Bentec GmbH Drilling & Oilfield Systems
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Reinder Klunder seit 29.9.2021 | Geschäftsführer |
Simon Rendle Drew seit 25.2.2021 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
KCA Deutag Drilling GmbHBad BentheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Inhaltsverzeichnis Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Rechnungslegung Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die KCA Deutag Drilling GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der KCA Deutag Drilling GmbH, Bad Bentheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KCA Deutag Drilling GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben im Abschnitt "Bestandsgefährdende Risiken" im Anhang sowie auf die Angaben im Abschnitt "Risiko- und Chancenbericht" Unterabschnitt "Bestandsgefährdende Risiken" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft seit dem Geschäftsjahr 2022 anhaltende, auch mit Zahlungsmittelabflüssen verbundene, Verluste ausweist. Die KCA Deutag Drilling GmbH geht für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 zwar von einem insgesamt positiven Cash-Flow von EUR 2,2 Mio. aus. Allerdings führt die Gesellschaft aufgrund der bestehenden Cash-Pool Vereinbarung die in Deutschland befindlichen Bankguthaben an ihre Muttergesellschaft KCA Deutag GmbH ab, welche wiederum aufgrund eines Treasury Agreements mit der Abbot Group Limited Leeds, Vereinigtes Königreich, etwaiges Bankguthaben täglich an die Abbot Group Limited abführt. Darüber hinaus bestehen bei der KCA Deutag GmbH zahlreiche Darlehen von verbundenen Unternehmen, die in der Regel täglich seitens der jeweiligen Darlehensgeber fällig gestellt werden könnten. Die KCA Deutag GmbH kann kurzfristig fällig gestellte Darlehen nur begleichen, wenn die Abbot Group Limited die hierfür benötigte Liquidität zur Verfügung stellt. Die KCA Deutag Drilling GmbH ist im Prognosezeitraum darauf angewiesen, von der KCA Deutag GmbH, respektive von der Abbot Group Limited, mit Liquidität versorgt zu werden. Die Abbot Group Limited hat sich gemäß der Patronatsvereinbarung vom 18. April 2025 gegenüber der KCA Deutag Drilling GmbH verpflichtet, die KCA Deutag Drilling GmbH finanziell so auszustatten, dass die KCA Deutag Drilling GmbH jederzeit in der Lage ist, ihre Verbindlichkeiten fristgerecht zu erfüllen. Die zuvor genannte Verpflichtung der Abbot Group Limited endet am 30. Juni 2026. Sie ist der Höhe nach nicht begrenzt. Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit ist die Gesellschaft auf die finanzielle Unterstützung der Abbot Group Limited angewiesen. Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 28. April 2025 EY
GmbH & Co. KG
Ueberschär, Wirtschaftsprüfer Rees, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023 I. Allgemeine Angaben Die KCA Deutag Drilling GmbH (im Folgenden auch KDD oder Gesellschaft genannt) hat ihren Sitz in 48455 Bad Bentheim, Deilmannstrasse 1, und ist beim Registergericht Osnabrück unter der Handelsregisternummer HRB 130813 gemeldet. Die KDD ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit sind in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. Des Weiteren werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, im Anhang aufgeführt. II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden 1. Allgemeine Angaben Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. 2. Bestandsgefährdende Risiken Die Gesellschaft bilanziert zu Fortführungswerten. Die Gesellschaft weist seit dem Geschäftsjahr 2022 anhaltende, auch mit Zahlungsmittelabflüssen verbundene, Verluste aus. Die KCA Deutag Drilling GmbH geht für die Geschäftsjahre 2025 und 2026 insgesamt von einem leicht positiven Cash-Flow von EUR 2,2 Mio. aus. Allerdings führt die Gesellschaft aufgrund der bestehenden Cash-Pool Vereinbarung die in Deutschland befindlichen Bankguthaben an ihre Muttergesellschaft KCA Deutag GmbH ab, welche wiederum aufgrund eines Treasury Agreements mit der Abbot Group Limited Leeds, Vereinigtes Königreich, etwaiges Bankguthaben täglich an die Abbot Group Limited abführt. Darüber hinaus bestehen bei der KCA Deutag GmbH zahlreiche Darlehen von verbundenen Unternehmen, die in der Regel täglich seitens der jeweiligen Darlehensgeber fällig gestellt werden könnten. Die KCA Deutag GmbH kann kurzfristig fällig gestellte Darlehen nur begleichen, wenn die Abbot Group Limited die hierfür benötigte Liquidität zur Verfügung stellt. Die KCA Deutag Drilling GmbH ist im Prognosezeitraum darauf angewiesen, von der KCA Deutag GmbH, respektive von der Abbot Group Limited, mit Liquidität versorgt zu werden. Die Abbot Group Limited hat sich gemäß der Patronatsvereinbarung vom 18. April 2025 gegenüber der KCA Deutag Drilling GmbH verpflichtet, die KCA Deutag Drilling GmbH finanziell so auszustatten, dass die KCA Deutag Drilling GmbH jederzeit in der Lage ist, ihre Verbindlichkeiten fristgerecht zu erfüllen. Die zuvor genannte Verpflichtung der Abbot Group Limited endet am 30. Juni 2026. Sie ist von der Höhe nach nicht begrenzt. Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit ist die Gesellschaft auf die finanzielle Unterstützung der Abbot Group Limited angewiesen. Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko darstellt. 3. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich grundsätzlich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Zinsen für Fremdkapital gemäß § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB wurden nicht aktiviert. Die Nutzungsdauer der Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken beträgt 50 Jahre, die Nutzungsdauer für Platzbefestigungen beträgt 5 bis 10 Jahre. Wie im Vorjahr werden die Zugänge für Bohrausrüstung und die übrigen Zugänge zeitanteilig abgeschrieben. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der technischen Anlagen und Maschinen sowie der anderen Anlagen beträgt 2 bis 20 Jahre. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden seit dem 1. Januar 2008 im Geschäftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage konzerneinheitlich in voller Höhe als Aufwand erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für den einzelnen Vermögensgegenstand 1.500 USD nicht übersteigen. Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten oder - soweit erforderlich - den niedrigeren beizulegenden Werten bei voraussichtlicher dauerhafter Wertminderung bewertet. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit ihren fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit usw. ergeben, wird durch Abwertungen Rechnung getragen. Geleistete Anzahlungen sind zum Nennwert bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert unter Berücksichtigung entsprechender Bewertungsabschläge für sämtliche erkennbaren Einzelrisiken bilanziert. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch eine pauschal ermittelte Wertberichtigung von 1 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen Rechnung getragen. Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden mit Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen saldiert gezeigt, sofern Gläubiger- und Schuldneridentität sowie Laufzeit-, Zins- und Risikokongruenz besteht. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. 4. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Bewertung erfolgte auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,5 % (Vorjahr 3,5 %) und Rentensteigerungen von jährlich 2,5 % (Vorjahr 2,5 %) zugrunde gelegt, sowie eine Fluktuation in Höhe von 2,0 % (Vorjahr 2,0 %) p.a. unterstellt. Die Rückstellung wurde mit einer pauschalen angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ermittelt. Als Finanzierungsendalter wurde grundsätzlich das vertragliche Pensionsalter angesetzt. Bei der Abzinsung der Pensionsverpflichtung wird nicht mehr der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre 1,75 % (Vorjahr 1,44 %) zugrunde gelegt, sondern der nach § 253 Abs. 2 HGB veränderte Rechnungszins auf Basis der letzten 10 Jahre, welcher für 2023 1,83 % (Vorjahr 1,78 %) beträgt. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Aus Vereinfachungsgründen erfolgt die unterjährige Verbuchung mit dem Devisenkassamittelkurs vom letzten Tag des Vormonats. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Latente Steuern Latente Steuern werden grundsätzlich auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Die temporären Differenzen auf die unterschiedlichen Bilanzansätze werden mit einem Steuersatz von 29,125 % bewertet. Nach der formalen Betrachtungsweise ist alleinige Steuerschuldnerin die KCA Deutag GmbH (im Folgenden kurz "KDG") als Organträgerin, d.h. auch tatsächliche und latente Steuern der Organgesellschaften sind vollständig in dem Jahresabschluss der Organträgerin auszuweisen, da sie alleine die Besteuerungsfolgen treffen. Passive temporäre Differenzen aus den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden mit aktiven latenten Steuern aus den Pensionsrückstellungen sowie den sonstigen Rückstellungen saldiert. III. Erläuterungen zur Bilanz (1) Anlagevermögen Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Posten des Anlagevermögens sind unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres dem Anlagenspiegel (Anlage 1 zum Anhang) zu entnehmen. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen sind in der Anteilsbesitzliste (Anlage 2 zum Anhang) dargestellt. (2) Vorräte
(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 25.656 TEUR (Vorjahr 68.037 TEUR) bestehen ausschließlich gegen die KCA Deutag GmbH, Bad Bentheim, und enthalten neben Forderungen aus der Verlustübernahme in Höhe von 35.833 TEUR ausschließlich mit diesen verrechnete Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pooling. (4) Gezeichnetes Kapital Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt unverändert 3.600 TEUR; die Anteile werden von der KCA Deutag GmbH, Bad Bentheim, - einem Unternehmen der KCA Deutag International Limited Gruppe mit Sitz auf Jersey/Vereinigtes Königreich - gehalten, mit der ein Ergebnisabführungsvertrag besteht. (5) Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage enthält Beträge in Höhe von 7.209 TEUR gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB und Beträge in Höhe von 82.968 TEUR gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. (6) Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen enthalten Pensionsverpflichtungen in Höhe von 53.737 TEUR (Vorjahr 55.871 TEUR) sowie Verpflichtungen für Überbrückungsgeldzahlungen in Höhe von 28 TEUR (Vorjahr 28 TEUR). Der positive Differenzbetrag, der sich aus der Ermittlung der Rückstellung auf Basis des 7-Jahres- und des 10-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergibt, beträgt 606 TEUR. Dieser unterliegt keiner Abführungssperre. Aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen im Rahmen des BilMoG zum 1. Januar 2010 (BilMoG-Eröffnungsbilanz) ergab sich ein Zuführungsbetrag im Vergleich zum alten Ansatz zum 31. Dezember 2009 von 8.434 TEUR. Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der Umstellung (8.434 TEUR) linear über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren. Im Geschäftsjahr 2023 wurden 562 TEUR als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst. Zum Abschlussstichtag beläuft sich die Unterdeckung bei den Pensionsrückstellungen somit auf 562 TEUR. Die Steuerrückstellungen in Höhe von 4.664 TEUR (Vorjahr 4.031 TEUR) betreffen Vorsorgen für steuerliche Risiken für ausländische Zweigniederlassungen. Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen für Verpflichtungen gegenüber der Belegschaft (4.035 TEUR, Vorjahr 2.493 TEUR) und für ausstehende Lieferantenrechnungen (8.375 TEUR, Vorjahr 10.981 TEUR). (7) Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sämtlich eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Von den sonstigen Verbindlichkeiten haben 8.312 TEUR (Vorjahr 3.279 TEUR) eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr, 157 TEUR (Vorjahr 156 TEUR) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr und weniger als fünf Jahren sowie 105 TEUR (Vorjahr 119 TEUR) eine Laufzeit von mehr als fünf Jahren. Die Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (8) Umsatzerlöse
(9) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten u.a. Erträge aus Währungseffekten in Höhe von 29.999 TEUR (Vorjahr 51.974 TEUR), Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 15 TEUR (Vorjahr 7.271 TEUR), Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.995 TEUR (Vorjahr 0 TEUR), Erträge aus der Auflösung von Pensionsrückstellungen in Höhe von 1.368 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) sowie Erträge aus Versicherungsleistungen 31 TEUR (Vorjahr 283 TEUR). In den sonstigen betrieblichen Erträgen des Vorjahres waren Erträge in Höhe von 11.407 TEUR enthalten, die im Zusammenhang mit der Einstellung des Russlandgeschäfts standen. (10) Materialaufwand
(11) Personalaufwand
Mitarbeiterzahlen Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer zeigt folgendes Bild:
(12) Abschreibungen Von den Abschreibungen in Höhe von 16.478 TEUR (Vorjahr 40.006 TEUR) sind planmäßig 16.102 TEUR (Vorjahr 6.677 TEUR) auf Sachanlagen vorgenommen worden. Darüber hinaus wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 376 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) auf Forderungen auf Lieferungen und Leistungen vorgenommen. Die außerplanmäßigen Abschreibungen des Vorjahres auf Sachanlagen (21.277 TEUR) betreffen das Sachanlagevermögen in Russland in Höhe von 19.868 TEUR sowie das Camp der T 45 in Algerien in Höhe von 1.409 TEUR. Im Vorjahr wurden zudem außerplanmäßige Abschreibungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 12.052 TEUR vorgenommen. (13) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten unter anderem Aufwendungen aus Währungseffekten (46.564 TEUR, Vorjahr 35.281 TEUR), Instandhaltungs- und Fremdleistungskosten (23.093 TEUR, Vorjahr 19.696 TEUR), Aufwendungen aus Umlagen von Konzerngesellschaften (4.063 TEUR, Vorjahr 3.641 TEUR), Sozial- und Verpflegungskosten (4.888 TEUR, Vorjahr 3.342 TEUR), Frachten/Zölle (2.667 TEUR, Vorjahr 3.455 TEUR) und Reisekosten (2.838 TEUR, Vorjahr 1.777 TEUR). Daneben sind insbesondere Gebühren, Beratungskosten, Versicherungs- und Verwaltungskosten sowie Miet- und Pachtaufwendungen in Höhe von 6.254 TEUR (Vorjahr 9.633 TEUR) enthalten. Die periodenfremden Aufwendungen sind von untergeordneter Bedeutung. (14) Zinsergebnis
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen (7.363 TEUR) beinhalten keine periodenfremden Aufwendungen (Vorjahr 1.105 TEUR). (15) Abschreibungen auf Finanzanlagen Im Vorjahr wurden Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 20.569 TEUR vorgenommen. Sie betrafen die Abwertung des Beteiligungsbuchwertes an der Oman KCA Deutag Drilling Company LLC, Mina al Fahal, Oman, von 22.985 TEUR um 18.000 TEUR auf 4.985 TEUR, die vollständige Abschreibung des Beteiligungsbuchwertes an der KCA Deutag Russia LLC, Tyumen, Russland, in Höhe von 2.091 TEUR sowie die vollständige Abschreibung des Beteiligungsbuchwertes an der KCA Deutag Nigeria Limited, Port Harcourt, Nigeria, in Höhe von 478 TEUR. (16) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 1.155 TEUR (Vorjahr 2.919 TEUR) betreffen ausländische Zweigniederlassungen. (17) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Für die von der KCA Deutag UK Finance plc, Leeds, Vereinigtes Königreich, ausgegebenen Senior Secured Notes über 500 Mio. US-Dollar und die ausgegebenen Senior Secured Floating Rate Notes über 250 Mio. US-Dollar, beide haben eine Laufzeit bis zum 1. Dezember 2025, sowie die von der Barclays Bank erteilte Revolving Credit Facility über 160 Mio. US-Dollar und die von der Deutsche Bank AG erteilte Revolving Credit Facility über 50 Mio. US-Dollar besteht zum 31. Dezember 2023 eine Mithaftung in gleicher Höhe. Zur Besicherung der Darlehensverbindlichkeiten wurden mit der Kroll Trustee Services Limited, London/Großbritannien, als Fazilitäten-Agenten am 26. Januar 2023 Kontenabtretungsverträge, die die Guthaben bei inländischen Kreditinstituten umfassen, geschlossen. Im Zuge des Verkaufs der KCA Deutag International Limited, Jersey/ Channel Islands, an die Helmerich & Payne, Inc., Tulsa, USA, (NYSE: HP) erfolgte eine Rückzahlung sämtlicher Schuldtitel; siehe Nachtragsbericht. Eine mögliche Inanspruchnahme ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt somit nicht mehr gegeben. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich auf 5.630 TEUR (Vorjahr 10.636 TEUR) und entfallen auf im kommenden Geschäftsjahr fällige Mietverpflichtungen und das Bestellobligo zum 31. Dezember 2023. Die Verpflichtungen bestehen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 3.945 TEUR (Vorjahr 6.043 TEUR) und fremden Dritten in Höhe von 1.685 TEUR (Vorjahr 4.593 TEUR). V. Sonstige Angaben Gesamthonorar des Abschlussprüfers Die im Geschäftsjahr als Aufwand erfassten Honorare des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen betragen 173 TEUR (Vorjahr 146 TEUR). Geschäftsführung
Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Die Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen sind zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen. Nachtragsbericht KCA Deutag International Limited, Jersey/Channel Islands, (kurz: "KCA International") und Helmerich & Payne, Inc., Tulsa, USA, (NYSE: HP) ("H&P") gaben am 25. Juli 2024 eine endgültige Vereinbarung bekannt, nach der KCA Deutag von H&P für 1,9725 Milliarden US-Dollar in bar übernommen wird. Die Transaktion wurde am 16. Januar 2025 abgeschlossen. Die Barzahlung in Höhe von 1,9725 Mrd. US-Dollar wurde zur Rückzahlung der Schuldtitel der KCA Deutag Gruppe und zur Wertrealisierung für die bestehenden Investoren verwendet. Konzernzugehörigkeit Die KDD wird zum 31. Dezember 2023 über die KCA Deutag GmbH, Bad Bentheim, in den befreienden Konzernabschluss (§ 292 HGB) der KCA International einbezogen. Die KCA International ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss und Konzernlagebericht bislang für den weitesten Kreis von Unternehmen aufstellt. Nach der im vorherigen Abschnitt erläuterten Akquisition wird die Helmerich & Payne, Inc., Tulsa, USA, den Konzernabschluss und Konzernlagebericht für den weitesten Kreis von Unternehmen aufstellen. Die KCA Deutag Alpha Limited, Leeds, Großbritannien, (kurz: "KCA Alpha") ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss und Konzernlagebericht für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Konzernabschluss und Konzernlagebericht der KCA International werden nach § 325 HGB beim Betreiber des Bundesanzeigers elektronisch eingereicht und dort bekannt gemacht. Sie sind im Internet unter "www.bundesanzeiger.de" sowie unter "www.unternehmensregister.de" unter dem Stichwort "KCA Deutag GmbH" veröffentlicht. Der Konzernabschluss der KCA International wird nach internationalen Rechnungslegungsstandards (",IFRS") aufgestellt. Die in den Abschlüssen der Konzernunternehmen enthaltenen Posten werden in der Währung des jeweiligen primären Wirtschaftsumfelds, in dem das Unternehmen tätig ist, bewertet ("funktionale Währung"). Der Konzernabschluss wird in US-Dollar, der funktionalen Währung der KCA International und der Darstellungswährung der Gruppe, aufgestellt. Der befreiende Konzernabschluss der KCA International enthält im Wesentlichen folgende vom deutschen Recht abweichende Bilanzierungssachverhalte: a) Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände müssen, soweit sie die Aktivierungs- und Definitionskriterien eines immateriellen Vermögenswertes erfüllen, aktiviert und bei der Erstbewertung mit den ihnen direkt zurechenbaren Kosten bewertet werden. Ein Aktivierungswahlrecht besteht nicht (IAS 38). b) Ein erworbener Geschäfts- oder Firmenwert ist, im Gegensatz zur handelsrechtlichen Bilanzierung, nicht planmäßig abzuschreiben, sondern unterliegt stattdessen dem sogenannten impairment-only Verfahren, d.h. es wird jährlich im Rahmen eines jährlichen Tests untersucht, ob eine Wertminderung vorliegt und nur in einem solchen Fall wird auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben (IFRS 3 bzw. IAS 38). c) Sachanlagen sind aufzuteilen, wenn die Nutzungsdauern ihrer Bestandteile unterschiedlich sind (Component approach - Komponentenansatz). Die IFRS erlauben in häufigeren Fällen als das Handelsrecht die Aktivierung nachträglicher Herstellungskosten (IAS 16). d) Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen sind grundsätzlich nicht vorgesehen (IFRS 9). e) Latente Steuern sind auf alle temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen in der Steuerbilanz und in der Konzernbilanz zu ermitteln und für quasi-permanente Differenzen und auf steuerliche Verlustvorträge zu bilden (IAS 12). f) Für die Ermittlung des versicherungsmathematischen Barwerts der leistungsorientierten Pensionsverpflichtung (DBO) ist die Projected-Unit-Credit-Methode erforderlich (IAS 19). Was die Folgebewertung anbelangt, werden:
g) Sonstige Rückstellungen werden angesetzt, wenn die Eintrittswahrscheinlichkeit des ihnen zugrundeliegenden Risikos mehr als 50 % beträgt. Aufwandsrückstellungen dürfen nicht gebildet werden (IAS 37). h) Vermögenswerte aus Leasingverhältnissen und sonstige Nutzungsüberlassungen werden nach IFRS 16 für die Dauer des gewährten Nutzungsrechts beim Leasingnehmer zu Anschaffungskosten bilanziert. Am Bereitstellungsdatum muss der Leasingnehmer eine Leasingverbindlichkeit zum Barwert der zu diesem Zeitpunkt noch nicht geleisteten Leasingzahlungen bewerten und bilanzieren. Handelsrechtlich werden die künftigen Leasingraten aus einem Operating Lease als sonstige finanzielle Verpflichtung im Anhang aufgeführt. Verlustabführung Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages wird das Jahresergebnis (Verlust) von 35.833 TEUR von der KCA Deutag GmbH übernommen.
Bad Bentheim, den 25. April 2025 KCA Deutag Drilling GmbH Geschäftsführung Reinder Klunder Simon Rendle Drew Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023
Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB (Stand 31.12.2023)(Beträge in 1.000 Währungseinheiten)
Umrechnungskurse 31.12.2023 1 EUR = 0,4259 OMR 1 EUR = 992,86664 NGN 1 EUR = 1,46046 BND 1 EUR = 98,78644 RUB
1 Ein aktueller Jahresabschluss zum 31.12.2023
liegt nicht vor. Die KCA Deutag Nigeria Limited hat ihren
Geschäftsbetrieb eingestellt. Der Beteiligungsbuchwert
für die KCA Deutag Nigeria Limited wurde im Vorjahr
vollständig wertberichtigt.
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die KCA Deutag Drilling GmbH (KDD) ist als 100%ige Tochtergesellschaft der KCA Deutag GmbH (KDG), Bad Bentheim, weltweit als Bohrdienstleister für Landbohrungen zuständig und setzt neben eigenen Bohranlagen von der KCA Deutag Tiefbohrgesellschaft mbH, Bad Bentheim, (KDT), von der KCA Deutag Drilling Ltd., Aberdeen/Großbritannien, sowie von der Abbot Group Limited, Birmingham/Großbritannien, auftragsbezogen gemietete Bohranlagen ein. Außerdem werden im Rahmen von Dienstleistungsvereinbarungen Bohranlagen Dritter betrieben. Die Geschäftstätigkeit wird über bestehende Niederlassungen in Albanien, Algerien, Kuwait, Pakistan und Tunesien sowie über eine Tochtergesellschaft im Oman ausgeübt. Die wirtschaftliche Lage der KDD ist eng mit der Entwicklung der Tochtergesellschaften verbunden. Die folgende Darstellung schließt daher deren Entwicklung mit ein. 2. Forschung und Entwicklung Um den hohen Anspruch bezüglich Sicherheit und Kundenzufriedenheit aufrechtzuerhalten, arbeitet die Gesellschaft beständig an der Verbesserung und Optimierung der Anlagen- und Ausrüstungstechnik. Dieses ist notwendig, um den hohen Qualitäts- und Umweltstand zu bewahren sowie den gesetzlichen und unternehmensinternen Vorgaben und Sicherheitsstandards zu entsprechen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die globalen Konjunkturaussichten haben sich gegenüber der Frühjahrsprognose 2024 deutlich eingetrübt. Hohe Produktionskosten belasten die Unternehmen, und die Überwälzung auf die Verbraucherinnen und Verbraucher reduziert die Kaufkraft der privaten Haushalte. Darüber hinaus verschlechtern die geldpolitischen Straffungen in vielen Währungsräumen die Finanzierungsbedingungen. In den USA ist eine wirtschaftliche Abschwächung aufgrund der erheblichen Zinserhöhungen wahrscheinlich. Die anhaltende Störung der internationalen Lieferketten dämpft weiterhin die Industrieproduktion. Zuletzt deutet sich jedoch eine Entspannung an, die auf geringere Störungen in der Transportlogistik, aber auch auf einen globalen Nachfragerückgang zurückgeht. Im Euro-Raum haben sich durch die Folgen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine die konjunkturelle Lage und insbesondere der Ausblick erheblich verschlechtert. So haben die Verringerung der russischen Gaslieferungen und die daraus resultierende Unsicherheit zu starken Preissteigerungen geführt. Aufgrund der unterschiedlichen Struktur der Energieversorgung und der Wertschöpfung sowie unterschiedlicher fiskalpolitischer Reaktionen sind die Mitgliedstaaten allerdings nicht in gleichem Maße betroffen. Stützend dürfte ein robuster Arbeitsmarkt und eine Entspannung der Lieferketten wirken. In Deutschland war, im Vergleich zum jeweiligen Vorjahr, eine Veränderung des Bruttoinlandsprodukts von 1,8% für das Jahr 2022 1 , - 0,3% für das Jahr 2023 2 und -0,2% für das Jahr 2024 4 zu verzeichnen. Die Inflationsrate lag im Jahr 2022 bei 6,9% 4 , im Jahr 2023 bei 5,9% 4 und im Jahr 2024 bei 2,2% 5 und hatte damit vorübergehend den Höchststand seit Gründung der Währungsunion im Jahr 1999 erreicht. Die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Genehmigung von konventionellen Erdöl- und Erdgasbohrungen führten in der Vergangenheit zu einer ökonomischen Belastung unserer Industrie. Bedingt durch die geologischen Gegebenheiten - z.B. die hohe Komplexität und die fortschreitende Erschöpfung der relativ kleinen inländischen Lagerstätten - aber auch durch die Arbeits- und Umweltschutzaufwendungen, liegen die Kosten der Erdöl- und Erdgasförderung in Deutschland deutlich über den internationalen Vergleichswerten. Aufgrund des Angriffs Russlands auf die Ukraine hat sich die ökonomische Perspektive für die Förderung von Erdöl- und Erdgas positiv entwickelt. Die deutschen und europäischen Unternehmen der Explorations-, Produktions- und Speicherindustrie arbeiten mit Hochdruck daran, möglichen Energielücken zu begegnen, um ihren Beitrag zur Energiesicherheit zu gewährleisten. Die Branche wird, mindestens für eine gewisse Zeit, eine Renaissance erleben. Was die Nutzung von Erdwärme durch tiefe Geothermie-Bohrungen betrifft, ist hier ein deutlicher Aufschwung zu erwarten. Der Wärmesektor macht aktuell 56 Prozent des Energiebedarfs in Deutschland aus 5 , doch lediglich 18 Prozent der Wärme kommen bisher aus erneuerbaren Quellen 6. Ohne einen massiven Ausbau der Geothermie ist der Aufbau des Ökowärmesektors zur Erreichung der nationalen Klimaschutzziele nicht möglich. Der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent betrug im Oktober 2023 durchschnittlich 89 US-Dollar pro Barrel 7 , nachdem er im 2. Quartal 2023 noch durchschnittlich bei fast 78 US-Dollar 7 gelegen hatte. Der Preisanstieg ging auf eine höhere Nachfrage - insbesondere aus China - und gefallene Lagerbestände zurück. Die Ankündigung der Staaten der OPEC+, Saudi-Arabien und Russland, die freiwillige Produktionsdrosselung in Höhe von 1,0 bzw. 0,3 Mio. Barrel pro Tag bis Jahresende 2023 fortzusetzen, dürfte im September 2023 zudem für einen Auftrieb bei den Preisen gesorgt haben. Das Jahr 2023 endete mit Rohölpreisen knapp unter 777 Dollar je Barrel Brent. Der Jahresdurchschnittspreis für Rohöl lag im Jahr 2024 bei 78,97 US-Dollar/Barrel. Der Wechselkurs (1 EUR = USD) zu Beginn des Jahres betrug 1,098, verzeichnete am 30. September 2023 einen Tiefstand bei 1,05 und lag am 31. Dezember 2023 bei 1,118. Im Jahr 2024 lag der Durchschnittskurs bei 1,088.
1 Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.
020 vom 13. Januar 2023
2. Geschäftsverlauf Die KDD verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Steigerung der Umsatzerlöse mit Fremden im Vergleich zum Vorjahr von 78,3 Mio. EUR auf 120,7 Mio. EUR. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag die Anlagenauslastung geringfügig über dem Niveau des Vorjahres. Im Berichtszeitraum waren 51 % (Vorjahr: 47 %) der einsatzfähigen Bohranlagen ausgelastet. Sowohl im europäischen Bereich (hier wurde eine Auslastung der Kapazitäten von 71 %, im Vorjahr, einschließlich Russland, 75 %, erzielt) als auch im internationalen Bereich, hier wurde eine Auslastung der Kapazitäten von 46 % (Vorjahr: 35 %) erreicht, war eine Beschäftigungssteigerung zu verzeichnen. Internationale Bohrtätigkeit Im Oman waren im Berichtszeitraum die Bohranlagen T-51, T-92 und T-93 ganzjährig, die T-66 neun Monate und die T-95 drei Monate beschäftigt. Die Bohranlagen T-91 und T-94 konnten nicht beschäftigt werden. In Pakistan waren die Anlagen T-202 sieben Monate und T-72 vier Monate beschäftigt. Die Anlage T-75 konnte nicht beschäftigt werden. In Algerien fanden sämtliche Bohranlagen T-211, T-212 (bis zu ihrem Einsatz in Tunesien), T-220, T-222 und T-223 keine Beschäftigung. In Kuwait waren die Bohranlagen T 82 und T-83 ganzjährig beschäftigt. Am 1. Februar 2023 wurden die Bohranlagen T-813 und T-846 durch die KDD von der Saipem S.p.A., Mailand, Italien, erworben. Die T813 war 11 Monate und die T-846 8 Monate beschäftigt. In der neu gegründeten tunesischen Betriebstätte nahm die Anlage T-212 Ende Oktober ihre Bohrarbeiten auf. Europäische Bohrtätigkeit In Westeuropa war für schwere und mittelschwere Bohranlagen im Geschäftsjahr eine befriedigende Auslastung zu verzeichnen. Hier waren die Anlage T-203 12 Monate, die Anlage T-46 10 Monate, die T-207 und T-208 jeweils 7 Monate beschäftigt. Bohrtätigkeit in Russland Einstellung der gesamten Geschäftstätigkeit in Russland Die Bohrtätigkeit in Russland erfolgte über die KCA Deutag Russia LLC, eine 100%ige Tochtergesellschaft der KDD. Aufgrund der verhängten EU-Sanktionen gegen Russland als Reaktion auf die Invasion in die Ukraine wurde das gesamte Russlandgeschäft sowie die Geschäftsbeziehungen zur KCA Deutag Russia LLC ab dem 15. Mai 2022 ausgesetzt. 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Der Anteil des Anlagevermögens in Höhe von 48,4 Mio. EUR (Vorjahr: 21,1 Mio. EUR) an der Bilanzsumme beträgt 24,9 % (Vorjahr: 11,2 %) und ist mit 193,8 % (Vorjahr: 444,3 %) Eigenkapital unterlegt. Darüber hinaus bestehen als langfristige Finanzierungsmittel Pensionsverpflichtungen von 53,8 Mio. EUR (Vorjahr: 55,9 Mio. EUR). Den Neuinvestitionen in das Sachanlagevermögen inkl. immaterieller Vermögensgegenstände in Höhe von insgesamt 43,4 Mio. EUR (Vorjahr: 3,9 Mio. EUR) steht ein Wertverzehr in Höhe von 16,1 Mio. EUR (Vorjahr: 28,0 Mio. EUR) gegenüber. Vom Vorjahreswert in Höhe von 28,0 Mio. EUR entfallen 21,3 Mio. EUR auf die vollständige Abwertung des in Russland befindlichen Anlagevermögens (19,9 Mio. EUR) und die außerplanmäßige Abschreibung für das Camp der T- 45 in Algerien (1,4 Mio. EUR). Im Umlaufvermögen, mit einem Anteil an der Bilanzsumme von 75,0 % (Vorjahr 88,5 %), spiegeln sich im Wesentlichen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe von 21,0 Mio. EUR (Vorjahr: 14,7 Mio. EUR), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 33,6 Mio. EUR (Vorjahr 13,9 Mio. EUR) und Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 86,7 Mio. EUR (Vorjahr: 133,1 Mio. EUR) wider. Das Eigenkapital beträgt unverändert 93,8 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote beträgt bei nahezu unveränderter Bilanzsumme 48,3 % (Vorjahr: 49,9 %). Die Entwicklung bei den Verbindlichkeiten (26,1 Mio. EUR; Vorjahr: 15,5 Mio. EUR) resultiert aus dem stichtagsbedingten Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+2,7 Mio. EUR) und aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (+2,9 Mio. EUR) sowie dem Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten (+5,0 Mio. EUR). Der Anstieg der Umsatzerlöse auf 125,9 Mio. EUR (Vorjahr: 84,6 Mio. EUR) begründet sich durch die Steigerung der Bohranlagenauslastung sowie durch die Inbetriebnahme der Bohranlagen T-813 und T-846 in Kuwait, die von der SAIPEM S.p.A., Mailand, Italien (Kuwait Branch), erworben wurden. Die T-813 erzielte Umsatzerlöse in Höhe von 16,0 Mio. EUR und die T-846 erzielte Umsatzerlöse in Höhe von 12,5 Mio. EUR. Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit EUR 33,7 Mio. (Vorjahr: 72,3 Mio. EUR) im Wesentlichen aufgrund von Währungseffekten (30,0 Mio. EUR; Vorjahr: 52,0 Mio. EUR) und Zahlungseingängen auf wertberichtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (0,0 Mio. EUR; Vorjahr: 7,3 Mio. EUR) unter dem Niveau des Vorjahres. Der Materialaufwand liegt mit EUR 40,4 Mio. EUR (Vorjahr: 37,8 Mio. EUR) leicht über Vorjahresniveau. Der Personalaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr, im Wesentlichen aufgrund einer im Berichtszeitraum gestiegenen durchschnittlichen Mitarbeiterzahl von 887 (Vorjahr: 590), von 36,8 Mio. EUR um 2,9 Mio. EUR auf EUR 39,7 Mio. EUR. Der Anstieg der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl erklärt sich im Wesentlichen durch die Inbetriebnahme der Bohranlagen T-813 und T-846 in Kuwait. Dass sich der Personalaufwand unterproportional im Verhältnis zur Mitarbeiterzahl entwickelt hat, begründet sich v. a. durch rückläufige Aufwendungen für Altersversorgung von 0,1 Mio. EUR (Vorjahr: 9,7 Mio. EUR). Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände sowie auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens reduzierten sich von 40,0 Mio. EUR um 23,5 Mio. EUR auf 16,5 Mio. EUR. Von den 16,5 Mio. EUR entfallen 16,1 Mio. EUR (Vorjahr: 6,7 Mio. EUR) auf planmäßige Abschreibungen und 0,4 Mio. EUR auf Abschreibungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Im Vorjahr entfielen 21,3 Mio. EUR auf außerplanmäßige Abschreibungen des Sachanlagevermögens und immaterielle Vermögensgegenstände. Die außerplanmäßigen Abschreibungen des Vorjahres enthalten die vollständige Wertberichtigung des in Russland befindlichen Anlagevermögens (19,9 Mio. EUR) und die außerplanmäßige Abschreibung für das Camp der T- 45 in Algerien (1,4 Mio. EUR). Zudem wurden im Vorjahr Abschreibungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 12,1 Mio. EUR vorgenommen. Die Entwicklung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 90,5 Mio. EUR (Vorjahr: 76,8 Mio. EUR) ist im Wesentlichen durch Währungseffekte in Höhe von 46,6 Mio. EUR (Vorjahr: 35,3 Mio. EUR), durch Instandhaltungs- und Fremdleistungskosten 23,1 Mio. EUR (Vorjahr: 19,7 Mio. EUR), durch Aufwendungen aus Umlagen von Konzerngesellschaften 4,1 Mio. EUR (Vorjahr: 3,6 Mio. EUR), durch Sozialaufwendungen und Reisekosten 7,7 Mio. EUR (Vorjahr: 5,1 Mio. EUR) sowie durch Fracht- und Zollkosten 2,7 Mio. EUR (Vorjahr: 3,5 Mio. EUR) geprägt. Das Zinsergebnis von minus 7,2 Mio. EUR (Vorjahr: minus 3,9 Mio. EUR) resultiert im Wesentlichen aus Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 5,0 Mio. EUR, Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von 0,6 Mio. EUR (Vorjahr: 1,6 Mio. EUR) sowie Garantiekosten in Höhe von 1,7 Mio. EUR (Vorjahr: 2,5 Mio. EUR). Die Abschreibungen des Vorjahres auf Finanzanlagen in Höhe von 20,6 Mio. EUR betreffen die Abwertung des Beteiligungsbuchwertes an der Oman KCA Deutag Drilling Company LLC von 23,0 Mio. EUR um 18,0 Mio. EUR auf 5,0 Mio. EUR, die vollständige Abschreibung des Beteiligungsbuchwertes an der KCA Deutag Russia LLC in Höhe von 2,1 Mio. EUR sowie die vollständige Abschreibung des Beteiligungsbuchwertes an der KCA Deutag Nigeria Limited in Höhe von 0,5 Mio. EUR. Für die einzelnen Zweigniederlassungen ergibt sich folgendes Bild:
Für das Geschäftsjahr wird ein Verlust nach Steuern (auch nach sonstigen Steuern) in Höhe von 35,8 Mio. EUR (Vorjahr: Verlust 62,0 Mio. EUR) ausgewiesen, der im Zuge des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags von der KDG übernommen wird. Insgesamt wird die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als nicht zufriedenstellend beurteilt. 4. Leistungsindikatoren Die KDD wird in den Konzernverbund der KCA Deutag - Gruppe einbezogen, welche ihre Gesellschaften auf Segmentebene nach IFRS-Kennzahlen steuert. Zur internen Steuerung und als Indikator für die nachhaltige Ertragskraft verwendet die KCA Deutag - Gruppe ein um außergewöhnliche Effekte bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA), welches auf Basis der International Financial Reporting Standards (IFRS) in funktionaler Währung (USD) ermittelt und berichtet wird. Diese Ergebnisgröße ist unabhängig von Investitions- und Abschreibungszyklen und gleichzeitig eine Indikation für den zahlungswirksamen Ergebnisbeitrag. Aufgrund der unterschiedlichen Ansatz- und Bewertungsvorschriften der beiden Rechnungslegungswerke ist eine Quantifizierung der Abweichungen zwischen dem EBITDA nach IFRS (USD) zum Ergebnis nach Steuern nach HGB (EUR) nicht möglich. Ergänzend wird die KDD hinsichtlich der statutarischen Performance über die Größen Umsatzerlöse und Jahresergebnis gesteuert. Es handelt sich hierbei um keine operativen Steuerungsgrößen, sondern um Planannahmen für Zwecke der lokalen Rechnungslegung. Im Lagebericht des Vorjahres wurde aufgrund vorläufiger Zahlen bei Umsatzerlösen in Höhe von 125,9 Mio. EUR von einem Jahresfehlbetrag vor Ergebnisabführung von 33,6 Mio. EUR ausgegangen. III. Risiko- und Chancenbericht Das bei der KCA Deutag Alpha Limited, Birmingham/Großbritannien (Konzerngesellschaft), bzw. der Abbot Group Limited, Birmingham/Großbritannien, (Abbot) (Konzerngesellschaft) installierte Risikomanagement-System umfasst auch die Gesellschaften der KCA Deutag-Gruppe und enthält u. a. einen Risikokatalog, der alle Kriterien in den einzelnen Bereichen identifiziert und hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher Schadenshöhe bewertet. Die Funktionsfähigkeit und Effizienz des Risikomanagement-Systems wird regelmäßig überprüft. So wie Risiken nahezu untrennbar mit jeder unternehmerischen Tätigkeit verbunden sind, ermöglicht das Eingehen von Risiken grundsätzlich auch die Realisierung von Chancen. Die KCA Deutag-Gruppe ist mit ihren Gesellschaften den konjunkturellen Schwankungen der Ölindustrie ausgesetzt, die die Auslastung und die Tagesraten negativ, aber auch positiv beeinflussen können. Diesen grundsätzlichen Überlegungen folgend wurde das bestehende Risikomanagement-System um die Komponenten Chancenidentifikation und Chancenbewertung ergänzt. Chancen ergeben sich aus Bohrtätigkeiten in Ländern mit geringen Förderkosten, in denen die KDD über Niederlassungen bzw. Tochtergesellschaften vertreten ist. Auch wenn die KCA Deutag-Gruppe hohe technische und sicherheitstechnische Standards beim Betrieb ihrer Bohranlagen anlegt, sind Betriebsstörungen, die zu Unfällen führen und bei denen die Umwelt geschädigt wird, nicht auszuschließen. Die maßgeblichen Umweltrisiken des Bohrbetriebs sind durch die in der Bohrbranche üblichen Haftungsausschlüsse sowie Haftungsfreistellungen von Seiten der Auftraggeber gedeckt. Im Übrigen besteht eine branchenübliche Versicherungsdeckung für Umweltschäden. Politische Risiken können die Auslastung der Anlagen und damit die wirtschaftliche Entwicklung der KCA Deutag-Gruppe beeinträchtigen. Darüber hinaus ist die Entwicklung der KDD-Ergebnisse in den kommenden Geschäftsjahren neben der Auslastung der Bohranlagen und steuerlichen Rahmenbedingungen stark von der Entwicklung der Währungsparität zwischen dem USD und dem EUR abhängig, da die Fakturierung der Bohrdienstleistungen überwiegend in USD erfolgt. Infolge eines Cyberangriffs Ende 2021 ist die Cybersicherheit noch stärker in den Vordergrund unseres Handelns gerückt. Wir haben zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen implementiert, um unsere IT-Umgebung zu verbessern und das Potenzial eines erneuten solchen Angriffs zu minimieren. Die Risiken sowie zu treffende Maßnahmen sind im Enterprise Risk Management System der KCA Deutag- Gruppe dokumentiert. Für die von der KCA Deutag UK Finance plc, Leeds, Vereinigtes Königreich, ausgegebenen Senior Secured Notes über 500 Mio. US-Dollar und die ausgegebenen Senior Secured Floating Rate Notes über 250 Mio. US-Dollar, beide haben eine Laufzeit bis zum 1. Dezember 2025, sowie die von der Barclays Bank erteilte Revolving Credit Facility über 160 Mio. US-Dollar und die von der Deutsche Bank AG erteilte Revolving Credit Facility über 50 Mio. US-Dollar besteht zum 31. Dezember 2023 eine Mithaftung in gleicher Höhe. Zur Besicherung der Darlehensverbindlichkeiten wurden mit der Kroll Trustee Services Limited, London/Großbritannien, als Fazilitäten-Agenten am 26. Januar 2023 Kontenabtretungsverträge, die die Guthaben bei inländischen Kreditinstituten umfassen, geschlossen. Im Zuge des Verkaufs der KCA Deutag International Limited, Jersey/ Channel Islands, an die Helmerich & Payne, Inc ., Tulsa, USA, (NYSE: HP) erfolgte eine Rückzahlung sämtlicher Schuldtitel. Eine mögliche Inanspruchnahme ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt somit nicht mehr gegeben. Bestandsgefährdende Risiken Die Gesellschaft bilanziert zu Fortführungswerten. Die Gesellschaft weist seit dem Geschäftsjahr 2022 anhaltende, auch mit Zahlungsmittelabflüssen verbundene, Verluste aus. Die KCA Deutag Drilling GmbH geht für die Geschäftsjahre 2025 und 2026 insgesamt von einem leicht positiven Cash-Flow von EUR 2,2 Mio. aus. Allerdings führt die Gesellschaft aufgrund der bestehenden Cash-Pool Vereinbarung die in Deutschland befindlichen Bankguthaben an ihre Muttergesellschaft KCA Deutag GmbH ab, welche wiederum aufgrund eines Treasury Agreements mit der Abbot Group Limited Leeds, Vereinigtes Königreich, etwaiges Bankguthaben täglich an die Abbot Group Limited abführt. Darüber hinaus bestehen bei der KCA Deutag GmbH zahlreiche Darlehen von verbundenen Unternehmen, die in der Regel täglich seitens der jeweiligen Darlehensgeber fällig gestellt werden könnten. Die KCA Deutag GmbH kann kurzfristig fällig gestellte Darlehen nur begleichen, wenn die Abbot Group Limited die hierfür benötigte Liquidität zur Verfügung stellt. Die KCA Deutag Drilling GmbH ist im Prognosezeitraum darauf angewiesen, von der KCA Deutag GmbH, respektive von der Abbot Group Limited, mit Liquidität versorgt zu werden. Die Abbot Group Limited hat sich gemäß der Patronatsvereinbarung vom 18. April 2025 gegenüber der KCA Deutag Drilling GmbH verpflichtet, die KCA Deutag Drilling GmbH finanziell so auszustatten, dass die KCA Deutag Drilling GmbH jederzeit in der Lage ist, ihre Verbindlichkeiten fristgerecht zu erfüllen. Die zuvor genannte Verpflichtung der Abbot Group Limited endet am 30. Juni 2026. Sie ist von der Höhe nach nicht begrenzt. Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit ist die Gesellschaft auf die finanzielle Unterstützung der Abbot Group Limited angewiesen. Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko darstellt. IV. Ausblick auf die kommenden Geschäftsjahre Inwieweit davon auszugehen ist, dass die Ölgesellschaften ihre Investitions- und Explorationsprogramme aufgrund der verhängten Sanktionspakete gegen Russland (als Reaktion auf die russische Militärinvasion in der Ukraine) ausweiten, hängt auch davon ab, ob Russland seine für Europa bestimmten Erdölexporte nach China und Indien weiterhin umleiten kann. Es ist abzuwarten, ob die finanziellen Ressourcen der großen Erdölproduzenten auch in Märkten mit höheren Förderkosten eingesetzt werden und dies zu einer steigenden Nachfrage nach Bohranlagen führt. Ob und inwieweit weitere Investitionen getätigt werden, um das Potenzial der Geothermie für die Wärmeversorgung und Stromgewinnung nachhaltig zu nutzen, hängt im Wesentlichen von der Entwicklung der gesetzlichen und politischen Rahmenbedingungen ab. Zukünftig könnte die Geothermie, im Interesse des Klima- und Umweltschutzes und zur Entwicklung einer nachhaltigen Energieversorgung bzw. zur Dekarbonisierung des Wärmemarktes, auch stärker von nationalem sowie internationalem Interesse sein. Eine wesentliche Voraussetzung für das Gewinnen neuer Aufträge ist zum einen ein moderner Bohrbetrieb, um die gestiegenen Anforderungen an Leistung, Sicherheit und Rentabilität zu gewährleisten, und zum anderen eine günstige Kostenstruktur für den Auftraggeber. Die Entwicklung der KDD-Ergebnisse in den kommenden Geschäftsjahren ist neben der Auslastung der Bohranlagen auch von der Entwicklung der Währungsparität zwischen dem USD und dem EUR abhängig, da die Tagesraten für den Einsatz von Bohranlagen außerhalb Europas im Wesentlichen in USD fakturiert werden. Die KDD hat nach vorläufigen Zahlen in 2024 bei Umsatzerlösen in Höhe von 116,8 Mio. EUR einen Jahresfehlbetrag vor Ergebnisabführung in Höhe von 1,6 Mio. EUR erzielt. Die KDD plant für 2025 auf Basis eines USD/EUR Wechselkurses von 1,10 bei Umsatzerlösen in Höhe von 110,7 Mio. EUR einen Jahresfehlbetrag vor Ergebnisabführung in Höhe von 15,8 Mio. EUR. Trotz aller aktuellen Herausforderungen ist die KDD zuversichtlich, ihre Bohranlagen in den kommenden Jahren auf einem zufriedenstellenden Niveau auszulasten sowie durch kontinuierliche strukturelle und organisatorische Anpassungen ihre Geschäftspolitik in den kommenden Jahren fortzusetzen und die sich bietenden Chancen zur Sicherung ihrer Marktposition zu nutzen sowie diese für die kommenden Geschäftsjahre auszubauen.
Bad Bentheim, den 25. April 2025 KCA Deutag Drilling GmbH Geschäftsführung Reinder Klunder Simon Rendle Drew Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Wir, die EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden. Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2017 zugrunde. Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht. Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert. |
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