ und wiesen einen Rückgang um 16% aus. Die Umsatzerlöse, welche durch die Abspaltung der Timemaster GmbH in diesem Jahr vollständig weggefallen sind, beliefen sich im Vorjahr auf TEUR 2.483. Der starke Umsatzrückgang bei der ELV selbst wird zu etwa 2/3 durch Eigenware sowie zu etwa 1/3 durch Handelsware getragen. 4. Forschung und Entwicklung Die neu- und weiterentwickelten Produkte im Sortiment der ELV liegen in der Verantwortung der eQ-3 Holding GmbH und der eQ-3 Entwicklung GmbH sowie seit 2021 in der sich im Aufbau befindlichen eigene Entwicklungsabteilung der ELV Elektronik AG. Aus der Entwicklungsabteilung entstehen Entwicklungen in den vier Kernbereichen: Produkte mit Lorawan, ELV-Smarthome-Produkte sowie Experimentierboards und Projekte für das ELV- Journal. Durch die Einstellung eigener Entwicklungsmitarbeiter waren die bei der eQ-3 Entwicklung GmbH eingekauften Dienstleistungen von 2021 auf 2022 zurück gegangen. In 2023 kam es wieder zu einem leichten Anstieg von TEUR 258 auf TEUR 390 da einige Entwicklungen einen Fertigstellungsgrad erreicht hatten, die einer Dienstleistung der zentralen Dienstleistungen erforderlich machten, die in der eQ-3 Entwicklung GmbH verfügbar sind. 5. Beschaffung von Handelsware Die schnelle und jederzeit zuverlässige Verfügbarkeit der Ware steht bei dem Geschäftsmodell der ELV im Vordergrund. Das bedeutet, dass Lagerbestände bewusst großzügig disponiert werden. Kurzfristige Nachlieferungen werden möglichst vermieden, da diese in der Regel zusätzliche Kosten verursachen. Jedoch werden Umschlagshäufigkeit und Kapitalbindung, aber auch die Zuverlässigkeit des jeweiligen Lieferanten bei der Disposition verstärkt berücksichtigt. Durch ein modernes Hochregallager wird die Lieferverfügbarkeit verlässlich abgesichert. Die in den vergangenen beiden Jahren bewusst aufgebauten Bestände konnten nach dem Wegfall der risikobegründenden Aspekte in 2023 bereits wieder deutlich reduziert werden. 6. Investitionen Eigentümer des von der ELV genutzten Sachanlagevermögens ist ein anderes Unternehmen der HGR-Gruppe. Die Bedingungen über die Nutzung sowie die Zahlungsverpflichtungen sind vertraglich festgelegt. Die Verpächterin sorgt kontinuierlich für die erforderlichen Wartungen und Ersatzbeschaffungen, damit die eingesetzte Betriebs- und Geschäftsausstattung stets in einwandfreiem und zeitgemäßem Zustand ist. 7. Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben Die Gesellschaft nimmt aktuell keine langfristigen Bankkredite in Anspruch. Die ELV Elektronik AG hat weder Sicherheiten noch Bürgschaften des Gesellschafters bei den Banken hinterlegt. Das finanzielle Gleichgewicht ist jederzeit gesichert und bietet ausreichenden Gestaltungsspielraum für die geschäftlichen Vorhaben und Prozesse. 8. Personal und Sozialbereich Die ELV beschäftigte im Berichtsjahr im Jahresdurchschnitt 172 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Darunter sind durchschnittlich 78 Teilzeitkräfte. 9. Umweltschutz Als reines Handelsunternehmen sind im Bereich Umweltschutz Vorschriften zu Verpackungen und Transport zu beachten. Über die gesetzlichen Vorgaben hinaus setzt sich die ELV für den Umweltschutz ein, indem die ELV bei allen eingesetzten Paketdienstleistern freiwillig den klimaneutralen Versand einsetzt. Außergewöhnliche Risiken und Gefährdungen irgendwelcher Art bestehen nicht. Gemäß dem "Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten" (ElektroG) ist die ELV Elektronik AG bei der Stiftung Elektro-Altgeräte-Register unter folgender Nummer registriert: WEEE-Registrierungsnummer DE 14047296. 10. Sonstige wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres Es bestehen keine sonstigen wichtigen Vorgänge im Geschäftsjahr. 11. Zweigniederlassungsbericht In 2021 wurde die zuvor bereits als separater Bereich bestehende Business-Unit "Timemaster" als Zweigniederlassung mit der Bezeichnung: "Timemaster, Zweigniederlassung der ELV Elektronik AG" gegründet. Sitz der Zweigniederlassung ist die Maiburger Str. 32 in 26789 Leer. Wesentlicher Gegenstand des Unternehmens ist der Versandhandel sowie der Groß- und Einzelhandel mit eigenen und fremden Produkten in Hard- und Software für Zeiterfassung und Zutrittslösungen sowie die Forschung, Entwicklung und Produktion im Bereich Zeiterfassung und Zutrittslösungen. Unter der Marke "Timemaster" erfolgt der Vertrieb an Firmenkunden einerseits über eine Homepage und eine telefonische Auftragsbearbeitung und andererseits über einen direkten Vertrieb über einen Sales Manager. In 2022 waren in der Business-Unit 9 Mitarbeiter beschäftigt. Die Ertragslage teilte sich dabei wie folgt auf:
Timemaster hat dabei insgesamt einen Jahresüberschuss von EUR 742.418,57 erwirtschaftet. In 2023 wurde Timemaster, Zweigniederlassung der ELV Elektronik AG als Timemaster GmbH abgespalten und eigenständig fortgeführt. Sämtliche Mitarbeiter der Zweigniederlassung sowie sämtliche Kunden der Zweigniederlassung wurden in die Timemaster GmbH überführt. B. Darstellung der Lage 1. Vermögenslage
Der Rückgang der Vorräte erklärt sich hauptsächlich aus der planmäßigen Reduzierung der zuvor aufgebauten Zusatzbestände von Energiespar - Produkten, für die es während der Heizsaison 2022 eine deutlich höhere Nachfrage gab sowie übriger Produkte, die in 2022 aus Risikominimierungsgründen stärker bevorratet worden waren. Der Anstieg des sonstigen Umlaufvermögens resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg sonstiger Vermögensgegenstände aufgrund von Steuererstattungsansprüchen. Gegenläufig hat der Rückgang von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie gegen verbundene Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen gewirkt. Die liquiden Mittel haben sich in 2023 von TEUR 4.359 auf TEUR 3.122 reduziert. In 2023 kam es zu einem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 690. Aufgrund der um TEUR 3.543 gesunkenen Bilanzsumme hat sich die Eigenkapitalquote von 39,21% auf 41,55% erhöht. Der Rückgang der Rückstellungen ist insbesondere einen Rückgang der sonstigen Rückstellungen zurück zu führen. Die Rückstellung der Prozesskosten hat sich durch Beendigung des Rechtsstreites von TEUR 611 auf TEUR 0 verringert. Die Verbindlichkeiten sind von TEUR 8.296 in 2022 auf TEUR 6.928 in 2023 gesunken. Mit Ausnahme der sonstigen Verbindlichkeiten sind alle Verbindlichkeiten zurückgegangen. 2. Finanzlage Die liquiden Mittel haben sich von TEUR 4.359 zum Jahresanfang auf TEUR 3.122 zum Bilanzstichtag verringert. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden nicht. Kurzfristiger Finanzbedarf wird auch nur durch kurzfristige Fremdmittel gedeckt. Ein intensives Finanzmanagement sichert die wirtschaftliche Nutzung der liquiden Mittel. Für die kurz- und mittelfristigen Verbindlichkeiten sind die Zinssätze für die gesamte Laufzeit fest vereinbart. Ein Risiko besteht in diesem Bereich nicht. Die zugesagten Kreditlinien sind ausreichend und dem Markt und der Unternehmenssituation entsprechend konditioniert. 3. Ertragslage
Die Umsatzerlöse sind um 16% im Berichtsjahr zurück gegangen. Dies lag u.a. an der Kaufzurückhaltung aufgrund der hohen Inflation. Im Geschäftsjahr 2023 wurde die Konzentration auf margenstarke Produkte - insbesondere im Bereich Heizkörperthermostate konsequent fortgesetzt. Das Rohergebnis ist durch die Abspaltung der Timemaster Zweigniederlassung um TEUR 2.355 gesunken. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (inkl. Auszubildende) hat sich im Jahr 2023 von 174 auf 172 verringert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um TEUR 481 erhöht. Es wurde insbesondere in Rekrutierung und das Onlinemarketing investiert. Ferner stiegen die umsatzproportionalen Kosten. Das Kursergebnis (berechnet aus den Erträgen und Aufwendungen aus Kursdifferenzen) verbesserte sich wieder von vorher -TEUR 246 auf TEUR 81 aufgrund der starken USD/EUR Schwankungen. In 2023 wird ein Jahresfehlbetrag von TEUR 690 (Vorjahr: Jahresüberschuss von TEUR 2.556) ausgewiesen. C. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung In den beiden folgenden Absätzen werden die Chancen und Risiken getrennt aufgeführt. 1. Chancen Die umsichtige Disposition der Gesellschaft führt zu einer hohen Verfügbarkeit der Ware. Aufgrund teilweiser Beschaffungsengpässe von Zulieferern auch bei Wettbewerbern sieht die Gesellschaft dies als Chance Kunden zu gewinnen die Produkte kurzfristig kaufen möchten. Die Gesellschaft hat im Portfolio ein breites Angebot an energiesparenden Produkten. In Zeiten hoher Inflation und hoher Energiepreise, sind die Verbraucher zum Sparen aufgerufen. Insoweit könnte die Gesellschaft davon profitieren, dass in energiesparende Produkte investiert wird. Bedingt durch die hohen Energiepreise und eine möglicherweise drohende Energieknappheit werden Balkonkraftwerke bei der Anschaffung steuerlich gefördert und Bürokratie beim Betreiben einer solchen Anlage abgebaut. Diese Förderung könnte für die Gesellschaft ein Wachstum in dem Produktbereich bewirken. Bedingt durch die Coronakrise haben sich die Verbraucher daran gewöhnt, ihre Einkäufe online abzuwickeln. Nach Aufhebung der Einschränkungen, die durch die Pandemie notwendig waren, haben die Verbraucher ihre Einkaufsgewohnheiten nicht wieder vollständig umgestellt. Insofern kann die Gesellschaft als Versandhändler auch langfristig von dieser Entwicklung profitieren. 2. Risiken Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichtes waren keine den Bestand des Unternehmens ernsthaft gefährdende Gefahrenpotentiale erkennbar. Es wurden im Rahmen des Risikomanagements keine Risiken identifiziert, die entweder einzeln oder in der Gesamtheit den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Der Fortbestand des Unternehmens für das Folgejahr ist gesichert. Liquiditätsengpässe haben bisher nicht bestanden und sind auch nicht zu erwarten. Der Materialeinkauf erfolgt hauptsächlich auf EUR-Basis mit verbundenen Unternehmen. In Einzelfällen erfolgt der Einkauf in USD, aus dem ein Währungsrisiko entsteht. Dem wird durch Risikoaufschläge begegnet. Durch Beschaffungsengpässe von Komponenten bei Zulieferern der ELV Elektronik AG kann es zu Lieferengpässen der Lieferanten und dadurch zu geringen Umsätzen kommen. Die Lieferengpässe werden durch die Kampfhandlungen Russlands in der Ukraine noch verschärft. Sowohl Russland als auch die Ukraine sind Lieferanten seltener Rohstoffe und darüber hinaus führen die Kampfhandlungen zu teilweise verlängerten Lieferrouten. Diesem Risiko wird durch eine enge Überwachung der Lieferkette und damit verbundenen Lieferantengesprächen begegnet sowie mit der Suche nach alternativen Produkten. Ein Risiko für die Lieferrouten stellt insbesondere auch der andauernde schwelende Konflikt zwischen China und Taiwan dar. Sollte es zu Kampfhandlungen zwischen den beiden Ländern kommen, könnten die Lieferrouten zwischen China und Europa bzw. zwischen Taiwan und Hong Kong zeitweise unterbrochen werden. Auf dieses Risiko wird mit erhöhten Vorratsbeständen in Deutschland reagiert. Unvorhersehbare Ereignisse sind durch Versicherungen, die unter vernünftiger kaufmännischer Betrachtung abgeschlossen wurden, hinreichend abgesichert. Es ist ein Scoringsystem bei der Bonitätsprüfung installiert. Hiermit sollen die Forderungsausfälle, die sich für ein Versandhaus im normalen Rahmen befinden, weiter reduziert werden. Im Geschäftskundenbereich sind größere Auftragswerte durch eine Warenkreditversicherung abgesichert. Zusammenfassend geht der Vorstand davon aus, dass unter Berücksichtigung der dargestellten Risiken auch künftig die Geschäftsentwicklung stabil fortgesetzt werden kann und die Chancen ausgeschöpft werden können. D. Voraussichtliche Entwicklung In 2023 kam es zu einem Umsatzrückgang von 16%. Die Energiekrise flaute ab und die Nachfrage nach energiesparenden Produkten ließ deutlich nach. Die anhaltend hohe Inflation sorgte zudem für eine überdurchschnittlich starke Kaufzurückhaltung bei Endkunden. Für 2023 war eigentlich ein gleich bleibender Umsatz erwartet, da damit gerechnet wurde, dass die Energiepreise auf weiterhin auf einem hohen Niveau bleiben und die Nachfrage nach Hausautomationssystemen und energiesparender Haustechnik weiter anhält. Aufgrund der Abspaltung der Zweigniederlassung Timemaster in 2023 entfällt ein Teil des Umsatzes auf die Timemaster GmbH. Für die verbleibenden Bereiche der ELV wurde von einem ungefähr gleichbleibend hohen Umsatz wie in 2022 ausgegangen. Dies konnte aufgrund der oben genannten Aspekte zum Umsatz nicht realisiert werden und es kam nicht nur zu einem Rückgang in Höhe des Timemaster-Umsatzes, sondern darüber hinaus zu einem deutlich stärkeren Umsatzrückgang. Da der Timemaster-Umsatz recht margenstark ist, wurde von einem leicht sinkenden Deckungsbeitrag ausgegangen. Der prozentuale Deckungsbeitrag ist trotz eines Marketingzuschusses von 2 Mio. EUR um 1,2 Prozentpunkte zurückgegangen. Es wurden deutlich weniger margenstarke Produkte verkauft. Ferner sind die Bezugskosten von Handelsware gestiegen. Im Falle des Wegganges eines Mitarbeiters fallen bei einer Neubesetzung der Position aufgrund der Marktlage höhere Kosten an. Der Personalaufwand hat sich einerseits aufgrund dessen und andererseits aufgrund einer allgemeinen Lohnsteigerung leicht erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verhalten sich in wesentlichen Teilen proportional zu den Umsatzerlösen. Das EBIT-Ziel lag bei 1 %. Tatsächlich konnte nur ein negativer EBIT von -1% erreicht werden. Das Jahr 2024 ist weiterhin durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine geprägt. Bis zum Tag der Bilanzaufstellung entwickelten sich die Umsätze im Vergleich zu 2023 deutlich rückläufig. Dies liegt insbesondere daran, dass in der Wintersaison 2022/2023 der Absatz von Heizkörperthermostaten durch die Politik positiv beeinflusst wurde, was in 2024 nicht mehr der Fall war, aber auch an einem Einbruch aufgrund der allgemeinen Konjunktur. Es wird daher insgesamt von einem deutlichen Umsatzrückgang von mindestens 15% ausgegangen. Der Personalaufwand wird in Summe rückläufig sein. Frei gewordene Stellen werden nicht oder nur mit zeitlicher Verzögerung neu besetzt, was dazu führt, dass der Personalaufwand deutlich sinkt. Dem steht auch nicht entgegen, dass neue Mitarbeiter in der Regel deutlich teurer sind als die ausgeschiedenen Mitarbeiter. Turnusmäßige Entgelterhöhungen, die wiederum zu einem leichten Anstieg des Personalaufwands führen, kompensieren den Rückgang nicht, so dass es zu einer Einsparung im zweistelligen Prozentbereich kommen wird. Es wird mit einem EBIT von ca. -3,1% gerechnet. Schwankungen bei den Währungseinflüssen werden nur in geringem Maße erwartet. Die Liquiditätsplanung zeigt weiterhin ein solides finanzielles Gleichgewicht. Durch eine ausreichende Bevorratung von Waren mit einer höheren Wiederbeschaffungszeit werden die Bestände voraussichtlich wieder leicht steigen. Der Fortbestand des Unternehmens ist unter normalen Bedingungen nicht gefährdet. Liquiditätsengpässe haben bisher nicht bestanden und sind auch nicht zu erwarten. Insgesamt rechnet der Vorstand mit einer gleichbleibend positiven Entwicklung der Gesellschaft. E. Schlusserklärung gem. § 312 Abs. 3 AktG Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen haben im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 nicht stattgefunden.
Leer, 24. September 2024 ELV Elektronik AG Leer Prof. Heinz-Gerhard Redeker, Vorstandvorsitzender Helga Redeker, Vorstand Lothar Schäfer, Vorstand Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ELV Elektronik AG, Leer Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ELV Elektronik AG, Leer, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ELV Elektronik AG, Leer, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die bis zum Datum dieses Bestätigungsvermerks erlangten sonstigen Informationen verantwortlich. Diese sonstigen Informationen umfassen den Bericht des Aufsichtsrats, aber nicht den Jahresabschluss, nicht die inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns zu den vor dem Datum dieses Bestätigungsvermerks erlangten sonstigen Informationen durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 16. Oktober 2024 Dentons
GmbH
Helm, Wirtschaftsprüfer Woschnik, Wirtschaftsprüferin Bericht des Aufsichtsrates über das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023der ELV Elektronik AGDer vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 ist unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichtes der Gesellschaft von der am 14. Dezember 2023 zum Abschlussprüfer gewählten Dentons GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk vom 16. Oktober 2024 versehen worden. Der Bericht des Abschlussprüfers ist dem Aufsichtsrat ausgehändigt worden. Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhebt der Aufsichtsrat gegen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht sowie den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzergebnisses keine Einwendungen. Die Erläuterungen des Vorstandes im Lagebericht zum Fortbestand des Unternehmens sind nachvollziehbar. Er hat am heutigen Tage den Jahresabschluss gebilligt, der damit festgestellt ist. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstandes an.
Leer, den 28.11.2024 Irmgard Keplin, Vorsitzende d. Aufsichtsrates Heike Popken, stellv. Vorsitzende d. Aufsichtsrates Holger Janßen, Mitglied des Aufsichtsrates |
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