Stammdaten

Register
Amtsgericht Osnabrück HRB 130813
Eingetragen
1.10.1996
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenErbringung von Dienstleistungen für die Gewinnung von Erdöl und Erdgas
Gegenstand
Weltweite Ausführung von Bohrungen aller Art und damit zusammenhängender Arbeiten, insbesondere die Ausführung von Tiefbohrunnd Workoverarbeiten. Die Gesellschaft darf auch sonstige Geschäfte betreiben, sofern sie dem Gesellschaftszweck dienlich sind. Sie darf überall Zweigniederlassungen und Vertretungen errichten und sich ferner an anderen Unternehmen gleicher oder verwandter Art im In- und Ausland beteiligen sowie solche Unternehmen gründen oder erwerben.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Reinder Klunder
seit 29.9.2021
Geschäftsführer
Simon Rendle Drew
seit 25.2.2021
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

KCA Deutag Drilling GmbH

Bad Bentheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhaltsverzeichnis

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Rechnungslegung

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die KCA Deutag Drilling GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der KCA Deutag Drilling GmbH, Bad Bentheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KCA Deutag Drilling GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben im Abschnitt "Bestandsgefährdende Risiken" im Anhang sowie auf die Angaben im Abschnitt "Risiko- und Chancenbericht" Unterabschnitt "Bestandsgefährdende Risiken" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft seit dem Geschäftsjahr 2022 anhaltende, auch mit Zahlungsmittelabflüssen verbundene, Verluste ausweist. Die KCA Deutag Drilling GmbH geht für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 zwar von einem insgesamt positiven Cash-Flow von EUR 2,2 Mio. aus. Allerdings führt die Gesellschaft aufgrund der bestehenden Cash-Pool Vereinbarung die in Deutschland befindlichen Bankguthaben an ihre Muttergesellschaft KCA Deutag GmbH ab, welche wiederum aufgrund eines Treasury Agreements mit der Abbot Group Limited Leeds, Vereinigtes Königreich, etwaiges Bankguthaben täglich an die Abbot Group Limited abführt. Darüber hinaus bestehen bei der KCA Deutag GmbH zahlreiche Darlehen von verbundenen Unternehmen, die in der Regel täglich seitens der jeweiligen Darlehensgeber fällig gestellt werden könnten. Die KCA Deutag GmbH kann kurzfristig fällig gestellte Darlehen nur begleichen, wenn die Abbot Group Limited die hierfür benötigte Liquidität zur Verfügung stellt. Die KCA Deutag Drilling GmbH ist im Prognosezeitraum darauf angewiesen, von der KCA Deutag GmbH, respektive von der Abbot Group Limited, mit Liquidität versorgt zu werden. Die Abbot Group Limited hat sich gemäß der Patronatsvereinbarung vom 18. April 2025 gegenüber der KCA Deutag Drilling GmbH verpflichtet, die KCA Deutag Drilling GmbH finanziell so auszustatten, dass die KCA Deutag Drilling GmbH jederzeit in der Lage ist, ihre Verbindlichkeiten fristgerecht zu erfüllen. Die zuvor genannte Verpflichtung der Abbot Group Limited endet am 30. Juni 2026. Sie ist der Höhe nach nicht begrenzt.

Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit ist die Gesellschaft auf die finanzielle Unterstützung der Abbot Group Limited angewiesen.

Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 28. April 2025

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Ueberschär, Wirtschaftsprüfer

Rees, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Anhang 31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
A. Anlagevermögen (1)
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0 O
II. Sachanlagen 41.494 14.201
III. Finanzanlagen 6.908 6.908
48.402 21.109
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte (2) 21.019 14.744
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (3)
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 33.634 13.888
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 86.707 133.103
3. Sonstige Vermögensgegenstände 978 1.631
121.319 148.622
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 3.375 2.869
145.713 166.235
C. Rechnungsabgrenzungsposten 96 529
194.211 187.873

Passiva

Anhang 31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital (4) 3.600 3.600
II. Kapitalrücklage (5) 90.177 90.177
93.777 93.777
B. Rückstellungen (6)
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 53.765 55.899
2. Steuerrückstellungen 4.664 4.031
3. Sonstige Rückstellungen 12.797 13.840
71.226 73.770
C. Verbindlichkeiten (7)
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.313 4.626
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.172 7.305
3. Sonstige Verbindlichkeiten 8.575 3.554
26.060 15.485
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.148 4.841
194.211 187.873

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anhang 2023 2022
TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse (8) 125.901 84.617
2. Sonstige betriebliche Erträge (9) 33.660 72.278
159.561 156.895
3. Materialaufwand (10) -40.355 -37.791
4. Personalaufwand (11) -39.713 -36.801
5. Abschreibungen (12) -16.478 -40.006
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen (13) -90.457 -76.826
7. Zinsergebnis (14) -7.179 - 3.922
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen (15) 0 -20.570
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (16) -1.155 -2.919
10. Ergebnis nach Steuern -35.776 -61.940
11. Sonstige Steuern -57 -23
12. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn (-) oder übernommener Verlust (+) 35.833 61.963
13. Jahresüberschuss 0 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die KCA Deutag Drilling GmbH (im Folgenden auch KDD oder Gesellschaft genannt) hat ihren Sitz in 48455 Bad Bentheim, Deilmannstrasse 1, und ist beim Registergericht Osnabrück unter der Handelsregisternummer HRB 130813 gemeldet.

Die KDD ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit sind in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. Des Weiteren werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, im Anhang aufgeführt.

II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

1. Allgemeine Angaben

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

2. Bestandsgefährdende Risiken

Die Gesellschaft bilanziert zu Fortführungswerten. Die Gesellschaft weist seit dem Geschäftsjahr 2022 anhaltende, auch mit Zahlungsmittelabflüssen verbundene, Verluste aus. Die KCA Deutag Drilling GmbH geht für die Geschäftsjahre 2025 und 2026 insgesamt von einem leicht positiven Cash-Flow von EUR 2,2 Mio. aus. Allerdings führt die Gesellschaft aufgrund der bestehenden Cash-Pool Vereinbarung die in Deutschland befindlichen Bankguthaben an ihre Muttergesellschaft KCA Deutag GmbH ab, welche wiederum aufgrund eines Treasury Agreements mit der Abbot Group Limited Leeds, Vereinigtes Königreich, etwaiges Bankguthaben täglich an die Abbot Group Limited abführt. Darüber hinaus bestehen bei der KCA Deutag GmbH zahlreiche Darlehen von verbundenen Unternehmen, die in der Regel täglich seitens der jeweiligen Darlehensgeber fällig gestellt werden könnten. Die KCA Deutag GmbH kann kurzfristig fällig gestellte Darlehen nur begleichen, wenn die Abbot Group Limited die hierfür benötigte Liquidität zur Verfügung stellt. Die KCA Deutag Drilling GmbH ist im Prognosezeitraum darauf angewiesen, von der KCA Deutag GmbH, respektive von der Abbot Group Limited, mit Liquidität versorgt zu werden. Die Abbot Group Limited hat sich gemäß der Patronatsvereinbarung vom 18. April 2025 gegenüber der KCA Deutag Drilling GmbH verpflichtet, die KCA Deutag Drilling GmbH finanziell so auszustatten, dass die KCA Deutag Drilling GmbH jederzeit in der Lage ist, ihre Verbindlichkeiten fristgerecht zu erfüllen. Die zuvor genannte Verpflichtung der Abbot Group Limited endet am 30. Juni 2026. Sie ist von der Höhe nach nicht begrenzt.

Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit ist die Gesellschaft auf die finanzielle Unterstützung der Abbot Group Limited angewiesen.

Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko darstellt.

3. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich grundsätzlich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Zinsen für Fremdkapital gemäß § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB wurden nicht aktiviert.

Die Nutzungsdauer der Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken beträgt 50 Jahre, die Nutzungsdauer für Platzbefestigungen beträgt 5 bis 10 Jahre. Wie im Vorjahr werden die Zugänge für Bohrausrüstung und die übrigen Zugänge zeitanteilig abgeschrieben. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der technischen Anlagen und Maschinen sowie der anderen Anlagen beträgt 2 bis 20 Jahre. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden seit dem 1. Januar 2008 im Geschäftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage konzerneinheitlich in voller Höhe als Aufwand erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für den einzelnen Vermögensgegenstand 1.500 USD nicht übersteigen.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten oder - soweit erforderlich - den niedrigeren beizulegenden Werten bei voraussichtlicher dauerhafter Wertminderung bewertet.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit ihren fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit usw. ergeben, wird durch Abwertungen Rechnung getragen. Geleistete Anzahlungen sind zum Nennwert bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert unter Berücksichtigung entsprechender Bewertungsabschläge für sämtliche erkennbaren Einzelrisiken bilanziert. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch eine pauschal ermittelte Wertberichtigung von 1 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen Rechnung getragen. Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden mit Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen saldiert gezeigt, sofern Gläubiger- und Schuldneridentität sowie Laufzeit-, Zins- und Risikokongruenz besteht.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

4. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Bewertung erfolgte auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,5 % (Vorjahr 3,5 %) und Rentensteigerungen von jährlich 2,5 % (Vorjahr 2,5 %) zugrunde gelegt, sowie eine Fluktuation in Höhe von 2,0 % (Vorjahr 2,0 %) p.a. unterstellt. Die Rückstellung wurde mit einer pauschalen angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ermittelt.

Als Finanzierungsendalter wurde grundsätzlich das vertragliche Pensionsalter angesetzt.

Bei der Abzinsung der Pensionsverpflichtung wird nicht mehr der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre 1,75 % (Vorjahr 1,44 %) zugrunde gelegt, sondern der nach § 253 Abs. 2 HGB veränderte Rechnungszins auf Basis der letzten 10 Jahre, welcher für 2023 1,83 % (Vorjahr 1,78 %) beträgt.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Aus Vereinfachungsgründen erfolgt die unterjährige Verbuchung mit dem Devisenkassamittelkurs vom letzten Tag des Vormonats. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Latente Steuern

Latente Steuern werden grundsätzlich auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Die temporären Differenzen auf die unterschiedlichen Bilanzansätze werden mit einem Steuersatz von 29,125 % bewertet. Nach der formalen Betrachtungsweise ist alleinige Steuerschuldnerin die KCA Deutag GmbH (im Folgenden kurz "KDG") als Organträgerin, d.h. auch tatsächliche und latente Steuern der Organgesellschaften sind vollständig in dem Jahresabschluss der Organträgerin auszuweisen, da sie alleine die Besteuerungsfolgen treffen. Passive temporäre Differenzen aus den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden mit aktiven latenten Steuern aus den Pensionsrückstellungen sowie den sonstigen Rückstellungen saldiert.

III. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Posten des Anlagevermögens sind unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres dem Anlagenspiegel (Anlage 1 zum Anhang) zu entnehmen.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen sind in der Anteilsbesitzliste (Anlage 2 zum Anhang) dargestellt.

(2) Vorräte

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 21.019 14.744
21.019 14.744

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 33.634 13.888
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) (0) (0)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 86.707 133.103
(davon gegen Gesellschafter) (25.656) (68.037)
(davon aus Lieferungen und Leistungen) (61.051) (65.066)
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) (0) (0)
Sonstige Vermögensgegenstände 978 1.631
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) (0) (0)
121.319 148.622

Die Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 25.656 TEUR (Vorjahr 68.037 TEUR) bestehen ausschließlich gegen die KCA Deutag GmbH, Bad Bentheim, und enthalten neben Forderungen aus der Verlustübernahme in Höhe von 35.833 TEUR ausschließlich mit diesen verrechnete Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pooling.

(4) Gezeichnetes Kapital

Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt unverändert 3.600 TEUR; die Anteile werden von der KCA Deutag GmbH, Bad Bentheim, - einem Unternehmen der KCA Deutag International Limited Gruppe mit Sitz auf Jersey/Vereinigtes Königreich - gehalten, mit der ein Ergebnisabführungsvertrag besteht.

(5) Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält Beträge in Höhe von 7.209 TEUR gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB und Beträge in Höhe von 82.968 TEUR gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

(6) Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen enthalten Pensionsverpflichtungen in Höhe von 53.737 TEUR (Vorjahr 55.871 TEUR) sowie Verpflichtungen für Überbrückungsgeldzahlungen in Höhe von 28 TEUR (Vorjahr 28 TEUR).

Der positive Differenzbetrag, der sich aus der Ermittlung der Rückstellung auf Basis des 7-Jahres- und des 10-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergibt, beträgt 606 TEUR. Dieser unterliegt keiner Abführungssperre.

Aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen im Rahmen des BilMoG zum 1. Januar 2010 (BilMoG-Eröffnungsbilanz) ergab sich ein Zuführungsbetrag im Vergleich zum alten Ansatz zum 31. Dezember 2009 von 8.434 TEUR. Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der Umstellung (8.434 TEUR) linear über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren. Im Geschäftsjahr 2023 wurden 562 TEUR als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst. Zum Abschlussstichtag beläuft sich die Unterdeckung bei den Pensionsrückstellungen somit auf 562 TEUR.

Die Steuerrückstellungen in Höhe von 4.664 TEUR (Vorjahr 4.031 TEUR) betreffen Vorsorgen für steuerliche Risiken für ausländische Zweigniederlassungen.

Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen für Verpflichtungen gegenüber der Belegschaft (4.035 TEUR, Vorjahr 2.493 TEUR) und für ausstehende Lieferantenrechnungen (8.375 TEUR, Vorjahr 10.981 TEUR).

(7) Verbindlichkeiten

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.313 4.626
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.172 7.305
(davon gegenüber Gesellschafter) (0) (0)
(davon aus Lieferungen und Leistungen) (10.172) (7.305)
Sonstige Verbindlichkeiten 8.575 3.554
(davon aus Steuern) (6.025) (2.450)
(davon im Rahmen sozialer Sicherheit) (2.331) (781)
26.060 15.485

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sämtlich eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Von den sonstigen Verbindlichkeiten haben 8.312 TEUR (Vorjahr 3.279 TEUR) eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr, 157 TEUR (Vorjahr 156 TEUR) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr und weniger als fünf Jahren sowie 105 TEUR (Vorjahr 119 TEUR) eine Laufzeit von mehr als fünf Jahren.

Die Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(8) Umsatzerlöse

2023 2022
TEUR TEUR
Bohrleistungen und Weiterberechnungen
Umsätze mit Fremden 120.724 78.250
Umsätze mit Konzernunternehmen 5.177 6.367
125.901 84.617
Aufgliederung nach Regionen
Bundesrepublik Deutschland 29.432 20.398
Übriges Europa 0 3.237
Afrika, Asien und sonstige 96.469 60.982
125.901 84.617

(9) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten u.a. Erträge aus Währungseffekten in Höhe von 29.999 TEUR (Vorjahr 51.974 TEUR), Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 15 TEUR (Vorjahr 7.271 TEUR), Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.995 TEUR (Vorjahr 0 TEUR), Erträge aus der Auflösung von Pensionsrückstellungen in Höhe von 1.368 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) sowie Erträge aus Versicherungsleistungen 31 TEUR (Vorjahr 283 TEUR). In den sonstigen betrieblichen Erträgen des Vorjahres waren Erträge in Höhe von 11.407 TEUR enthalten, die im Zusammenhang mit der Einstellung des Russlandgeschäfts standen.

(10) Materialaufwand

2023 2022
TEUR TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 294 4.389
Aufwendungen für bezogene Leistungen 40.061 33.402
40.355 37.791

(11) Personalaufwand

2023 2022
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 32.441 23.652
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 7.272 13.149
(davon für Altersversorgung) (54) (9.730)
39.713 36.801

Mitarbeiterzahlen

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer zeigt folgendes Bild:

2023 2022
Mitarbeiter 887 590

(12) Abschreibungen

Von den Abschreibungen in Höhe von 16.478 TEUR (Vorjahr 40.006 TEUR) sind planmäßig 16.102 TEUR (Vorjahr 6.677 TEUR) auf Sachanlagen vorgenommen worden. Darüber hinaus wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 376 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) auf Forderungen auf Lieferungen und Leistungen vorgenommen. Die außerplanmäßigen Abschreibungen des Vorjahres auf Sachanlagen (21.277 TEUR) betreffen das Sachanlagevermögen in Russland in Höhe von 19.868 TEUR sowie das Camp der T 45 in Algerien in Höhe von 1.409 TEUR. Im Vorjahr wurden zudem außerplanmäßige Abschreibungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 12.052 TEUR vorgenommen.

(13) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten unter anderem Aufwendungen aus Währungseffekten (46.564 TEUR, Vorjahr 35.281 TEUR), Instandhaltungs- und Fremdleistungskosten (23.093 TEUR, Vorjahr 19.696 TEUR), Aufwendungen aus Umlagen von Konzerngesellschaften (4.063 TEUR, Vorjahr 3.641 TEUR), Sozial- und Verpflegungskosten (4.888 TEUR, Vorjahr 3.342 TEUR), Frachten/Zölle (2.667 TEUR, Vorjahr 3.455 TEUR) und Reisekosten (2.838 TEUR, Vorjahr 1.777 TEUR). Daneben sind insbesondere Gebühren, Beratungskosten, Versicherungs- und Verwaltungskosten sowie Miet- und Pachtaufwendungen in Höhe von 6.254 TEUR (Vorjahr 9.633 TEUR) enthalten. Die periodenfremden Aufwendungen sind von untergeordneter Bedeutung.

(14) Zinsergebnis

2023 2022
TEUR TEUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 185 209
(davon aus verbundenen Unternehmen) (0) (0)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -7.363 -4.131
(davon an verbundene Unternehmen) (-4.991) (0)
(davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen) (-620) (-1.593)
-7.179 -3.922

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen (7.363 TEUR) beinhalten keine periodenfremden Aufwendungen (Vorjahr 1.105 TEUR).

(15) Abschreibungen auf Finanzanlagen

Im Vorjahr wurden Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 20.569 TEUR vorgenommen. Sie betrafen die Abwertung des Beteiligungsbuchwertes an der Oman KCA Deutag Drilling Company LLC, Mina al Fahal, Oman, von 22.985 TEUR um 18.000 TEUR auf 4.985 TEUR, die vollständige Abschreibung des Beteiligungsbuchwertes an der KCA Deutag Russia LLC, Tyumen, Russland, in Höhe von 2.091 TEUR sowie die vollständige Abschreibung des Beteiligungsbuchwertes an der KCA Deutag Nigeria Limited, Port Harcourt, Nigeria, in Höhe von 478 TEUR.

(16) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 1.155 TEUR (Vorjahr 2.919 TEUR) betreffen ausländische Zweigniederlassungen.

(17) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Für die von der KCA Deutag UK Finance plc, Leeds, Vereinigtes Königreich, ausgegebenen Senior Secured Notes über 500 Mio. US-Dollar und die ausgegebenen Senior Secured Floating Rate Notes über 250 Mio. US-Dollar, beide haben eine Laufzeit bis zum 1. Dezember 2025, sowie die von der Barclays Bank erteilte Revolving Credit Facility über 160 Mio. US-Dollar und die von der Deutsche Bank AG erteilte Revolving Credit Facility über 50 Mio. US-Dollar besteht zum 31. Dezember 2023 eine Mithaftung in gleicher Höhe. Zur Besicherung der Darlehensverbindlichkeiten wurden mit der Kroll Trustee Services Limited, London/Großbritannien, als Fazilitäten-Agenten am 26. Januar 2023 Kontenabtretungsverträge, die die Guthaben bei inländischen Kreditinstituten umfassen, geschlossen. Im Zuge des Verkaufs der KCA Deutag International Limited, Jersey/ Channel Islands, an die Helmerich & Payne, Inc., Tulsa, USA, (NYSE: HP) erfolgte eine Rückzahlung sämtlicher Schuldtitel; siehe Nachtragsbericht. Eine mögliche Inanspruchnahme ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt somit nicht mehr gegeben.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich auf 5.630 TEUR (Vorjahr 10.636 TEUR) und entfallen auf im kommenden Geschäftsjahr fällige Mietverpflichtungen und das Bestellobligo zum 31. Dezember 2023. Die Verpflichtungen bestehen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 3.945 TEUR (Vorjahr 6.043 TEUR) und fremden Dritten in Höhe von 1.685 TEUR (Vorjahr 4.593 TEUR).

V. Sonstige Angaben

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Die im Geschäftsjahr als Aufwand erfassten Honorare des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen betragen 173 TEUR (Vorjahr 146 TEUR).

Geschäftsführung

Reinder Klunder, Enschede/Niederlande BSc Gas and Petroleum Technology, hauptberuflich Geschäftsführer der KCA Deutag Drilling GmbH
Simon Rendle Drew,Weybridge/Großbritannien MSc Drilling Engineering, Senior Vice President, Eastern Hemisphere Land, Geschäftsführer der KCA Deutag Drilling GmbH

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Die Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen sind zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen.

Nachtragsbericht

KCA Deutag International Limited, Jersey/Channel Islands, (kurz: "KCA International") und Helmerich & Payne, Inc., Tulsa, USA, (NYSE: HP) ("H&P") gaben am 25. Juli 2024 eine endgültige Vereinbarung bekannt, nach der KCA Deutag von H&P für 1,9725 Milliarden US-Dollar in bar übernommen wird. Die Transaktion wurde am 16. Januar 2025 abgeschlossen. Die Barzahlung in Höhe von 1,9725 Mrd. US-Dollar wurde zur Rückzahlung der Schuldtitel der KCA Deutag Gruppe und zur Wertrealisierung für die bestehenden Investoren verwendet.

Konzernzugehörigkeit

Die KDD wird zum 31. Dezember 2023 über die KCA Deutag GmbH, Bad Bentheim, in den befreienden Konzernabschluss (§ 292 HGB) der KCA International einbezogen. Die KCA International ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss und Konzernlagebericht bislang für den weitesten Kreis von Unternehmen aufstellt. Nach der im vorherigen Abschnitt erläuterten Akquisition wird die Helmerich & Payne, Inc., Tulsa, USA, den Konzernabschluss und Konzernlagebericht für den weitesten Kreis von Unternehmen aufstellen. Die KCA Deutag Alpha Limited, Leeds, Großbritannien, (kurz: "KCA Alpha") ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss und Konzernlagebericht für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt.

Konzernabschluss und Konzernlagebericht der KCA International werden nach § 325 HGB beim Betreiber des Bundesanzeigers elektronisch eingereicht und dort bekannt gemacht. Sie sind im Internet unter "www.bundesanzeiger.de" sowie unter "www.unternehmensregister.de" unter dem Stichwort "KCA Deutag GmbH" veröffentlicht.

Der Konzernabschluss der KCA International wird nach internationalen Rechnungslegungsstandards (",IFRS") aufgestellt. Die in den Abschlüssen der Konzernunternehmen enthaltenen Posten werden in der Währung des jeweiligen primären Wirtschaftsumfelds, in dem das Unternehmen tätig ist, bewertet ("funktionale Währung"). Der Konzernabschluss wird in US-Dollar, der funktionalen Währung der KCA International und der Darstellungswährung der Gruppe, aufgestellt.

Der befreiende Konzernabschluss der KCA International enthält im Wesentlichen folgende vom deutschen Recht abweichende Bilanzierungssachverhalte:

a) Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände müssen, soweit sie die Aktivierungs- und Definitionskriterien eines immateriellen Vermögenswertes erfüllen, aktiviert und bei der Erstbewertung mit den ihnen direkt zurechenbaren Kosten bewertet werden. Ein Aktivierungswahlrecht besteht nicht (IAS 38).

b) Ein erworbener Geschäfts- oder Firmenwert ist, im Gegensatz zur handelsrechtlichen Bilanzierung, nicht planmäßig abzuschreiben, sondern unterliegt stattdessen dem sogenannten impairment-only Verfahren, d.h. es wird jährlich im Rahmen eines jährlichen Tests untersucht, ob eine Wertminderung vorliegt und nur in einem solchen Fall wird auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben (IFRS 3 bzw. IAS 38).

c) Sachanlagen sind aufzuteilen, wenn die Nutzungsdauern ihrer Bestandteile unterschiedlich sind (Component approach - Komponentenansatz). Die IFRS erlauben in häufigeren Fällen als das Handelsrecht die Aktivierung nachträglicher Herstellungskosten (IAS 16).

d) Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen sind grundsätzlich nicht vorgesehen (IFRS 9).

e) Latente Steuern sind auf alle temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen in der Steuerbilanz und in der Konzernbilanz zu ermitteln und für quasi-permanente Differenzen und auf steuerliche Verlustvorträge zu bilden (IAS 12).

f) Für die Ermittlung des versicherungsmathematischen Barwerts der leistungsorientierten Pensionsverpflichtung (DBO) ist die Projected-Unit-Credit-Methode erforderlich (IAS 19). Was die Folgebewertung anbelangt, werden:

Servicekosten in der GuV erfasst,

Nettozinsen (Zinsen auf Pensionsverpflichtungen abzüglich Zinsen auf Planvermögen) in der GuV erfasst,

Neubewertungen (versicherungsmathematische Gewinne und Verluste) im OCI verbucht und niemals in die Gewinn- und Verlustrechnung zurückgeführt.

g) Sonstige Rückstellungen werden angesetzt, wenn die Eintrittswahrscheinlichkeit des ihnen zugrundeliegenden Risikos mehr als 50 % beträgt. Aufwandsrückstellungen dürfen nicht gebildet werden (IAS 37).

h) Vermögenswerte aus Leasingverhältnissen und sonstige Nutzungsüberlassungen werden nach IFRS 16 für die Dauer des gewährten Nutzungsrechts beim Leasingnehmer zu Anschaffungskosten bilanziert. Am Bereitstellungsdatum muss der Leasingnehmer eine Leasingverbindlichkeit zum Barwert der zu diesem Zeitpunkt noch nicht geleisteten Leasingzahlungen bewerten und bilanzieren. Handelsrechtlich werden die künftigen Leasingraten aus einem Operating Lease als sonstige finanzielle Verpflichtung im Anhang aufgeführt.

Verlustabführung

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages wird das Jahresergebnis (Verlust) von 35.833 TEUR von der KCA Deutag GmbH übernommen.

 

Bad Bentheim, den 25. April 2025

KCA Deutag Drilling GmbH

Geschäftsführung

Reinder Klunder

Simon Rendle Drew

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene EDV-Software und Vertragsrechte 13 359 0 0 372
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 258 0 0 0 258
2. Technische Anlagen und Maschinen 98.743 39.925 16 360 139.012
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.208 445 0 5 2.658
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 417 2.696 30 -365 2.718
101.626 43.066 46 0 144.646
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 27.477 0 0 0 27.477
129.116 43.425 46 0 172.495
Wertberichtigungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene EDV-Software und Vertragsrechte 13 359 0 372
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 258 0 0 258
2. Technische Anlagen und Maschinen 85.243 15.354 16 100.581
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.924 389 0 2.313
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
87.425 15.743 16 103.152
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 20.569 0 0 20.569
108.007 16.102 16 124.093
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene EDV-Software und Vertragsrechte 0 0
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0 0
2. Technische Anlagen und Maschinen 38.431 13.500
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 345 284
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.718 417
41.494 14.201
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 6.908 6.908
48.402 21.109

Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB (Stand 31.12.2023)

(Beträge in 1.000 Währungseinheiten)

Name und Sitz der Gesellschaft Währung Beteiligungsanteil % Eigenkapital Jahresergebnis Stichtag
Anteile an verbundenen Unternehmen
1. Oman KCA Deutag Drilling Company LLC, Mina al Fahal/Oman OMR 70,0 -6.850 -545 31.12.23
2. KCA Deutag Nigeria Ltd ., Port Harcourt/Nigeria 1 NGN 30,0 -4.196.507 -1.229.575 31.12.21
3. KCA Deutag Drilling SDN BHD, Kuala Belait/Brunei 2 BND 65,0 4.833 n/a Liquidation
4. KCA Deutag Russia LLC, Tymen/Russland 3 RUB 100,0 1.308.873 481.818 31.12.21

Umrechnungskurse 31.12.2023

1 EUR = 0,4259 OMR

1 EUR = 992,86664 NGN

1 EUR = 1,46046 BND

1 EUR = 98,78644 RUB

1 Ein aktueller Jahresabschluss zum 31.12.2023 liegt nicht vor. Die KCA Deutag Nigeria Limited hat ihren Geschäftsbetrieb eingestellt. Der Beteiligungsbuchwert für die KCA Deutag Nigeria Limited wurde im Vorjahr vollständig wertberichtigt.
2 Die KCA Deutag Drilling SDN BHD, Kuala Belait, Brunei, wurde am 28.08.2024 liquidiert. Der Anteilsbesitz zeigt das Eigenkapital zum Liquidationszeitpunkt.
3 Ein aktueller Jahresabschluss zum 31.12.2023 liegt nicht vor. Sämtliche Geschäftsbeziehungen wurden aufgrund der EU-Sanktionen eingestellt. Der Beteiligungsbuchwert für die KCA Deutag Russia LLC wurde im Vorjahr vollständig wertberichtigt.

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die KCA Deutag Drilling GmbH (KDD) ist als 100%ige Tochtergesellschaft der KCA Deutag GmbH (KDG), Bad Bentheim, weltweit als Bohrdienstleister für Landbohrungen zuständig und setzt neben eigenen Bohranlagen von der KCA Deutag Tiefbohrgesellschaft mbH, Bad Bentheim, (KDT), von der KCA Deutag Drilling Ltd., Aberdeen/Großbritannien, sowie von der Abbot Group Limited, Birmingham/Großbritannien, auftragsbezogen gemietete Bohranlagen ein. Außerdem werden im Rahmen von Dienstleistungsvereinbarungen Bohranlagen Dritter betrieben. Die Geschäftstätigkeit wird über bestehende Niederlassungen in Albanien, Algerien, Kuwait, Pakistan und Tunesien sowie über eine Tochtergesellschaft im Oman ausgeübt.

Die wirtschaftliche Lage der KDD ist eng mit der Entwicklung der Tochtergesellschaften verbunden. Die folgende Darstellung schließt daher deren Entwicklung mit ein.

2. Forschung und Entwicklung

Um den hohen Anspruch bezüglich Sicherheit und Kundenzufriedenheit aufrechtzuerhalten, arbeitet die Gesellschaft beständig an der Verbesserung und Optimierung der Anlagen- und Ausrüstungstechnik. Dieses ist notwendig, um den hohen Qualitäts- und Umweltstand zu bewahren sowie den gesetzlichen und unternehmensinternen Vorgaben und Sicherheitsstandards zu entsprechen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die globalen Konjunkturaussichten haben sich gegenüber der Frühjahrsprognose 2024 deutlich eingetrübt. Hohe Produktionskosten belasten die Unternehmen, und die Überwälzung auf die Verbraucherinnen und Verbraucher reduziert die Kaufkraft der privaten Haushalte. Darüber hinaus verschlechtern die geldpolitischen Straffungen in vielen Währungsräumen die Finanzierungsbedingungen. In den USA ist eine wirtschaftliche Abschwächung aufgrund der erheblichen Zinserhöhungen wahrscheinlich. Die anhaltende Störung der internationalen Lieferketten dämpft weiterhin die Industrieproduktion. Zuletzt deutet sich jedoch eine Entspannung an, die auf geringere Störungen in der Transportlogistik, aber auch auf einen globalen Nachfragerückgang zurückgeht. Im Euro-Raum haben sich durch die Folgen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine die konjunkturelle Lage und insbesondere der Ausblick erheblich verschlechtert. So haben die Verringerung der russischen Gaslieferungen und die daraus resultierende Unsicherheit zu starken Preissteigerungen geführt. Aufgrund der unterschiedlichen Struktur der Energieversorgung und der Wertschöpfung sowie unterschiedlicher fiskalpolitischer Reaktionen sind die Mitgliedstaaten allerdings nicht in gleichem Maße betroffen. Stützend dürfte ein robuster Arbeitsmarkt und eine Entspannung der Lieferketten wirken.

In Deutschland war, im Vergleich zum jeweiligen Vorjahr, eine Veränderung des Bruttoinlandsprodukts von 1,8% für das Jahr 2022 1 , - 0,3% für das Jahr 2023 2 und -0,2% für das Jahr 2024 4 zu verzeichnen. Die Inflationsrate lag im Jahr 2022 bei 6,9% 4 , im Jahr 2023 bei 5,9% 4 und im Jahr 2024 bei 2,2% 5 und hatte damit vorübergehend den Höchststand seit Gründung der Währungsunion im Jahr 1999 erreicht.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Genehmigung von konventionellen Erdöl- und Erdgasbohrungen führten in der Vergangenheit zu einer ökonomischen Belastung unserer Industrie. Bedingt durch die geologischen Gegebenheiten - z.B. die hohe Komplexität und die fortschreitende Erschöpfung der relativ kleinen inländischen Lagerstätten - aber auch durch die Arbeits- und Umweltschutzaufwendungen, liegen die Kosten der Erdöl- und Erdgasförderung in Deutschland deutlich über den internationalen Vergleichswerten. Aufgrund des Angriffs Russlands auf die Ukraine hat sich die ökonomische Perspektive für die Förderung von Erdöl- und Erdgas positiv entwickelt. Die deutschen und europäischen Unternehmen der Explorations-, Produktions- und Speicherindustrie arbeiten mit Hochdruck daran, möglichen Energielücken zu begegnen, um ihren Beitrag zur Energiesicherheit zu gewährleisten. Die Branche wird, mindestens für eine gewisse Zeit, eine Renaissance erleben.

Was die Nutzung von Erdwärme durch tiefe Geothermie-Bohrungen betrifft, ist hier ein deutlicher Aufschwung zu erwarten. Der Wärmesektor macht aktuell 56 Prozent des Energiebedarfs in Deutschland aus 5 , doch lediglich 18 Prozent der Wärme kommen bisher aus erneuerbaren Quellen 6. Ohne einen massiven Ausbau der Geothermie ist der Aufbau des Ökowärmesektors zur Erreichung der nationalen Klimaschutzziele nicht möglich.

Der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent betrug im Oktober 2023 durchschnittlich 89 US-Dollar pro Barrel 7 , nachdem er im 2. Quartal 2023 noch durchschnittlich bei fast 78 US-Dollar 7 gelegen hatte. Der Preisanstieg ging auf eine höhere Nachfrage - insbesondere aus China - und gefallene Lagerbestände zurück. Die Ankündigung der Staaten der OPEC+, Saudi-Arabien und Russland, die freiwillige Produktionsdrosselung in Höhe von 1,0 bzw. 0,3 Mio. Barrel pro Tag bis Jahresende 2023 fortzusetzen, dürfte im September 2023 zudem für einen Auftrieb bei den Preisen gesorgt haben. Das Jahr 2023 endete mit Rohölpreisen knapp unter 777 Dollar je Barrel Brent. Der Jahresdurchschnittspreis für Rohöl lag im Jahr 2024 bei 78,97 US-Dollar/Barrel.

Der Wechselkurs (1 EUR = USD) zu Beginn des Jahres betrug 1,098, verzeichnete am 30. September 2023 einen Tiefstand bei 1,05 und lag am 31. Dezember 2023 bei 1,118. Im Jahr 2024 lag der Durchschnittskurs bei 1,088.

1 Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 020 vom 13. Januar 2023
2 Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024
3 Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2025
4 Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 020 vom 16. Januar 2025
5 https://www.destatis.de>Pressemitteilungen>2025/01
6 BMWK - Erneuerbare Energien in Zahlen: https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Dossier/erneuerbare-energien.htm
7 https://www. tescon.de/de/historische-oelpreise.html
8 https:/www.ecb.europe.eu>eurofxref-graph-usd.de.html

2. Geschäftsverlauf

Die KDD verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Steigerung der Umsatzerlöse mit Fremden im Vergleich zum Vorjahr von 78,3 Mio. EUR auf 120,7 Mio. EUR.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag die Anlagenauslastung geringfügig über dem Niveau des Vorjahres. Im Berichtszeitraum waren 51 % (Vorjahr: 47 %) der einsatzfähigen Bohranlagen ausgelastet. Sowohl im europäischen Bereich (hier wurde eine Auslastung der Kapazitäten von 71 %, im Vorjahr, einschließlich Russland, 75 %, erzielt) als auch im internationalen Bereich, hier wurde eine Auslastung der Kapazitäten von 46 % (Vorjahr: 35 %) erreicht, war eine Beschäftigungssteigerung zu verzeichnen.

Internationale Bohrtätigkeit

Im Oman waren im Berichtszeitraum die Bohranlagen T-51, T-92 und T-93 ganzjährig, die T-66 neun Monate und die T-95 drei Monate beschäftigt. Die Bohranlagen T-91 und T-94 konnten nicht beschäftigt werden.

In Pakistan waren die Anlagen T-202 sieben Monate und T-72 vier Monate beschäftigt. Die Anlage T-75 konnte nicht beschäftigt werden.

In Algerien fanden sämtliche Bohranlagen T-211, T-212 (bis zu ihrem Einsatz in Tunesien), T-220, T-222 und T-223 keine Beschäftigung.

In Kuwait waren die Bohranlagen T 82 und T-83 ganzjährig beschäftigt. Am 1. Februar 2023 wurden die Bohranlagen T-813 und T-846 durch die KDD von der Saipem S.p.A., Mailand, Italien, erworben. Die T813 war 11 Monate und die T-846 8 Monate beschäftigt.

In der neu gegründeten tunesischen Betriebstätte nahm die Anlage T-212 Ende Oktober ihre Bohrarbeiten auf.

Europäische Bohrtätigkeit

In Westeuropa war für schwere und mittelschwere Bohranlagen im Geschäftsjahr eine befriedigende Auslastung zu verzeichnen. Hier waren die Anlage T-203 12 Monate, die Anlage T-46 10 Monate, die T-207 und T-208 jeweils 7 Monate beschäftigt.

Bohrtätigkeit in Russland

Einstellung der gesamten Geschäftstätigkeit in Russland

Die Bohrtätigkeit in Russland erfolgte über die KCA Deutag Russia LLC, eine 100%ige Tochtergesellschaft der KDD. Aufgrund der verhängten EU-Sanktionen gegen Russland als Reaktion auf die Invasion in die Ukraine wurde das gesamte Russlandgeschäft sowie die Geschäftsbeziehungen zur KCA Deutag Russia LLC ab dem 15. Mai 2022 ausgesetzt.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Der Anteil des Anlagevermögens in Höhe von 48,4 Mio. EUR (Vorjahr: 21,1 Mio. EUR) an der Bilanzsumme beträgt 24,9 % (Vorjahr: 11,2 %) und ist mit 193,8 % (Vorjahr: 444,3 %) Eigenkapital unterlegt. Darüber hinaus bestehen als langfristige Finanzierungsmittel Pensionsverpflichtungen von 53,8 Mio. EUR (Vorjahr: 55,9 Mio. EUR).

Den Neuinvestitionen in das Sachanlagevermögen inkl. immaterieller Vermögensgegenstände in Höhe von insgesamt 43,4 Mio. EUR (Vorjahr: 3,9 Mio. EUR) steht ein Wertverzehr in Höhe von 16,1 Mio. EUR (Vorjahr: 28,0 Mio. EUR) gegenüber. Vom Vorjahreswert in Höhe von 28,0 Mio. EUR entfallen 21,3 Mio. EUR auf die vollständige Abwertung des in Russland befindlichen Anlagevermögens (19,9 Mio. EUR) und die außerplanmäßige Abschreibung für das Camp der T- 45 in Algerien (1,4 Mio. EUR).

Im Umlaufvermögen, mit einem Anteil an der Bilanzsumme von 75,0 % (Vorjahr 88,5 %), spiegeln sich im Wesentlichen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe von 21,0 Mio. EUR (Vorjahr: 14,7 Mio. EUR), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 33,6 Mio. EUR (Vorjahr 13,9 Mio. EUR) und Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 86,7 Mio. EUR (Vorjahr: 133,1 Mio. EUR) wider.

Das Eigenkapital beträgt unverändert 93,8 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote beträgt bei nahezu unveränderter Bilanzsumme 48,3 % (Vorjahr: 49,9 %).

Die Entwicklung bei den Verbindlichkeiten (26,1 Mio. EUR; Vorjahr: 15,5 Mio. EUR) resultiert aus dem stichtagsbedingten Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+2,7 Mio. EUR) und aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (+2,9 Mio. EUR) sowie dem Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten (+5,0 Mio. EUR).

Der Anstieg der Umsatzerlöse auf 125,9 Mio. EUR (Vorjahr: 84,6 Mio. EUR) begründet sich durch die Steigerung der Bohranlagenauslastung sowie durch die Inbetriebnahme der Bohranlagen T-813 und T-846 in Kuwait, die von der SAIPEM S.p.A., Mailand, Italien (Kuwait Branch), erworben wurden. Die T-813 erzielte Umsatzerlöse in Höhe von 16,0 Mio. EUR und die T-846 erzielte Umsatzerlöse in Höhe von 12,5 Mio. EUR.

Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit EUR 33,7 Mio. (Vorjahr: 72,3 Mio. EUR) im Wesentlichen aufgrund von Währungseffekten (30,0 Mio. EUR; Vorjahr: 52,0 Mio. EUR) und Zahlungseingängen auf wertberichtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (0,0 Mio. EUR; Vorjahr: 7,3 Mio. EUR) unter dem Niveau des Vorjahres.

Der Materialaufwand liegt mit EUR 40,4 Mio. EUR (Vorjahr: 37,8 Mio. EUR) leicht über Vorjahresniveau.

Der Personalaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr, im Wesentlichen aufgrund einer im Berichtszeitraum gestiegenen durchschnittlichen Mitarbeiterzahl von 887 (Vorjahr: 590), von 36,8 Mio. EUR um 2,9 Mio. EUR auf EUR 39,7 Mio. EUR. Der Anstieg der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl erklärt sich im Wesentlichen durch die Inbetriebnahme der Bohranlagen T-813 und T-846 in Kuwait. Dass sich der Personalaufwand unterproportional im Verhältnis zur Mitarbeiterzahl entwickelt hat, begründet sich v. a. durch rückläufige Aufwendungen für Altersversorgung von 0,1 Mio. EUR (Vorjahr: 9,7 Mio. EUR).

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände sowie auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens reduzierten sich von 40,0 Mio. EUR um 23,5 Mio. EUR auf 16,5 Mio. EUR. Von den 16,5 Mio. EUR entfallen 16,1 Mio. EUR (Vorjahr: 6,7 Mio. EUR) auf planmäßige Abschreibungen und 0,4 Mio. EUR auf Abschreibungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Im Vorjahr entfielen 21,3 Mio. EUR auf außerplanmäßige Abschreibungen des Sachanlagevermögens und immaterielle Vermögensgegenstände. Die außerplanmäßigen Abschreibungen des Vorjahres enthalten die vollständige Wertberichtigung des in Russland befindlichen Anlagevermögens (19,9 Mio. EUR) und die außerplanmäßige Abschreibung für das Camp der T- 45 in Algerien (1,4 Mio. EUR). Zudem wurden im Vorjahr Abschreibungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 12,1 Mio. EUR vorgenommen.

Die Entwicklung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 90,5 Mio. EUR (Vorjahr: 76,8 Mio. EUR) ist im Wesentlichen durch Währungseffekte in Höhe von 46,6 Mio. EUR (Vorjahr: 35,3 Mio. EUR), durch Instandhaltungs- und Fremdleistungskosten 23,1 Mio. EUR (Vorjahr: 19,7 Mio. EUR), durch Aufwendungen aus Umlagen von Konzerngesellschaften 4,1 Mio. EUR (Vorjahr: 3,6 Mio. EUR), durch Sozialaufwendungen und Reisekosten 7,7 Mio. EUR (Vorjahr: 5,1 Mio. EUR) sowie durch Fracht- und Zollkosten 2,7 Mio. EUR (Vorjahr: 3,5 Mio. EUR) geprägt.

Das Zinsergebnis von minus 7,2 Mio. EUR (Vorjahr: minus 3,9 Mio. EUR) resultiert im Wesentlichen aus Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 5,0 Mio. EUR, Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von 0,6 Mio. EUR (Vorjahr: 1,6 Mio. EUR) sowie Garantiekosten in Höhe von 1,7 Mio. EUR (Vorjahr: 2,5 Mio. EUR).

Die Abschreibungen des Vorjahres auf Finanzanlagen in Höhe von 20,6 Mio. EUR betreffen die Abwertung des Beteiligungsbuchwertes an der Oman KCA Deutag Drilling Company LLC von 23,0 Mio. EUR um 18,0 Mio. EUR auf 5,0 Mio. EUR, die vollständige Abschreibung des Beteiligungsbuchwertes an der KCA Deutag Russia LLC in Höhe von 2,1 Mio. EUR sowie die vollständige Abschreibung des Beteiligungsbuchwertes an der KCA Deutag Nigeria Limited in Höhe von 0,5 Mio. EUR.

Für die einzelnen Zweigniederlassungen ergibt sich folgendes Bild:

2023 2022
Umsatz Mitarbeiter Umsatz Mitarbeiter
Niederlassung TEUR (Durchschnitt) TEUR (Durchschnitt)
KCA Deutag Drilling GmbH, Bad Bentheim 34.209 204 22.714 179
KCA Deutag Drilling GmbH, Albanien Branch 15.136 16 7.747 26
KCA Deutag Drilling GmbH, Kuwait Branch 66.115 408 37.689 235
KCA Deutag Drilling GmbH, Algerien Branch 0 6 4 8
KCA Deutag Drilling GmbH, Kasachstan Branch 0 1 4 2
KCA Deutag Drilling GmbH, Russland Branch 0 0 3.239 0
KCA Deutag Drilling GmbH, Pakistan Branch 5.605 245 12.711 129
KCA Deutag Drilling GmbH, Dubai Branch 42 7 119 11
KCA Deutag Drilling GmbH, Tunesien Branch 4.776 0 0 0
KCA Deutag Drilling GmbH, Nigeria Branch 18 0 390 0
125.901 887 84.617 590

Für das Geschäftsjahr wird ein Verlust nach Steuern (auch nach sonstigen Steuern) in Höhe von 35,8 Mio. EUR (Vorjahr: Verlust 62,0 Mio. EUR) ausgewiesen, der im Zuge des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags von der KDG übernommen wird.

Insgesamt wird die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als nicht zufriedenstellend beurteilt.

4. Leistungsindikatoren

Die KDD wird in den Konzernverbund der KCA Deutag - Gruppe einbezogen, welche ihre Gesellschaften auf Segmentebene nach IFRS-Kennzahlen steuert. Zur internen Steuerung und als Indikator für die nachhaltige Ertragskraft verwendet die KCA Deutag - Gruppe ein um außergewöhnliche Effekte bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA), welches auf Basis der International Financial Reporting Standards (IFRS) in funktionaler Währung (USD) ermittelt und berichtet wird. Diese Ergebnisgröße ist unabhängig von Investitions- und Abschreibungszyklen und gleichzeitig eine Indikation für den zahlungswirksamen Ergebnisbeitrag. Aufgrund der unterschiedlichen Ansatz- und Bewertungsvorschriften der beiden Rechnungslegungswerke ist eine Quantifizierung der Abweichungen zwischen dem EBITDA nach IFRS (USD) zum Ergebnis nach Steuern nach HGB (EUR) nicht möglich.

Ergänzend wird die KDD hinsichtlich der statutarischen Performance über die Größen Umsatzerlöse und Jahresergebnis gesteuert. Es handelt sich hierbei um keine operativen Steuerungsgrößen, sondern um Planannahmen für Zwecke der lokalen Rechnungslegung. Im Lagebericht des Vorjahres wurde aufgrund vorläufiger Zahlen bei Umsatzerlösen in Höhe von 125,9 Mio. EUR von einem Jahresfehlbetrag vor Ergebnisabführung von 33,6 Mio. EUR ausgegangen.

III. Risiko- und Chancenbericht

Das bei der KCA Deutag Alpha Limited, Birmingham/Großbritannien (Konzerngesellschaft), bzw. der Abbot Group Limited, Birmingham/Großbritannien, (Abbot) (Konzerngesellschaft) installierte Risikomanagement-System umfasst auch die Gesellschaften der KCA Deutag-Gruppe und enthält u. a. einen Risikokatalog, der alle Kriterien in den einzelnen Bereichen identifiziert und hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher Schadenshöhe bewertet. Die Funktionsfähigkeit und Effizienz des Risikomanagement-Systems wird regelmäßig überprüft. So wie Risiken nahezu untrennbar mit jeder unternehmerischen Tätigkeit verbunden sind, ermöglicht das Eingehen von Risiken grundsätzlich auch die Realisierung von Chancen.

Die KCA Deutag-Gruppe ist mit ihren Gesellschaften den konjunkturellen Schwankungen der Ölindustrie ausgesetzt, die die Auslastung und die Tagesraten negativ, aber auch positiv beeinflussen können. Diesen grundsätzlichen Überlegungen folgend wurde das bestehende Risikomanagement-System um die Komponenten Chancenidentifikation und Chancenbewertung ergänzt.

Chancen ergeben sich aus Bohrtätigkeiten in Ländern mit geringen Förderkosten, in denen die KDD über Niederlassungen bzw. Tochtergesellschaften vertreten ist.

Auch wenn die KCA Deutag-Gruppe hohe technische und sicherheitstechnische Standards beim Betrieb ihrer Bohranlagen anlegt, sind Betriebsstörungen, die zu Unfällen führen und bei denen die Umwelt geschädigt wird, nicht auszuschließen. Die maßgeblichen Umweltrisiken des Bohrbetriebs sind durch die in der Bohrbranche üblichen Haftungsausschlüsse sowie Haftungsfreistellungen von Seiten der Auftraggeber gedeckt. Im Übrigen besteht eine branchenübliche Versicherungsdeckung für Umweltschäden.

Politische Risiken können die Auslastung der Anlagen und damit die wirtschaftliche Entwicklung der KCA Deutag-Gruppe beeinträchtigen.

Darüber hinaus ist die Entwicklung der KDD-Ergebnisse in den kommenden Geschäftsjahren neben der Auslastung der Bohranlagen und steuerlichen Rahmenbedingungen stark von der Entwicklung der Währungsparität zwischen dem USD und dem EUR abhängig, da die Fakturierung der Bohrdienstleistungen überwiegend in USD erfolgt.

Infolge eines Cyberangriffs Ende 2021 ist die Cybersicherheit noch stärker in den Vordergrund unseres Handelns gerückt. Wir haben zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen implementiert, um unsere IT-Umgebung zu verbessern und das Potenzial eines erneuten solchen Angriffs zu minimieren.

Die Risiken sowie zu treffende Maßnahmen sind im Enterprise Risk Management System der KCA Deutag- Gruppe dokumentiert.

Für die von der KCA Deutag UK Finance plc, Leeds, Vereinigtes Königreich, ausgegebenen Senior Secured Notes über 500 Mio. US-Dollar und die ausgegebenen Senior Secured Floating Rate Notes über 250 Mio. US-Dollar, beide haben eine Laufzeit bis zum 1. Dezember 2025, sowie die von der Barclays Bank erteilte Revolving Credit Facility über 160 Mio. US-Dollar und die von der Deutsche Bank AG erteilte Revolving Credit Facility über 50 Mio. US-Dollar besteht zum 31. Dezember 2023 eine Mithaftung in gleicher Höhe. Zur Besicherung der Darlehensverbindlichkeiten wurden mit der Kroll Trustee Services Limited, London/Großbritannien, als Fazilitäten-Agenten am 26. Januar 2023 Kontenabtretungsverträge, die die Guthaben bei inländischen Kreditinstituten umfassen, geschlossen. Im Zuge des Verkaufs der KCA Deutag International Limited, Jersey/ Channel Islands, an die Helmerich & Payne, Inc ., Tulsa, USA, (NYSE: HP) erfolgte eine Rückzahlung sämtlicher Schuldtitel. Eine mögliche Inanspruchnahme ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt somit nicht mehr gegeben.

Bestandsgefährdende Risiken

Die Gesellschaft bilanziert zu Fortführungswerten. Die Gesellschaft weist seit dem Geschäftsjahr 2022 anhaltende, auch mit Zahlungsmittelabflüssen verbundene, Verluste aus. Die KCA Deutag Drilling GmbH geht für die Geschäftsjahre 2025 und 2026 insgesamt von einem leicht positiven Cash-Flow von EUR 2,2 Mio. aus. Allerdings führt die Gesellschaft aufgrund der bestehenden Cash-Pool Vereinbarung die in Deutschland befindlichen Bankguthaben an ihre Muttergesellschaft KCA Deutag GmbH ab, welche wiederum aufgrund eines Treasury Agreements mit der Abbot Group Limited Leeds, Vereinigtes Königreich, etwaiges Bankguthaben täglich an die Abbot Group Limited abführt. Darüber hinaus bestehen bei der KCA Deutag GmbH zahlreiche Darlehen von verbundenen Unternehmen, die in der Regel täglich seitens der jeweiligen Darlehensgeber fällig gestellt werden könnten. Die KCA Deutag GmbH kann kurzfristig fällig gestellte Darlehen nur begleichen, wenn die Abbot Group Limited die hierfür benötigte Liquidität zur Verfügung stellt. Die KCA Deutag Drilling GmbH ist im Prognosezeitraum darauf angewiesen, von der KCA Deutag GmbH, respektive von der Abbot Group Limited, mit Liquidität versorgt zu werden. Die Abbot Group Limited hat sich gemäß der Patronatsvereinbarung vom 18. April 2025 gegenüber der KCA Deutag Drilling GmbH verpflichtet, die KCA Deutag Drilling GmbH finanziell so auszustatten, dass die KCA Deutag Drilling GmbH jederzeit in der Lage ist, ihre Verbindlichkeiten fristgerecht zu erfüllen. Die zuvor genannte Verpflichtung der Abbot Group Limited endet am 30. Juni 2026. Sie ist von der Höhe nach nicht begrenzt.

Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit ist die Gesellschaft auf die finanzielle Unterstützung der Abbot Group Limited angewiesen.

Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko darstellt.

IV. Ausblick auf die kommenden Geschäftsjahre

Inwieweit davon auszugehen ist, dass die Ölgesellschaften ihre Investitions- und Explorationsprogramme aufgrund der verhängten Sanktionspakete gegen Russland (als Reaktion auf die russische Militärinvasion in der Ukraine) ausweiten, hängt auch davon ab, ob Russland seine für Europa bestimmten Erdölexporte nach China und Indien weiterhin umleiten kann. Es ist abzuwarten, ob die finanziellen Ressourcen der großen Erdölproduzenten auch in Märkten mit höheren Förderkosten eingesetzt werden und dies zu einer steigenden Nachfrage nach Bohranlagen führt.

Ob und inwieweit weitere Investitionen getätigt werden, um das Potenzial der Geothermie für die Wärmeversorgung und Stromgewinnung nachhaltig zu nutzen, hängt im Wesentlichen von der Entwicklung der gesetzlichen und politischen Rahmenbedingungen ab. Zukünftig könnte die Geothermie, im Interesse des Klima- und Umweltschutzes und zur Entwicklung einer nachhaltigen Energieversorgung bzw. zur Dekarbonisierung des Wärmemarktes, auch stärker von nationalem sowie internationalem Interesse sein.

Eine wesentliche Voraussetzung für das Gewinnen neuer Aufträge ist zum einen ein moderner Bohrbetrieb, um die gestiegenen Anforderungen an Leistung, Sicherheit und Rentabilität zu gewährleisten, und zum anderen eine günstige Kostenstruktur für den Auftraggeber. Die Entwicklung der KDD-Ergebnisse in den kommenden Geschäftsjahren ist neben der Auslastung der Bohranlagen auch von der Entwicklung der Währungsparität zwischen dem USD und dem EUR abhängig, da die Tagesraten für den Einsatz von Bohranlagen außerhalb Europas im Wesentlichen in USD fakturiert werden.

Die KDD hat nach vorläufigen Zahlen in 2024 bei Umsatzerlösen in Höhe von 116,8 Mio. EUR einen Jahresfehlbetrag vor Ergebnisabführung in Höhe von 1,6 Mio. EUR erzielt. Die KDD plant für 2025 auf Basis eines USD/EUR Wechselkurses von 1,10 bei Umsatzerlösen in Höhe von 110,7 Mio. EUR einen Jahresfehlbetrag vor Ergebnisabführung in Höhe von 15,8 Mio. EUR.

Trotz aller aktuellen Herausforderungen ist die KDD zuversichtlich, ihre Bohranlagen in den kommenden Jahren auf einem zufriedenstellenden Niveau auszulasten sowie durch kontinuierliche strukturelle und organisatorische Anpassungen ihre Geschäftspolitik in den kommenden Jahren fortzusetzen und die sich bietenden Chancen zur Sicherung ihrer Marktposition zu nutzen sowie diese für die kommenden Geschäftsjahre auszubauen.

 

Bad Bentheim, den 25. April 2025

KCA Deutag Drilling GmbH

Geschäftsführung

Reinder Klunder

Simon Rendle Drew

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Wir, die EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden.

Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2017 zugrunde.

Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht.

Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert.

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