Hako Service GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Kathrin Köhler seit 16.12.2025 | Prokura |
Joachim Otto Blache seit 21.1.2022 | Geschäftsführer |
Axel Jensen seit 21.1.2022 | Geschäftsführer |
Frank Michael Ulbricht seit 12.7.2017 | Geschäftsführer |
Robert Ehlert seit 10.9.2012 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Possehl-Stiftung | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Hako GmbHBad OldesloeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Eingetragen beim Amtgericht Lübeck im Handelsregister B unter der Nummer 1314 ODBilanzAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023der Hako GmbH, Bad OldesloeI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde gemäß den §§ 242 ff., 264 ff. HGB und § 42 GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert und um den Posten "Ergebnis vor Steuern" ergänzt worden. Verschmelzung Aufgrund des Verschmelzungsvertrages vom 26.05.2023 zwischen der von Oertzen GmbH (übertragende Gesellschaft) und der Hako GmbH (übernehmende Gesellschaft) wurde zum 01.01.2023 das Unternehmen rückwirkend übernommen. Aus der Verschmelzung hat sich ein Verschmelzungsverlust von EUR 11,5 Mio. ergeben, welcher in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen als außergewöhnlicher Aufwand gem. § 285 Nr. 31 HGB ausgewiesen ist. Die restlichen Vorjahreszahlen aus dem Jahresabschluss sind weiterhin vergleichbar, da die Werte der von Oertzen GmbH von untergeordneter Bedeutung sind. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Nutzungsdauer für Patente und ähnliche Rechte aus Neuentwicklungen beträgt vier bis acht Jahre, für EDV-Software drei bis fünf Jahre. Das Sachanlagevermögen wird mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige bzw. außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Sachanlagen werden grundsätzlich nach der linearen Methode über ihre voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Sind die Grundlagen für eine außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr gegeben, werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Die Kosten der selbst erstellten Sachanlagen umfassen die Material- und Fertigungseinzelkosten. Fremdkapitalkosten werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die abnutzbaren, beweglichen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250 und EUR 800 werden im jeweiligen Anschaffungsmonat vollständig abgeschrieben. Gebäude werden über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer von fünf bis fünfzig Jahren abgeschrieben. Bei technischen Anlagen und Maschinen beträgt die Nutzungsdauer drei bis fünfundzwanzig Jahre, bei selbsterstellten Modellen, Vorrichtungen und Prototypen/Vorführgeräten vier bis elf Jahre, bei anderen Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung drei bis fünfundzwanzig Jahre. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten, ggf. vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich andauernder Wertminderung, angesetzt. Wenn der Grund für die Abschreibungen entfällt, werden Wertaufholungen vorgenommen. Vorräte werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Bei den Herstellungskosten werden neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch produktionsbezogene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die auf die Produktion entfallenden Abschreibungen auf Sachanlagen eingerechnet. Finanzierungskosten werden nicht berücksichtigt. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der bezogenen Waren erfolgt nach der Durchschnittsmethode. Auf die Vorräte werden Reichweitenabschläge vorgenommen, soweit voraussichtlich von einer überlangen Lagerdauer ausgegangen werden kann. Bei Ersatzteilen gilt eine Lagerdauer von mehr als drei Jahren als überlang, bei allen anderen Vorräten von mehr als einem Jahr. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nenn-/Nominalwert oder gegebenenfalls dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Bestehende Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen und durch angemessene Pauschalwertberichtigungen auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen berücksichtigt. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 46.428 (Vj TEUR 50.625) sind verrechnete gleichartige Verbindlichkeiten in Höhe TEUR 587 (Vj TEUR 261) enthalten. In den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von TEUR 1.042 (Vj TEUR 711) sind verrechnete gleichartige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 0 (Vj TEUR 2) enthalten. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden jeweils zum Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden gemäß § 250 Abs. 1 HGB Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, abgegrenzt. Der Sonderposten mit Rücklagenanteil enthält eine Rücklage aus Übertragungen gemäß § 6b EStG. Die Übertragung wird gemäß Art. 67 Abs. 3 EGHGB passivisch fortgeführt und über die Nutzungsdauer der Gebäudebestandteile aufgelöst. Pensionsrückstellungen werden mit dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine pauschale angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren abgezinst. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt zum notwendigen Erfüllungsbetrag, ermittelt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Bei der Bewertung kommen die Richttafeln 2018 G Klaus Heubeck als biometrische Grundlage zur Anwendung. Aufwendungen und Erträge aus der Änderung des Abzinsungssatzes werden im Personalaufwand erfasst. Die Verzinsung des Erlebensfallkapitals ab dem 60. Lebensjahr erfolgt mit 2,00 % über dem 5-Jahresdurchschnitt des Basiszinssatzes nach § 247 BGB. Zum 31. Dezember 2023 entsprach dies 1,77 % (Vj 1,12 %). Der Bewertung der Pensionsrückstellungen liegen die folgenden Bewertungsparameter zugrunde:
Ab dem Bewertungsstichtag 31. Dezember 2015 wurde das Erdienalter bis zur Erreichung des maximalen Kapitalanspruchs von 60 Jahren auf das frühestmögliche gesetzliche Renteneintrittsalter von 63 Jahren angehoben. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem 7-Jahresdurchschnitt und dem 10-Jahresdurchschnitt für den Diskontierungssatz beträgt TEUR 34 (Vj TEUR 137) und unterliegt gem. § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre. Es besteht eine arbeitnehmerfinanzierte Pensionsverpflichtung (TEUR 177) für einen ehemaligen Geschäftsführer, die mit dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherung (TEUR 177; Beträge sind identisch) saldiert ausgewiesen wird. Der im Zeitwert enthaltene Ertrag aus verpfändeten Rückdeckungsversicherungen besteht in Höhe von EUR 3.871,19. Das Deckungsvermögen wurde an den Pensionsempfänger verpfändet. Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags werden soweit notwendig Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren abgezinst. Aufwendungen und Erträge aus der Änderung des Abzinsungssatzes werden im Finanzergebnis erfasst. Die Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen wurden anhand versicherungsmathematischer Grundsätze unter Verwendung der Heubeck-Richttafeln 2018 G, eines Rechnungszinses von 1,04 % (Vj 0,42 %) sowie eines Einkommenstrends von 2,75 % (Vj 2,75 %) entsprechend der durchschnittlichen Restlaufzeit berechnet. Die Garantierückstellung wird anhand der laufenden Aufwendungen für Garantieleistungen und der garantiebehafteten Umsätze ermittelt. Bei einer verbleibenden Garantielaufzeit von mehr als zwölf Monaten erfolgt eine Abzinsung mit 2,00 % unter Berücksichtigung einer jährlichen Preissteigerung von 2,50 %. Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 40.849 (Vj TEUR 38.285) sind verrechnete gleichartige Forderungen in Höhe von TEUR 0 (Vj TEUR 621) enthalten. In den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von TEUR 258 (Vj TEUR 556) sind verrechnete gleichartige Forderungen in Höhe von TEUR 121 (Vj TEUR 61) enthalten. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden - sofern kurzfristig - mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Forderungen bzw. Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Wechselkurs im Entstehungszeitpunkt oder mit dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Latente Steuern werden mit einem Steuersatz von 30 % ermittelt. Es erfolgt eine Saldierung der aktiven und der passiven latenten Steueransprüche/-schulden. Zur Sicherung von Zahlungsrückflüssen von ausländischen Konzernunternehmen sowie von gewährten Darlehen in Fremdwährung waren zum 31. Dezember 2023 Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Zur Sicherung des Zinsrisikos im Zusammenhang mit einem Bankdarlehen wurde ein Zinsswap abgeschlossen. III. Erläuterungen zur Bilanz (1) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel. Die Anschaffungskosten des Grund und Bodens der Betriebsstätte Glindow von TEUR 2.128 bemessen sich nach dem Zeitwert per 1. Januar 2000 (Verschmelzungsstichtag). Der Wertansatz des Grundbesitzes der Betriebsstätte Waltershausen (Multicar) bestimmt sich nach den Werten der DM-Eröffnungsbilanz einschließlich der in späteren Geschäftsjahren durchgeführten Berichtigungen gem. § 36 DMBilG (Grund und Boden per 31. Dezember 2023 TEUR 2.537; Gebäude per 31. Dezember 2023: TEUR 980). (2) Vorräte Auf die Bestände des Vorratsvermögens wurden insgesamt Abwertungen in Höhe von TEUR 4.336 (Vj TEUR 5.624) vorgenommen. (3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Es werden Kautionen in Höhe von TEUR 625 (Vj TEUR 607) ausgewiesen, die im Wesentlichen der Sicherung der Mietraten aus Leasingverträgen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr dienen. Sämtliche übrigen bestehenden Forderungen im Geschäfts- und Vorjahr haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. (4) Sonderposten mit Rücklageanteil
(5) Sonstige Rückstellungen Enthalten sind Rückstellungen für:
(6) Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten ein Darlehen über TEUR 7.125 (Vj TEUR 9.025) zur Finanzierung des Logistikzentrums von denen TEUR 1.900 (Vj TEUR 1.900) innerhalb eines Jahres fällig sind und TEUR 5.225 (Vj TEUR 7.125) mit einer Restlaufzeit von einem bis zu 5 Jahren. Das Darlehen ist mit einer Grundschuld besichert. Alle übrigen bestehenden Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind unbesichert. (7) Passive latente Steuern Der Posten enthält passive latente Steuern für zeitlich begrenzte Bewertungsunterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz in Höhe von TEUR 1.901 (Vj TEUR 1.873). Es handelt sich um passive Latenzen TEUR 3.033 (Vj TEUR 3.045) (u. a. Grund und Boden der Zweigniederlassung Glindow TEUR 567) sowie aktive Latenzen auf andere Bewertungsunterschiede (u. a. Pensionen und Altersteilzeit) in Höhe von TEUR 1.132 (Vj TEUR 1.172). IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (1) Umsatzerlöse Aufgliederung nach geographisch bestimmten Märkten:
(2) Zusätzliche Angaben zu den Sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen In dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" sind folgende angabepflichtige Beträge enthalten:
In dem Posten "Sonstige betriebliche Aufwendungen" sind folgende angabepflichtige Beträge enthalten:
(3) Zinsergebnis Das Zinsergebnis beinhalten mit TEUR 135 (Vj TEUR 143) den Zinsanteil aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen. V. Sonstige Angaben (1) Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 285 Nr. 11 HGB Wir verweisen auf die als Anlage zum Anhang beigefügte Aufstellung. (2) Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB Diese Angaben sind in dem von der L. Possehl & Co. mbH, Lübeck, zum 31. Dezember 2023 aufgestellten Konzernabschluss enthalten. (3) Angaben nach § 285 Nr. 21 HGB Es sind keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, zustande gekommen. (4) Haftungsverhältnisse Per 31. Dezember 2023 bestehen folgende Eventualverbindlichkeiten:
Aus den Haftungsverhältnissen wird nicht mit einer Inanspruchnahme gerechnet, weil die Hako GmbH nur nach sorgfältiger Abwägung der Risiken und nach Prüfung der Bonität der Begünstigten Haftungsverhältnisse eingeht. Bei der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten handelt es sich um eine Kaution. Aufgrund einer ständigen Evaluierung der Risikosituation und in Anbetracht der bis zum Bilanzstichtag erlangten Erkenntnisse geht die Gesellschaft davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen erfüllt werden können. Eine Inanspruchnahme der Haftungsverhältnisse wird daher als nicht wahrscheinlich eingeschätzt. (5) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Verpflichtung zur Rücknahme und zur umweltverträglichen Entsorgung von Altfahrzeugen der Klasse "N 1" (Fahrzeuge zur Güterbeförderung mit einem Höchstgewicht bis zu 3,5 t) kann grundsätzlich zu zukünftigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen führen (Altfahrzeug-Verordnung vom 4. Juli 1997, zuletzt geändert am 18. November 2020). Mangels Vorliegens von Erfahrungswerten ist jedoch eine betragsmäßige Angabe nicht möglich. (6) Finanzinstrumente
Die Devisentermingeschäfte betreffen auf Schweizer Franken und auf Britische Pfund lautende Geschäfte. Der Marktwert wurde nach der Market-to-Market-Methode ermittelt. Der Zinsswap betrifft die Absicherung des Darlehens bei der Deutsche Bank AG zur Errichtung des Logistikzentrums. (7) Personal Beschäftigte Mitarbeiter durchschnittlich (nach Kopfzahlen):
(8) Geschäftsführung, Aufsichtsrat Geschäftsführer sind:
Aufsichtsratsmitglieder sind:
(9) Bezüge der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen in 2023 TEUR 0. Die Bezüge für die Geschäftsführung fallen für ein Mitglied bei einem anderen Unternehmen an und werden durch Kostenumlage an die Hako GmbH weiter berechnet. Für die anderen Angaben nach § 285 Nr. 9 Buchstabe a) und b) HGB macht die Gesellschaft von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. (10) Konzernabschluss Die Hako GmbH wird für den kleinsten und für den größten Kreis von Unternehmen in den von der L. Possehl & Co. mbH, Lübeck, nach den handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellten Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 und Konzernlagebericht einbezogen und ist daher von der Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes gem. § 291 Abs. 1 HGB befreit. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der L. Possehl & Co. mbH, Lübeck, werden im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht. (11) Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, aus dem Jahresüberschuss von EUR 17.331.126,91 einen Betrag von EUR 10.000.000,00 an die Gesellschafterin L. Possehl & Co. mbH auszuschütten und den verbleibenden Betrag von EUR 7.331.126,91 auf neue Rechnung vorzutragen. (12) Nachtragsbericht Nach dem 31. Dezember 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage eingetreten.
Bad Oldesloe, den 23. Januar 2024 Die Geschäftsführung der Hako GmbH M. Schreiber F. Ulbricht A. Jensen J. Blache Entwicklung des Anlagevermögens
1) Die Angaben betreffen 2022, da aktuellere
Angaben im Berichtszeitpunkt nicht vorliegen.
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 20231. Geschäftsumfeld Die Hako GmbH zählt zu den international führenden Herstellern von hochwertigen Maschinen und Fahrzeugen für die Reinigungs- und Kommunaltechnik und beliefert mit ihren Produkten und Leistungen ein breites Zielgruppenspektrum in aller Welt. Die Produkte und Leistungen stehen für eine hohe Qualität, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. Das Produktprogramm von Hako umfasst die folgenden Produktbereiche:
Die Hako GmbH veräußert und vermietet ihre Produkte über ein weltweites Vertriebsnetz von eigenen Tochtergesellschaften und Vertragshändlern. Im deutschen Markt erfolgt der Vertrieb über eigene Niederlassungen oder über Vertragshändler. 2. Gesamtwirtschaftliches Umfeld Weltwirtschaftliches Umfeld Die Weltwirtschaft steht bei einem fragilen Umfeld vor mehreren Herausforderungen, aber die Inflation scheint ihren Höhepunkt erreicht zu haben. Insgesamt sind die Risiken jedoch eher nach oben gerichtet. So haben die anhaltende Inflation und die Verlangsamung des Wachstums dazu geführt, dass die Gefahr einer Stagflation in den großen Volkswirtschaften wächst. Ferner bleiben die geopolitischen Risiken in der Ukraine und dem Nahen Osten erhöht und der strategische Wettlauf zwischen den USA und China verschärft sich weiter. In den USA hat die Notenbank Fed die Leitzinsen auf ein Niveau angehoben, welches Mitte 2022 kaum vorstellbar gewesen wäre. Dennoch zeigte sich die Konjunktur gerade in den USA robuster, als die meisten Marktteilnehmer in ihren Jahresausblicken erwartet hatten. Die mehrheitlich prognostizierte kurze und milde Rezession blieb aus und vielmehr wuchs die US-Wirtschaft in 2023 um 2,4%. Damit hat diese den Euroraum erneut deutlich abgehängt, denn hier stagnierte die Wirtschaft trotz ausbleibender Energiekrise und vor allem Deutschland konnte beim Wachstum nicht mithalten. In der Eurozone hielten sich die Verbraucher aufgrund der anhaltend hohen Inflation zurück, wobei starke Lohnerhöhungen die Einzelhandelsumsätze im folgenden Jahr beleben dürften. Allerdings ist aus Sicht der Unternehmen zu befürchten, dass diese Lohnerhöhungen nicht im vollen Umfang weitergegeben werden können; aus Sicht der EZB bleibt die Sorge vor einer Lohn-Preis-Spirale bestehen. Ungelöst bleibt das Problem der vergleichsweisen hohen Energiepreise in Deutschland und vielen anderen Ländern des Euroraums, die insbesondere die Industrie aber auch Dienstleistungsunternehmen belasten. Die Wirtschaft des Euroraums ist nach ersten Einschätzungen im abgelaufenen Geschäftsjahr um lediglich 0,4% gewachsen. Die EZB, die Fed und die Bank of England blieben auf ihrem außergewöhnlich starken geldpolitischen Straffungskurs, wenngleich sie nun am Ende ihrer Zinserhöhungszyklen angekommen sein dürften. Chinas Wirtschaft wächst unter Potential. Es fehlt ihr an Eigendynamik, um die negative Produktionslücke zu schließen und die negative Stimmung bringt den Aufschwung zum Erliegen. China dürfte weiterhin versuchen, die Vertrauenskrise privater Unternehmen und Haushalte mit gezielten Stimuli zu überwinden. Ferner strahlen die Probleme im Immobiliensektor auf die anderen Sektoren aus. Die größten Wachstumsrisiken bestehen in einer Ausweitung der Immobilienkrise sowie einer nicht wieder anspringenden inländischen Güternachfrage. Das reale BIP-Wachstum wird für 2023 auf 5,2% veranschlagt. Insgesamt dürfte das Wachstum der Weltwirtschaft in 2023 bei 3,2% gelegen haben. Die Wachstumserwartungen für 2024 liegen bei voraussichtlich 2,4%. Europäische Konjunktur Für die 27 EU-Mitgliedstaaten sowie für die 20 Staaten der Eurozone wird ein reales BIP-Wachstum in 2023 von 0,4% erwartet. Unter den vier größten Mitgliedstaaten ist Deutschland das einzige Land mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung im Jahr 2023, während Frankreich voraussichtlich mit 0,8% und Italien mit 0,6% ein jeweils leichtes BIP-Wachstum vorweisen können. Für Großbritannien wird ein Wachstum von 0,5% erwartet. Auch der Euroraum ist von einer schwachen Auslandsnachfrage betroffen, besonders belastet durch die geringe Nachfrage aus China. Die straffe Geld- und Finanzpolitik hat eine leichte technische Rezession verursacht und anhaltende Probleme mit der Wettbewerbsfähigkeit belasten das Wachstum. Die Inflation liegt nach wie vor über dem Zielwert, geht aber schneller zurück als erwartet. Dennoch ist nicht mit massiven Zinssenkungen zu rechnen, die als Treiber für einen Aufschwung dienen. Die Wirtschaft wird sich somit daran gewöhnen müssen, dass die Zeiten der Nullzinsen vorbei sind. So sind im Euroraum die Abwärtsrisiken größer als die Aufwärtschancen, insbesondere was eine vermehrte Arbeitslosigkeit betrifft. Das schwache Wachstum erhöht zudem die Risiken für die öffentlichen Finanzen und zunehmende Staatsverschuldungen. Deutsche Konjunktur Nach ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamtes ist das deutsche Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 wie erwartet um 0,3% geschrumpft. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Zwar lag das BIP im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,7% höher als vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019, allerdings kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die Energiekrise und geopolitische Spannungen verunsicherten die Produzenten, Investoren sowie Konsumenten. Der Welthandel verlor an Dynamik, mit negativen Folgen für die deutsche Exportwirtschaft. Die Energiepreise, die 2022 infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine gestiegen waren, stabilisierten sich auf hohem Niveau, belasteten aber insbesondere die Industrieproduktion. Steigende Zinsen verschlechterten die jahrelang günstigen Finanzierungsbedingungen, was besonders die Bauwirtschaft bremste. Insgesamt dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Im Zuge dessen rutschte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 ins Minus. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief in den einzelnen Wirtschaftsbereichen nicht einheitlich. Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0% zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85% des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4%). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten hingegen ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich weiter ausbauen und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. 3. Geschäftsverlauf und Ertragslage Die Hako GmbH hat in einem herausfordernden Jahr 2023 unter Berücksichtigung eines inflationären Umfelds mit steigenden Zinsen sowie erhöhten Rohstoff- und Energiepreisen insgesamt eine gute Geschäftsentwicklung verzeichnet. Die Hako GmbH startete mit einem um 4,5% höheren Auftragsbestand in das Geschäftsjahr 2023. Insbesondere dieser Umstand führte dazu, dass die Umsatzerwartungen deutlich übertroffen werden konnten, wobei der Auftragseingang im abgelaufenen Jahr um 7,9% unter dem Vorjahreswert lag. Gegenüber dem Vorjahr konnten lediglich die inländischen Niederlassungen und Direktkunden ein Auftragsplus vermelden. Sowohl die inländischen und ausländischen Vertragshändler als auch die ausländischen Tochtergesellschaften konnten beim Auftragseingang das Vorjahresniveau nicht erreichen. Bezüglich der Umsatzentwicklung konnte vor allem das Inlandsgeschäft die Erwartungen deutlich übertreffen. Da die Geschäfte mit den ausländischen Tochtergesellschaften rückläufig waren, auch unter Berücksichtigung eines geplanten Lagerabbaus in den internationalen Vertriebsgesellschaften, wurden die Planvorgaben des Auslandsgeschäfts nicht erreicht. Gegenüber dem Vergleichszeitpunkt hat der Auftragsbestand insgesamt um 42,7% abgenommen. Neben dem Umsatz ist ein weiterer Leistungsindikator das Betriebsergebnis und das Ergebnis vor Steuern. Obwohl die Hako GmbH einen gestiegenen Umsatz und eine verbesserte Rohertragsspanne ausweist, wurde das geplante Ergebnis vor Steuern von EUR 27,3 Mio. verfehlt. Das ausgewiesene Ergebnis vor Steuern im Geschäftsjahr 2023 beträgt EUR 25,4 Mio. gegenüber EUR 32,3 Mio. im Vorjahr. Dieser Rückgang ist vorrangig auf einen Verschmelzungsverlust in Höhe von EUR 11,5 Mio. zurückzuführen. Ferner wurden erhöhte Aufwendungen im Personal- und Sachkostenbereich verbucht. Durch das ungünstige Zinsumfeld werden erhöhte Zinsaufwendungen ausgewiesen und die durchgeführten Investitionen resultieren in gestiegenen Abschreibungen. 3.1 Umsatz Die Hako GmbH erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von EUR 347,4 Mio., was einem Zuwachs von 12,0% gegenüber dem Vorjahrswert entspricht. Damit wurde die Prognose übertroffen. Sowohl der Inlands- als auch der Auslandsbereich lagen beim Umsatz über dem Vergleichswert des Vorjahres. Während der Inlandsbereich eine Wachstumsrate von 20,2% verzeichnen konnte, verbuchte das Auslandsgeschäft ein Umsatzplus von 3,2%. Diese positive Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus einer weiterhin starken Nachfrage und einem hohen Auftragsbestand zum Ende des Jahres 2022. Im ausländischen Händlergeschäft waren vor allem die Geschäfte mit den Händlern in Österreich, Frankreich sowie Dänemark erfolgreich, wohingegen die Lieferungen an den Händler in Tschechien leicht rückläufig waren. Rückläufig war ebenfalls die Nachfrage der ausländischen Vertriebsgesellschaften gegenüber dem Vorjahr. Die inländischen Vertragshändler wiesen auch ein starkes Wachstum gegenüber dem Vorjahr aus. Positive Wachstumsimpulse konnten die Produktbereiche der Citymaster, Multicar und Ersatzteile setzen; rückläufig waren die Umsätze im Bereich Sweep- und Scrubmaster. 3.2 Rohertrag Die Rohertragsspanne lag mit 42,0% über dem Niveau des Vorjahreswertes von 40,6%. Positiv ausgewirkt haben sich dabei insbesondere die Normalisierung der gestörten Lieferketten, sowie ein vorteilhafter Absatzkanalmix. Nachgebende Einkaufspreise im Bereich Energie bei gleichzeitig sinkenden bezogenen Leistungen führten zu einer positiven Entwicklung des Rohertrags. Der Rohertrag betrug im Jahr 2023 EUR 145,7 Mio. (Vorjahr: EUR 125,9 Mio.). Der Rohertrag entspricht den Umsatzerlösen zuzüglich der Bestandsveränderungen und aktivierten Eigenleistungen abzüglich des Materialaufwandes und der bezogenen Leistungen. 3.3 Betriebsergebnis und Ergebnis vor Steuern Das Betriebsergebnis entspricht dem Ergebnis vor Steuern zuzüglich der Abschreibung von Finanzanlagen und abzüglich von Dividenden der Tochtergesellschaften und berücksichtigt nicht eventuelle Ergebnisabführungen, die vertraglich vereinbart wurden, sowie den Verschmelzungsverlust in 2023. Aufgrund des erhöhten Umsatzniveaus und der gestiegenen Gesamtleistung liegt der absolute Rohertrag über dem Vorjahresniveau. Zu der Gesamtleistung zählen neben den Umsatzerlösen die Bestandsveränderungen sowie die aktivierten Eigenleistungen. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen etwas unter dem Vorjahresniveau. Der Personalaufwand ist im Geschäftsjahr erheblich gestiegen, was vor allem an Tariferhöhungen und der gestiegenen Beschäftigtenzahl liegt. Der Einsatz von Leiharbeitskräften konnte hingegen reduziert werden. Im Berichtsjahr wurden vermehrt Instandhaltungs- und IT-Fremdleistungen verbucht, während die Gebäudereparaturen rückläufig waren. Gestiegene Kfz-Aufwendungen sind vornehmlich auf die Entwicklung der Kraftstoffpreise zurückzuführen. Die Entwicklungsaktivitäten wurden im Jahr 2023 durch diverse Projekte getrieben und führten zu gestiegenen Aufwendungen in diesem Bereich. Die Garantie- und Kulanzaufwendungen lagen ebenfalls über dem Vorjahresniveau, wie auch die Frachtaufwendungen, vor allem bedingt durch das gestiegene Umsatzvolumen. Das Betriebsergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr beträgt EUR 27,2 Mio. (Vorjahr: EUR 23,3 Mio.). Die prognostizierte Steigerung wurde erreicht. Des Weiteren wurden Dividenden von Tochtergesellschaften in Höhe von EUR 7,6 Mio. vereinnahmt (Vorjahr: EUR 7,2 Mio.); eine Abschreibung auf einen Beteiligungsbuchwert wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht vorgenommen. Insgesamt wurde mit EUR 25,4 Mio. ein gegenüber dem Vorjahr geringeres Ergebnis vor Steuern ausgewiesen (EUR 32,3 Mio.). Dieses beinhaltet sowohl saldierte Gewinn- bzw. Verlustübernahmen von Tochtergesellschaften über EUR 2,1 Mio. (Vorjahr: EUR 1,8 Mio.) als auch einen Verschmelzungsverlust über EUR 11,5 Mio. Nach wie vor gilt das Hauptaugenmerk dem strikten Kostenmanagement sowie einer stabilen Rohertragsspanne, die durch die Einführung neuer Produkte, selektiven Preiserhöhungen und Materialkostensenkungen gewährleistet werden soll. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte durch Preiserhöhungen, bei einer Entspannung der Material- und Energiepreise, die Rohertragsspanne in Prozent zur Gesamtleistung verbessert werden. Weitere positive Einflussfaktoren waren Produktmix- und Absatzkanalverschiebungen In Bezug auf das Ergebnis vor Steuern ergibt sich eine Umsatzrentabilität von 7,3% (Vorjahr: 10,4%). Das Ergebnis nach Steuern beträgt EUR 17,3 Mio. (Vorjahr: EUR 23,4 Mio.). 4. Investitionen Das Investitionsvolumen in das Immaterielle und das Sachanlagevermögen lag mit EUR 9,9 Mio. im Geschäftsjahr 2023 deutlich unter dem Volumen des Vorjahres (EUR 24,2 Mio.). Der im Juni 2022 begonnene Bau des Logistikzentrums in Bad Oldesloe wurde im März 2023 fertiggestellt, wobei in 2023 weitere EUR 5,9 Mio. investiert wurden. Zusätzlich zur bestehenden 150 kWp Photovoltaikanlage ist für 2024 eine Erweiterung um 450 kWp geplant. Weitere Investitionen betrafen vor allem kleinere Anschaffungen unter TEUR 50 sowie die Anschaffung von Werkzeugen. Für 2024 sind Anlagenzugänge in Höhe von EUR 14,4 Mio. geplant, wobei die umfangreichsten Investitionen in die Neubauten der Niederlassungen Franken und Berlin erfolgen sollen. 5. Vermögens- und Finanzlage 5.1 Analyse der Bilanzstruktur Per 31. Dezember 2023 reduzierte sich die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahreswert um EUR 13,4 Mio. auf EUR 277,3 Mio. (Vorjahr: EUR 290,7 Mio.). Die Vermögensstruktur der Hako GmbH stellt sich wie folgt dar:
Die Reduzierung des Aktivvermögens ist insbesondere auf den Rückgang des Anlagevermögens bzw. der Finanzanlagen zurückzuführen, was durch die Verschmelzung der von Oertzen GmbH auf die Hako GmbH bedingt ist. Durch die im Geschäftsjahr durchgeführten Investitionen ist das Sachanlagevermögen im geringeren Umfang gestiegen. Das Umlaufvermögen ist gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken, was vor allem am Abbau von Vorräten und hier insbesondere von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie unfertiger Erzeugnisse liegt. Die fertigen Erzeugnisse und Waren erfuhren hingegen einen Aufbau. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens im Vorjahresvergleich gestiegen, wohingegen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen - wie die flüssigen Mittel - unter dem Vorjahresniveau liegen. Die Kapitalstruktur der Hako GmbH weist folgendes Bild auf:
Das Eigenkapital der Hako GmbH ist gegenüber dem Vorjahreswert um EUR 7,3 Mio. gestiegen, hauptursächlich durch den Jahresüberschuss 2023. In 2023 wurde zudem eine Dividendenzahlung von EUR 10,0 Mio. an den Gesellschafter L.Possehl & Co. mbH geleistet. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 60,5% auf 66,0%, auch aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme. Die Rückstellungen liegen - maßgeblich aufgrund der sonstigen Rückstellungen (u.a. Garantieverpflichtungen) - mit EUR 23,8 Mio. über dem Vorjahresniveau. Die Bankverbindlichkeiten konnten aufgrund eines starken betrieblichen Cashflows im Berichtsjahr um EUR 29,2 Mio. abgebaut werden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen um EUR 1,5 Mio., wie auch die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, die sich um EUR 2,5 Mio. auf EUR 40,8 Mio. aufgebaut haben. Letzterer Betrag bezieht sich vor allem auf die Inanspruchnahme eines Darlehens vom Gesellschafter Possehl. Die Liquidität war in 2023 jederzeit sichergestellt. Zum 31. Dezember 2023 betrug die Nettoverschuldung (entspricht den liquiden Mitteln abzüglich den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) EUR 4,3 Mio. gegenüber einer Nettoverschuldung von EUR 32,5 Mio. im Vorjahr. Der Hako GmbH standen zum 31. Dezember 2023 kurzfristige Kreditlinien bei Banken von EUR 55,0 Mio. zur Verfügung, wovon EUR 0,1 Mio. in Anspruch genommen wurden. 5.2 Finanzstrategie Die Finanzstrategie der Hako GmbH besteht im Erreichen bestimmter Finanzkennziffern, wie einer geringen Nettoverschuldung sowie einer ausreichenden Liquiditätsreserve. Der Finanzbedarf der Gesellschaft und der Tochtergesellschaften wird über eine ausgewogene Mischung aus Innen- und Außenfinanzierung sichergestellt. In diesem Zusammenhang werden kurz- und langfristige Kredite, auch in Fremdwährungen, an Tochtergesellschaften zentral über die Hako GmbH vergeben. Die Hako GmbH verfügt neben verschiedenen Kreditlinien bei den Hausbanken zudem über eine eigene Kreditlinie beim Gesellschafter Possehl. Zur Begrenzung von Währungskursrisiken werden im Bedarfsfall Sicherungsgeschäfte abgeschlossen. 6. Produktionsstandorte Neben dem Unternehmenssitz in Bad Oldesloe hat die Hako GmbH vier weitere Produktionsstandorte in Deutschland, nämlich in Waltershausen, Glindow, Trappenkamp und Ammersbek. In Waltershausen werden insbesondere Fahrzeuge der Marke Multicar hergestellt, während sich das Werk in Glindow als Produktionsstätte für knickgelenkte Außenreinigungsgeräte betätigt. In Ammersbek werden Geräte des Produktbereiches Wasserstrahltechnik montiert. Des Weiteren vertreibt die Gesellschaft Ihre Produkte und Dienstleistungen im nationalen Markt über 9 regional tätige Niederlassungen. Im Ausland werden die Produkte und Dienstleistungen über rechtlich selbstständige Vertriebseinheiten oder Händler vertrieben. Weitere Produktionsstätten, die auch als Tochtergesellschaften der Hako GmbH operieren, befinden sich in Pingree Grove (USA), an welchem Produkte der Marken Minuteman und Powerboss hergestellt werden, sowie in Chałupy (Polen). 7. Mitarbeiter Die Hako GmbH beschäftigte in 2023 durchschnittlich 1.179 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.145). Die Anzahl der Beschäftigten im Produktionsbereich unterlag im Berichtsjahr einer deutlichen Schwankung. In der ersten Jahreshälfte war entsprechend der Produktionsleistung ein höherer Mitarbeiterstand zu verzeichnen. Dazu zählte auch der Einsatz von Leiharbeitnehmern. Zum Jahresende hin wurde die Zahl der Leiharbeitnehmer um über 50% reduziert und bei den eigenen Beschäftigten wurden Fristverträge nicht verlängert, wodurch sich die Anzahl im dortigen Bereich verringerte. Im Bereich des Vertriebs und hier insbesondere bei den Servicetechnikern wurde die Mitarbeiterkapazität ausgeweitet. Die in den letzten Jahren stetig gewachsene Anzahl von ausgelieferten Maschinen erfordert flächendeckend eine höhere Dichte an Servicetechnikern, um eine hohe Verfügbarkeit der Produkte im betrieblichen Alltag zu gewährleisten. Bei dieser Entwicklung wird auch die zunehmende Wichtigkeit der Ausbildung und Gewinnung von Beschäftigten deutlich, die nicht nur über eine sehr gute fachliche Kompetenz verfügen, sondern auch noch zu einer täglichen Mobilität bereit sind. Produktive Mitarbeiter wurden überwiegend durch die Übernahme der eigenen Auszubildenden, befristete Einstellungen und durch Leiharbeit gewonnen. Bei der qualifizierten Sachbearbeitung oder bei Neueinstellungen im akademischen Bereich überwiegt die unbefristete Festeinstellung. Im Juni 2023 erfolgte die handelsrechtliche Verschmelzung der von Oertzen GmbH aus Ammersbek mit der Hako GmbH. Die 69 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden durch den damit verbundenen Betriebsübergang Beschäftigte der Hako GmbH. Der Standort und die Vertriebsstruktur wurden durch die Verschmelzung nicht verändert. Die Vertretung der Mitarbeiter erfolgt durch den am Standort gewählten Betriebsrat und auf der Ebene der Muttergesellschaft durch den Gesamtbetriebsrat. Ebenfalls im Juni wurden die Vereinbarungen mit den Betriebsräten zur Ermöglichung von Mobiler Arbeit um ein weiteres Jahr bis zum Juni 2024 verlängert. Vorab war festgestellt worden, dass überwiegend positive Rückmeldungen aus der Belegschaft, von den Führungskräften und den Betriebsräten zu verzeichnen waren. Aus der Sicht der Personalabteilung hat sich die Möglichkeit von Home-Office als wichtiger Beitrag zur Arbeitgeberattraktivität bestätigt. Die betriebliche Berufsausbildung und die innerbetrieblichen Schulungsmaßnahmen sind auch im Berichtsjahr unverändert fortgeführt worden. Die gesetzlich vorgeschriebene sicherheitstechnische Betreuung der Produktionsstandorte und der Niederlassungen wurde auch im Jahr 2023 durchgeführt 8. Innovationen und Entwicklungsarbeiten 2023 Im Geschäftsjahr 2023 wurden in den Produktbereichen erneut zahlreiche Neuentwicklungen und Entwicklungstätigkeiten durchgeführt. Produktlinie Digitalisierung & Systeme Nach erfolgreicher Markteinführung der ersten autonomen Reinigungsmaschine B75i stehen für das zweite Produktionsjahr umfangreiche Optimierungen und Erweiterungen im Bereich der Navigationssoftware und der zugehörigen, digitalen Umweltwahrnehmungen im Vordergrund. Die Entwicklung ergänzender Features, wie z.B. Timer- und Kalenderfunktionen, in Verbindung mit einer Dockingstation für die automatische Versorgung mit Betriebsstoffen und Energie, werden den vollautonomen Einsatz über mehrere Arbeitsschichten ermöglichen. Auf Basis des entwickelten Autonomie- und Antriebssystems der B75i folgen konzeptionelle Voruntersuchungen für den Einsatz auf einer zu entwickelnden autonomen Kehrsaugmaschine. Dazu werden robuste und kostenoptimierte Sensorsysteme untersucht. Das Hako Fleet Management (HFM) wird in 2024 in einem neuen, modernen Web- Design erscheinen und bietet, neben der Verwaltung der Flotte, zahlreiche Filter- und Sortierfunktionen, einschließlich Informationen zur Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit der Hako-Maschinen. Im Vordergrund steht der Ausbau von Ex- und Importfunktionen für die automatische Erfassung und Anreicherung von Zusatzdaten bis zur Einbindung von Fremdmaschinen. Eine REST-API wird es autorisierten Fremdanbietern von Softwarelösungen ermöglichen, die von Hako erfassten Online-Betriebsdaten abzurufen. Im Fokus steht weiterhin der Ausbau der Hako-Web-Oberfläche zur digitalen Plattform für interne und externe Digitalisierungsprozesse. Die Nutzung als Remoteservice- und -diagnosetool hat sich bewährt und wird weiter ausgebaut. Die Entwicklung einer webbasierten Lizenzvergabe von usergebunden Diagnosetools wird den Verwaltungsaufwand erheblich reduzieren. Die Eignung neuer, frei zugänglicher Kl-basierter Analyse- Systeme für die digitale Auswertung von Serviceberichten, einschließlich Freitextauswertung, wird in 2024 neu überprüft. Im Rahmen der Produktentwicklung der Reinigungstechnik (B35/45) werden erstmalig standardisierte Schnittstellen (z.B. Bluetooth) vorentwickelt. Eine over-the-air-Kopplung zwischen mobilen Endgeräten und der Maschine im Nahfeld erweitert Informationsumfang und Bedienungskomfort. Produktlinie Reinigungstechnik Die autonome Reinigung wird sich in den nächsten Jahren erheblich weiter entwickeln, was auch auf den zunehmenden Fachkräftemangel zurückzuführen ist. Dieser Umstand wird eine Erweiterung des autonomem Produktprogramms zur Folge haben, so dass das zukünftige Produktprogramm - neben dem Scrubmaster B75i - weitere Geräte im Klein -u. Großmaschinensegment beinhalten wird, sowohl bei den Scheuersaug- als auch bei den Kehrsaugmaschinen. Ende 2024 ist zudem die Einführung einer Dockingstation geplant, welche ein abgestimmtes System darstellt, in dem die Ver- und Entsorgung von Frisch- und Schmutzwasser sowie das Laden der Batterie automatisch erfolgt. Dadurch wird das Reinigungspersonal entlastet und kann zusätzliche Tätigkeiten wahrnehmen. Bereits Ende 2022 wurden Versuche unter Verwendung von Sekundärrohstoffen unternommen und in dieser Hinsicht erste Erfahrungen gesammelt. Mitte 2023 konnten die Versuche erfolgreich abgeschlossen und erstmalig, mit Blick auf umweltrelevante Aspekte, der Scrubmaster B25 aus Rezyklat am Markt angeboten werden. Mit der Markteinführung des Scrubmaster B5 hat Hako erstmalig eine neue Reinigungstechnologie auf dem Markt, die eine verbesserte Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit für Kunden gewährleistet. Die neue Reinigungstechnologie ermöglicht eine Verlängerung der Lebensdauer von Bürsten und einen reduzierten Wasserverbrauch. Zudem kann der Energiebedarf um bis zu 80% reduziert werden. Diese Neuentwicklung leitet einen wesentlichen Meilenstein zur Erreichung der gesetzten Ziele bezüglich Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit ein. Bei der Überarbeitung der heutigen handgeführten Scheuersaugmaschinen B30/45/70/90 wird diese neue Reinigungstechnologie ebenfalls berücksichtigt. Mit der Nachfolge B30/45/70 wurde der Prototypenstatus in der Entwicklung erreicht und neben der neuen Reinigungstechnologie können kundenorientierte und intelligentere Produkte auf den Markt gebracht werden. Produktlinie Kommunaltechnik Modellreihenübergreifend wurden konkrete Projekte aus der Hako Nachhaltigkeitsstrategie gestartet und unterstützt. Neben den Fragestellungen zum Einsatz von Rezyklaten, wird sich auf die Reduzierung des Wasserverbrauchs zukünftiger Produkte in der Außenreinigung fokussiert. Im Produktmanagement wurde ein erster wichtiger Meilenstein im Projekt zur Darstellung des Umwelteinflusses und Energieverbrauchs von Kommunaltechnikgeräten erreicht. Auf Basis einer nun vorliegenden ersten Version für CM1650 Diesel und ZE, ist ein umfassendes ECO-TCO-Infotool für alle Hako Reinigungsprodukte geplant. Im Bereich der Citymaster Modellreihe wurde in 2023 ein bewusster Fokus auf Kostenreduzierung bei den dieselgetriebenen Produkten und der weiterhin notwendigen Stabilisierung von Lieferketten bei allen Citymaster Modellen gelegt. Für den vollelektrischen Citymaster 1650ZE waren nach der Markteinführung noch weitere Entwicklungstätigkeiten notwendig, um die neuartigen elektrischen Anbaugeräte unterschiedlicher Hersteller zu erproben und zu implementieren. In der zweiten Jahreshälfte wurde intensiv am Konzept der Modellstrategie für die kommenden fünf Jahre gearbeitet. Die Diskussionen und technische Konzeptarbeit zielen maßgeblich darauf ab, die zu erwartende Aufteilung von voll-elektrischem und dieselmotorischem Antrieb marktgerecht auszubalancieren. In der Multicar Modellreihe wurde die Industrialisierung des M31 EURO VI, zur Erfüllung der Stufe e Emissionsrichtlinie, erfolgreich abgeschlossen, so dass im 4.Quartal die Serienproduktion gestartet werden konnte. Neben dem Emissionsupdate wurden Produktverbesserrungen, wie z.B. der Umstieg auf einheitliche LED-Beleuchtung, eingepflegt. Umfangreiche Neuentwicklungstätigkeiten befassten sich mit den bereits im Jahr 2022 gestarteten Projekten des vollelektrischen M31ZE und des dieselmotorischen M41, der erstmalig einen Multicar mit bis zu 7,5t zul. Gesamtgewicht darstellt. Ein wichtiger Meilenstein war die erste öffentliche Präsentation beider Modelle auf der DemoPark Messe im Juni 2023, auf der vier einsatzfähige Prototypen zur Probe gefahren werden konnten. Produktlinie Wasserstrahltechnik Die Aufgaben der Produktline fokussierten sich im Jahr 2023 auf die Überarbeitung und Erstellung von Produktdokumentation und Produktstrukturen im Warenwirtschaftssystem (SAP) nach den Hako-Anforderungen. Neben der Überarbeitung der Produktnamen, d. h. der Einbindung der Marke Oertzen in Hako müssen alle Dokumente, wie z. B. Bedienungsanleitungen, Risikobeurteilungen, Ersatzteillisten auf den Hako-Standard gehoben und die Produkte in die bestehenden digitalen Vertriebssysteme eingepflegt werden. Diese Arbeiten werden im Jahr 2024 fortgesetzt und auch hier - mindestens im ersten Halbjahr - einen großen Teil der Entwicklungskapazitäten einnehmen. Weiterhin ist eine Vereinheitlichung der 3-D-Konstruktionssysteme notwendig, die im Oktober 2023 gestartet wurde. Im Bereich Produktneuentwicklung wurde das Sonderreinigungsgerät "Vaclav I" grundlegend überarbeitet und befindet sich aktuell in der Erprobung bei Airbus in Hamburg. Hier ist das Ziel den Tank-Innenreiniger so zu konfigurieren, dass eine einwandfreie Reinigung des Abfalltankes gewährleistet werden kann, aber eine Beschädigung der Tankinnenwand ausgeschlossen ist. Diese Erprobung ist notwendig, da auch seitens Airbus Weiterentwicklungen im Material und Beschichtung von Abfalltanks erfolgten. Parallel zu den operativen Themen der Produktbetreuung wird die strategische Neuausrichtung der Produktlinie in verschiedenen Workshops mit internen und externen Produkt- und Marktexperten durchgeführt. Ziel ist die Entwicklung eines Produktprogrammes für definierte Fokusbranchen und Zielmärkte, für die die Vertriebsstruktur schon passend ist oder strategisch ausgerichtet wird. Die Entwicklungskosten der Hako GmbH betrugen EUR 20,0 Mio. (Vorjahr: EUR 16,5 Mio.). Insgesamt waren im Jahresdurchschnitt 125 Mitarbeiter in der Entwicklung tätig. 9. Risikomanagement und internes Kontrollsystem Die Hako GmbH ist in eine zunehmend komplexe und globale Geschäftswelt eingebunden und somit vielfältigen wirtschaftlichen Risiken ausgesetzt, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken können. Von daher werden bedeutende unternehmerische Entscheidungen vor dem Hintergrund der damit verbundenen Risiken getroffen. Zur Identifikation und Bewertung wesentlicher Risiken wurde ein umfassendes Kontroll- und Risikomanagementsystem implementiert, welches fortlaufend weiterentwickelt wird. Das Risikomanagementsystem wird im vierteljährlichen Rhythmus erstellt und enthält spezifische Risikogruppen, die analysiert werden. Weitere Bausteine des Risikomanagementsystems sind detaillierte, zeitnahe monatliche und quartalsweise Berichtssysteme, die einen Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft geben. Des Weiteren ist in diesem Zusammenhang die jährliche Unternehmensplanung zu nennen, die neben einer operativen Planung eine umfangreiche strategische Komponente beinhaltet. Ein weiteres Augenmerk wird dem Investitionscontrolling gewidmet, wobei für größere Investitionsprojekte individuelle Rentabilitätsrechnungen durchgeführt werden, die sich an den Richtlinien der Possehl-Gruppe orientieren. Bei der Risikobewertung werden die nachfolgenden Risikofelder schwerpunktmäßig betrachtet. Es sind derzeit keine wesentlichen Risiken bekannt, die den Fortbestand der Hako GmbH gefährden könnten. Alle uns bekannten Risiken werden durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgebildet. Absatzrisiken Die unternehmerische Tätigkeit der Hako GmbH erstreckt sich auf eine Vielzahl internationaler Märkte, aus der sich naturgemäß eine höhere Konjunkturanfälligkeit ergibt sowie eine gewisse Abhängigkeit von den Entwicklungen der lokalen Märkte. Neben den direkten Auswirkungen auf Absatz und Umsatz können sich dabei negative Effekte auf die bilanziellen Wertansätze von Vermögenswerten ergeben. Die Produkte und Dienstleistungen der Gesellschaft werden über eigene Vertriebs- und Produktionsgesellschaften oder über Händler vertrieben, die einen engen Kontakt zur Hako GmbH aufrechterhalten. So kann die Hako GmbH auf eventuelle Marktveränderungen zeitnah reagieren. Mögliche Risiken ergeben sich u.a. aus dem stetig wachsenden Key Account Geschäft mit zunehmend international operierenden Kunden und aus volatilen Wechselkursen. Ein Klumpenrisiko - durch eine Konzentration auf Einzelkunden - liegt nicht vor. Seitens verschiedener Kommunen wird eine Abkehr von rein dieselbetriebenen Fahrzeugen hin zu elektrischen Antrieben gefordert. Zudem ist aufgrund der Belastungen der öffentlichen Haushalte ein reduziertes Beschaffungsvolumen der Kommunen zu erwarten. Absatzrisiken können sich weiterhin aus gestörten Lieferketten ergeben, welche - aufgrund der daraus resultierenden Fehlteilproblematik - verzögerte Auslieferungszeiten nach sich ziehen. Diese Situation könnte eine Verschiebung von Marktanteilen bewirken. Hierbei wären insbesondere die Umsätze mit Dienstleistungs-, Handels- oder Industriekunden betroffen. Sauberkeit und Desinfektionsthemen werden aber langfristig eine zunehmende Bedeutung einnehmen, da damit zu rechnen ist, dass die Risiken von Pandemien weiter bestehen bleiben werden, wovon vor allem das Chemiegeschäft profitieren würde. Die Einhaltung des Lieferkettensorgfaltspflichtgesetz wird durch die Einbindung in die vorgegebenen Prozesse der Konzernmutter sichergestellt. Beschaffungsrisiken Die Hako GmbH bezieht Ihre Waren und Dienstleistungen bei einer Vielzahl von Lieferanten und Herstellern. Dabei ist es ein Ziel, mit Kernlieferanten langfristige Lieferverträge abzuschließen, wobei zur Risikobegrenzung auch alternative Lieferquellen ausfindig gemacht werden, sofern dieses möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist. Auch vor dem Hintergrund potenzieller Handelskonflikte und damit teilweise gestörter Lieferketten ist mit weiteren Beschaffungsrisiken zu rechnen. Die erhöhten Risiken in Bezug auf Lieferausfälle, Lieferterminverschiebungen sowie Kapazitätsengpässe der Vorjahre haben sich im Jahr 2023 stetig reduziert. Für das Jahr 2024 ist nur noch sehr vereinzelnd mit einer derartigen Situation zu rechnen. Durch eine Zweitlieferantenstrategie, Bestandspuffer sowie eine enge Führung und Abstimmung mit den Lieferanten werden diese Risiken begrenzt bzw. auf ein Minimum reduziert. Liquiditätsrisiken Liquiditätsrisiken können durch den Anstieg des Nettoumlaufvermögens, Investitionen, ansteigende Rohstoffpreise oder durch Zahlungsausfälle entstehen. Um diese Risiken zu begrenzen, wird - neben der Anwendung diverser risikobegrenzender Instrumente - eine Optimierung der Finanzstruktur und das Vorhalten ausreichender Finanzmittel angestrebt. Durch einen positiven betrieblichen Cash-Flow sowie der Verfügbarkeit ausreichender Bankenlinien und Gesellschafterdarlehen war zu jedem Zeitpunkt die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft sichergestellt. Wechselkursrisiken Die Entwicklung der Wechselkurse wird laufend überwacht und analysiert. Dabei werden mögliche Wechselkursrisiken gegebenenfalls durch Währungssicherungsgeschäfte minimiert. Es können jedoch bei den zunehmenden Volatilitäten von Währungen negative Kurseinflüsse in Zukunft nicht ausgeschlossen werden. Kreditrisiken (Ausfallrisiken) Kreditrisiken ergeben sich aus den Geschäftsbeziehungen mit Kunden und Lieferanten. Im Risikomanagementprozess der Gesellschaft liegt der Schwerpunkt auf der Identifizierung, Messung und Steuerung der Kreditrisiken und Ihre Auswirkung auf die finanzielle Stabilität und Rentabilität. Durch weiter bestehende Probleme in der Lieferkette, einem ungünstigen Zinsumfeld und erhöhten Anforderungen im Finanzierungssektor kann es für diverse Kundengruppen schwieriger werden, sich zu refinanzieren. Vor diesem Hintergrund sind erhöhte Forderungsausfälle trotz effizienterer Kreditwürdigkeitsprüfungen möglich. Dieses Risiko wird jedoch durch ein effizientes Credit Controlling und die Kooperation mit der abcfinance GmbH als Finanzierungspartner begrenzt. Zu nennen sind auch Risiken, die sich aus dem Vertriebsleasing ergeben können. Hier erfolgt der Verkauf von Reinigungsgeräten oder Fahrzeugen an Leasinggesellschaften, teilweise unter Abschluss von Restwertgarantien oder anderen Sicherheitsleistungen. Details zu den Eventualverbindlichkeiten ("Off-Balance-Verpflichtungen") aus diesen Leasinggeschäften können dem Anhang entnommen werden. Aufgrund der geplanten Ausweitung des Geschäftes mit den Leasingpartnern können sich die Eventualverbindlichkeiten aus Leasing-Geschäften mittelfristig leicht erhöhen. 10. Qualitäts- und Nachhaltigkeitsmanagement Hako verfügt über ein umfassendes Managementsystem, welches die Anforderungen der Normen DIN EN ISO 9001:2015 (Qualitäts-), 14001:2015 (Umwelt-), 45001:2018 (Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutzmanagement) sowie des Qualitätsmanagements nach deutschem und internationalem Straßenverkehrsrecht (KBA) erfüllt und den hohen Qualitätsstandard der Hako Produkte sicherstellt. Die Wirksamkeit des Managementsystems wird über jährliche interne und externe Audits an vier Produktionsstandorten und einer Niederlassung überprüft. Auch 2023 hat Hako die jährliche Auditierung durch den TÜV NORD Cert erfolgreich bestanden. In Vorbereitung auf die europäische CSR-Berichtspflicht wurde ein erster Entwurf eines Nachhaltigkeitsberichts gemäß der Global Reporting Initiative (GRI) erstellt. Die GRI- Richtlinie ist der weltweit am weitesten verbreitete Standard in der Nachhaltigkeitsberichterstattung und enthält viele Elemente, die auch in der künftigen europäischen Berichtspflicht gefordert werden. In dieser tiefgehenden Datenerhebung wurden mehr als 100 Kennzahlen aus dem Bereich sozialer, ökologischer und ökonomischer Nachhaltigkeit für die Hako GmbH erhoben und die notwendigen Vorkehrungen für die anstehende Berichtspflicht getroffen. Im Jahr 2022 wurde damit begonnen, Nachhaltigkeit fest in die Unternehmensstruktur zu verankern. Mit einer Wesentlichkeitsanalyse unter Einbeziehung der wichtigsten Stakeholder wurden die Themen identifiziert, die für das Unternehmen von besonderer Relevanz sind. Darauf aufbauend, wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr Projektteams für die Bereiche gebildet, in denen der größte Handlungsbedarf besteht. Die Projektteams haben für die jeweiligen Themenfelder Ziele und Maßnahmen erarbeitet, die mit der Geschäftsleitung abgestimmt wurden und sich derzeit in der Umsetzung befinden. Die Themenfelder der Projektteams verteilen sich wie folgt auf die drei ESG-Dimensionen:
Ein weiterer wesentlicher Baustein im Bereich Nachhaltigkeit ist die Fertigstellung des Logistikzentrums im Geschäftsjahr 2023. Das 13.000 qm große Gebäude bildet das Zentrum für das Neu- und Ersatzteilgeschäft und zentralisiert die Distributionslogistik für den Standort Oldesloe. Das Logistikzentrum wurde nach dem Effizienzhaus 40 (kurz: KfW 40) errichtet und verbraucht damit nur 40 Prozent der Primärenergie eines konventionellen Referenzgebäudes. Erreicht wird dieser hohe Nachhaltigkeitsstandard durch eine optimierte Wärmedämmung der Gebäudehülle sowie durch eine 150 kWp Photovoltaikanlage in Kombination mit Wärmepumpen. 11. Chancenbericht Durch die konsequente Verfolgung einer nachhaltigen, auf profitables Wachstum ausgerichteten Unternehmensstrategie hat die Hako GmbH eine Vielzahl von Chancen. Diese werden innerhalb eines strukturierten Prozesses identifiziert und weiterverfolgt. Die Bewertung von Chancen erfolgt insbesondere im Rahmen der operativen und strategischen Planung vor allem in Bezug auf Umsatzerlöse und Rentabilität. Bei Investitionen kommt die Kapitalwertmethode zum Einsatz. Des Weiteren haben das gesamtwirtschaftliche Umfeld sowie die Marktentwicklungen in den lokalen Märkten einen bedeutenden Einfluss auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der Hako GmbH. Eine verbesserte konjunkturelle Entwicklung in den jeweiligen Absatzmärkten der Gesellschaft stellt eine bedeutende Chance dar. Die Umsatzplanung für 2024 basiert auf den Einschätzungen der Unternehmensleitung unter Berücksichtigung von Fachpublikationen zur konjunkturellen Entwicklung. Sollten sich die Konjunkturdaten verbessert darstellen, so können die Kennziffern Auftragseingang, Umsatz und Betriebsergebnis die Planzahlen übertreffen. Weitere Chancen sind in geringeren Beschaffungskosten gegeben, sofern sich niedrigere Einstandspreise für Rohstoffe, Fertigprodukte oder bezogene Leistungen ergeben. In diesem Zusammenhang sind günstige Wechselkurse in Bezug auf die Plankurse zu nennen, die sich vorteilhaft auf das Ergebnis auswirken können. Einsparmöglichkeiten auf der Beschaffungsseite ergeben sich aus der weiteren Verlagerung von Vorfertigungsarbeiten auf die Hako Technology Sp. z o.o., Swieszyno/Polen, die di.hako.tec GmbH, Trappenkamp, sowie die PlasTec Technology GmbH, Trappenkamp. Ferner ergeben sich Möglichkeiten aus den Kooperationen mit der Hako Finance und Comco Leasing, die eine Absatzfinanzierung mit individuellen Finanzierungslösungen für die Kunden der Hako GmbH zur Verfügung stellen. Chancen ergeben sich weiterhin durch die Einführung neuer Produkte in der Innen- und Außenreinigung sowie der Wasserstrahltechnik, um neue Märkte zu erschließen oder Marktanteile zu gewinnen. 12. Erklärung zur Unternehmensführung Die Förderung des Frauenanteils in Führungspositionen ist weiterhin ein Ziel bei internen Personalentwicklungsmaßnahmen und externen Einstellungen. Die von der Gesellschafterversammlung am 22. Juli 2022 für den Zeitraum bis zum 30. Juni 2027 festgelegte Zielquote für den Frauenanteil im Aufsichtsrat von 33,3% wurde erreicht. Die Zielquote für die Geschäftsführung der Gesellschaft in Höhe von 20% wurde im Berichtszeitraum jedoch noch nicht erreicht. 13. Prognosebericht Das abgelaufene Geschäftsjahr war von vermehrter Diskussion um die Auswirkungen der Künstlichen Intelligenz geprägt und inwieweit diese zu einer tiefgreifenden weiteren Entwicklung bzw. einer KI-Revolution inklusive eines Anstiegs von Produktivität führen kann. So wird bereits ein Produktivitätswachstum von deutlich über 3% pro Jahr durch diese Einflussfaktoren in den USA vorausgesagt. Doch diese zu erwartenden Auswirkungen werden vermutlich noch keinen signifikanten Einfluss auf das Wirtschaftswachstum bzw. die Geldpolitik im Jahr 2024 haben. Aus rein wirtschaftlicher Sicht wird das neue Jahr eher von den Folgen der starken Zinserhöhungen der Zentralbanken im abgelaufenen Geschäftsjahr oder der Finanzausstattung der öffentlichen Haushalte geprägt sein. Es bleibt die Frage, ob die zunehmende Vorsicht der Währungshüter ausreicht, um das gesetzte 2%-Inflationsziel zu erreichen. Es besteht die Erwartungshaltung, dass die Inflation sich auf einem Niveau einpendeln wird, welches erheblich über den Zielen der Notenbanken liegen wird. Ein weiteres Thema in diesem Zusammenhang dürfte auch der weiterhin bestehende hohe Lohndruck sein und inwieweit die Unternehmen steigende Löhne an die Verbraucher weitergeben werden bzw. können. Strukturelle Preistreiber wie die Kosten der Klimapolitik oder der zunehmende Protektionismus können den preisdämpfenden Wettbewerb ebenfalls reduzieren. Weiterhin werden politische Themen - wie der Wahlkampf in den USA - und geopolitische Sachverhalte wie der anhaltende Konflikt in der Ukraine die Entwicklungen im neuen Jahr prägen. Zuletzt haben die Notenbanken Signale gesendet, dass die Zeit der Zinserhöhungen bald vorbei sein könnte und der Fokus - zumindest in den USA - auf möglichen Zinssenkungen liegt. Demzufolge setzen einige Investoren bereits auf einen Aufschwung im Euroraum und dass die USA eine Rezession womöglich vermeiden kann. Vor dem Hintergrund dieser Einflussfaktoren wird von einem globalen Wachstum von 2,4% im Jahr 2024 ausgegangen, wobei andere Regionen das niedrige G7-Wachstum, welches in 2024 nicht über 0,8% hinausgeht, teilweise ausgleichen. Die Aussichten auf eine sanfte Landung in den USA haben sich verbessert, aber es wird mit einem zunehmenden Gegenwind gerechnet, womit das reale BIP-Wachstum in den USA in 2024 bei 0,6% liegen dürfte. Für Europa dürfte ab Mitte 2024 eine leichte Erholung einsetzen, da dieser Wirtschaftsraum von einer Erholung in den USA und dem Lockerungszyklus der EZB profitieren dürfte. Es wird von einem Wachstum von 0,2% ausgegangen, welches über einem zu erwartenden, realen Wachstum von -0,2% in Deutschland liegt. In China leidet die Wirtschaft mit einem Wachstum von 4,7% weiterhin unter dem Einbruch des Immobilienmarktes und dem Schuldenüberhang. Unter Berücksichtigung des beschriebenen konjunkturellen Umfelds und sich abschwächender Auftragseingänge bzw. eines reduzierten Auftragsbestands plant die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2024 mit einem sinkenden Umsatzvolumen, welches sich um ca. 7% unter dem Vorjahresniveau bewegen sollte. Es wird erwartet, dass sich der Umsatz vor allem in den Produktbereichen Außenreinigung und Multicar rückläufig entwickeln wird, was auch auf die Finanzausstattung der Kommunen zurückzuführen ist. Das Aftersales Geschäft sowie der Produktbereich Scheuersaugmaschinen sollen einen positiven Beitrag zur Umsatzentwicklung leisten. Es wird - bei stabiler Rohertragsspanne - mit einem Betriebsergebnis auf niedrigerem Niveau (-12,7%) und einem Ergebnis vor Steuern auf höherem Niveau (+4,3%) gerechnet. Zudem wird mit leicht erhöhten Investitionen und steigenden Aufwendungen im Personalbereich gerechnet, die vor allem in tariflichen Lohn- und Gehaltssteigerungen begründet sind. Die Auswirkungen der oben angeführten Risiken auf den zukünftigen Geschäftsverlauf können derzeit allerdings nicht verlässlich prognostiziert werden. Über einen längeren Zeitraum andauernde Beeinträchtigungen von Lieferketten, die sich negativ auf das Working Capital auswirken, sowie weitere Preis-, Lohn- oder Gehaltssteigerungen und ein weiterhin hohes Zinsniveau können das Ergebnis und die Finanzlage des Unternehmens negativ beeinflussen. Die Geschäftsführung bleibt bei Ihrer realistischen Erwartung, dass die Gesellschaft über ausreichende Mittel verfügt, um die Geschäftstätigkeit für mindestens zwölf weitere Monate fortzuführen und dass die Annahme der Unternehmensfortführung als Grundlage der Rechnungslegung angemessen bleibt. Aufbauend auf der guten Marktstellung von Hako wollen wir unsere Marktanteile zukünftig - wie in den vergangenen Geschäftsjahren - weiter ausbauen.
Bad Oldesloe, den 26. Januar 2024 Die Geschäftsführung der Hako GmbH M. Schreiber F. Ulbricht A. Jensen J. Blache BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Hako GmbH, Bad Oldesloe PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der Hako GmbH, Bad Oldesloe - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hako GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. SONSTIGE INFORMATIONEN Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESAB- SCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Lübeck, 1. März 2024 BDO
AG
Lüthje, Wirtschaftsprüfer Dr. Wißmann, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Gesetz und Gesellschaftsvertrag obliegenden Aufgaben pflichtgemäß und mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Wir haben die Geschäftsführung bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und ihre Tätigkeit überwacht. In sämtliche Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Die Geschäftsführung unterrichtete uns und insbesondere den Vorsitzenden des Aufsichtsrats regelmäßig zeitnah und umfassend über die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte sowie die aktuelle Lage. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens wurde zudem eingehend erörtert. Im Geschäftsjahr 2023 fanden zwei ordentliche Aufsichtsratssitzungen statt. Gegenstand der Beratungen in den ordentlichen Sitzungen waren schwerpunktmäßig die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Unternehmens und der gesamten Hako-Gruppe sowie deren Zukunftsperspektiven. Einen weiteren Schwerpunkt bildeten die wirtschaftlichen Auswirkungen der gestiegenen Beschaffungskosten sowie des Krieges in der Ukraine auf die Hako-Gruppe sowie die in diesem Zusammenhang getroffenen Maßnahmen. Geschäftsvorfälle, die aufgrund gesetzlicher oder satzungsmäßiger Bestimmungen der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, wurden eingehend geprüft und erörtert. Der Aufsichtsrat stimmte nach gründlicher Prüfung den Beschlussvorlagen der Geschäftsführung zu. Die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 nach den deutschen handelsrechtlichen Grundsätzen (HGB) geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Abschlussunterlagen und der Prüfungsbericht lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor und wurden in der Bilanzsitzung am 30. April 2024 umfassend behandelt. Der Aufsichtsrat stimmt den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. Nach dem abschließenden Ergebnis der eigenen Prüfung des Aufsichtsrats sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss gebilligt. Er empfiehlt der Gesellschafterin, den Jahresabschluss der Hako GmbH zum 31. Dezember 2023 festzustellen. Dem Vorschlag der Geschäftsführung über die Verwendung des Bilanzgewinns stimmt der Aufsichtsrat zu.
Bad Oldesloe, den 30. April 2024 Für den Aufsichtsrat Dr. Joachim Brenk Vorsitzender Feststellung des Jahresabschlusses und Ergebnisverwendung Unsere alleinige Gesellschafterin, die L. Possehl & Co. mbH, Lübeck, hat in der Gesellschafterversammlung vom 30. April 2024 den Jahresabschluss festgestellt und beschlossen, aus dem Jahresüberschuss von € 17.331.126,91 einen Teilbetrag in Höhe von € 10.000.000,00 an die Gesellschafterin auszuschütten und den verbleibenden Betrag von € 7.331.126,91 zusammen mit dem Gewinnvortrag von € 78.410.875,54 - insgesamt € 85.742.002,45 - auf neue Rechnung vorzutragen. |
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